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BlackHawk - blue highway [2022]
Southern Rock-Ikone Henry Paul (The Outlaws) "fährt" musikalisch seit rund 30 Jahren ja bekanntermaßen zweigleisig. Sein zweites Projekt, die vor allem in ihrer Anfangszeit, Mitte der Neunziger Jahre, so überaus erfolgreiche, exzellente Country-/New Country-/Countryrock-Formation BlackHawk, deren herrliche Musik natürlich ebenfalls von einem wunderbaren Southernflair begleitet wird, veröffentlichte im Jahre 1994 ihr nach dem Bandnamen betiteltes Debutalbum "BlackHawk", dem u. a. solche Top 10-Hits wie "Every Once in a While" und "I Sure Can Smell the Rain" entsprangen. Doch eigentlich hatten Henry Paul, Van Stephenson und Dave Robbins ein Album mit komplett anderen Songs als Debut vorgesehen. Die Demos für diese Songs waren zu dem Zeitpunkt, als sie ihren Major-Deal mit "Arista" unterzeichneten, längst eingespielt. Doch für ihr nach dem Label-Deal anstehendes, erstes Album nahmen BlackHawk schließlich doch neues Material auf. Die Demos der bereits existierenden Songs, und was waren, bzw. sind das für großartige Nummern, verschwanden erst einmal in den Archiven - bis jetzt. Henry Paul kramte dieses alte, hervorragende Material nun endlich hervor. 14 Songs davon wurden aktuell neu abgemischt und remastered, sowie von Musikern wie Dale Oliver, Randy Threet, Jackie Street, Jason Roller, Eric Silver, Jaran Sorenson, Kip Raines und Bobby Huff zum Teil neu und zusätzlich instrumentiert. Das Resultat ist ein fantastisches, "neues, altes" BlackHawk-Album. Wäre "Blue highway" damals, vor dem Arista-Erstling, tatsächlich veröffentlicht worden, wäre es als überragendes Debut voller radiofreudlicher Tracks gefeiert worden und hätte wohl eine Menge Hits für die Band abgeworfen. Heute, fast 30 Jahre später, ist es ein beeindruckender Beleg dafür, für welche Musik BlacHawk stand und steht und welch immenses Potential und Talent in ihnen steckte - gerade auch, wenn man bedenkt, dass sie zu diesem Zeitpunkt erst wenige Monate als Band unterwegs waren. Alle 14 Songs sind einfach klasse und offenbaren den typischen BlackHawk-Sound. Herrliche Melodien, diese flockigen, flüssigen Rhythmen, Henry Paul's herausragenden Gesang, die schönen Harmonies, wie man sie auch vom luftigen Westcoast-Sound kennt, Paul's tolles Mandolinenspiel, die vielschichtigen Gitarren und die stets durch die Songs wehende, angenehme Southern-Brise. Paradetracks hierfür sind beispieldweise der wunderbare Opener "Don't put yourself down" ein fluffiger, genauso lockerer wie knackiger, traumhaft melodischer New Country-Knüller, eingebunden in klangvolle Gitarren und großartige Mandolinen-Ergänzungen, die flockige, mit feinen Slideguitar-Fills ergänzte, angenehm im Ohr verweilende New Country-Ballade "Baby the rain must fall", der zünftige, im kraftvollen Midtemporhythmus kommende, prächtige Countryrocker "Heavy hand", das dynamische, ein dezentes, lockeres Marshall Tucker-Feeling verspühende, mit herrlichen Gitarren und wieder dieser toll klingenden Mandoline gespickte "One good reason", oder auch die exzellente, in einem feinen Eagles'schen "Take it to the limit"-Dreiviertel-Takt präsentierte Countryballade "Wide open spaces". Songs, die ein besonders ausgeprägtes Southern(rock)-Flair versprühem und damit duchaus das Terrain der The Outlaws kreuzen, hören wir mit der hinreißend schönen, knackigen Ballade "Southern wind" (fantastisches Mandolinenspiel, Steelguitar, ein für Gänsehaut sorgender, herrlicher "southern smell"), dem flüssigen, einerseits ein frisches, sonniges Eagles-Feeling freisetzenden, andererseits vor Southernflair nur so strotzenden, von klangvollen Gitarren bestimmten Countryrocker "Blue highway", wie auch dem knackig rockenden, mit kräftigen Wah Wah-Gitarrenlicks und Fiddle inszenierten "Heartache and a half". Kurioserweise ist diese Nummer, sowie das sehr schöne "Shiloh", die Tracks Nr. 13 und 14, nicht auf dem Albumcover und der CD gelistet (dort stehen nur 12 Songs), aber eben dennoch auf dem Album enthalten. Gut so! Welch ein tolles Album! Ein "eigentliches", ganz exzellentes, bislang unveröffentlichtes, neu bearbeitetes und frisch remastertes Debutalbum von BlackHawk, das dem offiziellen Debut von 1994 in nichts nachsteht. Im Gegenteil, vielleicht sind diese Songs sogar noch ein bißchen stärker. Wie dem auch sei, die Fans dürfen sich glücklich schätzen, dass Henry Paul der Welt all diese großartigen Tracks nun zugänglich macht - im übrigen in einem erstklassigen Sound. Tolle Sache!

