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Capps, Grayson - the lost cause minstrels [2011]
"One of the finest Southern troubadours", Grayson Capps, mit seinem fünften Album - einer überaus inspirierten, feurigen, spannungsgeladenen Mixtur aus dreckigem Rootsrock, Americana, klassischem Storytelling, brodelndem Blues und kochendem Southern-/Swamp-Rock, die einen unmittelbar packt und nicht mehr los lässt. Der in Opelika/Alabama geborene, nach vielen verbrachten Jahren in Nashville und anschließend in New Orleans nun wieder nach Alabama (Mobile) zurückgekehrte Capps gilt schon seit Jahren als ein Liebling der amerikanischen Kritiker - völlig zu Recht. "Take the poetry of Texas troubadour Townes Van Zandt, combine with Steve Earle s edgy attitude and stir with a little cup of the bayou-blues (think Howlin' Wolf) and you start to get a taste of Capps's scrumptious gothic gumbo", heisst es beispielweise in einer Stellungnahme. Das passt absolut, doch man sollte es bezüglich des neuen Albums noch etwas spezifizieren. "The lost cause minstrels" (so nennt er im übrigen auch seine aktuelle, fantastische Band, ein "who's who of the finest players on the Gulf Coast music scene") strotzt nur so vor bluesigen, swampigen und southern-souligen Elementen, verbunden mit einem wunderbar rootsigen, Country- und Americana-Flair, besticht mit umwerfenden Grooves und grandiosem Songwriting sowie hin und wieder mit einem prächtigen, geheimnisumwitterten, mystischen "Voodoo"-, manchmal auch einem unterschwelligen "Southern Gothic"- und "Los Angeles Noir"-Feeling. Eine magische, faszinierende Mischung! Sehr stark wirken in diesem Zusammenhang die markanten "Choruses" in vielen Refrains, Die, wie gesagt, durchweg exzellenten Songs, wirken immer rau und ursprünglich und sind dennoch, produziert von Trina Shoemaker (Queens of the Stone Age, Dylan Leblanc, Sheryl Crow) und Grayson Capps, in einem prächtigen Sound umgesetzt. Manchmal hören wir großartige, lockere Singer-/Songwriter-Nummern in bester Steve Earle-Manier, dann dynamischen, rootsigen Twang-Rock, mal einen heissen Roadhouse-Blues, typische New Orleans-Klänge, urigen Memphis-Soul, dann wieder kochenden Dixie-fried Swamp-/Blues-/Southern Rock. Doch so abwechslungsreich und unterschiedlich die Songs auch sein mögen, sie sind untrennbar miteinander verbunden. Der exzellente Opener "Highway 42" beispielsweise ist ein herrlich groovender, voller Southern- und Swamp-Soul steckender, flotter, lockerer, dennoch sehr erdiger Rootsrocker mit einem klasse Countryrock-Touch, arrangiert in einem erstklassigen Banjo-, Gitarren-, Mundharmonika-Gewand. Tolle Melodie! Am Schlagzeug sitzt hier übrigens der gute, alte Jerry Marotta. Oder das auf tollem Drumming und einer viel Spannung aufbauenden Storyteller-Mentalität basierende, schön bluesig und jazzig groovende, dabei jede Menge New Orleans-Dixieland-Flair versprühende, faszinierende "Coconut moonshine" (saustark hier die effizient integrierten, heissen Bläser-Segmente), der schwer groovende, von rauen, fetten E-Gitarren dominierte, druckvolle, die Sümpfe ordentlich zum Brodeln bringende Mississippi Southern Rocker "John the dagger" (pendelt irgendwo an der Schnittstelle zwischen Anders Osborne und Gov't Mule, starke Slide-Licks), das traumhaft in Szene gesetzte Taj Mahal-Cover "Annie's lover" (ein wunderbar melodischer, flüssiger, lockerer Country-Blues mit tollen Lap Steel-Linien und feinen Piano-Klängen), das total an Little Feat erinnernde, mit einem schönen Mardi Gras-Feeling versehene, jammige "Ol' slac", wie auch der kochende, ungemein kraftvolle, dreckige Blues-/Southern Rocker "No definitions", der schließlich in einem minutenlangen, zündenden, fetten Gitarrensolo mündet (Capps' Gitarrist Corky Hughes mit einer Bravourleistung) - all diese Nummern üben eine magische Anziehungskraft aus. Auch Capps' starke, Staub-gegerbte Stimme passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge zu dieser großartigen Musik. "The lost cause minstrels" ist vielleicht sogar Capps' beste Arbeit bislang überhaupt. Ein tolles Werk eines charismatischen Singer-Songwriters "deep from the heart of the south".

Das komplette Tracklisting:

1 Highway 42 - 3:57   
2 Coconut Moonshine - 4:17   
3 John the Dagger - 3:25   
4 Jane's Alley Blues - 4:07   
5 Chief Seattle - 4:17   
6 Yes You Are - 4:23   
7 Annie's Lover - 2:41   
8 Ol' Slac - 4:29   
9 Paris, France - 2:51   
10 No Definitions - 6:05   
11 Rock 'n' Roll - 3:42

Art-Nr.: 7418
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Highway 42
Coconut moonshine
John the dagger
Jane's Alley Blues
Chief Seattle
Annie's lover
No definitions

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Chambers, Sean - the rock house sessions [2013]
"One hell of an album"! Der begnadete "guitarslinger" Sean Chambers aus North Fort Myers im US-Bundesstaat Florida beglückt die Bluesrock-Gemeinde mit einem irre starken Album! Das renommierte britische "Guitarist Magazin" führt den ehemaligen Hubert Sumlin-Sideman (von 1998 - 2003 war er dessen Bandleader und Lead Gitarrist) unter den "Top 50 blues guitarists of the last cenmtury" auf - welch eine Ehre. Doch hört man diesen "Hexer" spielen, wird einem klar, warum dieser Bursche von vielen Experten so eingeschätzt wird. Er kann es locker mit allen Größen des Genres aufnehmen, von Johnny Winter bis Stevie Ray Vaughan. Aufgenommen in Kevin McKendree's Rock House Studios in Nashville zelebriert Chambers hier mit seiner famosen Studiocrew, bestehend vorwiegend aus Tommy MacDonald am Bass, den ehemaligen Stevie Ray Vaughan & Double Trouble-Organisten Reese Wynans (der das Album auch produzierte) und dem saustarken Tom Hambridge am Schlagzeug, sowie einigen weiteren, namhafte Gästen (z. B. Rob McNelley bei einigen Tracks an der zweiten Gitarre) ein geradezu mitreissendes, esplosives Gitarren Bluesrock-Feuerwerk zwischen Texas-bound, Delta-style, Southern-rooted. Chambers, übrigens auch ein hervorragender Sänger, brilliert mit genauso virtuosen, wie emotionalen Gitarrenläufen, fast immer unterlegt von Reese Wynans brillantem Orgelteppich, der den ohnehin schon voluminösen Sound noch mehr verstärkt. Das Zusammenspiel der beiden ist grandios. Ein herausragendes Beispiel dafür ist der höllisch abgehende Volldampf-Boogie "Since I've been down" (Hambridge gibt mit seinem "Killer"-Drumming einen furiosen Takt vor), bei dem sich's Wynans (erinnert gar an Großtaten von Deep Purple's legendärem Tastenkönig Jon Lord) und Chambers mit wechselnden Soli so richtig geben. Das ist das pure Feuer! Das Songmaterial ist ohnehin von vorn bis hinten klasse. Ausfälle findet man nicht. Neben einigen Eigenkompositionen sowie Stücken von seinen Nashville-Kumpels, hat sich Chambers auch 3 exzellente Coversongs ausgesucht, die er ganz wundervoll interpretiert: Zum einen Gary Moore's seeliges "Holding on", das hier voller Southern Soul mit dezentem Gospelflair (großartige, weibliche Background-Gesänge) vorgetragen wird (grandiose Sologitarre von Chambers, wohl dosierte, effiziente Bläser-Fills), dann eine kraftvolle, packende Fassung des von Willie Mitchell und Earl Randle geschriebenen Songs "Come to Poppa", den Bob Seger auf seinem "Night moves"-Album bekannt machte, und als Schlußtrack des Albums noch einen kochenden, puren Rock'n Roll-Aufguß von Alvin Lee's (Ten Years After) "Choo Choo Mama", bei dem die Truppe, inklusive Chambers, noch mal richtig aufdreht. Doch auch der Album-Opener ist gleich ein Knaller: Sean Chambers und Kollegen setzen mit "World on fire" sofort die Bluesrock-Welt in Flammen. Ein treibender, übrigens von Rick Vito komponierter "Rockin' Blues" voller fetter, fleischiger Gitarren und ebenso kraftvoller Orgel-Einsätze. Der Meister lässt gleich ein furioses Solo vom Stapel. Klasse auch das perfekt integrierte Harpspiel von TJ Klay. Schon nach disem Auftakt ist man von der "Mugge" gefangen und weiß, dass wirklich nichts mehr schief gehen kann. Herrlich beispielsweise auch die traumhafte Bluesrock-/Southern Rock-Ballade "Meant to be", die mit ihrem Spirit und ihrer großartigen Melodie sofort solche Bands wie Stevie Ray Vuaghan's Double Trouble, Storyville oder die Arc Angels in Erinnerung bringt. Stark hier die Harmonie von Gitarre, Orgel, Klavier und Gesang. Das harte, aber ebenfalls sehr eingängige "Money in a minute" ist dann wieder ein krachender, straighter Bluesrocker voller kochender, massiver Gitarren und tierischer Orgel-Ergänzungen. Dampft aus allen Poren! Seam Chambers und seine exzellenten Mitstreiter liefern uns mit diesem Album einen brillanten Output von den "Rock House Sessions" in Nashville. Das ist lebendiger Bluesrock der allerfeinsten Art. Tolle Musiker, tolle Songs, tolles Album! "If you like your blues blazin’ hot, the Sean Chambers Band will definitely light your fire"! Jawohl!

