Artikel 1 bis 10 von 10 gefundenen...

[1-15]

 
Clark, Brandy - 12 stories [2013]
Die amerikanische Countryszene, Kritiker und Fans, preisen sie in den höchsten Tönen - vollkommen zu Recht, wie wir meinen. Brandy Clark besticht mit einem bärenstarken Debut und zählt neben Kacey Musgraves und Ashley Monroe zu den großen Entdeckungen des Jahres 2013 in Nashville, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Music City und die Countrywelt in Zeiten, in denen immer mehr Pop- und Rap-Einflüsse die Country-Charts regieren, wieder mit echter, reiner, traditionsbewusster Countrymusic zu beglücken. Herrlich! Tut das gut! Brandy Clark, ursprünglich aus dem kleinen Nest Morton im US-Bundesstaat Washington stammend, ging vor über 15 Jahren nach Nashville, um, ihrer Liebe zur Countrymusic folgend, dort ihr Glück zu versuchen. Und tatsächlich machte sie ihren Weg. Sie zählt heute zu den angesagtesten Songwriterinnen des Genres und hat auf diesem Gebiet für den Song "Mama's broken heart", den sie gemeinsam mit Shane McAnally komponiert hat (Miranda Lambert machte ihn zu einem Nr. 1-Hit), gerade ihre erste Grammy-Nominierung erhalten. Weitere, große Hits mit Songs von Brandy Clark erzielten beispielsweise Kacey Muusgraves ("Follow your arrow"), The Band Perry ("Better dig two"), Darius Rucker ("Love without you"), Sheryl Crow ("Homecomin queen"), Reba McEntire (das auch hier enthaltene "The day she got divorced") und viele, viele mehr. Nun tritt sie selbst als Interpretin in den Vordergrund und liefert mit ihrem Debut "12 stories" eine wahre "Perle" von einem Countryalbum hat. Sie verfügt über eine hinreissend schöne, klare, reine Stimme und spielt unverfälschte, völlig lupenreine, entspannte Countrymusic, leicht rootsig und mit einem Hauch von Americana, völlig Pop-frei, durch und durch natürlich und auf der Höhe der Zeit. Frei von pompösem Glamour ist diese Art von Musik geradezu ein Segen für Nashville. Die 12 Songs (Geschichten) bestechen mit kargen, aber sehr emotionalen, großartigen Texten und wundervollen Melodien. Alles klingt sehr wohltuend, angenehm unaufgeregt, voller spürbarer Wärme und Harmonie, zumeist ungemein zielorientiert, ohne großen Schnickschnak, auf den Punkt genau instrumentiert. Akustische Gitarren, hin und wieder auch nicht allzu stark im Vordergrund eingesetzte E-Gitarren, Klavier, Fiddle, Mandoline, Dobro, feinste Pedal Steel, lässiges Schlagzeug und schön flüssige Strukturen bestimmen das Geschehen. Jedes Stück macht Brandy mit ihrer außergewöhnlichen Ausstrahlung zu etwas ganz Besonderem. Schon die erste Nummer ist ein absoluter "Hit". "Pray to Jesus" heisst das Stück, eine wunderbar flockige, flüssige, traumhaft melodische, natürliche Countrynummer mit dezenten Old School-Anleihen. Die Instrumentierung aus akustischen Gitarren, Piano und feinen, an die Nitty Gritty Dirt Band erinnernden, klaren Mundharmonika-Fills ist ein Genuß. Das folgende "Crazy woman" ist deutlich rhythmischer, moderner, kraftvoller, dennoch schön "stripped down" in Szene gesetzt. Peppiger acoustic-based New Country, wieder mit feiner Gitarren-, Harp-, und Banjo-Arbeit. Dann das fantastische ""What'll keep me out of heaven" (Background-Gesang: Vince Gill), das ein amerikanischer Kritiker begeistert als den perfekten "cheating song" bezeichnet. Es beginnt mit ein paar simplen, aber sehr effektvollen, herrlichen Klavierakkorden, ehe feinste Acoustic-Gitarren und schmerzvolle Pedal Steel-Linien eine hinreissende Atmosphäre aufkommen lassen. Ganz groß auch das mit unaufdringlicher, aber markanter Dramaturgie inszenierte "Stripes", eine waschechte Country & Western-Nummer voller Honky Tonk-Flair und schönem "Shootout"-Szenario. Es geht um Vergeltung am Liebhaber, den die betrogene Protagonistin mit einer anderen im Bett erwischt hat. "I got a pistol and I got a bullet and an pissed off finger just itchin to pull it", singt sie, doch sie schießt nicht, da sie sich den Knast aufgrund der unmodernen Gefängniskleidung ersparen will und fährt mit entsprechend ironischem Humor fort: "There's no crime of passion worth the crime of fashion, the only thing savin' your life is that I don't look good in orange and I hate stripes". Großartig! Möchte man bezüglich dieses Songs, der mit einer tollen Melodie und starken Baritone E-Gitarren-Klängen in Szene gesetzt ist, einen Vergleich zu anderen aktuellen Kolleginnen herbeiführen, so fallen einem hier Lindi Ortega und die ebenfalls unwiderstehlichen Pistol Annies ein. Herrlich auch die sparsam mit Klaver, feinen Gitarren und schöner Pedal Steel begleitete, traditionelle, Old School-Ballade "In some corner" (wunderbar "schwummriges" Saloon-Flair) und die knackige, mit "grollenden" Orgelklängen untermalte, sowie mit starken E-Gitarren und schönen Akkordeonklängen instrumentierte New Country-Nummer "Hungover". Brandy Clark ist ein absolutes Country-Multitalent. Was sie hier abliefert, ist äusserst beeindruckend. Solch ein Niveau bräuchte man im heutigen Nashville viel öfter. Ohne jeden Zweifel ist "12 stories" eines der besten Countryalben einer weiblichen Interpretin des Jahres 2013. Herausragend!