Das komplette Tracklisting:

1. Don't Put Yourself Down - 3:27
2. Baby the Rain Must Fall - 4:07
3. Southern Wind - 3:09
4. I'm Gonna Find a Way - 3:07
5. Where the Wild Roses Grow - 3:25
6. Not by Chance - 3:44
7. Heavy Hand - 3:51
8. Heart with a View - 3:17
9. Blue Highway - 2:53
10. Breathe the Night - 4:03
11. One Good Reason - 2:56
12. Wide Open Spaces - 3:14
13. Heartache and a Half - 3:31
14. Shiloh - 3:07

Art-Nr.: 10628
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't put yourself down
Baby the rain must fall
Southern wind
Heavy hand
Blue highway
One good reason
Wide open spaced
Heartache and a half

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BlackHawk - just about right: live from atlanta [2020]
2 CD-Set! Erst im Februar dieses Jahres haben Henry Paul und die legendäre Southern Rock-Institution The Outlaws mit "Dixie highway" ein herausragendes, neues Studioalbum veröffentlicht, und nun ist auch Henry's zweites Projekt, die einst so überaus erfolgreiche, natürlich ebenfalls von einem gepflegten Southern-Flair begleitete, exzellente New Country-/Countryrock-Formation BlackHawk (ja, die gibt es auch noch!) mit einem ganz wunderbaren, neuen Album am Start. Okay, es ist kein neues Studiomaterial, aber ein ganz exzellentes, ihre ganze musikalische Klasse beeindruckend offenbarendes Live-Album, mitgeschnitten bei einer fabelhaften, "stripped down" Acoustic-Show der Band am 17. Oktober 2017 im "Eddie's Attic", einem schönen Club in Decatur/Georgia, direkt an der westlichen Grenze von Atlanta. Seit dem tragischen Krebstod von Gründungsmitglied Van Stephenson im Jahre 2001 machen BlackHawk erfreulicherweise immer noch als Duo (Henry Paul & Dave Robbins) weiter und sind mit ihren vorzüglichen Begleitmusikern, sofern es die Zeit erlaubt, hier und da live aktiv. Und wie großartig ihre Live-Auftritte sind, zeigt dieses wunderbare, akustische Konzert, das auf der nun vorliegenden DoCD in einem ganz herrlichen, glasklaren Sound wiedergegeben wird. Die Show brachte Henry Paul (vocals, guitar, mandolin) und Dave Robbins (keyboards, vocals) mit einem Großteil der Originalmitglieder ihrer früheren Band aus den erfolgreichen Tagen zusammen (der aktuell auch zur Outlaws-Besetzung gehörende Dale Oliver - lead guitar, Bobby Huff - drums, percussion und Jason Roller - mandolin, violin), zusätzlich unterstützt von zwei Stützen der aktuellen The Outlaws-Besetzung (Steve Grisham - lead guitar, Randy Threet - bass, vocals). Getragen von Henry Paul's faszinierendem, einzigartigem Gesang beackert man geschickt das Terrain zwischen New Country und Countryrock, immer umgeben von diesem unwiderstehlichen, unterschwelligen Southern(rock)-Flair, das Paul einfach in den Genen hat. Es ist allgegenwärtig. Die Band spielt wie aus einem Guß! Auch in ihren akustischen Inszenierungen wirken die Songs alles andere als langweilig. Ganz im Gegenteil, die vertrauten Stücke in dieser zurückgenommenen Natürlichkeit zu erleben, mit diesen