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Band Of Heathens, The - stranger [2020]
Die exzellente Band Of Heathens aus Austin/TX beehrt uns mit einem wunderbaren, neuen Album. "Stranger", inspiriert von den "bizarren", außergewöhnlichen Zeiten der Pandemie, zeigt die Band textlich und musikalisch beachtlich innovativ, kreativ und in blendender Verfassung. Bei dem durchweg hervorragenden Songmaterial lassen Ed Jurdi, Gordy Quist & Co. einige wunderbare psychedelische Momente einfließen, wobei die Keyboards neben den Gitarren etwas mehr an Bedeutung gewinnen. Die Grundstimmung des Albums ist überwiegend sehr positiiv, zuweilen sogar "pure fun", wenngleich es auch, den Zeiten entsprechend, durchaus mal einen düsteren Moment gibt. Die Band ist klasse drauf und vermittelt das auch. Tracks wie beispielsweise der erdige, kernige, toll groovende Americana-/Psychedelic-/Countryrock-Opener "Vietnorm", das kraftvolle, in ein dreckig raues Soundgebilde eingebundene, psychedlisch epische, etwas düstere "Black cat", die sehr schöne, zwischen ruhigeren und kräftigeren Momenten hin und her schwankende, sehr gefühlvoll vorgetragene Americana-Nummer "How do you sleep?", die von wunderbaren Harmoniegesängen und einer ganz feinen Melodie bestimmte, schön "stripped down" instrumentierte Ballade "Call me gilded", der klasse ins Ohr gehende, aber raue, mit verzerrter E-Gitarre, einem Hauch Psychedelia und etwas Heartland Rock-Flair in Szene gesetzte Rootsrocker "South by somewhere", der kräftige, staubige, ein gewisses Grateful Dead Retro-Feeling ausstrahlende, mit toller Pedal Steel verzierte Roots-/Countryrocker "Asheville Nashville Austin" (hätte auch sehr gut auf das letzte, hervorragende Trigger Hippy-Album "Full circle & then some" gepasst), oder auch die wunderbare, melodische Americana-Ballade "Before the day is done" demonstrieren eindrucksvoll das unverändert hohe musikalische Level, auf dem die Band Of Heathens nach wie vor unterwegs ist. Produziert hat diesmal übrigens Tucker Martine (u. a. Tift Merritt, My Morning Jacket, The Avett Brothers, Rosanne Cash, The Jayhawks...). Ein ganz großartiges Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Vietnorm - 3:29
2. Dare - 3:42
3. Black Cat - 5:56
4. How Do You Sleep? - 3:59
5. Call Me Gilded - 3:14
6. South by Somewhere - 3:51
7. Asheville Nashville Austin - 4:10
8. Truth Left - 3:14
9. Today is Our Last Tomorrow - 3:38
10. Before the Day is Done - 4:48

Art-Nr.: 10158
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Vietnorm
Black cat
How do you sleep?
Call me gilded
South by somewhere
Asheville Nashville Austin
Before the day is done

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Brice, Lee - hey world [2020]
Fünftes, großartiges Album von dem ACM und CMA Award Gewinner und Grammy nominierten Lee Brice, der damit einmal mehr seinen mittlerweile festen Platz in der aktuellen Riege der Country-Superstars Nashville's eindrucksvoll untermauert. Der exzellente Songwriter und Sänger bietet viel Variabilität, vom absolut trendigen Country-Pop, über rockende Tracks und auch traditionell verwurzelten Country und gehört damit zu den absoluten Stammgästen in Music City's höchsten Chartregionen. So enthält das Album u. a. beispielsweise Brice's neuesten Nr. 1-Hit, das sommerliche, sehr melodische, genauso lässige wie knackige "One of them girls", wie auch die sehr schöne, im Duett mit Carly Pearce vorgetragene, traditionell anmutende, lockere, ebenfalls wunderbar melodische New Country-Nummer "I hope you're happy now" (hat ein gewisses Lady A., ehemals Lady Antebellum-Flair), die sicherlich auch die oberen Plätze der Charts erklimmen wird. "Hey world" ist ein klasse Album geworden, randvoll mit 15 Songs zeitgemäßer New Country-Musik, irgendwo zwischen Luke Bryan, Tim McGraw und Eric Church. "Good job, Mr. Brice"!

Das komplette Tracklisting:

1. Atta Boy
2. One Of Them Girls - 3:08
3. More Beer - 2:34
4. Memory I Don't Mess With - 3:00
5. Save The Roses
6. Good Ol' Boys
7. Don't Need No Reason
8. Do Not Disturb - 3:29
9. Soul - 2:47
10. Sons And Daughters
11. Country Knows
12. Lies
13. If You
14. I Hope You're Happy Now - 3:19
15. Hey World - 3:17

