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Wilson, Gretchen - under the covers [2013]
2013 scheint ein grandioses Jahr für Gretchen Wilson zu werden. Vor gerade einmal 2 Monaten erschien ihr großartiges, neues Album "Right on time", verbunden mit der Ankündigen, dass noch zwei weitere Veröffentlichungen in diesem Jahr folgen würden. Die erste davon ist nun da: "Under the covers" heisst das Teil, ein packendes Classic Rock-Tribute, vollgepackt mit tollen Coverversionen gestandener Rock-Klassiker, vorwiegend aus den Siebzigern /nur 3 Stücke stammen aus den frühen Achtzigern), die sie auf ihrem musikalischen Weg in irgendeiner Weise massgeblich inspiriert und beeinflusst haben. Gretchen Wilson und ihre vorzügliche, 5-köpfige Band um die beiden erstklassigen Gitarristen Tony Obrohta und Ryan Wariner (Ryan ist der Sohn des bekannten Countrystars der Achtziger und Neunziger, Steve Wariner, und wie sein Vater ebenfalls ein begnadeter "guitarslinger", der u.a. bereits in den Bands von Jewel und Shooter Jennings spielte) knüpfen in qualitativer Hinsicht nahtlos an "Right on time" an und erfüllen die Erwartungen zur vollsten Zufriedenhait. Ja, was "Redneck woman" Grtechen hier offenbart, ist bärenstark. Sie wirkt so etwas von gelöst und frisch, dass es die helle Freude ist. Die Unabhängigkeit und die Freiheit ihres eigenen Labels machen es möglich. Sie kümmert sich, wie gesagt, nicht im Geringsten darum, was im Mainstream Countryradio gerade aktuell ist. Sie macht das, worauf sie Bock hat. Das ist ehrlich und authentisch durch und durch. Jetzt wollte sie ein Rockalbum mit ihren persönlichen Highlights aufnehmen und hat es dementsprechend konsequent durchgezogen. Bei einem Majorlabel wäre das in dieser Form vermutlich nicht möglich gewesen. Und die Songs, die sich Miss Wilson ausgesucht hat, sind wirklich wahre Klassiker. "Stay with me" von den Faces ist dabei, Jackson Browne's "Doctor my eyes", Van Morrison's "Into the mystic", "Bad Company" von Paul Rodgers' gleichnamiger, legendärer Formation, Eric Clapton's "Bell Bottom Blues", u.s.w.! (Für die komplette Tracklist, inkl. Original-Interpreten - siehe unten.) Sie und ihre großartigen Musiker bringen diese Songs sehr, sehr "tight", immens gitarrenbetont (tolle Riffs, Hooklines und Soli), sehr straight, schön fett und "powerful", mit viel Feuer. Sie sind authentisch dem Original gegenüber, und doch drücken Gretchen und die Band den Stücken ihren eigenen Stempel auf, allein schon durch Gretchen's Gesang. Sie kann nicht nur Country, sondern singt auch hervorragend den Blues und die Rock-Songs. Das ist einfach stark. Gretchen Wilson demonstriert mit diesem tollen Werk einmal mehr ihre große Variabilität und Klasse, vor allem aber auch bringt sie die ganze Freude, Leidenschaft, den ganzen Spaß und Enthusiasmus, mit dem sie am Werke ist rüber. Rock on, Gretchen - eine tolle Scheibe!

Das komplette Tracklisting:

1. Stay With Me - 4:43 (im Original von: The Faces)
2. Doctor My Eyes - 3:37 (im Original von: Jackson Browne)
3. Everybody Wants You - 3:45 (im Original von: Billy Squier)
4. Bell Bottom Blues - 4:59 (im Original von: Eric Clapton)
5. Funk #49 - 3:46 (im Original von: The James Gang)
6. Hot Blooded - 4:36 (im Original von: Foreigner)
7. Over the Hills & Far Away - 4:57 (im Original von: Led Zeppelin)
8. I Want You To Want Me - 3:41 (im Original von: Cheap Trick)
9. Lights - 3:14 (im Original von: Journey)
10. Her Strut - 3:16 (im Original von: Bob Seger)
11. Bad Company - 4:54 (im Original von: Bad Company)
12. Into the Mystic - 3:41 (im Original von: Van Morrison)

Art-Nr.: 8199
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Stay with me
Doctor my eyes
Bell Bottom Blues
I want you to want me
Lights
Her strut
Bad company

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Wilson, Gretchen - undressed ~ live ~ dvd [2006]
Eine Live-DVD der besonderen Art! Man sieht gerade noch die letzten Bilder von Gretchen Wilson's vielumjubeltem Konzert aus dem Charleston Civic Center von Charleston/West Virginia (10. August 2005) und ihren Abgang in die Katakomben der Arena. Hier nun beginnt die eigentliche, auf der DVD festgehaltene "Show", denn der zentrale Ort des Geschehens ist Gretchen Wilson's Umkleideraum. Seit ungefähr einem halben Jahr ist es Usus, daß sich Gretchen und ihre Band unmittlebar nach ihrer Energie geladenen Bühnen-Performance noch einmal gemütlich und völlig zwanglos mit ihren Instrumenten auf dem Sofa zusammensetzen, um in einer intimen, allen Beteiligten sichtbar Freude bereitenden, lockeren Atmosphäre zu einer lässigen Jam-Session von ein paar herrlichen "Country-Schinken" in unbeschwerten "stripped-down" Acoustic-Arrangements anzusetzen. So war das auch an jenem 8. August 2005 in Charleston, und ganau diese "Dressing Room Acoustic Performance" (daher der Titel "Undressed") ist auf dieser feinen, rund 60-minütigen DVD zu bewundern. Die komplette Band und ein paar Gäste aus der Road-Crew haben sich versammelt und "klimpern" munter drauflos! Das hat jede Menge Charme! Hier ist nichts überproduziert, alles hat seine Ecken und Kanten! Es geht wunderbar familiär zu. Herrlich beispielsweise die Dekoration aus zu Kerzenständern umfunktionierten, leeren Jack Daniels-Flaschen! Und die Setlist kann sich sehen lassen! Es beginnt mit der großartigen, Fiddle-driven Honky Tonk-Nummer "Skoal ring", geht über Merle Haggard's Klassiker "Tonight the bottle let me down" (Lead-Gesang hier der etatmäßige Drummer aus Gretchen's Band, Rick Brothers), den rhythmische Roadhouse-/Barroom-/"drinkin'"-Heuler "One Bud wiser", das bluesig-jazzige "Good morning heartache", das Cajun-mäßige "Politically uncorrect", die wunderschöne Ballade "I don't feel like loving you today", die etwas Bluegrass angehauchte, schöne, mit feinem Banjo angereicherte Gospel-Country-Nummer "Me and Jesus", dem "rockigen" "Been kicked by a mule", Jimmy Rodgers' Old School-Klassiker "Mule skinner blues" (hier hat die Truppe richtig viel Spaß), bis hin zu ihren Hit "California girls"! Komplettiert wird die DVD durch ein Interview und weitere "Outtakes"-Aufnahmen! Die "Redneck woman" und ihre Band einmal ganz anders! Klasse! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 3931
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 15,90

