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American Aquarium - slappers, bangers & certified twangers: vol. one [2021]
Überraschende, völlig unerwartete, aber ganz großartige Veröffentlichung der exzellenten Rootsrock-/Americana-Truppe American Aquarium um den charismatischen Singer-Songwriter BJ Barham aus dem kleinen Nest Reidsville in North Carolina. "Slappers, Bangers, and Certified Twangers - Vol. 1" kommt dementsprechend auch nicht über das normale Label der Band, sondern ist, Label-unabhängig, eine Eigenveröffentlichung, die ausschließlich über die Website der Band erhältlich ist. Dennoch haben wir, direkt von BJ Barham, exklusiv ein paar Exemplare für die vielen American Aquarium-Fans hierzulande erhalten. Eine tolle Sache, denn das Album ist etwas ganz Besonderes und ist einfach prächtig gelungen. Barham, Geburtsjahr 1984, und seine Jungs haben sich für dieses Werk 10 ausgewählte Countryhits aus der goldenen Neunziger Jahre "New Country"-Ära vorgenommen, als die Charts und das Countryradio noch von "echter" Countrymusic bestimmt wurden, und haben diese Songs mit ihrer ganz eigenen, typischen Rootsrock-Americana-Attitüde (deutlich rootsiger, rockiger, teils mit einem wunderbaren Heartland Rock-Flair) neu eingespielt. BJ Barham ist mit diesen Songs aufgewachsen. Sie liefen während seiner Jugend im Radio hoch und runter, sind ihm einfach tief in Erinnerung geblieben. Dabei hat sich die Band, bis vielleicht auf Trisha Yearwood's "She's in love with the boy", nicht unbedingt auf die absoluten Chartbreaker konzentriert, die wochenlang auf Nr. 1 standen, sondern eher solche herangezogen, die nur für kurze Zeit ganz oben oder relativ weit vorne waren. Was für ein spontaner, cooler Spaß - einfach herrlich! "Most singer-songwriters like to pretend they came out of the womb listening to Townes Van Zandt and Guy Clark, but if you were born in the mid-’80s and lived in the South, you were probably raised on the same steady diet of ’90s radio country as I was", erzählte BJ Barham dem Rolling Stone und führte weiter aus: "The kinds of songs that you haven’t heard in 20 years, but when they randomly come on the radio you still miraculously know every word. These songs transport me back to a very specific time and place in my childhood. The summers spent riding around town in the backseat of my dad’s Blazer, windows down, radio up, singing along at the top of my lungs to take my mind off the vinyl seats scalding the back of my legs". American Aquarium drücken diesen Country-Klassikern nicht nur ihren Stempel auf, sondern machen sie quasi komplett zu ihren eigenen Songs. Schon durch BJ Barham's hervorragenden, einzigartigen Gesang, aber eben auch durch die rootsig rockige Note (klasse E-Gitarren, aber auch jeden Menge Pedal Steel), erhalten die Songs die unwiderstehliche American Aquarium-DNA und klingen deshalb, bei aller Wahrung ihrer Country-Herkunft, doch deutlich anders als die Originale. Los geht's mit dem herrlich knackig und rockig präsentierten "Queen of my double wide trailer", ursprünglich von Sammy Kershaw. Kommt als toller, countryinfizierter Midtempo Roots-/Americana-Rocker, sehr melodisch, mit erdigen E-Gitarren, toller Pedal Steel und feinen Orgel-Klängen. Stark und spannend, diese Nummer im klassichen, typischen AA-Gewand zu hören. Und so geht das munter weiter. Zum Beispiel mit dem dynamischen Sawyer Brown-Knaller "Some girls do" (kurzes, zündendes Gitarrensolo, tolle Balance zwischen rockig und country), dem schon erwähnten Trisha Yearwood-Klassiker "She's in love with the boy" (toller Drive, rauer und ungeschliffener als das Original), Joe Diffie's rockig und riffig arrangiertem "John Deere green" (kochende Gitarrenriffs, prächtige Slideguitar-Parts, klimperndes Honky Tonk-Piano), der tollen Version von Brooks & Dunn's "Lost and found" (großartige Melodie, wunderbare Pedal Steel, starke Gitarren), dem dynamischen Jo Dee Messina-Hit "Heads Carolina, tails California", oder auch der das Album exzellent abschließenden, mit einem guten Drive inszenierten, baumstarken Fassung von Toby Keith's erstem Nr. 1-Hit aus dem Jahre 1993, "Should've been a cowboy" (herrliche Pedal Steel, tolles Klavierspiel). Der Spaß, den die Band bei den Aufnahmen zu diesem wunderbaren Cover-Album hatte überträgt sich spürbar auf den Hörer. Roots- und Americana-Rockband American Aquarium rocks Nineties Country-Classics! Tolle Idee, super gelungen! Teil 2 kann kommen...

Anmerkung:
Das rare, recht schwer zu bekommende Album wird "normalerweise" ausschließlich von der Band selbst vertrieben und ist "eigentlich" nur über deren Homepage zu beziehen. Wir haben jedoch einmalig eine bestimmte Anzahl von Exemplaren für euch ergattern können...

Das komplette Tracklisting:

1. Queen of My Double Wide Trailer (Sammy Kershaw) - 3:43
2. Some Girls Do (Sawyer Brown) - 3:21
3. I Try to Think About Elvis (Patty Loveless) - 2:50
4. She's in Love with the Boy (Trisha Yearwood) - 4:22
5. John Deere Green (Joe Diffie) - 4:32
6. Wild One (Faith Hill) - 2:50
7. Lost and Found (Brooks & Dunn) - 4:20
8. Down at the Twist and Shout (Mary Chapin Carpenter - 3:34
9. Heads Carolina, Tails California (Jo Dee Messina) - 3:32
10. Should've Been a Cowboy (Toby Keith) - 3:30

Art-Nr.: 10460
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Queen of my double wide trailer
Some girls do
She's in love with the boy
John Deere green
Lost and found
Heads Carolina, tails California
Should've been a cowboy

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