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Hoge, Will - anchors [2017]
Der exzellente Singer-Songwriter aus Nashville kommt mit einem erneut wunderbaren Album und zieht seine eingeschlagene Linie herausragender Roots-/Americana-Musik mit einem Schuß Country, Countryrock und Heartlanf-Feeling kosequent durch. Es ist abermals eine Wonne, seinen fantastischen Songs zuzuhören.

Aus der offiziellen Produktbeschreibung:
Recorded with an all-star band comprised of drummer Jerry Roe (Emmylou Harris & Rodney Crowell, Darius Rucker), bassist Dominic Davis (Jack White, Wanda Jackson), and guitarists Brad Rice (Son Volt, Ryan Adams) and Thom Donovan (Lapush, Ruby Amanfu), the album is a prime showcase for Hoge s searing, gritty vocals, as well as his remarkable gift for crafting complex characters with real emotional depth and plainspoken profundity. Over the course of eleven tracks, Hoge weaves elements of vintage country, literate folk, and heartland rock into a passionate, genre-busting masterpiece, one that offers an unflinching portrait of the messy challenges of adulthood and the ways in which we preserve (or don't) through hard times.

Aus dem Review von Daniel Daus (www.sounds-of-south.de):
Mittlerweile hat der in Nashville ansässige, einstige Wegbegleiter von Dan Baird mit „Anchors“ sein 10. Studiowerk am Start. Erneut ist ihm ein Meisterwerk in Sachen Country-, Roots-, Americana- bzw. Singer/Songwriter-Stoff gelungen. Will setzt damit den Reigen seiner ausnahmslos guten Alben konsequent fort.
Musikalisch umgeben hat sich Hoge diesmal mit Leuten wie u. a. Drummer Jerry Roe (Emmylou Harris & Rodney Crowell, Darius Rucker), Bassist Dominic Davis (Jack White, Wanda Jackson) sowie den Gitarristen Brad Rice (Son Volt, Ryan Adams) und Thom Donovan (Lapush, Ruby Amanfu), als auch mit Sheryl Crow, die beim medial wohl verheißungsvollsten Anwärter dieser Scheibe, dem wunderbaren „Little Bit Of Rust“ Harmoniegesänge beisteuert. Großartig hier auch die Fiddle-/E-Slide-Gitarren-Solo-Kombination und die schön klirrende Mandoline.
Vom Heartland-umschwingten Opener „The Reckoning“ bis zum finalen, in Tom Petty-Manier gezeichneten „Young As We Will Ever Be“ fasziniert der Basketball-Fan mit seinen unaufgeregt klingenden und doch so fesselnd wie nuanciert arrangierten Songkompositionen ohne eine kleinste Schwachstelle zu offenbaren.
„The Grande Charade“, „Through Missing You“ (Slide-Solo) und das Titelstück bedienen das Gemüt von Melancholikern, das überaus atmosphärische „Cold Night In Santa Fe“ erinnert mich ein wenig an Blackberry Smokes „The Whippoorwill“. Beim rockigsten Track der CD „(This Ain’t) An Original Sin“ (Uptempo, starkes E-Solo, Ohohoh-Gesänge) dürften Will die alten Tage seines Tourens mit Dan Baird vermutlich den Anstoß gegeben haben.
Die flockigen, eingängigen Stücke wie „Baby’s Eyes“, das Steel-getränkte, herrlich countryeske „Angels Wings“ und das an die Hoch-Zeiten von Bob Seger erinnernde „17“ (mit überraschenden Bläser-Einsätzen) könnten wieder als Vorlagen zur Adaption durch andere Bands dienen, wie es schon mal die Eli Young Band mit „Even If It Breaks Your Heart“ erfolgreich praktiziert hatte und prompt einen Nr. 1-Hit einfuhr.
Fazit: Mit seinem exzellenten neuen Longplayer „Anchors“ hat Will Hoge erneut bewiesen, dass an seinem Name kein Weg vorbeiführt, wenn es gilt, das Who-Is-Who der zeitgenössischen amerikanischen Singer/Songwriter-Szene zu benennen. Dieses Werk bietet ein weiteres Mal Leuten Zuflucht, die in der beschriebenen Musik ihr Passion erfüllt sehen! Eigentlich auch prädestiniert dafür, hier mit ganzer Band live vorgestellt zu werden. Wieder mal eine Hogesche Glanzleistung!

