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Brothers Osborne - skeletons [2020]
Brothers Osborne, das sind T. J. Osborne (lead vocals, acoustic guitar) und sein Bruder John Osborne (guitars), gelten als einer der heißesten, spannendsten und aufregendsten Acts Nashville's. Ihr grandioses, neues, nunmehr drittes Album "Skeletons" untermauert diesen Status mehr als jedes ihre beiden Alben davor - und auch die waren schon außergewöhlich stark. Doch "Skeletons" ist schlicht ein "Hammerteil"! Das renommierte amerikanische Magazin "Rolling Stone" etwa urteilt: "With 'Skeletons' Brothers Osborne deliver their first full-fledged Rock record". Das ist vielleicht ein wenig zu "hart" ausgedrückt, doch ja, das Album rockt schon gewaltig. Aber das beißt sich keineswegs mit ihren Countrywurzeln. Im Gegenteil! Die beiden charismatischen Brüder aus dem U.S.-Bundesstaat Maryland, T. J. mit seinem bärenstarken, unverwechselbaren, tiefstimmigen Gesang und Gitarrenhexer John (der Kerl spielt wie der Teufel), beide im übrigen auch exzellente Songwriter, und ihre fantastische Band präsentieren eine ungemein kreative, ja innovative, vielschichtige, abwechslungsreiche, moderne New Country-Musik, die die Grenzen zum Rock, Southern Rock, Rootsrock, Blues, Soul und Americana immer wieder genüßlich überschreitet. Doch egal, wie deutlich sie das tut, die Country-Erdung ist stets gegeben. Das alles spielt sich auf höchstem musikalischen Niveau ab, wirkt perfekt austaxiert und -balanciert. Ihr Variantenreichtum, pepaart mit den prächtigen Strukturen und Melodien ist eine Gabe, die nicht viele haben. Eric Church ist vielleicht noch so einer. Ein paar Songbeispiele seien stellvertretend für die große Vielfalt des Albums näher beleuchtet: Zum Beispiel der herrlich twangy, mit harmonischer Acoustic Gitarre und elektrischer Slideguitar beginnende, saustarke Opener "Lighten up", den schnell einsetzende, kraftvolle Drums und satte, ZZ Top-affine Riffs dann aber in Richtung eines toughen, swampigen, lauten Rockers lenken (klasse Melodie, zündendes, kleines E-Gitarren-Solo), der treibende, aufheizende, absolut hitverdächtige, mit "geilen" Gitarrenmomenten gespickte Countryrocker "All night", das ein wenig funkige "All the ggod ones are", der wunderschöne, mit tollen Gitarrenlicks und einer herrlichen Melodie versehene, sich flockig ins Ohr schraubende, gar ein wenig an die goldenen Neunziger erinnernde Countryrocker "I'm not for everyone" (klasse Akkordeon, prima Gitarren, Brooks & Dunn kommen einem hier in Erinnerung), der von abgefahrenen Tempowechseln gekennzeichnete, ein deutliches Waylon Jennings-Outlawflair verbreitende, partytauglich und trinkfest inszenierte, powernde Outlaw Country-Knaller "Back in the bottle" (scharfes E-Gitarren-Picking), das überaus melodische, frisch flockige, im besten Sinne etwas poppige New Country-Stück "High note", oder auch das furiose Instrumental "Muskrat greene", bei dem John Osborne mit seinen famosen Gitarrenkünsten mal so richtig von der Leine gelassen wird - eine Nummer kommt stärker als die andere. Zwei herausragende Tracks seien noch explizit erähnt: Zum einen das begnadete Titelstück "Skeletons", ein kraftvoller, von satten Gitarren, stampfenden, bedrohlichen Rhythmen und einem leicht swampigen Southern Rock-Vibe bestimmter, rauer Rocker, mit schön dreckiger, feuriger Lead Gitarren-Passage, und zum anderen das mächtig abgehende, heiße, elektrische, ungemein kraftvolle und (southern)rockige, gut tanzbare "Dead man's curve", das ein wenig wie ein modernes "The devil went down to Georgia" von der Charlie Daniels Band daherkommt, nur ohne Fiddle. Brothers Osborne gelingt mit "Skeletons", übrigens erneut meisterhaft produziert von Jay Joyce (u. a. Eric Church, Ashley McBryde), ein kleiner Geniestreich. Bei stetiger Weiterentwicklung haben sie ihren ganz eigenen, unverkennbaren, spannenden, virtuosen und abwechslungsreichen Countryrock-Sound gefunden. Ihr eh schon immenses Standing bei Musikerkollegen, Experten und Fans wird damit weiter anwachsen. Begeisternde Vorstellung der Osbornes!

