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Big & Rich - hillbilly jedi [2012]
Big & Rich are back! Fast fünf Jahre sind seit ihrem letzten Album "Between Raising Hell And Amazing Grace" vergangen. Die beiden hatten sich eine Auszeit genommen, um einerseits zu regenerieren, andererseits aber auch die Arbeit an ihren Solo-Projekten voranzutreiben. Zwar war der eine oder andere sporadische Erfolg mit dabei (zum Beispiel John Rich's fabelhaftes Album "Son of a preacher man" mit der herausragenden Single "Shuttin' Detroit Down"), aber so richtig erfolgreich und gut sind John Rich und Big Kenny, wenn man ehrlich ist, eigentlich nur im gemeinsamen Verbund. Das demonstrieren sie aufs Neue sehr eindrucksvoll auf ihrem branaktuellen Werk "Hillbilly Jedi", auf dem sie wieder ein absolutes Feuerwerk an hitträchtiger New Country-"Comedy" entfachen (mit "Comedy" meinen wir die typischen, wunderbar "verrückten" Einfälle, die sie immer wieder mal in ihre großartigen Songs einbauen) und mit genauso rockigem, wie auch balladesken, immer melodischem Liedgut überzeugen. Stärker waren sie seit ihrem Debüt in 2004 wohl nie. Allein schon das aufwendige, mehrfach aufklappbare Coverartwork (mit allen Texten), das diese beiden abgefahrenen "Hillbilly Jedis" vor galaktischer Cowboykulisse in herrlich durchgeknallten Posen porträtiert, ist schon eine dicke Würdigung wert. Ein echter Hingucker! Und auch die Musik knüpft nahtlos an die etwas verrückt klingende Thematik an. So sind sie halt, ohne Spaß gäbe es dieses Duo wohl nicht. Die CD beginnt direkt mit einem "Hammer". Jon Bon Jovi und Richie Sambora werfen beim Opener "Born Again" den Ball zurück, den Big & Rich ihnen auf ihrem damaligen "Lost Highway"-Album zugespielt hatten (da hatten die Vier "We Got It Going On" gemeinsam komponiert und Big & Rick auch tatkräftig gesangstechnisch mitgewirkt). Wieder hören wir eine gemeinsame Kreation, bei der Jon eine Strophe singt und Richie ein baumstarkes E-Gitarren-Solo abliefert. Rockt richtig fett! Auch das später folgende, sehr melodische "Can’t Be Satisfied" stammt aus der gemeinsamen Feder. Wie richtige Cowboys ordentlich feiern, zeigt dann das folgende "Party Like Cowboys", ein typischer, abgefahrener Countrystampfer mit der für sie typischen, kleinen Rap-Einlage im Bridge. Gleiches gilt für Tracks wie "Rock The Boat" und "Get Your Game On", bei denen der sich schon immer in Big & Rich-Dunstkreis befindliche Cowboy Troy seine Sprecheinlagen zum Besten gibt. Alles Stücke, die mächtig Dampf entfachen und jede Menge gute Laune verbreiten. Zudem wurde das Material von Produzent Dann Huff (auch an den Keyboards und der E-Gitarre mit teilweise grandiosen Soli vertreten) und den vielen Klassemusikern (u. a. Chris McHugh, Greg Morrow, Jimmie Sloas, Mark Hill, Danny Rader, Adam Shoenveld, Tom Bukovac, Jonathan Yudkin, Paul Franklin, Eric Darken, Charlie Judge) absolut anspruchsvoll und kraftvoll in Szene gesetzt. Aber auch die ruhigere Seite des Duos birgt ihre Reize - und zwar sehr eindrucksvoll. Stücke wie "That’s Why I Pray" (unwiderstehlich und auffallend stark hier ihr unverwechselbarer, zweistimmiger Lead-Gesang), der ersten Single "Lay It All On Me" (kletterte bereits hoch in die Billboard Country Singles-Charts), "Last Words", "Cheat On You" (starke Powerballade) oder der schon fast mit Roy Orbinson-Flair umgarnte Schwofer "Never Far Away" bieten feinste Melodik pur. Trotzdem hat man immer irgendwie das Gefühl, hier wären Wölfe im Schafspelz zugange. Irgendwann bricht dann doch wieder ihre Power, die Dynamik und der Hang zum ausgelassenen Abfeiern durch. Und wenn die beiden dann mit "Cause I Play Guitar" einen Honkytonk-trächtigen (klasse Piano von Charlie Judge) Southern Rocker vom Stapel lassen (herrliche E-Gitarrenarbeit von Adam Shoenveld, Tom Bukovac und Dann Huff - letzgenannter mit großartigem Solo), fällt einem "glatt die Kinnlade runter". Saustark! Ganz verrückt wird es am Ende, wenn die Herren den Titeltrack in einem Medley zelebrieren. Das ist dann der reinste Klamauk. Der erste Teil bietet Musik schon fast im Stil der Comedian Harmonists (auf dem Countrytrip) und geht dann fließend über in Dixieland-Jazz-artige Sphären (mit Klarinette, Posaune und Trompete) - Big & Rich in ihrem Element. Völlig unberechenbar. Mit "Hillbilly Jedi" (Jon Bon Jovi, auf den Albuntitel angesprochen, sagt: "Hillbilly Jedis? That’s it. I’d buy that shirt!") kehren Big Kenny & John Rich nach längerer Pause mit Vehemenz auf die New Country-Bühne zurück. Das Werk bietet sowohl Spaß als auch Einkehr mit reichhaltiger Abwechslung und Kurzweiligkeit auf höchstem musikalischen Niveau. Big & Richs "Hillbilly Jedi" - das ist galaktisch starker New Country ohne jeden Durchhänger! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Born Again - 3:54
2. Party Like Cowboyz - 3:35
3. That's Why I Pray - 4:00
4. Lay It All on Me - 4:22
5. Last Words - 2:59
6. Rock the Boat - 4:04
7. Can't Be Satisfied - 4:07
8. Get Your Game On - 3:32
9. 'Cause I Play Guitar - 3:33
10. Cheat on You - 3:15
11. Never Far Away - 4:24
12. M-E-D-L-E-Y of the Hillbilly Jedi - 5:48

