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Alvin, Dave - from an old guitar: rare and unreleased recordings [2020]
Der charismatische californsiche Rootsrock-, Americana-, Blues- und Rock'n Roll-Veteran Dave Alvin beglückt uns mit einem baumstarken, neuen Album, das aber "nur" aus altem, rarem oder bislang unveröffentlichtem Material besteht. Dieses Material hat allerdings eine solche Klasse und Qualität, dass man gar nicht nachvollziehen kann, warum die überwiegende Anzahl dieser Tracks bislang in Alvin's Archiven verschwunden waren. Andere Künstler würden davon träumen, solch großartiges Material für ein "reguläres" Album zur Verfügung zu haben. Die Songs, 16 an der Zahl, kommen alle in einem fabelhaften, von Alvin selbst produzierten Sound. Das Material, ein paar Eigenkompositionen und viele Coverversionen (denen Alvin unwiderstehlich seinen Stempel aufdrückt), stammt aus allen Phasen seiner Karriere nach den Blasters. Wir hören kernige, von grandiosem E-Gitarrenspiel geprägten Blues und Bluesrock, erdige Rootsrocker, aber auch wundervollen, staubigen Alternate Country und California Countryrock - alles performt in Alvin's typischer Manier, mit tollen Strukturen, großartiger Melodik und oft auch seinem starken, carakteristischen, einzigartigen Sprechgesang. Er ist einfach ein herausragender Musiker. Ein paar exzellente Songbeispiele sind etwa die hinreißende, schwungvoll und flüssig rockende, von satten E-Gitarren (Dave Alvin & Greg Leisz) bestimmte, bluesige Coverversion von Bob Dylan's "Highway 61 revisited", seine fantastische Fassung des von Bob McDill geschriebenen, alten Country-Klassikers "Amanda" (großer Hit für Waylon Jennings) mit herrlich klingenden, vielschichtigen Gitarren, Pedal Steel (Mike Daley) und Akkordeon (Chris Gaffney), der rootsig swingende, dynamische, mit klasse E-Gitarrenläufen gespickte Bluesrocker "Albuquerque", die herrlich flotte, bluesig rootsige Fassung von Micky Newbury's southern umwobenen Countryrocker "Mobile Blue" (feines Piano, Fiddle, klasse E-Gitarren-Solo von Rick Shea), die dreckige, raue, schön shuffelnde, mit vielseitigen, variablen Gitarrenläufen gespickte Coverversionen des alten Willie Dixon-Blues "Peace", der Steelguitar-getränkte Marty Robbins-Countryklassiker "Man walks among us", der sehr dynamisch nach vorn gehende Bluesrocker "Beautiful city 'cross the river" (eine tolle Dave Alvin Eigenkompostion, inszeniert mit seinem famosen Sprechgesang, großartigen, flammenden Lead Gitarren und klasse Akkordeon-Fills), sowie die sehr coole, erdige Version des alten Doug Sahm TexMex-Heulers "Dynamite "woman" (tolle Pedal Steel von Greg Leisz). "I consider myself extremely lucky to have had such a stellar collection of musicians to make some noise with and to say that I’m proud of the performances on this release would be a gigantic understatement", sagt Alvin zu diesem Album und führt weiter aus: "And, yeah, of course I played beat up, old guitars on all the songs. I sincerely hope you enjoy these songs (and the musicians/singers bringing them to life). These recordings may be rare, unreleased or little heard but I’m very proud of them and they hold a very special, warm place in my heart. Just like my old guitars". Oh ja, da stimmen wir vollkommen zu, auf diese tollen Tracks und dieses großartige Album kann Alvin wirklich stolz sein. 16 Dave Alvin-Songperlen vom Allerfeinsten!

Das komplette Tracklisting:

1. Link of Chain - 3:56
2. Highway 61 Revisited - 4:56
3. (Variations on Earl Hooker's) Guitar Rumba - 5:30
4. Amanda - 4:20
5. Albuquerque - 3:20
6. Mobile Blue - 3:48
7. Perdido Street Blues - 3:51
8. On the Way Downtown - 4:37
9. Inside - 3:41
10. Krazy and Ignatz - 2:33
11. Peace - 6:31
12. Man Walks Among Us - 3:55
13. Beautiful City 'Cross the River - 4:19
14. Dynamite Woman - 3:43
15. Who's Been Here - 3:57
16. Signal Hill Blues - 4:24

Art-Nr.: 10213
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Highway 61 revisited
Amanda
Albuquerque
Mobile Blue
Peace
Man walks among us
Beautiful city 'cross the river
Dynamite woman

