Artikel 1 bis 15 von 151 gefundenen...

[1-15] [16-30] [31-45] [46-60] [61-75] [76-90] [91-105] [106-120] [121-135] [136-150] [151-165]

 
Abair and the Boneshakers, Mindi - the eastwest sessions [2017]
"She's hot"! Die in den USA höchst respektierte, mehrfach Grammy-nominierte, herausragende Saxophonistin Mindi Abair aus Saint Petersburg/Florida war bislang eher auf dem Jazz-Terrain zu Hause, doch mit ihrer neuen, exzellenten Begleitband, den Boneshakers liefert sie mit dem in den historischen Eastwest-Studios von Hollywood aufgenommenen, neuen Album "The Eastwest Sessions" nun ein musikalisch fantastisches, ungemein kraftvolles, kerniges, astreines "Powerhouse"-Bluesrock-Album mit Spuren von Soul, R&B, Rock bis hin zum Americana ab, das sie auch in diesem Genre nachhaltig etablieren wird. Neben ihrem genauso satten, wie virtuosen Saxophon-Spiel ist Mindi darüber hinaus eine großartige Sängerin und Songwriterin. Produziert hat das Album niemand geringerer als Kevin Shirley (u. a. The Black Crowes, Aerosmith und Stammproduzent von Joe Bonamassa und Black Country Communion). Großmeister und Gitarrenguru Joe Bonamassa ist dann bei einem Stück auch gleich als Gast mit dabei, und zwar bei dem umwerfenden, kernigen, rund 7-minütigen Blues-Knaller "Pretty good for a girl", bei dem sich Mindy auf ihrem "Sax" quasi die Lunge aus dem Hals bläst und Mr. Bonamassa mit einem genialen Gitarrensolo besticht. Toll, wie sich die beiden während des rund 4 1/2-minütigen Instrumentalfinishs ergänzen. Dazu gibt's prächtigen Gesang von Mindi. Irre starke Nummer! Aber das ist nur ein Beispiel für eine komplett saustarke Vorstellung der Protagonistin und ihrer super Band. Mal mit Gefühl, mal sehr rockig agieren die Musiker und Mindi spielt zum Teil, als ginge es um ihr Leben. Das komplette Songmaterial ist hervorragend strukturiert, durchzogen von einer prima Melodik. Das Zeug bleibt einfach prächtig hängen, versprüht ordentich Feuer und Speilfreude. Los geht's mit dem mächtig groovenden, ganz dezent funky angehauchten Power-Bluesrocker "Vinyl", in der Basis geprägt von großartigem Drumming und treibenden Basslines. Dazu kommen herrlich klimperndes Piano, starke Rhythmus E-Gitarre, Mindi's klasse Gesang und natürlich ein brennendes Sax-Solo im Break. Ganz heiße Nummer! Das kann man auch über das anschließende, mächtig kochende Instrumental "Not that kind of girl" behaupten. Auch hier brennt die Luft, nicht nur durch Miss Abair's furioses Sax-Spiel. Ein weiterer, schön straighter, bluesig groovender und mit einer feinen Melodie ausgestatteter Rocker folgt mit dem tollen "Play to win", bei dem erstmals auch der immer wieder stark aufspielende Lead Gitarrist der Boneshakers, Randy Jacobs, etwas dominanter in Erscheinung tritt und sich mit seiner "Chefin" einen klasse Solo-Schlagabtausch liefert. So geht das Stück für Stück auf höchstem Niveau weiter. Ob die wunderbar soulige, traumhaft schöne Ballade "Let me hear it from you" (den großartigen Lead-Gesang übernimmt hier Sweet Pea Atkinson), das packende, genauso straighte, wie jammige Instrumental "Freedom" (starkes Gitarren- und Saxophon-Solo). das fein groovrnde, gediegene "Done me wrong", bis hin zu der wunderbaren, flockigen, semi-akustischen, sehr melodischen Roots-/Americana-Nummer "I love to play my saxophone" (herrliche Mandolinen-Riffs, wunderbares Sax-Solo) - Mindi und ihre Jungs haben keinen Durchhänger. Diese, im übrigen überaus attraktive Blondine und ihre tolle Band verkörpern eine dermaßen erfrischende Bluesrock-Vitalität, das es die helle Freude ist. Hoffen wir jetzt schon, dass das nicht Mindi's letzter Ausflug in die Blues- und Rock-Gefilde war. Rock on, Mindi! Eine wahrlich beeindruckend starke Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Vinyl - 3:06
2. Not That Kind of Girl - 3:31
3. Play to Win - 4:06
4. Pretty Good for a Girl - 7:07
5. Let Me Hear It from You - 4:30
6. Live My Life - 3:30
7. Freedom - 4:51
8. Had to Learn the Hard Way - 4:32
9. She Don't Cry No More - 3:56
10. Done Me Wrong - 5:57
11. I Love to Play the Saxophone - 2:53

Art-Nr.: 9577
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Vinyl
Play to win
Pretty good for a girl
Let me hear it from you
Freedom
Done me wrong
I love to play the saxophone

