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A Thousand Horses - southernality [2015]
Gegründet 2010 in Nashville/Tennessee sorgen A Thousand Horses in den amerikanischen Countrycharts gerade für mächtig Furore, denn die erste Single aus ihrem großartigen Debutalbum "Southernality" (vorher hatten sie schon eine EP veröffentlicht), mit dem Titel "Smoke", landete soeben schnurstracks auf der Nummer 1. Was für ein Erfolg! Verdientermaßen, wie wir meinen! Dabei sind A Thousand Horses alles andere als eine reine Countryband. Vielmehr liegen die Roots des Quartetts um die beiden Gitarristen Zach Brown (nicht zu verwechseln mit dem Namensgeber der Zac Brown Band) und Bill Satcher, sowie dem richtig ausstrahlungsstarken Frontmann Michael Hobby (hat eine wunderbar angeraute, erdige Stimme, spielt zudem akustische Gitarre und Harmonica) und Bassmann Graham DeLoach eher in den rockigeren Gefilden, genauer gesagt in denen der Südstaaten. Was somit entsteht "is a high-energy hybrid" aus den Einflüssen solcher klassichen Bands wie The Black Crowes, Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, The Allman Brothers Band, den "Exile on Main Street"-era Rolling Stones, aber auch von Tom Petty und solchen Countrykollegen wie Dwight Yoakam, angerührt zu einer wunderbar die Balance zwischen erdigem "grit" und radiotauglichen Nashville-Kriterien wahrenden, ungemein erfrischenden Fusion aus kernigem Southern Rock, sattem Countryrock, und New Country, gewürzt mit einem Hauch von Blues und Soul. Somit ist der Albumtitel "Southernality" quasi Programm, denn der Southern Rock-Esprit ist stets spürbar. Mit dieser Musik haben sie sich, vor allen Dimge auch durch ihre kernigen Live-Shows, bereits eine riesige Fanschar erspielt. Das Songmaterial, klug zwischen fetten, kraftvollen, Gitarren-orientierten Rockern und ein paar prächtigen Balladen hin und her balancierend, ist durchweg exzellent. Bis auf wenige, involvierte Co-Writer stammt das gesamte Material aus der Feder der verschiedenen Bandmitglieder. Instrumentell werden sie unterstützt von Drummer Chris Powell (alle Tracks), sowie ein paar vereinzelten Gästen wie Robby Turner (pedal steel), Michael Webb (keyboards) und einer "Horde" weiblicher Background-Sängerinnen, die ordentlich Southern Soul mit einbringen. An den Reglern saß Nashville's zur Zeit heiss begehrter Produzenten-Guru Dave Cobb (u.a. Chris Stapleton, Jason Isbell, Jamey Johnson, Shooter Jennings). Los geht's mit dem mächtig knackigen, kernigen, voller Energie steckenden, zündenden Southern Rocker "First time", bei dem der Einfluss der frühen The Black Crowes deutlich spürbar ist, genau wie ein gewisser "Stonesy swagger". Kochende, straighte Riffs, typische, weibliche Backup-Sängerinnen (ähnlich wie Lynyrd Skynyrd's "Honkettes"), klasse Orgel-Fills und ein glühendes Gitarren-Solo prägen das Bild, genauso wie eine hervorragende Melodie und Michael Hobby's starker, southernrockiger, angerauter Gesang. Ja, die Melodien sind auch so ein Thema, denn die sind durchweg klasse. Wie auch bei dem wunderbaren "Heaven is close", einer tollen New Country-Nummer mit hintergündigem Banjo-Picking, schönen Fiddle-Fills und satten, Lynyrd Skynyrd-mässigen Gitarren-Riffs. Auch diese Nummer schlägt wieder eine großartige Brücke zwischen Southern Rock-Roots und rockenden New Country-Anlagen. Blackberry Smoke meet Montgomery Gentry und einen geradeaus spielenden Eric Church (zu dessen ersten beiden Alben). Dann der bereits erwähnte No. 1-Hit "Smoke": Was ist das für eine traumhaft melodische, knackige, von viel Southern-Flair durchzogene, saftig rockende New Country-Ballade. Hat ein tolles Gitarren-Gewand, inklusive schöner Steel-Fills. Durchaus etwas mainstreamig und auf die Nashville-Belange zugeschnitten wirken hier die recht opulenten Streicher in der zweiten Hälfte des Songs, doch die Nummer an sich ist so stark, das auch das überhaupt kein Problem darstellt. Klasse auch hier wieder der sehr eingängige, aber unterschwellig raue Gesang. Anschließemd geht es mit dem satten, jede Menge Staub aufwirbelnden , dampfenden Countryrocker "Traveling man" wieder richtig ab. Viel Southern Rock-Power und fette E-Gitarren, sowie ein paar bluesige Harp-Fills bestimmen das Geschehen. So geht das munter weiter: Hier und da prächtige, rockige New Country-Nummern, wie etwa das seelige "Tennessee whiskey" oder das moderne, junge "(This ain't no) Drunk dial", hinreissende, southern-fueled Balladen, wie beispielsweise das mit satten Gitarren, Steel, Klavier, Orgel und einer Menge Soul und Gospel-Feeling inszenierte, fantastische "Sunday morning" (diese Nummer wurde übrigens komponiert von sämtlichen Band-Mitgliedern in Kooperation mit dem ex-Black Crowes-Gitarristen Rich Robinson) oder das wunderschöne, sehr New Country-lastige "Back to me", sowie krachende, straighte Riff-Southern Rocker, wie zum Beispiel das powernde "Trailer trashed", geben sich genüßlich die Klinke in die Hand. Ohne jeden Zweifel, A Thosand Horses sind ein "Haufen" hoch talentierter, junger Musiker, die die rockig orientierte und southern-affine, gleichzeitig aber auf eine gewisse Eingängigkeit und Harmonie achtende Klientel in Nashville zielsicher, mit Klasse und mit großartigem Songmaterial bedienen. "Southernality" jedenfalls ist ein super Album geworden. Gratulation, Jungs!

Das komplette Tracklisting:

1. First Time - 4.39
2. Heaven Is Close - 3.57
3. Smoke - 3.40
4. Travelin Man - 4.01
5. Tennessee Whiskey - 3.24
6. Sunday Morning - 3.34
7. Southernality - 2.26
8. (This Ain t No) Drunk Dial - 3.31
9. Landslide - 3.22
10. Back To Me - 3.26
11. Trailer Trashed - 2.45
12. Hell On My Heart - 3.42
13. Where I m Goin - 3.30

Art-Nr.: 8884
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
First time
Heaven is close
Smoke
Travelin' man
Sunday morning
Back to me
Trailer trashed

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Adams, Ryan - 29 [2005]
Er wird geliebt, er wird verehrt, und er wird gehasst - doch er ist ohne Zweifel einer der besten, charismatischsten und kreativsten, aber auch schillernsten Singer/Songwriter der Gegenwart! Man muß ihm sicher eine gewisse Genialität attestieren - und das solche Leute oft auch etwas "schwierig", kompliziert, unberechenbar und/oder "verrückt" sind, ist auch kein Geheimnis! So ist das auch bei Herrn Adams, aber vielleicht ist es gerade das, was ihn, neben seiner exorbitanten musikalischen Fähigkeiten, so interessant, so faszinierend macht! Was hat sich dieser Bursche im Jahre 2005 profliert! Was bescherte er den Fans dieses Jahr für einen immensen Output seines schier unerschöpflichen Repertoires! Mit "29" legt er nach "Cold roses" und "Jacksonville City nights" nun sein bereits drittes Album innerhalb der letzten acht Monate vor, und einmal mehr ist es ein klasse Teil geworden! "29" hat er im Gegensatz zu den beiden Vorgängern ohne die "Cardinals" eingespielt. Dafür vereint es ihn wieder, wie bei seinen früheren Solowerken, mit seinem alten Produzenten und Freund Ethan Johns, der zudem eine ganze Reihe von Instrumenten bedient! Weitestgehend ist es ein ruhiges, "stripped down" arrangiertes Album geworden, hauptsächlich bestimmt von akustischer Gitarre und Piano. Hin und wieder gesellen sich weitere, unaufdringliche Instrumente hinzu, wie beispielsweise bei dem überragenden, sehr entspannten, fast träumerischen, zuweilen etwas an einen akustischen Neil Young erinnernden, im traditionellen 3/4-Takt gespielten, knapp 8-minütigen "Strawberry wine" in Form einer wunderbaren Mandoline, oder mit einer, im übrigen vom Meister selbst bedienten Pedal Steel bei dem herrlichen Retro Country-Waltz "Carolina rain", das stark an alte Whiskeytown-Tage erinnert. Großartig beispielsweise auch das psychedelisch angehauchte "Nightbirds" und das nachdenkliche, fragile, mit Violinen und Piano verzierte "Blue sky Blues"! Lediglich auf zwei der nur neun neuen Songs (dennoch beträgt die Spielzeit immerhin 49 Minuten) wird mal ordentlich gerockt - aber das sind zwei richtig starke Nummern! Zum einen der Opener, der Titelsong "Twenty nine", ein schön dreckiger, mit tollen E-Gitarren garnierter, rauer Roots-Blues, der gegen Ende immer mehr an Fahrt gewinnt und sogar ein richtiges Boogie-Feeling aufbaut, und zum anderen das herrliche, regelrecht dramatisch wirkende, ebenfalls Gitarren-dominierte "The sadness", das sowohl ein dezent mexikanisches Flair, als auch ein ordentliches, nostalgisches "Spaghetti-Western"-Feeling in sich vereint! Ryan Adams komplettiert mit "29" seine Trilogie von überaus beeindruckenden Alben in 2005!

