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Bros. Landreth, The - let it lie [2015]
Ein neuer, hell leuchtender Stern am Rootsrock-Himmel geht auf - und was für einer! Die aus Kanada, genauer gesagt, Winnipeg/Manitoba stammende Band The Bros. Landreth um die beiden Brüder Joey (guitars, vocals) und David Landreth (bass, vocals) sorgen mit ihrem grandiosen Debut "Let it lie" für ein absolutes, musikalisches Highlight und veranlassen die einschlägige Fachpresse zu geradezu überschwänglichen Elogen. Ein paar Zitate: "The Bros. Landreth blew us away with their soul and precision, both of their instrumental and vocal chops were top flight" (Craig Havighurst/Music City Roots), "It sounds almost like Little Feat and John Hiatt had been country stars" (Country Weekly), "Put Gov't Mule and Little Feat in a blender, add 2 shots of Patron, and a splash of good ol' leaded gas and you got some Bros. Landreth" (Bruce Ladan/CBC), "The pretentious among us will certainly find elements of the Allmans, CCR, possibly Ry Cooder and maybe Little Feat in here; perhaps even The Band. But, The Bros. Landreth take all of those influences and move them on into the Americana stratosphere to create a sound that itself will be imitated before the end of 2015" (No Depression)... und so weiter. Da wird einiges über die Richtung der Musik verraten, ein paar Einflüsse werden genannt, doch entscheidend ist, dass diese Band einen Sound kreiert, der in der Tat einzigartig ist. Da haben wir eine ungemein kernige, raue, schön bluesige, geradezu Southern-lastige Rock-Basis mit dreckigen E-Gitarren (Joey Landreth ist ein bärenstarker Gitarrist) auf der einen Seite, aber auch von herrlicher Americana-Instrumentierung (Dobro, auch mal ein Banjo, akustische Gitarren) und schönem Countryrock-Flair geprägte Strukturen auf der anderen Seite - und all das kanalisiert die Band (wird vervollständigt von Ryan "Rhino" Voth an den Drums und Alex Campbell an den Keyboards) in exzellenten, voller Spannung und Finesse steckenden, abwechslungsreichen Songs mit viel Seele, großartig hängen bleibenden Melodien und ganz starkem Gesang, teils mit wunderbaren Harmonies. Ohne jeden Zweifel sind das ganz vorzügliche, sich glänzend ergämzende Musiker. Die Produktion ist glasklar. Man spürt ein schönes Retro-Feeling, und doch erscheint die Musik überaus zeitgemäss. Klasse immer wieder die prächtigen Wurlitzer- und Orgel-Fills, die den Gitarrensound vorzüglich unterstützen. Blues, Rock, Soul, Gospel, Folk, Country - daraus bastelt die Band ihre unwiderstehliche Rootsrock-/Americana-Rock-Formel. Poco, Anders Osborne, The Allman Brothers Band, die oben schon erwähnten Little Feat und John Hiatt, The Band, Steve Earle, The Avett Brothers, aber auch The Jayhawks, The Doobie Brothers und Jackson Browne kann man hin und wieder irgendwie erahnen, doch, wie gesagt, "Let it lie" ist purer "Bros. Landreth"-Sound! Das Songmaterial ist durchweg exzellent, Ausfälle gibt es keine. Beispiele für die bluesige, rockige Kategorie sind etwa der wunderbar groovende, von satten Gitarrenriffs und zündenden, lauten Lead Gitarren-Läufen geprägte, dabei sehr melodische Opener "Our love", der erdige, southern-rockige, mit einem zündenden Slide-Solo und tollen Banjo-Intervallen versehene, flammende Rootsrocker "I am a fool", oder der kochende, überaus raue Uptempo-Boogie "Runaway train", dessen tierisch brennende Slide-Gitarren (vor allem das "geile" Solo im Break) den, im positivsten Sinne, puren Blues-Dreck repräsentieren. Für die ruhigeren, Americana-lastigeren Songs stehen etwa das herrlich melodische, mit einer tollen Dobro-Untermalung und einem lässigen, lockeren Groove versehene "Firecracker", das flockige "Greenhouse", oder das hinreissend soulige, bluesige, wunderschöne, mit einer tollen Orgel-/Wurlitzer-/Harp-/Gitarren-Instrumentierung in Szene gesetzte "Nothing". Was ist das für ein großartiges Rootsrock-Album! Das Potential dieser Band scheint riesig zu sein. Ihr Debut jedenfalls ist ein Killer-Teil! Dazu möchten wir zum Abschluß noch den Moderator von BBC Radio 2, Bob Harris zitieren, der schlicht und punktgenau bemerkt: "Absolutely brilliant". Und genau so unterschreiben wir das!

