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Adkins, Trace - something's going on [2017]
Starkes 12. Album des vielseitigen Country-Raubeins, der jetzt schon seit über 20 Jahren in Nashville und darüber hinaus (auch als viel gebuchter Schauspieler) im Geschäft ist. "Something's Going On" heißt sein aktuelles Werk auf seinem neuen Label Wheelhouse Records und beweist, dass es der alte Recke es, trotz einiger persönlicher Ups and Downs, immer noch richtig drauf hat. Trace Adkins zählt ja zu den Interpreten, die in der Regel fast nie kompositorisch aktiv sind. Um so mehr ist da ein gutes "Händchen" gefragt, passende Songs zu ergattern, und das hat er, ähnlich wie zum Beispiel Tim McGraw, auch diesmal wieder sehr gut hinbekommen. Auf dieser Scheibe ist ihm unter der Regie von Produzent Mickey Jack Cones (Joe Nichols, Randy Houser, Dustin Lynch) eine schön abwechslungsreiche und überaus kurzweilige, bestens auf ihn zugeschnittene Auswahl zu attestieren. Getragen wird er hier von einem Musikerteam, das man mit Leuten wie Lonnie Wilson, Nir Z, Mark Hill, Troy Lancester, Jeff King, Kenny Greenberg, B. James Lowry, Tony Harrell, Jim Brown, Mike Johnson, Dan Dugmore, Jenee Fleenor, Wes Hightower, Perry Coleman, Shelly Fairchild und Angela Primm zur Creme de la Creme der Nashville-Gilde zählen muss. Cones hat hier natürlich auch mitgewirkt (E-Gitarre, Keys, Background vocals). Schon der swampige und coole Opener "Ain't Just The Whiskey Talkin'" (dezentes Jason Aldean-Flair) ist Trace wie auf den Leib geschnitten. Mit Tracks wie "Jesus And Jones", den humorvollen "I'm Gone" und "Country Boy Problems", sowie dem patriotisch eingefärbten ""Still A Soldier" wird er vielleicht nicht gerade bei Frauen- und Friedensbewegungen hoch im Kurs stehen, aber natürlich den großen überwiegenden Teil der amerikanischen Countrymusik-Klientel auf seiner Seite haben. Richtig poppig und funkig, auch gut tanzbar, geht es bei Stücken wie "Gonna Make You Miss Me" und "Lit" zu, bei erstgenanntem darf der alte Charmebolzen rein textlich, auch Taylor Swift ein wenig anflirten. Die besonderen Momente des Albums bieten ganz starke Tracks wie das atmosphärische "Watered Down" (typischer Country-Erzählstil, Akustikgitarre, dazu weinende Steel), das überragende Titelstück "Something's Going On" (markante Bariton-E-Gitarre, Pianotupfer, Steel, E-Gitarren-Solo mit "Hotel California"-Touch) und das dezent introvertiert performte "Whippoorwills And Freight Trains", beide in Montgomery Gentry-Manier performt, sowie der melancholische Abschluss mit "Hang" (schönes E-Solo). Besonders bei diesen Stücken kann sich Adkins' immer noch sehr ausdrucksstarke Stimme bestens entfalten. Mit seinem erneut richtig guten Album "Something's Going On" hat Trace Adkins gezeigt, dass er nach seinen vielen durchstandenden Problemen (wie u. a. Alkoholsucht, Scheidung, Todesfälle im Umfeld) musikalisch wieder Morgenluft wittert und das mit ihm immer noch jeder Zeit zu rechnen ist. Ein starkes Werk, das durchaus mit dem einen oder anderen Hit belohnt werden wird. (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Ain't Just the Whiskey Talkin' - 3:26
2. Jesus and Jones - 3:44
3. Watered Down - 3:08
4. Something's Going On - 3:47
5. If Only You Were Lonely - 4:05
6. Gonna Make You Miss Me - 3:42
7. I'm Gone - 3:29
8. Country Boy Problems - 3:27
9. Lit - 3:28
10. Still a Soldier - 3:17
11. Whippoorwills and Freight Trains - 3:45
12. Hang - 3:43

Art-Nr.: 9412
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Alabama - southern drawl [2015]
Jawohl! Da sind sie wieder! Endlich ein brandneues Album von Alabama! Ganze 14 Jahre hat sich das beliebte Trio, bestehend aus Leader Randy Owen, Teddy Gentry und Jeff Cook seit ihrer letzten ‚echten‘ Studioveröffentlichung "When It All Goes South" Zeit gelassen, ihre immer noch immens große Fan-Schar, mit neuem Songmaterial zu beglücken. Wer befürchtet, dass die Herren Rost angesetzt haben oder mit dem Zug der Zeit nicht mehr standhalten können, dem sei versichert, dass hier genau das Gegenteil der Fall ist. Mit ihrem neuen Werk "Southern Drawl" beweisen die drei Recken vorzüglich, wie man sich zeitgenössisch geben kann, ohne dabei in die eigene musikalische DNA allzu stark einzugreifen. Die legendäre, mega-erfolgreiche Band (41 Nr. 1- Hits, unzählige Auszeichnungen, über 65 Millionen verkaufte Tonträger!) beeindruckt mit 13 neuen Songs, die, wie man es von früher kennt, zum Teil gut rocken und zum Teil in wunderbaren Balladen vorgetragen werden. Alles kommt, wie der Titel der CD es schon suggeriert, mit viel Southern-Esprit rüber! Herrlich, wie die exzellenten E-Gitarristen der Nashville-Studiomusiker-Garde (Danny Radar, Adam Shoenveld, JT Corenflos, Tom Bukovac, Kenny Greenberg, Charles English), direkt beim eröffnenden Titelstück die Slide-Gitarre raunen lassen , um dann, nach Owens brunftartigem Eingangs-Statement "Life gets better with a Southern drawl", in einen schwer stampfenden Southern Countryrock-Swamper im Stile von Montgomery Gentry zu münden. Sofort eine bärenstarke Nummer, klasse vor allem das E-Gitarren-Solo und das Honky Tonk-Piano-Geklimper von dem auch insgesamt überragend agierenden Gordon Mote (Piano, Wurlitzer, B3). Das Alabama auch wegen ihrer, immer wieder mit tollen Harmoniegesängen bestückten Balladen geliebt werden, ist kein wohl behütetes Geheimnis mehr. Mit "Wasn’t Through Lovin' You Yet" (tolles Bruce Hornsby-mäßiges Piano, starkes E-Gitarren Kurz-Solo), "This Ain't Just A Song" (klasse Harmonies und feines Violinenspiel von Gaststar Alison Krauss) und "As Long As There's Love" (mit orchestralen Streicher- und Crowd Gesangs-Passagen) bekommt man anschließend gleich drei hochemotionale Musterbeispiele dafür serviert (z. T. bitte die "Tempos" in Griffweite halten - kleiner Scherz am Rande). Vor allem beim später folgenden Liebeslied "One On One", wo Randy das Intro sprechend, mit belegter Stimme und voller Pathos dahinseufzt, muss man ganz tief durchatmen. Dank der tollen Musiker und ihrer vielen, instrumentell eingestreuten Feinheiten, sowie der perfekt sitzenden Harmoniegesänge, driften diese allerdings nie wirklich in den Kitsch ab. Zudem werden sie meist zum richtigen Zeitpunkt von satt rocken Southern Country-Tracks abgelöst, die jede aufkommende Melancholie wieder in südstaatliche Musikfreude umschlagen lassen. Herrlich das mit "Ghost Riders In The Sky"-Western-Flair umwobene "Back To The Country" (großartige Banjo-, Dobro-, Fiddle-Einlagen) oder das mit launigem Text und viel Southern Blues/Soul versehene "Hillbilly Wins The Lotto Money", das aufgrund der fulminanten Orgel, den prickelnden E-Gitarren sowohl der Skynyrd-/Montgomery Gentry-Klientel, als auch, dank der von Charlie Judge simulierten, deftigen Bläsereinsätze, Freunden der legendären Blues Brothers große Freude bereiten würde. Grandios auch das von einer interessant zusammengesetzten Armada von Songschreibern und arrivierten Interpreten/Musikern (Django Walker, James Slater, Ray Johnston, Patrick Davis, James Otto, Jeff Cook, der dieses Stück auch singt) kreierte "No Bad Days" (das Original dieser tollen Nummer findet sich im übrigen auf dem gleichnamigen, bärenstarken Album der texanischen Ray Johnston Band), das wunderbar soulig wärmend dahin groovt. Man merkt, dass hier ein James Otto, dem das Stück auch auf den Leib geschrieben wäre, mit bei der Komposition involviert ist. Typische Alabama-Country Rock-Nummern wie das patriotische "American Farmer" (Heartland-mäßige E-Gitarrenführung) und der Mitgröl-taugliche, dem Titel alle Ehre machende Stampfer "Footstompin‘ Music" (fettes Drumpoltern von Greg Morrow, klasse Rede-/Antwort-Gesang im Refrain, furioses Fiddle-Finale im Stile von Charlie Daniels' "Orange Blossom Special") dürften vor allem im Live-Programm so richtig gefeiert werden. Famos auch das fast schon episch/progressiv und sehr atmosphärisch anmutende "It’s About Time" (klasse die markante E-Gitarrenlinie von Charles English und wieder mal das feinfühlige Pianospiel von Mote), das man von Alabama so nicht erwartet hätte, aber für ihre Flexibilität spricht. Am Ende ziehen Owen, Gentry und Cook mit dem kammermusikartigen "I Wanna Be There" nochmals voller Inbrunst alle Balladenregister und beenden ein hochunterhaltsames, instrumentell versiertes und eingängiges Musikerlebnis (fast alle Tracks bleiben schon nach einem Hördurchgang im Gedächtnis hängen). Sie haben wirklich nichts von ihrer Klasse eingebüßt - im Gegenteil. Alabama präsentieren sich auf der Höhe der Zeit. Bester Country Alabama-Style! Absolut kein Zweifel: "Life gets better – with their 'Southern Drawl'"! Große Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Southern Drawl - 4.26
2. Wasn't Through Lovin' You Yet - 4.03
3. This Ain't Just A Song - 4.02
4. As Long As There's Love - 4.08
5. Back To The Country - 3.25
6. Hillbilly Wins The Lotto Money - 4.13
7. Come Find Me - 4.04
8. No Bad Days - 4.23
9. One On One - 3.31
10. American Farmer - 4.57
11. It's About Time - 3.28
12. Footstompin' Music - 4.04
13. I Wanna Be There - 3.12

