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Band Of Heathens, The - stranger [2020]
Die exzellente Band Of Heathens aus Austin/TX beehrt uns mit einem wunderbaren, neuen Album. "Stranger", inspiriert von den "bizarren", außergewöhnlichen Zeiten der Pandemie, zeigt die Band textlich und musikalisch beachtlich innovativ, kreativ und in blendender Verfassung. Bei dem durchweg hervorragenden Songmaterial lassen Ed Jurdi, Gordy Quist & Co. einige wunderbare psychedelische Momente einfließen, wobei die Keyboards neben den Gitarren etwas mehr an Bedeutung gewinnen. Die Grundstimmung des Albums ist überwiegend sehr positiiv, zuweilen sogar "pure fun", wenngleich es auch, den Zeiten entsprechend, durchaus mal einen düsteren Moment gibt. Die Band ist klasse drauf und vermittelt das auch. Tracks wie beispielsweise der erdige, kernige, toll groovende Americana-/Psychedelic-/Countryrock-Opener "Vietnorm", das kraftvolle, in ein dreckig raues Soundgebilde eingebundene, psychedlisch epische, etwas düstere "Black cat", die sehr schöne, zwischen ruhigeren und kräftigeren Momenten hin und her schwankende, sehr gefühlvoll vorgetragene Americana-Nummer "How do you sleep?", die von wunderbaren Harmoniegesängen und einer ganz feinen Melodie bestimmte, schön "stripped down" instrumentierte Ballade "Call me gilded", der klasse ins Ohr gehende, aber raue, mit verzerrter E-Gitarre, einem Hauch Psychedelia und etwas Heartland Rock-Flair in Szene gesetzte Rootsrocker "South by somewhere", der kräftige, staubige, ein gewisses Grateful Dead Retro-Feeling ausstrahlende, mit toller Pedal Steel verzierte Roots-/Countryrocker "Asheville Nashville Austin" (hätte auch sehr gut auf das letzte, hervorragende Trigger Hippy-Album "Full circle & then some" gepasst), oder auch die wunderbare, melodische Americana-Ballade "Before the day is done" demonstrieren eindrucksvoll das unverändert hohe musikalische Level, auf dem die Band Of Heathens nach wie vor unterwegs ist. Produziert hat diesmal übrigens Tucker Martine (u. a. Tift Merritt, My Morning Jacket, The Avett Brothers, Rosanne Cash, The Jayhawks...). Ein ganz großartiges Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Vietnorm - 3:29
2. Dare - 3:42
3. Black Cat - 5:56
4. How Do You Sleep? - 3:59
5. Call Me Gilded - 3:14
6. South by Somewhere - 3:51
7. Asheville Nashville Austin - 4:10
8. Truth Left - 3:14
9. Today is Our Last Tomorrow - 3:38
10. Before the Day is Done - 4:48

Art-Nr.: 10158
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Vietnorm
Black cat
How do you sleep?
Call me gilded
South by somewhere
Asheville Nashville Austin
Before the day is done

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Brothers Osborne - skeletons [2020]
Brothers Osborne, das sind T. J. Osborne (lead vocals, acoustic guitar) und sein Bruder John Osborne (guitars), gelten als einer der heißesten, spannendsten und aufregendsten Acts Nashville's. Ihr grandioses, neues, nunmehr drittes Album "Skeletons" untermauert diesen Status mehr als jedes ihre beiden Alben davor - und auch die waren schon außergewöhlich stark. Doch "Skeletons" ist schlicht ein "Hammerteil"! Das renommierte amerikanische Magazin "Rolling Stone" etwa urteilt: "With 'Skeletons' Brothers Osborne deliver their first full-fledged Rock record". Das ist vielleicht ein wenig zu "hart" ausgedrückt, doch ja, das Album rockt schon gewaltig. Aber das beißt sich keineswegs mit ihren Countrywurzeln. Im Gegenteil! Die beiden charismatischen Brüder aus dem U.S.-Bundesstaat Maryland, T. J. mit seinem bärenstarken, unverwechselbaren, tiefstimmigen Gesang und Gitarrenhexer John (der Kerl spielt wie der Teufel), beide im übrigen auch exzellente Songwriter, und ihre fantastische Band präsentieren eine ungemein kreative, ja innovative, vielschichtige, abwechslungsreiche, moderne New Country-Musik, die die Grenzen zum Rock, Southern Rock, Rootsrock, Blues, Soul und Americana immer wieder genüßlich überschreitet. Doch egal, wie deutlich sie das tut, die Country-Erdung ist stets gegeben. Das alles spielt sich auf höchstem musikalischen Niveau ab, wirkt perfekt austaxiert und -balanciert. Ihr Variantenreichtum, pepaart mit den prächtigen Strukturen und Melodien ist eine Gabe, die nicht viele haben. Eric Church ist vielleicht noch so einer. Ein paar Songbeispiele seien stellvertretend für die große Vielfalt des Albums näher beleuchtet: Zum Beispiel der herrlich twangy, mit harmonischer Acoustic Gitarre und elektrischer Slideguitar beginnende, saustarke Opener "Lighten up", den schnell einsetzende, kraftvolle Drums und satte, ZZ Top-affine Riffs dann aber in Richtung eines toughen, swampigen, lauten Rockers lenken (klasse Melodie, zündendes, kleines E-Gitarren-Solo), der treibende, aufheizende, absolut hitverdächtige, mit "geilen" Gitarrenmomenten gespickte Countryrocker "All night", das ein wenig funkige "All the ggod ones are", der wunderschöne, mit tollen Gitarrenlicks und einer herrlichen Melodie versehene, sich flockig ins Ohr schraubende, gar ein wenig an die goldenen Neunziger erinnernde Countryrocker "I'm not for everyone" (klasse Akkordeon, prima Gitarren, Brooks & Dunn kommen einem hier in Erinnerung), der von abgefahrenen Tempowechseln gekennzeichnete, ein deutliches Waylon Jennings-Outlawflair verbreitende, partytauglich und trinkfest inszenierte, powernde Outlaw Country-Knaller "Back in the bottle" (scharfes E-Gitarren-Picking), das überaus melodische, frisch flockige, im besten Sinne etwas poppige New Country-Stück "High note", oder auch das furiose Instrumental "Muskrat greene", bei dem John Osborne mit seinen famosen Gitarrenkünsten mal so richtig von der Leine gelassen wird - eine Nummer kommt stärker als die andere. Zwei herausragende Tracks seien noch explizit erähnt: Zum einen das begnadete Titelstück "Skeletons", ein kraftvoller, von satten Gitarren, stampfenden, bedrohlichen Rhythmen und einem leicht swampigen Southern Rock-Vibe bestimmter, rauer Rocker, mit schön dreckiger, feuriger Lead Gitarren-Passage, und zum anderen das mächtig abgehende, heiße, elektrische, ungemein kraftvolle und (southern)rockige, gut tanzbare "Dead man's curve", das ein wenig wie ein modernes "The devil went down to Georgia" von der Charlie Daniels Band daherkommt, nur ohne Fiddle. Brothers Osborne gelingt mit "Skeletons", übrigens erneut meisterhaft produziert von Jay Joyce (u. a. Eric Church, Ashley McBryde), ein kleiner Geniestreich. Bei stetiger Weiterentwicklung haben sie ihren ganz eigenen, unverkennbaren, spannenden, virtuosen und abwechslungsreichen Countryrock-Sound gefunden. Ihr eh schon immenses Standing bei Musikerkollegen, Experten und Fans wird damit weiter anwachsen. Begeisternde Vorstellung der Osbornes!

