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Keelor, Greg - share the love [2021]
Der exzellente Sänger, Songwriter und Gitarrist, neben Jim Cuddy einer der beiden kreativen Köpfe der kanadischen Vorzeige-Rootsrock/-pop-, Americana-, Alternate Countryrock-Band Blue Rodeo, beglückt uns mit einem fantastischen, neuen Solo-Album, seinem mittlerweile sechsten, betitelt "Share the love". Keelor verfügt unbestritten über ein herausragendes, sehr variables und spezielles Songwriting-Talent, verbunden mit der Fähigkeit, seine vielfältigen Ideen in ganz herrlichen Americana- und Rootsrock-Songs voller Frische und Natürlichkeit zu generieren - oft traumhaft melodisch, harmonisch und eingängig, vereinzelt aber auch wunderbar spannend und aufregend gestaltet. Dies offenbart das Album auf beindruckende Art und Weise. Natürlich, auch das wird nicht nur sofort deutlich, sondern wir vernehmen es mit größter Zufriedenheit, ist die Verwandtschaft der Musik des neuen Albums zu der seiner Band Blue Rodeo nicht zu leugnen. Das durchweg exquisite Songmaterial trägt Keelor mit seiner unverwechselbaren, schön angerauten, tiefen Stimme gewohnt charismatisch vor und steuert zudem vorzügliches (Rhythmus)Gitarrenspiel bei. Überhaupt werden die Songs vorwiegend von wunderbaren, vielschichtigen Gitarren dominiert. Um einen in der Gänze sehr breit gefächerten und variablen, klaren, saftigen Gitarrensound zu erreichen, hat sich Keelor für dieses Album die Künste eines absoluten Meisters seines Fachs gesichert, und zwar die des einstiegen, kanadischen (Blues)GItarren-Wunderkinds Jimmy Bowskill, heute festes Mitglied der grßartigen, kanadischen (Roots)Rock-Formation The Sheepdogs. Der Kerl brilliert hier mit fast allem, was Saiten hat - akustische Gitarre, elektrische Lead Gitarre (herrliche Soli), Pedal Steel, Mandoline und Weissenborn Gitarre. Im Studio befanden sich für die Aufnahmen insgesamt 4 Gitarristen (neben Keelor und Bowskill noch James McEntry und Kyler Tapscott), soiwe Melissa Payne an den Keyboards, Ian KcKeown am Bass und Glenn Milchem an den Drums. Keelor und all diese fantastischen Musiker nehmen uns mit auf eine Reise durch die vielseitigen Facetten gitarrenorientierter Roostrock- und Americana-Musik, mal sehr kraftvoll, dann wieder wunderbar balladesk, Oft vermittelt die Band uns ein großartiges Gefühl von Weite und vollkommener Unbeschwertheit. Alles bleibt einfach wunderbar hängen, auch solche schön psychedelisch angehauchten Nummern, wie etwa das wirklich grandiose "What am I gonna do", eine tief in den Sechzigern und Siebzigern verwurzelte, aber absolut zeitgemäß umgesetzte, schwebend pdychedelische, fast epische, voller Jamrock-Potential steckende Roots-/Americana-Ballade, instrumentiert mit einer Fiddle und jeder Menge verschiedenster, sphärisch und sehr melodisch gespielter Lead Gitarren. Das gut 1 1/2-minütige Instrumental-Finish ist pure Magie. Den Anfang des Albums macht jedoch der ganz wundervolle, von einer traumhaft schönen Melodie durchzogene, sehr gefällig und locker groovende, ungemein viel Frische und Harmonie ausstrahlende Americana-Rocker "White dove", eingehüllt in ein herrliches, transparentes Gitarrengewand, inkl. eines erdigen E-Gitarren-Solos. Eine gewisse Dylan-Inspiration, sowie der typische Sixties-Gitarrensound der guten, alten Byrds um Roger McGuinn offenbart das folgende, ebenso melodische, flotte, wie Öl runtergehende "Black feather". Einfach herrlich! Viel Drive und ein prächtiges Retro-Feeling prägen den dynamischen, großartigen Roots-/Americana-Rocker "Wonder", der abermals mit einem tollen Gitarrensound punktet. Ganz stark klingt hier die Baritone Lead Gitarre im Break. Zudem spürt man ein gewisses, californisches Laurel Canyon-Flair, einen unterschwelligen Psychedelic-Vibe und Spuren der frühen Jayhawks. Deutlich ruhiger, in einem hinreißend schönen, flüssig lockeren Midtempo. bestimmt von bestechend schön miteinander harmonierenden, variablen Gitarren, performt Keelor das umwerfende, traurige Liebeslied "Share the love", gleichzeitig das Titelstück des Albums. Roots-/Americana-/Alternate Country-Rock vom Allerfeinsten! Sehr stark auch der etwas rauere, kernige Gitarren-Rootsrocker "Feather witch", der mit seinen ruppigen Gitarren und ein paar herben Fiddle-Klängen ein wenig an Neil Young und Crazy Horse erinnert, sowie das federleichte, wie eine sanfte Ozeanbrise aus den Lautsprechern wehende, von wunderbaren Pedal Steel-Klängen umgebene (feines Solo) "Goodbye Baby", das das Album auf wunderbare Art und Weise ausklingen lässt. Welch eine grandiose Vorstellung Greg Keelor's, abseits von Blue Rodeo. Ein erlesenes Rootsrock-/Americana-/Alternate Countryrock-Juwel der edelsten Sorte.

Das komplette Tracklisting:

1. White Dove - 6:04
2. Black Feather - 3:21
3. Me and Mr. Hohner - 3:25
4. Wonder - 4:04
5. Share the Love - 4:59
6. Caolaidhe - 2:57
7. Feather Witch - 4:01
8. What Am I Gonna Do - 6:08
9. Goodbye Baby - 4:59

Art-Nr.: 10325
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
White dove
Black feather
Wonder
Share the love
Feather witch
What am I gonna do
Goodbye Baby

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