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Knowles, Davy - what happens next [2021]
Das angekündigte, neue Album "What happens next" des von der Isle Of Man stammenden, ehemaligen Back Door Slam-Leaders Davy Knowles ist nun erschienen, und es ist ein großartiges Werk geworden, mit dem Knowles, der als einer der talentiertesten und versiertesten Gitarristen der jungen Bluesrock-Garde gilt (Peter Frampton beispielsweise sagt über ihn: "Davy already has a recognizable style. He’s definitely the gunslinger guitarist of the 21st century", und Joe Satriani nennt ihn "my favorite modern bluesman") seine Songstrukturen gegenüber seinen vergangenen Werken ein wenig modifiziert hat, ohne jedoch seine grundsätzliche musikalische Ausrichtung auch nur ansatzweise zu verlassen. Es gibt nicht wenige Experten, die behaupten, dass die Schönheit der Blues- und Rootsmusik (die Wurzeln des mittlerweile in Chicago/Illinois lebenden Davy Knowles liegen ja bekanntermaßen vor allem im Blues, aber auch im Classic Rock der Siebziger Jahre und der Rootsmusik verankert) vor allem durch die Einfachheit in ihrer Komplexität begründet liegt, was auf Knowles' neues Album in großem Maße zutrifft, denn das hervorragende Songmaterial ist sehr kompakt, auf den Punkt gebracht und wartet mit wunderbaren, spannenden Nuancen auf. Sein Gitarrenspiel ist auch auf "What happens next" wieder außergewöhnlich, doch er hat es bei weitem nicht so in den Mittelpunkt gestellt, wie bei früheren Alben, um hier vielmehr den Fokus auf die Songs an sich und auch seinen wirklich großartigen Gesang zu legen. Das ist ihm bestens gelungen, die Balance stimmt. "This album taught me about restraint in terms of guitar playing. I had to reign it in to let the songs breathe, but I am looking forward to reimagining them and stretching out when we play live", sagt er dazu. Also, live werden die Songs wieder ausgedehnter präsentiert und dort werden sicher auch wieder deutlich längere Soli zu hören sein - demnächst hoffentlich auch mal wieder auf deutschen Bühnen. Los geht's mit dem erdigen, markigen, von "crunchy" Riffs geprägten, bluesigen, stark in dem britischen Classic Rock der Siebziger verwurzelten, gleichzeitig absolut zeitlosen "Light of the moon", das neben den rockigen Gitarren mit wunderbaren, sehr retro klingenden Orgel-Tupfern aufwartet. Die Melodie springt direkt auf den Zuhörer über. Die beiden kurzen, aber schön fetten, zündenden Gitarrensoli machen, wie der komplette Song, richtig Laune. Starker Opener! Viel (Southern) Soul und fast schon einen Hauch von Muscle Shoals-Feeling (tolle Baritone Guitar-Licks, schöne Orgel-Fills, Wurlitzer Piano) verspürt man bei der geradezu traumhaft melodischen, soulful Blues-Ballade "Roll me". Was Knowles hier gesangstechnisch abliefert, welches Gefühl er in die Performance legt, ist Extraklasse - und sein Gitarrenspiel, nie aufdringlich im Vordergrund, aber deutlich wahrnehmbar und songdefinierend, ist einfach exzellent. Nach dem kompakten, recht straighten, mit effektvoller Lead Gitarre garnierten Retro Rock-Knaller "Get lucky" , folgt die von leicht progressiven Strömungen durchzogene, mit ausgefeiltem Piano- und Gitarrenspiel inszenierte, slow-bluesige Ballade "Devil and the deep blue sea", bei der Knowles wieder einmal seine Classic Rock-Vorliebe deutlich wahrnehmbar einfließen lässt. Richtig stark! Ebenso klasse sind beispielsweise das straighte, funkige und soulige "Solid ground", das abermals wunderbar soulige, nostalgische, sehr schöne "Hell to pay", der mit einer tollen Melodie ausgestattete, kraftvolle, mit zündenden Gitarrenriffs und starkem Piano-/Orgelspiel inszenierte Classic Rocker "Wake me up when the nightmare's over", bis hin zu dem wundervollen Album-Closer "If I ever meet my maker", einer dezent folkigen, hinreißend schönen, akustisch gehaltenen Ballade (lediglich Acoustic Gitarre- und Orgel-Begleitung), bei der Knowles noch einmal seine außergewöhnlichen Singer/Songwriter-Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellt. Davy Knowles gelingt auf "What happens next" eine fabelhafte, sehr songorientierte, zielstrebige Reise durch das Terrain seiner musikalischen Vorlieben zwischen Blues und geradlinigem Classic Rock, mit genußvollen Ausflügen in rootsige und soulige Gefilde. Er und seine großartigen Begleitmusiker verstehen ihr Handwerk ohne jeden Makel. Cooles Teil, exzellente Leistung!

Das komplette Tracklisting:

1. Light Of The Moon - 3:14
2. Heartbreak Or Nothing - 2:30
3. Roll Me - 5:07
4. Get Lucky - 2:52
5. Devil And The Deep Blue Sea - 5:23
6. One & The Same - 4:04
7. Solid Ground - 2:34
8. River - 3:57
9. Side Show - 4:07
10. Hell To Pay - 4:42
11. Wake Me Up When The Nightmare's Over - 4:32
12. If I Ever Meet My Maker - 4:21

Art-Nr.: 10424
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Light of the moon
Roll me
Get lucky
Devil and the deep blue sea
Solid ground
Hell to pay
Wake me up when the nightmare's over
If I ever meet my maker

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