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Abbott Band, Josh - she's like texas [2010]
Ungemein frisch, schön knackig, locker, spritzig, aufgenommen in einem glasklaren, saftigen Sound: Die Josh Abbott Band mit einem herrlichen, traumhaft melodischen Countryrock-Juwel, das wie selbstverständlich die Trademarks der goldenen Countryrock-Tage der Siebziger (Poco, Eagles), traditionelle Countrywurzeln und die kernigen, würzigen Charakteristika der rockigen Texas/Oklahoma-Red Dirt-Bwegeung (ala Eli Young Band, Wade Bowen, Cross Canadian Ragweed, Randy Rogers Band) miteinander vereint. Countryrock lebt - und wie! Ein Konzertbesuch der Randy Rogers Band im "Blue Light", einem kultigen Club in seiner Heimatstadt Lubbock/Texas stellte 2004 so etwas die Initialzündung für Josh Abbott dar, seine musikalischen Talente zu seinem absoluten Lebensmittelpunkt zu machen. Deren Art zu spielen, ihre Bühnenpräsenz und Rogers’Gesang, sowie die Verbundenheit mit dem Publikum faszinierten und motivierten Abbott derartig, dass er sein Studium abbrach und fortan nur noch auf die Karte Musik setzte. "I think I can do that, too", lautete seine Maxime. Sechs Jahre später veröffentlicht er mit seiner Band, bestehend aus Preston Wait (Fiddle, Electric guitar), Edward Villaneva (Drums), Daniel Almodova (Bass) und Gabe Hanson (Electric guitar, baritone, harmonica) mit „She’s Like Texas“ seine bereits zweite CD, nachdem er zuvor schon mit seinem Debüt bei den Kritikern ("they rumble out like a Texas thunderstorm"; "honest songs about real-life emotions with strong harmonies and winsome melodic hooks") und den Radiostationen in und um Texas herum für mächtig Furore sorgte. Das musikalische Konzept von Josh Abbott orientiert sich naturgemäß durchaus an der Randy Rogers Band, wenngleich Abbott und seine Truppe mit diesem Album Rogers & Co. fast schon in den Schatten stellen. Wie bei Rogers spielen variabel eingesetzte Akustik/E-Gitarren (sehr stark Lead Gitarrist Gabe Hanson) und eine markante Fiddle (Preston Wait gleicht fast einem Pendant zu Brady Black) als essentieller Part neben Abbott's charismatischer gesanglicher Präsenz (tolle, überaus angenehme, typisch texanische Red Dirt-taugliche Stimme) die dominierende Rolle. Das Songmaterial ist ohne jede Ausnahme vom Allerfeinsten! Um zu erahnen, was das für die Zukunftsaussichten der Josh Abbott Band bedeuten könnte, braucht man kein Hellseher zu sein, sofern man die Erfolgsstory der Randy Rogers Band verfolgt hat. Für "She’s Like Texas" konnte man zudem den überaus erfolgreichen Produzenten Erik Herbst (u.a. Eli Young Band, Bois D’Arcs, Kyle Bennett Band, Macon Grayson) gewinnen, der den Sound der JAB in noch professionellere und, das meinen wir nur positiv, sehr radiokompatible Bahnen gelenkt hat, ohne dabei auf das nötige rootsige, ursprüngliche, erdige und würzige Ambiente zu verzichten. Damit scheinen die Weichen für den ganz großen überregionalen Wurf gestellt zu sein. Zu der großen Klasse des Albums tragen ohne Zweifel auch die klug ausgewählten Gastmusiker (u.a. Clay