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A Thousand Horses - southernality [2015]
Gegründet 2010 in Nashville/Tennessee sorgen A Thousand Horses in den amerikanischen Countrycharts gerade für mächtig Furore, denn die erste Single aus ihrem großartigen Debutalbum "Southernality" (vorher hatten sie schon eine EP veröffentlicht), mit dem Titel "Smoke", landete soeben schnurstracks auf der Nummer 1. Was für ein Erfolg! Verdientermaßen, wie wir meinen! Dabei sind A Thousand Horses alles andere als eine reine Countryband. Vielmehr liegen die Roots des Quartetts um die beiden Gitarristen Zach Brown (nicht zu verwechseln mit dem Namensgeber der Zac Brown Band) und Bill Satcher, sowie dem richtig ausstrahlungsstarken Frontmann Michael Hobby (hat eine wunderbar angeraute, erdige Stimme, spielt zudem akustische Gitarre und Harmonica) und Bassmann Graham DeLoach eher in den rockigeren Gefilden, genauer gesagt in denen der Südstaaten. Was somit entsteht "is a high-energy hybrid" aus den Einflüssen solcher klassichen Bands wie The Black Crowes, Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, The Allman Brothers Band, den "Exile on Main Street"-era Rolling Stones, aber auch von Tom Petty und solchen Countrykollegen wie Dwight Yoakam, angerührt zu einer wunderbar die Balance zwischen erdigem "grit" und radiotauglichen Nashville-Kriterien wahrenden, ungemein erfrischenden Fusion aus kernigem Southern Rock, sattem Countryrock, und New Country, gewürzt mit einem Hauch von Blues und Soul. Somit ist der Albumtitel "Southernality" quasi Programm, denn der Southern Rock-Esprit ist stets spürbar. Mit dieser Musik haben sie sich, vor allen Dimge auch durch ihre kernigen Live-Shows, bereits eine riesige Fanschar erspielt. Das Songmaterial, klug zwischen fetten, kraftvollen, Gitarren-orientierten Rockern und ein paar prächtigen Balladen hin und her balancierend, ist durchweg exzellent. Bis auf wenige, involvierte Co-Writer stammt das gesamte Material aus der Feder der verschiedenen Bandmitglieder. Instrumentell werden sie unterstützt von Drummer Chris Powell (alle Tracks), sowie ein paar vereinzelten Gästen wie Robby Turner (pedal steel), Michael Webb (keyboards) und einer "Horde" weiblicher Background-Sängerinnen, die ordentlich Southern Soul mit einbringen. An den Reglern saß Nashville's zur Zeit heiss begehrter Produzenten-Guru Dave Cobb (u.a. Chris Stapleton, Jason Isbell, Jamey Johnson, Shooter Jennings). Los geht's mit dem mächtig knackigen, kernigen, voller Energie steckenden, zündenden Southern Rocker "First time", bei dem der Einfluss der frühen The Black Crowes deutlich spürbar ist, genau wie ein gewisser "Stonesy swagger". Kochende, straighte Riffs, typische, weibliche Backup-Sängerinnen (ähnlich wie Lynyrd Skynyrd's "Honkettes"), klasse Orgel-Fills und ein glühendes Gitarren-Solo prägen das Bild, genauso wie eine hervorragende Melodie und Michael Hobby's starker, southernrockiger, angerauter Gesang. Ja, die Melodien sind auch so ein Thema, denn die sind durchweg klasse. Wie auch bei dem wunderbaren "Heaven is close", einer tollen New Country-Nummer mit hintergündigem Banjo-Picking, schönen Fiddle-Fills und satten, Lynyrd Skynyrd-mässigen Gitarren-Riffs. Auch diese Nummer schlägt wieder eine großartige Brücke zwischen Southern Rock-Roots und rockenden New Country-Anlagen. Blackberry Smoke meet Montgomery Gentry und einen geradeaus spielenden Eric Church (zu dessen ersten beiden Alben). Dann der bereits erwähnte No. 1-Hit "Smoke": Was ist das für eine traumhaft melodische, knackige, von viel Southern-Flair durchzogene, saftig rockende New Country-Ballade. Hat ein tolles Gitarren-Gewand, inklusive schöner Steel-Fills. Durchaus etwas mainstreamig und auf die Nashville-Belange zugeschnitten wirken hier die recht opulenten Streicher in der zweiten Hälfte des Songs, doch die Nummer an sich ist so stark, das auch das überhaupt kein Problem darstellt. Klasse auch hier wieder der sehr eingängige, aber unterschwellig raue Gesang. Anschließemd geht es mit dem satten, jede Menge Staub aufwirbelnden , dampfenden Countryrocker "Traveling man" wieder richtig ab. Viel Southern Rock-Power und fette E-Gitarren, sowie ein paar bluesige Harp-Fills bestimmen das Geschehen. So geht das munter weiter: Hier und da prächtige, rockige New Country-Nummern, wie etwa das seelige "Tennessee whiskey" oder das moderne, junge "(This ain't no) Drunk dial", hinreissende, southern-fueled Balladen, wie beispielsweise das mit satten Gitarren, Steel, Klavier, Orgel und einer Menge Soul und Gospel-Feeling inszenierte, fantastische "Sunday morning" (diese Nummer wurde übrigens komponiert von sämtlichen Band-Mitgliedern in Kooperation mit dem ex-Black Crowes-Gitarristen Rich Robinson) oder das wunderschöne, sehr New Country-lastige "Back to me", sowie krachende, straighte Riff-Southern Rocker, wie zum Beispiel das powernde "Trailer trashed", geben sich genüßlich die Klinke in die Hand. Ohne jeden Zweifel, A Thosand Horses sind ein "Haufen" hoch talentierter, junger Musiker, die die rockig orientierte und southern-affine, gleichzeitig aber auf eine gewisse Eingängigkeit und Harmonie achtende Klientel in Nashville zielsicher, mit Klasse und mit großartigem Songmaterial bedienen. "Southernality" jedenfalls ist ein super Album geworden. Gratulation, Jungs!

Das komplette Tracklisting:

1. First Time - 4.39
2. Heaven Is Close - 3.57
3. Smoke - 3.40
4. Travelin Man - 4.01
5. Tennessee Whiskey - 3.24
6. Sunday Morning - 3.34
7. Southernality - 2.26
8. (This Ain t No) Drunk Dial - 3.31
9. Landslide - 3.22
10. Back To Me - 3.26
11. Trailer Trashed - 2.45
12. Hell On My Heart - 3.42
13. Where I m Goin - 3.30

Art-Nr.: 8884
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
First time
Heaven is close
Smoke
Travelin' man
Sunday morning
Back to me
Trailer trashed