Art-Nr.: 10207
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Brothers Osborne - pawn shop [2016]
Tolles, in Nashville mit viel Vorschuss-Lorbeeren bedachtes Debütalbum der Brothers Osborne. Der mit einer prächtigen Stimme gesegnete T. J. Osborne (variiert irgendwo zwischen Radney Foster und Trace Adkins – spielt auch akustische Gitarre) und der großartige Gitarrist und Multi-Instrumentalist John Osborne (neben der E-Gitarre u. a. auch Mandoline, Banjo, Pedal Steel, Mundharmonika), aka Brothers Osborne, legen mit "Pawn Shop" ein bärenstarkes Major Label-Debut vor. Die beiden, im Übrigen auch exzellente Songwriter (sind an sämtlichen Nummern kompositorisch beteiligt – dazu gesellen sich noch viele arrivierte Schreiber wie u. a. Craig Wiseman, Shane Mc Anally, Casey Beathard, Ross Copperman, Sean McConnell, Jessi Alexander) gelten als einer der heißesten neuen, jungen Nashville-Acts. Mit Recht! Ihr abwechslungsreicher, zündender Country und New Country balanciert geschickt zwischen kerniger, alter Outlaw-Tradition und dem modernen Flair des jungen, "wilden" Nashville. Der Opener "Dirt Rich" groovt sofort richtig herrlich mit einer blechernen Banjo-Führung lässig vor sich hin; kurz aufheulende Fiddle und ein erdiges E-Gitarren-Solo machen direkt Appetit auf mehr. Und es folgt eine Ansammlungen esrtklassig inszenierter Nummern ohne jeden Ausfall, die den Zuhörer aufgrund ihrer Variabilität, exzelennten Strukturen und höchster musikalischer Kompetenz regelrecht in ihren Bann ziehen. Klassische Country-Traditionen und (southern)rockige Einflüsse kombinieren die Musiker in einem idealen Verhältnis. Das die beiden darüber hinaus auch Sinn für tolle Melodien haben, beweist zum Beispiel das nostalgisch angehauchte "21 Summer". Das bärenstarke Stück "Stay A Little Longer" ist wohl einer der Auslöser für den derzeitigen Hype um die Brüder. Der Heartland-trächtige, schön rockige Song wartet am Ende mit einem für eine Single völlig überraschenden, ellenlangen, fast improvisiert wirkenden, kernigen, erdigen E-Gitarren-Solo (ungemein versiert, variabel und filigran von John gespielt) auf, wie man es sonst vielleicht nur bei Live-Konzerten von einem Keith Urban oder Brad Paisley geboten bekommt. Mutig, extravagant, fantastisch umgesetzt und umso schöner, dass solche Qualität auch mit entsprechendem Erfolg und Anerkennung von Experten und Fans belohnt wird. Das Lied befindet sich zur Zeit auf Platz 4 der Billboard-Charts und ist, verdientermaßen, wie wir meinen, sogar Grammy-nominiert. Das humorvolle, dezent swampige Titelstück "Pawn Shop" wird von einer markanten Dobro begleitet. Es erinnert ein wenig an Little Big Towns Megahit "Pontoon", nur in einer etwas cooleren und introvertierteren Fassung. Wie schon einige Interpreten zuvor, haben auch die Brüder Osborne ihre Vorliebe zu Rum in einem relaxten, launigen Track ("Rum") verarbeitet. Lee Ann Womack assistiert mit tollen Harmoniegesängen beim knackigen "Loving Me Back". Erneut Heartland Rock-umweht kommt "American Crazy" daher. Toll auch hier wieder Johns brillantes E-Gitarrenspiel. Schön rraditionell geht’s mit dem ganz feinen "Greener Pastures" weiter, das sogar interessant für Line Dancer sein dürfte. Herrlich das frech, im Stile von The Cadillac Three gespielte und rotzig dahinstampfende, knackige "Down Home" mit gurgelnder Orgel und starken Slide-Einlagen. Hat ein schönes Southern-Flair. Ein wenig Cash-inspiriert und mit an Big & Rich zu Anfangstagen reminiszierenden Harmoniegesängen überzeugt das introvertierte "Heart Shaped Locket". Zum Abschluss poltert das rhythmische und auch lyrisch sehr starke "It Ain’t My Fault" in rauer Trace Adkins-Manier aus den Lautsprechern. Klasse hier auch die, von John mit seiner E-Gitarre eingebrachte, leicht psychedelische Note. Ein tolles Ende! Die Brothers Osborne, alias T.J. und John Osborne begeistern mit ihrem Erstling "Pawn Shop" auf ganzer Linie und legen direkt zu Beginn des Jahres die Messlatte in Nashville auf einen ordentlich hohes Niveau. Diese Burschen bringen mächtig Schwung und Frische in die Country- und New Country-Musik von Nashville. Das nehmen wir mit großer Freude wahr. Sie wirken zuweilen ein wenig wie eine erfrischende Kombination aus modernen Montgomery Gentry und Trace Adkins, dem großartigen Eric Church, mit einem Hauch von Radney Foster und Waylon Jennings. Produziert hat Jay Joyce (u. a. Eric Church, Little Big Town, Zac Brown Band, John Hiatt, und, und, und...). Ein prächtiges Album! Vielleicht mit das aufsehenerregendste Debüt seit dem von Chris Stapelton! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Dirt Rich - 2:51
2. 21 Summer - 3:34
3. Stay A Little Longer - 5:35
4. Pawn Shop - 2:44
5. Rum - 3:33
6. Loving Me Back (feat. Lee Ann Womack) - 4:19
7. American Crazy - 2:39
8. Greener Pastures - 2:52
9. Down Home - 3:39
10. Heart Shaped Locket - 3:36
11. It Ain't My Fault - 3:36

Art-Nr.: 9075
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Brothers Osborne - skeletons [2020]
Brothers Osborne, das sind T. J. Osborne (lead vocals, acoustic guitar) und sein Bruder John Osborne (guitars), gelten als einer der heißesten, spannendsten und aufregendsten Acts Nashville's. Ihr grandioses, neues, nunmehr drittes Album "Skeletons" untermauert diesen Status mehr als jedes ihre beiden Alben davor - und auch die waren schon außergewöhlich stark. Doch "Skeletons" ist schlicht ein "Hammerteil"! Das renommierte amerikanische Magazin "Rolling Stone" etwa urteilt: "With 'Skeletons' Brothers Osborne deliver their first full-fledged Rock record". Das ist vielleicht ein wenig zu "hart" ausgedrückt, doch ja, das Album rockt schon gewaltig. Aber das beißt sich keineswegs mit ihren Countrywurzeln. Im Gegenteil! Die beiden charismatischen Brüder aus dem U.S.-Bundesstaat Maryland, T. J. mit seinem bärenstarken, unverwechselbaren, tiefstimmigen Gesang und Gitarrenhexer John (der Kerl spielt wie der Teufel), beide im übrigen auch exzellente Songwriter, und ihre fantastische Band präsentieren eine ungemein kreative, ja innovative, vielschichtige, abwechslungsreiche, moderne New Country-Musik, die die Grenzen zum Rock, Southern Rock, Rootsrock, Blues, Soul und Americana immer wieder genüßlich überschreitet. Doch egal, wie deutlich sie das tut, die Country-Erdung ist stets gegeben. Das alles spielt sich auf höchstem musikalischen Niveau ab, wirkt perfekt austaxiert und -balanciert. Ihr Variantenreichtum, pepaart mit den prächtigen Strukturen und Melodien ist eine Gabe, die nicht viele haben. Eric Church ist vielleicht noch so einer. Ein paar Songbeispiele seien stellvertretend für die große Vielfalt des Albums näher beleuchtet: Zum Beispiel der herrlich twangy, mit harmonischer Acoustic Gitarre und elektrischer Slideguitar beginnende, saustarke Opener "Lighten up", den schnell einsetzende, kraftvolle Drums und satte, ZZ Top-affine Riffs dann aber in Richtung eines toughen, swampigen, lauten Rockers lenken (klasse Melodie, zündendes, kleines E-Gitarren-Solo), der treibende, aufheizende, absolut hitverdächtige, mit "geilen" Gitarrenmomenten gespickte Countryrocker "All night", das ein wenig funkige "All the ggod ones are", der wunderschöne, mit tollen Gitarrenlicks und einer herrlichen Melodie versehene, sich flockig ins Ohr schraubende, gar ein wenig an die goldenen Neunziger erinnernde Countryrocker "I'm not for everyone" (klasse Akkordeon, prima Gitarren, Brooks & Dunn kommen einem hier in Erinnerung), der von abgefahrenen Tempowechseln gekennzeichnete, ein deutliches Waylon Jennings-Outlawflair verbreitende, partytauglich und trinkfest inszenierte, powernde Outlaw Country-Knaller "Back in the bottle" (scharfes E-Gitarren-Picking), das überaus melodische, frisch flockige, im besten Sinne etwas poppige New Country-Stück "High note", oder auch das furiose Instrumental "Muskrat greene", bei dem John Osborne mit seinen famosen Gitarrenkünsten mal so richtig von der Leine gelassen wird - eine Nummer kommt stärker als die andere. Zwei herausragende Tracks seien noch explizit erähnt: Zum einen das begnadete Titelstück "Skeletons", ein kraftvoller, von satten Gitarren, stampfenden, bedrohlichen Rhythmen und einem leicht swampigen Southern Rock-Vibe bestimmter, rauer Rocker, mit schön dreckiger, feuriger Lead Gitarren-Passage, und zum anderen das mächtig abgehende, heiße, elektrische, ungemein kraftvolle und (southern)rockige, gut tanzbare "Dead man's curve", das ein wenig wie ein modernes "The devil went down to Georgia" von der Charlie Daniels Band daherkommt, nur ohne Fiddle. Brothers Osborne gelingt mit "Skeletons", übrigens erneut meisterhaft produziert von Jay Joyce (u. a. Eric Church, Ashley McBryde), ein kleiner Geniestreich. Bei stetiger Weiterentwicklung haben sie ihren ganz eigenen, unverkennbaren, spannenden, virtuosen und abwechslungsreichen Countryrock-Sound gefunden. Ihr eh schon immenses Standing bei Musikerkollegen, Experten und Fans wird damit weiter anwachsen. Begeisternde Vorstellung der Osbornes!

