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Eli Young Band - fingerprints [2017]
Mittlerweile fest etabliert in Nashville, aber immer noch deutlich verwurzelt im texanischen Red Dirt-Countryrock-Sound, beglückt uns die Eli Young Band mit einem wieder einmal wundervollen, neuen Album allerbester melodiescher New Country-/ Countryrock-/Red Dirt-/Country Pop-Klänge, wie wir es für sie absolut typisch ist. Es ist einfach eine Wonne, dieser großartigen Band zuzuhören.

Hier die fast komplette Rezension des erstkkassigen Webzines "Sounds of South":

Von einem texanischen College-Vierer zur Platin-dekorierten Nashville-Band – die Eli Young Band hat zweifelsohne eine atemberaubende Entwicklung hingelegt. Was einst in North Denton im Red Dirt-Genre begann hat sich peu à peu zu einem national, wie international, perfekt zu vermarktenden Act im New Country/Country Rock-Bereich entwickelt. Ja, man kann sagen die Eli Young Band ist mit fast der einzige, aus der Red Dirt-Sparte nach Music City vereinnahmte Act, der sich dort auch kontinuierlich behaupten und halten konnte.
Nach der 2015 nur digital veröffentlichten EP „Turn It On“ sind die Herren Mike Eli, James Young, Chris Thompson und Jon Jones jetzt mit „Fingerprints“ wieder mit einem kompletten Album, und zwar dem 6. ihrer Karriere, am Start. Man bekommt bei der Eli Young Band auf diesem neuen Werk genau das auf den Punkt geliefert, was diese Gruppe schon immer ausgezeichnet hat: Einen wunderbar melodischen Mix aus Red Dirt- und New Country-Zutaten, verpackt in elf fast ausnahmslos radiokompatible Tracks, getragen von Mike Elis markanter Stimme mit 100% Wohlfühlfaktor. Konstanz, Verlässlichkeit und nicht nachlassende Qualität sind die Erfolgskomponenten.
„Saltwater Gospel“ heißt der Opener, der auch die erste Single abgibt. Wie der Titel es schon andeutet, wurde der eingängige, recht euphorische Refrain mit dezent gospeligen Harmoniegesängen angereichert. Klasse an diesem Album ist, dass die Protagonisten, die Wurzeln ihrer Anfangszeiten nicht ganz außer Acht gelassen haben. Das swampige Titelstück mit seinem leichten psychedelischen Touch, hätte sich auch gut auf ihrem damaligen „Level“ gemacht.
Ganz stark ist die Hommage an die Tracks der guten alten Zeit mit „Old Songs“. Eine sehr reduziert gehaltene Countryballade mit viel Texas-Flair (mit typischen weiblichen Harmoniegesängen von Carolyn Dawn Johnson), und einer durchaus Southern Rock-kompatiblen Slide-/E-Gitarren-Solo-Kombination. Carolyn Dawn Johnson begeistert dann nochmals auf dem melancholischen „God Love The Rain“ (mit orientalisch anmutenden Akustikgitarren-Zwischenfills). Das rootsige „Skin & Bones“ (teilweise mit wunderbarer Akkordeon-Untermalung) trägt die Handschrift von Co-Writerin Lori McKenna und würde auch perfekt zu einem Will Hoge passen.
Die restlichen Stücke wie „Never Again“, „Drive“, “Once”, “A Heart Needs A Break“ und “Never Land” mit ihren eher poppigen, teilweise sogar tanzbaren Rhythmen und Powerrefrains werden auf niveauvolle Art dem Anforderungsprofil des Mainstreams in punkto Massenkompatibilität gerecht. Zum Abschluss begeistern Eli Young & Co. nochmal mit dem Heartland-umwobenen „The Days I Feel Alone“, das man sich auch gerne von einem Tom Petty mal anhören würde.
Die Eli Young Band hat mit ihren neuen Longplayer „Fingerprints“ erneut einen markanten und nachhaltigen Fingerabdruck im hart umkämpften New Country/Country Rock-Geschäft hinterlassen. Das kreative Cover-Artwork mit allen Texten, zwei Bandbildern und allen restlichen Infos wurde dazu mit dem Titel perfekt in Einklang gebracht. Die erkennungsdienstliche Behandlung ergab somit ein rundum gelungenes Album!
(Daniel Daus / www.sounds-of-south.de)