Das komplette Traclisting:

1. Lighten Up - 3:17
2. All Night - 2:48
3. All The Good Ones Are - 3:23
4. I'm Not For Everyone - 2:52
5. Skeletons -3:39
6. Back On The Bottle - 3:16
7. High Note - 3:32
8. Muskrat Greene - 2:36
9. Dead Man's Curve - 2:21
10. Make It A Good One - 3:26
11. Hatin' Somebody - 4:51
12. Old Man's Boots - 3:16

Art-Nr.: 10167
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Cobb, Brent - keep 'em on they toes [2020]
Nie war diese wunderbare, stets von einer herrlichen Southern-Brise durchzogene "pure rural, country, soul-filled music" des großartigen Americana-/Roots-/Country-/Singer-Songwriters Brent Cobb, im übrigen ein Cousin des sehr umtriebigen und hoch geschätzten Produzenten Dave Cobb, natürlicher und intimer als auf seinem exzellenten, neuen, nunmehr vierten Album "Keep 'em on they toes". Cobb, geboren und aufgewachsen in Georgia, zwischenzeitlich in Nashville ansässig, doch mittlerweile mit seiner Familie wieder in seinem Heimatstaat Georgia lebend, gilt in der Countrywelt längst als einer der gefragtesten und angesehensten jungen Songwriter. Nahezu die komplette Countryprominenz , wie z.B. Kenny Chesney, Miranda Lambert, Luke Bryan, Frankie Ballard, Little Big Town und unzählige mehr haben bereits Songs von ihm aufgenommen. Im Gegensatz zu den vielen Künstlern, die seine Stücke aufnehmen, interpretiert Cobb selbst seine Lieder fernab vom alltäglichen Country-Mainstream. Vielmehr ist seine natürlich erdige, angeraute Musik eine ungemein spannende und sehr abwechslungsreiche, musikalisch höchst anspruchsvolle Synthese aus diversesten Strömungen des Country, Alternate Country, Countryrocks, Americana und Rootsrocks. Auf seinem nun vorliegenden, neuen Album wählt der Protagonist für sein durchweg vorzügliches Songmaterial eine großartige, "stripped down" Instrumentierung (jeweils mit kompletter Band), um die Songs total in den Mittelpunkt des Projekts zu stellen und ihnen, frei von einer zu opulenten und effektvollen Produktion, den Raum zur Verfügung zu stellen, den sie benötigen. Enstanden ist ein wunderbar natürlicher, sehr akzentuiert produzierter, warmer Sound. Man hat beim Anhören das Gefühl, als weilte man gemeinsam mit der Band im Studio, um hautnah ihrem exzellenten Musizieren zu lauschen. Brent Cobb ist einfach ein fabelhafter Songwriter und Interpret, der auch mit solch sparsam und zurückhaltend instrumentierten Songs, mit ihren feinen Melodien und Strukturen, ein faszinierendes, spannendes Hörerlebnis garantiert. Und der Hauch des Südens ist allgegenwärtig. Das Album startet mit dem Titelstück "Keep 'em on they toes", einer wunderbar locker inszenierten Americana-/Roots-Nummer mit lässiger, flockiger Percussion, wohligen Orgel-Klängen und feinen akustischen Gitarren. Cobb's großartiger Gesangsvortrag vermittelt Ruhe, Natürlichkeit, Wärme, ja ein gewisses "Front Porch"-Feeling. Das ist southern umwobenes Singer-Songwiter Storytelling vom Allerfeinsten! Der folgende Countryrocker "Shut up and sing" wird von einem stampfenden Bassdrumming und einem klasse Outlaw-Groove geführt. Vermittelt zudem ein dezentes Waylon Jennings-Flair und besticht mit starken E-Gitarren- und Acoustic Gitarren-Licks, sowie zwei prächtig "sägenden" Intermezzi aus Mundharmonika und Fiddle. "Pure natural Honky Tonk Country", frei von jeder Mainstream-Opulenz, hören wir mit dem feinen, melodischen "Good times and good love", sehr schön instrumentiert mit unaufdringlichen Gitarren, lockerem Pianospiel (kleines Solo), Orgel und Fiddle. Abermals auf der Basis von lockeren Percussion-Klängen kommt die wunderbare Americana-Nummer "This side of the river". Großartig hier die hinreißende, sehr zurückhaltend gespielte E-Gitarre (inkl. kleinem Solo) und die kongenial eingesetzte Fiddle. Etwas kräftiger wird es schließlich mit dem bluesigen Americana-/Rootsrocker "Dust under my rug" der gut Fahrt aufnimmt und mit starkem, swampigem Lead Acoustic Gitarren-Spiel glänzt. Klasse auch die erdige, natürliche Fiddle-getränkte Southern Outlaw Country-Nummer "Soapbox" oder das entspannte "Little stuff". Es ist einfach ein tolles, ruhiges Album, das Brent Cobb hier abliefert. "To me, listening to this album feels like I’m sitting there with somebody, having a conversation", sagt Cobb über das Werk und ergänzt: "I would hope that it feels like sitting with an old friend you haven’t seen in a while. There’s nothing like being alone and listening to an album that is quiet and conversational – like those old records by Jerry Lee Lewis, Roger Miller, or Willie Nelson. I hope my music is that way to somebody now". Ja, Mr. Cobb, ist sie. Für diese exzellente, natürliche Musik gilt: Zeit nehmen - zuhören- genießen!

