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Bates, Jeff - leave the light on [2006]
Manche nennen ihn die Reinkarnation des legendären Conway Twitty, andere den Barry White der Countrymusic. Wie dem auch sei, fest steht, dass Jeff Bates sicherlich eine außergewöhnliche, Wärme-ausstrahlende Baritone-Stimme besitzt, deren Wirkung man sich kaum entziehen kann. Rein äußerlich wirkt er eigentlich eher wie einer der jungen Wilden, Marke Blake Shelton, Chris Cagle, Drew Womack etc., die auszogen, um Music City im Sturm zu erobern. Auch was seine Vergangenheit angeht, glaubt man kaum, was der Bursche schon so alles erlebt, bzw. auf dem Kerbholz hat. Als Kind zur Adoption freigegeben, mit 14 von der Schule geflogen, Militärdienst bei der Navy, Arbeit auf einer Öl-Plattform, erste musikalische Erfahrungen mittels einer Clubanstellung, Ehe, Umzug nach Nashville, erste Songwriteraktivitäten, Scheidung, nächste Ehe, Drogenkonsum, damit verbundene Diebstähle, schließlich Gefängnisaufenthalt. Dass Jeff Bates dennoch die Spur zurück ins Leben fand, verdankt er letztendlich den Herren Gene Watson, Tracy Lawrence und Kenny Beard. Die beiden erstgenannten Künstler entschlossen sich (mit Erfolg) Songs von Bates in ihr Programm zu nehmen, letztgenannter Produzent hielt ihm als Freund die Treue, vertraute seinem Songwriter-Talent, und verschaffte ihm einen Plattendeal bei RCA. Zur Recht, wie sein Debüt "Rainbow Man", das sich viele Monate in den Charts hielt, eindrucksvoll bewies. Nach einigem Hin und Her hat es nun endlich auch mit dem Nachfolger "Leave The Light On" geklappt, wieder eine Ansammlung äußerst gelungener, traditioneller, zeitloser Countrysongs! Anders wie beim Erstling (da hatte Jeff noch alle Stücke mit geschrieben), ist er diesmal nur bei einem Drittel der Songs kompositorisch involviert, wobei der Rest mit viel Fingerspitzengefühl ausgesucht wurde. Im Bereich der Begleitmusiker wurde das Licht alles andere als auf Sparflamme gehalten, d.h. Bates konnte so richtig aus dem Vollen schöpfen. Hier ist die Creme de là Creme der Nashville-Szene (u. a. Chad Cromwell, Billy Panda, David Grissom, Brent Mason, Joe Spivey, Tony Harrell, Dan Gugmore, Mike Johnson, Eric Darken) vertreten. Die CD startet mit der Singleauskoppelung von "Long Slow Kisses", das bereits auf dem Vorgänger enthalten war, und diesmal deutlich mehr Gesangsanteile enthält. Die Billy "Crash" Craddock-Cover-Version von "Rub It In" macht mit seinen Honkytonk-Anleihen (klasse Piano, schönes Slide-Solo) richtig Laune. Im weiteren Verlauf gibt es dann einen Mix aus sehr gemäßigtem Midtempo/Balladenanteil und einigen flotteren Nummern. Sämtliche Stücke sind durchweg in traditionellen Country-Bahnen angesiedelt. Sie sind dabei, nicht zuletzt durch Bates individuelle Stimme und die brillante musikalische Umsetzung, als absolut radiotauglich einzustufen, so daß der ein oder andere Hit schon dabei herausspringen sollte. Im Vordergrund immer das gut aufeinander abgestimmte Zusammenwirken von Steel-, E-Gitarre, Fiddle und Piano. Die ruhigen Sachen wie "No Shame", "Leave The Light On", "The Woman He Walked On", das autobiographische "One Second Chance", " I Can’t Write That" und "Mama Was A Lot Like Jesus" scheinen wie für Bate’s angerauht-warme Stimme geradezu prädestiniert zu sein und dürften in Conwy Twitty-mäßiger Art viele weibliche Herzen an angelehnter Männerschulter zum Schmelzen bringen. Für’s "starke" Geschlecht hält Jeff dann Songs wie "Hands On Man" (Billy Ray Cyrus-Charakter), "That’ll Get You Ten" (Mischung aus Montgomery Gentry und Trace Adkins mit viel Outlaw-Flair), das zunächst als Single und Albumtitel geplante (und danach wieder verworfene) "Good People" (schöner Countryheuler mit ausgiebigen Steelpassagen), oder der "Mitgröler" "What I Know" (mit eingeblendeten Live-Passagen) bereit, die nicht nur in Bierlaune die Stimmung der Zuhörerschaft heben dürften. "Leave The Light On" ist insgesamt wieder ein blitzsauberes, kräftiges, traditionell gehaltenes Werk, das sicherlich seinen Weg in die Charts finden wird. Nicht nur eingefleischten Bates-Fans, sondern eigentlich auch allen Liebhabern traditioneller Country-Komponenten im Allgemeinen ist diese Scheibe wärmstens zu empfehlen. Keine Frage, in Nashville wird das Licht für Jeff Bates weiterhin an bleiben! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4100
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Bates, Jeff - me and conway [2014]
Großartige, neues Scheibe von Jeff Bates. Zu hören sind 6 neue, eigene Songs und 6 Coverversionen von Klassikern des unvergessenen Conway Twitty, mit denen Jeff Bates, der Titel des Albums verrät es schon, seine Verbundenheit und Wertschätzung zu einem seiner großen Helden zum Ausdruck bringen möchten. Das gelingt ihm hervorragend. Mit verantwortlich dafür ist die Crew hervorragender Musiker, die Bates mit an Bord hat, wie etwa Eddie Bayers (drums), Mike Brignardello (bass), John Wills (acoustic guitar), J.T Corenflos und James Mitchell (beide electric guitar), Mike Johnson (steel guitar) und Tony Harrel (keyboards). Alles, auch Bates' eigene Stücke ist wunderbar traditionell gehalten. Die Songauswahl ist klasse. Enthält mit dem alten Honky Tonker "After the fire is gone" ein tolles Duett mit einer anderen Ikone des Country, Loretta Lynn. Was wir mit diesem Album geboten bekommen, ist bester "real" Traditional Country von Jeff Bates zu Ehren von Conway Twitty!

Das komplette Tracklisting:

1. Me and Conway - 2:47
2. Don't Take It Away - 3:44
3. Sleepin' In - 3:24
4. She's Got a Single Thing in Mind - 3:45
5. If Heaven Had a Phone - 3:28
6. I'd Love to Lay You Down - 3:17
7. That Thing We Do - 3:15
8. That's My Job - 5:00
9. Slow Burn - 4:10
10. Lost in the Feeling - 3:45
11. Heavan Is a Hell of a Woman - 3:24
12. After the Fire Is Gone (with Loretta Lynn) - 2:41

Art-Nr.: 8728
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Me and Conway
Don't take it away
Sleepin' in
I'd love to lay you down
That thing we do
Heaven is a hell of a woman
After the fire is gone

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Bates, Jeff - one day closer ~ 6 song ep [2011]
6 Song EP! Kein komplettes, neues Album, aber immerhin eine EP mit 6 neuen Stücken und einer Gesamtspieldauer von rund 24 Minuten! Jeff Bates, sieser großartige Country-Interpret mit seiner unwiderstehlichen, oft an den großen Conway Twitty erinnernden Baritone-Stimme, präsentiert ein sehr persönliches, inspiriertes "Mini-Album". Feine, dezent spirituelle Countrysongs, zumeist in kraftvoller, opulenter Balladenform (es gibt nur eine richtig rockige Uptempo-Nummer, eine klasse Coverversion des Standards "Life's railway to heaven", und einen knackigen Midtempo-Track, das wunderbar melodische "Living stones"), lassen Bates' tolle Stimme prächtig in Erscheinung treten. Enthälten ist auch eine klasse Neueinspielung von "Wayfaring stranger". Schön, nach knapp 3 Jahren endlich wieder neue Musik von dem Mann aus Mississippi zu hören...

