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Gill, Vince - okie [2019]
Vince Gill, eine DER Country-Institutionen der letzten Jarhrzente, 21-facher Grammy-Gewinner, begnadeter Gitarrist, Sänger und Songwriter, seit einiger Zeit (nach dem Tod von Glenn Frey), neben seiner Solo-Karriere, festes Mitglied der legendären Countryrock-Band The Eagles, kommt mit seinem neuen, großartigen Album "Okie". Das Werk ist ein ungemein persönliches, ja intimes Tribut an seine Oklahoma-Roots, überaus emotional, zumeist eingebunden in ruhige, balladeske, erstklassige "stripped-down"-Arrangements und herrliche Melodien. Vince's warmer (Tenor)-Stimme und den fantastischen Musikern (u. a. Michael Rhodes, Tom Bukovac, Jedd Hughes, John Jarvis, Paul Franklin, Fred Eltringham) zuzuhören ist erneut ein wahrer Genuß. Eine Pracht beispielsweise die beiden Songs, in denen er zwei seiner größten Einflüsse huldigt, ""Nothin' like a Guy Clark song" und "A world without Haggard". Großes Songwriting! Ein wunderbares Album!

Das komplette Tracklisting:

1. I Don't Wanna Ride The Rails No More - 4:28
2. The Price Of Regret - 3:50
3. Forever Changed - 3:41
4. An Honest Man - 3:41
5. What Choice Will You Make - 4:13
6. Black And White - 3:46
7. The Red Words - 4:48
8. When My Amy Prays - 3:55
9. A Letter To My Mama - 3:36
10. Nothin' Like A Guy Clark Song - 5:03
11. That Old Man Of Mine - 3:52
12. A World Without Haggard - 4:52

Art-Nr.: 9867
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Gill, Vince - these days [2006]
4 CD Box-Set! Ausschließlich neues Material! Genial! Ist es Mut, Abenteuerlust, ist es Experimentierfreude oder einfach nur das Resultat eines nie versiegenden Quells endloser Ideen und guter Songs? Wohl von allem etwas und noch viel mehr! Egal, in jedem Fall ist es so etwas wie Vince Gill's "Masterpiece", das grandiose Output eines der ganz Großen Nashville's, eines der ganz Großen des Country, New Country, der alles erreicht hat, was es zu erreichen gibt und nun, ausgestattet mit allen Freiheiten und ohne jeden kommerziellen Hintergedanken seiner Kreativität freien Lauf läßt! 4 CDs, 43 brandneue Songs, die die ganze Tiefe von Gill's fantastischer Songwriter-Kunst widergeben (nicht ein einziger Song, den er nicht geschrieben, bzw. mitgeschrieben hat), sein unglaubliches Gitarrenspiel demonstrieren, einen außergewöhnlichen Sänger mit einer phänomenalen Stimme und einem unvergleichlichen Wiedererkennungswert, wie er einem selten begegnet, offereieren, die eine Persönlichkeit voller musikalischer Ästhetik zeigen, die zu leiner Zeit ihrer Karriere ihre multidimensionalen, voller variabler Interessen steckenden musikalischen Vorstellungen vernachlässigt hat, aber auch nie ihre Roots - und die sind eindeutig "country"! "These days" ist ein sehr exquisites, opulentes, prima aufgemachtes 4 CD-Set zu einem überaus attraktiven Preis (schöner Zug des Labels)! In einem Papp-Schuber stecken ein gewaltiges, dickes, 66-seitiges, mit allen Songtexten ausgestattetes Booklet, sowie 4, mit sehr schönen, der jeweiligen Thematik entsprechenden Covern versehenen Digipack-CDs, die alle ein bestimmtes Motto zum Inhalt haben. CD 1 nennt sich "Workin' on a big chill" und ist "The Rockin' Record", vollgepackt mit 10 starken, knackigen New Country-/Countryrock-Songs, teils mit bluesigen und schön rootsigen Ansätzen, gespickt mit rollen E-Gitarrenläufen und einigen bärenstarken Soli vom Meister, CD 2 ist "The Groovy Record" mit dem Titel "The reason why", mit 13 wunderbaren, von großartigen Melodien gekennzeichneten, teilweise recht poppigen, aber niemals unangenehm aufgesetzt wirkenden Balladen, CD 3 heißt "Some things never get old" mit der Bezeichnung "The Country & Western Record", mit 10 absolut traditionellen, puren, vollkomen reinen, unverfälschten Countrysongs in bester George Jones-/Merle Haggard-Manier, und die CD 4, mit dem Titel "Little brother", ist "The Acoustic Record", die, das sind die Roots von Vince, einen erstklassigen Mix von 10 Bluegrass Nummern und lupenreinen, äußerst frischen, glasklaren, Bluegrass-flavoured Acoustic Country-Songs zum Inhalt haben! Jede einzelne CDs steckt voller herrlicher Songperlen, wie beispielsweise das dezent bluesige, mit würzigen E-Gitarren durchzogene, drückende "Cowboy up" (mit Gretchen Wilson als Gast) von der "Rockin' Record", die wundervoll melodische, schön flockige, entspannte und sehr frische Ballade "No easy way", von der "Groovy Record", die Steelguitar-getränkte, lupenreine Honky Tonk-/Barroom-/Traditional Country-Nummer "Out of my mind" (mit Patty Loveless als Gast), oder der herrliche, von tollem Dobrospiel (Jerry Douglas) und großartiger Mandoline geprägte Acoustic Country-Waltz "A river like you", mit Tochter Jenny Gill als Gast! Apropos Gäste: Jede Menge Freunde und Wegbereiter seiner langen und erfolgreichen Karriere haben ihn mit gesanglichen Duett-/ bzw. Background-Auftritten unterstützt, als da wären Emmylou Harris, Rodney Crowell, Patty Loveless, Alison Krauss, Gretchen Wilson, Bekka Bramlett, Bonnie Raitt, Phil Everly, Sheryl Crow, LeAnn Rimes, Trisha Yearwood, Amy Grant, Katrina Elam, Del McCoury, Guy Clark, usw.! Welch eine CD-Box! Ein absoluter Meilenstein in der Karriere von Vince Gill!