Das komplette Tracklisting:

1. Keep 'Em on They Toes - 2:43
2. Shut up and Sing - 4:45
3. Good Times And Good Love - 3:33
4. Sometimes I'm a Clown - 3:49
5. This Side of the River - 4:24
6. Dust Under My Rug - 3:22
7. Soapbox - 4:02
8. When You Go - 3:20
9. The World is Ending - 3:31
10. Little Stuff - 3:02

Art-Nr.: 10165
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keep 'em on they toes
Shut up and sing
Good times and good love
This side of the river
Dust under my rug
Soapbox
Little stuff

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Evans, Sara - copy that [2020]
Countrystar Sara Evans beglückt uns mit einem genauso interessanten, wie äußerst gelungenen, neuen Album. "Copy that" ist etwas ganz Besonderes für sie, es ist sozusagen der Soundtrack ihres Lebens. 13 für sie bedeutungsvolle Lieder aus Rock, Pop und Country verschiedenster Interpreten, Stilrichtungen und Epochen, die sie seit ihrer Geburt irgendwie bewegt oder geprägt haben, hat sie für dieses Album eingespielt, um sie mit ihren Fans, in ihrer jeweils eigenen Version, zu teilen. In ihrem Geburtsjahr 1971 war das beispielsweise Carole King's legendärer Nr. 1-Hit aus diesem Jahr, "It's too late", den sie hier mit ihrer großartigen Stimme in einer ganz wunderbaren Fassung präsentiert. Und so geht die Reise durch die Siebziger, Achtziger, Neunziger u.s.w. weiter. Sara Evans' Spannbreite ihrer für sie "wichtigen" Songs ist erstaunlich groß. So hören wir ihre Versionen solch diverser Nummern wie etwa "If I Can’t Have You" (Bee Gees / Yvonne Elliman), "Hard To Say I’m Sorry" (Chicago), "Monday morning" (Fleetwood Mac), "Come On Eilleen" (Dexys Midnight Runners), "My Sharona" (The Knack), "Don't Get Me Wrong" (The Pretenders), "6th Avenue Heartache" (The Wallflowers), bis hin zu Countryklassikern wie "She's Got You" (Patsy Cline) und "I'm So Lonesome I Could Cry" (Hank Williams), das sie zusammen mit der fantastischen Bluegrass-Formation Old Crow Medicine Show eingespielt hat. Jeder Mensch hat so etwas wie den Soundtrack seines Lebens, dies ist der von Sara Evans. Großartig!

