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Allman Brothers Band, The - the final note [2020]
Erstmals offiziell veröffentlicht über die Allman Brothers Band Recording Company erleben wir hier ein außergewöhnliches Stück Rockgeschichte. Die Urväter des Southern-Blues-Jamrocks, die legendären Allman Brothers in ihrer Original-Besetzung, 1971 auf einer absoluten Welle des Erfolges schwimmend, treten am 17. Oktober 1971 beim Painters Mill Music Festival in Owings Mills im U.S. Bundesstaat Maryland auf. Die zweite Show an diesem Tag dort sollte der letzte Gig mit dem anschließend Generationen von Gitarristen und Musikern beeinflussenden Duane Allman werden, der 12 Tage später bei einem tragischen Motorradunfall ums Leben kam. Mitgeschnitten wurde die Show damals auf einem kleinen Hand-Kassettenrecorder durch dem jungen Radiojournalisten Sam Idas. Idas erinnert sich, wie die Aufnahme damals entstand: "Das Gerät hatte ich dabei, um ein Interview mit Gregg Allman aufzuzeichnen. Es war ein brandneuer Kassettenrekorder mit einem eingebauten Mikrofon, und ich hatte eine 60-minütige Kassette. Ich saß dort mit dem Rekorder und dachte: 'Warum probiere ich nicht aus, das Konzert aufzunehmen?' Es war eine völlig spontane Idee und Entscheidung. Ich war schon bei sehr vielen Konzerten, aber dies war das erste Mal, dass ich den Gedanken hatte, die Show aufzunehmen - und tat es". Das es, infolge des anschließenden, tragischen Geschehens, solch eine besondere, historische Aufnahme werden sollte, konnte keiner ahnen. Erst vor einigen Jahren hat Idas diese Kassette wieder gefunden. Die Nachricht von diesem unglaublichen Stück ABB-Geschichte erreichte den Manager der Band, Bert Holman, der sofort wusste, was zu tun war. Das Resultat liegt nun vor. Ja, es ist ein simpler Audience-Mitschnitt, also eine einfache Publikumsaufnahme, zudem auf einer rund 50 Jahre alten Kassette. Doch trotz dieser offensichtlichen und natürlich im Sound auch hörbaren Einschränkungen, haben moderne, technologische Verbesserungen dazu beigetragen, die Magie dieser bedeutenden Nacht wieder herzustellen. Für die "echten" Allmans-Fans ist "The final note" (enthalten sind nie zuvor veröffentlichte Fotos aus der Show dieser Nacht, umfangreiche Linernotes des ABB-Archivars John Lynskey, sowie ein Foto der tatsächlich verwendeten Kassette von Sam Idas) damit sicher ein Album, das in der Sammlung nicht fehlen darf. Historisch!

Die komplette Setlist:

1. Statesboro Blues - 5:01
2. Trouble No More - 4:42
3. Don't Keep Me Wondering - 4:02
4. Done Somebody Wrong - 3:36
5. One Way Out - 5:26
6. In Memory of Elizabeth Reed - 6:09
7. Hot 'Lanta - 7:39
8. Whipping Post - 12:48

Art-Nr.: 10169
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Castiglia, Albert - wild and free ~ live [2020]
Florida's Bluesrock "guitarslinger" Albert Castiglia bläst mit seinem neuen Live-Album "Wild and free" voll zur (Gitarren)Attacke. Er und seine großartige Band (Justine Tompkins - bass, Ephraim Lowell - drums, Lewis Stephens - keyboards) , sowie die Gäste Mike Zito (Gitarre bei 1 Track) und Allman Betts Band-Keyboarder John Ginty an der Orgel (bei 2 Tracks) lassen das "Funky Biscuit", einen Club in Boca Raton/Florida, wo das Album bei 2 Konzerten am 3. und 4. Januar 2020 mitgeschnitten wurde, in seinen Grundmauern erbeben. Die Setlist und die Songs sind cool und die Performance ist einfach richtig "hot". Castiglia, der einst als Sideman der Chicagoer Blueslegende Junior Wells die Bühne des Blues erklomm, ist in blendender Form und zeigt hier mühelos, was er für ein fantastischer "Gitarrenhexer" ist. Er gehört zu jener Zunft von Gitarristen, deren immenses Potential erst live vollends zur Geltung kommt. Der mächtig brodelnde Opener "Let the big dog eat" startet gleich, noch bevor Castiglia die ersten Worte singt, mit einem fulminanten, gewaltigen Gitarrensolo des Meisters, das sowohl die Musiker als auch das Publikum binnen kürzester Zeit auf eine amtliche Betriebstemperatur bringt. Der Anfang ist gemacht und für die folgenden, rund 72 1/2 Minuten geben die Musiker einfach alles, was sie aus sich rausholen können. "No way to slow down" - auch nicht bei den balladeskeren Songs. Als zweite Nummer steht die Mike Zito-Komposition "Hoodoo on me" auf dem Programm, ein treibender Volldampf-Bluesrocker, bei dem die Band das Gaspedal erneut bis zum Anschlag durchdrückt. Castiglia verbiegt die Saiten seines Instruments in den wilden, ausgedehnten Soli nach allen Regeln der Kunst. Es jault, quietscht, zwirbelt und rockt "absolutely wild and free". Ungemein stark und "on fire" präsentiert die Band dann die prächtige, aus Castiglia's letztem Studioalbum "Masterpiece" stammende Bluesrock-Ballade "Heavy", in einer über 9 1/2 Minuten andauernden Version, vollgepackt mit endlosen, jammigen, furiosen, aber auch schön differenzierten Gitarrenläufen. Das folgende, sumpfige, Slide-getränkte, temporeiche "Get your ass in the van" fühlt sich, im besten Sinne, zuweilen an, als sei ein über-stimulierter Elmore James am Werk. Großartig auch die Coverversionen von Johnny Winter's "Too much seconal" (an der zweiten Gitarre hier Mike Zito, der im übrigen das Album auch produzierte, und an der Orgel Allman Betts Band-Keyboarder John Ginty mit herausragendem Orgelspiel, inkl. tollem Solo), sowie von Paul Butterfield's "Lovin' cup" (irre Gitarrenausflüge, und abermals ein tolles Orgelsolo von Ginty). Das ist "bare-knuckle blues at its best". "Wild and free" ist ein Live-Album im besten Sinne des Albumtitels, bei dem Albert Castiglia und seine Band alles an Energie einbringen, was sie drauf haben. "Every inch of 'Wild and Free' is a stone gas for guitar fans", heißt es dazu in einem U.S.-Review. Dem ist nichts hinzuzufügen. Gitarren Bluesrock-Dynamik ohne Kompromisse! Von diesem furiosen "guitarslinger" wird man künftig sicher noch viel hören.

Das komplette Tracklisting:

1. Let the Big Dog Eat - 4:24
2. Hoodoo on Me - 4:10
3. I Been up All Night - 5:41
4. Heavy - 9:43
5. Get Your Ass in the Van - 4:20
6. Searching the Desert for the Blues - 5:52
7. Keep on Swinging - 6:20
8. Too Much Seconal - 8:10
9. Loving Cup - 8:28
10. I Tried to Tell Ya - 6:31
11. Boogie Funk - 8:26

Art-Nr.: 10030
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Let the big dog eat
Hoodoo on me
Heavy
Get your ass in the van
Too much seconal
Lovin' cup
I tried to tell ya