Art-Nr.: 7931
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Big Kenny - the quiet times of a rock and roll farm boy [2009]
Zweites, prächtig gelungenes Solo-Album von Big Kenny, der einen Hälfte des megaerfolgreichen Duos Big & Rich. Der Weg von William Kenneth Alphin, alias Big Kenny, geboren in Culpeper, Virginia zu einer der schillerndsten Persönlichkeiten in Nashville's New Country-Szene war zunächst von einigen Tiefschlägen geprägt. Eine Firmenpleite in seinem bis dato bürgerlichen Leben (er hatte eine Konstruktionsfirma) ergab erst die Initialzündung für seine spätere Karriere. Alphin verließ fluchtartig seine Umgebung und zog nach Nashville, wo er kurze Zeit später einen Job bei einer Musikfirma ergatterte. 1999 schien er am Ziel seiner musikalischen Träume angelangt zu sein. Mittlerweile in Big Kenny "umgetauft", unterzeichnete er bei Hollywood Records einen Vertrag für sein erstes Album, das aber nach der Fertigstellung gecancelt wurde und für Jahre in den Archiven verschwand. Kenny gründete danach die Band "LuvjOi", die ihn mit dem ungemein talentierten Gitarrsisten Adam Schoenfeld zusammenbrachte, dem man aufgrund seiner glänzenden Saitenarbeit einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg von Big & Rich bescheinigen kann und der darüber hinaus mittlerweile zu den gefragtesten Studiogitarristen der nashville New Country-Szene zählt. LuvjOi kamen trotz zweier Alben und guten Liveauftritten aber nicht über den Status einer von Insidern geschätzten Band hinaus. Den entscheidenden Durchbruch erlangte Big Kenny erst durch die Bekanntschaft mit John Rich, dem damaligen Bassisten und Zweitsänger von Lonestar. Man tat sich zu dem großartigen. leicht "extravaganten Duo Big & Rich zusammen, deren Erfolgsgeschichte im Rahmen ihrer drei veröffentlichten Alben und einer Live-DVD hinlänglich bekannt ist. Nicht zu vergessen auch ihre kompositorischen Tätigkeit für andere Künstler wie Gretchen Wilson, Jason Aldean, Martina McBride oder Tim McGraw, sowie die Gründung der "MuzikMafia", einem Zusammenschluss diverser Country-Künstler wie u.a. Jon Nicholson, Gretchen Wilson, Cowboy Troy und James Otto. Im Fahrwasser des kommerziellen Big & Rich-Erfolges wurde dann auch Kenny’s Solo-Debüt 2005 nachveröffentlicht. Die scheinbar nicht versiegende Quelle an Ideen beider Protagonisten und die sie verbindende Harmonie gestattete ihnen genug Raum für weitere Solo-Ausflüge. Auch Rich legte im Mai dieses Jahres mit "Son Of A Preacher Man" ein baumstarkes Album hin. Big Kenny, der sich laut eigener Aussage schon wieder aus einem Fundus von über 50 Stücken bedienen konnte, zieht nun mit seinem neuen Werk "The Quiet Times Of A Rock And Roll Farmboy" in ebenso starker Manier nach. Er, der schon immer den extrovertierteren Part des Duos Big & Rich abgab, liefert auch hier ein buntes, farbenfrohes, unglaublich viel positive Energie ausstrahlendes, kurzweiliges, sehr abwechslungsreiches New Country-Album ab, das trotz aller "Extravaganz" (im positiven Sinne), vor guten Songs, großartigen Arrangements und klasse Melodien nur so strotzt.. Schon die eingebundenen, echten indianischen Chorgesänge beim von Kenny mit Jon Nicholson und "3 Doors Down"-Bandmate Brad Arnold komponierten, dezent keltisch anmutenden Opener "Wake Up", bieten einen ersten, tollen Vorgeschmack auf den weiteren bunten Verlauf dieses Werkes. Das sehr melodische, von einer verspielten, wunderbaren E-Gitarre Schoenfeld's begleitete, dabei durchaus knackige "Long After I’m Gone" ist als erste Single ausgekoppelt und bewegt sich momentan in den oberen Dreissig der Billboard-Charts. Was folgt, ist das reinste musikalischeWechselbad, bei dem Alphin aber niemals den roten Faden verliert. Mit "Be Back Home" beispielsweise gibt es plötzlich grassigen "Rural"-Country (mit Banjo, Steel, Fiddle, humorvoller Text), gefolgt vom sich fast in U2-Sphären bewegenden, von Cello- und E-Gitarrenklängen dominierten, überaus atmosphärischen "Less Than Whole" (Kenny singt in großartiger Bono-Manier). Klasse! Zeit zum Durchatmen gewähren die balladeskeren "Go Your Own Way" (Pianotupfer, klassische Streicher, weibliche Harmony-Haucher) und das entspannte "To Find A Heart" (klasse Steelguitar-Solo), beide allerdings mit einem sich stets dynamisch steigernden Verlauf. Gute Laune pur ist Trumpf bei, wie der Titel es schon ausdrückt, "Happy People". Rhythmische Drums, Handclaps, Fiddle Banjo, eine integrierte Hip Hop-Passage knüpfen an die bewährte Big & Rich-Erfolgsrezeptur an. Grandios das anschließende "Drifter". Hier erzeugen Dobro, Banjo und Slidegitarren eine swampig-Delta-bluesige Stimmung, die am Ende in ein psychedelisches Finish der Marke Led Zeppelin (der klasse Gesang Kenny's in Kombination mit Schoenfelds E-Gitarre erinnert an die Art von von Page und Plant) mündet. Das retro-soulige "Free Like Me" und der flockige Countrypopsong "Share The Love" (in Anlehnung an eine von Kenny immer wieder kommunizierte Lebensphilosophie) liessen dann ein extrem abwechslungsreiches, aber trotzdem immer in sich stimmiges Werk ausklingen, käme da nicht wieder mal eine von Big Kenny’s verrückten Ideen zum Tragen. Unter dem Titel "The Whole Experience" folgt dann das komplette Album noch einmal als komplett durchgehender Track. Ein weiteres, lustiges Schmankerl sind die der CD in einer Papphülle beigelegten Blumensamen (mit integrierter Anleitung), nach dem Motto: "Let the music grow"! Abgefahren! So ist erhalt, dieser Big Kenny Alphin! Mit "The Quiet Times Of A Rock And Roll Farmboy" jedenfalls ist dem stimmlich sehr variabel agierenden Burschen ein wunderbar frisches, farbenfrohes New Country-Album gelungen, das auf ganzer Linie überzeugt. Wesentlich mehr, als nur eine willkommene Überbrückung bis zum nächsten Big & Rich-Streich! Dieser "Rock And Roll Farm Boy" hat einfach Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Wake Up - 3:54   
2 Long After I'm Gone - 3:30   
3 Be Back Home - 3:16   
4 Less Than Whole - 4:22   
5 Go Your Own Way - 3:43   
6 To Find a Heart - 3:37   
7 Happy People - 3:41   
8 Drifter - 3:54   
9 Free Like Me - 4:45   
10 Share the Love - 2:54   
11 The Whole Experience - 39:24