Das komplette Tracklisting:

1. Pray to Jesus - 3:22
2. Crazy Women - 3:36
3. What'll Keep Me Out of Heaven - 3:34
4. Get High - 3:31
5. Hold My Hand - 3:36
6. Stripes - 3:16
7. In Some Corner - 3:38
8. Take a Little Pill - 3:30
9. Hungover - 3:56
10. Illegitimate Children - 3:23
11. The Day She Got Divorced - 3:24
12. Just Like Him - 3:31

Art-Nr.: 8425
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pray to Jesus
Crazy women
What'll keep me out of heaven
Stripes
In some corner
Take a little pill
Hungover

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Clark, Brandy - big day in a small town [2016]
Zweites, mit Hochspannung und viel Vorschusslorbeeren bedachtes Album der Singer/Songwriterin Brandy Clark, die man ohne jeden Zweifel zu einer der beachtenswertesten Country-Künstlerinnen des heutigen Nashville zählen muss. Vollkommen zu Recht, wie das exzellente, neue Werk untersctreicht. Modern und klassisch zugleich ist die Scheibe ein Musterbeispiel für "jungen" New Country auf höchstem Niveau. Die 40-Jährige, ursprünglich aus Morton, Washington, stammende Künstlerin, präsentiert mit "Big Day In A Small Town" diesmal ein als Art Konzeptalbum aufgebautes Werk, das in elf sympathischen Anekdoten das Kleinstadtleben mit all seinen Klischees und Facetten beleuchtet. Brandy Clark hatte zu Anfang ihres musikalischen Treibens, nachdem sie eine Basketballkarriere aufgegeben hatte und zugunsten der Musik nach Nashville gezogen war, zunächst große Erfolge als Songlieferant für bekannte Acts der Szene wie Sheryl Crow, Miranda Lambert ("Mama’s Broken Heart"), The Band Perry ("Better Dig Two"), Reba McEntire, LeAnn Rimes, Billy Currington, Darius Rucker oder Kacey Musgraves ("Follow Your Arrow") zu verzeichnen. Diverse Nominierungen (u. a. bei den Grammys) und für letztgenannten Song sogar ein CMA-Award, ließen keinen Zweifel an ihren kreativen Qualitäten aufkommen. Seit 2012 konzentriert sich Clark nun auch auf ihre eigene Karriere als Interpretin. Nach einer EP und ihrem, von Kritikern mit Lob überschütteten Major-Debüt "12 Stories", das in kommerzieller Hinsicht allerdings noch nicht die erwartete Resonanz erfuhr, soll jetzt mit "Big Day In A Small Town", für das ihr Warner Bros. Top-Produzent Jay Joyce (u. a. Little Big Town, Eric Church, Carrie Underwood) zur Seite stellte, der endgültige Durchbruch geschafft werden. Die spannende Frage war hier, ob das Gespann Joyce, der ja in letzter Zeit mit seinen sehr modernen 'nnovationen viel Kritik der herkömmlichen New Countryklientel auf sich zog, und die eher in Richtung klassischer Vorbilder Marke Patsy Cline oder Reba McEntire gestrickte Protagonistin zusammen überhaupt harmonieren würden. Um es vorweg zunehmen, es hat prächtig funktioniert, da sich Joyce der eher traditionell ausgerichteten Akteurin weitestgehend untergeordnet hat und nur an einigen wenigen "Stellschrauben", im Vergleich zum Vorgänger, marginal gedreht hat. Das Ergebnis ist ein prächtiger Mix, bzw. Kompromiss aus einigen sehr eingängigen, herrlichen New Country-Tracks mit Hit-Ambitionen, so wie die melodischen Opener "Soap Opera" (chorales Intro, Banjounterlegung, E-Gitarren-Kurz-Solo) und dem flockigen "Girl Next Door" (beide mit Sugarland-Flair) oder der humorvolle groovige Country Rocker "Broke" und das flotte "Love Can Go To Hell" (ein wenig Fleetwood Mac goes Country), sowie, gerade im zweiten Teil des Albums, einer schönen Inszenierung altbewährter, klassischer Countrymusic mit dem typischem, breitgefächerten Storytelling, wie ihn zum Beispiel Kacey Musgraves in letzter Zeit so vortrefflich und erfolgreich praktiziert hat. Die bedankt sich übrigens bei Brandy für ihre, bereits o. a. Dienste, in dem sie bei dem großartigen, traditionellen "Daughter" ihren feinen Harmonie-Gesang mit einbringt. Die von Lori McKennas Handschrift gezeichnete Hommage an das schwere Leben allein erziehender Mütter "Three Kids No Husbands" oder der Saloon-Heuler "Drinkin' Smokin' Chheatin'" (ganz allein aus Brandys Feder - die auch die übrigen Tracks, naturgemäß mit diversen Co-Writern wie u. a. schwerpunktmäßig Shane McAnally und Jessie Jo Dillon, kreiert hat), sind weitere Exemplare aus der "guten alten Zeit" des Genres. Mit "Homecoming Queen", "You Can Come Over" (schöne, Procul Harum-mäßige Orgel) und dem abschließenden, melancholischen, den Verlust des Vaters beklagenden "Since You've Gone To Heaven", wurden ein paar atmosphärische Balladen eingeflochten, die den ausdrucksstarken Gesang Clarks vortrefflich dokumentieren. Eingespielt haben das Werk gestandene Musiker u. a. wie Fred Eltringham, Dave Roe, John Deaderick (setzt viel Akzente an den diversen Keys), Forest Glen Whitehead, Jay Joyce, Keith Gattis und Rob McNelley. "Big Day In A Small Town" präsentiert Brandy Clark als "komplette" Künstlerin, die sowohl als exzellente Songschreiberin, großartige Sängerin, und auch als Instrumentalistin (Akustik-Gitarre) voll zu überzeugen weiß. Mit Jay Joyce, diesmal als feinfühligem Produzenten an ihrere Seite, könnten jetzt die großen Erfolge bevorstehen. Verdient hätte sie es ohne jeden Zweifel. Ein tolles Album.einer ganz großartigen Künstlerin. (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Soap Opera - 3:27
2. Girl Next Door - 4:31
3. Homecoming Queen - 3:07
4. Broke - 3:39
5. You Can Come Over - 3:53
6. Love Can Go to Hell - 3:57
7. Big Day in a Small Town - 3:43
8. Three Kids No Husband - 3:14
9. Daughter - 3:19
10. Drinkin' Smokin' Cheatin' - 2:57
11. Since You've Gone to Heaven - 4:31