Die komplette Songliste:

1 The Rapture - 3:38
2 Living Stones - 3:38
3 One Day Closer - 4:07
4 Wayfaring Stranger - 4:29
5 Life's Railway to Heaven - 4:23
6 If You Could See Me Now - 3:33

Art-Nr.: 7285
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 4,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The rapture
Living stones
One day closer
Life's railway to heaven

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Bates, Jeff - same [2008]
Drittes Album des in Mississippi aufgewachsenen Jeff Bates, mit dem er zweifelsfrei den nächsten großen Schritt in die richtige Richtung vollzieht. Das ist großartige Country-/New Countrymusic auf der Höhe der Zeit, die sich genüßlich in der Schnittmenge solcher Leute wie Blake Shelton, Darryl Worley, Jason Aldean und Konsorten, aber auch solcher Neo-Traditionalisten wie Tracy Lawrence, Tracy Byrd und Legenden wie Merle Haggard und dem unvergessenen Conway Twitty tummelt. Gerade Twitty ist, bezogen auf Bates' fantastische, wunderbar warme, angenehme, tiefe Baritone-Countrystimme immer wieder eine gern herangezogene Vergleichsgröße. Überwogen auf dem 2003er Debut noch die teils allzu verträumten Lovesongs und Balladen, so hatte das 2006 erschienene "Leave the light on" schon deutlich mehr "grit" und Pep aufzuweisen. Dieser Trend setzt sich weiter fort - und das ist gut so! Der Anteil knackiger, kraftvoller, mit diesem "rauen Charme" der jungen Nashville-Garde ausgestatteten Songs war nie größer. Selbstverständlich finden sich auch hier wieder einige exzellente Countryballaden, doch auch die sind kräftiger geworden und haben ihren in der Vergangenheit teils zu dick aufgetragenen Bombast verloren. Insgesamt ist das starke Songmaterial (10 der 13 Songs wurden von Bates mitkomponiert) sehr ausgewogen. An den Aufnahmesessions war, man hört es an der exzellenten musikalischen Qualität, mal wieder eine große Anzahl Musiker der ersten Garde von Nashville's Studio-Cracks beteiligt. Keine Frage, dies ist eindeutig Jeff Bates' bis heute stärkstes Album - modern, frisch, kraftvoll, und dennoch immer "real country"!

Art-Nr.: 4061
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Lonesome
Country girl can
Riverbank
Don't hate me for loving you
Country man

