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Andrews, Jessica - now [2003]
Prima neues Album der jungen Jessica Andrews, die von den Kritikern ja gerne, etwas leichtfertig, in die Country "Teenie"-Ecke "abgeschoben" wird, womit man ihr eine gewisse Bedeutungslosigkeit unterstellt. Doch man sollte sie nicht allzu schnell "abstempeln", denn mit "Now" macht Jessica einen großen Schritt nach vorn. Auch sie ist älter und vor allen Dingen reifer geworden, was in ihrer Musik deutlich rüberkommt. Natürlich ist das eine "junge" Art von Musik, natürlich sind die Titel überwiegend sehr poppig, doch der amtliche Schuß Country ist bei fast allen Songs ganz klar spürbar - und das erfeulicherweise auch bei den Texten. An der Schnittstelle von Faith Hill, Shania Twain und Jo Dee Messina liefert sie ein absolut gelungenes Mainstream Nashville Countrypop-Album ab, das voll und ganz im Trend der Zeit liegt. Dabei würde man sich wünschen, daß eine Faith Hill sich auf Ihrem doch recht zerfahrenen "Cry"-Album manchmal noch solcher Songs bedient hätte, wie sie Jessica auf "Now" abliefert. Einer dieser Titel ist beispielsweise die prächtige Powerballade "I bring it to you". Manchmal ist Jessica's Sound auch gar nicht so weit von dem einer Michelle Branch weg, wenn diese sich mehr dem Country zuwenden würde. Im übrigen ist das gesamte Album schön knackig und kräftig in Szene gesetzt, sowohl die Uptempo-Stücke, als auch die Balladen. Produziert ist das Werk von Byron Gallimore (Faith Hill, Tim McGraw, Jo Dee Messina...), der natürlich die gesamte Nashville-Elite im Studio versammelt hat. Michael Landau, Kenny Greenberg, Brent Mason, Pat Buchanan (Gitarre), Paul Franklin (Steel), Glenn Worf (Bass), Steve Nathan (Keyboards), Aubrie Haynie (Fiddle), Stuart Duncan (Mandoline), Lonnie Wolson (Drums) und und und...! "Now" enthält ein paar wirklich erstklassige Nummern, wie zum Beispiel die erste Single "There's more to me than you", eine fetzige, peppige. Gitarren getränkte Uptempo Country-Pop-Nummer, etwas angerockt, die einen lahmen Gaul richtig in Schwung bringen kann. Ähnlich sieht es mit dem ebenso melodischen und knackigen "Sunshine and love" aus, ein prima "Sunshine Countrypop"-Song mit feinem Gitarrendrive und einem klasse Rhythmus. Ein absoluter Hit ist auch die wunderbare New Country-Ballade "When Gentry plays guitar", deren großartiges Arrangement aus flüssigem Klavierspiel, schönen Acoustic Gitarren und Mandoline ein gewisses Singer/Songwriter-Flair ala Mark Cohn's "Walking in Memphis" nicht leugnen kann. Klasse auch die herrliche Countryballade "Cowboys guarantee", ein Liebeslied über "wild and free" Cowboys, die die Herzen junger Damen brechen, die man aber niemals zum Bleiben bewegen kann, oder das mit feiner Steel angereicherte "They are the roses", wie auch das satte "To love you once". Darüber hinaus ist das Album mit 16 Songs (Track 16 ist ein "Hidden Track", und zwar eine orchestrale Version des Eröffnungsstücks) und 66 Minuten Spielzeit doch ordentlich vollgepackt. Jessica Andrews hat eine tolle, kräftige Stimme und wird immer besser. Wir werden sicher noch viel von ihr hören. "Now" jedenfalls wird sie auf der Erfolgsleiter weiter emporklettern lassen.

Art-Nr.: 1866
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Bryna, Laura - trying to be me [2008]
Mit Laura Bryna betritt eine sehr interessante Persönlichkeit den New Country-Sektor in Nashville. Die fotogene, aus Mount Airy, Montana stammende Sängerin mit einem Faible für Kleidung des italienischen Modedesigners Roberto Cavalli, ist trotz einer schon immer bestehenden Leidenschaft für Countrymusik (sie ist von klein auf großer Patsy Cline-Fan) doch eher über Umwege im Genre gelandet. In ihrer Kindheit hatte sie zunächst zwei Schicksalschläge zu verkraften: Ihr Vater starb bei einem Autounfall und ihr Bruder musste im Alter von 13 Jahren aufgrund eines Gehirnaneurysmas sechs Monate im Koma verweilen. Seit dieser Zeit engagiert sie sich sehr stark für kranke Kinder in einer sogenannten "Make A Wish-Foundation", der auf diesem Album mit "Make A Wish" auch ein Song gewidmet ist. Über verschiedene Gesangsprojekte an der High School landete sie zudem in einer afrikanischen Gesanggruppe, die diverse US-Staaten bereiste, um Großstadt-Kindern Lebenserfahrungen zu vermitteln. Es folgte ein Kunststudium, sowie eine Anstellung beim Musical "Rasputin". Nach ihrer Promovierung gab sie sich dann ihrer eigentlichen Passion hin und zog nach Nashville. Auch dort schrieb sie sich sofort an der Bellmont Universität ein und hatte das Glück, ein Praktikum, sowohl bei Sony und als auch bei Dreamworks, absolvieren zu können. Dies verschaffte ihr die nötigen Kontakte, u.a. zu Clint Black, der sie für sein Equity Music Label verpflichtete und auch mit ihr zusammen durch die Konzerthallen des Landes tourt. Das zwölf Stücke umfassende Album ist ein typisches New Country-/Countrypop-/Contemporary Country-Einsteigerwerk für eine Künstlerin, der man für die Zukunft von Seiten des Labels einiges zutraut. Hier wurde an nichts gespart. Die Songwriter zählen zum "Who-Is-Who" der Szene (u.a. Liz Rose, Tony Mullins, Tony Martin, Mark Nesler, Aimee Mayo, Chris & Hillary Lindsey, Monty Powell und sogar interessante Musiker wie Keith Urban (!), Jennifer Hanson oder Sherrie Austin), und auch von den Musikern her wird mit exzellenten Leuten wie Ilya Toshinsky (von Bering Strait), Brent Mason, Greg Morrow, Eddie Bayers, Paul Leim, Jeff King, Larry Franklin, Mike Rojas und vielen anderen aufgewartet, die eigentlich so alles an Instrumenten einbringen, was sich im Genre großer Beliebtheit erfreut (Fiddle, Banjo, Mandoline, Dobro, Piano, etc.). Gewählt wurde wie eigentlich bei allen momentan angesagten Interpretinnen ein wohl dosierter Mix aus flotten, fröhlichen und radiotauglichen Uptempo-Nummern ("Life Is Good", "Mabye She Fell", "Out The Window", "According To The Radio" - mit coolem Urban-typischem Banjo-Rhythmus), satten, ausdrucksstarken Balladen im Stil der großen Nashville-Diven Marke Chely Wright, Martina McBride, Faith Hill oder einer poppigen LeAnn Rimes ("Room 228", "Make A Wish", "640 Battlefield Dr., "She Can’t Save Him", "Smoke From A Bridge You Burned") und einigen mehr traditionell trocken, teilweise bluesig dahin rockenden Countrynummern in Sphären zwischen Wynonna, Jo Dee Messina und Trick Pony, bei denen sich die hervorragenden E-Gitarristen wie Brent Mason oder Jeff King auszeichnen ("Set It On Fire", "Same Dog", "No Man’s Land"). Auffällig ist die vokale Bandbreite, mit der sich Laura den unterschiedlichen Stücken jeweils glänzend anpasst. Manchmal klingt sie rotzig frech wie eine Heidi Newfield (ex-Trick Pony), mal bölkt sie aggressiv grimmig im Stile einer Wynonna Judd, dann klingt sie plötzlich jungenhaft wie eine Jo Dee Messina/Carrie Underwood oder auch in den balladesken Momenten zart und gefühlvoll wie eine Chely Wright oder LeAnn Rimes. Man merkt sofort, dass man es mit einer fundiert ausgebildeten Sängerin zu tun hat. Die Produktion von Roger Sarchet ist zeitgemäß knackig und auch die Songs sind in einem sehr gut gewählten Verhältnis zueinander abgestimmt, so dass man von einem recht kurzweiligen Werk sprechen kann. Mit "Trying To Be Me" hat Laura Bryna eine erste vielversprechende "Duftmarke" in Nashville gesetzt. Man darf auf den weiteren Verlauf ihrer Karriere gespannt sein. Typischer, angesagter, moderner Damen-New Country mit Chart-Ambition! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5546
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Life is good
Room 228
Same dog
640 Battlefield Dr.
No man's land

