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Ducas, George - yellow rose motel [2021]
Lupenreiner, "voll im Saft stehender" twangy, rocking New Country, traditionell verwurzelt und "full of big guitars", wie man ihn besser kaum spielen kann - das ist George Ducas mit seinem neuen, famosen Album "Yellow Rose Motel". Zunächst veröffentlicht als 4 aufeinanderfolgende, lediglich digital erhältliche, jeweils 3 Songs umfassende EPs, gibt es das komplette, 12 Songs umfassende Projekt in seiner Gesamtheit jetzt endlich auch als CD, allerdings nicht so leicht erhältlich, da es Ducas normalerweise nur über seine eigene Website vertreibt. Doch wir konnten glücklicherweise ein paar Exemplare ergattern. Mit einigen großen Hits in den Neunzigern (viele erinnern sich sicher noch an seinen 1997iger Top-10-Hit "Lipstick Promises"), nunmehr vier aufgenommenen Alben und unzähligen Songs und Hits in seiner Vita, die er für andere Country-Hochkaräter wie beispielsweise Garth Brooks, Sara Evans, die Eli Young Band, die Randy Rogers Band, Gary Allan, George Strait, die Dixie Chicks, Trisha Yearwood und viele mehr geschrieben hat, gilt der Texaner seit gut 25 Jahren als einer der angesehensten und respektiertesten Künstler im Countrymusic-Business. Und dann haut er jetzt auch noch solch ein glanzvolles Album raus. Wow! Was wir hier geboten bekommen, ist erstklassige, durch und durch ehrliche, rockige, schön knackige New Country-Musik in einem von Matt McClure und George Ducas glasklar und saftig produzierten, vorwiegend von einer Vielzahl von vielschichtigen, satten und voluminösen Gitarren aller Art bestimmten Sound, der einen geradezu magisch "einfängt". Alles ist dabei, von herrlichen Acoustic Gitarren, über fulminant aus den Lautsprechern "hallende" E-Gitarren, hinreißende Baritone Gitarren und unwiderstehliche Pedal Steel - es ist eine Wonne. Genau wie das durchweg herausragend melodische Songmaterial (Ducas ist bei allen Tracks kompositorisch beteiligt) und die kompletten Arrangemants - alles 1a. Ducas' ausgewählte Garde an Begleitmusikern zählt zu dem Besten, was Nashville's Studioelite zu bieten hat, wie zum Beispiel Jeff King, Jerry McPherson, Kenny Greenberg, Bob Britt, J.T. Corenflos (alle E-Gitarren), Michael Johnson (Pedal Steel), George Ducas & Pat McGrath (Acoustic Gitarre), Steve Nathan, Jason Webb, Charlie Judge (Keyboards), Mark Hill & Joeie Canaday (Bass), Tommy Harden (Drums), und einige mehr. Was die alle drauf haben, auf welch hohem Niveau die agieren, hören wir gleich zu Beginn des Albums mit dem grandiosen Opener "Don't leave her lonely", einem herrlich knackigen und traumhaft melodischen Countryrocker, umhüllt von einem hinreißenden "Schwall" wunderbarer, satter Gitarren. George's großartige Stimme und dieser saftige Gitarrensound (fantastisch auch die dezent hallende Baritone Gitarre) sorgen, gepaart mit dem unwiderstehlich natürlichen Country-Ambiente, sofort für pure Gänsehaut. So muß rockiger New Country von heute klingen. Eine Hammer-Nummer! Es folgt das tolle "Country badass", eine sehr frisch performte, mit einem unterschwelligen Outlaw- und Honky Tonk-Flair behaftete, traditionelle, dabei aber auch wieder schön knackige Midtempo-Countrynummer mit viel Gefühl und Seele. Erneut bestimmen vielschichtige, massive Gitarren das Geschehen, allen voran eine prächtige Pedal Steel. Den nächsten Killer-Countryrocker hören wir mit dem fantastischen, kernigen "Eastwood". Jongliert textlich wunderbar mit dem Gedanken, das Männer eher wie Clint sein, und Mädels eher mit ihm zusammen sein möchten. Tief verwurzelt in purer Country-Tradition, sehr melodisch und umgeben von jeder Menge Gitarren, legt der Song stetig an Power zu und mündet am Ende in einem tierischen, geradezu fulminanten Lead Gitarren-Finish, das jedem noch so standfesten Honky Tonk-Schuppen das Dach von der Hütte blasen dürfte. Das ist energetische Country-Power vom Feinsten. Eine Nummer, die sicher auch Eric Church gut zu Gesicht stünde. Rockin' New Country, knackig, melodisch, mit gutem Drive, schöner Banjo-Untermalung, feinen Steelguitar-Fills und ordentlichen E-Gitarren gibt's mit dem starken "I'm all in", ehe Mr. Ducas und seine exzellenten Begleitmusiker mit "Old timers" ein beeindruckendes Beispiel dafür abgeben, dass sie auch umwerfende Balladen hinbekommen. Welch eine großartige Melodie. Schön hier auch das leichte Southern-Feeling und der kraftvolle Refrain. Das Album beinhaltet einfach keine schwache Nummer. Jeder Song für sich ist ein "Hit", wie etwa auch der dynamisch rockende, wieder voller satter Gitarren steckende New Country-Knaller "Why start now", oder der "kickende", satte Countryrocker "Cold Bud" (tolles Gitarren-Pedal Steel-Arrangement). "Ganz großes Kino" erleben wir dann noch mal mit dem finalen Titelstück "Yellow Rose Motel", eine düstere, bluesige, rootsig, dramaturgisch und regelrecht episch inszenierte, grandiose Ballade, inklusive tollem Gitarrensolo. Inspiriert von Willie Nelson's "Red Headed Stranger", wie Ducas betont, erzählt er hier eine tragische Geschichte über Liebe und Lust. Brillant! Es ist eigentlich ein Dilemma, dass jemand wie George Ducas keinen großen Majorlabel-Vertrag hat und somit niemals eine breite Hörerschaft finden, oder gar einen Hit in den Charts landen wird, obwohl nahezu jede Nummer das Potential dazu hat. Aber vielleicht will er das auch gar nicht, will sich einfach von niemandem reinreden lassen, sich selbst ohne Kommerzdruck treu bleiben. Er zieht sein "Ding" durch, macht die Musik, die er liebt. Gut so! Dieses Album jedenfalls ist ein Musterbeispiel dafür, wie knackiger, satter New Country des 21. Jahrhunderts klingen sollte. George Ducas mit einer absoluten Meisterleistung!

Das komplette Tracklisting:

1. Don't Leave Her Lonely - 3:49
2. Country Badass - 3:08
3. Baby Mama - 3:24
4. Eastwood - 4:09
5. I'm All In - 3:01
6. Old Timers - 4:26
7. Unlove You - 3:56
8. I Got This - 3:06
9. Why Start Now - 3:39
10. Cold Bud - 2:59
11. Preachers and Pushers - 3:36
12. Yellow Rose Motel - 6:17

Art-Nr.: 10253
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't leave her lonely
Country badass
Eastwood
I'm all in
Old timers
Why start now
Cold Bud
Yellow Rose Motel

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