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Wilson, Lainey - sayin' what I'm thinkin' [2021]
Lainey Wilson, neben Hailey Whitters sicher eine der vielversprechendsten jungen Singer/Songwriterinnen des Country und New Country, veröffentlicht mit "Sayin' What I'm Thinkin'" nun ihr Debutalbum und demonstriert damit auf beeindruckende Art und Weise, welch großes Potenzial und Talent in ihr steckt. Es ist ein klasse Album! Vor rund 10 Jahren verließ die junge Lainey ihre Heimat, das kleine 300 Seelen-Nest Baskin in Louisiana, und machte sich, getrieben von ihrer musikalischen Vorliebe, auf den Weg nach Nashville, wo sie noch heute lebt. Nach den üblichen, ewig währenden "Ups and Downs", die nahezu alle aufstrebenden Künstler in Nashville erleben, ergattete sie 2017 zunächst einen "Publishing Deal" mit Sony ATV und ein Jahr später dann den "Label Deal" mit Broken Bow Records, der zu der jetzigen Veröffentlichung ihres Debuts führte. Produziert hat das Album Star-Produzent Jay Joyce (u. a. John Hiatt, Ashley McBryde, Little Big Town, Eric Church, Miranda Lambert, Brothers Osborne...), was einen sofort aufmerksam werden lässt, denn was Joyce anpackt, mit wem er zusammenarbeitet, das hat immer Hand und Fuß. So ist das eben auch mit der großartigen Lainey Wilson. Sie hat eine ganz wunderbare Stimme, verfügt über ein immenses Songwriting-Talent (alle Nummern stammen aus ihrer Feder, zum Teil mit der Unterstützung namhafter Kolleginnen und Kollegen) und die Gabe ihre Songs voller Ausstrahlung, Authentizität und Seele zu performen. Ihre stets spürbaren, tiefen, puren Countrywurzeln vermischt sie auf ihrem Album geschickt mit modernen, auch mal poppigen Elementen, die aber nie die Oberhand gewinnen. Vielmehr erschaft sie eine wunderbar ausgewogene Balance zwischen natürlicher Countrytradition und zeitgemäßen Sounds, ohne den Pfad ihrer Roots jemals zu verlassen. Dabei wird sie begleitet von herausragenden Musikern, wie etwa Rob McNelley, Tom Bukovac, Jay Joyce (alle electric guitar), Jay Joyce auch noch an den Keyboards, Jedd Hughes, (mandolin), Fred Eltrinham (drums, percussion), Joel King (bass), und einige mehr. Das Songmaterial ist durchweg von großer Klasse. Nicht nur Tracks, wie beispielsweise der rockig stampfende, southern-rooted Opener "Neon diamonds", die traumhaft melodische, lupenreine, jede Menge pure Countrytradition versprühende, erfrischend klar und rein klingende Ballade "Things a man oughta know" (hinreißendes Mandolinen-Picking, herrliche Pedal Steel-Fills), die kernige New Country-Nummer "Small town girl", das dampfende, mit mächtigen E-Gitarren-Riffs intonierte, voller Southern Rock-Flair steckende "WWDD", das mit tollen Gitarren durchzogene "Dirty looks", oder die ungemein lockere, von einem ganz dezent grassigen Flair und etwas Westerm-Feeling umwobene, herrlich flockige Countrynummer "Rolling stone" belegen Lainey's außergewöhnliche Begabung. Keine Frage, Miss Wilson hat das Zeug zu einer großen Nashville-Karriere. Ihr Debut ist dafür ein blendender Grundstein. Glänzendes, spitzenmäßiges Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Neon Diamonds - 3:06
2. Sunday Best - 3:13
3. Things A Man Oughta Know - 3:23
4. Small Town, Girl - 3:02
5. LA - 2:49
6. Dirty Looks - 3:14
7. Pipe - 2:49
8. Keeping Bars In Business - 3:45
9. Straight Up Sideways - 2:56
10. WWDD - 2:20
11. Rolling Stone - 3:59
12. Sayin' What I'm Thinkin' - 3:21

Art-Nr.: 10288
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Winter, Johnny - second winter ~ legacy edition [2004]
2 CD-Set! Deluxe edition! 35 Jahre nach ihrer ursprünglichen Veröffentlichung erlebt Johnny Winter's legendäres Bluesrock-Meisterwerk "Second Winter" aus dem Jahre 1969 seine ultimative Auferstehung! Grandios! Im edlen, von dem gewohten, exklusiven "Deluxe/Legacy-Edition"-Schuber umgebenen Digipack, enthält die Doppel-CD zum einen das komplette Original-Album (damals als 3-seitige DoLP mit einer blanken Seite 4 erschienen), selbstverständlich nochmals neu remastered (der Sound war nie besser!), dazu 2 bislang unveröffentlichte Studiotracks (Outtakes) aus den Recording-Sessions zu "Second Winter" (die Songs heißen "Early in the morning" und "Tell the truth"), sowie, und das ist der Knüller schlechthin, auf der CD 2 das vollständige Konzert der Original-Johnny Winter Band (mit Tommy Shannon am Bass, "Uncle" John Turner an den Drums und Bruder Edgar Winter an den Keyboards und am Saxophon) vom 17. April 1970 aus der alt ehrwürdigen Royal Albert Hall in London! Diese über 72-minütige Show wurde bislang noch nie veröffentlicht! Was für ein Konzert! Und das auch noch in einem, vor allem für die damalige Zeit, irre guten Sound! Das Quartett spielt wie der Teufel! Eine absolute Seventies-Texas-Bluesrock-Demonstration voller hingebungsvoller Spielfreude und unerschöpflicher Energie! Man denke nur an den unglaublich abgehenden, 11-minütigen Boogie "Mean Town Blues" mit seinem tierischen Drive! Die Slide brennt und die Royal Albert Hall steht komplett unter Strom! Doch die ganze Setlist ist ein Hammer! So erlebte das Publikum seinerzeit beispielsweise, und wir jetzt, eine ganz frühe Fasung von Edgar Winter's "Frankenstein" (es ist die früheste Version, die je veröffentlicht wurde), bei der dieser auch selbst den Lead-Gesang übernahm, wie auch mitreißenden Versionen von "Help me" (Sonny Boy Williamson, R Bass, Willie Dixon), J.B.Lenoir's "Mama talk to your daughter", eine 12-Minuten-Version von "It's my own fault", wie auch eine tolle, 11-minütige Fassung von J.D. Loudermilk's Klassiker "Tobacco road"! Fast überflüssig zu erwähnen, daß das Teil auch noch ein sehr schönes, 24-seitiges Booklet mit hochinteressanten Linernotes und vielen, bislang nicht veröffentlichten Fotos enthält. Was für ein prachtvolles Reissue! Ein ganz edles und wichtiges Dokument historischer Bluesrock-Kultur! Unverzichtbar!