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Erika Jo - same [2005]
Debütalbum der Gewinnerin der dritten "Nashville Star"-Staffel! Erika Jo Heriges (so der vollständige Name) ist die erste weibliche Siegerin des Contests (zuvor gewannen Buddy Jewell und George Canyon), doch als reiner Zufall kann dieser Erfolg der gerade mal 18 Lenze zählenden jungen Texanerin wohl kaum abgetan werden, wie ihre erste CD auch eindeutig beweist. Das Mädel war schon Jahre zuvor mit ihrem Vater und seiner Country Cover Band durch den Süden, Mittelwesten und den Osten der Staaten gereist und hatte fortwährend Gesangspraxis gesammelt. Die damit verbundene Lockerheit und Live-Erfahrung, aber auch eine gewisse Bodenständigkeit (sie wohnt auch nach dem grandiosen Erfolg weiter bei ihren Eltern), ein gewisses Maß an Vernunft ("Schule war immer Plan A, Musik Plan B"), und natürlich ihre kräftige, klare Stimme dürften den Ausschlag für die ihr entgegengebrachte Sympathie ihrer amerikanischen Mitbürger gegeben haben. Neben dem Gewinn eines Chevy Silverado Pickups hat Erika nun auch den von Kindheit an erträumten Platten-Deal (und zwar mit "Universal South") in der Tasche. Um den optimalen "Erika-Jo-Effekt" zu erzielen, tischte das Label erst mal dick auf und stellten der jungen Künstlerin folgrichtig bei ihrem Einstieg ein klangvolles und erfahrenes Team an Produzenten (Tim DuBois, Rick Giles, Steve Mandile und Tony Brown), Musikern (u. a. Eddie Bayers, Brent Mason, Paul Franklin, Steve Nathan, Aubrey Haynie) und Songwritern (u. a. Monty Criswell, Aimee Mayo, Tony Martin, Tom Shapiro, Mark Nesler, Katrina Elam) zur Seite.
Auffällig, wie zurückhaltend sich gerade die Instrumentalisten im Hintergrund bewegen, trotz Einstreuung vieler kleiner New Country-typischer Feinheiten. Man bietet dem Nashville-Sternchen die optimale Entfaltungsmöglichkeit für ihre vokale Stärke. Die Stücke sind ein bunter Mix aus flotteren Nummern und traditionelleren Sachen, sowie einigen balladesken Heartbreak-Songs. Die erste Single "I Break Things" ist eine Fiddle-getränkte Uptempo-Nummer mit knackiger Drum-Unterlegung und dezentem Honkytonk, sowie klasse E-Gitarren-Solo von Brent Mason. "Who You Are", "Strong Tonight" oder "Going ‘Til You’re Gone" haben alle poppig-rhythmischen Charakter und wurden mit gut aufeinander abgestimmten Harmony-Vocals aufgepeppt. Schön auch das mit einem bluesigem Piano, Mandolinen-Fills, Slide-Guitar-Solo und zarten Orgel-Tupfern bestückte "Good Day For Goodbye". "There Are No Accidents", "Go", "They Say Love Is Blind" oder das abschließende 70er-Stück "I’m Not Lisa" aus der Feder von Jessi Colter sind ganz auf Erika’s kräftigen Gesang zugeschnitten, die dann auch voluminös in den Refrains aus sich herausgeht. Alles in allem ein äußerst gelungener Start für so ein junges Mädchen wie Erika Jo, das sowohl Country-Ikonen wie Reba McEntire (übrigens ihr großes Vorbild) oder Dolly Parton, als auch modernen Interpretinnen wie Jo Dee Messina oder Jessica Andrews ihren Tribut zollt. Hier könnte durchaus eine zweite Lee Ann Rimes heranwachsen! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3371
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

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Hake, Kelli - stay a little longer [2001]
Man mag es kaum glauben, auch diese tolle Country-Sängerin hat keinen Major-Deal bei einer großen Plattenfirma, sondern vertreibt ihr zweites Album "Stay a little longer" in Eigenregie. Die Nashville-Bosse scheinen zu schlafen, denn Kelli hat alles um bei den ganz Großen mitzumischen. Aufgewachsen als eines von acht Geschwistern auf einer Farm in Tipton, Kansas lebt sie jetzt in Nashville, wo sie auch ihr aktuelles Album einspielte. Don Williams und Linda Ronstadt haben sie in ihre Jugend musikalisch am meisten geprägt, wie sie betont. Was sie nun abliefert, ist ein astreines New Country/Country/Country-Pop-Album voller Power und Dynamik! Frisch, kraftvoll, flott und mit viel Drive kommen ihre geradlinigen Songs aus den Lautsprechern. Kelli hat eine wunderbare, ausgesprochen klare und reine Stimme. Paßt prächtig in die Liga solcher Damen wie Suzy Bogguss, Mindy McCready, Sara Evans, Faith Hill (in früheren Tagen) und Jo Dee Messina! Und sie ist zweifelsfrei in der Lage mit diesen Größen mithalten zu können. Praktisch jeder der 11 Songs hat Top 20-Chartpotential! Natürlich sind die Songs poppig, doch es sind bei weitem keine überproduzierten, krampfhaft auf "modern" getrimmte, fast countryfreie Retortenstücke, wie sie leider in der heutigen Zeit so oft zu hören sind. Nein, das sind einfache, straighte, ins Ohr gehende, frohgelaunte, kernige, zumeist fetzige, gut abgehende und tanzbare Countrypop-Nummern, bei denen das Wort "Country" seine zentrale Bedeutung behält. Klasse gleich der melodische Opener, das Titelstück: Piano- und Gitarren-getränkter Uptempo-New Country/Country-Pop mit toller Melodie, angereichert mit wunderbaren Fiddle- und Steeguitar-Tupfern und einem satten E-Gitarrensolo im Break. So singt und spielt sie sich mit ihren Top-Begleitmusikern aus Nashville (u.a. Gen Duncan an der Fiddle und Mandoline, Troy Lancaster an der Gitarre und Tommy White an der Steel) mit viel Feuer durch ihr Programm. Prächtig auch das knackige, satte "Back on the farm", die starke Victoria Shaw-Nummer "Faithful" und das schnelle "Best of you". Lediglich von drei (absolut gelungenen) Ballsden werden die Power-Nummern unterbrochen, wie z. B. das wunderschöne Finalstück "Forever mi amor" voller herzergreifender spanisch-mexikanischer Romantik, inklusive einer sehr schönen Steel. Auch wenn's die Nashville-Bosse noch nicht gemerkt haben, Kelli Hake hat das Zeug die Charts aufzumischen. Vielleicht bekommt sie eines Tages den wohlverdienten Major-Deal, vielleicht hat sie eines Tages einen Nummer 1-Hit, wer weiß? Wir haben sie allerdings jetzt schon! Kelli Hake: Dynamisch! Frisch! Knackig! Klasse!

