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Brothers Osborne - pawn shop [2016]
Tolles, in Nashville mit viel Vorschuss-Lorbeeren bedachtes Debütalbum der Brothers Osborne. Der mit einer prächtigen Stimme gesegnete T. J. Osborne (variiert irgendwo zwischen Radney Foster und Trace Adkins – spielt auch akustische Gitarre) und der großartige Gitarrist und Multi-Instrumentalist John Osborne (neben der E-Gitarre u. a. auch Mandoline, Banjo, Pedal Steel, Mundharmonika), aka Brothers Osborne, legen mit "Pawn Shop" ein bärenstarkes Major Label-Debut vor. Die beiden, im Übrigen auch exzellente Songwriter (sind an sämtlichen Nummern kompositorisch beteiligt – dazu gesellen sich noch viele arrivierte Schreiber wie u. a. Craig Wiseman, Shane Mc Anally, Casey Beathard, Ross Copperman, Sean McConnell, Jessi Alexander) gelten als einer der heißesten neuen, jungen Nashville-Acts. Mit Recht! Ihr abwechslungsreicher, zündender Country und New Country balanciert geschickt zwischen kerniger, alter Outlaw-Tradition und dem modernen Flair des jungen, "wilden" Nashville. Der Opener "Dirt Rich" groovt sofort richtig herrlich mit einer blechernen Banjo-Führung lässig vor sich hin; kurz aufheulende Fiddle und ein erdiges E-Gitarren-Solo machen direkt Appetit auf mehr. Und es folgt eine Ansammlungen esrtklassig inszenierter Nummern ohne jeden Ausfall, die den Zuhörer aufgrund ihrer Variabilität, exzelennten Strukturen und höchster musikalischer Kompetenz regelrecht in ihren Bann ziehen. Klassische Country-Traditionen und (southern)rockige Einflüsse kombinieren die Musiker in einem idealen Verhältnis. Das die beiden darüber hinaus auch Sinn für tolle Melodien haben, beweist zum Beispiel das nostalgisch angehauchte "21 Summer". Das bärenstarke Stück "Stay A Little Longer" ist wohl einer der Auslöser für den derzeitigen Hype um die Brüder. Der Heartland-trächtige, schön rockige Song wartet am Ende mit einem für eine Single völlig überraschenden, ellenlangen, fast improvisiert wirkenden, kernigen, erdigen E-Gitarren-Solo (ungemein versiert, variabel und filigran von John gespielt) auf, wie man es sonst vielleicht nur bei Live-Konzerten von einem Keith Urban oder Brad Paisley geboten bekommt. Mutig, extravagant, fantastisch umgesetzt und umso schöner, dass solche Qualität auch mit entsprechendem Erfolg und Anerkennung von Experten und Fans belohnt wird. Das Lied befindet sich zur Zeit auf Platz 4 der Billboard-Charts und ist, verdientermaßen, wie wir meinen, sogar Grammy-nominiert. Das humorvolle, dezent swampige Titelstück "Pawn Shop" wird von einer markanten Dobro begleitet. Es erinnert ein wenig an Little Big Towns Megahit "Pontoon", nur in einer etwas cooleren und introvertierteren Fassung. Wie schon einige Interpreten zuvor, haben auch die Brüder Osborne ihre Vorliebe zu Rum in einem relaxten, launigen Track ("Rum") verarbeitet. Lee Ann Womack assistiert mit tollen Harmoniegesängen beim knackigen "Loving Me Back". Erneut Heartland Rock-umweht kommt "American Crazy" daher. Toll auch hier wieder Johns brillantes E-Gitarrenspiel. Schön rraditionell geht’s mit dem ganz feinen "Greener Pastures" weiter, das sogar interessant für Line Dancer sein dürfte. Herrlich das frech, im Stile von The Cadillac Three gespielte und rotzig dahinstampfende, knackige "Down Home" mit gurgelnder Orgel und starken Slide-Einlagen. Hat ein schönes Southern-Flair. Ein wenig Cash-inspiriert und mit an Big & Rich zu Anfangstagen reminiszierenden Harmoniegesängen überzeugt das introvertierte "Heart Shaped Locket". Zum Abschluss poltert das rhythmische und auch lyrisch sehr starke "It Ain’t My Fault" in rauer Trace Adkins-Manier aus den Lautsprechern. Klasse hier auch die, von John mit seiner E-Gitarre eingebrachte, leicht psychedelische Note. Ein tolles Ende! Die Brothers Osborne, alias T.J. und John Osborne begeistern mit ihrem Erstling "Pawn Shop" auf ganzer Linie und legen direkt zu Beginn des Jahres die Messlatte in Nashville auf einen ordentlich hohes Niveau. Diese Burschen bringen mächtig Schwung und Frische in die Country- und New Country-Musik von Nashville. Das nehmen wir mit großer Freude wahr. Sie wirken zuweilen ein wenig wie eine erfrischende Kombination aus modernen Montgomery Gentry und Trace Adkins, dem großartigen Eric Church, mit einem Hauch von Radney Foster und Waylon Jennings. Produziert hat Jay Joyce (u. a. Eric Church, Little Big Town, Zac Brown Band, John Hiatt, und, und, und...). Ein prächtiges Album! Vielleicht mit das aufsehenerregendste Debüt seit dem von Chris Stapelton! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Dirt Rich - 2:51
2. 21 Summer - 3:34
3. Stay A Little Longer - 5:35
4. Pawn Shop - 2:44
5. Rum - 3:33
6. Loving Me Back (feat. Lee Ann Womack) - 4:19
7. American Crazy - 2:39
8. Greener Pastures - 2:52
9. Down Home - 3:39
10. Heart Shaped Locket - 3:36
11. It Ain't My Fault - 3:36

