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Tennessee Champagne - same [2020]
"Good old fashioned Southern Rock" vom Allerfeinsten! Ach, ist das eine Freude, wenn wie aus dem Nichts auf dem Radar mal plötzlich wieder eine neue Southern Rock-Band auftaucht, die dann auch noch locker einem wirklich sehr hohen, musikalischen Qualitätsanspruch genügt und das nötige Feeling, den nötigen Spirit mitbringt. Einfach wundervoll! So geschehen mit Tennessee Champagne, einem erst vor rund 2 Jahren gegründeten, fantastischen Quintett aus Elizabethton, gelegen mitten im Herzen der Appalachian Mountains von Tennessee. Alle 5 sind ganz ausgezeichnete Musiker, der jüngste erst 21 Jahre, der älteste bereits 55 Jahre alt, die mit ihrem bemerkenswert guten, vorzüglichen Songmaterial und den exzellenten Arrangements, ihrer Leidenschaft und Spielfreude, trotz deutlicher Bezüge zu den ganz Großen des Genres, wie beispielsweise Lynyrd Skynyrd, The Allman Brothers Band und aus der jüngeren Vergangenheit Blackberry Smoke, jede Menge frischen Wind ins Genre bringen. Die Band besteht aus dem bärenstarken Lead Sänger und Bassisten Chris Kelley (hat ein typisches Southern Rock-Organ mit einem leichten Ronnie van Zant-Timbre), den beiden furios aufspielenden Gitarristen Tim Hall und Dan Britt, Keyboarder Jonathan Grindstaff und Drummer Bill Cowden, wie gesagt, alle Meister ihres Fachs. Bestimmt wird das Material überwiegend von einem herrlich satten, vielschichtigen Gitarrensound, zum Teil auch mit herrlicher Slideguitar und immer wieder mit zündenden, erdigen, oft auch wechselseitigen Soli. Die Songs sind toll strukturiert, stecken voller großartiger Melodien, verfügen aber auch immer über den nötigen "grit" und genügend instrumentellen Freiraum für die Solisten, vor allem die beiden Gitarrenasse. Die ersten Töne ihres prächtigen Debutwerkes erklingen, und schon fängt der geneigte Southern Rock-Fan unmittelbar Feuer. Was hören wir da für herrliche, "pure southern" Riffs, die den baumstarken Opener "Wicked" einleiten, absolut Lynyrd Skynyrd-, The Marshall Tucker Band- und Blackberry Smoke-typisch, und doch so erfrischend "neu". Starker Gesang und kernige Gitarren überall, dazu eine schöne, angenehm im Hintergrund gehaltene Orgel-Untermalung und eine klasse Melodie. Ein paar Twin Gitarren-Licks und ein sattes, dreckiges Gitarrensolo setzen dem Ganzen die Krone auf. Einfach "geil"! Klassischer, absolut kompetent gespielter Southern Rock, wie wir ihn lieben. Es folgt das kompakte, sehr kraftvolle, raue, erneut von spannenden, massiven Gitarrenriffs und -licks geprägte, kernig rockende "Thunder in the mountains", natürlich erneut ausgetattet mit einem starken, "ass-kicking" Gitarrensolo. Wie vielseitig Tennessee Champagne agieren, zeigen sie eindrucksvoll mit dem wunderbaren "Mountains in my bones", einem toll groovenden, bluesigen Southern-/Jam-Rocker in allerbester Allmans-Manier. Hier offenbart die Band ihre ganze spielerische Klasse, ihr Feeling für die richtigen Grooves und Jams. Der Gesang ist abermals exzellent, die Gitarrenarbeit, inkl. Twin-Leads und Soli, fantastisch. Die kongenial eingebundene Hammond-Orgel im jammigen Instrumentalteil passt super. Eine tolle Nummer mit jeder Menge Potential sich live ausgedeht austoben zu können. Wie viele große Bands des Genres beherrschen selbstverständlich auch Tennessee Champagne die hohe Kunst traumhaft inszenierter, klassischer Southern Rock-Balladen. Bestes Beispiel dafür ist das umwerfende, hochmelodische, in allerbester Skynyrd'scher Balladen-Tradition gespielte "Stompin' grounds". Genial schon die in der Einleitung wohlig und warm einsetzende, "rollende" Hammond-Orgel, ehe dazu eine hingebungsvoll und seelig gespielte Slidegitarre erklingt. Eine Wonne! Chris Kelley"s Geang ist vorzüglich, klar, melodisch, aber auch ausgestattet mit dem nötigen "southern drawl". Dazu duellieren sich die beiden Lead Gitarristen im Mittelteil mit einem grandiosen Solo. Eine wahre "Gänsehaut"-Nummer! Mit coolem, sehr lässig wirkenden Gesang kommt das ebenfalls balladeske, recht jammig anmutende "Selfish ways" (das Slidegitarrenspiel erinnert hier ein wenig an Derek Trucks/Tedeschi Trucks Band) und "Singing to my broken heart" ist eine weitere, wunderschöne Southern Rock-Ballade mit harmonischem Klavierspiel, feiner Orgel und herrlicher Lead Gitarre. Rauer, straighter und dynamischer wird es wieder mit dem kraftvollen, "tighten" Shake it", das ein gewisses ZZ Top-Flair aufweist (feuriges, quirliges Gitarrensolo), ehe die Band zum Abschluß dieses bemerkenswerten Albums mit dem mächtigen, schwerblütigen, opulenten "Silver tongue" nochmal eine richtige "Hammer"-Nummer raushaut - eine Art Progressive Southern Rock "with lots of fiery dual guitars". Tennessee Champagne setzen gleich mit ihrem ersten Album ein fettes Ausrufezeichen in Sachen klassischem, Seventies-based Southern Rock! Ein Volltreffer! Diese Burschen haben die Southern Rock-Gene in ihrem Blut und leben sie mit ihrer prachtvollen Musik völlig zwanglos und authentisch aus. Keine Frage, das Genre lebt, das Southern Rock-Feuer brennt!

Das komplette Tracklisting:

1. Wicked - 4:06
2. Thunder in the Mountains - 3:03
3. Can’t Get over You - 4:29
4. Mountains in My Bones - 3:54
5. Stompin’ grounds - 4:46
6. Selfish Ways - 5:02
7. Corn from a Jar - 3:41
8. Singing to My Broken Heart - 4:42
9. Shake It - 4:20
10. Silver Tongue - 6:15

Art-Nr.: 10235
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wicked
Thunder in the mountains
Mountains in my bones
Stompin' grounds
Selfish ways
Singing to my broken heart
Shake it
Silver tongue
Momentan nicht verfügbar!

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