Das komplette Traclisting:

1. Lighten Up - 3:17
2. All Night - 2:48
3. All The Good Ones Are - 3:23
4. I'm Not For Everyone - 2:52
5. Skeletons -3:39
6. Back On The Bottle - 3:16
7. High Note - 3:32
8. Muskrat Greene - 2:36
9. Dead Man's Curve - 2:21
10. Make It A Good One - 3:26
11. Hatin' Somebody - 4:51
12. Old Man's Boots - 3:16

Art-Nr.: 10167
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Cobb, Brent - keep 'em on they toes [2020]
Nie war diese wunderbare, stets von einer herrlichen Southern-Brise durchzogene "pure rural, country, soul-filled music" des großartigen Americana-/Roots-/Country-/Singer-Songwriters Brent Cobb, im übrigen ein Cousin des sehr umtriebigen und hoch geschätzten Produzenten Dave Cobb, natürlicher und intimer als auf seinem exzellenten, neuen, nunmehr vierten Album "Keep 'em on they toes". Cobb, geboren und aufgewachsen in Georgia, zwischenzeitlich in Nashville ansässig, doch mittlerweile mit seiner Familie wieder in seinem Heimatstaat Georgia lebend, gilt in der Countrywelt längst als einer der gefragtesten und angesehensten jungen Songwriter. Nahezu die komplette Countryprominenz , wie z.B. Kenny Chesney, Miranda Lambert, Luke Bryan, Frankie Ballard, Little Big Town und unzählige mehr haben bereits Songs von ihm aufgenommen. Im Gegensatz zu den vielen Künstlern, die seine Stücke aufnehmen, interpretiert Cobb selbst seine Lieder fernab vom alltäglichen Country-Mainstream. Vielmehr ist seine natürlich erdige, angeraute Musik eine ungemein spannende und sehr abwechslungsreiche, musikalisch höchst anspruchsvolle Synthese aus diversesten Strömungen des Country, Alternate Country, Countryrocks, Americana und Rootsrocks. Auf seinem nun vorliegenden, neuen Album wählt der Protagonist für sein durchweg vorzügliches Songmaterial eine großartige, "stripped down" Instrumentierung (jeweils mit kompletter Band), um die Songs total in den Mittelpunkt des Projekts zu stellen und ihnen, frei von einer zu opulenten und effektvollen Produktion, den Raum zur Verfügung zu stellen, den sie benötigen. Enstanden ist ein wunderbar natürlicher, sehr akzentuiert produzierter, warmer Sound. Man hat beim Anhören das Gefühl, als weilte man gemeinsam mit der Band im Studio, um hautnah ihrem exzellenten Musizieren zu lauschen. Brent Cobb ist einfach ein fabelhafter Songwriter und Interpret, der auch mit solch sparsam und zurückhaltend instrumentierten Songs, mit ihren feinen Melodien und Strukturen, ein faszinierendes, spannendes Hörerlebnis garantiert. Und der Hauch des Südens ist allgegenwärtig. Das Album startet mit dem Titelstück "Keep 'em on they toes", einer wunderbar locker inszenierten Americana-/Roots-Nummer mit lässiger, flockiger Percussion, wohligen Orgel-Klängen und feinen akustischen Gitarren. Cobb's großartiger Gesangsvortrag vermittelt Ruhe, Natürlichkeit, Wärme, ja ein gewisses "Front Porch"-Feeling. Das ist southern umwobenes Singer-Songwiter Storytelling vom Allerfeinsten! Der folgende Countryrocker "Shut up and sing" wird von einem stampfenden Bassdrumming und einem klasse Outlaw-Groove geführt. Vermittelt zudem ein dezentes Waylon Jennings-Flair und besticht mit starken E-Gitarren- und Acoustic Gitarren-Licks, sowie zwei prächtig "sägenden" Intermezzi aus Mundharmonika und Fiddle. "Pure natural Honky Tonk Country", frei von jeder Mainstream-Opulenz, hören wir mit dem feinen, melodischen "Good times and good love", sehr schön instrumentiert mit unaufdringlichen Gitarren, lockerem Pianospiel (kleines Solo), Orgel und Fiddle. Abermals auf der Basis von lockeren Percussion-Klängen kommt die wunderbare Americana-Nummer "This side of the river". Großartig hier die hinreißende, sehr zurückhaltend gespielte E-Gitarre (inkl. kleinem Solo) und die kongenial eingesetzte Fiddle. Etwas kräftiger wird es schließlich mit dem bluesigen Americana-/Rootsrocker "Dust under my rug" der gut Fahrt aufnimmt und mit starkem, swampigem Lead Acoustic Gitarren-Spiel glänzt. Klasse auch die erdige, natürliche Fiddle-getränkte Southern Outlaw Country-Nummer "Soapbox" oder das entspannte "Little stuff". Es ist einfach ein tolles, ruhiges Album, das Brent Cobb hier abliefert. "To me, listening to this album feels like I’m sitting there with somebody, having a conversation", sagt Cobb über das Werk und ergänzt: "I would hope that it feels like sitting with an old friend you haven’t seen in a while. There’s nothing like being alone and listening to an album that is quiet and conversational – like those old records by Jerry Lee Lewis, Roger Miller, or Willie Nelson. I hope my music is that way to somebody now". Ja, Mr. Cobb, ist sie. Für diese exzellente, natürliche Musik gilt: Zeit nehmen - zuhören- genießen!