Art-Nr.: 9075
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Crowell, Rodney - texas [2019]
Beeindruckend! Rodney Crowell, dieser "alte Haudegen", läuft doch tatsächlich noch einmal zu absoluter Höchstform auf! "Texas" ist eine furiose, grandiose Hommage an seinen U. S.-Heimatstaat. Crowell's irre starkes Songmaterial gleicht einer wunderbaren, musikalischen Reise durch den gesamten "Lone Star State "from the Rio Grande Border to the Piney Woods of East Texas and everywhere between", meisterhaft in Szene gesetzt - rau, erdig, staubig, sehr authentisch, überwiegend ordentlich rockig. Dafür hat er eine unglaubliche Schar von hochkarätigen Begleitmusikern und Gäste zusammengetrommelt, die mit Crowell zusammen geradezu mitreißend performen. Das sind z. B. John Jorgenson, Audley Freed, Jack Pearson, Jedd Hughes, Steuart Smith, Tim Lauer, Dennis Crouch, Michael Rhodes, Fred Eltringham, Greg Morrow, Billy F. Gibbons, Lee Ann Womack, Vince Gill, Willie Nelson, Steve Earle, Randy Rogers, und, und, und. Auf den Punkt produziert haben das Ganze Ray Kennedy und Rodney Crowell selbst. Diese großartigen, texanischen Songperlen starten mit dem knackigen, gleich eine super Dynamik rüberbringenden, dreckigen Americana-/Rootsrocker "Flatland hillbillies", der mit prächtiger Lead Gitarren-Arbeit von Audley Freed (ex-Cry Of Love und The Black Crowes) und bestens passenden Gesangsergänzungen von Randy Rogers und Lee Ann Womack glänzt. Toller Groove! Gleich ein Knüller zu Beginn! Und es geht so weiter. Etwa mit dem ebenfalls tierisch groovigen, rauen, schwülen, swampigen, sehr flotten Roots-/Blues-Rocker "Caw Caw Blues" sowie dem in bester ZZ Top-Manier kommenden, powenden, krachenden Bluesrock-Boogie "56 Fury", bei dem sich, passend wie die sprichwörtliche "Faust aufs Auge" Mr. Billy F. Gibbons mit seiner raspeligen, dreckigen Zweitstimme und brennendem E-Gitarren-Spiel (inkl. furiosem Solo) die Ehre gibt. Das wunderschöne "Deep in the heart of uncertain Texas" ist ein herrlich authentischer, klassischer Texas Country-Waltz, während es bei dem starken "You're only happy when you're miserable" wieder deutlich rockiger zugeht. Der ungemein kraftvoll nach vorn gehende Country-infizierte Rootsrocker "What you gonna do now" (Zweitstimme: Lyle Lovett) gleicht einer Reunion von Crowell's früherer Band The Cicadas, denn hier hat er mal wieder seine damaligen Kumpels Steuart Smith (heutiger Gitarrist bei den Eagles) an der Lead-Gitarre und Michael Rhodes (heute bei Joe Bonamassa) am Bass zusammengetrommelt, die beide furios aufspielen (Smith mit einem tollen Solo). "The border", der Titel verrät es schon, ist eine fantastische Border Country-Ballade voller mexikanischer Einflüsse (starke Mexican Acoustic guitar und wunderbares Akkordeon), während wir mit "Treetop Slim & Billy Loegrass" einen herrlichen, Cash-mässig galoppierenden Outlaw Country-Feger zu hören bekommen (tolle E-Gitarren-, Manolinen-, Fiddle-Begleitung). Ganz groß auch nochmal der von einer exzellenten Melodie durchzogene, abschließende Americana-/Countryrocker "Texas drought part 1", abermals ein Beispiel für die ausgeprägte Schönheit und Klasse von Crowell's herausragendem Songwriting. "Texas" ist ein Meisterwerk, eine famose Standortbestimmung und Repräsentation texanischer Roots-Musik in all Ihren Facetten - vom Blues, zum Rock und zum Country. Rodney Crowell's "star shines brightest here, like a sun at it’s zenith", wie es ein ebenfalls begeisternder U.S.-Rezensent ausdrückt. Recht hat er! Ein packendes Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. Flatland Hillbillies - 3:05
2. Caw Caw Blues - 3:12
3. 56 Fury - 3:50
4. Deep in the Heart of Uncertain Texas - 3:18
5. You're Only Happy When You're Miserable - 3:24
6. I'll Show Me - 4:03
7. What You Gonna Do Now - 3:16
8. The Border - 5:34
9. Treetop Slim & Billy Lowgrass - 3:01
10. Brown & Root, Brown & Root - 3:39
11. Texas Drought, Pt. 1 - 3:48

Art-Nr.: 9863
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Flatland hillbillies
Caw Caw Blues
56 Fury
What you gonna do now
The border
Treetop Slim & Billy Lowgrass
Texas drought part 1

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Feek, Rory - gentle man [2021]
Viele erinnern sich sicher noch an die wunderbare Countrymusic von Joey Martin Feek und Rory Lee Feek, kurz Joey + Rory. Nach dem viel zu frühen, tragischen Krebstod seiner Ehefrau Joey im März 2016 (sie wurde nur 40 Jahre alt), zog sich Rory Feek in seiner Trauer musikalisch erst einmal zurück und kümmerte sich vornehmlich um die kleine Tochter der beiden, Indiana. Nun, 5 Jahre später, kehrt Rory mit seinem neuen, ganz großartigen Album "Gentle man", es ist sein erstes Album ohne seine Frau Rory überhaupt, ins musikalische Rampenlicht zurück - ruhig, nachdenklich, erhaben, mit ganz exquisiter, erstklassiger, hoch qualitativer Musik. Der in Kansas geborene Rory Feek kam bereits 1995 nach Nashville, wo er wenig später auf den legendären Songwriter Harlan Howard traf, der ihm verschiedene "Songwriter Publishing Deals" verschaffte, u.a. auch bei Clint Blacks' "Blacktop Music"-Gruppe. In Erscheinung als Interpret trat er mit Joey Martin schließlich, als sie 2008 im Rahmen der Country Music Television-Show "Can you duet" (im übrigen ihr allererster, gemeinsamer, öffentlicher Auftritt als Duo), die Nation mit ihrer wundervollen, klassischen, ein wenig retro angehauchten, voller Elemente der Siebziger Jahre steckenden, dennoch so erfrischenden, klaren, reinen Counrymusic verzauberten. Es folgenden einige großartige Alben der beiden, die sowohl in Fachkreisen, als auch beim Publikum, höchste Anerkennung erzielten. Mit "Gentle man" knüpft Rory nun nahtlos an die Musik von Joey + Rory an. Was wir zu hören bekommen, ist allerfeinster, durch und durch traditioneller, unverfälschter, reinster, semi-akustisch inszenierter, edler Country, der eine herrlich entspannte, lockere, wohltuende, vor allem aber auch vielseitige Balance zwischen dezenten Bluegrass-Elementen, Gospel, Honky Tonk, klassischen Traditionen, Mountain-Feeling, einem Hauch von California-Flair und Americana bietet. Kollegen und Kolleginnen, wie etwa Carl Jackson, Ricky Skaggs, The Whites, Rhonda Vincent, Emmylou Harris und Chris Hillman hinterlassen ihre Spuren. Wie gesagt, die Grundlage der Arrangements ist akustisch, allerdings mit der Unterstützung von elektrischem Bass und Schlagzeug. Transparente, klare Acoustic Gitarren, mal ein Dobro, eine Mandoline, Banjo und Fiddle spielen sich gegenseitig die Bälle zu. Einfach wunderschön. Rory's vorzüglicher Gesang wird von fantastischen Musikern begleitet und zudem von einer ganzen Anzahl hochkarätiger Gäste wie Dolly Parton, Vince Gill, Trisha Yearwood, Alison Krauss, Ricky Skaggs & Sharon White, und Lee Ann Womack unterstützt. Die Songauswhl ist vorzüglich. Wie zum Beispiel die exzellente, sehr melodische "Inspirational Country"-Nummer "Salvation", die sehr bedächtig vorgetragene, tolle Coverversion des alten, auch durch die legendären Byrds bekannt gewordenen Bob Dylan-Klassikers "The times they are a-changin'", die grandiose, herrlich locker und flüssig, mit schönen Gitarren, Mandoline und Dobro, dezent grassig dargebotene, frische, natürliche Acoustic Country-Nummer "Small talk cafe" (mit Ricky Skaggs und dessen Gattin Sharon White Skaggs), die schön knackig, mit ausgewogenen Acoustic- und E-Gitarren, sowie Mandoline instrumentierte, flotte Countrynummer "Someone is me" (mit Unterstützung von Sonya Isaacs), Rory's eigene Interpretation seiner einst für Trisha Yearwood's "Prizefighter"-Album komponierten Ballade "Meet him in a motel toom", bei der es sich Trisha nicht nehmen ließ gesanglich mitzuwirken, oder auch das das Album angenehm ruhig beendende Duett mit Dolly Parton, "One angel". Alles tolle Nummern, aber nicht nur die, sondern auch alle übrigen Songs überzeugen auf ganzer Linie. Rory Feek bleibt der Musik von Joey + Rory treu und erfreut uns mit einem exzellenten, ersten Soloalbum. Das ist allerfeinster, purer, natürlicher, acoustic-based Country-Genuß.