Art-Nr.: 1769
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Faithful
Back on the farm

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Lynae, Rachele - same [2014]
Frischer Girl-Power in Nashville! Die 26-jährige, aus Alaska stammende Rachele Lynae Wurm, kurz Rachele Lynae, wurde von Countryveteran Jimmy Murphy während ihres Studiums an der berühmten Belmont Universität (auch einstige Lehrherberge für mittlerweile prominente Musiker wie Trisha Yearwood, Josh Turner oder Brad Paisley) entdeckt, als sie in Honky Tonk-Clubs wie der Tootsie’s Orchid Lounge erste country-musikalische Gehversuche in eigener Sache unternahm. Jimmy Murphy ist der Vater von keiner geringeren Musikerin als der uns bestens bekannten Jamie O'Neal, unter deren Fittichen als Produzentin nun Rachele Lynae ihr nach ihr selbst benanntes Debütalbum veröffentlichte. Jamie O'Neal ist auf diesem Werk zudem als Co-Writerin bei vier Stücken stark vertreten. Sie war dann auch so etwas wie die Impulsgeberin für Racheles ersten Karrieresprung. Nachdem Rachele mit ihrem Debüt-Songclip zu "Party ‚Til The Cows Come Home", der immerhin vom Videoprofi Trey Fanjoy visuell toll in Szene gesetzt wurde, ziemlich viel Aufsehen erregt hatte, wurde sie 2012 von Jamie für den Song "Have Yourself A Merry Little Christmas" als Duettpartnerin eingeladen, was ihr prompt eine gewisse Aufmerksamkeit im angesagten Lifestyle People Magazin als Top-20 Nashville-Musikerin einbrachte. Und was soll man groß sagen? Sie hat mit ihrem nun endlich erschienenen Longplayer ein wirklich tolles Debüt hingelegt. Ja, diese Rachele Lynae rockt! Man merkt deutlich, dass dieses hübsche Mädel hungrig auf Erfolg ist und natürlich auch ihre musikalischen Hausaufgaben gemacht hat. Alle 12 Tracks stammen, unter Assistenz diverser Mitschreiber, aus ihrer Feder. Murphy sorgte zudem für einen Plattendeal mit der Monument Label Group, die der jungen Musikerin ein Top-Ensemble an bekannten Studio-Musikern (u.a. Adam Shoenveld, Kurt Allison,, Biff Watson, Joanathan Yudkin, Charlie Worsham, Tony Harrell, Scotty Sanders, Randy Kohrs, Ilya Toshinsky, Tully Kennedy, Nick Buda, Eric Darken) unterstützend zur Seite stellte. Und besagte Musiker legten sich (deutlich spürbar) mächtig für die aufstrebende Künstlerin ins Zeug. Angenehm hier besonders, dass man auf pompöse Mainstreameffekte komplett verzichtet hat und sämtliche Songs sehr "organisch" umgesetzt wurden. So sind die countrytypischen Saiten-Instrumente wie Banjo, Dobro, Mandoline, Fiddle, Steel Akusik- und E-Gitarre omnipräsent und werden nicht von Drumloops, wummernden Bässen oder Keyboardteppichen vor sich hingetrieben. Auch so gelingt Lynae eine ansprechende, durchaus moderne Mischung aus rockigen Countryfegern mit Redneckattitüden (oft im Stile eines weiblichen Pendants zu Chris Cagle - "Words In Red", "Party Til The Cows Come Home", "Fishin’ For Something", "Two For One Special", die allesamt unterschwellig so ein wenig Flair in Richtung seiner Hits wie "Country By The Grace Of God" oder "The Chicks Dig It" verströmen; dazu das leicht Big & Rich umwehte "Out On The Floor"), melodischen, sehr knackigen Midtempotracks wie "Touch The Stars", "Sometimes You Fly" oder dem Gute Laune-Song "Sticky Summer Lovin’", sowie ein paar emotional anghauchten, recht schmalzfreien Balladen wie "Cigarette", dem melacholischen, wunderschönen, sehr traditionell verwurzelten "Clean" und dem fast kammermusikartig gespielten, großartigen "Done Is Done" (herrlich hier auch ihr elfenhafter Gesang im Bridge). Das ist einfach New Country vom Feinsten. Hier stimmt die Mixtur aus zweitgemässen, modernen Arrangements und klassischen, natürlichen Countryelementen einfach. Auch stimmlich weiß die zierliche Dame mit variablem Vokal-Repertoire zu überzeugen. Mal keift sie angriffslustig wie eine Gretchen Wilson oder eine Jo Dee Messina, näselt z. T. wie die einstige Countryqueen Shania Twain oder gibt sich verletzlich wie eine Chely Wright (so auch beim schönen Abschluss "Old Fashioned Love"). Das Mädel kann wirklich singen! Für die instrumentellen Highlights unter vielen zeichnet sich besonders Randy Kohrs verantwortlich, der hier mit eingen starken Dobroeinsätzen prägnant wahrnehmbar ist. Rachel Lynae legt insgesamt ein ganz ausgezeichnetes Debüt vor, das aber aus Gründen eines nicht vorhandenen Majorlabel-Deals wohl für die wichtigen Chartsbereiche kaum Relevanz finden wird. Im übrigen völlig zu Unrecht. Dafür bekommt man ein grundehrlich, unbekümmert und durchgehend hochwertig eingespieltes Album einer immens ehrgeizigen und höchst talentierten Singer/Songwriterin geboten, die beim Gespann Jimmy Murphy und Jamie O'Neal zur Zeit in sehr guten Händen ist. Man kann, was ihre Person und Entwicklung betrifft, nur hoffen, dass Qualität und ein "langer Atem" hier letzendlich den Weg zum Erfolg ebnen werden. Rachel Lynae - ein echter weiblicher Rohdiamant in Nashville und ein ganz heißer Geheimtipp zugleich. Alle Texte, Infos und nette Bilder von ihr sind im beigefügten Steckbooklet des Digipaks mitgeliefert. Viel Glück Rachele auf Deinem viel versprechenden Weg! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Touch the Stars - 2:48
2. Words in Red - 4:11
3. Cigarette - 3:21
4. Sometimes You Fly - 3:52
5. Party 'Til the Cows Come Home - 3:10
6. Fishin' for Something - 2:37
7. Clean - 3:51
8. Out on the Floor - 3:01
9. Sticky Summer Lovin' - 3:37
10. Done Is Done - 4:09
11. Two for One Special - 3:32
12. Old Fashioned Love - 3:36

Art-Nr.: 8667
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Touch the stars
Words in red
Sometimes you fly
Party 'til the cows come home
Fishin' for something
Clean
Sticky summer lovin'