und Carla Corn, Gerald Jones und vor allem Virtuose Milo Deering mit seinem unwiederstehlichem Mandolinenspiel) bei, die allesamt bestens mit dem Quintett harmonieren. Dazu kommen wirklich gelungene Guestvocals, zum einen durch die exzellente Kacey Musgraves beim traumhaften Duett "Oh Tonight" (wie eine Session der Randy Rogers Band mit den Wreckers - Musgraves klingt wie Michelle Branch; toll hier auch das bereits erwähnte grandiose Mandolinengeklirre von Milo Deering), zum anderen im Trio mit den Abbott-Kumpeln Trent Willmon und Roger Creager, die sich beim lockeren, dezent grassig angehauchten "End Of A Dead Road" deutlich hörbar mit viel Freude die Gesangsbälle gegenseitig zuwerfen. Ganz stark dieser Song. Das an die Eli Young Band oder No Justice erinnernde, wunderbare "All Of Sudden" mit seinem nicht mehr aus den Ohren weichendem Refrain wurde schon im Vorfeld an die Radiostationen verschickt und erntete bereits höchste Chart-Ehren in den Texas Music-Charts. Die herrlich melodischen "The Walking Out" und "If You’re Leaving (I’m Coming Too)" gehen fliessend ineinander über und versprühen mit ihrem tollen E-Gitarrenrhythmus eine gewisse Heartland-Countryrock-Atmosphäre. Voller Hit-Potential stecken die flockigen "Fall In Love Again" und "She’s Like Texas", beide mit toller Mandolinenuntermalung, weiblichen Harmonies und Fiddle-Solo. "Brushy Creek" glänzt mit einem satten Hill Country-/Hillbilly-Flair, erzeugt durch Banjo und Fiddle, und erinnert mit seinen kernigen E-Gitarren-Riffs (inkl. großartigem Solo) sogar entfernt an eine countryeske Ausgabe von Lynyrd Skynyrd's "Swamp Music". Fröhlichen, knackigen Country mit einem Refrain zum Mitsingen bietet "I Just Wanna Love You". Beeindruckend hier das starke Baritone-E-Gitarren-Spiel von Gabe Hanson. Das Ende der Scheibe gehört dann dem Bandleader (fast) allein, der bei "Let My Tears Be Still" (es geht um einen kurz vor dem Tode stehenden, seine Lebensbilanz ziehenden Kriegsveteranen) zu den traurigen Pianoklängen von Gastmusiker Clay Corn eine emotionsgeladene, unter die Haut gehende Gesangsperformance abliefert und seine ganze vokale Klasse nochmals eindrucksvoll unter Beweis stellt. Josh Abbott und seine Band haben mit "She’s Like Texas" einen tollen Longplayer hingelegt, der nachhaltig die Prognose eines amerikanischen Kritikers untermauert, der sagt: "The next big thing out of this terrific Texas music scene"! Das unterschreiben wir blind! Die CD kommt in einem schönen, 2-fach aufklappbaren Digipack mit ausführlichem, 16-seitigem Booklet, inklusive aller Texte. Hier passt alles! Begeisternder (Red Dirt)-Countryrock, wie wir ihn aus Texas lieben! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Road Trippin - 3:10   
2 All of A Sudden - 3:02   
3 The Walking Out - :32   
4 If You're Leaving (I'm Coming Too) - 3:54   
5 Fall In Love Again - 3:37   
6 She's Like Texas - 3:55   
7 Brushy Creek - 3:22   
8 Oh, Tonight - 3:25   
9 Hot Water - 4:36   
10 I Just Wanna Love You - 3:09   
11 End Of A Dirt Road - 4:09   
12 Let My Tears Be Still - 4:38