Das komplette Tracklisting:

1. The Reckoning - 3:42
2. This Grand Charade - 3:43
3. Little Bit of Rust - 3:47
4. Cold Night in Santa Fe - 3:22
5. Baby's Eyes - 2:29
6. (This Ain't) An Original Sin - 3:19
7. Through Missing You - 3:16
8. Anchors - 3:55
9. Angels Wings - 4:00
10. 17 - 4:04
11. Young as We Will Ever Be - 3:05

Art-Nr.: 9500
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The reckoning
Little bit of rust
Baby's eyes
(This ain't) An original sin
Through missing you
Anchors
Angels wings
Young as we will ever be

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Hoge, Will - carousel [2001]
Sänger, Gitarrist und Songwriter Will Hoge liefert ein absolut großartiges Album feinster, knackiger, knalliger, straighter Rock-/Gitarrenrockmusik, mit rootsigem Touch, voller Seele und mit herrlichem Gitarrendrive ab. Kein Wunder, denn den Part für die Lead-Gitarre auf "Carousel" hat der alte "Georgia Satellites"-Haudegen Dan Baird übernommen. Er hat nichts verlernt und erfreut uns auf dieser Scheibe erneut mit seinen typischen, simplen "Satellites"-Riffs, die immer noch den alten Charme und die alte Power und Energie auf den Zuhörer übertragen. Das rockt einfach wunderbar! Dazu hat Hoge eine dreckig, rotzige Stimme, die Songs sind Spitzenklasse und die Rhythmus-Sektion versteht ihr Handwerk ebenfalls perfekt. Irgendwie verarbeitet Hoge die Einflüsse und Traditionen von so verschiedenen Leuten wie Tom Petty, Chuck Prophet, Springsteen, Graham Parker, Dylan, den Replacements, den Georgia Satellites und Van Morrison zu einem eigenen Sound. Das gelingt ausgezeichnet!
Man ist fast stetig geneigt mitzuwippen. Geht gut in die Beine! Die CD macht Spaß und Laune! Rockig, erdig, intensiv, direkt - Klasse!

Das komplette Tracklisting:

1. She Don't Care - 3:25
2. Let Me Be Lonely - 1:58
3. Ms. Williams - 3:12
4. Your Fool - 2:55
5. Heartbreak Avenue - 4:09
6. Rock and Roll Star - 3:40
7. Wish - 3:46
8. Sweet Magdeline - 3:54
9. (Pretty Sure) I'm Over You - 2:19
10. Carousel - 3:39

Art-Nr.: 1184
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
She don't care
Your fool

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Hoge, Will - my american dream [2018]
8 Track Mini-Album! Rootsrock, Southern Rock und Americana-Rock der absoluten Extraklasse! Will Hoge hat die Zügel im Vergleich zu seinem Vorgänger wieder deutlich angezogen. In den Texten aufgewühlt über die politische Situation in den Staaten, in der musikalischen Umsetzung dreckig, rau, rockig, kraftvoll, beherzt, voller erdiger Gitarren und mit ordentlich viel Southern-Esprit, aber auch voller bester Melodien, jagt ein Song-Highlight das nächste. Abermals ein ganz großer Wurf von Will Hoge!

Das komplette Tracklisting:

1. Gilded Walls - 4:19
2. Stupid Kids - 2:45
3. Still a Southern Man - 4:04
4. Oh Mr. Barnum - 3:27
5. Thoughts & Prayers - 3:31
6. My American Dream - 4:03
7. The Illegal Line - 4:01
8. Nikki's a Republican Now - 3:21