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Heatherly, Eric - the lower east side of life [2005]
Eric Heatherly träumte schon von frühester Kindheit an, einmal ein großer Musikstar zu werden. Mit Erhalt seiner ersten Gitarre begann der in Chattanooga/Tennesse geborene Junge schon fast fanatisch seine Fingerfertigkeit zu trainieren, vorzugsweise nach Noten seiner Lieblings-Interpreten wie Creedence Clearwater Revival, Johnny Cash, Conway Twitty oder Roy Orbinson. 1991 entschloß er sich im Country-Mekka sesshaft zu werden und kämpfte sich zunächst mit schlecht bezahlten Auftritten und Gelegenheitsjobs durchs Leben. Die großen Labels wurden erstmals im Jahre 1995 auf den jungen Singer/Songwriter aufmerksam, der mittlerweile eine Daueranstellung mit einem wöchentlichen Gig im berühmten "Tootsie’s Orchid Lounge Club" ergattert hatte. Doch zunächst ließ Heatherly von seiner Maxime, sich nicht "verbiegen" zu lassen, nicht ab. Er schlug ein Angebot von Shania Twain aus, sie auf ihrer Welttournee 1998 als Gitarrist zu begleiten. Mit der Verpflichtung durch Mercury Records schien dann 2000 mit dem Erscheinen seines Debütalbums "Swimming In Champagne" der Weg zum Durchbruch endgültig geebnet zu sein,
zumal das darauf enthaltene Remake von "Flowers On The Wall" als Top Ten-Hit einschlug. Doch dem Glauben, endlich am Ziel seiner Träume angelangt zu sein, folgte die Ernüchterung. Sowohl Mercury Records als auch DreamWorks, zu denen Heatherly gewechselt war, verhinderten nacheinander aus nicht nachvollziehbaren Gründen das Erscheinen seiner bereits fertig gestellten Folgewerke. Zum Glück hatte sich Eric zwischenzeitlich, eher rein zufällig, ein zweites Standbein geschaffen. Er produziert (auf die Idee kam er durch einen schweren Unfall, den er und seine seither wohlbehütete Fender Gitarre aber unversehrt überstanden) aus alten Autogurten aufwendig gestaltete Gitarren-Umhängegurte, die unter Musik-Kollegen einer reißenden Nachfrage (u. a. Kid Rock, Brian Setzer, Lenny Kravitz) ausgesetzt sind. So konnte er es sich erlauben ein eigenes Label zu gründen, womit die Barrieren in Sachen Neu-Veröffentlichungen nun endlich Schnee von gestern sind. Und so dürfen wir uns jetzt über sein sehr persönliches, neues Album "The Lower East Side Of Life" richtig freuen, denn Heatherly hat ganz hervorragende Arbeit geleistet. Knackiger, teilweise schön angerockter (-popter), wenn auch im Tempo oft gemäßigter, New Country in einem sehr modernen, zeitgemäßen Gewand, ohne dabei je in dem sonst zuweilen üblichen Nashville-Überproduktions-Bombast uzu versinken. Klasse! Kommt der Eröffnungstrack "Judging Beauty" mit seinen satten Stones-like Riffs noch recht fetzig aus den Boxen (der Stil erinnert ein wenig an die Warren Brothers), so werden im Verlauf der CD, bis auf zwei weitere Ausnahmen (das Titelstück und die Rockabilly-angehauchte Country-Uptemponummer "Way Down"), wie gesagt, zumeist ruhigere Töne angeschlagen. Dies allerdings alles in einem tollen musikalischen Gewand, wobei Heatherly textlich tiefe Einblicke in sein Gefühlsleben offenbart (z.B. "Job", "Ruin" oder "Whatever Happened ... To Me"). Natürlich rechnet er auch mit der Musikbranche ab, indem er die "Züchtung" von "großen Stars", die nicht mal einen Akkord spielen können, scharf kritisiert, und verarbeitet auch seine Erlebnisse mit den Majorlabels ("Who Needs Enemies With Family Like You"). Fast sämtliche sauber und glasklar dargebotenen Instrumente (Gitarren, Bass, Mandolinen, Drums, Keyboards, Harmonicas...) hat Eric selbst eingespielt, alle Lieder komponiert, gesungen und produziert, nur in Auszügen durften sein Toningenieur Jose Arbelaez und die Herren McHugh, Morrow und Darken Piano-, Schlagzeug- und Percussion-Dienste beifügen. Es scheint, Eric Heatherly habe, nicht nur seit der Geburt seiner Tochter, der im übrigen auch zwei Songs gewidmet sind, nun seinen inneren Frieden gefunden.und dies in kreative musikalische Energie auf einem beachtlichen Niveau umwandeln können. Respekt, Mr. Heatherly, ein klasse Album! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3247
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Johnson, Cody - human - the double album [2021]
"Cody Johnson is a true cowboy with countrymusic in his veins, a natural born star"! Neue Doppel-CD des Texaners Cody Johnson - und wieder einmal ist es ein absolutes Fest für die Liebhaber echter, traditionell fundamentierter, reiner, ehrlicher Countrymusic. Ein Paradebeispiel dafür, wie man echten, klassischen Country auf das Level der heutigen Zeit hebt, ihm einen vollkommen zeitgemäßen Anstrich verpasst, ohne ihn mit jeglichem Pop-Schnickschnack seiner Authentizität zu berauben. Einfach wunderbar! Aufgewachsen in einem ländlichen, von Pinienwäldern umgebenen Gebiet im Osten Texas' entwickelte sich Cody von Kindesbeinen an zu einem "real countryboy". Bevor er sich voll und ganz darauf konzentrierte, ausschließlich Musik zu machen, arbeitete er unter anderem als Gefängniswärter und professioneller "bull rider" - alles prägende Dinge, die die DNA seiner Musik heute prägen. Zu Hause, in seiner texanischen Heimat gehört Johnson längst zu den Königen der Honky Tonks und Dancehalls, zu den absoluten Stars des Lone Star States. Doch mittlerweile beginnt er, mit seiner herrlichen, erfrischenden Countrymusic, die den Spagat zwischen purer Tradition und zeitgemässer Moderne so spielend leicht meistert, auch die Herzen der Traditionalisten in Nashville und ganz Amerika zu erobern, und sich in der vordersten Riege des Country fest zu etablieren. Sein neues Werk untermauert dies eindrucksvoll! Na klar, und das ist auch gut so, bewegt sich Johnson auch auf dem Terrain eines George Strait und Alan Jackson, wie auch eines Jon Pardi und Jamey Johnson, doch er hat auch seinen ganz eigenen Stil und punktet mit großer Variabilität. Er kann fett rocken, honky-tonken, kann two-steppen, waltzen und swingen, wie auch herrliche Balladen vortragen - alles überaus melodisch und auf einem verdammt hohen Niveau. Das Songmaterial ist "erste Sahne", von vorn bis hinten, ohne jede Schawchstelle. Die "Real Country"-Fans werden es genießen. Stellvertretend seien hier ein paar Song-Highlights aufgezählt, wie etwa das das Album grandios eröffnende Titelstück "Human", eine edle, lockere, traumhaft melodische, lupenreine Countryballade, durch die sich ganz wunderbar miteinander harmonierende Pedal Steel-, Fiddle- und E-Gitarrelinien schlängeln. Oder auch der überaus kraftvolle, dynamische Honky Tonk-Boogie "Honky Tonk hardwood floors" mit seinen satten E-Gitarren, der surrenden Fiddle und den starken Pedal Steel-Fills, die prächtige Coverversion von Willie Nelson's "Sad songs and waltzes", das Johnson gemeinsam mit seinem Idol neu eingespielt hat (tolles Duett), das famos zwischen ruhig, flockig und kernig, kraftvoll rockend hin und her wandelnde, bärenstarke "'Til you can't" (klasse Groove, herrliche Pedal Steel, großartige E-Gitarren), der mit forsch nach vorn galoppierenden Drums über die Prairie fegende Country-Ritt "Known for loving you" (tolle Pedal Steel, zündendes E-Gitarren-Solo), Johnson's klasse Interpretation von Vince Gill's "Son of a ramblin' man" (schönes Banjo-Picking im Hintergrund), die mit einer hinreißenden Prise Southern Soul versehene, alte Harlan Howard-Nummer "I don't know a thing about love" (einst ein Nr. 1-Hit für Conway Twitty), die Steelguitar-getränkte, wunderbare Ballade "Made a home", den schnellen, melodischen, mit starken E-Gitarren, Banjo und Fiddle inszenierten Countryfeger "Let's build a fire" (furioser Fiddle-/E-Gitarren-Schlagabtausch), die wunderbar melodische, sehr erfrischende, lockere, leicht grassige "Pure Country"-Nummer "Treasure" (herrliche Gitarren-/Banjo-/Dobro-Fiddle-Instrumentierung), ebenso wie die tolle, launig lustige Cowboy-Nummer "Cowboy scale of 1 to 10", bei der die Kolegen Ned LeDoux, Corb Lund, Dale Brisby und der legendäre Red Steagall mit am Start sind. Produziert hat das Werk übrigens erneut der alte texanische, jetzt in Nashville residierende Countryrecke Trent Willmon, ebenfalls ein Garant für höchste Countryqualität. Cody Johnson zeigt mit "Human" einmal mehr eindrucksvoll, dass echte Countrymusic niemals klein zu kriegen ist. Großes Kompliment für diese Leistung. Toller Typ! Tolle Countrymusic!

Das komplette Tracklisting:

CD 1:
1. Human - 3:41
2. Honky Tonk Hardwood Floors - 3:19
3. Sad Songs and Waltzes (feat. Willie Nelson) - 3:32
4. 'Til You Can't - 3:44
5. God Bless the Boy (Cori's Song) - 3:26
6. Known for Loving You - 2:46
7. Driveway - 2:47
8. Son of a Ramblin' Man - 3:12
9. I Always Wanted To - 5:01

CD 2:
1. I Don't Know a Thing About Love - 3:42
2. Longer Than She Did - 3:19
3. Made a Home - 3:25
4. Let's Build a Fire - 2:56
5. When It Comes to You - 3:36
6. Treasure - 3:14
7. Stronger - 3:14
8. Cowboy Scale of 1 to 10 (feat. Red Steagall, Ned LeDoux, Corb Lund, Dale Brisby) - 2:55
9. By Your Grace - 3:58