Art-Nr.: 4529
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 29,90

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Girls Guns and Glory - love and protest [2016]
Was für eine faszinierende Musik! Ist es Country, Country Rock'n Roll, Americana, Rockabilly angehauchter Country, Country Twang'n Roll? Wohl eine magische Mischung aus alledem, die den unwiderstehlichen, einzigartigen Sound der brillanten Band Girls Guns & Glory um deren begnadeten Songwriter, Gitarrist und Lead Sänger Ward Hayden ("he has a baritone to die for", heißt es dazu in einer US-Pressemeldung) definiert. Die Band aus Boston ist zurück mit ihrem neuen Album "Love and protest", einem Teil, das die Glücksgefühle der geneigten Country-, Countryrock-, Alternate Country- und Americana-Fans mit seinen herrlichen Songs zum Überlaufen bringen dürfte. Es ist die pure Wonne! Man stelle sich die besten Stilelemente solcher Bands und Kollegen wie The Derailers, The Mavericks, Two Tons Of Steel und Dwight Yoakam vor, dazu ein paar Spuren von Hamk Williams sr., Johnny Cash, Chris Isaak und Buddy Holly, einen Hauch von Credence Clearwater Revival, einen dezenten Vibe von Gram Parsons und seinen Flying Burrito Brothers, packe das alles in einen wundervoll transparenten, vielschichtigen, genauso klaren wie erdigen Gitarrensound und in von traumhaften Melodien durchzogene Songs - und fertig ist die musikalische Zauberformel von Girls Guns & Glory. Ja, vor allem diese Melodien, aber auch dieser Schwung, diese Frische und diese Spielfreude, hat man sie erst einmal aufgesogen, lassen einen nicht mehr los. Das die Band auf diesem Album auch immer wieder richtig Lust auf soulful "Rock 'n' Roll" hat zeigt sie sofort eindrucksvoll mit dem gnadenlos starken Opener gleichen Namens, einem riffigen, wunderbar knackigen Countryrocker mit einem prächtigen Bass-Drive, vielen, transparenten Gitarren und einer unwiderstehlichen Melodie. Diese Hammernummer zum Auftakt verzaubert sofort unsere Ohren und Sinne. Die Band hat ihre Zuhörer voll im Griff - und es geht bis zum Ende das Albums so weiter. Flott und dynamisch "rocken" sich Girls Guns & Glory anschließend durch den großartigen Countryfeger "Wine went bad (but I'm still drinkin')", wieder gespickt mit tollen Gitarren und einer klasse Melodie. Auf ähnlichem Terrain bewegt sich das erfrischende, leicht nostalgisch angehauchte, wunderbar flüssige "Who will love you" (tolles E-Gitarren-Solo am Ende), ehe Ward Hayden & Co. mit dem fantastischen "Reno, NV" die traditionellen Countryfreude bedienen. Die Nummer kommt im mittleren Tempo und hat einen ganz natürlichen, dezenten Honky Tonk-/Mexican-Touch. Ganz stark hier die Baritone Guitar von Gast Duke Levine (u.a. Mary Chapin Carpenter, Peter Wolf, Rosanne Cash u.v.m.), der nicht nur diesen Track mit seinem brillanten Spiel bereichert. Ein famoses Desert-/Ghost Town-Feeling, einmal mehr vorwiegend ausgelöst durch Levine's Baritone Guitar, zieht sich durch lockere, flockige, hinreissend schöne "Well laid plains", während das geniale, sehr rootsig und kernig rockende, wie geölt abgehende "Stare at the darkness" Erinnerungen an Jackson Browne's legendäres "Running on empty" aufkommen lässt. Duke Levine spielt hier eine famose Lap Steel, die frappierend an David Lindley erinnert. Begeisternd! Noch ein Gastmusiker darf nicht unerwähnt bleiben. Girls Guns & Glory haben die Pedal Steel-Legende Buddy Cage (New Riders Of The Purple Sage) für 2 Stücke mit ins Boot geholt, und zwar für den klasse Honky Tonker "Empty bottles" und das famose "Memories don't die", bei dem sich Cage mit der Pedal Steel und Levine mit der Lap Steel grandios ergänzen. Was immer die Band für eine Nummer zelebriert, es ist ein musikalischer Leckerbissen, ein Ohrwurm nach dem nächsten. Girls Guns & Glory nehmen uns mit auf eine traumhafte Reise durch die magischen Landschaften ihres herrlichen Americana- und Rock'n Roll-getränkten Country & Western-Areals. Es ist ein einziges Fiasko, dass diese Band noch nicht einem breiteren Publikum bekannt ist. Das muss sich ändern! "Love and protest" jedenfalls ist ein absolutes Paradebeispiel für Gitarren-orientierten "Country Twang'n Roll" - ein Meisterwerk!

Das komplette Tracklisting:

1. Rock 'n' Roll - 3:01
2. Wine Went Bad (But I'm Still Drinkin') - 2:52
3. Who Will Love You - 4:00
4. Reno, NV - 2:59
5. Well Laid Plans - 3:06
6. Diamondillium - 3:24
7. Memories Don't Die - 3:56
8. Hot Burrito #1 - 3:50
9. Stare at the Darkness - 3:27
10. Empty Bottles - 3:48
11. Man Wasn't Made - 2:39
12. Unglued - 4:31

Art-Nr.: 9392
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rock 'n' Roll
Wine went bad (but I'm still drinkin')
Who will love you
Reno, NV
Well laid olains
Memories don't die
Stare at the darkness
Man wasn't made

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Gloriana - same [2009]
Ausgezeichnetes, vor zwei Jahren in Nashville gegründetes Quartett aus zwei Mädels (Rachel Reinert und Cheyenne Kimball) und zwei Jungs (die beiden Brüder Tim und Mike Gossin), die mit viel Frische und Dynamik exakt den jungen, modernen Country Pop-Sound repräsentieren, der heute in Nashville total angesagt ist. Und das machen sie richtig gut! Kein Wunder also, dass die Debutsingle "Wild at heart" bereits sehr ordentlich in den Charts unterwegs ist, mit klarer Tendenz nach oben. Die Songs stecken samt und sonders voller Hit-Potenzial und sind zumeist, von ein paar wenigen, allerdings überaus gelungenen Balladen abgesehen, ungemein knackig, voller Drive und Power in Szene gesetzt. Zudem sind sie sehr melodisch. Die Musik ist ein gelungenes "Crossover" zwischen mit countrytypischen Instrumenten (Fiddle, Steelguitar, Manoline) durchsetzten Arrangements und rock-poppigem Top 40-Appeal. Das größte Potenzial der Band ist ihr herausragender Gesang (der Lead-Gesang ist teils männlich, teils weiblich), vor allem aber die exzellenten "4-Part Harmonies", die spontan Vergleiche zu den Eagles oder Fleetwood Mac aufkommen lassen. Letztere sind dabei durchaus auch musikalisch eine Referenzgröße, doch im Kern zielt man klar auf die Klientel solcher Kolleginnen und Kollegen wie beispielsweise, Taylor Swift, Kellie Pickler, Lady Antebellum, Little Big Town, mit Abstrichen auch Keith Urban u.s.w.! Unterstützt werden Gloriana, wie sollte es anders sein, von einigen Hochkarätern der "Nashville Studio-Mafia", wie Tom Bukovac, Tim Pierce, Dan Dugmore, Bryan Sutton, Aubrey Haynie und dem grandiosen Drummer Kenny Aronoff. Wie gesagt, Gloriana machen einen klasse Job. Wem der moderne, poppige, mit viel rockiger Dynamik ausgestattete Nashville New Country-Sound gefällt, der wird sehr schnell ein Fan dieses hoch talentierten Vierers werden. Ihre Musik macht einfach Laune. Und sie werden ihren Weg in den Charts machen...