Mandolinen, akustischen Gitarren, den verhaltenen Drums, hin und wieder auch mal einer etwas dezenter agierenden E-Gitarre, inkl. des ein oder anderen Solos, entwickelt stets eine gewisse Spannung. Diese Melodien, diese umwerfenden Harmoniegesänge, die Spielfreude und Hingabe der Band, diese so wunderbar saubere Spielweise der Musiker - das ist ein Ohrenschmaus. Wir erleben großartige, in dieser Form zuvor nie gehörte Acoustic Liveversionen vieler großer alter Hits der Band, wie beispielsweise "Goodbye says ist all" (sehr schön hier die integrierte elektrische Lead Gitarre, inkl. eines feinen Solos), "Down in flames" (traumhafte, an die Eagles erinnernde Harmoniegesänge, faszinierende Mandolinen-Riffs und -Licks), "Every once in a while" (beinhaltet erneut eine herrlich lockere, elektrische Lead Gtarre mit zwei schönen, kleinen Soli), "Postmarked Birmingham", "That's just about right", das mit elektrischer Slideguitar verzierte "I sure can smell the rain", aber auch seltenere Nummern wie etwa von "Wichita" (herrliche, von Dave Robbins gesungene Southern-Ballade aus dem seltenen 2012er "Down from the mountain"-Album), das rockig-dynamische "Days" of America" vom "Spirit dancer"-Werk (starkes Acoustic Gitarren-Solo) oder "Bluest eyes in Texas" (BlackHawk's Fassung des großen, von Dave Robbins mitkomponierten Restless Heart Hits). Für zwei Tracks bedarf es noch einer besonderen Erwähnung: Zum einen die tolle Acoustic-Version des begnadeten, viele gefallene Weggefährten aus glorreichen Tagen honorierende, umwerfende Southernrock-Hymne "Brothers of the southland" und zum anderen das das Konzert furios abschließende "Big guitar" mit seinem Drive, der tollen Melodie, seinem Southern-Spirit und dem klasse E-Gitarren-Solo. "Big thanks" an BlackHawk, dass sie dieses herrliche Live Doppelalbum veröffentlicht haben. Genau wie The Outlaws sind auch BlackHawk noch in vorzüglicher Verfassung. Dieses wunderschöne, filigrane Konzert jedenfalls ist ein purer Genuß!

Die komplette Setlist:

Disc 1
1. Down in Flames - 4:00
2. Goodbye Says It All - 3:40
3. Every Once in a While - 4:52
4. Love Like This - 4:29
5. Let Em’ Whirl - 6:08
6. Almost a Memory Now - 4:29
7. Wichita - 4:34
8. I’m Not Strong Enough to Say No - 4:29
9. Ships of Heaven - 4:22
10. Ain’t No Yesterday - 3:45
11. Always Have, Always Will - 3:09

Disc 2
1. Days of America - 3:39
2. Dances With Her Shadow - 3:49
3. Bluest Eyes in Texas - 4:55
4. Spirit Dancer - 4:07
5. There You Have It - 3:38
6. Brothers of the Southland 5:01
7. One More Heartache - 4:08
8. I Sure Can Smell the Rain - 3:23
9. That’s Just About Right (J. Black) - 8:52
10. Postmarked Birmingham - 5:26
11. Big Guitar -3:44

Art-Nr.: 10212
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Down in flames
Goodbye says it all
Every once in a while
Wichita
Days of America
Bluest eyes in Texas
Brothers of the southland
I sure can smell the rain
Big guitar

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