Art-Nr.: 10444
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 19,90

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Lann, James - honky tonk kung fu [2010]
Es ist immer wieder erstaunlich, welch phantastische Country-Interpreten es zu entdecken gibt - abseits vom Mainstream, aber auf einem dermassen hohen Niveau, dass man ehrfürchtig den Cowboyhut ziehen möchte. Doch noch erstaunlicher ist es, dass die Bosse der großen Major-Labels scheinbar achtlos an diesen Künstlern vorüber gehen. Wie ist es zu erklären, dass dieser junge Mann (noch) keinen Major-Deal hat? Wir wissen es nicht. Vielleicht ist es aber auch ganz gut so, denn sonst würden die musikalische Freiheit, Unbekümmertheit und Frische möglicherweise irgendwann auf der Strecke bleiben. Um wen geht es: James Lann, seit fünf Generationen ein "echter" Cowboy, quasi "im Sattel" aufgewachsen auf einer "Cattle-Ranch" vor den Toren Houston's, kennt das Countryleben von der Pike auf. Doch eines Tages war für ihn klar, dass er sein Pferd und sein Lasso gegen die Gitarre und die Musik eintauschen würde. Ebenso klar war, das er sein bislang geführtes Countryleben eins zu eins in die Musik übertragen würde. So etwas steckt einem einfach im Blut. Vielleicht ist deshalb James Lann's Musik so authentisch, so ehrlich, so "real country" - und doch so modern! Sein mittlerweite zweites Album, "Honky Tonk Kung Fu" jedenfalls ist, wie auch sein Vorgängerwerk "F-O-R-D" aus dem Jahre 2007, das wir gleichzietig in unser Programm aufgenommen haben (siehe Artikel-Nr. 6847) ein absoluter Country-Knüller. Bei dieser geradezu traumwandlerisch sicheren Gratwanderung zwischen traditionellen Klängen, nach unendlicher Freiheit duftendem Cowboy- und Western-Flair und knackigem, modernem, aber völlig Pop-freiem, von wundervollen Melodien durchzogenem, "jungem" New Country blüht das Herz eines jeden Countryfans auf! Versprochen! Lann, hätte er eine Chance im Country-Radio ausserhalb der Grenzen Texas' gespielt zu werden, dürfte mit seiner Musik mühelos in der Lage sein, die Charts in Nashville ordentlich durcheinander zu wirbeln. Vor allen Dingen ist er ganau das, was Nashville so nötig hätte. Nämlich Leute, die traditionelle Countrymusic wieder in den Fokus der (auch jungen) Fans rücken und die reine, ehrliche und authentische Countrymusic wieder zu dem dominierenden Element in den Charts machen. James Lann ist ein Traditionalist durch und durch. Und doch ist er so "up to date", so zwanglos und erfrischend, so zeitgemäss, vor allem aber auch so gut und kompetent, dass er Generationen von Countryfans vereinen könnte. Brad Paisley, ohne Zweifel auch ein herausragender und aussergewöhnlicher Vertreter seiner Zunft, verkauften Nashville's Marketing-Strategen einst als den "Savior of Countrymusic", doch auch einem Mann wie James Lann ist ein solcher Slogan geradezu auf den Leib geschrieben. Das ist allerfeinste "Stoff" in der Schnittmenge von Leuten wie George Strait, Alan Jackson, Trace Adkins, Dierks Bentley, besagtem Brad Paisley, Josh Turner, Clay Walker, Gary Allan und dem großen Garth Brooks. Das Verrückte: Lann kann jetzt schon locker das Niveau dieser "Konkurrenten" mitgehen. Der junge Mann ist gesegnet mit einer wunderbaren, äusserst angenehmen Countrystimme, die zeitweise etwas an seinen texanischen Landsmann Clay Walker, aber auch an den guten Garth Brooks erinnert. Eingespielt wurde das Material mit einigen exzellenten texanischen Musikern (u.a. John Carroll an der E-Gitarre, sowie der begnadete Multi-Instrumenatlist Milo Deering an der Mandoline, Fiddle, Dobro, Acoustic Guitar und Pedal Steel), sowie dem überragenden, legendären Nashville-Drummer Eddie Bayers. Die Songs sind von vorn bis hinten erste Sahne! Der Sound ist knackig, klar, super! Ob beispielsweise die von schönen, "saftigen" elektrischen Gitarren durchzogene, wunderbar melodische New Country-Nummer "Every kiss goodnight" , das von einem klasse Outlaw-Feeling umgebene, dabei sehr zeitgemäss und würzig in Szene gesetzte "Face in the mirror" (tolle E-Gitarre und Steel), das mit herrlichem Fiddle und Mandolinenspiel, aber auch mit kraftvollen E-Gitarren-Licks instrumentierte, im Refrain wunderbar knackige, traumhaft melodische "Halfway to Houston", der ordentlich dampfende, rockige Country-Kracher "Heaven ain't the place to be" (klasse der "pure Country"-Text mit der Erwähnung von Waylon Jennings' "Honky Tonk Heroes" und Conway Twitty), das ein wenig californisch eingefärbte, etwas an Gary Allan erinnernde, mit tollem Dobro, Steel und großartiger Baritone Gitarre intonierte, flotte "Cowboy killer" (schönes Western-Flair), der coole, knackig rockende, erneut vom Text her sehr authentisch und humorvoll verfasste, raue, von satten E-Gitarren-Riffs geprägte Roadhouse-/Honky Tonk Two-Stepper "Honky Tonk Kung Fu" (erzählt in "blumigen" Worten von einer durch zu viel Alkohol ausgelösten Saloon-Schlägerei - man sieht die vermeintlichen Szenen regelrecht wie in einem Westernmovie vor seinem geistigen Auge vorüber ziehen), die wunderschöne, von tollen, transparenten Gitarren, sowie feinen Fiddle- und Steel-Fills bestimmte Country-Ballade "Back on track", der swingende, ultra-traditionelle, Gitarren- und Steelguitar-getränkte Honky Tonker "That's why I'm here", bis hin zu dem fulminant abgehenden Country & Western-/Hillbilly-Knaller "The talent requires" - es gibt wirklich nichts zu mäkeln. Gar nichts! Neben zwei Bonustracks enthält das Album darüber hinaus noch einen nicht mal auf dem Cover aufgeführten "hidden" Track, und zwar eine klasse Live-Version des unvergessenen Michael Martin Murphey-Hits "Wildfire". Zudem ist das Werk mit insgesamt 16 Songs und knapp 60 Minuten Spielzeit prall gefüllt. James Lann ist ohne Frage einer der bis dato "unentdeckten Rohdiamanten" des Country. Einer, der Countrymusic aus tiefstem Herzen spielt. Einer, der das Countryleben in den Genen hat. Ein Pracht-Album! Die Fans werden es lieben! "This cowboy is keeping it country"!

Hinweis: Gleichzeitig haben wir auch James Lann's erstes Album "F-O-R-D" aus dem Jahre 2007 mit ins Programm genommen. Das Teil ist auf dem absolut gleichen Niveau wie "Honky Tonk Kung Fu", also ebenfalls ein wahrer Country-Knüller!

Die komplette Songliste:

1.Every kiss goodnight (4.43)
2.Face in the mirror (3.53)
3.Halfway to Houston (3.27)
4.Heaven ain’t the place to be (3.41)
5.She’s water (3.26)
6.Cowboy Killer (3.52)
7.Makin’ Payments (3.29)
8.Honky Tonk Kung Fu (3.22)
9.Back on Track (3.48)
10.I owe you one (3.08)
11.That’s why I’m here (3.53)
12.Rented Houses (3.44)
13.The Talent Requires (4.17)
14.I Owe you w/ Jason Allen (3.08)
15.That’s why I’m Here w/ Jason Allen & Chuck Allen Floyd (3.56)
16.Wildfire (live) (4.01)

Art-Nr.: 6848
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Every kiss goodnight
Halfway to Houston
Heaven ain't the place to be
Cowboy killer
Honky Tonk Kung Fu
Back on track
The talent requires

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Lynn, Loretta - still woman enough [2021]
"Still woman enough" - was für ein Lebenszeichen der rüstigen, immer "Jungen", mittlerweile 88-jährigen, amerikanischen Country-Ikone Loretta Lynn. Auf ihrem 50. Studioalbum (ohne die diversesten Duett-Alben mit Conway Twitty) feiert Lynn mit 13 exzellenten, puren, traditionellen, lupenreinen Roots-Countrynummern die "Women In Country Music". Das geht von der Hommage an Mother Maybell Carter and the Carter Family mit ihrem Cover von deren Evergren "Keep on the sunny side", über einige wunderbare Neukompositionen, wie z. B. dem mit ihrer Tochter Patsy geschriebenen Titelstück "Still woman enough" (eingespielt gemeinsam mit den Superstars Reba McEntire und Carrie Underwood), "One's on the way" (gemeinsam mit Margo Price) und "You ain't woman enough" (mit Tanya Tucker), bis hin zu frischen Neuinterpretationen ihrer allerersten Single "Honky Tonk girl" und dem emotionalen, biografischen "Coal Miner's Daughter (Recitation)", mit dem sie den 50. Jahrestag der Veröffentlichung (5. Oktober 1970) ihres berühmtesten Songs überhaupt zelebriert. Einfach eine tolle Leistung von Loretta Lynn!