Art-Nr.: 9702
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Hoge, Will - never give in [2013]
Will Hoge erneut in bestechender Form! Der in Nashville beheimatete Singer/Songwriter scheint sich in kreativer Hinsicht auf einem absoluten Höhenflug zu befinden. Verweilte er noch vor nicht allzu langer Zeit mit seiner EP "Modern American Protest Music" mit eigens konzipierten Protestsongs auf den Spuren von einem seiner großen Vorbilder, Bob Dylan, holt er jetzt mit seinem neuen, fantastischen Album "Never Give In" zu einem weiteren ganz großen Wurf aus. Der Titel, wie auch das damit verbundene Titelstück (tolle Melodie, klasse Gitarrenarbeit inkl. würzigem Slide/ E-Solo), stehen auch so ein bisschen für Hoges Stehauf-Mentalität (er hat ja schon so einiges in Sachen Band-/Labelwechsel bis hin zu seinem furchtbaren Unfall, bei dem er schwer verletzt nur hauchdünn am Tod vorbeigeschrammt ist, mitgemacht), ein Mann der nie auf-/nachgegeben hat und sich heute musikalisch stärker denn je präsentiert. "It encompasses a lot of things. The song is really based on a relationship between a man and a woman that has weathered hard times and fought to grow. There's some truth in that with my wife which I really appreciate. On a larger note, it's about the mentality of this whole organization. The roller coaster ride I've been through musically, emotionally, professionally, and physically with labels and without labels changing bands and managers, we're here. We started our own label and we're having more success than ever. That's all due to the fact we've never stopped and we never give in." so Will selbst in einem Interview zum zentralen Thema/Lied seines neuen Werkes. Und In der Tat, läuft es für Hoge in letzter Zeit wie am "Schnürchen". Hatte vor geraumer Zeit die Eli Young Band mit dem von ihm gecoverten "Even If It Breaks Your Heart" einen Nr. 1-Hit erzielt (auch das hier enthaltene, herrlich melodische "Goodbye Ain’t Always Gone" wäre wieder wie für sie prädestiniert), so dürfte Will auch mit der abschließenden starken, voller Pathos steckenden Americana-/Countryhymne "Strong" (wie der Titel es schon andeutet), der als Begleitmusik für die Chevrolet Silverado Truck-Werbung ausgewählt wurde, weitere enorme nationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auch der Rest der Scheibe bietet typischen Hoge-Stoff (variabel, sehr melodisch, zwischen Country- und knackigem, zuweilen zünftigem, erdigem Roots-/Americana-Rock pendelnd, garniert mit einigen kraftvollen Heartland-RockEinlagen, in allen Tempi, mit intelligenten, immer ein wenig nach innen gekehrten Texten) auf absolutem Spitzenniveau. Selbstredend, dass hier natürlich auch Topmusiker wie Kenny Greenberg, Tom Bukovac (beide wieder mit exzellenter Saitenarbeit), Tony Harrell, Adam Beard, Nick Buda, John Deaderick, und einige starke Backsinger wie die wunderbare Ashley Monroe, Jon Randall, Jessi Alexander, Maureen Murphy, oder Harmonie Reddick zur