Das komplette Tracklisting:

1. Keep 'Em on They Toes - 2:43
2. Shut up and Sing - 4:45
3. Good Times And Good Love - 3:33
4. Sometimes I'm a Clown - 3:49
5. This Side of the River - 4:24
6. Dust Under My Rug - 3:22
7. Soapbox - 4:02
8. When You Go - 3:20
9. The World is Ending - 3:31
10. Little Stuff - 3:02

Art-Nr.: 10165
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keep 'em on they toes
Shut up and sing
Good times and good love
This side of the river
Dust under my rug
Soapbox
Little stuff

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Gomes, Anthony - containment blues [2020]
Der hoch geschätzte, aus dem kanadischen Toronto stammende, unterdessen in den USA lebende, bärenstarke Bluesrock-Gitarrist, Sänger und Songwriter Anthony Gomes liefert mit dem Pandemie-inspirierten "Containment Blues" abermals ein überaus beeindruckendes, ja fantastisches, neues Album ab. Gomes, grundsätzlich durch und durch im Blues verwurzelt, ist aber auch bekannt dafür, diesen mit powervollem, hartem und wuchtigem Rock zu kombinieren, ebenso wie auch dafür, immer mal wieder seine Liebe zum Southern Rock einfließen zu lassen. Das ist auch bei "Containment Blues" so, doch hier geht er im Vergleich zu seinen vorigen Weken etwas zurückhaltender, mehr "stripped down" zu Werke, hat "versucht", den ein oder anderen Stecker zu ziehen, die pure Elektrizität und krachende Härte im Zaum zu halten, indem er neben seinen zündenden E-Gitarren--Chops auch auf akustische Gitarren, und vereinzelt sogar auf Mandoline, Banjo und Geige setzt. Nun ja, das gelingt ihm auch. Verdammt gut sogar. Doch im Bezug auf die mächtige, natürliche, innere Power seiner Songs, auf diese ihm eigene "ass-kicking" Wucht und energetische Performance hat sich nichts geändert. Nein, das Feuer brennt lichterloh. Die Kraft platzt nur so aus ihm heraus, allein schon durch die Intensität seines packenden, rauen Gesangsvortrages, aber auch durch sein zündendes Gitarrenspiel, sowohl mit der E-, als auch der Acoustic-Gitarre. Das Songmaterial ist "erste Sahne", die Melodien sind exzellent und auch die Lyrics kommen geradlinig, nachdenklich, auf den Punkt. Beeinflusst von solchen Größen wie Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix, Buddy Guy, Johnny Winter und vor allem B.B. King hat Gomes gleichermaaßen den Rock und den Blues im Blut und setzt das in seiner wunderbaren Musik einfach in einer ungemein lebendigen, authentischen, atmenden Konsistenz um. Eröffnet wird das Album mit dem dreckigen, dampfenden, kernigen Upbeat Bluesrock-Boogie "Make a good man (wanna be bad)", der voller powernder, rauer E-Gitarrenriffs steckt. Geht gut nach vorn, rockt fett und Gomes' "Whiskey-resistenter" Gesang kommt voller Emotionen und leidenschaftlicher Intensität. Toller Auftakt, dem mit "Hell and half of Georgia" gleich der nächste "Killer-Track" folgt - eine herrlich melodische, bluesige, voller Southernrock-Esprit steckende Nummer, instrumentiert mit großartigen, satten, transparenten Acoustic- und E-Gitarren. Wie variabel sich Gomes und seiner erstklassigen Begleitmusiker präsentieren, zeigt u. a. das anschließende, mit schönen Violinenklängen verzierte "This broken heart of mine", eine ganz feine Blues Ballade, performt mit einer vorwiegend akustisch ausgerichteten Instrumentierung. Das melodische Ambiente und Gomes' raue, soulful Vocals vertragen sich blendend. In Verlauf hören wir dann doch noch eine exzellent eingesetzte E-Gitarre, inklusive eines wunderbaren, kleinen Solos. Sehr knackiges, straightes Schlagzeug gibt den Takt für den herrlichen, southern- und countrylastigen Roots-/Bluesrocker "Praying for rain" vor. Unterlegt mit tollen Mandolinen- und Banjoklängen, schönen (Lead)Acoustic- und E-Gitarren, besticht der Song durch eine großartige Melodik. Wie auch das stampfende, bluesige, dreckige "Tell somebody" sicher eine Nummer, die auch Gomes' früherem Southern-/Countryrock-Sideprojekt, den New Soul Cowboys, bestens zu Gesicht gestanden hätte. Ganz stark auch der gewaltig kochende, shuffelnde Blues "Stop calling women hoes and bitches", gespielt mit glühenden Slideguitar-Riffs, tierischer Wah Wah-Lead Gitarre und einfach nur purer Energie. Eine engagierte, starke Botschaft, die Gomes hier inbrünstig "raushaut". "Until the end of time" kommt zumächst recht ruhig, mit klarer Acoustic Gitarre und edlen Violinen, gewinnt im Verlauf aber durch die Integration einer erdigen E-Gitarre zunehmend an Kraft, gefolgt von der überaus emotionalen Ballade "The greatest 4 letter word". Das Album endet schließlich mit dem großartigen, das Pandemie-Thema im Text etwas augenzwinkernd beleuchtenden Titelstück "Containment Blues", einem schön kernigen, rauen, von einer super knackugen, tighten Rhythm-Section angetriebenen, erdig rockenden, acoustic-based Roots-Blues von Allerfeinsten. Das komplette Album zeigt einen Anthony Gomes in absoluter Hochform. Einer, der sich durch die Pandemie nicht unterkriegen lässt, der nicht lamentiert, sondern der sich in dieser schwierigen Stuation hat inspirieren lassen, diese fantastischen Songs zu schreiben. Bravo! Anthony Gomes ist ohne jeden Zweifel einer der besten und interessantesten "unknown artists" des aktuellen, modernen, authentischen Bluesrocks. "Containment Blues" jedenfalls ist eine Meisterleistung!