Das komplette Tracklisting:

1. Our Love - 4.11
2. Firecracker - 3.30
3. Let It Lie - 4.04
4. I Am The Fool - 3.41
5. Made Up Mind - 3.21
6. Greenhouse 5.11
7. Tappin' On The Glass - 4.05
8. Runaway Train - 3.29
9. Nothing - 5.05
10. Going To The Country - 3.22
11. Where Were We? - 3.55

Art-Nr.: 8791
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Our love
Firecracker
Let it lie
I am the fool
Greenhouse
Tappin' on the glass
Runaway train
Nothing

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Cooder, Ry - pull up some dust and sit down [2011]
Klasse neues Album von dem großen Ry Cooder über dessen kümstlerisches Spektrum in einer amerikanischen Biographie folgendes zu lesen ist: "Whether serving as a session musician, solo artist, or soundtrack composer, Ry Cooder's chameleon-like fretted instrument virtuosity, songwriting, and choices of material encompass an incredibly eclectic range of North American musical styles, including rock & roll, blues, reggae, Tex-Mex, Hawaiian, Dixieland jazz, country, folk, R&B, gospel, and vaudeville." Dem ist nichts hinzuzufügen. Auch"Pull up some dust and sit down" ist ein typisches Ry cooder-Album mit allen Facetten dessen großartiger Musik. Mit dabei: Sohnemann Joachim Cooder am Schlagzeug und seine alten Weggefährten Flaco Jimenez (accordion) und Jim Keltner (drums on 1 track). Kommt in einem feinen Digipack mit 20-seitigem Booklet, inkl. aller Texte.

Das komplette Tracklisting:

1. No Banker Left Behind 3:34
2. El Corrido de Jesse James 4:14
3. Quick Sand 3:13
4. Dirty Chateau 5:27
5. Humpty Dumpty World 4:16
6. Christmas Time This Year 2:46
7. Baby Joined the Army 6:34
8. Lord Tell Me Why 3:00
9. I Want My Crown 2:36
10. John Lee Hooker for President 6:06
11. Dreamer 5:04
12. Simple Tools 5:04
13. If There's a God 3:05
14. No Hard Feelings 5:52

Art-Nr.: 7527
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Delta Moon - cabbagetown [2017]
Atlanta's "sultans of slide guitar", wie sie Rick J Bowen vom legendären "No Depression"-Magazin bezeichnet, sind zurück mit ihrem nunmehr bereits 8. Studioalbum. Delta Moon, um die beiden famosen Slide/Lap Steel-Gitarristen Tom Gray und Mark Johnson, nehmen uns mit ihrem großartigen Werk "Cabbagetown" einmal mehr mit auf eine unwiderstehliche musikalische Reise durch die tiefen Swamps und Deltas des amerikanischen Südens. Ihr wundervoller, mit traumhaften Grooves unterlegter, sehr ursprünglicher "rootsy, dusty, soulful Southern-/Blues-Rock" mit diesen einzigartigen Lap Steel-/Slide-Klängen (inklusive vorzüglichger Soli) steckt voller Seele und Inspiration. Wie selbstverständlich gelingt es ihnen, markante Elemente legendärer Delta-Blueser wie Fred McDowell, Son House, dessen bärenstarkes "Death letter" sie hier in einer tollen, "schwülen" Coverversion präsentieren (starke Blues-Harp), oder Robert Johnson mit dezenten Spuren solcher Bands wie Little Feat, The Radiators, auch The Allman Brothers Band oder den North Mississippi Allstars zu vereinen, um dabei aber ihren ganz eigenen Sound zu entwickeln. Nicht nur Tracks wie beispielsweise der überaus melodische Opener "Rock and Roll girl", das rootsige, bluesige, aber auch mit feinen Americana-Elementen versehene, prächtige "The day before tomorrow" (klasse Mndolinen-Fills, swampiges Lap Steel-Solo), der trockene,gleichzeitig schön flüssige, fast ein wenig an Ry Cooder erinnernde, semi-akustische Roots-Blues "Just lucky I guess", das flockige, mit einem leichten Southern-/Countryrock-Touch angereicherte, von klasse Twin Lap Steel-Gitarren geprägte "Coolest fools", oder das freundlich rockende "Sing together" sind hervorragende Beispiele dafür, dass die Band mal wieder einen exzellenten Job abgeliefert hat. Toll! Wir sind tief beeindruckt.