Das komplette Tracklisting:

1. Me & The Blues (feat. Vince Gill) - 4:08
2. Salvation - 3:47
3. Gentleman - 4:01
4. The Times They Are A-Changin' - 4:58
5. Small Talk Café (feat. Ricky Skaggs & Sharon White Skaggs) - 3:48
6. Satan And Grandma (feat. Lee Ann Womack) - 4:15
7. Time Machine - 3:38
8. Someone Is Me (feat. Sonya Isaacs) - 3:58
9. Met Him In A Motel Room (feat. Trisha Yearwood) - 3:07
10. Don't It Make You Want To Go Home - 2:50
11. Time Won't Tell (feat. Alison Krauss) 4:02
12. Out On A Limb - 3:27
13. Whatcha Gonna Do With That Broken Heart - 3:37
14. One Angel (feat. Dolly Parton) - 4:22

Art-Nr.: 10331
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Howard, Rebecca Lynn - forgive [2002]
"She is the newest shing star to light up the Nshville skyline", äußert sich ein überschwenglicher US-Kritiker in seiner Rezension zu "Forgive". Da ist was dran, denn in der Tat muß man die junge, hübsche Dame aus Kentucky auch mit ihrem neuen, sehr gelungenen Album zu den ganz großen Hoffnungen in Music City zählen. Sehr geschickt verteht sie es ihre puren, traditionellen Countrywurzeln mit kleinen, dezenten, sehr modernen angepoppten Tönen anzureichern, ohne jedoch dabei jemals das Country-Fahrwasser zu verlassen um vollends in den allzu poppigen Bereich abzudriften. Nein, sie hält diese Balance mit Bravour! Sie ist eine Countrysängerin mit Herz und Seele. Als Songwriterin ist sie längst etabliert, doch ihr ganz großes Potential ist ihre kräftige, klare Stimme, die der einer Trisha Yearwood in nichts nachsteht. Diese Mädel kann singen! Insgesamt überwiegen die Midtempo-Tracks und die Balladen, durchsetzt mit einigen Upbeat-Nummern, allesamt aber durchweg knackig und peppig in Szene gesetzt. Und über allem strahlt ihre "große" Stimme. "Beautiful to you" ist der schwungvolle, leicht poppige, aber sehr gelungene Opener, wonach mit "Dancin' in God's country" eine fantastische, pure, richtig losgehende Countrynummer folgt, die einen von den Sitzen reißt. Eine Wonne-Nummer! Ein Country-Party-Knüller, der jeden Cowboy und jedes Cowgirl mittanzen läßt. Schnell, knackig, peppig, sofort ins Ohr gehend, mit herrlichen Fiddles, Banjos, Mandolinen und Gitarren. Enthält sowohl ein fetziges E-Gitarrensolo, als auch ein ebeso fesches Fiddle- und Akustik-Gitarrensolo! Traditioneller Country-Spaß pur! Da haben wir auch noch das traumhafte "It didn't look like alcohol", eine herzzerreißende Ballade voller Energie über die Verzweiflungen des Lebens. Eine herrliche Melodie durchzieht dieses Stück, ebenso wie eine wunderbare Steel, begleitet von Gitarren, Fiddle und Akkordeon, wobei sie alles aus ihrer Stimme holt, was sie zu bieten hat. Von ähnlichem Kaliber ist die tolle Ballade "It's my job to fall", während "Jesus and bartenders" allerbesten traditionellen Honky Tonk Country bietet. Mit leichten Irish-Folk-Anlagen ist die schöne, rhythmische Countrynummer "When did you ever listen to me" durchzogen, während "Pink Flamingo kind of love" einfach wieder nur lustigen, peppigen, modernen, angepoppten New Country bietet, der richtig Spaß macht. 12 bestens gelungene New Country/Country-Songs von einer Rebecca Lynn Howard, die tatsächlich einmal eine ganz Große werden könnte. Die Türen zur Patty Loveless-/Lee Ann Womack-/Trisha Yearwood-Liga stehen ihr jedenfalls weit offen...

Art-Nr.: 1505
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,38

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Johnson, Carolyn Dawn - room with a view [2001]
Lange, lange mußte man auf das Erscheinen dieses Albums warten. X-mal wurde es verschoben, doch jetzt ist es da! Endlich! Das Resultat: es ist ein herausragendes Album geworden! Carolyn Dawn Johnson, in Alberta/Kanada geboren und aufgewachsen, jetzt in Nashville lebend, reiht sich in die lange Riege hochtalentierter Kanadierinnen (siehe z.B. Shania Twain, Terri Clark usw.) ein, die sich anschicken in Nashville Karriere zu machen. Und sie wird es schaffen! Längst ist sie als Songschreiberin etabliert. Allen noch in Erinnerung ist Chely Wright's Hit "Single white female", der aus Carolyn's Feder stammt. Ihre Debut-CD ist so wunderbar, wie ein angenehmer, frischer Wind in einer lauen Sommernacht. Was für eine Stimme! Was für Songs! Was für tolle Melodien! Auf unglaublich hohem Niveau gelingt ihr ein modernes Country-Album, mit dem sie ohne Pop-Schnickschnack exakt den schmalen Grat zwischen Tradition und New Country des 21. Jahrhunderts trifft. Nehmen wir vielleicht einmal die guten Momente einer Lee Ann Womack, Patty Loveless, Kim Richey, Allison Moorer und Trisha Yearwood, mischen das mit dem excellenten Songwriting (sie hat alle Songs geschrieben oder mitgeschrieben) und Carolyn's toller Stimme, dann haben wir vielleicht so etwas wie den Sound ihres Debut-Albums. Allein der erste Track "Georgia", ein von einer wunderbaren Melodie geprägtes, sehr knackiges Midtempo-Stück mit einem tollen Arrangement (feine Akustik-Gitarren, knackige Drums, Orgel, ein herrliches Akkordeon, heulende Steel und eine fette E-Gitarre) ist schon das Geld wert. Doch das ist nur ein Beispiel. Es gibt keinen schwachen Song! Fetzige Titel, viele Midtempo-Nummern und ein paar Balladen wechseln sich ab. Nicht umsonst ist sie in Kanada für 10 "Canadian Country Music Association Awards" nominiert. Wenn sie so weitermacht, kommen irgendwann auch die Grammys. Mit der ersten Single "Complicated" stürmt sie momentan die Nashville-Charts. Der Beweis, daß in Music City auch noch echte Klasse eine Chance hat. Ein brilliantes Debut einer zauberhaften Künstlerin und ein absoluter Höhepunkt des Jahres. Herrlich!