Art-Nr.: 9191
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Clark, Brandy - your life is a record [2020]
Drittes Album der von Kritikern und Fans gefeierten, aber auch von ihren Kolleginnen und Kollegen der Countryszene hoch geschätzten Brandy Clark. Brandy, ursprünglich aus dem kleinen Nest Morton im US-Bundesstaat Washington stammend, ging vor über 20 Jahren nach Nashville, um, ihrer Liebe zur Countrymusic folgend, dort ihr Glück zu versuchen. Tatsächlich schaffte sie es sehr schnell nach oben - als Songwriterin und Hitlieferantin für Größen wie Sheryl Crow, Miranda Lambert ("Mama’s Broken Heart"), The Band Perry ("Better Dig Two"), Reba McEntire, LeAnn Rimes, Billy Currington, Darius Rucker oder Kacey Musgraves ("Follow Your Arrow"), u.s.w., was ihr u. a. schon jede Menge Grammy-Nominierungen einbrachte. Doch Brandy ist nicht nur eine begnadete Songwriterin, sie ist auch eine fantastische Sängerin, die mit "Your life is a record" erneut ein klasse Album präsentiert. Wunderschöne, reine Country- und New Country-Musik, durch die ein gewisser Retro-Touch weht, die aber gleichzeitig, ohne überbordende, poppige Zutaten, absolut den Nerv der heutigen Zeit trifft. Produziert hat das Werk einmal mehr Jay Joyce, der Clark's herrliche, klare Stimme und die durchaus etwas zurückhaltenden, flockigen, lockeren, semi-akustischen Instrumentierungen (vielmals mit schönen Retro-Streichern) der einzelnen, durchweg hervorragenden, oft sehr persönlichen Songs, zu einer exzllenten Einheit verschmilzen lässt. Klingt manchmal wie eine sehr gelungene Synthese großer, traditioneller Heroinnen wie Patsy Cline, Loretta Lynn und Reba McEntire einerseits, sowie der Singer/Songwriter-Veranlagung einer Mary Chapin Carpenter andererseits. Das kommt prächtig! "Your life is a record" ist einfach nur ein großartiges Album!

Das komplette Tracklisting:

1. I'll Be the Sad Song - 3:58
2. Long Walk - 2:39
3. Love is a Fire - 4:01
4. Pawn Shop - 3:50
5. Who You Thought I Was - 3:09
6. Apologies - 3:23
7. Bigger Boat (feat. Randy Newman) - 3:34
8. Bad Car - 3:03
9. Who Broke Whose Heart - 3:02
10. Can We Be Strangers - 3:29
11. The Past is the Past - 5:00