Das komplette Traclisting:

1. Lighten Up - 3:17
2. All Night - 2:48
3. All The Good Ones Are - 3:23
4. I'm Not For Everyone - 2:52
5. Skeletons -3:39
6. Back On The Bottle - 3:16
7. High Note - 3:32
8. Muskrat Greene - 2:36
9. Dead Man's Curve - 2:21
10. Make It A Good One - 3:26
11. Hatin' Somebody - 4:51
12. Old Man's Boots - 3:16

Art-Nr.: 10167
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Cobb, Brent - keep 'em on they toes [2020]
Nie war diese wunderbare, stets von einer herrlichen Southern-Brise durchzogene "pure rural, country, soul-filled music" des großartigen Americana-/Roots-/Country-/Singer-Songwriters Brent Cobb, im übrigen ein Cousin des sehr umtriebigen und hoch geschätzten Produzenten Dave Cobb, natürlicher und intimer als auf seinem exzellenten, neuen, nunmehr vierten Album "Keep 'em on they toes". Cobb, geboren und aufgewachsen in Georgia, zwischenzeitlich in Nashville ansässig, doch mittlerweile mit seiner Familie wieder in seinem Heimatstaat Georgia lebend, gilt in der Countrywelt längst als einer der gefragtesten und angesehensten jungen Songwriter. Nahezu die komplette Countryprominenz , wie z.B. Kenny Chesney, Miranda Lambert, Luke Bryan, Frankie Ballard, Little Big Town und unzählige mehr haben bereits Songs von ihm aufgenommen. Im Gegensatz zu den vielen Künstlern, die seine Stücke aufnehmen, interpretiert Cobb selbst seine Lieder fernab vom alltäglichen Country-Mainstream. Vielmehr ist seine natürlich erdige, angeraute Musik eine ungemein spannende und sehr abwechslungsreiche, musikalisch höchst anspruchsvolle Synthese aus diversesten Strömungen des Country, Alternate Country, Countryrocks, Americana und Rootsrocks. Auf seinem nun vorliegenden, neuen Album wählt der Protagonist für sein durchweg vorzügliches Songmaterial eine großartige, "stripped down" Instrumentierung (jeweils mit kompletter Band), um die Songs total in den Mittelpunkt des Projekts zu stellen und ihnen, frei von einer zu opulenten und effektvollen Produktion, den Raum zur Verfügung zu stellen, den sie benötigen. Enstanden ist ein wunderbar natürlicher, sehr akzentuiert produzierter, warmer Sound. Man hat beim Anhören das Gefühl, als weilte man gemeinsam mit der Band im Studio, um hautnah ihrem exzellenten Musizieren zu lauschen. Brent Cobb ist einfach ein fabelhafter Songwriter und Interpret, der auch mit solch sparsam und zurückhaltend instrumentierten Songs, mit ihren feinen Melodien und Strukturen, ein faszinierendes, spannendes Hörerlebnis garantiert. Und der Hauch des Südens ist allgegenwärtig. Das Album startet mit dem Titelstück "Keep 'em on they toes", einer wunderbar locker inszenierten Americana-/Roots-Nummer mit lässiger, flockiger Percussion, wohligen Orgel-Klängen und feinen akustischen Gitarren. Cobb's großartiger Gesangsvortrag vermittelt Ruhe, Natürlichkeit, Wärme, ja ein gewisses "Front Porch"-Feeling. Das ist southern umwobenes Singer-Songwiter Storytelling vom Allerfeinsten! Der folgende Countryrocker "Shut up and sing" wird von einem stampfenden Bassdrumming und einem klasse Outlaw-Groove geführt. Vermittelt zudem ein dezentes Waylon Jennings-Flair und besticht mit starken E-Gitarren- und Acoustic Gitarren-Licks, sowie zwei prächtig "sägenden" Intermezzi aus Mundharmonika und Fiddle. "Pure natural Honky Tonk Country", frei von jeder Mainstream-Opulenz, hören wir mit dem feinen, melodischen "Good times and good love", sehr schön instrumentiert mit unaufdringlichen Gitarren, lockerem Pianospiel (kleines Solo), Orgel und Fiddle. Abermals auf der Basis von lockeren Percussion-Klängen kommt die wunderbare Americana-Nummer "This side of the river". Großartig hier die hinreißende, sehr zurückhaltend gespielte E-Gitarre (inkl. kleinem Solo) und die kongenial eingesetzte Fiddle. Etwas kräftiger wird es schließlich mit dem bluesigen Americana-/Rootsrocker "Dust under my rug" der gut Fahrt aufnimmt und mit starkem, swampigem Lead Acoustic Gitarren-Spiel glänzt. Klasse auch die erdige, natürliche Fiddle-getränkte Southern Outlaw Country-Nummer "Soapbox" oder das entspannte "Little stuff". Es ist einfach ein tolles, ruhiges Album, das Brent Cobb hier abliefert. "To me, listening to this album feels like I’m sitting there with somebody, having a conversation", sagt Cobb über das Werk und ergänzt: "I would hope that it feels like sitting with an old friend you haven’t seen in a while. There’s nothing like being alone and listening to an album that is quiet and conversational – like those old records by Jerry Lee Lewis, Roger Miller, or Willie Nelson. I hope my music is that way to somebody now". Ja, Mr. Cobb, ist sie. Für diese exzellente, natürliche Musik gilt: Zeit nehmen - zuhören- genießen!

Das komplette Tracklisting:

1. Keep 'Em on They Toes - 2:43
2. Shut up and Sing - 4:45
3. Good Times And Good Love - 3:33
4. Sometimes I'm a Clown - 3:49
5. This Side of the River - 4:24
6. Dust Under My Rug - 3:22
7. Soapbox - 4:02
8. When You Go - 3:20
9. The World is Ending - 3:31
10. Little Stuff - 3:02

Art-Nr.: 10165
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keep 'em on they toes
Shut up and sing
Good times and good love
This side of the river
Dust under my rug
Soapbox
Little stuff

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Crooked Eye Tommy - hot coffee and pain [2020]
"Deep seeded Blues and smokey Southern Rock", so bezeichnen Crooked Eye Tommy, ein prächtiges, groß aufspielendes, musikalisch außerordentlich kompetentes Quintett gestandener Veteranen der Santa Barbara-Blues(rock)-Szene, gemäß ihrer Website selbstbewusst ihre Musik. Das wird ihnen durchaus gerecht, doch ihr Spektrum ist weitaus größer und verdient somit eine etwas detailliertere Betrachtung. Die Band um die beiden Brüder "Crooked Eye" Tommy Marsh und Paddy Marsh, beides fantastische Gitarristen, klasse Lead-Sänger (teilen sich den Lead Gesang pro Song ausgewogen auf) und hervorragende Songwriter, zelebrieren vielmehr eine magische Verschmelzung southern californischer Blues-, Bluesrock-Lockerheit mit den Wurzeln klassischer Blues-Traditionen und der drückenden, groovigen Southern Rock-Schwüle swampiger Südstaatenlandschaften. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen natürlich die beiden Marsh-Brüder mit ihrer fabelhaften, fingerfertigen Gitarrenarbeit. Sie spielen fantastisch zusammen, brillieren mit prächtigen Hooklines, vereinzelten Twin Lead-Momenten und genauso kraftvollen, dampfenden, wie lockeren und lässigen Soli, auch wechselseitig mit starken Dual-Leads - immer bluesig, immer southern, immer voller Leidenschaft und Feuer. Vervollständigt wird das Line-Up der Band durch die legendäre, lokale Größe Jimmy Calire, ein vorzüglicher Keyboarder (vorwiegend Hammond B3) und Blasinstrumentalist, soiwe die beiden Rhythmusleute Samuel Corea am Bass und Charlie McClure an den Drums, alle ebenfalls hervorragender Musiker. Bei 5 Tracks tritt auch noch Gastspieler Craig Williams mit exzellentem Saxophon-Spiel sehr angenehm in Erscheinung. Alle Musiker bilden ein vorzüglich harmonierendes und aufeinander abgestimmtes Kollektiv. Die Einflüsse der Truppe reichen von Albert King, Muddy Waters, T-Bone Walker und Robert Cray, über Jerry Garcia bis hin zu The Allman Brothers Band und Lynyrd Skynyrd. Bärenstarke Gitarrenlicks und -linien ziehen sich durch den grandios groovenden Opener, den swampigen Southern-/Bluesrocker "Death letter Blues", den die Jungs in einem wunderbar flüssigern Midtempo, gleichzeitig aber auch mit viel Kraft und einem "tighten" Rhythmus präsentieren. Kommt sehr natürlich, rootsig, erdig - durchaus dreckig. Die Melodie ist richtig klasse und die Marsh-Brüder zeigen, unterstützt von feinen Orgelklängen, gleich ihre eindrucksvollen Gitarrenkünste, inkl. herrlicher, aus dem Handgelenk fließender Soli. Toller Auftakt! In einem ähnlichen Tempo, aber etwas drückender und dichter, kommt der von glühenden Lead Gitarren durchzogene Southern-Blues "Sitting in the driceway". Klasse hier der Gesang von Paddy Marsh! Dazu gibt's abermals ein hinreißendes, ausgedehntes Gitarrensolo zu bewundern. Die Band hat sich wunderbar eingegroovt. Sehr retro und mit viel Soul erklingt das ungemein melodische, flockig knackige Titelstück "Hot coffee and pain", das sogar einen gewissen Springsteen-Einfluß nicht leugnen kann. Das liegt wohl auch an dem famosen, irgendwie an den legendären "big man" Clarence Clemons erinnernden Saxophon-Spiel von Craig Williams, inkl. eines prächtigen Solos. "Twist the sky" ist wieder purer, äußerst kraftvoller, von tollem Orgel-Spiel und heißen Gitarren bestimmter, drückender Southern-Blues. Hat eine tolle Struktur und bleibt somit bestens hängen. Würde sicher auch gut zu Mike Zito passen. Punktet mit einem starken Orgelsolo, gefolgt von feurigen Gitarrenausflügen. Beim packenden, schleppenden, schwerblütigen Gitarrenrocker "The time it takes to live" fallen einem als Bezugsröße die längeren, jammigeren Tracks von Neil Young & Crazy Horse ein. Hervorragend in Szene gesetzt sind hier die fetten Gitarren, inkl. eines zündenden, ausgedehnten Solos, zuweilen auch mit Dual Leads. Sehr stark auch das jammige Instrumental "The Big House", das aufgrund der schönen Twin Leads und des leicht jazzigen, flüssigen Grooves sehr schnell die Nähe der Band zu den Allman Brothers verdeutlicht. Abgeschlossen wird das Album mit einer bestens gelungenen Coverversion von Sonny Landreth's "Congo Square". Vor 5 Jahren attestierten wir anlässlich des Debutalbums der Band: "Crooked Eye Tommy sind eine der größten, positivsten und musikalisch kompetentesten Überraschungen, die in der jüngeren Vergangenheit in der Bluesrock-Szene aufgetaucht sind. Und mit dieser Quallität sorgen sie gleich für jede Menge Aufmerksamkeit". Diese Einschätzung setzt sich mit ihrem Album Nr. 2 nun uneingeschränkt fort. "Hot coffee and pain" bietet southern-rockin' Blues und Bluesrock vom Allerfeinsten. Das ist eine tolle Band mit einem erneut tollen Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Death Letter - 5:06
2. Sittin in a Driveway - 4:21
3. Hot Coffee and Pain - 4:02
4. Twist the Sky - 6:28
5. Baby Where You Been (feat. Teresa James) - 5:19
6. Angel of Mercy - 5:49
7. Time It Takes to Live - 7:22
8. The Big House - 4:16
9. Congo Square - 5:20