Das komplette Tracklisting:

1. Rock And Roll Girl - 3:42
2. The Day Before Tomorrow - 3:30
3. Just Lucky I Guess - 3:38
4. Coolest Fools - 2:48
5. Refugee - 3:44
6. Mad About You - 3:21
7. Death Letter - 6:01
8. 21st Century Man - 3:33
9. Cabbagetown Shuffle - 2:29
10. Sing Together - 3:47

Art-Nr.: 9407
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Rock and Roll girl
The day before tomorrow
Just lucky I guess
Coolest fools
Death letter
21st century man
Sing together

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Hiatt, John - master of disaster [2005]
Für sein neues Album hat John Hiatt diesmal den "Goners" um Sonny Landreth den Rücken gekehrt und sich zum einen nach vielen Jahren einmal wieder mit Produzent Jim Dickinson zusammen getan (man erinnere sich an die grandiosen "Across the borderline"-Tage mit Ry Cooder), und sich zum anderen den Dienst von dessen Söhnen, den North Mississippi Allstars-Köpfen Luther (Gitarren) und Cody (Drums) Dickinson gesichert, die zusammen mit Muscle Shoals-Bassmann David Hood und "East Memphis Slim" (dahinter verbirgt sich Jim Dickinson selbst) an den Keyboards heuer Hiatt's Begleitband stellen. "Master of disaster" ist wieder einmal ein ganz großes, glanzvolles Album geworden! Etwas anders, als zuletzt mit den "Goners", vor allem nicht ganz so straight rockend, aber immens vielseitig und voller Seele steckend! Wann hat er schon einmal so retro geklungen? Jim Dickinson sorgt für einen sehr ursprünglichen, unverfälschten Sound, der eine wunderbar charmante, leicht rohe, naturbelassene (Live)Atmosphärezaubert, fernab von jeglicher Studio-Sterilität, entstehen läßt! "I wanted a little different flavor, a dirfferent vibe with this recording", sagt Hiatt zu den Aufnahmen. "This session had a great old school feeling, yet it was also the most incredible, honest sound quality and reproduction that I've ever heard doing a recording", ergänzt er. Und dennoch ist es durch und durch ein "echtes" Hiatt-Album geowrden, das von dessen unverwechselbarer Stimme und grenzenloser, mannigfaltiger Songwriter-Kunst lebt. Aber auch von der ausgebufften, fantastischen Musikalität der Begleitmusiker, allen voran dem lässigen, gefühlvollen Spiel der Dickinson-Brüder, die den Sound mit ihrem großartigen "Hill Country"-Jam-Flair nachhaltig prägen. Herausgekommen ist eine hinreißende, weitgehend entspannte Mischung aus Roots, Rock, Americana, Folk, Delta-Blues und Alternate Country in einem ausgewogenen, groovigen Electric-/Acoustic-Klangbild, mit klasse Melodien, etwas Memphis-Flair und, wie gesagt, viel Retro-Feeling. Das Album startet gleich mit einem Knüller: "Master of disaster", also das Titelstück, ist ein wundervoller, staubiger, knackiger, flotter Rootsrocker, voller klasse Gitarrenhooks, einer prima Melodie und herrlichem Schlagzeugspiel von Cody Dickinson. Ergänzt wird das Ganze durch prächtige Saxophon-Einlagen, nie zu aufdringlich und immer ideal hinzu passend. Dezente Bläser tauchen im übrigen auch sonst hier und da mal auf, doch sie sind nie aufdringlich oder gar störend. Und dann folgt ein klasse Song dem nächsten: Ob das semi-akustische, folkige "Howlin' down the cumberland", seine flockige, von lockerem, jammigem "Hill Country"-Flair und dezent keltischen Strömungen geprägte Hommage an den Ford "Thunderbird", der schwungvolle, lockere Old Time-Swing-Country-Blues "Wintertime Blues", der kernige Gitarren Rootsrocker "Love's not where we thought we left it" mit seinem durch eine prima Fiddle erzeugten "Mountain Jam"-Feeling, die an "The Band" erinnernde, mit schöner Mundharmonika angereicherte, Retro-Roots-Ballade "When my love crosses over", oder der 5 1/2-minütige, voller wunderbarem Southern Soul steckende und mit Luther's großartiger Slide-Gitarre angereicherte, ungemein gefühlvolle Delta-Roots-Blues "Ain't ever goin' back", John Hiatt präsentiert einen vermeintlichen Klassiker nach dem anderen. Ihm werden die guten Songs wohl nie ausgehen! Gute 50 Minuten Hiatt in Bestform! Schöne Digipack-Aufmachung mit allen Texten! Kleines Plus am Rande: die CD ist zusätzlich auch in einer 5.1 Surround-Version für SACD-Player genießbar!