Das komplette Tracklisting:

1. Saltwater Gospel - 3:06
2. Fingerprints - 3:01
3. Never Again - 2:57
4. Old Songs - 3:39
5. Drive - 3:33
6. Skin & Bones - 3:59
7. A Heart Needs A Break - 2:37
8. Once - 2:46
9. Never Land - 3:23
10. God Love The Rain - 3:36
11. The Days I Feel Alone - 3:07

Art-Nr.: 9465
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Hull, Sierra - weighted mind [2016]
Soeben eingetroffen!

3. Album der begnadeten, jungen Bluegrass-Künstlerin, die eine geniale Mischung zwischen Tradition, Acoustic Country/Americana und "Progressive Modern Bluegrass" entwickelt. Toll! Gäste sind u. a. Alison Krauss und Rhiannon Giddens. Produziert hat bela Fleck!

Aus der offiziellen Produktbeschreibung:

Sierra Hull has been recognized from age 11 as a virtuoso mandolin-player, astonishing audiences and fellow-musicians alike. Now a seasoned touring musician nearing her mid-20s, Hull has delivered her most inspired, accomplished, and mature recorded work to date; no small feat. Weighted Mind is a landmark achievement, not just in Sierra Hull's career, but in the world of folk-pop, bluegrass, and acoustic music overall. With instrumentation comprised largely of mandolin, bass, and vocals, this is genre-transcending music at its best, with production by Béla Fleck and special harmony vocal guests Alison Krauss, Abigail Washburn, and Rhiannon Giddens adding to the luster. Hull speaks eloquently, in her challenging and sensitive originals, her heartfelt vocals, and once again breaks new ground on the mandolin. Béla Fleck special guests on banjo on two tracks and duo partner, Ethan Jodziewicz, not only anchors the record on bass, but introduces us to a major new instrumental voice.

Soundfiles folgen in Kürze!

Das komplette Tracklisting:

1. Stranded
2. Compass
3. Choices And Changes
4. Wings Of The Dawn
5. Birthday
6. Weighted Mind
7. Fallen Man
8. The In-Between
9. Lullaby
10. Queen Of Hearts / Royal Tea
11. I'll Be Fine
12. Black River