Art-Nr.: 2889
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 26,90

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Wolfe - delaware crossing [2003]
Welch eine Gitarren-Pracht! Wie soll man es nun bezeichnen? Als Bluesrock, rocking Blues, High Energy Gitarren Retro-Rock, Jam-Rock?... - egal, auf jeden Fall ist es ROCK, und zwar gewaltiger Rock! Ein phänomenales Gitarren-Rock-Gewitter auf allerhöchstem Niveau. Ehrlich, schweißtreibend, von bestechender musikalischer Brillanz! "Delaware crossing" ist nach einer Live-Scheibe und dem Studiodebut von 2001 das dritte Album des Bluesrock-Quartetts Wolfe um den begnadeten Gitarren-Hexer Todd Wolfe, der seine Sporen zwischen 1993 und 1998 als Lead-Gitarrist in Sheryl Crow's Band verdiente. Doch, wie gesagt, es ist weit mehr als "nur" Bluesrock. Mit beachtlicher Selbstverständlichkeit und ausgesprochener musikalischer Klasse baut er eine Brücke, die die legitime Verbindung zwischen einem frühen Eric Clapton, klassischem Texas-Bluesrock, den Black Crowes, den Allman Brothers und den Jam Rock-Intentionen der heutigen Gov't Mule herstellt. Wolfe sind tatsächlich so variabel, wie sich das anhört. Das klingt mal nach Hendrix, mal nach Clapton, da hören wir Stevie Ray Vaughan inspirierte Läufe oder Stones-Riffs, klassischer anglo-amerikanischer Rock ist allgegenwärtig, genauso wie Blues-Licks ala Buddy Guy, dazu herrliche Heartland-Rock-Passagen, ungemein viel Jam-Feeling, weiches Dickey Betts-like Gitarrenspiel und jede Menge Southern-Rock-Esprit ala Allman Brothers oder Gov't Mule, großartige Swamp-Delta-Blues-Tupfer, bis hin zu rasantem Boogie-Rock. Verrückt! Dabei hat Wolfe soviel Potential und eigene Ideen daß die erwähnten Größen sich schon mal ganz artig verneigen dürfen. Er ist mit Herz und Seele dabei. Und was er auf der Gitarre zaubert, ist unglaublich. Da brennen die Saiten. Ein fulminantes, inspiriertes, fingerfertiges, dampfendes Solo jagt das nächste. Spielfreude pur! Doch diese herzhaften, gewaltig rockenden, außerordentlich versierten Gitarrensalven sind nicht alles, denn Todd Wolfe ist darüberhinaus ein prächtiger Sänger voller "Soul" in der Stimme und hat zudem eine erstklassige Backing-Band im Rücken. Alles paßt zusammen. Dazu perfektes Songwriting. Die Songs sind immer kompakt, niemals verliert man sich in orientierungslosem Gedudel. Alles hat Hand und Fuß! Schwächen sucht man auf "Delaware crossing" vergeblich. 68 Minuten lang zeigen die Musiker ihre ganze Extra-Klasse. Ein paar Beispiele: Ein sattes Wah-Wah-Feuerwerk und rauchende Texas-Blues-Riffs mit mächtig antreibenden Drums bringen Musiker und Zuhörer gleich bei dem kochenden Opener "Stranger blues" auf die amtliche Betriebstemperatur. Glühende, laute Gitarrensoli besorgen den Rest. Ein Hammer-Track zum Anfang! Weiter geht's mit dem staubtrockenen bluesigen Heartland-Rocker "No returns, no exchanges", der mit viel Drive, herzhaften Gitarrenläufen und einer gediegenen Portion Desert- und Southern-Flair erneut auf der ganzen Linie überzeugt. Dann mit "See what love can do" eine wunderbar entspannte Version dieses Jerry Williams-Klassikers, an der sich auch schon mal Clapton auf seinem "Behind the sun"-Album versucht hat. Doch dazwischen liegen musikalische Welten zugunsten der Version von Wolfe. Herrlich, wie gefühlvoll er diese Nummer rüberbringt, wunderbar dieses dezente Southern-Feeling, die weichen Dickey Betts-like E-Gitarrenläufe und das Zusammenspiel mit dem swampigen Dobro. Krachenden Power-Rock voller Stones-Riffs, mit Blues Traveler's John Popper als Gast, der eines seiner verrückten Mundharmonika-Soli beisteuert, dröhnt bei "Tumblin' down" aus den Boxen, "One last love" ist eine herrliche Blues-Ballade mit einem gepflegten Schuß Southern-Soul, "Black hearted woman" klingt nach einer prächtigen Groove-Kombination aus Hendrix und Cream, und das über 9-minütige "Love gone bad" läßt einen nun endgültig mit staunendem, offenen Mund zurück. Was für eine dreckige, brodelnde Bluesrock-Nummer. Ein über 6-minütiges Gitarren-Höllenritt von Wolfe, bei dem die Bandbreite von lauten, glühenden Passagen über lässiges Spiel, bis wieder zu einem fulminanten Finale reicht. Herrlich auch die wunderbare 7-minütige "Wolfe jam", eine Live-Aufnahme aus Allentown, die wie die Allman Brothers zu ihren besten Zeiten klingt, und der Boogie Knaller "Crowded in my soul", der, voller Southern-Esprit, auch von Molly Hatchet zu deren besten Tagen stammen könnte. Usw., usw.! Ein unglaublich variables, krachendes und dampfendes Bluesrock-/Rock-/Gitarren-Spektakel mit viel Jam-Flair und einer Menge Southernrock-Feeling, kantig und ständig die musikalischen Grenzen auslotend. Die Jungs rocken und grooven, was das Zeug hält. Die Gitarren-Enthusiasten werden ob Todd Wolfe's gnadenloser Gitarrenläufe aus dem Häuschen sein. Einfach begeisternd! Ein echtes "Killer"-Album! Das Rock-Feuer brennt, und wie....

Art-Nr.: 1843
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,50

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Stranger blues
See what love can do
Love gone bad
Crowded in my soul

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Wolfe, Jon - it's all happened in a honky tonk [2013]
Deluxe Edition mit 3 Bonustracks! Schaut man auf das Cover dieses Albums, so sieht man einen Countrykünstler, der aus einiger Entfernung fast aussieht wie George Strait. Dann ein Titel, der da heisst "It's all happened in a Honky Tonk" - na klar, was hören wir: Lupenreine Countrymusic, und zwar vom Allerfeinsten! Als Jon Wolfe im Jahre 2009 einmal den Werdegang seiner großen Leidenschaft für die Countrymusic mit allen Höhen und Tiefen reflektierte, realisierte er schnell, dass fast alles Nennenswerte, ob gut oder schlecht,, was in den letzten 5 Jahren seines Lebens geschah, in einem "Honky Tonk" passierte. Also setzte er sich mit ein paar Freunden hin und schrieb den, im übrigen ganz wunderbaren Song "It all happened in a Honky Tonk", aus dem schließlich das komplette Album entstand. Ein Album, das Jon's ganze Erfahrungen als Countrymusiker widerspiegelt. Er sagt darüber: "This album represents my experiences in the past eight years of playing dancehalls and beer joints in Texas and Oklahoma, learnin' the ropes in Nashville, losin' at love, makin' new friends, and strengthering old friendships." Das ist Authentizität, und sie kommt prächtig rüber. Jon ist aufgewachsen in einer sehr traditionellen und religiösen Familie in dem kleinen Ort Miami in Oklahoma, ging dann später nach Texas, für kurze Zeit auch nach Nashville und lebt heute in der Gegend zwischen Austin und San Marcos. Angefangen hat er mit seiner Musik in den Honky Tonks von Houston. Einer der bedeutendsten Events seiner Anfangszeit war die George Strait New Year's Eve Party 2005, in deren Rahmen er mit seinem großen Helden und Superstar aufgetreten ist. Mittlerweile zählt Jon zur etablierten Countrygarde von Texas und Oklahoma, der in den letzten Jahren wohl nahezu jede Dancehall und jeden Honky Tonk-Schuppen dieser beiden Staaten "abgegrast" hat. Das nennt man Countrymusic von der Pike auf. Dieser Bursche weiss, wovon er singt. Countrymusic ist seine Passion. Er spielt "reinrassigen", astreinen, traditionellen, überwiegend schön knackigen, schwungvollen Texas Country, der genauso die Fans von Aaron Watson bis Trent Willmon, wie auch die von George Strait über Mark Chesnutt bis hin zu Alan Jackson begeistert. Deshalb gerät er auch langsam in den Fokus von Music City, denn zwei der 3 Bonustracks der Deluxe Edition des Albums wurden in Nashville mit einigen Musikern der dortigen A-Liga eingespielt. Alle 15 Songs des Albums sind große Klasse. Es gibt keine Aussetzer. Alles kommt schön erdig, vorwiegend instrumentiert mit "saftigen" Gitarren, wunderbaren Steelguitar-Ergänzungen und teilweise einer dezenten, leisen Orgeluntermalung. Der Musik "klebt der texanische Staub an den Stiefeln". Dennoch ist sie herrlich melodisch, sehr eingängig und steckt, wie gesagt, voller Potenzial sich auch in Nashville zwischen solchen Neo-Traditionalisten wie Craig Campbell, Easton Corbin und Josh Turner durchsetzen zu können. Es gibt kaum Balladen, und wenn, sind auch die schön knackig und immer "pure country" (z.B. das großartige "I'll take my chances", einer der 3 neuen Tracks, mit seiner tollen Gitarren- und Steel-Begleitung, inklusive eines herzhaften E-Gitarren-Solos). "It all happened in a Honky Tonk" erschien im kleinen Vertrieb lokal schon einmal vor gut. 2 Jahren, wurde aber nun als Deluxe Edition mit 3 Bonustracks noch einmal veröffentlicht. Und diese Bonustracks sind alles andere als Füller - nein, sie gehören zu den besten Stücken des gesamten Werkes. Jon Wolfe sagt ergänzend zu dem Album: "I'm very proud of every song on this album and I hope you guys have as much fun listening to it as I had makin' it." Oh ja, diese Freude haben wir. Das ist "true Texas Countrymusic", wie wir sie lieben. "It's all happened in a Honky Tonk" ist die pure Countryfreude!