Art-Nr.: 10016
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Keith, Toby - 35 mph town [2015]
"35 Mph Town" heißt das neue Album des Country-Superstars - und es ist wieder ein klasse Teil geworden! Man kann zu Toby Keiths Musik und seiner darin enthaltenen Botschaften stehen, wie man will, fest steht aber, dass der Mann sich niemals zugunsten irgendwelcher zeitgenössischer Trends verbiegen lassen würde, wie es in Nashville bei vielen Interpreten zur Unsitte geworden ist. Und so zieht er mit seinem mittlerweile 18. Album "35 Mph Town" auch konsequent wieder 'sein Ding' durch. Ehrlicher New Country, mit einigen trinkfreudigen, patriotischen und aus seiner Sicht lebensnahen Statements, produziert von ihm selbst zusammen mit Bobby Pinson (ein Song mit Mac McAnally), fein eingespielt von Nashvilles Top-Studiomusikern (u. a. Chad Cromwell, Ilya Toshinsky, Kenny Greenberg, Brent Mason, Eric Darken, Danny Rader, Steve Nathan, Russ Pahl). Und so hat das Werk auch nur ganz knapp die Pole-Position der Billboard Album Charts verpasst, trotzdem mit Platz 2 wieder eine beachtliche Platzierung erreicht. Keith startet seine neue CD mit dem versöhnlich anmutenden "Drunk Americans", ein patriotisches Lied aus der Feder von Brandy Clark, Bob DiPiero und Shane McAnally, die einzige Komposition, an der Toby nicht beteiligt war (der fast komplette Rest stammt von ihm und Bobby Pinson). Wenn betrunkene Menschen zusammen singen, ist es, auf die einfache Formel gebracht, egal, ob sie Malocher, Manager, Cowboys oder Rothaut, Prom Queen oder Stripperin, Demokraten oder Republikaner sind. Klasse dann der von einer satten Horn Section unterstützte Uptempo Country Rocker "Good Gets Here". Das zu einem späteren Zeitpunkt folgende "10 Foot Pole" schlägt mit ein bisschen polterndem Lynyrd Skynyrd-Flair in eine ähnliche Kerbe. Der Titelsong beschreibt (Tobys Gesang voller Pathos) die sich immer mehr zum Negativen verändernden Zeiten in Amerikas Kleinstädten, übrig geblieben sei meist nur noch das Tempolimit von 35 mph. Ein wunderbarer relaxter Track ist "Rum Is The Reason", das, von Steel Drums unterlegt (klasse gespielt von Robert Greenidge), dezentes Calypso Feeling vermittelt. Bizarr die Aussage, dass, wenn Stalin und Hitler, statt Wodka und Bier, Rum getrunken hätten, wäre der Menschheit ihre Schreckensherrschaft wohl erspart geblieben, denn Piraten haben ja aufgrund ihres Rum-Konsums auch nie die Welt regiert. Politikgeschehen aus der vereinfachten Sicht eines Toby Keith, trotzdem ein herrliches Stück! Mit "What She Left Behind" folgt eine eingängige und sehr melodische Countryballade über das Verlassenwerden. Großartig auch das in 'Crying In My Beer'-Tradition gebrachte "Haggard, Hank & Her". Zu tollen Akustik- und Bariton-E-Gitarrenklängen, hallender Orgel und weinender Steel, wird Whisky-besäuselt an der Theke über das verpatzte Leben sinniert. Klasse hier auch die dezenten Harmonies von der guten Mica Roberts. Beim etwas wehmütig und melancholisch (wunderbare Akkordeon-Unterlegung) rüber kommenden "Sailboat For Sail" geben sich Toby und Jimmy Buffett gegenseitig die Ehre. Der etwas augenzwinkernde und selbstironische 'One Night Stand'-Song "Every Time I Drink I Fell In Love" drückt dann noch mal auf die Tube und beweist, dass sich Toby durchaus auch selbst auf die Schippe nehmen kann. Launiger, in Bakersfield-Manier gespielter Country Rock mit feinem Gitarren- /Banjo-Arrangement und kleinem Instrumental-Ausklang. Am Ende überrascht der 320 Millionen Dollar schwere Country-Entertainer mit einem echten Streicher-untermalten Schmachtfetzen: "Beautiful Stranger". Das ist dann doch sehr gewöhnungsbedürftig für ein musikalisches Raubein, das sich eigentlich lieber über 'Drinking Beer' und 'Kicking Ass' auslässt. Trotzdem insgesamt eine schöne Herz-Schmerzballade. Toby Keith lässt mit seinem aktuellen Werk "35 Mph Town" wieder nichts anbrennen. Man bekommt, wo Toby Keith drauf steht, auch den authentischen Toby Keith geboten. Und wenn man sein typisch selbstgefälliges, zufriedenes Grinsen auf dem Backcover (alle Songtexte sind übrigens im beigefügten Booklet enthalten) sieht, weiß man, genauso wie er, dass die Toby Keith-(New)Country-Welt nach wie vor noch im Lot ist. Sehr gute Leistung! "Classic Toby at his best"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Drunk Americans - 3.20
2. Good Gets Here - 2.20
3. 35 mph Town - 3.40
4. Rum Is The Reason - 3.17
5. What She Left Behind - 3.32
6. 10 Foot Pole - 2.55
7. Haggard, Hank & Her - 3.20
8. Sailboat For Sale (feat. Jimmy Buffett) - 3.08
9. Every Time I Drink I Fall In Love - 3.40
10. Beautiful Stranger - 4.17

Art-Nr.: 8999
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Musgraves, Kacey - pageant material [2015]
Mit Spannung erwartetes Nachfolge-Album des Grammy-dekorierten, großartigen Vorgänger-Werkes "Same Trailer Different Park". Und was sollen wir sagen? "Pageant Material" steht dem Erfolgsalbum von 2013 in nichts nach. Hoch qualitative, mit tollen Songs gespickte, erstklassige Countrymusic einer überaus talentierten, exzellenten Künstlerin!