Art-Nr.: 3870
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Adams, Ryan - jacksonville city nights [2005]
Ryan Adams und seine neue Band "The Cardinals" mit ihrem zweiten Album in diesem Jahr! "Jacksonville City Nights" ist der nahezu perfekte Nachfolger zu "Cold roses", mit dem dieser einzigartige Musiker erneut sein ganzes Charisma untermauert. Noch mehr als auf seinem Vorgänger, geht es in die Vergangenheit, Richtung Whiskeytown zurück, und zwar zu deren Country-Roots, genauso wie zu den guten alten Tagen der Flying Burrito Brothers. Mit diesem sehr traditionell verwurzelten "Old School"- Honky Tonk-Country-Flavour, das sich konsequent durch dieses Album von der ersten bis zur letzten Minute zieht, klingt Adams wie ein voller Emotionen steckender Jünger von Gram Parsons oder Faron Young, wobei er seine diesen Ikonen nahe stehende Musik mit einer unwahrscheinlichen Authentizität rüber bringt. Auch die Texte sind rein "country"! Da setckt viel Herz und Seele drin! Einzigartiges Songwriting, eine voller Ausstrahlung steckende, exzellente Performance, und die wunderbaren Musiker der "Cardinals" mit ihren zwanglosen, relaxten Arrangements aus Acoustic Gitarren, Fiddle, Honky Tonk-Piano und fast immer präsenter, heulender Steelguitar bilden eine herrliche Einheit. Und dieses "echte" Retro-Feeling... - großartig! Ob der schöne, Steelguitar- und Piano-getränkte Countryrocker "A kiss before I go", der klingt als stamme er aus einem unentdeckten Fundus des großen Gram Parsons, der wunderbare Waltz "The end", die faszinierende, ein gewisses Blues-/Jazz-Flair ausstrahlende, mit einer tollen Melodie versehene, ruhige Ballade "Dear John", im übrigen mit Norah Jones als Gesangs-Duettpartnerin und am Piano, der flotte Retro-Countryrocker "The hardest part", der Americana-/Honky Tonk-Stomper "Trains", der herzzerreißende, traditionelle "old-fashioned" Waltz "PA", wieder mit schönem Piano und toller Steelguitar, oder auch das aus alten Whiskeytown-Tagen stammende, 1997 von Adams und Caitlin Cary geschriebene, honky-tonkige, Burritoesque "My heart is broken" - die Songs bringen uns zurück in die Pioniertage des entspannten Countryrocks! Wie macht dieser Ryan Adams das nur. Ewig aktiv, pausenlos am Songs schreiben und dann noch diese Kreativität, diese Identifikation mit der Musik und diese Ausdrucksstärke. Erneut eine Großtat!

Art-Nr.: 3650
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Adkins, Trace - something's going on [2017]
Starkes 12. Album des vielseitigen Country-Raubeins, der jetzt schon seit über 20 Jahren in Nashville und darüber hinaus (auch als viel gebuchter Schauspieler) im Geschäft ist. "Something's Going On" heißt sein aktuelles Werk auf seinem neuen Label Wheelhouse Records und beweist, dass es der alte Recke es, trotz einiger persönlicher Ups and Downs, immer noch richtig drauf hat. Trace Adkins zählt ja zu den Interpreten, die in der Regel fast nie kompositorisch aktiv sind. Um so mehr ist da ein gutes "Händchen" gefragt, passende Songs zu ergattern, und das hat er, ähnlich wie zum Beispiel Tim McGraw, auch diesmal wieder sehr gut hinbekommen. Auf dieser Scheibe ist ihm unter der Regie von Produzent Mickey Jack Cones (Joe Nichols, Randy Houser, Dustin Lynch) eine schön abwechslungsreiche und überaus kurzweilige, bestens auf ihn zugeschnittene Auswahl zu attestieren. Getragen wird er hier von einem Musikerteam, das man mit Leuten wie Lonnie Wilson, Nir Z, Mark Hill, Troy Lancester, Jeff King, Kenny Greenberg, B. James Lowry, Tony Harrell, Jim Brown, Mike Johnson, Dan Dugmore, Jenee Fleenor, Wes Hightower, Perry Coleman, Shelly Fairchild und Angela Primm zur Creme de la Creme der Nashville-Gilde zählen muss. Cones hat hier natürlich auch mitgewirkt (E-Gitarre, Keys, Background vocals). Schon der swampige und coole Opener "Ain't Just The Whiskey Talkin'" (dezentes Jason Aldean-Flair) ist Trace wie auf den Leib geschnitten. Mit Tracks wie "Jesus And Jones", den humorvollen "I'm Gone" und "Country Boy Problems", sowie dem patriotisch eingefärbten ""Still A Soldier" wird er vielleicht nicht gerade bei Frauen- und Friedensbewegungen hoch im Kurs stehen, aber natürlich den großen überwiegenden Teil der amerikanischen Countrymusik-Klientel auf seiner Seite haben. Richtig poppig und funkig, auch gut tanzbar, geht es bei Stücken wie "Gonna Make You Miss Me" und "Lit" zu, bei erstgenanntem darf der alte Charmebolzen rein textlich, auch Taylor Swift ein wenig anflirten. Die besonderen Momente des Albums bieten ganz starke Tracks wie das atmosphärische "Watered Down" (typischer Country-Erzählstil, Akustikgitarre, dazu weinende Steel), das überragende Titelstück "Something's Going On" (markante Bariton-E-Gitarre, Pianotupfer, Steel, E-Gitarren-Solo mit "Hotel California"-Touch) und das dezent introvertiert performte "Whippoorwills And Freight Trains", beide in Montgomery Gentry-Manier performt, sowie der melancholische Abschluss mit "Hang" (schönes E-Solo). Besonders bei diesen Stücken kann sich Adkins' immer noch sehr ausdrucksstarke Stimme bestens entfalten. Mit seinem erneut richtig guten Album "Something's Going On" hat Trace Adkins gezeigt, dass er nach seinen vielen durchstandenden Problemen (wie u. a. Alkoholsucht, Scheidung, Todesfälle im Umfeld) musikalisch wieder Morgenluft wittert und das mit ihm immer noch jeder Zeit zu rechnen ist. Ein starkes Werk, das durchaus mit dem einen oder anderen Hit belohnt werden wird. (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Ain't Just the Whiskey Talkin' - 3:26
2. Jesus and Jones - 3:44
3. Watered Down - 3:08
4. Something's Going On - 3:47
5. If Only You Were Lonely - 4:05
6. Gonna Make You Miss Me - 3:42
7. I'm Gone - 3:29
8. Country Boy Problems - 3:27
9. Lit - 3:28
10. Still a Soldier - 3:17
11. Whippoorwills and Freight Trains - 3:45
12. Hang - 3:43