Das komplette Tracklisting:

1 How Far Do You Wanna Go? - 3:49   
2 Wild at Heart - 3:41   
3 The Way It Goes - 3:14   
4 Lead Me On - 4:05   
5 If You're Leavin' - 2:39   
6 You Said - 2:43   
7 Cry on Command - 3:57   
8 Over Me Now? - 3:00   
9 Come and Save Me - 3:35   
10 Even If I Wanted To - 3:54   
11 All the Things That Mean the Most - 3:52   
12 Change Your Mind - 3:45   
13 Time to Let Me Go - 5:02

Art-Nr.: 6495
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Go-Go's, The - god bless the go-go's [2001]
17 Jahre sind es her, seitdem sie ihr letztes Studioalbum veröffentlichten und sich trennten. 17 lange Jahre, doch sie sind zurück mit einem Comeback, das es in sich hat. Als wäre die Zeit stehen geblieben! Belinda Carlisle, Charlotte Caffey, Jane Wiedlin, Kathy Valentine und Gina Schock sind wieder da: laut, tough und direkt! Laut Kalender sind sie etwas in die Jahre gekommen, doch ihre Musik ist jung und frisch, macht da weiter, wo sie mit "Talk show" aufgehört hat. Als hätte die Trennung nie stattgefunden! Das kommt so fantastisch rüber, als seien sie regelrecht ausgehungert, ihre neuen, großartigen Songs, zu präsentieren. Poppig, punkig, wavig, rockig, fetzig, mit ungeheurem Drive und mächtig Dampf! Tolle Songs und herrliche Melodien! Zudem ist Belinda Carlisle in Topform, ihre Lead-vocals waren nie besser! Schon die erste Single "Unforgiven", übrigens neben Caffey und Wiedlin fungierte Green Day's Billy Joe Armstrong als Co-Autor, ist ein echter Hit! Doch es gibt sowieso keine Ausfälle, jeder der 13 Songs auf dem Album ist ein potentieller Hit. Waviger Edel-Powerpop vom Feinsten! Sie haben immer noch den Beat! Toll! Das macht richtig Spaß! Weiter so! Mädels, gebt Gas, laßt die Party weitergehen...

Art-Nr.: 1144
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,36

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Gold Heart - my sisters and me [2009]
Faszinierend! Das ist schon so etwas wie eine kleine Sensation, die uns die Bluegrass-/Acoustic Country-Szene hier beschert: Die Rede ist von der blutjungen Formation Gold Heart aus Virginia, das sind die drei hochkarätig talentierten Schwestern Analise (Mandoline, 19 Jahre alt), Jocelyn (Acoustic Gitarre, 16) und Shelby (Fiddle, 13), die mit ihren unglaublichen gesanglichen und musikalischen Fähigkeiten keinen Zweifel daran lassen, dass sie wohl das nächste ganz "große Ding" im Fahrwasser solcher Kolleginnen wie Alison Krauss, Rhonda Vincent, Patty Loveless, Alecia Nugent & Co. sein werden. Sie haben die Natürlichkeit dieser Musik im Blut. Sie gehen, trotz ihres jungen Alters, bereits ungemein professionell und musikalisch ausgereift zu Werke. Das Songmaterial, es stammt zum größten Teil aus der Feder der erst 16-jährigen Jocelyn, und die verschiedendlichen Lead Gesänge (egal, wer von den Dreien singt, es ist himmlisch) sind eine wahre Wonne, ebenso wie die traumhaften Harmonie-Gesänge. Alles ist sehr melodisch und die Arrangements verfallen zu keiner Zeit in eine auf Geschwindigkeit ausgerichtete "Hektik". Vielmehr pflegen die Mädels ihren sehr traditionellen Sound in einem für sie typischen, äusserst angenehmen "slow drive", einem lockeren, extrem frisch wirkenden Midtempo. Mandolinen, Dobros, Banjos, Fiddles und Acoustic Gitarren in glasklarer Kombination mit den "goldenen" Stimmen der Mädels bestimmen das Geschehen. Lehnt man sich, zu den wunderschönen Klängen von Gold Heart lauschend, genussvoll in seinem Musiksessel zurück, so sieht man die jungen Damen vor seinem geistigen Auge musizierend auf der Veranda einer einsam gelegenen Farm sitzend, den Blick in die endlose Ferne schweifend und das Gefühl von ungetrübter Natürlichkeit, Frieden und grenzenloser Freiheit aufsaugend. Eine herrliche Vorstellung! Produziert hat das Album im übrigen Justin Carbone (Special Consensus)! Gold Heart und ihre CD "My sisters and me" sind ganz klar eine der, wenn nicht DIE Entdeckung(en) des Jahres 2009 in Sachen Bluegrass/Acoustic Country! "Jump on board and delight in the "GOLDEN sound of Bluegrass", heisst es auf ihrer Website. Und wie wir uns daran erfreuen...

Die komplette Songliste:

1 Grin and Bear It - 3:11   
2 Sing a Little Louder - 2:51   
3 Amidst Life's Storm - 2:58   
4 Chasing Lightning Bugs - 2:54   
5 Miles - 3:05   
6 Never Be Through with Lovin' You - 2:38   
7 Things - 3:17   
8 Heavenly Home - 2:28   
9 Shingin Down on Me - 2:27   
10 Sister - 3:01   
11 You Know How - 3:23   
12 Ride of Your Life - 2:25

Art-Nr.: 6721
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sing a little louder
Amidst life's storm
Chasing lightning bucks
Shining down on me
Sister
You know how

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Golden Smog - another fine day [2006]
"Another fine day" ist mehr als nur "another fine album" dieser Roots-"Supergroup", die uns zuletzt vor 8 Jahren mit einem gemeinsamen Werk verzückte. Es ist ein faszinierendes Teil geworden, das die ganze Magie der Protagonisten erneut in 15 kleinen, wundervollen Meistersongs (über 64 Minuten Spielzeit) bündelt und den Zuhörer eintauchen läßt in ein genußvolles Bad aus herrlichen Roots-Pop-/Rock-Collagen, die uns einen erfrischenden Duft wunderbarer Sixties-Retro-Anleihen, psychedelischer Mystik, traumhafter Harmonien, sinnlicher Romantik, knackiger Brit-Beats und dreckig rockender Gitarren Roots-Energie um die Nase wehen lassen! Alle sind sie wieder an Bord, kurzzeitig entlassen von ihren "Hausbands", sich diesem großartigen Projekt zu widmen: Jeff Tweedy (Wilco), Gary Louris und Marc Perlman (beide ex-Jayhawks), Dan Murphy (Soul Asylum) und Kraig Jarret Johnson (Run Westy Run)! Eingespielt in Puerto Santa Maria im Süden Spaniens (!) unter der erstklassigen Regie von Produzent Paco Loco haben sie zudem noch ein paar fantastische Mitstreiter dabei, wie beispielsweise die großartige Drummerin von Steve Wynn's Miracle 3, Linda Pitmon! In ihrer Musik vereint sich selbstverständlich der Spirit ihrer Herkunfts-Bands, doch am ehesten klingt das Ganze wie eine Synthese aus den Jayhawks und Wilco, in die man ein breitgefächertes Spektrum diverser Elemente solcher Künstler wie Gram Parsons, den Eagles, Led Zeppelin, den Replacements, den Kinks (Jeff Tweedy singt hier ein klasse Coverversion von Dave Davies' "Strangers"), Uncle Tupelo, aber auch moderner Acts wie den Flaming Lips oder My Morning Jacket mit einbezieht. Auch wenn mit vielen "Sounds" experimentiert wird, so bestimmen doch weitestgehend die Gitarren das Geschehen! Die Songs sind hervorragend strukturiert und bestechen mit wunderbaren Melodien! Einzelne Songs herauszuheben erübrigt sich. Ob das Sixties-mäßige, poppige "You make it easy", das von schwebenden Klängen getragene, psychedelische, gleichzeitig von einer traumhaften Melodie durchzogene "Another fine day", der kantige, riffige Rootsrocker "Corvette", usw., sie alle haben ihren eine ungemeine Anziehungskraft ausübenden Reiz! Was für ein großartiges Album!

