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Brothers Osborne - skeletons [2020]
Brothers Osborne, das sind T. J. Osborne (lead vocals, acoustic guitar) und sein Bruder John Osborne (guitars), gelten als einer der heißesten, spannendsten und aufregendsten Acts Nashville's. Ihr grandioses, neues, nunmehr drittes Album "Skeletons" untermauert diesen Status mehr als jedes ihre beiden Alben davor - und auch die waren schon außergewöhlich stark. Doch "Skeletons" ist schlicht ein "Hammerteil"! Das renommierte amerikanische Magazin "Rolling Stone" etwa urteilt: "With 'Skeletons' Brothers Osborne deliver their first full-fledged Rock record". Das ist vielleicht ein wenig zu "hart" ausgedrückt, doch ja, das Album rockt schon gewaltig. Aber das beißt sich keineswegs mit ihren Countrywurzeln. Im Gegenteil! Die beiden charismatischen Brüder aus dem U.S.-Bundesstaat Maryland, T. J. mit seinem bärenstarken, unverwechselbaren, tiefstimmigen Gesang und Gitarrenhexer John (der Kerl spielt wie der Teufel), beide im übrigen auch exzellente Songwriter, und ihre fantastische Band präsentieren eine ungemein kreative, ja innovative, vielschichtige, abwechslungsreiche, moderne New Country-Musik, die die Grenzen zum Rock, Southern Rock, Rootsrock, Blues, Soul und Americana immer wieder genüßlich überschreitet. Doch egal, wie deutlich sie das tut, die Country-Erdung ist stets gegeben. Das alles spielt sich auf höchstem musikalischen Niveau ab, wirkt perfekt austaxiert und -balanciert. Ihr Variantenreichtum, pepaart mit den prächtigen Strukturen und Melodien ist eine Gabe, die nicht viele haben. Eric Church ist vielleicht noch so einer. Ein paar Songbeispiele seien stellvertretend für die große Vielfalt des Albums näher beleuchtet: Zum Beispiel der herrlich twangy, mit harmonischer Acoustic Gitarre und elektrischer Slideguitar beginnende, saustarke Opener "Lighten up", den schnell einsetzende, kraftvolle Drums und satte, ZZ Top-affine Riffs dann aber in Richtung eines toughen, swampigen, lauten Rockers lenken (klasse Melodie, zündendes, kleines E-Gitarren-Solo), der treibende, aufheizende, absolut hitverdächtige, mit "geilen" Gitarrenmomenten gespickte Countryrocker "All night", das ein wenig funkige "All the ggod ones are", der wunderschöne, mit tollen Gitarrenlicks und einer herrlichen Melodie versehene, sich flockig ins Ohr schraubende, gar ein wenig an die goldenen Neunziger erinnernde Countryrocker "I'm not for everyone" (klasse Akkordeon, prima Gitarren, Brooks & Dunn kommen einem hier in Erinnerung), der von abgefahrenen Tempowechseln gekennzeichnete, ein deutliches Waylon Jennings-Outlawflair verbreitende, partytauglich und trinkfest inszenierte, powernde Outlaw Country-Knaller "Back in the bottle" (scharfes E-Gitarren-Picking), das überaus melodische, frisch flockige, im besten Sinne etwas poppige New Country-Stück "High note", oder auch das furiose Instrumental "Muskrat greene", bei dem John Osborne mit seinen famosen Gitarrenkünsten mal so richtig von der Leine gelassen wird - eine Nummer kommt stärker als die andere. Zwei herausragende Tracks seien noch explizit erähnt: Zum einen das begnadete Titelstück "Skeletons", ein kraftvoller, von satten Gitarren, stampfenden, bedrohlichen Rhythmen und einem leicht swampigen Southern Rock-Vibe bestimmter, rauer Rocker, mit schön dreckiger, feuriger Lead Gitarren-Passage, und zum anderen das mächtig abgehende, heiße, elektrische, ungemein kraftvolle und (southern)rockige, gut tanzbare "Dead man's curve", das ein wenig wie ein modernes "The devil went down to Georgia" von der Charlie Daniels Band daherkommt, nur ohne Fiddle. Brothers Osborne gelingt mit "Skeletons", übrigens erneut meisterhaft produziert von Jay Joyce (u. a. Eric Church, Ashley McBryde), ein kleiner Geniestreich. Bei stetiger Weiterentwicklung haben sie ihren ganz eigenen, unverkennbaren, spannenden, virtuosen und abwechslungsreichen Countryrock-Sound gefunden. Ihr eh schon immenses Standing bei Musikerkollegen, Experten und Fans wird damit weiter anwachsen. Begeisternde Vorstellung der Osbornes!

Das komplette Traclisting:

1. Lighten Up - 3:17
2. All Night - 2:48
3. All The Good Ones Are - 3:23
4. I'm Not For Everyone - 2:52
5. Skeletons -3:39
6. Back On The Bottle - 3:16
7. High Note - 3:32
8. Muskrat Greene - 2:36
9. Dead Man's Curve - 2:21
10. Make It A Good One - 3:26
11. Hatin' Somebody - 4:51
12. Old Man's Boots - 3:16

Art-Nr.: 10167
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Buffett, Jimmy - life on the flip side [2020]
7 Jahre nach seinem letzten Studioalbum legt Jimmy Buffett mit "Life on the flip side" endlich wieder ein neues Studioalbum vor. Es ist ein großartiges Werk geworden - Buffett ist noch immer in großer Form und macht sein Ding. Herrliche, lockere, gut gelaunte, sonnige, luftige Country-, Roots-, Americana-, Singer-Songwriter-Musik, wie sie typisch für ihn und seine fantastische Coral Reefer Band ist, mit diesem einzigartigen, unwiderstehlichen Karibik-/Calypso-Einschlag. 14 neue Tracks, darunter das exzellente "Down at the Lah Di Dah", das an allerbeste, alte "Margaritaville"-Tage erinnert. Ganz stark ist auch die Aufmachung des Albums, inklusive eines opulenten 64-setigen (!) Booklets (nein, das ist schon ein kleines Buch). CD und Büchlein stecken in einem schönen Schuber. Feinster "Stoff" für alle Jimmy Buffett-Fans!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

It’s been seven years since Buffett’s last studio release, and despite a global pandemic, which shut down his concert tour season; Buffett still manages to deliver a new album, Life on the Flip Side. The album contains 14 songs, 11 of which were written or co-written by Buffett, along with a 62-page insert, which reads like a journal and looks like a photo album. The first single off the album is “Down At the La De Dah” which Buffett turned into a video available for download.
Recorded in January of 2020 at Buffett’s Shrimp Boat Studio in Key West, Florida, Buffett assembled his Coral Reefer Band, along with frequent collaborator Will Kimbrough and others to create Life on the Flip Side. Irish singer Paul Brady lends two of his songs to the project, along with other lyrical and vocal contributions. Other guest performers include Willie’s son, Lukas Nelson, who lends lyrical and vocal contributions on “Who Gets to Live Like This?”
Compared to previous Buffett albums, Life on The Flip Side, offers a predictable mix of island imagery and music to drink to, however this time around, there is something different about the album. Everyone who helped create this album was able to capture something talent can’t define alone: the essence of family. The songs are perfectly placed in sequence, which allows listeners to do something we all forgot could be done in the modern age of music…listen to an album in its entirety. Much like the included insert, which illustrates the journey of the album’s creation, the songs themselves are journeys as well, giving the listener a glimpse into Buffett’s poignant, yet often humorous, life. From the story of a fight between his kids on “Cussin’ Island,” to “Live, Like It’s Your Last Day,” Buffett shows no intention of putting the “Book on the Shelf” anytime soon. Coincidentally, the last track (“Book on the Shelf”) was co-written by Mick Utley and Erin McAnally, who were married in 2015. Both of them are children of fellow Coral Reefer band members.
(Matt Hoggatt / American Songwriter)

Das komplette Tracklisting:

1. Down at the Lah De Dah - 3:19
2. Who Gets to Live Like This - 3:02
3. The Devil I Know - 2:58
4. The Slow Lane - 4:10
5. Cussin' Island - 4:54
6. Oceans of Time - 3:31
7. Hey, That's My Wave - 4:26
8. The World Is What You Make It - 3:43
9. Half Drunk - 3:53
10. Mailbox Money - 4:19
11. Slack Tide - 4:16
12. Live, Like It's Your Last Day - 3:57
13. 15 Cuban Minutes - 5:14
14. Book on the Shelf - 3:23