Art-Nr.: 3311
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Master of disaster
Thunderbird
Wintertime blues
When my love crosses over
Ain't ever goin' back

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LaRue, Stoney - velvet [2011]
Der Texaner gilt nicht nur im Gebiet von Texas und Oklahoma als eine der einflussreichsten und viel beachtetsten Persönlichkeiten der dortigen "Red Dirt"-Szene. Doch mit seinem neuen, großartigen Studioalbum "Velvet" macht Stoney LaRue einen riesigen Schritt in die richtige Richtung, der seine Karriere auch über die Grenezen des "Red Dirt"-Movements hinaus richtig in Gang bringen sollte, nämlich im Roots-/Americana-Bereich. Das Werk strotzt nur so vor exzellentem, anspruchsvollem Songwriting (alle Songs wurden von Stoney LaRue geschrieben, zumeist mit seinem kongenialen Co-Autor Mando Saenz) und bewegt sich, musikalisch harausragend umgesetzt, mit viel Ausstrahlung und überaus authentisch in einem sehr abwechslungsreichen Grenzgebiet zwischen Rootsrock, Americana, Alternate Countryrock, mal mit einem Hauch von Blues, und seinen im Blut liegenden texanischen "Red Dirt"-Genen. Aufgenommen mit einer Horder erstklssiger Nashville-Größen (u. a. Randy Scruggs - guitar, Glenn Worf - bass, Chad Cromwell - drums, Glen Duncan - fiddle) schlägt er damit eine Brücke von solchen Kollegen wie beispielsweise The Band Of Heathens, The Band, manchmal erahnt man sogar Spuren von Little Feat, über Leute wie Buddy Miller und dem aktuellen Robert Plant mit seiner Band Of Joy, bis hin zu etablierten "Red Dirt"-Größen wie Robert Earl Keen, Cody Canada (Cody & the Departed Canada) und Wade Bowen. Die Umsetzung kommt herrlich trocken und staubig. Filigran instrumentierte Passagen in einem großartig angelegten, semi-akustischen Ambiente gehen mit wunderbar melodischen Refrains einher. "Wiregrass" beispielsweise würde mit seinem jammigen, swampigen Flair prächtig in das southern angehauchte, bluesige Repertoire der Band Of Heathens passen, "Travelin' kind" ist eine herrliche Singer/Songwriter-Ballade in einem Gewand aus feinstem Acoustic Gitarren-Picking, tollen Steelguitar-Klängen, großartiger Percussion und exzellent integrierten Zweitgesang von Lee Ann Womack (tolle Melodie, schönes "Red Dirt"-Feeling), "Sharecropper" ist ein erstklassiger, dreckiger, kerniger Rootsrocker ohne viel Schnörkel, "Te Amo Mas Que La Vida" klingt fast, als sei es aus einer imaginären Session von Ry Cooder, Flaco Jimenez, Los Lobos und dem unvergessenen Doug Sahm entsprungen und das Titelstück "Velvet" ist eine hinreissend schöne, melodische, locker flockige, texanische "Red Dirt"-Countryrock-Nummer. Doch egal, welches Stück man betrachtet, das hat alles richtig Hand und Fuß. Stoney LaRue mit einem tollen, von genauso viel Herz wie Reife geprägten Roots-/Americana-Album auf höchstem Niveau! Schön designed ist das Teil auch noch, denn die Scheibe kommt in einem edlen, mit dunkelrotem Samt überzogenen Digipack, inklusive eines alle Texte umfassenden Booklets. Rundum eine überaus beeindruckende, eine super Sache!

Das komplette Tracklisting:

1 Dresses - 3:35
2 Wiregrass - 4:17   
3 Look At Me Fly - 4:52   
4 Travelin' Kind - 3:30   
5 Sharecropper - 4:11   
6 Sirens - 5:12   
7 Te Amo Mas Que - 3:46   
8 Has Been - 3:36   
9 Way Too Long - 3:15   
10 Velvet - 6:23

Art-Nr.: 7529
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wiregrass
Look at me fly
Travelin' kind
Sharecropper
Sirens
Te Amo Mas Que La Vida
Velvet