Art-Nr.: 9086
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Shawanda, Crystal - church house blues [2020]
"Powerhouse Blues vocalist and deeply soulful singer-songwriter" Crystal Shawanda, beglückt die Welt des voller Southern-, Roots-, und Soul-Einflüssen steckenden Contemporary Blues und Bluesrocks mit ihrem ganz exzellenten, neuen Album, betitelt "Church House Blues". Crystal Shawanda, aufgewachsen im Wikwemikong Reservat auf der Insel Manitoulin im Norden von Ontario/Kanada, begann einst als indigene Musikerin in einem Haus, in dem Blues- und Country-Musik allgegenwärtig waren. Schnell wurde klar, dass die Musik ihr Leben bestimmen sollte. Zunächst, da werden sich sicher der ein oder andere noch dran erinnern, ging sie nach Nashville, um sich in der Countrymusic zu versuchen - und das durchaus erfolgreich. Ihr 2008er-Album "Dawn of a new day" fand viel Beachtung, landete in den oberen Regionen der Billboard Country-Charts, inkl. des ein oder anderen Top 20-Hits. Doch sie wurde mit Country einfach nicht richtig "warm", nicht glücklich. Ihre Passion lag und liegt einfach nirgendswo anders, als im Blues. Und so ließ sie das lukrativere Country-Genre schnell wieder hinter sich und machte fortan das, wofür ihr Herz am meisten schlägt: Blues! Dazu sagt sie heute: "The whole time I was singing Patsy Cline on stage, I was singing Etta James at home". Der Blues passt auch einfach zu ihr. Mit ihrer außergewöhnlichen, von einer natürlichen Rauheit und Heiserkeit geprägten, intensiven Stimme (irgendwo zwischen der legendären Janis Joplin und Beth Hart) ist sie wie gemacht für diese Musik. Ihr neues Album demonstriert in beeindruckender Art und Weise die ganze Klasse Shawanda's, der es vorzüglich gelingt, ihren mächtigen, im Vordergrund stehenden, markanten, charismatischen Gesang ganz wundervoll und harmonisch mit der sehr gefühlvollen, variablen, höchst anspruchsvollen Instrumentierung ihrer glänzenden, durchaus prominenten Begleitband zu einer untrennbaren Einheit zu vereinen. Das sind u.a.: Dave Roe am Bass (Johnny Cash, Yola), die McCrary Sisters (Backing Vocals), Dana Robbins am Saxophon (Delbert McClinton Band), Peter Keys (Lynyrd Skynyrd) an den Keyboards und ihr Ehemann und Co-Songwriter Dewayne Strobel, der das Album auch produzierte, an den Gitarren. Es ist keine Übertreibung zu sagen, das Crystal Shawanda den Spirit und die Kraft solcher Blues-Größen wie Etta James, Janis Joplin und Koko Taylor in sich vereint, dabei