Art-Nr.: 9412
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Alabama - southern drawl [2015]
Jawohl! Da sind sie wieder! Endlich ein brandneues Album von Alabama! Ganze 14 Jahre hat sich das beliebte Trio, bestehend aus Leader Randy Owen, Teddy Gentry und Jeff Cook seit ihrer letzten ‚echten‘ Studioveröffentlichung "When It All Goes South" Zeit gelassen, ihre immer noch immens große Fan-Schar, mit neuem Songmaterial zu beglücken. Wer befürchtet, dass die Herren Rost angesetzt haben oder mit dem Zug der Zeit nicht mehr standhalten können, dem sei versichert, dass hier genau das Gegenteil der Fall ist. Mit ihrem neuen Werk "Southern Drawl" beweisen die drei Recken vorzüglich, wie man sich zeitgenössisch geben kann, ohne dabei in die eigene musikalische DNA allzu stark einzugreifen. Die legendäre, mega-erfolgreiche Band (41 Nr. 1- Hits, unzählige Auszeichnungen, über 65 Millionen verkaufte Tonträger!) beeindruckt mit 13 neuen Songs, die, wie man es von früher kennt, zum Teil gut rocken und zum Teil in wunderbaren Balladen vorgetragen werden. Alles kommt, wie der Titel der CD es schon suggeriert, mit viel Southern-Esprit rüber! Herrlich, wie die exzellenten E-Gitarristen der Nashville-Studiomusiker-Garde (Danny Radar, Adam Shoenveld, JT Corenflos, Tom Bukovac, Kenny Greenberg, Charles English), direkt beim eröffnenden Titelstück die Slide-Gitarre raunen lassen , um dann, nach Owens brunftartigem Eingangs-Statement "Life gets better with a Southern drawl", in einen schwer stampfenden Southern Countryrock-Swamper im Stile von Montgomery Gentry zu münden. Sofort eine bärenstarke Nummer, klasse vor allem das E-Gitarren-Solo und das Honky Tonk-Piano-Geklimper von dem auch insgesamt überragend agierenden Gordon Mote (Piano, Wurlitzer, B3). Das Alabama auch wegen ihrer, immer wieder mit tollen Harmoniegesängen bestückten Balladen geliebt werden, ist kein wohl behütetes Geheimnis mehr. Mit "Wasn’t Through Lovin' You Yet" (tolles Bruce Hornsby-mäßiges Piano, starkes E-Gitarren Kurz-Solo), "This Ain't Just A Song" (klasse Harmonies und feines Violinenspiel von Gaststar Alison Krauss) und "As Long As There's Love" (mit orchestralen Streicher- und Crowd Gesangs-Passagen) bekommt man anschließend gleich drei hochemotionale Musterbeispiele dafür serviert (z. T. bitte die "Tempos" in Griffweite halten - kleiner Scherz am Rande). Vor allem beim später folgenden Liebeslied "One On One", wo Randy das Intro sprechend, mit belegter Stimme und voller Pathos dahinseufzt, muss man ganz tief durchatmen. Dank der tollen Musiker und ihrer vielen, instrumentell eingestreuten Feinheiten, sowie der perfekt sitzenden Harmoniegesänge, driften diese allerdings nie wirklich in den Kitsch ab. Zudem werden sie meist zum richtigen Zeitpunkt von satt rocken Southern Country-Tracks abgelöst, die jede aufkommende Melancholie wieder in südstaatliche Musikfreude umschlagen lassen. Herrlich das mit "Ghost Riders In The Sky"-Western-Flair umwobene "Back To The Country" (großartige Banjo-, Dobro-, Fiddle-Einlagen) oder das mit launigem Text und viel Southern Blues/Soul versehene "Hillbilly Wins The Lotto Money", das aufgrund der fulminanten Orgel, den prickelnden E-Gitarren sowohl der Skynyrd-/Montgomery Gentry-Klientel, als auch, dank der von Charlie Judge simulierten, deftigen Bläsereinsätze, Freunden der legendären Blues Brothers große Freude bereiten würde. Grandios auch das von einer interessant zusammengesetzten Armada von Songschreibern und arrivierten Interpreten/Musikern (Django Walker, James Slater, Ray Johnston, Patrick Davis, James Otto, Jeff Cook, der dieses Stück auch singt) kreierte "No Bad Days" (das Original dieser tollen Nummer findet sich im übrigen auf dem gleichnamigen, bärenstarken Album der texanischen Ray Johnston Band), das wunderbar soulig wärmend dahin groovt. Man merkt, dass hier ein James Otto, dem das Stück auch auf den Leib geschrieben wäre, mit bei der Komposition involviert ist. Typische Alabama-Country Rock-Nummern wie das patriotische "American Farmer" (Heartland-mäßige E-Gitarrenführung) und der Mitgröl-taugliche, dem Titel alle Ehre machende Stampfer "Footstompin‘ Music" (fettes Drumpoltern von Greg Morrow, klasse Rede-/Antwort-Gesang im Refrain, furioses Fiddle-Finale im Stile von Charlie Daniels' "Orange Blossom Special") dürften vor allem im Live-Programm so richtig gefeiert werden. Famos auch das fast schon episch/progressiv und sehr atmosphärisch anmutende "It’s About Time" (klasse die markante E-Gitarrenlinie von Charles English und wieder mal das feinfühlige Pianospiel von Mote), das man von Alabama so nicht erwartet hätte, aber für ihre Flexibilität spricht. Am Ende ziehen Owen, Gentry und Cook mit dem kammermusikartigen "I Wanna Be There" nochmals voller Inbrunst alle Balladenregister und beenden ein hochunterhaltsames, instrumentell versiertes und eingängiges Musikerlebnis (fast alle Tracks bleiben schon nach einem Hördurchgang im Gedächtnis hängen). Sie haben wirklich nichts von ihrer Klasse eingebüßt - im Gegenteil. Alabama präsentieren sich auf der Höhe der Zeit. Bester Country Alabama-Style! Absolut kein Zweifel: "Life gets better – with their 'Southern Drawl'"! Große Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Southern Drawl - 4.26
2. Wasn't Through Lovin' You Yet - 4.03
3. This Ain't Just A Song - 4.02
4. As Long As There's Love - 4.08
5. Back To The Country - 3.25
6. Hillbilly Wins The Lotto Money - 4.13
7. Come Find Me - 4.04
8. No Bad Days - 4.23
9. One On One - 3.31
10. American Farmer - 4.57
11. It's About Time - 3.28
12. Footstompin' Music - 4.04
13. I Wanna Be There - 3.12