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Drift Mouth - loveridge is burning [2021]
Alternate Country, Countryrock, Americana, Rootsrock und eine gepflegte Portion Southern Rock - das sind die Zutaten, aus denen das großartige, in Columbus/Ohio beheimatete Trio Drift Mouth in vorzüglicher Art und Weise auf ihrem absolut starken, zweiten Album "Loveridge is burning" ein ganz wunderbares, würziges und sehr "wohlschmeckendes", gitarrenorientiertes, musikalisches "Gebräu" anrührt. Drift Mouth sind das "Baby" von Frontmann Lou Poster (ex Grafton und The Ferals), einem erstklassigen, blendend aufspielenden Lead Gitarristen, Songwriter und Sänger, der mit der vorzüglichen Bassistin und Background-Sängerin Jess Kauffman (ergänzt bei nahezu allen Stücken Poster's tollen, ausdrucksstarken, tiefen, dezent angerauten Lead Gesang mit wunderbaren Harmonies) und dem ehemaligen Two Cow Garage-Drummer David Murphy die kongenialen Partner fand, die die aktuelle Besetzung der Band bilden. Die Drei verstehen sich ausgezeichnet, spielen großartig zusammen. Wir hören überwiegend schön knackige, gut rockende Songs, im übrigen erstklassig von Joe Viers und Lou Poster produziert, die, trotz ihrer phasenweise, vor allem von Poster's dominanten, exzellenten, kernigem, angerauten, Gitarrenspiel bestimmten, natürlichen, erdigen, kraftvollen Inszenierung (viele fette Soli), oft auch über eine durchaus locker grooovende Basis verfügen und stets mit hervorragenden Melodien punkten. Countryrock-Elemente sind zuhauf vorhanden, ebenfalls wie riffige, satte Rootsrock-Phasen und eben dieser so wunderbare, unterschwellige Southern-Spirit, der durch nahezu alle Songs wabert. Dazu kommt Poster's schon erwähnte, hervorragende, tiefe Stimme, die einfach bestens zu all den musikalischen Genres, die die Band tangiert, passt. Lou Poster fühlt sich nach eigener Aussage beeinflusst von Leuten wie Jerry Jeff Walker, Steve Earle, Neil Young & Crazy Horse, Lynyrd Skynyrd und auch Montgomery Gentry, hat zudem eine musikalische Vergangenheit aus dem Punkrock-Bereich. Er wirkt wie ein echter Outlaw. All das passt und findet sich in Drift Mouth's ganz eigenem Sound wieder. Gleich zu Beginn des Albums präsentiert uns die Band mit dem wunderbar knackigen und melodischen Countryrocker "Dare D'Evel & the Snake River Canyon" eine absolute, mit herrlichen, satten, klaren Gitarren instrumentierte Prachtnummer. Das southern-inspirierte Arrangement zündet und nimmt einen sofort mit. Die Band trifft, und das steht stellvertretend für das komplette Album, sowohl den Nerv der Southern Rocker, als auch den der Rootsrock- und Countryrock-Freunde. Starker Auftakt! Deutlich kraftvoller wird's dann mit dem kernigen, von satten Riffs und Lead Gitarren geprägten, ein dreckiges Outlaw Countryrock-Feeling vermittelnden Southern Rocker "Iris", mittig gewürzt mit einem schön rauen, feurigen Gitarrensolo, während das großartige Titelstück "Loveridge is burning" einen Hauch von Muscle Shoals-Feeling versprüht und mit einer herrlichen Melodie aufwartet. Klasse hier der lockere Groove, die saftigen Gitarren (tolles Solo) und der powernde Refrain. Ebenso melodisch und mit viel Twang kommt die tolle New Country-/Coiuntryrock-Ballade "Lifeguard" (wunderbares, lässiges Gitarrensolo in der Mitte), gefolgt von dem famosen "Tennessee highway", das zunächst ebenfalls balladesk und recht verhalten beginnt, viel Country-Esprit offenbart, sich spätestens mit dem glühenden, rauen, fetten Gitarresolo im Break aber schließlich zu einem astreinen Southern Rocker mausert. Große Klasse auch der kräftige, massiv gitarrenlastige, southern-fueled Roots-/Countryrocker "The book of Allison", wie auch das brodelnde, fast schon punkig und auch jammig anmutende, mächtig nach vorn rockende "Chase after me sheriff". Es gibt bei diesem Album nichts zu mäkeln. Drift Mouth überzeugen auf ganzer Linie. Großartige, beeindruckende Leistung und ein echter Volltreffer an der Schnittstelle zwischen Rootsrock, Americana, Countryrock und Southern Rock!

Das komplette Tracklisting:

1. Dare D'Evel & The Snake River Canyon - 4:18
2. The Ghost of Paul Weaver - 3:51
3. Iris - 3:03
4. Loveridge Is Burning - 4:30
5. Lifeguard - 3:58
6. Tennessee Highway - 4:52
7. The Book of Allison - 3:38
8. Chase After Me Sheriff - 3:58
9. Myra - 4:26
10. Bad Song - 3:07

Art-Nr.: 10254
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dare D'Evel & The Snake River Canyon
Iris
Loveridge is burning
Lifeguard
Tennessee highway
The Book of Allison
Chase after me sheriff

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Gomes, Anthony - containment blues [2020]
Der hoch geschätzte, aus dem kanadischen Toronto stammende, unterdessen in den USA lebende, bärenstarke Bluesrock-Gitarrist, Sänger und Songwriter Anthony Gomes liefert mit dem Pandemie-inspirierten "Containment Blues" abermals ein überaus beeindruckendes, ja fantastisches, neues Album ab. Gomes, grundsätzlich durch und durch im Blues verwurzelt, ist aber auch bekannt dafür, diesen mit powervollem, hartem und wuchtigem Rock zu kombinieren, ebenso wie auch dafür, immer mal wieder seine Liebe zum Southern Rock einfließen zu lassen. Das ist auch bei "Containment Blues" so, doch hier geht er im Vergleich zu seinen vorigen Weken etwas zurückhaltender, mehr "stripped down" zu Werke, hat "versucht", den ein oder anderen Stecker zu ziehen, die pure Elektrizität und krachende Härte im Zaum zu halten, indem er neben seinen zündenden E-Gitarren--Chops auch auf akustische Gitarren, und vereinzelt sogar auf Mandoline, Banjo und Geige setzt. Nun ja, das gelingt ihm auch. Verdammt gut sogar. Doch im Bezug auf die mächtige, natürliche, innere Power seiner Songs, auf diese ihm eigene "ass-kicking" Wucht und energetische Performance hat sich nichts geändert. Nein, das Feuer brennt lichterloh. Die Kraft platzt nur so aus ihm heraus, allein schon durch die Intensität seines packenden, rauen Gesangsvortrages, aber auch durch sein zündendes Gitarrenspiel, sowohl mit der E-, als auch der Acoustic-Gitarre. Das Songmaterial ist "erste Sahne", die Melodien sind exzellent und auch die Lyrics kommen geradlinig, nachdenklich, auf den Punkt. Beeinflusst von solchen Größen wie Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix, Buddy Guy, Johnny Winter und vor allem B.B. King hat Gomes gleichermaaßen den Rock und den Blues im Blut und setzt das in seiner wunderbaren Musik einfach in einer ungemein lebendigen, authentischen, atmenden Konsistenz um. Eröffnet wird das Album mit dem dreckigen, dampfenden, kernigen Upbeat Bluesrock-Boogie "Make a good man (wanna be bad)", der voller powernder, rauer E-Gitarrenriffs steckt. Geht gut nach vorn, rockt fett und Gomes' "Whiskey-resistenter" Gesang kommt voller Emotionen und leidenschaftlicher Intensität. Toller Auftakt, dem mit "Hell and half of Georgia" gleich der nächste "Killer-Track" folgt - eine herrlich melodische, bluesige, voller Southernrock-Esprit steckende Nummer, instrumentiert mit großartigen, satten, transparenten Acoustic- und E-Gitarren. Wie variabel sich Gomes und seiner erstklassigen Begleitmusiker präsentieren, zeigt u. a. das anschließende, mit schönen Violinenklängen verzierte "This broken heart of mine", eine ganz feine Blues Ballade, performt mit einer vorwiegend akustisch ausgerichteten Instrumentierung. Das melodische Ambiente und Gomes' raue, soulful Vocals vertragen sich blendend. In Verlauf hören wir dann doch noch eine exzellent eingesetzte E-Gitarre, inklusive eines wunderbaren, kleinen Solos. Sehr knackiges, straightes Schlagzeug gibt den Takt für den herrlichen, southern- und countrylastigen Roots-/Bluesrocker "Praying for rain" vor. Unterlegt mit tollen Mandolinen- und Banjoklängen, schönen (Lead)Acoustic- und E-Gitarren, besticht der Song durch eine großartige Melodik. Wie auch das stampfende, bluesige, dreckige "Tell somebody" sicher eine Nummer, die auch Gomes' früherem Southern-/Countryrock-Sideprojekt, den New Soul Cowboys, bestens zu Gesicht gestanden hätte. Ganz stark auch der gewaltig kochende, shuffelnde Blues "Stop calling women hoes and bitches", gespielt mit glühenden Slideguitar-Riffs, tierischer Wah Wah-Lead Gitarre und einfach nur purer Energie. Eine engagierte, starke Botschaft, die Gomes hier inbrünstig "raushaut". "Until the end of time" kommt zumächst recht ruhig, mit klarer Acoustic Gitarre und edlen Violinen, gewinnt im Verlauf aber durch die Integration einer erdigen E-Gitarre zunehmend an Kraft, gefolgt von der überaus emotionalen Ballade "The greatest 4 letter word". Das Album endet schließlich mit dem großartigen, das Pandemie-Thema im Text etwas augenzwinkernd beleuchtenden Titelstück "Containment Blues", einem schön kernigen, rauen, von einer super knackugen, tighten Rhythm-Section angetriebenen, erdig rockenden, acoustic-based Roots-Blues von Allerfeinsten. Das komplette Album zeigt einen Anthony Gomes in absoluter Hochform. Einer, der sich durch die Pandemie nicht unterkriegen lässt, der nicht lamentiert, sondern der sich in dieser schwierigen Stuation hat inspirieren lassen, diese fantastischen Songs zu schreiben. Bravo! Anthony Gomes ist ohne jeden Zweifel einer der besten und interessantesten "unknown artists" des aktuellen, modernen, authentischen Bluesrocks. "Containment Blues" jedenfalls ist eine Meisterleistung!