Das komplette Tracklisting:

1. It All Happened In a Honky Tonk - 3:46
2. Let a Country Boy Love You - 2:59
3. Sweet Little Song and Dance - 3:08
4. The Only Time You Call - 4:08
5. I Don't Dance - 3:20
6. That Girl In Texas - 4:07
7. I'll Take My Chances [bonus track] - 3:14
8. His New Baby - 2:44
9. You Might Have Told Me - 3:24
10. Two Out of Seven - 3:26
11. I Can't Take My Eyes Off You [bonus track] - 3:09
12. That's Not Very Texas of You [bonus track] - 3:22
13. Somethin To See - 3:05
14. Play Me Something I Can Drink To - 3:28
15. If She's Looking For Love - 4:17

Art-Nr.: 8036
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
It's all happened in a Honky Tonk
Let a country boy love you
That girl in Texas
I'll take my chances
Two out of seven
I can't take my eyes off you
Something to see

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Wolfe, Jon - natural man [2015]
"It's all happened in a Honky Tonk", Jon Wolfe's 2013er Vorgängeralbum, ist die pure Countryfreude, resümierten wir seinerzeit - und genau das gleiche gilt auch für sein neues, großartiges Werk "Natural man". Jon ist aufgewachsen in einer sehr traditionellen und religiösen Familie in dem kleinen Ort Miami in Oklahoma, ging dann später nach Texas, für kurze Zeit auch nach Nashville und lebt heute in der Gegend zwischen Austin und San Marcos. Angefangen hat er mit seiner Musik in den Honky Tonks von Houston. Einer der bedeutendsten Events seiner Anfangszeit war die George Strait New Year's Eve Party 2005, in deren Rahmen er mit seinem großen Helden und Superstar aufgetreten ist. So ist es wenig verwunderlich, dass Strait zu Jon's ganz großen Einflüssen zählt. Mittlerweile aber zählt Jon bereits selbst zu den fest etablierten Countrykünstlern im Raum von Texas und Oklahoma. In den letzten Jahren hat er wohl nahezu jede Dancehall und jeden Honky Tonk-Schuppen dieser beiden Staaten gespielt. Und er hat es genossen. Er ist ein Countrymusiker durch und durch. Wie gesagt, die Einflüsse und Parallelen zu George Strait sind nicht zu überhören, ebenso wie die Nähe zu klassischen Countryhelden wie Merle Haggard, George Jones und Alan Jackson. Aber Wolfe trifft mit seiner Musik auch, ohne beispielsweise irgendwelche "hippe", aufgesetzte Rap-Einlagen einbauen zu müssen, zielsicher den Zahn der Zeit traditionsbewusster Kollegen wie etwa Easton Corbin, Craig Campbell, einem nicht so Karibik-orientierten Kenny Chesney und solchen "Texas Buddies" wie zum Beispiel Aaron Watson, Granger Smith, Kevin Fowler und Curtis Grimes. Die Lieder sind durchweg Spitze. Da reiht sich ein potentieller Hit an den nächsten. Die Melodien sind einfach großartig und der überwiegend mit vielschichtigen Gitarren (akustische und elektrische Gitarren, Pedal Steel) arrangierte Sound ist schön knackig, saftig und herrlich frisch. Dazu hat Wolf eine Garde exzellenter Musiker mit an Bord, wie zum Beispiel den begnadeten, in Nashville's Studiogarde längst zur absoluten Spitze zählenden E-Gitarristen Adam Shoenfeld (u. a. Big & Rich) und den vorzüglichen Steeler Mike Johnson. Man merkt dieser Countrymusic jederzeit ihre texanische Herkunft und Authentizität an, doch sie ist zudem absolut Nashville-kompatibel. Ja, dieser Bursche scheint auf dem besten Wege zu sein, auch in Nashville richtig Fuß fassen zu können. Das ist erfrischende Countrymusic, genauso traditionell fundamentiert wie modern, der absoluten Spitzenklasse. Wunderbar" Solche Künstler braucht das Genre. Wie gesagt, das ist die pure Countryfreude!

Das komplette Tracklisting:

1. If You're Lonely Too - 3:28
2. That's What I'm Talkin' About - 2:55
3. Smile on Mine - 2:37
4. It Just Feels Right - 3:27
5. Outrun Her Memory - 4:05
6. Don't It Feel Good - 3:30
7. She Beats All I've Ever Seen - 3:48
8. Singin' Thing - 3:46
9. Natural Man - 3:34
10. What Are You Doin' Right Now - 3:29
11. I'm Doin' Alright - 3:18
12. Married to Nothin' - 3:33
13. When I Get to Heaven - 3:48

Art-Nr.: 8824
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
If you're lonely too
That's what I'm talkin' about
Don't it feel good
She beats all I've ever seen
Singin' thing
What are you doin' right now
I'm doin' allright

