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Robert Jon & The Wreck - shine a light on me brother [2021]
"Southern flavored, blues rock & roll and hints of 70’s rock", der einen nicht mehr aus dem Schwärmen kommen lässt. Unglaublich! Wo ist das Limit dieser Band? Letztes Jahr waren sie mit dem fantastische Album "Last Light On The Highway" am Start und man dachte, diese musikalische Höhe werden sie kaum noch einmal übertreffen können - und nun hauen sie dieses umwerfende, neue Werk "Shine A Light On Me Brother" raus. Wieder eine Weiterentwicklung, noch mal eine Stufe höher - Robert Jon & The Wreck aus Orange County/California sind nicht zu stoppen. Bravouröse Songs der Extraklasse schütteln sie aus dem Ärmel, als wäre es gar nichts. Satte Gitarren, herrliche Slide, himreißende Soli, bärenstarkes, variables Songmaterial, wunderbare Melodien, auch mal ein rootsiges Countryrock-Flair, dann wieder die Nähe zum Jamrock, ein Schuß Soul und Blues, ein erdiger, satter Sound (bei drei/vier Songs erzeugt die geschickt und wohl temperiert eingesetzte Bläserfraktion "504 Horns" aus New Orleans zusätzlichen Druck und Hitze, zudem glänzen Joe Bonamassa's Backing-Damen Mahalia Barnes, Prinnie Stevens und Juanita Tippins mit herausragendem Background Gesang) - kaum eine andere Band schafft es, ursprünglichen "grit", Natürlichkeit, spürbare, jammige Spielfreude und wunderbare Harmonien mit solch einer Selbstverständlichkeit und Perfektion, in einem dermaßen unwiderstehlichen, natürlichen, erdigen Southern Rock-Gewand zusammenzuführen. Robert Jon Burrison - lead vocals, guitars (großartige, kraftvolle Stimme), Henry James Schneekluth - lead guitar, slide guitar, vocals, Steve Maggiora - keyboards, sowie die exzellente Rhythmussektion, bestehend aus Andrew Espantman - drums, vocals und Warren Murrel - bass, vocals, verstehen sich mittlerweile nahezu blind in ihrem Zusammenspiel. Allein dieser grandiose Gitarrenzauber des jungen, fantastisch aufspielenden Henry James und Steve Maggiora's begnadetes, klimperndes Piano- (die Inspiration von Lynyrd Skynyrd's legendärem Billy Powell ist deutlich erkennbar) und Orgelspiel sind ein Hochgenuß. Los geht's mit purer Dynamik, Leidenschaft und Power. Das Titelstück des Albums, "Shine a light on me brother", steht auf dem Programm - was für ein kochender, bluesiger, dezent Gospel-inspirierter Roadhouse-/Southern Rock-Hammer! Mächtige, satte Gitarrenriffs, furios kilmperndes Piano, ein teibender, schwerer Groove, hinreißende Slideguitar-Licks (inkl. glühendem Solo), Robert Jon's exzellenter Gesang - und dann, plötzölich, nach der ersten Strophe, tritt die Band mit einem starken Tempowechsel voll aus's Gaspedal und implementiert ordentlich heiße Bläser-Fills und tierische, weibliche Background Vocals. Die sprichwörtliche "Hütte" brennt. Und über allem: eine beeindruckende, großartige Melodie. Ein mitreißender Auftakt! Was kann jetzt noch schief gehen? Nichts! Und so kommt es auch. Eine bravouröse Nummer folgt der nächsten. Zum Beispiel der schön funky groovende, jammige, abermals voller Energie steckende, melodische, satte Southern Rocker "Everyday" (zwei zündende Gitarrensoli, tolle Percussion, prächtiger Background Gesang, irre starkes Pianospiel), der hoch melodische, fantastisch arrangierte, kernig und "catchy" nach vorn rockende Gitarren Southern-/Heartland Rock-Knaller "Ain't no young love song" (traumhafte Harmonies, wunderbar ins Ohr gehender Refrain, super Gitarrenarbeit von Henry James), der begnatete, ungemein gefühlvolle, dennoch durchaus knackige, fesselnde Soul-Blues "Chicago" mit seinen hinreißend passenden Bläsern und dem tollen Groove, die traumhaft schöne, ein gewisses Southern Countryrock-Flair ausstrahlende, mit feinen- Orgel- und Piano-Klängen, sowie exzellenter Slideguitar (starkes Solo) veredelte Ballade "Hurricane", das schön lockere, Country- und Southern Rock-Charakteristika geradezu perfekt vereinende "Desert sun" (die Nummer fühlt sich an, als sei sie aus einer imaginären, gemeinsamen Siebziger Jahre-Session der Eagles, The Marshall Tucker Band und The Outlaws entsprungen, fabelhaftes Slideguitar-Solo von Henry James), die packende, fette, hymnische Southern Rock-Ballade "Brother" (umwerfendes, glühendes Gitarrensolo), ehe das Album mit dem temporeichen, eine Menge gute Laune verbreitenden, furiosen, southern-rocking Partyfeger "Radio" in absoluter Hochstimmung ausklingt. Die Folge: Grenzenlose Begeisterung - nicht nur bei der Southern Rock-Gemeinde! Ein Album voller Suchtpotential! Diese Musik berauscht! Was für eine großartige Band! Längst hätten Robert Jon & The Wreck ein deutlich breiteres Publikum verdient. Pete Francis vom unabhängigen, amerikanischen Webzine "Blues Rock Revue" sagt darüber und über das Album: "This is one of the best blues rock band’s in the world today. The musicianship is topnotch, the songs are great, and this is a band that can be appreciated by a wide variety of listeners. 'Shine A Light On Me Brother' is Robert Jon and the Wreck’s best album to date which is saying a lot. It’s a great album from start to finish". 100% Übereinstimmung!