Art-Nr.: 8976
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Aldean, Jason - wide open [2009]
Jason Aldean geht konsequent seinen Weg weiter und liefert auch mit seinem dritten Album eine prächtige Leistung ab. Erneut erfreut er die Countrywelt mit seiner frechen, verwegenen, rotzigen Art und untermauert damit seinen Status als einer wegweisenden, modernen "jungen Wilden" Nashville's. Der aus Macon/Georgia stammende Aldean lässt eine Menge rockige Töne in seine Musik einfliessen, dennoch ist sie immer durch und durch "country", verweigert sich weitestgehend allzu poppigen Einflüssen. Bezeichnend dafür ist beispielsweise sein aktueller "Smash"-Hit "She's country" (ist bereits unter den Top 5 der Billboard Country Singles-Charts, mit weiterem Drang nach oben), eine auf powernden, harten, gar AC/DC-kompatiblen E-Gitarren-Riffs basierende Nummer, die trotz dieses Fundamentes allerdings ein überaus authentischer, hervorragend umgesetzter, erdiger, junger, zwar fetter, aber lupenreiner Country-Kracher ist. Das ist klasse, das ist modern, das ist erfrischend! Als Gegenpol beinhaltet das Album auch ein paar, von tollen Melodien geprägte, wunderbare Balladen, die zumeist entspannt beginnen, im Verlauf des Songs aber immer mehr an Kraft gewinnen. Stellvertretend dafür sei das phantastische "Don't give up on me" erwähnt, das mit tollen, transparenten Gitarrenlinien überzeugt, gepaart mit schönen Steelguitar-Fills, und im zweiten Drittel mit einem erdigen, kurzen E-Gitarren-Solo überzeugt. So gibt es eine starke, abwechslungsreiche Mischung aus Songs über "small-town girls with big-city dreams", das raue Leben auf dem Lande und ein Stück über einen "Big green tractor" (feines Southernflair). Klasse beispielsweise auch das fetzige, mit satten E-Gitarren, flirrender Fiddle und schönen Steel-Klängen gefüllte "Crazy town", eine countryrockig stampfende Hommage an Nashville, und die wunderschöne, rebellische Ballade "On my highway"! Aber, wie gesagt, das gesamte Songmaterial ist klasse! Moderner, authentischer, immer ein wenig Redneck-/Southern-behafteter New Country, mal mit "Dampf", mal gefühlvoll, tough, kernig, ehrlich, jung, frisch! Was schon für Jason's Debut im Jahre 2005 galt, gilt auch noch zwei Alben und 4 Jahre später: So macht Countrymusic Laune ohne Ende...

Das komplette Tracklisting:

1 Wide Open - 4:00   
2 This I Gotta See - 3:57   
3 Fast - 4:14   
4 Crazy Town - 3:03   
5 Don't Give Up on Me - 3:40   
6 She's Country - 3:40   
7 On My Highway - 3:47   
8 Keep the Girl - 4:30   
9 Big Green Tractor - 3:24   
10 The Truth - 3:58   
11 Love Was Easy - 3:34

Art-Nr.: 6337
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wide open
Fast
Crazy town
Don't give up on me
She's country
Big green tractor

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Allen, Jeff - raised on gettin' by [2009]
Stark! Dynamischer, ungemein knackiger, ja schon fetziger, noch von jeglicherr "Nashville-Politur" befreiter, herrlich zwangloser, Energie geladener, rockin' Country/New Country voller "Schmackes", der sowohl die Traditionalisten, als auch die "jungen Wilden" des Genres vollends begeistern wird! Und wo kommt so ein Kerl her? Natürlich aus Texas! Jeff Allen stammt aus einer musikbegeisterten Familie, aus Canton/TX. Mit 15 Jahren brachte er sich das Gitarre spielen selbst bei. Von dort an verfolgte er stetig sein Ziel, einmal als Musiker auf der Bühne zu stehen und die Leute zu begeistern "In ten years, I’d love to still be on tour full-time and have a few songs on the radio. I just want to make a living writing and playing the music I love", war seine damalige Intension. Der Erfolg gibt ihm recht. Bereits ohne Album gelang es ihm, im Vorprogramm von solch klangvollen Namen wie u.a. Emerson Drive, Reba McEntire, Randy Travis, Vince Gill, Little Big Town und Big & Rich aufzutreten. Mit seinem nun vorliegenden, prächtigen, bei dem kleinen Independent Label Savvy Recordings erschienenen Debüt "Raised On Gettin’ By, das er zur Zeit in ganz Texas promoted, dürfte er seinem Lebenstraum nun ein ganzes Stück näher gekommen sein. Ein tolles Teil , das noch voller spürbarem Idealismus und Elan steckt, und frei von allen Zwängen, munter und ungeschliffen drauflos rockt, dabei aber zu keiner Zeit die "real Country"-Pfade verlässt.. Die musikalische Performance ist einfach klasse. Allen hat eine tolle Country-Stimme, die aber auch hervorragend für rockige Sachen geeignet ist. Er und die hervorragenden Musiker sind prächtig aufeinander abgestimmt. Manchmal köännte man meinen, Allen spielt einen wunderbar "rotzigen" Mix aus den Elementen solcher Leute wie Brooks & Dunn, Eric Church, Jake Owen, aber auch Gary Allan und Brad Paisley, vermischt mit dem Texas-Flair solcher "Lonestar"-Ikonen wie Pat Green und Jack Ingram, und seinen eigenen Ideen. Und alles passt klasse zusammen! Allen hat acht von zwölf Stücken selbst komponiert und präsentiert sich als ein mit bereits allen (New Country-)Wassern gewaschener, aber gleichzeitig noch sehr hungriger, junger Musiker. Die Songs (produziert von Kevin Savigar und Brian Kolb), zumwiest umgeben von einem Gewand aus satten Gitarren, überzeugen auf ganzer Linie. Bereits das zum Einstieg gebrachte, sehr traditionell fundamentierte, großartige "Watching You", mit herrlich lässigem Gesang Allen's, quietschender Fiddle und exzellenter Gitarrenarbeit, rockt in allerbester Brooks & Dunn-Manier, ebenso wie das baumstarke, kraftvolle und dynamische Titelstück "Raised On Getting By" (krachende, rhythmische Drums, schön integrierte Orgel-Klänge, "saftige" E-Gitarren, tolle Melodie)! Ein echter Knaller! Bei den balladeskeren, immer och ungemein kraftvollen Stücken, wie zum Beispiel der Killer-Nummer "Can’t Trust Myself" (fetziges, zündendes E-Gitarren-Solo, großartige Steelguitar-Unterstützung, wundervolle Melodie) und solch klasse Nummern wie "Anyway", "You’ve Gotta Stop This" und "Still Gonna Wait For You", bewegt sich Allen in geschmackvollen Sphären zwischen Gary Allan, Brian McComas und dem jungen Keith Urban zu seiner weniger Mainstream-orientierten The Ranch-Zeit. Das mächtig rockende, riffige, kernige "Mighty Mississippi" und auch "Hurt Me" werden dann mit einem ordentlichen Schuß Southern Rock-Groove serviert. Für den Gute Laune-Pegel seiner Live-Konzerte dürften "Drive Me To Drink" und "Honkytonk Saturday Night" (mit fettem E-Gitarren-Solo und großartigem, hintergründigem Saloon Piano-Geklimper) das richtige Elixier sein. Hier geht mächtig die (traditionelle) Post ab, und auch die Besucher der texanischen Roadhouses und Honky Tonks landauf, landab, dürften hier ausgelassen in Stimmung kommen. Gleiches gilt ebenfalls für das abschließende, etwas spirituelle "Me And Jesus", ein alter Tom T. Hall-Song, den Jeff seinem verstorbenen Großvater widmet. Kommt in einer tollen, lockeren, dennoch durchaus knackigen, grassig angehauchten, traditionellen Version mit klasse Fiddle-, Mandolinen- und Banjo-Klängen, sowie fulminantem, quick lebendigem E-Gitarren-Picking..Ein wenig schade, dass die wirklich stark aufspielenden Musiker, die einen tollen Job erledigen, im recht spärlichen 1-Blatt-"Booklet" nicht aufgeführt wurden. Dies bleibt allerdings der einzige, kleine Wermutstropfen und muß bei der Klasse dieses Albums einfach in den Hintergrund geschoben werden. "Raised On Gettin’ By" zeigt mit Jegff Allen einen jungen, bislang nahezu unbekannten (New)Country-Musiker, in dem eine Menge beeindruckendes Potential zu stecken scheint. Dieses Debut ist jedenfalls ein "Hit"! Die Urbans, Brooks & Dunns und Paisleys dieser Welt haben auch irgendwann mal "klein" angefangen, um eines Tages den verdienten Ruhm zu ernten. Jeff Allen hat ohne Zweifel das Zeug dazu, es ihnen nachzumachen. Der erste Schritt ist getan! Eine ganz starke Vorstellung des jungen Texaners! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Watching You (3.25)
2 Can’t Trust Myself (4.15)
3 Raised On Getting By (3.05)
4 Anyway (3.36)
5 Drive Me To Drink (3.20)
6 You’ve Gotta Stop This (3.18)
7 Mighty Mississippi (2.34)
8 Still Gonna Wait For You (3.49)
9 Running Out Of Ways (3.31)
10 Honkytonk Saturday Night (3.24)
11 Hurt Me (3.20)
12 Me And Jesus (3.20)