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Malibu Storm - same [2004]
Hoch talentiertes, sehr vielversprechendes, junges, sowohl traditionell veranlagtes, als auch modernes, zeitgemäßes, Bluegrass-rooted Acoustic Country-Trio um die Zwillingsschwestern Dana Burke und Lauren Mills, sowie ihren Bruder Michael Alden! Aufgewachsen in Los Angeles, nahe dem Malibu Strand (daher der Name), haben sie schon sehr früh ihre Liebe zur Bluegrass- und Countrymusic entdeckt ("From the first time we heard the fiddle and Banjo together we were hooked on Country and Bluegrass", sagt Dana) und festgestellt, daß dies ihr Lebensinhalt ist. Sie sind alles andere als Retortenmusiker, tingeln schon seit Jahren in der Bluegrass-Szene zwischen Californien und Nashville durch die Lande und erzielten mit ihrem in Eigenregie veröffentlichten Debutalbum "Duality" von 1996 viel Aufmerksamkeit und durchaus einen Achtungserfolg auf lokaler Ebene. Jetzt hat sich Nashville's Produzenten-Ass Mark Bright (u.a. Rascal Flatts, Jo Dee Messina) ihrer angenommen, unter dessen Regie sie nun ihr großartiges neues Werk vorlegen! Wunderbarer, facettenreicher, bluegrassiger, zumeist recht knackig in Szene gesetzter Acoustic Country im Full-Band-Arrangement, sehr geschickt und zielsicher zwischen Traditon und Moderne hin und her balancierend, voller beeindruckend schöner Gesangsharmonien, irgendwo angesiedelt auf der Schiene zwischen Nickel Creek, Allison Krauss, den Larkins, Dixie Chicks und vermeintlich akustisch orientierter SheDaisy! Bis auf ein Instrumental (die fetzige Bluegrass-Nummer "Clover") und das entspannte "Light in your eyes (hier singt Michael), übernimmt Dana mit ihrer wundervollen, klaren, reinen, präzisen und kräftigen Stimme den Lead-Gesang! Darüber hinaus sind die 3 hervorragende Musiker, die ihre Instrumente beherrschen und auch auf dem Album keineswegs von Nashville's Studioelite ersetzt werden. Dana ist eine ausgezeichnete Banjo-Spielerin, Lauren bedient die Fiddle und Michael spielt den Bass! Unterstützt werden sie ansonsten von den hochkarätigen Musikern Rob Ickes (Dobro), Bryan Suttan (Acoustic Guitar), Adam Steffey (Mandolin) und Steve Brewster (Drums)! Nur ganz selten wird auch mal eine unaufdringliche E-Gitarre (Troy Lancaster) eingesetzt, ansonsten dominieren die erwähnten akustischen Instrumente in Verbindung mit Bass und Schlagzeug! Die gro0artige Songauswahl mit einigen prächtigen Coverversionen (z. B. ist die erste Single "Photograph" ein von wunderschönen Harmonien bestimmtes, erstklassioges, interessantes Remake eines Achtziger Jahre-Hits der Hardrocker von Def Leppard, dann erwecken sie den Allen Toussaint-Klassiker "Working in a coal mine" zu neuem Leben, und präsentieren eine knackig frische, mit dezenten E-Gitarren angereicherte Version von Radney Foster's Countryrocker "Hammer and nails"), und die herrlichen Melodien runden die ganze Angelegenheit schließlich zu einem vollends gelungenen Gesamtwerk ab. Weitere "Sahne"-Nummern sind das schön frische, entspannte, von einem tollen Dobro begleitete, sehr melodische Midtempo-Stück "The bird song", das rhythmische, knackige, etwas folkige Banjo- und Dobro-driven "I'd be with you", das temporeiche "Long way to fall", das traumhaft schöne, wie ein klares, unberührtes Bächlein dahin fließende, frische, entspannende, mit excellenter Fiddle, wunderbaren Acoustic Gitarren und feinstem Dobro instrumentierte, lockere "Give me a little more", wie auch das traditionelle, sehr schwungvolle und flotte, von einem froh gelaunten Rhythmus geprägte, gut tanzbare "Old hickory lake", das sehr beeindruckend das fröhliche Treiben während eines ausgelassenen Festes nach getaner Erntearbeit auf irgendeiner amerikanischen Farm zu symbolisieren scheint. Malibu Storm bedeuten eine höchst angenehme, wie musikalisch versierte Bereicherung für das Acoustic Country-Genre! Ein wunderbares Album!

Art-Nr.: 2669
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The bird song
Photograph
I'd be with you
Give me a little more
Old hickory lake

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McCann, Lila - complete [2001]
Drittes Album der hübschen jungen Dame, die, musikalisch durchaus etwas reifer als z.B. bei ihrem Debut vor 4 Jahren, als sie erst 16 war, prinzipiell dennoch da wieter macht, wo sie mit ihrem letzten Album aufhörte. Überwiegend knackige, moderne Uptemp/Midtempo Country-Pop Nummern, prädestiniert für Charterfolge, in der Tadition einer Jo Dee Messina oder Faith Hill, durchzogen mit einigen streichergetränkten Balladen, die ins Herz gehen. Stimmlich ist sie top und erinert in ihrer jugendlichen Art manchmal dezent an die junge Reba. Aktueller Radio-Stoff!

Art-Nr.: 1557
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,36

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Messina, Jo Dee - delicious surprise [2005]
Curb Records ist in der New Country-Szene eines der Label, die den meisten Aufwand für ihre unter Vertrag stehenden Performer betreibt. Um in den Genuß dieser Vergünstigungen zu kommen, muß in der Regel allerdings seitens des Künstlers im Vorfeld beständige und erfolgreiche Arbeit geleistet worden sein. Diese Attribute kann Jo Dee Messina mit gutem Gewissen für sich beanspruchen. Nach ihrem 2003 erschienen "Greatest-Hits"-Album, das sich monatelang, auch aufgrund vier toller neuer Bonustracks, in den Charts hielt, hat die Wartezeit nun ein Ende. Mit "Delicious Surprise" präsentiert der 34-jährige Rotschopf sein fünftes Werk. Und das ist wieder mal hervorragend gelungen! Sämtliche Songs sind der temperamentvollen, Energie geladenen Sängerin regelrecht auf den Leib geschrieben, wobei sie zu einem Drittel der Kompositionen selbst beigetragen hat. Wie anfangs erwähnt hat Curb Records frei nach dem Motto "Hier wird nicht gekleckert, hier wird geklotzt" ein sicher außergewöhnliches Budget für diese Produktion angesetzt. Die Reglerknöpfe übernahmen neben Jo Dee, wie sich bereits früher andeutete, klingende Namen wie Byron Gallimore, Tim McGraw und Mark Bright. Bei den Songwritern kann man sich an den allseits bekannten Hitgaranten wie u. a. Chris Farren, George Teren, Tom Shapiro, Joe Diffie, Anthony Smith, Mark Selby, Katrina Elam, Hillary Lindsey, Troy Verges oder Brett James erfreuen, in Sachen Musiker ist die lange Liste der erstklassigen Leute noch erheblich länger. Jede Position ist an den genretypischen Instrumenten mindestens zweifach besetzt. Zudem wurde noch ein aufwendiges, sehr professionelles Fotoshooting integriert, wobei das Faltplan-artige, neunseitige Cover, dass zudem alle wichtigen Infos enthält, auf der Rückseite zu einem Poster (Jo Dee in einer Flicken-Lederhose mit E-Gitarre, ein wirklich tolles Bild) aufgeklappt werden kann. Die männliche Klientel darf sich sogar freuen, Jo Dee auch mal bauchfrei betrachten (Backcover) zu können. Achja, und das wichtigste, die Musik paßt natürlich auch. Knackig, satter, moderner New Country-Pop, der voll im Safr steht! Jo Dee, wie man sie kennt und liebt! Schon der Opener "Not Going Down", eine äußerst frische, Energie geladene Nummer mit knackigen Drums, schönen Backgrounds und dezenten Orgeltönen, präsentiert die Messina wie eh und je. Man spürt förmlich, wie "heiß" sie auf dieses Album war - übrigens ihr "Ehrlichstes" laut eigener Aussage in den Credits. "Delicious Surprise (I Believe It)" hat, wie auch die erste Single "My Give A Damn’s Busted" versprüht sogar leichtes Southern-Flair. Beide Nummern rocken richtig klasse, mit kratzigen Fiddels, klasse Dobro-Passagen und dezentem, aber gutem E-Gitarrenspiel. Die genannte erste Single erinnert in Auszügen, bei zum Teil eingefügten Sprechpassagen, etwas an eine Shania Twain. Das Stück hat in den Billboard-Carts bereits Platz 5 erklommen, mit Pfeil nach oben, und das Album wird, da muß man kein Prophet sein, in Kürze nachziehen. Sehr schön auch die aus Jo Dee’s alleiniger Feder stammende, kraftvolle Ballade "It Gets Better", fernab jeden Kitsches, dank toller Instrumentierung mit Mandoline, Dobro und Steel-Gitarre.
Überhaupt sind diese ganzen erlesenen Instrumentaldarbietungen der Könner wie Brent Mason, Tom Bukovac, Bryan Sutton, Dan Dugmore, Faul Franklin oder Russ Pahl, u.s.w. neben dem temperamentvollen Gesang der Hauptakteurin das Salz in der Suppe. Die Produktion, sowie der Sound sind als überaus knackig und klar zu bewerten. Jo Dee Messina hat sich mit "Delicious Surprise" eindrucksvoll in Nashville zurückgemeldet. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3150
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Messina, Jo Dee - me [2014]
Jo Dee Messina, eine der erfolgreichsten New Country-Künstlerinnen der späten Neunziger und frühen 2000er ist zurück mit einem neuen Album - und zwar einem sehr starken. "Me" zeigt sie frei und unabhängig von den großen Record-Labels. Sie hat genaus das Album fertig gestellt, was sie und ihre Fans wollten. Herrliche New Country- Musik, knackig, peppig, schmissig und erstaunlich frisch! Vom Stil her war sie nie näher an ihren so großartigen ersten beiden Alben von 1996 und 1998, die solche großartigen Hits wie "Heads Carolina, Tails California", "You're Not in Kansas Anymore", "Bye Bye," "I'm Alright," und "Stand Beside Her" hervorbrachten, dran. Glückwunsch an Jo Dee Messina zu diesem glänzenden Werk