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Mellencamp, John - trouble no more [2003]
John Mellencamp ist weiterhin in Top-Form! "12 authentic American songs", heißt es auf dem Sticker seines neuen Albums "Trouble no more"! Und genau das ist es! Mellencamp läßt seiner Kreativität und seinen Neigungen freien Lauf ,und präsentiert seinen Fans ein großartiges, rauhes Roots-Album, vollgepackt mit, zumeist aus den 60igern stammenden, erdigen und dreckigen Coverversionen von Leuten wie Howlin Wolf, über Skeeter Davis bis hin zu Lucinda Williams. Auch ein paar Public Domain-Traditionals verpaßt er seinen Anstrich! Und was soll man sagen: Hut ab, das Resultat ist allererste Klasse! Mellencamp's Gesang war nie besser. Alle Stücke sind mit seiner Band (Andy York, Mike Wanchic, Dane Clark, Toby Myers, Miriam Sturm...) live im Studio eingespielt. Das Ergebnis sind Aufnahmen ala "Rough harvest", nur ist der Sound noch rauher, noch rootsiger, noch erdiger und um Längen besser. Voller Emotionen und mit großer Intensität trägt Mellencamp die Stücke vor. Dabei harmoniert er prächtig mit der Band. Es entsteht eine geradezu erdrückende atmosphärische Dichte, die gleichzeitig eine regelrecht knisternde Spannung auslöst. Alles klingt sehr direkt! Die Produktion trifft ohne Firlefanz genau auf den Punkt! Das volle Roots-Programm wird geliefert: Blues, Folk, Country... - alles herrlich roh! Los geht's mit dem Robert Johnson-Cover "Stones in my paaway", einem derben, dreckigen, schwülen Delta-Blues, geprägt von brodelnder und swampiger Slide E-Gitarre und herrlichem, auf den Punkt gebrachtem, direktem Drumming. Ähnlich gelagert spielt er den 6-minütigen Acoustic Southern-Blues "Death letter", ein Son House-Stück, mit toller Acoustic Slide, ehe er sich für Woody Guthrie's "Johnny Hart" gekonnt in lockere, gut abgehende, rootsige Folkrock-Gefilde begibt. Dabei herrscht ein wunderbar intimes, rohes Feeling. Wir hören tolle Acoustic Gitarren, starke Fiddle und großartiges Drumming! Bei dem Dicky Doo & the Don'ts-Klassiker "Teardrops will fall", den man ja auch sowohl von Wilson Pickett, als auch von Ry Cooder kennt, spielen sich die Jungs dann in allerbester "Lonesome jubilee"-, "Scarecrow"-, "Small town"-Manier richtig in Fahrt. Rootsrock pur - zwar sehr melodisch, aber schön satt, trocken und roh! Schwung und Drive bestimmen auch das Traditional "Diamond Joe" mit seiner starken Fiddle und der gut dazu passenden Mandoline - wieder ein staubtrockener Rootsrocker mit einer prima Melodie. Dreckig, rauh und derb kommt die Willie Dixon-Nummer "Down in the bottom", tolles Akkordeon, im Zusammenspiel mit Fiddle und Mandoline, begleiten das Cajun-infizierte Lucinda Williams-Cover "Lafayette", und nostalgisch wird's in dem 50iger Skeeter Davis Country-Pop-Heuler "The end of the world". Das Finale des Albums bildet der Titel "To Washington", ein Traditional, dem Mellencamp einen neuen Text verpaßt hat, in dem er Präsident Bush für dessen Kriegskurs schwer anklagt. Starkes Album! Rauh, roh, rootsig, kraftvoll, authentisch, ehrlich!