Art-Nr.: 10087
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Daniels Band, Charlie - off the grid: doin' it dylan [2014]
Der außenstehende Musikhörer wird sich vermutlich verwunderlich die Nase rümpfen. Waffennarr und Irakkriegsbefürworter Charlie Daniels versucht sich an Bob Dylan-Songs! Also an Liedern des Mannes, der eigentlich in Musikkreisen als Synonym für die große Protest-, Friedes- und Emanzipationsbewegung der Siebziger-Generation gilt. Man könnte meinen, das wäre fast so ähnlich, wie wenn George W. Bush ein Hörbuch mit Gedichten von Fidel Castro besprechen würde. Aber weit gefehlt.Bei näherem Hinsehen haben die beiden alten Recken doch einiges an Gemeinsamkeiten aufzuweisen. Was viele vielleicht nicht wissen, ist, dass Charlie zu Beginn seiner Musikerkarriere auf drei Alben von Dylan als Studiomusiker den Bass betätigte - das auf dieser CD auch vertretene "Country Pie" (hier als toller Countryfeger im typischen CDB-Stil, der seinem Titel alle Ehre macht) ist von Dylans "Nashville Skyline"-Werk, mit dem Bob sich seiner Zeit auch dem Countrygenre ein wenig nähern wollte. Beide sind ja auch glühende Vertreter des Erzählgesangs. So ist es für Daniels auch ein Leichtes, sich in die Tracks, die ja teilweise 50 Jahre auf dem Buckel haben, hineinzufinden. Sicherlich ist auch der Respekt vor der großen Leistung des Anderen eines der Hauptmotive dieses Projekts. Schon nach wenigen Momenten des herrlichen Openers "Tangled Up In Blue" (Dobro, Fiddle, Honky Tonk Piano-Solo) wird einem die Hingabe klar, mit der Daniels und seine starken Mitmusiker (Pat McDonald, Charlie Hayward, Bruce Brown, Chris Wormer, Shannon Wickline und Casey Wood) an die Sache herangingen. Mit "Off The Grid" ist hier übrigens gemeint, dass es sich um ein rein akustisch eingespieltes Album handelt. Aufgrund der herrlich klar herausgearbeiteten Instrumentalleistungen und der ungemeinen Spielfreude der Beteiligten hat das Album jedoch einen wunderbar kraftvollen Schwung, so dass zu keiner Zeit Momente von Monotonie oder Langeweile aufkommen. Im Prinzip hat man das Gefühl mit auf der großen Terasse von Charlies Farm zu sitzen. Im Hintergrund bruzzeln die fetten Steaks und in der Icebox ist für genügend kaltem Biernachschub gesorgt. Der gute Tennessee-Whiskey steht natürlich auch auf dem Tisch. Dazu musizieren die Herren mit den countrytypischen Instrumenten wie Fiddle, Dobo, Akustikgitarren, Mandolinen, Mundharmonika, etc., ergänzen sich und solieren nach Herzenslust, dass es eine reine Freude ist. Stellvertretend hierfür sei besonders das Mundharmonika-trächtige "I’ll Be You Baby Tonight" genannt, das wirklich dieses unnachahmliche Frontporch-Feeling perfekt rüberbringt. Grandios auch, wie z. B. Fiddle und Mandoline ein keltisch anmutendes Folk-Ambiente bei "Times They Are A Changin’" erzeugen. Traumhaft der funkige Groove (pumpender Bass, starke Percussion, tolles Akustikgitarrensolo, Harmoniegesänge), den die Musiker bei "You Gotta Serve Somebody" loslassen. Einfach großartig. "I Shall Be Released" wird von einem gediegenen "Sweet Melissa"-Flair begleitet (dazu eine herrlich quäkende Südstaaten-Mundharmonika). Das locker fröhliche "Mr. Tambourine Man", das seiner Zeit den Byrds zu Hit und Ruhm verhalf, wird hier von einer klirrenden, folkigen Mandoline getragen. "Hard Rain’s A Gonna Fall" zeigt, dass man auch mit rein akustischen Instrumenten eine dezente psychedelische Atmosphäre erzeugen kann, wenn nur die richtigen Musiker Hand anlegen. Das abschließende "Quinn The Eskimo (The Mighty Quinn)" serviert die Charlie Daniels Band als herrlichen Bluegrass-Cocktail, wobei der Hauptprotagonist nochmals ordentlich seine berühme Fiddle quietschen lässt. Ein fröhlicher Rausschmeißer zum Finale. Mit "Off The Grid - Doin’ It Dylan" huldigt der mittlerweile 77-jährige (!) Charlie Daniels, der sich erst kürzlich von einem leichten Schlaganfall erholt hat, eine der zu Recht mit am meisten gecoverten Musikergrößen unserer Zeit. Ein Paradebeispiel dafür, wie schön Musik auch unter kontroversest anmutenden Bedingungen verbinden kann. Robert Zimmerman alias Bob Dylan wird dieses Werk voller aufrichtiger musikalischer Zuneigung und sicherlich mit Stolz zur Kenntnis nehmen. Klasse! (Daniel Daus)

Tracklisting:

1 Tangled up in blue   4:15
2 Times they are a changin   3:23
3 I´ll be your baby tonight   3:24
4 Gotta serve somebody   5:31
5 I shall be released   4:32
6 Country pie   2:19
7 Mr. Tambourine man   4:31
8 Hard rain´s a gonna fall   4:18
9 Just like a woman   4:24
10 Quinn the eskimo (The Mighty Quinn) 3:44

Art-Nr.: 8513
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Evans, Sara - copy that [2020]
Countrystar Sara Evans beglückt uns mit einem genauso interessanten, wie äußerst gelungenen, neuen Album. "Copy that" ist etwas ganz Besonderes für sie, es ist sozusagen der Soundtrack ihres Lebens. 13 für sie bedeutungsvolle Lieder aus Rock, Pop und Country verschiedenster Interpreten, Stilrichtungen und Epochen, die sie seit ihrer Geburt irgendwie bewegt oder geprägt haben, hat sie für dieses Album eingespielt, um sie mit ihren Fans, in ihrer jeweils eigenen Version, zu teilen. In ihrem Geburtsjahr 1971 war das beispielsweise Carole King's legendärer Nr. 1-Hit aus diesem Jahr, "It's too late", den sie hier mit ihrer großartigen Stimme in einer ganz wunderbaren Fassung präsentiert. Und so geht die Reise durch die Siebziger, Achtziger, Neunziger u.s.w. weiter. Sara Evans' Spannbreite ihrer für sie "wichtigen" Songs ist erstaunlich groß. So hören wir ihre Versionen solch diverser Nummern wie etwa "If I Can’t Have You" (Bee Gees / Yvonne Elliman), "Hard To Say I’m Sorry" (Chicago), "Monday morning" (Fleetwood Mac), "Come On Eilleen" (Dexys Midnight Runners), "My Sharona" (The Knack), "Don't Get Me Wrong" (The Pretenders), "6th Avenue Heartache" (The Wallflowers), bis hin zu Countryklassikern wie "She's Got You" (Patsy Cline) und "I'm So Lonesome I Could Cry" (Hank Williams), das sie zusammen mit der fantastischen Bluegrass-Formation Old Crow Medicine Show eingespielt hat. Jeder Mensch hat so etwas wie den Soundtrack seines Lebens, dies ist der von Sara Evans. Großartig!