Art-Nr.: 6515
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Watching you
Can't trust myself
Raised on getting by
Anyway
Mighty Mississippi
Honky Tonk Satirday Night
Me and Jesus

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American Aquarium - slappers, bangers & certified twangers: vol. one [2021]
Überraschende, völlig unerwartete, aber ganz großartige Veröffentlichung der exzellenten Rootsrock-/Americana-Truppe American Aquarium um den charismatischen Singer-Songwriter BJ Barham aus dem kleinen Nest Reidsville in North Carolina. "Slappers, Bangers, and Certified Twangers - Vol. 1" kommt dementsprechend auch nicht über das normale Label der Band, sondern ist, Label-unabhängig, eine Eigenveröffentlichung, die ausschließlich über die Website der Band erhältlich ist. Dennoch haben wir, direkt von BJ Barham, exklusiv ein paar Exemplare für die vielen American Aquarium-Fans hierzulande erhalten. Eine tolle Sache, denn das Album ist etwas ganz Besonderes und ist einfach prächtig gelungen. Barham, Geburtsjahr 1984, und seine Jungs haben sich für dieses Werk 10 ausgewählte Countryhits aus der goldenen Neunziger Jahre "New Country"-Ära vorgenommen, als die Charts und das Countryradio noch von "echter" Countrymusic bestimmt wurden, und haben diese Songs mit ihrer ganz eigenen, typischen Rootsrock-Americana-Attitüde (deutlich rootsiger, rockiger, teils mit einem wunderbaren Heartland Rock-Flair) neu eingespielt. BJ Barham ist mit diesen Songs aufgewachsen. Sie liefen während seiner Jugend im Radio hoch und runter, sind ihm einfach tief in Erinnerung geblieben. Dabei hat sich die Band, bis vielleicht auf Trisha Yearwood's "She's in love with the boy", nicht unbedingt auf die absoluten Chartbreaker konzentriert, die wochenlang auf Nr. 1 standen, sondern eher solche herangezogen, die nur für kurze Zeit ganz oben oder relativ weit vorne waren. Was für ein spontaner, cooler Spaß - einfach herrlich! "Most singer-songwriters like to pretend they came out of the womb listening to Townes Van Zandt and Guy Clark, but if you were born in the mid-’80s and lived in the South, you were probably raised on the same steady diet of ’90s radio country as I was", erzählte BJ Barham dem Rolling Stone und führte weiter aus: "The kinds of songs that you haven’t heard in 20 years, but when they randomly come on the radio you still miraculously know every word. These songs transport me back to a very specific time and place in my childhood. The summers spent riding around town in the backseat of my dad’s Blazer, windows down, radio up, singing along at the top of my lungs to take my mind off the vinyl seats scalding the back of my legs". American Aquarium drücken diesen Country-Klassikern nicht nur ihren Stempel auf, sondern machen sie quasi komplett zu ihren eigenen Songs. Schon durch BJ Barham's hervorragenden, einzigartigen Gesang, aber eben auch durch die rootsig rockige Note (klasse E-Gitarren, aber auch jeden Menge Pedal Steel), erhalten die Songs die unwiderstehliche American Aquarium-DNA und klingen deshalb, bei aller Wahrung ihrer Country-Herkunft, doch deutlich anders als die Originale. Los geht's mit dem herrlich knackig und rockig präsentierten "Queen of my double wide trailer", ursprünglich von Sammy Kershaw. Kommt als toller, countryinfizierter Midtempo Roots-/Americana-Rocker, sehr melodisch, mit erdigen E-Gitarren, toller Pedal Steel und feinen Orgel-Klängen. Stark und spannend, diese Nummer im klassichen, typischen AA-Gewand zu hören. Und so geht das munter weiter. Zum Beispiel mit dem dynamischen Sawyer Brown-Knaller "Some girls do" (kurzes, zündendes Gitarrensolo, tolle Balance zwischen rockig und country), dem schon erwähnten Trisha Yearwood-Klassiker "She's in love with the boy" (toller Drive, rauer und ungeschliffener als das Original), Joe Diffie's rockig und riffig arrangiertem "John Deere green" (kochende Gitarrenriffs, prächtige Slideguitar-Parts, klimperndes Honky Tonk-Piano), der tollen Version von Brooks & Dunn's "Lost and found" (großartige Melodie, wunderbare Pedal Steel, starke Gitarren), dem dynamischen Jo Dee Messina-Hit "Heads Carolina, tails California", oder auch der das Album exzellent abschließenden, mit einem guten Drive inszenierten, baumstarken Fassung von Toby Keith's erstem Nr. 1-Hit aus dem Jahre 1993, "Should've been a cowboy" (herrliche Pedal Steel, tolles Klavierspiel). Der Spaß, den die Band bei den Aufnahmen zu diesem wunderbaren Cover-Album hatte überträgt sich spürbar auf den Hörer. Roots- und Americana-Rockband American Aquarium rocks Nineties Country-Classics! Tolle Idee, super gelungen! Teil 2 kann kommen...

Anmerkung:
Das rare, recht schwer zu bekommende Album wird "normalerweise" ausschließlich von der Band selbst vertrieben und ist "eigentlich" nur über deren Homepage zu beziehen. Wir haben jedoch einmalig eine bestimmte Anzahl von Exemplaren für euch ergattern können...

Das komplette Tracklisting:

1. Queen of My Double Wide Trailer (Sammy Kershaw) - 3:43
2. Some Girls Do (Sawyer Brown) - 3:21
3. I Try to Think About Elvis (Patty Loveless) - 2:50
4. She's in Love with the Boy (Trisha Yearwood) - 4:22
5. John Deere Green (Joe Diffie) - 4:32
6. Wild One (Faith Hill) - 2:50
7. Lost and Found (Brooks & Dunn) - 4:20
8. Down at the Twist and Shout (Mary Chapin Carpenter - 3:34
9. Heads Carolina, Tails California (Jo Dee Messina) - 3:32
10. Should've Been a Cowboy (Toby Keith) - 3:30

Art-Nr.: 10460
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Some girls do
She's in love with the boy
John Deere green
Lost and found
Heads Carolina, tails California
Should've been a cowboy