Das komplette Tracklisting:

1. World on Fire - 5:07
2. Since I've Been Down - 4:21
3. Healing Ground - 4:36
4. Meant to Be - 3:55
5. Come to Poppa - 4:50
6. Your Love is My Disease - 3:13
7. Holding on - 4:09
8. Just for the Thrill - 4:33
9. Money in a Minute - 4:04
10. It Hurts to See You Go - 4:34
11. Choo Choo Mama - 4:35

Art-Nr.: 8429
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
World on fire
Since I've been down
Meant to be
Come to Poppa
Holding on
Money in a minute
Choo Choo Mama

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Church, Eric - chief [2011]
Was für ein interessantes, innovatives, prächtiges Country-/New Country-/Countryrock-Album! Genauso mutig wie erfrischend! Eric Church zeigt mit seinem dritten Album auf beeindruckende Art und Weise, wie man New Country-Musik mit neuen, nicht unbedingt alltäglichen Klangtupfern und Arrangements auf einen modernen, dem Jahre 2011 entsprechenden, zeitgemässen Level bringen kann, ohne die Grundwerte der Countrytraditionen zu ignorieren. Ein "abenteuerliche" (das meinen wir ausschließlich positiv) Gratwanderung, die er mit Bravour meistert. Tolle Sounds! Erinnert in seinem Mut und in seiner Experimintierfreudigkeit an die Anfänge von Big & Rich, nur nicht so verrückt. Das Songmaterial ist durchweg exzellent! Die Songs sind durchweg wunderbar melodisch und bleiben klasse hängen. Eine bärenstarke Vorstellung von Church!

Dazu noch ein Original-Statement:

"To some modern country artists, the words critics are using to describe Eric Church's third studio album may seem off-putting, but to the trailblazing mutineer and his equally passionate fans, the terms: "strange," "aggressive," "wild," and "rare," couldn't be more complimentary. Church's third studio album, Chief, has been buzzing as the most experiential, head-turning country album of the year."

Das komplette Tracklisting:

1 Creepin' - 3:52   
2 Drink in My Hand - 3:11   
3 Keep On - 2:38   
4 Like Jesus Does - 3:18   
5 Hungover & Hard Up - 2:53   
6 Homeboy - 3:47   
7 Country Music Jesus - 3:52   
8 Jack Daniels - 5:04   
9 Springsteen - 4:23   
10 I'm Gettin' Stoned - 4:02   
11 Over When It's Over - 2:39

Art-Nr.: 7490
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Church, Eric - the outsiders [2014]
Mittlerweile eines der absoluten Flaggschiffe des jungen, wilden, modernen Nashville New Country-Sounds - Eric Church mit seinem neuen Album! Wieder ein klasse Werk! Eigentlich hätte es Eric sich einfach machen können. Sein Vorgängerwerk "Chief" hatte den Musiker an die Spitze der Album-Charts katapultiert und auch mit "Drink In My Hand" und "Springsteen" gleich zwei Nr. 1-Singles abgeworfen. Warum nicht einfach mit gleichem Konzept die Erfolgsstory fortführen? Zumal er für seinen neuen Silberling satte 120 Songs (!!!) mit diversen Songwriter-Kollegen im Vorfeld verfasst hatte. Aber nicht so Eric Church. Er geht mit "The Outsiders" (der Titel ist hier Programm) den unbequemen Weg und führt den New Country bis an seine Grenzen und teilweise darüber hinweg. Ein Album, das zweifellos polarisieren wird und vermutlich auch soll. Eine wirklich mutige Entscheidung. Produzent Jay Joyce (Little Big Town), hier auch instrumentell stark involviert (viele Soundeffekte/-spielereien einbringend), ließ das ganze Aufnahmeprocedere und die finale Songauswahl laut eigener Aussage einfach "passieren", bis sich das Ganze am Ende gefunden hatte. Ein Aufsehen erregendes, tolles Werk am Ende, teilweise mit epischen Ausmaßen. So auch gleich der Titeltrack zu Beginn des Albums. Church eröffnet das Lied zu sparsamer E-Gitarrenbgleitung mit introvertiertem Sprechgesang, der dann von einem agressiv explodierendem Refrain inklusiver Crowd-Harmiegesänge durchdrungen wird, an den sich ein psychedelisch anmutendes, kreischendes E-Gitarrensolo (fast sogar Metal-kompatibel, Church hat sich ja auch mal als Pantera-Fan geoutet) anschließt, um dann mit einem kurzen gesungenen "That’s who we are" (Teil der Refrainzeile) auszuklingen. Ein Beginn, den der gestandene New Country- und Church-Fan sicherlich erst mal verdauen muss. Um so überraschender, dass der Song es immerhin in die Top-10 der Single Charts geschafft hat. Eric gönnt danach seiner Hörerschaft ein weing Zeit zum Durchatmen. Das folgende "A Man Who’s Gonna Die Young" singt er passend zum Titel recht innehaltend und nur von einer leisen E-Gitarre begleitet. "Cold One" beginnt dann mit einer slidenden Dobro ziemlich traditionell und einem typisch lässigen Church-Refrain im Stile früherer Lieder, wird aber gegen Ende abrupt von einer Art Speed-Bluegrass-Solo-Passage (Banjo/E-Gitarre) aus dem Groove gerissen, um kurz vor Schluss dann aber wieder den Faden zu finden. "Rollercoaster" wird von einem recht künstlichen Drum-Loop-Rhythmus und dazwischen kalt klimpernden Moll-Piano-Klängen getragen, der Refrain wirkt dagegen fast übermelodisch und weich. Auch keine alltägliche Kost für Countryverhältnisse. Mit "Talladega" (aus der Feder von Church und Luke Laird) gibt es dann den ersten Hit-verdächtigen Ohrwurm und New Country pur. Klasse hier das Akustikgitarrenspiel zu sparsamem Piano und dezenterOrgel, sowie das filigrane E-Gitarren-Solo zum Ausklang. "Broke Record" mit seiner kratzigen Akustikgitarrenführung und dem coolen Church-Gesang hätte auch gut auf "Chief" gepasst, "Like A Wrecking Ball" ist ein herrlicher Schwofer, fast schon an Procul Harums legendäres "A Whiter Shade Of Pale" erinnernd, aber natürlich eher in Countrysphären einzusortieren. Herrlich hier der hallende Klang der E-Gitarre und Erics Stimme, dazu gurrt die Orgel einfach wunderbar. Klammerbluestauglich! Doch dann wieder genug der Harmonie. Bei "That’s damn Rock’N’Roll" predigt Church im mahnenden Stile eines Hohepristers was den wirklichen Rock’N’Roll ausmacht. Rockige AC/DC-Gitarrenriffs, rotzige Harmoniegesänge von Joanna Cotton und dezentes Led Zeppelin-Flair komplettieren diesen nahezu klassischen Rocksong. Mit "Dark Side" findet Church wieder in die Countryspur zurück (schönes Akustikgitarren-Solo), um dann wieder mit eher grenzüberschreitender Kost aufzuwarten. Das Präludium "Princess Of Darkness" fließt in Johnny Cash-Erzählmanier mit fast progressiven Zügen (Pink Floyd schimmern ein wenig durch) dahin, geht bei "Devil, Devil" in einen schweren Countrystampfer über, der dann zum Abschluss noch mit einer episch anmutenden Instrumentalpassage mit verstörenden Harmoniegesängen fast ins Countryabsurdum geführt wird. Der vermutlich hier an seine Grenzen geführte Church-Fan wird dann aber wieder mit dem wieder radiotauglichen "Give Me Back My Hometown" (zweite Single, zur Zeit Platz 7) zurück in seine heil geglaubte Welt zurückgeholt. Die wird aber mit dem durchgeknallten "The Joint" (passend zum Titel) auf dem Fuße wieder ins Ungleichgewicht gebracht. Ein Song, ein bisschen im kauzigen J.J. Cale-Stil mit teilweise verschrobenen Trompetengebläse. Man hat den Eindruck beim Einspielen des Songs ist in der Musikercrew der eine oder andere Joint herumgereicht worden und hat wohl auch bei Eric intensiv Halt gemacht. Fazit: Eric Church präsentiert mit "The Outsiders" ein schwieriges aber dennoch sehr hörenswertes Album, das mal aus den konventionellen Gefilden der Nashville-Musik ausbricht, ohne sie dabei allerdings zu ignorieren. Wenn man sich auf dieses Werk einlässt und ein gewisses Maß an Toleranz und Flexibilität mitbringt, bereitet es einem doch einiges an intensiven und lohnenswerten musikalischen Momenten. Man darf gespannt sein, wie das Church, der ja in den nächsten Wochen mit drei Deutschland-Konzerten aufwartet (die Bärchen-Crew wird in Köln anwesend sein), sein neues Album in Szene setzen wird. Zunächst erstmal Respekt für seinen Mut und seine Aufrichtigkeit. Eigenwilliger, aber starker Stoff auf ganz hohem Niveau. Eric Church in einer neuen Dimension! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. The Outsiders - 4:12
2. A Man Who Was Gonna Die Young - 3:13
3. Cold One - 3:25
4. Roller Coaster Ride - 4:36
5. Talladega - 4:22
6. Broke Record - 3:29
7. Like A Wrecking Ball - 3:18
8. That's Damn Rock & Roll - 4:26
9. Dark Side - 3:38
10. Devil, Devil (Prelude: Princess Of Darkness) - 8:02
11. Give Me Back My Hometown - 4:12
12. The Joint - 3:49