Art-Nr.: 4322
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Golden Smog - blood on the slacks [2007]
8 Track-EP! Erst hat's geschlagene 8 Jahre gedauert, bis sie mal wieder mit einem neuen Album auftauchten, nun folgt gerade mal 9 Monate nach dem großartigen "Another fine day" ein überraschender, nicht minder starker Nachschlag in Form einer 25-minütigen EP mit 8 weiteren, kleinen Songperlen. Wieder begeistert uns diese allseits geliebte Roots-"Supergroup" um Gary Louris und Marc Perlman (beide ex-Jayhawks), Dan Murphy (Soul Asylum) und Kraig Jarret Johnson (Run Westy Run), - Wilco's Jeff Tweedy ist diesmal nicht mit an Bord-, mit einem wunderbaren Mix aus Rootsrock, Americana, Alternate Country, feinen Sixties-Retro-Anleihen, psychedelischer Mystik, ausgefeilter Harmonien, knackiger Brit-Beats und dreckig rockender Gitarren. Zwei der Songs stammen noch aus den "Another fine day"-Sessions und wurden im Süden Spaniens unter der Regie von Produzent Paco Loco eingespielt, der Rest ist brandneu aufgenommen, produziert von Ed Ackerson und Golden Smog! Zu den Highlights zählen ein tolles, knackiges, in bestem Jayhaks-Stil dargebotenes Roots-Cover von David Bowie's "Starman", eine akustisch interpretierte Version der Dinosaur jr.-Nummer "Tarpit", die herrlich flockige, melodische Rootsrock-/Pop-Nummer "Can't even tie your own shoes", der leicht britisch geprägte, mit "lustigen" Bläser-Intermezzi garnierte Rootsrocker "Look at you now", wie auch die exzellente, melodische, entspannte, semi-akustische, in ein tolles Gitarrengewand gehüllte Americana-/Alternate Country-Nummer "Without a struggle"! Abermals eine vorzügliche Leistung der Truppe, die sich die Fans voller Genuß verinnerlichen werden.

Art-Nr.: 4924
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 11,90

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Gomes, Anthony - containment blues [2020]
Der hoch geschätzte, aus dem kanadischen Toronto stammende, unterdessen in den USA lebende, bärenstarke Bluesrock-Gitarrist, Sänger und Songwriter Anthony Gomes liefert mit dem Pandemie-inspirierten "Containment Blues" abermals ein überaus beeindruckendes, ja fantastisches, neues Album ab. Gomes, grundsätzlich durch und durch im Blues verwurzelt, ist aber auch bekannt dafür, diesen mit powervollem, hartem und wuchtigem Rock zu kombinieren, ebenso wie auch dafür, immer mal wieder seine Liebe zum Southern Rock einfließen zu lassen. Das ist auch bei "Containment Blues" so, doch hier geht er im Vergleich zu seinen vorigen Weken etwas zurückhaltender, mehr "stripped down" zu Werke, hat "versucht", den ein oder anderen Stecker zu ziehen, die pure Elektrizität und krachende Härte im Zaum zu halten, indem er neben seinen zündenden E-Gitarren--Chops auch auf akustische Gitarren, und vereinzelt sogar auf Mandoline, Banjo und Geige setzt. Nun ja, das gelingt ihm auch. Verdammt gut sogar. Doch im Bezug auf die mächtige, natürliche, innere Power seiner Songs, auf diese ihm eigene "ass-kicking" Wucht und energetische Performance hat sich nichts geändert. Nein, das Feuer brennt lichterloh. Die Kraft platzt nur so aus ihm heraus, allein schon durch die Intensität seines packenden, rauen Gesangsvortrages, aber auch durch sein zündendes Gitarrenspiel, sowohl mit der E-, als auch der Acoustic-Gitarre. Das Songmaterial ist "erste Sahne", die Melodien sind exzellent und auch die Lyrics kommen geradlinig, nachdenklich, auf den Punkt. Beeinflusst von solchen Größen wie Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix, Buddy Guy, Johnny Winter und vor allem B.B. King hat Gomes gleichermaaßen den Rock und den Blues im Blut und setzt das in seiner wunderbaren Musik einfach in einer ungemein lebendigen, authentischen, atmenden Konsistenz um. Eröffnet wird das Album mit dem dreckigen, dampfenden, kernigen Upbeat Bluesrock-Boogie "Make a good man (wanna be bad)", der voller powernder, rauer E-Gitarrenriffs steckt. Geht gut nach vorn, rockt fett und Gomes' "Whiskey-resistenter" Gesang kommt voller Emotionen und leidenschaftlicher Intensität. Toller Auftakt, dem mit "Hell and half of Georgia" gleich der nächste "Killer-Track" folgt - eine herrlich melodische, bluesige, voller Southernrock-Esprit steckende Nummer, instrumentiert mit großartigen, satten, transparenten Acoustic- und E-Gitarren. Wie variabel sich Gomes und seiner erstklassigen Begleitmusiker präsentieren, zeigt u. a. das anschließende, mit schönen Violinenklängen verzierte "This broken heart of mine", eine ganz feine Blues Ballade, performt mit einer vorwiegend akustisch ausgerichteten Instrumentierung. Das melodische Ambiente und Gomes' raue, soulful Vocals vertragen sich blendend. In Verlauf hören wir dann doch noch eine exzellent eingesetzte E-Gitarre, inklusive eines wunderbaren, kleinen Solos. Sehr knackiges, straightes Schlagzeug gibt den Takt für den herrlichen, southern- und countrylastigen Roots-/Bluesrocker "Praying for rain" vor. Unterlegt mit tollen Mandolinen- und Banjoklängen, schönen (Lead)Acoustic- und E-Gitarren, besticht der Song durch eine großartige Melodik. Wie auch das stampfende, bluesige, dreckige "Tell somebody" sicher eine Nummer, die auch Gomes' früherem Southern-/Countryrock-Sideprojekt, den New Soul Cowboys, bestens zu Gesicht gestanden hätte. Ganz stark auch der gewaltig kochende, shuffelnde Blues "Stop calling women hoes and bitches", gespielt mit glühenden Slideguitar-Riffs, tierischer Wah Wah-Lead Gitarre und einfach nur purer Energie. Eine engagierte, starke Botschaft, die Gomes hier inbrünstig "raushaut". "Until the end of time" kommt zumächst recht ruhig, mit klarer Acoustic Gitarre und edlen Violinen, gewinnt im Verlauf aber durch die Integration einer erdigen E-Gitarre zunehmend an Kraft, gefolgt von der überaus emotionalen Ballade "The greatest 4 letter word". Das Album endet schließlich mit dem großartigen, das Pandemie-Thema im Text etwas augenzwinkernd beleuchtenden Titelstück "Containment Blues", einem schön kernigen, rauen, von einer super knackugen, tighten Rhythm-Section angetriebenen, erdig rockenden, acoustic-based Roots-Blues von Allerfeinsten. Das komplette Album zeigt einen Anthony Gomes in absoluter Hochform. Einer, der sich durch die Pandemie nicht unterkriegen lässt, der nicht lamentiert, sondern der sich in dieser schwierigen Stuation hat inspirieren lassen, diese fantastischen Songs zu schreiben. Bravo! Anthony Gomes ist ohne jeden Zweifel einer der besten und interessantesten "unknown artists" des aktuellen, modernen, authentischen Bluesrocks. "Containment Blues" jedenfalls ist eine Meisterleistung!