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Anderson, Keith - c'mon! [2008]
3 lange Jahre hat es gedauert, bis Keith Anderson endlich den Nachfolger seines großartigen und sehr erfolgreichen Debutalbums (immerhin verkaufte sich "Three chord Country and American Rock& Roll" über 500.000 mal) präsentiert - nun ist er da! Was sollen wir sagen? Das Warten hat sich wirklich gelohnt! "C'mon" ist noch einen Tick stäker als der Vorgänger geworden, das Songmaterial noch besser und Anderson, bei aller Power, noch vielseitiger aund reifer! Nicht nur äußerlich ein "Kerl wie ein Baum", transportiert es diese Kraft auch ohne Umschweife in seine Musik. So heißt es passend in einem amerikanischen Review zum neuen Album: "For his second album 'C'mon' the beefy, broad-shouldered Keith Anderson amps up his country-rock swagger again", was den Nagel auf den sprichwörtlichen Kopf trifft. Das ist moderner, junger, von einem rauen, wilden, nach Freiheit schreienden, rebellischen Charme durchzogener, dennoch ungemein authentischer und voller Herz und Emotionen geprägter "Hi-Energy Country", wie er in Nashville momentan äußerst angesagt ist. Anderson ist ein Paradebeispiel für eine Generation, die es versteht pure Country-Traditionen mit rockige Klängen zu verbinden und somit alle Barrieren zwischen jung und alt hinter sich zu lassen. Keith Anderson, geboren in der Nähe der Ozark Mountains in Miami/Oklahoma, wurde vorwiegend mit den "Southern-fried" Klängen solcher Bands wie Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet und diverser Hardrock-Bands groß. Erst als ihm ein Exemplar von Willie Nelson's "Red headed stranger"-Album in die Hände viel, entdeckte er seine verstäkte Liebe zur Countrymusic. Dennoch sah es zunächst alles andere als nach einer Musikerkarriere aus. Anderson, auch sportlich überaus talentiert, wurde in jungen Jahren zu einem gefeierten College Baseball Star, doch eine Schulterverletzung verhinderte eine große Karriere. Dann schlug er sich zunächst als Bodybuilder durch (er war wohl auch mal "Mr.Oklahoma"), arbeitete als Model, hielt sich mit "day-jobs" über Wasser, bis er sich schließlich seines musikalischen Talents besann und nach Nashville zog, um dort Fuß zu fassen. Das gelang ihm dann sehr schnell. Besonders der dort unter den Songwritern sehr etablierte George Ducas verhalf ihm zu den richtigen Kontakten. Heute zählt Anderson selbst zu den angesagtesten Songwritern Nashville's, der bereits Riesen-Hits für u.a.Garth Brooks & George Jones, Gretchen Wilson oder auch Big & Rich mitkomponierte, wie auch zu den talentiertesten Performern der neuen, jingen Country-Generation. "C'mon" beweist das sehr eindrucksvoll! "Volles Rohr" wird das Album mit dem großartigen Titelsong eröffnet. Sollte irgendjemand einmal annehmen, AC/DC würden einen Countrysong aufnehmen, dann ist "C'mon" genau dieses Stück! Rockt "wie die Sau", doch zeigt zu jedem Moment deutlich seine Countryroots! Eine tolle Synthese aus krachenden Rock-Riffs und "purem Countryblut"! Bleibt prächtig hängen, hat eine klasse Melodie, lebt von powerndem Gesang, fetten E-Gitarren und einem treibenden Groove. Bärenstarker "young and wild" Nashville-Country "at his very best"! Weiter geht's mit dem nicht minder starken "Break my heart", einer tollen, wieder sehr "saftigen" New Country-Nummer (nicht ganz so hart wie der Opener, aber dennoch sehr knackig), die auch vorzüglich in das Repertoire von Montgomery Gentry passen würde. Klasse hier die lässigen "Talk Box-Guitar"-Elemente zu Beginn, die schöne Orgel-Untermalung und die großartigen, southern-angehauchten Twin Lead-Gitarren. The Kentucky Headhunters, die Georgia Satellites und Van Zant hinterlassen ihre Spuren bei dem tollen, bestens zum Abtanzen (auch für Linedancer) geeigneten Outlaw-/Southern-, honky-tonkin' Redneck-/Roadhouse-Countryrocker "Somebody needs a bug". Die Nummer ist bestens garniert mit herrlichen, fetten Double-Leads, den obligatorischen, weiblichen Background-Gesängen, jeder Menge ausgelassener "Beer and Whiskey-drinkin'" Party-Stimmung und einem tollen Southern-Spirit. Neben den fulminanten, rockin' Country-Fetzern enthält das Werk aber auch ein paar astreine, ganz hervorragend in Szene gesetzte Balladen, bei denen Anderson eindrucksvoll belegt, wie gekonnt und ausstrahlungsstark er sich auch auf diesem Terrain bewegt. Sehr stark beispielsweise die ungemein kraftvolle Power-Ballade "Closest I've ever been" mit ihren gelungenen Wechseln zwischen zurückhaltend vorgetragenen Strophen und dem wunderbaren, satt instrumentierten Refrain, oder auch die toll ins Ohr gehende, ebenfalls recht kräftige "Modern Country"-Ballade "I still miss you" mit ihren schönen Gitarren und den feinen Piano-Tupfern. Ist bereits in den Toß 10 der Billboard Country Singles-Charts mit deutlicher Tendenz Richtung Nr.1. Zwei weitere Songs bedürfen einer besonderen Erwähnung: Erstens, das grandiose Remake des 20 Jahre alten Foster & Lloyd-Knallers "Crazy over you", für das Keith Anderson Radney Foster und Bill Lloyd zur Gesangsunterstützung erstmals wieder gemeinsam ins Studio holte und somit für eine kleine Foster & Lloyd-Reunion sorgte (kochende, massive E-Gitarren, glühende Slide, und eine pulsierende Rhythmus-Sektion sorgen für ein gewaltiges "Country-Pfund"), und zweitens, Keith's eigene Interpretation des von ihm mitkomponierten, wunderschönen, lockeren "Lost in this moment", das kürzlich zum ersten Nr.1-Hit für Big & Rich avancierte. Bis auf besagtes "Crazy over you" wurden übrigens alle Songs von Anderson geschrieben, unterstützt von solch grandiosen Kollegen wie beispielsweise Bobby Pinson, David Lee Murphy, Bob DiPiero, Jason Sellers, Rivers Rutherford und Jeffrey Steele, der das Album auch fantastisch produzierte. Unter den Muskern, die alle zur 1A-Mannschaft Nashville's zählen, befinden sich u.a.: Pat Buchanan, Tom Bukovac, Troy Lancaster, Kenny Greenberg (alle E-Gitarre), Michael Rhodes, Glenn Worf (beide Bass), Steve Hinson (Steel), Greg Morrow (Drums), u.s.w.! Keith Anderson hat mit "C'mon" einen weiteren großen Schritt nach vorn gemacht! Ein Pracht-Album, das seiner Karriere einen weiteren, ordentlichen Schub bescheren sollte. "C'mon all of you cowboys and outlaws, rock the Country with Keith Anderson"! Jawohl! Und ob wir das tun...

Die Tracklist:

1 C'mon! - 3:34   
2 Break My Heart - 3:47   
3 Somebody Needs a Hug - 4:07   
4 She Could've Been Mine - 4:05   
5 Sunday Morning in America - 4:53   
6 I Still Miss You - 3:57   
7 Crazy Over You - 3:27   
8 I Ain't Hurtin' Nobody But Me - 3:25   
9 Adaliene - 3:47   
10 Lost in This Moment - 4:34   
11 Closest I've Ever Been - 3:45

Art-Nr.: 5869
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Andrews, Jessica - now [2003]
Prima neues Album der jungen Jessica Andrews, die von den Kritikern ja gerne, etwas leichtfertig, in die Country "Teenie"-Ecke "abgeschoben" wird, womit man ihr eine gewisse Bedeutungslosigkeit unterstellt. Doch man sollte sie nicht allzu schnell "abstempeln", denn mit "Now" macht Jessica einen großen Schritt nach vorn. Auch sie ist älter und vor allen Dingen reifer geworden, was in ihrer Musik deutlich rüberkommt. Natürlich ist das eine "junge" Art von Musik, natürlich sind die Titel überwiegend sehr poppig, doch der amtliche Schuß Country ist bei fast allen Songs ganz klar spürbar - und das erfeulicherweise auch bei den Texten. An der Schnittstelle von Faith Hill, Shania Twain und Jo Dee Messina liefert sie ein absolut gelungenes Mainstream Nashville Countrypop-Album ab, das voll und ganz im Trend der Zeit liegt. Dabei würde man sich wünschen, daß eine Faith Hill sich auf Ihrem doch recht zerfahrenen "Cry"-Album manchmal noch solcher Songs bedient hätte, wie sie Jessica auf "Now" abliefert. Einer dieser Titel ist beispielsweise die prächtige Powerballade "I bring it to you". Manchmal ist Jessica's Sound auch gar nicht so weit von dem einer Michelle Branch weg, wenn diese sich mehr dem Country zuwenden würde. Im übrigen ist das gesamte Album schön knackig und kräftig in Szene gesetzt, sowohl die Uptempo-Stücke, als auch die Balladen. Produziert ist das Werk von Byron Gallimore (Faith Hill, Tim McGraw, Jo Dee Messina...), der natürlich die gesamte Nashville-Elite im Studio versammelt hat. Michael Landau, Kenny Greenberg, Brent Mason, Pat Buchanan (Gitarre), Paul Franklin (Steel), Glenn Worf (Bass), Steve Nathan (Keyboards), Aubrie Haynie (Fiddle), Stuart Duncan (Mandoline), Lonnie Wolson (Drums) und und und...! "Now" enthält ein paar wirklich erstklassige Nummern, wie zum Beispiel die erste Single "There's more to me than you", eine fetzige, peppige. Gitarren getränkte Uptempo Country-Pop-Nummer, etwas angerockt, die einen lahmen Gaul richtig in Schwung bringen kann. Ähnlich sieht es mit dem ebenso melodischen und knackigen "Sunshine and love" aus, ein prima "Sunshine Countrypop"-Song mit feinem Gitarrendrive und einem klasse Rhythmus. Ein absoluter Hit ist auch die wunderbare New Country-Ballade "When Gentry plays guitar", deren großartiges Arrangement aus flüssigem Klavierspiel, schönen Acoustic Gitarren und Mandoline ein gewisses Singer/Songwriter-Flair ala Mark Cohn's "Walking in Memphis" nicht leugnen kann. Klasse auch die herrliche Countryballade "Cowboys guarantee", ein Liebeslied über "wild and free" Cowboys, die die Herzen junger Damen brechen, die man aber niemals zum Bleiben bewegen kann, oder das mit feiner Steel angereicherte "They are the roses", wie auch das satte "To love you once". Darüber hinaus ist das Album mit 16 Songs (Track 16 ist ein "Hidden Track", und zwar eine orchestrale Version des Eröffnungsstücks) und 66 Minuten Spielzeit doch ordentlich vollgepackt. Jessica Andrews hat eine tolle, kräftige Stimme und wird immer besser. Wir werden sicher noch viel von ihr hören. "Now" jedenfalls wird sie auf der Erfolgsleiter weiter emporklettern lassen.