Art-Nr.: 1941
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Osborne, Anders - american patchwork [2010]
Meisterlich! Begeisternd! Imposant! Eine Sternstunde des "soulful" groovenden Roots- und Bluesrocks - einerseits rau, drückend, intensiv und kraftvoll, andererseits so wunderbar melodisch. Krachende, brennende, laute (Blues)Rocker und ein paar wundervolle Rootsrock-Balladen geben sich genüsslich die Klinke in die Hand, dazwischen mal ein kerniger New Orleans-Funk oder ein herrlicher Reggae - eine Nummer stärker als die andere. Mitreissend! Der in den USA überaus erfolgreiche Singer-Songwriter und Gitarrist Anders Osborne, der auch bereits einen Grammy in der Vitrine stehen hat, legt mit seinem neuen Werk "American patchwork", obwohl ihn Kritiker, Presse und Fans gleichermassen schon seit Jahren in ihr Herz geschlossen haben, nun sein bis dato absolut bestes Album vor. Der in Schweden geborene, aber vor 25 Jahren in die USA ausgewanderte, in New Orleans lebende Künstler ist längst zu einem stolzen Amerikaner geworden. "I'm in the promised land", sagt er, was man in seiner Musik deutlich spürt. In einer Stadt, in der es vor aussergewöhnlichen Performern und Bands nur so wimmelt, zählt Osborne längst zu einem der absoluten "Helden" unter den Musikern des "Big Easy". Seine Originalität und seine Visionen sind aussergewöhnlich, seine Kreativität und sein musikalischer "Hunger" grenzenlos. Beeinflusst von Leuten wie Ry Cooder und Robert Johnson, Joni Mitchell und Jackson Browne, aber auch Miles Davis und John Coltrane, gilt er als herausragender Gitarrist, Sänger und Songwriter gleichermassen. So unterschiedliche Kollegen wie Jonny Lang, Tab Benoit, Kim Carnes und Brad Paisley haben schon Songs von ihm aufgenommen. Sein für Tim McGraw geschriebenes "Watch the wind blow by" wurde ein langwöchiger Nr.1-Hit für den Country-Star und auch Keb' Mo's erfolgreiches, Grammy-dekoriertes Album "Slow down" enthielt zwei, von Osborne mitkomponierte Songs. Doch über all dem stehen Osborne's eigene Veröffentlichungen. Man könnte sagen, der Mann ist so etwas wie ein Künstler mit zwei musikalischen Persönlichkeiten. Die eine ein voller Power rockender, ausgelassener, ordentlich Zunder gebender, kochender, ein gewaltiges Gitarren-/Slide-Feuerwerk abbrennender /Southern)Bluesmann, die andere ein regelrechter Poet, ein Literat, ein aus tiefster Seele agierender Singer-Songwriter. Nur selten hat er in der Vergangenheit beides miteinander verknüpft, sieht man man von dem exzellenten 2001er-Werk "Ash Wednesday Blues" ab. Entweder entschied er sich für die eine oder die andere Seite. Doch bei "American patchwork" hat er, egal ob es sich um laute, mächtig dampfende Rocker, oder um eher etwas zurückhaltendere Nummern handelt, eine geradezu brillante Balance zwischen beiden Welten gefunden. Kerniger Rootsrock, die ein oder andere wundervolle Ballade und brodelnder, southern-inspired (Heavy)Bluesrock bilden eine unzertrennliche Einheit. Die Arrangements haben eine herrlich rohe, dreckige Basis, oft vollgepackt mit rauen, kratzigen E-Gitarren-Riffs, überaus intensiv und druckvoll, teils mit langen, würzigen, elektrisierenden, packenden Gitarrensoli, die nicht nur die Gemeinde von den North Mississippi Allstars bis hin zu Gov't Mule "vom Hocker hauen" werden. Dann wieder glänzen sie mit herrlich transparenten Gitarren und einem wunderbar lockeren Ambiente, das nicht selten auch mal an einen Jackson Browne erinnert. Apropos Jackson Browne: Osborne's Stimme klingt zuweilen wie eine Mischung aus Luther Dickinson (North Mississippi Allstars), Steve Miller und eben Jackson Browne. Er ist, wie gesagt, ein klasse Sänger. Begleitet wird Osborne von 3 großartigen Musikern. Zum einen, dem exzellenten Keyboarder Robert Walter, der den Sound immer wieder mit ganz wundervollen, markanten Hammond Orgel-Klängen veredelt, und zum anderen von dem stark trommelnden Schlagzeuger Stanton Moore (von der Band Galactic) und dem zweiten Gitarristen, aber auch Percussion und Background Gesang beisteuernden Pepper Keenan (Corrosion Of Conformity). Letzter beiden haben das Album auch zusammen mit Anders Osborne produziert. Der Sound ist super! Alles strahlt, wie gesagt, eine immense Intensität aus, aufbauend auf Osborne's spürbarer Inspiration und seinem magischen "Spirit". Das Album startet gleich mit einem absoluten "Kracher", einem lauten Aufschrei, mitten ins Herz tiefster Dunkelheit. "On the road to Charlie Parker" heisst die Nummer, ein bärenstarker, leicht swampiger, southern-fueled Bluesrocker über die dunklen Seiten der Heroin-Abhängigkeit und die ausweglosen Nöte eines Junkies. Genauso intensiv wie das Thema ist die Musik. Dreckig, rau, ruppig, drückend, voller massiver, roher Gitarren-Riffs, unterstützt von Robert Walter's tollen Orgel-Fills - aber auch mit einer starken Melodik, vor allem im Refrain. Was für ein klasse Groove! Zum Ende hin wird die Nummer immer lauter. Kocht gewaltig! Ein irre starker Auftakt! Aber keine Bange, es geht mit dieser Qualität ohne jeden Hänger bis zum Schluß weiter. "Echoes of my sins" beispielsweise ist ein grandioser, sehr erdiger, aus hartzigen, bluesigen Riffs entspringender Rootsrocker mit einem herrlichen Reggae-Groove. Osborne's Wahlheimat New Orleans ist allgegenwärtig. Toll erneut die feinen Hammond Orgel-Fills und die vorzügliche Melodie. Mit "Got your heart" folgt gleich noch ein klasse Reggae, der einerseits eine unterschwellige Southern-Schwüle ausstrahlt, andererseits aber sehr locker rüber kommt, während mit dem anschliessenden, brodelnden "Killin each other" ein kerniger, heisser "funked-up" Rocker aus den Lautsprechern fegt. Dann die wunderschöne, weich und überaus angenehm ins Ohr fliessende, voller positiver Aufbruchsstimmung steckende, lockere Rootsrock-Ballade "Acapulco", die mit ihrer Frische etwas von einem Jackson Browne aus seinen allerbesten Tagen hat. "Osborne's slide sings as sweetly as his voice", schreibt ein U.S-Journalist - und damit kann man es nicht besser ausdrücken. Danach wieder zwei donnernde, krachende Heavy-Bluesrock-Nummern voller gewaltiger Intensität. Zunächst das saustarke "Darkness at the bottom" und dann das geniale "Love is taking it's toll". Ist das dreckig, ist das heftig, ist das laut! Ein kochender, riffiger, fetter Groove - und dennoch wieder diese großartige Melodie. Dazu ein glühendes, kreischendes, unter Starkstrom stehendes, ausgedehntes Gitarrensolo, gefolgt von einem ebenso prächtigen Orgel-Solo im zweiten Break. Am Ende brechen fast alle Dämme. Diese Nummer würde auch bestens in das Repertoire von Gov't Mule passen. Hammer! Klar, das danach etwas Erholung nötig ist, die mit dem wunderbar lockeren, flockigen, fast schon sonnig californischen Rootsrocker "Meet me in New Mexico" auch kommt. Wunderbar, dieser lässige Percussion-Groove, diese Wärme, aber auch diese erdige Natürlichkeit. Geht runter wie Öl. Tolle Melodie, erstklassiger Gesang, exzellentes Gitarrenspiel, klasse Orgel-Fills, und ein Refrain, der einem nicht mehr aus dem Ohr gehen will. Mit der wunderschönen, nur von glasklaren, transparenten akustischen Gitarren begleiteten, ruhigen Ballade endet schließlich dieses absolute Meisterwerk. "American patchwork" übt mit seiner Intensität, seinen Emotionen und seiner Spannung einen immensen Reiz auf den Zuhörer aus. Alles, was Osborne hier zelebriert, kommt aus tiefstem Herzen. Das nimmt einen gefangen und lässt einen nicht mehr los. Essentieller Roots- und Bluesrock aus New Orleans! Schlichtweg brillant!