Das komplette Tracklisting:

1. Not Dead Yet - 3:00
2. Strong Shot of You - 3:03
3. Love On a Maybe - 3:42
4. Breakin' It Down - 3:46
5. Peace Sign - 3:23
6. Me - 3:43
7. Like a Kid Again - 3:51
8. A Woman's Rant - 3:33
9. Take It - 3:26
10. I'm Free - 3:35
11. He's Messed Up - 2:55
12. Say Goodbye To Superman - 4:28

Art-Nr.: 8496
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Not dead yet
Strong shot of you
Breakin' it down
Peace sign
Me
Like a kid again
A woman's rant

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Messina, Jo Dee - unmistakable love [2010]
7 Song-EP plus 2 Bonus-Tracks! Die temperamentvolle und für Ihre Energie-geladene Musik bekannte Country-Diva Jo Dee Messina ist wieder da! Doch der Weg zur Veröffentlichung Ihres ersten (Mini)Albums nach 5 Jahren war recht steinig. 2007 bereits veröffentlichte Messina eine Single mit dem Titel "Biker chick" von einem zu erwartenden Album mit dem Titel "Unmistakable". Die höchste Chart-Position, die erreicht wurde, war Platz 48 - zu wenig für die erfolgsgierige "Nash Vegas"-Industrie. Die Folge: Neun Wochen vor der geplanten Veröffentlichung wurde das Album erst einmal verschoben. So ging das immer weiter. 2008 folgte die nächste Single vom geplanten "Unmistakable"-Werk. Diesmal erreichte sie Platz 34 - wieder zu wenig für die Label-Bosse. Zwei weitere Versuche mit Singles ("Shine" - Anfang 2009 und "That's God" im Januar 2010) verfehlten die Charts gänzlich und floppten damit völlig. Das Album wurde in seiner ursprünglichen Form komplett gecancelt. Was nun aber zu guter Letzt "das Licht der Welt" erblickt hat, bzw. erblicken wird, ist eine "Unmistakable" Mini-Album (EP)-Trilogie, deren erster Teil mit dem Untertitel "Love" nun vorliegt. Im Sommer folgt mit "Drive" Teil 2 und im Herbst mit "Inspiration" Teil 3! Gut, dass das endlich geklappt hat, denn Jo Dee Messina knüpft nahtlos an ihre letzten Erfolge an. Völlig egal, ob die Singles zwischen 2007 und Januar 2010 für Nashville's Geldmaschine die nötigen Dollars eingespielt haben oder nicht - Messina's Musik kommt, und das ist gut so, im gewohnten Stil und ist, wie gehabt, klasse. Sie ist sich einfach treu geblieben, was man ihr wirklich hoch anrechnen muss. "Unmistakable Love" beschäftigt sich, dem Titel entsprechend, mit dem Thema Liebe. Viele kraftvolle Power-Balladen, in denen sie alles gibt, auch mal eine fetzigere Nummer und 2 großartige Acoustic Live-Bonustracks früherer Songs bescheren den Fans genau das, was sie von Jo Dee Messina hören wollen. Kraftvoll, emotional und voller Power vorgetragener Nashville Mainstream Country-Pop der Güteklasse A. Messina's Anhängerschaft darf sich jetzt schon auf den zweiten Teil "Drive" (mit weiteren 8 neuen Songs und zwei weiteren Acoustic Live-Tracks) freuen...

Die komplette Songliste:

1 Hard Life - 3:50   
2 Always Have, Always Will - 4:00   
3 Unmistakable - 3:57   
4 Welcome To The Rest Of My Life - 3:24   
5 Treat Me Like a Woman Today - 2:35   
6 I Think About Us - 4:06   
7 I'm Home - 3:47   
Bonus Tracks:
8 Because You Love Me [Live acoustic] - 4:19   
9 Stand Beside Me [Live acoustic] - 3:47