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Allan, Gary - set you free [2013]
Der Mann aus Southern California mit einem neuen, hervorragenden Album. Lange haben wir ihn nicht mehr so gut gehört. Gary Allen gab sein Debüt bereits 1996 und zählt mit seinem 9. Studioalbum bereits zum Inventar der Szene. Trotz wirklich beachtlicher Erfolge (immerhin drei Nr.1-Hits), fortwährend exzellenter Alben und stetiger Major-Präsenz (Allan ist quasi seit Beginn bei MCA unter Vertrag) schaffte er es nie ganz, in den Kreis der ganz großen Superstars wie Tim McGraw, Kenny Chesney oder Keith Urban & Co. vorzustoßen. Seine Vorliebe für traditionellen "Bakersfield-derived Country" und auch seine etwas nach innen gekehrte Art (dafür liegt allerdings auch ein triftiger Grund vor: Seine von Depressionen geplagte Frau hatte 2004 Selbstmord begangen) standen ihm für den ganz großen Durchbruch immer ein wenig im Weg. Das könnte sich allerdings mit seinem neuen Album "Set You Free" gravierend ändern. Ein tolles, modernes New Country-Werk mit vielen starken, sehr abwechslungsreichen Songs, klasse produziert und natürlich von exzellenten Musikern eingespielt. Gary selbst hat fünf der Tracks mitkomponiert, sieben co-produziert, zum einen mit Greg Droman, der auch für das Vorgängerwerk "Get Off On The Pain" verantwortlich war, zum anderen mit Freund und Langzeitweggefährten Mark Wright. Den Rest übernahm Jay Joce, der schon Interpreten wie Eric Church und Little Big Town betreut hat. Zum ersten Mal spielt er auf einem seiner Longplayer Akustik- und E-Gitarre. Auch wenn sein neues Werk wieder voller Zitate steckt, die an seine verstorbene Frau erinnern, so ist diesmal aber eine deutlich positive Tendenz erkennbar. Es scheint, dass Allan den Verlust weitestgehend verarbeitet hat - eine Art spürbare Aufbruchsstimmung durchzieht dieses hervorragende Album. Dazu legte er mit der herrlich flockigen Single "Every Storm (Runs Out Of Rain)" (klasse Harmoniegesänge von Rachel Proctor) und einer derzeitigen Top-5-Platzierung (Tendenz steigend) einen Traumstart hin. Und die CD beinhaltet noch jede Menge weiterer Stücke, die entsprechendes Potential aufweisen, womit auch der komplette Silberling gute Chancen auf großen Chart-Erfolg haben sollte. Ganz stark direkt der von knackigen E-Gitarren getragene Opener "Tough Goodbye", der mit seiner starken Melodie sofort richtig Laune macht. Auch ein absoluter Hitkandidat. Gleiches gilt für die beiden kitschfreien Powerballaden (mit den typisch kräftigen Refrains) "You Without Me" (Richtung Jason Aldean) und "One More Time" (das Lied erinnert dezent an Diamond Rios gleichnamiges Stück), sowie das wieder von markanter Gitarrenarbeit getragene, rhythmische "Pieces" (schön rockiger Refrain). Aber es gibt auch jede Menge unkonventionelle Tracks, die einiges an Überraschungen aufweisen. "Bones" beispielsweise erweist sich als knochentrockener, fetter Southern Rocker, der auch Van Zant gut zu Gesicht stünde (Gary singt im Stile von Donnie Van Zant, klasse Bluesharp von Matt Warren, der auch stark beim Songwriting involviert war). Die teilweise etwas düstere "Crying in My Beer"-Ballade "It Ain’t The Whiskey" (mit weinender Steel im Refrain - Parallelen in den Strophen und im Aufbau zu Bleu Edmondsons "The Band Plays On") fesselt sehr und das mit dem deutlichen Stempel der Warren Brothers (beide haben das Stück mit Blair Daly komponiert) versehene "Sand In My Soul" ist im Refrain gar mit einer dezenten "Hotel California" Westcoast-Note behaftet. Das sehr relaxte "Hungover Heart" steckt voller Southern Soul - sher stark hier die typischen E-Gutarren-Fills. Die beiden außergewöhnlichsten Songs sind "No Worries" und "Drop". Erstgenanntes ist eine launige Mischung aus Country und Reggae (Marke Jimmy Buffet, Kenny Chesney - mit den obligatorischen Steel Drums), bei dem sofort der nächste Karibik-Urlaub am geistigen Auge vorbeifliegt (Blake Sheltons „Some Beach“ schlägt in eine ähnliche Kerbe), letztgenanntes Lied verbeugt sich vor Sachen wie Tennessee Ernie Fords "16 Tons" oder Randy Newmans "Leave Your Hat On" (bekannt durch Joe Cocker). sehr cool und leicht jazzig swingend von Nashvilles Parademusikern in Szene gesetzt. Den Ausklang bildet das überaus angenehme, mit Streicherbegleitung atmosphärisch aufgewertete "Good As New" (toll das raue Cello, dazu wieder herrliche Gitarrenarbeit). Gary Allan hat mit "Set You Free" schon ganz früh im Jahr ein heftiges Ausrufezeichen in Music City gesetzt. Es klingt frischer und knackiger als je zuvor. Das gesamte Songmaterial ist "erste Sahne“ und sehr kurzweilig. Dazu auch gesanglich eine Top Leistung von ihm. Selbst die unterschiedlichen Produzenten erweisen sich hier als außerordentlicher Glücksfall. So ist "Set You Free" noch viel mehr als ein echter persönlicher Befreiungsschlag. Hut ab für diese überragende Leistung, Mr. Allan! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Tough Goodbye - 3:14
2. Every Storm (Runs Out of Rain) - 3:46
3. Bones - 3:54
4. It Ain't the Whiskey - 4:20
5. Sand in My Soul - 3:19
6. You Without Me - 3:55
7. One More Time - 5:25
8. Hungover Heart - 3:48
9. No Worries - 3:18
10. Drop - 4:15
11. Pieces - 3:24
12. Good as New - 3:35

Art-Nr.: 8039
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
America - back pages [2011]
40 Jahre nach ihrem Debut sind sie wieder mit einem neuen Album am Start. Dewey Bunnell und Gerry Beckley, besser bekannt als America, beglücken uns mit einem wunderbaren Werk voller Coversongs, die sie über alles lieben und die für sie von entscheidender Bedeutung waren/sind. Stücke von Bob Dylan, James Taylor, Joni Mitchell, The Zombies, Simon & Garfunkel, Buffalo Springfield, Brian Wilson und vielen mehr in dem einzigartigen Gewand feinster, harmonischer, sonniger, lockerer Westcoast-Klänge. America klingen auf diesem Album wirklich wie zu ihren goldenen "Ventura highway"-, "A horse with no name"- und "Sister golden hair"-Zeiten. Großartig!

Das komplette Tracklisting:

1 America - 3:40   
2 A Road Song - 3:15   
3 Woodstock - 3:52   
4 Caroline No - 3:22   
5 Someday We'll Know - 3:37   
6 Sailing to Philadelphia - 4:57   
7 Crying in My Sleep - 4:41   
8 Time of the Season - 3:39   
9 Someting in the Way She Moves - 4:21   
10 On the Way Home - 2:37   
11 Til I Hear It from You - 3:45   
12 My Back Pages - 4:23

Art-Nr.: 7491
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Andrews, Jessica - now [2003]
Prima neues Album der jungen Jessica Andrews, die von den Kritikern ja gerne, etwas leichtfertig, in die Country "Teenie"-Ecke "abgeschoben" wird, womit man ihr eine gewisse Bedeutungslosigkeit unterstellt. Doch man sollte sie nicht allzu schnell "abstempeln", denn mit "Now" macht Jessica einen großen Schritt nach vorn. Auch sie ist älter und vor allen Dingen reifer geworden, was in ihrer Musik deutlich rüberkommt. Natürlich ist das eine "junge" Art von Musik, natürlich sind die Titel überwiegend sehr poppig, doch der amtliche Schuß Country ist bei fast allen Songs ganz klar spürbar - und das erfeulicherweise auch bei den Texten. An der Schnittstelle von Faith Hill, Shania Twain und Jo Dee Messina liefert sie ein absolut gelungenes Mainstream Nashville Countrypop-Album ab, das voll und ganz im Trend der Zeit liegt. Dabei würde man sich wünschen, daß eine Faith Hill sich auf Ihrem doch recht zerfahrenen "Cry"-Album manchmal noch solcher Songs bedient hätte, wie sie Jessica auf "Now" abliefert. Einer dieser Titel ist beispielsweise die prächtige Powerballade "I bring it to you". Manchmal ist Jessica's Sound auch gar nicht so weit von dem einer Michelle Branch weg, wenn diese sich mehr dem Country zuwenden würde. Im übrigen ist das gesamte Album schön knackig und kräftig in Szene gesetzt, sowohl die Uptempo-Stücke, als auch die Balladen. Produziert ist das Werk von Byron Gallimore (Faith Hill, Tim McGraw, Jo Dee Messina...), der natürlich die gesamte Nashville-Elite im Studio versammelt hat. Michael Landau, Kenny Greenberg, Brent Mason, Pat Buchanan (Gitarre), Paul Franklin (Steel), Glenn Worf (Bass), Steve Nathan (Keyboards), Aubrie Haynie (Fiddle), Stuart Duncan (Mandoline), Lonnie Wolson (Drums) und und und...! "Now" enthält ein paar wirklich erstklassige Nummern, wie zum Beispiel die erste Single "There's more to me than you", eine fetzige, peppige. Gitarren getränkte Uptempo Country-Pop-Nummer, etwas angerockt, die einen lahmen Gaul richtig in Schwung bringen kann. Ähnlich sieht es mit dem ebenso melodischen und knackigen "Sunshine and love" aus, ein prima "Sunshine Countrypop"-Song mit feinem Gitarrendrive und einem klasse Rhythmus. Ein absoluter Hit ist auch die wunderbare New Country-Ballade "When Gentry plays guitar", deren großartiges Arrangement aus flüssigem Klavierspiel, schönen Acoustic Gitarren und Mandoline ein gewisses Singer/Songwriter-Flair ala Mark Cohn's "Walking in Memphis" nicht leugnen kann. Klasse auch die herrliche Countryballade "Cowboys guarantee", ein Liebeslied über "wild and free" Cowboys, die die Herzen junger Damen brechen, die man aber niemals zum Bleiben bewegen kann, oder das mit feiner Steel angereicherte "They are the roses", wie auch das satte "To love you once". Darüber hinaus ist das Album mit 16 Songs (Track 16 ist ein "Hidden Track", und zwar eine orchestrale Version des Eröffnungsstücks) und 66 Minuten Spielzeit doch ordentlich vollgepackt. Jessica Andrews hat eine tolle, kräftige Stimme und wird immer besser. Wir werden sicher noch viel von ihr hören. "Now" jedenfalls wird sie auf der Erfolgsleiter weiter emporklettern lassen.

