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Florida Georgia Line - can't say I ain't country [2019]
4. Album des in Nashville, und darüber hinaus, mega-erfolgreichen Duos Florida Georgia Line, bestehend aus Brian Kelley und Tyler Hubbard, das in Music City von Erfolg zu Erfolg "rast". Sie gehen kosequent ihren Weg weiter, bieten modernen Mainstream Nashville Country auf der Höhe der Zeit voller prächtig zu verarbeitender Songs, die abermals jede Menge Hits abwerfen werden. Immer wieder mal streuen sie geschickt vereinzelte Pop-, Rock-, R&B- und auch Hip Hop-Elemente ein, bleiben aber auch dem Country treu, allein schon durch die dezente Einbindung von Pedal Steel, Mandoline, Banjo, Dobro und weiteren country-typischen Instrumenten und Klängen. Sie wollen "country" sein und sehen sich auch so, wie der Albumtitel eindeutig verrät. Enthält mit dem starken "You can’t hide red" ein klasse Duett mit Jason Aldean. Alles wirkt schön frisch. Das Material ist, wie gesagt, durchweg prädestiniert für den nächsten super Erfolg der Beiden.

Das komplette Tracklisting:

1. Tyler Got Him A Tesla (Skit) (feat. Brother Jervel)
2. Can’t Say I Ain’t Country
3. Simple
4. Talk You Out Of It
5. All Gas No Brakes (Skit) (feat. Brother Jervel)
6. Speed Of Love
7. Women (feat. Jason Derulo)
8. People Are Different
9. Told You
10. Sack’a Puppies (Skit) (feat. Brother Jervel)
11. Y’all Boys (feat. HARDY)
12. Small Town
13.Sittin’ Pretty
14.Catfish Nuggets (Skit) (feat. Brother Jervel)
15. Can’t Hide Red (feat. Jason Aldean)
16. Colorado - 2:57
17. Like You Never Had It
18. Swerve
19. Blessings