aber auch ihr ganz eigenes, voller Southern- und Roots-Spuren tangiertes "Ding" durchzieht. Das Songmaterial (an 6 Titeln ist sie kompositorisch beteilgt), ist erstklassig, steckt voller Seele und großartiger Melodien. Los geht's mit dem Titelstück "Church House Blues", einem durchaus lockeren, durch den mächtigen, kraftvollen Gesang der Protagonistin aber auch sehr energetischen, flotten Southern-/Roadhouse-Bluesrocker mit schönem Gospel-Flair. Das erste, was einem bei der Nummer in den Sinn kommt, ist: "Wow, what a voice"! Eingebunden ist das Ganze in eine tolle Melodie, sowie in eine flüssige, leichtgängige, hervorragende Instrumentierung aus tollen Gitarrenlinien (klasse Solo), edlen, unaufdringlichen Saxophon-Klängen und einer angenehm im Background agierenden Orgel. Es folgt das geradezu mitreißende "Evil memory", ein umwerfend schöner Slow-Blues, der richtig unter die Haut geht. Der Groove ist unwiderstehlich, dazu ein herrlicher Piano-/Orgel-Teppich und grandiose, lässig aus dem Handgelenk gespielte, genauso feurige, wie einfühlsame Gitarrenlinien, inklusive eine prächtigen Solos. Nicht nur diese Nummer demonstriert höchst eindrucksvoll, dass es gut ist, dass Crystal ihren Country-Exkurs hinter sich hat, denn diese Frau "was born to sing the Blues". Weitere, beste Beispiele dafür sind etwa der erdige, abermals von großartigem Gitarrenspiel umgebene, melodische Midtempo Southern-/Roots-Blues "Move me", das gleichermaßen mit feinen Southern-, Dixie-, Motown-, Delta-, Muscle Shoals- & Memphis-Spuren veredelte, genauso lockere wie kraftvolle, sehr rootsige, "soulful" und intensiv vorgetragene, baumstarke "When it comes to love", das etwas nostalgisch angehauchte, flott rockende "Blame it on the sugar", die von rauen Gitarrenlinien durchzogene, dabei sehr melodische, rockige Blues-Ballade "Bigger than the Blues", wie auch der das Album prächtig abschließende, ursprüngliche, ungeschliffene, abermals schön intensive Voodoo-/Swamp-/Bluesrock-Stampfer "New Orleans is sinking" mit seinen starken, akustischen (Slide)Gitarren und der dreckigen Bluesharp. Crystal Shawanda ist voll in ihrem Element. Sie präsentiert sich natürlich, nicht verbogen, einfach so, wie sie ist. Wenn sie loslegt, ist das "like letting a bird out of a cage. This is what I’m supposed to do. This is how I fly", wie sie selbst sagt. Ja, sie liebt das, was sie tut, und man nimmt es ihr ab, es kommt einfach rüber. Sehr starke Vorstellung von Crystal Shawanda!