1 On the Road To Charlie Parker - 4:16   
2 Echoes of My Sins - 4:34   
3 Got Your Heart - 4:05   
4 Killing Each Other - 4:09   
5 Acapulco - 3:49   
6 Darkness At the Bottom - 6:00   
7 Standing With Angels - 5:15   
8 Love is Taking Its Toll - 5:01   
9 Meet Me In New Mexico - 4:00   
10 Call On Me - 2:57

Art-Nr.: 6889
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
On the road to Charlie Parker
Echoes of my sins
Acapulco
Darkness at the bottom
Love is taking its toll
Meet me in New Mexico

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Outlaw, Sam - angeleno [2015]
Herrlich! California Country und Honky Tonk vom Allerfeinsten - rein, flockig, locker, unbeschwert, wunderbar retro und dennoch zeitgemäß, zelebriert in 12 fantastischen Songs! Der Spirit klassischer Southern California Countrymusic ist allgegenwertig. Sam Outlaw (der Typ heisst wirklich so), ist ein junger, aus South Dakota stammender, heute in Los Angeles lebender, hoch talentierter, geradezu charismatischer Singer-Songwriter (sämtliche Stücke stammen aus seiner Feder), der es geschickt versteht, in seinen hoch melodischen Songs die Einflüsse seiner großen Helden wie etwa George Jones, Gene Watson, Don Williams, Buck Owens, Keith Whitley und Merle Haggard, mit dem unbeschwerten California-Feeling solcher Legenden wie Gram Parsons, Linda Ronstadt (auch ihr Geist scheint in diesen Liedern zu schweben) oder dem frühen Dwight Yoakam zu seinem ganz eigenen "Ding" zu verschmelzen. Das amerikanische "Rolling Stone Country"-Magazin schreibt dazu: "A Hollywood honky-tonker, Sam Outlaw filters the twang of his country influences through the Mexican-American culture of his Los Angeles home. The result? 'Angeleno', a debut album that mixes acoustic guitars, mariachi horns, James Taylor-worthy melodies and two-step tempos into the best culture clash this side of Linda Rondstadt's Canciones de mi Padre". Großartig ausgedrückt! Outlaw hat eine exzellente Country-Stimme, die einfach wunderbar mit den semi-akustischen Arrangements aus akustischen und dezenten elektrischen Gitarren, viel Pedal Steel, Fiddle und prächtigem Honky Tonk-Klavier harmoniert. Es herrscht durchweg ein bestechend lockeres Ambiente. Der Bursche wirkt zuweilen wie ein unwiderstehlicher "romantischer Country-Rebell". Kein geringerer, als der berühmte Roots- und Gitarren-Großmeister Ry Cooder ist bekennender Fan von Sam Outlaw. Er und sein Sohn Joachim Cooder (drums) haben es sich nicht nehmen lassen, bei dem Album ihre instrumentellen Künste maßgeblich einzubringen und es auch gemeinsam zu produzieren. Das Resultat ist, wie gesagt, einfach wunderbar. Songs wie beispielsweise die von mexikanischen Mariachi-Horns begleitete Border Country-Nummer "Who do you think you are", das flotte, lässige, mit einem herrlichen Wüstenflair ausgestattete, voller Twang steckende "Keep it interesting", der pure, Steelguitar-getränkte (tolles Solo von Jeremy Long), lupenreine Honky Tonker "I'm not jealous" (großartiges "Saloon"-Piano), das mit feiner Steelguitar, akustischer Gitarre und Streichern angereicherte, balladeske Titelstück "Angeleno", der flockige, mit toller Banjountermalung intonierte "Country love song", das von seinem Feeling dem Songtitel alle Ehre machende "Ghost town", oder das hinreissend lockere, mit grandioser Baritone E-Gitarre von Ry Cooder und toller Pedal Steel inszenierte, flüssige "It might kill me", wie auch der komplette Rest des Albums, sind das pure California Country-Vergnügen. Eine Wonne für die Liebhaber reiner, lockerer, unverfälschter, dieses unwiderstehliche Westcoast-Feeling verinnerlichter Countrymusic. "Angeleno" ist ein absoluter Hit!