Art-Nr.: 6682
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Bishop Black - same [2009]
Mit großer Freude erleben wir im Moment so etwas wie eine kleine Renaissance des Southern Rocks. Und es sind nicht die großen und arrivierten Bands des Genres, die sich dabei hervortun, sondern eher Formationen, die bisher aufgrund ihrer noch jungen Vergangenheit eher weniger in Erscheinung traten (Rebel Pride, Blackberry Smoke), mittlerweile dank bärenstarker Veröffentlichungen dafür umso gewaltiger, oder aber richtige Newcomer wie zuletzt beispielsweise The Last Straw, die Holman Autry Band, Silver Travis und Preacher Stone, die unmittelbar mit furiosen Debütalben von sich Reden machen. Zu letztgenannter Sorte ist auch das junge, aus Alabama stammende, seit 2007 bestehende, hervorragende Quintett Bishop Black (benannt nach der schwarzen Schachfigur) zu zählen, deren prächtiges, gleichnamiges erstes Album ebenfalls als überaus eindrucksvolles Indiz für die wunderbare neue Frische und das neue Leben der Southern Rock-Szene gewertet werden muß. Ist das herrlich, wenn sich solch hoch talentierte junge Bands dieser Musik verschreiben und darin ihre Roots ausleben. Keine Frage, die Rockmusik des Südens lebt. Bishop Black spielen einen sehr gefällgen, schön "saftigen" Southern Rock mit einem Hauch von Countryrock und Blues, kraftvoll, mit Biss, aber auch voller toller, sich unwiderstehlich in die Gehörgänge grabender Melodien (geht teilweise runter wie Öl), eingebettet in einen klasse Gitarrensound. Nicht nur die Southern Rock-Freunde werden ihre helle Freude haben, auch die "Red Dirt"-Gemeinde kann jubeln. Denn zwischen Lynyrd Skynyrd, Blackberry Smoke und Cross Canadian Ragweed tummelt sich genüsslich die Musik von Bishop Black, wie gesagt, auch mal mit einem leichten Blues-, Soul,- und/oder Funk-Touch. Das Teil ist sehr knackig und fett produziert worden von Steve Lowery, und zwar in den Birdland Studios von Muscle Shoals, Alabama (da klingelt’s doch direkt in den Ohren eines jeden Southern-Fans). Und kein geringeres Blatt als das legendäre "Rolling Stone Magazine" resümierte schlicht und ergreifend über das erste Album: "Bishop Black is the return of of the Muscle Shoals Sound". Na wenn das mal nicht gewaltige Vorschusslorbeeren sind! Und in der Tat knüpfen Bishop Black (bestehend aus Jeremy Braswell - Vocals, Harmonica; Preston Grammer - Guitar, Vocals; Pat Sowell - Guitar, Bass, Vocals; Cory Sowell - Bass und Steve White - Drums) da an, wo Lynyrd Skynyrd einst den Grundstein für ihre spätere Popularität legten. Der saustarke Opener "Long Road To Bama" enthält somit auch deutliche Bezüge und musikalische Parallelen zu Skynyrds größtem Hit "Sweet Home Alabama", ist aber längst nicht so trivial abgekupfert, wie es Kid Rock vor kurzem mit seinem "All Summer Long" (allerdings mit großem Erfolg) praktizierte. Nein, dieser Song steckt darüber hinaus voller frischem Wind und eigenenr Identität. Er groovt melodisch, fett und swampig, mit einem leicht differenzierten Ableger des legendären Ed-King-Riff und einer zusätzlichen, glühenden Slidegitarre (inkl. Solo), unterlegt von feinen Orgelklängen. Für die zeigt sich (ähnlich wie Chuck Leavell bei der Holman Autry Band) Tastenlegende Clayton Ivey (u.a. Wilson Pickett, Diana Ross, Rod Stewart, Bob Seger, Lionel Ritchie, Brooks & Dunn, Aretha Franklin, Roy Orbison) als einziger Gastmusiker verantwortlich, der sich mittels Piano, B3-Organ und Wurlitzer immer wieder gekonnt einbringt. Das folgende "Lawyers, Guns & Money" (Warren Zevon) ist eine von zwei Coverversionen (dazu kommt noch das funkig-bluesig stampfende "Mississippi" - mit schön quäkiger Bluesharp, aus der Feder von Mofro-Kopf JJ Grey - einer Soul/Funk/R&B/Blues/Southern Rock Band aus Florida). welche als ein ungemein frisches, fettes, modernes Update des alten Zevon-Origimals daher kommt, mit einen sehr viel Rhythmik und Dynamik. Einfach großartig! Bei dem starken "Long Way" geht es ebenfalls mit viel Southern-Drive nach vorn. Lynyrd Skynyrd meets The Black Crowes zu ihren "Shake Your Moneymaker"-Tagen. Rockige Gitarren, aggressiver Gesang, Harp-Fills, Orgel-"Gurgeln", satter Groove, klasse E-Gitarren-Solo, Herz was willst du mehr? Überhaupt ist bei Bishop Black gerade die Rhythmusfraktion ein echtes Highlight, die immer wieder für eine fett groovende Untermalung sorgt, besonders Steve White erzeugt mit seinen deftig polternden Schlagzeugeinlagen sehr viel musikalisches Volumen. Ganz besonders atmosphärisch gelungen ist das von Preston Grammer besungene "Shine On", das ganz dezent an "Green Grass & High Tides" von den Outlaws erinnert, allerdings etwas bluesiger dargeboten und ohne die schnellen Passagen und die abschliessende Gitarrenschlacht. Allerdings gibt's auch hier sehr wohl ein exzellentes E-Gitarren-Solo voller meoldischem Southern-Spirit. "Run To Tennesse" (herrliches Tucker-mäßiges Twinspiel am Ende) und "Southern Hospitality" (mit einem Hauch von "Red Dirt", Richtung Cross Canadian Ragweed) bestechen vor allem durch die geschickten Tempovariationen zwischen Strophen und Refrain, wobei auch die Harmoniegesänge von Braswell, Grammer und Pat Sowell nicht von schlechten Eltern sind. Beide Stücke sind southern-typisch gitarrenbetont, bekommen aber durch Braswells filigrane Harpeinlagen ein weiteres Markenzeichen. Balladesk und sehr melodisch geht es bei "Down Again" zu, stark hier das tolle Les Paul-E-Gitarren-Solo. Bei "Brother Locklayer" bieten Bishop Black nochmal deftige Kost im Stile der Allman Brothers oder, zumindestens in Ansätzen, Gov’t Mule. Wieder stehen ein fetter Groove, klasse Gitarren, Orgel und Harp im Mittelpunkt, dazu kommt ein swampig,bluesig, funkiger Touch. Das abschließende "Time" fällt etwas aus dem Rahmen, was aber keineswegs negativ gemeint ist. Vornehmlich mit einer Akustikgitarre begleitet, erinnert es ein wenig an "The Seasons" vom einst erst nach dem Skynyrd-Flugzeugabsturz veröffentlichten Erstwerk "The First... And The Last". Wenn jetzt an dieser Stelle noch eine Gitarrenhymne käme,... nicht auszudenken! Insgesamt ist Bishop Black mit ihrem Debüt ein großartiger Einstieg in die Southern-Szene gelungen. Diese junge Band verfügt offensichtlich über ein beachtliches, kreatives und musikalisches Potential. Damit wird man sich verdientermassen viel Respekt und Anerkennung in der Szene holen. Gratulation zu einer tollen Leistung! Wir freuen uns jetzt schon auf die weitere Entwicklung der Jungs... (Daniel Daus)

Die komplette Trackliste:

1 Long Road To Bama (3.33)
2 Lawyers, Guns & Money (3.25)
3 Long Way (4.28)
4 Shine On (5.30)
5 Run To Tennessee (3.36)
6 Southern Hospitality (4.06)
7 Down Again (4.13)
8 Mississippi (4.28)
9 Brother Locklayer (3.33)
10 Time (3.39)

Art-Nr.: 6513
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Long road to Bama
Long way
Shine on
Run to Tennessee
Southern hospitality
Brother Locklayer

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Johnson, Jeremiah - heavens to betsy [2020]
Der in St. Louis/Missouri beheimatete, ungemein versierte Gitarrist, exzellente Sänger und hoch talentierte Songwriter Jeremiah Johnson, der schon seit Jahren zu den absoluten Stars der örtlichen Bluesrock-Szene gehört, schickt sich seit geraumer Zeit durch seine stets hervorragenden Alben peu à peu an, auch den Rest des amerikanischen Kontinents und den der gesamten Bluesrock-Welt zu erorbern. Nun gelingt ihm mit seinem neuen Werk, "Heavens to Betsy" der nächste, ganz große Schritt. Mit diesem fantastischen, neuen Werk werden sein Standing und seine "ever growing fanbase" noch einmal deutlich anwachsen. Produziert vom Grammy-dekorierten Pete Matthews und eingespielt mit einer grandiosen Band (Frank Bauer - saxophone & backing vocals, Tony Anthonis - bass, Benet Schaeffer - drums und der Tastenmann der großartigen Rootsrock-Formation Lucero, Rick Steff, an den Keyboards) gelingt Johnson eine prächtige Synthese aus Bluesrock und flüssigem, rootsigem Southern Rock, fokussiert auf bemerkenswert starke Retro-Songkraft. Die Southern-Einflüsse sind stärker, als je zuvor. Sehr gelungen ist bei den Arrangements die Einbeziehung des Saxophons durch den toll aufspielenden Frank Bauer. Dessen Sax fungiert sowohl als clever taxierte Ergänzung zur Rhythmus-Sektion, als auch als kongenialer Partner von Johnson's brillantem, "fiery southern" Lead Gitarren-Spiel. Den besten Beleg dafür liefert gleich der herausragende Opener des Albums, "White lightning". Die Nummer beginnt, unterlegt von wunderbaren, dezenten Orgelklängen, mit herrlichen, locker flüssigen, parallel gespielten Saxophon-/Lead Gitarren-Licks im Stil der typischen Twin-Leads der The Allman Brothers Band. Auch im weitern Verlauf der Nummer kommen immer wieder Erinnerung an die großen Zeiten solcher Bands wie etwa Lynyrd Skynyrd oder The Marshall Tucker Band auf. Johnson's Gesang ist exzellent, passt 100%ig zu dieser Musik. Dazu spielt er wunderbare Wah Wah-Licks und brilliert mit einem tollen, feurigen Gitarrensolo, alles eingebunden in eine tolle Melodie. Ein bluesiger Southern Rocker vom Feinsten, der sofort zündet, und unmittelbar den Grundstein für ein durch und durch großartiges Album legt. Das folgende, kraftvolle "Tornado" schlägt in eine ähnliche Kerbe, ehe der kompakte, straighte, saustarke, mit feinen Classic Rock-Anleihen versehene Power Bluesrocker "Soul crush" aud den Lautsprechern "dampft". Enthält zwei quirlige, mitreißend gespielte, würzige Gitarrensoli des Meisters. Dann die wunderschöne, lockere, southern-bluesige Ballade "Ecstasy", durch die sich feinste Saxophon- und Lead Gitarren-Linien schlängeln, inklusive eines exquisiten, wunderbaren Solos. Ganz stark kommen auch der fette, fulminante, mit furiosen Gitarrenlicks und straighten Power-Riffs ausgestattete Rocker "Forever and a day", das flotte, lockere, etwas Country-infizierte und abermals auf einem tollen Southern-Groove gebettete "Leo Stone" (virtuoses, fingerfertiges "pure southern" E-Gitarren-Solo), die traumhaft melodische, mit wunderbarem Orgel-, Gitarren-, Saxophon-Zusammenspiel inszenierte "Ohrwurm"-Ballade "Long way home", bis das Album schließlich mit dem toll groovenden und swingenden, Spuren von Jump Blues und 50s-style Rock & Roll enthaltenden, "hot-rod" Rowadhouse Blues "Preacher's daughter" furios endet. "A great voice, strong songs, and a very talented band flow into a roots, southern, blues album that’s high-energy fun", resümiert ein U.S.-Kritiker vollkommen richtig. Sowohl die Bluesrock-, als auch die Southern Rock-Fraktion, und nicht zuletzt die Freunde vorzüglichen Gitarrenspiels finden hier ihre Erfüllung. Ein richtig klasse Typ, dieser Jeremiah Johnson, mit einem famosen Album!