Das komplette Tracklisting:

1. If I Can't Have You - 3:11
2. Don't Get Me Wrong - 3:58
3. Come On Eileen - 4:05
4. Crazy Love - 3:01
5. Whenever I Call You "Friend" (feat. Phillip Sweet) - 4:07
6. It's Too Late - 3:35
7. Monday Morning - 2:49
8. All We Ever Do Is Say Goodbye - 4:36
9. I'm So Lonesome I Could Cry (feat. Old Crow Medicine Show) - 3:56
10. 6th Avenue Heartache - 5:52
11. My Sharona 3:52
12. She's Got You - 5:01
13. Hard To Say I'm Sorry - 5:22

Art-Nr.: 10141
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Hardy - a rock [2020]
Neues, ganz heißes Eisen aus der Nashville Countryschmiede! Michael Wilson Hardy aus dem kleinen Städtchen Philadelphia im U.S.-Bundesstaat Mississippi machte sich in der jüngeren Vergangenheit bereits einen großen Namen als Songwriter für etablierte Nashville-Stars, wie etwa Florida Georgia Line (‘Simple’, ‘Talk You Out Of It’), Morgan Wallen (‘Up Down’) und Blake Shelton, dessen Mega-Nummer "God's Country" er gemeinsam mit Devin Dawson und Jordan Schmidt komponierte. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Hardy selbst im Rampenlicht auftauchen würde. Nach einigen EPs und dem im letzten Jahr mit vielen Kollaborateuren eingespielten, lediglich digital veröffenlichten "Hixtape: Vol 1", dem mit "One beer" (feat. Lauren Alaina & Devin Dawson) ein Riesenhit entsprang (ist auch auf dem hier vorliegenden Werk enthalten), folgt nun mit "A rock" Hardy's erstes vollständiges Majorlabel-Album. Hardy ist einer der vielversprechenden Neuen der jungen "loud-and-rowdy" Country-Generation, dem eine große Karriere bevorsteht. Typ und Musik passen in etwa in die Schnittmenge solcher Kollegen wie Florida Georgia Line, Luke Combs und Jason Aldean. Seine Songs bewegen sich zwischen "echten" Countrytraditionen, kernigem Redneck Country, Southern-Einflüssen und modernem, partytauglichem Countryrock und -pop, alles eingepackt in dieses "rough and rowdy"-Ambiente und in hochmelodische, bestens ins Ohr gehende Strukturen und "saftig" produzierte Arrangements, oft mit vielschichtigen Gitarren. Das ist richtig gut gemacht und kommt im zeitgemäßen Country-Mainstream bestens an. Macht auch einfach Laune. Nahezu jeder Song des Albums könnte als Single herauskommen und hätte höchstes Hit-Potenzial. CMT sagt über Hardy: "The pride of Philadelphia, MS is one of Music Row's most consistent hit-makers on the rise". Dem kann man nur uneingeschränkt zustimmen. Dieses Album wird ein Hit werden!

Das komplette Tracklisting:

1. Truck - 3:38
2. Boyfriend - 3:39
3. Give Heaven Some Hell - 3:37
4. Boots - 3:13
5. Where Ya At - 2:59
6. Ain’t a Bad Day - 3:22
7. One Beer (feat. Lauren Alaina and Devin Dawson) - 2:53
8. So Close (feat. Ashland Craft) - 3;45
9. Broke Boy - 3:52
10. Hate Your Hometown - 3:28
11. Unapologetically Country As Hell - 3:55
12. A Rock - 3:40

Art-Nr.: 10144
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Hubbard, Ray Wylie - co-starring [2020]
Ein teilweise ordentlich brodelndes Elixier aus grundehrlichem rauem, dreckigem Rootsrock, Americana, Outlaw Countryrock und swampigem Southern-Blues präsentiert uns der alte texanische Haudegen Ray Wylie Hubbard (d. h., eigentlich stammt er aus Oklahoma) mit seinem, vorzüglichen, neuen Album "Co-Starring", das, der Name verrät es schon, gespickt ist mit hochkarätigen Gästen, die ihn bei den einzelnen Tracks kongenial unterstützen. Hubbard genießt Legendenstatus in der Roots-Welt, gilt als einer der ersten, "echten" musikalischen Outlaws, in frühen Jahren oft in einem Atemzug mit Jerry Jeff Walker oder Willie Nelson genannt. Auf diesem hier vorliegenden, großartigen, neuen Werk präsentiert sich Hubbard, obwohl es sich um eine Major-Veröffentlichung handelt, überaus kraftvoll, kernig und dreckig. Zu seinem typischen, rauen, oft fast sprechenden Gesang (er singt zuweilen wie die Mischung aus einer männlichen Lucinda Williams, Tony Joe White und einem staubigen Johnny Cash) hören wir eine herrlich southern-infizierte, genauso bluesige, wie rootsige und countryaffine, rockige Begleitung aus fetten E-Gitarren, Slidegitarren, und staubigen Acoustic-Gitarren, auf Basis ein kernig groovenden Rhythmussektion. Und die tollen Gäste spielen überwiegend eine sehr markante Rolle, bereichern das durchweg starke Songmaterial immens, bringen richtig viel Leidenschaft und Feuer mit. Nehmen wir beispielseise den bluesigen, herrlich "steady" groovenden Opener "Bad trick", einen southern-infused Roots-/Swamp-Rocker voller glühender, massiver Slideguitar-Linien (Gäste: Ringo Starr, Don Was, Joe Walsh und Chris Robinson von The Black Crowes und Chris Robinson Brotherhood), die kernige, kraftvolle Gitarren Rootsrock-Hymne "Rock Gods" mit den prächtigen Lead Gitarrenläufen und -soli von Aaron Lee Tasjan, den von ungeheuer fetten und satten E-Gitarren umgebenen Southern-/Outlaw-Rocker "Fast left hand" (Hubbard wird hier von mächtig Adrenalin freisetzenden The Cadillac Three begleitet), die wunderbare, "stripped down" akustisch arrangierte Mississippi Country Blues-Widmung an "Mississippi John Hurt" (backing vocals: Pam Tillis), den mit tollen Gitarren, inkl. Pedal Steel, inszenierten, honky-tonkigen Outlaw Countryrocker "Drink till I see double" (mit Paula Nelson & Elizabeth Cook), den ordentlich satten Kracher "R.O.C.K." mit klasse Gitarren von Tyler Bryant (Tyler Bryant & The Shakedown), das rootsige, trockene, von akustischen Gitarren und Mandoline, aber auch einer knackig rockenden Rhythmsfraktion aus Drums und Bass bestimmte, etwas an Steve Earle erinnernde, viel Outlaw-Flair verbreitende "Outlaw blood" (mit "Outlaw Woman" Ashley McBryde), den großartigen Slideguitar-getränkten Southern-/Swamp-/Bluesrocker "Rattlesnake shakin' woman" (Gäste sind hier die Mädels von Larkin Poe mit ihren fulminanten Gitarren), oder auch die exzellente Heartland-Ballade "The messenger" (hat fast etwas von einem zurückhaltenden Springsteen), mit ihrer schönen Melodie und dem Background-Gesang von Ronnie Dunn und Pam Tillis - der "alte Kauz" und seine vielen Freunde präsentieren sich in wirklich blendender Form. "Co-starring" ist Ray Wylie Hubbards 17. Album - und es ist ein verdammt starkes! Ein Riesenkompliment an den "alten" Outlaw!

Das komplette Tracklisting:

1. Bad Trick (feat. Ringo Starr & Don Was & Joe Walsh & Chris Robinson)-4:01
2. Rock Gods (feat. Aaron Lee Tasjan) - 4:14
3. Fast Left Hand (feat. The Cadillac Three) - 4:15
4. Mississippi John Hurt (feat. Pam Tillis) - 3:40
5. Drink Till I See Double (feat. Paula Nelson & Elizabeth Cook) - 3:58
6. R.O.C.K. (feat. Tyler Bryant & The Shakedown) - 4:14
7. Outlaw Blood (feat. Ashley McBryde) - 3:09
8. Rattlesnake Shakin’ Woman (feat. Larkin Poe) - 4:31
9. Hummingbird (feat. Peter Rowan) - 3:08
10. The Messenger (feat. Ronnie Dunn & Pam Tillis) - 4:33