Art-Nr.: 1866
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Atkins, Rodney - honesty [2003]
Ein weiterer neuer, durchaus vielversprechender Name, der, obwohl schon seit einiger Zeit in Sachen Country durch die Lande tingelnd, nun versucht, endlich in Nashville Fuß zu fassen. Die Chancen, daß ihm das gelingt, stehen mit "Honesty" gar nicht schlecht, denn mit der ersten Single, dem Titelstück, hat er bereits einen Hit gelandet. Diese feine Country-Ballade geht, nach dem Entern der Top 20, nun weiter gezielt ihren Weg Richtung Spitze der Billboard Country-Singles-Charts. Das Rodney Atkins kein Greenhorn mehr ist, kommt in dem Album gut rüber. Das ist cleverer, gut gelungener, moderner Mainstream-Country, zumeist recht knackig und kraftvoll in Szene gesetzt, der geschickt auf die Kenny Chesney-, Tim McGraw-, Toby Keith-Schiene zielt und in diesem Bereich durchaus als eine prima Ergänzung anzusehen ist. Sogar der ein oder andere Einfluß eines Garth Brooks scheint wahrnehmbar. Dazu hat Atkins eine sehr sympathische Stimme, die zugleich eine gewisse Coolness und auch Wärme ausstrahlt. Da sollten schon noch ein paar weitere Hits anfallen. Man denke dabei nur an das knackige, satte Midtempo-Stück "What's left of me" in seinem Rockin' New Country-Gewand, mit der prima Melodie und der gelungenen Instrumentenmischung aus Fiddle, Mandoline und all möglichen Gitarren, an die schmissige Uptempo-Nummer "Monkey in the middle", die Ballade "Someone to share with", das zurückhaltend beginnende, dann aber schön fetzig abgehende "The man I am today" oder "I will come to you" mit seiner feinen Steel. Prima Major-Debut von Rodney Atkins!

Art-Nr.: 2141
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Avett Brothers, The - true sadness [2016]
Großartiges, neues Album der gefeierten Avett Brothers aus North Carolina, die abermals eine bestechende Auswahl toller Songs ihrer unwiderstehlichen, ganz eigenen Folkrock-/Alternate Country-/Americana-Mixtur abliefern. Was sind das für fantastische Musiker! Geschickt verbinden sie klassische Retro-Elemente mit modernen Sounds und erzeugen dabei eine faszinierende Magie - melodisch, voller Spielwitz und Spielfreude. Produziert hat das Album abermals Rick Rubin. Toll!

Aus der offiziellen Produktbeschreibung:

In a heartfelt personal letter penned by Seth Avett, Grammy Award®-nominated alternative folk collective THE AVETT BROTHERS revealed today that they will be releasing their new album, True Sadness on Friday June 24, 2016. The first single is titled Ain t No Man. Read the letter here.
The record reflects THE AVETT BROTHERS artistic, musical, and personal evolution over 16 years as a band. Eloquently describing what s to come on the horizon, Seth writes, True Sadness is a patchwork quilt, both thematically and stylistically. Wherein a myriad of contrasting fabrics make perfect sense on the same plane, this album draws upon countless resources from its writers and performers.
He goes on to cite pervasive and cornerstone influences such as, Queen, Sister Rosetta Tharpe, Jimmie Rodgers, Tom Petty, Nine Inch Nails, Gillian Welch, Aretha Franklin, Walt Disney, Pink Floyd, Kings of Convenience, calypso of the 1950 s and country of the 1930 s.
Most importantly, he assures, Throughout the album, we stitched together the boldest red and the calmest green, polka dots and stripes, the roughest denim and the smoothest velveteen. They came together because they are the best patterns we have and because each of us brought our own fabric to the quilting frame.

Das komplette Tracklisting:

1. Ain't No Man - 3:32
2. Mama, I Don't Believe - 4:16
3. No Hard Feelings - 5:14
4. Smithsonian - 4:33
5. You Are Mine - 3:28
6. Satan Pulls The Strings - 3:08
7. True Sadness - 4:35
8. I Wish I Was - 5:16
9. Fisher Road To Hollywood - 4:23
10. Victims Of Life - 2:59
11. Divorce Separation Blues - 4:56
12. May It Last - 4:39

Art-Nr.: 9201
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Bellamy Brothers - angels and outlaws vol. 1 [2005]
Endlich ein brandneues Werk der Bellamy Brothers! Doch eigentlich ist es gar kein "richtiges" Bellamys-Album, sondern vielmehr "a Star-studded tribute, featuring Country Music's Top-Artists performing the Bellamy's most recognizable hits"! "Angels & outlaws Vol. 1" ist also eine Huldigung einiger der größren Countrystars an eines der erfolgreichsten Country-Duos der Country-Geschichte! Und liebe Bellamy Brothers- und Country-Fans: Es ist ein klasse Tribute geworden! Künstler wie beispielsweise Alan Jackson, Montgomery Gentry, Tanya Tucker, Willie Nelson, George Jones, Pat Green oder Dolly Parton haben zusammen mit den Bellamy Brothers einige derer größten Hits neu aufgenommen, wobei diese Gäste weitgehend den Lead-Gesang übernommen haben und den Tracks somit deutlich ihren eigenen Stempel aufdrücken. David und Howard Bellamy halten sich überwiegend im Hintergrund, steuern lediglich kürzere Lead-Passagen oder nur Background-Gesang bei. Herausgekommen sind überaus gelungene Neuaufnahmen (den alten "Schinken" wird richtig neues Leben eingehaucht) von Bellamy-Evergreens im zeitgemäßen, dennoch lupenreinen Country-/New Country-Sound! Allein wenn die ersten Töne des Eröffnungsstückes aus den Lautsprechern drängen, haben die Bellamys eigentlich schon gewonnen und sich wieder die Herzen der Countryfreunde erobert. Es handelt sich dabei um eine neue, wirklich traumhafte Version von "You ain't just whistlin' dixie", die einfach runter geht wie Öl! Lead-Gesang: Mr. ALAN JACKSON! Das Stück ist nun praktisch eine Alan Jackson-Nummer mit lediglich gelegentlichen Gesangseinlagen der Bellamy Brothers in dessen typischem, traditionellem Stil! Herrlicher Midtempo-Country mit tollen Gitarren, wunderbarer Steelguitar und frischer Mundharmonika, produziert, wie alle Alan Jackson-Sachen, von Keith Stegall! Weiter geht's mit, unter anderem, einer klasse, schön flockigen, aber dennoch knackigen Neuauflage von "Old hippie" mit MONTGOMERY GENTRY (schönes Outlaw-Flair), einer äußerst interessanten Version von "If I said you had a beautiful body" mit DOLLY PARTON, dem knackigen "Redneck girl" mit PAT GREEN, "Dancin' cowboys" mit TRINI TRIGGS, "Guardian angel" mit WILLIE NELSON, "Reggae cowboy" mit TANYA TUCKER und DAVID ALLAN COE, "Kids of the baby boom" mit CHARLIE DANIELS und BOBBY BARE, oder "Alligator alley" mit JOHN ANDERSON! Die lebende Legende GEORGE JONES präsentiert eine starke Version von "Sugar Daddy", die großartigen CHRIS HILLMAN und HERB PEDERSEN sind ebenfalls mit von der Partie und stimmen zusammen mit RHONDA VINCENT eine glänzende, neue Version von "Crazy from the heart" an, mit tollem Banjo und herrlicher Mandoline, in allerbester Desert Rose Band-Manier, und sogar der unsterbliche Evergreen "Let your love flow" bekommt mit HAL KETCHUM und LISA BROKOP neuen Glanz. Das Album heißt ja "Angels & outlaws Vol. 1"... - sollte also irgendwann ein zweiter Teil folgen, und sollte der zudem entsprechend gelungen sein wie dieser erste, dann dürfen sich die Fans jetzt schon darauf freuen...