Art-Nr.: 8467
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Clark Family Experience, The - same [2002]
Eigentlich hatte man ihr Debut-Album schon Ende letzten Jahres erwartet, nachdem sie mit ihrer Single "Meanwhile back at the ranch" (ist natürlich auf dem Album enthalten) recht erfogreich in den Billboard Country-Singles-Charts vertreten warten, aber immer wieder wurde der Veröffentlichungstermin verschoben. Nun endlich ist die Scheibe draußen. Die "Clarks" aus Rocky Mount/Virginia sind sechs junge Brüder im Alter zwischen 18 und 28 Jahren aus einer Famile von 11 Kindern. In sehr jungen Jahren bereits interessierten sie sich, durch ihren Vater beeinflußt, für taditionelle amerikanische Musik und beganngen sich gegenseitig das Spielen verschiedenster Instrumente beizubringen. Schnell gewöhnten sie sich auch daran vor Publikum ihre erworbenen musikalischen Fähigkeiten zu demonstrieren. Was nun schließlich daraus geworden ist, hören wir auf ihrem gelungenen Debut-Album. Zeitgemäße, überwiegend flotte (es gibt nur zwei Balladen) Countrymusic ala Rascal Flatts und Emerson Drive, modern und schwungvoll, aber immer die Tradition des Country wahrend. Das wird vor allen Dingen durch die Verwendung vieler traditioneller Instrumente, wie Mandoline, Fiddle, Steel und Dobro belegt. Aber natürlich hören wir auch peppige Gitarren und ordentlichen Rhythmus-Background mit Bass und Schlagzeug. Die 10 Songs stecken voller feiner Melodien, wobei die Clarks mit ausgezeichntenem (Harmonie)Gesang überzeugen. Kein geringer als Superstar Tim McGraw, der sich übrigens als großer Fan der Clarks geoutet hat, zusammen mit seinem Hausproduzent Byron Gallimore, hat das Album produziert. Was kann da noch schief gehen...

Art-Nr.: 1453
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,87

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Corbett, John - leaving nothin' behind [2013]
Sehr starkes Album von John Corbett! Der in unseren Breitengraden ja eher als Schauspieler in Serien wie "Sex And The City" oder Kinostreifen wie "My Big Fat Greek Wedding" bekannte Interpret, hatte 2006 ein sehr beachtliches Debüt als Musiker hingelegt, was bei vielen seiner Kollegen mit gleichem Anliegen bekanntlich meistens schief gegangen ist. Gute sieben Jahre später hat es ihm scheinbar wieder "in den Fingern gejuckt" und er beschert uns ein weiteres, ganz großartiges New Country-/Countryrock-Werk mit dem Titel "Leaving Nothin‘ Behind". Wow, dass ist so stark, als wäre er von Hause aus Musiker und nicht Schauspieler. Auch wenn John in kompositorischer Hinsicht nicht involviert ist, so muss man ihm einerseits ein exzellentes Gespür für die richtigen, zu ihm passenden Songs attestieren, andererseits ein sehr glückliches Händchen bei der Auswahl der Leute, die ihn bei seinen Musikprojekten umgeben, bescheinigen. Beim Erstling damals hatten der beliebte und kurz danach verstorbene The Marshall Tucker Band-Gitarrist George McCorkle und auch Jon Randall Stewart (der schrieb seiner Zeit die beiden mit markantesten Tracks der CD "Bottle Of Whiskey" und "Cash") wesentliche Akzente gesetzt. Mit Letztgenanntem hat sich seither eine dicke Freundschaft entwickelt. Und so entschied sich Corbett schwerpunktmäßig, von Randall neu kreierte Stücke umzusetzen, bis auf das schöne, atmosphärische "Tennesse Will" aus der Feder von Pat McLaughlin und Adam Hood (voller wunderbarem Southern Soul, mit feiner Mandoline, Orgelhall, typisch weiblichem Background Gesang, weinender Steel), sowie zwei Coversongs, "Rainy, Windy Sunshine" (klasse Honky Tonk-Piano von Jimmy Wallace, schöne, riffige E-Gitarren) und "Satin Sheets" (mit herrlich rotzigen Background-Gesängen und starken Dobro-Fills - beide Stücke sind im übrigen auf dem Debütalbum der Bellemy Brothers ,"Let Your Love Flow", zu finden), bei denen sehr eindrucksvoll offeriert wird, was man heute aus solch vermeintlich angestaubten Tracks musikalisch rausholen kann, wenn die richtigen Akteure zu Gange sind. Ja, und bei diesen Akteuren hat Jon Randall Stewart mal wieder eine exklusive, begnadete Musikerschar um sich versammelt, deren Spielfreude sich automatisch auf den Hörer überträgt. Leute wie Steve Gorman (drums) und Audley Freed (guitar) kennt man aus dem The Black Crowes-Dunstkreis, Michael Rhodes (bass), Jimmy Wallace (keyboards), Bryan Sutton (guitars, mandolin), Dan Dugmore (steel, dobro, guitars), John Cowan, Sarah Buxton, Jon selbst und seine Frau Jessi Alexander (die nach knapp einer Woche, nachdem sie Zwillinge zur Welt gebracht hatte, schon wieder mit in die Aufnahmen einstieg) sind allesamt gern gebucht, wenn es in Nashville gilt, eine hochwertige Studioscheibe zu produzieren. Apropos Produktion: Auch hier hat Jon Randall in Zusammenarbeit mit Gary Paczcosa ein wunderbar klares und transparentes Ergebnis erzielt. Der Opener "Steel Your Heart" plätschert zunächst zu lässiger Akustikgitarrenuntermalung dahin, nimmt dann im Verlauf mit dem Einsetzen von Orgel, Piano und E-Gitarren (schönes Solo am Ende) und Backs aber ordentlich Fahrt auf. Sofort versprüht dazu der smarte Sänger mit seiner angenehmen Stimme ein wohliges Ambiente. Das ruhige innehaltende "Name On A Stone" erhält aufgrund des vor geraumer Zeit verstorbenen Vaters fast schon autobiografische Züge. Einfach herrlich das wie eine Art zurückgenommenes "Hotel California" im Tex-Mex-Gewand voller Atmosphäre und Spannung steckende "El Paso" (grandios die klare spanische Akustikgitarre, dazu die bedrückenden E-Bariton-Fills und die dramatisch klingende Slide-Gitarre). Klasse auch der Text ("…I wasn’t even in El Paso, when they gunned that cowboy down, I was in the arms of Rosa, sleeping safe and sound, so remember when you hang me, all I’m guilty of is drinking cheap tequila, and falling in love…"). "Backside Of A Backslide" ist ein richtig in Bakersfield-Manier abgehender Gute-Laune-Coutryrock-Heuler mit tollem, im Southern Rock verankertem E-Gitarren-Spiel. Die wieder eher ruhig gehaltenen Stücke "Me And Whiskey", "Cocaine And Communion", sowie das abschließende, grandiose "Dairy Queen" demonstrieren vor allem wieder das erstklassige Zusammenwirken von Corbett"s kraftvoller Wohlfühlstimme und dem herrlichen Spiel der beteiligten Musiker. Gerade das finale Stück mit dem dezent grassigen Flair hat absolute Gänsehautgarantie. Wenn Wallace sein Akkordeon sanft surren lässt, Suttons Mandoline zwitschert und Dugmore seine Dobrofills dazwischen wirft, zieht man als Zuhörer voll von Ehrfurcht den imaginären Hut und stellt sich bei dem klaren Klang fast vor, man säße mit im Studio. Ein toller Abschluss! Sieben Jahre sind tatsächlich vergangen. John Corbett hat sich nicht nur äußerlich verändert (die längere Matte ist zugunsten eines gut aussehenden, modischen und zu ihm passenden Kurzhaarschnitt gewichen - er sieht jetzt so ein bisschen wie ein Robert Redford in besten Jahren aus), auch seine Musik ist reifer geworden und hat (auch dank Jon Randalls Einfluss) erheblich an Tiefe gewonnen. "Leaving Nothin‘ Behind" überzeugt auf ganzer Linie und man kann nur hoffen, dass John Corbett die nächste Wartezeit etwas kürzer ausfallen lässt. Großartig! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Steal Your Heart - 4:19
2. Tennessee Will - 3:44
3. Name On A Stone - 3:48
4. Rainy Windy Sunshine - 3:41
5. El Paso - 4:04
6. Backside Of A Backslide - 2:40
7. Me And Whiskey - 3:24
8. Cocaine And Communion - 3:41
9. Satin Sheets - 3:11
10. Dairy Queen - 5:02