Art-Nr.: 9765
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Gallagher Band, Tommy - always something [2009]
Flockiger, lockerer, herrlich melodiöser, erfrischender, Red Dirt -Countryrock vom Allerfeinsten! Die Tommy Gallagher Band, oder kurz TGB genannt, stammt aus Amarillo/Texas und wurde 2004 gegründet. Ihr Band-Leader Tommy Gallagher ist ein Enkel der Honky Tonk-Legende Tommy Allan und somit musikalisch einmal mehr vorgeprägt (er fuhr bereits als kleiner Junge mit im Tourbus des Opas). Das sich allseits größter Beliebtheit erfreuende und hoch geschätzte Smith Entertainment Label nahm den hochtalentierten Gallagher in weiser Voraussicht unter seine Fittiche und veröffentlichte jetzt sein neue Album "Always Something". Schlichtweg eine tolle CD! Ähnlich wie bei Gallaghers Kollegen Bo Cox wurden auch hier fast die gleichen, exzellenten Rahmenbedingungen (Mike McClure - Produzent; Travis Linville - Engineering: Joe Hardy - Mastering; dazu noch Lloyd Maines mit seinem fantastischen Pedal Steel-Spiel und Jeremy Watkins an der Fiddle als Gastmusiker) für das zehn erstklassige Songs umfassende Album geschaffen, die alle von Tommy komponiert wurden. Das eröffnende flockige, sehr melodische Titelstück "Always Something" (lockerer Akustik-/E-Gitarrenrhythmus, dezente "beatlesque" Note, schönes E-Gitarren-Solo) schickt sich bereits an, die texanischen Music Charts im Sturm zu erobern. Beim folgenden, ebenfalls vom einem herrlich locker leichten Groove durchzogenen "Smile" setzt "Steel-Ikone" Lloyd Maines an seinem Parade-Instrument mit wunderbaren Melodienlinien erste Akzente, wobei auch der vortrefflich agierende Lead Gitarrist Dustin Garrett bei einem kurzen Schlagabtausch durchaus Paroli zu bieten weiß. Das ist zeitloser, traumhafter Countryrock auf ganz hohem Niveau, der unweigerlich ein Lächeln ins Gesicht eines jeden Genre-Liebhabers zaubern wird. Auch bei den sich anschließenden, prächtigen "What Goes Around" (flott gespielt, lässig, klasse Baritone Gitarre, basierend auf einem stark an die goldenen Tage der Eagles erinnernden, lockeren "Take it easy"-Groove) und dem eingängigen "Here Tonight" (feine Twin-Gitarren, klasse E-Gitarren-Solo) kommen einem unweigerlich Vergleichsgrößen wie die Eli Young Band, No Justice, The Great Divide, The Mike McClure Band oder die Cody Gill Band in den Sinn, wobei es bei der TGB vielleicht ein klein wenig countrylastiger zur Sache geht. Klasse Überraschungsmomente, bzw. "Farbtupfer" des Albums bieten "Got It Made" und das hoch interessante "Have A Ball": Erstgenannter Song weiß mit furios abgehendem, sich fast in Rockabilly-Sphären bewegendem Retro-Uptempo-Rock zu überzeugen, während die zweitgenannte Nummer im Gesangsteil gar etwas rotzig punkige Züge aufweist (trotzdem sehr melodiebewusst), durch eine glänzend eingefügte, sehr bluesig rockende Phase mit lang gezogen gespielten E-Gitarrenlinien dann jäh unterbrochen wird, um letztendlich im Stile des Beginns wieder "weiterzupoltern". Hört sich "abgefahren", aber sehr stark an an und passt trotzdem ganz hervorragend in das Gesamtkonzept des Werkes. Ein klares Highlight dieses durchgehend hervorragenden Silberlings. Nach diesen zwei im Gesamtkontext recht ungewöhnlichen Ausflügen, kehren Gallagher und seine Mannen wieder zu ihrer Synthese aus flockigem Red Dirt und melodiebewusstem Countryrock zurück und reihen bis zum Ende einen Ohrwurm an den anderen. In dieser Phase bringen sich Lloyd Maines und vor allem Fiddler Jeremy Watkins immer wieder bestens ein, so dass auch Freunde der Randy Rogers Band großen Gefallen an Gallaghers toller Musik finden werden. "Dream" (ein klasse Countryschwofer mit viel Steel- und E-Gitarre, "Without You" (wohl mit eine der am schönsten gesungenen Liebeserklärungen, die die Red Dirt-Szene bisher erlebt hat - wunderbar "schmalzig", trotzdem mit zwei starken, würzigen E-Gitarren-Soli), "Your Gone" (flockiger Red Dirt mit sägender Fiddle) und "Lovin' What I Do“ (an der Schnittstelle zum New Country Marke Blake Shelton, mit trauriger Fiddle), beweisen allesamt Gallaghers Talent, äußerst melodische Songstrukturen außergewöhnlich instrumentiert darzubieten. Seine angenehme Stimme (Pat Green-Flair) passt sich dem Charakter seiner Songs auf wohlwollende Weise an. Aufgrund der eingängigen Melodien und einer bereits jetzt schon vorhandenen "Nashville-Kompatibilität" (und dies ist ganz und gar nicht abwertend gemeint) dürften Tommy Gallagher und seine Band mit "Always Something" vielleicht bereits jetzt schon den Grundstein dafür gelegt haben, Interpreten wie der Eli Young Band, Randy Rogers Band, Wade Bowen oder Pat Green irgendwann in naher Zukunft in den Major-Sektor zu folgen. Wer weiß, zu gönnen wäre es ihnen. Aber egal, das wichtigste ist, sie bleiben sich selbst treu, lassen sich nicht verbiegen und machen weiterhin solch wunderbare Musik. "Always something" jedenfalls beinhaltet hochkarätigen, leichtfüßigen, radiotauglichen, zeitlos schönen, exzellent umgesetzten Red Dirt-Countryrock ohne Fehl und Tadel. Einfach toll vom ersten bis zum letzten Stück! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Always Something - 2:27   
2 Smile - 3:40   
3 What Goes Around - 3:05   
4 Here Tonight - 3:56   
5 Got It Made - 2:40   
6 Have a Ball - 4:01   
7 Dream - 4:55   
8 Without You - 4:17   
9 You're Gone - 4:41   
10 Lovin What I Do - 3:40