Art-Nr.: 3097
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Bishop Black - same [2009]
Mit großer Freude erleben wir im Moment so etwas wie eine kleine Renaissance des Southern Rocks. Und es sind nicht die großen und arrivierten Bands des Genres, die sich dabei hervortun, sondern eher Formationen, die bisher aufgrund ihrer noch jungen Vergangenheit eher weniger in Erscheinung traten (Rebel Pride, Blackberry Smoke), mittlerweile dank bärenstarker Veröffentlichungen dafür umso gewaltiger, oder aber richtige Newcomer wie zuletzt beispielsweise The Last Straw, die Holman Autry Band, Silver Travis und Preacher Stone, die unmittelbar mit furiosen Debütalben von sich Reden machen. Zu letztgenannter Sorte ist auch das junge, aus Alabama stammende, seit 2007 bestehende, hervorragende Quintett Bishop Black (benannt nach der schwarzen Schachfigur) zu zählen, deren prächtiges, gleichnamiges erstes Album ebenfalls als überaus eindrucksvolles Indiz für die wunderbare neue Frische und das neue Leben der Southern Rock-Szene gewertet werden muß. Ist das herrlich, wenn sich solch hoch talentierte junge Bands dieser Musik verschreiben und darin ihre Roots ausleben. Keine Frage, die Rockmusik des Südens lebt. Bishop Black spielen einen sehr gefällgen, schön "saftigen" Southern Rock mit einem Hauch von Countryrock und Blues, kraftvoll, mit Biss, aber auch voller toller, sich unwiderstehlich in die Gehörgänge grabender Melodien (geht teilweise runter wie Öl), eingebettet in einen klasse Gitarrensound. Nicht nur die Southern Rock-Freunde werden ihre helle Freude haben, auch die "Red Dirt"-Gemeinde kann jubeln. Denn zwischen Lynyrd Skynyrd, Blackberry Smoke und Cross Canadian Ragweed tummelt sich genüsslich die Musik von Bishop Black, wie gesagt, auch mal mit einem leichten Blues-, Soul,- und/oder Funk-Touch. Das Teil ist sehr knackig und fett produziert worden von Steve Lowery, und zwar in den Birdland Studios von Muscle Shoals, Alabama (da klingelt’s doch direkt in den Ohren eines jeden Southern-Fans). Und kein geringeres Blatt als das legendäre "Rolling Stone Magazine" resümierte schlicht und ergreifend über das erste Album: "Bishop Black is the return of of the Muscle Shoals Sound". Na wenn das mal nicht gewaltige Vorschusslorbeeren sind! Und in der Tat knüpfen Bishop Black (bestehend aus Jeremy Braswell - Vocals, Harmonica; Preston Grammer - Guitar, Vocals; Pat Sowell - Guitar, Bass, Vocals; Cory Sowell - Bass und Steve White - Drums) da an, wo Lynyrd Skynyrd einst den Grundstein für ihre spätere Popularität legten. Der saustarke Opener "Long Road To Bama" enthält somit auch deutliche Bezüge und musikalische Parallelen zu Skynyrds größtem Hit "Sweet Home Alabama", ist aber längst nicht so trivial abgekupfert, wie es Kid Rock vor kurzem mit seinem "All Summer Long" (allerdings mit großem Erfolg) praktizierte. Nein, dieser Song steckt darüber hinaus voller frischem Wind und eigenenr Identität. Er groovt melodisch, fett und swampig, mit einem leicht differenzierten Ableger des legendären Ed-King-Riff und einer zusätzlichen, glühenden Slidegitarre (inkl. Solo), unterlegt von feinen Orgelklängen. Für die zeigt sich (ähnlich wie Chuck Leavell bei der Holman Autry Band) Tastenlegende Clayton Ivey (u.a. Wilson Pickett, Diana Ross, Rod Stewart, Bob Seger, Lionel Ritchie, Brooks & Dunn, Aretha Franklin, Roy Orbison) als einziger Gastmusiker verantwortlich, der sich mittels Piano, B3-Organ und Wurlitzer immer wieder gekonnt einbringt. Das folgende "Lawyers, Guns & Money" (Warren Zevon) ist eine von zwei Coverversionen (dazu kommt noch das funkig-bluesig stampfende "Mississippi" - mit schön quäkiger Bluesharp, aus der Feder von Mofro-Kopf JJ Grey - einer Soul/Funk/R&B/Blues/Southern Rock Band aus Florida). welche als ein ungemein frisches, fettes, modernes Update des alten Zevon-Origimals daher kommt, mit einen sehr viel Rhythmik und Dynamik. Einfach großartig! Bei dem starken "Long Way" geht es ebenfalls mit viel Southern-Drive nach vorn. Lynyrd Skynyrd meets The Black Crowes zu ihren "Shake Your Moneymaker"-Tagen. Rockige Gitarren, aggressiver Gesang, Harp-Fills, Orgel-"Gurgeln", satter Groove, klasse E-Gitarren-Solo, Herz was willst du mehr? Überhaupt ist bei Bishop Black gerade die Rhythmusfraktion ein echtes Highlight, die immer wieder für eine fett groovende Untermalung sorgt, besonders Steve White erzeugt mit seinen deftig polternden Schlagzeugeinlagen sehr viel musikalisches Volumen. Ganz besonders atmosphärisch gelungen ist das von Preston Grammer besungene "Shine On", das ganz dezent an "Green Grass & High Tides" von den Outlaws erinnert, allerdings etwas bluesiger dargeboten und ohne die schnellen Passagen und die abschliessende Gitarrenschlacht. Allerdings gibt's auch hier sehr wohl ein exzellentes E-Gitarren-Solo voller meoldischem Southern-Spirit. "Run To Tennesse" (herrliches Tucker-mäßiges Twinspiel am Ende) und "Southern Hospitality" (mit einem Hauch von "Red Dirt", Richtung Cross Canadian Ragweed) bestechen vor allem durch die geschickten Tempovariationen zwischen Strophen und Refrain, wobei auch die Harmoniegesänge von Braswell, Grammer und Pat Sowell nicht von schlechten Eltern sind. Beide Stücke sind southern-typisch gitarrenbetont, bekommen aber durch Braswells filigrane Harpeinlagen ein weiteres Markenzeichen. Balladesk und sehr melodisch geht es bei "Down Again" zu, stark hier das tolle Les Paul-E-Gitarren-Solo. Bei "Brother Locklayer" bieten Bishop Black nochmal deftige Kost im Stile der Allman Brothers oder, zumindestens in Ansätzen, Gov’t Mule. Wieder stehen ein fetter Groove, klasse Gitarren, Orgel und Harp im Mittelpunkt, dazu kommt ein swampig,bluesig, funkiger Touch. Das abschließende "Time" fällt etwas aus dem Rahmen, was aber keineswegs negativ gemeint ist. Vornehmlich mit einer Akustikgitarre begleitet, erinnert es ein wenig an "The Seasons" vom einst erst nach dem Skynyrd-Flugzeugabsturz veröffentlichten Erstwerk "The First... And The Last". Wenn jetzt an dieser Stelle noch eine Gitarrenhymne käme,... nicht auszudenken! Insgesamt ist Bishop Black mit ihrem Debüt ein großartiger Einstieg in die Southern-Szene gelungen. Diese junge Band verfügt offensichtlich über ein beachtliches, kreatives und musikalisches Potential. Damit wird man sich verdientermassen viel Respekt und Anerkennung in der Szene holen. Gratulation zu einer tollen Leistung! Wir freuen uns jetzt schon auf die weitere Entwicklung der Jungs... (Daniel Daus)

Die komplette Trackliste:

1 Long Road To Bama (3.33)
2 Lawyers, Guns & Money (3.25)
3 Long Way (4.28)
4 Shine On (5.30)
5 Run To Tennessee (3.36)
6 Southern Hospitality (4.06)
7 Down Again (4.13)
8 Mississippi (4.28)
9 Brother Locklayer (3.33)
10 Time (3.39)

Art-Nr.: 6513
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Long road to Bama
Long way
Shine on
Run to Tennessee
Southern hospitality
Brother Locklayer

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Black, Clint - out of sane [2020]
Clint Black ist neben George Strait und Alan Jackson zweifelsohne einer der bedeutendsten und erfolgreichstem Traditionalisten der Neunziger und frühen Zweitausender Jahre, als die Countrymusic in den Charts noch nicht so "popverseucht" wie heute war. Etliche Nr. 1-Hits stehen für ihn zu Buche. Nun meldet er sich, 5 Jahre nach seinem letzten Werk "On purpose", endlich mal wieder mit einem neuen Album zurück. Und er ist noch immer der Alte. Traditionelle, "echte" Countrymusic, wie wir sie von Clint Balck seit jeher kennen. Mal schön flott, mal im gepflegten Midtempo, aber auch mit einigen schönen Balladen transportiert er seinen typischen Traditional Country unverfälscht in die heutige Zeit. Seine vielen Fans werden es ihm danken. Ein feines Album!