Das komplette Tracklisting:

1. Make a Good Man (Wanna Be Bad) - 3:12
2. Hell and Half of Georgia - 3:11
3. This Broken Heart of Mine - 3:14
4. Praying for Rain - 3:25
5. No Kinda Love - 3:40
6. Let Love Take Care of Love - 3:48
7. Stop Calling Women Hoes and Bitches - 3:24
8. Until the End of Time - 4:11
9. Tell Somebody - 3:06
10. The Greatest 4 Letter Word - 3:01
11. Containment Blues - 2:53

Art-Nr.: 10171
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Make a good man (wanna be bad)
Hell and half of Georgia
This broken heart of mine
Praying for rain
Stop calling women hoes and bitches
Until the end of time
Tell somebody
Containment Blues

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Gomes, Anthony - electric field holler [2015]
Halten wir es gleich mal mit ein paar Textzeilen aus dem furiosen Opener "Turn it up!", und schon ist die Richtung für Anthony Gomes' prächtiges, neues Album "Electric field holler" zielgerichtet und ohne Schnörkel vorgegeben, ohne das der Protagonist diese Marschrichtung jemals verlässt:
"We come into your city, let the music take control
If you can't feel the Blues, you got a hole in your soul
Turn it up, kick it down
Tell everybody, we come to rock this town
Turn the spotlight on the crowd
We're gonna turn it up, turn it up loud."
Jawohl, diese großartige "Mugge" rockt, ist "pure fun" und hat dennoch so viel Substanz. Der aus Toronto in Kanada stammende, unterdessen aber in Nashville/Tennessee lebende, von solchen Größen wie Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix, B.B. King, Buddy Guy und Johnny Winter beeinflusste "Gitarrenteufel" begeistert mit einem wunderbar straighten "Hi-Energy" Blues-Rock'n Roll-Ritt voller Dynamik und Feuer, bei dem das Fundament zu gleichen Teilen im Blues und im Classic Rock der Siebziger verankert ist. Da Gomes, das weiß man spätestens seit seinem kultigen Bandprojekt mit den New Soul Cowboys, auch ein Faible für den Southern Rock hat, weht durch einige Songs zuweilen auch ein dezenter Hauch des Südens. Der Bursche setzt seine aussergewöhnlichen Talente (tolles Songwriting, erstklassiger, rauer, intensiver Gesang, famoses Gitarrenspiel) blendend ein. In seinen kompakten, dabei höchst insprierten und die pure Freude am eigenen Tun offenbarenden Songs, entfacht er eine gewaltige Power. Trotz dieser Kompaktheit ist in den Stücken immer ausreichend Platz für furiose, zündende, virtuose Gitarrensoli, die allerdings nie ausarten, sondern wunderbar auf den Punkt gespielt sind. Er lässt seiner Spielfreude und Energie völlig freien Lauf, versieht sein Songmaterial aber gleichzeitig mit prächtig hängen bleibenden Melodien. Gomes ist einfach ein toller Musiker - und so jemand braucht für seine Entfaltung natürlich auch die adäquaten Mitstreiter, um dem Material bei aller musikalischen Seele auch die entsprechende künstlerische Qualität zu verleihen. Die hat er mit dem großartigen Bassisten Theo Harden und dem weltbekannten, herausragenden Nashville Session-Drummer Chad Cromwell auch gefunden. Zudem wird er bei einigen Songs von dem Keyboarder "David Smith" unterstützt. Zusammen gefasst: Das Material wirkt, im positivsten Sinne, straight und simpel, aber eben auch umgesetzt mit immer wieder spannender Virtuosität und kleinen Raffinessen. "Straight bluesrockin' on a high level"! Nehmen wir beispielsweise mal den zündenden, klar vom Southern Rock beeinflussten Blues-Boogie "Whiskey train": Das ist eine "Hammer"-Nummer, vollgepackt mit straighten, kochenden, massiven Riffs und tierisch feurigem Lead-Gitarrenspiel. Gomes singt voller Vehemenz und voller "Soul", und begeistert mit kickenden, auf den Punkt gebrachten, glühenden Soli. Der "Whiskey train" rollt und rollt und rollt - unaufhaltsam! Klasse! Wunderbar auch das ein wenig autobiographisch wirkende "Blueschild", das mit viel Inspiration dargeboten wird. Fette, herrlich rockende Riffs treffen auf eine tolle Melodie und einen mitreissenden, bluesigen Groove. Das Gitarrensolo ist großartig! "I'm a six string slinger, a juke joint singer, Daddy I was born to play, I was born a blueschild", heisst es im Text. Yeah, Anthony, das ist Deine Mission! Super auch das von einer gewaltigen Gitarren-Präsenz bestimmte "Losing game", das gar ein wenig an die guten, alten Bad Company erinnert. Klasse hier die Orgel-Fills, die den Gitarrensound hervorragend ergänzen. Oder der hart rockende, völlig geradeaus und direkt gespielte Retro-Boogie "Love crazy" (im übrigen, neben Gomes, von der alten Survivor-Ikone und dem ex 38-Special-Songwriter Jim Peterik mit komponiert), der von einer bestens ins Ohr gehenden Melodie durchzogen ist - eine klasse Nummer folgt der nächsten. Halten wir es auch zum Schluß mit einem Text-Segment aus dem bereits erwähnten Opener, und zwar der dort "gerufenen" finalen Aufforderung "Tune in, turn on, turn it up loud"! Also, die Anlage auf einen amtlichen Lautstärkepegel einstellen und den geballten, straighten Blues-Rock'n Roll genießen - macht einfach tierisch Laune! Thanks, Anthony Gomes!

Das komplette Tracklisting:

1. Turn It up! - 3:18
2. Back Door Scratchin' - 3:24
3. Whiskey Train - 3:59
4. Blueschild - 3:58
5. Nowhere Is Home 4:08
6. Losing Game - 3:32
7. The Blues Ain't the Blues No More - 2:28
8. Junk in the Trunk - 2:50
9. Love Crazy - 3:22
10. Red Handed Blues - 4:04
11. Delta Raga - 0:29
12. Listen to the Universe - 4:27

Art-Nr.: 8892
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Turn it up!
Whiskey train
Blueschild
Nowhere is home
Losing game
Love crazy
Listen to the universe

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Immediate Family, The - slippin' and slidin' [2020]
5 Track EP! 3 Gitarren, Bass, Drums = großartiger California (Blues) Rock'n Roll! The Immediate Family sind eine neue All Star-Formation legendärer, alter (Studio)Hasen aus Californien, die in den letzten gut 4 Dekaden, entweder einzeln, sehr oft aber auch zusammen, die ganz Großen des Westcoast Rocks und des berühmten "California Sounds", wie zum Beispiel Jackson Browne, Linda Ronstadt, Don Henley, Stevie Nicks, James Taylor, Warren Zevon, Carole King, Graham Nash, David Crosby und viele, viele mehr, sowohl auf ihren unzähligen Alben, aber auch live während ihrer ausgedehnten Tourneen begleiteten. Die Namen dieser "Sidemen" (vielen früher auch ein Begriff als "The Section"), alles herausragende Könner an ihren Instrumenten, sind nahezu jedem Rockfan ein Begriff. The Immediate Family sind: Danny Kortchmar (guitar and vocals), Waddy Wachtel (guitar and vocals), Leland Sklar (bass), Russ Kunkel (drums), - zusammen sind die Vier sage und schreibe 292 Jahre alt -, komplettiert durch den etwas jüngeren Steve Postell (guitar and vocals). Und dieses Quintett spielt wie ein junger, hungriger Haufen - frisch, rotzig, erdig, voller Energie. Es macht ihnen spürbar Laune, nochmal ordentlich (bluesig) zu rocken und Dampf abzulassen. Die Chemie stimmt einfach! Und wie sie stimmt, demonstriert unmittelbar der die EP eröffnende, brodelnde Titeltrack "Slippin' and slidin'", ein donnernder, rootsiger, bluesiger Rocker, der mit seinen kernigen Slideguitar-Riffs und -Licks gleich ordentlich Energie produziert. Die Band entwickelt einen tollen Groove. Wachtel's rauer, dreckiger Gesang und das glühende Gitarrensolo sind absolut top. Wie auch die gelungene Coverversion von Don Henley's "New York minute" aus dessen 1989iger "The end of the innocence"-Album, hier gesungen von Steve Postell und nicht keyboard-, sondern gitarrenlastig arrangiert, der schöne, in bester Crosby, Stills, Nash & Young-Manier dargebotene Westcoast-Rocker "Top of the rock" und der genial groovende und swingende, einen tollen Drive entwickelnde, erdige Bluesrocker "Cruel twist", inklusive eines prächtigen, virtuosen, zündenden Gitarrensolos. Vervollständigt wird das "Mini-Album" mit einer furiosen, von fetten Gitarren bestimmten, kochenden Live-Version des legendären Warren Zevon-Klassikers "Werewolves of London", gespickt mit rauen, glühenden Slideguitar-Soli. Diese EP ist ein prächtiger Appetitanreger auf weiteres Material dieser famosen Truppe verdienter, höchst angesehener, ewig jung bleibender Rock-Veteranen, das hoffentlich bald kommen wird. Klasse!