Art-Nr.: 8130
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Steal your heart
Tennessee will
Name on a stone
Rainy windy sunshine
El Paso
Me and whiskey
Satin sheets

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Foster, Radney - this world we live in [2006]
Vier Jahre sind bereits wieder ins Land gezogen, seitdem uns die eine Hälfte des einst in Nashville so erfolgreichen Duos Foster & Lloyd mit dem tollen "Another Way To Go" so begeistert hatte. Untätig war ein Mann dieses musikalischen Formates in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht. So produzierte er beispielsweise die Randy Rodgers Band, schrieb Songs für Größen wie u. a. Keith Urban, die Dixie Chicks oder Kenny Chesney, und, und, und! Hier ist sie nun endlich, die neue, einmal mehr ganz hervorragende Scheibe des ohne Zweifel zu den besten texanischen Songwritern zählenden Radney Foster: Wunderbarer, rootsiger Texas-Country/Alternate Country/Countryrock/Americana vom Allerfeinsten mit einem tollen, schön trockenen, auf den Punkt genau produzierten, angerauten, "gritty" Sound! Zehn neue Stücke, alle aus seiner Feder, zum Teil in Kooperation mit exzellenten Co-Writern, wie Blue Dogs-Frontmann Bobby Houck, Jack Ingram oder Darrell Brown, mit dem er sich auch die Produktionsarbeit teilte. Bediente er sich bei seiner letzten Scheibe noch einer Menge Begleitmusiker aus dem schier unerschöpflichen "Nashville-Pool", so versammelte er diesmal eine tolle, namhafte Band langjähriger Freunde um sich, wie Drummer Charlie Drayton und den "alten" Westcoast-Haudegen Waddy Wachtel (Linda Ronstadt; Warren Zevon, James Taylor, John David Souther, Ronin, Bob Dylan) an der E-Gitarre (beide haben schon auf Keith Richard’s Solo-Alben zusammen gearbeitet), Session Bass-Veteran Bob Glaub (u.a. Jackson Browne) und dem Keyboarder Rami Jaffe, vielen sicher nicht nur als Mitglied der Wallflowers ein Begriff. Mit an Bord sind auch wieder der starke Slide-Gitarrist Mike McAdam und ein weiterer Klassemann an der E-Gitarre, Adam Shoenveld, der etatmäßig bei Big & Rich die Saiten bedient. Und um es nochmal klar herauszustellen: Radney Foster ist schlichtweg wieder ein Sahneteil gelungen. Dem leicht Stones-infizierten, Slide-angerockten, rootsigen, trockenen "Drunk On Love" folgt mit "Sweet And Wild" ein wunderbar melodischer Americana-Midtemposong. Bei beiden Songs glänzt neben der starken instrumentellen Umsetzung Sarah Buxton mit ihrer klasse Stimme im Background, die gegen Ende der Stücke mit in den Vordergrund tritt. Die Ballade "The Kindness Of Strangers" lebt von Foster’s starker Akustikgitarrenarbeit, toller atmosphärischer Cello-Untermalung und einem bewegend geschriebenem und gesungenem Text. Ganz große Klasse! Der anschließende, exzellente, forsche Retro Country-Rocker "Big Idea" (erinnert stark an alte Foster & Lloyd-Hits) reißt einen regelrecht aus der poetischen Welt des Vorsongs, und bildet den gelungenen Vorläufer zum Center-Song des Gesamtalbum’s, "Half Of My Mistakes". Was für eine herrliche Melodie! Auch hier wieder ein toller Text, der Menschen dazu ermutigt, viele Dinge im Leben einfach zu riskieren, auch wenn mal etwas schief laufen sollte. Der Lerneffekt und viele positive Dinge, die sich trotzdem daraus entwickeln, sind laut Foster nicht zu unterschätzen. Den gleichen Song hat vor geraumer Zeit fast ebenso gut Jace Everett auf seinem Erstling, allerdings etwas mainstreamiger, interpretiert. Bei Radney Foster wirkt das Stück etwas kantiger, zurückhaltender und einen Schuss introvertierter. Starke Slide-Arbeit hier vom bereits erwähnten Mike McAdam. "New Zip Code" (mehr balladesk) und "Prove Me Right" (wäre auch durchaus von der Randy Rogers Band oder Chris Knight coverbar) liefern wieder etwas leichter verdauliche, überaus melodische Gute Laune-Kost, letzteres in durchaus Nashville-kompatibler, radiotauglicher, wenn auch leicht rootsiger Country-Manier, voller Hooklines, die ein wenig an Radney’s Frühwerke erinnern. Stark hier die angenehmen Fiddle-Fills. Eine weitere "Killer"-Ballade folgt mit "Fools That Dream". Im Background diesmal die zauberhafte Kim Richey, die auch beim Vorgänger schon ihre Stimme zur Verfügung gestellt hat. Zum Abschluss folgt dann noch mal ein herrlich locker dahinfließender, super-melodischer Alternate Country-/Roots-/Americana-Song, den Foster zusammen mit Jack Ingram komponiert hat. Neben dem eingängigen Rhythmus und den lässigen Drums stechen hier die immer wieder eingestreuten und punktgenauen Stratocaster- und Slide-Fills im harmonischen Wechselspiel heraus. Klasse Orgelarbeit auch vom Rami Jaffe. Das Stück hält einen noch Minuten nach Ende der CD regelrecht gefangen. Ein würdiger Abschluss eines wieder einmal großen Albums! "This World We Live In" etabliert und festigt Radney Foster's Platz in die Riege der heutigen, wichtigen, ganz großen texanischen Singer-Songwriter im Country-/Americana-Bereich nachhaltig. Durch und durch beeindruckende und fesselnde Musik! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4063
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Big idea
New zip code
Prove me right
Fools that dream
Never gonna fly

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Furay, Richie - 50th anniversary return to the troubadour ~ live [2021]
2 CD-Set! Was für ein Fest für die Poco-Fans! Einer der "chief architects of country rock", Mitbegründer solch legendärer Bands wie Buffalo Springfield, Poco und der Souther-Hillman-Furay Band, Richie Furay und seine exzellente Richie Furay Band, feierten im November 2018 im Troubadour in West Hollywood/CA ein ganz besonderes Poco-Jubiläum mit einem ganz besonderen Konzert. 50 Jahre ist es her, dass Poco, ohne jeden Zweifel die für Furay bedeutendste Band, in der er je spielte, 1968 die Bühne dieses historischen Clubs betraten, um dort ihre allerersten Konzerte überhaupt aufzuführen. Ein halbes Jahrhundert später kehrte er nun für dieses Jubiläum dorthin zurück und spielte mit seiner fantastischen Band zwei mitreißende Sets, -man beachte das feine Wortspiel-, unter dem Titel "Still deLIVErin'" (Set 1) mit einer großartigen Setlist aus prächtigen, alten Buffalo Springfield- und Poco-Songs, sowie Material seiner Richie Furay Band, und "DeLIVErin' again" (Set 2), in dessen Mittelpunkt die komplette, im übrigen bärenstarke, Aufführung von Poco's bedeutendem, frühen 1971er Live-Album "DeLIVErin'" stand, zusätzlich ergänzt durch eine grandiose Fassung von "A good feelin' to know". Bei diesem zweiten Set stand auch Eagles-Bassist Timothy B. Schmit, damals noch Poco-Mitglied, mit auf der Bühne, um seine damals auf "DeLIVErin'" gesungenen Songs auch diesmal vorzutragen. Großartig! Welch ein tolles Konzert! Das Troubadour war randvoll und die Richie Furay Band präsentierte sich, dem Anlass angemessen, in brillanter Verfassung. In einem Statement sagt Furay über die Show:
"I don’t know of any other group that has ever re-recorded a live album from their past catalogue and truthfully, I wasn’t sure it could be done either; but, I took on the challenge and now you get to hear it for yourself. In many respects it was a labor of love because I knew how important the original album was to Poco fans and if RFB didn’t meet the standard, it would be a disappointment. I do not believe you are going to be disappointed. From my viewpoint, we have met and exceeded any expectations. Listen for yourself, but I believe we have captured the heart and soul of the music; even Timothy B. got on board to sing one of his originals. So, I hope you enjoy listening to this recreation – “DeLIVErin’ Again”. Shut your eyes, pretend you’re one of the wall to wall people at the The Troubadour in Los Angeles, California that November evening and turn it up loud".
Die komplette Performance der Richie Furay Band strotzt nur so vor Kraft, Frische und Vitalität. Die alten Klassiker hören sich an, als seien sie gerade erst geschrieben worden. Der glasklare, satte Sound wird bestimmt durch herrliche, saftige, vielschichtige Gitarren und Richie Furay (Jahrgang 1944) singt noch immer wie zu seinen besten Zeiten. Seine markante Stimme hat nichts, aber auch gar nichts von ihrer Klasse und Magie eingebüsst. Das ist absolut beeindruckend. Dazu kommen herrliche Harmonies, pure Spielfreude, Leidenschaft und Emotionen. Set 1 beginnt mit einer hinreißenden Version des alten Buffalo Springfiel-Klassikers "On the way home" - hochmelodisch, knackig, umgeben von herrlichen Gitarren (saustarkes Lead Gitarren-Spiel von Scott Sellen) und durchzogen von wunderbaren Harmonie-Gesängen. Es folgt das grandiose, schmissige, voller satter Gitarren steckende "Let's dance tonight" aus Poco's 1973er "Crazy eyes"-Album, das hier eine ungemeine Vitalität ausstrahlt (große Klasse ist das kernige, prächtige, zündende E-Gitarrensolo). Super auch das flotte, wunderschöne, autobiographisch auf Poco bezogene "We were the dreamers" aus Furay's letztem Solo-Album "Hand in hand". Auch hier verführen uns wieder "lots of beautiful harmonies und shimmering guitars". Gnadenlos stark auch die Live-Fassung der Roots-/Countryrock-Ballade "Wind auf change", ebenfalls aus Furay's "Hand in hand"-Werk. Hat eine tolle Melodie, pendelt zwischen emotional ruhigen Momenten, aber auch fett und voller Power rockenden Passagen hin und her und glänzt mit ungemein feurigen, würzigen, satten Gitarrensoli. Im Set 2 folgt dann die breits erwähnte, komplette Aufführung von Poco's 1971er Live-Album "DeLIVErin'". Schon der Opener "I guess you made it" offenbart, mit welcher Frische und Dynamik diese ewig jungen Poco-Nummern präsentiert werden. Eine Wonne! Traumhaft auch die hingebungsvolle Interpretation von "Kind woman", das Furay damals über eine junge Frau geschrieben hat, die während eines Buffalo Springfield-Konzertes vor ihm an der Bühne stand - Nancy, seine spätere Ehefrau, mit der er nun seit über 50 Jahren verheiratet ist. Es geht weiter von Höhepunkt zu Höhepunkt (fantastisch beispielsweise die genialen, satten Gitarren, inkl. Pedal Steel und furiosem E-Gitarren-Solo bei dem schwungvollen "A man like me"), bis die Show schließlich mit einer ungemein spritzigen Fassung von "A good feelin' to know", voller purer, rockender Spielfreude, Energie und herrlicher Gitarren "én masse" endet. Die Richie Furay Band hat an diesem Abend "geliefert" - und wie. Ein "berauschendes" Konzert des einstigen Poco-Mitgründers zu Ehren seiner ehemaligen Band, das vergangene Poco-Zeiten in einer einen geradezu magisch einfangende Frische hochleben lässt. Und wie gesagt, der Sound ist fantastsich. Zurücklaehnen, Augen zu, genießen - es fühlt sich an, als sei man mittendrin, im Troubadour...