Das komplette Tracklisting:

1. Still Woman Enough - (feat. Reba McEntire and Carrie Underwood) - 3:37
2. Keep On The Sunny Side - 2:55
3. Honky Tonk Girl - 2:32
4. I Don't Feel At Home Anymore - 2:03
5. Old Kentucky Home - 2:27
6. Coal Miner's Daughter (Recitation) - 2:07
7. One's On The Way (feat. Margo Price) - 2:41
8. I Wanna Be Free - 2:15
9. Where No One Stands Alone - 2:47
10. I'll Be All Smiles Tonight - 3:38
11. I Saw The Light - 3:06
12. My Love - 2:44
13. You Ain't Woman Enough (feat. Tanya Tucker) - 2:17

Art-Nr.: 10273
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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McCreery, Scotty - clear as day [2011]
Debut-Album des aktuellen "American Idol"-Gewinners Scotty McCreery! Wie auch die Zweitplatzierte der letzten Staffel, Lauren Alaina, veröffentlicht McCreery mit "Clear as day" ein Countryalbum - und es passt bestens. Der junge Mann hat einen ausgeprägten Hang zur Countrymusic und ist, wie er sagt, in einem Elternhaus groß geworden, in dem ständig Musik solcher Leute wie Hank Williams, Conway Twitty und Merle Haggard gespielt wurde. Das hat ihn zweifellos geprägt. Zudem ist Scotty mit einer sehr guten und variablen, überraschend authentischen Countrystimme gesegnet. "It has some old country influences and elements, but it also has a contemporary feel with fun up-tempo songs", sagt er über das Werk. Stimmt genau! Die Fundamente sind durchaus traditionell, doch Scotty weiß auch mal eine etwas poppigere Nuance zu integrieren. Die Mischung passt. Man wird zuweilen ein wenig an Josh Turner (auch stimmlich) und Joe Nichols erinnert, mit einem leicht moderneren Ambiente. Produziert wurde das Album von dem Nashville-Veteranen Mark Bright, der natürlich auch die erste Garde von Music City's "Studio-Mafia" mitgebracht hat, wie z. B. Paul Leim (drums), Brent Mason (guitar), Ilya Toshinsky (acoustic guitar, mandolin), Mike Johnson (steel), Jimmie Sloas (bass) und Gordon Mote (piano). Enthält u. a. eine feine Neu-Interpretation der Nummer "Walk in the country", das der ein oder andere von Keith Urban's erster Band The Ranch kennen wird. Ein prima Country-Einstieg für Scotty McCreery, im übrigen sofort gekrönt mit einem Chart-Einstieg auf Platz 1!

Die komplette Songliste:

1 Out of Summertime - 3:42
2 I Love You This Big - 4:06
3 Clear As Day - 3:56
4 The Trouble With Girls - 3:50
5 Water Tower Town - 2:43
6 Walk In the Country - 2:58
7 Better Than That - 3:10
8 Write My Number On Your Hand - 2:59
9 Dirty Dishes - 3:36
10 You Make That Look Good - 3:02
11 Back On the Ground - 3:19
12 That Old King James - 3:28

Art-Nr.: 7603
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Out of summertime
Clear as day
Water tower town
Walk in the country
You make that look good

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No Justice - america's son [2012]
4. Studioalbum der beliebten Red Dirt Countryrock-Institution aus Stillwater, OK. Und wieder ist es ein durchgängig überaus hörenswertes, erstklassiges Teil geworden, das allerdings im Vergleich zum Vorgänger "2nd Avenue" wieder mehr auf ihren ursprünglichen, etwas mehr country-infizierten, nicht ganz so "harten" Sound der anfänglichen Werke fokussiert ist. Hängt vermutlich auch damit zusammen, dass No Justice nach einem kurzen Ausflug in andere Gefilde wieder zum führenden Szene-Label Smith Entertainment zurückgekehrt sind. Kaum eine andere Band, außer vielleicht der Eli Young Band, ist in der Lage, im gesamten Verlauf des Bestehens (seit 2001) und der produzierten Alben, so viele Ohrwürmer am Fließband abzuliefern, wie die Mannen um Steve Rice, den charismatischen Songwriter und Bandleader. Der Sänger mit der markanten Wohlfühlstimme hat sich auch auf "America’s Son" wieder richtig ins Zeug gelegt und sowohl starke neue Stücke kreiert, aber auch einige den Kennern der Band und anderer Künstler der Red Dirt-Szene bereits geläufige Titel modifiziert, neu arrangiert und neu eingespielt - und das in vortrefflicher Manier. Das aktuelle Line-up von No Justice besteht mittlerweile aus Armando Lopez (percussion), Bryce Conway (keyboards), Cody Patton (lead guitar, vocals) und Justin Morris (bass, vocals), die beiden Letztgenannten waren diesmal auch beim Songwriting mit drei Tracks involviert. Produziert hat erneut Dexter Green. Aber auch einige interessante Gäste trugen zum vortrefflichen Gelingen des Werkes bei. So glänzt beispielsweise ex Drive-By Truckers-Mann Jason Isbell (Jason and the 400 Unit Isbell) beim herrlich flockigen Opener "Never Gonna Be Enough" mit einem klasse Slide-Anschluss an Patton's E-Gitarren-Solo. Das folgende "Life’s Too Short" entpuppt sich als lupenreiner Southern-Rocker. Geht ganz schön ab. Wunderbar auch die schönen Harmoniegesänge von Countrysängerin Elizabeth Cook, die vortrefflich mit Steve's wohlig rauchigem Organ zusammenpasst. Herrlich auch bei dem Countryschwofer "Songs On The Radio" (klasse Mandolinen- und Gitarrenuntermalung, erneut tolles Slide-Solo). Der launige, deftig voranpreschende Heartland-Rocker und gleichzeitig die e Single "Shot In The Dark" hat es sofort in die Top-10 der Texas Music Charts geschafft (das komplette Album übrigens zum ersten Mal auch in die Billboard Charts). Das nicht, wie sonst oft üblich, mit überzogenem Patriotismus angereicherte Titelstück "America’s Son" (hier sehr angenehm, sogar etwas melancholisch) wird, wie meistens bei No Justice, von einem ins Ohr gehenden E-Gitarren-Führungsriff bestimmt. Die Orgel gurgelt und hallt wunderbar im Einklang mit Rice's unverwechselbarem Gesang und Cook's netten Harmonies. Dazu gibt es wieder ein schönes E-Gitarren-Solo von Cody Patton. Ebenfalls sehr hitverdächtig. Kommen wir zu den bekannten Liedern. "Give You A Ring" und "Let’s Not Say Goodbye Again" hat Steve Rice zusammen mit Casey Donahew (Casey Donahew Band) geschrieben und der hat die beiden Tracks auf seiner im letzten Jahr erschienenen CD "Double-Wide Dream" bereits veröffentlicht. Donahew's auch sehr gelungenen Versionen sind im Vergleich ursprünglicher, während No Justice mehr auf Eingängigkeit bedacht sind. Ihr Vorteil: Steve Rice ist einfach der um Längen bessere Sänger und so haben No Justice in der finalen Bewertung die Nase doch leicht vorn. "Red Dress" ist ein Fan-Favorit vom Zweitwerk der Band. Hier neu aufgelegt mit besser herausgearbeiteten Vocals von Rice, instrumentell variiert und mit verbessertem Sound. Vom gleichen früheren Silberling stammt das abschließende "Walk Away". Diesmal assistiert die großartige Rebecca Lynn Howard Steve Rice bei den Harmoniegesängen, aber deutlich mehr in den Vordergrund abgemischt als Cook bei den Tracks zuvor. Was die beiden hier gesanglich abliefern ist ganz großes "Kino", ja Gänsehaut pur (auch tolle Pianobegleitung). Und wenn Patton dazu noch zwei grandiose E-Gitarren-Soli (vor allem das zum Ausklang des Liedes) loslässt, brechen alle Dämme. Ein absoluter Killersong! Da ist man nur noch hin und weg. Ein Ohrwurm der Extraklasse und ein Hammerabschluß eines großartigen Albums. "America’s Son" festigt den Rang des Stillwater-Fünfers als eine der hochwertigen Konstanten der Red Dirt-Szene. No Justice sind auch mit ihrem 4. Studio-Longplayer erneut gnadenlos gut! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Never Gonna Be Enough - 3:44
2. Life's Too Short - 3:17
3. Songs On the Radio - 4:24
4. Red Dress - 5:15
5. Shot In the Dark - 3:15
6. Run Away With Me - 4:15
7. America's Son - 4:02
8. Give You a Ring - 3:52
9. Let's Not Say Goodbye Again - 3:29
10. Don't Walk Away - 5:25

