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Martin, Clint - last of a dying breed [2011]
"I dedicate this album to my grandma Queita Martin, who I miss every day. Thank you for buying me those old George Strait cassettes when I was a kid". Clint Martin's in den Linernotes des Covers nachzulesender, emotionaler Dank an seine Großmutter, die ihn in seiner Kindheit stetig mit neuer George Strait-Musik versorgte, offenbart uns klar und deutlich den wohl größten Einfluß des Texaners. Der junge Mann aus dem kleinen Kaff Leesville, im Südwesten der Gonzales County Area gelegen, gehört zu den wohl vielversprechendsten Talenten des Country. Ausgestattet mit dem Potential, vielleicht eines Tages in die schier überdimensionalen Fußstapfen seines großen Vorbildes treten zu können, legt er mit "Last of a dying breed" ein Album vor, das voller Vitalität mitten ins Herz der Countryfreunde trifft. Wunderbar! Diese Countrymusic lebt, sie atmet, sie ist durch und durch ehrlich und echt. Sie ist traditionell, rein, ursprünglich - und dennoch schafft Martin den so schwierigen Spagat zwischen purem Classic-Country und knackigem, erdigem, modernem Texas-(New)Country spielend. Nahezu alle Songs sind absolut Nashville- und Charts-kompatibel, bewahren aber gleichzeitig diese im Lone Star State so einzigartig zelebrierte, zwanglose, erdige "Red Dirt"-Mentalität. Damit bewegt er sich einerseits auf dem Terrain solcher Nashville-Helden wie beispielsweise Mark Chesnutt, Tracy Byrd, Alan Jackson, George Strait, Easton Corbin und jüngst Craig Campbell, liegt andererseits aber auch voll auf der Schiene solcher Texas-Heroes wie Jason Boland & The Stragglers, Trent Willmon, Jamie Richards oder Pat Green. Unterlegt von den jeweilegen Songs glänzend angepassten Rhythmen schlängeln sich herrliche Steelguitars durch diese Lieder, begleitet von surrenden Fiddles, hier und da mal einer grassig gezupften Mandoline und prächtigem, erstklassig in Szene gesetzten E-Gitarren. Der exzellente John Carroll begesitert diesbezüglich mit hochwertigem, typischem Country-Picking, ebenso wie mit zündenden Soli. Welch ein Rahmen für Martin's großartigen Gesang. Er verfügt über eine hervorragende Countrystimme mit einer Ausstrahlung und Performance, die sich absolut auf Augenhöhe mit den vorgenannten Kollegen wiederfindet. Ein weiteres Plus: Der Mann ist ein grandioser Songwriter. Hier braucht's keine Nashville-Profis. Martin erledigt das vollkommen allein und komponiert Songs, wie sie "countryer" nicht sein können - auch textlich (nachzulesen im Booklet). Man sieht sie quasi vor Augen, die Weiten der texanischen Prairies und die urigen Honky Tonk-Saloons. Man spürt ihn regelrecht, den Staub an den Cowboystiefeln und hat ihn einfach in der Nase, diesen "smell of the wild west". Los geht's gleich mit einem mitreissenden Traditional (New)Country-Feger ("I love being me"), der einem nicht mehr aus den Ohren gehen will. Überhaupt strotzen die Songs nur so vor klasse Melodien. Die Nummer entwickelt einen tollen Drive, begeistert mit wirbelnder Fiddle, schön im Hintergrund jaulender Steel und exzellentem E-Gitarren-Picking, inklusive eines erdigen, staubigen Solos. “'I Love Being Me' makes you want to drive ninety miles per hour on the interstate with the top down", sagt Martin über dieses Lied. Keine Frage, das ist Countryfeeling pur! So folgt ein Highlight nach dem nächsten, wie beispielsweise das knackige, dynamische "Storm of her memory" (hier werden pure Countrytradition und kernige Rock E-Gitarre auf ganz natürliche Weise miteinander vereint), das sich von einem langsamen Waltz zunächst in einen flotten, Fiddle-getränkten Western Two-Stepper und dann in eine Waylon-kompatible Outlaw-Countrynummer verwandelnde "Living lives overdues" (großartiger, kleiner E-Gitarren-/Fiddle-/Steelguitar-Schlagabtausch in der Mitte), der furios abgehende, swingende, wohl jeden noch so faulen Cowboy auf die Tanzfläche ziehenden Roadhouse-/Honky Tonk-Heuler "Keepin' it country" (schönes Piano-Geklimper), oder das geniale Titelstück "Last of a dying breed (Grandpa's song)". In dieser wunderschönen, traumhaft melodischen, puren Country-Ballade erzählt Martin die Geschichte seines Großvaters. Eine Geschichte über das Leben eines der letzten wahren Cowboys, einer vom Aussterben bedrohten "Spezies", wie es sie heute kaum noch gibt. Und er erzählt sie mit der perfekten musikalischen Begleitung aus wimmernder, klarer Steelguitar, wunderbaren Mandolinen-Akkorden, feinen Fiddle-Klängen und unaufdringlcher, großartiger E-Gitarre. Herrlich! Eigentlich müssten die Labelbosse Nashville's diesen Mann schon längst auf dem Radar haben. Clint Martin hat das Zeug dazu, wieder mehr klassische Traditionen in der Countrymusic zu etablieren, ohne sie dabei allzu "altbacken" klingen zu lassen, Nein, das ist zwar pur und rein, aber auch absolut zeitgemäss. Der Bursche wäre eigentlich ein Glücksfall für Nashville, wenn die "Nashville-Mafia" ihm eine Chance gäbe. Aber vielleicht will er das ja gar nicht. Vielleich will er einfach nur seine Unabhängigkeit bewahren und seine musikalische Freiheit genießen. Wir jedenfalls genießen diese wunderbare Musik in vollen Zügen. Das Teil ist im übrigen eine rare "Privatpressung" im Eigenvertrieb des Künstlers.