Das komplette Tracklisting:

1. If I Can't Have You - 3:11
2. Don't Get Me Wrong - 3:58
3. Come On Eileen - 4:05
4. Crazy Love - 3:01
5. Whenever I Call You "Friend" (feat. Phillip Sweet) - 4:07
6. It's Too Late - 3:35
7. Monday Morning - 2:49
8. All We Ever Do Is Say Goodbye - 4:36
9. I'm So Lonesome I Could Cry (feat. Old Crow Medicine Show) - 3:56
10. 6th Avenue Heartache - 5:52
11. My Sharona 3:52
12. She's Got You - 5:01
13. Hard To Say I'm Sorry - 5:22

Art-Nr.: 10141
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Lawrence, Tracy - made in america [2019]
Tracy Lawrence, einer der legendären und erfolgreichsten Traditionalisten aus der großen Zeit der Neunziger Jahre-Countrymusic (zusammen mit solchen Kollegen wie z. B. Tracy Byrd, Mark Chesnutt und natürlich auch Alan Jackson) veröffentlicht mit dem großartigen "Made in America" endlich mal wieder ein Album mit komplett neuem Songmaterial. Eingespielt mit einigen der besten Studiomusiker Nashville's, ist es ein typisches Tracy Lawrence-Werk geworden, wie zu seinen allerbesten Zeiten. Klasse Songs, überwiegend recht flott, sein unverwechselbarer Gesang und lupenreine, pure Countrymusic - das ist es, was ein neues Tracy Lawrence-Album verspricht, und das bekommen die Fans auch zu 100% in Reinkultur geboten. Lawrence ist noch immer eine Bank für "pure Country quality"!

Das komplette Tracklisting:

1. Made in America - 3:27
2. Forgive Yourself - 2:44
3. Running Out of People to Blame - 3:28
4. When the Cowboys Gone - 3:19
5. Nothin' Burns Like You - 4:11
6. First Step to Leaving - 2:55
7. It Ain't You - 2:55
8. Givin' Momma Reasons to Pray - 2:52
9. Work on My Willie - 3:25
10. Chicken Wire - 3:28
11. Just the South Comin' Out - 2:59
12. Stay Back a Hundred Feet - 3:00

Art-Nr.: 9862
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Old 97's - twelfth [2020]
Die Old 97's kommen mit einem tollen, fulminanten, neuen Album! Ihr mittlerweile 12. Werk, konsequenterweise "Twelfth" betitelt, ist ein echtes Statement in der aktuellen Rootsrock-Szene. Eine kraftvoll, satt und saftig inszenierte Reise durch ihre eigene musikalische Welt zwischen kernigem Rootsrock, Alternate Countryrock, Americana-Rock, Retro-Rock mit einem Hauch von Folk und Punk. Starke Melodien, viel Drive, satte, erdige Gitarren - alles klingt ein wenig wie zu ihren Anfangszeiten. Die Band steht auch nach über 15 Jahren noch immer voll im Saft. Das ist eines der besten Werke ihrer Karriere überhaupt.