Das komplette Tracklisting:

1. Make a Good Man (Wanna Be Bad) - 3:12
2. Hell and Half of Georgia - 3:11
3. This Broken Heart of Mine - 3:14
4. Praying for Rain - 3:25
5. No Kinda Love - 3:40
6. Let Love Take Care of Love - 3:48
7. Stop Calling Women Hoes and Bitches - 3:24
8. Until the End of Time - 4:11
9. Tell Somebody - 3:06
10. The Greatest 4 Letter Word - 3:01
11. Containment Blues - 2:53

Art-Nr.: 10171
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Make a good man (wanna be bad)
Hell and half of Georgia
This broken heart of mine
Praying for rain
Stop calling women hoes and bitches
Until the end of time
Tell somebody
Containment Blues

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Gomes, Anthony - electric field holler [2015]
Halten wir es gleich mal mit ein paar Textzeilen aus dem furiosen Opener "Turn it up!", und schon ist die Richtung für Anthony Gomes' prächtiges, neues Album "Electric field holler" zielgerichtet und ohne Schnörkel vorgegeben, ohne das der Protagonist diese Marschrichtung jemals verlässt:
"We come into your city, let the music take control
If you can't feel the Blues, you got a hole in your soul
Turn it up, kick it down
Tell everybody, we come to rock this town
Turn the spotlight on the crowd
We're gonna turn it up, turn it up loud."
Jawohl, diese großartige "Mugge" rockt, ist "pure fun" und hat dennoch so viel Substanz. Der aus Toronto in Kanada stammende, unterdessen aber in Nashville/Tennessee lebende, von solchen Größen wie Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix, B.B. King, Buddy Guy und Johnny Winter beeinflusste "Gitarrenteufel" begeistert mit einem wunderbar straighten "Hi-Energy" Blues-Rock'n Roll-Ritt voller Dynamik und Feuer, bei dem das Fundament zu gleichen Teilen im Blues und im Classic Rock der Siebziger verankert ist. Da Gomes, das weiß man spätestens seit seinem kultigen Bandprojekt mit den New Soul Cowboys, auch ein Faible für den Southern Rock hat, weht durch einige Songs zuweilen auch ein dezenter Hauch des Südens. Der Bursche setzt seine aussergewöhnlichen Talente (tolles Songwriting, erstklassiger, rauer, intensiver Gesang, famoses Gitarrenspiel) blendend ein. In seinen kompakten, dabei höchst insprierten und die pure Freude am eigenen Tun offenbarenden Songs, entfacht er eine gewaltige Power. Trotz dieser Kompaktheit ist in den Stücken immer ausreichend Platz für furiose, zündende, virtuose Gitarrensoli, die allerdings nie ausarten, sondern wunderbar auf den Punkt gespielt sind. Er lässt seiner Spielfreude und Energie völlig freien Lauf, versieht sein Songmaterial aber gleichzeitig mit prächtig hängen bleibenden Melodien. Gomes ist einfach ein toller Musiker - und so jemand braucht für seine Entfaltung natürlich auch die adäquaten Mitstreiter, um dem Material bei aller musikalischen Seele auch die entsprechende künstlerische Qualität zu verleihen. Die hat er mit dem großartigen Bassisten Theo Harden und dem weltbekannten, herausragenden Nashville Session-Drummer Chad Cromwell auch gefunden. Zudem wird er bei einigen Songs von dem Keyboarder "David Smith" unterstützt. Zusammen gefasst: Das Material wirkt, im positivsten Sinne, straight und simpel, aber eben auch umgesetzt mit immer wieder spannender Virtuosität und kleinen Raffinessen. "Straight bluesrockin' on a high level"! Nehmen wir beispielsweise mal den zündenden, klar vom Southern Rock beeinflussten Blues-Boogie "Whiskey train": Das ist eine "Hammer"-Nummer, vollgepackt mit straighten, kochenden, massiven Riffs und tierisch feurigem Lead-Gitarrenspiel. Gomes singt voller Vehemenz und voller "Soul", und begeistert mit kickenden, auf den Punkt gebrachten, glühenden Soli. Der "Whiskey train" rollt und rollt und rollt - unaufhaltsam! Klasse! Wunderbar auch das ein wenig autobiographisch wirkende "Blueschild", das mit viel Inspiration dargeboten wird. Fette, herrlich rockende Riffs treffen auf eine tolle Melodie und einen mitreissenden, bluesigen Groove. Das Gitarrensolo ist großartig! "I'm a six string slinger, a juke joint singer, Daddy I was born to play, I was born a blueschild", heisst es im Text. Yeah, Anthony, das ist Deine Mission! Super auch das von einer gewaltigen Gitarren-Präsenz bestimmte "Losing game", das gar ein wenig an die guten, alten Bad Company erinnert. Klasse hier die Orgel-Fills, die den Gitarrensound hervorragend ergänzen. Oder der hart rockende, völlig geradeaus und direkt gespielte Retro-Boogie "Love crazy" (im übrigen, neben Gomes, von der alten Survivor-Ikone und dem ex 38-Special-Songwriter Jim Peterik mit komponiert), der von einer bestens ins Ohr gehenden Melodie durchzogen ist - eine klasse Nummer folgt der nächsten. Halten wir es auch zum Schluß mit einem Text-Segment aus dem bereits erwähnten Opener, und zwar der dort "gerufenen" finalen Aufforderung "Tune in, turn on, turn it up loud"! Also, die Anlage auf einen amtlichen Lautstärkepegel einstellen und den geballten, straighten Blues-Rock'n Roll genießen - macht einfach tierisch Laune! Thanks, Anthony Gomes!

Das komplette Tracklisting:

1. Turn It up! - 3:18
2. Back Door Scratchin' - 3:24
3. Whiskey Train - 3:59
4. Blueschild - 3:58
5. Nowhere Is Home 4:08
6. Losing Game - 3:32
7. The Blues Ain't the Blues No More - 2:28
8. Junk in the Trunk - 2:50
9. Love Crazy - 3:22
10. Red Handed Blues - 4:04
11. Delta Raga - 0:29
12. Listen to the Universe - 4:27

Art-Nr.: 8892
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Turn it up!
Whiskey train
Blueschild
Nowhere is home
Losing game
Love crazy
Listen to the universe