Die komplette Setlist:

CD 1 - SET 1: "Still DeLIVErin’"
1. Intro - 0:50
2. On The Way Home - 5:43
3. Let’s Dance Tonight - 5:45
4. We Were The Dreamers - 5:41
5. Don’t Let It Pass By - 4:12
6. Go and Say Goodbye - 3:53
7. Wake Up My Soul - 4:12
8. Hard Country - 5:22
9. Wind of Change - 6:53
10. Anyway Bye Bye - 8:12
11. Someday - 7:11

CD 2 - SET 2: "DeLIVErin’ Again"
1. Intro - 0:14
2. I Guess You Made It - 3:27
3. C’mon - 3:33
4. Hear That Music (with Timothy B. Schmit) - 4:44
5. Kind Woman - 6:44
6. Medley: Hard Luck / Child’s Claim To Fame / Pickin’ Up The Pieces - 8:05
7. You Better Think Twice - 4:16
8. A Man Like Me - 4:18
9. Medley: Just in Case It Happens, Yes Indeed / Grand Junction / Consequently So Long - 11:22
10. Band Introduction - 1:16
11. A Good Feelin’ To Know (with Timothy B. Schmit) - 6:01

Art-Nr.: 10303
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 22,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
On the way home
Let's dance tonight
We were the dreamers
Wind of change
I guess you made it
Kind woman
You better think twice
A man like me
A good feelin' to know

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Grateful Dead - rocking the cradle ~ egypt 1978 [2008]
2 CDs & 1 DVD-Set!
Recorded live at Gizah Sound & Light Thaeter, Cairo, Egypt, 15. und 16. September 1978! 30 Jahre nach Grateful Dead's legendärem Ägypten-Trip erscheint dieses historische Ereignis nun auf einer Doppel-CD (über 145 Minuten Spielzeit) und einer großartigen Live-DVD!
Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Der offizielle Text zur Veröffentlichung:

"Good things come to those who wait! First, it took 30 years to produce this ultra-cool 2CD/DVD set from the Dead’s legendary September 1978 run at the Sound & Light Theater, outside Cairo, nestled in the dunes just a short mummy-walk from the Great Pyramid and the mysterious Sphinx. Then, Dead Heads had to endure the long, restless weeks between the announcement of the release and when they could actually order it. Well, ring them bells, because the wait is over! This beautiful and historic package, Rocking the Cradle: Grateful Dead, Egypt 1978, which includes two exceptional music CDs and a DVD with over 95 minutes of concert footage from the Egypt shows (plus an impressionistic “Vacation Tapes” mini-documentary that shows the band and Dead family at play) is now available. Much has been written about this storied adventure: About the band’s long-standing desire to play in “places of power,” as Phil put it years ago… The incredible logistical gymnastics necessary to get permission for this strangest of American rock bands to bring their peculiar alchemy to the cradle of the ancient world… The huge, scattered caravan of crazies that descended on Cairo from the U.S. and Europe, drawn to the desert by some irresistible force… The sheer magnitude of shipping in tons of sound equipment, setting up in 110-degree heat, maxing out the local power grid, trying to turn the King’s Chamber in the Great Pyramid into an echo chamber (alas, Osiris would have none of that!)… The wondrous interplay at each of the three concerts between Nubian drummers and singers and the Grateful Dead… The miraculous final show, during a total lunar eclipse… The synchronicity of that last show and the signing of a peace treaty between Egypt and Israel… Magical horse and camel rides under the desert moon…Trips up and down the Nile… High adventure at every turn!

The three Egypt concerts—September 14, 15, 16, 1978—were captured on a 24-track tape recorder with an eye towards putting out a live album to help defray the (considerable) cost of the expedition. When the Dead got home, however, they discovered that the tapes of all of the first night and part of the second were not useable because of technical problems. Then the band got wrapped up in finishing their Shakedown Street album (begun before the Egypt venture), and soon the notion of putting out the Egypt album lost its momentum. But just as Howard Carter and all those other explorers in the ’20s and ’30s couldn’t stay away from the tombs in the Valley of the Kings, the Dead weren’t about to let those Egypt multitracks stay buried by the sands of time. Next thing you know there’s a phone call to ace GD mixer Jeffrey Norman and he and vaultkeeper David Lemieux discover that despite the problems with the first night’s tapes, there’s still lots of great material available from nights two and three, including: a dynamite “Shakedown Street” (just the second live version ever), “Truckin’,” an exquisite “Stella Blue,” “Eyes of the World,” fresh takes on then-new songs such as “Stagger Lee” and “I Need A Miracle,” and the hypnotic Egyptian tune called “Ollin Arageed” that features Hamza El Din and other percussionists, who are then joined by the Dead for a jam into “Fire on the Mountain.” Wow!

And the concert video, though rough around the edges in places, is quite a revelation as well. Not only does the DVD include many of the best tunes on the CDs—you’ll dig seeing Jerry do some pretty energetic thrashing here and there—it contains two songs not on disc—“Bertha” and “Good Lovin’.” The concert material has been mixed in both stereo and surround sound, with two listening options: DTS 5.1 and PCM Stereo. The beautifully designed booklet (with cover inspired by the late, great Alton Kelley’s Egypt 1978 tour poster) contains a revealing essay by longtime Ice Nine Publishing chief (and Egypt trip co-organizer) Alan Trist, and many rare photos. All that’s missing is sand, the smell of camels and some 'hubbly-bubbly'"!

Die komplette Setlist:

Disc 1
1 Jack Straw - 6:44   
2 Row Jimmy - 11:46   
3 New, New Minglewood Blues - 6:26   
4 Candyman - 7:29   
5 Looks Like Rain - 8:52   
6 Stagger Lee - 7:29   
7 I Need a Miracle - 5:45   
8 It's All Over Now - 7:39   
9 Deal - 7:03   

Disc 2
1 Ollin Arageed - 6:56   
2 Fire on the Mountain - 14:05   
3 Iko Iko - 7:03   
4 Shakedown Street - 15:30   
5 Drums - 3:31   
6 Space - 2:26   
7 Truckin' - 10:14   
8 Stella Blue - 8:18   
9 Around and Around - 8:21   

Disc 3 - DVD (Live Concert Film)
1 Bertha
2 Good Lovin'
3 Row Jimmy
4 New, New Minglewood Blues
5 Candyman
6 Looks Like Rain
7 Deal
8 Ollin Arageed
9 Fire on the Mountain
10 Iko Iko
11 I Need a Miracle
12 It's All Over Now
13 Truckin'
14 The Vacation Tapes (kleiner Film über den Trip)