Art-Nr.: 10094
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Johnson, Jeremiah - unemployed highly annoyed [2020]
"Unemployed highly annoyed"! Der Albuntitel des neuen, großartigen Werkes von "Bluesguitar-Virtuoso" Jeremiah Johnson bedeutet so viel wie "Höchst nervige Arbeitslosigkeit", womit Johnson ein wenig frustrierend auf die Folgen seiner Pandemie-bedingten "Arbeitslosigkeit" im Bezug auf die nun schon seit Monaten ausfallenden Touren hinweist, was ihn und seine Band, wie auch unzählige andere Musiker und Künstler, natürlich in arge (finanzielle) Bedrängnis bringt. Doch Johnson ist ein Kämpfer - und ein kreativer Kopf. So versuchte er, seinen ganzen Frust, den Ärger und die Traurigkeit all dieser Corona-bedingten Umstände aus seinem Kopf in neues Songmaterial umzuwandeln, was schlußendlich dazu führte, dass er mit "Unemployed highly annoyed" nun sein bereits zweites Album in diesem Jahr herausbringt (nach "Heavens to Betsy" im Februar), das er zwar erst einmal nicht durch begleitende Tourneen supporten kann, das ihn aber sehr wohl in die Lage versetzt, seine vielen, ihn auf der Bühne schmerzlich vermissenden Fans "wenigstens" mit eingen sehr persönlichen, starken neuen Songs zu versorgen. Großartig! Textlich natürlich das Pandemie-Thema aufarbeitend, geht der in St. Louis/Missouri beheimatete, ungemein versierte Gitarrist, exzellente Sänger und hoch talentierte Songwriter musikalisch konsequent auf seiner eingeschlagenen Route weiter. Das heißt, die Grundlage ist klar der Blues, genauer gesagt der Mississippi-Blues, zu dem eine prächtige Dosis Southern Rock, Rootsrock und erdigen Rock'n Roll einfließen läßt. Vor allem der Southern-Vibe ist immer präsent, vor allem auch in seinem wunderbaren, virtuosen Lead Gitarren-Spiel und den glänzenden, oft auch eine spielfreudige, ausgeprägte Jam-Neigung offenbarenden Soli. Gerade The Allman Brothers Band ist hier als deutliche Inspirationsquelle wahrnehmbar. Aufgenommen wurde das Album in nur 3 Tagen, vom 23. bis zum 25. Mai 2020 in den Blue Lotus Studios von St. Louis, diesmal in Trio-Besetzung und ohne Bläser, mit seinen Mitstreitern Paul Niehaus IV (bass guitar, keyboards, backing vocals) und Tony Antonelli (drums, percussion, backing vocals). Das Album startet startet mit dem von einem schönen Southernrock-Feeling durchzogenen, fast schon ein wenig countrylastigen, sehr melodischen, rootsigen Rocker "Burn down the garden", der recht flüssig und mit einem gewissen Jam-Flair rüberkommt. Johnson's Gesang ist klasse, die jammige Phase nach rund 4 1/2-Minuten richtig spannend und das zündende Gitarrensolo "pure southern" Allmans-lastig. Eigentlich kann man diesen starken Auftakt auch als einen lupenreinen Southern Rocker bezeichnen. Und je öfter man diesen Song hört, desto "angefixter" ist man. Klasse! Mit dem schwülen und sumpfigen, jammigen Bluesrocker "Muddy black water" und dem straighten, fast schon ein wenig an die frühen Lynyrd Skynyrd angelehnten, mit satten Gitarren und klimperndem Piano inszenierten, etwas funky groovenden "Daddy's going out tonight" bleibt Johnson weiterhin auf dem Southern Rock-Terrain, während er mit dem großartigen Luther Allison-Cover "Cherry red wine" und dem kernigen, kraftvollen, gut Fahrt aufnehmenden Titelstück "Unemployed highly annoyed" wieder deutlicher in die Blues-Richtung geht. Dennoch verschwinden weder die Jam-Neigung, noch das Southern-Flair komplett. Johnson's ausgedehntes, variantenreiches Gitarrensolo beim Titelstück steckt voller Feuer. "Different plan for me" ist ein exzellenter, voller quirliger, virtuoser Gitarrenlinien steckender, emotionaler, düsterer Slow-Blues voller Soul und Inspiration, der mit seinem brutal ernsten Text, dem wimmernden Orgel-Background und den blendenden, immer wieder im Tempo variierenden Gitarrenläufen das schwierige Pandemie-Dasein musikalisch exzellent einfängt. Einen weiteren, hervorragenden Slow-Blues hören wir mit dem von einer tollen Melodie bestimmten, ein schönes Retro-Feeling vermittelnden "Love and sympathy", wo das forsche Gitarrensolo nach zwei Dritteln der Nummer, im Gegensatz zum ansonten sehr harmonischen Grundkonzept, richtig rau und ruppig präsentiert wird. Passt aber klasse und demonstriert einmal mehr, das Johnson jederzeit in der Lage ist, seinen Songs Spannung und Kreativität zu verleihen. Das Album endet mit dem puren Vollgas Rock'n Roller "Rock n Roll for the soul", und bildet damit den nochmal richtig Dampf ablassenden Abschluß eines Jeremiah Johnson-Projektes, mit dem der Künstler und seine Band die ganze Pandemie-Problematik höchst effektiv dazu genutzt haben, ihren großen musikalischen Talenten freien Lauf zu lassen. Klasse Album! Bester, Southern-inspired Bluesrock der Marke Jeremiah Johnson!

Das komplette Tracklisting:

1. Burn Down the Garden - 5:30
2. Muddy Black Water - 3:49
3. Cherry Red Wine - 4:53
4. Daddy's Going out Tonight - 4:54
5. Unemployed Highly Annoyed - 6:33
6. Different Plan for Me - 6:57
7. Love and Sympathy - 5:25
8. Rock n Roll for the Soul - 2:58

Art-Nr.: 10190
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Burn down the garden
Muddy black water
Daddy's going out tonight
Unemployed highly annoyed
Different plan for me
Love and sympathy

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Lawrence, Tracy - made in america [2019]
Tracy Lawrence, einer der legendären und erfolgreichsten Traditionalisten aus der großen Zeit der Neunziger Jahre-Countrymusic (zusammen mit solchen Kollegen wie z. B. Tracy Byrd, Mark Chesnutt und natürlich auch Alan Jackson) veröffentlicht mit dem großartigen "Made in America" endlich mal wieder ein Album mit komplett neuem Songmaterial. Eingespielt mit einigen der besten Studiomusiker Nashville's, ist es ein typisches Tracy Lawrence-Werk geworden, wie zu seinen allerbesten Zeiten. Klasse Songs, überwiegend recht flott, sein unverwechselbarer Gesang und lupenreine, pure Countrymusic - das ist es, was ein neues Tracy Lawrence-Album verspricht, und das bekommen die Fans auch zu 100% in Reinkultur geboten. Lawrence ist noch immer eine Bank für "pure Country quality"!

Das komplette Tracklisting:

1. Made in America - 3:27
2. Forgive Yourself - 2:44
3. Running Out of People to Blame - 3:28
4. When the Cowboys Gone - 3:19
5. Nothin' Burns Like You - 4:11
6. First Step to Leaving - 2:55
7. It Ain't You - 2:55
8. Givin' Momma Reasons to Pray - 2:52
9. Work on My Willie - 3:25
10. Chicken Wire - 3:28
11. Just the South Comin' Out - 2:59
12. Stay Back a Hundred Feet - 3:00