Art-Nr.: 6341
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Smile
What goes around
Here tonight
Have a ball
Dream
Lovin' what I do

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Gibbons, Billy F - hardware [2021]
"Hot"! "Dry"! "Dirty"! Was für eine Power! Packendes, neues Solo-Album des "patron saint of Texas rock", ZZ Top-Urgestein Billy Gibbons! Der mittlerweile 71-jährige Texaner rockt, als erlebe er seinen mittlerweile x-ten Frühling, präsentiert sich in geradezu brillanter Form. "Hardware" (der Name des Albums ist eine liebevolle Hommage an Gibbons' langjährigen Freund, Wegbegleiter, Produzent und Engineer, den am 12. Februar 2019 verstorbenen Joe Hardy) ist eine energiegeladene Verschmilzung krachenden, erdigen Texas-Rocks und Bluesrocks (durchaus mit Southern-Flair), nahe an den Roots der frühen ZZ Top, und mitreißendem, staubtrockenem California-Desertrocks. Um diesen wunderbaren Wüstenrck-Vibe besonders authentisch einzufangen, hat sich Gibbons für die Aufnahmen mit seinen Mitstreitern Matt Sorum (drums) und Austin Hanks (bass, guitar) in die in der californischen Wüste, nahe Palm Springs, gelegenen Escape Studios begeben, was dann auch besonders gut gelungen ist. Manchmal hört sich die Musik so sehr nach Wüste und Klapperschlangen an, dass man diese vor seinem geistigen Auge regelrecht "sieht". Gibbons sagt dazu: "“The desert settings, replete with shifting sands, cacti, and rattlesnakes makes for the kind of backdrop that lends an element of intrigue reflected in the sounds created out there". Das Songmaterial ist durchweg herausragend gut. Obwohl die Musik in ihrer Basis geradeaus und (im besten Sinne) vertraut rockt, wirkt sie gleichzeitig immens variabel, ideenreich und spannend arrangiert. Gibbon's raue, unverkennbare Stimme ist in Bestform, sein meisterhaftes, dreckiges, raues Gitarrenspiel absolute Extraklasse. Die massive Gitarren kratzen, schaben, jaulen und heulen sich in die packenden Grooves, sprühen nur so vor Feuer. DIe Soli sind eine wahre Wonne. Schon der Opener des Albums ist ein echter Kracher. "My lucky card" ist ein fett groovender, bluesiger Rocker, kernig, wuchtig, vollgepackt mit fetten Gitarrenriffs und jeder Mege trockenem Wüstenstaub. Die Gitarren kratzen genauso, wie es Billy's Stimme tut. Der Gesang ist super, die Melodie ebenfalls klasse. Dazu sorgt ein glühend heißes Slidegitarren-Solo für mächtig Feuer. Es folgen eine herausragende Nummer nach der nächsten. Wie etwa der voller treibendem Drive steckende Vollgas-Rocker "She's on fire", der tierische, von mächtigen Gitarren durchsetzte, eher traditionell gehaltene Texas Blues-Boogie "Shuffle, step & slide" (tolle Slide-Läufe, feines Southern-Feeling), die hinreißend melodische, mit tollen Gitarrenlinien (klasse Solo) und einem schönen Orgel-Background auwartende Blues-Ballade "Vagabond man", der ungemein groovige, dabei von spannenden, psychedelischen Gitarrenspielereien durchzogene, knochentrockene Roots-/Desert-Rocker "Spanish fly", das voller herrlicher, californischer Surfgitarren steckende, recht lockere, aber auch knackige, rock'n rollige "West Coast junkie" (großartiger "heavy Texas-meets-California neo-surf music riff rock sound"), wie auch der furiose, mit jeder Menge verschiedenster Gitarren gespickte, ebenfalls die Schnittstelle zwischen Texas Bluesrock und trockenem California Wüstenrock perfekt treffende, melodische Knaller "Stackin' bones" (hier haben die Mädels von Larkin Poe einen tollen Gastauftritt - Megan mit herrlicher Slideguitar-Einlage, sowie Megan und Rebecca Lovell gemeinsam mit wunderbaren Background Vocals). Sehr erwähnenswert ist zudem der einzige Cover-Song des Albums, ein fantastisches Remake der alten Texas Tornados-Nummer "Hey Baby, Que Paso". Aus diesem ursprünglichen Tex Mex-Heuler zaubert Gibbons einen krachenden, harten, bluesigen, ungemein coolen Texas Rocker "with a southwestern twist", voller kochender Gitarren und mit schön dreckiger Bluesharp. Ein Volltreffer! Wie das komplette Album! Das ist Billy Gibbons "at his highest level". Einfach "geil"! ZZ Top- und Billy Gibbons-Fans werden jeden Moment dieses Albums lieben. Und den wenigen Übrigen sei angeraten: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Fan zu werden. "Get it, play it loud, and enjoy your summer".