Art-Nr.: 5996
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 28,90

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Krauss, Alison - a hundred miles or more: a collection [2007]
Alison Krauss' neues Album ist ist ein mit 16 großartigen Songs randvoll gepackter Sampler (67 1/2 Minuten Spielzeit) mit Material aus den letzten 10 Jahren plus 5 brandneuen Stücken - und doch ist es etwas ganz Besonderes! Viele Anhänger der Bluegrass-Ikone erinnern sich sicher noch an das Jahr 1995 zurück. Auch damals erschien schon einmal ein Album mit dem Untertitel "A collection" (der eigentliche Albumtitel war "Now that I've found her"), das mit Liedern wie dem Titelstück und "When you say nothing at all" schließlich den absoluten Durchbruch für Alison Krauss bedeutete. Sie machte Bluegrass-Musik populär wie keine andere, heimste unzählige Grammys und Awards ein, wurde zum Weltstar. Vielleicht kann man "A hundred miles or more", wieder mit dem Untertitel "A collection" versehen, als so etwas wie eine Fortsetzung des seinerzeitigen Erfolgswerkes betrachten. Enthalten sind neben den eingangs bereits erwähnten 5 neuen Tracks 11 "seltenere" Songs, die nicht auf regulären Alison Krauss-Alben enthalten sind, sondern ausschließlich auf Werken anderer Künstler, mit denen sie für deren CD einmal ein Duett aufgenommen hatte, aus diversen Soundtracks oder Tribute-Alben! Das Material stammt samt und sonders nicht aus dem Fundus der Aufnahmen mit ihrer Hausband "Union Station", wenngleich immer wieder einige Mitglieder dieser fantastischen Truppe als Begleitmusiker mit am Start sind. Ein Großteil der Songs dokumentiert zudem, daß sich Alison Kraus unterdessen einem weit größeren Genre als dem Bluegrass geöffnet hat. Folk, Americana, Traditional Country, Mainstream Country, Contemporary Country, Blues, Pop - all das spielt hier, neben ein paar Bluegrass-Titeln, eine dominante Rolle. Und sie verzaubert all diese Stilrichtungen mit ihrer unvergleichlichen Stimme, verleiht ihnen eine unwiderstehliche Magie! Das Album startet mit der wunderbaren, sehr gefühlvollen, Piano-getränkten Country-Ballade "You're just a country boy", die ein dezentes, feines Blues-/Swing-Feeling versprüht. Klasse hier das unaufdringliche Gitarrenspiel von Ron Block, der diesmal die akustische in eine elektrische Gitarre eingetauscht hat. Es fogt die glasklare, frische, herrlich transparent instrumentierte, von einer traumhaften Melodie geprägte Country-Pop-Nummer "Simple love", die Alison mal wieder dermaßen faszinierend vorträgt, daß einen geradewegs ein Gänshaut erzeugendes Gefühl vollkommener musikalischer Harmonie überkommt. Tolles Zusammenspiel von Klavier (Gordon Mote), Lap Steel Guitar (Jerry Douglas), Electric Guitar (Ron Block) und Schlagzeug (Abraham Laboriel jr.)! Brillant! Dann ein großartiger Ausflug in die Welt des Acoustic Folk/Americana mit dem starken "Jacob's dream" (klasse Mandolinenspiel von Sam Bush, wunderbar dezente Hammond Orgel im Hintergrund - Alison singt ungemein kraftvoll), gefolgt von dem spirituellen "Away down the river"! Alle diese vier Stücke sind brandneue Tracks! Es folgen Highlights wie die seltene, herrlich lockere und melodische Bluegrass-Nummer "Sawing on the strings" aus "CMT's 2004 Flame Worthy Video Award Show" (toller Harmonie-Gesang von Sam Bush, klasse Dobro von Jerry Douglas), "Down to the river to pray" aus dem berühmten "O brother, where art thou?"-Soundtrack, die betörend schöne Fassung des irischen Folk Traditionals "Molly Bán (Bawn)" aus dem 2002er Chieftains-Album "Down the old plank road (the Nashville sessions)", "How's the world treating you" aus dem Louvin Brothers-Tribute "Livin', lovin', losin'", der Riesen-Hit "Whiskey lullaby", den sie zusammen mit Brad Paisley hatte (von dessen "Mud on the tires"-Album), "The scarlet tide" und "You will be my ain true love", beide aus dem "Cold mountain"-Soundtrack, usw.! Besonders erwähnenswert sind sicher noch zwei tolle Nummern, die sie brandaktuell im Duett zusammen mit dem alten Mainstream Rock-Recken John Waite eingespielt hat: Zum einen ein wunderbares, knackiges Remake von dessen Superhit "Missing you" (sehr erfrischende, mit Nashville-Musikern eingespielte Version - die beiden Stimmen harmonieren prächtig miteinander), die ursprünglich auf Waite's neuem Soloalbum erschienen ist, und zum anderen eine Coverversion der alten Don Williams-Schnulze "Lay down beside me", die die beiden als herrliche Country-Pop-Ballade explizit für dieses Album aufgenommen haben (feines Lap Steel-Spiel von Jerry Douglas)! Ein tolles, genauso interessantes wie musikalisch erstklassig bestücktes Album einer charismatischen, vielseitigen, genauso begnadeten wie vielseitigen Musikerin. Alison Krauss, das bedeutet auch auf der neuen "Collection": Genuß pur!

Art-Nr.: 4851
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Simple love
Jacob's dream
Sawing on the strings
Missing you