Einspielung mit von der Partie waren. Die beiden letztgenannten Sängerinnen liefern beispielsweise furiose Backs beim flotten Opener, dem knackigen, zündenden, schön angerauten Rootsrocker "A Different Man". Der Silberling enthält natürlich auch wieder viele Querverweise zu musikalischen Größen, deren Glanz aber im Vergleich mit Will mittlerweile fast schon zu verblassen droht. Das bereits erwähnte Titelstück mit seinem frappierenden "Into The Great Wide Open"-Flair, erinnert unweigerlich an Tom Pettys Parade-Zeiten, die grandios bluesig/dezent gospelig gesungene Ballade "This Time Around" lässt sogar fast einen Otis Redding wieder aufleben. Ein Hammersong! Das schön gewählte Wortspiel bei dem famosen "Home Is Where The Heart Breaks" ist der Aufhänger für ein herrlich rockendes Stück in der Tradition von Bob Seger (hat ein wenig was von "Rock’n‘ Roll Never Forgets"), "Pale September" macht John Mellencamp alle Ehre und das ebenfalls straight rockende "Bad Old Days" beinhaltet einige Reminiszenzen in die Zeit, als Will noch mit seinem alten Kumpel Dan Baird musizierte (durchaus auch Georgia Satellites-tauglich). Kurz vor Ende begibt sich Hoge in seiner eigenwilligen Art mit dem schön erzählten "Damn Spotlight (Julias Song)" samt eines Hauchs von "The Boxer" sogar in Simon & Garfunkel-ähnliche Gefilde (allerdings gänzlich ohne deren Schmachtfaktor), bevor der bereits oben angeführte Track "Strong" (als Bonustrack) den glänzenden Abschluss eines immens starken Longplayers abgibt. " I never really saw a dividing line between rock and country" teilte Hoge kürzlich in einem Statement mit, und genaus das präsentiert er hier eindrucksvoll. Es gibt keine Trennung zwischen Rock und Country, sondern eine geradezu untrennbare Verbindung in seiner wunderbaren Musik. In einem U.S.-Review heisst es dazu treffend: Hoges music is a compelling mix of classic rock riffs, a Springsteen-styled way with charismatic storytelling and some rowdy roadhouse country twang". Perfekt ausgedrückt, zusätzlich zu erwähnen sind eben nur noch diese hinreissenden Melodien. Will Hoge präsentiert sich mit "Never Give In" abermals in absolut blendender (auch stimmlich) Verfassung. Er zählt mittlerweile zu den wohl maßgebendsten Singer/Songwritern des Country-/Americana-/Rootsrock-Genres der Neuzeit. Die starken Texte zu seinen Tracks sind natürlich im eingesteckten Booklet des DigiPaks nachzulesen. Was für ein Pracht-Album! Wir werden nicht nachgeben, diesen begabten Songwriter/Musiker zu lieben und anzupreisen! Er hat es definitiv verdient! Einfach klasse dieser Mann! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. A Different Man - 3:15
2. Goodbye Ain't Always Gone - 3:12
3. Never Give In - 3:00
4. This Time Around - 3:41
5. Still Got You On My Mind - 3:08
6. Home is Where the Heart Breaks - 3:24
7. Daddy Was a Gambling Man - 2:57
8. Pale September - 3:31
9. Bad Old Days - 3:18
10. Damn Spotlight (Julia's Song) - 3:16
11. Strong - 3:24