Das komplette Tracklisting:

1. My Lucky Card - 2:33
2. She’s On Fire - 2:46
3. More-More-More - 3:02
4. Shuffle, Step & Slide - 3:10
5. Vagabond Man - 3:59
6. Spanish Fly - 4:01
7. West Coast Junkie - 2:48
8. Stackin’ Bones (feat. Larkin Poe) - 3:16
9. I Was A Highway - 2:34
10. S-G-L-M-B-B-R - 2:25
11. Hey Baby, Que Paso - 2:53
12. Desert High - 3:27

Art-Nr.: 10326
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Hardy - a rock [2020]
Neues, ganz heißes Eisen aus der Nashville Countryschmiede! Michael Wilson Hardy aus dem kleinen Städtchen Philadelphia im U.S.-Bundesstaat Mississippi machte sich in der jüngeren Vergangenheit bereits einen großen Namen als Songwriter für etablierte Nashville-Stars, wie etwa Florida Georgia Line (‘Simple’, ‘Talk You Out Of It’), Morgan Wallen (‘Up Down’) und Blake Shelton, dessen Mega-Nummer "God's Country" er gemeinsam mit Devin Dawson und Jordan Schmidt komponierte. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Hardy selbst im Rampenlicht auftauchen würde. Nach einigen EPs und dem im letzten Jahr mit vielen Kollaborateuren eingespielten, lediglich digital veröffenlichten "Hixtape: Vol 1", dem mit "One beer" (feat. Lauren Alaina & Devin Dawson) ein Riesenhit entsprang (ist auch auf dem hier vorliegenden Werk enthalten), folgt nun mit "A rock" Hardy's erstes vollständiges Majorlabel-Album. Hardy ist einer der vielversprechenden Neuen der jungen "loud-and-rowdy" Country-Generation, dem eine große Karriere bevorsteht. Typ und Musik passen in etwa in die Schnittmenge solcher Kollegen wie Florida Georgia Line, Luke Combs und Jason Aldean. Seine Songs bewegen sich zwischen "echten" Countrytraditionen, kernigem Redneck Country, Southern-Einflüssen und modernem, partytauglichem Countryrock und -pop, alles eingepackt in dieses "rough and rowdy"-Ambiente und in hochmelodische, bestens ins Ohr gehende Strukturen und "saftig" produzierte Arrangements, oft mit vielschichtigen Gitarren. Das ist richtig gut gemacht und kommt im zeitgemäßen Country-Mainstream bestens an. Macht auch einfach Laune. Nahezu jeder Song des Albums könnte als Single herauskommen und hätte höchstes Hit-Potenzial. CMT sagt über Hardy: "The pride of Philadelphia, MS is one of Music Row's most consistent hit-makers on the rise". Dem kann man nur uneingeschränkt zustimmen. Dieses Album wird ein Hit werden!