Art-Nr.: 1866
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bare Jr. - brainwasher [2001]
Nach "Boo-Tay" nun der zweite Kracher von Bare jr.! Verrückt und bärenstark! Bobby Bare jr. (Sohn der Nashville-Legende Bobby Bare) und seine drei Freunde zünden nach dem kurzen, lustigen orchestralen Intro ein wahres Rock'n Roll-Feuerwerk mit bissigen Texten, das sich im weitesten Sinne irgendwo zwischen alternate Country und Southern-Rock bewegt. Bare jr. haben zweifellos ihren ganz eigenen Sound, doch Einflüsse, bzw. Parallelen zu Dave Matthews, Steve Earle, Tom Petty, Jason, vor allem aber auch zu Drivin' N Cryin' sind nachvollziehbar. Druckvolle, powernde Gitarrenriffs, treibender Rhythmus, dazu die tolle, rotzige Stimme von Bobby, ausgezeichnetes Songmaterial und die pure Energie machen das Teil zu einem echten Hit. Sie sind laut, rockig, dreckig, wild, schräg, lustig, melodisch, frech, frisch, gefühlvoll, erdig... - halt einfach klasse! Sie sind eine der wenigen Bands dieses Genre mit einem Major-Deal. Hoffentlich klappt's auch kommerziell - es wäre ihnen zu gönnen, damit ehrlicher Rock'n Roll endlich auch in den Charts wieder ein wenig nach vorn kommt. Produziert hat Sean Slade (Uncle Tupelo, Hole...)! Toll!

Art-Nr.: 1016
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,84

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bates, Jeff - rainbow man [2003]
Neuer Stern am Nashville Mainstream Country-Himmel! Der in Mississippi aufgewachsene Jeff Bates gilt als ein Riesentalent in Sachen Country, ist er doch mit einer dem legendären Conway Twitty sehr ähnlichen, tiefen Baritone-Stimme voller Power ausgestattet, mit der er in seinen Songs gleichzeitig auf sehr angenehme Art und Weise sowohl Kraft als auch emotionale Wärme erzeugen kann. Und wie sagt es ein US-Kritiker: Er hat die gleiche Art "Darlin'" oder "Baby" in dieser vertrauten Tonlage zu singen, mit der einst der große Conway Twitty die Frauen verrückt machte. Wie dem auch sei, mit "Rainbow man" gelingt Jeff Bates ein vielversprechendes Debut bester, purer, klassischer Mainstream Countrymusic auf der Schiene John Michael Montgomery, Tracy Byrd, Mark Chesnutt, Darryl Worley, Blake Shelton & Co.! Immer wieder ist auch ein dezenter Outlaw-Touch zu hören. Gutes Songmaterial (Bates hat sämtliche Stücke mitkomponiert), bei dam alle auf ihre Kosten kommen - die Trucker, die Cowboys, die Linedancer, die Balladen-Liebhaber und auch die Freunde herzhafter Uptempo-Nummern. Die Instrumentierung ist typisch country, der Sound immer recht knackig und kraftvoll, auch bei den Balladen. Die Pop-Elemente bleiben außen vor, denn Jeff Bates bekennt sich (auch textlich) voll und ganz zu seiner Musik - und das ist eben unkomplizierter, reiner (New)Country! Zu den Höhepunkten zählen der dynamische Opener "Country enough", eine knackige, astreine Trucker-Country-Nummer, die die Cowboys gleich zum Tanzen einläd und ein Plädoyer für die Countrymusic darstellt, die flotte, flockige, wiederum schön knackige "Pure Country"-Nummer "Lovin' like that" mit ihrer schönen Fiddle, den tollen Twin E-Gitarren und der prima Melodie, die Ballade "I wanna make you cry", die klasse, gleichzeitig entspannend und kräftig rüberkommende Midtempo-Nummer "Your lovin' talks to me", das autobiografisch erscheinende, gefühlvolle "My Mississippi" , bei dem er über seinen musikalischen Werdegang erzählt, wie auch der klassische Outlaw/Honky Tonk-Heuler "My inlaws are outlaws" in bester Waylon/Hank jr.-Tradition. Die erste Single "The love song", eine kraftvolle Country-Ballade, die neben eingestzten Streichern auch von fetten E-Gitarren und einer feinen Steel geprägt ist, bewegt sich bereits in den oberen Regionen der Billboard Country Singles-Charts. Doch von diesem Album werden wohl noch weit mehr Hits abfallen. Um nochmal den Eröffnungssong zu zitieren: Ja, Mr. Bates, das ist "country enough"!

Art-Nr.: 1886
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Big Cat - same [2016]
"Big Cat incorporates Blues, Rock and R&B with a knockout punch!" Jawohl! Prächtiges Debut einer neuen, exzellent aufeinander abgestimmten "Supergroup" aus Austin/Texas, die uns mit einem kochenden Mix aus Blues, Funk, Soul, Rock und R&B beglückt. Für alle, die immer noch sehnsüchtig auf ein Comeback von Storyville warten, gibt es gute Neuigkeiten. Es steht zwar keine aktuelle Reunion an, aber deren gefeierter Lead-Sänger Malford Milligan hat ein neues Projekt mit einer neuen CD am Start, das sich aufgrund seiner tollen Besetzung auf absoluter Augenhöhe mit Storyville präsentiert, wenngleich die Musik von Big Cat noch mit ein paar mehr Funk-Elementen gespickt ist. Aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch, im Gegenteil: Diese Zeug ist schlichtweg heiß! Die hochkarätig besetzte Band wartet mit arrivierten musikalischen Schwergewichten auf: Bassist Roscoe Beck (Leonard Cohen, Jennifer Warnes), Drummer Les Fisher (The Boneshakers, Brothers Johnson, George Lopez), dem großartigen Keyboarder Stefano Intelisano (u. a. Patty Griffin, The BoDeans) und dem hier stark agierenden Gitarrist Dave Sebree (Double Trouble, Christopher Cross). Fronter Malford Milligan singt sich in bewährter Form wieder die Seele aus seinem Leib. Das Quintett verwöhnt den Hörer mit zehn tollen Songs, die nicht nur Storyville-Liebhabern satten Genuss bieten, sondern auch mit vielen kleinen Reminiszenzen an etablierte Rockmusikgrößen daher kommen. Der starke Opener "From Now On" swingt und groovt direkt lässig und ordentlich kochend mit einer herrlichen, an Gregg Allman erinnernden Hammond-Orgel und einer plusternden Bläser Section (u. a. John Mills, Kevin Flatt, Jon Blondell, Eric Johnson) vor sich hin. Dazu gibt es gleich ein ellenlanges, saftiges Blues-Gitarrensolo von Dave Sebree. Bester souliger Blues Rock zum Einstand! Die folgende, richtig flockige, lockere, dennoch schön kraftvolle Funk-/Soul-/Blues-Nummer "Under the bridge" besticht durch eine tolle Melodie und wird von Sebrees Slide-Führungsriff getragen. Die starke Background-Sängerin Lisa Tingle haucht Milligan sexy die Titelzeile und ihre "Uuhs"‘ entgegen. Intelsanos gluckerndes, fulminantes Orgel-Solo gegen Ende ist einfach nur klasse. Das dezent psychedelisch-poppige, dennoch straighte "Thief Of Hearts" lebt von Milligans typisch temperamentvollem Gesang und einem filigranen, Melodic Rock-tauglichen E-Gitarren-Solo Sebrees. "Stand Up Man" groovt wieder herrlich funky, schwül und knackig, kommt aber dennoch locker und sehr eingängig. Animiert unweigerlich zum Mitwippen und gar zum Tanzen. Hat viel Soul. Klasse hier Sebrees Wah Wah-Gitarre, die tierische Rhythmusarbeit und Stefano Intelisanos markantes E-Piano-Spiel und kurzes "Steve Winwood-Gedächtnis-Synthie-Solo".Die texanische Antwort auf Gary Moores "Still Got The Blues", "Any day Like Yesterday", schließt die erste Hälfte des Albums ab. Eine bluesig-soulige Ballade zum Niederknien mit toller Klavierbegleitung und feinem Gitarrensolo, bei der Milligan gesangstechnisch wieder einmal alles aus sich herausholt. Gänsehautgarantie! Das mit einer raunzender Orgel unterlegte "Ain’t That Sexy" hätte gut auf das Storyville-Album "Piece Of Your Soul" gepasst. Dazu gibt es wieder ein sattes Sebree-E-Gitarren-Solo. Zeit zum Entspannen offeriert das mit einem leichtem Reggae-E-Gitarren-Rhythmus bestückte "Nothing But Love". Schön hier erneut die einfühlsamen Bläser, die dem soulig-bluesigen Groover die Würze verpassen und das entspannte E-Gitarren-Solo von Dave Sabree. Ein weiteres Highlight auf einem durchgehend sehr starken Album ist das an Steely Dan angelehnte, furios jazzende "Katy Don’t Kill Me". Intelisano mit bestechendem Piano-Spiel, Becks "knallendes" Bass/Solo-Spiel und Milligans vokale Perfomance (mit eunuchenhafter Gesangseinlage) vermitteln authentisch den ungeheuren Spaß, der im Studio geherrscht haben muss. Ganz großes Kino ist "Trippin‘": Intelisanos fulminante "Smoke On The Water"-Orgel erweist im Studio Jon Lord alle Ehre und Sebrees heulendes E-Gitarren-Solo macht diesen Song zu einem, auf den Punkt gebrachten, straighten, dreckigen Rocker allererster Güte. Am Ende dieses grandiosen Werkes darf man sich bei dem hinreissenden Soul-/Blues-getränkten "Onward" noch einmal in der Tradition der großen Storyville-Balladen à la "Don’t Make Me Cry" verwöhnen lassen. Herrlich dieses wunderbare Piano-/Orgel-/Gitarrenarrangement - ein faszinierender Abschluß dieses tollen Werkes. Fazit: Man braucht bei Big Cat nicht wirklich die Katze aus dem Sack lassen. Ein Album, das den rauen Charme von Storyville durchaus wieder aufleben lässt, sich aber dank der tollen Musiker der Austin-Musik-Szene in Form von Intelisano-Keyboards, Sabrees fulminanter E-Gitarrenarbeit, der Southern-kompatiblen, weiblichen Backgroundgesänge Tingles, sowie der heissen Bläser-Zutaten deutlich flexibler, variabler und souliger gibt. Keine Frage, dieses Werk ist ein kleines Genre-Juwel. Scharfe Scheibe! Jawohl, we love this "Big (Hot) Cat"! (Daniel Daus / Jürgen Thomä)