Art-Nr.: 8353
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
A different man
Never give in
Still got you on my mind
Home is where the heart breaks
Pale September
Bad old days
Strong

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Hoge, Will - number seven [2011]
Der Singer/Songwriter aus Nashville mit einem meisterhaften, neuen Album. Will Hoge, der ja bei den Aufnahmen zu seinem letzten Werk "The Wreckage" nochmal so gerade "dem Tod von der Schüppe gesprungen" war (er wurde auf seinem Roller von einem Van angefahren und schwer verletzt) ist mittlerweile gesundheitlich wieder voll genesen und steht auch musikalisch "voll im Saft". Mit seinem schlicht "Numer Seven" betitelten, neuen Longplayer präsentiert er sich in blendender Verfassung, ja, man kann fast behaupten, auf dem Höhepunkt seiner musikalischen Schaffensphase. Erneut versteht er es wie kaum ein anderer Musiker der heutigen Zeit, unbequeme Wahrheiten in seine anspruchsvollen Texte einzubringen und mit der dazu passenden Musik stilvoll in Einklang zu bringen. Fast eine Art Bob Dylan der Neuzeit, nur mit einer anderen Stimme und seinen wunderbar melodischen Americana-Songs. Das Album beginnt in der Tradition seiner letzten Werke. "Fools Gonna Fly", ein Stück, in dem er dem guten Lyriker Shakespeare den Sinn für die Realität recht humorvoll abspricht, kommt in einer gediegenen Mischung aus Tom Petty- und Bob Seger-Einflüssen daher, wobei Hoge die beiden in kreativer Hinsicht längst ein- bzw. überholt hat. Klasse hier die Mundharmonika-, Slidegitarrenkombination (Hoge/Pat Buchanan) im Soloteil. "Too Old To Die Young" wurde mit dem dem Titel entsprechenden Elan kraftvoll umgesetzt. Klasse hier die surrenden Slidegitarren. Am stärksten erscheint Hoge auf diesem Longplayer, wenn er seinem Zorn über das heutige Amerika in Songs wie "Goddam California" (toller Steelguitar-getränkter Alternate Country, herrlich wie er im Refrain "...Goddam California, oh I miss my Tennessee..." förmlich herausfleht), "American Dream" (schonungslose Abrechnung mit den Zuständen seines Landes, dazu passend eine wunderbar traurig gespielte Steelgitarre) oder "The Illegal Line" (die Geschichte eines illegalen Einwanderes im Grenzgebiet Mexiko/Texas wird plakativ aufgearbeitet, stark hier die eine gewisse Dramatik einbringenden psychedlischen E-Gitarrenparts im Stile von Neil Young's Crazy Horse) seinen freien Lauf lässt. Grandios "Silver Chain" : Hier grummelt Hoge zunächst akustisch begleitet in grimmiger Dylan-Erzähl-Manier, schreit dann seine Gefühle in einem kräftigen Refrain regelrecht heraus (tolle E-Gitarrenarbeit von Kenny Vaughan). Roots Rock in Perfektion! Für die fröhlicheren Momente des Albums sorgen komischerweise Songs wie "Gone" oder "Nothing To Lose", obwohl sie thematisch (es geht um das Ende von Beziehungen) ebenfalls nicht gerade auf Frohsinn gepolt sind. Mit "No Man’s Land" haut Hoge dann sogar einen echten Mitgröl-Country-Gassenhauer raus, der am Ende passend mit ausgelassenen "Crowd"-Gesängen begleitet wird. Zum Schluss gibt es dann nochmals zwei Tracks zum "Zungeschnalzen". Zunächst die herrlich einfühlsame, pianounterlegte Ballade "Trying To Be A Man", die von Gastmusiker Vince Gill immer wieder mit filligraner Akustikgitarre ergänzt wird. Und ganz am Ende die voller Otis Redding-Flair befindliche, bluesig-soulige Nummer "When I Get My Wings" (zugleich auch erste Single). Toll hier die Bläsereinsätze in bester Memphis-Tradition und ein unwiederstehliches E-Gitarren-Solo von Kenny Greenberg, einem der Star-Gitarristen der Nashville-Szene. Musikalisch assistieren Hoge auf dieser von ihm selbst produzierten Scheibe seine Tourmusiker Adam Beard, Sigdur Birkis und Adam Ollendorf, aber auch Wegefährten früherer Tage wie Devin Mallone oder Ken Coomer und eine ganze Reihe von edlen Gitarristen wie die bereits genannten Pat Buchanan, Kenny Vaughan, Vince Gill, Kenny Greenberg, sowie Tom Bukovac oder der exzellente Keith Gatis. Dazu kommt ein wunderbar geschmackvoll schlicht in Rot, Weiß und Schwarz gestaltetes Digipack, dessen eingestecktes Booklett alle (lesenswerten) Texte beeinhaltet. Will Hoge's "Number Seven" ist somit erneut ein absoluter Garant für allerfeinsten Roots-/Heartland-/Alternate Country-/Americana-Rock geworden, zuweilen mit einem Hauch von Southern-Feeling! Bestnote dafür von uns! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Fool’s Gonna Fly (3.17)
2. Too Old To Die Young (2.57
3. Goddam California (3.18)
4. American Dream (4.18)
5. Gone (3.02)
6. The Illegal Line (3.55)
7. Silver Chain (3.09)
8. Nothing To Lose (2.32)
9. No Man’S Land (3.09)
10. Trying To Be a Man (3.59)
11. When I Get My Wings (3.47)

Art-Nr.: 7561
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Fool's gonna fly
Too old to die young
Goddam California
The illegal line
Silver chain
No man's land