Art-Nr.: 1515
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,36

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Johnson, Jamey - living for a song: a tribute to hank cochran [2012]
Grandioses Projekt von Jamey Johnson, der sich mit seinem neuen Album ehrfurchtsvoll, sehr persönlich, emotional und musikalisch auf höchstem Niveau vor der großen, 2010 verstorbenen Country Songwriter-Legende Hank Cochran verneigt. 16 von Cochran geschriebene oder mitverfasste Songs hat Johnson neu, dabei aber ungemein authentisch, eingespielt, begleitet von einer ganzen Armada an Country-Superstars und alten Wegbegleitern Cochran's, die es sich nicht nehmen liessen, mit an dieser wunderbaren Würdigung zu partizipieren. Unter anderem George Strait, Merle Haggard, Kris Kristofferson, Ray Price, Vince Gill, Ronnie Dunn, Emmylou Harris, Alison Krauss, Lee Ann Womack, Bobby Bare und nicht zuletzt Cochran's enger Freund Willie Nelson singen mit Jamey Johnson solche Klassiker wie beispielsweise "Make the world go by", "I fall to pieces", "You wouldn't know love", "The eagle", Don't you ever get tired of hurting me" und, und, und. Das ist durch und durch traditioneller Country, Honky Tonk, Old School Country, Swing, Country-Blues, Cheatin' Country in seiner ursprünglichsten Form - perfekt und mit unvergleichlicher Inspiration transportiert in die heutige Zeit. Jamey Johnson und seinen Duett-Partnern gelingt ein zeitloser, purer Country-Klassiker, wie man ihn heute in Nashville nur noch ganz selten zu hören bekommt. Herausragend!

Das komplette Tracklisting:

1. Make the World Go Away (with Alison Krauss) - 3:04
2. I Fall to Pieces (with Merle Haggard) - 4:42
3. A Way to Survive (with Leon Russell and Vince Gill) - 3:02
4. Don't Touch Me (with Emmylou Harris) - 3:17
5. You Wouldn't Know Love (with Ray Price) - 2:43
6. I Don't Do Windows (with Asleep At The Wheel) - 3:23
7. She'll Be Back (with Elvis Costello) - 2:45
8. Would These Arms Be in Your Way - 3:38
9. The Eagle (with George Strait) - 3:10
10. A-11 (with Ronnie Dunn) - 2:20
11. I'd Fight the World (with Bobby Bare) - 3:25
12. Don't You Ever Get Tired of Hurting Me (with Willie Nelson) - 5:08
13. This Ain't My First Rodeo (with Lee Ann Womack) - 3:21
14. Love Makes a Fool of Us All (with Kris Kristofferson) - 3:14
15. Everything But You (with Leon Russell, Willie Nelson and Vince Gill) - 3:34
16. Living for a Song (with Hank Cochran, Kris Kristofferson, Willie Nelson and Merle Haggard) - 3:12

Art-Nr.: 7965
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Knight, Chris - almost daylight [2019]
Rau, dreckig, intensiv, direkt, kraftvoll! Ganze 7 Jahre seit seinem letzten kleinen Geniestreich "Little victories" haut Chris Knight mit "Almost daylight" mal wieder einen absoluten Rootsrock-Kracher von einem Album raus. Der längst zu den gefeierten Aushängeschildern des Roots- und Americana-Rocks gehörende Singer-Songwriter aus dem entlegenen 200-Seelen Minen-Kaff Slaughters im U.S.-Bundestaat Kentucky geht seinen Weg der letzten beiden Dekaden konsequent weiter und schildert, inspiriert von den Größen des Heartland Rocks, wie John Mellencamp und Springsteen, und denen der texanischen Roots-Musik, wie Steve Earle, Joe Ely und John Prine, in seinen herausragenden Songs immer wieder kleine Geschichten von den zähen und schwierigen Lebensumständen der einfachen Bevölkerung seines Heimatstaates. Entsprechend rau und ungeschliffen, aber nie depressiv - im Gegenteil, kommt die so großartige Musik aus den Lautsprechern. Mächtige, trockene Drums (der Grammy-dekorierte Lynn Williams), schleppende, viel Staub und Dreck aufwühlende Grooves, massive, fette, stets präsente E-Gitarren (Chris Clark und der "alte" Georgia Satellites-Recke Dan Baird, mit dem Knight schon bei vielen seiner früheren Alben zusammenarbeitete), seine einzigartige, Whiskey-getränkte Reibeisenstimme, aber auch die bei aller Rauheit immer vorhanden, großartige Melodik - das macht ihn aus, diesen kernigen, von einer energetischen Seele, Natürlichkeit und Authentizität geprägten Gitarren Roots- und Americana-Rock von Chris Knight's "Almost daylight". Produziert hat das Werk im Übrigen Ray Kennedy. Los geht es mit dem erdigen, ruppigen, von fetten E-Gitarren, aber auch einer wunderbaren, hintergründigen Mandoline begleiteten, drückenden Rootsrocker "I'm William Callahan" - gleich ein absolutes, musikalisches Ausrufezeichen. Davon folgen im Anschluß daran noch zehn weitere: Zum Beispiel die raue, leicht bluesig angehauchte, mit erdigen Acoustic Gitarren-Riffs und glühenden E-Gitarren bestückte, von Chris Knight und seinem Freund Gary Nicholson komponierte Rootsrock-Ballade "Crooked mile", der grandiose, zusammen von Knight, Nicholson und Dan Baird geschriebene, herrlich melodische, dreckige Rootsrocker "Go on" (Mandoline, Akkordeon, trockene Acoustic Gitarren-Licks und wunderbare E-Gitarren-Linien mit einenm typischen Dan Baird-Solo), das vom massiven, vielschichtigen Gitarren und einer exzellent klingenden, melodisch begleitenden Orgel bestimmte "Send it in down", das textlich geniale "The damn truth", das wunderbar melodische und raue, mit tollen Gitarren und Mundharmonika instrumentierte "Everybody's lonely now", dem ruhigeren, gar in einer gewissen "Campfire"-Atmosphäre vorgetragenen Johnny Cash-Cover "Flesh and blood", bis hin zu dem das Album abschließenden, noch einmal ordentlich dreckig eingespielten, satten John Prine-Track "Mexican home", bei dem Mr. Prine höchstpersönlich als Duettpartner mitwirkt. Chris Knight manifestiert mit seinem nunmehr 9. Album seine Ausnahmestellung unter den amerikanischen Roots Singer-Songwritern. "Almost daylight" ist ein weiteres, in der Szene für jede Menge positives Aufsehen sorgendes, beeindruckendes Highlight seiner Krriere geworden. Wie haben wir es oben ausgedrückt? Ja, das ist ein "Rootsrock-Kracher von einem Album" Übrigens: "Destined to play it loud"!