Art-Nr.: 9862
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Louisiana's LeRoux - one of those days [2020]
Das war nicht unbedingt zu erwarten, umso beigeisterter sind wir. Welch ein wunderbares, ja geradezu famoses Southern-/Jam-Vergnügen der legendären Band aus Baton Rouge! Seit mehr als 40 Jahren, seit ihrem riesigen Hit "New Orleans Ladies" aus dem Jahre 1978, geistern Louisiana's LeRoux mehr oder minder auffällig auf unserem Radar herum, um nun, nachdem man rund 10 Jahre so gut wie gar nichts von ihnen gehört hat, mit ihrem nunmehr siebten Album "One of those days" ein wahres Prachtteil rauszuhauen, das tatsächlich alles bisher Dagewesene dieser Truppe klar in den Schatten stellt. Nach vielen Umbesetzungen im Laufe der Jahre scheint das heutige, 8-köpfige Line-Up der Band zu 100% zu passen. Neben den beiden einzigen Originalmitgliedern Tony Haselden (lead & rhythm guitars, slide guitar, backing vocals) und Rod Roddy (piano, backing vocals) sind das Jeff McCarty (lead vocals), Jim Odom (lead & rhythm guitars, backing vocals), Nelson Blanchard (hammond organ, backing vocals), Joey Decker (bass, backing vocals), Randy Carpenter (drums) und Mark Duthu (percussion). Die Jungs verstehen sich blind, spielen zusammen wie aus einem Guß. Auf der Basis unwiderstehlicher Grooves fabrizieren sie ein hinreißendes "Gumbo" aus lupenreinen Southern Rock-, Jamrock-. und Blues-Zutaten, verfeinert mit Louisiana-typischer Swamp- und Creole-Würze, das vor allen Dingen die Jamrock- und Southern Rock-Gemeinde, aber auch die Gitarrenliebhaber in eine seelige Hochstimmung versetzen dürfte. Lässige, lockere, hingebungsvolle Spielfreude prägt das Songmaterial, genauso wie "free jammngs", herrliche Melodien und grandiose, ausgedehnte, virtuose, von traumhaft lockerer Fingerfertigkeit bestimmte Gitarrenläufe und -soli (Einflüsse von Dickey Betts, Jerry Garcia und Lowell George sind durchaus spürbar), inklusive Twin Leads. Die Musiker verstehen ihr Handwerk aus dem "Eff-Eff" und gehen voller Leidenschaft und Seele zu Werke. Ihre Louisiana-Herkunft, genauso wie ihre Southern-Roots im Allgemeinen sind während des gesamten, im übrigen vom "alten Hasen" Jeff Glixmann erstklassig produzierten Werkes zu jeder Sekunde spürbar. Der Reigen startet mit dem geradezu genialen Titelstück "One of those days", einem famos groovenden (großartige Percussion), ungemein lockeren, traumhaft frischen und melodischen, aber, vor allem in seinen Instrumentalmomenten auch völlig zwanglos und "lässig luftig" jammenden Southern Rocker, der einen bereits nach wenigen Sekunden bedingungslos in seinen Bann zieht. Das ist pure Magie! Schon in dem Moment während der Anfangssequenz, als der exzellent singende Jeff McCarty voller Authentizität und Überzeugung die Zeilen "I put on a pair of jeans and Deadhead T, throw a back-pack on the back seat, and I’m about to be long gone, way long gone", ist es um einen geschehen. Die ubeschwerte Reise in die Welt der Musik von Louisisana's LeRoux hat begonnen, die Leichtigkeit und das an alte Hippietage erinnernde Jam-/Southern-Feeling hat einen gepackt. Man höre nur die herrlichen, endlosen, an The Allman Brothers Band (Dickey Betts) und Grateful Dead (Jerry Garcia) erinnernden Gitarrenläufe mit den beiden, herausragenden Soli (inkl. vereinzelter Twin Leads-Momente), die großartigen Orgelklänge und einfach diesen umwerfenden "Flow". Meisterhaft! Man weiß jetzt schon, bei diesem Album wird nichts mehr schief gehen - und so ist es auch! Die nächste "Killer"-Nummer folgt mit dem fabelhaften, sehr "soulful" performten, mit einem wunderbaren Muscle Shoals-Feeling umwobenen "No one's gonna love me (like the way you do)", das abermals mit einer fantastischen Melodie und einem ebensolchen Groove punktet. Die grandiosen Lead Gitarren der beiden Saitenkünstler (schöne Twin Lead-Passage, "pure southern" Gitarrensolo) in Verbindung mit prächtigen Orgel- und (Wurlitzer)Piano-Klängen im Hintergrund bestimmen das instrmentelle Geschehen. Eine tolle Nummer, die wohl auch hervorragend in das Repertoire von JJ Grey & Mofro passen würde. Das würzige "Lucy Anna" (man beachte die geschickte Wortspielerei mit dem Songtitel und dem im Bandnamen vorkommenden US-Bundesstaat) hingegen strotzt nur so vor Little Feat-Genen, und zwar zu deren absolut besten Tagen (irre starker Groove, klasse Melodie, prächtig klimperndes Piano). Einerseits sehr kernig, recht straight und riffig rockt das folgende "Don't rescue me", andererseits haben wir auch hier wieder die wunderbaren, unbeschwerten Southern-/Jam-Passagen. Enthält ein schön erdiges, sattes Gitarrensolo mit anschließender, großartige Dual Lead-Passage. Das kraftvolle "Nothing left to lose" kommt schön böuesrockig, das genüßlich zwischen einer tollen Lockerheit und kräftigeren Momenten wechselnde, jammige "The song goes on" besticht mit herrlichen Gitarrensoli, während sich der bärenstarke, überaus melodische, knapp 7-minütige, southern-fueled Jamrocker "Lifetime (Redux)" (hier handelt es sich um eine völlig umarrangierte Neueinspielung einer Nummer ihres 1983iger Werkes "So Fired Up)" in einem unwiderstehlichen, schier endlosen Groove mit ebenso endlos erscheinenden Gitarrenläufen verliert. Das virtuose Solo gegen Ende der Nummer ist etwa 3 Minuten lang. Die beiden finalen Tracks dieses meisterhaften Albuns bilden schließlich das in der Tat sehr heiße und "pikante", funky Instrumental "Sauce Piquante", sowie eine feine Neueinspielung ihres oben bereits erwähnten, alten Hits "New Orleans Ladies" (Gast an der Gitarre: Tab Benoit). Louisiana's LeRoux haben sich mit ihrem neuen Album "One of those days" geradezu selbst übertroffen. Stärker waren sie nie zuvor! Dieses Werk ist ein absoluter Southern Rock-/Jamrock-Leckerbissen! Einfach wundervoll! Von dieser Qualität dürft ihr gerne noch einige Werke mehr veröffentlichen, Jungs - und nicht wieder 10 Jahre warten! Davon kann man einfach nicht genug bekommen...

Das komplette Tracklisting:

1. One of Those Days - 6:07
2. No One's Gonna Love Me (Like the Way You Do) - 4:20
3. Lucy Anna - 3:40
4. Don't Rescue Me - 4:34
5. After All - 4:25
6. Nothing Left to Lose - 4:45
7. The Song Goes On 4:36
8. Lifeline (Redux) - 6:56
9. Sauce Piquante- 3:20
10. New Orleans Ladies (feat. Tab Benoit) - 4:51

Art-Nr.: 10111
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
One of those days
No one's gonna love me (like the way you do)
Lucy Anna
Don't rescue me
Nothing left to lose
The song goes on
Lifeline (Redux)

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Old 97's - twelfth [2020]
Die Old 97's kommen mit einem tollen, fulminanten, neuen Album! Ihr mittlerweile 12. Werk, konsequenterweise "Twelfth" betitelt, ist ein echtes Statement in der aktuellen Rootsrock-Szene. Eine kraftvoll, satt und saftig inszenierte Reise durch ihre eigene musikalische Welt zwischen kernigem Rootsrock, Alternate Countryrock, Americana-Rock, Retro-Rock mit einem Hauch von Folk und Punk. Starke Melodien, viel Drive, satte, erdige Gitarren - alles klingt ein wenig wie zu ihren Anfangszeiten. Die Band steht auch nach über 15 Jahren noch immer voll im Saft. Das ist eines der besten Werke ihrer Karriere überhaupt.

Das sagt ein amerikanischer Rezensent:

This is a very strong album by the Old 97s who seem to be hitting their stride ... 25+ years into their career. How are they still this great? Ken Bethea in particular really rises to the occasion with some of the most inventive and melodic guitar leads of his career. The rhythm section is strong, and Rhett Miller is in fine voice and has written some great songs. Several classic songs for their canon are on here including opener "The Dropouts". "Turn off the TV, "I Like You Better", "Diamonds on Neptune" and, especially, "Our Year" which is a beautiful, tuneful and uplifting song that we really need in a year like this one (2020).

Das komplette Tracklisting:

1. The Dropouts - 3:44
2. This House Got Ghosts - 3:46
3. Turn Off The TV - 2:44
4. I Like You Better - 4:41
5. Happy Hour - 4:10
6. Belmont Hotel - 2:46
7. Confessional Boxing - 3:12
8. Diamonds On Neptune - 3:07
9. Our Year - 4:03
10. Bottle Rocket Baby - 3:27
11. Absence (What We've Got) - 3:21
12. Why Don't We Ever Say We're Sorry - 3:36

Art-Nr.: 10130
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Riggins, Kat - cry out [2020]
Das nächste, von Gitarrenvirtuose Mike Zito für sein eigenes Gulf Coast-Label verpflichtete, großartige Bluesrock-Zugpferd! Die aus Miami/Florida stammende Kat Riggins ist ein echtes Blues- und Bluesrock-Kraftpaket, eine Powerfrau mit prächtiger Stimme, voller Seele und Leidenschaft, mal mächtig brodelnd, dreckig, rau und erdig rockend, aber auch, wenn nötig, emotional und gefühlvoll. Das Songmaterial (sämtliche Songs sind von Riggins und Zito komponiert, vereinzelt gemeinsam mit weiteren Songwritern) ist vielseitig und durchweg baumstark. Zudem veredelt Mike Zito die Stücke durchweg mit seiner brillanten Gitarrenarbeit, inkl. brennender Soli. Die beiden, Kat Riggins und Mike Zito sind, zusammen mit ihren Bandkollegen, "on fire". Tolles Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. Son of a Gun - 3:28
2. Cry Out - 3:25
3. Meet Your Maker - 2:36
4. Catching Up - 3:41
5. Truth - 2:49
6. Hand in the Hand (Interlude) - 0:33
7. Heavy - 5:24
8. Wicked Tongue - 3:06
9. Can You See Me Now - 3:18
10. Burn It All Down - 4:58
11. On It's Way - 2:51
12. No Sale - 3:47
13. The Storm - 5:20