Art-Nr.: 10151
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Death letter Blues
Sitting in the driveway
Hot coffee and pain
Twist the sky
The time it takes to live
The big house

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Dirty Knobs, The - wreckless abandon [2020]
The Dirty Knobs: A Rock and Roll Band from Los Angeles - und was für eine! Es ist die Band des begnadeten ehemaligen Gitarristen von Tom Petty and The Heartbreakers, Mike Campbell, (der renommierte Rolling Stone listete ihn im Jahre 2011 auf Rang 79 der 100 besten Gitarristen aller Zeiten), der diese im übrigen auch schon in seiner Heartbreakers-Zeit als Sideprojekt anführte, die aber jetzt erst mit "Wreckless abandon" ihr Debutalbum vorlegt - welch ein grandioses Werk. Die Dirty Knobs, neben Mike Campbell (lead vocals, guitars, harmonica), sind das Jason Sinay (guitars, vocals), Lance Morrison (bass) und Matt Laug (drums, percussion, vocals), grasen das Rootsrock-Terrain (die Betonung liegt auf "Rock") nach allen Richtungen der Kunst ab, satt, powervoll, kernig, erdig, durchaus rau und kantig, gleichzeitig melodisch und flüssig, vom Southern Rock (das straighte, feurig rockende "Southern boy" - hat fast einen Groove der frühen Molly Hatchet), bis zum Blues und Bluesrock ("I still love you" und das prächtige "Don't knock the Boogie"), vom Americana (das hinreißend schöne "Irish girl") über zündenden Countryrock (das saustark rockende "Pistol pickin' Mama" mit Gast Chris Stapleton als Duett-Partner von Campbell) zum California Classic Rock (das vorzügliche Titelstück "Wreckless abandon" mit seinen fetten Gitarren) und wieder zurück. Die Bandbreite ist groß, die Balance gleichzeitig perfekt austariert. Natürlich spürt man eine gewisse Verwandtschaft zu der Musik von Tom Petty und den Heartbreakers, aber eben eher zu der der kantigeren Natur, ohne das man den Dirty Knobs ihre Eigenständigkeit auch nur ansatzweise absprechen könnte. Der Sound wirkt herrlich retro, durchaus etwas an die späten Sechziger angelehnt, dennoch kommt alles ungemein frisch, ja einfach absolut zeitlos, voller Dynamik, Energie, und voller spürbarer Leidenschaft und Spielfreude. Saftige, satte Gitarren gibt es im Überfluß, dazu packende, hinreißende Soli von Campbell, verbunden mit der Erkenntnis, dass dieser auch ein wirklich ausgezeichneter Sänger ist (etwas rauer und erdiger als Petty). Ein exzellernter Songwriter, das ist schon lange verbrieft, ist er sowieso. Es gibt nicht den Hauch einer schwachen Nummer. Diese so wunderbar losgelöste, unbeschwerte, dynamische "Mugge" der Dirty Knobs hat einfach Feuer, ist ein Fest für die (Gitarren)Rock-Ohren. Mike Campbell, mittlerweile auch schon 70 Jahre alt (was man ihm überhaupt nicht ansieht), brennt noch - das spürt man zu jeder Sekunde. Ein Rock'n Roller durch und durch! "People, have a great welcome to The Dirty Knobs"! Absolut großartig! Ein geradezu meisterhaftes Debut!

Das komplette Tracklisting:

1. Wreckless Abandon - 6:02
2. Pistol Packin' Mama (feat. Chris Stapleton) - 4:10
3. Sugar - 4:40
4. Southern Boy - 4:46
5. I Still Love You - 5:18
6. Irish Girl - 4:25
7. Fuck That Guy - 3:10
8. Don't Knock The Boogie - 6:57
9. Don't Wait - 4:59
10. Anna Lee - 3:43
11. Aw Honey - 3:04
12. Loaded Gun - 4:02
13. Don't Knock The Boogie (Coda) - 1:00

Art-Nr.: 10206
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Evans, Sara - copy that [2020]
Countrystar Sara Evans beglückt uns mit einem genauso interessanten, wie äußerst gelungenen, neuen Album. "Copy that" ist etwas ganz Besonderes für sie, es ist sozusagen der Soundtrack ihres Lebens. 13 für sie bedeutungsvolle Lieder aus Rock, Pop und Country verschiedenster Interpreten, Stilrichtungen und Epochen, die sie seit ihrer Geburt irgendwie bewegt oder geprägt haben, hat sie für dieses Album eingespielt, um sie mit ihren Fans, in ihrer jeweils eigenen Version, zu teilen. In ihrem Geburtsjahr 1971 war das beispielsweise Carole King's legendärer Nr. 1-Hit aus diesem Jahr, "It's too late", den sie hier mit ihrer großartigen Stimme in einer ganz wunderbaren Fassung präsentiert. Und so geht die Reise durch die Siebziger, Achtziger, Neunziger u.s.w. weiter. Sara Evans' Spannbreite ihrer für sie "wichtigen" Songs ist erstaunlich groß. So hören wir ihre Versionen solch diverser Nummern wie etwa "If I Can’t Have You" (Bee Gees / Yvonne Elliman), "Hard To Say I’m Sorry" (Chicago), "Monday morning" (Fleetwood Mac), "Come On Eilleen" (Dexys Midnight Runners), "My Sharona" (The Knack), "Don't Get Me Wrong" (The Pretenders), "6th Avenue Heartache" (The Wallflowers), bis hin zu Countryklassikern wie "She's Got You" (Patsy Cline) und "I'm So Lonesome I Could Cry" (Hank Williams), das sie zusammen mit der fantastischen Bluegrass-Formation Old Crow Medicine Show eingespielt hat. Jeder Mensch hat so etwas wie den Soundtrack seines Lebens, dies ist der von Sara Evans. Großartig!