Das sagt ein amerikanischer Rezensent:

This is a very strong album by the Old 97s who seem to be hitting their stride ... 25+ years into their career. How are they still this great? Ken Bethea in particular really rises to the occasion with some of the most inventive and melodic guitar leads of his career. The rhythm section is strong, and Rhett Miller is in fine voice and has written some great songs. Several classic songs for their canon are on here including opener "The Dropouts". "Turn off the TV, "I Like You Better", "Diamonds on Neptune" and, especially, "Our Year" which is a beautiful, tuneful and uplifting song that we really need in a year like this one (2020).

Das komplette Tracklisting:

1. The Dropouts - 3:44
2. This House Got Ghosts - 3:46
3. Turn Off The TV - 2:44
4. I Like You Better - 4:41
5. Happy Hour - 4:10
6. Belmont Hotel - 2:46
7. Confessional Boxing - 3:12
8. Diamonds On Neptune - 3:07
9. Our Year - 4:03
10. Bottle Rocket Baby - 3:27
11. Absence (What We've Got) - 3:21
12. Why Don't We Ever Say We're Sorry - 3:36

Art-Nr.: 10130
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Reckless Kelly - american jackpot / american girls [2020]
2 CD-Set! Seit nunmehr rund 25 Jahren zählt die aus Idaho stammende, vor allem aber in der Texas-/Oklahoma-Red Dirt-Szene zu Ehren gekommene Band um die beiden Brüder Willy (lead vocals, guitar) und Cody Braun (mandolin, fiddle, guitar, vocals) zu den absoluten Aushängeschildern des klassichen, erdigen, staubigen, satten, zeitlosen Roots-/Americana-/Countryrocks. 4 Jahre nach dem gefeierten Werk "Sunset motel" kommen Reckless Kelly nun endlich mit einem neuen Output, und zwar gleich in doppelter Form. "American jackpot / American girls" heißen die beiden herausragenden, neuen Alben, die sie "in einem Rutsch" als Doppel-Album veröffentlichen. Welch eine Großtat! Sie haben sich einmal mehr quasi selbst übertroffen. Reckless Kelly scheuten und scheuen, wie es der Name schon zu suggerieren scheint, in ihrer Karriere glücklicherweise niemals das Risiko, ließen ihrer Kreativität stets freien Lauf. Genau diesen Weg gehen sie auch mit "American Jackpot" und "American Girls". Als sich die Band in den Arlyn Studios von Austin, TX einfand, um den Nachfolger für "Sunset motel" einzuspielen, war es, wie eigentlich meistens üblich, ihre Absicht ein ganz "normales", einzelnes Album einzuspielen. Es sollte ein Album zum Thema Amerika werden, allerdings ohne jeden superpatriotischen Anstrich und ohne allzu politische Statements, dennoch auch durchaus kritisch betrachtet, wie Willy Braun erklärte. Als sie an der Arbeit waren, merkten die Braun-Brüder und ihre Mitstreiter sehr schnell, dass die Einfälle für neue Songs nur so aus ihnen raussprudelten. Schnell hattten sie viel mehr hochklassiges Material in der Pipeline, als sie erwarteten und so lag es nahe, gleich nicht nur ein, sondern zwei Alben einzuspielen und sie gemeinsam zu veröffentlichen. Das Resultat ist, wie gesagt, famos. Mit "American Jackpot" feiern Reckless Kelly ihre Heimat, ihren Staat Idaho, das ganze Land, den Rock and Roll, Baseball, Maultiere, einfach ihr Glück im Nordamerika des zwanzigsten Jahrhunderts geboren worden zu sein, wie es Willy Braun ausdrückt. "American Girls" hingegen beschäfitigt sich mit Beziehungen, Liebe und menschlichen Verbindungen. Ja, und was sind das für 20 fantastische Songs, die Reckless Kelly für dieses Album aufgenommen haben. Die Melodien sind umwerfend, das Red Dirt-mässige Ambiente ist