Art-Nr.: 8030
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Never gonna be enough
Life's too short
Songs on the radio
Red dress
Shot in the dark
America's son
Let's not say goodbye again

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Nugent, Alecia - hillbilly goddess [2009]
Alecia Nugent's drittes Album "Hillbilly goddess" ist eine Wonne! Die junge, hübsche, so überaus sympathisch wirkende Dame aus Hickory Grove in Louisiana etabliert sich mehr und mehr als eine der " most celebrated Bluegrass and Country Singers across America's heartland"! Die Lobeshymnen sind nachvollziehbar, denn man erliegt ihrer unwiderstehlichen musikalischen Anziehungskraft im Handumdrehen. Das neue Album zeigt eine Alecia Nugent, die sich konsequent weiterentwickelt. Natürlich ist das erneut feinster Bluegrass, bzw. Acoustic Country, doch es gelingt ihr ein geschickter Spagat zwischen ihren Bluegrass-Wurzeln, "echter", traditioneller Countrymusic und New Country. Bringt man es auf einen Nenner, so wäre wohl "Acoustic-based Traditional Country/New Country with Bluegrass-Instrumentation" die richtige Bezeichnung. Elektrische Instrumente sind absolut fehl am Platz. Es regieren Acoustic Gitarren, Fiddle, Banjo, Mandoline, Dobro und mal ein Piano, allerdings rhythmisch unterstützt durch das exquisite Schlagzeug-Spiel von Tony Creasman. Von frühesten Kindestagen an genoss Alecia eine innige und stets geförderte "innerfamiliäre musikalische Ausbildung". Quasi am Tage ihrer Geburt gründete ihr Vater die "Southland Bluegrass Band", in der er seine Tochter so schnell wie möglich versuchte zu integrieren. Bereits im zarten Alter von 9 Jahren stand sie auf der Bühne und sang Holly Dunn's berühmten Hit "Daddy's hands". In ihren Teen-Jahren wurde sie deren Lead-Sängerin. Während dieser Zeit sammelte sie jede Menge Erfahrung mit traditioneller Musik, die da reichte von den Stanley Brothers, über Flatt & Scruggs, Jimmy Martin, bis hin zu George Jones, Conway Twitty, Merle Haggard und Dolly Parton. Wie sonst könnte ihr ein so wunderbarer, tief traditioneller "Honky Tonk Weeper" wie "Dyin' to hold her again" gelingen, der einem mit seiner exzellenten Fiddle- und Mandolinen-Begleitung regelrecht das Herz bricht. Am meisten aber beeindruckte Alecia in ihrer musikalischen Jugend die große Reba McEntire, was ein ums andere Mal durchaus erkennbar ist. Alecia Nugent hat eine großartige Stimme, von der die amerikanischen Fachleute regelrecht begeistert sind. Voller Gefühl und Seele, mal kraftvoll, mal sehr einfühlsam, dann wieder ganz entspannt, immer rein und klar, verkörpert sie so etwas wie eine erfrischende Kombination aus Rhonda Vincent, besagter Reba McEntire, Trisha Yearwood und Patty Loveless. Das überaus abwechslungsreiche Songmaterial reicht von frechen, rootsigen, dynamischen Uptempo-Nummern (beispielsweise das erdige, gut nach vorn gehende, sehr melodische "Wreckin' the train" mit starke Banjo,- Dobro- und Fiddle-Begleitung), über lupenreine Bluegrass-"Barnburner" (das Titelstück "Hillbilly goddess"), wunderbar lockere, traditionelle Midtempo-Nummern (beispielsweise das herrliche "Wishin' hard"), bis hin zu von einem traumhaften Appalachian-Flair tangierten, gefühlvollen Balladen (wie etwa das von klaren Acoustic Gitarren und reinster Mandoline bestimmte, wunderschöne "Don't tell me", im übrigen eine Komposition von Buddy & Julie Miller). Große Klasse auch das herrlich flockige, sich warm und einschmeichelnd in unsere Gehörgänge schleichende, autobiographische "Nugent Family Band", in dem Alecia genauso liebevoll wie stolz ihre vergangene Bluegrass- und Country-Entwicklung aufarbeitet. Einfach schön! Unter den Begleitmusikern befindet sich wieder eine absolute "A-List"-Schar von beispiellosen Ausnahmekönnern wie Tim Stafford, Andy Falco, Rob Ickes, Andy Leftwich, Adam Steffey, dem rgoßen J.D. Crowe, Kevin Grantt, u.s.w.! Für fantastische Background-Harmonies sorgen. u.a. Jennifer Strickland, Sonya Isaacs und Carl Jackson, der das Werk erneut, wie bereits die Vorgänger, exzellent produzierte. Wundervoller, unverfälschter, reiner Bluegrass-based Acoustic Country vom Allerfeinsten! "'Hillbilly goddess' is a major step forward from one of the great new voices in American music: Alecia Nugent"! So steht es in den Liner-Notes dea Albums - und das unterschreiben wir ohne jeden Einwand.