Das komplette Tracklisting:

1. Church House Blues - 3:32
2. Evil Memory - 5:56
3. Move Me - 4:56
4. Rather Be Alone - 3:31
5. When It Comes To Love - 4:58
6. Hey Love - 3:23
7. Blame It On The Sugar - 3:18
8. Bigger Than The Blues - 3:58
9. I Can't Take It - 2:52
10. New Orleans Is Sinking - 3:59

Art-Nr.: 10039
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Church house blues
Evil memory
Move me
When it comes to love
Blame it on the sugar
Bigger than the blues
New Orleans is sinking

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Shawanda, Crystal - dawn of a new day [2008]
Ein neuer, vielversprechender "Stern" am Nashville-Himmel mit einem prima Debut! Die Fachwelt traut der jungen, im Wikwemikong Reservat von Manitoulin Island in Ontario, Canada aufgewachsenen, heute in Nashville lebenden Ojibwe-Indianerin mit der etwas "angerauten", großartigen Stiime eine große Karriere zu. Crystal Shawanda's faszinierender Werdegang vom einfachen Leben im Reservat zum "fast rising young Country star" gleicht einem kleinen Hollywood-Filmmärchen. Die Sängerin, Songwriterin und Gitarristin begann mit dem Schreiben von Liedern schon in frühester Kindheit und sammelte schnell erste Bekanntschaften mit der Bühne. Bereits im zarten Alter von 11 tingelte sie in der Umgebung ihrer Heimat von Auftritt zu Auftritt. Ihr ungewöhnliches Talent, ihr Ehrgeiz und unbedingter Wille nach vorn zu kommen sprach sich schnell herum. Erste größere Erfolge sammelte sie schließlich in der CMT Reality-Mini-TV-Serie "Crystal, living a dream", es folgte das Signing beim großen RCA-Label, das vorliegende Debutalbum und nun schon der erste große Hit mit "You can't let go", das sich bereits in den Top 20 der Billboard Country-Singles-Charts festgesetzt hat, mit deutlicher Tendenz nach oben. Crystal's Musik, elf peppige, überwiegend schön knackig in Szene gesetzte, zwischen authentischen Country-Traditionen und modernem, zuweilen auch etwas poppigem Nashville-Flair hin und her balancierende New Country-Songs, treffen klar den Zahn der Zeit von Music City und steckem allesamt voller Chart-Potenzial. Mit ihrer markanten, von einer natürlichen Rauheit und Heiserkeit geprägten Stimme (hat etwas von der jungen Tanya Tucker, vor allem aber auch von Kim Carnes) verleiht sie den Songs ihre ganz persönliche Note. Hin und wieder wird man auch mal ein wenig an Shania Twain erinnert, als diese noch nicht vollends dem Pop verfallen war. Los geht's mit der von zwirbelnden Fiddle-Sequenzen und klasse Gitarren begleiteten Uptempo New Country-Nummer "Evolution", einem Song, der auch Martina MvBride sicher gut zu Gesicht stehen würde. Allerdings nicht gesanglich, denn Crystal injiziert ihm mit ihrer "gutsy" Stimme gar ein dezentes Soul-/Blues-Feeling, obwohl die Basis klar country-poppig orientiert ist. Einen flotten, Party-tauglichen, bestens tanzbaren, gut gelaunten, mit satten E-Gitarren, schönen Steelguitar-Fills und dezenter Fiddle garnierten, erstklassigen Uptempo Roadhouse Country-Boogie präsentiert uns die feurige Crystal dann mit dem tollen "My roots are showing", einem dieser Stücke, die nicht unwesentlich an Shania Twain erinnern. Klasse hier auch das klimpernde Piano! Geht gut in die Beine! Dann eine herrliche Nummer, die Crystal gemeinsam mit Mark Selby geschrieben hat: "Tender side" heißt das Stück - wunderschön locker, dennoch knackig dahin fließender, sehr frisch wirkender Country/New Country mit einer großartigen Melodie, feinen Steelguitar-Linien und den passenden Fiddle-Fills. Klasse! Wie auch das von rockigen, an die Rolling Stones erinnernde Riffs, in Verbindung mit einem lockeren Drive, tollen Gitarren (starke Slide) und wieder einer prima Melodie, geprägte "I need a man", die satte New Country-Nummer "Baby you're back", das dynamische, an frühe, fetzigere Sachen von Faith Hill erinnernde Titelstück "Dawn of a new day", oder die opulente, eingangs bereits erwähnte Ballade "You can let go", die bereits zu einem großen Hit avancierte. Besonders erwähnenswert ist noch ihre großartige "Pure Modern Country"-Version des Hank Williams-Klassikers "Your cheatin heart" mit toller Steelguitar-Begleitung, fetten E-Gitarren und klasse Fiddle-Ergänzungen. Ausgeprägt traditionelle Honky Tonk-Charakteristika treffen auf modernen Countryrock-Pep ala Miranda Lambert! Starke Sache! Erstklassig produziert wurde das Werk von Scott Hendricks! Unter den Musiker befinden sich ausschließlich Leute aus der 1a-Garde Nashville's, wie z.B. Greg Morrow (Drums), Mike Brignardello (Bass), Gordon Mote (Keyboards), B. James Lowry, Bryan Sutton (alle Acoustic Guitar), Pat Buchana, Tom Bukovac, J.T.Corenflos (alle Electric Guitar), Mike Johnson (Pedal Steel), Aubrey Haynie, Jonathan Yudkin (beide Fiddle), u.s.w.! Klasse Vorstellung von Crysztal Shawanda! Keine Frage, das Album wird ein Hit!