Art-Nr.: 8976
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Aldean, Jason - night train [2012]
Mittlerweile ist er der absolute Superstar unter den "jungen Wilden" Nashvilles: Jason Aldean! Auch sein neues Album "Night Train" belegt eindrucksvoll, warum das so ist. Jason Aldean trifft mit seinen Songs den Zahn der Zeit im New Country-Genre. Und das eigentlich schon von seinem ersten Album an. "Relentless", seine zweite CD, wurde vor einigen Wochen noch als letztes Werk nachträglich mit Platin bedacht, was zuvor schon mit dem Debüt, "Wide Open" und dem Vorgänger "My Kinda Party" (sogar doppelt, zur Zeit auch noch immer unter den Top-10 der Billboard Country-Album-Charts) gelungen war. Der Bursche und seine Musik sind einfach beliebt, was die ausverkaufte Stadiontour dieses Jahres zusätzlich untermauert. Mit "My Kinda Party" war die Messlatte natürlich für "Night Train" immens hoch gelegt. Aber auch hier gibt sich das Zugpferd des Broken Bow Records-Labels selbstbewusst und kämpferisch, man spürt über die gesamte Distanz des Silberlings das Bestreben, diesem hohen Niveau Stand zu halten. Und das ist auch wieder einmal prächtig gelungen. Im Prinzip hat man nahtlos an das Vorgängerwerk angeknüpft. Erneut gibt es satte 15 Stücke zu genießen, produziert hat wieder mit schön transparentem Klang Langzeitweggefährte Michael Knox. Auch die Musiker mit u.a. Rich Redmond, Tully Kennedy, Kurt Allison, Adam Shoenveld, Danny Rader, Mike Johnson, Tony Harrell, Charlie Judge, Rob McNelly und einigen Backgroundsängern/-innen stellen die bewährte Mischung aus Tourband und Studiomusikern dar. Bei den Songwritern bilden wieder Neil Thrasher und Wendell Mobley das Hauptgerüst (8 Songs), weitere prominente Namen wie David Lee Murphy, Rhett Akins, Ben Hayslip, Hillary Lindsey, Tom Shapiro, etc. bilden die Qualitäts-Garantie für hochwertige Musikkost. Einziger Unterschied: Jason war kompositorisch auf "Night Train" überhaupt nicht beteiligt und hat sich diesmal (mit Bravour) ganz auf sein "Näschen" bei der Songauswahl verlassen. So hat die erste, vorab gebrachte Single "Take A Little Ride" (sehr southern-rockig, stark an den erfolgreichen Titeltrack des letzten Werkes "My Kinda Party" angelehnt) schon wieder in rekordverdächtiger Geschwindigkeit Platz 1 der Country Singles-Charts belegt. Auch bei den restlichen Stücken hat man fast erneut die Qual der Wahl, alle sehr melodisch, sehr variabal gestaltet (mal flockiger New Country, mal Heartland-Zutaten, auch mal ein Hauch von Hip Hop, viel Southern Rock, dazu in allen Tempoarten). Besonders klasse das viel Atmosphäre versprühende "Wheels Rollin’", das fast wie "Chris Cagle meets Lynyrd Skynyrd" daherkommt und dazu noch im Refrain Bob Segers berühmtes "Turn The Page" huldigt. Großartig! Klasse natürlich auch, wenn er mit seinen ebenfalls sehr erfolgreichen Countrykumpels Luke Bryan und Eric Church "The Only Way I Know" zum Besten gibt. Hier spürt man förmlich sofort den Spaß der Drei, den sie hatten, als sie sich im Wechselgesang die Mikros weiterreichten. "1994" würdigt den Countrystar der 80er, Joe Diffie, ein Hip Hop-trächtiges, sehr launiges Countrystück in der Tradition von Big & Rich. Auf eine Zusammenarbeit mit einer weiblichen Künstlerin wie zuvor mit Kelly Clarkson wurde diesmal im übrigen verzichtet. Powerballaden gibt es jedoch mit "Talk", "I Don’t Lonely Well", "Walking Away" oder "Water Tower" zur Genüge. Richtig düster (auch vom Text) wird es bei "Black Tears", ein Lied, das richtig unter die Haut geht. Es erinnert ein wenig an Garth Brooks’ "The Thunder Rolls". Weitestgehend ist das jedoch knackiger, kraftvoller New Country vom Allerfeinsten (auch flexible und etwas toleranter ausgerichtete Southern Rock-Fans könnten durchaus mal ein Ohr riskieren)! Und so wird "Take A Little Ride" auch bei weitem nicht der letzte Hit aus diesem vorzüglichen Album gewesen sein. 15 tolle neue Songs von Jason Aldean! Der Mann ist top - in allen Belangen! Und sein "Night Train" ganz sicher eine Reise wert...! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. This Nothin' Town - 3:11
2. When She Says Baby - 2:51
3. Feel That Again - 3:21
4. Wheels Rollin' - 4:39
5. Talk - 3:49
6. The Only Way I Know - 3:13
7. Take a Little Ride - 3:07
8. I Don't Do Lonely Well - 3:24
9. Night Train - 3:52
10. 1994 - 4:02
11. Staring at the Sun - 3:14
12. Drink One for Me - 3:06
13. Black Tears - 4:16
14. Walking Away - 3:37
15. Water Tower - 3:43

Art-Nr.: 7961
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Aldean, Jason - old boots, new dirt [2014]
Just in den Wochen, in denen viele Große der Zunft in Nashville mit ihren neuen Alben aufwarten, schickt jetzt auch Broken Bow Records sein Flagschiff Jason Aldean mit seinem brandaktuellen Werk "Old Boots, New Dirt" ins Rennen, nachdem zuvor sein Label-Kronprinz Dustin Lynch erfolgreich die Charts geentert hatte. Nach dem Motto "Never Change A Winning Team" setzt man auch diesmal wieder auf Konstanz. Wie schon auf den erfolgreichen Vorgängern "My Kinda Party" und "Night Train" gibt es 15 satte, durchgehend hitverdächtige Songs, allesamt im Single-tauglichen 3-4 Minuten-Bereich, produziert natürlich von Jasons Langzeit-Weggefährten Michael Knox, und auch eingespielt, vom - bis auf ganz marginale Änderungen - gleichen Musiker-Team (seine Live-Band mit Rich Redmond, Truly Kennedy, Kurt Allison plus arrivierte Studio-Könner wie Adam Shoenveld,, Dany Radar, Mike Johnson, Russ Pahl, Tony Harrell, Charlie Judge). Was die Singles angeht, darf man sofort von einem Traumstart sprechen. Das mit Drum Loops und einem R&B-Touch versehene balladeske "Burn It Down" hat direkt die Pole der Charts belegt und auch die atmosphärische Midtempo-Nummer "Tonight Looks Good On You" (Steel, klasse E-Gitarren-Fills, starkes E-Gitarren-Solo) hat direkt auf Platz 8 aufgeschlagen. Zwei Top-10-Singles direkt zum Auftakt, was will man mehr?! Man braucht kein Prophet zu sein, um vorherzusagen, dass das Album in den nächsten Tagen auch den Spitzenplatz in den Billboard Country Album-Charts belegen wird. Zurecht übrigens. Bis auf "Burn It Down" verzichtet Aldean zum Glück größtenteils auf die im Moment angesagten technischen Spielereien und Experimente, um seine Songs auch auf dem Country-übergreifenden Markt in Stellung zu bringen. Er macht das, was auch auf seinen früheren Alben funktionierte: Knackiger New Country - immer, dank der toll aufspielenden E-Gitarristen, mit einem dezenten Southern Rock-Drawl versehen. Der furiose Opener "Just Gettin’ Started", sowie "Show You Off", "Sweet Little Somethin’", das großartige "Laid Back" mit herrlicher Gitarrenperformance von Adam Shoenveld, "I Took It With Me" mit seinem "My Kinda Party"-Flair und das krachende "Gonna Know We Were Here" sind beste Beispiele. Das sind Tracks, die richtig rocken! Dazu ein paar feine Balladen wie "Tryin’ To Love Me", das wunderbare, mit Skynyrd-Führungsriff versehene "Too Fast" (dazu weinende Steel), die Trucker-Hommage "If My Truck Could Talk" mit emotionalem Powerrefrain, das relaxt groovende "Don’t Change Gone". Ein paar wunderbar melodische Midtempo-Stücke gefällig? Der Titelsong mit seinem Stadion-tauglichen, leicht mitsingbaren Refrain, das melancholische "Miss That Girl" und das abschließende, grandiose, rootsige "Two Night Town", das Aldean im Stile eines Will Hoge zelebriert - überragend! Ach ja, sämtliche Lieder wurden natürlich von den angesagten Songwritern (u. a. Chris deStefano,, Rhett Akins, Ashley Gorley, Neil Thrasher, Tony Martin, Brett Beavers, David Lee Murphy, Wendell Mobley, Hillary Lindsey, Ben Hayslip, Marv Green, Brett James) kreiert, die genau wissen, wie man Stücke auf höchstem Level den entsprechenden Künstlern auf den Leib schneidert. Selbst bei der Gestaltung des umfangreichen Booklets mit allen Texten und diversen Bildern des Protagonisten ist man sich treu geblieben. Der Sänger des Jahres 2014 bei den ACM-Awards, Jason Aldean, beweist mit seinem neuen Werk "Old Boots, New Dirt", dass er die musikalischen Stiefel noch lange nicht an den Nagel hängen will. Im Gegenteil, er wird mit seiner aktuellen Scheibe, den Status Quo im Reigen der Superstars der Szene wahren, wenn nicht sogar weiter ausbauen. Die Besucher seiner anstehenden "Burn It Down"-Tour (mit Georgia Florida Line, Tyler Farr und Miranda Lambert) dürfen sich auf ein "heißes" Programm freuen. Hier gilt erneut: "Value For Money" - ein tolles Album! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Just Gettin' Started - 3:15
2. Show You Off - 3:08
3. Burnin' It Down - 3:39
4. Tryin' To Love Me 3:45
5. Sweet Little Somethin' - 3:24
6. Laid Back - 3:04
7. Tonight Looks Good On You - 3:51
8. Too Fast - 3:22
9. If My Truck Could Talk - 3:30
10. Old Boots, New Dirt - 2:54
11. I Took It With Me - 3:02
12. Don't Change Gone - 2:56
13. Miss That Girl - 2:56
14. Gonna Know We Were Here - 3:44
15. Two Night Tow - 3:20