Das komplette Tracklisting:

1. I'm William Callahan - 3:19
2. Crooked Mile - 4:06
3. I Won't Look Back - 2:46
4. Go On - 2:51
5. The Damn Truth - 4:47
6. Send It on Down (feat. Lee Ann Womack) - 3:59
7. Almost Daylight - 3:08
8. Trouble up Ahead - 4:26
9. Everybody's Lonely Now - 3:17
10. Flesh and Blood - 3:09
11. Mexican Home (feat. John Prine) - 5:05

Art-Nr.: 9937
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I'm William Callahan
Crooked mile
Go on
The damn truth
Send it on down
Everybody's lonely now
Mexican home

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LaRue, Stoney - velvet [2011]
Der Texaner gilt nicht nur im Gebiet von Texas und Oklahoma als eine der einflussreichsten und viel beachtetsten Persönlichkeiten der dortigen "Red Dirt"-Szene. Doch mit seinem neuen, großartigen Studioalbum "Velvet" macht Stoney LaRue einen riesigen Schritt in die richtige Richtung, der seine Karriere auch über die Grenezen des "Red Dirt"-Movements hinaus richtig in Gang bringen sollte, nämlich im Roots-/Americana-Bereich. Das Werk strotzt nur so vor exzellentem, anspruchsvollem Songwriting (alle Songs wurden von Stoney LaRue geschrieben, zumeist mit seinem kongenialen Co-Autor Mando Saenz) und bewegt sich, musikalisch harausragend umgesetzt, mit viel Ausstrahlung und überaus authentisch in einem sehr abwechslungsreichen Grenzgebiet zwischen Rootsrock, Americana, Alternate Countryrock, mal mit einem Hauch von Blues, und seinen im Blut liegenden texanischen "Red Dirt"-Genen. Aufgenommen mit einer Horder erstklssiger Nashville-Größen (u. a. Randy Scruggs - guitar, Glenn Worf - bass, Chad Cromwell - drums, Glen Duncan - fiddle) schlägt er damit eine Brücke von solchen Kollegen wie beispielsweise The Band Of Heathens, The Band, manchmal erahnt man sogar Spuren von Little Feat, über Leute wie Buddy Miller und dem aktuellen Robert Plant mit seiner Band Of Joy, bis hin zu etablierten "Red Dirt"-Größen wie Robert Earl Keen, Cody Canada (Cody & the Departed Canada) und Wade Bowen. Die Umsetzung kommt herrlich trocken und staubig. Filigran instrumentierte Passagen in einem großartig angelegten, semi-akustischen Ambiente gehen mit wunderbar melodischen Refrains einher. "Wiregrass" beispielsweise würde mit seinem jammigen, swampigen Flair prächtig in das southern angehauchte, bluesige Repertoire der Band Of Heathens passen, "Travelin' kind" ist eine herrliche Singer/Songwriter-Ballade in einem Gewand aus feinstem Acoustic Gitarren-Picking, tollen Steelguitar-Klängen, großartiger Percussion und exzellent integrierten Zweitgesang von Lee Ann Womack (tolle Melodie, schönes "Red Dirt"-Feeling), "Sharecropper" ist ein erstklassiger, dreckiger, kerniger Rootsrocker ohne viel Schnörkel, "Te Amo Mas Que La Vida" klingt fast, als sei es aus einer imaginären Session von Ry Cooder, Flaco Jimenez, Los Lobos und dem unvergessenen Doug Sahm entsprungen und das Titelstück "Velvet" ist eine hinreissend schöne, melodische, locker flockige, texanische "Red Dirt"-Countryrock-Nummer. Doch egal, welches Stück man betrachtet, das hat alles richtig Hand und Fuß. Stoney LaRue mit einem tollen, von genauso viel Herz wie Reife geprägten Roots-/Americana-Album auf höchstem Niveau! Schön designed ist das Teil auch noch, denn die Scheibe kommt in einem edlen, mit dunkelrotem Samt überzogenen Digipack, inklusive eines alle Texte umfassenden Booklets. Rundum eine überaus beeindruckende, eine super Sache!

Das komplette Tracklisting:

1 Dresses - 3:35
2 Wiregrass - 4:17   
3 Look At Me Fly - 4:52   
4 Travelin' Kind - 3:30   
5 Sharecropper - 4:11   
6 Sirens - 5:12   
7 Te Amo Mas Que - 3:46   
8 Has Been - 3:36   
9 Way Too Long - 3:15   
10 Velvet - 6:23

Art-Nr.: 7529
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wiregrass
Look at me fly
Travelin' kind
Sharecropper
Sirens
Te Amo Mas Que La Vida
Velvet

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Mason, Mila - stained glass window [2003]
Mila Mason gehörte Mitte/Ende der Neunziger zu den vielversprechendsten Talenten in Nashville. Sie hatte schnell einen Major-Deal in der Tasche, veröffentlichte zwei Alben ("That's enough of that" in 1996, und 1998 "The strong one"), doch als der erhoffte Erfolg ausblieb, rutschte auch sie prompt durch das Sieb der Label-Bosse. Sie war ihren Vertrag los - wie so viele andere, schien auch sie danach in der Versenkung zu verschwinden. Bis jetzt! Denn nun veröffentlicht sie 5 1/2 Jahre nach ihrem letzten Werk auf dem kleinen, unabhängigen Nashville-Label "Twinbeat" ihr neues Album "Stained glass window"! Erfreulich, denn von ihrem Talent hat sie natürlich nichts eingebüßt! Was sie bietet, ist eingängiger, moderner, zeitgemäßer New Country/Contemporary Country/Country-Pop an der Schnittstelle Shania Twain, Lee Ann Womack, Faith Hill und Sherrie Austin, wie er in Nashville zur Zeit gerne gehört wird. Dabei kann sie neben den erwähnten Künstlerinnen durchaus bestehen. Sie hat eine klasse Sopran-Stimme und ist, wie sie hier beweist, auch eine sehr talentierte Songwriterin. Im Gegensatz zu ihren beiden Vorgängealben, auf denen nicht ein von ihr komponierter Song war, hat sie hier nämlich sämtliche Tracks mitgeschrieben. Sehr ansprechend! Dabei gibt es eine ausgewogene Mischung zwischen dynamischen Uptempo-Nummern und Balladen, wobei ein leichtes Übergewicht zu Gunsten der etwas schnelleren Titel zu verzeichnen ist. Zu den Höhepunkten zählen das schwungvolle, knackige, gut ins Ohr gehende Eröffnungsstück "Maybe, maybe not", die frische, von Dobrobegleitung unterstützte Midtempo-Nummer "What are the odds", die auch einer Lee Ann Womack perfekt zu Gesicht stünde, die entspannte, ein wenig Shania-like Contemporary Country-Pop-Ballade "Stained glass window", vorwiegend instrumentiert mit Acoustic Gitarre, Fiddle und Dobro, das flotte, schön knackige, mit einem guten Fiddle-Drive ausgestattete "Love anymore", die kraftvolle Ballade "The day will come" und das lockere, poppige "Unlove you". Unter den beteiligten Musikern findet man die erste Garde Nashville's, wie z.B. Glen Worf, Chad Cromwell, Kenny Greenberg, Pat Buchanan, Biff Watson, Dan Dugmore, Aubrey Haynie, Rob Ickes...usw.! Gutes Comeback von Mila Mason, das ihren beiden früheren Veröffentlichungen in nichts nachsteht. Ganz im Gegenteil!