Art-Nr.: 10129
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Smith & Wesley - greetings from the land of y'all [2020]
Frisch gekürt zu "MusicRow's Independent Artist of the Year 2020" präsentiert das klasse aufspielende, aus der North Georgia/Chattanooga TN.-Region stammende Duo Smith & Wesley mit "Greetings from the land of y'all" ihr prächtiges neues, nunmehr drittes Studioalbum - ein echtes Fest für die Freunde southern umwobenen Country(rocks). "From the old school country vibe to the twin-guitar feel of southern rock", so umschreibt Todd Smith die wunderbare Musik der beiden - eine hervorragend verschmolzene Kreation aus absolut klassischen, reinen, unverfälschten Countryanlagen und überaus angenehmen Southern Rock-Einflüssen. Smith & Wesley, die ihren "Künstlernamen" aus ihrem Familiennamen (Smith) und dem Vornamen ihres Vaters (Wesley) kombinieren, sind die beiden Brüder Scott und Todd Smith, die seit einigen Jahren abseits der Majorlabel- und Mainstream Countryszene mit ihrer oben beschriebenen Musik beachtliche Erfolge feiern. Vollkommen zu Recht, wie wir meinen. Das exzellente Songmaterial ihres neuen Albums strotzt nur so vor herausragenden, herrlich ins Ohr gehenden Melodien und wird zum einen bestimmt von jeder Menge satter, saftiger E-Gitarren, inkl. großartiger Slidegitarren- und Dual Leads-Momenten, und zum anderen von den großartigen Gesangsvorträgen der beiden (tolle Stimmen), inkl. wunderbarer Harmonien. "The are singin' and playin' with a southern drawl". Keine Frage, das ist unzweifelhaft reine Countrymusic, gut hörbar traditionell verwurzelt. Genauso gut hörbar wird diese Countrymusic aber gleichzeitig auch durch und durch southern, sowie stets mit einer flüssig und kraftvoll rockenden, knackigen Note präsentiert. Einen Spagat, den die Jungs und ihre vorzüglichen Begleitmusiker toll hinbekommen. Es ist gar nicht so einfach, vergleichbare Interpreten zu nennen. Vielleicht liegen Smith & Wesley irgendwo in der Schnittmenge solcher Künstler wie der Nitty Gritty Dirt Band, Travis Tritt, Montgomery Gentry und den aktuell sehr erfolgreichen Midland. Aus einem schönen Intro mit twangy klingenden, vielschichtigen E-Gitarren, Slide-Licks und einer feinen Banjo-Untermalung, entzwickelt sich mit dem starken "Land of y'all" gleich zu Beginn des Albums ein prächtig ins Ohr gehender, klassisch Country verwurzelter, zünftiger Southern Countryrocker der Güteklasse A. Auch textlich thematisieren die Jungs ihre Southern(rock)-Nähe, instrumentell durch die saftigen E-Gitarren und die erdige Lead Slidegitarre erst recht. Klasse hier das feurige Dual Lead-Solo im Verlauf des Tracks und das passend klimpernde Piano. Fantastisch auch der herrlich frische, flotte, traumhaft melodische, schwungvolle, satte Countryrocker "Listen to the radio", der mit seinem angenehmen Drive als geradezu idealer Soundtrack für eine zwanglose Cabrio-Cruise quer durch Tenessee oder Georgia taugt. Suggeriert den ewigen Sommer! Von wunderbaren Gitarrenlicks und -linien ist die hinreißende, lupenreine New Country-Ballade "Gave her my all" durchzogen, durch die erneut eine herrliche, natürliche, warme Southern-Brise weht. Die Melodie und der Gesang sind einfach großartig. Schöner kann southern umwobene Countrymusic kaum sein. Kraftvoll und satt rockt das ebenfalls von einer tollen Melodie und satten "big guitars" geprägte "She ain't you". Die Slidegitarre und das zündende Solo in der Mitte überzeugen auf ganzer Linie. Super beispielsweise auch die mit transparenten, vielschichtigen, satten Gitarren (inkl. Slide und Pedal Steel) veredelte, southern-rooted New Country-Nummer "Under it with you tonight" (eine im typischen Midland-Stil performte Nummer, die sicher einen Ehrenplatz auf deren aktuellem Werk "Roll on" hätte einnehmen können), wie auch die edle Southern Country-Ballade "Cheaper than the truth" (wieder mit umwerfender Melodie, Pedal Steel, Slide und jeder Menge transparenter Gitarren). Erstklassig produziert haben das Album übrigens Shayne Hill und Cody McCarver. Ein Album, das es mehr als verdient hätte im Major Country-Radio gespielt zu werden, denn das ist natürliche, durchaus moderne und zeitgemäße, angerockte Countrymusic, die mit ihrer Schnörkellosigkeit und der angenehm bombastfreien Performance und Produktion dem aktuellen Country-Geschehen in Nashville richtiig gut zu Gesicht stünde. Aber leider, und unverständlicherweise, haben diese Burschen keinen Majorlabel-Deal. Egal, was wir hier hören, ist einfach eine tolle Leistung von Smith & Wesley!

Das komplette Tracklisting:

1. Land of Y'all - 3:51
2. Caught up on My Drinkin' - 2:48
3. Goodbyes Are Hard to Listen To - 3:41
4. Listen to the Radio - 3:27
5. Let Me Know - 3:29
6. Gave Her My All - 3:44
7. She Ain't You - 3:10
8. Under It with You Tonight - 3:16
9. Cheaper Than the Truth - 3:46
10. Whiskey -3:35
11. Southern, Country, Homegrown - 3:01
12. Never Be My Old Man - 3:39

Art-Nr.: 10166
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Land of y'all
Listen to the radio
Gave her my all
She ain't you
Under it with you tonight
Cheaper than the truth
Never be my old man

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Tedeschi Trucks Band - live from the fox oakland ~ 2 cds + 1 dvd [2017]
2 CDs + 1 DVD-Set! Fantastischer Mitschnitt (auf Doppel-CD und DVD) des kompletten Konzertes der unwiderstehlichen Tedeschi Trucks Band um den begnadeten Gitarristen Derek Trucks (ex-The Allman Brothers Band) und seine Gattin Susan Tedeschi vom 9. September 2016 aus dem alt ehrwürdigen Fox Theatre in Oakland/California. Tolle Setlist, die Band in grandioser Verfassung, - es war eine magische Nacht in Oakland, sowohl soundtechnisch, als auch filmtechnisch bravourös eingefangen. Begeisternd!
Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar.

Hier die offizielle Produktbeschreibung im Original:

In September of 2016, Tedeschi Trucks Band set out for the West Coast to make a live album. After 10 shows there was no shortage of great music to choose from, but for everyone on the tour, one night stood out from the rest: September 9 at the Fox Theatre in Oakland. The best part? We had a dozen cameras on hand that night to capture every note. Live From The Fox Oakland is a live double album that David Fricke calls “a new peak in the continuing story of a great American rock & roll family band.” The concert film of the same name features over 90 minutes of performance footage as well as some insightful and downright moving glimpses at life on the road with TTB.

