Artikel 1 bis 1 von 1 gefundenen...

[1-15]

 
Green, Pat - lucky ones [2004]
Drittes Majorlabel-Release von Texas-Hero Pat Green! Wieder ein klasse Album! Nach den Erfolgen seiner beiden Vorgängerwerke und den Riesenhits "Carry on" und "Wave on wave" hat sich Green mittlerweile auch über die Grenzen von Texas hinaus tief in die Herzen der Country-/New Country-Gemeinde gespielt. Mit "Lucky ones" macht er grundsätzlich da weiter, wo er bei "Wave on wave" aufgehört hat, wenngleich die Tracks insgesamt noch radiotauglicher wirken als zuvor. Das möchten wir aber keinesfalls als Negativum verstanden wissen, ganz im Gegendteil! Er hat sich seine Texas-Roots bewahrt und versteht es perfekt, die Schnittstelle zwischen knackigem Nashville New Country und seiner ihm angeborenen, natürlichen texanischen Ursprünglichkeit zu treffen. In einer US-Besprechung ist etwas von einer Kombination aus Kenny Chesney, Guy Clark, Willie Nelson und John Mellencamp zu lesen... - addiert man noch ein wenig Radney Foster und Keith Urban hinzu, so kommt das in etwa hin! Tatsächlich hört man zuweilen so ein gewisse "John Mellencamp goes Country"-Feeling ala "Small town" (kein Wunder sind doch Mellencamp's ex-Musiker David Grissom an der Gitarre und Lisa Germano an der Fiddle bei fast allen Tracks dabei), was sich aber fanz großartig in dem knackigen, sehr Gitarren orientierten, saftigen New Country-Sound einfügt. Die Songs stecken durchweg voller Frische, Schwung und prächtiger, gut hängen bleibender Melodien! Es wäre nicht verwunderlich, wenn für den guten Pat bei "Lucky ones" eine ganze Reihe Hits abfallen würden. Nehmen wir beispielsweise den immens gute Laune verbreitenden, knackigen Opener "Baby doll" mit seinem schwungvollen Fiddle-/Gitarren-Drive, die großartige, von Radney Foster geschriebene Midtempo Country-Nummer "Lucky ones", die mit ihrer schönen Gitarren-/Fiddle-/Steelguitar-Kombination und ihrer Struktur an beste Foster & Lloyd-Zeiten erinnert, den wundervoll flüssigen, frischen, die Sonne ins Herz lassenden, knackigen Countryrocker "Somewhere between Texas and Mexico" mit den satten, klaren Gitarren, der feinen Mandoline und der klasse Melodie, wie auch der zusammen mit Wade Bowen geschriebene Texas-Midtempo-Countryrocker "Don't break my heart again" - alles Titel, die eine gute Chartposition allemal verdient hätten. Sehr stark auch die lupenreine, traditionell verwurzelte, mit tollen Gitarrenlinien, herrlichen Banjo- /Mandolinen-/ und Steel-Licks ausgestattete, peppige Countrynummer "College", geschrieben von Pat und Brad Paisley, der hier nicht nur sein excellentes Gitarrenspiel beisteuert, sondern auch als Duett-Partner fungiert! Weitere "Hits": Eine fantastische, wie geschmiert abgehende, von tollen Gitarren und einem ordentlichen Roots-Flair begleitete Version von Jack Ingram's Countryrock-Feger "One thing", die schöne, so viel Frische ausstrahlende, reine Texas Midtemp-Countrynummer "Long way to go (headed home)", die Steel- und Gitarren-getränkte, voller Americana-Feeling steckende, wundervolle Ballade "Temporary angel" und das semi-akustische, sehr rootsige, an Steve Earle erinnernde "Sweet revenge" (Co-Autor: Ray Wiley Hubbard)! Der Mann aus Waco und seine Pat Green Band, mit der er das Album, bis auf die oben erwähnten Gäste, weitgehend eingespielt hat, haben wieder einen tollen Job gemacht. Erwähnenswert ist noch, daß der große Herb Pederson (Dillards / Desert Rose Band / Hillman-Pederson) bei einigen Tracks den Background-Gesang übernahm. Ein prima Album, das von vorn bis hinten Freude bereitet!

Art-Nr.: 2888
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!