Das komplette Tracklisting:

1. From Now On - 4:41
2. Under the Bridge - 3:57
3. Thief of Hearts - 4:16
4. Stand Up Man - 3:43
5. Any Day Like Yesterday - 6:13
6. Ain't That Sexy - 3:21
7. Nothing But Love - 4:40
8. Katy Don't Kill Me - 5:33
9. Trippin' - 3:36
10. Onward - 6:00

Art-Nr.: 9231
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
From now on
Under the bridge
Stand up man
Any day like yesterday
Nothing but love
Trippin'
Onward

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Big Wu, The - tool for evening [2004]
Viertes Studioalbum der großartigen Jamrock-Band aus Minneapolis mit der sie sich im Genre zwischen all den Deadheads, Phishheads, Moe.- und String Cheese Incident-Fans weiter etablieren dürften. Wie schon bei ihrem tollen Vorgänger "Spring reverb" bauen sie in die typische Jamband-Philosophie eine Vielzahl von tollen Melodien ein, die prächtig in den Ohren hängen bleiben. Doch diesmal verlassen sie dabei etwas mehr die Dead-ähnlichen Pfade. "Tool for evening" hat nicht diesen krstallklar frischen Sound des vorigen Werkes, sondern gibt sich deutölich rockiger, kantiger, ruppiger, vielfältiger, ja vielleicht auch etwas experimentierfreudiger. Doch, wie gesagt, dabei verlieren sie nie ihre bekanntermaßen hervorragenden Melodien und schon gar nicht ihre musikalischen Spannungsbögen oder immensen handwerklichen Fähigkeiten. Sie strahlen eine wunderbare Unbekümmertheit aus und strotzen nur so vor Spielfreude. Immer wieder hören wir ausgedehnte, sehr variantenreiche, herzhafte Gitarrensoli von Chris Castino oder auch mal die ein oder andere klasse Piano-/Keyboard-Einlage von Al Oikari - alles vor dem Hintergrund einer prächtig groovenden Rhythmus-Sektion um Basssmann Padre Pienbique und den sehr starken Drummer Terry VanDeWalker. Alle vier sind zudem excellente Sänger! Ein kurzer Überblick über die 10 Tracks: Es beginnt mit einer richtigen Spaßnummer. "Texas fireball" ist ein furioser Uptempo Rock'n Roller voller Party-Rock-Flair, sowohl mit tollem Klavier- als auch gro0artigem E-Gitarrensolo. Bei dem mit schöner Mandoline begleiteten, auf einem recht eingängigen, leicht poppigen Rhythmus basierenden "Stole my girlfriend" kommt die moderne Folkrock-Ader der Band zum Vorschein, während "Dog's dead" als dezent swampiger, sehr rootsiger Jamrocker aus den Boxen schallt, dessen feuriges, wahrhaft glühendes Slidegitarren-Solo die Gitarrenfreaks einfach nur begeistern wird. Dann das riffige, rotzige, fast hektisch fetzige "Middle of nowhere" mit seiner zollen Orgel-/Gitarren-Kombination, dessen dreckiges Gitarrensolo einen ordentlichen Southern-Drive aufzuweisen hat. "Ray Charles can see" wied von einem klasse, mit feinen Keyboard-Einlagen geprägten, Latin-/Reggae-Groove bestimmt, erneut angereichert mit einem hervorragenden, erdigen, ausgedehnten Gitarrensolo, während das über 7-minütige, lässige "Jazz 88", dem Titel entsprechend, von einem ellenlangen, herrlich lockeren, ungemein versierten "Grateful Dead meets Jazz"-like Gitarren-Jamming durchzogen ist. "Black rain" hat etwas Psychedelisches, das kurze, lustige "Kings of bass" steckt sogar voller "Bad ass-Rap"-Flair, ehe man anschließend, in völligem Gegensatz dazu, mit "I'm cryin'" einen herrlichen, mit wunderbarer Steelguitar getränkten, astreinen California-Retro-Countryrocker mit einer tollen Melodie anstimmt, um das Album schließlich mit dem starken, rootsigen "Lowdown" zu beenden. Sie haben in den USA bereits eine riesige Fanbase, die ihnen von Konzert zu Konzert folgt. Mit "Tool for evening" bestätigen sie auch im Studio einmal mehr ihre großen Fähigkeiten., die ihre Fanschar auch hierzulande stetig anwachsen lassen wird. Ein klasse Album! Allerbester Jamrock für die große "Bonnaroo"-Gemeinde? Haben sie auf diesem Festival eigentlich schon einmal gespielt?...- wenn nicht, wird's Zeit!....

Art-Nr.: 2576
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Texas fireball
Dog's dead
Middle of nowhere
Jazz 88
I'm cryin'

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Black Crowes, The - warpaint live [2009]
2 CD-Set! Die Black Crowes live in Los Angeles mit einer packenden Aufführung ihres kompletten "Warpaint"-Albums von vorn bis hinten! Viele Songs gibt's in jammigeren, längeren Versionen, voller Energie, Inspiration und diesem unwiderstehlichen Live-Spirit der "Krähen"! Hat mächtig Power! An der zweiten Gitarre ist North Mississippi Allstars-Gitarrist Luther Dickinson mit von der Partie, der ein paar gewaltig glühende, raue Slide-Parts abfeuert. Als "Zugabe" (Disc 2) spielen sie dann noch einige ihrer Klassiker sowie die ein oder andere Coverversion, u.a. eine großartige Fassung des Rolling Stones-Klassikers "Torn and frayed" und Eric Clapton's "Don't you cry"! Stark!