Das komplette Tracklisting:

1. White Lightning - 3:49
2. Tornado - 3:35
3. Soul Crush - 2:34
4. Ecstasy - 4:22
5. Forever and a Day - 3:18
6. American Steel - 3:15
7. Showdown - 3:46
8. Leo Stone - 3:50
9. Castles in the Air - 2:58
10. Long Way Home - 4:09
11. Born Under a Bad Sign - 2:35
12. Preacher's Daughter - 3:14

Art-Nr.: 9991
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
White lightning
Soul crush
Ecstasy
Forever and a day
Leo Stone
Long way home
Preacher's daughter

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Ketchum, Hal - father time [2008]
Auch das ist Country, wunderbarer Country! Alternativ, tief verwurzelt in Traditionen, aber Lichtjahre vom polierten Nashville-Mainstream entfernt! Hal Ketchum, wer erinnert sich nicht an seine großen Hits in den Neunzigern wie "Small town Saturday night", "Mama knows the highway", "Sure love", u.s.w., hat sich mit einer "Bande" von "A-List string players" im Hauptraum der Curb-Aufnahmestudios in Nashville "verbarrikadiert", um in dieser intimen Atmosphäre innerhalb von nur 2 Tagen eine herrlich unverfälschte, von purer Natürlichkeit, viel Wärme und Gefühl geprägte "Live in the Studio"-Scheibe einzuspielen, ohne Overdubs, ähnlich wie seinerzeit die legendären "Direct To Disc"-Vinyl-Pressungen. Wie herrlich retro! Mit seinen Mitstreitern Bryan Sutton (lead acoustic guitar), Russ Pahl (guitar, dobro, banjo, steel), Dennis Crouch (bass), Aubrey Haynie (fiddle, mandolin), Darrell Scott (guitar), Eddie Bayers (drums, percussion), Paul Leim (drums, percussion) und ein paar Background-Vokalisten präsentiert Ketchum 14 durchweg großartige, sehr niveauvolle Songs in einem unbeschwerten, lockeren, akustischen "stripped down" Full Band-Arrangement, deren Vielseitigkeit sich in der Integration vieler Stilelemente entfaltet. Americana-, Ramble-, Southern-, Blues-, Folk,- Ranchera-, Swing- und Gospel-Elemente vereinen sich genüßlich zu einer Art "Singer-Songwriter-/Storytelling-Country", der einen voller Spannung in seinen Bann zieht. Bereits von dem Opener "Invisible" an, das ungemein locker und leicht dahin fließt, mit einer herrlichen Instrumentierung aus akustischen Gitarren, zurückhaltender Steelguitar, Fiddle und lässigem Percussion-/Conga-Spiel, wird dieser schön rootsige, natürliche, gleichzeitig überaus angenehme Unterschied zum Nashville Country-Alltag deutlich. Hat, allein durch den exzellenten, viel Spirit verbreitenden Background-Gesang, einen Hauch von Gospel, Southern-Soul und Muscle Shoals-Flair! Schöne Country-Geschichten, wie sie beispielsweise ein Kris Kristofferson zu erzählen hat, kommen einem bei dem wundervollen "Yesterday's gone" in den Sinn. Großartiger 3/4-Takt! Äußerst gelungen auch hier wieder die wohl dosiert eingesetzten Fiddle- und Steelguitar-Ergänzungen von Aubrey Haynie und Russ Pahl. Was sind das für exzellente Musiker! Weitere Highlights eines durchweg sehr starken Albums sind beispielsweise das "heiße", swampige, southern-funkig groovende, bluesige "Millionaire's wife" mit "Killer"-Background-Gesang von Angela Primm und Gale Mayes (erinnert gar an die unvergessenen Delaney & Bonnie), der pure, ein wenig an den guten alten Marty Robbins erinnernde Country-Waltz "Continental farewell", der im mittleren Bereich zu einer flotten Western Swing-Nummer wird, das dezent jazzige, Tango-inspirierte, in einen lateinamerikanischen Mambo-Rhythmus abdriftende, edle "Million dollar baby", das von trockenen Banjo-Riffs begleitete, wunderbar melodische, Gospel-beeinflußte "Surrounded by love", das bluesig groovende, flotte "If you don't love me, baby (just le me go" (hat Hal Ketchum zusammen mit Big Al Anderson vor etwa 10 Jahren geschrieben, in der Hoffnung, dass die Nummer vielleicht eines Tages jemand wie Bonnie Raitt oder Tony Joe White aufnehmen könnte), das etwas folkige, wunderbar flockig lockere, sehr melodisch ins Ohr fließende, mit tollem Mandolinenspiel garnierte und von einem gewissen Tejano-/Ranchera-/Border-Flair tangierte "Down along the Guadalupe", oder auch die exzellente Coverversion von Tom Waits' "Jersey girl", dem Ketchum ein tolles, von wimmernder Steelguitar unterstütztes, Honky Tonk Balladen-Flair einhaucht. "Father time" ist kein Album für die moderne "Einmal gehört-/Wegwerf-Gesellschaft"! Es wächst mit jedem Hören! Ein amerikanischer Kritiker umschreibt es sehr treffend mit folgenden Worten: It's a warm, welcoming set that won't reach the top of the charts, and is far from the slick rockist contemporary Nash Vegas country, but so what? This is an adult album of very classy tunes recorded in an organic way; it's polished but it's inviting instead of insistent. These songs get your attention subtly and deliberately; they invite you into Ketchum's world to share in their stories while reflecting on your own. Excellent". Alternative Countrymusic "für Erwachsene"! Etwas zum Zeitnehmen, Zuhören und Genießen! Ganz starke Leistung von Ketchum!