Art-Nr.: 2154
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Maybe, maybe not
What are the odds
The day will come

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Miller, Buddy - buddy miller's the majestic silver springs [2011]
CD & DVD-Set! Neues Meisterwerk des unwiderstehlichen Buddy Miller, den man wohl als einen der größten Musiker und Ikonen der Americana-Szene überhaupt bezeichnen muß. Nicht nur bekannt durch seine Arbeiten als Solist und mit seiner Frau Julie mit vielen begnadeten Alben, sondern auch als überragender Gitarrist in den Bands von beispielsweise Emmylou Harris (Spyboy) und Alison Krauss & Robert Plant (während der "Raising sand"-Tour) und immer wieder als Produzent, zuletzt u. a. von Patty Griffin und Robert Plant's "Band of joy". Für das neue Werk hat sich Miller mit Bill Frisell, Marc Ribot und Greg Leisz 3 weitere, Genre-übergreifende, absolute Saitenartisten ins Boot geholt (die Vier nennen sich passenderweise "The Majestic Silver Strings"), mit denen gemeinsam er eine Reihe alter Country-Klassiker und Traditionals (wie auch ein paar wenige Eigenkompositionen) in einem grandiosen, rootsigen, wundervollen Americana-Gewand aufbereitet hat. Natürlich spielen dabei die Künste der 4 Gitarrenasse eine entscheidende Rolle (brillante, transparente Gitarrenarrangements aus Acoustc-, Electric-, Lap Steel-, Steel-, Baritone-, und Mando-Gitarren), doch von ähnlicher Wichtigkeit sind die phantastischen Gesangsleistungen, die zum einen von Buddy Miller und Marc Ribot übernommen wurden, für die aber auch eine Vielzahl hochkarätiger Gast-Sängerinnen und Sänger verantwortlich zeichnen. Mit dabei sind beispielsweise Patty Griffin, Shawn Colvin, Anne McCrary, Marc Anthony Thompson, Lee Ann Womack und selbstverständlich auch Julie Miller. Das Material kommt sehr entspannt rüber und besticht mit unglaublicher instrumentaler Finesse. Herrlich beispielsweise die wunderbar rootsige Interpretation der traditionellen Country & Western-/Cowboy-Nummer "Cattle call" (die alte Tex Owens-Nummer bringt man vor allem mit dem legendären Eddy Armold in Verbindung), der bluesig swingende Country-/Americana-Boogie "No good lover", Lefty Frizzell's Evergreen "That's the way love goes" (vorgetragen von Shawn Colvin), der traumhaft melodische Waltz "I want to be with you always" (ebenfalls eine alte Lefty Frizzell-Nummer mit tollem Duett-Gesang von Patty Griffin), die kantige, rootsige Version des George Jones-Klassikers "Why baby Why", oder das unterschwellig texanisch/mexikanisch angehauchte, exzellent von Lee Ann Womack vorgetragene "Return to me". Dieses Album ist ein wahres Americana-/Alternate Country-/Roots Country-Meisterstück, vollgepackt mit jeder Menge edler, authentischer, aber immer die nötige Portion Staub, Trockenheit und Ursprünglichkeit bewahrender Songpwerlen - so wie es sich für dieses Aufgebot an Ausnahmemusikern gehört. Großartig! Das Album kommt mit eine Bonus-DVD, die zum einen eine rund 20-minütige Dokumentation über die Entstehung des Albums enthält, und zum anderen mit einem Live-Song aus dem bisher einzigen Auftritt der "Majestic Silver Springs" vom 13. Januar 2010 aus dem Belcourt Theatre in Nashville/Tennessee aufwartet. Die Herren spielen den George Jones-Klassiker "Why baby why". Das endgültige Sahnehäubchen dieses brillanten Teils!

Das komplette Tracklisting:

1. Cattle Call 4:11
2. No Good Lover (Feat. Ann McCrary) 4:58
3. I Want To Be With You Always (Feat. Patty Griffin) 3:11   
4. Barres De La Prison (Feat. Marc Ribot) 3:50
5. Meds (Feat. Lee Ann Womack) 3:31   
6. Dang Me (Feat. Chocolate Genius) 5:02   
7. Bury Me Not On The Lone Prairie (Feat. Marc Ribot) 6:00   
8. That's The Way Love Goes (Feat. Shawn Colvin) 4:29   
9. Freight Train (Instrumental) 2:50
10. Why I'm Walkin' (Feat. Emmylou Harris) 5:48   
11. Why Baby Why (Feat. Marc Ribot) 3:40   
12. Return To Me (Feat. Lee Ann Womack) 5:06
13. God's Wing'ed Horse (Feat. Julie Miller) 4:10

Art-Nr.: 7293
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Cattle call
No good lover
I want to be with you always
Barres de la prison
Why baby why
Return to me
God's wing'ed horse

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Miller, Buddy - cayamo sessions at sea [2016]
Wow! Wieder mal ein kleines Meisterwerk von Buddy Miller, zusammen mit jeder Menge hochkarätiger Freunde während der "Cayamo Session" auf See. Brillant!

Aus der Original-Produktbeschreibung:

In 2012, Cayamo veteran Buddy Miller brought along some recording gear and set up a studio in the ship's library where he and his Sirius XM co-host Jim Lauderdale recorded episodes for their Buddy & Jim Radio Show. Buddy thought the radio show recordings sounded really good so, in 2014, he brought more gear, an engineer and some great musicians. They took over the Bliss Lounge where Buddy set up a temporary recording studio between the lanes of the bowling alley. For two days and nights, guest artists came to record and fans came to watch. It was so much fun, they did it all again in 2015. The audio presented on this release comes from those sessions. It is with great pleasure that New West Records presents Buddy Miller & Friends, Cayamo Sessions At Sea.

Das komplette Tracklisting:

1. After the Fire Is Gone (with Lee Ann Womack)
2. Love's Gonna Live Here (with Kacey Musgraves)
3. Sunday Morning Coming Down (with Kris Kristofferson)
4. Just Someone I Used to Know (with Nikki Lane)
5. Hickory Wind (with Lucinda Williams)
6. Wedding Bells (with Richard Thompson)
7. If Teardrops Were Pennies (with Elizabeth Cook)
8. Wild Horses (with Shawn Colvin)
9. Come Early Mornin (with Jill Andrews)
10. Take the Hand of Jesus (with Doug Seegers)
11. Angel from Montgomery (with Brandi Carlile and The Lone Bellow)

Art-Nr.: 9084
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Miller, Buddy - midnight and lonesome [2002]
Buddy Miller ist eine der zentralen Figuren der Roots-Szene und des Alternate Country - und welche Beseutung er für das Genre hat, untermauert er einmal mehr mit dem meisterhaften "Midnight and lonesome". Ungeschliffener, roher, zeitgenössischer Countryrock/Americana voller Ideen und exorbitanter Musikalität! Einfach wunderbar! Buddy und seine Frau Julie zählen längst zu den begehrtesten Songschreibern des modernen Nashville, so ist zum Beispiel Country-Megastar Lee Ann Womack eine begeisterte Anhängerin von Julie's Songs, die sie immer wieder für ihre Alben verwendet. Doch in der eigenen Interpretation ihrer Songs finden Buddy und Julie ihre größte musikalische Erfüllung - der Zuhörer im übrigen auch! Auch auf Buddy's neuem Werk spielt Julie selbstverständlich wieder eine entscheidende Rolle, taucht sie doch oftmals als Gesangspartnerin auf, und hat 6 der 11 Songs komponiert, bzw. mitkomponiert. Das Album startet mit einer großartigen, staubigen, rockigen Version des Everly Brothers-Klassikers "The price of love", dem Buddy eine herrliche Rootsrock-Note einhaucht. Bestechende Gitarrenlicks! Über den klasse "Ramblin'"-Country-Heuler "Wild card", mit gediegenem Honky Tonk-Feeling und etwas Blues-Flair äußerst rootsig in Szene gesetzt (herrliche Fiddle und Gitarre), geht's zu einem absoluten Killer-Track! "I can't get over you" ist wieder einmal so eine Traum-Ballade aus Julie's Feder, bei dem einem die absolute Gänsehaut überkommt. Eine unwiderstehliche Melodie! Country-Diva Lee ann Womack unterstützt Buddy's großartigen Gesang mit wunderbarer Zweitstimme. Rootsig, und doch von grandioser Schönheit und Reinheit. Ein traumhaftes Steelguitar-Solo von Larry Campbell, gefolgt von Buddy's toller Lead-Gitarre im Mittelteil geben dem Song noch das "Tüpfelchen auf dem i", und machen ihn zu einem dieser Stücke, dessen Einzigartigkeit allein schon den Kauf eines Albums lohnt. Doch es geht auf höchstem Niveau weiter: Mit dem dezent swampig angehauchten Countryrocker "Midnight and lonesome", dem lustigen, modernen "When it comes to you", dem bärenstarken mit Bill Mallonee (Vigilantes Of Love) geschriebenen, lässigen Road-Rootsrocker "Water when the well is dry" mit einer wunderbaren Melodie, runtergehend wie Öl, inklusive tollem Mundharmonika-/E-Gitarren-Wechselspiel, der abgehenden Cajun Country-Rock'n Roll-Nummer "Little bitty kiss", dem wunderbaren Jesse Winchester-Cover "A showman's life" (Background-Gesang Emmylou Harris), dem Buddy seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt und und und...! Das Finale des Albums bildet der von Julie kurz vor Einspielung des Album geschriebene Song "Quecreek" über die an ein Wunder grenzende Rettung von 9 verschütteten Minenarbeitern, den die beiden wunderbar inspiriert vortragen. Einzigartig! Erneut ein absolutes Genre-Meisterwerk!