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Gomes, Anthony - live [2008]
Anthony Gomes, aus Toronto/Kanada stammend, gehört schon seit Jahren zu den ganz heiß gehandelten "jungen Wilden" des kanadischen und amerikanischen Bluesrock-Circuits - völlig zu Recht. 2 Jahre nach dem großartigen "Music is the medicine" kommt er mit seinem ersten Live-Album - und hier ist der vitale "guitarslinger" und mit einer ordentlichen Röhre ausgestattete Sänger erst richtig in seinem Element. Die Luft brennt am 27. Februar 2007 im kleinen "Triple Door"-Club von Seattle, an dem die Aufnahmen mitgeschnitten wurden, denn Gomes und seine Mannen entfachen ein dynamisches und explosive Feuerwerk, das sowohl der Band als auch dem Publikum eine Menge Freude bereitet. Das ist deutlich spürbar. Der Bursche ist ein hervorragender Entertainer, der das Publikum prima in seine Show involviert. Der Sound ist druckvoll und dicht, die Atmosphäre kommt bestens rüber. Klar ist, das Gomes mit seiner starken Stimme und vor allen Dingen seinem heißen, "wilden", glühendem, von großen Fähigkeiten geprägten Gitarrenspiel im Mittelpunkt des Geschehens steht, doch niemals, und das kommt richtig gut, allzu dominant. Vielmehr werden seine 3 Mitstreiter Todd Hamric (Orgel, Piano), Denis Palatin (Drums) und Biscuit Miller (Bass) nahezu gleichberechtigt eingebunden, was einen sehr kompakten Bandsound ergibt. Hamric's klasse Orgel- und Klavierarbeit verleiht den ausgelassenen Gitarrenexkursionen von Gomes zusätzliche Fülle und die Rhythmusfraktion sorgt für einen exzellenten, teils schön funkigen, überaus rhythmischen Groove, der jederzeit dazu beiträgt, die Temperatur in dem Schuppen weiter anzuheizen. Das Material des gut 61-minütigen Mitschnitts stammt neben insgesamt 5 Songs aus "Music is the medicine" (diese allerdings erhalten durch ihre dampfenden Instrumentalpassagen, bei denen sich neben Gomes auch alle anderen Bandmitglieder ordentlich austoben dürfen, und die ausgedehnte Performance ein völlig neues Gesicht), auch aus einigen Songs aus Gomes' früheren Werken und einer starken Coverversion des Led Zeppelin-Klassikers "Heartbreaker"! Eine erstklassige Rock-/Funk-/Groove-/Blues-/Power-Show voller Drive und aufgeheizter Spielfreude. Ein Mitarbeiter, dessen Zitat im Innenteil des Booklets abgedruckt ist, schreibt über den Besuch dieses Konzertes: "The place was packed, they came from all around, there was a buzz in the air, the lights went down, Gomes came out, and he was the Sh*t. He could play guitar like there was no tomorrow. When he started to sing, I was floored". Na dann, lass es krachen, Anthony...

Die komplette Tracklist:
1. Countdown - 0:15   
2. Up 2 Zero - 3:31   
3. Bluebird - 7:44   
4. Heartbreaker - 5:30   
5. Prelude in Blues - 1:50   
6. When the Right Woman Does You Wrong - 8:29   
7. Falling - 3:32   
8. War on War - 7:04   
9. Won't Let You Down - 6:45   
10. Music Is the Medicine - 6:15   
11. Wings of a Song - 5:40   
12. Testify - 4:38

Art-Nr.: 5553
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Up 2 zero
When the right woman does you wrong
War on war
Wings of a song
Testify

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Gomes, Anthony - peace, love & loud guitars [2018]
"Looking for an actual 21st Century guitar hero? Here he is". Yeah! Es ist bereits vor rund 1 1/2 Jahren erschienen, doch erst jetzt haben wir die Möglichkeit, an dieses fulminante, triumphale, aktuelle Album von Anthony Gomes heranzukommen. Der aus Toronto in Kanada stammende, unterdessen in Nashville/Tennessee lebende, von solchen Größen wie Robert Johnson, Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix, B.B. King, Buddy Guy und Johnny Winter beeinflusste "Gitarrenteufel" begeistert auf "Peace, love & loud guitars" mit einem grandiosen, satten, tighten, rauen, voller Inbrunst, Seele und energetischer Power steckenden, zügellosen Blues-Rock'n Roll-Ritt durch das wilde Land des traditionsbewussten Blues und des kernigen, straighten, kompromißlosen Rocks. Hier werden die Begriffe "Blues" und "Rock" in ihrer ganzen Ursprünglichkeit, in ihrer ureigenen Definition eins zu eins miteinander verknüpft - in voller Intensität, in voller Blüte. Gomes hat den Blues im Blut, genauso wie den Rock'n Roll. Auch dezente southern- oder gar countryrockige Sequenzen lässt er bei der ein oder anderen Nummer vereinzelt einfließen (das er dafür ein Händchen hat, weiß man nicht zuletzt durch sein Sideprojekt mit den New Soul Cowboys). Der Bursche setzt seine vielen, außergewöhnlichen Talente blendend ein. Da ist zunächst sein mitreißendes Gitarrenspiel (Track für Track begeistert er mit brennenden, furiosen, energiegeladenen, dabei nie überdrehten, sondern bestens auf den Punkt gebrachten Soli, wenn es die Thematik erfordert auch mal wunderbar emotional), dann sein bärenstarker, alles aus sich rausholender, Whiskey-getränkter, intensiver, ausdrucksstarker Gesang, sowie sein ganz exzellentes Songwriting. Einerseits "kratzen" die Songs zum Teil mit ihrer Härte an der Grenze zum Heavy-Bluesrock, stecken andererseits aber voller prächtig hängen bleibender Meldoien. Gomes ist einfach ein herausragender Musiker - und so jemand braucht für seine Entfaltung natürlich auch die entsprechenden Mitstreiter, die hat er mit den legendären Nashville Session-Assen Mike Brignardello (Bass), Greg Morrow (Drums), Chris Leuzinger (Acoustic Guitar) und David Smith (Keyboards) auch gefunden hat. Los get's mit dem grandiosen, satten, kraftvollen und melodischen Bluesrocker "Come down", einer wunderbaren Hommage an seinen großen Mentor B.B. King. Gomes bekniet King mit seinen "grinding guitar rhythms" und soulful Gesang: "Come down from Heaven B.B. King, ’cause this kingdom has no king, there’s no one here that can wear your crown, come down from Heaven B.B. King, come down". Enthält gleich zwei herrliche Gitarrensoli. Sehr stark auch die gospeligen Gang-Vocals von u. a. Angie Primm, Gale Stuart Devonne Fowlkes, Amanda Fish und Albert Castiglia. Was für ein umwerfender Auftakt! Rau, dreckig, bluesig und sehr fetzig "bläst" das anschließende "White trash princess" aus den Lautsprechern, mit massig "loud guitars" an allen Ecken und Enden - immer sehr einfallsreich eingesetzt. Die oben schon erwähnte Affinität für southern-rockige Strömungen ist hier spürbar. Absolut verwurzelt im klassischen Blues kommt das immens kraftvolle, sehr starke "Blues in the first degree", in dem der Meister in Form des "blistering" Gitarrensolos gar Spuren von Joe Satriani und Eddie van Halen unterbringt, während das Slideguitar-getränkte, shuffelige, gut abgehende "The whiskey made me do it" einmal mehr den "Southern Bluesman" in Gomes zum Vorschein bringt. Tolle Nummer! Nach der den Pegel etwas runterfahrenden, entspannten, wunderschönen Ballade "You are amazing" (super emotionales Gitarrensolo am Ende des Songs), tritt der Protagonist mit dem Titelstück "Peace, love & loud guitars" das Gaspedal wieder voll durch. Ein unmissverständlicher Rocksong mit einem AC/DC-verwandten Gitarrenriff und einer hymnischen, tollen Botschaft im Refrain. Anschnallen, hier regieren die Gitarren! War es zu Beginn des Albums B.B. King, den Gomes würdigte, so ist es bei dem prächtigen, voller Punch steckenden Swamp-Bluesrocker "Stealin' from the devil" der große Robert Johnson, dem er verspricht: "Robert Johnson, I’ll take your soul back, I’m gonna rip up the Devil’s contract". Dreckig, southern, mit viel Slide und Power wühlt sich Gomes durch die Sümpfe Mississippis. Toll auch der robuste, erdige, klassische Blues "The only woman I've ever loved" (seeliges, fettes Gitarrensolo), sowie das gar von Led Zeppelin-mässigen Gitarrenriffs geprägte "Hard road easy", ehe das Album mit der wunderbaren, entspannt lockeren, bluesigen, von einem feinen Countryflair durchzogenen Ballade "Take me back home" exzellent und überaus melodisch endet. Ein Album der absoluten Extraklasse. Anthony Gomes sagt über seine Musik: "My goal is to keep the Blues fresh, exciting and even dangerous. I want to bring back the thrill longtime Bluesmen created in their day. At the same time, I think it’s very important for the music to grow and evolve". Das ist ihm voll gelungen! So spielt man Power-Bluesrock des 21. Jahrhunderts, bei dem man klassische Bluestraditionen würdigt, ohne seine eigene Identität zu vernachlässigen. Herausragend! Eine absolute Meisterleistung! Also Anthony: "Turn up the volume", lass es krachen, lass die ganze Bluesrock-Power raus...