Die Tracklist:

1 Invisible - 3:50   
2 Yesterday's Gone - 4:06   
3 Millionaire's Wife - 4:11   
4 Million Dollar Baby - 4:58   
5 Ordinary Day - 3:05   
6 Continental Farewell - 3:10   
7 Surrounded by Love - 2:53   
8 The Day He Called Your Name - 3:51   
9 The Preacher and Me - 4:40   
10 If You Don't Love Me, Baby (Just Let Me Go) - 3:03   
11 Sparrow - 4:20   
12 Down Along the Guadalupe - 4:25   
13 Jersey Girl - 3:42   
14 Strangest Dreams - 4:58

Art-Nr.: 5968
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Long, Jonathon - same [2018]
Jonathon Long, ein junger, ganz wunderbarer, bemerkenswerter Sänger, Songwriter und Gitarrist aus Baton Rouge/Louisiana, der in der auch in hiesigen Gefilden hoch geschätzten Bluesrock-Lady Samantha Fish eine große Verehrrein und Förderin hinter sich weiß, mischt mit seinem neuen, bereits dritten Album die amerikanische Southern Bluesrock-Szene ordentlich auf und begheistert auf ganzer Linie. Der Mann hat gleichermaßen den traditionellen Blues solcher Legenden wie Buddy Guy, Slim Harpo und Lazy Lester aufgesogen, wie auch den Geist von Ronnie van Zant und Lynyrd Skynyrd verinnerlicht. Produziert von Miss Fish höchst persölich und veröffentlicht über ihr eigenes "Wild Heart"-Label, präsentiert Long eine großartige, abwechslungsreiche, exzellent ausbalancierte Mixtur aus swampigem Louisiana Blues und bluesigem Rock, klassischem Retro Southern Rock (vor allem die E-Gitarren klingen so herrlich southern) und southern-inspiriertem Rootsrock. Der Mann ist ein vorzüglicher Songwriter, ein klasse Sänger und ebenso starker Gitarrist. Er hat einfach ein Händchen für prächtg hängen bleibendes Songmaterial. Samantha Fish sagt dazu: "Jonathon arrived in the studio with a compelling arsenal of songs, Immediately I felt the songs cut straight to the soul with a fiery command of the guitar that left everyone's jaws on the floor. He delivers passionate performances on every song like a high-spirited southern preacher laying a fire and brimstone wrath on his Sunday morning congregation. This rugged Louisiana guitar slinger is an all-around star and I'm grateful for the opportunity to witness and take part in his rise". Das Resultat ist dieses tolle Album voller kompakter, "catchy" Songs, die mit ihren hervorragneden Arrangements tief beeindrucken - melodisch, voller Inspiration und Seele, und immer wieder garniert mit einfach wunderbaren, tief im Southern Rock verankerten Gitarrenläufen und -soli. Es beginnt mit dem durchaus lockeren, dennoch schön knackigen und auch kraftvollen, riffigen, swampy Southern-Bluesrocker "Bury me", der gleich mit einer super Melodie und einem klasse E-Gitarrensolo glänzt. Miss Fish hilft dazu mit ein paar zusätzlichen, dreckigen Gitarrentönen aus. Die Stimme des Protagonisten kommt mit einem prächtigen "Dixie drawl" und Lynyrd Skynyrd's "flag of Southern Rock waves proudly". Schon zu Beginn des Albums ein echtes Statement von Jonathon Long und seiner, im übrigen bestens auf ihn abgestimmten, Band. Balladesker geht es bei dem folgenden, herrlich southern-rockigen, sich unwiderstehlich in unsere Ohren schlängenden "Shine your love" zu. Das feurige Gitarrensolo hier ist "pure southern". Straight, bluesy und sehr, sehr "soulful" kommt der großartig groovende Louisisana-Rootsrocker "That's when I knew", und auch das flockig lockere, von tollen Allmans- und Marshall Tucker-ähnlichen Gitarren durchzogene, lässige "Living the blues" überzeugt auf ganzer Linie. So geht das munter weiter, beispielsweise mit dem von klimperndem Piano unterstützten, schnörkellosen Southern Rocker "Natural girl", oder der Slideguitar-getränkten, seeligen Ballade "The river" (saustarker, emotionaler Duett-Gesang von Samantha Fish), bis hin zu dem brodelnden, aus massiven Gitarrenriffs bestehenden (dazu ein tolles, kerniges Solo), dampfenden Finale "Pray for me". Keine Frage, Jonathon Long trifft die Herzen der Bluesrocker und Southern Rocker gleichermaßen, und zwar in überzeugendster Art und Weise. Mit diesem Burschen wird, wenn er so weiter macht, auch in Zukunft zu rechnen sein. Gratulation an Mr. Long für eine super Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Bury Me - 2:55
2. Shine Your Love - 3:11
3. That's When I Knew - 3:57
4. The Light - 3:40
5. Living the Blues - 3:18
6. Natural Girl - 2:36
7. The River - 3:46
8. Pour Another Drink - 3:35
9. This Road - 2:49
10. Where Love Went Wrong - 3:19
11. Pray for Me - 4:21

Art-Nr.: 9705
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Bury me
Shine your love
That's when I knew
Living the blues
Natural girl
The river
Pray for me

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Morgan, Craig - my kind of livin' [2005]
Craig Morgan galt bisher in der New Country-Gilde eher als Geheimtipp. Mit seinem neuen Album "My Kind Of Livin'", dem Dritten, (Debüt 2000, danach "Almost Home" 2003) dürfte sich der Sachverhalt allerdings grundlegend ändern. In Co-Produktion mit Phil O’Donnell, mit dem er auch den Großteil der Stücke zusammen geschrieben hat, ist ihm ein Werk gelungen, das sich sehr geschickt im Rahmen der traditionell ausgerichteten Künstler des Genres bewegt, und dabei schön knackig und abwechslungsreich, zwischen klasse Uptempo-Nummern und wunderbaren Balladen hin und her pendelnd, eingespielt wurde, sodass es sich nicht nur in Amerika, sondern auch in der hiesigen Szene zum Selbstläufer entwickeln könnte. In den Billboard-Country-Charts ist die Single "That’s What I Love About Sunday" bereits wie eine Bombe eingeschlagen und hat im Steilflug Platz 2 erobert, wobei derzeit nur noch Josh Gracin’s Überraschungsnummer "Nothin To Lose" (sh. unter Stöbern) den Weg auf den Thron blockiert. Eine wirklich herrliche Midtempo-Ballade! Tolle Melodie, wunderbare Akustikgitarren, zarte Hammond-Tupfer, Piano, Dobro, Mandoline, dezente E-Gitarren-Fills, Fiddle, Banjo, im Prinzip alles, was das Countryherz begehrt. Klasse! Auch im weiteren Verlauf, ob bei den folgenden Balladen oder den auch immer wieder treffsicher eingesetzten Uptempo- oder Honkytonknummern, werden die angeführten Instrumente reichhaltig eingesetzt. "I’m Country", ein feuriger, Genre-typischer Countryrocker, mit dem "berühmten" Pianogeklimper und kurzem Fiddel-/E-Gitarren-Schlagabtausch, geht in Richtung Montgomery Gentry, und "Redneck Yacht Club", ein prächtiger Partykracher zum Mitsingen, mit starkem Banjointro, heulenden Fiddeln und Steelgitarren, klasse integriertem E-Gitarren-Solo, gefallen hierbei besonders. Schön auch die immer wieder eingestreuten, warmhwerzigen Balladen! Und das der äußerlich relativ Cowboy-untypisch wirkende, in Tennessee geborene, Craig Morgan auch einen Faible für seine Southern-Roots zu haben scheint, bekennt er beim abschließenden, fetzigen "In My Neighborhood". Da heißt es: "You might hear the church bells playin’ 'Sweet Home Alabama', cuz the preacher loves rock and roll, that’s how you know, you’re in my neighborhood”…! Klasse Stoff für Liebhaber von Künstlern wie Garth Brooks, Tracy Lawrence, Buddy Jewell, John Michael Montgomery, Brad Paisely oder Dierks Bentley. Prognose: Nicht nur die Single, sondern auch das Album wird ein Renner! Starke Leistung Craig Morgan! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3127
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 11,90