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Hoge, Will - the wreckage [2009]
Baumstarkes, neues Album von Will Hoge! Roots-/Heartland-/Americana-Rock "with a southern croon" vom Allerfeinsten! Der in Nashville lebende, amerikanische Songwriter hatte ja bereits mit dem Vorgängerwerk "Draw The Curtains", wie auch mit seinen übrigen Veröffentlichungen schon ganz exzellente Kost serviert und ist von uns und den Kritikerscharen zurecht mit Lobeshymnen überschüttet worden. Also beste Vorraussetzungen, um sich mit einem weiteren Silberling in der ganz oberen Riege seiner amerikanischen Kollegen zu etablieren. Doch leider sollte zunächst ein persönlicher Schicksalsschlag Hoge übel mitspielen. Während der Aufnahmen zu seinem neuen Album fuhr Hoge nach getaner Arbeit abends mit seinem Roller nach Hause und wurde von einem Van, der seine Bahn kreuzte, "volle Kanne" erfasst. Schwer blutend, mit mehreren Knochenbrüchen und zeitweise erblindet musste sich Hoge einem mehrmonatigem Krankenhausaufenthalt unterziehen. Die Rehamaßnahmen dauern bis zum heutigen Tage an. Damit hatte es sich mit "The Wreckage" (der Titel entstand in Anlehnung an seinen Unfall) erst einmal erledigt. Die Arbeiten waren zu diesem Zeitpunkt gerade zur Hälfte abgeschlossen. Dieses Ereignes bescherte Hoge, laut eigener Aussage, eine vllkommen veränderte Lebenseinstellung. Es setzte ein regelrechter Lernprozess ein. Für ihn, der eigentlich in achtzehn Jahren keinen Tag ohne Musik verbracht hatte, lag jetzt der Fokus komplett auf der persönlichen Genesung und dem Wohlbefinden seiner Familie. Acht Monate nach dem Unfall jedoch ging es dann, mental gestärkt, endlich zurück ins Studio, um das begonnene Werk zu vollenden. Und es ist ein absoluter Knaller geworden. Im Vergleich zum erfolgreichen Vorgänger wurde zwar personell nur marginal geändert (Ken Croomer und Charlie Brosco, die auch das kürzlich erschienene, klasse Album der Southern Rocker SwamDaWamp produzierten, sassen erneut an den Reglern; die meisten Musiker, wie u.a. Pat Buchanan, Ban Baird, Ken Croomer, Tim Marks, sind abermals mit von der Partie), das Ergebnis aber gestaltet sich noch einen Tick stärker als zuletzt und dank Hoge's, aus besagten Gründen sehr emotionaler Hingabe, um ein Vielfaches intensiver. Das ist schon eine Pracht-Leistung, die er hier abliefert. Tolles Songmaterial, mit saftigen, Gitarren-orientierten Arrangements, zumeist voller Kraft und mit gutem Drive, unterbrochen von der ein oder anderen Ballade, alles ungemein melodisch. Das Album startet mit dem flockig, aber knackig instrumentierten "Hard To Love", ein Stück in bester Bob Seger-Tradition im gehobenen Midtempo, mit einer klasse Pianountermalung, toller Melodieführung und einem starken Bariton-E-Gitarren-Solo. Weiter geht es in deftiger John Mellencamp-Manier mit dem schroffen, geradlinigen, einen tollen Drive aufbauenden, gnadenlos starken Roots-Rocker "Long Gone" (fettes Drumming, kreischiges E-Gitarren-Solo), der einmal mehr die ungeheure Vielseitigkeit Hoge's beweist. Hier geht's richtig zur Sache! Im Titelsong "The Wreckage" entladen sich dann alle erlebten Geschehnisse auf beeindruckende Weise, ohne dabei textlich auf das Vorgefallene