Das komplette Tracklisting:

1. Who Do You Think You Are - 3.39
2. Keep It Interesting - 3.34
3. I'm Not Jealous - 3.35
4. Love Her For A While - 3.21
5. Angeleno - 4.00
6. Country Love Song - 3.37
7. Ghost Town - 4.06
8. Jesus Take The Wheel (And Drive Me To A Bar) - 3.19
9. It Might Kill Me - 2.59
10. Keep A Close Eye On Me - 3.09
11. Old Fashioned - 4.53
12. Hole Down In My Heart - 2.31

Art-Nr.: 8886
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keep it interesting
I'm not jealous
Angeleno
Country love song
Ghost town
Jesus take the wheel (and drive me to a bar)
Keep a close eye on me

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Zevon, Warren - the wind [2003]
"The genius" nimmt seinen Abschied! Die über 30-jährige Karriere eines ganz großen Singer-Songwriters, einer der schillernsten und skurrilsten Figuren der "California Music"-Szene, geht langsam zu Ende. Vor gut einem Jahr diagnostizierte man bei ihm unheilbaren Lungenkrebs, höchstens ein halbes Jahr habe er noch zu leben, hieß es, als er sich sofort aufmachte, regelrecht angetrieben es unbedingt noch schaffen zu wollen, ein letztes Album einzuspielen. Und er tat dies, wie er es immer tat - mit all seinem sarkastischen Humor und seiner Satirik. Herausgekommen ist, unter maßgeblicher Mithilfe seines langjährigen Weggefährten Jorge Calderón, ein absolutes Highlight, ein typisches Warren Zevon-Album, das man wohl zu seinen besten überhaupt zählen muß. Natürlich sind die Songs von seinem Schicksal geprägt, doch er "bewältigt" es in seiner im ganz eigenen ironischen Art. Was hat dieser Mann im Laufe der letzten Jahre in der Szene für ein Standing erlangt - und alle sind sie gekommen, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Die Gästeliste ist unglaublich: David Lindley, Ry Cooder, Jackson Browne, Don Henley, Timothy B. Schmit, Bruce Springsteen, Dwight Yoakam, Joe Walsh, Emmylou Harris, Tom Petty, T. Bone Burnett, Jim Keltner...usw.! Immer wieder werden Erinnerungen an seine früheren Werke wach. Man denke nur an das dezent countryinfizierte Eröffnungsstück "Dirty life and times", eine großartige Midtempo-Nummer mit herrlicher Slidegitarre von Ry Cooder, oder an den Jackson Browne-like Westcoast Rocker "Numb as a statue", bei dem David Lindley die Lapsteel bedient, das ruhige, mit typischer Westcoast-Percussion versehene, akustisch instrumentierte "She's too good for me", bei dem die "Eagles" Don Henley und Tim Schmit, den Background-Gesang übernommen haben, oder der rauhe Rocker "Disorder in the house" mit Bruce Springsteen an der Lead-Gitarre und mit der zweiten Stimme. Wohl am ergreifendsten kommt die einzige Coverversion des Albums, Bob Dylan's "Knocking on heaven's door" rüber, mit toller Slide-Gitarre von Randy Mitchell. Ein großartiges Vermächtnis von Warren Zecon. Bewegend! Long live the genius...

Art-Nr.: 2063
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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