Art-Nr.: 6905
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 10,90

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Peck, Danielle - same [2006]
Danielle Peck, geboren in Jacksonville, N.C., aufgewachsen in Coshocton, Ohio bringt sicher alle Voraussetzungen mit, sich in der "Belle-Etage" der Nashville Damen-Riege zu behaupten. Sie stammt, wie es so oft ist, aus einer Familie, in der generationenübergreifend aktiv Countrymusic praktiziert und unterstützt wird, und hatte dementsprechend seit Kindestagen ehrgeizige Ambitionen in dieser Hinsicht weiterzukommen. Schon mit zehn Jahren fing sie an Songs zu komponieren. Es folgten der Kirchenchor, die ersten Band-Erfahrungen und Auftritte bei unzähligen Events im Umkreis ihrer heimatlichen Gefilde. Dazu ist sie mit einer starken, ausdrucks- und kraftvollen Stimme gesegnet, und, -das dürfte im Business wahrlich auch nicht von Nachteil sein-, sie sieht blendend aus! Es folgte, wie bei so vielen anderen talentierten Kolleginnen und Kollegen auch, der Gang nach Nashville. Gelegenheitsjobs am Tage, Songwriter-Aktivitäten zu später Stunde. Und wie der Zufall es so wollte, arbeitete Danielle in einem Restaurant, wo eine der Führungspersönlichkeiten des ehemaligen "DreamWorks"-Labels, Scott Borchetta, dinierte. Danielle wurde zu einem Spontan-Auftritt überredet und erhielt umgehend einen Platten-Deal, der allerdings erst jetzt, nachdem Borchetta sein eigenes
Label "Big Maschine Records" gegründet hatte, verwirklicht werden konnte. Herausgekommen ist ein klasse, durchweg äußerst professionell durchkonzipiertes, überaus vielversprechendes Debut! Von der Aufmachung (mehrfach gefalztes Blatt mit einigen schönen Abbildungen der Interpretin, mit allen Texten und Infos zu den beteiligten Musikern, das sich darüber hinaus zu einem DIN A3 Poster aufklappen lässt, welches auf der Rückseite ein tolles Riesenfoto von Danielle präsentiert) bis zur musikalischen Umsetzung (drei namhafte Produzenten sorgen für einen Top-Sound: Jeremy Stover, Tommy Lee James und Byron Gallimore; in der Szene anerkannte Co-Writer unterstützen Danielle's Songwriting: u.a. Jeremy Stover, Taylor Rhodes, Clay Mille, Sonny Lemaire etc.; das "Who-Is-Who" der Nashville Studio-Mannschaft ist am Start: z.B. Lonnie Wilson, Glenn Worf, Bryan Sutton, Tom Bukovac, JT Corenflos, Dan Dugmore, Paul Franklin, Stuart Duncan, usw.) wurde an nichts gespart! Kain Wunder also, daß das Album bereits im guten Mittelfeld der Billboard-Charts eingestiegen ist! Elf klasse, moderne, kraftvolle und knackkige, poppige New-Country-Stücke, die, wie bereits erwähnt, von Danielle Peck (bis auf 3 Ausnahmen) mitkomponiert wurden und durchgängig als radiotauglich zu bezeichnen sind. Das Konzept geht eindeutig in Richtung solcher Kollegiinnen wie Shania Twain, Jo Dee Messina, Faith Hill, Martina McBride und Terri Clark. Die vokale Leistung Peck's ist sehr variabel, reicht von kraftvoll powernd, voller Sex-Appeal, bis hin zu sehr gefühlvoll und zerbrechlich. Die bereits erwähnten, glänzenden Musikerleistungen führen sie dabei sicher durch das eingängige Repertoire. Starker Auftakt mit "Findin’ A Good Man" (rhythmisch-poppig Richtung der "Come-On-Over"-Shania), "Isn’t That Everthing" (flott, melodisch, poppig-folkig, mit toller Fiddle, Steel, Mandoline) und der sexy-sanften Ballade "Kiss You On The Mouth" (kratzige Akustikgitarre, wunderbare Mandoline)! Ebenso kraftvoll geht es bei "Fallin’ Apart" (schöne Tempobreaks), "Sucks To Be You" (eine der wenigen Fremdkompositionen mit sehr direktem Text) und "Only The Lonely Talkin’" (klasse Country-Pop-Song, mit nettem Piano), wobei einem Jo Dee Messina, die auch momentan ziemlich auftrumpfenden The Wreckers und einmal mehr Shania Twain in den Sinn kommen. Richtig deftig kommt das großartige "Honky-Tonk Time" rüber, ein absolut traditionell verwurzelter, rockiger, partytauglicher Roadhouse-Country-Kracher, bei dem der Titel schon für sich spricht (herrrliche, satte E-Gitarre und das so typische Piano-Geklimper)! Bei den "fetten" Power-Balladen, wie der Single "I Don’t", "Thirsty Again", " A Woman Does Too" oder dem abschließenden "Somebody For You" scheint es so, als hätten die Regisseure der nächsten, großen Hollywood-Epen hier die freie Auswahl zur Untermalung ihrer emotionalen Bilder. Sie stehen einem Stück wie beispielsweise "There You’ll Be" von Faith Hill, mit ihren recht bombastischen, aber gut inszenierten Einlagen, in nichts nach. Trotzdem gelingt es den erfahrenen Musikern, weitestgehend die Countrynote in allen Liedern präsent zu halten. Kleiner Bonus auf der CD: Sie enthält auch das Viedeo zur ersten Single "I don't" (ebenfalls sehr ansehnlich), sowie ein paar Live-"Snippets" aus den CMT "Studio 330-Sessions"! Ein durchaus beeindruckender, erfolgversprechender Start in eine sicherlich längerfristig zu betrachtende Karriere. Danielle Peck, eine Name, den man sich merken sollte. Starke und äußerst hübsche Konkurrenz für die etablierten Nashville-Diven! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4224
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Findin' a good man
Isn't that everything
I don't
Honky-Tonk time