Hier der Review des großartigen Webzines "Sounds of South" / www.sounds-of-south.de:

Wow! Schon beim Auseinanderklappen des imposant und edel gestalteten Doppel-CD/DVD-Packages, das ein Live-Konzert der Tedeschi Trucks Band im historisch/orientalisch anmutenden, sehr beeindruckenden, 1928 errichteten Fox Theatre in Oakland, Kalifornien, dokumentiert, erahnt man bereits, dass hier was ganz Großes auf einen zukommt. Während die DVD, unter der Regie von Jesse Lauter und Grant James abgelichtet, den Gig ‚filmisch‘, mit kleinen netten Zwischenepisoden des Drumherums, dokumentiert, spiegeln die beiden CDs das Konzert in nummerisch korrekter Reihenfolge sowie voller Länge der Songs wieder und enthalten mit dem orchestral swingenden „Right On Time“, dem souligen Schunkler „Don’t Drift Away“ und dem fusig-jazzigen Instrumental „Ali“, drei weitere tolle Tracks, die nicht visuell in Szene gesetzt wurden. Ich werde mich hier aber natürlich auf den erstgenannten Silberling konzentrieren. Nach einem kurzen Intro steigt der Film mit „Don’t Know What It Means“ als Opener ein, ein Song aus dem letzten hochdekorierten Studiowerk „Let Me Get By“. Susan Tedeschi gibt direkt mal eine Kostprobe ihres stimmlichen Volumens und ihres versierten E-Gitarrenspiels, das in Form von vielen hervortretenden Adern, deutliche Spuren auf ihrem Handrücken hinterlassen hat. Am Ende des Stückes glänzt Rastamann Kebbie Williams mit einem Sax-Solo, das free-jazzige Züge aufweist. „Keep On Growing“ vom einstigen „Derek And The Dominos“-Klassiker Layla and Other Assorted Love Songs“ steht natürlich ganz im Zeichen von Ehemann Derek Trucks, der hier gleich drei Soli auf seiner Gibson SG vom Stapel lässt, am Ende mit furiosem Slide. Leonard Cohens „Bird On The Wire“ wird in gospeliger Form mit emotionalem Ende interpretiert. Passend zum spirituellen Ambiente des Fox (ein goldener Buddha wird eingeblendet), lässt Derek bei „Within You, Without You“ sein Arbeitsgerät in orientalischem Slide aufsurren, das dann nahtlos in den shuffligen Blues Rock-Stampfer „Just As Strange“ übergeht (Bonnie Raitt-Flair). Beim souligen „Crying Over You“ hat Mike Mattison, der mich rein äußerlich immer irgendwie an Muhammad Ali erinnert, seinen ersten starken Gesangseinsatz, ein weiteres Highlight ist ist das Duell von Derek mit Keyboarder Kofi Burbridge, das in Frage-Antwort-Manier zelebriert und zudem mit einem Hammer-Solo vom Butch Trucks-Neffen beendet wird. Das herrliche „Leavin‘ Trunk“ klingt, als wenn sich James Brown (erneut großartiger Gesang von Mattison) und die Allman Brothers (Susan und Derek gitarren-technisch in Hochform) zu einer Jam-Session zusammengefunden hätten. „I Pitty The Fool“ bluest unter Tedeschi-Regie samt plusternder Bläserfraktion (vervollständigt durch Elizabeth Lea und Ephraim Owens). Das knapp 15-minütige „I Want More“ dampft aus allen Gassen. Hier entfacht die Drum-Doppel-Besetzung mit J.J. Johnson und Tyler Greenwell, wie sooft in diesem Gig, ihre ganze Kraft samt blindem Verständnis, auch Derek mit ABB-trächtigem Slide und Burbridge mit Marshall Tucker-umwehten Querflöten-Intermezzo sowie wüsten Orgel-Geklimper beim angeschlossenen „Soul Sacrifice“-Outro, wissen zu gefallen. Das Titelstück des Studioalbums „Let Me Get By“ zeigt am Ende mit gospeligem Touch nochmals die ganze Spielfreude des Ensembles. Selbst der Abspann mit einer Wohnzimmer-Performance der Band von Dylans „You Ain’t Going Nowhere“ ist ein Knüller. Hier dürfen auch die Back-Singer Alecia Chakour und Mark Rivers mal die Lead vocals bei einer der vielen Strophen übernehmen und Black Crowes-Fronter Chris Robinson ist auch noch als Gast mit von der Partie. Elisabeth Lea lässt ihre Posaune kurz plärren. Klasse gemacht. Appropos Zwischenepisoden. Da wird ein Besuch von Derek bei US-Comedian Marc Maron in seiner Garge gezeigt, ein Interview des Ehepaares beim Rolling Stone-Journalisten David Fricke, der auch den Begleittext des Booklets geschrieben hat, Dereks Vater als Verantwortlicher des Merchandisings kurz porträtiert, und Susan beim Testen des kongenialen Sounds im Gros des Fox vor leerer Kulisse mit dem Song „Color Of The Blues“. Nicht zu vergessen auch noch der Bonusteil mit dem bluesigen „Anyhow“ (wieder mit Bonnie Raitt-Flair) und der Vollversion des Gastauftritts von Alam Khan, der mit seiner Sarod (so ein orientalisches Monsterknüppel-Instrument) auf „These Walls“ den Konterpart zu Dereks Slide-Spiel (der zum einzigen Male auf einer Les Paul) abgibt. Hier werden konventionelle Musikmauern eingerissen und die beiden versuchen mit diesem, quasi im Southern Yoga Rock-Stil zelebrierten Stück, dem Ambiente des orientalischen Theaters gerecht zu werden – Da heißt es für alle Beteiligten einfach nur ‚Om‘! Fazit: „Live From The Fox In Oakland“ der Tedeschi Trucks Band zeigt das zwölf-köpfige Mega-Ensemble im absoluter Bestform. Es macht Spaß, diesen Könnern, in diesem speziellen Rahmen, bei bester Bild- und Tonqualität, Folge leisten zu können (vom kleinsten Tönchen auf der Bühne, bis hin zum Digipak, mit dem reichhaltig bebilderten Einsteckbooklet, inklusiv aller relevanten Informationen, Perfektionismus pur). Absolute Kaufempfehlung! Dieses Package gehört in jede Rockmusik-Sammlung, die was auf sich zählt. (Daniel Daus / www.sounds-of-south.de)

Die komplette Setlist:

CD 1:
1. Don’t Know What It Means
2. Keep On Growing
3. Bird On The Wire
4. Within You, Without You
5. Just As Strange
6. Crying Over You
7. These Walls (feat. Alam Khan)
8. Anyhow

CD 2:
1. Right On Time
2. Leavin‘ Trunk
3. Don’t Drift Away
4. I Want More (Soul Sacrifice Outro)
5. I Pity The Fool
6. Ali
7. Let Me Get By

DVD:
1. Don’t Know What It Means
2. Keep On Growing
3. Bird On The Wire
4. Within You, Without You / Just As Strange
5. Crying Over You
6. Color Of The Blues
7. These Walls (feat. Alam Khan)
8. Leavin‘ Trunk
9. I Pity The Fool
10. I Want More (Soul Sacrifice Outro)
11. Let Me Get By
12. You Ain’t Going Nowhere
13. Anyhow (Bonus)
14 These Walls (feat. Alam Khan) – Full version (Bonus)

Art-Nr.: 9402
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 23,90

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Various Artists - volunteer jam XX: a tribute to charlie daniels ~ 2cd-set [2018]
2 CD-Set! Live!! Wow! Was für eine Show! Fantastisches Doppel-Album von der 20. Ausgabe der legendären "Volunteer Jam", die am 7. März 2018 in der Bridgestone Arena von Nashville/TN statt fand. Ein Fest zu Ehren von Charlie Daniels und der Charlie Daniels Band und ein Fest für alle Freunde des Southern Rocks und des southernrockingen Country. Was für ein tolles Line-Up mit tollen Performances. Ein paar Beispiele: Blackberry Smoke spielen "Trudy", Brent Cobb bringt sein "Sweet Louisiana", Countrystar Justin Moore spielt ein herrliches "Simple man", Devon Allman & Duane Betts spielen zusammen mit Chuck Leavell "Blue sky" und "Midnight rider" von The Allman Brothers Band und zum Ende haut die Charlie Daniels Band "Tennessee fiddlin' man" und das legendäre "The devil went down to Georgia" raus - u.s.w., u.s.w.! Eine Hammer-Nacht, festgehalten auf dieser grandiosen Live Doppel-CD!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