Das komplette Tracklisting:

1. Shine a Light on Me Brother - 3:57
2. Everyday - 4:27
3. Ain't No Young Love Song - 3:20
4. Chicago - 4:45
5. Hurricane - 5:19
6. Desert Sun - 4:12
7. Movin' - 4:45
8. Anna Maria - 4:45
9. Brother - 4:26
10. Radio - 3:11

Art-Nr.: 10382
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Shine a light on me brother
Everyday
Ain't no young love song
Chicago
Hurricane
Desert sun
Brother
Radio

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Vegabonds, The - sinners and saints [2021]
Die "Alabama-born, Tennessee-bred", ursprünglich aus Auburn/Alabama stammende Southern Rock Band The Vegabonds veröffentlicht, von der breiten Öffentlichkeit unverständlicherweise weitestgehend unbemerkt, ein fantastisches Album nach dem nächsten und legt, ähnlich wie Robert Jon & The Wreck, die Messlatte bei jedem neuen Album noch einmal ein Stückchen höher, um sie mit dem nächsten Werk wieder locker zu überwinden. Es gibt keine Grenzen. Was schütteln diese Burschen für tolle Songs aus dem Ärmel. "Sinners and saints" ist das nunmehr 6. Album der Vegabonds, mit dem sie abermals einen neuen "Highscore" erzielen. 11 prächtige, authentische Songs ohne jeden Schwachpunkt zwischen lupenreinem Southern Rock, Southern umwehtem Rootsrock, auch mal einem Hauch von Southern Soul und R & B, sowie mit jeder Menge Southern-Würze veredeltem Countryrock - alles wunderbar verpackt in satten, saftigen Gitarrenarrangements und eingebunden in herrlich eingängige Melodien. Ein ganz großes Plus der Band. Taucht man erst einmal in diese brillanten Melodienbögen und geradlinigen Songstrukturen mit dem unwiderstehlichen "Southern-Flow" ein, lässt einen dieser "Zauber" nicht mehr los. Gekonnt gelingt es diesem so großartig aufspielenden Quintett, bestehend aus Frontmann Daniel Allen (ein fantastischer Sänger und Songschreiber), dem exzellenten Lead-Gitarristen Richard Forehand (zusätzlich Pedal Steel, Banjo und Background-Gesang), Beau Cooper (Keyboards), Paul Bruens (Bass) und Bryan Harris (Drums), die alten Traditionen großer Southern Rock-Legenden wie etwa Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, The Allman Brothers Band & Co. mit ihren eigenen Trademarks, ihre Unbekümmertheit und spürbaren Frische in das Hier und Jetzt zu transportieren. Sie brennen einfach ein herrlich frisches, voller Energie steckendes, ja regelrecht glücklich machendes Song-Feuerwerk ab. Das Album startet gleich mit einem richtigen Southern Rock-"Pfund"! "Juke and jive" heißt die Nummer, deren Formel wie folgt lautet: fette, krachende Gitarrenriffs + glühende Lead Gitarre + ein cool im Hintergrund gezupftes Banjo während des Refrains + stampfende, treibende Rhythmen = The Vegabonds "on fire"! Klingt vielleicht ein wenig wie ein vorzüglich zubereitetes Gebräu aus Zutaten von Blackberry Smoke und The Cadillac Three. Stark! Voller Power geht's mit dem frosch und sehr melodisch nach vorn rockenden "Ain't giving up" weiter. Ein zünftiges Southern Rock-Riff zu Beginn, und schon nimmt der dynamische Southern-Ritt Fahrt auf. Satte, saftige, toll soundende Gitarren überall!, inkl. eines