Art-Nr.: 8674
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Aldean, Jason - relentless [2007]
Ganz starkes, sattes, knackiges, zweites Album von einem der Vorzeige-Künstler aus Nashville's neuer, verwegener, junger, "wilder" New Country-Garde! Sein Debüt von 2005 ist seit zwei Jahren ein ununterbrochener Dauerbrenner in den Charts, wurde längst mit Platin ausgezeichnet und brachte Jason Aldean 2006 den Titel des "Top Male New Vocalist" der "Academy of Country Music" ein. Ein absoluter Senkrechtstart für einen Newcomer! Das Independent Label Broken Bow Records (u. a. auch Label von Craig Morgan) hat sich mit viel Umsicht und Gespür einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Solch ein unerwarteter, spektakulärer Erfolg bringt natürlich eine Menge Vorteile mit sich, birgt aber auch gewisse Risiken für ein Nachfolge-Album. Zum einen hat man es zwar deutlich leichter, beispielsweise an vielversprechende Songs heranzukommen, zum anderen aber ist der Erfolgsdruck enorm hoch. Um es vorwegzunehmen, Jason Aldean hat das alles kalt gelassen und mit "Relentless"ein Album nachgeschoben, das den schon großartigen Vogänger glatt noch einmal toppt! Keine Frage, auch diesmal wird er, verdientermaßen, wieder ordentlich abräumen. Was bringt diese knackig, rockige, durchaus auf traditionellen Roots basierende, von einer leichten Southern-Brise (das hat der aus Georgia stammende Bursche einfach im Blut) durchzogene, kraftvolle New Country-Mucke für einen Schwung in die Bude Nashville's! Richtigerweise hat man sich schwerpunktmäßig auch für das neue Werk am Grundkonzept des Vorgängers orientiert, wenngliech das Songmaterial fast noch stärker geworden ist. Von den Musikern, über den Produzenten, bis zur Covergestaltung wurde nur wenig verändert, lediglich bei den Songwritern wurde etwas mehr in die Breite variiert (hier ist jetzt neben den etablierten Schreibern vom Vorgänger zusätzlich fast alles am Start, was Rang und Namen in der Szene hat). Jason taucht diesmal nicht in den Songwriter-Credits auf (beim Debüt hatte er noch drei Stücke mitkomponiert) und darf sich damit voll und ganz auf seinen großartigen Gesang konzentrieren. Der klasse Opener "Johnny Cash" lehnt sich in seiner kräftig country-rockigen Art (dezenter Redneck-Einschlag) deutlich an Aldean's erste Hitsingle "Hicktown" an, der prominente Titel dürfte sein Übriges zum Gelingen beitragen. Ein starker Auftakt, der direkt in die Vollen geht. Geschrieben übrigens von John Rich (Big & Rich), Vickey MyGhee und Rodney Clawson, die auch Jason's ersten Nr.1-Hit "Why" konzipiert hatten. Im weiteren Verlauf wurde eine erstklassige Mischung aus kräftigen, atmosphärischen Balladen ("Laughed Until We Cried", "Who’s Kissing You Tonight", "Back In This Cigarette"), melodischen Midtempo-Songs ("Do You Wish It Was Me" - mit toller Baritone-Gitarre -, "My Memory Ain’t What It Used To Be") und knackigen New Country-Nummern ("I Use What I Got", "Relentless") zusammengestellt, die praktisch alle das Potenzial künftiger Chartbreaker haben. Das ist es, was die "toughen" Cowgirls and Cowboys von heute hören wollen! Weitere Highlights sind das herrlich kernige, dezent bluesige, aber trotzdem sehr melodisch dargebotene "No" (starke E-Gitarren), die traumhafte, kraftvolle Ballade "Grown Woman" mit der ebenfalls zur Zeit mächtig angesagten Miranda Lambert als Zweitstimme, der flotte Honky Tonk-Feger "I Break Everything I Touch", ein David Lee Murphy-Song, oder das abschließende, wunderbar southern-lastige, von feiner Slide-Gitarre begleitete"„Not Every Man Lives", das scheinbar seine Inspiration bei legendären Bands wie den Rolling Stones oder Lynyrd Skynyrd gefunden hat. Ein ganz starkes Finish. Klasse vor allem immer wieder die starke E-Gitarren-Arbeit von Big & Rich Haus- und Hof-Gitarrist Adam Shoenfeld (neben Kurt Allison), der in jedem Song seine brillant und technisch anspruchsvoll gespielten Soli vom Stapel lässt. Fazit: Jason Aldean ist mit dem oft so brisanten Zweitwerk "Relentless" (= unbarmherzig) und seinem "Amped-up contemporary Country with Southern Rock and Honky-Tonk influences"-New Country-Sound ein weiteres Meisterstück gelungen, das erneut Hits am Fließband abwerfen und der etablierten Konkurrenz heftig "Dampf unterm Hintern" machen wird. Einfach "unbarmherzig stark", dieser Jason Aldean! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4955
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Johnny Cash
Do you wish it was me
No
Grown woman
I break everything I touch
Not every man lives

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Aldean, Jason - they don't know [2016]
7. Studio-Album von Jason Aldean. Er zählt schon seit geraumer Zeit zu den Stadien-füllenden Megastars der Nashville-Szene und was soll man nach sechs Alben, die alle bis auf zwei kleine Ausnahmen unter den Top-5 der Billboard Country- als auch der Genre übergreifenden Charts gelandet sind (die beiden letzten jeweils in beiden Rankings auf Platz 1), großartiges ändern? Aldean und sein Langzeit-Produzent Michael Knox fahren weiter die Erfolgslinie und überlassen das Experimentieren anderen. Gut so! Man ist mittlerweile in der bequemen Lage, sich in Ruhe die Songs herauspicken zu können (natürlich ist auch hier wieder alles am Start, was sich an angesagten Songwritern auf dem Markt befindet), die zu Jason am Besten passen. Mit seiner exzellenten Liveband, bestehend aus Rich Redmond, Tully Kennedy und Kurt Allison, die jederzeit in der Lage ist, auf Augenhöhe mit den arrivierten Nashville Studio-Musikern zu agieren (auch hier sind natürlich wieder bewährte Leute wie u. a. Adam Shoenveld, Danny Radar, Rob McNelley, John Willis, Mike Johnson mit an Bord) hat man dazu ein perfekt eingespieltes und funktionierendes Team, auf das man sich ebenfalls blind verlassen kann. So wird auf seinem neuen Werk "They Don't Know" auch diesmal an die bewährten Konzepte von "My Kinda Party" und "Old Boots, New Dirt" nahtlos angeknüpft. Überwiegend kräftige und mitreißende Countryrocker sowie ein paar Balladen, die vom Anliegen dazu prädestiniert sind, ein Spektakel in den großen Arenen, die mittlerweile nun mal Aldeans überwiegende Projektionsfläche sind, abzuliefern. Die Songs sind durchweg klasse und vielleicht sogar noch ein wenig besser als bei früheren Werken. Erneut gibt es satte 15 Tracks, beginnend mit euphorischen, vom knackigen E-Gitarren durchzogenen "Lights Come On" (belegte bereits Platz 3), bis zum abschließenden, atmosphärischen "When The Lights Go Out". Man hat lediglich wieder die Qual der Wahl, welche Stücke als Singles ins Rennen geschickt werden sollen. Den zweiten Anlauf macht das von dezenter Melancholie gezeichnete, etwas ruhigere "A Little More Summertime", das eher Aldeans sentimentale Seite repräsentiert. Tradition hat ja auch ein Duett mit einer aktuell angesagten Kollegin. Diesmal ist Kelsea Ballerini die Partnerin beim der herzzerreißenden, Blockbuster-tauglichen Ballade "First Time Again". Am wohlsten fühlt sich Aldean aber spürbar, wenn in Southern-rockiger Manier, wie beim krachenden Titelstück "They Don't Know" (geht in Richtung "My Kinda Party"), "One We Won't Forget" oder dem herrlichen "The Way A Night Should Feel" (Co-Writer Brett James) ordentlich Gas gegeben wird.. Fazit: Superstar Jason Aldean geht unbeirrt seinen Weg weiter. Rockiger New Country vom Feinsten! Das Songmaterial ist exzellent und "They Don't Know" bietet erneut exakt das, was seine Fans von ihm hören wollen. Das Album wird, das wissen wir schon jetzt, ganz sicher wieder die Pole erklimmen. Was eigentlich in seiner Karriere nur noch fehlt, ist eine Gene-übergreifende Billboard Top 100 Nr.1-Hitsingle. Bleibt lediglich die spannende Frage, ob es diesmal klappt. Verdient hätte er es und das Material hat allemal die Klasse dazu. Wir sagen, viel Glück und 'toi toi toi', Jason Aldean! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Lights Come On - 3.14
2. A Little More Summertime - 3.39
3. This Plane Don't Go There - 2.59
4. Comin' In Hot - 2.59
5. First Time Again (with Kelsea Ballerini) - 3.24
6. Bad - 3.33
7. They Don't Know - 3.15
8. One We Won't Forget - 3.16
9. Whiskey'd Up - 3.11
10. In Case You Don't Remember - 2.59
11. All Out of Beer - 3.18
12. Any Ol' Barstool - 3.23
13. The Way a Night Should Feel - 3.04
14. Reason to Love L.A. - 3.22
15. When the Lights Go Out - 3.25