Aus dem Originaltext zur Produktveröffentlichung:

2015 release, the highly-anticipated sophomore album by the singer/songwriter. The follow-up to 2013′s Same Trailer Different Park. Pageant Material is a 13-song tour-de-force. Musgraves co-wrote all of the album's tracks with an impressive roster of songwriters that includes longtime collaborators Shane McAnally and Brandy Clark, the duo who famously co-penned CMA Song of the Year "Follow Your Arrow" with Musgraves for her debut.
he album has already been met with critical acclaim in early reviews and coverage. FADER featured Kacey on the cover as their first ever Country artist, Billboard says Pageant Material folds in bits of confessional gravitas, classic Western textures and string-swathed, studio-pop finesse reminiscent of Glen Campbellor Bobbie Gentry...there s a new level of real talk even for Musgraves, and Hits Magazine called Pageant Material An album for the ages. Kacey Musgraves stunning new set is brilliant from start to finish.

Das komplette Tracklisting:

1. High Time - 2.57
2. Dime Store Cowgirl - 3.35
3. Late To The Party - 3.37
4. Pageant Material - 3.56
5. This Town - 2.57
6. Biscuits - 3.18
7. Somebody To Love - 3.14
8. Miserable - 3.00
9. Die Fun - 3.29
10. Family Is Family - 2.33
11. Good Ol Boys Club - 3.17
12. Cup Of Tea - 2.41
13. Fine - 3.55

Art-Nr.: 8894
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Nettles, Jennifer - playing with fire [2016]
Zum Superstar wurde Jennifer Nettles mit Sugarland. Jetzt legt sie mit "Playing with fire" ihr neues Solo-Akbum vor, das sie, wie kaum anders erwartet, in prächtiger Form zeigt. Die großartige Singer-Songwriterin glänzt mit 11 hervorragenden Songs, bei denen sie, bis auf zwei, auch stets kompositorisch involviert ist. Unterstützt wird sie bei 7 Nummern von ihrer langjährigen Freundin Brandy Clark, die in Nashville mittlerweile ebenfalls als ganz "heißes Eisen" unter den neuen Songwritern und Interpreten gilt. Sehr oft sind die Lieder stark fundamentiert im Country, gleichzeitig aber sehr modern arrangiert, dann wieder sind sie eher poppiger Natur. Das Ergebnis ist poppiger Country im allerbesten Sinne des Wortes, dargeboten auf einem überaus hohen Level. Die Synthese aus klassischer, handgemachter Country-Instrumentierung und modernem "Programming" gelingt hier ausgezeichnet, stärkt aber eben den etwas poppigen Eindruck. Doch, wie gesagt, das Songmaterial ist exzellent - ja, vom allerfeinsten, was bei diser Songwriter-Elite auch wirklich kein Wunder ist (neben Jennifer und Brandy Clark sind noch solche Leute wie beispielsweise Holly Williams, Lori McKenna und Shane McAnally involviert). Aber veredelt wird das Ganze durch Jennifer ganz großen Trumpf, ihren herausragenden, charismatischen Gesang. Ihre hinreissend kraftvolle, klare Stimme mit dem umwerfenden Südstaaten-Charme ist einfach eine "Wucht". Sie verbindet sich mit den wunderbaren, prächtig ins Ohr gehenden Melodien der Stücke zu ganz großartigen, kleinen Songperlen. Energie-geladene Uptempo-Kracher wie etwa das Titelstück "Playing with fire", lockere Midtempo-Lieder wie das feine "Three days in bed", oder edle, emotionale Balladen wie das kräftige, wunderschöne "Unlove you" halten sich in etwa die Waage. Insgesamt ist das eine wirklich fabelhafte Vorstellung der ex Sugarland-Frontfrau. Ein tolles Album! Riesen-Kompliment!

Das komplette Tracklisting:

1. Playing With Fire - 3:04
2. Unlove You - 3:54
3. Hey Heartbreak - 3:33
4. Drunk In Heels - 3:20
5. Stupid Girl - 3:38
6. Three Days In Bed - 3:41
7. Sugar - 2:55
8. Chaser - 3:27
9. Starting Over - 4:13
10. Salvation Works - 3:51
11. Way Back Home - 3:31