Das komplette Tracklisting:

1. If I Can't Have You - 3:11
2. Don't Get Me Wrong - 3:58
3. Come On Eileen - 4:05
4. Crazy Love - 3:01
5. Whenever I Call You "Friend" (feat. Phillip Sweet) - 4:07
6. It's Too Late - 3:35
7. Monday Morning - 2:49
8. All We Ever Do Is Say Goodbye - 4:36
9. I'm So Lonesome I Could Cry (feat. Old Crow Medicine Show) - 3:56
10. 6th Avenue Heartache - 5:52
11. My Sharona 3:52
12. She's Got You - 5:01
13. Hard To Say I'm Sorry - 5:22

Art-Nr.: 10141
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Gomes, Anthony - containment blues [2020]
Der hoch geschätzte, aus dem kanadischen Toronto stammende, unterdessen in den USA lebende, bärenstarke Bluesrock-Gitarrist, Sänger und Songwriter Anthony Gomes liefert mit dem Pandemie-inspirierten "Containment Blues" abermals ein überaus beeindruckendes, ja fantastisches, neues Album ab. Gomes, grundsätzlich durch und durch im Blues verwurzelt, ist aber auch bekannt dafür, diesen mit powervollem, hartem und wuchtigem Rock zu kombinieren, ebenso wie auch dafür, immer mal wieder seine Liebe zum Southern Rock einfließen zu lassen. Das ist auch bei "Containment Blues" so, doch hier geht er im Vergleich zu seinen vorigen Weken etwas zurückhaltender, mehr "stripped down" zu Werke, hat "versucht", den ein oder anderen Stecker zu ziehen, die pure Elektrizität und krachende Härte im Zaum zu halten, indem er neben seinen zündenden E-Gitarren--Chops auch auf akustische Gitarren, und vereinzelt sogar auf Mandoline, Banjo und Geige setzt. Nun ja, das gelingt ihm auch. Verdammt gut sogar. Doch im Bezug auf die mächtige, natürliche, innere Power seiner Songs, auf diese ihm eigene "ass-kicking" Wucht und energetische Performance hat sich nichts geändert. Nein, das Feuer brennt lichterloh. Die Kraft platzt nur so aus ihm heraus, allein schon durch die Intensität seines packenden, rauen Gesangsvortrages, aber auch durch sein zündendes Gitarrenspiel, sowohl mit der E-, als auch der Acoustic-Gitarre. Das Songmaterial ist "erste Sahne", die Melodien sind exzellent und auch die Lyrics kommen geradlinig, nachdenklich, auf den Punkt. Beeinflusst von solchen Größen wie Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix, Buddy Guy, Johnny Winter und vor allem B.B. King hat Gomes gleichermaaßen den Rock und den Blues im Blut und setzt das in seiner wunderbaren Musik einfach in einer ungemein lebendigen, authentischen, atmenden Konsistenz um. Eröffnet wird das Album mit dem dreckigen, dampfenden, kernigen Upbeat Bluesrock-Boogie "Make a good man (wanna be bad)", der voller powernder, rauer E-Gitarrenriffs steckt. Geht gut nach vorn, rockt fett und Gomes' "Whiskey-resistenter" Gesang kommt voller Emotionen und leidenschaftlicher Intensität. Toller Auftakt, dem mit "Hell and half of Georgia" gleich der nächste "Killer-Track" folgt - eine herrlich melodische, bluesige, voller Southernrock-Esprit steckende Nummer, instrumentiert mit großartigen, satten, transparenten Acoustic- und E-Gitarren. Wie variabel sich Gomes und seiner erstklassigen Begleitmusiker präsentieren, zeigt u. a. das anschließende, mit schönen Violinenklängen verzierte "This broken heart of mine", eine ganz feine Blues Ballade, performt mit einer vorwiegend akustisch ausgerichteten Instrumentierung. Das melodische Ambiente und Gomes' raue, soulful Vocals vertragen sich blendend. In Verlauf hören wir dann doch noch eine exzellent eingesetzte E-Gitarre, inklusive eines wunderbaren, kleinen Solos. Sehr knackiges, straightes Schlagzeug gibt den Takt für den herrlichen, southern- und countrylastigen Roots-/Bluesrocker "Praying for rain" vor. Unterlegt mit tollen Mandolinen- und Banjoklängen, schönen (Lead)Acoustic- und E-Gitarren, besticht der Song durch eine großartige Melodik. Wie auch das stampfende, bluesige, dreckige "Tell somebody" sicher eine Nummer, die auch Gomes' früherem Southern-/Countryrock-Sideprojekt, den New Soul Cowboys, bestens zu Gesicht gestanden hätte. Ganz stark auch der gewaltig kochende, shuffelnde Blues "Stop calling women hoes and bitches", gespielt mit glühenden Slideguitar-Riffs, tierischer Wah Wah-Lead Gitarre und einfach nur purer Energie. Eine engagierte, starke Botschaft, die Gomes hier inbrünstig "raushaut". "Until the end of time" kommt zumächst recht ruhig, mit klarer Acoustic Gitarre und edlen Violinen, gewinnt im Verlauf aber durch die Integration einer erdigen E-Gitarre zunehmend an Kraft, gefolgt von der überaus emotionalen Ballade "The greatest 4 letter word". Das Album endet schließlich mit dem großartigen, das Pandemie-Thema im Text etwas augenzwinkernd beleuchtenden Titelstück "Containment Blues", einem schön kernigen, rauen, von einer super knackugen, tighten Rhythm-Section angetriebenen, erdig rockenden, acoustic-based Roots-Blues von Allerfeinsten. Das komplette Album zeigt einen Anthony Gomes in absoluter Hochform. Einer, der sich durch die Pandemie nicht unterkriegen lässt, der nicht lamentiert, sondern der sich in dieser schwierigen Stuation hat inspirieren lassen, diese fantastischen Songs zu schreiben. Bravo! Anthony Gomes ist ohne jeden Zweifel einer der besten und interessantesten "unknown artists" des aktuellen, modernen, authentischen Bluesrocks. "Containment Blues" jedenfalls ist eine Meisterleistung!

Das komplette Tracklisting:

1. Make a Good Man (Wanna Be Bad) - 3:12
2. Hell and Half of Georgia - 3:11
3. This Broken Heart of Mine - 3:14
4. Praying for Rain - 3:25
5. No Kinda Love - 3:40
6. Let Love Take Care of Love - 3:48
7. Stop Calling Women Hoes and Bitches - 3:24
8. Until the End of Time - 4:11
9. Tell Somebody - 3:06
10. The Greatest 4 Letter Word - 3:01
11. Containment Blues - 2:53

Art-Nr.: 10171
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Make a good man (wanna be bad)
Hell and half of Georgia
This broken heart of mine
Praying for rain
Stop calling women hoes and bitches
Until the end of time
Tell somebody
Containment Blues