Das komplette Tracklisting:

1. Slippin' and Slidin' - 3:55
2. New York Minute - 5:35
3. Top of the Rock - 4:02
4. Werewolves of London (live) - 4:26
5. Cruel Twist - 4:34

Art-Nr.: 10182
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 9,90

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Slippin' and slidin'
New York minute
Top of the rock
Werewolves of London (live)
Cruel twist

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Johanson, Eric - below sea level [2020]
"There’s a rising star in the Crescent City and his name is Eric Johanson". Yeah! Den in New Orleans/Louisiana beheimateten, grandios aufspielenden, jungen Gitarrenvirtuosen und fabelhaften Singer/Songwriter Eric Johanson, mit seinem so zündenden, rauen und dreckigen, überwiegend sehr kraftvollen Southern- und Hill Country-inspirierten Bluesrock, feiern die Experten und Kenner schon als den nächsten, ganz großen Künstler und Gitarrenzauberer des Genres. Im Jahre 2019, während des berühmten New Orleans Jazz Festes, nachdem der langjährige Blues-Protégé von Tab Benoit und Tour erprobte Gitarrist (tourte als Lead Gitarrist für Cyril Neville um die Welt, spielte zusammen mit z.B. Anders Osborne, JJ Grey, Eric Lindell und Mike Zito) schon mächtig Eindruck in der Szene hinterlassen hatte, lud ihn North Mississippi Allstars-Gitarrist Luther Dickinson zu einem All Star Jam-Konzert ein, was am Ende dazu führte, dass der total begeisterte Dickinson und Johanson Pläne schmiedeten, Johanson's nächstes Album in den brühmten Zebra Ranch-Studios des Dickinson-Clan's einzuspielen, mit Luther Dickinson als Produzent und dessen Bruder Cody Dickinson am Schlagzeug. Dritter im Bunde wurde der großartige Bassist Terrence Grayson (Victor Wainwright). Als Resultat von alledem dürfen wir nun das bärenstarke, voller rauer Energie steckende "Beyond sea level" bewundern, eine beeindruckende Bluesrock-Vorstellung, über die Eric Johanson selbst sagt: "With this album I was finally able to bring my blues and rock influences to a place of more imagination and creativity, while keeping it organic and honest. It’s contemporary music naturally grown from the roots of southern blues and psychedelic inspiration". Johanson ist nicht nur mit dem Talent eines herausragenden Gitarristen gesegnet, er verfügt auch über eine großartige Stimme voller Seele und Gefühl. Zudem ist er ein erstklassiger Songwriter (sämtliche Trcks sind Eigenkompositionen von ihm) und Performer, der es wie selbstveständlich schafft, seine edige, dreckige, ungemein authentische Musik, trotz spürbarer, ungezwungener Spielfreude in exzellente Strukturen und Melodien einzubinden. Und Johanson's Gitarrenspiel ist schlicht "outstanding". Raue, kernige, prächtig hängen bleibende Powerriffs überall, umwerfende Gitarrenlinien, feurige, virtuose, erdige Soli, teils mitreißende Lead Slidegitarre - was auch immer sich in diesen Zebra Ranch-Studios mit der Qualität der Songs und den musikalischen Talenten der einzelnen Musiker abgespielt hat, die Band und Produzent Luther Dickinson beschworen eine Art Magie. Ein toller, erdiger, dynamischer Groove (starkes Drumming im Zusammenspiel mit kraftvollen, "gritty" Gitarrenriffs) bildet die Basis für den rauen Opener "Buried above ground", ein swampiger, feuriger, von einem tiefen Southernflair durchzogener, traditional rooted Bluesrocker, bei dem Eric seinen eigenen, großartigen Gesang mit herrlich bluesiger Parallel Leadgitarre begleitet - etwas, was er nicht nur bei diesem Song macht. Richtig stark auch das energiegeladene, lebhafte Gitarrensolo des Meisters. Welch ein famoser Auftakt! Und es geht auf diesem hohen Level weiter. Sumpfige, scharfe Slidegitarrenlinien (inkl. super Solo) ziehen sich durch den ordentlich Gas gebenden, treibenden Swamp-/Southern-/Blues-Boogie "Down to the bottom". Spätestens jetzt sind Eric und seine tierische Slide "on fire". Das folgende "Changes The Universe" weicht vom härteren Blues-Rückgrat des Albums etwas ab und ermöglicht es Johanson, eine weitere Facette seiner exzellenten Musik aufzuzeigen. Langsamer im Tempo, dennoch schön knackig, tauscht er bei diesem klassischen, hinreißend melodischen Bluesrocker seinen powernden Drive gegen ganz feine, traumhafte, aber dominante Gitarrenlinien (mit einen wunderbaren Echo-Gitarrenton) und eine vorzügliche Orgel-Untermalung von Gastmusiker Ray Jacildo (JD McPherson) ein. Das alles wirkt angenehm retro. Johanson's einmal mehr sehr direktes, klares Gitarrensolo ist schlicht genial. Schwerblütige Rhythmen und ein dementsprechender Groove bilden die Basis des von glühender, irgendwo zwischen Hendrix und Stevie Ray Vaughan angesiedelter, fetter Lead Gitarre bestimmten, packenden, harten Bluesrockers "Hammer on the stone", der zum Finale hin erneut mit einem mächtigen Gitarrensolo aufwartet. Ein erneutes, absolutes Album-Highlight! Ein von klasse Drums und einem tollen Bass-Lick angenehm zurückhaltend, aber dennoch kraftvoll angetriebener Groove bestimmt den drückenden, schwülen, aber gar nicht so harten, wieder sehr southern und swampig angehauchten, "dichten" Bluesrocker "River of Oblivion". Die Melodie ist klasse, die Gitarren "sägen" herrlich rau. Dazu brilliert Johanson mit feurigen Slidegitarrenlinien, gegen Ende in einem tierischen Solo gipfelnd. Ganz stark auch beispielsweise das auf allen Zylindern feuernde "Never tomorrow" (klingt wie eine Anspielung auf Led Zeppelin und andere berühmte Rockbands der 70er Jahre, aber mit einem zeitgemäßen Roots-Touch), der furios und mit viel Tempo nach vorn galoppierende, rootsrockige Blues-Kracher "Nowhere to go" (dezent countrylastiges Hill Country Blues-Feeling), oder der balladeske, mit wunderbaren akustischen und elektrischen Gitarren inszenierte, pure Blues-/Southernrocker "Love is rebellion", inkl. toller Melodie und exzellenter Slidelinien des Meisters. Es gibt nicht den Hauch eines schwachen Songs auf diesem Werk. "Below sea level" ist ein Album zum Verlieben. Je öfter man es hört, desto mehr gibt es zu entdecken und desto mehr nimmt es einen gefangen. Eric Johnson ist sicherlich einer der herausragenden, in der Blues-Welt aufsteigenden jungen Stars. Dieses Album wird ihm eine Menge Aufmerksamkeit einbringen. Er wird ohne jeden Zweifel in einer neuen, jungen Generation von Blues(rock)-Helden einen zentralen Platz einnehmen. "This young man knows how to play the blues guitar". Eine Pracht-Scheibe!

