Artikel 1 bis 2 von 2 gefundenen...

[1-15]

 
Andrews, Jessica - now [2003]
Prima neues Album der jungen Jessica Andrews, die von den Kritikern ja gerne, etwas leichtfertig, in die Country "Teenie"-Ecke "abgeschoben" wird, womit man ihr eine gewisse Bedeutungslosigkeit unterstellt. Doch man sollte sie nicht allzu schnell "abstempeln", denn mit "Now" macht Jessica einen großen Schritt nach vorn. Auch sie ist älter und vor allen Dingen reifer geworden, was in ihrer Musik deutlich rüberkommt. Natürlich ist das eine "junge" Art von Musik, natürlich sind die Titel überwiegend sehr poppig, doch der amtliche Schuß Country ist bei fast allen Songs ganz klar spürbar - und das erfeulicherweise auch bei den Texten. An der Schnittstelle von Faith Hill, Shania Twain und Jo Dee Messina liefert sie ein absolut gelungenes Mainstream Nashville Countrypop-Album ab, das voll und ganz im Trend der Zeit liegt. Dabei würde man sich wünschen, daß eine Faith Hill sich auf Ihrem doch recht zerfahrenen "Cry"-Album manchmal noch solcher Songs bedient hätte, wie sie Jessica auf "Now" abliefert. Einer dieser Titel ist beispielsweise die prächtige Powerballade "I bring it to you". Manchmal ist Jessica's Sound auch gar nicht so weit von dem einer Michelle Branch weg, wenn diese sich mehr dem Country zuwenden würde. Im übrigen ist das gesamte Album schön knackig und kräftig in Szene gesetzt, sowohl die Uptempo-Stücke, als auch die Balladen. Produziert ist das Werk von Byron Gallimore (Faith Hill, Tim McGraw, Jo Dee Messina...), der natürlich die gesamte Nashville-Elite im Studio versammelt hat. Michael Landau, Kenny Greenberg, Brent Mason, Pat Buchanan (Gitarre), Paul Franklin (Steel), Glenn Worf (Bass), Steve Nathan (Keyboards), Aubrie Haynie (Fiddle), Stuart Duncan (Mandoline), Lonnie Wolson (Drums) und und und...! "Now" enthält ein paar wirklich erstklassige Nummern, wie zum Beispiel die erste Single "There's more to me than you", eine fetzige, peppige. Gitarren getränkte Uptempo Country-Pop-Nummer, etwas angerockt, die einen lahmen Gaul richtig in Schwung bringen kann. Ähnlich sieht es mit dem ebenso melodischen und knackigen "Sunshine and love" aus, ein prima "Sunshine Countrypop"-Song mit feinem Gitarrendrive und einem klasse Rhythmus. Ein absoluter Hit ist auch die wunderbare New Country-Ballade "When Gentry plays guitar", deren großartiges Arrangement aus flüssigem Klavierspiel, schönen Acoustic Gitarren und Mandoline ein gewisses Singer/Songwriter-Flair ala Mark Cohn's "Walking in Memphis" nicht leugnen kann. Klasse auch die herrliche Countryballade "Cowboys guarantee", ein Liebeslied über "wild and free" Cowboys, die die Herzen junger Damen brechen, die man aber niemals zum Bleiben bewegen kann, oder das mit feiner Steel angereicherte "They are the roses", wie auch das satte "To love you once". Darüber hinaus ist das Album mit 16 Songs (Track 16 ist ein "Hidden Track", und zwar eine orchestrale Version des Eröffnungsstücks) und 66 Minuten Spielzeit doch ordentlich vollgepackt. Jessica Andrews hat eine tolle, kräftige Stimme und wird immer besser. Wir werden sicher noch viel von ihr hören. "Now" jedenfalls wird sie auf der Erfolgsleiter weiter emporklettern lassen.

Art-Nr.: 1866
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Erika Jo - same [2005]
Debütalbum der Gewinnerin der dritten "Nashville Star"-Staffel! Erika Jo Heriges (so der vollständige Name) ist die erste weibliche Siegerin des Contests (zuvor gewannen Buddy Jewell und George Canyon), doch als reiner Zufall kann dieser Erfolg der gerade mal 18 Lenze zählenden jungen Texanerin wohl kaum abgetan werden, wie ihre erste CD auch eindeutig beweist. Das Mädel war schon Jahre zuvor mit ihrem Vater und seiner Country Cover Band durch den Süden, Mittelwesten und den Osten der Staaten gereist und hatte fortwährend Gesangspraxis gesammelt. Die damit verbundene Lockerheit und Live-Erfahrung, aber auch eine gewisse Bodenständigkeit (sie wohnt auch nach dem grandiosen Erfolg weiter bei ihren Eltern), ein gewisses Maß an Vernunft ("Schule war immer Plan A, Musik Plan B"), und natürlich ihre kräftige, klare Stimme dürften den Ausschlag für die ihr entgegengebrachte Sympathie ihrer amerikanischen Mitbürger gegeben haben. Neben dem Gewinn eines Chevy Silverado Pickups hat Erika nun auch den von Kindheit an erträumten Platten-Deal (und zwar mit "Universal South") in der Tasche. Um den optimalen "Erika-Jo-Effekt" zu erzielen, tischte das Label erst mal dick auf und stellten der jungen Künstlerin folgrichtig bei ihrem Einstieg ein klangvolles und erfahrenes Team an Produzenten (Tim DuBois, Rick Giles, Steve Mandile und Tony Brown), Musikern (u. a. Eddie Bayers, Brent Mason, Paul Franklin, Steve Nathan, Aubrey Haynie) und Songwritern (u. a. Monty Criswell, Aimee Mayo, Tony Martin, Tom Shapiro, Mark Nesler, Katrina Elam) zur Seite.
Auffällig, wie zurückhaltend sich gerade die Instrumentalisten im Hintergrund bewegen, trotz Einstreuung vieler kleiner New Country-typischer Feinheiten. Man bietet dem Nashville-Sternchen die optimale Entfaltungsmöglichkeit für ihre vokale Stärke. Die Stücke sind ein bunter Mix aus flotteren Nummern und traditionelleren Sachen, sowie einigen balladesken Heartbreak-Songs. Die erste Single "I Break Things" ist eine Fiddle-getränkte Uptempo-Nummer mit knackiger Drum-Unterlegung und dezentem Honkytonk, sowie klasse E-Gitarren-Solo von Brent Mason. "Who You Are", "Strong Tonight" oder "Going ‘Til You’re Gone" haben alle poppig-rhythmischen Charakter und wurden mit gut aufeinander abgestimmten Harmony-Vocals aufgepeppt. Schön auch das mit einem bluesigem Piano, Mandolinen-Fills, Slide-Guitar-Solo und zarten Orgel-Tupfern bestückte "Good Day For Goodbye". "There Are No Accidents", "Go", "They Say Love Is Blind" oder das abschließende 70er-Stück "I’m Not Lisa" aus der Feder von Jessi Colter sind ganz auf Erika’s kräftigen Gesang zugeschnitten, die dann auch voluminös in den Refrains aus sich herausgeht. Alles in allem ein äußerst gelungener Start für so ein junges Mädchen wie Erika Jo, das sowohl Country-Ikonen wie Reba McEntire (übrigens ihr großes Vorbild) oder Dolly Parton, als auch modernen Interpretinnen wie Jo Dee Messina oder Jessica Andrews ihren Tribut zollt. Hier könnte durchaus eine zweite Lee Ann Rimes heranwachsen! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3371
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!