Art-Nr.: 9171
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Townes, Tenille - the lemonade stand [2020]
Tenille Townes gehört die Zukunft. Sie hat das Zeug eine der nächsten ganz großen Stars zu werden. Nach 2 Independent-Alben und diversen EPs veröffentlicht die hoch talentierte 26-jährige aus Grande Prairie, Alberta, Canada stammende, aktuell in Nashville/Tennessee ansässige, junge Künstlerin nun mit "The lemonade stand" ihr langerwartetes Major-Debut, das den hohen Vorschußlorbeeren in vollstem Umfang gerecht wird. Tenille beglückt uns mit 12 durchweg erstklassigen Songs, alle gehalten in sehr innovativen, variablen Arrangements, die auf erstklassige, sehr geschickte und eine große Spannung aufbauende Art und Weise Pop- und Countryelemente miteinander verschmelzen. Das klingt zunächst etwas beliebig, ist es aber bei weitem nicht, denn hier treffen tradtirionelle Roots in höchst ansprechendem Maße auf zeitgemäße, ja moderne Sounds und eine Künstlerin mit immenser Ausstrahlung, toller Stimme und extrem hohem Storyteller-Potenziel, also mit hochinteressanten Texten voller Seele. Sämtliche Songs hat sie selbst geschrieben, bzw. mitgeschrieben. Trotz des Einbaus durchaus moderner, elektroníscher Klänge, verliert Tenille's Musik nie ihren handgemachten Nimbus. Das ist ein schmaler Grat, den sie aber hunderprozentig trifft. Das ist ehrlicher, hoch melodischer Country-Pop mit Aussagekraft, sehr viel Seele und sehr viel Frische. Ein absolut rares Gut! Ein amerikanischer Journalist drückt diesen Umstand so aus: "The record superbly as it is a very strong example of the 2 most evident themes on the record: strong, honest, relatable and reflective storytelling combined with a real creative melody that has a retro feel being brought up to date with a sun-kissed feel incorporating strong vibes of past decades and effective, dynamic use of synth". In der Tat versprüht der ein oder andere Song ein dezentes Retro-Feeling mit leichten Reminiszensen an die Achtziger und frühen Neunziger. Produziert wurde das Album von einem von Nashville's absoluten Koryfäen, Jay Joyce. Auch das ist sicher kein Zufall, passt perfekt ins Bild, denn Joyce ist ein Meister innovativer Klänge. So sind Vergleiche von Tenille Townes mit Leuten wie Eric Church, Ashley McBryde (auch deren Alben wurden bislang von Jay Joyce produziert), aber auch Miranda Lambert und Brandy Clark durchaus zulässig, wenngleich sie etwas poppiger als die andern klingt. Doch noch einmal, "poppig" bedeutet hier keineswegs ein Makel. Tracks wie beispielsweise das erfrischende, super melodische, gut gelaunte "Holding out for the one", das recht "countrytraditionell" verwurzelte "Where you are", die fast schon philosophische, wundervolle Ballade "Jersey on the wall (I'm just asking)", das rockige "White horse" oder die wunderbar nostalgische Countrynummer "I kept the roses" sind ein beeindruckender Beleg dafür. Tenille Townes wird ihren Weg gehen., denn sie ist eine fantastische Musikerin durch und durch. "The lemonsde stand" ist einfach ein prächtiges Album geworden. Oder anders ausgedrückt: "A brilliant Country-Pop Joyride"!

Das komplette Tracklisting:

1. Holding Out for the One - 3:13
2. Where You Are - 4:21
3. Jersey on the Wall (I'm Just Asking) - 4:05
4. Lighthouse - 3:36
5. White Horse - 4:05
6. I Kept the Roses - 4:01
7. When I Meet My Maker - 3:34
8. Come as You Are - 3:08
9. The Way You Look Tonight (feat. Keelan Donovan) - 4:18
10. Find You - 3:00
11. Somebody's Daughter - 3:46
12. The Most Beautiful Things - 3:57

Art-Nr.: 10103
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 13,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Various Artists - gentle giants: the songs of don williams [2017]
Wundervolle Hommage zu Ehren eines der größten Countrykünstler aller Zeiten, Don Williams - organisiert von dessen langjährigem Produzent Garth Fundis, der auch dieses Tribute produziert hat. Fantastische Künstler haben sich zusammengefunden, um explizit für dieses Projekt einige der größten Songs von Countrymusic's "Gentle Giant" einzuspielen. So hören wir beispielsweise seit langer Zeit einmal wieder etwas von Trisha Yearwood, die "Maggie's dream" in einer hinreissenden, erfrischenden, flotten Version zum Besten gibt (erinnert an die beste Trisha zu ihren ganz gro0en Zeiten). Auch ihr Gatte Garth Brooks ist mit dabei und spielt eine tolle Fassung des vov Bob McDill komponierten "Good ole boys like me". Die Pistol Annies (Miranda Lambert, Ashley Monroe & Angaleena Presley) überzeugen mit einer erdigen Version von "Tulsa time", während Lady Antebellum eine emotionale Fassung von dem schönen"We've got a good fire goin'" interpretieren. Ganz groß ist Chris Stapleton's Live-Interpretation von "Amanda" (in seiner typischen Art mit irre ausdrucksstarkem Gesang), mitgeschnitten in der Grand Ole Opry - übrigens der einzige Live-Song dieses Albums. Weitere Interpreten sind Alison Krauss ("Till the rivers all run dry"), Dierks Bentley ("Some broken hearts never mend"), Brandy Clark ("I believe in you") und weitere. Tolle Songs, glanzvoll interpretiert von herausragenden Künstlern. Alle diese Aufnahmen sind im übrigen nirgendwo sonst veröffentlicht - sie gibt es ausschließlich auf diesem Album! Eine herrliche Tribute-CD!