The Bridgestone Arena in Nashville Tennessee was the setting for the Volunteer Jam xx : A Tribute to Charlie Daniels concert March 7, 2018. It was a cold day but the arena was packed early for the 7pm start time for the show.which ran from 7pm til 11pm. Storme Warren was the Host again for this star studded event. First up was southern rockers Blackberry Smoke who did an amazing rendition of Charlie Daniels song ” Trudy”.
Next was The Oak Ridge Boys who got the crowd on their feet. Then came Bobby Bare, Sara Evans, Justin Moore, The Steep Canyon Rangers, Lee Brice, Brent Cobb, Chris Janson, Chuck Levall. Don Was ,Tucker Yocham all made apperances during the night. The crowd again jumped on their feet when Eddie Montgomery of Montgomery Gentry Hit the stage and sang ” My Town”. Duane Betts and Devon Allman were next and did a wonderful job. Jamey Johnson did play backup guitar and sing backup with alot of people but he did get to play and sing for the crowd and did the Charlie Daniels classic song ” Long Haired Country Boy” . Then the audience got to take a 15 minute break while they set up for the second half of the show.
Kicking it off after the break was southern rock legends Lynyrd Skynyrd. they had the crowd on their feet going wild. Travis Tritt was next and did a few songs including his song ” Its A Great Day To Be Alive” Chris Young sang next and then Ricky Scaggs.   Allison Krauss was next and was joined on stage by Ricky Scaggs , Jamey Johnson and a few others who “Took Bridgestone to church” as Storme Warren said by singing the gospel song “Blessed Assurance”.
Allison sounds just like an angel. It was a very moving part of the show . Following her was Billy Gibbons of ZZ Top. Who got the crowd on their feet . Billy also sang a song just for Charlie a Merle Haggard tune along with some ZZ Top songs. Country Icons Alabama was up next and the crowd loved them singing along with singer Randy Owens . Then at the end of their set confetti flew all over the stage and crowd making it a wonderful moment. Then Charlie Daniels and the boys hit the stage next! Comedian Ron White , was in the audience along with Randy Travis, Glen Campbell’s wife and son Travis. and Glens son Travis(along with others) presented Charlie with the Tennessee National Guard Minute Man Award.
Now it would not been called the Volunteer Jam without a Big Jam at the end of the show! which was Awesome! Charlie was joined on stage by lots of his friends and he was grinning from ear to ear! everyone had a great time. (Angela Richardson-Newman / Music Matters Magazine)

Die komplette Setlist:

Disc 1:
1. Trudy - by Blackberry Smoke - 4:45
2. Brand New Star - by Oak Ridge Boys - 2:40
3. Sweet Louisiana - by Brent Cobb - 4:33
4. Evangeline - by Sara Evans - 3:34
5. Simple Man - by Justin Moore - 3:18
6. (What This World Needs Is) A Few More Rednecks - by Chris Janson - 4:21
7. Texas - by The Steep Canyon Rangers - 3:40
8. My Town - by Eddie Montgomery - 5:09
9. The Legend Of Wooley Swamp - by Lee Brice - 4:35
10. Blue Sky - by Devon Allman & Duane Betts & Chuck Leavell - 5:29
11. Midnight Rider - by Devon Allman & Duane Betts & Chuck Leavell - 4:34

Disc 2:
1. Sweet Home Alabama - by Lynyrd Skynyrd - 6:17
2. Modern Day Bonnie & Clyde - by Travis Tritt - 4:16
3. Its A Great Day To Be Alive - by Travis Tritt - 4:13
4. Drinkin My Baby Goodbye - by Chris Young - 3:45
5. We Had It All One Time - by Ricky Skaggs - 4:39
6. La Grange - by Billy F Gibbons - 5:25
7. The South's Gonna Do It Again - by Alabama - 3:40
8. Mountain Music - by Alabama - 4:35
9. Tennessee Fiddlin' Man - by Charlie Daniels & The Charlie Daniels Band - 4:09
10. The Devil Went Down To Georgia - by Charlie Daniels & The Charlie Daniels Band - 4:57
11. One Way Out - by Steep Canyon Rangers & Devon Allman & Blackberry Smoke & Oak Ridge Boys & Charlie Daniels & The Charlie Daniels Band & Alabama & Duane Betts & Billy F Gibbons - 9:29

Art-Nr.: 9719
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Williams, Josh - modern day man [2016]
Einer der begabtesten und versiertesten Musiker des Bluegrass und Acoustic-Country, lange Jahre mit solchen Ikonen wie Alison Krauss, Tony Rice und Rhonda Vincent als Mitglied ihrer Band The Rage unterwegs, kommt mit einem hinreissend schönen, neuen Album. Josh Williams, in den Jahren 2008 bis 2010 von der "International Bluegrass Association" dreimal hintereinander zum "Guitar Player of the Year" gewählt, gelingt mit seinem Werk "Modern day man" eine exquisite, umwerfend melodische, erfrischende und sehr entspannte, lockere Reise durch die natürlichen, traumhaften Landschaften des Acoustic Country. Alles kommt von einer herrlichen Bluegrass-Basis, doch durch den gezielten, zusätzlichen Eisatz von Drums, Pedal Steel und vereinzelten, dezenten E-Gitarren-Fragmenten entwickelt sich das Ganze zu einer magischen, einfach nur wunderschönen, vollkommen reinen, Bluegrass-fundamentierten, puren, traditionellen Country-Wonne, deren fantastische Eindrücke man gar nicht hoch genug bewerten kann. Zu sagen, Josh Williams sei ein Talent auf nahezu jedem Bluegrass-Instrument ist eine klare Untertreibung - er ist ein Ausnahme-, ein "Super-Picker"! Dazu verfügt er über eine exzellente, ungemein angenehme und viel Wärme ausstrahlende Country Tenor-/Bariton-Stimme, irgendwo an der Schnittstelle solcher Leute wie dem unvergessenen, einstigen Seldom Scene-Sänger John Starling, Paul Overstreet, Carl Jackson, Keith Whitley, Chris Hillman, Herb Pedersen und Josh Turner und dem legendären J. D. Crowe (J. D. Crowe & The New South), der dieses Album im übrigen, zusammen mit Steve Chandler, auch exzellent produziert hat. Und genau in den musikalischen Rahmen der vorgehend genannte Größen passt auch Williams' wunderbare Musik. Was für ein "Country-Flow". "Queen of the county fair", ein flotter, flockig flüssiger, herrlich melodischer, mit wundervollem Gitarren-, Banjo-, Mandolinen-Picking und großartigen Pedal Steel-Fills angereicherter Country"-Feger", die von Randy Travis und John Lindley komponierte, exzellente Ballade "The great divide" mit ihren begnadeten Pedal Steel-Linien und den dezenten E-Gitarren-Einsätzen, die geniale Coverversion des alten Siebziger Jahre-Klassikers von Jonathan Edwards "Girl fom the canyon" (super Banjo-Picking, herrlicher Pedal Steel-Hintergrund, das Mandolinen-Spiel stammt von der höchst talentierten Sierra Hull), das umwerfend schöne, melodische, lockere "Prodigal son", oder die von dem gefeierten Chris Stapleton mit komponierte, ein wenig Southern- und Outlaw-eingefärbte Country-Nummer "Always have, always will" - all das sind herausragende Musterbeispiele, genauso natürlicher, wie höchst qualitativer und wunderschöner Acoustc-based Countrymusic, deren unwiderstehlicher Magie man sich kaum entziehen kann. Wie geagt, das sind nur einzelne Beispiele, doch das komplette Album ist ein wahre "Country-Perle". Es versteht sich von selbst, dass Josh Williams eine Mannschaft hochkarätiger Musiker mit am Start hat, wie zum Beispiel Rob Ickes (Dobro), Jason McKendree (Banjo), Aubrey Haynie (Fiddle), Randy Barnes (Bass), Doug Jernigan (Pedal Steel), Dave Rancine (Drums), sowie John Bowman, Darrin Vincent (Dailey & Vincent) und John Cowan (Background Vocals), um nur einige zu nennen. Josh Williams mit einem durch und durch puren, frischen, zeitlosen, wunderschönen, meisterhaft in Szene gesetzten, traditionellen Classic Acoustic Country- und Bluegrass-Album, das einem schlicht das Herz erwärmt.

Das komplette Tracklisting:

1. Queen Of The County Fair - 3:01
2. Modern Day Man - 3:14
3. The Great Divide - 4:16
4. Girl From The Canyon - 2:24
5. Let It Go - 3:56
6. Another Town - 2:28
7. Mordecai - 3:25
8. Prodigal Son - 3:48
9. Lonesome Lesson Learned - 2:57
10. God's Plan - 3:19
11. Always Have, Always Will - 3:40
12. Sweet Little Boy - 4:25

Art-Nr.: 9143
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Queen of the county fair
Modern day man
The great divide
Girl from the canyon
Let it go
Prodigal son
Always have, always will

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