Art-Nr.: 9266
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Allan, Gary - tough all over [2005]
Neue CD von Gary Allan - und wieder ist es, das war auch gar nicht anders zu erwarten, ein tolles Teil geworden! Der Mann aus dem Süden Californiens zählt sicher zu einem der interessantesten New Country-Vertreter im heutigen Nashville, denn wie kaum ein anderer ist er in der Lage eine absolut authentische, in besten musikalischen Fundamenten verankerte Brücke zwischen den typischen Attributen des Nashville Mainstream Countrys und wunderbar rootsig wirkenden, staubigen Fragmenten der Americana-/Alternate Country-Bewegung zu schlagen. Das klingt ungemein cool, modern, peppig, deutlich traditionell verwurzelt und immer zu 100% country! Gary Allan's Musik ist einzigartig! Sein Gesang ist einfach herrlich! Ob knackig, rockig, oder mit seinen hinreißenden Balladen - er schafft es einfach locker, seine Zuhörer mit seiner unverwechselbaren, wunderbaren, lässigen, sowohl kraftvollen, ein gewisses Macho-Image verkörpenden, gleichzietig aber auch so warm und angenehm sanft rüber kommenden, zuweilen leicht angerauten, ausdrucksstarken, sexy Stimme in seinen Bann zu schlagen. In manchen Nuancen erinnert seine Art zu singen gar ein wenig an den legendären Gene Clark von den Byrds. Allein schon dadurch entsteht eine gewisse, teils Gänsehaut erzeugende, Retro-Roots-Countryrock-Stimmung. Aber, und da wiederholen wir uns gerne, Allan ist durch und durch Nashville-tauglich! Dazu ist das Songmaterial allererste Sahne! Die Stücke wirken trocken, dennoch sehr frisch und klar, sind durchzogen von wunderbaren Melodien und völlig frei von irgendwelchen Pop-Aufgüssen. Knackiges Schlagzeug, tolle E-Gitarren, transparente Acoustic-Gitarren, wundervolle Steel-Passagen, dezente Orgel-Ergänzungen, und auch mal eine klasse Baritone-Guitar bestimmen überwiegend das Geschehen. "Tough all over" startet mit dem Titelstück, einem von treibenden Bass-Rhythmen und dynamischen Drums angetriebenen, eine ordentliche Power ausstrahlenden, saustarken, voller Roots-/Alternate Country-Flair steckenden, straighten Countryrocker! Staubig, durchzogen mit leicht bluesiger Mundharmonika und satten E-Gitarren-Riffs, bringt Allan viel Würze in diese Nummer! Tolle E-Gitarren, klasse Steelguitar-Tupfer, eine dezent eingesetzte Fiddle, knackige Drums, ein gewisses Western-Flair, und eine von Gary's großartiger, leicht kratziger, warmer, aber dennoch so toughen Tenor-Stimme wundervoll vorgetragene Melodie sind die Eckpfeiler der traumhaften Ballade "Best I ever had", die bereits hoch, und zwar weiterhin mit dem Pfeil in Richtung Spitze, in den Billboard Country Singles-Charts eingestiegen ist. Mit staub-trockenen, viel Wüsten-/Ghost Town-Flair verbreitenden Acoustic Gitarren, ergänzt durch eine wunderbare Steel, und einem herrlich groovenden Rhythmus gelingt Gary Allan mit der fantastischen Midtempo-Nummer "I just got back from hell" anschließend die nahezu perfekte, bereits angesprochene Synthese zwischen Nashville Radio-Country und rootsigem Americana-Country. Tolle Melodie! Klasse auch dieses gewisse Texas-/Southern-Feeling! Sehr stark auch die knackige, melodische, mit feiner Baritone-Gitarre angereicherte Midtempo-Countrynummer "Ring", die wieder ein wenig southern klingende, trockene, von klasse E-Gitarren-Riffs und toller Steel geprägte Country-/Countryrock-Ballade "Promise is broken", der großartige, Johnny Cash gewidmete, fast schon etwas mystisch klingende, wieder schön erdige, flott groovende Outlaw-Country-/Honky Tonk-Knüller "Nickajack cave", im übrigen komponiert von Allan's Lieblings-Songwriter Jamie O'Hara, die satte, von einem kräftigen Southern Rock-Flair durchzogene (im Text finden beispielsweise Lynyrd Skynyrd ihre Erwähnung) durchzogene Countryrock-Ballade "He can't quit her" mit ihrer kräftigen Lead-Gitarre, die Herz zerreißende, lupenreine, Fiddle- und Steel-getränkte, herrlich melodische Country-Ballade "Puttin' memories away", das wie Öl runter gehende, knackig flotte, nicht mehr aus dem Ohr weichen wollende, lässige "No damn good" mit den tollen Gitarren, der Fiddel und der schönen Steel, usw., usw.! Hervorzuheben ist auch die prächtig abgestimmte, exakt auf den Punkt gebrachte, hervorragende Produktion von Mark Wright und Gary Allan selbst! Unter den Musikern: John Willis (Acoustic guitar), Brent Rowan (Electric guitar), Michael Rhodes (Bass), Chad Cromwell (Drums), Robby Turner (Steel) usw.! Gary Allan und seine Crew in großer Form!

Art-Nr.: 3609
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Allman Brothers Band, The - live at the atlanta international pop festival [2021]
Reissue! Lange vergriffen, nun wiederveröffentlicht, direkt von der ‎ Allman Brothers Band Recording Company!

8 Monate vor den berühmten Fillmore East-Auftritten spielten die Allman Brothers unweit ihrer Heimat Macon am 3. und 5. Juli 1970 zwei Gigs beim International Pop Festival von Atlanta/Georgia - und Leute, es waren zwei grandiose Shows. Beide Performances werden nun auf dieser wunderbaren Doppel-CD (bis auf 3 Tracks) in einer über 155 Minuten andauernden Fassung veröffentlicht. In beeindruckender Art und Weise demonstrierten die Allman Brothers vor Hundertausenden von Leuten, und das erst rund ein gutes Jahr nach ihrer Gründung, was sie innerhalb von kürzester Zeit zu einer Institution des Southern-/Blues-/Jam-Rocks werden ließ. Viele Songs der beiden Sets überschneiden sich natürlich, doch sie unterscheiden sich in ihrer Spielart, im Tempo und in den Jammings zum Teil deutlich voneinander. Es tritt niemals Langeweile auf. Das war Spielfreude pur! Insgesamt wirken sie vielleicht noch ein wenig rauher als bei den späteren Fillmore-Konzerten, doch das kommt richtig gut! Die Setlist enthält unter anderem: "Statesboro Blues", "Trouble no more" "Don't keep me wonderin'", "Dreams", "Hoochie Coochie man", "Whipping post" (mit grandiosem Lead Bass von Berry Oakley)...usw.! Gast-Gitarrist bei der 28-minütigen "Mountain jam" des 5. Juli war im übrigen Johnny Winter! Grundlage für die neu überarbeiteten Aufnahmen waren die original Multi-Track-Tapes von damals! Der Sound wurde schön roh gehalten. Ein unverzichtbares, historisches Live-Dokument der Allman Brothers!