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Pickler, Kellie - small town girl [2006]
Kellie Pickler belegte beim diesjährigen "American Idol"-Kontest zwar nur den sechsten Platz, dennoch gelang es ihr direkt beim angesehenen BNA (Sony BMG) einen Platten-Vertrag zu ergattern. Die bildhübsche 20-jährige Blondine aus North Carolina machte beim Wettbewerb durch unkonventionelles Auftreten und teilweise verwirrende Äußerungen auf sich aufmerksam und handelte sich Schlagzeilen wie "The next Jessica Simpson" oder "Sweet southern style and dizzy demeanor" ein. Trotz alledem, dass die junge Dame über ein immenses musikalisches Potential verfügt, beweist sie ohne "Wenn und Aber" auf ihrem jetzt veröffentlichen, klasse Debüt. Der erfahrene Star-Produzent Blake Chancey (u.a. Dixie Chicks, Montgomery Gentry, The Lost Trailers) ließ nichts anbrennen und hat dem Mädel den exakt zu ihrem Image passenden Stil und Sound "wie angegossen" auf den Leib geschnitten. Flotter, überaus kompetent instrumentierter, sehr sympathischer, meist gut gelaunter, knackiger Mainstream-New Country mit einer ausgewogenen Mischung aus dynamischen, gut abgehenden Nummern (manchmal durchaus mit traditionell ausgericghteter Basis) und einigen kraftvollen Balladen. Kellie funfierte bei fünf Stücken als Co-Writerin und hatte darüber hinaus sehr namhafte Songwriter wie Chris Lindsey und Aimee Mayo mit im Team. Musiker sind im Booklet nicht benannt, es ist aber von der exzellenten Einspielung her von den üblichen Könnern der Nashville-Studiomusiker-Szene auszugehen. Highlights sind der Opener "Red High Heels" (gleichzeitig die erste Single- sehr melodisch, knackig mit dezentem Bob Seger-, John Mellencamp-Flair), die beiden recht country-traditionellen Stücke "Things That Never Cross A Man’s Mind" (ein Slow-Country-Boogie mit CCR-Gitarrenriff und schönen Slide-Einlagen) und "One Of The Guys" (bluesiger Roadhouse Rock mit quäkender Harmonika, inkl. tollem Solo), die beiden schönen Balladen "Didn’t You Know How Much I Loved You" (Richtung Joe Dee Messina, mit zwei klasse, prägnanten E-GitarrenSoli) und das viel Western-Romantik versprühende "Wild Ponies" (könnte der Begleitsong für den nächsten Marlboro-Spot sein, man stelle sich vor: Kellie singend mit der Wandergitarre inmitten harter Cowboys, die bei Kaffee und Zigarette sentimental ins abendliche Lagerfeuer blicken...), wie auch die poppig, gut gelaunt und prima dahin groovenden Uptempo-Tracks "Small Town Girl" (mit Piano, Slide und Orgel, wieder voller Energie ind der Art von Jo Dee Messina & Co.) oder "Girls Like Me" (Kellies Gesang ähnelt hier etwas dem der Fleetwood Mac-Diva Stevie Nicks, knackige Akustik-, E- Gitarren-, schöne Mandolinen-Untermalung, feine Orgel-Tupfer)! Kellie Picker macht gesangstechnisch eine exzellente Figur und kann eigentlich jedes Tempo gehen. Vom Konzept her ist ihr Erstling vielleicht recht ähnlich dem der ebenfalls durch American Idol bekannt gewordenen Carrie Underwood konstruiert. Und das ist, wie bekannt, ja blendend eingeschlagen. Warum also nicht. Wer sonnigen, positiv gestimmten, poppigen "Girl Power"-Mainstream New Country voller Energie und Saft a là Jo Dee Messina, Alecia Elliott, LeAnn Rimes, The Wreckers oder Carrie Underwood mag, wir hier vorzüglich bedient! Für Euch heißt es ab jetzt: "Picking Pickler"! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4533
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Ramirez, Marcia - life goes on [2007]
Großartige, in Nashville/Tennessee lebende Singer/Songwriterin! Marcia Ramirez ist in den letzten Jahren vor allen Dingen als Background-Sängerin in den Touring-Bands von Rodney Crowell und Patty Loveless in Erscheinung getreten, mit der sie auch momentan wieder kreuz und quer durch die USA tourt. Doch auch als Songwriterin hat sie sich längst einen Namen gemacht. So haben beispielsweise schon Leute wie Jo Dee Messina oder The Whites Tracks von ihr aufgenommen. Doch welch exzellente Performerin Marcia selbst ist, beweist sie eindrucksvoll auf ihrem nunmehr bereits dritten eigenen Album "Life goes on". Eigentlich müßten ihr sämtliche Türen für eine eigene, große Karriere offen stehen, denn Marcia verfügt über eine fantastische, ausstrahlungsstarke, klare und sehr kraftvolle Stimme, die einen sofort gefangen nimmt. So ist es wahrlich kein Wunder, dass ihr bei all ihrem Songwriter-Potenzial (sämtliche 11 Songs stammen aus ihrer Feder, zum Teil mit namhaften Co-Writern wie Lisa Brokop, Anne Reeves oder Liz Rose) mit "Life goes on" ein solch hervorragendes Album gelungen ist. Bester, sehr inspirierter und mit klasse Texten versehener, von einem leicht rootsigen Americana-Flair tangierter Contemporary Country/Alternate Country, machmal auch, und das meinen wir in diesem Fall durchaus positiv, auch dezent poppig, mit Bezügen zu Kolleginnen wie Mary Chapin Carpenter, Trisha Yearwood, Patty Griffin, Kim Richey und, mit einigen Abstrichen, auch zu Sheryl Crow. Immer wieder kommt auch mal ein zurückhaltendes, texanische "Bordertown"-Flair durch. Die meisten Stücke werden in einem recht entspannten Midtempo vorgetragen, strahlen aber dennoch, vor allem durch Marcia's "amazing powerful voice" eine Menge Energie aus (beispielsweise das wunderschöne, melodische, von einer geradezu Gänsehaut erzeugenden Lap Steel/Slide begleitete "Easier not to", das erhabene, semi-akustische, mit feinen Acoustic Gitarren und Dobro instrumentierte, etwas folkige "Ticket to Tulsa", das mit schöner Orgel und E-Gitarre garnierte, emotionale "White line", oder auch das von tollem Acoustic Gitarren-Picking und schönem Akkordeon-Spiel geprägte, viel Americana-Feeling ausstrahlende, von den Background-Stimmen Cheryl und Shannon White's begleitete "Love is a powerful thing"), unterbrochen von der ein oder anderen knackigeren, dynamischeren Nummer (wie etwa der tolle, von dezent funkigen, feurigen Rhythmen getragene, rootsige, southern-soulige, klasse groovende Countryrocker "Give up you", das melodisch ins Ohr gehende Titelstück "Life goes on", oder auch der wundervolle, von einem schönen, rootsigen Border-Flair begleitete, von exzellenten E-Gitarren- und Keyboad-Klängen umsäumte, durchaus an die Arbeiten eines Rodney Crowell erinnernde Opener "Black riviera"). Wenn man dieses Album hört, versteht man sehr schnell, warum Marcia als Background-Sängerin bei den "Etablierten" so gefragt ist. Doch sie hat selbst das Potenzial ganz nach vorn ins Rampenlicht zu treten. Eine tolle Musikerin mit einem klasse Album! "Thanks for the great music, Marcia", bedankt sich ein amerikanischer Fan in einem kleinen Review. Dem schließen wir uns sehr gerne an!

Das komplette Tracklisting:

1 Black Riviera (3.43)
2 Easier Not To (4.06)
3 Get It Right (4.20)
4 Ticket To Tulsa (3.32)
5 Give Up You (3.42)
6 White Line (3.04)
7 Love Is A Powerful Thing (3.46)
8 Red Paint Smile (4.20)
9 Almost Me Again (3.28)
10 Watching An Angel Fall (3.00)
11 Life Goes On (4.03)

Art-Nr.: 6161
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Black riviera
Easier not to
Ticket to Tulsa
Give up you
Love is a powerful thing
Almost me again