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Lonestar - mountains [2006]
Berge haben sie in ihrer über zehn Jahren währenden Laufbahn bereits versetzt. Das texanische Quartett Lonestar (Ritchie McDonald, Michael Britt, Dean Sams und Keech Rainwater) zählt mit seinen millionenfach verkauften CDs zu den festen Größen im Geschehen rund um Music City. Auch ihr neues Werk "Mountains" wird diesen Trend wohl fortsetzen. Man ist in der komfortablen Situation, interpretationstechnisch ohnehin mit viel Talent gesegnet, sich seit geraumer Zeit das Beste vom Besten in Sachen Produzenten, Songwritern und Begleitmusikern leisten zu können. Also, was soll da schon großartig schief gehen? An den Reglerknöpfen saß diesmal der prominente Mark Bright (Rascal Flatts, Carrie Underwood, Brad Paisley, BlackHawk etc.), kompositorisch involviert ist, neben Ritchie (3x) und Dean (1x), alles, was Rang und Namen in der Szene hat (Wendell Mobley, Neil Thrasher, Brett James, Craig Wiseman, Tom Shapiro etc.). Hochkarätige Musiker wie Tom Bukovac, Gordon Mote, James Lowry, Eric Darken, Wes Hightower, usw. sind darüber hinaus zusätzliche Qualitätsgaranten, was die instrumentelle und gesangstechnische Ergänzung betrifft. Im Gegensatz zur letzten Scheibe "Coming Home" hat man bei "Mountains" den Fokus wieder verstärkt auf die Balladen gerichtet. Aber auch einige flottere Sachen, wie der Country-Party-Rocker "Cowboy Girl" (klasse Fiddle/E-Gitarre), das knackige "One Of These Days" (gab es auch schon mal von Trace Adkins) oder "Careful When You Kiss Me" (ebenfalls durch Andy Griggs auf seinem letzten Album vorgetragen) dienen sporadisch zur Auflockerung des Gesamtgeschehens. Die beiden letztgenannten Stücke erhalten durch Ritchie McDonald's wesentlich weichere Stimme einen ganz anderen Teint. Zentrum des Albums ist aber eindeutig der Titelsong: Eine wunderschöne Melodie im Midtempobereich, sehr feine Instrumentierung mit Akustik-, E-Gitarre und Mandoline, ganz dezentes Steelguitar-"Pfeifen", ein im Verlauf des Stückes kräftiger und emotionaler werdender Refrain mit sehr aufrüttelndem, gutem Text aus der Feder von Bandleader Ritchie McDonald. Einfach klasse. Die Nummer steht bereits unter den ersten Zwanzig der Billboard-Country-Singles-Charts, mit steigender Tendenz. Wie bereits erwähnt, bewegt man sich bei den restlichen sieben Stücken weitestgehend im professionell, modern instrumentierten, sehr emotional besungenen Balladen-Bereich (vor allem in den Refrains), wobei es textlich (wie auch bei "Mountains") teilweise recht ernst zur Sache geht ("Long Lost Smile", "What She Had To"). Beim abschließenden "Always In The Band" (pianogetränkt, Harmonika-Fills) lässt dann Frontmann McDonald noch mal viel persönliche Note einfließen. Mit "Mountains" haben Lonestar wieder ihren gewohnt routinierten Mainstream-Country abgeliefert. Prima Stoff für die etatmäßige Klientel der Band mit dem Titelsong als absolutes Highlight! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4528
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Louisiana's LeRoux - one of those days [2020]
Das war nicht unbedingt zu erwarten, umso beigeisterter sind wir. Welch ein wunderbares, ja geradezu famoses Southern-/Jam-Vergnügen der legendären Band aus Baton Rouge! Seit mehr als 40 Jahren, seit ihrem riesigen Hit "New Orleans Ladies" aus dem Jahre 1978, geistern Louisiana's LeRoux mehr oder minder auffällig auf unserem Radar herum, um nun, nachdem man rund 10 Jahre so gut wie gar nichts von ihnen gehört hat, mit ihrem nunmehr siebten Album "One of those days" ein wahres Prachtteil rauszuhauen, das tatsächlich alles bisher Dagewesene dieser Truppe klar in den Schatten stellt. Nach vielen Umbesetzungen im Laufe der Jahre scheint das heutige, 8-köpfige Line-Up der Band zu 100% zu passen. Neben den beiden einzigen Originalmitgliedern Tony Haselden (lead & rhythm guitars, slide guitar, backing vocals) und Rod Roddy (piano, backing vocals) sind das Jeff McCarty (lead vocals), Jim Odom (lead & rhythm guitars, backing vocals), Nelson Blanchard (hammond organ, backing vocals), Joey Decker (bass, backing vocals), Randy Carpenter (drums) und Mark Duthu (percussion). Die Jungs verstehen sich blind, spielen zusammen wie aus einem Guß. Auf der Basis unwiderstehlicher Grooves fabrizieren sie ein hinreißendes "Gumbo" aus lupenreinen Southern Rock-, Jamrock-. und Blues-Zutaten, verfeinert mit Louisiana-typischer Swamp- und Creole-Würze, das vor allen Dingen die Jamrock- und Southern Rock-Gemeinde, aber auch die Gitarrenliebhaber in eine seelige Hochstimmung versetzen dürfte. Lässige, lockere, hingebungsvolle Spielfreude prägt das Songmaterial, genauso wie "free jammngs", herrliche Melodien und grandiose, ausgedehnte, virtuose, von traumhaft lockerer Fingerfertigkeit bestimmte Gitarrenläufe und -soli (Einflüsse von Dickey Betts, Jerry Garcia und Lowell George sind durchaus spürbar), inklusive Twin Leads. Die Musiker verstehen ihr Handwerk aus dem "Eff-Eff" und gehen voller Leidenschaft und Seele zu Werke. Ihre Louisiana-Herkunft, genauso wie ihre Southern-Roots im Allgemeinen sind während des gesamten, im übrigen vom "alten Hasen" Jeff Glixmann erstklassig produzierten Werkes zu jeder Sekunde spürbar. Der Reigen startet mit dem geradezu genialen Titelstück "One of those days", einem famos groovenden (großartige Percussion), ungemein lockeren, traumhaft frischen und melodischen, aber, vor allem in seinen Instrumentalmomenten auch völlig zwanglos und "lässig luftig" jammenden Southern Rocker, der einen bereits nach wenigen Sekunden bedingungslos in seinen Bann zieht. Das ist pure Magie! Schon in dem Moment während der Anfangssequenz, als der exzellent singende Jeff McCarty voller Authentizität und Überzeugung die Zeilen "I put on a pair of jeans and Deadhead T, throw a back-pack on the back seat, and I’m about to be long gone, way long gone", ist es um einen geschehen. Die ubeschwerte Reise in die Welt der Musik von Louisisana's LeRoux hat begonnen, die Leichtigkeit und das an alte Hippietage erinnernde Jam-/Southern-Feeling hat einen gepackt. Man höre nur die herrlichen, endlosen, an The Allman Brothers Band (Dickey Betts) und Grateful Dead (Jerry Garcia) erinnernden Gitarrenläufe mit den beiden, herausragenden Soli (inkl. vereinzelter Twin Leads-Momente), die großartigen Orgelklänge und einfach diesen umwerfenden "Flow". Meisterhaft! Man weiß jetzt schon, bei diesem Album wird nichts mehr schief gehen - und so ist es auch! Die nächste "Killer"-Nummer folgt mit dem fabelhaften, sehr "soulful" performten, mit einem wunderbaren Muscle Shoals-Feeling umwobenen "No one's gonna love me (like the way you do)", das abermals mit einer fantastischen Melodie und einem ebensolchen Groove punktet. Die grandiosen Lead Gitarren der beiden Saitenkünstler (schöne Twin Lead-Passage, "pure southern" Gitarrensolo) in Verbindung mit prächtigen Orgel- und (Wurlitzer)Piano-Klängen im Hintergrund bestimmen das instrmentelle Geschehen. Eine tolle Nummer, die wohl auch hervorragend in das Repertoire von JJ Grey & Mofro passen würde. Das würzige "Lucy Anna" (man beachte die geschickte Wortspielerei mit dem Songtitel und dem im Bandnamen vorkommenden US-Bundesstaat) hingegen strotzt nur so vor Little Feat-Genen, und zwar zu deren absolut besten Tagen (irre starker Groove, klasse Melodie, prächtig klimperndes Piano). Einerseits sehr kernig, recht straight und riffig rockt das folgende "Don't rescue me", andererseits haben wir auch hier wieder die wunderbaren, unbeschwerten Southern-/Jam-Passagen. Enthält ein schön erdiges, sattes Gitarrensolo mit anschließender, großartige Dual Lead-Passage. Das kraftvolle "Nothing left to lose" kommt schön böuesrockig, das genüßlich zwischen einer tollen Lockerheit und kräftigeren Momenten wechselnde, jammige "The song goes on" besticht mit herrlichen Gitarrensoli, während sich der bärenstarke, überaus melodische, knapp 7-minütige, southern-fueled Jamrocker "Lifetime (Redux)" (hier handelt es sich um eine völlig umarrangierte Neueinspielung einer Nummer ihres 1983iger Werkes "So Fired Up)" in einem unwiderstehlichen, schier endlosen Groove mit ebenso endlos erscheinenden Gitarrenläufen verliert. Das virtuose Solo gegen Ende der Nummer ist etwa 3 Minuten lang. Die beiden finalen Tracks dieses meisterhaften Albuns bilden schließlich das in der Tat sehr heiße und "pikante", funky Instrumental "Sauce Piquante", sowie eine feine Neueinspielung ihres oben bereits erwähnten, alten Hits "New Orleans Ladies" (Gast an der Gitarre: Tab Benoit). Louisiana's LeRoux haben sich mit ihrem neuen Album "One of those days" geradezu selbst übertroffen. Stärker waren sie nie zuvor! Dieses Werk ist ein absoluter Southern Rock-/Jamrock-Leckerbissen! Einfach wundervoll! Von dieser Qualität dürft ihr gerne noch einige Werke mehr veröffentlichen, Jungs - und nicht wieder 10 Jahre warten! Davon kann man einfach nicht genug bekommen...

Das komplette Tracklisting:

1. One of Those Days - 6:07
2. No One's Gonna Love Me (Like the Way You Do) - 4:20
3. Lucy Anna - 3:40
4. Don't Rescue Me - 4:34
5. After All - 4:25
6. Nothing Left to Lose - 4:45
7. The Song Goes On 4:36
8. Lifeline (Redux) - 6:56
9. Sauce Piquante- 3:20
10. New Orleans Ladies (feat. Tab Benoit) - 4:51

Art-Nr.: 10111
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
One of those days
No one's gonna love me (like the way you do)
Lucy Anna
Don't rescue me
Nothing left to lose
The song goes on
Lifeline (Redux)