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Adkins, Trace - songs about me [2005]
Die spannende Frage bei Trace Adkins’ neuem Album ist eigentlich, ob die großartige Leistung, die er Ende 2003 mit "Comin’ On Strong" nach überwundenen
Alkoholproblemen hingelegt hatte, halten oder gar noch toppen kann... - die schlichte Antwort lautet: Er kann! So gehört es sich eben auch für einen der mittlerweile großen, charismatischen Stars der Nashville-Szene! Sein sechstes Studiowerk (die "Greastest Hits" außen vor gelassen) "Songs About Me" orientiert sich sehr stark am erfolgreichen Konzept des Vorgängers. Ja, die Scheibe wirkt gar wie ein etwas später das Licht der Country-/New Country-Welt erblickender Zwillingsbruder,
nur mit ein paar geringfügig verbesserten charakterlichen Eigenschaften. Warum auch nicht? Das Endergebnis stimmt, und einzig und allein darauf kommt es an! Von "Klonerei" zu sprechen, wäre daher völlig fehl am Platze! Trace Adkins war nie besser! Los geht’s mit einem ähnlich Southern-trächtigen Stück wie "Hot Mama" beim letzten Mal. Der Titelsong "Songs About Me" wurde, wen verwundert es, mit drei E-Gitarren eingespielt, und prescht mit jeder Menge rockiger Power voran. Könnte von der Klasse her in die Fußstapfen von Trace’s wohl größtem Nr.1 Hit "(This Ain’t) No Thinkin’ Thing" treten. Herrlicher Auftakt! Der von wunderbarem Mandolinen-, Dobro-, Fiddle- und Harmonikaspiel begeleiteten, zu Adkins’ angenehm rauer Stimme ideal passenden, relaxten Ballade "Arlington" folgt direkt mit "Find Me A Preacher"ein erneuter, herzerfrischender Southern-angehauchter Countryrocker, wobei hier eine tolle Banjobegleitung und ein klasse E-Gitarren-Solo hervorstechen. Anschließend kommen wir dann zu einer der Abweichungen: Diesmal wurde neben Trace’s Haus-Produzenten Scott Hendricks auch Dann Huff für drei Songs am Mischpult (und an der Gitarre) eingebunden. Seinen typischen Stil bemerkt man direkt bei "My Way Back", ein bombastische, sehr knackige Ballade, ja schon fast schon erdrückend, aber im positiven Sinne, so kraftvoll kommt sie aus den Boxen. Integriert ist dabei, ein fast schon "Melodic-Rock"-kompatibles Huff'sches-E-Gitarren-Solo, wie zu seinen früheren Giant-Zeiten (für die Rockfreunde, die sich daran noch erinnern mögen...). Mr. Adkins zeigt gerade hier auch seine vokale Klasse. Stark! "Bring It On" (ein gern genommer Titel in Southern-Kreisen) hat wieder dieses trocken-typische Outlaw-Flair. Knackige, kratzige Akustik- und Slidegitarren, heulende Fiddels, wie einst zu Charlie Daniels’ Glanzeit. Gleiches gilt auch für "Baby I’m Home", mit leichter unterschwelliger Aggressivität, die sich dann im Refrain entlädt. Erinnert vom Feeling fast ein wenig an Lynyrd Skynyrd's "Voodoo Lake". Nach weiteren, wunderbar abwechslungsreich eingespielten Balladen und Liedern im Midtempobereich, die dank der Klasse-Musiker (hier gibt sich wirklich die komplette Elite des Genres die Klinke in die Hand: Mason, Franklin, Buchanan, Corenflos, Huff, Morrow, Mote, Nathan, Yudkin, Brignardello, Sanders, Sutton und und und...) mit all ihrem filigranen technischen Können zu einem Hochgenuss-Cocktail avencieren, hören wir dann noch mal einen richtigen Abschluss-Kracher: Hat man erst einmal den Zungenbrechertitel „Honky Tonk Badonkadonk“ verinnerlicht, schwebt vor dem geistigen Auge des Betrachters schon unweigerlich ein dazu exakt passender
Videoclip: Trace singend in einem brodelnden Country-Hexenkessel, umgarnt von hüftschwingenden, nur mit dem Notwendigsten bekleideten, nett anzuschauenden "heißen" Damen, während die schwitzende Menge, den Refrain mitgrölend, die abkühlenden Bierflaschen zum Gruße emporschwingt. Ein richtig cooler Party-Song!
Die Cover-Gestaltung (mit allen Texten und vielen Bildern von Trace) ist ebenfalls sehr gelungen. Der 43-jährige zementiert eindrucksvoll und mit bestechender Gesangsleistung sein Abonnement auf eine Mitgliedschaft in der ersten Garde der großen New Country-Performer dieser Zeit. Und wie heißt es so schön, den Kern treffend, im Titelsong: "I sing for a living Country music, mixed with a little rock and a little blues". Ohne Wenn und Aber unterschrieben, Mr. Adkins! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3096
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Aldean, Jason - night train [2012]
Mittlerweile ist er der absolute Superstar unter den "jungen Wilden" Nashvilles: Jason Aldean! Auch sein neues Album "Night Train" belegt eindrucksvoll, warum das so ist. Jason Aldean trifft mit seinen Songs den Zahn der Zeit im New Country-Genre. Und das eigentlich schon von seinem ersten Album an. "Relentless", seine zweite CD, wurde vor einigen Wochen noch als letztes Werk nachträglich mit Platin bedacht, was zuvor schon mit dem Debüt, "Wide Open" und dem Vorgänger "My Kinda Party" (sogar doppelt, zur Zeit auch noch immer unter den Top-10 der Billboard Country-Album-Charts) gelungen war. Der Bursche und seine Musik sind einfach beliebt, was die ausverkaufte Stadiontour dieses Jahres zusätzlich untermauert. Mit "My Kinda Party" war die Messlatte natürlich für "Night Train" immens hoch gelegt. Aber auch hier gibt sich das Zugpferd des Broken Bow Records-Labels selbstbewusst und kämpferisch, man spürt über die gesamte Distanz des Silberlings das Bestreben, diesem hohen Niveau Stand zu halten. Und das ist auch wieder einmal prächtig gelungen. Im Prinzip hat man nahtlos an das Vorgängerwerk angeknüpft. Erneut gibt es satte 15 Stücke zu genießen, produziert hat wieder mit schön transparentem Klang Langzeitweggefährte Michael Knox. Auch die Musiker mit u.a. Rich Redmond, Tully Kennedy, Kurt Allison, Adam Shoenveld, Danny Rader, Mike Johnson, Tony Harrell, Charlie Judge, Rob McNelly und einigen Backgroundsängern/-innen stellen die bewährte Mischung aus Tourband und Studiomusikern dar. Bei den Songwritern bilden wieder Neil Thrasher und Wendell Mobley das Hauptgerüst (8 Songs), weitere prominente Namen wie David Lee Murphy, Rhett Akins, Ben Hayslip, Hillary Lindsey, Tom Shapiro, etc. bilden die Qualitäts-Garantie für hochwertige Musikkost. Einziger Unterschied: Jason war kompositorisch auf "Night Train" überhaupt nicht beteiligt und hat sich diesmal (mit Bravour) ganz auf sein "Näschen" bei der Songauswahl verlassen. So hat die erste, vorab gebrachte Single "Take A Little Ride" (sehr southern-rockig, stark an den erfolgreichen Titeltrack des letzten Werkes "My Kinda Party" angelehnt) schon wieder in rekordverdächtiger Geschwindigkeit Platz 1 der Country Singles-Charts belegt. Auch bei den restlichen Stücken hat man fast erneut die Qual der Wahl, alle sehr melodisch, sehr variabal gestaltet (mal flockiger New Country, mal Heartland-Zutaten, auch mal ein Hauch von Hip Hop, viel Southern Rock, dazu in allen Tempoarten). Besonders klasse das viel Atmosphäre versprühende "Wheels Rollin’", das fast wie "Chris Cagle meets Lynyrd Skynyrd" daherkommt und dazu noch im Refrain Bob Segers berühmtes "Turn The Page" huldigt. Großartig! Klasse natürlich auch, wenn er mit seinen ebenfalls sehr erfolgreichen Countrykumpels Luke Bryan und Eric Church "The Only Way I Know" zum Besten gibt. Hier spürt man förmlich sofort den Spaß der Drei, den sie hatten, als sie sich im Wechselgesang die Mikros weiterreichten. "1994" würdigt den Countrystar der 80er, Joe Diffie, ein Hip Hop-trächtiges, sehr launiges Countrystück in der Tradition von Big & Rich. Auf eine Zusammenarbeit mit einer weiblichen Künstlerin wie zuvor mit Kelly Clarkson wurde diesmal im übrigen verzichtet. Powerballaden gibt es jedoch mit "Talk", "I Don’t Lonely Well", "Walking Away" oder "Water Tower" zur Genüge. Richtig düster (auch vom Text) wird es bei "Black Tears", ein Lied, das richtig unter die Haut geht. Es erinnert ein wenig an Garth Brooks’ "The Thunder Rolls". Weitestgehend ist das jedoch knackiger, kraftvoller New Country vom Allerfeinsten (auch flexible und etwas toleranter ausgerichtete Southern Rock-Fans könnten durchaus mal ein Ohr riskieren)! Und so wird "Take A Little Ride" auch bei weitem nicht der letzte Hit aus diesem vorzüglichen Album gewesen sein. 15 tolle neue Songs von Jason Aldean! Der Mann ist top - in allen Belangen! Und sein "Night Train" ganz sicher eine Reise wert...! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. This Nothin' Town - 3:11
2. When She Says Baby - 2:51
3. Feel That Again - 3:21
4. Wheels Rollin' - 4:39
5. Talk - 3:49
6. The Only Way I Know - 3:13
7. Take a Little Ride - 3:07
8. I Don't Do Lonely Well - 3:24
9. Night Train - 3:52
10. 1994 - 4:02
11. Staring at the Sun - 3:14
12. Drink One for Me - 3:06
13. Black Tears - 4:16
14. Walking Away - 3:37
15. Water Tower - 3:43

Art-Nr.: 7961
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Aldean, Jason - relentless [2007]
Ganz starkes, sattes, knackiges, zweites Album von einem der Vorzeige-Künstler aus Nashville's neuer, verwegener, junger, "wilder" New Country-Garde! Sein Debüt von 2005 ist seit zwei Jahren ein ununterbrochener Dauerbrenner in den Charts, wurde längst mit Platin ausgezeichnet und brachte Jason Aldean 2006 den Titel des "Top Male New Vocalist" der "Academy of Country Music" ein. Ein absoluter Senkrechtstart für einen Newcomer! Das Independent Label Broken Bow Records (u. a. auch Label von Craig Morgan) hat sich mit viel Umsicht und Gespür einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Solch ein unerwarteter, spektakulärer Erfolg bringt natürlich eine Menge Vorteile mit sich, birgt aber auch gewisse Risiken für ein Nachfolge-Album. Zum einen hat man es zwar deutlich leichter, beispielsweise an vielversprechende Songs heranzukommen, zum anderen aber ist der Erfolgsdruck enorm hoch. Um es vorwegzunehmen, Jason Aldean hat das alles kalt gelassen und mit "Relentless"ein Album nachgeschoben, das den schon großartigen Vogänger glatt noch einmal toppt! Keine Frage, auch diesmal wird er, verdientermaßen, wieder ordentlich abräumen. Was bringt diese knackig, rockige, durchaus auf traditionellen Roots basierende, von einer leichten Southern-Brise (das hat der aus Georgia stammende Bursche einfach im Blut) durchzogene, kraftvolle New Country-Mucke für einen Schwung in die Bude Nashville's! Richtigerweise hat man sich schwerpunktmäßig auch für das neue Werk am Grundkonzept des Vorgängers orientiert, wenngliech das Songmaterial fast noch stärker geworden ist. Von den Musikern, über den Produzenten, bis zur Covergestaltung wurde nur wenig verändert, lediglich bei den Songwritern wurde etwas mehr in die Breite variiert (hier ist jetzt neben den etablierten Schreibern vom Vorgänger zusätzlich fast alles am Start, was Rang und Namen in der Szene hat). Jason taucht diesmal nicht in den Songwriter-Credits auf (beim Debüt hatte er noch drei Stücke mitkomponiert) und darf sich damit voll und ganz auf seinen großartigen Gesang konzentrieren. Der klasse Opener "Johnny Cash" lehnt sich in seiner kräftig country-rockigen Art (dezenter Redneck-Einschlag) deutlich an Aldean's erste Hitsingle "Hicktown" an, der prominente Titel dürfte sein Übriges zum Gelingen beitragen. Ein starker Auftakt, der direkt in die Vollen geht. Geschrieben übrigens von John Rich (Big & Rich), Vickey MyGhee und Rodney Clawson, die auch Jason's ersten Nr.1-Hit "Why" konzipiert hatten. Im weiteren Verlauf wurde eine erstklassige Mischung aus kräftigen, atmosphärischen Balladen ("Laughed Until We Cried", "Who’s Kissing You Tonight", "Back In This Cigarette"), melodischen Midtempo-Songs ("Do You Wish It Was Me" - mit toller Baritone-Gitarre -, "My Memory Ain’t What It Used To Be") und knackigen New Country-Nummern ("I Use What I Got", "Relentless") zusammengestellt, die praktisch alle das Potenzial künftiger Chartbreaker haben. Das ist es, was die "toughen" Cowgirls and Cowboys von heute hören wollen! Weitere Highlights sind das herrlich kernige, dezent bluesige, aber trotzdem sehr melodisch dargebotene "No" (starke E-Gitarren), die traumhafte, kraftvolle Ballade "Grown Woman" mit der ebenfalls zur Zeit mächtig angesagten Miranda Lambert als Zweitstimme, der flotte Honky Tonk-Feger "I Break Everything I Touch", ein David Lee Murphy-Song, oder das abschließende, wunderbar southern-lastige, von feiner Slide-Gitarre begleitete"„Not Every Man Lives", das scheinbar seine Inspiration bei legendären Bands wie den Rolling Stones oder Lynyrd Skynyrd gefunden hat. Ein ganz starkes Finish. Klasse vor allem immer wieder die starke E-Gitarren-Arbeit von Big & Rich Haus- und Hof-Gitarrist Adam Shoenfeld (neben Kurt Allison), der in jedem Song seine brillant und technisch anspruchsvoll gespielten Soli vom Stapel lässt. Fazit: Jason Aldean ist mit dem oft so brisanten Zweitwerk "Relentless" (= unbarmherzig) und seinem "Amped-up contemporary Country with Southern Rock and Honky-Tonk influences"-New Country-Sound ein weiteres Meisterstück gelungen, das erneut Hits am Fließband abwerfen und der etablierten Konkurrenz heftig "Dampf unterm Hintern" machen wird. Einfach "unbarmherzig stark", dieser Jason Aldean! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4955
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Johnny Cash
Do you wish it was me
No
Grown woman
I break everything I touch
Not every man lives