Das komplette Tracklisting:

1. Tulsa Time (3.22) - Pistol Annies
2. I Believe in You (4.12) - Brandy Clark
3. We've Got a God Fire Goin' (3.38) - Lady Antebellum
4. Some Broken Hearts Never Mend (3.28) - Dierks Bentley
5. Amanda (3.02) - Chris Stapleton Feat. Morgane Stapleton
6. Till the Rivers All Run Dry (4.02) - Alison Krauss
7. Love Is on a Roll (4.10) - John Prine Feat. Roger Cook
8. If I Needed You (2.46) - Jason Isbell & Amanda Shires
9. Maggie's Dream (4.04) - Trisha Yearwood
10. Lord I Hope This Day Is Good (3.32) - Keb' Mo'
11. Good Ole Boys Like Me (4.14) - Garth Brooks

Art-Nr.: 9455
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Various Artists - southern family [2016]
Wundervoll, von Meisterproduzent Dave Cobb (u. a. Sturgill Simpson, Jason Isbell, Chris Stapleton) iniziiertes und produziertes Projekt - eine genauso liebevolle, wie emotionale Hommage an die Country-/Americana-Musik der amerikanische Südstaaten. "Entertainment Weekly" nennt das Werk "the year's biggest country all-star record", doch hier findet sich neben lupenreiner, traditioneller Countrymusic auch jede Menge Alternate Country-, Americana- und Roots-Musik. Und das von herausragenden Künstlern wie etwa Jason Isbell, Miranda Lambert, Chris Stapleton (mit seiner Frau Morgane), Zac Brown, Jamey Johnson, Holly Williams, Shooter Jennings, Brandy Clark, Rich Robinson und mehr. Es handelt sich ausschließlich um explizit für dieses Album eingespielte, neue Songs, die auf anderen Veröffentlichungen nicht zu finden sind. Das Songmaterial ist herausragend gut und grandios in Szene gesetzt. Ein famoses Werk!

Das komplette Tracklisting:

1. Simple Song (John Paul White) - 4.00
2. God Is A Working Man (Jason Isbell) - 3.20
3. Down Home (Brent Cobb) - 3.27
4. Sweet By and By (Miranda Lambert) - 3.36
5. You Are My Sunshine (with Chris Stapleton) (Morgane Stapleton) - 6.13
6. Grandma's Garden (Zac Brown) - 4.35
7. Mama's Table (Jamey Johnson) - 3.45
8. Learning (Anderson East) - 4.39
9. Settle Down (Holly Williams) - 2.27
10. I Cried (Brandy Clark) - 5.22
11. Can You Come Over? (Shooter Jennings) - 3.53
12. The Way Home (Rich Robinson) - 5.40