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Greene, Alastair - the new world blues [2020]
Packendes, neues Studiowerk des südcalifornischen Bluesrock Gitarrenhexers Alastair Greene. Was für ein famoses, "heißes" Teil. Für die Fertigstellung dieses Albums reiste Greene zu seinem Freund Tab Benoit nach Houma/Louisisana, um es in dessen Whiskey Bayou Studios gemeinsam mit Benoit an den Drums und dem großartigen Bassisten Corey Duplechin, vorwiegend live, mit nur ganz wenigen Overdubs, in Trio-Besetzung einzuspielen. Herasugekommen ist ein exzellenter, auf den Punkt gebrachter, leidenschaftlicher Mix aus Rock-, Funk- und vor allem Blues-Zutaten, zusätzlich garniert mit einer gehörigen, sicher dem Aufnahmeort und Benoit's Einfluß geschuldeten, herrlich würzigen Portion Lousisiana-/Southern-Swamp-Flair. Das passt und kommt verdammt gut rüber. Die durchweg großartigen Songs, allesamt aus der Feder von Alastair Greene, 4 davon gemeinsam komponiert mit Tab Benoit, wirken kompakt, schnörkellos, stecken voller Energie, voller Feuer und voller Seele, punkten mit vorzüglichen Strukturen und Melodien, bieten dabei aber jederzeit ausreichend Freiraum für des Meisters furiose Gitarrenausflüge. Sein imposantes Spiel ist kraftvoll, geradlinig und variabel zugleich, kommt aber stets ohne effekthascherisches "Gefrickel" aus. Nein, dieser Alastair Greene ist wahrer Virtuose, ein wirklich herausragender Gitarrist - und, das wird viel zu wenig erwähnt, auch ein richtig guter Sänger. Los geht's mit ordentlich Drive und Power: "Living today" ist ein richtig "geiler", wunderbar nach vorn "rollender" Bluesrock-Boogie, der einen unmittelbar mitnimmt. Trotz der Power, einer gewissen sumpfigen Dicke, des pulsierenden Rhythmus und der gut Gas gebenden Gitarren (tolles Solo) strahlt die Nummer eine durchaus spürbare Relaxtheit aus. Klasse hier auch der mit feinen Harmoniegesängen (Benoit und Duplechin) aufgewertete Refrain. Ein super Auftakt, bei dem es einfach wie geölt rockt und bluest. Kernige, funkige Riffs und ein prächtiger "hip-shaking Groove" bilden die etwas härtere Basis des folgenden, ein dezentes Southern-Flair ausstrahlenden Bluesrockers "Lies and fear", dessen brodelndes Gitarrensolo im Break vor Variabilität und Power nur so strotzt. Ja, ja, der Kerl spielt wie aus einem Guß! Richtig swampig wird es mit dem wunderbar balladesken, sehr nach Louisiana klingenden Southern-Bluesrocker "Bayou mile", bei dem Alastair neben schön klaren Rifs und Licks auch eine grandiose Slidegitarre spielt, inkl. eines glühenden Solos gegen Ende des Songs. Apropos Solo: Eines der ganz feinen Art, fingerfertig, emotional, genauso kraftvoll und fett wie filigran, ziert den fantastischen, klassischen, abermals ein ganz dezentes Southernfeeling versprühenden Slow Blues "No longer amused". Hingebungsvoll, natürlich - absolut beeindruckend! Erneut von leicht funkigen Riffs wird das herrlich "steady" rockende, starke "Find your way back home" bestimmt, gefolgt von der umwerfend schönen, unsere Ohren magisch verzaubernden Bluesrock-Ballade "Heroes", die ein wahres Gänsehaut-Solo des Meisters beinhaltet. Mit dem begnadeten "Alone and confused" hören wir dann einen weiteren, sehr kraftvollen, erdigen Slow Blues, wieder vollgepackt mit leidenschaftlichen, packenden Gitarrenlinien. Zum Finale des Albums schließlich haut Greene noch das Titelstück, den fulminanten Southern Bluesrocker "The New World Blues" raus, dessen wild "rührende", fette, eine gewaltige Schwüle entwickelnden Slidegitarren die Bayous Louisiana's noch einmal mächtig zum Kochen bringen. Es ist der brodelnde Abschluß eines bärenstarken Albums mit einem Alastair Greene (und Mitstreiter) in absoluter Gala-Form. Ein "Masterpiece" tief ehrlicher, natürlicher, genauso zeitloser, wie ewig junger und moderner, Trio-besetzter, ganz großer Gitarren Bluesrock-Kunst.

Das komplette Tracklisting:

1. Living Today - 4:19
2. Lies and Fear - 3:22
3. Bayou Mile - 4:35
4. When You Don't Know What to Do - 3:46
5. No Longer Amused - 4:29
6. Back at the Poorhouse - 3:16
7. Find Your Way Back Home - 4:42
8. Heroes - 5:10
9. Wontcha Tell Me - 3:59
10. Alone and Confused - 5:56
11. The New World Blues - 3:46

Art-Nr.: 10184
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Living today
Lies and fear
Bayou mile
No longer amused
Find your way back home
Heroes
Alone and confused
The New World Blues

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Hardy - a rock [2020]
Neues, ganz heißes Eisen aus der Nashville Countryschmiede! Michael Wilson Hardy aus dem kleinen Städtchen Philadelphia im U.S.-Bundesstaat Mississippi machte sich in der jüngeren Vergangenheit bereits einen großen Namen als Songwriter für etablierte Nashville-Stars, wie etwa Florida Georgia Line (‘Simple’, ‘Talk You Out Of It’), Morgan Wallen (‘Up Down’) und Blake Shelton, dessen Mega-Nummer "God's Country" er gemeinsam mit Devin Dawson und Jordan Schmidt komponierte. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Hardy selbst im Rampenlicht auftauchen würde. Nach einigen EPs und dem im letzten Jahr mit vielen Kollaborateuren eingespielten, lediglich digital veröffenlichten "Hixtape: Vol 1", dem mit "One beer" (feat. Lauren Alaina & Devin Dawson) ein Riesenhit entsprang (ist auch auf dem hier vorliegenden Werk enthalten), folgt nun mit "A rock" Hardy's erstes vollständiges Majorlabel-Album. Hardy ist einer der vielversprechenden Neuen der jungen "loud-and-rowdy" Country-Generation, dem eine große Karriere bevorsteht. Typ und Musik passen in etwa in die Schnittmenge solcher Kollegen wie Florida Georgia Line, Luke Combs und Jason Aldean. Seine Songs bewegen sich zwischen "echten" Countrytraditionen, kernigem Redneck Country, Southern-Einflüssen und modernem, partytauglichem Countryrock und -pop, alles eingepackt in dieses "rough and rowdy"-Ambiente und in hochmelodische, bestens ins Ohr gehende Strukturen und "saftig" produzierte Arrangements, oft mit vielschichtigen Gitarren. Das ist richtig gut gemacht und kommt im zeitgemäßen Country-Mainstream bestens an. Macht auch einfach Laune. Nahezu jeder Song des Albums könnte als Single herauskommen und hätte höchstes Hit-Potenzial. CMT sagt über Hardy: "The pride of Philadelphia, MS is one of Music Row's most consistent hit-makers on the rise". Dem kann man nur uneingeschränkt zustimmen. Dieses Album wird ein Hit werden!

Das komplette Tracklisting:

1. Truck - 3:38
2. Boyfriend - 3:39
3. Give Heaven Some Hell - 3:37
4. Boots - 3:13
5. Where Ya At - 2:59
6. Ain’t a Bad Day - 3:22
7. One Beer (feat. Lauren Alaina and Devin Dawson) - 2:53
8. So Close (feat. Ashland Craft) - 3;45
9. Broke Boy - 3:52
10. Hate Your Hometown - 3:28
11. Unapologetically Country As Hell - 3:55
12. A Rock - 3:40

Art-Nr.: 10144
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Hoge, Will - tiny little movies [2020]
Der in Nashville ansässige, exzellente, für stets hervorragendes Songmaterial stehende Singer/Songwriter Will Hoge veröffentlicht mit "Tiny little movies" nun schon sein mittlerweile elftes Album. Und wieder ist es ein brillantes Teil geworden. Abwechslungsreich, kreativ und mit bestechender Qualität gelingt ihm eine sehr ausgewogene Balance zwischen richtig kernigen, ja krachenden, rohen, dreckigen und "rotzigen" Rockern, die ein wenig an die Anfangstage seiner Karriere zu Zeiten seines "Carousel"-Albums erinnern, und hinreißend schönen, aber stets authentisch erdigen, nie zu glatt geschliffenen, von herrlichen Melodien durchzogenen Rootsrock-/Americana-Nummern, oftmals tangiert von einem schönen Heartland-, Southern-, und/oder Countryrock-Feeling. "Tiny little movies" bestätigt höchst eindrucksvoll Hoge's Ruf als einer der besten und profiliertesten Roots- und Americana-Singer/Songwriter der heutigen Zeit. Das Album startet mit dem fantastischen, hoch melodischen, knackigen Country-flavoured Roots-/Americana-Rocker "Midway Motel" - gleich eine regelrechte "Killer"-Nummer. Wunderbare, vielschichtige, "jangly guitars" bestimmen das Geschehen, genauso wie ein staubig erdiges Ambiente, inklusive einer schönen, Neil Young-mässigen Mundharmonika. Bärenstark! Mit Track 2, "The overthrow", wird's dann deutlich ruppiger, rauer, dynamischer, schneller. Hoge singt herrlich rotzig, die Band gibt ordentlich Gas und spielt ungemein "tight". Wirkt fast ein wenig punkig, aber auch hier stimmt die Melodie! Ein "aufregender", (auch textlich) engagierter Rock-Kracher! Das nächste blendende Beispiel für Hoge's große Vielseitigkeit ist das herausragende, abermals von einer tollen Melodie durchzogene und mit einem wunderbaren Wüstenrock-Feeling punktende, recht zurückhaltend, aber dennoch schön erdig inszenierte, balladeske "Even the river runs out of this town". Großartig hier auch die exzellent soundenden E-Gitarren in dem kleinen Break! Das ist Americana-Musik von der ganz feinen Sorte. Es folgt die begnadete, ungeschliffene, bluesige Rootsrock-Ballade "My worst", die Hoge zusammen mit seinem langjährigen Freund Dan Baird (Geogia Satellites, Homemade Sin, The Bluefields) komponiert hat. Dabei gefällt besonders der vorzügliche, mehrstimmige, weibliche "Chorus" im Refrain, sowie die beiden famosen Dual-Gitarren-Soli im mittleren Break und gegen Ende, die eine Menge Southern-Flair ausstrahlen.. Da flackern sogar Allmans-mäßige Twin-Leads auf. Dreckig und dynamisch, wieder ungemein melodisch und garniert mit einem prächtigen Gitarrensolo kommt der exzellente Rootsrocker "That's how you lose her", der zuweilen an die erdigen Rootsrocker des großen Tom Petty erinnert. Tolle Nummer! Nach dem mächtig rohen, lauten und krachenden "Con Man Blues" und dem schönen Midtempo-Rootsrocker "Is this all that you wanted me for?" fährt Hoge mit der wundervollen Ballade "The likes of you" noch einmal die ganz große Americana-Kunst auf. Feine, durchaus trocken staubige Acoustic Gitarren-Riffs treffen auf hinreißende, vielschichtige, "twangy" Gitarrenlicks und -linien - eine Wonne für unsere Roots- und Americana-verliebten Ohren. "The curse", im Anschluß daran, ist dann wieder ein schön knackiger, erdiger, riffiger, gleichzeitig sehr eingängiger Rootsrocker, im besten Sinne simpel und geradeaus performt, abermals mit sehr transparenten, saftig klingenden Gitarren, die an alte Byrds- oder Tom Petty-Tage erinnern. Will Hoge und seine großartige Band haben einmal mehr einen bravourösen Job gemacht. "Tiny little movies" ist ein saustarkes, leidenschaftliches, dynamisches Album voller hochklassiger Songs ohne jeden schwachen Moment geworden. Ganz große Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Midway Motel - 3:37
2. The Overthrow - 2:48
3. Maybe This is Ok - 3:28
4. Even the River Runs out of This Town - 3:19
5. My Worst - 5:37
6. That's How You Lose Her - 3:03
7. Con Man Blues - 2:19
8. Is This All That You Wanted Me For - 4:13
9. The Likes of You - 3:26
10. The Curse - 2:59
11. All the Pretty Horses - 3:25