Die Tracklist:

1 Evolution - 4: 36   
2 My Roots Are Showing - 3: 33   
3 Tender Side - 3: 02   
4 Baby You're Back - 3: 03   
5 Dawn of a New Day - 3: 33   
6 You Can Let Go - 3: 36   
7 I Need a Man - 3: 28   
8 What Do I Have to Do - 3: 34   
9 Your Cheatin' Heart - 2: 57   
10 Try - 3: 32   
11 You Can't Take It Back - 3: 31

Art-Nr.: 5915
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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White, Drake - spark [2016]
Wieder ein äußerst vielversprechendes Debüt im Nashville-Circus: Drake White, ursprünglich aus Hokes Bluff in Alabama, stammend, seit 2013 auf musikalischen Pfaden in Music City unterwegs. Big Machine-Chef Scott Borchetta zeichnete ihn letztendlich für das wieder ins Leben gerufene Tochterlabel Dot Records. Zur Zeit ist White als Support der Zac Brown Band (Zac singt hier im Background auf "Back To Free"), auf deren "Black Out The Sun"-Tour unterwegs. Produziert haben bis auf eine Ausnahme (Andrew Petroff/Adam Schwind bei "Waitin' On The Whiskey To Work"), die für ihre kommerziell erfolgreichen Veröffentlichungen bekannten Russ Copperman und Jeremy Stover, die hier natürlich auch alle notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen haben (mit einem Heer an arrivierten Nashville-Schreibern und Klasse-Musikern an Drakes Seite), sich aber, was technischen Schnickschnack (Loops, Synthies) angeht, sehr angenehm zurückhalten. Sie setzen bei Drake White eher auf eine recht hohe stilistische Bandbreite, was sich bei dessen tollen, charismatischen Stimme auch anbietet. So pendelt das eröffnende, im Erzählstil gesungene "Heartbeat" irgendwo zwischen Eric Church und Kip Moore (dezente Heartland Rock-Elemente, klasse Powerrefrain), das dem amerikanischen Durchschnittsbürger gewidmete "Story" in herrlich traditionellen, absolut reinen Countrygefilden (klasse Banjoeinlagen) und die starke Ballade "Makin' Me Look Good Again" (großartiges Backsinging von Carolyn Dawn Johnson, herrliches E-Gitarrensolo) im bluesigen Southern Soul-Bereich. Direkt drei völlig unterschiedliche, Tracks. Allesamt sehr stark gelungen! Fulminant auch Whites und Dawn Johnsons gesangliches Zusammenwirken auf dem von knarziger Mandoline, Ukulele, Slide und quäkender Mundhamonika begleiteten "It Feels Good" (dezentes Little Big Town-Flair). Einer der vielen Höhepunkte des Albums. Der zur Zeit omnipräsente Cadillac Three-Chef Jaren Johnston setzt kompositorische und gesangliche Akzente beim fluffigen "Livin' The Dream". Ein Hauch von Southern Rock-infizierten New Country bietet "I Need Real" (Marshall Tucker-mäßige Gitarren-Fills und Solo), "Back To Free" und das folkige "Live Some" wandeln auf Chris Stapeltons/Eric Churchs Spuren, das humorvolle, leicht angejazzte "Equator" (was für ein Titel für eine Countryscheibe, tolle Piano- und Bläser-Einlagen) macht unglaublich Laune. Der musikalische Appel an das Durchhaltevermögen im Leben, "Elvis" (...Rome wasn't built in no day and Elvis wasn't born the king...), rockt ordentlich und das finale, kraftvolle "Take Me As I Am" groovt nochmal richtig schön lässig und bluesig-soulig, (wieder fantastischer Gesang von Drake, klasse E-Gitarren-Solo) hat aufgrund des Stadion-tauglichen Mitsing-Refrains (mit Crowd-Harmonies) aber auch hymnischen Charakter. Ein Song mit weiterem Hit-Potential am Schluss. Fazit: Mit Drake White erleben wir einen sehr vielversprechenden und überaus variablen Newcomer im Bereich (New) Country, Countryrock. Natürlich eine Gewinn-orientierte Nashville-Produktion, die aber ungemein viel Spirit und Seele aufweist. Der Kerl ist ein toller Songwriter (hat fast alle Stücke mitgeschrieben) und charismatischer Performer mit einer fantastischen, angerauten Stimme. Viel Southern-, Soul- und gar ein wenig bluesige Momente, und eine tolle Gratwanderung zwischen traditionellen Country-Elementen und kernigen, erdigen, satten Rockeinflüssen. Sein vielschichtiges Debüt "Spark" erinnert zuweilen ein wenig an Eric Church, aber eben mit rauerer Stimme und nicht ganz so experimentell, zumindest, wenn man dessen "Outsider"-Werk betrachtet. Super Einstand von Drake White! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Heartbeat - 3:25
2. Story - 3:14
3. Makin' Me Look Good Again - 3:58
4. It Feels Good - 2:39
5. Livin' The Dream - 3:07
6. I Need Real - 3:41
7. Back To Free - 3:57
8. Equator - 4:05
9. Live Some - 3:37
10. Waitin' On The Whiskey To Work - 3:59
11. Elvis - 3:06
12. Take Me As I Am - 3:17

Art-Nr.: 9256
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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