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Allan, Gary - tough all over [2005]
Neue CD von Gary Allan - und wieder ist es, das war auch gar nicht anders zu erwarten, ein tolles Teil geworden! Der Mann aus dem Süden Californiens zählt sicher zu einem der interessantesten New Country-Vertreter im heutigen Nashville, denn wie kaum ein anderer ist er in der Lage eine absolut authentische, in besten musikalischen Fundamenten verankerte Brücke zwischen den typischen Attributen des Nashville Mainstream Countrys und wunderbar rootsig wirkenden, staubigen Fragmenten der Americana-/Alternate Country-Bewegung zu schlagen. Das klingt ungemein cool, modern, peppig, deutlich traditionell verwurzelt und immer zu 100% country! Gary Allan's Musik ist einzigartig! Sein Gesang ist einfach herrlich! Ob knackig, rockig, oder mit seinen hinreißenden Balladen - er schafft es einfach locker, seine Zuhörer mit seiner unverwechselbaren, wunderbaren, lässigen, sowohl kraftvollen, ein gewisses Macho-Image verkörpenden, gleichzietig aber auch so warm und angenehm sanft rüber kommenden, zuweilen leicht angerauten, ausdrucksstarken, sexy Stimme in seinen Bann zu schlagen. In manchen Nuancen erinnert seine Art zu singen gar ein wenig an den legendären Gene Clark von den Byrds. Allein schon dadurch entsteht eine gewisse, teils Gänsehaut erzeugende, Retro-Roots-Countryrock-Stimmung. Aber, und da wiederholen wir uns gerne, Allan ist durch und durch Nashville-tauglich! Dazu ist das Songmaterial allererste Sahne! Die Stücke wirken trocken, dennoch sehr frisch und klar, sind durchzogen von wunderbaren Melodien und völlig frei von irgendwelchen Pop-Aufgüssen. Knackiges Schlagzeug, tolle E-Gitarren, transparente Acoustic-Gitarren, wundervolle Steel-Passagen, dezente Orgel-Ergänzungen, und auch mal eine klasse Baritone-Guitar bestimmen überwiegend das Geschehen. "Tough all over" startet mit dem Titelstück, einem von treibenden Bass-Rhythmen und dynamischen Drums angetriebenen, eine ordentliche Power ausstrahlenden, saustarken, voller Roots-/Alternate Country-Flair steckenden, straighten Countryrocker! Staubig, durchzogen mit leicht bluesiger Mundharmonika und satten E-Gitarren-Riffs, bringt Allan viel Würze in diese Nummer! Tolle E-Gitarren, klasse Steelguitar-Tupfer, eine dezent eingesetzte Fiddle, knackige Drums, ein gewisses Western-Flair, und eine von Gary's großartiger, leicht kratziger, warmer, aber dennoch so toughen Tenor-Stimme wundervoll vorgetragene Melodie sind die Eckpfeiler der traumhaften Ballade "Best I ever had", die bereits hoch, und zwar weiterhin mit dem Pfeil in Richtung Spitze, in den Billboard Country Singles-Charts eingestiegen ist. Mit staub-trockenen, viel Wüsten-/Ghost Town-Flair verbreitenden Acoustic Gitarren, ergänzt durch eine wunderbare Steel, und einem herrlich groovenden Rhythmus gelingt Gary Allan mit der fantastischen Midtempo-Nummer "I just got back from hell" anschließend die nahezu perfekte, bereits angesprochene Synthese zwischen Nashville Radio-Country und rootsigem Americana-Country. Tolle Melodie! Klasse auch dieses gewisse Texas-/Southern-Feeling! Sehr stark auch die knackige, melodische, mit feiner Baritone-Gitarre angereicherte Midtempo-Countrynummer "Ring", die wieder ein wenig southern klingende, trockene, von klasse E-Gitarren-Riffs und toller Steel geprägte Country-/Countryrock-Ballade "Promise is broken", der großartige, Johnny Cash gewidmete, fast schon etwas mystisch klingende, wieder schön erdige, flott groovende Outlaw-Country-/Honky Tonk-Knüller "Nickajack cave", im übrigen komponiert von Allan's Lieblings-Songwriter Jamie O'Hara, die satte, von einem kräftigen Southern Rock-Flair durchzogene (im Text finden beispielsweise Lynyrd Skynyrd ihre Erwähnung) durchzogene Countryrock-Ballade "He can't quit her" mit ihrer kräftigen Lead-Gitarre, die Herz zerreißende, lupenreine, Fiddle- und Steel-getränkte, herrlich melodische Country-Ballade "Puttin' memories away", das wie Öl runter gehende, knackig flotte, nicht mehr aus dem Ohr weichen wollende, lässige "No damn good" mit den tollen Gitarren, der Fiddel und der schönen Steel, usw., usw.! Hervorzuheben ist auch die prächtig abgestimmte, exakt auf den Punkt gebrachte, hervorragende Produktion von Mark Wright und Gary Allan selbst! Unter den Musikern: John Willis (Acoustic guitar), Brent Rowan (Electric guitar), Michael Rhodes (Bass), Chad Cromwell (Drums), Robby Turner (Steel) usw.! Gary Allan und seine Crew in großer Form!

Art-Nr.: 3609
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Anderson, Keith - c'mon! [2008]
3 lange Jahre hat es gedauert, bis Keith Anderson endlich den Nachfolger seines großartigen und sehr erfolgreichen Debutalbums (immerhin verkaufte sich "Three chord Country and American Rock& Roll" über 500.000 mal) präsentiert - nun ist er da! Was sollen wir sagen? Das Warten hat sich wirklich gelohnt! "C'mon" ist noch einen Tick stäker als der Vorgänger geworden, das Songmaterial noch besser und Anderson, bei aller Power, noch vielseitiger aund reifer! Nicht nur äußerlich ein "Kerl wie ein Baum", transportiert es diese Kraft auch ohne Umschweife in seine Musik. So heißt es passend in einem amerikanischen Review zum neuen Album: "For his second album 'C'mon' the beefy, broad-shouldered Keith Anderson amps up his country-rock swagger again", was den Nagel auf den sprichwörtlichen Kopf trifft. Das ist moderner, junger, von einem rauen, wilden, nach Freiheit schreienden, rebellischen Charme durchzogener, dennoch ungemein authentischer und voller Herz und Emotionen geprägter "Hi-Energy Country", wie er in Nashville momentan äußerst angesagt ist. Anderson ist ein Paradebeispiel für eine Generation, die es versteht pure Country-Traditionen mit rockige Klängen zu verbinden und somit alle Barrieren zwischen jung und alt hinter sich zu lassen. Keith Anderson, geboren in der Nähe der Ozark Mountains in Miami/Oklahoma, wurde vorwiegend mit den "Southern-fried" Klängen solcher Bands wie Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet und diverser Hardrock-Bands groß. Erst als ihm ein Exemplar von Willie Nelson's "Red headed stranger"-Album in die Hände viel, entdeckte er seine verstäkte Liebe zur Countrymusic. Dennoch sah es zunächst alles andere als nach einer Musikerkarriere aus. Anderson, auch sportlich überaus talentiert, wurde in jungen Jahren zu einem gefeierten College Baseball Star, doch eine Schulterverletzung verhinderte eine große Karriere. Dann schlug er sich zunächst als Bodybuilder durch (er war wohl auch mal "Mr.Oklahoma"), arbeitete als Model, hielt sich mit "day-jobs" über Wasser, bis er sich schließlich seines musikalischen Talents besann und nach Nashville zog, um dort Fuß zu fassen. Das gelang ihm dann sehr schnell. Besonders der dort unter den Songwritern sehr etablierte George Ducas verhalf ihm zu den richtigen Kontakten. Heute zählt Anderson selbst zu den angesagtesten Songwritern Nashville's, der bereits Riesen-Hits für u.a.Garth Brooks & George Jones, Gretchen Wilson oder auch Big & Rich mitkomponierte, wie auch zu den talentiertesten Performern der neuen, jingen Country-Generation. "C'mon" beweist das sehr eindrucksvoll! "Volles Rohr" wird das Album mit dem großartigen Titelsong eröffnet. Sollte irgendjemand einmal annehmen, AC/DC würden einen Countrysong aufnehmen, dann ist "C'mon" genau dieses Stück! Rockt "wie die Sau", doch zeigt zu jedem Moment deutlich seine Countryroots! Eine tolle Synthese aus krachenden Rock-Riffs und "purem Countryblut"! Bleibt prächtig hängen, hat eine klasse Melodie, lebt von powerndem Gesang, fetten E-Gitarren und einem treibenden Groove. Bärenstarker "young and wild" Nashville-Country "at his very best"! Weiter geht's mit dem nicht minder starken "Break my heart", einer tollen, wieder sehr "saftigen" New Country-Nummer (nicht ganz so hart wie der Opener, aber dennoch sehr knackig), die auch vorzüglich in das Repertoire von Montgomery Gentry passen würde. Klasse hier die lässigen "Talk Box-Guitar"-Elemente zu Beginn, die schöne Orgel-Untermalung und die großartigen, southern-angehauchten Twin Lead-Gitarren. The Kentucky Headhunters, die Georgia Satellites und Van Zant hinterlassen ihre Spuren bei dem tollen, bestens zum Abtanzen (auch für Linedancer) geeigneten Outlaw-/Southern-, honky-tonkin' Redneck-/Roadhouse-Countryrocker "Somebody needs a bug". Die Nummer ist bestens garniert mit herrlichen, fetten Double-Leads, den obligatorischen, weiblichen Background-Gesängen, jeder Menge ausgelassener "Beer and Whiskey-drinkin'" Party-Stimmung und einem tollen Southern-Spirit. Neben den fulminanten, rockin' Country-Fetzern enthält das Werk aber auch ein paar astreine, ganz hervorragend in Szene gesetzte Balladen, bei denen Anderson eindrucksvoll belegt, wie gekonnt und ausstrahlungsstark er sich auch auf diesem Terrain bewegt. Sehr stark beispielsweise die ungemein kraftvolle Power-Ballade "Closest I've ever been" mit ihren gelungenen Wechseln zwischen zurückhaltend vorgetragenen Strophen und dem wunderbaren, satt instrumentierten Refrain, oder auch die toll ins Ohr gehende, ebenfalls recht kräftige "Modern Country"-Ballade "I still miss you" mit ihren schönen Gitarren und den feinen Piano-Tupfern. Ist bereits in den Toß 10 der Billboard Country Singles-Charts mit deutlicher Tendenz Richtung Nr.1. Zwei weitere Songs bedürfen einer besonderen Erwähnung: Erstens, das grandiose Remake des 20 Jahre alten Foster & Lloyd-Knallers "Crazy over you", für das Keith Anderson Radney Foster und Bill Lloyd zur Gesangsunterstützung erstmals wieder gemeinsam ins Studio holte und somit für eine kleine Foster & Lloyd-Reunion sorgte (kochende, massive E-Gitarren, glühende Slide, und eine pulsierende Rhythmus-Sektion sorgen für ein gewaltiges "Country-Pfund"), und zweitens, Keith's eigene Interpretation des von ihm mitkomponierten, wunderschönen, lockeren "Lost in this moment", das kürzlich zum ersten Nr.1-Hit für Big & Rich avancierte. Bis auf besagtes "Crazy over you" wurden übrigens alle Songs von Anderson geschrieben, unterstützt von solch grandiosen Kollegen wie beispielsweise Bobby Pinson, David Lee Murphy, Bob DiPiero, Jason Sellers, Rivers Rutherford und Jeffrey Steele, der das Album auch fantastisch produzierte. Unter den Muskern, die alle zur 1A-Mannschaft Nashville's zählen, befinden sich u.a.: Pat Buchanan, Tom Bukovac, Troy Lancaster, Kenny Greenberg (alle E-Gitarre), Michael Rhodes, Glenn Worf (beide Bass), Steve Hinson (Steel), Greg Morrow (Drums), u.s.w.! Keith Anderson hat mit "C'mon" einen weiteren großen Schritt nach vorn gemacht! Ein Pracht-Album, das seiner Karriere einen weiteren, ordentlichen Schub bescheren sollte. "C'mon all of you cowboys and outlaws, rock the Country with Keith Anderson"! Jawohl! Und ob wir das tun...