Art-Nr.: 10091
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Midway Motel
The overthrow
Even the river runs out of this town
My worst
That's how you lose her
The likes of you
The curse

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Johanson, Eric - below sea level [2020]
"There’s a rising star in the Crescent City and his name is Eric Johanson". Yeah! Den in New Orleans/Louisiana beheimateten, grandios aufspielenden, jungen Gitarrenvirtuosen und fabelhaften Singer/Songwriter Eric Johanson, mit seinem so zündenden, rauen und dreckigen, überwiegend sehr kraftvollen Southern- und Hill Country-inspirierten Bluesrock, feiern die Experten und Kenner schon als den nächsten, ganz großen Künstler und Gitarrenzauberer des Genres. Im Jahre 2019, während des berühmten New Orleans Jazz Festes, nachdem der langjährige Blues-Protégé von Tab Benoit und Tour erprobte Gitarrist (tourte als Lead Gitarrist für Cyril Neville um die Welt, spielte zusammen mit z.B. Anders Osborne, JJ Grey, Eric Lindell und Mike Zito) schon mächtig Eindruck in der Szene hinterlassen hatte, lud ihn North Mississippi Allstars-Gitarrist Luther Dickinson zu einem All Star Jam-Konzert ein, was am Ende dazu führte, dass der total begeisterte Dickinson und Johanson Pläne schmiedeten, Johanson's nächstes Album in den brühmten Zebra Ranch-Studios des Dickinson-Clan's einzuspielen, mit Luther Dickinson als Produzent und dessen Bruder Cody Dickinson am Schlagzeug. Dritter im Bunde wurde der großartige Bassist Terrence Grayson (Victor Wainwright). Als Resultat von alledem dürfen wir nun das bärenstarke, voller rauer Energie steckende "Beyond sea level" bewundern, eine beeindruckende Bluesrock-Vorstellung, über die Eric Johanson selbst sagt: "With this album I was finally able to bring my blues and rock influences to a place of more imagination and creativity, while keeping it organic and honest. It’s contemporary music naturally grown from the roots of southern blues and psychedelic inspiration". Johanson ist nicht nur mit dem Talent eines herausragenden Gitarristen gesegnet, er verfügt auch über eine großartige Stimme voller Seele und Gefühl. Zudem ist er ein erstklassiger Songwriter (sämtliche Trcks sind Eigenkompositionen von ihm) und Performer, der es wie selbstveständlich schafft, seine edige, dreckige, ungemein authentische Musik, trotz spürbarer, ungezwungener Spielfreude in exzellente Strukturen und Melodien einzubinden. Und Johanson's Gitarrenspiel ist schlicht "outstanding". Raue, kernige, prächtig hängen bleibende Powerriffs überall, umwerfende Gitarrenlinien, feurige, virtuose, erdige Soli, teils mitreißende Lead Slidegitarre - was auch immer sich in diesen Zebra Ranch-Studios mit der Qualität der Songs und den musikalischen Talenten der einzelnen Musiker abgespielt hat, die Band und Produzent Luther Dickinson beschworen eine Art Magie. Ein toller, erdiger, dynamischer Groove (starkes Drumming im Zusammenspiel mit kraftvollen, "gritty" Gitarrenriffs) bildet die Basis für den rauen Opener "Buried above ground", ein swampiger, feuriger, von einem tiefen Southernflair durchzogener, traditional rooted Bluesrocker, bei dem Eric seinen eigenen, großartigen Gesang mit herrlich bluesiger Parallel Leadgitarre begleitet - etwas, was er nicht nur bei diesem Song macht. Richtig stark auch das energiegeladene, lebhafte Gitarrensolo des Meisters. Welch ein famoser Auftakt! Und es geht auf diesem hohen Level weiter. Sumpfige, scharfe Slidegitarrenlinien (inkl. super Solo) ziehen sich durch den ordentlich Gas gebenden, treibenden Swamp-/Southern-/Blues-Boogie "Down to the bottom". Spätestens jetzt sind Eric und seine tierische Slide "on fire". Das folgende "Changes The Universe" weicht vom härteren Blues-Rückgrat des Albums etwas ab und ermöglicht es Johanson, eine weitere Facette seiner exzellenten Musik aufzuzeigen. Langsamer im Tempo, dennoch schön knackig, tauscht er bei diesem klassischen, hinreißend melodischen Bluesrocker seinen powernden Drive gegen ganz feine, traumhafte, aber dominante Gitarrenlinien (mit einen wunderbaren Echo-Gitarrenton) und eine vorzügliche Orgel-Untermalung von Gastmusiker Ray Jacildo (JD McPherson) ein. Das alles wirkt angenehm retro. Johanson's einmal mehr sehr direktes, klares Gitarrensolo ist schlicht genial. Schwerblütige Rhythmen und ein dementsprechender Groove bilden die Basis des von glühender, irgendwo zwischen Hendrix und Stevie Ray Vaughan angesiedelter, fetter Lead Gitarre bestimmten, packenden, harten Bluesrockers "Hammer on the stone", der zum Finale hin erneut mit einem mächtigen Gitarrensolo aufwartet. Ein erneutes, absolutes Album-Highlight! Ein von klasse Drums und einem tollen Bass-Lick angenehm zurückhaltend, aber dennoch kraftvoll angetriebener Groove bestimmt den drückenden, schwülen, aber gar nicht so harten, wieder sehr southern und swampig angehauchten, "dichten" Bluesrocker "River of Oblivion". Die Melodie ist klasse, die Gitarren "sägen" herrlich rau. Dazu brilliert Johanson mit feurigen Slidegitarrenlinien, gegen Ende in einem tierischen Solo gipfelnd. Ganz stark auch beispielsweise das auf allen Zylindern feuernde "Never tomorrow" (klingt wie eine Anspielung auf Led Zeppelin und andere berühmte Rockbands der 70er Jahre, aber mit einem zeitgemäßen Roots-Touch), der furios und mit viel Tempo nach vorn galoppierende, rootsrockige Blues-Kracher "Nowhere to go" (dezent countrylastiges Hill Country Blues-Feeling), oder der balladeske, mit wunderbaren akustischen und elektrischen Gitarren inszenierte, pure Blues-/Southernrocker "Love is rebellion", inkl. toller Melodie und exzellenter Slidelinien des Meisters. Es gibt nicht den Hauch eines schwachen Songs auf diesem Werk. "Below sea level" ist ein Album zum Verlieben. Je öfter man es hört, desto mehr gibt es zu entdecken und desto mehr nimmt es einen gefangen. Eric Johnson ist sicherlich einer der herausragenden, in der Blues-Welt aufsteigenden jungen Stars. Dieses Album wird ihm eine Menge Aufmerksamkeit einbringen. Er wird ohne jeden Zweifel in einer neuen, jungen Generation von Blues(rock)-Helden einen zentralen Platz einnehmen. "This young man knows how to play the blues guitar". Eine Pracht-Scheibe!