Art-Nr.: 6833
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Road trippin
All of a sudden
If you're leaving (I'm coming too)
Brushy creek
Oh, tonight
Hot water
End of a dirt road

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Abbott Band, Josh - the highway kind [2020]
Ein Album, wie ein sonniger Frische-Kick! Als seien die goldenen Siebziger Countryrock-Tage zurück im Hier und Jetzt. Die großartige, aus Lubbock, Texas stammende Josh Abbott Band ("one of the most high-profile bands on the Texas red dirt country-/countryrock scene") besinnt sich, nach einem mit ihrem letzten Werk "Until my voice goes out" produktionstechnisch etwas zu überladenen Abstecher in poppigere Gefilde, wieder auf ihre Wurzeln und beglückt uns mit "The highway kind", einem ganz wundervollen, vor positiver Energie nur so sprudelnden, neuen Album (ihrem mittlerweile sechsten), das vollgepackt ist mit traumhaft melodischer, erfrischender, genauso lockerer, wie knackiger, texanischer Americana-/Country-/Red Dirt Countryrock-Musik vom Allerfeinsten. Dieser Flow und diese Harmonien der Songs sind eine absolute Wonne und dürften die Fans der Band und des Genres im Allgemeinen vollends begeistern. Aufgenommen in El Paso in den berühmten "Sonic Ranch Studios" und von Marshall Altman (u. a. Marc Broussard, Aaron Watson) erstklassig, in einem tollen, klaren Sound, auf den Punkt produziert, dominieren, neben Abbott's sehr angenehmem, wohligem Gesang, vor allem wunderbare, vielschichtige Gitarren (inkl. Pedal Steel) das Geschehen, immer mal wieder unterstützt von lockeren, perfekt integrierten Banjo-, Mandolinen-, Piano-, oder Fiddle-Klängen. Ein schönes, dezentes, unbeschwertes "Highway"-Ambiente (passt zum Albumtitel), wie auch dieses unwiderstehliche, natürliche, leicht staubige "Red Dirt"-Feeling zieht sich durch das komplette Songmaterial. Nicht selten findet man neben den Parallelen zu seelenverwandten Red Dirt-Künstlern wie Wade Bowen, der Randy Rogers Band, Reckless Kelly & Co. auch Spuren solcher Siebziger Countryrock-Größen wie etwa den Eagles, Poco oder Pure Prairie League. Los geht's mit dem Titelstück "The highway kind", gleich eine Perle von einem hinreißend schönen Midtempo-Countryrocker, der genauso knackig wie locker und flockig aus den Lautsprechern fließt. Der Song wirkt in seinem vollsoundigen Gitarrengewand wie eine warme Sommerbrise, die einem während einer luftigen, unbeschwerten Cabriofahrt geschmeidig um die Nase weht. Die Eagles lassen grüßen. Einfach herrlich! Das ist pure Countryrock-Magie! Frisch, dynamisch, sowie abermals schön knackig und hoch melodisch folgt der prächtige Countryrocker "Real damn good", der mit satten Riffs, klasse Gitarren (erdiges, kleines Solo), einer fein gezupften Mandoline und einem stampfenden, tighten Rhythmus glänzt. Anschließend rockt's richtig: Mit mächtigen Riffs und einem ordentlichen Schuß Southern Rock-Flair intoniert die Band das kraftvolle "Where I wanna be". Neben fetzigen Gitarren, fallen hier die dezent eingesetzte Fiddle und das hervorragend und cool gezupfte, trockene Banjo auf. Tolle Nummer! Umwerfend flüssig, locker und erneut traumhaft melodisch folgt das wundervolle "Settle me down". Schöne Pedal Steel-Linien, feine Gitarren und Abbott's ungemein harmonischer Gesang zeichnen ein frisches, natürliches, flockiges Red Dirt Country-/Countryrock-Klangbild von zeitlosem Charme. Weitere Highlights sind die tolle, angenehm frische, flüssig und sehr natürlich präsentierte Countrynummer "The luckiest" (feine Pedal Steel, Banjo-Untermalung, sehr schönes Piano), der erdig groovende, kräftige Red Dirt-Countryrocker "Little more you", die schön knackige, dabei "infectiously catchy" kommende, ein modernes Honky Tonk-Feeling offenbarende, gut tanzbare, herrlich angerockte Countrynummer "One more two step", und so weiter, bis hin zu der das Album exquisit abschließenden, wundervollen, semi-akustischen Americana-Ballade "Old men & rain". Ohne jeden Zweifel ist "The highway kind" das erhabendste und positivste Album, das die Josh Abbott Band je veröffentlicht hat - und wohl auch ihr bestes. Auch Josh Abbott selbst ist dieser Meinung, wie man seinen rundum zufriedenen Ausführungen entnehmen kann: "'The Highway Kind' is the album I wish we had put out seven years ago. The lyrics, the melodies, the subtle touches; this album is the very best effort from our group. These songs were brought to life and curated to reflect where my life is now: happy, fulfilled, blessed. From love songs to songs about friendship, from ballads to bangers, this album has it all". Ein absolutes, zeitlos erfrischendes Americana-, Country-, Red Dirt Countryrock-Juwel!

Hinweis: Das Album gibt es nur als von der Band selbst veröffentlichte, nicht ganz einfach zu bekommende, ansonsten ausschließlich über deren Homepage vetriebene, professionelle, verschweißte CD-R - mit professionell designtem Labelaufdruck in einem aufklappbaren Digipack-Cover.

Das komplette Tracklisting:

1. The Highway Kind - 3:59
2. Real Damn Good - 3:02
3. Where I Wanna Be - 3:07
4. Settle Me Down - 2:57
5. The Luckiest - 3:53
6. Little More You - 3:23
7. 24-7-365 - 2:53
8. One More Two Step - 3:19
9. Women & Wishes - 3:52
10. Old Men & Rain -3:47

Art-Nr.: 10270
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The highway kind
Real damn good
Where I wanna be
Settle me down
The luckiest
Little more you
One more two step

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