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Roberts, Julie - men & mascara [2006]
Ihr Aufstieg beim Major-Label Mercury Records von der Empfangsassistentin zur Sängerin klingt schon ein wenig märchenhaft, doch der großartigen Julie Roberts ist genau dies widerfahren. Entdeckt von einer der Gitarrengrößen Nashvilles, Brent Rowan, der auch ihr starkes und sehr erfolgreiches Debütalbum produziert hatte, bringt sie nun, nach zwei Jahren intensiven Tourens, ihr Folgewerk "Men & Mascara" auf den Markt. Laut eigener Aussage ist sie von ihren Fans immer wieder gebeten worden, sich beim Nachfolger nicht zu sehr vom Konzept des Vorgängers wegzubewegen. Diesem Wunsch hat Julie im Großen und Ganzen Rechnung getragen, auch wenn sich einige grundlegende Dinge geändert haben. Den Produzentenstuhl besetzte diesmal schwerpunktmäßig Byron Gallimore (Tim McGraw, Faith Hill, Jo Dee Messina), der auch die komplette Musikerriege auswechselte. Diese eist allerdings ebenso hochkarätig besetzt, wie beim Debüt (Lonnie Wilson, Mike Brignardello, B. James Lowry, Aubrey Haynie, Tom Bukovac, Paul Franklin, Steve Nathan und jede Menge einschlägig bekannte Backgroundartisten). Die aktuelle Single "Girl Next Door" (vielleicht nochmal als eine Art Anspielung in Richtung ihres Mercury-Chefs Luke Lewis gedacht...) allerdings, ein für Julie ungewohnt poppig anmutendes Stück, natürlich trotzdem mit den countrytypischen Zutaten angereichert (tolle Banjountermalung, viel Steelguitsr, tolle Stimmvariation Julie's, klasse Harmonies von Chip Davis und Marty Slayton) wurde von dem ebenfalls in Music City sehr bedeutenden James Stroud an den Reglerknöpfen betreut. Wie bereits erwähnt, setzt Julie vom musikalischen Gehalt weitestgehend auf das Bewährte. Dezent introvertierte Songs über das Verlassen und Verlassen werden, meist im Balladen- bis entspannten Midtempoberiech angesiedelt, brillant auf Julie's ganz dezent angeraute, von einer Brise Southern-Soul durchsetzte, wunderbare Stimme zugeschnitten. Gallimore und den exzellenten Musikern gelang es jedoch diesmal, die Stücke im Vergleich zum Vorgänger eine Spur fröhlicher und auch knackiger ausfallen zu lassen. Roberts hat die Fremdkompositionen in Eigeninitiative ausgewählt und bei folgenden vier Stücken sogar kompositorisch selbst mit Hand angelegt (und das absolut überzeugend, denn diese Lieder zählen mit zu den Highlights dieses Albums): "Smile" eine typische, kräftige Countryballade mit klasse Telecaster-, Steel- und Pianoklängen sowie Julie's frechen, lang gezogenem Endsilben-Gesang; das textlich recht bissige "First To Never Know", sehr rhythmisch und mit viel Pep dargeboten (Steel, starkes Piano und Organ, kurzes E-Gitarren-Solo); das fesselnde "A Bridge That’s Burning" (sattes Drumming, wunderbares Mandolinengezirpe, Tempobreaks und emotionale Steigerung im Liedverlauf), und das trotz eines textlich ernsten Hintergrundes (Autounfall eines Freundes mit Todesfolge) herrlich relaxt und entspannt wirkende Abschlussstück "All I Want Is You", das ein wenig Fleetwood Mac-Flair zu ihrer "Rumours"-Phase zu vermitteln scheint, ohne dabei den Countrypfad zu verlassen. Hier glänzen noch einmal alle beteiligten Musiker mit ihrer ganzen spielerischen Virtuosität, ohne sich dabei zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Ganz große Klasse! Aber auch die mit Fingerspitzengefühl auserwählten Fremdkompositionen haben es natürlich in sich. Der deftige Opener "Paint And Pillows" wird von heulenden Fiddles und einem markanten Dobro-Führungsriff getragen, "Too Damn Young" zeigt einmal mehr, dass Roberts auch bei flotteren Stücken gesanglich eine perfekte Figur abgibt, das melodische Titelstück "Men & Mascara", bei dem tolle Akustik- und E-Gitarrenarbeit, sowie das typische "Orgel-Pfeifen" und feinste Mandolinen den Verlauf des Stückes bestimmen. Insgesamt wieder ein tolles New Country-Album ohne jede Schwächen, das von der erneut, starken, variablen Gesangsperformance Julie Roberts und dem glänzenden Spiel der Nashville-Instrumentalkönner lebt. Wie hieß es noch beim Review ihrer ersten CD: Authentische, herrliche Americana- und Roots-based Countrymusic voller Herz und Seele! In der Tat, wenngleich das aktuelle Werk, ohne auch nur im geringsten an Qualität einzubüßen, vielleicht ein wenig mainstreamiger wirkt! Das ebenfalls wieder recht umfangreich und geschmackvoll gestaltete Booklett (diesmal dominieren statt Rot, dezente Grüntöne) enthält sämtliche Songtexte. Einfach großartig, Julie! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4192
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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SheDaisy - fortuneteller's melody [2006]
Brandneues Album des Geschwister-Trios und wow, nicht was für ein schön anzusehendes Cover, sondern vor allem was für eine klasse Musik! Die Rede ist von den drei attraktiven Osborn-Schwestern (Kelsi, Kristyn, Kassidy), seit Ende der Neunziger Jahre als SHeDAISY ein fester, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der poppigeren New Country-Sparte Nashville’s! Um es vorwegzunehmen mit "Fortuneteller’s Melody" werfen die "Sisters K" ihr wohl bis dato bestes Werk ins Rennen, dass ohne zweifel erneut die Hörergunst im Sturm erobern wird. Nach einigen früheren verkaufstechnischen Turbulenzen war man mit dem feinen, schon reifer wirkenden "Sweet Right Here" vor zwei Jahren wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und erreichte in den USA sogar Goldstatus. So ist es absolut nachvollziehbar, dass man auch für das neue Album grundsätzlich am Konzept des Vorgängers festgehalten hat. Und doch gibt es eine erneute Steigerung zu vermelden: Das ausgewählte Songmaterial war nie besser, SheDaisy klangen nie frischer, flotter und vor allen Dingen knackiger (das geht zum Teil schon in die angerockte Richtung einer Sheryl Crow), die kraftvolleren Uptempo-Nummern sind klar in der Überzahl, und die herrlichen Melodien und Harmoniegesänge sind noch ausgeprägter! Noch etwas hat sich verändert: Dann Huff, der ihren Weg bis in der Vergangenheit produktionstechnisch begleitete, wurde diesmal durch John Shanks ersetzt, der bereits höchst erfolgreich mit Künstlern wie Melissa Etheridge, Kelly Clarkson, Keith Urban, besagter Sheryl Crow und auch Bon Jovi zusammenarbeitete, allerdings in früheren Zeiten auch schon den ein oder anderen Song zusammen mit Kristyn Osburn komponiert hatte. Die Musiker-Mannschaft hat sich zwar numerisch verringert, wurde aber auf den relevanten Positionen dafür um so qualitativer besetzt (u.a. Dan Dugmore, Tom Bukovac, Jonathan Yudkin und natürlich John Shanks)! Kompositorisch war wie immer Kristyn Osburn alleinig mit diversen Partnern federführend. Diesmal fand sie allerdings mit Sheryl Crow ("Whatever It Takes" und "Healing Side") und Don Schlitz ("In Terms Of Love") zwei echte Hochkaräter an ihrer Seite, deren kreative Inputs auch mit zu den Highlights des durchweg starken Albums zählen. Aber es muß auch konstatiert werden, dass ihre übrigen, bewährten "Spezies", wie u. a. Connie Harrington, Johm Shanks, Tim Nichols oder Jason Deere einmal mehr zum insgesamt sehr ausgeglichenen, auf hohem Niveau liegenden Gesamtergebnis beitrugen. Die erste Single "I’m Taking The Wheel", ein tolles, kraftvolles, dynamisches Banjo-unterlegtes Stück der Marke Keith Urban/Jo Dee Messina, mit klasse Bukovac-E-Gitarren-Solo, hat sich bereits, mit stark steigender Tendenz, in die Billboard-Country-Singles-Charts gemischt. Neben den meisten knackigen, mit viel Pfiff und positiver Energie ausgestatteten, die größten Teils zwischen Mid- und Uptempo variieren, werden diesmal bei "Kickin’ In" und "Burn Down The House" sogar recht rockige Töne angeschlagen, wobei Tom Bukovac sein Können an den E-Saiten einmal mehr eindrucksvoll in Szene setzt. Kassidys Gesang ist charmant, kraftvoll und variabel und wirkt noch einen Tick ausgereifter als beim Vorgänger. Ein prächtiger Beleg dafür ist beispielsweise das wunderbar melodische, melancholische, nur mit Dobro, Steel, Akustikgitarren und dezenten Streicherpassagen eingespielte Abschlusslied "She Gets What I Deserve", das, wie so oft in SHeDAISY-Songs, thematisch einen Beziehungskonflikt reflektiert. Fazit: "Fortuneteller’s Melody" unterstreicht in bester Manier, wie kompetent und gekonnt Mainstream (New)Country-Pop gespielt werden kann! SheDaisy sind ein Parade-Beispiel dafür! Dazu kommt ein nett anzuschauendes Booklet mit allen Texten! Auch ohne Wahrsagerqualitäten: Diese CD wird mit Sicherheit ein Hit! Und sie haben es verdient, denn, wir wiederholen es gern, es ist ihre bis dato stärkste Leistung! Fein gemacht, liebe Osborn-Sisters! Daniel Daus)

Art-Nr.: 3951
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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