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Wolfe, Todd - borrowed time [2008]
Was für ein grandioses, Energie-geladenes, variables, dampfendes Bluesrock-/Rock-/Blues-Gitarren-Spektakel! Der nach eigenen Angaben u.a. von Howlin' Wolf, Muddy Waters, Buddy Guy und Jimmy Page inspirierte Gitarren-Hexer Todd Wolfe (ex Textones u. zwischen 1993 und 1998 Lead-Gitarrist der Touring-Band von Sheryl Crow) begeistert auf seinem vierten Album "Borrowed time" mit einer vor Vitalität, Würze, Feuer und Leidenschaft nur so strotzenden, nahezu alle Grenzen des Bluesrocks auslotenden Performance. Ist das klasse! Mal funky, mal wunderbar groovy, mal mächtig heavy, mal southern und herrlich swampig, mal locker und lässig, um im nächsten Moment wieder regelrecht zu explodieren, ziehen er und seine ebenfalls hochkarätigen Mitstreiter (man spielt zumeist in Quartett-Besetzung mit großartigen, den exzellenten Sound "füllenden" Piano- und Orgel-Ergänzungen) eine rockin' Blues/Bluesrock-Show ab (nicht missverstehen - das ist kein Live-Album), deren Intensität, genauso wie deren Klasse und Niveau man mit dem englischen Begriff "outstanding" wohl am treffendsten bezeichen kann. Oder kurz und knapp: Die Truppe, vor allem aber Todd Wolfe, ist ein "Hammer"! Die exzellent strukturierten Songs klingen satt, transparent, sind messerscharf produziert und haben dennoch diese unwiderstehliche, für diese Art von Musik so notwendige, deren Authentizität untermauernde Portion natürlichen "Drecks" intus. Und was Wolfe auf der Gitarre zaubert, ist schier unglaublich. Da brennen die Saiten. Ein fulminantes, inspiriertes, fingerfertiges, dampfendes Solo (auch jede Menge Slide) jagt das nächste. Spielfreude pur! Doch diese herzhaften Gitarrenausflüge sind nicht alles, was der Meister drauf hat - nein, er ist zudem ein erstklassiger Songwriter und ganz großartiger, ausdrucksstarker Sänger, jederzeit in der Lage, sich perfekt der jeweiligen Songthematik anzupassen. "Borrowed time" beginnt mit dem phänomenalen, druckvollen, dynamischen, wunderbar dreckig vorgetragenen, intensiven Groove-Bluesrocker "Tears of rage", schon seit Jahren ein "Hit" im Live-Programm von Wolfe - jetzt erstmalig in einer Studioversion! Klasse, wie die Band hier "auf die Tube drückt" und den Meister zu außergewöhnlichen Hochleistungen antreibt. Tolle Gitarrenritte! Kocht und rockt gewaltig! Im Anschluß daran groovt sich die Band im mittleren Tempo schön funky durch das starke "Ready for love", ehe mit dem bluesigen, wuchtigen "Heavy"-Rocker "Cold black night" eine wahre "Mörder-Nummer" auf dem Programm steht. Wunderbar retro. So ein Ding könnten Led Zeppelin in ihrer Anfangszeit gespielt haben. Drückender, intensiver, schwergängiger Rhythmus, fulminante E-Gitarrenläufe und als Untermalung eine prächtige, "rollende" Orgel. Dann, nach rund 3 Minuten, setzt Wolfe zu einem gewaltigen, glühenden "Open End"-Gitarrensolo an (welch eine Virtuosität, welch ein Feeling, welch ein Feuer) - und nun brechen wirklich alle Dämme. Allein diese famose Nummer ist schon das Geld für das Album wert. Aber: "No way to slow down"... - der nächste Knüller folgt sofort: Eine tierische Fassung von Leslie West's "Baby I'm down" (aus dessen 1969iger "Mountain"-Album) steht an! Als Gast dabei: Leslie West höchst persönlich an der zweiten (Lead)Gitarre und mit seinem unverwechselbaren, röhrenden Gesang. Nach einem Acoustic Gitarren-Intro entwickelt sich der Song trotz vermeintlich lockerer Basis zu einem mit drückenden E-Gitarren versehenen, in den Swamps des Südens watenden, heißen Southern Bluesrocker. Erneut ein wenig swampig angehaucht, vor allen Dingen durch die traumhafte Begleitung mit der elektrischen Slide-Gitarre, kommt der wunderbare, seelige, sehr melodische, aber dreckig und trocken rockende Blues-Stomper "You're not the only one", herrlich unterlegt mit toll groovendem Percussion-Spiel. Baumstark auch das flott groovende, viel Clapton-Flair versprühende "California" (toller, melodischer, Rockin' Blues, komponiert von Todd Wolfe und Sheryl Crow), die meisterhafte, kochende Coverversion von Peter Green's (Fleetwood Mac) "Oh well" (eine der stäksten Fassungen dieser oft gecoverten Nummer, die wir seit ewigen Zeiten gehört haben), das lockere, lateinamerikanisch swingende "Who's been talking" (viel Santana-Feeling, starker Gesang, wundervolle Gitarrenarbeit, hinreißende Soli), der melodische, feurig von Mary Hawkins gesungene, satte Slow-Blues "If this is love" und der abschließende, fulminante, mit glühenden Slides garnierte und von tollem Piano-Geklimper unterstützte, abgehende "fun romping" Rocker "Big nose Kate (Borrowed time")! Todd Wolfe gehört ohne Zweifel zu den ganz großen Saitenartisten der heutigen Bluesrock-Szene. Was er für grandiose Riffs, Licks und Soli abliefert, wird den Gitarren-Enthusiasten "Tränen der Freude" in die Augen treiben. Mitreißend, inspiriert, voller Seele, voller Feuer! Eine bestechend starke, gut 50-minütige Demonstration allerfeinsten Bluesrocks!

Das komplette Tracklisting:

1 Tears of Rage - 4:13   
2 Ready for Love - 4:31   
3 Cold Black Night - 5:40   
4 Baby I'm Down - 5:19   
5 You're Not the Only One - 3:44   
6 California - 4:20   
7 Oh Well - 5:23   
8 Who's Been Talking - 5:50   
9 If This Is Love - 6:05   
10 Big Nose Kate (Borrowed Time) - 5:13

Art-Nr.: 6066
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Tears of rage
Cold black night
You're not the only one
California
Who's been talking
Big nose Kate (Borrowed time)

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Wolfmother - victorious [2016]
Wolfmother, das "Baby" des begnadeten australischen Songwriters, Sängers, Gitarristen und MulitInstrumentalisten Andrew Stockdale, gelten seit der Veröffentlichung ihres Debuts im Jahre 2006 als so etwas wie die Wegbereiter der heutigen Retro Seventies Classic (Hard)Rock-Bewegung. 10 Jahre später, mit der Veröffentlichung des neuen Prachtwerkes "Victorious" demonstriert "Meister Stockdale" auf eindrucksvollste Art und Weise einmal mehr, warum das so ist. Was für ein großartiges Werk! Das ist packender, klassischer, in den Siebzigern fundamentierter Rock, irgendwo zwischen Black Sabbath (ohne deren dunkle "Heavy Doom"-Attitüde) und Led Zeppelin, dazu mit Reminiszensen an nahezu alle Helden dieses goldenen Rock-Zeitalters, einem Hauch von Psychedelic und, trotz all dieser Einflüsse, großer Eigenständigkeit. Stockdale ist einfach ein Magier, ein musikalischer "Tausendsassa", ein inbrünstiger Rock'n Roller "vor dem Herrn". Das Songmaterial ist faszinierend stark. Laut, hart, straight, druckvoll, voller kleiner stilvoller Breaks und gleichzeitig voller hinreissender Strukturen, massiv, fett, satt und dabei durchzogen von unwiderstehlichen, prächtig hängen bleibenden Melodien. Ein herrlicher, zeitloser, klassischer Retro Rock-"Rundumschlag", der trotz seiner historischen Anlehnungen, oder gerade deswegen, so etwas von "hip" und aktuell aus den Lautsprecherboxen "donnert", dass es die wahre Pracht ist. Furios! Großartig!