Hier ein Original U.S.-Review zu "Out of sane":

The praise that’s been heaped upon young guns such as Luke Combs, Jon Pardi and Cody Johnson in recent years for helping to revive the sounds of ‘90s country is certainly warranted. We’re not looking to take anything away from them. But we’d be fantastically remiss for not giving a great deal of love to the greats who actually shaped that pre-millennial sound and are still out there making music–and making it rather well.
For his 23rd studio album, and first in five years, Clint Black has drawn from the deep well he originally built his legend upon. Out of Sane, which the Texas native produced and co-wrote all but one track on, is a straight-forward, honest effort from beginning to end. In some cases, that means its refreshingly simple, lacking any pretense, but at other times, the earnestness can be a tad overpowering.
It would be understandable for a veteran such as Black, whose commercial chart-topping days are behind him, to try and update his product into something today’s radio programmers might be compelled to put onto their playlists. Thankfully Black is secure enough in his own talent, fanbase and legacy to avoid such an artistic identity crisis.
The album-opening “Hellbent” is an electrified, crawling rock-inflected number that, thanks to Black’s low southern drawl, carries enough country weight for things to feel decidedly twangy. Similar to Garth Brooks’ most rocking songs (think “Rodeo”), it doesn’t seem as though Black could crank the amps loud enough for things to ever be anything but honky-tonk ready.
Another tune where the tempo meanders while Black’s deeper vocals take center stage is the ominous, almost menacing “Down To It.” It’s a love song, and its plenty country, but the dark, almost stalker-like sonic vibe suggests the recipient of the narrator’s affections isn’t in the biggest hurry to reciprocate.
It’s not all swirling electric guitars though, of course. Black lightens things up impressively with the sorts of fiddle-packed tunes you rarely hear on mainstream country radio now but were plentiful three decades ago. The swinging “My Best Thinking” and the harmonica-drenched “Found It Anyway” feature stomping rhythms and an undeniable fool-good spirit.
If you can listen to the bouncy “Can’t Quit Thinkin’ and not immediately envision a packed dance floor of line-dancing starched Wranglers, then go search “Wildhorse Saloon” on YouTube. And the sunshine pokes through with the bluegrass-powered “With Love” and the soulful, laid-back “Beautiful Day.”
Black does step away from his most comfortable of ranges on this record with mixed results. In the piano ballad love letter to his country, “America (Still in Love With You),” Black seems to be shooting for Lee Greenwood-size patriotic bombast by singing from a schmaltzy Hallmark card. And in the album-closing “What I Knew Then,” he employs an odd voice modulation in the chorus that robs the rocking song of any momentum, making it sound like some wacky ‘80s action figure commercial.
Make no mistake, not all the surprises here take a wrong turn. The bluesy “Find Myself” is a moody gem, and the up-tempo “The Only One” is a searing Tom Petty-esque rocker. The biggest, most pleasant surprise of all is that the one song out of the dozen on the record Black didn’t write is the one he shines brightest on.
Black’s cover of Harry Nilsson’s 1968 hit “Everybody’s Talkin’” is a fully plugged-in roadhouse rager. With tons of wall-rattling reverb backing him, Black absolutely nails that iconic high vocal note towards the song’s end. As much as any other song here, there’s little doubt this would’ve been yet another Number One single for Black had it been released during the Clinton Administration.
The signature marks Black has come to be best known for, like stellar guitar work, boldly clear baritone vocals and straight-forward country storytelling, are quite present and accounted for. In the midst of some questionable left turns and exciting surprises, such dependable constants are comforting and completely welcome. Through it all, Out of Sane, is a fine record, and most importantly, it’s a genuinely unmistakable Clint Black record.
(Kelly Dearmore / Sounds Like Nashville)

Das komplette Tracklisting:

1. Hell Bent - 4:13
2. My Best Thinkin' - 3:59
3. America (Still in Love With You) - 4:03
4. With Love - 3:32
5. Everybody's Talkin' - 3:31
6. Found it Anyway - 3:07
7. A Beautiful Day - 3:57
8. Down To It - 4:32
9. The Only One - 4:09
10. Can't Quit Thinkin' - 3:27
11. Find Myself - 3:06
12. What I Knew Then - 4:14

Art-Nr.: 10092
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Blue Dogs - halos and good buys [2004]
Drittes Studioalbum (das erste seit 5 Jahren) der famosen Blue Dogs aus Charleston, South Carolina - und was für eines! Das Teil ist eine einzige Rootsrock-/Americana-Rock/Countryrock-Meisterleistung, die von vorn bis hinten begeistert! Mit der jahrelangen Erfahrung ausgedehnten Tourings im Rücken, bestechen die Fünf auch im Studio durch herausragende Musikalität und Instrumentenbeherrschung. Auf einzigartige Weise gelingt es ihnen den schmalen Grat zwischen dreckig trockener, klassischer Rock-Ursprünglichkeit, radiofreundlichen Hooks und wunderbaren Melodien immer beizubehalten, ja diesen musikalischen Balanceakt regelrecht zu referenzieren.
"The Blue Dogs never forget the importance of a catchy chorus and the bite of an electric guitar", heißt es dazu treffenderweise bei "All Music Guide". Ihr satter, Gitarren orientierter Rootsrock-/Americana-Sound steckt voller Raffinesse und Eingängigkeit zugleich. Zumeist von einer frischen Prise Countryrock durchzogen, bringen sie in ihre Songs aber sehr oft auch ein, wohl allein schon durch ihre Herkunft ganz natürlich bedingtes, ordentliches und authentisches Southernrock-Flavor ein, das den Songs ein unverkennbares, typisches South Carolina-Esprit verleiht. Irgendwie schaffen sie es einen Bogen von den Eagles bis zu Lynyrd Slynyrd, von der Pat McGee Band bis zu Little Feat oder Jupiter Coyote, von John Mellencamp bis zu Los Lobos oder von Radney Foster bis zu Pat Green zu spannen, ohne das dabei aber auch nur im Entferntesten der Gedanke aufkäme, sie würden diese Künstler "kopieren". Niemals! Die Blue Dogs klingen wie keine andere Band! Kraftvoll, rhythmisch, mit einem dezent rauen Charme, gleichzeitig glasklar und direkt, ausgesprochen melodisch und frisch! Der großartige Gesang von Bobby Houck wird von einer satten, Gitarren orientierten Instrumentierung unterlegt, zu deren vielschichtigen Akustik Gitarren und fetten E-Gitarren, sich auch immer wieder eine herzerfrischende, dynamisch gespielte Mandoline gesellt. Los geht es mit dem fantastischen Midtempo Roots-/No Depression-/Countryrocker "What's wrong with love songs", der in einem wunderbare knackigen, transparenten, vollen Gitarrensound aus den Boxen schallt. Toller Gesang und eine hinreoßende Melodie ziehen uns in ihren Bann. Verbreitet ein gewisses Eagles-like Westcoast Countryrock-Feeling, gleichzeitig aber auch ein herrliches Southernrock-Esprit. Ebenfalls voller Southern-Flair präsentieren sie sich bei dem folgenden, schön groovenden, rhythmischen "Wrong love at the right time". Gitarrist David Stewart läßt mit seinen großartigen feurigen, flinken und satten E-Gitarrenläufen gar Erinnerungen an Southernrock-Heroen, wie die Outlaws oder Lynyrd Skynyrd aufkommen. Die im Hintergrund agierende Mandoline paßt ebenfalls wunderbar dazu. Was für eine starke, southern-flavored Rootsrock-/Americana-Rock-Nummer! Wunderbar frisch und wieder schön grrovend ertönt das anschließende "Mr. Rain" in einer tollen Gitarren/Mandolinen-Kombination. Sehr knackig und rootsig, aber gleichzeitig auch locker, rocken sie bei dem flotten, großartigen "Half of my mistakes" los, übrigens einer von zwei Songs, die von Radney Foster mitkomponiert wurden. Herrliche Tempowechsel zwischen leicht mystisch balladesk und rhythmisch flott bilden den prächtigen Spannungsbogen bei dem excellenten "Four winds", während sie auf "Cosmic cowboy" eine knackige, rootsige Alternate Country-/Countryrock-Twang-Demonstration par excellence abliefern. So spielen sie sich voller Hingabe und Klasse in gut 50 Minuten durch 13 ausnahmslos starke Nummern, die im Rootsrock-/No Depression-/Americana-Rock-/Countryrock-Lager, vielleicht sogar auch bei dem ein oder anderen, fremden Genres nicht abgeneigten, Southernrock-Fan für Begeisterung sorgen werden. Abschließendes Urteil, kurz und bündig: Super! Produziert hat übrigens Don Gehman!