staubig, erdig, unterschwellig angeraut, natürlich, authentisch, die Arrangements mit den tollen, vielschichtigen Gitarren, den Orgel-Piano-Klängen, Cody Braun's großartigem Fiddle- und Mandolinenspiel, inkl. der herrlichen Americana-/Countryrock-Grooves sind einfach wundervoll. Es gibt nicht den Hauch einer schwachen Nummer. Stellvertretend für das glanzvolle Material nennen wir einfach mal ein paar Nummern - von "American Jackpot" zum Beispiel den ungemein starken Opener "North American jackpot", ein balladesker, erdiger, in eine klasse Melodie eingebundener Rootsrocker mit tollem Orgel- und Piano-Background und großartigen E-Gitarrenlinien, die exzellente, bewegende Tom Petty-Hommage "Tom was a friend of mine", die hinreißend schöne, von großartigem Acoustic Gitarren-Picking, wohliger Orgel, trauhafter Mundharmonika und dezenten E-Gitarren-Licks begleitete Americana-Nummer "42" (Duett von Willy Braun mit Muzzie Braun, dem Vater der Braun-Brüder), den fetzigen Roots Rock'n Roller "Mona", den herrlich melodischen, von tollem Fiddle- und Gitarenspiel begleiteten Americana-/Countryrocker "Another New Year's Day", die begnadete, von umwerfenden, sehr gefühl- und effektvoll in Szeme gestzten E-Gitarren und prächtigem Mundharmonikaspiel bestimmte Americana-Ballade "Put on your brave face Mary", oder auch das riffig und kraftvoll rockende, sowohl ein schönes Countryrock-, als auch ein kerniges Heartland-Flair ausstrahlende "Company of kings". Musterbeispiele vom zweiten Album "American Girls" sind etwa der saustarke, von ungemein vielschichtigen, transparenten Gitarren umgebene, abermals traumhaft melodische Roots-/Countryrocker "I only see you with my eyes closed", das sehr schöne, kräftige, mit tollen, saftigen Gitarren und schön eingestztem Akkordeon instrumentierte "All over again" (Break Up Blues)", der hammerstarke, faszinierend schöne, abermals von satten Gitarren bestimmte Americana-/Rootsrocker "Miss Marissa" (eine Melodie zum Niederknien), der Pedal Steel Guitar-getränkte, flockige Countryrocker "Lonesome on my own", das mit Duett-Partnerin Suzy Bogguss inszenierte Western-Opus "Anyplace that's wild", oder auch der herrlich fröhliche, an die Texas Tornados erinnernde Tex Mex-Heuler "Lost inside the groove" (Gast bei diesem Song ist Shawn Sahm, der Sohn von Doug Sahm). Musikalische Gäste sind u. a. Gary Clark Jr., Charlie Sexton, Jeff Crosby, Eleanor Whitmore und Bukka Allen. Reckless Kelly präsentieren sich in absoluter Höchstform! "American Jackpot" und "American Girls", diesen Doppelpack muss man ohne jeden Zweifel als einen neuen Höhepunkt in der Karriere dieser großartigen Band einordnen. Grandios!
Am Rande sei noch erwähnt: Auch die Verpackung und das Digipack-Cover sind sehr aufwendig und wertig gestaltet.
Ein prächtiges Gesamtpaket!

Das komplette Tracklisting:

CD 1 - American Jackpot:
1. North American Jackpot - 4:20
2. Thinkin' 'Bout You All Night - 3:59
3. Tom Was a Friend of Mine - 3:32
4. 42 - 3:30
5. Mona - 4:27
6. Another New Year's Day - 3:32
7. Grandpa Was a Jack of All Trades - 3:34
8. Put on Your Brave Face Mary - 3:47
9. Company of Kings - 3:16
10. Goodbye Colorado - 3:19

CD 2 - American Girls
1. I Only See You with My Eyes Closed - 4:00
2. American Girls - 3:33
3. All over Again (Break up Blues) - 4:08
4. Miss Marissa - 3:57
5. Lonesome on My Own - 4:17
6. Anyplace That's Wild - 4:53
7. Lost Inside the Groove - 3:40
8. No Dancing in Bristol - 3:08
9. Don't Give up on Love - 3:10
10. My Home is Where Your Heart Is - 2:42