Das komplette Tracklisting:

1. Make a Good Man (Wanna Be Bad) - 3:12
2. Hell and Half of Georgia - 3:11
3. This Broken Heart of Mine - 3:14
4. Praying for Rain - 3:25
5. No Kinda Love - 3:40
6. Let Love Take Care of Love - 3:48
7. Stop Calling Women Hoes and Bitches - 3:24
8. Until the End of Time - 4:11
9. Tell Somebody - 3:06
10. The Greatest 4 Letter Word - 3:01
11. Containment Blues - 2:53

Art-Nr.: 10171
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Make a good man (wanna be bad)
Hell and half of Georgia
This broken heart of mine
Praying for rain
Stop calling women hoes and bitches
Until the end of time
Tell somebody
Containment Blues

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Greene, Alastair - the new world blues [2020]
Packendes, neues Studiowerk des südcalifornischen Bluesrock Gitarrenhexers Alastair Greene. Was für ein famoses, "heißes" Teil. Für die Fertigstellung dieses Albums reiste Greene zu seinem Freund Tab Benoit nach Houma/Louisisana, um es in dessen Whiskey Bayou Studios gemeinsam mit Benoit an den Drums und dem großartigen Bassisten Corey Duplechin, vorwiegend live, mit nur ganz wenigen Overdubs, in Trio-Besetzung einzuspielen. Herasugekommen ist ein exzellenter, auf den Punkt gebrachter, leidenschaftlicher Mix aus Rock-, Funk- und vor allem Blues-Zutaten, zusätzlich garniert mit einer gehörigen, sicher dem Aufnahmeort und Benoit's Einfluß geschuldeten, herrlich würzigen Portion Lousisiana-/Southern-Swamp-Flair. Das passt und kommt verdammt gut rüber. Die durchweg großartigen Songs, allesamt aus der Feder von Alastair Greene, 4 davon gemeinsam komponiert mit Tab Benoit, wirken kompakt, schnörkellos, stecken voller Energie, voller Feuer und voller Seele, punkten mit vorzüglichen Strukturen und Melodien, bieten dabei aber jederzeit ausreichend Freiraum für des Meisters furiose Gitarrenausflüge. Sein imposantes Spiel ist kraftvoll, geradlinig und variabel zugleich, kommt aber stets ohne effekthascherisches "Gefrickel" aus. Nein, dieser Alastair Greene ist wahrer Virtuose, ein wirklich herausragender Gitarrist - und, das wird viel zu wenig erwähnt, auch ein richtig guter Sänger. Los geht's mit ordentlich Drive und Power: "Living today" ist ein richtig "geiler", wunderbar nach vorn "rollender" Bluesrock-Boogie, der einen unmittelbar mitnimmt. Trotz der Power, einer gewissen sumpfigen Dicke, des pulsierenden Rhythmus und der gut Gas gebenden Gitarren (tolles Solo) strahlt die Nummer eine durchaus spürbare Relaxtheit aus. Klasse hier auch der mit feinen Harmoniegesängen (Benoit und Duplechin) aufgewertete Refrain. Ein super Auftakt, bei dem es einfach wie geölt rockt und bluest. Kernige, funkige Riffs und ein prächtiger "hip-shaking Groove" bilden die etwas härtere Basis des folgenden, ein dezentes Southern-Flair ausstrahlenden Bluesrockers "Lies and fear", dessen brodelndes Gitarrensolo im Break vor Variabilität und Power nur so strotzt. Ja, ja, der Kerl spielt wie aus einem Guß! Richtig swampig wird es mit dem wunderbar balladesken, sehr nach Louisiana klingenden Southern-Bluesrocker "Bayou mile", bei dem Alastair neben schön klaren Rifs und Licks auch eine grandiose Slidegitarre spielt, inkl. eines glühenden Solos gegen Ende des Songs. Apropos Solo: Eines der ganz feinen Art, fingerfertig, emotional, genauso kraftvoll und fett wie filigran, ziert den fantastischen, klassischen, abermals ein ganz dezentes Southernfeeling versprühenden Slow Blues "No longer amused". Hingebungsvoll, natürlich - absolut beeindruckend! Erneut von leicht funkigen Riffs wird das herrlich "steady" rockende, starke "Find your way back home" bestimmt, gefolgt von der umwerfend schönen, unsere Ohren magisch verzaubernden Bluesrock-Ballade "Heroes", die ein wahres Gänsehaut-Solo des Meisters beinhaltet. Mit dem begnadeten "Alone and confused" hören wir dann einen weiteren, sehr kraftvollen, erdigen Slow Blues, wieder vollgepackt mit leidenschaftlichen, packenden Gitarrenlinien. Zum Finale des Albums schließlich haut Greene noch das Titelstück, den fulminanten Southern Bluesrocker "The New World Blues" raus, dessen wild "rührende", fette, eine gewaltige Schwüle entwickelnden Slidegitarren die Bayous Louisiana's noch einmal mächtig zum Kochen bringen. Es ist der brodelnde Abschluß eines bärenstarken Albums mit einem Alastair Greene (und Mitstreiter) in absoluter Gala-Form. Ein "Masterpiece" tief ehrlicher, natürlicher, genauso zeitloser, wie ewig junger und moderner, Trio-besetzter, ganz großer Gitarren Bluesrock-Kunst.