Die komplette Songliste:

1 Wreckin' the Train - 4:11   
2 Don't Tell Me - 4:49   
3 Hillbilly Goddess - 3:13   
4 Just Another Alice - 4:07   
5 The Last Greyhound - 2:53   
6 Cryin' All the Way to the Bank - 3:10   
7 Dyin' to Hold Her Again - 4:25   
8 Nugent Family Band - 3:30   
9 Wishin' Hard - 3:31   
10 The Writing's All Over the Wall - 3:27   
11 Already Home - 3:53

Art-Nr.: 6394
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Wreckin' the train
Don't tell me
Hillbilly goddess
The last Greyhound
Nugent Family Band
Wishin' hard

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Sands, Crystal - same [2008]
Traditionalistinnen an die Front! Aus Tyler/Texas kommt eine junge Dame, die sich voller Frische und Elan aufmacht mit ihrem herrlich natürlichen "Country-Twang" die Herzen der "Pure Country"-Fans zu erobern: Crystal Sands! Schon das Frontcover lässt gar keine anderen Schlüsse dessen zu, was uns dann auch tatsächlich auf dieser klasse CD erwartet: Unverfälschte, reine Countrymusic ohne jeglichen Zusatz glamouröser Pop-Elemente, vollkommen authentisch und von zeitloser Güte! Schon im zarten Alter von 3 Jahren, sie konnte kaum ein Mikro halten, verspürte Crystal einen starken Drang vor anderen Leuten zu singen. Was zunächst wie eine lustige "Kinder-Verrücktheit" aussah, entpuppte sich als eine regelrecht angeborene Neigung. Aus jugendlichen Karaoke-Wettbewerben wurden "richtige" Performances und im Verlauf ihrer Teenagerzeit begann Crystal auch damit, eigene Songs zu schreiben. Welche Art von Musik es ihr angetan hatte, kristallisierte sich auch sehr schnell heraus, denn sie begeisterte sich für Leute wie Patsy Cline, Conway Twitty, Keith Whitley oder auch Alan Jackson. Und genau das ist auch das Terrain, auf dem sich Crystal mit ihrem großartigen Debutalbum bewegt. Neben den genannten Einflüssen entdeckt man zudem immer wieder Parallelen zu einer sehr traditionellen Patty Loveless, Reba McEntire, vielleicht auch Danni Leigh, sowie Hank Williams und George Jones. Die Musik, obwohl sie überwiegend recht locker rüber kommt, sprüht vor Country-Temperament. Der ausgewogene Mix aus Uptempo Two-Steppern, flockigen Midtempo-Nummern und gefühlvollen Balladen wirkt in einer gewissen Weise angenehm knackig und ist zu jeder Sekunde durch und durch "country to the bone"! Crystal verfügt darüber hinaus über eine sehr schöne, klare Stimme, die einfach wunderbar zu dieser Musik passt. Das Album startet mit dem flotten, von schönen Gitarren bestimmten, astreinen Barroom-Honky Tonker "Hank you", der, wie es der Titel schon verspricht, jede Menge Hank Williams-Flair versprüht (klasse Steelguitar, schönes, klimperndes Piano)! Die Nummer ist geradezu prädestiniert für einen "dicken" Hit! Das folgende "Everytime I think it's over", im Duett mit Ron Williams vorgetragen, ist dann eine feine "cheatin' ballad" in bester George Jones/Tammy Wynette-Manier, während wir mit dem großartigen "Melted down memories" wieder wunderbar lockeren, flotten, erfrischenden, natürlichen "pure Country" voller schöner Gitarren, wimmernder Steel und heulender Fiddle genießen dürfen. Hat eine feine Melodie! Wie auch das flockige, aber schön knackige, sehr an Alan Jackson erinnernde "More than gas". Die neben der klasse Steelguitar eingesetzte Mandoline sorgt für viel Frische. Lupenreinen, gefühlvollen, voller Herz steckenden Honky Tonk-Country mit dezentem Western-Flair gibt's im Anschluß daran mit dem schönen "Wrapped around his finger"! So zieht Crystal Sands ihr Ding bis zum Ende durch, ohne die "pure Country"-Pfade auch nur eine Sekunde lang zu verlassen. Ein klasse Country-Album! Um noch einmal auf die anfänglichen Worte zurück zu kommen: Unser Herz hat sie schon erobert! Und es werden noch viele weiter folgen, da sind wir uns sicher...

Die Tracklist:

1 Hank You (2.53)
2 Everytime I Think It's Over (4.09)
3 Melted Down Memories (3.20)
4 More Than Gas (2.53)
5 Wrapped Around His Finger (3.58)
6 Happy (3.06)
7 Not Any Closer (3.54)
8 Bottle of Wine and Patsy Cline (3.21)
9 These Are Them (3.04)
10 Train Leaving Dallas (3.50)
11 Crazy That Way (3.22)
12 Under a Tennessee Moon (4.58)

Art-Nr.: 5990
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Hank you
Melted down memories
More than gas
Wrapped around his finger
Train leaving Dallas
Crazy that way

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Singletary, Daryle - that's why i sing this way [2002]
Einmal mehr beweist Daryle Singletary auf seinem neuen Album, was für ein fantastischer Country-Sänger er ist. "That's why I sing this way" ist eine grandiose Hommage an Singletary's Vorbilder, dessen Lieder er hier covert. Lediglich das Titelstück ist ein von Max D. Barnes für ihn neu geschriebenes Lied. Singletary ist ein Traditionalist durch und durch. Er läßt sich in keine Schublade pressen und geht unbeirrt seinen Weg. Er spielt die Countrymusik, die er liebt, mit ganzem Herzen. Modische Nashville-Strömngen lassen ihn kalt. So ist sein neues Album ein absolutes Fest für Traditionalisten auf allerhöchstem Niveau. Da werden Erinnerungen an alte Zeiten wach, wenn er Lefty Frizell's legendäres "Long black veil" anstimmt, oder Buck Owens' "Love's gonna live here again" (Mit Dwight Yoakam's Backgraund Gesang), oder den fast vergessenen 68iger Hit von John Wesley Ryles "Kay". Dann hören wir seine Versionen von Keith Whitley's/Lefty Frizell's "I never go around mirrors", George Jones' "Walk through this world with me", Merle Haggard's "Make up and faded blue jeans", Conway Twitty's "I'd love to lay you down" oder seine beherzte Version von "Dim lights, thick smoke and loud loud music"! Weitere Gäste neben Dwight Yoakam sind George Jones, Johnny Paycheck, Merle Haggard und Rhonda Vincent. Was immer er auch singt, welches Stück seiner Helden er auch covert, es gelingt ihm einfach großartig! Er spielt diese Stücke nicht einfach herunter, sondern man merkt ihm seine Liebe zu dieser Musik bei jedem Ton an. Er haucht diesen Klassikern nochmal frisches Leben ein und macht sie noch unvergeßlicher, als sie schon sind. "That's why I sing this way" - ja, liebe Countryfreunde, das sind die Lieder, in denen begründet ist, warum Daryle Singletary auf diese Art und Weise singt, warum er diese Countrymusic macht. Ein wunderbares Album! Eigentlich hätte er den gleichen Erfolg und die gleiche Anerkennung verdient, wie Alan Jackson, denn dem steht er in nichts nach. Traditionelle, pure Countrymusic allererster Sahne!