Das komplette Tracklisting:

1. Come Down - 4:34
2. White Trash Princess - 4:16
3. Blues in the First Degree - 3:45
4. Nasty Good - 3:41
5. The Whiskey Made Me Do It - 3:01
6. You Are Amazing - 5:42
7. Peace, Love & Loud Guitars - 3:49
8. Stealin' from the Devil - 4:17
9. Your Mama Wants to Do Me (and Your Daddy Wants to Do Me in) - 3:17
10. The Only Woman I've Ever Loved - 4:21
11. Hard Road Easy - 4:07
12. Take Me Back Home - 5:35

Art-Nr.: 10019
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Come down
White trash princess
Blues in the first degree
The whiskey made me do it
Peace, love & loud guitars
Stealin' from the devil
The only woman I've ever loved
Take me back home

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Gone West - canyons [2020]
Herrlicher, lockerer "Sun-Soaked Country" in einem wunderbaren "California-flavoured" Sound von Gone West! Gone West sind vier gestandene Musikerinnen und Musiker, die schon lange befreundet sind, sich aber erst 2018 musikalisch zusammentaten, um ihre Talente in einem gemeinsamen Bandprojekt zu vereinen. Das bekannteste Aushängeschild der Vier ist sicher die Grammy-dekorierte Colbie Caillat, die schon eine beeindruckende Karriere als Solistin vorweisen kann. Mit dabei sind zudem Caillat's Verlobter, Hawaiian Music Award-Gewinner Justin Kawika Young, ihr früherer Songwriting-Partner und Hit-Lieferant Jason Reeves, sowie dessen Gattin Nelly Joy, einst eine Hälfte des New Country-Duos The JaneDear Girls. Nach zwei Vorab-EPs ist nun endlich ihr Debutalbum "Canyons" erschienen, das die durchaus hohen Vorschußlorbeeren und Erwartungen, die man an eine Band solch renommierter Künstler hat, mit Bravour bestätigt. Es ist ein tolles, einfach wunderschönes Album geworden. Alle Vier sind exzellente Sänger, brillieren mit grandiosen "4-part Harmonies". Gone West bieten uns einen herrlich frischen, sonnigen, lockeren, viel Lebensfreude und gute Laune verbreitenden, die "goldenen Sonnenstrahlen" Californien's vermittelnden Country-/Countryrock-/Countrypop-Sound, dessen wunderschöne Gitarren, flockige Rhythmen, mehrstimmigen Gesänge und hinreißenden Melodien einem die Sonne ins heimische Musikzimmer bringt. Auch zum Cruisen im Cabrio entlang endloser Highways ist diese Musik bestens geeignet. Sucht man musikalische Vergleiche, so fallen einem am ehesten Lady Antebellum (neu nur noch "Lady A") und Little Big Town ein, doch Gone West's Musik klingt eher nach Californien, als nach Nashville. Ein amerikanischer Journalist beschreibt es so: "Gone West sprinkles magic over Canyons with their shimmering harmonies, heartfelt lyrics and hopeful notion that we’re all constantly evolving into who we’re meant to be – a universal message that shines a light in the darkness at a time when we need it most". Sehr passend ausgedrückt! Ein prächtiges Debutwerk von Gone West!

Das komplette Tracklisting:

1. Gone West - 3:21
2. Slow Down - 3:52
3. What Could've Been - 3:42
4. When To Say Goodbye - 3:41
5. Knew You - 3:37
6. Confetti - 3:15
7. I'm Never Getting Over You - 3:50
8. Gamblin' Town - 3:00
9. Talkin' Bout You - 2:57
10. R&R - 3:35
11. Home Is Where The Heartbreak Is - 3:25
12. This Time - 3:39
13. Tides - 3:51

Art-Nr.: 10088
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Goodbye June - community inn [2019]
Vorzügliche, hoch talentierte Band aus Nashville/TN mit ihrem nunmehr dritten Album. Die Truppe, die sich nach dem Tod des Bruders ihres Gitarristen Tyler Baker, der in einem Juni starb (daher der Bandname), mit der Maxime formierte, dessen musikalische Ideen und Leidenschaften, in seinem Sinne, in ihrer großartigen Musik umzusetzen und auszuleben. Goodbye June spielen exzellenten, Gitarren orientierten, durchaus straighten, satten, klassischen, amerikanische Rock, dessen Wurzeln in den Siebzigern liegen. Songwriting und Songmaterial sind ausgesprochen stark. Spuren von Led Zeppelin und den Rolling Stones sind zu vernehmen, vielleicht auch eine gewisse Vergleichbarkeit mit ähnlich ausgerichteten Bands der Neuzeit, wie etwa Greta van Fleet oder den Rival Sons, doch Goodbye June agieren längst nicht so monumental wie Greta van Fleet und schon gar nicht so heavy wie die Rival Sons. Vielmehr lassen sie deutlich hörbar, vielleicht auch ihrer Herkunft geschuldet, immer wieder mal die Seele des Southern Rocks und des Blues in ihre Musik mit einfließen (Blachnerry Smoke- und ZZ Top-Elemente seien hier erwähnt), zuweilen sogar auch die sonniger Westcoast-Klänge. Das passt alles prächtig zusammen. Die Melodien sind klasse, die musikalischen Fähigkeiten der Jungs sowieso, und das durch und durch prächtige Material pendelt zwischen, knackigen, krachenden Rockern, tollen Midtempo-Tracks und der ein oder anderen exzellenten Ballade. Das Album startet gleich mit einem richtigen Kracher. "Rolling off my tongue" heißt die voller satter Gitarrenriffs und Hard Rock-Licks steckende, ordentlich nach vorn rockende Nummer. Kernige Drums und southernmäßig zwirbelnde Lead Gitarren vervollständigen das Bild. Sänger Landon Milbourn gibt alles und performt großartig. Ebenso wuchtig rockt das anschließende "Universal mega love", während das schöne, von wunderbaren Gitarren und effektvoller Lead Gitarre bestimmte "Secrets in the sunset" mit seinen dezent psychedelischen Spuren und seiner leicht hymnischen Attitüde eher im gepflegten Midtempo rockt, dies allerdings ebenfalls überaus kraftvoll. Hier sind die Einflüsse von Led Zeppelin deutlich spürbar. Ähnlich gelagert ist das gut ins Ohr gehende "Be yourseld", wobei hier die Gitarren mehr "southern" klingen. Das sehr starke "Natural" rockt wieder schärfer, schroffer, riffiger, wilder und straighter. Auch hier spürt man durchaus einen gewissen "Southern Rock-Dreck". Blendend auch die beiden absolut melodischen, mit vielschichtigen, transparenten Gitarren inszenierten, überaus gefälligen Tracks "Joan & Dylan" und "Anywhere the wind blows", wie auch das einmal mehr schön kernig rockende "Live in the now", das einem wieder ein wenig wie "Led Zeppelin meets Southern Rock" vorkommt. Wie gesagt, die Songs bleiben alle prima hängen. Es rockt einfach toll! Goodbye June präsentieren sich hier mit einem vorzüglichen Album. Das ist allerbester Classic American Retro Rock mit Spuren des Blues, Southern Rocks und Westcoast Rocks, der richtig Laune macht! Diese Band wird ihren Weg machen - ohne jeden Zweifel!