einzugehen. Selten hat man Hoge so intensiv, introvertiert, emotional und doch voller kühler Melancholie singen gehört (ein wenig an Radney Foster und Kevn Kinney erinnernd), wie bei diesem Track. Eine dumpfe Akustikgitarre, ein dezentes Piano und eine kalt hallende Steelgitarre erzeugen eine ganz besondere, regelrecht mitfühlende Atmosphäre. Das ist große und bewegend performte Musik. Mit "Favorite Waste Of Time", "Even If It Brakes Your Heart" (mit dezentem Petty'schen "Into The Great Wide Open"-Flair) und "Highway Wings" bewegt sich Will in luftig instrumentierten, genauso knackigen, wie melodischen, rootsigen Mellencamp-/Chris Knight-Gefilden. Das atmosphärische "What Could I Do" steckt wieder voller eigenwilliger Melancholie, die von Jen Gunderman beigesteuerten Mellotron-Töne erzeugen Gänsehaut. Zusammen mit der bezaubernden Ashley Monroe (singt im Stile einer jungen Dolly Parton) präsentiert Hoge im Duett bei der wundervollen Ballade "Goodnight / Goodbye" entspannte, sehr melodische, großartige (Alternate)Countrymusic. Sein alter Weggefährte Dan Baird zupft hier die High String Guitar. Diese etwas besinnlichere Phase wird dann mittels "Just Like Me", einem forschen Rootsrocker an der Schnittstelle zwischen Neil Young und John Mellencamp, wieder abgelöst. Klasse hier das psychedelisch angehauchte, raue E-Gitarren-Solo von Pat Buchanan. Nach dem entspannten, wunderschönen "Where Do We Go From Now", kommt das wieder voller Atmosphäre steckende, balladeske "Too Late Too Soon", eindrucksvoll mit Gitarren (Southern Rock-kompatibles E-Gitarren-Solo), dumpfen Cello- und Bläsertönen in Szene gesetzt, sogar mit ein wenig Black Crowes-Flair rüber. Ein hervorragendes Album-Finale! Eigentlich ist Will Hoge's neues Werk angesichts der Vorgeschichte als reinstes Wunder zu bezeichnen. Woher dieser Musiker, der scheinbar wirklich am Rande des Ablebens taumelte, innerhalb so kurzer Zeit wieder die Kraft und Ideen zu solch einem starken Album schöpfte, verdient höchste Anerkennung und uneingeschränkten Respekt. Will Hoge hat sich mit diesem Werk endgültig in die Regionen der hier beschriebenen Bezugsgrößen katapultiert. Dieser Singer/Songwriter kann dem Vergleich mit den Mellencamps, Pettys Chris nights, Bob Segers, Dan Baidrs & Co. locker standhalten. Wir ziehen den Hut vor dieser Leistung und wünschen Will Hoge, auch wenn es sich im Fall von "The Wreckage" (das Wrack) schon fast makaber anhört, für seine zukünftige Entwicklung musikalisch weiterhin "Hals- und Beinbruch". Aber es wird schwer, dieses Werk zu toppen. Die Messlatte liegt verdammt hoch. Exzellenter Rootsrock-/Heartland-Rock-/rockin' Americana-Stoff (roadside Americana with the glory of Rock'n Roll", wie es ein U.S.-Kritiker nennt) zum Genießen, aufgemacht im feinen Digipack inkl. eingelegtem Faltblatt mit allen Texten und Infos! Brillant! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Hard to Love - 3:23   
2 Long Gone - 2:51   
3 The Wreckage - 3:33   
4 Favorite Waste of Time - 3:11   
5 Even If It Breaks Your Heart - 3:43   
6 What Could I Do - 4:28   
7 Goodnight/Goodbye - 4:24   
8 Just Like Me - 3:28   
9 Highway Wings - 3:24   
10 Where Do We Go from Down - 3:45   
11 Too Late Too Soon - 4:03