Die Tracklist:

1 C'mon! - 3:34   
2 Break My Heart - 3:47   
3 Somebody Needs a Hug - 4:07   
4 She Could've Been Mine - 4:05   
5 Sunday Morning in America - 4:53   
6 I Still Miss You - 3:57   
7 Crazy Over You - 3:27   
8 I Ain't Hurtin' Nobody But Me - 3:25   
9 Adaliene - 3:47   
10 Lost in This Moment - 4:34   
11 Closest I've Ever Been - 3:45

Art-Nr.: 5869
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Atkins, Rodney - take a back road [2011]
Rodney Atkins geht konsequent seinen Weg weiter und wird damit immer wedolgreicher. So wurde das als Vorab-Single ausgekoppelte Titelstück seines nun vorliegenden, hervorragenden, neuen Albums, "Take a back road" zur "fastest rising single" seiner bisherigen Karriere und landete damit folgerichtig auf der Position 1 der Billboard Country Singles-Charts. Eine tolle, nicht mit puren Country-Traditionen geizende, schön rhythmische, melodische Country-/New Country-Nummer, die aber auch ungemein frisch, jung und mit einer gewissen "Coolness" vorgetragen wird. Das ist richtig klasse und trifft den aktuellen Nerv Nashville's zu hundert Prozent. Atkins erwähnt im Text dieses Stückes den Namen eines seiner großen Helden, George Strait, und deutet damit die Einflüsse seiner Musik an. Die gehen nämlich von solchen Traditionalisten wie Strait und George Jones bis hin zu den Southern Rock-Helden von Lynyrd Skynyrd. So verwundert es kaum, dass auch die bei einem Stück, sowohl textlich als auch musikalisch, ihre Erwähnung finden. Bei "Tips" zitiert Atkins mit viel Inspiration Skynyrd's "Gimme three steps". Ansonsten liefert Atkins während des gesamten Albums eine klasse Leistung ab und serviert den Countryfans allerbeste, voller Hitpotential steckende Country-/New Country-Kost, die keinerlei Schwachstellen aufweist. Zumeist kommt das, auch bei den Balladen, sehr knackig und kraftvoll rüber, mit kernigen E-Gitarren, aber auch mit Banjo, Steel, Mandoline, Fiddle und allem was dazu gehört. Er befindet sich mit seiner Musik ganz klar im Fahrwasser solcher Kollegen wie beispielsweise Trace Adkins, Toby Keith, Blake Shelton, Jake Owen & Co.! Als Bonustrack enthält das Album übrigens auch Atkins' vorletzte Nummer 1, das exzellente "Farmer's daughter". Diese Nummer gab es bislang nur auf der raren "Cracker Barrel"-Spezialausgabe von zweien seiner früheren Alben. Fazit: Eine großartige Scheibe eines "real Tennessee Countryboys"!

Das komplette Tracklisting:

1. Take A Back Road - 3:29
2. He's Mine - 3:11
3. Family - 3:23
4. The Corner - 3:39
5. She's A Girl - 3:22
6. She'd Rather Fight - 3:07
7. Feet - 3:33
8. Cabin In The Woods - 3:48
9. Just Wanna Rock N' Roll - 3:55
10. Growing Up Like That - 4:00
11. Tips - 3:43
12. Lifelines - 3:28
13. Farmer's Daughter [Bonus Track] - 3:27