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Preacher Stone - paydirt [2014]
Drittes Album der Southern Rocker aus Charlotte/North Carolina! Preacher Stone haben sich mit ihren beiden Vorgängeralben erhebliche Sympathien in Genre-Kreisen erspielt, ihr ungeschliffener ehrlicher Southern Rock im Stile der großen Vorbilder Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet, Blackfoot & Co., aber durchaus mit eigener Note, wird in diesen Kreisen immer noch mit Wohlwollen angenommen, zumal die Band um die Leader Marty Hill und Ronnie Riddle nie auf die großen Budgets irgendwelcher großer Labels zurückgreifen konnte. Auch ihr Drittwerk ist wieder in Eigenregie entstanden. Mit leicht veränderter Formation (zum Line-up gehören jetzt Michael Gilbert - guitar, slide, dobro; Josh Sanders - bass, vocals; Johnny Webb - keyboards und Mark Hill - drums) ist ihnen jetzt mit „PayDirt“ ihr mit Abstand stärkstes Werk gelungen. Hill und Riddle, die sämtliche Tracks verfasst haben, ist es erstmalig gelungen, eine klare Linie in ihr Gesamtwerk zu bringen, woran es gerade beim Vorgänger "Uncle Buck’s Vittles", mit doch recht stark variierenden Stilelementen und sehr unruhig wechselnden Songs, noch ein wenig gehapert hatte. Die Truppe, die sich selber nicht als Southern Rock Band sieht, sondern als Band aus dem Süden, ist ihren Heroen ein wenig dichter in den Nacken gerückt. Obwohl die meisten Basisriffs überaus kraftvoll, kantig und zuweilen sogar ein wenig metallisch kommen, spielt die Band nicht mehr ganz so hart wie bei den Vorgängern, was nicht bedeutet, das sie "weich" oder gar lasch spielen - im Gegenteil. Die Power und Energie ist stets spürbar, aber alles wirkt etwas lockerer, Song-orientierter, flüssiger. Und das kommt richtig gut. Klasse direkt der Opener "Day Late", ein selbstironischer Song über Leute, die bei allen Dingen ewig zu spät im Leben kommen ("I’m just a day late and a dollar short, my ship came in, I was standin’ at the airport" heißt es im Refrain), geht nach ein paar kurzen Beckenschlägen durch Drummer Marty Hill und einem "Hell Yeah"-Ruf von Riddle direkt gitarrentechnisch in "Pearl Jam meets Molly Hatchet"-Manier ordentlich zur Sache. Klasse auch die gurgelnde Orgel von Johnny Webb im Hintergrund, die sich dann im weiteren Verlauf des öfteren von ihrer ganz feinen Seite zeigt. Mit "Meet My Maker" wird mit religösem Unterton im atmosphärischen Midtempo weitergemacht. Schön hier das typisch surrende Slide-Solo. Eine kurze Dobroeinlage ("Shrevport Stomp") dient als Vorspiel für den herrlich stimmungsträchtigen Footstomper-Boogie "Louisiana Dog", der von wunderbar flotten E-Gitarren und klimperndem Honky Tonk-Piano getragen wird und am Ende nochmals eine Temposteigerung erfährt. Ganz starker Song! Das folgende, ebenfalls schön kratzig stampfende "And Then Some" erinnert so ein wenig an die Zeiten des Copperhead-Debüts. Tolles Zusammenwirken hier von quirlig gespielten E-Gitarren und aufheulender Orgel im Solo-Teil. Ein Stratocasterintro kombiniert mit dem berühmten Lick von Bon Jovis "Dead Or Alive" bildet den Pfeiler des tollen "Me And Mine", einer southern-souligen Midtempoballade mit kräftigem Powerrefrain. Begeisternd die Lynyrd Skynyrd huldigende Solopassage gegen Ende mit eingebauten Double Leads. Ein richtiges Highlight! Ein bisschen in klassischere Rockrichtung a la Bad Company pendelt "Walk It Dry" (tolles Orgelintro), Riddles Gesang ähnelt hier durchaus dem des großen Paul Rodgers. "Hand On The Bible" gab es bereits auf dem Vorgänger, hier mit etwas stärker hervorgehobener Akustikgitarre. Eine schöne melodische Southern-Ballade mit angenehmen Slide-Solo in Skynyrd-Tradition und pathosgetränkten Harmoniegesängen. "Place To Be" führt einen mit dezent gospeligem Touch in die Hoch-Zeiten von Bands wie Dickey Betts & Great Southern, Charlie Daniels oder der Marshall Tucker Band zurück. Herrlich das Betts-typische Führungs-E-Gitarren-Spiel zum launigen Southern-Groove. Im Soloteil reichen sich E-Gitarren, E-Piano und Orgel die Klinke in die Hand. Lässig rockt "Swimmin’ Hole" und lässt etwas wehmütig "Flirtin With Disaster"-Zeiten aufkommen. Klasse hier Webbs gluckerndes E-Piano, dass toll mit den schweren Gitarren-Riffs harmoniert. Mit "All I Know" folgt dann im Vergleich zum Rest ein recht unspektakulärer, aber schön melodischer Abschluss. Dieser Song hätte vielleicht etwas besser als Füller irgendwo in die Mitte gepasst. Trotzdem angenehm zu hören. Preacher Stone haben sich mit "PayDirt" wieder ein Stück weiterentwickelt und gehören mittlerweile mit Bands wie Hogjaw, Skinny Molly, SwampDaWamp zum erweiterten Führungszirkel des Genres. Man darf sich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn die Band, ähnlich wie Blackberry Smoke, mal ein mutiges Label und einen arrivierten Produzenten Marke Justin Niebank oder Dan Huff als Support bekommen würde... Aber auch gut möglich, dass Hill, Riddle & Co. das auch garnicht wollen. Trotzdem ist das sich stetig steigernder, klassischer Southern Rock auf der Schiene solcher Helden wie The Allman Brothers Band, Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet, Blackfoot, Doc Holliday, 38 Special, und, und, und. Preacher Stone sind und bleiben eine der Bands, die das Erbe der goldenen Southern Rock-Zeit höchst authentisch weiterverfolgen. Klasse Futter für die ewig hungrige Southern Rock-Fraktion! Gut gemacht, Jungs! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Day Late - 3:18
2. Meet My Maker - 4:09
3. Shreveport Stomp - 0:47
4. Louisana Dog - 4:03
5. And Then Some - 3:36
6. Me and Mine - 4:33
7. Walk It Dry - 3:43
8. Hand On the Bible - 4:39
9. Place to Be - 3:50
10. Swimmin' Hole - 4:39
11. All You Know - 3:41

Art-Nr.: 8526
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Day late
Meet my maker
Louisiana dog
And the some
Me and mine
Walk it dry
Place to be
Swimmin' hole