Das komplette Tracklisting:

1. Buried Above Ground - 3:24
2. Down to the Bottom - 3:45
3. Changes the Universe - 4:06
4. Never Tomorrow - 2:51
5. Hammer on the Stone - 4:07
6. Have Mercy - 3:46
7. River of Oblivion - 4:36
8. Nowhere to Go - 2:36
9. Open Hearted Woman - 4:29
10. Dose of Forget - 2:53
11. Love is Rebellion - 3:46
12. Riverbend Blues - 3:24

Art-Nr.: 10168
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Buried above ground
Down to the bottom
Changes the universe
Never tomorrow
Hammer on the stone
River of oblivion
Nowhere to go
Love is rebellion

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Johnson, Jeremiah - unemployed highly annoyed [2020]
"Unemployed highly annoyed"! Der Albuntitel des neuen, großartigen Werkes von "Bluesguitar-Virtuoso" Jeremiah Johnson bedeutet so viel wie "Höchst nervige Arbeitslosigkeit", womit Johnson ein wenig frustrierend auf die Folgen seiner Pandemie-bedingten "Arbeitslosigkeit" im Bezug auf die nun schon seit Monaten ausfallenden Touren hinweist, was ihn und seine Band, wie auch unzählige andere Musiker und Künstler, natürlich in arge (finanzielle) Bedrängnis bringt. Doch Johnson ist ein Kämpfer - und ein kreativer Kopf. So versuchte er, seinen ganzen Frust, den Ärger und die Traurigkeit all dieser Corona-bedingten Umstände aus seinem Kopf in neues Songmaterial umzuwandeln, was schlußendlich dazu führte, dass er mit "Unemployed highly annoyed" nun sein bereits zweites Album in diesem Jahr herausbringt (nach "Heavens to Betsy" im Februar), das er zwar erst einmal nicht durch begleitende Tourneen supporten kann, das ihn aber sehr wohl in die Lage versetzt, seine vielen, ihn auf der Bühne schmerzlich vermissenden Fans "wenigstens" mit eingen sehr persönlichen, starken neuen Songs zu versorgen. Großartig! Textlich natürlich das Pandemie-Thema aufarbeitend, geht der in St. Louis/Missouri beheimatete, ungemein versierte Gitarrist, exzellente Sänger und hoch talentierte Songwriter musikalisch konsequent auf seiner eingeschlagenen Route weiter. Das heißt, die Grundlage ist klar der Blues, genauer gesagt der Mississippi-Blues, zu dem eine prächtige Dosis Southern Rock, Rootsrock und erdigen Rock'n Roll einfließen läßt. Vor allem der Southern-Vibe ist immer präsent, vor allem auch in seinem wunderbaren, virtuosen Lead Gitarren-Spiel und den glänzenden, oft auch eine spielfreudige, ausgeprägte Jam-Neigung offenbarenden Soli. Gerade The Allman Brothers Band ist hier als deutliche Inspirationsquelle wahrnehmbar. Aufgenommen wurde das Album in nur 3 Tagen, vom 23. bis zum 25. Mai 2020 in den Blue Lotus Studios von St. Louis, diesmal in Trio-Besetzung und ohne Bläser, mit seinen Mitstreitern Paul Niehaus IV (bass guitar, keyboards, backing vocals) und Tony Antonelli (drums, percussion, backing vocals). Das Album startet startet mit dem von einem schönen Southernrock-Feeling durchzogenen, fast schon ein wenig countrylastigen, sehr melodischen, rootsigen Rocker "Burn down the garden", der recht flüssig und mit einem gewissen Jam-Flair rüberkommt. Johnson's Gesang ist klasse, die jammige Phase nach rund 4 1/2-Minuten richtig spannend und das zündende Gitarrensolo "pure southern" Allmans-lastig. Eigentlich kann man diesen starken Auftakt auch als einen lupenreinen Southern Rocker bezeichnen. Und je öfter man diesen Song hört, desto "angefixter" ist man. Klasse! Mit dem schwülen und sumpfigen, jammigen Bluesrocker "Muddy black water" und dem straighten, fast schon ein wenig an die frühen Lynyrd Skynyrd angelehnten, mit satten Gitarren und klimperndem Piano inszenierten, etwas funky groovenden "Daddy's going out tonight" bleibt Johnson weiterhin auf dem Southern Rock-Terrain, während er mit dem großartigen Luther Allison-Cover "Cherry red wine" und dem kernigen, kraftvollen, gut Fahrt aufnehmenden Titelstück "Unemployed highly annoyed" wieder deutlicher in die Blues-Richtung geht. Dennoch verschwinden weder die Jam-Neigung, noch das Southern-Flair komplett. Johnson's ausgedehntes, variantenreiches Gitarrensolo beim Titelstück steckt voller Feuer. "Different plan for me" ist ein exzellenter, voller quirliger, virtuoser Gitarrenlinien steckender, emotionaler, düsterer Slow-Blues voller Soul und Inspiration, der mit seinem brutal ernsten Text, dem wimmernden Orgel-Background und den blendenden, immer wieder im Tempo variierenden Gitarrenläufen das schwierige Pandemie-Dasein musikalisch exzellent einfängt. Einen weiteren, hervorragenden Slow-Blues hören wir mit dem von einer tollen Melodie bestimmten, ein schönes Retro-Feeling vermittelnden "Love and sympathy", wo das forsche Gitarrensolo nach zwei Dritteln der Nummer, im Gegensatz zum ansonten sehr harmonischen Grundkonzept, richtig rau und ruppig präsentiert wird. Passt aber klasse und demonstriert einmal mehr, das Johnson jederzeit in der Lage ist, seinen Songs Spannung und Kreativität zu verleihen. Das Album endet mit dem puren Vollgas Rock'n Roller "Rock n Roll for the soul", und bildet damit den nochmal richtig Dampf ablassenden Abschluß eines Jeremiah Johnson-Projektes, mit dem der Künstler und seine Band die ganze Pandemie-Problematik höchst effektiv dazu genutzt haben, ihren großen musikalischen Talenten freien Lauf zu lassen. Klasse Album! Bester, Southern-inspired Bluesrock der Marke Jeremiah Johnson!

Das komplette Tracklisting:

1. Burn Down the Garden - 5:30
2. Muddy Black Water - 3:49
3. Cherry Red Wine - 4:53
4. Daddy's Going out Tonight - 4:54
5. Unemployed Highly Annoyed - 6:33
6. Different Plan for Me - 6:57
7. Love and Sympathy - 5:25
8. Rock n Roll for the Soul - 2:58

Art-Nr.: 10190
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Burn down the garden
Muddy black water
Daddy's going out tonight
Unemployed highly annoyed
Different plan for me
Love and sympathy

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Lawrence, Tracy - made in america [2019]
Tracy Lawrence, einer der legendären und erfolgreichsten Traditionalisten aus der großen Zeit der Neunziger Jahre-Countrymusic (zusammen mit solchen Kollegen wie z. B. Tracy Byrd, Mark Chesnutt und natürlich auch Alan Jackson) veröffentlicht mit dem großartigen "Made in America" endlich mal wieder ein Album mit komplett neuem Songmaterial. Eingespielt mit einigen der besten Studiomusiker Nashville's, ist es ein typisches Tracy Lawrence-Werk geworden, wie zu seinen allerbesten Zeiten. Klasse Songs, überwiegend recht flott, sein unverwechselbarer Gesang und lupenreine, pure Countrymusic - das ist es, was ein neues Tracy Lawrence-Album verspricht, und das bekommen die Fans auch zu 100% in Reinkultur geboten. Lawrence ist noch immer eine Bank für "pure Country quality"!