Das komplette Tracklisting:

1. Truck - 3:38
2. Boyfriend - 3:39
3. Give Heaven Some Hell - 3:37
4. Boots - 3:13
5. Where Ya At - 2:59
6. Ain’t a Bad Day - 3:22
7. One Beer (feat. Lauren Alaina and Devin Dawson) - 2:53
8. So Close (feat. Ashland Craft) - 3;45
9. Broke Boy - 3:52
10. Hate Your Hometown - 3:28
11. Unapologetically Country As Hell - 3:55
12. A Rock - 3:40

Art-Nr.: 10144
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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McClure, Mike - fifty billion [2011]
Dieser aus Tecumseh, Oklahoma stammende Mike McClure ist schon der Wahnsinn! Ein echter Tausendsassa der Red Dirt-Szene. Ob als emsiger Produzent/Studiomusiker bei vielen Interpreten des Genres (u. a. Cross Canadian Ragweed, Tommy Gallagher Band), Mitspieler bei diversen Live-Acts, Gründer und Frontmann von solch großartigen Bands wie The Great Divide, der Mike McClure Band oder auch ganz solo, mittlerweile sogar Mitinhaber eines eigenen Labels (598 Recordings), dieser Mike McClure ist, wenn es um Red Dirt geht, rastlos und omnipräsent (ob die ungewöhnliche Covergestaltung auch noch auf eine weitere Passion Mikes, der Schmetterlingskunde, hindeutet, bleibt ungeklärt...). Das Erstaunliche dabei: Überall, wo er seine Finger im Spiel hat, kann man sich zum einen auf aussergewöhnliche, musikalische Qualität verlassen, zum anderen darf man sich auf (positive) Überraschungen gefasst machen. So liefert auch sein neues Solo-Werk "Fifty Billion" erneut baumstarke Kost und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Hierzu hat er sich wieder mit seinem Spezi (ZZ Top-Produzent) Joe Hardy zusammengetan, der natürlich produziert und mit Mike sämtliche Kompostionen (alle aus der Feder von McClure) fast im Alleingang (lediglich bei Fiddle, Horns, Conga und Backs gab es partielle Unterstützung) mit diversesten Intrumenten eingespielt hat. Ja, beim Hören der ganzen Feinheiten, kann man gedanklich förmlich nachvollziehen, wie die beiden im Studio stundenlang herumgetestet, -experimentiert und jedes Songsdetail bis ins Kleinste "ausklamüsert" haben. Anders als bei den Scheiben, die McClure selbst produziert, und bei denen immer auch ein gewisser kommerzieller Nutzen nicht aus dem Auge verloren wird, gilt für seine eigenen Platten wohl eher das Motto "twice as different, half as popular". "Fifty Billion" bietet eine enorme Bandbreite an Stilen und Stimmungen (das reicht von wunderschönem, semi-akustischem Alternate Country bis zu knochentrockenem, riffigem Rootsrock, von staubigem Americana bis zu Bläser-geschwängertem Southern-Funk, oder von herrlichen Klangspielereien umgebenem, ungemein melodischem Countryrock bis hin zu punkigem Volldampf-Rock), die aber letztendlich doch alle in einer wunderbaren Harmonie und dem Oberbegriff "Red Dirt-Rootsmusic" wie selbstverständlich zusammenfinden. Der eröffnende Titelsong, kommt zunächst einmal im enspannten, leichten Country-/Americana-Ambiente mit sehr schöner Melodie sowie etwas sonnigem Eagles-Feeling daher. Dieser "Wohlfühl-Song" wird dann aber sofort jäh von einem deftigen, aber nicht minder starkem Rootsrocker ("Black Diamond") abgelöst, beo