Die komplette Setlist:

Disc 1:
1. Introduction (July 3, 1970) - 1:04
2. Statesboro Blues (July 3, 1970) - 6:05
3. Trouble No More (July 3, 1970) - 4:04
4. Don't Keep Me Wonderin' (July 3) - 3:48
5. Dreams (July 3, 1970) - 9:49
6. Every Hungry Woman (July 3, 1970) - 4:31
7. Hoochie Coochie Man (July 3, 1970) - 5:29
8. In Memory of Elizabeth Reed (July 3, 1970) - 11:34
9. Whipping Post (July 3, 1970) - 14:46
10. Mountain Jam, Pt. 1 (July 3, 1970) - 10:35
11. Rain Delay (July 3, 1970) - 1:14
12. Mountain Jam, Pt. 2 (July 3, 1970) - 6:51

Disc 2:
1. Introduction (July 5, 1970) - 1:10
2. Don't Keep Me Wonderin' (July 5, 1970) - 4:04
3. Statesboro Blues (July 5, 1970) - 4:25
4. In Memory of Elizabeth Reed (July 5, 1970) - 13:13
5. Stormy Monday (Live at the Atlanta International Pop Festival July 5, 1970) - 9:03
6. Whipping Post (July 5, 1970) - 14:23
7. Mountain Jam (July 5, 1970) - 28:20

Art-Nr.: 2149
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Allman Brothers Band, The - the final note [2020]
Erstmals offiziell veröffentlicht über die Allman Brothers Band Recording Company erleben wir hier ein außergewöhnliches Stück Rockgeschichte. Die Urväter des Southern-Blues-Jamrocks, die legendären Allman Brothers in ihrer Original-Besetzung, 1971 auf einer absoluten Welle des Erfolges schwimmend, treten am 17. Oktober 1971 beim Painters Mill Music Festival in Owings Mills im U.S. Bundesstaat Maryland auf. Die zweite Show an diesem Tag dort sollte der letzte Gig mit dem anschließend Generationen von Gitarristen und Musikern beeinflussenden Duane Allman werden, der 12 Tage später bei einem tragischen Motorradunfall ums Leben kam. Mitgeschnitten wurde die Show damals auf einem kleinen Hand-Kassettenrecorder durch dem jungen Radiojournalisten Sam Idas. Idas erinnert sich, wie die Aufnahme damals entstand: "Das Gerät hatte ich dabei, um ein Interview mit Gregg Allman aufzuzeichnen. Es war ein brandneuer Kassettenrekorder mit einem eingebauten Mikrofon, und ich hatte eine 60-minütige Kassette. Ich saß dort mit dem Rekorder und dachte: 'Warum probiere ich nicht aus, das Konzert aufzunehmen?' Es war eine völlig spontane Idee und Entscheidung. Ich war schon bei sehr vielen Konzerten, aber dies war das erste Mal, dass ich den Gedanken hatte, die Show aufzunehmen - und tat es". Das es, infolge des anschließenden, tragischen Geschehens, solch eine besondere, historische Aufnahme werden sollte, konnte keiner ahnen. Erst vor einigen Jahren hat Idas diese Kassette wieder gefunden. Die Nachricht von diesem unglaublichen Stück ABB-Geschichte erreichte den Manager der Band, Bert Holman, der sofort wusste, was zu tun war. Das Resultat liegt nun vor. Ja, es ist ein simpler Audience-Mitschnitt, also eine einfache Publikumsaufnahme, zudem auf einer rund 50 Jahre alten Kassette. Doch trotz dieser offensichtlichen und natürlich im Sound auch hörbaren Einschränkungen, haben moderne, technologische Verbesserungen dazu beigetragen, die Magie dieser bedeutenden Nacht wieder herzustellen. Für die "echten" Allmans-Fans ist "The final note" (enthalten sind nie zuvor veröffentlichte Fotos aus der Show dieser Nacht, umfangreiche Linernotes des ABB-Archivars John Lynskey, sowie ein Foto der tatsächlich verwendeten Kassette von Sam Idas) damit sicher ein Album, das in der Sammlung nicht fehlen darf. Historisch!

Die komplette Setlist:

1. Statesboro Blues - 5:01
2. Trouble No More - 4:42
3. Don't Keep Me Wondering - 4:02
4. Done Somebody Wrong - 3:36
5. One Way Out - 5:26
6. In Memory of Elizabeth Reed - 6:09
7. Hot 'Lanta - 7:39
8. Whipping Post - 12:48

Art-Nr.: 10169
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Anderson, John - easy money [2007]
Bravouröses "Comeback" des beliebten Neo-Outlaw-Honky Tonkers John Anderson, der uns einst mit Hits wie "Chicken truck", dem legendären "Swingin'" oder "Straight Tequila night" unvergeßliche Country-Evergreens bescherte. Obwohl es Mitte der Neunziger und zu Beginn des neuen Jahrtausends eher ruhiger um den aus Apopka/Florida stammenden Country-Veteranen wurde (Nashville hatte sich, da Anderson konsequent seiner musikalischen Linie treu blieb, aufgrund aktueller Chart-Trends immer mehr von ihm abgewandt), konnte er sich zu jeder Zeit einer immens großen und sehr loyalen Fan-Gemeinde sicher sein. Vereinzelt erschienen in den vergangenen Jahren immer mal wieder großartige Alben von ihm, zuletzt das klasse 2001er-Werk "Nobody's got it all", doch was er jetzt mit "Easy money" abliefert toppt alles und ist das mit Abstand beste Album, das Anderson seit ewigen Zeiten veröffentlichte. Niemand anderes als Nashville's derzeitiger Starproduzent John Rich vom angesagten Duo Big & Rich (Rich hat nicht nur produziert, sondern auch etliche Songs mitkomponiert) hat sich seiner angenommen. Den beiden, Rich und Anderson, ist es auf beeindruckende Weise gelungen, eine exzellente Brücke zwischen Anderson's Honky Tonk-Wurzeln, puren Country-Traditionen und kraftvollen, knackigen, sehr zeitgemäßen, "jungen" Country-Tendenzen zu schlagen. Das durch und durch hervorragende Songmaterial und die entsprechenden musikalischen Vorträge stecken voller Inspiration, Vitalität, Spielwitz und voller Chart-Potenzial. Das spricht sowohl die "alten" Anderson-Fans, als auch die junge Country-Generation an. Nichts wirkt aufgesetzt und gekünstelt, sondern alles wirkt überaus authentisch, ehrlich und vor allen Dingen immer richtig "country"! John's Stimme ist noch immer unverwechselbar, ist einem sofort wieder vertraut und bestens in Form. Mit dem lebendigen, von würzigen E-Gitarren und klasse Fiddle dominierten "rowdy-rockin'" Roadhouse-/Honky Tonk-Fetzer "Easy money" startet das Album gleich voll durch. Tolle Nummer, die in etwa auf der Schiene solch "junger Wilder" wie Jason Aldean, Keith Anderson, Jake Owen, Eric Church & Co. daherkommt. Enthält ein kurzes, aber gewaltig kochendes, furioses E-Gitarren-Solo von Keith Urban! Es folgt die schöne, von John Rich, Vicky McGehee und Julie Roberts geschriebene Ballade "A woman knows", arrangiert mit großartiger Gitarren-/Piano-/Fiddle- und Steelguitar-Begleitung. Der Song, gleichzeitig die erste Single des Albums, ist auf dieser "enhanced CD" zusätzlich als Video-Clip enthalten. Ein prächtiges, kräftiges, fettes Southern-Falir versprüht der anschließende, kernige Countryrocker "Funky Country"! Kommt mit satten E-Gitarren-Riffs, einem tollen Dixie-Groove, brodelnden Slide-/Lead Gitarren-Läufen und einer großartigen, unterschwelligen Banjo-Untermalung! Hank Williams jr., Van Zant und Montgomery Gentry lassen grüßen! Klasse! Dann ein Traum von einer modernen Country-Ballade: Komponiert von Jon Anderson und Troy (Cowboy Troy) Coleman bahnt sich das wunderbar melodische "Bonnie Blue" unwiderstehlich seinen Weg in unsere Country-Ohren, begleitet von herrlichen Mandolinenklängen, Fiddle, heulender Steelguitar und einem angenehmen, ungemein wohltuenden, gleichzeitg durchaus knackigen, kräftigen Rhythmus! Toll! Einen ordentlichen Drive, klasse E-Gitarren-Licks und abermals ein feines Southern-Feeling versprüht im Anschluß daran der dynamische, gut tanzbare Roadhouse Country-Knaller "If her lovin' don't kill me" (klasse Slides), ehe Anderson mit dem lockeren und entspannten, aber durchaus flotten "Something to drink about" einen total traditionellen "Honky Tonk-/Barroom-Weeper" in allerbester Jones-/Haggard-Manier zum Besten gibt (großartige Fiddle-/Steelguitar-Begleitung)! Hervorragend auch die sehr abwechslungsreich und klug arrangierte, wunderbar melodische, einem einen herrlichen Southern-Duft um die Nase wehende, durchaus knackige, kraftvolle Ballade "Weeds" mit ihren tollen, rurückhaltenden Gitarren und dem exquisiten Fiddle-/Steel-Wechselspiel, das feine, traditionelle George Jones-Tribute "Brown liquor", oder der das Album abschließende, genauso urige, wie gefühlvolle, exzellente, ruhige Honky Tonk-/Swing-/Country-Blues "Willie's guitar" (klasse Acoustic Gitarren-Solo), bei dem ihm zwei seiner "Heroes", die legendären Merle Haggard und Willie Nelson, als großartige Duett-Partner gerne zur Seite stehen! "This album is definitely a winner", heißt es in einem US-Statement! Dem muß man ohne jede Einschränkung von vorn bis hinten zustimmen! John Anderson ist musikalisch wieder ganz oben! Eine Meisterleistung!