Art-Nr.: 2367
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
What's wrong with love songs
Wrong love at the right time
Four winds
Cosmic cowboy

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Blue Dogs - live at workplay [2006]
Wem die großartige Live-DVD der Blue Dogs, eingespielt im House of Blues (übrigens im Vorprogramm von Edwin McCain), doch ein wenig zu kurz geraten war, der (und natürlich auch alle anderen) darf und wird sich nun mit der neuen, fantastischen Live-Scheibe über reichhaltigen Nachschlag von der aktuellen "Halos and good buys"-Tour freuen. Wunderbares Konzert der Truppe aus Charleston/South Carolina, bestehend aus den Gründungsmitgliedern Bobby Houck (Lead Vocals, Acoustic guitar) und Hank Futch (Bass, lead vocals, acoustic guitar), sowie den ebenfalls schon recht lange zum Line-Up zählenden Greg Walker (Drums, percussion) und David Stewart (Electric Guitar), aufgenommen am 21. Januar 2005 im Workplay Theatre von Birmingham/Alabama, die die Genre-Fans mit ihrem exzellenten, spieltechnisch brillanten, dabei genauso knackig wie entspannt und locker rüberkommenden, herrlichen Rootsrock-/Americana-Rock/Countryrock-Auftritt wieder einmal vollends begeistern. Unglaublich gut produzierter, trockener, sauberer Sound! Eindrucksvoll erbringen sie wieder einmal den Beweis, zu welch herausragenden Leistungen sie auch auf der Bühne in der Lage sind. Siebzehn, durchweg großartige Songs (über 70 Minuten Spielzeit), wobei die Zeit wie im Fluge zu vergehen scheint! Den Auftakt bilden die beiden auch schon auf der DVD vertretenden Nummern "Cosmic Cowboy" (schöner Countryrock-Twang-Song mit dezentem Southern-Flair, erinnert zuweilen gar etwas an die frühen Outlwas) und "The Way Back! (rhythmisches Sprechgesangstück mit Endloscharakter). Einen Hauch texanischer Note versprüht im Anschluss das starke "Sister" (irgendwo zwischen Django Walker und Pat Green). Danach wird eine wunderbar melodischer Rootsrock-(Pop)-Abschnitt eingeläutet (herausragend, wie die Blue Dogs in der Lage sind radiofreundliche Melodienbögen und erdioge Rootsrock-Ursprünglichkeit zu vereinen), wobei mit dem flotten, flockigen, countryrockigen "Missed It By A Mile" (klasse Akusik-/E-Gitarren-Schlagabtausch) und "I’m All About You" zwei bisher unveröffentlichte Stücke Einzug erhalten. Ab dem wunderschönen "Half Of My Mistakes" (geschrieben von Bobby Houck zusammen mit Radney Foster; Bobby tritt nicht nur hier, neben seinen immensen Fähigkeiten als Songwriter und Sänger, den Beweis an, welch starker Akustikgitarrist er ist), vom grandiosen "Halos And Good Buys"-Album, folgt eine vier Songs umfassende, akustische Solo-Einlage der beiden Gründungsmitglieder, wobei Hank Futch mit drei recht traditionell anmutenden, textlich amüsanten Country-Liedern den Schwerpunkt bildet. Auch danach jagt weiterhin ein Knaller den anderen: Das countryfizierte Paradestück der Band "Make Your Mama Proud" mit seinen wunderbaren, melodischen Tempobreaks (tolle Gesangsleistung von Bobby), das grandiose Lyle-Lovett-Cover "LA County" von dessen legendärem 88iger "Pontiac"-Album (wieder herrliches Texas-Flair“), "Isabelle" (bärenstarke Duo-Vorstellung der Gitarristen Houck und Stewart), das leicht poppige "Sweet Love", und zu guter Letzt eine gut fünf-minütige, saustarke, knackige Version der von Cary Hudson und Laurie Stirratt gechriebenen Blue-Mountain-Nummer "Blue Canoe", die zudem den Hang der Blue Dogs zum Southern Rock, wen wundert dies bei ihrer Herkunft, eindrucksvoll demonstriert (traumhafte Mischung aus countryorientierterem Allman Brother-mäßigem und flottem Marshall-Tucker-inspiriertem Sound, mit furiosem Gitarrenfinish)! Bobby Houck's Stimme klingt stark wie nie, die restlichen Bandmitglieder harmonieren gewohnt mit blindem Verständnis. David Stewart’s auf den Punkt gebrachten Stratocaster-Demonstrationen suchen ihresgleichen. Dreckiger, kraftvoller, aber immer wundervoll melodischer Rootsrock, dezentes Southern- und Texas-Flair, sowie schöne Country-Songs werden zu einer abwechslungsreichen und äußerst hingebungsvollen, sympathischen Performance vereint. Ein tolles, überaus niveauvolles, handwerklich perfektes Live-Album mit allen Finessen, Genre-übergreifend, für die Fans ein Muß und darüber hinaus kompatibel für jeden, der sich einmal an die beschriebenen Stilarten herantrauen möchte. Die Blue Dogs in Bestform! Die Vorfreude auf einen hoffentlich bald folgendes Studio-Meisterwerk steigt immens. Kommt im Digi-Pack mit eingelegtem, vierseitigem Booklet, das alle wichtigen Infos enthält! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4250
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Missed it by a mile
My forever you
LA County
Isabelle
Blue canoe

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Boland & The Stragglers, Jason - dark & dirty mile [2013]
Grandios!! Welch ein Feeling, was für wundervolle Songs! Besser kann man lupenreinen, traditionellen, leicht Outlaw-behafteten, puren Red Dirt Country nicht spielen! Im Rahmen früherer CD-Rezensionen attestierten wir Jason Boland und seinen famosen Stragglers, dass sie ein absolutes "Juwel" unter den Country-Bands sind. Dieses Urteil untermauern sie mit ihrem neuen Album "Dark & dirty mile" noch einmal nachhaltig. Gesanglich und musikalisch ist das ein Hochgenuß! Rein, tief traditionell und doch absolut auf der Höhe der Zeit, durchzogen von einem wunderbaren Outlaw-Feeling (man spürt einen gewissen Eifluß von Waylon Jennings, den die Stragglers aber nie überstrapazieren) und immer diesen unwiderstehlichen, einzigartigen Spirit des "roten Staubs" von Texas und Oklahoma spürend - so in etwa kann man die Countrymusic Bolands und seiner Stragglers umschreiben. Das ist pure Magie! Schon die Eröffnungsnummer, das Titelstück "Dark & dirty mile" lässt einen nicht mehr los. Relativ relaxt, voller Outlaw-Spuren solcher Helden wie dem schon erwähnten Waylon Jennings, Johhny Cash, Kris Kristofferson und Jamey Johnson (um mal einen Künstler der heutigen Zeit zu nennen), sehr natürlich, vornehmlich begleitet von dem tollen Zusammenspiel akustischer Gitarre und Fiddle, unterlegt mit einem tollen, innovativen Rhythmus und geprägt von einer hinreissenden Melodie, zieht diese fantastische, pure Countrynummer im unwiderstehlichen "Red Dirt"-Staub ihre Kresie. Es ist nicht im Geringsten nachvollziebar, dass Nashville und die großen Labels der Countrymusic diese herausragende Band noch nicht für sich entdeckt haben. Das genau ist es, was die heutige Countrymusic braucht. DieseIdentifikation, diese Leidenschaft, diesen Spirit, diese Natürlichkeit, diese Reinheit, diese ausserordentliche Qualität. Aber vielleicht ist es auch gut so, denn so bewahren sich Jason Boland & the Stragglers einfach ihre Authentizität und werden nicht durch den Glamour Nashvilles vom rechten Weg abgebracht. Auch die zweite Nummer des neuen Albums, "Electric Bill" ist einfach wundervoll. Pure, unverfälschte Honky Tonk-Musik mit herrlicher Fiddle, tollen Steelguitar-Einsätzen und abermals einer großartigen Melodie. Das ist zudem absolut George Strait- oder Merle Haggard-kompatibel. Dies trifft auch auf die Steel- und Fiddle-getränkte, grandiose Ballade "Lucky I guess" zu. Das jaulende Pedal Steel-Spiel vom exzellenten Roger Ray erzeugt regelrecht Gänsehaut. So hören wir eine vorzügliche Nummer nach der nächsten. Jason Boland & The Stragglers mit einem weiteren Meisterwerk. Co-Produzent des Albums ist, neben der Band selbst, im übrigen Shooter Jennings. "Dark & dirty mile" ist schlichtweg "amazing", wie es ein amerikanischer Kritiker ausdrückt. Ein Referenzbeispiel traditioneller, texanischer Countrymusic der heutigen Zeit.

Das komplette Tracklisting:

1. Dark and Dirty Mile - 4:09
2. Electric Bill - 3:15
3. Lucky I Guess - 5:07
4. The Only One - 3:58
5. They Took It Away - 3:31
6. Ludlow - 4:07
7. Nine Times Out of Ten - 3:43
8. Blue Diamond - 3:42
9. Green Screen - 3:19
10. Spend All Your Time - 4:59
11. See You When I See You - 5:23

Art-Nr.: 8167
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dark & dirty mile
Electric Bill
Lucky I guess
They took it away
Nine times out of ten
Spend all your time
See you when I see you

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