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Knowles, Davy - three miles from avalon [2016]
Der von der Isle Of Man stammende, ehemalige Back Door Slam-Leader Davy Knowles gilt als einer der talentiertesten und versiertesten Gitarristen der jungen Bluesrock-Garde. Peter Frampton beispielsweise sagt über ihn: "Davy already has a recognizable style. He’s definitely the gunslinger guitarist of the 21st century". Quasi als "Appetizer" für Knowles' neues Album "What happens next", das am 22.10.2021 erscheinen wird, dürfen wir jetzt erstmals auch sein bislang gar nicht so leicht oder nur recht teuer zu bekommendes, fantastisches Werk "Three miles from Avalon" aus dem Jahre 2016 anbieten, das möglicherweise der ein oder andere Interessierte unter unseren Kunden bislang noch nicht in seiner Sammlung hat. Was ist das für ein klasse Album! Die musikalischen Wurzeln des mittlerweile in Chicago/Illinois lebenden Davy Knowles liegen gleichermaßen im klassischen, traditionellen Blues, wie auch im (bluesigen) Classic Rock der frühen Siebziger Jahre, was er auch sehr deutlich in dem durchweg sehr starken Songmaterial von "Three miles from Avalon" zum Ausdruck bringt. Kochenden, schnörkellosen, straighten Rockern und ungemein inspirierten, satten Bluesnummern, steht auch mal eine hinreißende, bluesige Classic Rock-Ballade gegenüber, wobei er sich bei seinen Songs darüber hinaus gern mal ein paar progressiver, folkiger und/oder sogar southernrockiger Tendenzen bedient. Er bringt das alles super unter einen Hut, doch, wie gesagt, Classic Rock und Blues bilden die musikalische Basis. Das Songmaterial, bis auf eine packende, knapp 12-minütige Coverversion von Willie Dixon's "What in the world", alles Eigenkompositionen von Knowles, ist durchweg exzellent. Davy Knowles ist einfach ein musikalisches Multitalent, ein vorzüglicher Songwriter, ein wirklich toller Sänger und eben ein herausragender Gitarrenzauberer. Der Bursche spielt wie eine mitreißende Mischung aus Eric Clapton, Robert Cray, Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughan und Rory Gallagher. Seine virtuosen und vielseitigen, oft sehr kraftvollen, fetten, aber auch mal ruhigeren Soli stecken voller Leidenschaft, voller Fauer und voller Seele. Doch trotz höchster Gitarrenkunst stellt sich Knowles niemals zu sehr in den Mittelpunkt, sondern lässt auch seinen Band-Kollegen (Quartett-Besetzung), vor allem Keyboarder Andrew Toombs, viel Freiraum sich zu entfalten. Gerade Lead Gitarre und Orgel ergänzen sich herausragend gut. Die glänzend aufgelegte Rhythmusfraktion, Bryan Doherty am Bass und Michael Caskey am Schlagzeug, sorgt für den perfekten Unterbau. Den Auftakt dieser tollen Scheibe macht das starke, voller Dynamik und Tempo nach vorn rockende "Ain't much of nothin'". Wie praktisch alle Songs, glänzt auch diese Nummer mit einer klasse hängen bleibenden Struktur und Melodik. Sofort fällt das schon erwähnte kongeniale Zusammenspiel zwischen Lead Gitarre und Hammond Orgel auf, wobei Knowles im Break gleich mit einem glühenden, magischen Gitarrensolo punktet. Zieht einen unmittelbar in seinen Bann. Mit leicht funky angehauchten Riffs, einem Hauch von Retro-Soul und viel Classic Rock-Feeling grooven sich die Jungs anschließend in das straighte, kräftige "What you're made of". Erneut beeindrucken die Melodie, die prächtige Orgel und Knowles' "geile" Soli. Mit dem folgenden, famosen "Falling apart" wird das Tempo dann erst einmal auf Slow Blues-Niveau heruntergefahren, doch die Energie bleibt hoch. Klassische Slow-Blues-Tendenzen treffen auf schwergängige, fast schon heavy wirkende, Led Zeppelin-affine Classic Rock-Licks aus parallel agierenden E-Gitarre und Bass. Knowles' Gesangsvortrag ist große Klasse, sein Gitarrenspiel, inkl. Solo, einfach super. Mit einer guten Portion Southern-Würze kommen das kompakt und swmpig stampfende "Never gonna be the same" (klasse Slideguitar), das flotte, flüssige, rootsige "Gov't row" (die Gitarrenarbeit erinnert gar ein wenig an die guten, alten The Outlaws), sowie der mächtige Mississippi Bluesrock-Stampfer "Oxford, MS" (straffe Riffs, rollende Orgelklänge, glühendes Gitarrensolo). Das großartige, balladeske Titelstück "Three miles from Avalon" ist ein Musterbeispiel für die Zusammenführung von bluesigen Strömungen und dezent progressiven, klassischen, Seventies Rock-Strukturen - alles mündend in einem fulminanten Gitarrensolo am Ende. Das abschließende, umwerfende "What in the world" haben wir oben schon erwähnt. Nur soviel noch dazu: Das ausgedehnte, exquisite Hammond Orgel-Solo von Toombs und Knowles' Gitarrensolo sind ein beeindruckender Nachweis dafür, mit welch exzellenten Musikern wir es hier zu tun haben. Fazit: Davy Knowles und seine Band mit einem Classic Rock angehauchten Bluesrock-Killerteil, dem nan sich kaum entziehen kann.

Das komplette Tracklisting:

1. Ain't Much of Nothin' - 4:52
2. What You're Made Of - 3:55
3. Falling Apart - 4:57
4. Never Gonna Be the Same - 2:42
5. Gov't Row - 3:14
6. Oxford, Ms - 3:18
7. Three Miles from Avalon - 4:26
8. What in the World - 11:45

Art-Nr.: 10401
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ain't much of nothin'
What you're made of
Falling apart
Never gonna be the same
Gov't row
Three miles from Avalon
What in the world

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