Art-Nr.: 1702
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Monty & The Pythons - real thing [2001]
Alle Achtung! Hier paaren sich kopfschüttelnde Verwunderung wieder einmal mit purer Freude und höchster Anerkennung! Verwunderung darüber, daß eine Band mit diesen Fähigkeinten und dieser Qualität ohne Vertrag bei einer der großen Plattenfirmen ist, gleichzeitiog aber die Freude darüber, daß eine solche Band sich entschließt ihr hochkarätiges Material im Eigenvertrieb in kleinem Rahmen auf dem eigenen "Python"-Label zu veröffentlichen, und dem geneigten Countryfan somit 11 herrliche Songs peppiger, frischer, knackiger, gitarrenorientierter, lupenreiner, Country-/New Country-Musik mit Honky Tonk- und Countryrock-Appeal auf höchstem Niveau offenbart. Toller Job, den das Quartett um Monty Holmes da abgeliefert hat. Monty Holmes - das sagt vielleicht dem einen oder anderen etwas. Er gilt zum einen als ein hochbegabter Songschreiber, verantwortlich unter anderem für so manchen George Strait-Song, oder für "What I do the best" für John Michael Montgomery von dessen gleichnamigem Millionseller aus dem Jahre 1996, oder auch für Lee Ann Womack's "Here comes never again, again", zum anderen kennt man ihn aber auch als einen super Country-Sänger, der 1998 mit seiner Debut-CD "All I ever wanted" auf sich aufmerksam machte. Der kommerzielle Erfolg blieb jedoch weitgehend aus, aber Monty Holmes war das egal. Er wollte nur eines: seine tollen Songs, die er schrieb, auch dem Publikum präsentieren. Er ist mit Fleisch und Blut Musiker. So dauerte es nicht lange, bis er Monty & The Pythons gründete, und dafür wirklich geballte Musikkompetenz an Land zog. Den großartigen Leadgitarristen Billy Hillman, den ex- Tony Joe White- und Waylon Jennings-Drummer Jeff Hale und nicht zuletzt den "Star"-Bassisten Charlie Harrison, der lange Jahre bei den legendären Countryrockern von Poco spielte und auch schon mit Rod Stewart arbeitete. Das Ergebnis sind energiegeladene, honky-tonkige "hard-driving" Countrysongs mit knackigen E-Gitarren, die ein oder andere gefühlvolle feine Countryballade - alles in tollem Sound, bestens produziert und ohne jeden Pop-Schnickschnack! Ein paar Beispiele: "(I want) The real thing", der Opener, oder "Love you right out of this" versetzen den Zuhörer aufgrund ihrer traumhaften Melodie, des relaxten Tempos, der wunderbaren Gitarren sogleich in ein Gefühl, als würde man im Cabrio durch den amerikanischen Westen cruisen. "Hard drivin' country kinda guy" macht seinem Namen alle Ehre, ist nämlich richtig abgehender "Hard driving" Country, "Has it been that bad for you" ist eine herrliche Pure Country-Ballade und "Once you sell yourself short" ist fetziger rocking und rolling Roadhouse Country mit satten Gitarrenriffs und Soli, bei dem es keinen Tänzer mehr auf dem Stuhl hält, während bei "Leave my Mama out of this" die Merle-Einflüsse deutlich hörbar sind. Alle Songs sind top! Man sollte meinen, daß die "Pythons" mit dem ein oder anderen Stück die Nashville Country-Charts eigentlich mächtig durcheinander wirbeln müßten. So sollte New Country heute klingen. Klasse, Jungs - ein bravouröses Album!

Art-Nr.: 1575
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,36

In folgende Titel können Sie reinhören:
(I want) The real thing
Boys of '44

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Musgraves, Kacey - golden hour [2018]
Drittes Album der großartigen Kacey Musgraves! MIt diesem, erneut hervorragenden Werk, gelingt es Kacey unter Beibehaltung aller Country-Indikatoren, ihren Sound ein wenig zu erweitern, mit folkig-poppigen Strömungen anzureichern, ohne dabei auch nur ansatzweise im üblichen Nashville Countrypop-Kitsch zu versinken. Ganz im Gegenteil. Was wir hören, sind 13 wundervolle Songperlen mit sehr feinen Melodien, meist gehalten in einem entspannten, lockeren Ambiente, geprägt von exzellenten Songwriter-Qualitäten (bei allen Tracks ist Kacey kompositorisch involviert). Damit erinnert sie durchaus ein wenig an einige ihrer großen Vorbilder, wie etwa Carole King, Emmylou Harris und auch Dolly Parton. Die Songs fangen den Zuhörer regelrecht ein. Kein Frage, auch mit Album Nr. 3 geht die Erfolgsgeschichte von Kacey Musgraves auf höchstem Level weiter. "Just beautiful" - einfach schön!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