Art-Nr.: 7576
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

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Atlanta Rhythm Section - anthology - greatest & latest [2007]
Da werden die vielen Anhänger der kultigen Southern Rocker hellhörig: Jawohl, die Atlanta Rhythm Section meldet sich zurück, und zwar mit einem neuen Album. Am Start ist die aktuelle Besetzung der Band um den neuen Sänger Andy Anderson, den eingefleischte Kenner allerdings bereits seit den Neunzigern kennen dürften, denn schon damals tauchte er immer wieder mal im Line-Up der Truppe auf. Der Albumtitel "Anthology - Latest & greatest" dürfte zunächst für etwas Irritation sorgen, da er natürlich ein weiters "Greatest hits"-Album suggestiert, doch das ist es nicht. Was ARS hier vorlegen, ist ein reines Cover-Album, das etwa zur einen Hälfte aus vollkommen neu eingespieltem, alten ARS-Songs besteht, zur anderen aus ihren Versionen bekannter Klassiker diverser, seelenverwandter Rock-Größen. Zum einen werden mit "So Into You", "Spooky", "I’m Not Gonna Let It Bother Me Tonight", "The Ballad Of Louis Malone" und dem gelungenen "Sleep With One Eye Open" (ein Song , der bislang nie veröffentlicht wurde, mit rootsig-psychedelischem, aber typisch, melodischem ARS-Flair) einige markante Tracks/-Hits aus vergangenen Zeiten aufpoöiert. Die Besetzung mit Dean Daughtry (Keyboards, Drums) als einzigem Original-Mitglied, dem bereits erwähnten Ronnie Hammond-Ersatz Andy Anderson (Vocals) und David Anderson (Guitars, Bass, Drums) erscheint zwar recht minimalistisch, der einzigartig anmutende Keyboard- und Gitarren-lastige, typische ARS-Sound wurde aber sehr authentisch (vor allem Barry Bailey’s damaliges Les Paul-Spiel wird von David Anderson sehr gut weiterentwickelt) und durchaus zeitgemäß klingend eingefangen. Klasse besonders das relaxt groovende "Spooky" mit gleich drei eingebundenen, fetten E-Gitarren-Passagen. Zum anderen hat die Band ein paar hochkarätige Rock-Klassiker (u. a. "Hold On Loosely" von 38 Special, "The Boys Are Back In Town" von Thin Lizzy, "Love Hurts", vor allem bekannt durch Nazareth, oder auch "Help Is On The Way" der australischen Little River Band) eingespielt und versucht, diesen Songs eigenen Stempel aufzudrücken, was ihr prima gelingt. Stark auch die Fassungen von weiteren Stücken wie Lynyrd Skynyrd's/J.J.Cale's "Call Me The Breeze" in einer ordentlich abgehenden Version mit tollem Gitarren-Drive, die sich durchaus mit der Skynyrd'schen messen kann, dem Bachman Turner Overdrive-Klassiker "Takin’ Care Of Business", der Anderson’s rauem Stimmorgan mit seinem Blues-Rock-Ambiente sehr entgegenkommt, oder das furios dargebotene ZZ-Top-Mini-Medley "Sharp Dressed Man“/“Gimme All Your Lovin’", das durch Daughtry’s klasse Orgel- und Honkytonk-Piano-Spiel zusätzlich aufgepeppt wird. Am Ende gibt es als Bonus noch zwei Live-Tracks ("Imaginary Lover" und "Champagne Jam"), eingespielt in der aktuellen Live-besetzung (Dean Daughtry, Steve Stone, Andy Anderson, Justin Seeker, Jim Keeling, Alan Accardi) mit bewährter Routine und in gewohnter Atlanta Rhythm Section-Qualität. Vielleicht wäre ein Album mit komplett neuem Material wünschenswerter gewesen, aber immerhin: Einfach schön mal wieder etwas „Neues“ von den Burschen zu hören! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4959
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Bishop Black - same [2009]
Mit großer Freude erleben wir im Moment so etwas wie eine kleine Renaissance des Southern Rocks. Und es sind nicht die großen und arrivierten Bands des Genres, die sich dabei hervortun, sondern eher Formationen, die bisher aufgrund ihrer noch jungen Vergangenheit eher weniger in Erscheinung traten (Rebel Pride, Blackberry Smoke), mittlerweile dank bärenstarker Veröffentlichungen dafür umso gewaltiger, oder aber richtige Newcomer wie zuletzt beispielsweise The Last Straw, die Holman Autry Band, Silver Travis und Preacher Stone, die unmittelbar mit furiosen Debütalben von sich Reden machen. Zu letztgenannter Sorte ist auch das junge, aus Alabama stammende, seit 2007 bestehende, hervorragende Quintett Bishop Black (benannt nach der schwarzen Schachfigur) zu zählen, deren prächtiges, gleichnamiges erstes Album ebenfalls als überaus eindrucksvolles Indiz für die wunderbare neue Frische und das neue Leben der Southern Rock-Szene gewertet werden muß. Ist das herrlich, wenn sich solch hoch talentierte junge Bands dieser Musik verschreiben und darin ihre Roots ausleben. Keine Frage, die Rockmusik des Südens lebt. Bishop Black spielen einen sehr gefällgen, schön "saftigen" Southern Rock mit einem Hauch von Countryrock und Blues, kraftvoll, mit Biss, aber auch voller toller, sich unwiderstehlich in die Gehörgänge grabender Melodien (geht teilweise runter wie Öl), eingebettet in einen klasse Gitarrensound. Nicht nur die Southern Rock-Freunde werden ihre helle Freude haben, auch die "Red Dirt"-Gemeinde kann jubeln. Denn zwischen Lynyrd Skynyrd, Blackberry Smoke und Cross Canadian Ragweed tummelt sich genüsslich die Musik von Bishop Black, wie gesagt, auch mal mit einem leichten Blues-, Soul,- und/oder Funk-Touch. Das Teil ist sehr knackig und fett produziert worden von Steve Lowery, und zwar in den Birdland Studios von Muscle Shoals, Alabama (da klingelt’s doch direkt in den Ohren eines jeden Southern-Fans). Und kein geringeres Blatt als das legendäre "Rolling Stone Magazine" resümierte schlicht und ergreifend über das erste Album: "Bishop Black is the return of of the Muscle Shoals Sound". Na wenn das mal nicht gewaltige Vorschusslorbeeren sind! Und in der Tat knüpfen Bishop Black (bestehend aus Jeremy Braswell - Vocals, Harmonica; Preston Grammer - Guitar, Vocals; Pat Sowell - Guitar, Bass, Vocals; Cory Sowell - Bass und Steve White - Drums) da an, wo Lynyrd Skynyrd einst den Grundstein für ihre spätere Popularität legten. Der saustarke Opener "Long Road To Bama" enthält somit auch deutliche Bezüge und musikalische Parallelen zu Skynyrds größtem Hit "Sweet Home Alabama", ist aber längst nicht so trivial abgekupfert, wie es Kid Rock vor kurzem mit seinem "All Summer Long" (allerdings mit großem Erfolg) praktizierte. Nein, dieser Song steckt darüber hinaus voller frischem Wind und eigenenr Identität. Er groovt melodisch, fett und swampig, mit einem leicht differenzierten Ableger des legendären Ed-King-Riff und einer zusätzlichen, glühenden Slidegitarre (inkl. Solo), unterlegt von feinen Orgelklängen. Für die zeigt sich (ähnlich wie Chuck Leavell bei der Holman Autry Band) Tastenlegende Clayton Ivey (u.a. Wilson Pickett, Diana Ross, Rod Stewart, Bob Seger, Lionel Ritchie, Brooks & Dunn, Aretha Franklin, Roy Orbison) als einziger Gastmusiker verantwortlich, der sich mittels Piano, B3-Organ und Wurlitzer immer wieder gekonnt einbringt. Das folgende "Lawyers, Guns & Money" (Warren Zevon) ist eine von zwei Coverversionen (dazu kommt noch das funkig-bluesig stampfende "Mississippi" - mit schön quäkiger Bluesharp, aus der Feder von Mofro-Kopf JJ Grey - einer Soul/Funk/R&B/Blues/Southern Rock Band aus Florida). welche als ein ungemein frisches, fettes, modernes Update des alten Zevon-Origimals daher kommt, mit einen sehr viel Rhythmik und Dynamik. Einfach großartig! Bei dem starken "Long Way" geht es ebenfalls mit viel Southern-Drive nach vorn. Lynyrd Skynyrd meets The Black Crowes zu ihren "Shake Your Moneymaker"-Tagen. Rockige Gitarren, aggressiver Gesang, Harp-Fills, Orgel-"Gurgeln", satter Groove, klasse E-Gitarren-Solo, Herz was willst du mehr? Überhaupt ist bei Bishop Black gerade die Rhythmusfraktion ein echtes Highlight, die immer wieder für eine fett groovende Untermalung sorgt, besonders Steve White erzeugt mit seinen deftig polternden Schlagzeugeinlagen sehr viel musikalisches Volumen. Ganz besonders atmosphärisch gelungen ist das von Preston Grammer besungene "Shine On", das ganz dezent an "Green Grass & High Tides" von den Outlaws erinnert, allerdings etwas bluesiger dargeboten und ohne die schnellen Passagen und die abschliessende Gitarrenschlacht. Allerdings gibt's auch hier sehr wohl ein exzellentes E-Gitarren-Solo voller meoldischem Southern-Spirit. "Run To Tennesse" (herrliches Tucker-mäßiges Twinspiel am Ende) und "Southern Hospitality" (mit einem Hauch von "Red Dirt", Richtung Cross Canadian Ragweed) bestechen vor allem durch die geschickten Tempovariationen zwischen Strophen und Refrain, wobei auch die Harmoniegesänge von Braswell, Grammer und Pat Sowell nicht von schlechten Eltern sind. Beide Stücke sind southern-typisch gitarrenbetont, bekommen aber durch Braswells filigrane Harpeinlagen ein weiteres Markenzeichen. Balladesk und sehr melodisch geht es bei "Down Again" zu, stark hier das tolle Les Paul-E-Gitarren-Solo. Bei "Brother Locklayer" bieten Bishop Black nochmal deftige Kost im Stile der Allman Brothers oder, zumindestens in Ansätzen, Gov’t Mule. Wieder stehen ein fetter Groove, klasse Gitarren, Orgel und Harp im Mittelpunkt, dazu kommt ein swampig,bluesig, funkiger Touch. Das abschließende "Time" fällt etwas aus dem Rahmen, was aber keineswegs negativ gemeint ist. Vornehmlich mit einer Akustikgitarre begleitet, erinnert es ein wenig an "The Seasons" vom einst erst nach dem Skynyrd-Flugzeugabsturz veröffentlichten Erstwerk "The First... And The Last". Wenn jetzt an dieser Stelle noch eine Gitarrenhymne käme,... nicht auszudenken! Insgesamt ist Bishop Black mit ihrem Debüt ein großartiger Einstieg in die Southern-Szene gelungen. Diese junge Band verfügt offensichtlich über ein beachtliches, kreatives und musikalisches Potential. Damit wird man sich verdientermassen viel Respekt und Anerkennung in der Szene holen. Gratulation zu einer tollen Leistung! Wir freuen uns jetzt schon auf die weitere Entwicklung der Jungs... (Daniel Daus)

Die komplette Trackliste:

1 Long Road To Bama (3.33)
2 Lawyers, Guns & Money (3.25)
3 Long Way (4.28)
4 Shine On (5.30)
5 Run To Tennessee (3.36)
6 Southern Hospitality (4.06)
7 Down Again (4.13)
8 Mississippi (4.28)
9 Brother Locklayer (3.33)
10 Time (3.39)

Art-Nr.: 6513
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Long road to Bama
Long way
Shine on
Run to Tennessee
Southern hospitality
Brother Locklayer

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Bishop, Elvin - can't even do wrong right [2014]
Blueslegende Elvin Bishop, Gründungsmitglied er Original Paul Butterfield Blues Band, ,ot einem neuen, großartigen Album über das das berühmte "Guitar World"-Magazin schreibt: "Rousing, down-home, feel-good music with spunky rhythms and razor-sharp slide. Bishop's a superb guitarist of great strength and skill - a rockin' good time". Viele Experten bezeichnen "Can't even do wrong right" gar als eines der besten Alben seiner Karriere.

Hier die Original-Produktbeschreibung:

Legendary blues guitarist/songwriter/vocalist Elvin Bishop returns to Alligator Records with CAN'T EVEN DO WRONG RIGHT. With his ''so-loose-they're-tight'' road band behind him, along with friends Charlie Musselwhite and Mickey Thomas, Bishop has created one of the best albums of his career. CAN'T EVEN DO WRONG RIGHT finds Bishop playing, writing and singing some of the most spirited and distinctive blues and roots music today. The CD proves that Bishop is as vital and creative an artist now as he was when he first hit the national scene in 1965 with The Paul Butterfield Blues Band. He is as slyly good-humored and instantly crowd-pleasing as he was when he was scoring Southern rock-styled hits during the 1970s. For five decades, he has never stopped touring or releasing instantly recognizable music featuring his groundbreaking playing, easygoing vocals, witty lyrics and good-time humor.
CAN'T EVEN DO WRONG RIGHT, with hilariously spot-on cover art by musician/artist Paul Thorn, finds Bishop firing on all cylinders and having fun while doing it. With this album, Bishop has created another highlight in a career that covers fifty years and over 20 albums. Five of the songs are Bishop originals, including ''Let Your Woman Have Her Way,'' on which Bishop's friend Mickey Thomas sings lead (this is the first time Thomas, the ex-Jefferson Starship singer, has recorded with Bishop since he provided vocals on Bishop's classic hit ''Fooled Around And Fell In Love''). An outstanding instrumental version of Jimmy Reed's ''Honest I Do'' harkens back to Elvin's childhood: this was the very first blues song he heard coming from Nashville's WLAC, the late night 50,000 watt powerhouse R&B radio station, beaming all the way to his Oklahoma home. In the 1950s in Oklahoma, everything was racially separated except the radio (''They couldn't segregate the airwaves,'' Bishop recalls). With the addition of his Grammy Award-winning pal Charlie Musselwhite on harmonica on ''Old School'' and ''No More Doggin ,'' CAN'T EVEN DO WRONG RIGHT hits its target at every turn.
As Bishop continues to tour and release new music, his stature continues to grow. Through the years his music has appeared in film and television, including the 1997 use of She Puts Me In The Mood (from his Alligator album Big Fun) in Quentin Tarantino's Jackie Brown. In 2005 he performed on the internationally televised Grammy Awards broadcast alongside Keith Urban, Tim McGraw, Gretchen Wilson, Lynyrd Skynyrd and Allman Brothers' guitarist Dickey Betts. He recently appeared in the documentary Born In Chicago. In 2012 and 2013 he was nominated for inclusion into the Rock And Roll Hall Of Fame as a member of The Paul Butterfield Blues Band.
Now, with CAN'T EVEN DO WRONG RIGHT, Bishop again is ready to share his happy-go-lucky vibe with his fans around the world. His triple-threat guitar/vocal/songwriting talent, along with his ability to deliver a rollicking good time wherever he goes, assures his not-to-be-missed live performances are consistently packed to the gills with cheering fans. The Chicago Tribune says Bishop plays ''good-time music guaranteed to put a smile on your face...serious playing, potent slide guitar and razor-sharp licks.''