Das komplette Tracklisting:

1. Buried Above Ground - 3:24
2. Down to the Bottom - 3:45
3. Changes the Universe - 4:06
4. Never Tomorrow - 2:51
5. Hammer on the Stone - 4:07
6. Have Mercy - 3:46
7. River of Oblivion - 4:36
8. Nowhere to Go - 2:36
9. Open Hearted Woman - 4:29
10. Dose of Forget - 2:53
11. Love is Rebellion - 3:46
12. Riverbend Blues - 3:24

Art-Nr.: 10168
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Buried above ground
Down to the bottom
Changes the universe
Never tomorrow
Hammer on the stone
River of oblivion
Nowhere to go
Love is rebellion

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Johnson, Jeremiah - unemployed highly annoyed [2020]
"Unemployed highly annoyed"! Der Albuntitel des neuen, großartigen Werkes von "Bluesguitar-Virtuoso" Jeremiah Johnson bedeutet so viel wie "Höchst nervige Arbeitslosigkeit", womit Johnson ein wenig frustrierend auf die Folgen seiner Pandemie-bedingten "Arbeitslosigkeit" im Bezug auf die nun schon seit Monaten ausfallenden Touren hinweist, was ihn und seine Band, wie auch unzählige andere Musiker und Künstler, natürlich in arge (finanzielle) Bedrängnis bringt. Doch Johnson ist ein Kämpfer - und ein kreativer Kopf. So versuchte er, seinen ganzen Frust, den Ärger und die Traurigkeit all dieser Corona-bedingten Umstände aus seinem Kopf in neues Songmaterial umzuwandeln, was schlußendlich dazu führte, dass er mit "Unemployed highly annoyed" nun sein bereits zweites Album in diesem Jahr herausbringt (nach "Heavens to Betsy" im Februar), das er zwar erst einmal nicht durch begleitende Tourneen supporten kann, das ihn aber sehr wohl in die Lage versetzt, seine vielen, ihn auf der Bühne schmerzlich vermissenden Fans "wenigstens" mit eingen sehr persönlichen, starken neuen Songs zu versorgen. Großartig! Textlich natürlich das Pandemie-Thema aufarbeitend, geht der in St. Louis/Missouri beheimatete, ungemein versierte Gitarrist, exzellente Sänger und hoch talentierte Songwriter musikalisch konsequent auf seiner eingeschlagenen Route weiter. Das heißt, die Grundlage ist klar der Blues, genauer gesagt der Mississippi-Blues, zu dem eine prächtige Dosis Southern Rock, Rootsrock und erdigen Rock'n Roll einfließen läßt. Vor allem der Southern-Vibe ist immer präsent, vor allem auch in seinem wunderbaren, virtuosen Lead Gitarren-Spiel und den glänzenden, oft auch eine spielfreudige, ausgeprägte Jam-Neigung offenbarenden Soli. Gerade The Allman Brothers Band ist hier als deutliche Inspirationsquelle wahrnehmbar. Aufgenommen wurde das Album in nur 3 Tagen, vom 23. bis zum 25. Mai 2020 in den Blue Lotus Studios von St. Louis, diesmal in Trio-Besetzung und ohne Bläser, mit seinen Mitstreitern Paul Niehaus IV (bass guitar, keyboards, backing vocals) und Tony Antonelli (drums, percussion, backing vocals). Das Album startet startet mit dem von einem schönen Southernrock-Feeling durchzogenen, fast schon ein wenig countrylastigen, sehr melodischen, rootsigen Rocker "Burn down the garden", der recht flüssig und mit einem gewissen Jam-Flair rüberkommt. Johnson's Gesang ist klasse, die jammige Phase nach rund 4 1/2-Minuten richtig spannend und das zündende Gitarrensolo "pure southern" Allmans-lastig. Eigentlich kann man diesen starken Auftakt auch als einen lupenreinen Southern Rocker bezeichnen. Und je öfter man diesen Song hört, desto "angefixter" ist man. Klasse! Mit dem schwülen und sumpfigen, jammigen Bluesrocker "Muddy black water" und dem straighten, fast schon ein wenig an die frühen Lynyrd Skynyrd angelehnten, mit satten Gitarren und klimperndem Piano inszenierten, etwas funky groovenden "Daddy's going out tonight" bleibt Johnson weiterhin auf dem Southern Rock-Terrain, während er mit dem großartigen Luther Allison-Cover "Cherry red wine" und dem kernigen, kraftvollen, gut Fahrt aufnehmenden Titelstück "Unemployed highly annoyed" wieder deutlicher in die Blues-Richtung geht. Dennoch verschwinden weder die Jam-Neigung, noch das Southern-Flair komplett. Johnson's ausgedehntes, variantenreiches Gitarrensolo beim Titelstück steckt voller Feuer. "Different plan for me" ist ein exzellenter, voller quirliger, virtuoser Gitarrenlinien steckender, emotionaler, düsterer Slow-Blues voller Soul und Inspiration, der mit seinem brutal ernsten Text, dem wimmernden Orgel-Background und den blendenden, immer wieder im Tempo variierenden Gitarrenläufen das schwierige Pandemie-Dasein musikalisch exzellent einfängt. Einen weiteren, hervorragenden Slow-Blues hören wir mit dem von einer tollen Melodie bestimmten, ein schönes Retro-Feeling vermittelnden "Love and sympathy", wo das forsche Gitarrensolo nach zwei Dritteln der Nummer, im Gegensatz zum ansonten sehr harmonischen Grundkonzept, richtig rau und ruppig präsentiert wird. Passt aber klasse und demonstriert einmal mehr, das Johnson jederzeit in der Lage ist, seinen Songs Spannung und Kreativität zu verleihen. Das Album endet mit dem puren Vollgas Rock'n Roller "Rock n Roll for the soul", und bildet damit den nochmal richtig Dampf ablassenden Abschluß eines Jeremiah Johnson-Projektes, mit dem der Künstler und seine Band die ganze Pandemie-Problematik höchst effektiv dazu genutzt haben, ihren großen musikalischen Talenten freien Lauf zu lassen. Klasse Album! Bester, Southern-inspired Bluesrock der Marke Jeremiah Johnson!

Das komplette Tracklisting:

1. Burn Down the Garden - 5:30
2. Muddy Black Water - 3:49
3. Cherry Red Wine - 4:53
4. Daddy's Going out Tonight - 4:54
5. Unemployed Highly Annoyed - 6:33
6. Different Plan for Me - 6:57
7. Love and Sympathy - 5:25
8. Rock n Roll for the Soul - 2:58

Art-Nr.: 10190
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Burn down the garden
Muddy black water
Daddy's going out tonight
Unemployed highly annoyed
Different plan for me
Love and sympathy

