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Johanson, Eric - below sea level [2020]
"There’s a rising star in the Crescent City and his name is Eric Johanson". Yeah! Den in New Orleans/Louisiana beheimateten, grandios aufspielenden, jungen Gitarrenvirtuosen und fabelhaften Singer/Songwriter Eric Johanson, mit seinem so zündenden, rauen und dreckigen, überwiegend sehr kraftvollen Southern- und Hill Country-inspirierten Bluesrock, feiern die Experten und Kenner schon als den nächsten, ganz großen Künstler und Gitarrenzauberer des Genres. Im Jahre 2019, während des berühmten New Orleans Jazz Festes, nachdem der langjährige Blues-Protégé von Tab Benoit und Tour erprobte Gitarrist (tourte als Lead Gitarrist für Cyril Neville um die Welt, spielte zusammen mit z.B. Anders Osborne, JJ Grey, Eric Lindell und Mike Zito) schon mächtig Eindruck in der Szene hinterlassen hatte, lud ihn North Mississippi Allstars-Gitarrist Luther Dickinson zu einem All Star Jam-Konzert ein, was am Ende dazu führte, dass der total begeisterte Dickinson und Johanson Pläne schmiedeten, Johanson's nächstes Album in den brühmten Zebra Ranch-Studios des Dickinson-Clan's einzuspielen, mit Luther Dickinson als Produzent und dessen Bruder Cody Dickinson am Schlagzeug. Dritter im Bunde wurde der großartige Bassist Terrence Grayson (Victor Wainwright). Als Resultat von alledem dürfen wir nun das bärenstarke, voller rauer Energie steckende "Beyond sea level" bewundern, eine beeindruckende Bluesrock-Vorstellung, über die Eric Johanson selbst sagt: "With this album I was finally able to bring my blues and rock influences to a place of more imagination and creativity, while keeping it organic and honest. It’s contemporary music naturally grown from the roots of southern blues and psychedelic inspiration". Johanson ist nicht nur mit dem Talent eines herausragenden Gitarristen gesegnet, er verfügt auch über eine großartige Stimme voller Seele und Gefühl. Zudem ist er ein erstklassiger Songwriter (sämtliche Trcks sind Eigenkompositionen von ihm) und Performer, der es wie selbstveständlich schafft, seine edige, dreckige, ungemein authentische Musik, trotz spürbarer, ungezwungener Spielfreude in exzellente Strukturen und Melodien einzubinden. Und Johanson's Gitarrenspiel ist schlicht "outstanding". Raue, kernige, prächtig hängen bleibende Powerriffs überall, umwerfende Gitarrenlinien, feurige, virtuose, erdige Soli, teils mitreißende Lead Slidegitarre - was auch immer sich in diesen Zebra Ranch-Studios mit der Qualität der Songs und den musikalischen Talenten der einzelnen Musiker abgespielt hat, die Band und Produzent Luther Dickinson beschworen eine Art Magie. Ein toller, erdiger, dynamischer Groove (starkes Drumming im Zusammenspiel mit kraftvollen, "gritty" Gitarrenriffs) bildet die Basis für den rauen Opener "Buried above ground", ein swampiger, feuriger, von einem tiefen Southernflair durchzogener, traditional rooted Bluesrocker, bei dem Eric seinen eigenen, großartigen Gesang mit herrlich bluesiger Parallel Leadgitarre begleitet - etwas, was er nicht nur bei diesem Song macht. Richtig stark auch das energiegeladene, lebhafte Gitarrensolo des Meisters. Welch ein famoser Auftakt! Und es geht auf diesem hohen Level weiter. Sumpfige, scharfe Slidegitarrenlinien (inkl. super Solo) ziehen sich durch den ordentlich Gas gebenden, treibenden Swamp-/Southern-/Blues-Boogie "Down to the bottom". Spätestens jetzt sind Eric und seine tierische Slide "on fire". Das folgende "Changes The Universe" weicht vom härteren Blues-Rückgrat des Albums etwas ab und ermöglicht es Johanson, eine weitere Facette seiner exzellenten Musik aufzuzeigen. Langsamer im Tempo, dennoch schön knackig, tauscht er bei diesem klassischen, hinreißend melodischen Bluesrocker seinen powernden Drive gegen ganz feine, traumhafte, aber dominante Gitarrenlinien (mit einen wunderbaren Echo-Gitarrenton) und eine vorzügliche Orgel-Untermalung von Gastmusiker Ray Jacildo (JD McPherson) ein. Das alles wirkt angenehm retro. Johanson's einmal mehr sehr direktes, klares Gitarrensolo ist schlicht genial. Schwerblütige Rhythmen und ein dementsprechender Groove bilden die Basis des von glühender, irgendwo zwischen Hendrix und Stevie Ray Vaughan angesiedelter, fetter Lead Gitarre bestimmten, packenden, harten Bluesrockers "Hammer on the stone", der zum Finale hin erneut mit einem mächtigen Gitarrensolo aufwartet. Ein erneutes, absolutes Album-Highlight! Ein von klasse Drums und einem tollen Bass-Lick angenehm zurückhaltend, aber dennoch kraftvoll angetriebener Groove bestimmt den drückenden, schwülen, aber gar nicht so harten, wieder sehr southern und swampig angehauchten, "dichten" Bluesrocker "River of Oblivion". Die Melodie ist klasse, die Gitarren "sägen" herrlich rau. Dazu brilliert Johanson mit feurigen Slidegitarrenlinien, gegen Ende in einem tierischen Solo gipfelnd. Ganz stark auch beispielsweise das auf allen Zylindern feuernde "Never tomorrow" (klingt wie eine Anspielung auf Led Zeppelin und andere berühmte Rockbands der 70er Jahre, aber mit einem zeitgemäßen Roots-Touch), der furios und mit viel Tempo nach vorn galoppierende, rootsrockige Blues-Kracher "Nowhere to go" (dezent countrylastiges Hill Country Blues-Feeling), oder der balladeske, mit wunderbaren akustischen und elektrischen Gitarren inszenierte, pure Blues-/Southernrocker "Love is rebellion", inkl. toller Melodie und exzellenter Slidelinien des Meisters. Es gibt nicht den Hauch eines schwachen Songs auf diesem Werk. "Below sea level" ist ein Album zum Verlieben. Je öfter man es hört, desto mehr gibt es zu entdecken und desto mehr nimmt es einen gefangen. Eric Johnson ist sicherlich einer der herausragenden, in der Blues-Welt aufsteigenden jungen Stars. Dieses Album wird ihm eine Menge Aufmerksamkeit einbringen. Er wird ohne jeden Zweifel in einer neuen, jungen Generation von Blues(rock)-Helden einen zentralen Platz einnehmen. "This young man knows how to play the blues guitar". Eine Pracht-Scheibe!

Das komplette Tracklisting:

1. Buried Above Ground - 3:24
2. Down to the Bottom - 3:45
3. Changes the Universe - 4:06
4. Never Tomorrow - 2:51
5. Hammer on the Stone - 4:07
6. Have Mercy - 3:46
7. River of Oblivion - 4:36
8. Nowhere to Go - 2:36
9. Open Hearted Woman - 4:29
10. Dose of Forget - 2:53
11. Love is Rebellion - 3:46
12. Riverbend Blues - 3:24

Art-Nr.: 10168
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Buried above ground
Down to the bottom
Changes the universe
Never tomorrow
Hammer on the stone
River of oblivion
Nowhere to go
Love is rebellion

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