Art-Nr.: 6567
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard to love
Long gone
Favorite waste of time
Even if it breaks your heart
Goodnight / goodbye
Just like me

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Hoge, Will - tiny little movies [2020]
Der in Nashville ansässige, exzellente, für stets hervorragendes Songmaterial stehende Singer/Songwriter Will Hoge veröffentlicht mit "Tiny little movies" nun schon sein mittlerweile elftes Album. Und wieder ist es ein brillantes Teil geworden. Abwechslungsreich, kreativ und mit bestechender Qualität gelingt ihm eine sehr ausgewogene Balance zwischen richtig kernigen, ja krachenden, rohen, dreckigen und "rotzigen" Rockern, die ein wenig an die Anfangstage seiner Karriere zu Zeiten seines "Carousel"-Albums erinnern, und hinreißend schönen, aber stets authentisch erdigen, nie zu glatt geschliffenen, von herrlichen Melodien durchzogenen Rootsrock-/Americana-Nummern, oftmals tangiert von einem schönen Heartland-, Southern-, und/oder Countryrock-Feeling. "Tiny little movies" bestätigt höchst eindrucksvoll Hoge's Ruf als einer der besten und profiliertesten Roots- und Americana-Singer/Songwriter der heutigen Zeit. Das Album startet mit dem fantastischen, hoch melodischen, knackigen Country-flavoured Roots-/Americana-Rocker "Midway Motel" - gleich eine regelrechte "Killer"-Nummer. Wunderbare, vielschichtige, "jangly guitars" bestimmen das Geschehen, genauso wie ein staubig erdiges Ambiente, inklusive einer schönen, Neil Young-mässigen Mundharmonika. Bärenstark! Mit Track 2, "The overthrow", wird's dann deutlich ruppiger, rauer, dynamischer, schneller. Hoge singt herrlich rotzig, die Band gibt ordentlich Gas und spielt ungemein "tight". Wirkt fast ein wenig punkig, aber auch hier stimmt die Melodie! Ein "aufregender", (auch textlich) engagierter Rock-Kracher! Das nächste blendende Beispiel für Hoge's große Vielseitigkeit ist das herausragende, abermals von einer tollen Melodie durchzogene und mit einem wunderbaren Wüstenrock-Feeling punktende, recht zurückhaltend, aber dennoch schön erdig inszenierte, balladeske "Even the river runs out of this town". Großartig hier auch die exzellent soundenden E-Gitarren in dem kleinen Break! Das ist Americana-Musik von der ganz feinen Sorte. Es folgt die begnadete, ungeschliffene, bluesige Rootsrock-Ballade "My worst", die Hoge zusammen mit seinem langjährigen Freund Dan Baird (Geogia Satellites, Homemade Sin, The Bluefields) komponiert hat. Dabei gefällt besonders der vorzügliche, mehrstimmige, weibliche "Chorus" im Refrain, sowie die beiden famosen Dual-Gitarren-Soli im mittleren Break und gegen Ende, die eine Menge Southern-Flair ausstrahlen.. Da flackern sogar Allmans-mäßige Twin-Leads auf. Dreckig und dynamisch, wieder ungemein melodisch und garniert mit einem prächtigen Gitarrensolo kommt der exzellente Rootsrocker "That's how you lose her", der zuweilen an die erdigen Rootsrocker des großen Tom Petty erinnert. Tolle Nummer! Nach dem mächtig rohen, lauten und krachenden "Con Man Blues" und dem schönen Midtempo-Rootsrocker "Is this all that you wanted me for?" fährt Hoge mit der wundervollen Ballade "The likes of you" noch einmal die ganz große Americana-Kunst auf. Feine, durchaus trocken staubige Acoustic Gitarren-Riffs treffen auf hinreißende, vielschichtige, "twangy" Gitarrenlicks und -linien - eine Wonne für unsere Roots- und Americana-verliebten Ohren. "The curse", im Anschluß daran, ist dann wieder ein schön knackiger, erdiger, riffiger, gleichzeitig sehr eingängiger Rootsrocker, im besten Sinne simpel und geradeaus performt, abermals mit sehr transparenten, saftig klingenden Gitarren, die an alte Byrds- oder Tom Petty-Tage erinnern. Will Hoge und seine großartige Band haben einmal mehr einen bravourösen Job gemacht. "Tiny little movies" ist ein saustarkes, leidenschaftliches, dynamisches Album voller hochklassiger Songs ohne jeden schwachen Moment geworden. Ganz große Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Midway Motel - 3:37
2. The Overthrow - 2:48
3. Maybe This is Ok - 3:28
4. Even the River Runs out of This Town - 3:19
5. My Worst - 5:37
6. That's How You Lose Her - 3:03
7. Con Man Blues - 2:19
8. Is This All That You Wanted Me For - 4:13
9. The Likes of You - 3:26
10. The Curse - 2:59
11. All the Pretty Horses - 3:25

Art-Nr.: 10091
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Midway Motel
The overthrow
Even the river runs out of this town
My worst
That's how you lose her
The likes of you
The curse

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