Art-Nr.: 1626
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,87

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Tucker, Tanya - my turn [2009]
Eine der größten, weiblichen Countrystars aller Zeiten, Tanya Tucker, kehrt sieben Jahre nach ihrem letzten Werk mit einem neuen Album zurück in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Und wie! "My turn" ist eine Überraschung im positivsten Sinne, eine Danksagung an ihren Vater und Mentor Beau Tucker (dessen Hut sie auf dem Frontcover voller Stolz in Händen hält), eine ungemein inspirierte und hingebungsvolle Huldigung an die klassische, traditionelle Countrymusic, eine Herzensangelegenheit, ein Meisterwerk! Als bekannt wurde, dass die neue CD der mittlerweile 50-jährigen Texanerin aus Seminole ein Cover-Album werden würde, breitete sich bei dem ein oder anderen zunächst sicher ein wenig Skepsis aus, denn nach so langer Zeit durfte auch gern mal ein wenig neues Material her. Doch schon nach wenigen Eindrücken des neuen Albums sind alle Zweifel wie weg geblasen. Im Gegenteil: Respekt, große Bewunderung und vollste Zufreidenheit nehmen ihren Platz ein. Das ist einfach wunderbare Musik! Tanya Tucker hat sich 12 ausgesuchte, im Original ausschließlich von männlichen Kollegen vorgetragene Klassiker solcher Legenden wie beispielsweise George Jones, Faron Young, Buck Owens, Conway Twitty, Eddy Arnold, Charley Pride oder Eddy Arnold vorgenommen, um sie aus dem ganz speziellen Blickwinkel einer weiblichen Interpretin aufzunehmen. Das ist ihr fantastisch gelungen, denn sie performt diese Songs ungemein direkt und ohne jeden Schnörkel, gibt ihnen mit ihrer unwiderstehlichen, leicht rauchigen Stimme ihre ganz persöhnliche Note und verpasst ihnen mit Hilfe ihres Produzenten Pete Anderson (u.a. Dwight Yoakam) ein ganz wunderbares, neues Gewand voller Leichtigkeit, Energie und "rural grit". Sie lässt sich in keinster Weise von irgedwelchen aktuellen Trends verführen, sondern setzt bei diesen historischen Songs auf unverfälschte Natürlichket und Ursprünglichkeit. Sie verleiht ihnen sogar noch ein zusätzliches, herrliches Old Time-Feeling, das das Alter, die Wurzeln und die Tradition dieser Nummern noch einmal explizit betont. Das widerrum klingt dann im Endeffekt so wunderbar retro, das man es schon wieder als modern und voller Pepp bezeichnen muß. Eine schmale Gratwanderung, die perfekt gelungen ist. Das Ganze wird vollends zum Triumpf, als man spürt, wieviel Herz und Seele Tanya in diese Songs investiert und ihnen eine teils vollkommen neue musikalische Bedeutung verleiht. Highlights herauszustellen ist grundsätzlich überflüssig und wenig sinnvoll, da alle Songs auf einem "beängstigend" hohen Niveau präsentiert werden. Dennoch: Ob der wundervolle, vollkommen natürlich, wie ein reines, unberührtes Bächlein dahinfliessende, pure Honky Tonker "Wine me up", im Original von Faron Young (großartiger, trockener Rhythmus, wie er traditioneller kaum sein kann, traumhaft harmonisches Fiddlespiel, tolle Hank Williams-mässige Steelguitar-Passagen), ihre grandiose Fassung von Hank's "Lovesick blues", dessen geniales Old School-Flair so wunderbar "erfrischend" und pfiffig rüberkommt, das genauso knackige wie lockere "Love's gonna live here" (Buck Owens), mit seinem an Dwight Yoakam erinnernden Bakersfield-Flair (klasse Steelguitar-Linien, saustarkes, virtuoses Baritone E-Gitarren-Solo von Pete Anderson, prima Duett-Gesang von Jim Lauderdale), die schöne, von einem klasse Johnny Cash-kompatiblen Rhythmus getragene, Steelguitar-getränkte, "cheatin'" Midtempo-Nummer "After the fire is gone" (Conway Twitty), ihre feurige Version von Charley Pride's unvergesslichem "Is anybody goin' to San Antone", aus dem sie einen heißen, würzigen, temperamentvollen Tex Mex-Knaller macht (hinreißendes Gitarrenspiel von Pete Anderson, großartige Einsätze des Akkordeon-Veteranen Flaco Jimenez), der von wimmernder Steel, trauriger Fiddle und exzellentem Piano-Geklimper begleitete, so viel Einsamkeit versprühende Herzensbrecher "Walk through this world with me" (Geoge Jones), oder das furiose, wie aus einem Jungbrunnen entsprungene Remake von Don Gibson's "Oh lonesome me" - schöner, reiner, traditioneller, ursprünglicher und ehrlicher kann man Countrymusic nicht vortragen. Es scheint fast so, als stelle Tanya Tucker mit ihren Interpretationen so manches Origanl gar in den Schatten. "My turn" ist ohne jeden Zweifel Tanya's beste Leistung seit Jahrzehnten - und sie ist stimmlich in vorzüglicher Verfassung. Sehr schön auch das Booklet, das man, mehrfach aufgeklappt, zu einem kleinen Poster auseinanderfalten kann, auf dem Tanya erneut mit dem Hut ihres Vaters zu sehen ist. Ein großes Album voller großer Songs einer großen Country-Sängerin!

Die komplette Songliste:

1 Wine Me Up - 2:38
2 Lovesick Blues - 2:49   
3 Love's Gonna Live Here - 2:26 (with Jim Lauderdale)
4 Crazy Arms - 2:49   
5 After the Fire Is Gone - 2:38 (fest. The Grascals)
6 Is Anybody Goin' to San Antone - 2:37 (feat. Flaco Jimenez)
7 I Love You a Thousand Ways - 3:00   
8 Big, Big Love - 2:58 (feat. Jo-El Sonnier)
9 Walk Through This World with Me - 2:41   
10 Oh, Lonesome Me - 2:41   
11 You Don't Know Me - 2:38 (feat. Rhonda Vincent)
12 Ramblin' Fever - 4:20

Art-Nr.: 6457
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Wine me up
Love's gonna live here
After the fire is gone
Is anybody goin' to San Antone
Ramblin' fever

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West, Elbert - livin' the life [2001]
Ein weiterer Newcomer in Nashville, werden sich viele fragen? Nicht wirklich! Er kennt das Business, hat einiges in Music City erlebt und ist ein ausgezeichneter Songwriter, aus dessen Feder einige Nashville-Hits stammen. So z. B. die beiden Nr.1-Hits für Tracy Lawrence "Sticks and stones" und "Can't break it to my heart"! Doch Elbert West beweist auf diesem sehr persönlichen, fast autobiographischen Album vor allen Dingen eines: Das großartige Songwriter nicht minder großartige Sänger und Musiker sein können. Es ist nur schwer nachvollziehbar, daß er nicht schon den ganz großen Durchbruch geschafft hat. Er besitzt eine wirklich ausgezeichnete Countrystimme. "Livin' the life" ist eine Ansammlung von 13 sehr starken Country/New Country-Nummern, peppig, knackig, frisch, die ihn sofort an die Spitze der Nashville-Liga katapultieren sollte. Die Roots sind traditionell, dennoch ist die Musik modern, aber nicht, wie es heute oft Mode ist, mit kitschigen Popelementen durchzogen. Das ist eine perfekte, satte New Country-CD, mit Honky Tonkern, Linedancern, Rockern, Balladen, tollen Melodien, prima Instrumentierung, die keine Vergleiche zu scheuen braucht. Auch bei den Balladen gibt es keinen "Zuckerguß" zu hören. Erste kleine Charterfolge haben sich mit der Debut-Single "Diddley" bereits eingestellt. Zu seinen größten Einflüssen zählt West Roger Miller und Kris Kristofferson für den Songwriting-Bereich, und Conway Twitty, Merle Haggard, Johnny Paycheck sowie George Jones als Sänger! Auch Johnny Cash und Dwight Yoakam beeindrucken ihn, wie er selbst sagt. Ein starkes Album. Nashville braucht solche Leute. Er ist ein echter Könner!

Art-Nr.: 1673
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,36

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Side of the road
Leave a mark

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