Die komplette Setlist:

Disc 1:
1.) Goodbye Daughters of the Revolution (5.20)
2.) Walk Believer Walk (4.56)
3.) Oh, Josephine (7.59)
4.) Evergreen (4.21)
5.) Wee Who See The Deep (7.36)
6.) Locust Street (4.15)
7.) Movin' On Down The Line (7.58)
8.) Wounded Bird (4.40)
9.) God's Got It (4.26)
10.) There's Gold In Them Hills (5.05)
11.) Whoa Mule (6.54)

Disc 2:
1.) Poor Elijah – Tribute To Johnson (Medley) (5.53)
2.) Darling Of The Underground Press (4.26)
3.) Bad Luck Blue Eyes Goodbye (7.57)
4.) Don't Know Why (5.17)
5.) Torn And Frayed (5.16)
6.) Hey Grandma (4.14)

Art-Nr.: 6353
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Blakeman, Shy - long distance man [2010]
5 lange Jahre nach dem vorzüglichen "The Southern Roots Revival" kommt der aus Wyoming stammende, schon vielerorts herumgekommene Shy Blakeman (lebte einige Jahre in Californien, dann in Kilgore/Texas und residiert aktuell in Nashville) endlich mit einem neuen Album, doch das Warten hat sich wahrlich gelohnt. "Long distance man" ist ein bravouröses Werk geworden, das den jungen Mann extrem gereift zeigt und von vorn bis hinten mit phantastischen Songs glänzt. Den Albumtitel des Vorgängers könnte man auch problemlos für das neue Album verwenden, denn er drückt klar und deutlich den Charakter und die Philosophie von Blakeman's großartiger Musik aus. Der Bursche hat irgendwie den Southern Rock im Blut - aber auch den Texas Outlaw-Country und den klassischen, Retro-Countryrock der goldenen Siebziger-Ära. Er möchte diesen "organic Texas Spirit" in seiner Musik zum Ausdruck bringen, ebenso wie "some L.A.-Countryrock-Roots" und vor allem auch einen "big taste of bluesy, swampy Southern Rock", sagt Blakemann. Und wie ihm das gelingt - einfach vorzüglich! Diese voller Seele und Würze steckende Mischung aus Roots-/Country- und Southern Rock mit ihrem Outlaw-Flair und "Renegade"-Charme übt auf den Zuhörer unmittelbar eine gewaltige Anziehungskraft aus, denn das Zeug bleibt nicht nur prächtig hängen, sondern wird auch, neben Blakeman's exzellentem Gesang, von einer Horde herausragender Musiker brillant in Szene gesetzt. Und schaut man mal auf das Line-Up der Instrumentalisten, wird noch einmal unmissverständlich klar in welche Richtung es hier geht: Marc Ford - Electric Guitar (ex-The Black Crowes), Audley Freed - Electric Guitar (ex-The Black Crowes, Cry Of Love), Doug Pettibone - Guitars, Dobro (u.a. Lucinda Williams), Kenny Vaughan - Electric Guitar (u.a. Rodney Crowell, Marty Stuart, Steve Earle), Jason Sutter - Drums, Ted Russell Kamp - Bass, Keyboards, Guitars, Trumpet, Akkordeon, Percussion (ex-Shooter Jennings' 357s), der das Werk auch hervorragend produzierte. Dem gesamten "Stab" gelingt eine einfach wunderbare, völlig natürliche Aufhebung der Grenzen zwischen staubiger Texas Roots-Musik, trockenem, klassischem Countryrock, Outlaw-Country und nahezu lupenreinem, oft schön swampigem Southern Rock! Inspirationen von Kollegen wie Waylon Jennings, Billy Joe Shaver, Poco, Wet Willie, The Black Crowes, The Charlie Daniels Band, The Allman Brothers Band und vor allem Lynyrd Skynyrd sind deutlich spürbar. Auch jüngere Veröffentlichungen, wie die der Brothers Of The Southland oder von Bo Bice passen recht gut ins Bild, wenngleich Blakeman's Musik doch noch ein deutlicheres Retro-Flair anhaftet. Das kommt einfach klasse! Tolle, erdige, Southern-fueled Lead-Gitarren und swampige, kernige Slide-Linien verzieren die Songs, ebenso wie die Klänge eines herrlichen, "verstaubten" Wurlitzer-Klaviers. Wie gesagt, wunderbar retro! Die Siebziger sind allgegenwärtig - und doch klingt alles sehr frisch und zeitgemäss. Los geht's mit dem großartigen, heissen, von einem tollen Waylon-Groove getragenen Outlaw-Countryrocker "Long distance man", dessen wunderbar funky wirkende, kurze Bläser-Fills der Nummer eine Menge Biss verpassen. Vollkommen locker, aber dennoch kraftvoll und dynamisch, kommt der anschliessende, schön flüssig dargebotene honky-tonkin' Roots-/Countryrocker "So many Honky Tonks" aus den Lautsprechern, dessen schönes, laues Southern-Feeling einem überaus geschmackvoll um die Nase weht. Es folgt eine phantastische Coverversion des alten Rusty Wier-Klassikers "Don't it make you wanna dance": Traumhafte Melodik, lockere, aber knackige Dynamik, wundervolles Slide-/Lap Steel-Spiel - ein Roots-/Countryrocker, wie er im sprichwörtlichen Buche steht. Hat erneut eine tiefe Southern-Seele. Klasse Piano-Geklimper! Ruhig, aber dennoch schwül, wird's bei "Dragob fly", einer prächtigen, semi-akustischen Roots-/Swamp-Nummer in einem klasse Banjo-/Acoustic Gitarren-/Akkordeon-/Slide-Gewand, der man, wüsste man es nicht besser, klar und deutlich eine Herkunft aus Louisiana bescheinigen würde. "Late night early morning" hat den Geist von The Band verinnerlicht, während Blakeman und seine Jungs in der Folge, zuunächst mit "Swamp water whiskey" und anschliessend mit "A quarter to three", zwei lupenreine, in vollster Blüte stehende, klassische Southern Rocker, die der besten Lynyrd Skynyrd-Ära entsprungen sein könnten, vom Stapel lassen. Der erste schön swampig mit feurig würzigen Riffs, dreckiger Lead Gitarre, starkem Wulitzer-Klavier im Hintergrund und weiblichem "soulful" Background-Gesang, der zweite mit einem charakteristischen Skynyrd-Groove, einem unterschwelligen Stones-Einschlag, heissen Bläser-Fills und einem brennenden, fetten E-Gitarren-Solo. Da kommt Freude auf! Danach wird die Power etwas runtergefahren. Die wunderschöne, ruhige, entspannte Country-/Americana-Ballade "Cannon ball" steht auf dem Programm. Fliesst mit ihren feinen Mandolinen- und Gitarren-Klängen, der hintergründigen Orgel-Untermalung, dem einsamen Dobro und dem sparsamen Percussion-Spiel locker, leicht und sehr natürlich in unsere Ohren. "Easy goin' woman" ist kerniger Texas Outlaw-/Roots-/Alternate Country an der Schnittstelle Waylon Jennings/Steve Earle und mit dem brodelnden, bluesigen, swampigen "Satin sheets" wird noch einmal mächtig gerockt (toller Groove, fiebrig glühendes Slide-Solo, dezenter Gospel-Touch). Es gibt auf diesem Album keinen Ausfall! Shy Blakeman und seine Mannschaft mit einem ungemein ambitionierten Werk! Retro-Country-/Roots-/Southern-Rock voller Herz und Seele! Wundervoll, wie Blakeman diese Musik in die heutige Zeit transportiert, wie er ihr, trotz aller Ursprünglichkeit, so viel Frische und Leben einhaucht, ohne auch nur einen Hauch an Authentizität einzubüssen. So muss man diese "Mugge" spielen! So lieben wir das! Das "Southern Roots Revival" des Shy Blakeman ist weiter auf dem Vormarsch...