Art-Nr.: 10157
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
North American jackpot
42
Another New Year's Day
Put on your brave face Mary
Company of kings
I only see you with my eyes closed
All over again (Break Up Blues)
Miss Marissa
Lonesome on my own
Lost inside the groove

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Tennessee Jet - the country [2020]
Ganz starkes, drittes Album des exzellenten, ungemein vielseitigen, hochgradig talentierten Tennesse Jet, der "im richtigen Leben" TJ McFarland heißt und uns mit "The Country" auf einen richtig "geilen" Trip in seinen unwiderstehlichen Country-Cosmos entführt. McFarland, ein toller Sänger (großartige Stimme), Songwriter, Multi-Instrumentalist und Produzent (hat "The Country" selbst produziert - und zwar ganz hervorragend) sieht sich genauso als rebellischen Country Outlaw, wie auch als traditionellen Honky Tonker, rootsigen Storyteller und ruppigern, harten Countryrocker, was sich in seiner prächtigen Musik in beeindruckender Art und Weise widerspiegelt. Ein amerikanische Musikjournalist beschrieb seine Musik kürzlich als "Jack White (The White Stripes) meets Steve Earle", was durchaus auch passt, doch seine Einflüsse reichen unseres Erachtens nach viel weiter - beispielsweise von Merle Haggard bis Willie Nelson, von Dwight Yoakam, Chris Stapleton bis hin zu Will Hoge, wie auch von Rockbands wie The Black Crowes (deren Kracher "She talks to angels" er hier covert und in seiner Version in eine grandiose, erfrischende, ganz wunderbare, bluegrassige, Squaredance-mässige Countryfassung verwandelt) bis hin zu Nirvana. Tennessee Jets musikalische DNA liegt aber klar im absolut authentischen, dreckigen, ehrlichen, komplett Mainstream-freien, natürlichen Country. So pendelt das Album genüßlich zwischen erdigen Countrytraditonen, staubigem Outlaw Country und kernigen Countryrockern, alles eingebunden in vorzügliche, prächtig hängen bleibenden Melodien und performt von fantastischen Musikern. Zum Großteil wurde das Werk mit Dwight Yoakam's Touring Band eingespielt, aber auch weitere, hochkarätige Gäste, wie etwa Mickey Raphael (Mundharmonika), Cody Jinks, Paul Cauthen und Elizabeth Cook als Gastvokalisten sind mit von der Partie. Eröffnet wird das Album mit dem herrlich frischen, flotten, gut gelaunten, sehr melodischen Countryfeger "Stray dogs", wunderbar transparent instrumentiert mit grassigen Instrumenten, Pedal Steel (feines Solo) und tollen, twangy E-Gitarren. Hier glaubt man gar ein sonniges, retro californisches Gram Parsons-Flair rauszuhören. Sehr stark! Mit "The raven & the dove" folgt Tennesse Jet's Fassung eier hervorragenden Outlaw Country-Nummer, die McFarland zusammen mit Cody Jinks komponiert hat und die Jinks bereits auf seinem Album "The wanting" veröffentlichte. Wieder dominieren wunderbare Pedal Steel und transparente Gitarren, wie auch ein absolut natürlicher, reiner Outlaw-Groove. Authentischer Outlaw Country der Extraklasse! Anschließend kracht's: Mit dem wuchtigen, ordentlich nach vorn gehenden, fast schon punkigen "Johnny", einer furiosen Hommage an den legendären Johnny Horton, lässt McFarland erstmals den Rocker von der Leine - laut, mit treibenden Basslines, viel Dampf und fetten E-Gitarrenriffs. "It plays like a grungy classic Nirvana tune and somehow it just fits right in the middle of this record of solid country gold", heißt es dazu in einem U.S.-Review. Super Nummer! Nun wird es wieder traditionell: McFarland und seine Musiker präsentieren eine hinreißend schöne Coverversion des Townes van Zandt-Klassikers "Pancho & Lefty", durchzogen von herrlichen Mundharmonika-Linien. Mit an Bord sind hier Cody Jonjs, Paul Cauthen und Elizabeth Cook, die jeweils mit eigenen Lead Gesangs-Passagen glänzen. Dabei singt Cook fast wie Emmylou Harris. Ganz toll auch die Mariachi-Trompete am Ende des Songs. "Hands on you" legt dann wieder etwas an Power und Elan zu, ist ein baumstarker, traumhaft melodischer, mit zünftigen, satten E-Gitarren inszenierter Countryrocker (tolle Baritone Lead Guitar), der gegen Ende noch mit einem herrlichen, kleinen Pedal Steel-/Lap Steel-Solo glänzt. Hier merkt man deutlich McFarland's Verehrung für Dwight Yoakam. Die Nummer geht runter wie Öl. Völlig gegensätzlich dazu und dennoch wunderbar ins Gesamtbild des Albums passend, schaltet der Protagonist mit dem folgenden "Someone to you" wieder mehrere Gänge runter. Eine exzellente, lupenreine, durch und durch klassische, traditionelle Honky Tonk-Ballade in bester Merle Haggard-Manier, durchzogen von wimmernder Pedal Steel und sehr akzentuiert beigesteuerter E-Gitarre. Großartig! Wie auch das hervorragende, ruhig erzählte Titelstück "The Country". Der Titel des Albums ist Programm! Tennesse Jet's Reise durch "seine" Country-Landschaften ist höchst vielseitig, abwechslungsreich und spannend. Er reizt und lotet die Grenzen des Country exzellent aus, ohne sie je zu überschreiten - und das auf einem beeindruckend hohen musikalischen Level. Toller Typ, tolle Scheibe!