Das komplette Tracklisting:

1. Living Today - 4:19
2. Lies and Fear - 3:22
3. Bayou Mile - 4:35
4. When You Don't Know What to Do - 3:46
5. No Longer Amused - 4:29
6. Back at the Poorhouse - 3:16
7. Find Your Way Back Home - 4:42
8. Heroes - 5:10
9. Wontcha Tell Me - 3:59
10. Alone and Confused - 5:56
11. The New World Blues - 3:46

Art-Nr.: 10184
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Living today
Lies and fear
Bayou mile
No longer amused
Find your way back home
Heroes
Alone and confused
The New World Blues

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Hubbard, Ray Wylie - co-starring [2020]
Ein teilweise ordentlich brodelndes Elixier aus grundehrlichem rauem, dreckigem Rootsrock, Americana, Outlaw Countryrock und swampigem Southern-Blues präsentiert uns der alte texanische Haudegen Ray Wylie Hubbard (d. h., eigentlich stammt er aus Oklahoma) mit seinem, vorzüglichen, neuen Album "Co-Starring", das, der Name verrät es schon, gespickt ist mit hochkarätigen Gästen, die ihn bei den einzelnen Tracks kongenial unterstützen. Hubbard genießt Legendenstatus in der Roots-Welt, gilt als einer der ersten, "echten" musikalischen Outlaws, in frühen Jahren oft in einem Atemzug mit Jerry Jeff Walker oder Willie Nelson genannt. Auf diesem hier vorliegenden, großartigen, neuen Werk präsentiert sich Hubbard, obwohl es sich um eine Major-Veröffentlichung handelt, überaus kraftvoll, kernig und dreckig. Zu seinem typischen, rauen, oft fast sprechenden Gesang (er singt zuweilen wie die Mischung aus einer männlichen Lucinda Williams, Tony Joe White und einem staubigen Johnny Cash) hören wir eine herrlich southern-infizierte, genauso bluesige, wie rootsige und countryaffine, rockige Begleitung aus fetten E-Gitarren, Slidegitarren, und staubigen Acoustic-Gitarren, auf Basis ein kernig groovenden Rhythmussektion. Und die tollen Gäste spielen überwiegend eine sehr markante Rolle, bereichern das durchweg starke Songmaterial immens, bringen richtig viel Leidenschaft und Feuer mit. Nehmen wir beispielseise den bluesigen, herrlich "steady" groovenden Opener "Bad trick", einen southern-infused Roots-/Swamp-Rocker voller glühender, massiver Slideguitar-Linien (Gäste: Ringo Starr, Don Was, Joe Walsh und Chris Robinson von The Black Crowes und Chris Robinson Brotherhood), die kernige, kraftvolle Gitarren Rootsrock-Hymne "Rock Gods" mit den prächtigen Lead Gitarrenläufen und -soli von Aaron Lee Tasjan, den von ungeheuer fetten und satten E-Gitarren umgebenen Southern-/Outlaw-Rocker "Fast left hand" (Hubbard wird hier von mächtig Adrenalin freisetzenden The Cadillac Three begleitet), die wunderbare, "stripped down" akustisch arrangierte Mississippi Country Blues-Widmung an "Mississippi John Hurt" (backing vocals: Pam Tillis), den mit tollen Gitarren, inkl. Pedal Steel, inszenierten, honky-tonkigen Outlaw Countryrocker "Drink till I see double" (mit Paula Nelson & Elizabeth Cook), den ordentlich satten Kracher "R.O.C.K." mit klasse Gitarren von Tyler Bryant (Tyler Bryant & The Shakedown), das rootsige, trockene, von akustischen Gitarren und Mandoline, aber auch einer knackig rockenden Rhythmsfraktion aus Drums und Bass bestimmte, etwas an Steve Earle erinnernde, viel Outlaw-Flair verbreitende "Outlaw blood" (mit "Outlaw Woman" Ashley McBryde), den großartigen Slideguitar-getränkten Southern-/Swamp-/Bluesrocker "Rattlesnake shakin' woman" (Gäste sind hier die Mädels von Larkin Poe mit ihren fulminanten Gitarren), oder auch die exzellente Heartland-Ballade "The messenger" (hat fast etwas von einem zurückhaltenden Springsteen), mit ihrer schönen Melodie und dem Background-Gesang von Ronnie Dunn und Pam Tillis - der "alte Kauz" und seine vielen Freunde präsentieren sich in wirklich blendender Form. "Co-starring" ist Ray Wylie Hubbards 17. Album - und es ist ein verdammt starkes! Ein Riesenkompliment an den "alten" Outlaw!

Das komplette Tracklisting:

1. Bad Trick (feat. Ringo Starr & Don Was & Joe Walsh & Chris Robinson)-4:01
2. Rock Gods (feat. Aaron Lee Tasjan) - 4:14
3. Fast Left Hand (feat. The Cadillac Three) - 4:15
4. Mississippi John Hurt (feat. Pam Tillis) - 3:40
5. Drink Till I See Double (feat. Paula Nelson & Elizabeth Cook) - 3:58
6. R.O.C.K. (feat. Tyler Bryant & The Shakedown) - 4:14
7. Outlaw Blood (feat. Ashley McBryde) - 3:09
8. Rattlesnake Shakin’ Woman (feat. Larkin Poe) - 4:31
9. Hummingbird (feat. Peter Rowan) - 3:08
10. The Messenger (feat. Ronnie Dunn & Pam Tillis) - 4:33