Die komplette Tracklist:

1 Long Distance Man - 3:44   
2 So Many Honky Tonks - 2:46   
3 Don't It Make You Wanna Dance - 3:41   
4 Dragon Fly - 3:40   
5 Late Night Early Morning - 3:42   
6 Swamp Water Whiskey - 3:26   
7 A Quarter To Three - 3:59   
8 Cannon Ball - 3:30   
9 Old Folks Blues - 3:54   
10 Easy Goin' Woman - 3:13   
11 Livin' Proof - 3:49   
12 Satin Sheets - 3:43   
13 Save A Little Room - 4:45

Art-Nr.: 6939
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
So many Honky Tonks
Don't it make you wanna dance
Dragon fly
Swamp water whiskey
A quarter to three
Cannon ball
Easy goin' woman

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Blindside Blues Band - live at the crossroads ~ cd & dvd-set [2012]
CD & DVD-Set! Yeah! Ein Fest für die Gitarren-Enthusiasten! Michael Onesko und seine Blindside Blues Band live auf CD und vor allem auf DVD! Sind die Burschen stark! Der Gig vom 22.10. 2010 im Rahmen des Crossroads-Festivals in der Bonner Harmonie wurde vom Rockpalast-Team des WDR mitgeschnitten und gefilmt, und ist jetzt über das U.S.-Hauslabel der Band als CD- & DVD-Set erschienen. Jeweils knapp 80 Minuten geht hier vollends die Gitarren-Post ab! Ein sau rockiger, aber sehr Blues-orientierter, bärenstarke Auftritt der Truppe. 2 gnadenlos gut aufspielende Gitarristen, und eine ebenso fulminant agierende Rhythmus-Truppe - die Bonner Harmonie kocht! Der Auftritt zeigt eindrucksvoll wie gut die Band live ist. Leidenschaftlich, fingerfertig, hungrig und ausgelassen, mit viel Herz für diesen Volldampf-Bluesrock geht es zur Sache! Das ist ein fettes, Heavy Bluesrock-Gitarren-Gewitter voller "Wucht", aber auch voller musikalischer Finessen und übnerragender, ausgedehnter Soli und Saitenschlachten. Das sind fantastische Musiker! Sie Setlist ist hoch interessant und enthält auch seltenere Titel, wie zum Beispiel den Monster-Bluesrocker "Renegade" aus dem 1993iger Debut der Blindside Blues Band. Der Sound ist exzellent, die Bildqualität der DVD ebenso! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Die ultimative BBB "Live guitar attack"-Vollbedienung!

Die komplette Setlist (CD & DVD identisch; DVD mit Bonus-Footage):

1. Let The Blues Do The Healing (4.50)
2. Crying Shame (8.01)
3. Night Train (5.31)
4. Raised On Rock (5.20)
5. Born With The Blues (5.32)
6. Renegade (4.19)
7. Hot Shot (4.19)
8. Smokehouse Shuffle (4.46)
9. Bad Luck (5.59)
10. Crossroads (4.41)
11. Climb The Sky (5.08))
12. Mojo Highway (5.42)
13. Ramblin' On My Mind (10.38)

Art-Nr.: 7760
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Crying shame
Night train
Born with the blues
Renegade
Smokehouse shuffle
Climb the sky
Ramblin' on my mind

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bonamassa, Joe - had to cry today [2004]
Atemberaubend! Blues-/Bluesrock-Gitarrenakrobat Joe Bonamassa eilt von Höhepunkt zu Höhepunkt! Die Stärken dieses Knaben scheinen unbegrenzt zu sein! Gerade mal ein Jahr nach dem grandiosen "Blues deluxe" läßt er mit "Had to cry today" den nächsten, absoluten Knüller folgen! Man hat ihm schon bei den vorigen Werken attestiert, das Steigerungen kaum noch möglich seien, doch dieser unglaubliche "Guitarslinger" belehrt uns einmal mehr eines besseren. Noch reifer geworden (vor allen Dingen in gesanglicher Hinsicht war seine Leistung nie besser) besticht Bonamassa auf 11 herausragenden, für ihn typischen, von elektrisierenden und enthusiastischen Gitarrenläufen geprägten Blues-/Bluesrock-Nummern, die einen nicht mehr loslassen! Geprägt von den Einflüssen seiner großen Vorbilder, wie B.B. King, John Lee Hooker, Albert Collins, Robert Johnson oder Stevie Ray Vaughan, bereichert er seinen Stil diesmal mit wunderbaren Chicago-, Delta-, und auch British-Blues-/Rock-Bezügen, ebenso wie mit dem aus früheren Werken schon bekannten Southern-Flair. Sogar ein paar Roots-/Americana- und Country-Einflüsse fehlen nicht (zuweilen hören wir faszinierendes Acoustic-Gitarren-Spiel), was die Platte insgesamt sehr abwechslungsreich macht. Auch die bisweilen eingesetzte Hammond-Orgel macht den Sound angenehm transparent. Ein Sound der auf den Punkt genau, knackig produziert ist (Bob Held), der mal kocht, mal brodelt, mal regelrecht explodiert, druckvoll und sehr intensiv ist, höllisch rockt, zuweilen aber auch mal Raum für ruhigere und entspanntere Momente läßt! Begleitet wird Bonamassa, wie schon bei seinen drei Vorgängeralben auch, von dem fantastischen Drummer Kenny Kramme und dem ebenso starken Bassisten Eric Czar! Los geht's mit dem satt und hart rockenden, powernden, sehr rhythmischen, von rauen, leicht Southern eingefärbten Riffs geprägten, groovenden Uptempo-Knüller "Never make your move too soon", dessen glühendes Gitarrensolo sowohl Musiker als auch Zuhörer schnell auf die richtige Betriebstemperatur bringen. Doch mit der nächsten Nummer, "Travellin' south", gehen die Jungs noch einen Schritt weiter. Jetzt ist der Sidepunkt erreicht! Vollgas bis zum Anschlag heißt die Devise! Ein überschäumender, southern-fried, von einem gewaltigen Slide-Gewitter geprägter Bluesrock-Boogie/Blues Rock'n Roller, der einen fast aus dem Musikzimmer bläst. Was Bonamassa auf der Slide abliefert, ist schichtweg Weltklasse! Der Mann ist ja nicht zu bremsen! "This one is best when played loud driving down the freeway", sagt er selbst über dieses Stück, das manche vieleicht noch von Albert Collins kennen. Anschließend der nächste Knüller, eine hinreißende, fast 7-minütige Version des Lowell Fulson Blues-Klassikers "Reconsider Baby"! Diese Midtempo-Nummer enthält ein fulminantes, rund 2 1/2 Minuten langes, messerscharfes, genauso virtuoses, wie energisches Gitarrensolo, das die Gitarrenfraktion wieder einmal in staunendes Entzücken versetzen dürfte. Wie koordiniert dieser Bursche nur seine Finger? Tolles Drumming und eine prächtige Melodie begleiten das wunderbar locker und lässig beginnende, schön southern- und countryinfizierte, mit transparenten Acoustic-Riffs ausgestattete "Around the bend", das sich, ohne die Lockerheit zu verlieren, von der Kraft her ständig steigert, bis hin zu einem ungemein fetten Gitarrensolo in der Mitte, um schließlich zum Ende hin wieder etwas bedächtiger auszuklingen. Tolles Arrangement! Mit dem Instrumental "Revenge of the 10 gallon hat", einem klasse, melodischen Countryrocker, zollt Joe Bonamassa solchen Gitarrengrößen wie Danny Gatton, James Burton und Clarence White Tribut, ehe er nach der frischen, mit herrlichen Gitarrenspielereien durchsetzten Ballade "When she dances" zum Titelstück "Had to cry today" ausholt: eine fulminante, 6 1/2-minütige, inspirierte, kochende Version der alten Blind Faith-Nummer, mit rauen Retro-Riffs und einem mörderischen Gitarrensolo! Da können Winwood und Clapton nur staunen! Swampig und akustisch beginnt das folgende "The river", ehe donnernde, laute Riffs einsetzen und das Ganze zu einem prachtvollen, krachenden, sehr southern geprägten, kantigen Bluesrocker mutieren lassen. Was für eine Kraft! Eine dreckige Bluesharp und ein qualmendes Slide-Solo tun ein übriges. Hier brennt die Luft! Wie gesagt, der Spielfreude, der Klasse und Virtuosität dieses Joe Bonamassa scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein! "Had to cry today" ist erneut ein absolutes Meisterwerk geworden, nicht mehr und nicht weniger! Begeisternder, leidenschaftlicher Bluesrock eines jetzt schon ganz Großen seiner Zunft!!