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Robert Jon & The Wreck - shine a light on me brother [2021]
"Southern flavored, blues rock & roll and hints of 70’s rock", der einen nicht mehr aus dem Schwärmen kommen lässt. Unglaublich! Wo ist das Limit dieser Band? Letztes Jahr waren sie mit dem fantastische Album "Last Light On The Highway" am Start und man dachte, diese musikalische Höhe werden sie kaum noch einmal übertreffen können - und nun hauen sie dieses umwerfende, neue Werk "Shine A Light On Me Brother" raus. Wieder eine Weiterentwicklung, noch mal eine Stufe höher - Robert Jon & The Wreck aus Orange County/California sind nicht zu stoppen. Bravouröse Songs der Extraklasse schütteln sie aus dem Ärmel, als wäre es gar nichts. Satte Gitarren, herrliche Slide, himreißende Soli, bärenstarkes, variables Songmaterial, wunderbare Melodien, auch mal ein rootsiges Countryrock-Flair, dann wieder die Nähe zum Jamrock, ein Schuß Soul und Blues, ein erdiger, satter Sound (bei drei/vier Songs erzeugt die geschickt und wohl temperiert eingesetzte Bläserfraktion "504 Horns" aus New Orleans zusätzlichen Druck und Hitze, zudem glänzen Joe Bonamassa's Backing-Damen Mahalia Barnes, Prinnie Stevens und Juanita Tippins mit herausragendem Background Gesang) - kaum eine andere Band schafft es, ursprünglichen "grit", Natürlichkeit, spürbare, jammige Spielfreude und wunderbare Harmonien mit solch einer Selbstverständlichkeit und Perfektion, in einem dermaßen unwiderstehlichen, natürlichen, erdigen Southern Rock-Gewand zusammenzuführen. Robert Jon Burrison - lead vocals, guitars (großartige, kraftvolle Stimme), Henry James Schneekluth - lead guitar, slide guitar, vocals, Steve Maggiora - keyboards, sowie die exzellente Rhythmussektion, bestehend aus Andrew Espantman - drums, vocals und Warren Murrel - bass, vocals, verstehen sich mittlerweile nahezu blind in ihrem Zusammenspiel. Allein dieser grandiose Gitarrenzauber des jungen, fantastisch aufspielenden Henry James und Steve Maggiora's begnadetes, klimperndes Piano- (die Inspiration von Lynyrd Skynyrd's legendärem Billy Powell ist deutlich erkennbar) und Orgelspiel sind ein Hochgenuß. Los geht's mit purer Dynamik, Leidenschaft und Power. Das Titelstück des Albums, "Shine a light on me brother", steht auf dem Programm - was für ein kochender, bluesiger, dezent Gospel-inspirierter Roadhouse-/Southern Rock-Hammer! Mächtige, satte Gitarrenriffs, furios kilmperndes Piano, ein teibender, schwerer Groove, hinreißende Slideguitar-Licks (inkl. glühendem Solo), Robert Jon's exzellenter Gesang - und dann, plötzölich, nach der ersten Strophe, tritt die Band mit einem starken Tempowechsel voll aus's Gaspedal und implementiert ordentlich heiße Bläser-Fills und tierische, weibliche Background Vocals. Die sprichwörtliche "Hütte" brennt. Und über allem: eine beeindruckende, großartige Melodie. Ein mitreißender Auftakt! Was kann jetzt noch schief gehen? Nichts! Und so kommt es auch. Eine bravouröse Nummer folgt der nächsten. Zum Beispiel der schön funky groovende, jammige, abermals voller Energie steckende, melodische, satte Southern Rocker "Everyday" (zwei zündende Gitarrensoli, tolle Percussion, prächtiger Background Gesang, irre starkes Pianospiel), der hoch melodische, fantastisch arrangierte, kernig und "catchy" nach vorn rockende Gitarren Southern-/Heartland Rock-Knaller "Ain't no young love song" (traumhafte Harmonies, wunderbar ins Ohr gehender Refrain, super Gitarrenarbeit von Henry James), der begnatete, ungemein gefühlvolle, dennoch durchaus knackige, fesselnde Soul-Blues "Chicago" mit seinen hinreißend passenden Bläsern und dem tollen Groove, die traumhaft schöne, ein gewisses Southern Countryrock-Flair ausstrahlende, mit feinen- Orgel- und Piano-Klängen, sowie exzellenter Slideguitar (starkes Solo) veredelte Ballade "Hurricane", das schön lockere, Country- und Southern Rock-Charakteristika geradezu perfekt vereinende "Desert sun" (die Nummer fühlt sich an, als sei sie aus einer imaginären, gemeinsamen Siebziger Jahre-Session der Eagles, The Marshall Tucker Band und The Outlaws entsprungen, fabelhaftes Slideguitar-Solo von Henry James), die packende, fette, hymnische Southern Rock-Ballade "Brother" (umwerfendes, glühendes Gitarrensolo), ehe das Album mit dem temporeichen, eine Menge gute Laune verbreitenden, furiosen, southern-rocking Partyfeger "Radio" in absoluter Hochstimmung ausklingt. Die Folge: Grenzenlose Begeisterung - nicht nur bei der Southern Rock-Gemeinde! Ein Album voller Suchtpotential! Diese Musik berauscht! Was für eine großartige Band! Längst hätten Robert Jon & The Wreck ein deutlich breiteres Publikum verdient. Pete Francis vom unabhängigen, amerikanischen Webzine "Blues Rock Revue" sagt darüber und über das Album: "This is one of the best blues rock band’s in the world today. The musicianship is topnotch, the songs are great, and this is a band that can be appreciated by a wide variety of listeners. 'Shine A Light On Me Brother' is Robert Jon and the Wreck’s best album to date which is saying a lot. It’s a great album from start to finish". 100% Übereinstimmung!

Das komplette Tracklisting:

1. Shine a Light on Me Brother - 3:57
2. Everyday - 4:27
3. Ain't No Young Love Song - 3:20
4. Chicago - 4:45
5. Hurricane - 5:19
6. Desert Sun - 4:12
7. Movin' - 4:45
8. Anna Maria - 4:45
9. Brother - 4:26
10. Radio - 3:11

Art-Nr.: 10382
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Shine a light on me brother
Everyday
Ain't no young love song
Chicago
Hurricane
Desert sun
Brother
Radio

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Rogers Band, Randy - rollercoaster [2004]
Das Potential in Texas an außergewöhnlich starken Countryrock-Bands scheint unerschöpflich zu sein! Die aus der Gegend um Sam Marcos im Südwesten des Lonestar State's stammende Randy Rogers Band ist in der Texas Americana-Szene in aller Munde und wird dort bereits als das nächste "große Ding" gehandelt. Die Fanbase wächst wie im Fluge! Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn in der Tat beweist das Quintett auf ihrem bereits zweiten Studioalbum "Rollercoaster" auf ebenso eindrucksvolle wie gekonnte Art und Weise, daß die Riege um solche Bands wie Cross Canadian Ragweed, Wade Bowen & West 84, Chris Knight, die Mike McClure Band, Jack Ingram, Radney Foster & Co. (im übrigen kennt und schätzt man sich in dieser Clique eh schon seit langem) einen neuen, wichtigen und kompetenten Namen in ihren Reihen begrüßen darf: Randy Rogers und seine Freunde! Das ist mitreißender, herrlicher, schön staubiger, gleichzietig aber von wunderbaren Melodien geprägter, rootsiger "Red Dirt" Texas Countryrock in seiner ganzen Pracht! Bärenstark! Kein Wunder, daß es sich ein gewisser Radney Foster nicht hat nehmen lassen die Jungs unter seine Fittiche zu nehmen und das Album produktionstechnisch zu betreuen. Die hervorragende, lässige und etwas angeraute Stimme von Frontmann und Songwriter Randy Rogers liegt exakt im Grenzbereich zwischen Chris Knight, Steve Earle und Cody Canada (Cross Canadian Ragweed) und seine Songs sind durchweg von ähnlicher Klasse! Der satte, transparente, volle und immer staubig wirkende, rockige Sound wird dominiert von knackigen Rhythmen, würzigen, erdigen E-Gitarren und einer prächtig dazu passenden, niemals zu aufdringlich wirkenden Fiddle. Die Songs wirken rootsig, verlieren dabei aber nie ihre deutlichen Countrybezüge, versprühen zuweilen einen gewissen "Waylon"-like Outlaw-Charme, beinhalten oft eine herrliche "Highway"-Symbolik und charakteriesieren eindrucksvoll dieses "Red Dirt"-Countryrock-Feeling, wie es eben nur solche großartigen Bands aus Texas und Oklahoma zustande bringen. Wunderbar groovendes Schlagzeug und klasse E-Gitarren-Licks sind die Basis für die excellente Eröffnungsnummer "Down and out", einen astreinen, satten, staubigen, vollsoundigen, mit rotziigen, dreckigen Riffs durchsetzten, aber gleichzeitig höchst melodischen, flüssigen Midtempo-Co8ntryrocker, der sofort unmißverständlich die Klasse dieser jungen Truppe erkennen läßt und bereits nach dem ersten Stück klar macht, daß im Laufe dieses Albums überhaupt nichts mehr schief gehen kann. Und geanu so kommt es dann ja auch! Ein toller Song jagt den nächsten! In allerbester Chris Knight-Manier geht es mit dem knackigen, wieder von einer wunderbaren Melodie geprägten Roots-/Countryrocker "Somebody take me home" (im übrigen, wie 3 weitere Tracks eine Gemeinschaftskomposition von Randy Rogers und Radney Foster) weiter, der erneut einen prächtigen Gitarrensound offenbart, unterstützt von der klasse Fiddle von Brady Black! Eine absolute Killer-Nummer steht nun mit "This time around" auf dem Programm: Herrlicher Drive und eine herausragende Melodie prägen diesen traumhaften, staubigen, rootsigen "Red Dirt"-Vorzeige-Countryrocker, der wie geschmiert rockend aus den Lautsprechern tönt. Tolle Fiddle-Passagen ergänzen sich mit klasse Lead-Gitarrenläufen, inklusive energischer, fetter, dynamischer Wah-Wah-Spielereien. Das ist Texas-Countryrock voller Saft und Dynamik, wie ihn die Fans lieben! Co-Autor dieser Nummer ist übrigens Cross Canadian Ragweed's Cody Canada! Saustark! Weiter geht's mit der wunderschönen, von klasse Gitarren begleiteten, entspannten Americana-/Alternate Country-/Countryrock-Ballade "Love must follow you around", dem tollen, riffigen, an der Schnittstelle von Steve Earle, Chris Knight und Radney Foster agierenden Midtempo-Countryrocker "Lay it all on you" und dem frischen, flockigen, mit klasse E-Gitarren und einer tollen Melodie ausgestatteten New Country-Stück "Tonight's not the night", daß an alte, beste Foster & Lloyd-Tage erinnert. Sehr stark auch die Version der Randy Rogers Band von Cross Canadian Ragweed's "Again" in schön dreckiger und riffiger, rauer Ausprägung, die ganz traumhafte, hinreißende, von einem staubigen Outlaw-/Southern-Flair durchzogene Country(rock)-Ballade "They call it the hill country" (welch eine tolle Melodie, welch ein klasse Arrangement aus Gitarren und Fiddle) und das Waylon-like, wieder voller Outlaw-Countryfeeling steckende "Ten miles deep"! Enthält zusätzlich einen klasse "hidden track"! Ein "Hoch" auf die Randy Rogers Band! Willkommen im Kreis der texanischen Countryrock-Größen! Das sind 51 1/2 wundervolle, knackige, erdige, staubige, melodische, lebendige Roots-/Americana-/Countryrock-Minuten, die einem nicht mehr aus dem Sinn gehen. Da blüht das Countryrock-Herz auf!

Art-Nr.: 2711
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Down and out
This time around
Tonight's not the night
They call it the hill country
Ten miles deep

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