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May Band, Mark - deep dark demon [2020]
Baumstark und kraftvoll, von 2 zündenden Lead Gitarren dominierte und mit einer herrlichen, zwanglosen Jam-Neigung aufspielende, in Texas ansässige Bluesrock -/Southern Rock-Formation um den großartigen Sänger, Songwriter und gestandenen "guitarslinger" Mark May. "Mark is one of the best blues-rock artists to come along in years. With great singing/songwriting and guitar playing, he reminds me of everyone from Albert Collins to Stevie Ray Vaughan to Carlos Santana. Hell, I even heard a couple of my licks in there", attestiert ihm sein guter Freund, der "alte", legendäre Allman Brothers-Gitarrist Dickey Betts, mit dem er einst einige Zeit in dessen Band Great Southern als zweiter Gitarrist und Sänger zusammenspielte und sogar ein Album aufnahm. So erscheint es nicht verwunderlich, zumal May unabhängig davon ein großer Fan der gesamten "Allmans Familie" ist, dass der Musik der Mark May Band eine deutliche Nähe zu der der The Allman Brothers Band anzumerken ist - doch das ist wahrlich nicht der schlechteste Einfluß. Auch Warren Haynes' Gov't Mule und, um mal einen jüngeren Act zu nennen, die Marcus King Band, sind sicher als Imspiration der Mark May Band zu nennen, die diese Einflüsse wiederum voller spürbarer Spielfreude und mit jeder Menge Leidenschaft in ihrem überaus ansprechenden, ja verdammt starken, eigenen Material gekonnt verarbeitet. Leader, Frontmann, Sänger, Songwriter und "guitarist extraordinaire" Mark May und sein kongenialer Partner, der zweite, ebenfalls super aufspielende Gitarrist Billy Wells sind die zentralen Figuren der Band, die nicht nur für ein sattes, vielschichtiges Gitarrenarrangement sorgen, sondern sich auch permanent gegenseitig pushen und mit fabelhaften Twin Leads, Dual Leads und ausgiebigen, wechselseitigen, packenden Soli überzeugen. Sie ergänzen sich fabelhaft. Dazu kommen ein prächtiger Keyboard-Backup (Orgel/Piano) und eine für hinreißende Grooves sorgende Bass/Drums/Percussion Rhythm-Section. Die Lust auf jammige Instrumentalpassagen ist, trotz des hervorragend hängen bleibenden Songmaterials, immer da, das deutliche Southern Rock-Feeling allgegenwärtig. Das Album beginnt mit dem packenden, zündenden, in bester, früher Allmans-Traditon stehenden, jammigen Southern-/Bluesrocker "Harvey's dirty side", der den 2017 in Houston wütenden Hurrikan "Harvey" zum Thema hat. Die Nummer zieht einen gleich magisch in ihren Bann. Die Jungs sorgen für eine mächtige, treibende, southern-bluesige, glühende Doppel Gitarren-, Slide-, Orgel-, Bass-, Drums-Inszenierung, dazu der klasse Gesang von Mark May. Dann, nach etwa einem Drittel des Songs, hören wir ein fetziges, kurzes Slideguitar-Solo, das in einen toll jammenden Mittelteil mündet, bei dem sich May mit einem furiosen, gewaltigen Gitarrensolo (inkl. Wah Wahs) in Szene setzt, ehe man zum ursprünglichen Groove und zur ursprünglichen Melodie zurückfindet. Ein super Nummer - und es geht munter so weiter. Zum Beispiel mit dem schön shuffeligen, sehr traditionell verwurzelten, southern-/country-inspired Blues "BBQ and Blues", der im Break mit einem tollen, von parallelen Lead Gitarren (eine davon ist eine klasse Bariton-Gitarre) gespielten Solo punktet. Wunderbare, vielschichtige Drums und Percussion sorgen bei dem folgenden, großartigen, sehr jammigen "Back" abermals für einen klasse (Santana meets The Allman Brothers Band)-Groove. Bei allen Freiheiten und aller Spielfreude ist der Song klasse strukturiert. Im mittleren Break zelebrieren die beiden Gitarrenartisten ein herrlich lässiges, geniales Twin-Solo und am Ende jammt sich die komplette Band, allen voran die Saitenzauberer, nach einem cool in Szene gesetzten Tempowechsel in einen regelrechten Rausch. Es "zwirbelt" prächtig! Das Titelstück "Deep dark demon" ist ein sehr kerniger, knackiger und kraftvoller, in einem etwas langsameren Tempo vorgetragener Blues voller Inspiration und Seele, durchzogen von brillanter Gitarrenarbeit. Das mitreißende, virtuose, wechselseitige Solo (hier wirkt auch noch der fabelhafte Mike Zito als Gast mit) beeindruckt tief. Ein wahres Gitarren-Fest! "Sweet music" strotzt wieder vor Allmans- und Mule-Einflüssen, während das swampige "Rolling me down" durchaus Spuren von Little Feat" aufweist. Herrliche, Allmans-mäßige Twin-Licks ziehen sich durch den begnadeten Southern-/Jamrocker "My last ride". Bei einer wunderbaren Basismelodie, starkem Gesang von May und einmal mehr einem tollen Groove, steuern die beiden Gitarristen jeweils wieder ein ausgedehntes, flammendes, ordentlich wirbelndes Gitarrensolo bei. Die Fans des jammigen, southernrockigen und bluesigen Gitarrenzaubers dürften vollends begeistert sein. Nicht nur von diesem Stück, sondern von dem gesamten Album. Mit "Deep dark demon", Mark Mays bereits siebten Album, dürften er und seine Band sich endgültig in den Fokus der genannten Klientel gespielt haben. Einfach klasse! Ein echtes Statement, eine saustarke Vorstellung der Mark May Band! Ihr seid genau auf dem richtigen Weg, Jungs - so darf's gerne weitergehen...

Das komplette Tracklisting:

1. Harvey's Dirty Side - 6:05
2. BBQ and Blues - 4:07
3. Back - 6:39
4. Deep Dark Demon - 4:51
5. Sweet Music - 6:03
6. Rolling Me Down - 4:39
7. My Last Ride - 7:26
8. For Your Love - 5:28
9. Walking Out the Door - 6:13
10. Something Good - 5:54
11. Invisible Man - 6:15

Art-Nr.: 10108
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Harvey's dirty side
BBQ and Blues
Back
Deep dark demon
Sweet music
My last ride
Walking out that door
Something good

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Moe. - this is not, we are / not normal ~ 2 cd-set [2020]
2 CD-Set! Gelobt von den amerikanischen Fachmedien für ihre "umwerfende Musikalität" und geschätzt für ihre faszinierenden musikalischen Synergien, ihr kluges, cleveres Songwriting und ihren erstaunlichen Einfallsreichtum, präsentiert die exzellente, von einer gewaltigen Fanbase angetriebene Jamrock-Formation Moe. aus Buffalo/Upstate New York nach langen 6 Jahren nun endlich ein neues Studioalbum - das heißt, es sind "eigentlich" sogar zwei. Das erste Album "This is not, we are" wurde, nachdem im Sommer dieses Jahres in wöchentlicher Folge jeweils ein neuer Song erschien, zunächst nur digital veröffentlicht und Album Nr. 2 mit dem Titel "Not normal" erschien jetzt ganz überraschend, nachdem es vor einigen Wochen von der Band live in der Lobby des Palace Theatres von Albany in seiner Gänze aufgeführt wurde, ebenfalls digital. Nun sind beide Werke auch physikalisch im Verbund als Doppel-CD erhältlich. Moe. feiern in diesen Tagen ihr 30-jähriges Bandjubiläum, das sie mit ihrem neuen Output gebührend zelebrieren, denn das Teil ist ein wahres Jamrock-Juwel. Das Quintett um die beiden, hier einmal mehr groß aufspielenden Meistergitarristen Chuck Garvey und Al Schnier ist, wie die meisten Jambands, eigentlich eine typische Live-Band, die erst auf der Bühne richtig aufblüht. Doch für ihre beiden neuen Alben haben sie es wieder einmal problemlos geschafft, ihr unglaubliches Jam-Potential, diese tief in ihren Genen verankerte leidenschaftliche, so variantenreiche, freigeistige Improvisationsfreude, die Lust sich in leidenschaftlicher, unendlicher Spielfreude zu verwirklichen, geradezu perfekt ins Studio zu übertragen. Dabei verschmelzen sie geschickt die unterschiedlichsten Stilrichtungen miteinander, vom Latin über Jazz zum Funk und Blues, vom Southern Rock zum Classic Rock, Progressive Rock und Psychedelic Rock bis hin zu Folk und Country-Nuancen, alles integriert in eine wie geölt laufende Groove-Maschine. Oft beginnen die Songs in einem klasse und durchaus eingängig strukturierten Rahmen mit knackig und satt rockenden Gitarrenriffs sowie prima Melodien, um sich dann in herrlichen, unbeschwerten, völlig losgelösten Instrumentalbreaks und Jammings zu verlieren, bei denen sie mit einem beeindruckenden Spirit und Feeling punkten. Dominiert wird das Material einmal mehr von dem fantastischen Zusammenspiel der beiden oben schon erwähnten, exzellenten Gitarristen Chuck Garvey und Al Schnier, die immer wieder mit brillanten, ausgedehnten Soli glänzen, aber auch von Jim Loughlin's typischem Vibraphon-Spiel, sowie, bei ein paar Songs, darüber hinaus von einer klasse integrierten, 3-köpfigen Horn-Section. CD 1 ("This is not, we are") startet mit dem ungemein dynamisch groovenden, von glühenden Lead Gitarren, "klimperndem" Vibraphon und starken Bläser-Fills bestimmten Jamrocker "LL3", der, auch durch den klasse Gesang, wunderbar melodisch beginnt, um nach ca. 2 1/2 Minuten in einen tollen, improvisationsfreudigen Mittelteil überzugehen, zunächst mit hervorragendem, jazzig und psychedelisch angehauchtem Vibraphon-Spiel und schließlich mit einem prächtigen, zündenden, fett rockenden Gitarrensolo. Die Band ist sofort in ihrem Element. Ein saustarker Auftakt! Markante Basslinien und großartiges Percussion-Spiel bilden die Basis des lässig lockeren Groove-Rockers "Crushing". Sehr stark hier die feine Melodik, das E-Piano, sowie das fantastische Gitarrensolo. Alles kommt in fluffig flockiger Harmonie. Nach dem jazzigen Instrumental "Jazz cigarette" und dem hervorragenden "Undertone", im übrigen der einzige Track, den die Band im Vorfeld zu diesem Album noch nicht live spielte, folgt der schön straighte, kernige, kraftvolle, bluesige Rocker "Who you calling scared" (vollgepackt mit vielschichtigen Gitarren und ein paar heißen, fetten Bläser-Fills), der mit viel Southern Rock-Esprit aufwartet. Im rund 2 1/2-minütigen Instrumentalbreak geben sich die beiden Gitarristen mit einem ordentlich satten, voller Feuer steckenden Gitarrenjamming die Ehre. Sicher nicht nur für Fans von Gov't Mule und Warren Haynes eine wahre Wonne. Herrlich auch das zwanglos grrovende, sehr variable,, sowohl von einem gewissen Latin-Feeling, als auch von einem tollen Southern-Flair durchzogene "Dangerous game", geprägt von toller Percussion und den brillanten Gitarren der beiden Saitenkünstler Schnier und Garvey. Hier vereint die Band Spuren solcher Kollegen wie Widespread Panic, Gov't Mule, String Cheese Incident, Phish und Grateful Dead, und klingt doch typisch Moe.. Genial! Gleiches gilt für das opulente, flotte, erneut in einem wunderbaren Groove nach vor rockende "Alon for the ride" (prächtige, fette Gitarrenläufe), das eine gewisse progressive und psychedelische Note entwickelt, die sogar ein paar Assoziationen an Pink Floyd weckt. CD 2 ("Not normal") macht genau da weiter, wo Album Nr. 1 endete. Los geht's mit dem einmal mehr die ganze musikalische Kompetenz der einzelnen Akteure und des Kollektivs offfenbarenden Jamrocker "New hope for the new year", der zwischen den Gesangspassagen mit langen Gitarrenpassagen, VIbraphon-Klängen, sowie einer leicht jazzigen und psychedelischen Note glänzt. Mit gutem Drive, recht straight und funky, startet das baumstarke "ATL", das nach knapp 3 Minuten in ein kurzes, "wildes" Vibraphon-Jamming mündet, um nach einem vakanten Tempowechsel in ein hinreißenden, viel Southern-Spirit versprühendes Gitarrensolo überzugehen. Das vorzügliche "Prestige worldwide" beschließt schließlich das Werk. Das ist nochmal ein Jamrocker, wie er typischer für Moe. nicht sein kann: Melodische Strukturen, freigeistige Improvisationen, leicht psychedelisches Flair, Tempowechsel, Vibraphon-Klänge (tolles Solo), fantastische, ausgedehnte Gitarrenläufe. Kein Zweifel, die 6 Jahre lange Wartezeit auf neues Studiomaterial von Moe. hat sich voll gelohnt. Die Band knüpft mit ihren beiden, in dieser großartigen Doppel-CD vereinten, eczellenten, neuen Alben, wie selbstverständlich an die typischen, improvisationsorientierten Taditionen ihrer nunmehr 30-jährigen Band-Historie an, um sich gleichzeitig voller Frische und neuer Ideen in absoluter Bestform zu präsentieren. Beeindruckend!