Art-Nr.: 4943
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Anderson, John - years [2020]
Da werden sich die vielen, loyalen Fans aber freuen: Mit "Years" erscheint endlich wieder einmal ein neues Album der Country-Legende John Anderson - und es ist ein richtig tolles Werk geworden. Der aus Apopka/Florida stammende und heute in Smithville/Tennessee lebende, für seine unverwechselbare Stimme bekannte John Anderson liefert 10 exzellente Songs ab - alles absolut natürliche, traditionelle, unverfälschte Countrymusic, frei von irgendwelchen, neumodischen Nashville Pop-Bezügen. Das ist einfach nur zeitloser, wunderbarer Country, für den er in seiner ganzen Karriere gestanden hat. Produziert haben Dan Auerbach (The Black Keys) und David Ferguson, die auch für das komplette Songwriting verantwortlich zeichnen., zum Teil mit der Hilfe weiterer, bekannter Country-Songwriter. Das Resultat ist, wie gesagt, absolut top, da sich Anderson auch in hervorragender Verfassung präsentiert. Es gibt die ein oder andere Ballade, dann herrlich flockige, lockere, dennoch knackige, ungemein melodische, schön flotte Countrynummern (das zusammen mit Blake Shelton eingespielte, ganz wunderbare "Tuesday I'll be gone" beispielsweise erinnert in seinem fluffigen, herrlichen Arrangement und dem schönen Gesang gar an die Eagles), auch mal staubigen Outlaw Country und mal eine rockigere Nummer. Alles passt prächtig zueinander und ergibt im Resulat ein von vorn bis hinten erstklassiges John Anderson-Werk, wie man es ihm kaum noch zugetraut hätte. Super Leistung, Mr. Anderson, wir sind tief beeindruckt.

Hier noch ein Original U.S.-Review:

John Anderson has one of the best, and one of the most recognizable singing voices in country music, and he's in top form on "Years." It's expertly produced by Dan Auerbach (of The Black Keys) and David "Fergie" Ferguson, and Anderson and Auerbach wrote all of the songs, sometimes with the help of noteworthy songwriters like Pat McLaughlin and Larry Cordle. It's a nearly perfect, 10-song album, too.
A few of its songs address aging head-on, opening with "I'm Still Hangin' On," and again with the title track. The banjo and harmonica accented "Celebrate" also takes a few moments to be thankful for the gift of life. There's also a collaboration with Blake Shelton, "Tuesday I'll Be Gone," that works. The album closes with the semi-Roy Orbison-esque "You're Nearly Nothing," which includes pretty female backing vocals. Although the producers didn't go for it all the way, one can easily imagine a full Orbison orchestration on it.
The album's instrumentation is consistently traditional all the way through, which always sounds natural and unforced. "Years" does feature a rock electric guitar solo, but it nevertheless fits the song's anthemic nature. Anderson's amazingly unique voice is the central focus throughout, though. During "I'm Still Hangin' On," Anderson notes how "There were people placing bets that I'd be dead and gone." Let's all be thankful these folks lost those bets. Anderson recorded one of the best albums of the year, which only makes us want to hear more from him for many years to come.
(Dan MacIntosh / Country Standard Time)

Das komplette Tracklisting:

1. I'm Still Hangin' On - 3:45
2. Celebrate - 2:55
3. Years - 2:56
4. Tuesday I'll Be Gone (feat. Blake Shelton) - 3:44
5. What's a Man Got to Do - 3:17
6. Wild and Free - 2:39
7. Slow Down - 2:47
8. All We're Really Looking For - 3:24
9. Chasing Down a Dream - 3:24
10. You're Nearly Nothing - 3:00

Art-Nr.: 10036
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Anderson, Keith - three chord country and american rock & roll [2005]
Tolles Debut eines der größten, neuen Talente in Nashville! Der in Oklahoma aufgewachsene Keith Anderson, seit über 10 Jahren in den Clubs rund um Nashville aktiv, steht für die neue, einen gewissen rauen, wilden und rebellischen Charme verbreitende, junge Country-Generation, die in Music City zur Zeit ordentlich für Furore sorgt. Der Albumtitel "Three chords country and Americna Rock & Roll" könnte seine Musik kaum besser beschreiben. Anderson gelingt es in beeindruckender Manier Elemente traditioneller Countrymusic mit denen der jungen, modernen, aber auch klassischen amerikanischen Rockbewegung zu paaren, was schließlich in einer Art "modern rockin' New Country" mündet. Musikalisch bedeutet das "big drums", knackige, gut nach vorne gehende Rhythmen und jede Menge "loud guitars"! "This Country music rocks and boogie" - auch dieses Statement trifft es eindeutig! Doch trotz der rockigen Note bilden eindeutig die Countryelemente die musikalische Basis. Es ist und bleibt Country! Wir hören Banjos, Steelguitars, Mandolinen, Dobro, Klavier... - alles, was das Countryherz begehrt, doch dominiert wird der Sound von den massiven E-Gitarren und den kraftvollen Rhythmen. Toll, wenn sich, wie beispielsweise bei dem großartigen Titelstück, zwirbelnde Rock-Gitarren mit schreienden Country-Fiddles duellieren, und dann im Text noch gesungen wird "Crankin' everything from Brooks & Dunn to Aerosmith, out here in the country that's the way we get our kicks"! Sagt doch mehr als eindeutig, wo's lang geht! Auch als Songwriter hat sich Keith Anderson in Nashville längst fest etabliert. Im Jahre 2002 gewann er den renommiertene "10th annual Jim Beam Country Band Search"-Contest, im selben Jahr nahmen George Jones und Garth Brooks das von ihm mit-komponierte Duett "Beer run" auf, welches sogar eine Grammy-Nominierung nach sich zog und im letzten Jahr wählte Gretchen Wilson für ihr mega-erfolgreiches Debutalbum "Here for the party" mit "The bed" ebenfalls eine Keith Anderson co-written Nummer aus. So verwundert es kaum, daß er auch sämtliche Stücke seines eigenen Albums (mit)geschrieben hat, und zwar zusammen mit solch angesagten, in Nashville für das rockige "young Country" zuständigen Songwritern wie Tom Hambridge, Big & Rich's John Rich oder Jeffrey Steele, der das Album zudem produzierte. Sehr stark beispielsweise das riffige, mit klasse im Hintergrund agierendem Banjo angereicherte, ungemein knackige, satte New Country-Stück "Podunk" mit seiner tollen Melodie und der schönen Kombination aus dezenter Steel und fetten Lead Gitarren. Geht prima ins Ohr, rockt und wird gleichzeitig der (Line)Dance-Fraktion gefallen! Oder der lustige Party-Heuler und Stimmungsmacher "Wrap around", der wohl sämtliche Roadhouses und Truckstops der Nation ordentlich in Schwung bringen sollte. Ein/zwei verdiente Feierabend-Biere intus und diese Mucke... - wer dann nicht mitgrölt, ist definitiv eine Spaßbremse! Toll auch die, wiederum sehr knackige, von fetten E-Gitarren und treibendem Schlagzeug gut in Fahrt gebrachte, rockin' New Country-Nummer "XXL", die ein gewisses Honky Tonk-/ Southern-/ Boogie-Flair nicht leugnen kann, ebenso wie die rockige, wieder schön satt instrumentierte Midtempo New Country-Nummer "Pickin' wildflowers". Banjo und Mundorgel bilden hier eine willkommene Ergänzung zu den massiven E-Gitarren und der jederzeit spürbaren "Young and Wld"-Atmosphäre. Weitere Knüller: Das etwas lockerere, mit frischer Mandoline und schöner Steel angereicherte, sehr melodische "Every time I hear your name", der wieder richtig Stimmung machende "Beer-drinkin"" New Country-Rocker "Stick it" mit seiner klasse Melodie, der schwungvolle, wie Öl runtergehende, voller herrlicher Slide-Gitarren steckende, an der Schnittstelle Brooks & Dunn / Montgomery Gentry angesiedelte, leicht southern-getränkte Countryrocker "Plan B", usw., usw.! Moderne, den Nerv der Zeit treffende, erstklassige, etwas raue, die junge, rockende Country-Generation repräsentirende, kräftige Country-Sounds, etwa in der Schnittmenge Big & Rich, Keith Urban und Montgomery Gentry liegend. Hat Biß, Drive und Tradition! Stark!

Art-Nr.: 3268
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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