Art-Nr.: 2664
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Travellin' south
Reconsider Baby
The river

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bowen, Wade - solid ground [2018]
Fast 4 lange Jahre hat sich der aus Waco/Texas stammende Red Dirt-Recke Zeit für sein neues Album gelassen. Zeit, die er offenbar auf optimalste Weise genutzt hat, denn "Solid ground" ist erneunt ein absolutes Vorzeigealbum des Genres geworden. Ungemein variabel und authentisch wie kaum ein anderer bearbeitet Wade Bowen mit seinem Tross von herausragenden Musikern (u. a. ex The Black Crowes- und Cry Of Love-Gitarrist Audley Freed, Drummer Fred Eltringham, Sheryl Crow-Spezi Jeff Trott an der Lap Steel, The Wallflowers' Rami Jaffee an den Keyboards und nicht zuletzt der großartige, u.a. auch lange mit Dwight Yoakam gespielte Multi-Instrumentalist Keith Gattiis, der das Album auch hervorragend produzierte) die rootsigen "Red Dirt-Äcker" von Texas und kanalisiert in 11 durchaus dreckigen, erdigern, aber auch von bestechenden Melodien geprägten, fantastischen Tracks den ganzen Zauber natürlich staubiger Roots-, Americana- und Countryrock-Musik. Was sind das für bestechende Songs! Etwa der traumhaft lockere, flotte, lässige Border Countryrocker "Day of the dead", der uns, vollgepackt mit mexikanischem Flair (spanische Gitarre, Akkordeon, tolle Percussion, Mariachi-Bläser am Ende), genauso melodisch wie dramaturgisch in seinen Bann zieht, die rootsige, mit herrlicher Lap Steel-Guitar inszenierte, ruhige Red Dirt-Ballade "Broken glass", der riffige, erdige Americana-/Rootsrocker "Couldn't make you love me", die herrliche, wie Öl runter gehende Alternate Countrynummer "Death, dyin' & deviled eggs", die geradezu epische. angeraute, dabei aber traumhaft melodische, über 7-minütige Americana-Ballade "7:30" (hinreissend miteinander harmonisierende, vielschichtige Instrumentierung, grandioses, über 3-minütiges Instrumentalfinish mit genial schönen E-Gitarren), das äußerst dynamisch, swampig und sehr southern-angehaucht rockende, Slide-getränkte "Fell in love on whiskey", oder auch der das Werk abschließende, hammerstarke, gewaltige, fast ein wenig an Jason Isbell erinnernde Rootsrocker "Calling all demons" (Bowen's eigene Version des von ihm und Seth James komponierten, vor einigen Jahren schon auf dem "Adventus"-Album von Cody Canada's The Departed veröffentlichten, prächtigen Stückes "Demons") - wie gesagt, hier reiht sich eine Songperle an die nächste. "Solid ground" ist ohne jeden Zweifel wieder ein ganz großer Wurf von Wade Bowen. Texanischer Red Dirt Roots-/Americana-/Countryrock in seiner vollsten Blüte.

Das komplette Tracklisting:

1. Couldn't Make You Love Me - 4:47
2. Day of the Dead - 5:11
3. So Long 6th Street - 4:05
4. Broken Glass - 4:16
5. Death, Dyin' and Deviled Eggs - 3:39
6. 7:30 - 7:13
7. Acuna - 3:59
8. Compass Rose - 3:25
9. Anchor - 5:13
10. Fell in Love on Whiskey - 3:55
11. Calling All Demons - 7:51

Art-Nr.: 9589
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Couldn't make you love me
Day of the dead
Broken glass
Death, dyin' & deviled eggs
7:30
Acuna
Fell in love on whiskey
Calling all demons

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bowen, Wade - the given [2012]
Red Dirt Vorzeige-Countryrocker/Texas Country-Artist Wade Bowen ist mit seinem vierten Studioalbum “The Given” (nebst zweier Live-Werke) erneut ein Meisterwerk gelungen. Er ist ein Künstler, dem es seit Anbeginn seiner Karriere gelungen ist, stetig sein Leistungsvermögen in behutsamen Schritten zu verbessern. Somit zeigt seine Formkurve auch weiterhin nach oben. Wade hat für seine neue CD einen (Major-) Labelwechsel vollzogen (jetzt bei BNA/Sony) und auch mit Justin Niebank (Bon Jovi, Kenny Chesney, Lonestar, Blackberry Smoke) einen neuen Produzenten angeheuert. Bei den zehn auserwählten Stücke zu "The Given" hatte Bowen laut eigener Aussage die Qual der Wahl, denn noch nie hatte er früher so viele Songs für ein Album im Vorfeld geschrieben. Der Opener „Saturday Night“ (wunderschöne, relaxte Melodie, erinnert ein wenig an "Lay It All On You" vom "Lost Hotel"-Album) hat als erste Single bereits die Top-Position der Texas Music-Charts erreicht (Billboard Country-Charts Platz 39). Wunderbar entspannt geht es mit "All That’s Left" weiter, einem Track, der mit dezenter Streicherbegleitung, Steel-Einlagen und einem atmosphärischen E-Gitarren-Solo klasse in Szene gesetzt ist. Überhaupt fällt auf, dass Wade auf diesem Silberling vermehrt die Steel-Gitarre zum Einsatz kommen lässt, vorzüglich bedient von einer der großen Koyphäen auf diesem Gebiet, Dan Dugmore. "A Battle Won" (Steel, E-Gitarren-Solo) oder "Patch Of Bad Weather" (schöne Slide-Begleitung, Piano, Orgel) bieten herrlichen, countryinfizierten Singer/Songwriter-Stoff im Stile von exzellenten Leuten wie Will Hoge oder Tom Petty mit intelligenten Texten. Großartig! Vor allem Wades rauchiger Gesang brilliert wieder einmal von vorn bis hinten. Zwei weitere Love-Songs (mit ein wenig "Cryin’ in My Beer"-Flair) folgen mit "On My Way To Wonderful" (melancholisch, verträumt) und "Say Anything" (emotionaler Refrain, wimmernde Steel-Gitarre). Das Zeug zu einer weiteren Nr. 1 hat "You Ain’t Got Me", ein erneut hochmelodischer und wahnsinnig atmosphärischer Track mit ganz starkem Refrain (wieder diese einnehmende Steelbegleitung, ganz starke E-Gutarren-Arbeit). Das ist Red Dirt-Musik am Rande der Perfektion! Auf dem überwiegend ruhig gehaltenen Silberling beweist Bowen bei "Beat Me Down", dass er es auch deftiger kann. Ein schöner, polternder Countryrocker (mit Southern-Flair), getrieben von sattem Drumming und toller Bariton-E-Gitarre, dazu Wades angrifflustiger Gesang. Geht richtig gut ab, die Nummer! Wer befürchtet hatte, dass Bowen zu stark von Nashville-Interessen beeinflusst werden könnte, bekommt mit der Auswahl beim Townes Van Tandt-Cover (einzige Fremdkomposition des Werkes) von Legende Guy Clark als Co-Sänger ad hoc den Gegenbeweis geliefert. Ein klares Bekenntnis zu seinen Texas-Wurzeln! Ein beeindruckendes Duett, das durch den unterschiedlichen Gesangscharakter der beiden Akteure einen besonderen Reiz entwickelt. Am Ende statuiert Wade dann nochmal ein großartiges Exempel seiner Sangeskunst beim sparsam instrumentierten und im Storytelling-Stil gebrachten "Before The Walls Were Blue" (genial hier Dugmores dezentes Dobrospiel, vorzüglich die weiblichen Harmoniegesänge von Jessica Murray). Eine Gänsehaut-Nummer zum Abschluss! Justin Niebank hat mit seiner transparenten Produktion die richtige Balance zur ruhigen Gesamtatmosphäre des Albums gefunden, die hochkarätigen Musiker, wie u. a. Shannon, Forrest, Greg Morrow, Tom Bukuvac, Jedd Hughes, Adam Shoenveld, Charlie Judge und Stuart Duncan (neben den bereits genannten) sorgten für die gewohnt exzellente, instrumentelle Umsetzung. Mit "The Given" serviert Wade Bowen seinen Fans ein weiteres starkes musikalisches "Stell-dich-ein" seines immensen Könnens. Wieder eine kleine, stetige Steigerung in seinem Schaffensspektrum und ein sehr gut gewählter Kompromiss zwischen Nashville-tauglichem New Country und seinen altbewährten Red Dirt-Roots. Möge er uns mit weiteren "Eingaben" dieser Art beglücken! Glänzende Vorstellung, Wade Bowen! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Saturday Night - 3:29
2. All That's Left - 3:44
3. A Battle Won - 3:39
4. Patch of Bad Weather - 3:39
5. On My Way To Wonderful - 4:15
6. Say Anything - 3:47
7. You Ain't Got Me - 4:18
8. Beat Me Down - 3:42
9. To Live is To Fly - 3:53
10. Before These Walls Were Blue - 3:34