Das komplette Tracklisting:

CD 1 - "This is not, we are":
1. LL3 - 4:45
2. Crushing - 4:39
3. Jazz Cigarette - 3:58
4. Undertone - 4:12
5. Who You Calling Scared - 4:12
6. Dangerous Game - 6:08
7. Skitchin Buffalo - 7:18
8. Skitchin Buffalo Reprise - 0:59
9. Along For The Ride - 5:17

CD 2 - "Not normal":
1. New Hope For The New Year - 9:01
2. Pill Vacation - 6:15
3. ATL - 6:57
4. Screaming and Kicking - 3:20
5. Prestige Worldwide - 8:33

Art-Nr.: 10221
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
LL Three
Crushing
Who you calling scared
Dangerous game
Along for the ride
New hope for the new year
ATL
Prestige worldwide

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Tedeschi Trucks Band - signs [2019]
Die famose Tedeschi Trucks Band um die faszinierende Sängerin Susan Tedeschi und Gitarrenmagier Derek Trucks mit ihrem nunmehr 4. Studioalbum "Signs"! Großartige Songs dieses 12 Personen-Ensembles in typisch jammiger Manier mit tollen Grooves (2 Drummer, 1 Percussionist), volller Seele, zwischen Allman'schem Rock, Blues, Soul und R&B. Was für exzellente Musiker! Gäste sind u.a. Warren Haynes und Doyle Bramhall II.

Das komplette Tracklisting:

1. Signs, High Times - 3:51
2. I'm Gonna Be There - 5:48
3. When Will I Begin - 4:17
4. Walk Through This Life 4:46
5. Strengthen What Remains - 2:36
6. Still Your Mind - 4:57
7. Hard Case - 3:22
8. Shame - 4:55
9. All The World - 3:21
10. They Don't Shine - 3:33
11. The Ending - 5:02

Art-Nr.: 9767
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Venable, Ally - heart of fire [2021]
In ihren kurzen Kleidchen sieht sie eher aus wie ein glamouröser Teeniestar, tatsächlich aber ist sie eine toughe, großartige Old School-Bluesrockerin und eine fabelhafte, furios aufspielende Gitarristin. Die Rede ist von der gerade mal 22 Jahre jungen Texanerin Ally Venable, die mit "Heart of fire" nun schon ihr viertes Album vorliegt - ein klasse Teil, das in beeindruckender Art und Weise ihren rasanten Aufstieg in der Szene belegt. So schwärmt beispielsweise niemand geringeres als Saitenhexer-Kollege Mike Zito: "Ally is the future of blues and the crossover music of American roots-rock". Ally ist tatsächlich ein Multitalent. Neben dem herausragenden Beherrschen des Gitarrespielens überzeugt sie auch als veritable Sängerin und Songwriterin. Alle Tracks, bis auf zwei Coverversionen (Bill Withers' "Use me" und der wunderbar von Ally neu arrangierte, uralte, aus dem Jahre 1924 stammende "Hateful Blues" mit Original-Intro von Bessie Smith), stammen aus der Feder von Ally Venable, einer davon mit Co-Autor Devon Allman und zwei zusammen mit Lance Lopez komponiert. Zudem hat sie, bis auf zwei Ausnahmen (dazu später mehr), sämtliche Gitarrenparts (rhythm & lead guitar) des Albums selbst übernommen - und wie sie das gemacht hat, zeigt auf eindrucksvollste Art und Weise, welch eine außergewöhnliche, variable und virtuose Gitarristin sie ist. Ihre immer wieder geschickt eingestreuten, zündenden, kraftvollen, meisterhaften Soli, kommen voller Feuer, mit viel Seele, aber auch schön zwanglos, voller Frische und unverbrauchter, jugendlicher, rauer Emotionalität. Ihre ganz große Inspirationsquelle ist Stevie Ray Vaughan, was man immer wieder unschwer erkennt, nicht zuletzt bei dem grandiosen, fast 9-minütigen, überaus melodisch und virtuos arrangierten Instrumental "Tribute to SRV". Was Ally hier an der Gitarre fabriziert, wie sie ihrem großen Helden die Ehre gibt, das ist einfach fabelhaft. Ruhigere Momente und richtig kraftvolle Passagen gehen fließend ineinander über, getragen von dem hinreißenden Lead Gitarren-Spiel der Protagonistin. Eine Meisterleistung! Den Anfang des Albums macht allerdings das exzellente Titelstück "Heart of fire". Herrliche, brodelnde Wah Wah-Riffs eröffnen den Song, Ally's klarer Gesang setzt ein und es entwickelt sich ein knackiger, kerniger, von tiefen, fast ein wenig heavy anmutenden, satten Gitarrenlicks begleiteter, wunderbar melodischer Bluesrocker, der sofort hängen bleibt. Ein erstes, quirliges Solo zeigt Ally gleich in blendender Form. Auch der Groove stimmt. Ein Auftakt nach Maß. Unser Bluerock-Herz hat sofort Feuer gefangen. Mit dem folgenden "Played the game", etwas ruhiger arrangiert, dennoch voller Dynamik und Würze (treibende Basslinie und Bassdrum), offenbart Ally ihre Variabilität. In ihrem semi-akustischen Gewand (tolles, teils swampiges Acoustic Gitarren-Spiel, inkl. Solo), orientiert sich die Nummer eher am klassischen Blues/Southern Blues, ohne aber den rockigen Touch gänzlich vermissen zu lassen. Schön hier die dezenten Orgel-Fills. Nach dem schon erwähnten, stampfenden, mächtigen "Hateful Blues" (tierisches, die Swamps ordentlich aufwühlendes Slideguitar-Solo von Ally), folgt mit dem großartigen "Road to nowhere", einer Kooperation mit Devon Allman (Allman Betts Band), eine weitere Top-Nummer. Wirkt kräftig, aber auch herrlich locker, groovy und fast schon ein wenig jammig. Devon Allman glänzt hier mit gut passenden Background Vocals und einem prächtigen, kernigen Gitarrensolo. Er hat dieses Stück auch produziert, während das komplette, übrige Album von Jim Gaines (u. a. John Lee Hooker, George Thorogood, Royal Sothern Brotherhood, Albert Cummings, Anthony Gomes, Joanne Shaw Taylor, und viele mehr) produziert wurde. Eine weitere Gemeinschaftsarbeit hören wir mit dem starken, schwermütigen Bluesrocker "Bring on the pain", diesmal mit Kenny Wayne Shepherd, der hier ebenfalls ein tolles Gitarrensolo beisteuert. Super auch der mit feurigen Riffs ausgestattete, in einem satten Gitarrengewand inszenierte, zünftige Bluesrocker "Do it in heels", den Ally mit zwei bravourösen Soli veredelt. So geht das munter weiter, bis das Album schließlich mit dem von erdigen Wah Wah-Riffs geprägten, powernden "What do you want from me" genauso kernig endet, wie es gut 50 Minuten zuvor begonnen hat. Ein Album, das richtig Freude bereitet. Ally Venable hat sich deutlich weiterentwickelt und präsentiert mit "Heart of fire" ganz klar ihr bestes und reifstes Album bisher. Im erlauchten Kreis der Elite weiblicher "Guitarslinger" und Bluesrock-Künstler ist sie damit endgültig angekommen. Ally's Bluesrock-Herz brennt - daran besteht kein Zweifel.