Das komplette Tracklisting:

1. Can't Even Do Wrong Right - 3:46
2. Blues With A Feeling - 4:15
3. Old School - 3:59
4. Let Your Woman Have Her Way - 4:56
5. No More Doggin' - 4:20
6. Everybody's In The Same Boat 4:11
7. Dancin' - 3:11
8. Honest I Do - 3:46
9. Bo Weevil - 3:41
10. Hey-Ba-Ba-Re-Bop - 3:35

Art-Nr.: 8647
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Black Stone Cherry - same [2006]
Yeah! Auch das ist der Süden! "Turn it loud"! Anschnallen - genießen! Mit, im wahrsten Sinne des Wortes, voller Wucht blasen Black Stone Cherry, ein Haufen langhaariger, blutjunger Rotzlöffel (zwischen 20 und 23 Jahren alt) aus dem kleinen Städtchen Edmonton in South Central Kentucky (auch Heimat der Kentucky Headhunters, was aber nicht die einzige Gemeinsamkeit ist - dazu später mehr) zum massiven Angriff auf die Rock-Welt, und wer von ihren gewaltigen Gitarren-Attacken, den monströsen Riff-Salven und den knochenharten Rhythmen getroffen wird, bleibt nicht etwa benommen liegen, sondern findet sich in einem geradezu aufputschenden, die Sinne "alkoholisierenden", lauten Rock'n Roll-Rausch wieder, der das pure Adrenalin freisetzt! Was für Glücksgefühle! Sie selbst nennen ihre Musik schlicht "Southern Rock for a modern audience", was es sicher irgendwie trifft, aber einer doch weitreichenderen Speziifizierung bedarf. Vor allen Dingen sind die Vier hart! Angesiedelt irgendwo zwischen Metal und Southern Rock liegen ihre Roots sowohl im Retro-Sound der Siebziger, als auch in neuzeitlicheren Gefilden der Post-Grunge-Ära! Da hinterlassen Bands wie AC/DC, Led Zeppelin, Aerosmith, Metallica oder gar Godsmack und Alice In Chains ihre Spuren, genauso wie die Black Crowes und Lynyrd Skynyrd! Alles passt prächtig zusammen. Mit all diesen Einflüssen generieren Black Stone Cherry eine Musik, die irgendwie neu, und doch wieder klassich klingt, aber eben, und das beeindruckt sehr, mit eindeutiger Eigen-Identifikation! Ungeheuer variabel, und für einen solch jungen Haufen extrem abgebrüht, ausgereift und technisch versiert, nennen wir diese grandiose Power-Mucke einfach mal "American Hard Rock with a metal edge, but southern to the core"! Ja, das ist es! Die Band, alles, wie gesagt, verdammt starke Musiker, besteht aus den beiden großartigen Lead-Gitarristen Ben Wills und Chris Robertson, letzterer auch ein ganz hervorragender Sänger (Shouter), dem Bassisten Jon Lawhon, sowie dem brillanten Drummer John Fred Young! Und da haben wir sie wieder, die eingangs bereits erwähnte Verbindung zu den Kentucky Headhunters, denn John Fred ist der Sohnemann von KHH-Gitarrist und Gründungsmitglied Richard Young, der zudem das Album co-produzierte! Die Truppe spielt mit unbändiger Kraft und entwickelt einen gewaltigen Druck! Donnernde, manchmal wie ein Maschinengewehr-Feuer hernieder prasselnde Riffs treffen auf mitreißende, glühende und kochende, voll im Southern Rock verwurzelte, massive, regelrecht stürmische Lead-Gitarrenläufe (teilweise großartige Double-Leads) und perfekt strukturierte, bestens hängen bleibende Songs, die trotz der Härte nie auch nur ansatzweise zum Chaos tendieren, sondern deren Melodik ausgezeichnet gefällt! Eine sehr saubere, klare, knackige Produktion und, trotz der Lautstärke, ein wunderbar transparenter Klang begeistern auf der ganzen Linie! Mächtiger, klassischer Schwermetall-Rock, fast schon dramaturgisch arrangiert, donnert uns zu Start der Scheibe mit dem von unbändigen Power-Riffs und einer gewaltigen Schlagzeug-Kanonade gekennzeichneten, großartigen Opener "Rain wizard" entgegen, dessen mächtiges Gitarrengerüst einen sofort packt! Tolle Songstruktur, die klasse hängen bleibt! Ja, auch das Songwriting-Talent dieser "Jungspunde" ist einfach erstaunlich! Ohne Luft zu holen, geht es "volle Kanne" und mit salvenartigen Riffs weiter: "Backwoods gold" heißt die "Mördernummer", deren Starkstrom-Gitarren und Chris Robertson's prächtiger, ordentlich "röhrender" Gesang sich zu einer hervorragenden Melodie verschmelzen. Hier hört man sie richtig raus, ihre Herkunfts-bedingten Sounthern-Anlagen, ihre familiären Wurzeln, die sie, wie gesagt aber auch zu keiner Zeit leugnen, und die einen entscheidenden Indikator ihrer Musik darstellen. Tierisch, diese glühenden Gitarrenläufe! Und sie werden von Song zu Song stärker. Bis zum Ende, man glaubt es kaum, scheinen sie sich stetig zu steigern. Das zeigt, wie varaibel sie sind, welche Spannung sie bewahren, und bedeutet schlichtweg kenerlei Ausfälle auf der Scheibe! "Lonely train" ist ein Song, "that cuts to the bone": Riffige, "head-bangin'" Heavy-Boogie-Rhythmen, ein mächtiger Druck, und abermals eine prima hängen bleibende Melodik treffen auf voll satte Gitarrenläufe, die ein loderndes Southern-Feuer entflammen. Saustark! Der gelungene Tempowechsel in der Mitte mit einer kurzen, etwas langsameren Phase sorgt für zusätzliche Spannung, ehe die "Gitarren Riff-Hölle" wieder losbricht! Mit "Maybe someday" folgt ein traumhafter Hardrocker mit tollen Twin-Licks! Was für eine Power! Die Black Crowes treffen auf Led Zeppelin und Metallica treffen auf eine verschärfte Blackfoot/Hatchet-Ausgabe, alles in einem Song. Ein fulminantes, durchaus ins Ohr gehendes Feuerwerk - natürlich nicht unbdingt für Zartbesaitete! "When the weight comes down", im Anschluß daran, ist ein höllischer, voller Southern Rock-Feeling steckender, straighter Rock-Kracher, dessen parmenent mit vollem Volumen rockender Gitarren-Mantel und die kochenden Soli einem fast den Atem rauben. Wow, hat das Biß! So geht das stetig bis zum Ende weiter! Die Gitarristen rocken sich die Seele aus dem Leib, Frontmann Robertson singt und grölt "wie ein Großer" und Bassist und Drummer pumpen und "dreschen" sich in meisterhafter Manier in einen wahren Power-Rausch! Einen kleinen Gang zurück, ohne daß es jedoch allzu "leise" wird, schalten sie lediglich bei dem lockeren, balladesken Finalstück "Rollin' on", das allerdings eine absolute Hammer-Nummer darstellt: Eine wunderbare Melodie, herrliche Twin-Leads, gar ein dezenter Country-, dazu ein massiver Southern-Touch, glühende, flinke Gitarrensoli, viel "Saft" - all das demonstriert in beeindruckender Manier, wie eine junge, unverbrauchte, aber schon erstaunlich ausgereifte und variable, "wilde" Truppe namens Black Stone Cherry klassisch fundamentierten, im Süden verwurzelten, modernen, amerikansichen Gitarren Hard-Rock'n Roll zu spielen gedenkt - ehrlich, packend, laut, begeisternd! "This album captures the kinetic energy and force of the band's straight-ahead, in-your-face Rock & Roll and it is proof that the guys are true southern originals." Wie gesagt, die Scheibe ist 'ne Wucht!