Art-Nr.: 10094
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Immediate Family, The - slippin' and slidin' [2020]
5 Track EP! 3 Gitarren, Bass, Drums = großartiger California (Blues) Rock'n Roll! The Immediate Family sind eine neue All Star-Formation legendärer, alter (Studio)Hasen aus Californien, die in den letzten gut 4 Dekaden, entweder einzeln, sehr oft aber auch zusammen, die ganz Großen des Westcoast Rocks und des berühmten "California Sounds", wie zum Beispiel Jackson Browne, Linda Ronstadt, Don Henley, Stevie Nicks, James Taylor, Warren Zevon, Carole King, Graham Nash, David Crosby und viele, viele mehr, sowohl auf ihren unzähligen Alben, aber auch live während ihrer ausgedehnten Tourneen begleiteten. Die Namen dieser "Sidemen" (vielen früher auch ein Begriff als "The Section"), alles herausragende Könner an ihren Instrumenten, sind nahezu jedem Rockfan ein Begriff. The Immediate Family sind: Danny Kortchmar (guitar and vocals), Waddy Wachtel (guitar and vocals), Leland Sklar (bass), Russ Kunkel (drums), - zusammen sind die Vier sage und schreibe 292 Jahre alt -, komplettiert durch den etwas jüngeren Steve Postell (guitar and vocals). Und dieses Quintett spielt wie ein junger, hungriger Haufen - frisch, rotzig, erdig, voller Energie. Es macht ihnen spürbar Laune, nochmal ordentlich (bluesig) zu rocken und Dampf abzulassen. Die Chemie stimmt einfach! Und wie sie stimmt, demonstriert unmittelbar der die EP eröffnende, brodelnde Titeltrack "Slippin' and slidin'", ein donnernder, rootsiger, bluesiger Rocker, der mit seinen kernigen Slideguitar-Riffs und -Licks gleich ordentlich Energie produziert. Die Band entwickelt einen tollen Groove. Wachtel's rauer, dreckiger Gesang und das glühende Gitarrensolo sind absolut top. Wie auch die gelungene Coverversion von Don Henley's "New York minute" aus dessen 1989iger "The end of the innocence"-Album, hier gesungen von Steve Postell und nicht keyboard-, sondern gitarrenlastig arrangiert, der schöne, in bester Crosby, Stills, Nash & Young-Manier dargebotene Westcoast-Rocker "Top of the rock" und der genial groovende und swingende, einen tollen Drive entwickelnde, erdige Bluesrocker "Cruel twist", inklusive eines prächtigen, virtuosen, zündenden Gitarrensolos. Vervollständigt wird das "Mini-Album" mit einer furiosen, von fetten Gitarren bestimmten, kochenden Live-Version des legendären Warren Zevon-Klassikers "Werewolves of London", gespickt mit rauen, glühenden Slideguitar-Soli. Diese EP ist ein prächtiger Appetitanreger auf weiteres Material dieser famosen Truppe verdienter, höchst angesehener, ewig jung bleibender Rock-Veteranen, das hoffentlich bald kommen wird. Klasse!

Das komplette Tracklisting:

1. Slippin' and Slidin' - 3:55
2. New York Minute - 5:35
3. Top of the Rock - 4:02
4. Werewolves of London (live) - 4:26
5. Cruel Twist - 4:34

Art-Nr.: 10182
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Slippin' and slidin'
New York minute
Top of the rock
Werewolves of London (live)
Cruel twist

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Johanson, Eric - below sea level [2020]
"There’s a rising star in the Crescent City and his name is Eric Johanson". Yeah! Den in New Orleans/Louisiana beheimateten, grandios aufspielenden, jungen Gitarrenvirtuosen und fabelhaften Singer/Songwriter Eric Johanson, mit seinem so zündenden, rauen und dreckigen, überwiegend sehr kraftvollen Southern- und Hill Country-inspirierten Bluesrock, feiern die Experten und Kenner schon als den nächsten, ganz großen Künstler und Gitarrenzauberer des Genres. Im Jahre 2019, während des berühmten New Orleans Jazz Festes, nachdem der langjährige Blues-Protégé von Tab Benoit und Tour erprobte Gitarrist (tourte als Lead Gitarrist für Cyril Neville um die Welt, spielte zusammen mit z.B. Anders Osborne, JJ Grey, Eric Lindell und Mike Zito) schon mächtig Eindruck in der Szene hinterlassen hatte, lud ihn North Mississippi Allstars-Gitarrist Luther Dickinson zu einem All Star Jam-Konzert ein, was am Ende dazu führte, dass der total begeisterte Dickinson und Johanson Pläne schmiedeten, Johanson's nächstes Album in den brühmten Zebra Ranch-Studios des Dickinson-Clan's einzuspielen, mit Luther Dickinson als Produzent und dessen Bruder Cody Dickinson am Schlagzeug. Dritter im Bunde wurde der großartige Bassist Terrence Grayson (Victor Wainwright). Als Resultat von alledem dürfen wir nun das bärenstarke, voller rauer Energie steckende "Beyond sea level" bewundern, eine beeindruckende Bluesrock-Vorstellung, über die Eric Johanson selbst sagt: "With this album I was finally able to bring my blues and rock influences to a place of more imagination and creativity, while keeping it organic and honest. It’s contemporary music naturally grown from the roots of southern blues and psychedelic inspiration". Johanson ist nicht nur mit dem Talent eines herausragenden Gitarristen gesegnet, er verfügt auch über eine großartige Stimme voller Seele und Gefühl. Zudem ist er ein erstklassiger Songwriter (sämtliche Trcks sind Eigenkompositionen von ihm) und Performer, der es wie selbstveständlich schafft, seine edige, dreckige, ungemein authentische Musik, trotz spürbarer, ungezwungener Spielfreude in exzellente Strukturen und Melodien einzubinden. Und Johanson's Gitarrenspiel ist schlicht "outstanding". Raue, kernige, prächtig hängen bleibende Powerriffs überall, umwerfende Gitarrenlinien, feurige, virtuose, erdige Soli, teils mitreißende Lead Slidegitarre - was auch immer sich in diesen Zebra Ranch-Studios mit der Qualität der Songs und den musikalischen Talenten der einzelnen Musiker abgespielt hat, die Band und Produzent Luther Dickinson beschworen eine Art Magie. Ein toller, erdiger, dynamischer Groove (starkes Drumming im Zusammenspiel mit kraftvollen, "gritty" Gitarrenriffs) bildet die Basis für den rauen Opener "Buried above ground", ein swampiger, feuriger, von einem tiefen Southernflair durchzogener, traditional rooted Bluesrocker, bei dem Eric seinen eigenen, großartigen Gesang mit herrlich bluesiger Parallel Leadgitarre begleitet - etwas, was er nicht nur bei diesem Song macht. Richtig stark auch das energiegeladene, lebhafte Gitarrensolo des Meisters. Welch ein famoser Auftakt! Und es geht auf diesem hohen Level weiter. Sumpfige, scharfe Slidegitarrenlinien (inkl. super Solo) ziehen sich durch den ordentlich Gas gebenden, treibenden Swamp-/Southern-/Blues-Boogie "Down to the bottom". Spätestens jetzt sind Eric und seine tierische Slide "on fire". Das folgende "Changes The Universe" weicht vom härteren Blues-Rückgrat des Albums etwas ab und ermöglicht es Johanson, eine weitere Facette seiner exzellenten Musik aufzuzeigen. Langsamer im Tempo, dennoch schön knackig, tauscht er bei diesem klassischen, hinreißend melodischen Bluesrocker seinen powernden Drive gegen ganz feine, traumhafte, aber dominante Gitarrenlinien (mit einen wunderbaren Echo-Gitarrenton) und eine vorzügliche Orgel-Untermalung von Gastmusiker Ray Jacildo (JD McPherson) ein. Das alles wirkt angenehm retro. Johanson's einmal mehr sehr direktes, klares Gitarrensolo ist schlicht genial. Schwerblütige Rhythmen und ein dementsprechender Groove bilden die Basis des von glühender, irgendwo zwischen Hendrix und Stevie Ray Vaughan angesiedelter, fetter Lead Gitarre bestimmten, packenden, harten Bluesrockers "Hammer on the stone", der zum Finale hin erneut mit einem mächtigen Gitarrensolo aufwartet. Ein erneutes, absolutes Album-Highlight! Ein von klasse Drums und einem tollen Bass-Lick angenehm zurückhaltend, aber dennoch kraftvoll angetriebener Groove bestimmt den drückenden, schwülen, aber gar nicht so harten, wieder sehr southern und swampig angehauchten, "dichten" Bluesrocker "River of Oblivion". Die Melodie ist klasse, die Gitarren "sägen" herrlich rau. Dazu brilliert Johanson mit feurigen Slidegitarrenlinien, gegen Ende in einem tierischen Solo gipfelnd. Ganz stark auch beispielsweise das auf allen Zylindern feuernde "Never tomorrow" (klingt wie eine Anspielung auf Led Zeppelin und andere berühmte Rockbands der 70er Jahre, aber mit einem zeitgemäßen Roots-Touch), der furios und mit viel Tempo nach vorn galoppierende, rootsrockige Blues-Kracher "Nowhere to go" (dezent countrylastiges Hill Country Blues-Feeling), oder der balladeske, mit wunderbaren akustischen und elektrischen Gitarren inszenierte, pure Blues-/Southernrocker "Love is rebellion", inkl. toller Melodie und exzellenter Slidelinien des Meisters. Es gibt nicht den Hauch eines schwachen Songs auf diesem Werk. "Below sea level" ist ein Album zum Verlieben. Je öfter man es hört, desto mehr gibt es zu entdecken und desto mehr nimmt es einen gefangen. Eric Johnson ist sicherlich einer der herausragenden, in der Blues-Welt aufsteigenden jungen Stars. Dieses Album wird ihm eine Menge Aufmerksamkeit einbringen. Er wird ohne jeden Zweifel in einer neuen, jungen Generation von Blues(rock)-Helden einen zentralen Platz einnehmen. "This young man knows how to play the blues guitar". Eine Pracht-Scheibe!