Das komplette Tracklisting:

1. Made in America - 3:27
2. Forgive Yourself - 2:44
3. Running Out of People to Blame - 3:28
4. When the Cowboys Gone - 3:19
5. Nothin' Burns Like You - 4:11
6. First Step to Leaving - 2:55
7. It Ain't You - 2:55
8. Givin' Momma Reasons to Pray - 2:52
9. Work on My Willie - 3:25
10. Chicken Wire - 3:28
11. Just the South Comin' Out - 2:59
12. Stay Back a Hundred Feet - 3:00

Art-Nr.: 9862
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Louisiana's LeRoux - one of those days [2020]
Das war nicht unbedingt zu erwarten, umso beigeisterter sind wir. Welch ein wunderbares, ja geradezu famoses Southern-/Jam-Vergnügen der legendären Band aus Baton Rouge! Seit mehr als 40 Jahren, seit ihrem riesigen Hit "New Orleans Ladies" aus dem Jahre 1978, geistern Louisiana's LeRoux mehr oder minder auffällig auf unserem Radar herum, um nun, nachdem man rund 10 Jahre so gut wie gar nichts von ihnen gehört hat, mit ihrem nunmehr siebten Album "One of those days" ein wahres Prachtteil rauszuhauen, das tatsächlich alles bisher Dagewesene dieser Truppe klar in den Schatten stellt. Nach vielen Umbesetzungen im Laufe der Jahre scheint das heutige, 8-köpfige Line-Up der Band zu 100% zu passen. Neben den beiden einzigen Originalmitgliedern Tony Haselden (lead & rhythm guitars, slide guitar, backing vocals) und Rod Roddy (piano, backing vocals) sind das Jeff McCarty (lead vocals), Jim Odom (lead & rhythm guitars, backing vocals), Nelson Blanchard (hammond organ, backing vocals), Joey Decker (bass, backing vocals), Randy Carpenter (drums) und Mark Duthu (percussion). Die Jungs verstehen sich blind, spielen zusammen wie aus einem Guß. Auf der Basis unwiderstehlicher Grooves fabrizieren sie ein hinreißendes "Gumbo" aus lupenreinen Southern Rock-, Jamrock-. und Blues-Zutaten, verfeinert mit Louisiana-typischer Swamp- und Creole-Würze, das vor allen Dingen die Jamrock- und Southern Rock-Gemeinde, aber auch die Gitarrenliebhaber in eine seelige Hochstimmung versetzen dürfte. Lässige, lockere, hingebungsvolle Spielfreude prägt das Songmaterial, genauso wie "free jammngs", herrliche Melodien und grandiose, ausgedehnte, virtuose, von traumhaft lockerer Fingerfertigkeit bestimmte Gitarrenläufe und -soli (Einflüsse von Dickey Betts, Jerry Garcia und Lowell George sind durchaus spürbar), inklusive Twin Leads. Die Musiker verstehen ihr Handwerk aus dem "Eff-Eff" und gehen voller Leidenschaft und Seele zu Werke. Ihre Louisiana-Herkunft, genauso wie ihre Southern-Roots im Allgemeinen sind während des gesamten, im übrigen vom "alten Hasen" Jeff Glixmann erstklassig produzierten Werkes zu jeder Sekunde spürbar. Der Reigen startet mit dem geradezu genialen Titelstück "One of those days", einem famos groovenden (großartige Percussion), ungemein lockeren, traumhaft frischen und melodischen, aber, vor allem in seinen Instrumentalmomenten auch völlig zwanglos und "lässig luftig" jammenden Southern Rocker, der einen bereits nach wenigen Sekunden bedingungslos in seinen Bann zieht. Das ist pure Magie! Schon in dem Moment während der Anfangssequenz, als der exzellent singende Jeff McCarty voller Authentizität und Überzeugung die Zeilen "I put on a pair of jeans and Deadhead T, throw a back-pack on the back seat, and I’m about to be long gone, way long gone", ist es um einen geschehen. Die ubeschwerte Reise in die Welt der Musik von Louisisana's LeRoux hat begonnen, die Leichtigkeit und das an alte Hippietage erinnernde Jam-/Southern-Feeling hat einen gepackt. Man höre nur die herrlichen, endlosen, an The Allman Brothers Band (Dickey Betts) und Grateful Dead (Jerry Garcia) erinnernden Gitarrenläufe mit den beiden, herausragenden Soli (inkl. vereinzelter Twin Leads-Momente), die großartigen Orgelklänge und einfach diesen umwerfenden "Flow". Meisterhaft! Man weiß jetzt schon, bei diesem Album wird nichts mehr schief gehen - und so ist es auch! Die nächste "Killer"-Nummer folgt mit dem fabelhaften, sehr "soulful" performten, mit einem wunderbaren Muscle Shoals-Feeling umwobenen "No one's gonna love me (like the way you do)", das abermals mit einer fantastischen Melodie und einem ebensolchen Groove punktet. Die grandiosen Lead Gitarren der beiden Saitenkünstler (schöne Twin Lead-Passage, "pure southern" Gitarrensolo) in Verbindung mit prächtigen Orgel- und (Wurlitzer)Piano-Klängen im Hintergrund bestimmen das instrmentelle Geschehen. Eine tolle Nummer, die wohl auch hervorragend in das Repertoire von JJ Grey & Mofro passen würde. Das würzige "Lucy Anna" (man beachte die geschickte Wortspielerei mit dem Songtitel und dem im Bandnamen vorkommenden US-Bundesstaat) hingegen strotzt nur so vor Little Feat-Genen, und zwar zu deren absolut besten Tagen (irre starker Groove, klasse Melodie, prächtig klimperndes Piano). Einerseits sehr kernig, recht straight und riffig rockt das folgende "Don't rescue me", andererseits haben wir auch hier wieder die wunderbaren, unbeschwerten Southern-/Jam-Passagen. Enthält ein schön erdiges, sattes Gitarrensolo mit anschließender, großartige Dual Lead-Passage. Das kraftvolle "Nothing left to lose" kommt schön böuesrockig, das genüßlich zwischen einer tollen Lockerheit und kräftigeren Momenten wechselnde, jammige "The song goes on" besticht mit herrlichen Gitarrensoli, während sich der bärenstarke, überaus melodische, knapp 7-minütige, southern-fueled Jamrocker "Lifetime (Redux)" (hier handelt es sich um eine völlig umarrangierte Neueinspielung einer Nummer ihres 1983iger Werkes "So Fired Up)" in einem unwiderstehlichen, schier endlosen Groove mit ebenso endlos erscheinenden Gitarrenläufen verliert. Das virtuose Solo gegen Ende der Nummer ist etwa 3 Minuten lang. Die beiden finalen Tracks dieses meisterhaften Albuns bilden schließlich das in der Tat sehr heiße und "pikante", funky Instrumental "Sauce Piquante", sowie eine feine Neueinspielung ihres oben bereits erwähnten, alten Hits "New Orleans Ladies" (Gast an der Gitarre: Tab Benoit). Louisiana's LeRoux haben sich mit ihrem neuen Album "One of those days" geradezu selbst übertroffen. Stärker waren sie nie zuvor! Dieses Werk ist ein absoluter Southern Rock-/Jamrock-Leckerbissen! Einfach wundervoll! Von dieser Qualität dürft ihr gerne noch einige Werke mehr veröffentlichen, Jungs - und nicht wieder 10 Jahre warten! Davon kann man einfach nicht genug bekommen...

Das komplette Tracklisting:

1. One of Those Days - 6:07
2. No One's Gonna Love Me (Like the Way You Do) - 4:20
3. Lucy Anna - 3:40
4. Don't Rescue Me - 4:34
5. After All - 4:25
6. Nothing Left to Lose - 4:45
7. The Song Goes On 4:36
8. Lifeline (Redux) - 6:56
9. Sauce Piquante- 3:20
10. New Orleans Ladies (feat. Tab Benoit) - 4:51

Art-Nr.: 10111
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
One of those days
No one's gonna love me (like the way you do)
Lucy Anna
Don't rescue me
Nothing left to lose
The song goes on
Lifeline (Redux)

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Lynch, Dustin - current mood [2017]
Drittes Album des aus Tullahoma, Tennessee stammenden Dustin Lynch, der damit nahtlos an die großen Erfolge seiner Vorgänger anknüpft. In einer Riege der Jason Aldeans und Luke Bryans dieser Tage hat er sich mittlerweile fest etabliert. Enthält seinen neuesten Top 5-Hit "Small town boy". Doch das wird nicht der einzige Chartbreaker dieses Albums sein.

Das komplette Tracklisting:

1. I'd Be Jealous Too - 3:05
2. Seein' Red - 3:14
3. Small Town Boy - 3:25
4. Why We Call Each Other - 3:20
5. Here We Come - 3:23
6. Love Me Or Leave Me Alone (feat. Karen Fairchild) - 4:05
7. Back On It - 3:29
8. I Wish You Were Beer - 3:06
9. State Lines - 3:11
10. Party Song - 3:11
11. New Girl - 3:39
12. Why Not Tonight - 3:05
13. Sun Don't Go Down On That - 3:26

Art-Nr.: 9512
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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