Art-Nr.: 4333
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Lonely train
Maybe someday
When the weight comes down
Shapes of things
Violator girl
Rollin' on

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Blackberry Smoke - you hear georgia [2021]
Blackberry Smoke "on fire"! Die vielleicht beste Southern Rock Band unserer Zeit präsentiert mit "You hear Georgia", einer genauso liebevollen wie reflektierenden Hommage an ihren Heimatstaat Georgia, ihr neues Studioalbum - ein wahres Hammer-Teil! Charlie Starr und seine Freunde scheinen noch immer nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen zu sein, denn dieses Werk markiert erneut eine Steigerung zum Vorgänger. Ihr Potential scheint unerschöpflich zu sein. Mittlerweile auch in der Jamrock-Szene hoch anerkannt, präsentieren sich Blackberry Smoke mit ihrer Direktheit, Ehrlichkeit, Authentizität und musikalischen Klasse mittlerweile wie die einzig wahren, unangefochtenen Erben der goldenen Southern Rock-Ära zwischen Lynyrd Skynyrd, der Marshall Tucker Band, den Allman Brothers und allem, was dazwischen liegt. Dennoch klingen sie absolut eigenständig, wie eben nur Blackberry Smoke klingen. Wunderbar! Mitreißend! "Eigentlich" sind Blackberry Smoke mittlerweile zum Septett "mutiert", auch wenn Preston Holcomb (percussion) und Benji Shanks (guitar) noch als "special guests" aufgeführt werden. Doch die beiden sind, Holcomb mit seiner großartigen, den jammigen Sound wunderbar fördernden Percussionarbeit, und vor allem Benji Shanks mit seinem sehr präsenten, exzellenten Slidegitarrenspiel, bei jedem Stück dabei. Auch live sind die beiden zuletzt immer wieder mit an Bord. Erstklassig produziert hat das Werk übrigens der zur Zeit omnipräsente Dave Cobb (u. a. Jason Isbell and the 400 Unit, Chris Stapleton, Whiskey Myers, The Highwomen, Rival Sons, Marcus King Band, u.v.m.). Das Album beginnt mit dem sehr kraftvollen, brodelnden, riffig treibenden Southern Rocker "Live it down", geradezu ein Musterbeispiel für die Weiterentwicklung der Band in Richtung Jam Southern Rock der Marke The Allman Brothers Band / Gov't Mule. Das von einem prächtigen Groove (klasse Percussion, funky E-Piano) getragene, raue, dreckige Gitarrensolo, in seiner "freien", zwanglosen, spielfreudigen Spielweise, könnte die Band live bis zum Exzess ausdehnen. Mal sehen, vielleicht tun sie das ja auch. Ganz große Klasse! Es folgt das schwerblütige, erneut voller Power steckende Titelstück "You hear Georgia" - "pure classic Southern Rock" der ganz feinen Art. Massive Gitarren ziehen sich durch den Track, inkl. eines flammenden, erdigen Solos und mächtigen Slideguitar-Momenten. Dazu bleibt die Melodie bestens hängen. Es kocht gewaltig "down in Geogia". Jammig, ungemein groovy und schön swampig (toller Background Gesang von den Black Bettys) kommt das brodelnde "Hey Delilah", bei dem deutlich wird, dass auch Bands wie Little Feat oder The Band zu den Ispirationsquellen der "Blackberries" zählen. Benji Shanks steuert ein super Slide-Solo bei. Anschließend hören wir den knackigen, aber auch traumhaft melodischen, flüssigen, von herrlichen Gitarren (auch Slide) geprägten, ein wunderbar frisches Countryrock-Flair versprühenden Southern Rocker "Ain't the same", der den Fans für lange Zeit nicht mehr aus den Ohrmuscheln weichen dürfte. Es folgen zwei Nummern mit hochkarätigen Gästen/Duett Partnern: Zunächst die exzellente, erneut von prächtigen Gitarren (inkl. Pedal Steel) bestimmte, schön bluesige Southern-/Outlaw-Countryrock-Ballade "Lonesome for a livin'", mit Country Outlaw Jamey Johnson, gefolgt von dem sehr kraftvollen, jammigen, rauen, von Charlie Starr und Warren Haynes gemeinsam komponierten "All rise again", bei dem der Gov't Mule-Boss, sowohl mit einem tolle Slieguitar-Solo, als auch mit einer sehr starken Gesangseinlage glänzt. Bei dem von kernigen Riffs geprägten "Morningside" spielt die Band sogar ein wenig mit psychedelischen Einflüüsen. Auch das gelingt vorzüglich. Von vorn bis hinten zeigt "You hear Georgia" auf vielfältige und überaus ansprechende Art und Weise die ganze Faszination des Southern Rocks auf. Kaum eine andere Band der heutigen Zeit repräsentiert dies so eindrucksvoll und authentisch wie Blackberry Smoke. Sie sind und bleiben das Maß aller Dinge der aktuellen Southern Rock-Generation. Von dieser prächtigen Musik kann man einfach nicht genug bekommen...

Das komplette Tracklisting:

1. Live It Down - 4:06
2. You Hear Georgia - 4:05
3. Hey Delilah - 3:54
4. Ain't the Same - 4:20
5. Lonesome for a Livin' (feat. Jamey Johnson) - 4:28
6. All Rise Again (feat. Warren Haynes) - 4:13
7. Old Enough to Know -3:28
8. Morningside - 4:24
9. All over the Road - 3:48
10. Old Scarecrow - 3:36

Art-Nr.: 10320
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Live it down
You hear Georgia
Hey Delilah
Ain't the same
Lonesome for a livin'
All rise again
Morningside
Old scarecrow

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Blakeman, Shy - long distance man [2010]
5 lange Jahre nach dem vorzüglichen "The Southern Roots Revival" kommt der aus Wyoming stammende, schon vielerorts herumgekommene Shy Blakeman (lebte einige Jahre in Californien, dann in Kilgore/Texas und residiert aktuell in Nashville) endlich mit einem neuen Album, doch das Warten hat sich wahrlich gelohnt. "Long distance man" ist ein bravouröses Werk geworden, das den jungen Mann extrem gereift zeigt und von vorn bis hinten mit phantastischen Songs glänzt. Den Albumtitel des Vorgängers könnte man auch problemlos für das neue Album verwenden, denn er drückt klar und deutlich den Charakter und die Philosophie von Blakeman's großartiger Musik aus. Der Bursche hat irgendwie den Southern Rock im Blut - aber auch den Texas Outlaw-Country und den klassischen, Retro-Countryrock der goldenen Siebziger-Ära. Er möchte diesen "organic Texas Spirit" in seiner Musik zum Ausdruck bringen, ebenso wie "some L.A.-Countryrock-Roots" und vor allem auch einen "big taste of bluesy, swampy Southern Rock", sagt Blakemann. Und wie ihm das gelingt - einfach vorzüglich! Diese voller Seele und Würze steckende Mischung aus Roots-/Country- und Southern Rock mit ihrem Outlaw-Flair und "Renegade"-Charme übt auf den Zuhörer unmittelbar eine gewaltige Anziehungskraft aus, denn das Zeug bleibt nicht nur prächtig hängen, sondern wird auch, neben Blakeman's exzellentem Gesang, von einer Horde herausragender Musiker brillant in Szene gesetzt. Und schaut man mal auf das Line-Up der Instrumentalisten, wird noch einmal unmissverständlich klar in welche Richtung es hier geht: Marc Ford - Electric Guitar (ex-The Black Crowes), Audley Freed - Electric Guitar (ex-The Black Crowes, Cry Of Love), Doug Pettibone - Guitars, Dobro (u.a. Lucinda Williams), Kenny Vaughan - Electric Guitar (u.a. Rodney Crowell, Marty Stuart, Steve Earle), Jason Sutter - Drums, Ted Russell Kamp - Bass, Keyboards, Guitars, Trumpet, Akkordeon, Percussion (ex-Shooter Jennings' 357s), der das Werk auch hervorragend produzierte. Dem gesamten "Stab" gelingt eine einfach wunderbare, völlig natürliche Aufhebung der Grenzen zwischen staubiger Texas Roots-Musik, trockenem, klassischem Countryrock, Outlaw-Country und nahezu lupenreinem, oft schön swampigem Southern Rock! Inspirationen von Kollegen wie Waylon Jennings, Billy Joe Shaver, Poco, Wet Willie, The Black Crowes, The Charlie Daniels Band, The Allman Brothers Band und vor allem Lynyrd Skynyrd sind deutlich spürbar. Auch jüngere Veröffentlichungen, wie die der Brothers Of The Southland oder von Bo Bice passen recht gut ins Bild, wenngleich Blakeman's Musik doch noch ein deutlicheres Retro-Flair anhaftet. Das kommt einfach klasse! Tolle, erdige, Southern-fueled Lead-Gitarren und swampige, kernige Slide-Linien verzieren die Songs, ebenso wie die Klänge eines herrlichen, "verstaubten" Wurlitzer-Klaviers. Wie gesagt, wunderbar retro! Die Siebziger sind allgegenwärtig - und doch klingt alles sehr frisch und zeitgemäss. Los geht's mit dem großartigen, heissen, von einem tollen Waylon-Groove getragenen Outlaw-Countryrocker "Long distance man", dessen wunderbar funky wirkende, kurze Bläser-Fills der Nummer eine Menge Biss verpassen. Vollkommen locker, aber dennoch kraftvoll und dynamisch, kommt der anschliessende, schön flüssig dargebotene honky-tonkin' Roots-/Countryrocker "So many Honky Tonks" aus den Lautsprechern, dessen schönes, laues Southern-Feeling einem überaus geschmackvoll um die Nase weht. Es folgt eine phantastische Coverversion des alten Rusty Wier-Klassikers "Don't it make you wanna dance": Traumhafte Melodik, lockere, aber knackige Dynamik, wundervolles Slide-/Lap Steel-Spiel - ein Roots-/Countryrocker, wie er im sprichwörtlichen Buche steht. Hat erneut eine tiefe Southern-Seele. Klasse Piano-Geklimper! Ruhig, aber dennoch schwül, wird's bei "Dragob fly", einer prächtigen, semi-akustischen Roots-/Swamp-Nummer in einem klasse Banjo-/Acoustic Gitarren-/Akkordeon-/Slide-Gewand, der man, wüsste man es nicht besser, klar und deutlich eine Herkunft aus Louisiana bescheinigen würde. "Late night early morning" hat den Geist von The Band verinnerlicht, während Blakeman und seine Jungs in der Folge, zuunächst mit "Swamp water whiskey" und anschliessend mit "A quarter to three", zwei lupenreine, in vollster Blüte stehende, klassische Southern Rocker, die der besten Lynyrd Skynyrd-Ära entsprungen sein könnten, vom Stapel lassen. Der erste schön swampig mit feurig würzigen Riffs, dreckiger Lead Gitarre, starkem Wulitzer-Klavier im Hintergrund und weiblichem "soulful" Background-Gesang, der zweite mit einem charakteristischen Skynyrd-Groove, einem unterschwelligen Stones-Einschlag, heissen Bläser-Fills und einem brennenden, fetten E-Gitarren-Solo. Da kommt Freude auf! Danach wird die Power etwas runtergefahren. Die wunderschöne, ruhige, entspannte Country-/Americana-Ballade "Cannon ball" steht auf dem Programm. Fliesst mit ihren feinen Mandolinen- und Gitarren-Klängen, der hintergründigen Orgel-Untermalung, dem einsamen Dobro und dem sparsamen Percussion-Spiel locker, leicht und sehr natürlich in unsere Ohren. "Easy goin' woman" ist kerniger Texas Outlaw-/Roots-/Alternate Country an der Schnittstelle Waylon Jennings/Steve Earle und mit dem brodelnden, bluesigen, swampigen "Satin sheets" wird noch einmal mächtig gerockt (toller Groove, fiebrig glühendes Slide-Solo, dezenter Gospel-Touch). Es gibt auf diesem Album keinen Ausfall! Shy Blakeman und seine Mannschaft mit einem ungemein ambitionierten Werk! Retro-Country-/Roots-/Southern-Rock voller Herz und Seele! Wundervoll, wie Blakeman diese Musik in die heutige Zeit transportiert, wie er ihr, trotz aller Ursprünglichkeit, so viel Frische und Leben einhaucht, ohne auch nur einen Hauch an Authentizität einzubüssen. So muss man diese "Mugge" spielen! So lieben wir das! Das "Southern Roots Revival" des Shy Blakeman ist weiter auf dem Vormarsch...