dem McClure mit zwei quirligen E-Gitarren-Solo-Passagen brilliert. Beim folgenden "Horsehoe" gibt’s direkt den nächsten Stimmungswechsel: Wundervoller Slow-Countryrock mit fast hawaianisch anmutender Steelgitarre und einem überraschenden Fiddle-Solo. "Almost Here / Almost Gone" liefert einen kleinen Vorgeschmack auf die wohl kommende The Great Divide-Reunion (in 2012 soll es ja einige Konzerte geben), ein typischer Track in der Tradition ihres einstigen Song-Repertoires. Das sich anschließende "Distractions" erinnert ein wenig an Lieder von Stoney LaRues letztem "Velvet"-Album mit recht introvertiertem Charakter, wo verschrobene E-Gitarren ein fast psychedelisches/hypnotisches Ambiente erzeugen. "Old Crow" gibt sich dann wieder herrlich fröhlich. Ein kleiner hübscher, folkig/grassiger Country-Stomper mit Banjo, Dobro und Mandoline verziert, der zum Tanzen animiert und jede Menge Gute Laune verbreitet. Bei "Hell And Highwater" hingegen fährt McClure wieder ein "schweres Geschütz" auf. Nach einem ruhigen, mit Akustikstreicheleinheiten unterlegten Gesangsintro und dezenten weiblichen "Uuhuuh"-Harmonies geht die Nummer in einen heissen, drückenden, souligen Memphis Funk-Blues mit fetter Hornsection und gospeligen weiblichen "Backs" über. Man hat teilweise das Gefühl, McClure singt gegen eine ganze Big Band an. Wuchtig, aber großartig! Toll, wie sich die Bläser mit dem akzentuierten Mandolinenspiel vertragen. Und mitten in den Bläser-Part stösst der Meister dann noch mit einem bärenstarken E-Gitarrensolo vor. Das hat was! Die prompte Gelegenheit zur Erholung folgt mit "The Other Side Of Midnight" auf dem Fuße, das fast wie ein Wiegelied mit viel Gefühl zelebriert wird. Schön hier vor allem die spanische Akustikgitarre. Dieses typische "Borderline-Flair", wie es Charlie Daniels oft in seinen Southern Rock-Stücken verarbeitet hat, umgibt auch das voller Pathos umwobene "Outlaws Prayer" (starke Twin-Leads). Am Ende versetzt McClure seine Hörerschaft dann endgültig ins Staunen. "Little Birdie" fängt zunächst mit Akustikgitarren-untermaltem Erzählgesang ganz simpel und harmlos an, wechselt dann aber plötzlich in einen überschwenglichen, mächtig abgehenden Gitarren-betonten, punkigen Rootsrocker mit Stadion-kompatiblen und Party-tauglichen "Ooohooh"-Mitgröl-Passagen, um dann so einfach und ruhig wie zu Anfang wieder abzuschließen. Ein selbst für McClure-Verhältnisse ungewöhlicher "Abflug". Mike McClure ist sich mit seinem neuen Silberling "Fifty Billion" wieder treu geblieben: Saustark auch wieder sein Gesang! Ist einfach wieder ein klasse Teil geworden, wie man es von ihm nicht anders erwartet. Keine "einfache" Kost, trotzdem zumeist überaus melodisch, immer den Hörer fordernd, mutig, oft so genial wie extravagant, dann wieder schön einfach, durchgehend toll instrumentiert. Gratulation und grössten Respekt dafür, "Mr. Red Dirt"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Fifty Billion 3:39
2. Black Diamond 4:23
3. Horseshoe 3:15
4. Almost Here/ Almost Gone 2:44
5. Distractions 4:27
6. Old Crow 2:20
7. Hell And Highwater 4:06
8. Other Side of Midnight 4:30
9. Outlaw's Prayer 3:05
10. Little Birdie 2:01

