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Howlin Rain - the dharma wheel [2021]
Howlin Rain, die großartige, allerorten hoch geschätzte Westcoast Jamrock-Formation aus San Francisco legt mit dem exzellenten "The dharma wheel" nun ihr bereits sechstes Studioalbum vor. Das Werk bietet eine "berauschende", genauso unbeschwerte, wie musikalisch überaus inspirierte und virtuose Reise durch den grenzenlosen Klangkosmos dieser vorzüglichen, 2004 gegründeten Band um die beiden Gitarristen Ethan Miller (gleichzeitig ein hervorragender Sänger, Songwriter und Keyboarder) und seinen kongenialen Partner Daniel Cervantes, der sich vor allem aus einer wunderbaren Verschmelzung von Late Sixties-/Early Sventies Progressive-, Psychedelic-, Westcoast-, Roots- und Classic Rock-Elementen zusammensetzt, aber auch Spuren aus Funk. Jazz, Southern Rock, Folk und Americana beinhaltet. Zuweilen hört sich das an, wie eine bestens funktionierende Synthese aus Pink Floyd und Grateful Dead, doch auch Bands Led Zeppelin, Blue Cheer, Electric Flag und The Allman Brothers Band hinterlassen ihre Spuren. Vervollständigt wird das Line-Up der Band durch Jeff McElroy am Bass und Justin Smith an den Drums. Als Gäste hören wir die Violinistin Scarlet Rivera (Bob Dylan’s Rolling Thunder Revue) auf zwei der insgesamt sechs Tracks und Adam MacDougall (Chris Robinson Brotherhood, Circles Around The Sun, The Black Crowes) an den Keyboards, auf 4 Tracks. Das durchweg höchst abwechslungsreiche Songmaterial besticht mit vielen Wendungen, auch innerhalb der Stücke, und hält damit die Spannung stets hoch. Das lässt erahnen in welch hinreißenden, ausgelassenen Jammings sich die Band immer wieder live verliert. Trotzdem wirken die Songs hervorragend strukturiert und bleiben trotz der grenzenlosen Spielfreude gut hängen. Nach dem episch opulent anmutenden, jede Menge Pink Floyd-Appeal versprühenden, instrumentalen Intro "Prelude", folgt mit dem starken "Don't let the tears" nach 6 Minuten schließlich der "eigentliche" Opener, der zunächst erneut mit Floyd'schen Sounds, die auch während der kompletten Nummer nie komplett verschwinden, beginnt, sich in der Basis aber in einem schönen, funkigen, Grateful Dead-ähnlichen Hippie-Groove einpendelt. Toll, wie die Band das miteinander vereint. Auf der einen Seite haben wie die genauso lockeren, wie kernigen Gitarrenläufe und den durchaus Dead-affinen Gesang, auf der anderen die progessiven Keyboards und Synthesizer, was dann auch dezente Erinnerungen an Chris Robinson Brotherhood aufkommen lässt. Noch deutlicher wird der Dead-Einfluß und der californische Ursprung der Band bei dem folgenden, herrlich fluffigen, lockeren, während der Gesangspassagen sehr melodischen "Under the wheels". Nach etwa 5 Minuten beginnt schließlich eine, diesmal allerdings nicht allzu lange Jam-Phase, bei der es dann wieder progressiver und psychedelischer zugeht. Klasse Nummer! "Rotoscope" beginnt mit wunderbaren, deutlich im Southern Rock verwurzelten Gitarrenklängen, um in der Mitte dann in ein wunderbares, flüssiges, lockeres, dennoch durchaus kraftvolles, psychedelisches Jamming "zum Dahinschweben" überzugehen, mit schönen Synthesizern und Twin-Gitarren. Pink Floyd meets Grateful Dead meets Allmans. Grandiosen Retro Psychedelic California Country Jamrock hören wir mit dem tollen "Annabelle", bei dem Jerry Garcia und die New Riders of The Purple Sage ihre Spuren hinterlassen (starke Melodie, lockerer Groove, Fiddle, frische Gitarren, erstklassiger Gesang). Das über 16-minütige, kraftvolle, sehr progressiv rockende Titelstück "Dharma wheel" beendet schließlich dieses großartige Album - nochmal ein absolutes Howlin Rain-Highlight mit viel Westcoast-Flair während der Gesangspassagen und einem ausgeprägten, sehr psychedelischen, aber auch erdigen und durchaus eingängigen Jamming voller toller Keyboards- und Gitarrenklänge in bester "early Pink Floyd"-Manier. Was sind das für klasse Musiker. Ein wirklich starkes Album! Howlin Rain auf einem prächtigen Retro Progressive-/Westcoast-/Psych Rock-/Jam-Trip!

Das komplette Tracklisting:

1. Prelude - 6:02
2. Don't Let the Tears - 6:23
3. Under the Wheels - 7:09
4. Rotoscope - 7:41
5. Annabelle - 8:42
6. Dharma Wheel - 16:21

Art-Nr.: 10506
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't let the tears
Under the wheels
Rotoscope
Annabelle
Dharma wheel

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