Die komplette Tracklist:

1. I Love Being Me 3:39
2. In The Doghouse Again 4:03
3. Storm of Her Memory 3:55
4. Last of a Dying Breed (Grandpa's Song) 4:10
5. Gone 3:56
6. My Ship Ran Aground 4:24
7. Keepin' it Country 3:50
8. Red Rio Grande 4:02
9. The Long Ride 3:59
10. Living Life's Overdues (incl. hidden track) 9:08

Art-Nr.: 7371
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I love being me
In the doghouse again
Storm of her memory
Last of a dying breed (Grandpa's song)
Gone
Keepin' it country
Living life's overdues

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McCoy, Neal - the very best of neal mccoy [2008]
Tolle, 20 Songs umfassende, "Best of"-Sammlung (inklusive eines brandneuen, bislang unveröffentlichten Tracks) des großartigen Neo-Traditionalisten Neal McCoy, der Mitte der Neunziger zu den angesagtesten seiner Zunft gehörte und auch heute noch nichts von seiner Klasse eingebüßt hat. Nach wie vor genießt McCoy einen hervorragenden Ruf unter den Fans traditioneller Countrymusic, begeistert mit seiner exzellenten Stimme und zieht in den USA die Massen zu seinen fulminanten, stimmungsvollen Live-Shows! Jedes Album, das McCoy zwischen 1990 und 2005 veröffentlicht hat, findet hier Berücksichtigung. Enthalten sind beispielsweise die beiden Nummer 1-Hits "No doubt about it" und "Wink", wie auch etliche Top 10-Erfolge (z.B. "The city put the country back in me", "They're playing our songs", "You gotta love that" und "The shake"). Große Klasse ist aber auch der eingangs bereits erwähnte, neue Song "Rednecktified", eine knackige, sehr traditionell verwurzelte, aber auch recht rockige, pure Country-Nummer voller Redneck-/Southern-Flair mit satten E-Gitarren-Riffs, schönen Orgel- und Fiddle-Fills und einer prima Melodie. Zeigt eindrucksvoll, dass Neal McCoy noch immer "voll im Saft" steht! Interessant auch die im Booklet abgedruckten Kommentare McCoy's zu jedem einzelnen der 20 Songs! Einen besseren Überblick über die Musik McCoy's kann man nicht bekommen! Klasse Sampler mit über 66 Minuten Spielzeit!

Die komplette Tracklist:

1 Wink - 2:42   
2 For a Change - 3:23   
3 Rednecktified - 3:14 (new song)
4 No Doubt About It - 3:48   
5 They're Playin' Our Song - 3:23   
6 Now I Pray for Rain - 3:07   
7 The City That Put the Country Back in Me - 3:34   
8 Going, Going, Gone - 3:51   
9 Where Forever Begins - 3:10   
10 You Gotta Love That - 2:36   
11 Then You Can Tell Me Goodbye - 3:18   
12 The Shake - 3:33   
13 That Woman of Mine - 2:55   
14 If I Was a Drinkin' Man - 3:20   
15 Love Happens Like That - 2:43   
16 I Was - 3:14   
17 Every Man for Himself - 3:53   
18 The Last of a Dying Breed - 3:03   
19 Forever Works for Me - 3:26   
20 Billy's Got His Beer Goggles On - 3:39

Art-Nr.: 5772
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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