Art-Nr.: 7649
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Fifty billion
Black diamond
Horseshoe
Old crow
Hell and highwater
Other side of midnight
Outlaw's prayer

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Thomas Rhett - country again: side a [2021]
Fünftes Album des in den Charts mega-erfolgreichen Thomas Rhett, Sohn des bekannten Achtziger/Neunziger Jahre-Interpreten und heute überaus geschätzten Songwriters Rhett Akins. Das Werk ist der erste Teil (deshalb "Side 1") eines zweiteiligen Album-Projektes namens "Country again". Der Name gibt schon einen Hinweis darauf, was uns auf dem Album erwartet. Der mittlerweile 30-jährige Thomas Rhett ist gereift, deutlich hörbar auch musikalisch. Zum einen denkt und lebt er nicht mehr wie ein Neunzehnjähriger, zum anderen besinnt er sich mehr auf seine Roots als je zuvor. Und so wandelt er mit "Country again: Side A" mehr auf den Spuren seines Vaters als auf jedem bisherigen Album. Die früher zuweilen zu poppigen und countryfremden Elemente, diese manchmal etwas zu oberflächlichen und beliebigen Strukturen hat er klar runtergefahren, um dafür seine rootsigen, traditionellen Wurzeln deutlich mehr zum Vorschein zu bringen. Das ist gut so, denn er kann das. Er hat das im Blut. Keine Frage, Thomas Rhett klang noch nie natürlicher, noch nie mehr nach "echtem" Country als mit diesem Album. Die Songs sind durchweg klasse, sehr melodisch, mal knackig rockig, mal zurückgenommener, aber eben traditioneller ausgerichtet als zuvor und damit immer wunderbar "country". Eine Entwicklung, die ihm bestens zu Gesicht steht. Enthält u. a. seine neue Nummer 1 "What's your country song". Ohne Frage Thomas Rhett's bestes Album bisher. So freuen wir uns jetzt schon auf "Side B" (Teil 2)...

Das komplette Tracklisting:

1. Want It Again - 2:52
2. Growing Up - 3:01
3. What’s Your Country Song - 2:51
4. Where We Grew Up - 2:45
5. Heaven Right Now - 3:48
6. To The Guys That Date My Girls - 3:01
7. More Time Fishin’ - 3:05
8. Country Again - 3:41
9. Put It On Ice (feat. HARDY) - 3:04
10. Blame It On A Backroad - 2:47
11. Ya Heard - 3:03