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Rich, John - son of a preacher man [2009]
Während Big & Rich, nicht zuletzt durch Big Kenny's gesundheitliche Probleme, eine schöpferische Pause einlegen, gibt John Rich richtig Gas und veröffentlicht mit "Son of a preacher man" ein ganz großartiges Album, dass die Messlatte für künftige Big & Rich-Projekte, sollte es sie irgendwann wieder geben, verdammt hoch legt. Was ist dieser Bursche in Nashville zur Zeit angesagt. Als Songwriter, als Produzent - jeder will mit ihm arbeiten. Aber man darf bei alledem nicht vergessen, welch ein hervorragender Interpret er ist, auch ohne seinen Partner Big Kenny. "Son of a preacher man" ist ein tolles, mit viel Abwechslung und musikalischer Raffinesse in Szene gesetztes New Country-Album, textlich wie auch spieltechnisch sehr ambitioniert und ungemein abwechslungsreich. Das geht von solch phantastischen Songs wie der traumhaft lockeren, dennoch knackigen, genauso traditionell fundamentierten wie modernen, unterschwellig angerockten, puren, im übrigen zusammen mit Country-Veteran John Anderson komponierten Countrynummer "Shuttin' Detroit down" (tolle Melodie, klasse Gesang, großartige, flüssige Instrumentierung aus schönen E-Gitarren, Fiddle, Pedal Steel und herrlicher Banjo-Untermalung), über dampfenden, Southern-getränkten, von satten E-Gitarren dominierten Countryrock ("Trucker man"), prächtigen, schön würzigen Outlaw-Country ("The good Lord and the man" - wieder eine prima Melodie, tolle Gitarren, Fiddle und Steel), den rootsigen, gar voller Americana-Flair steckender Midtempo Countrysong "Preacher man", der sogar ein kein wenig an The Band erinnert (wunderbare Untermalung durch eine elektrische Lead Gitarre, feines southern-mässiges Twin-Spiel gegen Ende), auch mal einer romantischen, opulent ausgestatteten Ballade ("Another you"), den "young and wild", voller Drive steckenden New Country Feger ala Jason Aldean ("Turn a country boy on") und den furiosen, verrückten, hippen, mit viel Feuer und fetten E-Gitarren angetriebenen, in allerbester Big & Rich-Tradition stehenden, honky tonkin' Roadhouse Party Country Rock'n Roller "Everybody wants to be me", bis hin zu dem völlig abgedrehten, aber ganz großartigen "Frank Sinatra goes Modern Country"-Swing "Drive myself to drink", der wie eine obskure Country-Fortsetzung von "New York, New York" aus den Lautsprechern "bläst" (Orchester und Trompeten treffen auf Steelguitar - "scharf")! John Rich überzeugt mit seinem Solo-Werk auf der ganzen Linie und beweist eindrucksvol, warum er in der Szene zur Zeit, vor allem auch unter den Kollegen, so gefragt und anerkannt ist. Halten wir es mit dem bereits zuvor erwähnten Song-Nr. 8 des Albums und attestieren Mr. Rich: Das ist es, "what a country boy turns on"! Klasse!

Das komplette Tracklisting:

1 Shuttin' Detroit Down - 4:01   
2 Trucker Man - 3:09   
3 The Good Lord and the Man - 3:38   
4 Another You - 3:51   
5 Preacher Man - 3:34   
6 I Don't Wanna Lose Your Love - 3:42   
7 Everybody Wants to Be Me - 3:27   
8 Turn a Country Boy On - 3:19   
9 Why Does Somebody Always Have to Die - 5:31   
10 I Thought You'd Never Ask - 3:28   
11 Drive Myself to Drink - 3:28

Art-Nr.: 6316
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Too Slim and The Taildraggers - blue heart [2013]
"'Blue Heart' will rock your head off", sagt die "Smoky Mountain Blues Society" über das neue Album von Tim "Too Slim" Langford und seinen Taildraggers, aber das ist fast noch untertrieben. Was für ein Killer-Teil" Es rockt, es bluest, es "swampt", es kocht und brodelt an allen Ecken und Enden. "Saitenhexer" Langford ist zudem in Höchstform und begeistert mit einem flammenden Gitarren- und Slidegitarren-Spektakel. Das ist dampfender, kerniger, voller Southern-Esprit steckender, fetter American Bluesrock, dem man sich bedingungslos ergibt. Die aktuelle Besetzung der Taildraggers besteht neben Timothy "Too Slim" Langford (guitars, vocals) noch aus Bassist E. Scott Esbeck (ex Stone River Boys, Los Straightjackets) und Drummer Jeff "Shakey" Fowlkes (ex Robert Bradleys Black Water Surprise, Kid Rock), doch für das neue Album "Blue heart" zog es den Protagonisten nach Nashville, um dort gemeinsam mit Produzent Tom Hambridge (u.a. Buddy Guy, George Thorogood) und einigen örtlichen Musikgrößen dieses Werk einzuspielen. Hambridge selbst übernahm neben dem Produzentenjob noch den Part des Schlagzeugers (und was für einen - der Kerl ist ein begnadeter, straighter Drummer, der mit seinem kraftvollen, "hard hitting" Stil den anderen mächtig Dampf macht und sie gnadenlos nach vorn treibt), Tommy MacDonald, aus dem Umfeld von Delbert McClinton spielt Bass, der ehemalige Keyboarder aus der Band von Stevie Ray Vaughan, Reese Wynans, übernahm bei einigen Tracks die Orgel-Parts, Wet Willie's Jimmy Hall spielt bei einem Stück Mundharmonika und übernimmt bei dem schönen "Good to see you smile again" sogar den Lead Gesang, und mit Rob McNelley, ebenfalls aus dem McClinton-Dunstkreis, hat Langford sogar noch einen zweiten Gitarristen mit an Bord, der die eh schon gewaltige und massive Gitarrenpräsenz noch einmal zusätzlich verstärkt. Die beiden "Gitarreros" spielen großartig zusammen. Das Songmaterial ist ohne jede Ausnahme bärenstark und bleibt einfach klasse hängen. Es scheint, als sei dem Material durch die Aufnahme der Songs mit diesen exzellenten Musikern in Nashville ein zusätzliches, erdiges, natürliches Flair des Südens eingehaucht worden. Das kommt wunderbar rüber. Ein Musterbeispiel dafür ist der fantastische Opener "Wash my hands", ein kompromislos straighter, rauer, und ungemein "cool" vorgetragener Swamp-/Southern Rocker, der auch vorzüglich in das Anforderungsprofil von ZZ Top passen würde - zumal "Slim's" Gesang nicht nur hier ein wenig an Billy Gibbons erinnert. Dreckige, zerrige, kochende Riffs, ein ordentlich nach vorn galoppierender Drive und die glühenden Lead Gitarren-Läufe des Meisters bestimmen das Geschehen. Jeder, sowohl die beteiligten Musiker, als auch der Zuhörer, ist sofort auf Betriebstemperatur. Toll! Weiter geht's mit dem schwerblütigen Bluesrocker "Minutes seem like hours", der erst recht verhalten beginnt, dann aber schnell seine Kraft ausspielt. Wieder kommt eine feine Southern-Brise auf, verbunden mit einem dezent psychedelischen Wüstenflair. Langford's Gitarrenarbeit ist brillant. Diese Nummer zieht eine tiefe Furche durch den roten Sand zwischen Texas und Tennessee. "Geil"! Etwas anders gelagert ist das Titelstück "Blue heart", das vorwiegend geprägt ist von dem dreckigen Harpspiel Jimmy Hall's (inkl. eines exzellenten Solos). Trotz einer dezenten Swamp-Note haftet dieser Nummer auch ein gewisser Chicago Blues-Spirit an. Eine furiose Uptempo-"Tour de force" in Sachen Southern-/Blues-Rock'n Roll erleben wir dann mit dem pulsierenden Kracher "If you broke my heart". Wow, was für eine Power! Tom Hambridge haut auf die Felle als gäbe es kein Morgen und Langford feuert ein paar Gitarrenlicks ab, die die Hütte buchstäblich in Flammen setzen. Zurück bleibt nichts als verbrannte Erde. Ähnlich sieht das bei dem schön jammigen Swamprock-/Bluesrock-Knaller "Preacher" aus, der von permanent unter Starkstrom stehende Gitarrenfills McNelley's und schier endlosen, höllisch glühenden Slidelinien Langford's geprägt ist. Wirkt, als würden sich Gov't Mule und ZZ Top gegenseitig in einen Rausch spielen. Der "New Years Blues" hingegen ist ein von hinreissenden, fetten Gitarrelinien durchzogener Midtempo-Bluesrocker, aus dessen Poren einmal mehr der Schweiß des Südens quillt. Mit dem semi-akustischen "Angels are back" klingt dieses "Hammer"-Album dann etwas ruhiger aus. Too Slim and The Taildraggers verfügen schpn jetzt über eine immense, sehr loyale Fanbase. Die wird mit dem neuen Werk garantiert noch zunehmen. Auch in puncto Anerkennung und Erfolg ist die Band mittlerweile bestens im Geschäft. Die letzten vier Studioalben erreichten allesamt die Top 10 der Billboard Blues Album Charts. Zudem sammelten sich unzählige Awards an. "Blue heart" wird das weiter vorantreiben, denn Kritiker und Presse überschütten das Werk bereits jetzt mit wahren Lobeshymnen - vollkommen zu Recht. Eines der besten "Too Slim"-Alben überhaupt!