Das komplette Tracklisting:

1. The Love That You Give - 2:38
2. Victorious - 4:25
3. Baroness - 3:15
4. Pretty Peggy - 3:49
5. City Lights - 3:51
6. The Simple Life - 3:12
7. Best Of A Bad Situation - 3:07
8. Gypsy Caravan - 3:34
9. Happy Face - 3:31
10. Eye Of The Beholder - 3:49

Art-Nr.: 9104
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Womack, Drew - same [2004]
Vorweg eine schlechte Nachricht: Drew Womack hat nach 14-jähriger Tätigkeit seinen Dienst als Frontmann der äußerst beliebten New Country-Truppe "Sons Of The Desert" eingestellt! Die gute aber lautet - und das ist das entscheidende: Er legt ein wahrhaft meisterliches Solodebut vor, eine nahezu ideale Kombination aus sehr knackigem, frischem, von traumhaften Melodien durchzogenem New Country und Countryrock/-pop zwischen erdiger texanischer Ursprünglichkeit und dem "Glanz" Nashville's! Irgendwo war klar, daß ein musikalischer Charakterkopf, wie ihn Sänger, Multiinstrumentalist und Songwriter Drew Womack nun einmal darstellt, nicht weiter untätig bleiben würde, nachdem es schon über zwei Jahre um die "Sons" recht ruhig geworden war. Trotz zweier klasse CDs "Whatever Comes First" (1997) und "Change" (2000), gelang es der Band aufgrund ständiger Unruhen (Labelwechsel / interne Umstrukturierungen) nicht, aus ihrem ohne Zweifel großen musikalischenPotential die entsprechenden Früchte zu ernten. Nachdem alle rechtlichen Fragen geklärt waren (Drew kann über alle SOD-Songs frei verfügen), ist der Alleingang die wohl logische und begrüßenswerte Konsequenz des Ganzen, zumal das Tuch zwischen ihm und den Ex-Kollegen nicht völlig zerschnitten zu sein scheint. Denn bis auf Drummer Brian Westrum sind alle Mitstreiter vergangener Tage auf seinem Debüt involviert. Der mittlerweile in Austin, Texas ansässige Singer/Somgwriter sprüht geradezu vor Energie und brennt ein richtiges Feuerwerk an erstklassigen Songs ab, von denen aber auch kein einziger einen Ausfall darstellt. Im Dunstkreis der etablierten Texas-Szene von Leuten wie Radney Foster, Rodney Crowell, Pat Green, Chris Knight & Co. trifft er zielsicher den schmalen Grat zwischen rootsigen Texas "Red Dirt"-Anlagen, Alternate Country, dezent poppigen, manchmal von einem gewissen Wedstcoast-Feeling umhauchten Countryrock-Elementen und radiofreundlichen Nashville-Strömungen nahezu perfekt. Drew Womack hat konstant und spürbar erfolgreich an seiner Weiterentwicklung gearbeitet. Seine Musik ist ein wenig kratziger, kantiger und auch etwas rockiger geworden, gewinnt an großer Reife, ohne dabei auf ganz wunderbare Melodien zu verzichten. Drew's Stimme klingt weiterhin frisch und nach wie vor unverwechselbar. "Premium Gasoline" beispielsweise könnte mit seinem Speed problemlos auf jeden, in der NASCAR-Rennsportserie so beliebten Sampler gepackt werden, "To Her And Back" glänzt durch rockige Gitarrenriffs und leichtem 70er Flair, "Fastest Way To Texas" unterstreicht Womack's Singer-, Songwriterambitionen mit atmosphärischem Touch und roher Darbietung der Marke Ingram & Co, "Fine Art Of Failure" ist ein rhythmischer Country-Rock’N’Roller mit typischer Gitarre und viel Dampf, wie es etwa bei Pat Green sehr oft zu beobachten ist. Natürlich gibt es auch jede Menge "Sons Of The Desert"-Feeling: Die aktuelle Single "Hey Daisy" gleitet mit lockerer Banjountermalung, dezenten Mundharmonikaeinlagen und schönen Harmoniegesängen westcoastmäßig leicht ins Ohr. Gleiches gilt für den Power-Lovesong "That’s Just Me" und das knackige "Waitin’ On A Bullet". Stark auch der von Radney Foster mitkomponierte, knacjige, ungemein frische Countryrocker "Any love at all" mit seiner traumhaften Melodie! Besonderes Bonbon für alle "Sons"-Fans: Das einst sehr pianoträchtige Liebeslied "Leaving October" von derem ersten Werk "Whatever Comes First" präsentiert Womack in einer Neueinspielung durch Umwandlung der Tastenparts in Electric-Dobro-Töne und mit dezenten Hammond-Tupfern in einem völlig neuen, aber wunderschönen Gewand. Der Song wirkt dadurch viel ursprünglicher und geht mehr in die Tiefe. "Melancolic Cafe" (nur Drew/Gesang und Ex-Sons-Keyboarder Scott Saunders/Akustik-Piano) lässt, wie es der Titel schon ausdrückt, eine knappe Stunde feinster Musik melancholisch ausklingen. Ein geschmackvolles Booklet, inclusive aller Texte, rundet dieses Klasse-Werk zusätzlich positiv ab. Das Teil müsste eigentlich ein Bestseller werden. Verdient hätte er es mit dieser starken Musik auf jeden Fall! Fazit: Die Vergangenheit war Sons Of The Desert, die Zukunft heißt Drew Womack! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 2925
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hey Daisy
Any love at all
Premium gasoline
Fastest way to Texas
Fine art of failure

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Womack, Lee Ann - greatest hits [2004]
Nach vier Studioalben und etlichen "big hits" legt die beliebte Lee Ann Womack hiermit ihr erstes "Greatest hits"-Album vor! Enthalten sind u.a. "Nerver again, again", "The fool", "A little past Little Rock", "I'll think of a reason later", "Ashes by now" und natürlich auch "I hope you dance". Die Höhepunkte sind jedoch das Duett mit Willie Nelson, "Mendocino county line", von dessen Album "The great divide" und zwei brandneue Tracks, die Lee Ann erstmals mit Produzent Byron Gallimore zusammenarbeiten läßt. Beide Nummern sind bestens gelungen und befinden sich zu Recht auf einem "Greatest hits"-Album, da sie beide das Potential großer Chartbreaker haben. "The wrong girl" ist eine prima, flotte, schön lockere, aber auch knackige New Country-Nummer, während es sich bei "Time for me to go" um eine gediegene, mit feiner Mandoline, Dobro und Fiddle instrumentierte Country-Ballade handelt, bei der Alternate Country-"Star" Buddy Miller als Background Sänger zu hören ist. Eine gelungene Zusammenstellung von 14 Tracks!