Das komplette Tracklisting:

1. Heart of Fire - 4:35
2. Played the Game - 4:45
3. Hateful Blues - 4:07
4. Road to Nowhere (feat. Devon Allman) - 3:53
5. Bring on the Pain (feat. Kenny Wayne Shepherd) - 3:54
6. Hard Change - 4:23
7. Do It in Heels - 3:35
8. Sad Situation - 4:10
9. Use Me - 4:40
10. Tribute to SRV - 8:52
11. What Do You Want from Me - 3:18

Art-Nr.: 10269
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Heart of fire
Played the game
Hateful Blues
Road to nowhere
Bring on the pain
Do it in heels
Tribute to SRV
What do you want from me

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Zito, Mike - quarantine blues [2020]
Was für eine spontane, geniale Aktion! Nachdem sämtliche Tourdaten aufgrund der Corona-Pandemie gestrichen worden waren, entschieden sich Bluesrock Gitarrenvirtuose und "all-around cool guy Mike Zito" und seine großartige Band während des Rückflugs von Europa Anfang März 2020, für ihre große, loyale Fangemeinde ein komplett neues Album einzuspielen und kostenfrei im Netz über "Soundcloud" zur Verfügung zu stellen. In den USA angekommen und isoliert in 14-tägiger Quarantäne, begann Zito sofort mit dem Songwriting und er und die Band unmittelbar mit dem Einspielen der Tracks. Alles passierte, wie gesagt, innnerhalb dieser 14 Tage und am 28. März 2020 stand "Quarantine Blues" im Internet zur Verfügung. Es ist ein packendes, mächtig rockiges Album geworden, das wohl zu den absolut besten Outputs in Zito's gesamter bisheriger Karriere gezählt werden muss - ein absolutes Killer-Teil! Er senbst sagt darüber: "I followed no rules, I wrote what I was feeling regardless of style or genre and using my feelings of fear, hope, love and rebelliousness to fuel my creativity. I think these are some of the best songs I have written in years". Das Werk wurde sofort von Fans und Fachleuten gleichermaßen gefeiert, Zito's Fans dankten es ihm mit zahlreichen Spenden über eine Internet Fundraising-Aktion. Zunächst gar nicht als "echte" CD-Veröffentlichung vorgesehen, hat sich Zito rund ein Vierteljahr später nun doch dazu entschlossen, das Wek über sein eigenes "Gulf Coast"-Label auch als Tonträger zu vertreiben. Zum Glück! Es wäre ja geradezu Frevel gewesen dieses fantastische Werk den Musikenthusiasten nicht als CD zur Verfügung zu stellen. "Quarantine Blues" ist ein Album voller mächtiger Power, voller Feuer und großer Intensität. Durch nahezu alle Songs zieht sich eine ausgeprägt (hard)rockige Note. Völlig zwanglos, rau, dreckig und ungeschliffen ist das Resultat, besticht mit einer wunderbaren Live-Atmosphäre. Alles ist "straight, lean and direct" eingespielt, mit unglaublicher Danymik. Gleichzeitig bleiben die Songs prächtig hängen, strotzen gleichermaßen vor großer Spielfreude und hervorragenden Stukturen. Zito's Gesang ist großartig, voller Seele und Inspiration, sein Gitarrenspiel einfach nur phänomenal. Seine immer wieder mitreißenden Soli sind purer Saitenzauber, pure Leidenschaft. Los geht's mit dem treffend betitelten "Don't let the world get you down" (die Corona-Thematik zieht sich durch fast alle Texte), einem gleich ordentlich Gas gebenden, straighten, zupackenden Bluesrocker, kompakt und ohne Schnörkel. Zito und die Band rocken, was das Zeug hält. Traditional Amarican Rock'n Roll pur! Hammer! Herrlich melodisch, geradeaus und ebenso kraftvoll rockt das folgende, wunderbare "Looking out this window". Der Song zieht einen wie magisch in seinen Bann. Super auch das zündende, bestens ins Ohr gehende Gitarrensolo des Meisters. Nach dem rauen, geradezu heavy und mit Urgewalt aus den Lautsprechern donnernden, wuchtigen, sehr starken "Don't touch me" (hier werden die Jungs von dem L.A. Guns und Guns N’ Roses-Recken Tracii Guns mit zusätzlicher Gitarrenarbeit unterstützt), präsentieren Zito & Co. das packende Titelstück "Quarantine Blues", ein steady rockender, absolut traditionell verwurzelter, saudreckiger, fantastischer Blues mit viel Southern-/Mississippi-Flair, eingebunden in ein massives, glühendes Slideguitar-Ambiente. Das brillante, straight und groovy rockende "Dark raven" (toller "John Bonham-esque Drum Beat") ist durchzogen von einer großartigen Melodik und einem leicht düsteren, "bedrohlichen" Feeling. Der Meister besticht abermals mit einem traumhaften, ausgedehnten Gitarrensolo, voller prächtiger Twin-Passagen, die gar ein wenig an die frühen, vermeintlich bluesigen, Wishbone Ash zu erinnern scheinen. Aber auch ein gewisser Led Zeppelin'scher "Dazed and confused"-Einfluß ist auszumachen. Klasse hier auch die Orgel-Fills! Sehr "geil" kommen auch das texanisch, bluesrockig, ein wenig ZZ Top-mässig dampfende, ungemein dynamische "Dust up" (tierische Gitarrensoli), der toll groovende, mit wunderbaren Gitarrenlinien durchzogene Bluesrocker "After the storm" (jammiges Gitarrensolo), das kernig und dreckig rockende "Hurts my heart" (klasse Neueinspielung einer alten Royal Southern Brotherhood-Nummer), sowie die abschließende von Mike Zito solo, nur mit akustischer Gitarre eingespielte, sehr schöne Ballade "What it used to be". "Quarantine Blues" ist ein gnadenlos starkes Album geworden - ein Ausnahmealbum, entstanden in einer Ausnahmesituation! Absolut beeindruckend! Hoffen wir mal, das Mike Zito und seine Band, sobald alles vorüber ist, diese Songs auch live auf den Bühnen dieser Welt präsentieren. Jetzt aber vergnügen wir uns erstmal an dieser fulminanten CD! Zum Gebrauch bitte unbedingt beachten: "Turn this set up loud and it will keep your soul alive"!!!

Das komplette Tracklisting:

1. Don't Let the World Get You Down - 3:56
2. Looking out This Window - 4:13
3. Don't Touch Me - 4:00
4. Quarantine Blues - 3:26
5. Walking the Street - 4:38
6. Dark Raven - 5:23
7. Dust Up - 4:18
8. Call of the Wild - 4:38
9. After the Storm - 6:33
10. Hurts My Heart - 4:24
11. What It Used to Be - 3:25

Art-Nr.: 10104
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't let the world get you down
Looking out this window
Quarantine Blues
Dark raven
Dust up
After the storm
Hurts my heart
What it used to be

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