Das komplette Tracklisting:

1. Rolling Off My Tongue - 3:18
2. Universal Mega Love - 3:24
3. Secrets In The Sunset - 3:58
4. Be Yourself - 4:13
5. Lonely Beautiful People - 3:14
6. Natural - 3:18
7. Joan & Dylan - 3:52
8. Anywhere The Wind Blows - 3:45
9. Switchblade Heart - 3:45
10. Live In The Now - 4:22
11. I Don‘t Mind - 3:38
12. Free Child - 4:13

Art-Nr.: 9913
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rolling off my tongue
Secrets in the sunset
Be yourself
Natural
Joan & Dylan
Anywhere the wind blows
Live in the now

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Goodwin, Carly - same [2004]
Wunderschöne, reine Countrymusic! Wir hatten es ja an anderer Stelle bereits erwähnt: Das ablaufende Jahr 2004 bescherte uns eine stattliche Anzahl ungemein vielversprechender, neuer Country-Talente, vor allen Dingen bei den "Mädels"! Diesem Trend folgend setzt die hübsche Carly Goodwin mit ihrem herrlichen Debut-Album nun nochmal ein vakantes Ausrufezeichen! So muß "pure female Country" einfach klingen! Schon im zarten Alter von 7 Jahren wurde das früh erkannte Talent der in Glens Falls/New York geborenen und in Los Angeles aufgewachsenen Carly durch professionellen Gesangsunterricht gefördert. Von da an trat sie immer wieder bei öffentlichen Veranstaltungen auf und entwickelte sich schnell zu einer viel beachteten Performerin. Früh entdeckte sie ihre Liebe zur Countrymusic! Sie selbst bezeichnet ihre Einflüsse als sehr weitreichend und nennt solch illustre Künstler wie die Beatles, die Eagles, Bonnie Raitt, Sheryl Crow, wie auch Patty Loveless, Garth Brooks, Trisha Yearwood und die Dixie Chicks als diejenigen, die sie am meisten beeindrucken. Über die Stationen Utah, Montana und Michigan landete Carly schließlich vor rund 2 Jahren in Nashville, wo sie ein Freund ihrer Großeltern mit mehreren etablierten Songwriter-Größen bekannt machte. Einer davon war der in der Szene höchst beliebte und geschätzte "alte Hase" Carl Jackson, der von ihr schlichtweg begeistert war und sofort mit ihr zusammenarbeiten wollte. Gesagt, getan! Jackson produzierte nicht nur Carly's hinreißendes Debut, er tritt auch als Musiker und Songwriter in Erscheinung! Was wir hören sind anspruchsvolle, frische, unverfälschte, von einer unwiderstehlichen Melodik und Lockerheit geprägte, mit einem gewissen Appalachian-/Mountain-Feeling versehene, wundervolle, pure Countrysongs, eingepackt in einem großartigen, semi-akustischen Full Band-Arrangement, die zuweilen etwas an die aktuelle Patty Loveless oder an eine sehr traditionell ausgerichtete Sara Evans (wie zu Zeiten deren ersten Albums) erinnern. Neben der Basis aus knackigen Drums und Bass bestimmen Dobros, Banjos, Steelguitars, Fiddles und Akustik Gitarren das Geschehen, immer mal wieder ergänzt durch ein feines Piano oder recht unaufdringlich agierende E-Gitarren - alles dargeboten von ausgezeichneten Musikern, wie z.B. Randy Kohrs (Dobro), Mike Johnson (Steel), Chris Wood (Drums), Catherine Marx (Piano), Aubrey Haney (Fiddle), Jeff King (E-Gitarre), usw. - und eben Carl Jackson (Akustik Gitarre, Banjo, Background Gesang)! Carly erfährt in den USA, vor allem auch unter den Musikerkollegen, bereits eine große Anerkennung. Das demonstrieren nicht nur die beiden klasse Duette mit Willie Nelson, mit dem sie dessen Klassiker "Crazy" in einer äußerst gelungenen Neufassung präsentiert, und ex-Nash Rambler Jon Randall bei der lupenreinen Honky Tonk-Nummer "Until then"! Das Album startet mit dem flotten, von großartigem Banjo und Dobro dominierten "Just another mountain" und läßt anschließend gleich einen richtigen Knüller folgen. "New night dawning" besticht durch eine wunderbare Frische, dieses bereits angesprochene Mountain-Flair und eine schier traumhafte Melodie. Was für eine feine, lockere, flotte "Pure Country"-Nummer! Tolle, dezent grassige Instrumentierung mit schöner Fiddle, Dobro und klasse Akustik-Gitarren - dazu Carly's herrlicher Gesang! "Beautiful way" ertönt in bester Patty Loveless, bzw. traditonell orientierter Martina McBride-Manier - knackig, frisch, mit feiner Baritone-E-Gitarre, toller Steel und wieder einer großartigen Melodie! Sehr stark auch der traditionelle, Steelguitar-getränkte Waltz "Was it as hard to be together", eine Carl Jackson/Rebecca Lynn Howard-Nummer (erinnert gar ein wenig an die frühen Tage von Emmylou Harris), das locker flockige, wie ais einer reinen, klaren Bergquelle entsprungenes Bächlein aus den Lautsprechern fließende "High on a mountain", das sehr knackige, mit einem guten Drive und klasse E-Gitarren-Picking ala früher Hot Band oder Vince Gill/Rodney Crowell versehene, traditionelle Uptempo-Stück "Destination heartache", das von herrlicher Steel dominierte, pure, wunderschöne "Still too blue" oder auch die prächtige Country-Ballade "Baby come back home"! Carly Goodwin liefert gleich mit ihrem ersten Album ein kleines Country-Meisterwerk ab, und das ohne Major-Label. Wünschen wir ihr den best möglichen Erfolg, denn genau das ist der musikalische Rahmen, den Nashville bräuchte um wieder in traditionellere Bahnen zurück zu finden, ohne dabei auf einen gewissen Pep verzichten zu müssen. Excellent, Carly, ein super Debut!

Art-Nr.: 2952
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
New night dawning
Beautiful way
High on a mountain
Still too blue
Baby come back home

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