Das komplette Tracklisting:

1. Stray Dogs - 3:36
2. The Raven & The Dove - 3:20
3. Johnny - 3:32
4. Pancho & Lefty - 4:55
5. Off to War - 3:37
6. Hands on You - 3:52
7. Someone to You - 4:02
8. The Country - 4:22
9. She Talks to Angels - 4:01
10. Sparklin' Burnin' Fuse' - 3:57

Art-Nr.: 10143
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Stray dogs
The raven & the dove
Johnny
Pancho & Lefty
Hands on you
Someone to you
She talks to angels

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Urban, Keith - the speed pf now - part 1 [2020]
Einst Vorreiter, heute absoluter "Platzhirsch" des modernen, massentauglichen Nashville Country-/Pop Crossover-Sounds. Und ein höchst talentierter. Keiner macht das besser als Keith Urban - Superstar und einfach ein bravouröser Musiker. Erfrischend, mit einem Händchen für wunderbar ins Ohr gehende Songs und Melodien, sowie "hippe", junge, Genre-übergreifende, Chart-taugliche Arrangements, geht er konsequent seinen Weg der letzten Jahre weiter. "The speed of now - part 1" wird einmal mehr "tonnenweise" Hits abwerfen. Seine Fans dürfen jubeln, denn das Album ist ein typisches Keith Urban-Teil, das den Künstler "voll im Saft stehend" zeigt. "Keith Urban at the top of his game"!

Das komplette Tracklisting:

1. Out The Cage (feat. Breland & Nile Rodgers) - 3:09
2. One Too Many (feat. Pink) - 3:23
3. Live With - 3:18
4. Superman - 2:50
5. Change Your Mind - 3:53
6. Forever - 4:07
7. Say Something - 2:57
8. Soul Food - 2:36
9. Ain't It Like A Woman - 3:16
10. With You - 3:08
11. Tumbleweed - 2:48
12. God Whispered Your Name - 3:52
13. Polaroid - 2:31
14. Better Than I Am - 4:31
15. We Were - 3:08

Art-Nr.: 10156
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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