Art-Nr.: 2395
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

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Womack, Lee Ann - something worth leaving behind [2002]
Nachfolgewerk des bislang über 2 Millionen mal verkauften Albums "I hope you dance"aus dem Jahre 2000, mit dem es Lee Ann Womack gelingen dürfte, Ihren Superstar-Status weiter zu festigen. Das Songmaterial ist erneut exquisit und sehr abwechslungsreich. Unter dem Strich allerdings steht die Tatsache, daß sie sich insgesamt noch etwas mehr in Richtung "Adult orientazed Pop" bewegt und die Countryelemente etwas mehr in den Hintergrund geraten. Oftmals wird dies durch aufwendige Arrangements mit Chören und Streichern deutlich untermauert. Böse Zungen könnten feststellen, sie klinge zuweilen wie eine Celine Dion (Beispiele dafür sind das Titelstück - dies allerdings angereichert mit kräftigen E-Gitarren, und "When you gonna run to me"). Dann aber wieder besinnt sie sich auf ihre Countryroots und kommt mit solchen Killertracks, wie "Forever everyday" daher, einem wunderbar unaufdringlich mit Mandoline, Gitarren, Fiddle, Steel und Banjo instrumentierten, herrlich unberührt frisch anmutenden, reinen, wunderschönen Countrysong mit einer traumhaften Melodie. Nach wie vor gehört offenbar auch Alternate Country/Roots Country-Ikone Julie Miller zu ihren bevorzugten Songschreiberinnen, denn auch von ihr hat sie wieder 2 Songs aufgenommen, die beide entsprechend rootsig, rockig und völlig popfrei arrangiert sind. Zum einen die rockige, etwas mittelalterlich angehauchte, grandiose Ballade "Orphan train" mit tollem Gitarrensolo, und zum anderen der riffige Uptempo-Countryrocker "I need you" mit trockenen Drums und staubigen, rohen E-Gitarren. Danach wird's dann mit "You should've lied" wieder richtig poppig. Herausragend auch das Gretchen Peters-Stück "I saw your light" eine Pop-orientierte Ballade, recht rhythmisch in Szene gesetzt, mit einer fantastischen Melodie, von beeindruckender songschreiberischer Qualität, mit einem tollen Arrangement voller interessanter E-Gitarren-Spielereien. Die einen werden sagen, die Songs seien zu unterschiedlich und gegensätzlich, die anderen werden das als äußerst positiv und zeitgemäß herausstellen. Das muß sicher jeder für sich entscheiden, doch eins ist klar: Lee Ann Womack ist und bleibt eine tolle Sängerin mit einer großartigen Stimme. Und egal, welche Art von Songs des Albums man jetzt betrachtet, die allzu poppigen, die alternativ rockenden, oder die traditionell ausgerichteten - sie sind, jeweils für ihren Bereich, absolut gelungen. Da werden wieder eine Menge Hits abfallen!

Art-Nr.: 1684
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Womack, Lee Ann - there's more where that came from [2005]
Das hätte man Lee Ann Womack, die ja eher als Vertreterin des "Nashville goes Pop"-Modern-Country galt, kaum zugetraut: Ein reines, klassisches Copuntryalbum - und was für eines! Große Leistung! Voller Eleganz bringt uns Lee Ann mit ihrem neuen Album die guten alten Zeiten zurück, als Königinnen der Countrymusic, wie Tammy Wynette, Tanya Tucker, Lynn Anderson oder Dolly Parton die Charts regierten. Den Zauber ihrer neuen Songs machen die wundervoll traditionellen Arrangements aus, deren Sound sich in freundlich wimmernden Steelguitars, feinem Klavier, entspannter Mundharmonika, großartigen Fiddles, und frischen, weichen Gitarren wieder findet, frei von jeglicher Hektik oder gar Aggressivität. Eine genußvolle Lockerheit und Entspannung und umgibt die wunderbaren Lieder! "Some people take voice lessons to learn how to sing, but I just sat and listened to Country Music records like George Jones, Dolly Parton and stuff like that. That's how I learned how to sing", sagt die Tochter eines "East Texas Country Deejays"! Immer und immer wieder hat sie die Platten ihres Vaters gehört, hat sie lieben gelernt und sich nichts sehnlicher gewünscht, so zu klingen wie ihre Heldinnen. Das sind die Roots von Lee Ann Womack! Und sie hat es geschafft! "There's more where that came from" ist unverfälschter, zeitlos schöner Country, gleichzeitig voller Frische und Tradition, mit dem sie sich voller Respekt auf eine Stufe mit den Großen der Countrymusic stellen kann. Hut ab! Es beginnt mit dem entspannten, von toller Fiddle, dezenter Baritone Gitarre und viel Honky Tonk-Esprit ausgestatteten, traditionellen Title-Track, der einem vorkommt, als würde er von einem weiblichen George Strait vorgetragen. Weiter geht es mit dem großartigen "One's a couple", einer geschickt, dezent knackig und sehr vielschichtig in einem transparenten Klangbild aus herrlicher Fiddle, Acoustic Giitarren, wunderbar weichen und zurückhaltend eingesetzten E-Gitarren, klasse Piano, jaulender Steel und recht trocken ausgerichteter Percussion arrangierten, lupenreinen Country-Ballade von zeitloser Schönheit. Eine bärenstarke Nummer! So folgt ein starker Titel dem nächsten! Wie zum Breispiel die hinreißende "cheatin'" Countrynummer "I may hate myself in the morning", das mit Mandoline, Mundharmonika und excellenter Steel- und Baritone-Guitar getränkte, frische "The last time", das schön flotte, regelrecht zum Mitwippen geeignete, flockige "He oughta know that by now", die traumhafte "Pure Country"-Ballade "Happiness" (es ist einfach herrlich, wenn ein Stück schon mit einer Textzeile wie "Down at the lost highway café" beginnt) mit ihrer wunderbaren Melodie, dem klasse Country-Piano, sowie der traurigen Steel und Fiddle, die knackige Midtempo-Nummer "When you get to me" mit ihren schönen Gitarren, oder das rhythmische Banjo-driven "What I miss about heaven"! Ganz große Klasse ist auch das wunderschöne, ruhige Remake von Sonny Throckmorton's "Waiting for the sun to shine", das man ja neben dem Original auch noch von Ricky Skaggs kennt! Nach dem letzten Stück folgt übrigens noch ein nicht in der Tracklist aufgeführter "hidden track" (die CD also einfach weiterlaufen lassen), und zwar eine tolle Coverversion des Porter Wagoner/Dolly Parton-Klassikers "Just someone I used to know"! Es gibt keine Schwachstellen! Lee Ann Womack mit dem wohl besten Alnum ihrer bisherigen Karriere - anspruchsvoll, gefällig, authentisch, rein, zeitlos, frisch! Eine CD zum Genießen... - zum Sitzen auf der Veranda, bei einem schönen Gläschen Wein, umgeben von den warmen Strahlen der wohligen Frühsommer-Sonne, den Blick über das weite Land schweifen lassend.... - einfach herrlich!

Art-Nr.: 3031
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Woodys, The - teardrops & diamonds [2001]
Was für Gesangsharmonien! Was für wunderbare Melodien! The Woodys (das Ehepaar Michael und Dyann Woody) beglücken uns mit einem traumhaften Album, prallvoll mit herrlicher, klassischer Country/ New Country/ Countryrock-Musik mit nostalgischem Einschlag, wunderschönen Songs, die nicht mehr aus dem Ohr gehen und zweistimmigem Harmoniegesang (Lead-Stimme: Michael), wie man ihn heutzutage nur noch selten hört. Sie sind alte Hasen im Country- und Singer/Songwriter-Geschäft, vor allen Dingen Michael Woody. Unzählige Künstler haben seine Songs aufgenommen. Steve Earle, Clay Walker, David Lee Murphy und die legendäre Desert Rose Band um Chris Hillman. Die machten Michael Woody's "He's back and I'm blue", veröffentlicht 1987 auf deren Debutalbum, gar zu einem Nr. 1-Hit! Dieser Song ist auf dem hier vorliegenden Album übrigens in einer feinen Neufassung vertreten. Völlig unverständlicherweise gefeuert von ihrem Label, bei dem sie ihr Debut veröffentlichten, bringen sie nun ihr zweites Album "Teardrops & diamonds" im Eigenvertrieb heraus. Ein spitzenmäßiges Werk! Man stelle sich folgendes vor: Die Flying Burrito Brothers mit Gram Parsons, Emmylou Harris mit der frühen Hot Band, Rodney Crowell, der frühe Ricky Skaggs und die Everly Brothers machen eine Session. Heraus kommt so etwas wie der Sound der Woodys. Einige der genannten Künstler bekennen sich ohnenhin als Fans der Woodys, allen voran Emmylou Harris. Die Songs kommen unheimlich locker und frisch daher, sind toll instrumentiert und haben eine wunderbar positive Grundstimmung, die den Zuhörer leicht zum Mitwippen anregt. Begleitet werden die Woodys von hochkarätigen Musikern wie Al Perkins (steel, banjo), Tammy Rogers (fiddle, mandolin), Dave Pomeroy (bass), Cam King (electric guitars) und Billy Block (drums)! Gäste sind Leslie Satcher und Nitty Gritty Dirt Band's Jimmie Fadden! Schon das Titelstück zu Beginn des Albums zeigt die ganze Klasse der Woodys. Flott, mit viel Drive, klasse Mandolinen-Riffs, schöner Fiddle, klasse E-Gitarre im Break, einer traumhaften Melodie und nicht zuletzt Al Perkins Steel vereinen sich mit den tollen Gesangsharmonien zu einem richtigen Hit! Anschließend covern sie Steve Earle's "Hearts don't break", das mit dem schnellen Schlagzeug und der flotten Banjobegleitung nun wie ein Everly Brothers-Song klingt. Von der gleichen Art ist auch das fantastische "Sweeter than wine"! "Don't blame me" ist eine wunderschön nostalgische Ballade mit toller Steel im unaufdringlichen Rhumba-Rhythmus, während "Honey I'm wong" einen klassischen kalifornischen Honky Tonk- Song darstellt. So geht es munter weiter! 12 Stücke allerbeste Songs in einem glasklar produzierten, vollen Sound. "Sie klingen, als seien sie geboren um zusammen zu singen", war in einem US-Review zu lesen. Dem ist nichts hinzuzufügen. Diese faszinierenden Harmonien, verbunden mit der Fähigkeit solch großartige Songs zu schreiben, sie dann auch noch entsprechend mit diesen versierten Musikern zu interpretieren - das hat schon eine gewisse Magie, der man sich nur schwer entziehen kann. Vom Feinsten!