Art-Nr.: 9128
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Whitters, Hailey - living the dream ~ deluxe edition [2021]
"Rising Star" Hailey Whitters gilt als eines der größten Country-Versprechen Nashville's, die "Music City" in den letzten Jahren vorzuweisen hatte. Absolut zu Recht, wie sie mit ihrem beeindruckenden, fantastischen Album "Living the dream" höchst ansprechend unter Beweis stellt, das in 2020 zunächst nur digital erschien, nun aber mit 5 zusätzlichen, neuen Tracks in Form einer "Deluxe Edition" auch als CD erhältlich ist. Insgesamt enthält das Werk satte 17 Songs. Ende des vergangenen Jahres galt "Living the dream" in den USA in seiner ursprünglichen Digital-Version weithin als eines der besten Alben des Jahres, "landing at #1 on both Stereogum's '10 Best Country Albums of 2020' and Garden & Gun's 'Best Southern Albums of 2020' lists. The Dream was named among the best albums of the year by The Washington Post, Paste Magazine, The Tennessean, and landed at #6 on Rolling Stone's '30 Best Country & Americana Albums of 2020' list. Hailey was featured in the 2020 class of CMT's Next Women of Country and named one of Pandora's Artists to Watch in 2020". Nicht nur die Fachwelt ist regelrecht begeistert. Doch was sie gerade erlebt, musste sie sich hart erabeiten. Es viel ihr alles andere als in den Schoß. Über Jahre hinweg war Geduld angesagt, bis sie Schritt für Schritt weiter kam und sich vor allem als Songwriterin einen Namen machte. Im zarten Alter von 17 Jahren ging die aus dem kleinen Kaff Shueyville im US-Bundesstaat Iowa stammende Hailey vor rund 12 Jahren nach Nashville, um ihren musikalischen Traum zu leben und zu verwirklichen. Wie gesagt, es lief zunächst alles andere als rund und sie musste sich mit diversesten Gelegenheitsjobs durchschlagen. Als sie sich dem neuralgischen Punkt von 10 Jahren Aufenthalt in Nashville näherte, einem mythologischen Meilenstein, an dem Künstler langsam anfangen sollten, die Früchte ihrer Arbeit zu ernten, hatte sie, trotz einiger beachtlicher Songwriting-Erfolge (u. a. nahmen Little Big Town und Alan Jackson Songs von ihr auf) noch immer das Gefühl, dass alle Mühe, die sie aufwandt, kaum Ertrag einbrachte. Eine gewisse Frustration machte sich breit, doch Aufgeben war keine Option, sondern eher aus allem, was sie fühlte irgendeine Inspiration zu ziehen. Zu diesem Zeitpunkt schrieb sie den grandiosen, autobiographischen Song "Ten year town", mit dem ihr das nicht nur bravourös gelang, sondern der ihr auch eine gewaltige Aufmerksamkeit einbrachte. Es ist eine herrliche, nahezu akustisch gehaltene, wunderbar stripped-down instrumentierte Countryballade, die das Album "Living the dream" exzellent eröffnet. Hier verarbeitet sie das in Nashville in den vergangenen 12 Jahren Erlebte auf famose Art und Weise und zeigt gleich mal "nebenbei", welch eine hinreißende Sängerin sie ist. Diese Nummer befreite sie von allen Lasten. Hailey Whiiters ist endgültig zu der Künstlerin gereift, die sie wirklich sein wollte: eine prüfende, furchtlose Singer/Songwriterin, die sich mehr mit der kaputten Art und Weise befasst, wie die Dinge tatsächlich sind, als mit der hübschen und polierten Art, wie sie "gemalt" und dargestellt werden. Presse und Fans liebten und achteten sie auf einmal. Hailey Whitters spielt astreinen, echten, modernen Country/New Country, sehr vielschichtig und abwechslungsreich, mal flockig locker, dann schön knackig, oft im Midtempo-Bereich, mit einer schönen Nähe zum Americana, exquisitem Storytelling-Flair und auch mal dem ein oder anderen unaufdringlich poppigen Moment. Aufgesetzter, im Vordergrund stehender, bedeutungsloser Pop-Schnickschnack, gar mit elektronischen Firlefanz sind ihr allerdings völlig fremd. Nein, das ist prächtige Country/New Country-Musik, wie sie heute sein sollte, musikalisch und textlich auf einem durchaus anspruchsvollen Niveau. Vielleicht ein bißchen wie eine Mischung aus Brandy Clark, Lori McKenna und Ashley McBryde. Hailey verfügt über eine wirklich tolle Stimme, singt sehr klar, gleichzeitig aber auch mit einem unwiderstehlich natürlich angerauten Country-Charme. Die mitwirkenden Musiker kommen aus Nashville's absoluter Studio-Spitzengarde (u. a. Roc McNelley, Russ Pahl, Charlie Worsham, Mike Rojas, Eamon McLoughlin, Jerry Roe...). Das Songmaterial wirkt schön frisch und dabei sehr eingängig und melodisch. Alles kommt in exzellenter Harmonie, aber auch mit viel Spirit. Schwächere Songs sucht man unter den 17 Nummern absolut vergeblich. Exzellent beispielsweise die sehr knackige, erfrischende, gut gelaunte, angerockte New Country-Nummer "All the cool girls", der von großartigen, E-Gitarren- und Slide-Licks durchzogene, viel Southernflair versprühende, dabei überaus melodische, bluesige Countrysong "Red wine and blue" (dezenter Gospel-Spirit), das prächtig instrumentierte, genauso traditionell fundamentierte, wie moderne, rootsige, knackige und erneut mit eine herrlichen Melodie aufwartende "Heartland", das raue, wieder etwas bluesige, swampige, von Al Anderson und Chris Stapleton komponierte "The devil always made me think twice" (eine von nur 4 Fremdkompositionen; ist auch auf Chris Stapleton's aktuellem "Starting over"-Album enthalten), wie auch die grandiose, hingebungsvoll vorgetragene Americana-/Country-Ballade "Janice at the hotel bar". Baumstark sind auch die in dieser Deluxe Version hinzugekommenen 5 neuen Nummern, die das Album nicht nur quantitativ aufstocken, sondern auch qualitativ noch einmal klar bereichern und aufwerten. Es sind allesamt Kooperationen, bzw. Duette mit Kollegen und Freunden wie Little Big Town, Brent Cobb, Jordan Davis, Hillary Lindsey & Lori McKenna, sowie Trisha Yearwood, die zeigen, wie hoch geschätzt Haley mittlerweile in der Branche ist. Fantastisch hier u. a. der traditionelle, erfrischende, von tollen Harmonies geprägte, jede Menge gute Laune versprühende Country-Heuler "Fillin' my cup" mit Little Big Town und das flotte, knackige, im Neunziger Jahre-New Country-Stil präsentierte, absolute Trisha-typische "How far can it go?" mit Trisha Yearwood, aber auch alle anderen Nummern. Mit "Living my dream" ist Haley Whitters ein herausragendes Album gelungen, bei dem künstlerische Expertise und einfach nur wunderschöne Country- und New Country-Songs vollkommen im Einklang stehen. Toll! Mögen all die Lorbeeren, mit denen sie aktuell bedacht wird auch tatsächlich zum verdienten (kommerziellen) Erfolg für sie führen. Ihr Potenzial scheint grenzenlos zu sein...

Das komplette Tracklisting:

1. Ten Year Town - 3:18
2. The Days - 3:14
3. Red Wine & Blue - 4:18
4. Dream, Girl - 3:19
5. Loose Strings - 3:05
6. Heartland - 3:31
7. Janice At The Hotel Bar - 4:35
8. Happy People - 3:03
9. The Devil Always Made Me Think Twice - 4:11
10. All The Cool Girls - 3:37
11. The Faker - 3:49
12. Living The Dream - 3:24
13. Fillin' My Cup (feat. Little Big Town) - 3:11
14. Glad To Be Here (feat. Brent Cobb) - 4:33
15. How To Break A Heart (feat. Lori McKenna & Hillary Lindsey) - 3:24
16. How Far Can It Go? (feat. Trisha Yearwood) - 2:55
17. The Ride (feat. Jordan Davis) - 3:27

Art-Nr.: 10278
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ten year town
Red wine & blue
Heartland
Janice at the hotel bar
The devil always made me think twice
Fillin' my cup
Glad to be here
How to break a heart
How far can it go?

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!