Art-Nr.: 10306
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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ZZ Top - la futura [2012]
Wir haben die Original U.S.-Ausgabe des neuen Albums der Rauschebärte aus Texas! Kult-Trio trifft auf Kult-Produzent! Geschlagene neun Jahre nach ihrem letzten Album "Mescalero" haben sich ZZ Top für ihr neues Werk, dem fünfzehnten insgesamt in ihrer jetzt 42 Jahre währenden Karriere (!) mit Rick Rubin (besonders bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Johnny Cash oder den Red Hot Chili Peppers) zusammengetan. "La Futura" heißt der lang von ihren Fans herbei gesehnte, neue Silberling. Mit der Zukunft und dem Zurück kennen sich die Herren Gibbons, Hill und Beard ja bestens aus, denn schließlich waren sie seiner Zeit Part des Blockbusters "Zurück In die Zukunft 3" (mit Michael Fox), eine Phase, die mit den "Eliminator"- und "Afterburner"-Alben, den unbestrittenen kommerziellen Höhepunkt ihres Schaffens markierte, ihnen aber auch von Seiten der Hardliner einiges an Kritik einbrachte. Mit "La Futura" kehren sie teilweise in diese Zeit zurück, ohne dabei aber den letztgenannten Teil ihrer Fanschar allzu sehr zu verschrecken. "Ein, wie die zehn Stücke dann nachhaltig darlegen, wunderbar gefundener Kompromiss zwischen modern und "back to the beginning". Und es knarzt gleich herrlich mit der Single "Gotsa Get Paid" los. Kratzige E-Gitarren-Riffs von Gibbons, gepaart immer wieder mit Rhythmus-Unterbrechungen, dazu garniert mit den typischen Soli. Man denkt direkt an Songs wie "I Thank You" oder "Cheap Sunglasses" vom starken "Deguello"-Werk zurück. "Cartreuse" (saustarkes Intro a la"„La Grange" oder "Beer Drinkers"…) ist ein prächtig stampfender Boogie, "Comsumption" in fließendem Übergang glänzt durch Slide und ein herrlich trockenes E-Gitarren-Solo. Tom Hambrige assistierte Billy bei den zwei wohl am meisten mit Hitpotential ausgestatteten Tracks. Zum einen der zwar irgendwie an "Rough Boy" erinnernde, aber überhaupt nicht so triefende Slow Blues "Over You" und das mit viel Flair der berühmten "Eliminator"-Scheibe behaftete "I Don’t Wanna Lose, Lose You" (mit tollen Les Paul-Nadelstichen, starkem Solo, pumpendem Bass von Hill). Harp-lastig geht es in grooviger Texas Blues Rock-Manier bei "Heartache in Blue" zu. Hier quäkt der einzige Gastmusiker James Harman (neben D. Sardy und Joe Hardy) samt seiner Mundhamonika mit Billy Gibbons‘ furiosen Vintage-angelehnten E-Gitarren-Attacken um die Wette. Klasse gemacht! Stark hier auch Billys typisch heiserer Gesang. Bei dem mit einem AC/DC-Riff durchtränkten "Flyin‘ High" schäumt Gibbons im Refrain vor Euphorie fast über. Das Stück hat sogar dezenten Southern Rock-Charakter, ganz kurz heulen auch mal die Double Leads auf. Mit aus der Feder von Gillian Welch stammt (neben "Over You") ein weiterer, diesmal mit einer Portion Tex-Mex angereicerhter, schwermütiger Schwofer namens "It’s Too Easy Mañana". Am Ende gibt es eine schöne Instrumental-Variation. Die abschließenden "Big Shiny Nine" und "Have A Little Mercy" lassen erneut unweigerlich Assoziationen an frühere Tracks wie "I Thank You" oder "Waiting For The Bus" & Co. aufkommen. Gibbons hat sichtlich Spaß und fordert Dusty Hill ("Come on Dusty") sogar kurz zum Mitsingen auf. Nach Ende der zehn kompakten Tracks hält man eine Weile vor Hochachtung inne. ZZ Top zeigen auch nach 42 Jahren absolut keine Altersmüdigkeit. Auf "La Futura" meistern sie den Spagat zwischen Retro und Moderne eindrucksvoll und müssten eigentlich alle ihre Anhänger glücklich machen. Rick Rubin ist eine schön klare und kräftige Produktion gelungen. Eine lohnenswerte Zusammenarbeit. Die Gitarrentöne von Billy Gibbons sind eine einzige Wucht. Auch in der zweiten Dekade des neuen Jahrtausend ist der Dreier aus Houston einfach eine sau-coole Truppe (und bleibt es hoffentlich noch lange). Und scheinbar auch immer noch für eine Überraschung gut! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Gotsta Get Paid - 4:03
2. Chartreuse - 2:57
3. Consumption - 3:48
4. Over You - 4:30
5. Heartache in Blue - 4:09
6. I Don't Wanna Lose, Lose, You - 4:21
7. Flyin' High - 4:17
8. It's Too Easy Mañana - 4:48
9. Big Shiny Nine - 3:11
10. Have a Little Mercy - 3:18

Art-Nr.: 7916
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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