Art-Nr.: 1685
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,87

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Teardrops & diamonds
Honey I'm wrong

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Worley, Darryl - here and now [2006]
Respekt, Respekt, Mr. Worley! Der Mann scheint nicht nur "Nehmer-Qualitäten" zu besitzen, sondern obendrein noch genug Kraft zu haben, ordentlich "austeilen" zu können: Erst ist der Major-Deal bei "Dreamworks Records" futsch, dann bei Neal McCoy's kleinem "903 Music"-Independent Label, quasi als Trotzreaktion, sein bislang klar bestes Album abzuliefern, das muss man erst mal hinkriegen, das hat schon Klasse! Etwas rockiger als früher, gleichzeitig immer "real country", umgarnt mit fetten E-Gitarren, teilweise umweht von einem herrlichen Southern-Flair, geht Worley in den 13 neuen Songs auf, wie nie zuvor! Bei den früheren Alben fühlte Darryl sich nach eigener Aussage oftmals allzu sehr "in ein Korsett gepresst", konnte sich eigentlich nie so entfalten, wie er es wollte. Und wirklich, beim Hören der neuen Stücke von "Here And Now" spürt man förmlich, wie Darryl erleichtert "ausatmet" und seine ganze, neu gewonnene Energie in die Songs einbringt. Dabei hat sich eigentlich von den Grundgegebenheiten zum letzten Werk gar nicht soviel verändert. Produziert hat erneut Frank Rogers, viele der damaligen Co-Writer sind abermals involviert, und auch der Kreis der exzellenten Musiker früherer Tage hat im Großen und Ganzen wieder Hand angelegt. Selbst die Cover-technische Umsetzung (12-seitiges Klapp-Booklett mit vielen Bildern und sämtlichen Texten), hält dem Anspruch der großen Label ohne jede Frage stand! Das Geheimnis dieser CD dürfte vielmehr in der völlig zwanglosen Unbefangenheit liegen, mit der man hier zu Werke geht. Es wird nicht auf die Charts und Verkaufszahlen geschielt (obwohl die erste Single "I just came back from a war" bereits einen prima Chart-Einstieg hingelegt hat), sondern einfach, bei aller Professionalität, voller Spaß los musiziert! Das kommt prächtig rüber! Worley schreibt klasseTexte, die sympathisch und lebensnah wirken, die Lieder haben sehr viel Pepp und glänzen mit viel Abwechslungsreichtum, die großartigen Musiker, besonders die überragenden Gitarristen Brent Rowan und Pat Buchanan, dürfen sich so richtig austoben. Selten erlebt man eine New Country-CD, die ständige, satte, auf den Punkt gebrachte E-Gitarren-Soli beinhaltet, die so viel Southern-Espirit versprüht. Kommen wir zu den Songs: "Jumpin’ Off The Wagon", ein schöner Honkytonk-/Roadhouse Country-Rocker, bedeutet zunächst einmal Worley's gar nicht so zimperliche Abrechnung mit seinem früheren Label, "Nothin’ But A Love Thang" ist rhythmischer, dampfender, swampiger, sehr sexy dargebotener Southern-Country und das bluesige, dampfende "Free" hat gar etwas von den Allman Brothers (typische Orgel/E-Gitarren-Breaks). Der Song zeichnet sich zudem durch einen herrlichen Groove aus. Die nächsten beiden Stücke ("It’s The Way You Love Me" und "Party Song") dürften jede Location im staubigen Westen zum Kochen bringen. Das ist abgehender "Gute-Laune Southern Rock" vom Feinsten, wobei letzteres voller fulminanten Georgia Satellites-Flair steckt! Hier hat man schon die knapp bekleideten Mädels und gut aufgelegten Kerle in bester Feier-Laune auf der Tanzfläche vor dem geistigen Auge. So locker und flockig wie sein Text ist auch die Performance der fantastischen, lupenreinen Countrynummer "Living In The Here And Now": Schöne Akustikgitarrenuntermalung, immer wieder mit dezenten E-Gitarren und Orgel-Einsätzen versehen, sowie zwei schöne, aufeinander folgende E-Soli beider Gitarristen und eine herrliche Melodie lassen ein wenig entspannte Vince Gill-Atmosphäre aufkommen. "Do You Know What That Is" ähnelt von der Coolness her den Stücken, mit denen Trace Adkins in letzter Zeit immer wieder Erfolg hatte. Im hinteren Bereich des Albums gibt es dann noch zwei ruhigere Stücke mit nachdenklichen Texten, zwei erneute rockige Feger ("Whiskey Makes The World Go Round" - so richtig aus dem Leben gegriffen, "Lowdown Woman" - wieder mit fetten Gitarren und schönem Southern-Feeling), sowie das großartige, bereits erwähnte "I Came Back From A War", das in einem entspannten, aber durchaus kraftvollen, sehr melodischen musikalischen Rahmen, ebenso patriotisch wie kritisch aktuelle Kriegsproblematik amerikanischer Sodaten reflektiert. Insgesamt ist "Here And Now" von Darryl Worley ein Album, das Verlierer und Gewinner offenbart: Verlierer sind sicher sein Frisör, der ihn seit seinem letzten Werk scheinbar nicht mehr zu Gesicht bekommen hat (Darryl jetzt mit langer Matte), und sein voriges Label, das Worley's Stärken augenscheinlich nicht ausreichend zur Entfaltung kommen ließ. Gewinner, und das ist das alles Entscheidende, aber sind Worley selbst, der endlich die Musik machen kann, mit der er sich hundertprozentig identifizeirt, und die Fans, die diese großartige Musik in vollen Zügen genießen dürfen! Sehr stark! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4640
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Free
Party song
Living in the here and now
Things I'll never do again
Lowdown women
I just came back from a war

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