It’d have been easy for Kacey Musgraves to continue to make the same kind of albums full of clever wordplay and traditional country influenced songs but for her to continue to grow as an artist, she looked to stalwarts like Carole King, John Hiatt, Emmylou Harris and Dolly Parton to craft Golden Hour, a record that is 100% Kacey but mostly unlike anything we’ve heard from her before. And this is a good thing.
The opening tracks “Slow Burn” and “Lonely Weekend” showcase Musgraves blending all sorts of sonic influences that makes Golden Hour both contemporary and classic 70s singer/songwriter all at the same time. Songwriter/producers Ian Fitchuk (Drew Holcomb, Sean McConnell) and Daniel Tashian (Josh Turner, Patty Griffin) bring those indie influences into the Musgraves stew but they’ve made everything better by their presence. Innovative production choices ("Oh, What A World"), disco throwbacks (“High Horse”) and elegant, lyrically rich ballads (“Rainbow”) showcase the diversity. This isn’t to say that Musgraves doesn’t know she’s releasing a record on a Nashville-based label (MCA Nashville) as she’s still writing with the same writer collective that made up the majority of Same Trailer, Different Park and Pageant Material on half of the album's tracks. The warmest songs on the record include “Butterflies,” “Wonder Woman,” and “Rainbow.” Each song co-written with those A-list songwriters.
There’s clearly an intent by Musgraves, Fitchuk, and Tashian to harness the golden-soaked memories of the 70s as if they were married to Dolly Parton or Lee Ann Womack vocal on songs like “Love Is A Wild Thing,” a beautiful, somewhat melancholic ballad about finding love when you least expect it. “Happy & Sad” is as song with beautiful honesty in the vocal and lyrics as Musgraves clearly wasn’t comfortable about falling in love (with her new husband, singer/songwriter Ruston Kelly). She had built walls to prevent that kind of love and he somehow knocked them out.
There ARE some potential country radio singles on this record, if radio will even play them. I could see “Velvet Elvis” being a radio ditty while “Wonder Woman,” “Butterflies” and “Lonely Weekend” are all worthy potential mainstream country radio hits but Musgraves (who has constantly challenged mainstream country radio with progressive lyrics and a defiant attitude towards their lack of support with female artists). “High Horse” is the best Katy Perry song Katy Perry never wrote, with a disco pop feel, a song which could be a pop radio hit if given a chance and it’s practically begging for a dance club remix for the dance charts and future Drag Queen performances. The closing pair of tunes in “Golden Hour” and “Rainbow” (a McCartney-like song which is waiting to be synched to a film scene and soundtrack) showcase this record well and truly make the album one of the best I’ve heard in the past couple of years.
If you’re willing to sit and digest Golden Hour, you’ll consistently be surprised and delighted by Golden Hour. To me, it’s the best album of Kacey Musgrave’s career to date.
(Matt Bjorke / Roughstock)

Das komplette Tracklisting:

1. Slow Burn - 4:06
2. Lonely Weekend - 3:46
3. Butterflies - 3:39
4. Oh, What A World - 4:01
5. Mother - 1:18
6. Love Is A Wild Thing - 4:16
7. Space Cowboy - 3:36
8. Happy & Sad - 4:03
9. Velvet Elvis - 2:34
10. Wonder Woman - 4:00
11. High Horse - 3:33
12. Golden Hour - 3:18
13. Rainbow - 3:34

Art-Nr.: 9603
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Nail, David - i'm a fire [2014]
Drittes und bisher bestes Album von David Nail! Der ursprünglich aus Missouri stammende David Nail ist eine Kämpfernatur. Der ehemals talentierte Baseballspieler und -trainer hat in seiner Sportkarriere gelernt, dass man nach Niederlagen wieder aufstehen muss. Das hat ihm vermutlich auch in seinem nachfolgenden Leben als Musiker geholfen. Denn sein Weg war zunächst mehr als beschwerlich. Sein fertiggestelltes Debütalbum war nach einem ersten Singleachtungserfolg komplett gecancelt worden (somit wäre "I’m A Fire" eigentlich schon sein viertes). Erst fünf Jahre später konnte David bei MCA Nashville dann mit "I’m About To Come Alive" im New Country Business so richtig Fuß fassen (die Single "Red Light" schaffte es gleich unter die Top 10). Auch wenn Silberling Nr. 2 "The Sound Of A Million Dreams" mit "Let It Rain" dann prompt Nails erste Nr.1 Single mit sich brachte, blieb ihm die Tür zu den ganz Großen der Zunft immer noch versperrt. Das könnte sich jetzt mit seinem neuen Werk "I’m A Fire" gravierend ändern. Nail hat sich von seiner immer ein wenig mitschwebenden Introvertiertheit freigeschwommen und präsentiert ein hochmodernes, niveauvolles Mainstream New Country-Album voller Hitpotential. So schaffte es das mit herrlichem Banjo- und Dobrospiel (Ilya Toshinsky und Jerry Douglas) durchzogene "Whatever She’s Got" direkt auf Platz 2 der Billboard Country Single-Charts (sogar Platz 1 der Country Airplays). Der Song ist ein Paradebeispiel dafür, wie man moderne Pop-/Rockmusik mit country-typischen Instrumenten veredeln kann. Klasse dieses Lied. David hat auf der von Frank Liddell, Chuck Ainley und Glenn Worf produzierten Scheibe vier der insgesamt elf Tracks mitkomponiert und zeigt auch beim Songwriting deutlich reifere und variablere Züge. Sehr schön beispielsweise das mit einem Eli Young Band-Touch angenehm dahingleitende "Broke My Heart", die atmosphärischen Balladen "Brand New Day" (mit tollem Jerry McPherson E-Gitarren-Solo) und "The Secret" (sehr düster, packender Text, fantastische Gesangsleistung) oder das in Keith Urban-E-Gitarren-Manier locker dahinfliessende "Easy Love". Spaß machen vor allem auch die sehr stilvoll eingeflochtenen und gut wahrnehmbaren Harmoniegesänge von Damen wie Sara Buxton, Micah Wildshire oder Aubrie Sellers, der Tochter von Lee AnnWomack. Apropos Lee Ann Womack. Die hat einen Awards-verdächtigen Gastauftritt bei derDuettversion des Glen Campell-Klassikers "Galveston". Auch hier zeigen die starken Nashville-Musiker (neben den bereits erwähnten u. a. Chris McHugh, Eric Darken, Paul Franklin, Mike Rojas) wie man heute so einen alten Schinken von seinem Staub befreien kann. Das ist traditionelle Countrymusic auf der Höhe der Zeit - und zwar vom Allerfeinsten! Fantastisch! Die ganz hohe Kunst des Harmoniegesangs gibt es dann auf "When They’re Gone (Lyle County)“ zu hören. Hier hat David die Kollegen von Little Big Town mit ins Boot geholt. Ein herrlich rootsig-kratziger Countrysong, der auch perfekt ins LBT-Repertoire gepasst hätte. Glänzend erneut Jerry Douglas’ filigrane Dobro-Einlagen inkl. erstklassigem Solo. Auch der Titelsong könnte die Charts aufmischen. Aus der Feder von Hitgarant Tom Douglas und The Cadillac Three-Frontmann Daren Johnston (singt im Background mit) stammend, bekommt man hier so ein wenig "Bruce Springsteen goes New Country"-Feeling geboten. Starker Track! David Nail beweist auf "I’m A Fire" eindeutig, dass das musikalische Feuer in ihm brodelt. Die Radiostationen haben angesichts des hohen Hitvolumens wohl die Qual der Wahl. Spätestens jetzt dürfte er in der Topriege der Nashville-Elite angekommen sein. David Nail mit einer wahrhaftigen Top-Leistung! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Whatever She's Got - 3:56
2. Broke My Heart - 3:16
3. Burnin' Bed - 3:38
4. When They're Gone (Lyle County) fFeaturing Little Big Town) - 3:42
5. Brand New Day - 4:44
6. Kiss You Tonight - 3:51
7. The Secret - 4:21
8. Countin' Cars - 2:52
9. Easy Love - 3:21
10. I'm a Fire - 4:05
11. Galveston (Featuring Lee Ann Womack) - 3:13

Art-Nr.: 8511
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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