Die komplette Tracklist:

1 Long Distance Man - 3:44   
2 So Many Honky Tonks - 2:46   
3 Don't It Make You Wanna Dance - 3:41   
4 Dragon Fly - 3:40   
5 Late Night Early Morning - 3:42   
6 Swamp Water Whiskey - 3:26   
7 A Quarter To Three - 3:59   
8 Cannon Ball - 3:30   
9 Old Folks Blues - 3:54   
10 Easy Goin' Woman - 3:13   
11 Livin' Proof - 3:49   
12 Satin Sheets - 3:43   
13 Save A Little Room - 4:45

Art-Nr.: 6939
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
So many Honky Tonks
Don't it make you wanna dance
Dragon fly
Swamp water whiskey
A quarter to three
Cannon ball
Easy goin' woman

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Blue Dogs - halos and good buys [2004]
Drittes Studioalbum (das erste seit 5 Jahren) der famosen Blue Dogs aus Charleston, South Carolina - und was für eines! Das Teil ist eine einzige Rootsrock-/Americana-Rock/Countryrock-Meisterleistung, die von vorn bis hinten begeistert! Mit der jahrelangen Erfahrung ausgedehnten Tourings im Rücken, bestechen die Fünf auch im Studio durch herausragende Musikalität und Instrumentenbeherrschung. Auf einzigartige Weise gelingt es ihnen den schmalen Grat zwischen dreckig trockener, klassischer Rock-Ursprünglichkeit, radiofreundlichen Hooks und wunderbaren Melodien immer beizubehalten, ja diesen musikalischen Balanceakt regelrecht zu referenzieren.
"The Blue Dogs never forget the importance of a catchy chorus and the bite of an electric guitar", heißt es dazu treffenderweise bei "All Music Guide". Ihr satter, Gitarren orientierter Rootsrock-/Americana-Sound steckt voller Raffinesse und Eingängigkeit zugleich. Zumeist von einer frischen Prise Countryrock durchzogen, bringen sie in ihre Songs aber sehr oft auch ein, wohl allein schon durch ihre Herkunft ganz natürlich bedingtes, ordentliches und authentisches Southernrock-Flavor ein, das den Songs ein unverkennbares, typisches South Carolina-Esprit verleiht. Irgendwie schaffen sie es einen Bogen von den Eagles bis zu Lynyrd Slynyrd, von der Pat McGee Band bis zu Little Feat oder Jupiter Coyote, von John Mellencamp bis zu Los Lobos oder von Radney Foster bis zu Pat Green zu spannen, ohne das dabei aber auch nur im Entferntesten der Gedanke aufkäme, sie würden diese Künstler "kopieren". Niemals! Die Blue Dogs klingen wie keine andere Band! Kraftvoll, rhythmisch, mit einem dezent rauen Charme, gleichzeitig glasklar und direkt, ausgesprochen melodisch und frisch! Der großartige Gesang von Bobby Houck wird von einer satten, Gitarren orientierten Instrumentierung unterlegt, zu deren vielschichtigen Akustik Gitarren und fetten E-Gitarren, sich auch immer wieder eine herzerfrischende, dynamisch gespielte Mandoline gesellt. Los geht es mit dem fantastischen Midtempo Roots-/No Depression-/Countryrocker "What's wrong with love songs", der in einem wunderbare knackigen, transparenten, vollen Gitarrensound aus den Boxen schallt. Toller Gesang und eine hinreoßende Melodie ziehen uns in ihren Bann. Verbreitet ein gewisses Eagles-like Westcoast Countryrock-Feeling, gleichzeitig aber auch ein herrliches Southernrock-Esprit. Ebenfalls voller Southern-Flair präsentieren sie sich bei dem folgenden, schön groovenden, rhythmischen "Wrong love at the right time". Gitarrist David Stewart läßt mit seinen großartigen feurigen, flinken und satten E-Gitarrenläufen gar Erinnerungen an Southernrock-Heroen, wie die Outlaws oder Lynyrd Skynyrd aufkommen. Die im Hintergrund agierende Mandoline paßt ebenfalls wunderbar dazu. Was für eine starke, southern-flavored Rootsrock-/Americana-Rock-Nummer! Wunderbar frisch und wieder schön grrovend ertönt das anschließende "Mr. Rain" in einer tollen Gitarren/Mandolinen-Kombination. Sehr knackig und rootsig, aber gleichzeitig auch locker, rocken sie bei dem flotten, großartigen "Half of my mistakes" los, übrigens einer von zwei Songs, die von Radney Foster mitkomponiert wurden. Herrliche Tempowechsel zwischen leicht mystisch balladesk und rhythmisch flott bilden den prächtigen Spannungsbogen bei dem excellenten "Four winds", während sie auf "Cosmic cowboy" eine knackige, rootsige Alternate Country-/Countryrock-Twang-Demonstration par excellence abliefern. So spielen sie sich voller Hingabe und Klasse in gut 50 Minuten durch 13 ausnahmslos starke Nummern, die im Rootsrock-/No Depression-/Americana-Rock-/Countryrock-Lager, vielleicht sogar auch bei dem ein oder anderen, fremden Genres nicht abgeneigten, Southernrock-Fan für Begeisterung sorgen werden. Abschließendes Urteil, kurz und bündig: Super! Produziert hat übrigens Don Gehman!

Art-Nr.: 2367
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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What's wrong with love songs
Wrong love at the right time
Four winds
Cosmic cowboy

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Braxton Bragg - same [2008]
In der Gegend von Portland/Oregon beheimatet, doch tief verwurzelt im Süden: Braxton Bragg haben sich dem "good 'ol Southern Rock" verschrieben, den sie voller Unbekümmertheit, mit herzerfrischender Lockerheit, viel Elan, Spielfreude und einer gesunden Portion Selbstvertrauen in die eigene musikalische Kompetenz präsentieren. Das macht richtig Laune! Braxton Bragg (Mark Elmer: Lead vocals, guitar - Billy McMullen: Lead guitar, vocals - Jeff Munn: Bass, vocals - Chris McMullen: Drums, vocals), da machen sie auch gar keinen Hehl draus, bedienen sich in ihrer Musik vieler durchaus vertrauter Trademarks der klassichen Southern Rock-Zunft (vor allem Lynyrd Skynyrd und The Outlaws), doch sie tun dies genauso professionell wie erfrischend und verpassen ihren Songs dadurch einen herrlich unbeschwerten, "jungen" Anstrich. Das hervorragende Songmaterial ist locker, flüssig und melodisch, verfügt dabei aber durchweg über die notwendige Würze. Die Arrangements werden bestimmt durch das exzellente Zusammenspiel der beiden Gitarristen, wobei Gastmusiker Ken Brewer mit vereinzelten, sehr effektiven Orgel- und Piano-Ergänzungen für zusätzliches Soundvolumen sorgt. Auffallend und markant aber ist die großartige Arbeit des Lead-Gitarristen Billy McMullen, der mit seinem quirligen, sehr fingerfertigen Spiel immer wieder an Hughie Thomasson von den Outlaws erinnert. Zahlreiche, flotte, sehr lockere, aber zündende, quick-lebendige, aus dem Handgelenk gespielte Soli verdeutlichen dies auf eindrucksvolle Art und Weise. Hervorragend beispielsweise das prächtige "Lonesome road" gespickt mit herrlichen Riffs und Licks, die in allerbester "Sweet home Alabama"-Tradition aus den Lautsprechern fließen, das mit einem klasse Countryrock-Touch versehene, "ILIKDILKIR" (lustiger Titel), das prächtig groovende, von bluesigen und funkigen Riffs getragene "Howl", der tierisch fette, gut abgehende Rock'n Roller "Sweaty things" mit seinen fulminanten Gitarrenläufen oder auch der gar einen gewissen "The Eagles goes South"-Touch aufweisende, lockere, aber knackige, 6-minütige Southern-/Countryrocker "Coal black heart" ("Already gone" lässt entfernt grüßen)! Neben den bereits erwähnten "Main-Einflüssen" von Lynyrd Skynyrd und den Outlaws gibt's natürlich auch Bezüge zu The Marshall Tucker Band (deren Country-orientiertere Titel), aus jüngeren Zeiten auch zu Hurry Sundown, wie auch mal zu den Rolling Stones oder gar John Fogerty! Dennoch klingen Braxton Bragg zu jeder Zeit "southern"! Sticht dem Betrachter der CD schon das "pikante" Frontcover des Albums direkt ins Auge, so klann sich ohne jeden Zweifel auch der musikalische Inhalt des Werkes "sehen", bzw. hören lassen: Schwungvoller, lockerer, von quick-lebendigen Gitarrenlinien bestimmter Southern Rock "with a fresh attitude"! Klasse!

Art-Nr.: 5656
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Lonesome road
ILIKDILIKIR
Never run and hide
Coal black heart
Howl
Sweaty things

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