virtuosen Solos! Vielschichtige, variable E-Gitarren und eine klasse Orgeluntermalung im Refrain bestimmen das toll groovende, mit viel Southern-Soul inszenierte, in einem knackigen Midtempo gespielte "Can't deal", das in seiner Struktur sicher auch bestens in das Anforderungsprofil von Robert Jon & The Wreck passen würde, zumal man die Vegabonds und Robert Jon's Combo sowieso als so etwas wie musikalische Seelenverwandte bezeichnen darf. Knackig und locker zugleich kommt das sehr melodische, flüssige "Feels right", das aus wunderbar miteinander harmonisierenden Klangfarben aus "shimmering keyboards und guitars" besteht. Hat entfernt etwas von southern- und countryrockigen Sister Hazel. Mit dem begnadeten, hinreißend melodischen "Burnout" hauen die Vegabonds dann wieder einen furiosen American Southern Rocker allererster Güte raus. Die Melodie erzeugt einfach nur Gänsehaut, die satten, powernden Riffs, sowie die prächtig miteinander harmonierenden Gitarrenlinien und Orgelläufe (super Orgelsolo von Beau Cooper) sind die pure Wonne. Ein regelrechter Southern Rock-Hit, der in einer anderen Zeit, als handgemachte Rockmusik noch eine zentrale Rolle im Radio und damit auch in den Charts spielte, diese wohl nach allen Regeln der Kunst gestürmt hätte. Der nächste "Kracher" dieser Art folgt mit dem straighten, ernergiegeladenen "Out of my hands". Die saftige Lead Gitarre ist ein Fest für die Ohren, das eingebundene Solo einfach mega. Puren, genauso zeitlosen wie zeitgemäßen, höchst erfrischenden, kraftvollen Gitarren Southern Rock in Reinkultur bietet auch das fantastische "Colorado Evergreen", das voller klassischem Lynyrd Skynyrd-Spirit steckt. Eine wahre Southern Rock-Perle, die ein wenig klingt, wie die beste Nummer, die Blackberry Smoke nie geschrieben haben. Den Abschluß dieses bärenstarken Albums bildet schließlich der dynamische, bluesige Roadhouse Southern Rocker "Leo Fender" (Gastgitarrist Benji Shanks aus dem Dunstkreis von Blackberry Smoke bringt sich hier mit ein paar schönen Slide-Licks ein), eine bestens gelungene Hommage an den legendären, amerikanischen Gitarren- und Verstärkerbauer. Längst hätten die Vegabonds einen größeren Durchbruch verdient, längst sollten sie so weit sein, wie etwa Whiskey Myers und die schon mehrfach zitierten Blackberry Smoke. Wie dem auch sei, "Sinners and saints" ist ohne jeden Zweifel der nächste ganz große Schritt für diese exzellente Truppe - ein melodisches Southern Rock-Juwel, vollgepackt mit "Killer"-Songs zuhauf. Welch ein wunderbares, durchweg gute Laune verbreitendes, southernrockiges Hörvergnügen!

Das komplette Tracklisting:

1. Juke and Jive - 3:20
2. Ain't Giving Up - 3:16
3. Can't Deal - 3:12
4. Heartache and a Memory - 2:54
5. Feels Right - 4:20
6. Sinners and Saints - 4:42
7. Burnout - 4:02
8. Out of My Hands - 2:39
9. Wings and Prayers - 3:01
10. Colorado Evergreen - 3:35
11. Leo Fender - 2:55

Art-Nr.: 10400
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Juke and jive
Ain't giving up
Can't deal
Feels right
Burnout
Out of my hands
Colorado Evergreen
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