Das komplette Tracklisting:

1. Buried Above Ground - 3:24
2. Down to the Bottom - 3:45
3. Changes the Universe - 4:06
4. Never Tomorrow - 2:51
5. Hammer on the Stone - 4:07
6. Have Mercy - 3:46
7. River of Oblivion - 4:36
8. Nowhere to Go - 2:36
9. Open Hearted Woman - 4:29
10. Dose of Forget - 2:53
11. Love is Rebellion - 3:46
12. Riverbend Blues - 3:24

Art-Nr.: 10168
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Buried above ground
Down to the bottom
Changes the universe
Never tomorrow
Hammer on the stone
River of oblivion
Nowhere to go
Love is rebellion

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McCollum, Parker - hollywood gold [2020]
6-Track EP! Parker McCollum ist ein 28 Jahre junger, höchst talentierter Singer/Songwriter aus Texas, dem nicht wenige Experten, sowohl in Texas, als auch in Nashville eine große Karriere prophezeien. Der in Conroe, vor den Toren Houston's aufgewachsene, aktuell aber in Austin lebende, junge Mann fühlt sich sowohl im New Country, als auch im Americana und vor allen Dingen in diesem authentischen, staubigen, typisch texanischen Red Dirt Country(rock) zuhause. Stark beeinflusst haben ihn, wie er betont, solche texanischen Kollegen wie Steve Earle, James McMurtry und Townes Van Zandt, genauso wie die legendären Country-Traditionalisten Porter Wagoner und George Strait, aber auch Leute wie John Mayer und Ryan Adams. Nach einigen Indie-Veröffentlichungen kommt mit "Hollywood Gold" nun McCollum's erste Majorlabel-EP, eine richtig starke, 6 klasse Tracks umfassende Scheibe, die McCollum's großes Talent offenbart: Starke Stimme, natürliche Ausstrahlung, sehr gutes Songwriting (bis auf einen Track stammen alle Songs aus seiner Feder, gemeinsam mit einigen namhaften Co-Autoren, wie etwa Randy Montana und Jon Randall Stewart, der das Album auch produzierte), ein Händchen für großartige Melodien und ein schön angerocktes, staubiges, authentisches Ambiente. Obwohl es sich um eine Nashville-Produktion handelt, ist das typische, erdige Red Dirt-Feeling zu jeder Zeit spürbar, ähnlich wie bei solchen Genre-Kollegen, wie Wade Bowen, der Randy Rogers Band, Casey Donahew und der Eli Young Band. Die hervorragenden Songs (es gibt keine schwache Nummer) kommen mit viel Kraft und zumeist in einem von tollen, knackigen, E-Gitarren geprägten Sound. Einige Beispiele für das großartige Material sind der flotte, mit prächtigen E-Gitarren (starkes Solo) und tollen Slideklängen inszenierte, erdige Countryrocker "Young man's Blues", die wundervolle, mit einer herrlichen Melodie versehene, von Chris Stapleton und Al Anderson komponierte Countryballade "Like a cowboy" (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Nummer von Randy Houser), das kraftvoll im Midtempo rockende, von satten Gitarren-Licks durchzogene "Hallie Ray Light" (baumstarkes Slideguitar-Solo), oder auch das mit einem feinen Western-Flair veredelte, lockere "Hold me back" (herrliche, leicht hallige E-Gitarre). Die EP kommt leider "nur" in einem nicht aufklappbaren , einfachen Cover (identisch einer LP ohne "foldout" Cover), aber das nehmen wir bei dieser klasse Musik gerne in Kauf. Parker McCollum mit einer erstklassigen Vorstellung! Bitte bald mehr davon...

Das komplette Tracklisting:

1. Young Man's Blues - 3:27
2. Like A Cowboy - 3:45
3. Pretty Heart - 4:04
4. Hallie Ray Light - 3:42
5. Hold Me Back - 3:03
6. Love You Like That - 3:25

Art-Nr.: 10208
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 8,90

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