Das komplette Tracklisting:

1. Wash My Hands - 4:04
2. Minutes Seem Like Hours - 3:52
3. Blue Heart - 4:54
4. Make It Sound Happy - 5:11
5. Good To See You Smile Again - 3:24
6. When Whiskey Was My Friend - 3:28
7. If You Broke My Heart - 3:27
8. New Years Blues - 5:16
9. Shape of Blues To Come - 4:32
10. Preacher - 6:35
11. Angels Are Back - 4:38

Art-Nr.: 8210
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wash my hands
Minutes seem like hours
Blue heart
When whiskey was my friend
If you broke my heart
New Years Blues
Preacher

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Various Artists - american outlaw: willie nelson all star concert celebration [2020]
2 CDs & 1 DVD-Set! Was für ein Ereignis, welch eine Show! Der damals 85-jährige, am 29. April 1933 in Abbott, Texas geborene Willie Nelson, einer der einflußreichsten amerikanischen Singer-Songwriter und Countrykünstler aller Zeiten stand am 12. Januar 2019 im Mittelpunkt eines famosen, spektakulären All Star-Konzertes in der mit 15.000 Fans randvollen Bridgestone Arena von Nashville/Tennessee. Familie, Freunde, Wegbegleiter und Scharen hochkarätiger Musikerkollegen der Rock-, Roots-, Americana- und natürlich auch der Countryszene gaben sich an diesem Abend ein Stelldichein zu Ehren des großen Willie, um sich vor einem ihrer größten Inspirationsquellen mit fantastischen Interpretationen von dessen Songs zu verneigen. Und Willie selbst war selbstverständlich auch mit von der Partie. Was sich an diesem Abend in der Bridgestone Arena ereignete, war etwas ganz Besonderes, etwas absolut Außergewöhnliches. Die Performances der vielen Willie-Klassiker von solchen Leuten wie beispielsweise Chris Stapleton ("Whiskey river"), Margo Price & Steve Earle ("Sister's coming home / Down at the corner beer joint"), Lyle Lovett & Ray Benson ("Shotgun Willie"), Vince Gill ("Blue eyes crying in the rain"), Jamey Johnson ("Georgia on my mind"), Wille Nelson, Susan Tedeschi & Derek Trucks ("City of New Orleans"), Eric Church ("Me and Paul"), Willie Nelson & Sheryl Crow ("After the fire is gone"), Willie Nelson & Emmylou Harris ("Pancho & Lefty"), Willie Nelson, Kris Kristofferson & Eric Church ("Me and Bobby McGee"), Willie Nelson & George Strait, erstmalig überhaupt im Duett ("Sing one with Willie" und "Good hearted woman"), und viele mehr, waren einfach famos und schlicht ergreifend. In der All-Star Band spielten u.a. Audley Freed, Tom Bukovac, Paul Franklin, Don Was, Matt Rollings, Terence Higgins, Mickey Raphael, Amanda Shires, und weitere. Es war ein ganz großer Abend. Ein einmaliges, einzigartiges, historisches Live-Event, exzellent festgehalten auf 2 CDs und einer DVD in allerbestem Sound und allerbester FIlm-/Bildqualität! Welch ein Fest!

Die komplette Setlist:

CD 1:
1. Whiskey River - Chris Stapleton - 3:53
2. Three Days - Lee Ann Womack - 3:19
3. Sister's Coming Home/Down At The Corner Beer Joint - Margo Price & Steve Earle - 3:09
4. I Thought About You, Lord/Time Of The Preacher/Hands On The Wheel - Lukas Nelson & Micah Nelson - 8:10
5. A Song For You - Nathaniel Rateliff - 2:46
6. Shotgun Willie - Lyle Lovett & Ray Benson - 3:53
7. Blue Eyes Crying In The Rain - Vince Gill - 3:20
8. Georgia On My Mind - Jamey Johnson - 5:02
9. City Of New Orleans - Willie Nelson & Susan Tedeschi & Derek Trucks - 5:21
10. Bloody Mary Morning - The Avett Brothers - 3:10
11. I Gotta Get Drunk - Norah Jones & The Little Willies - 2:50
12. Willie Got Me Stoned - Jack Johnson - 3:15
13. Me And Paul - Eric Church - 4:46

CD 2:
1. Crazy - Willie Nelson & Dave Matthews - 4:00
2. After The Fire Is Gone - Willie Nelson & Sheryl Crow - 3:18
3. Pancho And Lefty - Willie Nelson & Emmylou Harris - 4:29
4. Till I Gain Control Again - Willie Nelson & Emmylou Harris & Rodney Crowell - 3:55
5. Me And Bobby McGee - Willie Nelson & Eric Church & Kris Kristofferson - 3:43
6. The Harder They Come - Willie Nelson & Jimmy Buffett - 3:49
7. Always On My Mind - Willie Nelson & Chris Stapleton & Derek Trucks - 3:53
8. Sing One With Willie - Willie Nelson & George Strait - 4:37
9. Good Hearted Woman - Willie Nelson & George Strait - 3:03
10. On The Road Again - Full Ensemble - 2:36
11. Roll Me Up and Smoke Me When I Die - Full Ensemble - 2:14

DVD:
1. Whiskey River - Chris Stapleton
2. Three Days - Lee Ann Womack
3. Mammas Don't Let Your Babies Grow Up To Be Cowboys - Bobby Bare & Margo Price
4. Sister's Coming Home/Down At The Corner Beer Joint - Margo Price & Steve Earle
5. I Thought About You, Lord/Time Of The Preacher/Hands On The Wheel - Lukas Nelson & Micah Nelson - 8:10
6. A Song For You - Nathaniel Rateliff
7. Shotgun Willie - Lyle Lovett & Ray Benson
8. Blue Eyes Crying In The Rain - Vince Gill
9. Georgia On My Mind - Jamey Johnson
10. Somebody Puck Up My Pieces - Susan Tedeschi & Derek Trucks
11. City Of New Orleans - Willie Nelson & Susan Tedeschi & Derek Trucks
12. Bloody Mary Morning - The Avett Brothers
13. Willie Got There First - The Avett Brothers
14. I Gotta Get Drunk - Norah Jones & The Little Willies
15. Willie Got Me Stoned - Jack Johnson
16. Me And Paul - Eric Church
17. Funny How Time Slips Away - Dave Matthews
18. Crazy - Willie Nelson & Dave Matthews
19. After The Fire Is Gone - Willie Nelson & Sheryl Crow
20. Pancho And Lefty - Willie Nelson & Emmylou Harris
21. Till I Gain Control Again - Willie Nelson & Emmylou Harris & Rodney Crowell
22. Me And Bobby McGee - Willie Nelson & Eric Church & Kris Kristofferson
23. The Harder They Come - Willie Nelson & Jimmy Buffett
24. Always On My Mind - Willie Nelson & Chris Stapleton & Derek Trucks
25. Sing One With Willie - Willie Nelson & George Strait
26. Good Hearted Woman - Willie Nelson & George Strait
27. On The Road Again - Full Ensemble
28. Will The Circle Be Unbroken - Full Ensemble

Art-Nr.: 10223
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 22,90

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