Art-Nr.: 7804
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Brian Band, Kenneth - welcome to alabama [2011]
"Welcome to the finest in pure Southern Rock! Welcome to Alabama! Welcome to the fabulous Kenneth Brian Band!" Ist das herrlich! Voller lebendigem Spirit und natürlicher Authentizität transportiert die in Nashville/Tennessee ansässige Truppe um den in Florida aufgewachsenen, grandiosen Sänger, Songwriter und Lead Gitarristen Kenneth Brian, ihre unwiderstehliche, ganz tief in der goldenen Ära des Southern Rocks verwurzelte Musik in die heutige Zeit. "'Welcome To Alabama' shines like a beacon for those who fear that Southern Culture is all but lost, and proves that it isn’t lost at all", heisst es dazu treffend in einem U.S.-Review. In der Tat ist die Kenneth Brian Band genau eine dieser Bands, die diese Musik auch in der heutigen Zeit für immer am Leben erhalten. Kenneth Brian (lead vocals, lead guitar), Travis Stephens (rhythm guitar, background vocals), Zach Graham (bass) und Dickey Rryor (drums) haben die Ideologie und Philosophie solcher unumstösslichen Größen wie The Allman Brothers Band, die frühen Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, Wet Willie und Konsorten in ihrer musikalischen Seele verinnerlicht und treten auf vollkommen natürliche Weise ihr Erbe an. Sie tun dies einerseits sehr ambitioniert, andererseits ungemein locker und ehrlich. Dies ist genau die richtige Mischung aus Rock-, Blues-, Gospel-, und Country-Einflüssen, die auch damals, in den Siebzigern, den Southern Rock entstehen ließen. So passt es, dass sich einer der ganz großen Persönlichkeiten und Pioniere der Southern Rock-Bewegung der Band annahm und dieses wunderbare Album produzierte: Johnny Sandlin! Sandlin spielte einst mit Duane und Gregg Allman bei Hour Glass, wurde dann Vize-Präsident des legandären Southern Rock-Labels "Capricorn Records" und arbeitete als Produzent und Engineer mit unsagbar vielen Künstlern wie den Allman Brothers, Marshall Tucker, Wet Willie, Bonnie Bramlett, Delbert McClinton, Widespread Panic, Derek Trucks, der Nitty Gritty Dirt Band, um nur einige aufzuzählen, zusammen. Und Sandlin hat es meisterhaft fertiggebracht, "Welcome to Alabama" in einem wundervollen, Siebziger-mässigen, Vinyl-kompatiblen, schön warmen, aber mit allen Ecken und Kanten belassenen, dennoch sehr harmonischen, "geschmeidigen" Retro-Capricorn-Sound erscheinen zu lassen, was die Authentizität dieser Musik zusätzlich untermauert. Das Songmaterial ist erste Sahne: "Gritty", erdig, melodisch und hervorragend hängen bleibend. Brian, der ein toller Sänger ist und mit bärenstarkem Gitarrenspiel aufwartet (tolle, genauso melodische, wie satte und zündende Soli), kann sich auf eine ebenso starke Rhythmusfraktion verlassen. "Masterful song-crafting, blistering guitar work, spot-on harmonies, and a take-no-prisoners rhythm section", heisst es dazu in einem U.S.-Review, "Kenneth is really unbelievable as a guitar player - he's a real shit-kicking gunslinger with great chops" in einem anderen. Es passt einfach alles zusammen. Stellvertretend für ein Album ohne jede Schwäche seien zum Beispiel solche Killer-Nummern wie der großartige Opener "Something better", ein mit "early Skynyrd"-Riffs getränkter, rauer Saouthern Rocker mit einem feurigen Gitarrensolo im Break, das traumhaft melodische, flockige, von herrlichen, saftigen, eingängigen und locker gespielten Southern-Gitarren geprägte "Texas by tonight", das grandiose Titelstück "Welcome to Alabama", eine mitreissende, seelige, klassische Southern Rock-Hymne, die vollkommen natürlich Spuren nahezu aller frühen Southern Rock-Helden (The Allman Brothers Band, The Winters Brothers Band, The Marshall Tucker Band, Charlie Daniels Band, Lynyrd Skynyrd...) miteinander vereint, das von einem klasse Retro-/Outlaw-Countryrock-Feeling durchzogene"Holdin' on" mit seiner tollen Melodie und den hinreissenden Gitarrelinien, sowie der dreckige, von erdigen Gitarrenm, aber auch wunderbar melodischen Harmonies durchzogene "Neil Young goes South"-Rocker "Tonight we ride" erwähnt. Ganz stark auch die einzige Coverversion des Albums, Dickey Betts' "Nothing you can do", bei dem die legendäre Bonnie Bramlett mit von der Partie ist. Überhaupt sind ein paar namhafte Gäste mit am Start, die ebenfalls unterstreichen, mit was für einer bärenstarken Musik wir es hier zu tun haben: Randall Bramblett (keyboards), Jason Isbell (slide guitar), Charlie Daniels' Bassmann Charlie Hayward, und noch ein paar mehr. Alles in allem ein durch und durch grandioses Teil! "'Welcome to Alabama' is a classic Southern Rock masterpiece"! Jawohl, dieser Aussage schliessen wir uns vorbehaltlos an. "Welcome to Alabama" ist die pure Southern Rock-Freude!

Das komplette Tracklisting:

1. Something Better - 3:59
2. Texas By Tonight - 4:13
3. Welcome To Alabama - 4:26
4. Last Call - 3:28
5. Holdin On - 3:25
6. Tonight We Ride - 4:46
7. Nothin You Can Do - 3:34
8. Prayer For Love - 4:29
9. The Fall - 6:09
10. Cry To the Dark - 5:08

Art-Nr.: 7615
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Something better
Texas by tonight
Welcome to Alabama
Holdin' on
Tonight we ride
Prayer for love
The fall

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


|| Weiter