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BlackHawk - just about right: live from atlanta [2020]
2 CD-Set! Erst im Februar dieses Jahres haben Henry Paul und die legendäre Southern Rock-Institution The Outlaws mit "Dixie highway" ein herausragendes, neues Studioalbum veröffentlicht, und nun ist auch Henry's zweites Projekt, die einst so überaus erfolgreiche, natürlich ebenfalls von einem gepflegten Southern-Flair begleitete, exzellente New Country-/Countryrock-Formation BlackHawk (ja, die gibt es auch noch!) mit einem ganz wunderbaren, neuen Album am Start. Okay, es ist kein neues Studiomaterial, aber ein ganz exzellentes, ihre ganze musikalische Klasse beeindruckend offenbarendes Live-Album, mitgeschnitten bei einer fabelhaften, "stripped down" Acoustic-Show der Band am 17. Oktober 2017 im "Eddie's Attic", einem schönen Club in Decatur/Georgia, direkt an der westlichen Grenze von Atlanta. Seit dem tragischen Krebstod von Gründungsmitglied Van Stephenson im Jahre 2001 machen BlackHawk erfreulicherweise immer noch als Duo (Henry Paul & Dave Robbins) weiter und sind mit ihren vorzüglichen Begleitmusikern, sofern es die Zeit erlaubt, hier und da live aktiv. Und wie großartig ihre Live-Auftritte sind, zeigt dieses wunderbare, akustische Konzert, das auf der nun vorliegenden DoCD in einem ganz herrlichen, glasklaren Sound wiedergegeben wird. Die Show brachte Henry Paul (vocals, guitar, mandolin) und Dave Robbins (keyboards, vocals) mit einem Großteil der Originalmitglieder ihrer früheren Band aus den erfolgreichen Tagen zusammen (der aktuell auch zur Outlaws-Besetzung gehörende Dale Oliver - lead guitar, Bobby Huff - drums, percussion und Jason Roller - mandolin, violin), zusätzlich unterstützt von zwei Stützen der aktuellen The Outlaws-Besetzung (Steve Grisham - lead guitar, Randy Threet - bass, vocals). Getragen von Henry Paul's faszinierendem, einzigartigem Gesang beackert man geschickt das Terrain zwischen New Country und Countryrock, immer umgeben von diesem unwiderstehlichen, unterschwelligen Southern(rock)-Flair, das Paul einfach in den Genen hat. Es ist allgegenwärtig. Die Band spielt wie aus einem Guß! Auch in ihren akustischen Inszenierungen wirken die Songs alles andere als langweilig. Ganz im Gegenteil, die vertrauten Stücke in dieser zurückgenommenen Natürlichkeit zu erleben, mit diesen Mandolinen, akustischen Gitarren, den verhaltenen Drums, hin und wieder auch mal einer etwas dezenter agierenden E-Gitarre, inkl. des ein oder anderen Solos, entwickelt stets eine gewisse Spannung. Diese Melodien, diese umwerfenden Harmoniegesänge, die Spielfreude und Hingabe der Band, diese so wunderbar saubere Spielweise der Musiker - das ist ein Ohrenschmaus. Wir erleben großartige, in dieser Form zuvor nie gehörte Acoustic Liveversionen vieler großer alter Hits der Band, wie beispielsweise "Goodbye says ist all" (sehr schön hier die integrierte elektrische Lead Gitarre, inkl. eines feinen Solos), "Down in flames" (traumhafte, an die Eagles erinnernde Harmoniegesänge, faszinierende Mandolinen-Riffs und -Licks), "Every once in a while" (beinhaltet erneut eine herrlich lockere, elektrische Lead Gtarre mit zwei schönen, kleinen Soli), "Postmarked Birmingham", "That's just about right", das mit elektrischer Slideguitar verzierte "I sure can smell the rain", aber auch seltenere Nummern wie etwa von "Wichita" (herrliche, von Dave Robbins gesungene Southern-Ballade aus dem seltenen 2012er "Down from the mountain"-Album), das rockig-dynamische "Days" of America" vom "Spirit dancer"-Werk (starkes Acoustic Gitarren-Solo) oder "Bluest eyes in Texas" (BlackHawk's Fassung des großen, von Dave Robbins mitkomponierten Restless Heart Hits). Für zwei Tracks bedarf es noch einer besonderen Erwähnung: Zum einen die tolle Acoustic-Version des begnadeten, viele gefallene Weggefährten aus glorreichen Tagen honorierende, umwerfende Southernrock-Hymne "Brothers of the southland" und zum anderen das das Konzert furios abschließende "Big guitar" mit seinem Drive, der tollen Melodie, seinem Southern-Spirit und dem klasse E-Gitarren-Solo. "Big thanks" an BlackHawk, dass sie dieses herrliche Live Doppelalbum veröffentlicht haben. Genau wie The Outlaws sind auch BlackHawk noch in vorzüglicher Verfassung. Dieses wunderschöne, filigrane Konzert jedenfalls ist ein purer Genuß!

Die komplette Setlist:

Disc 1
1. Down in Flames - 4:00
2. Goodbye Says It All - 3:40
3. Every Once in a While - 4:52
4. Love Like This - 4:29
5. Let Em’ Whirl - 6:08
6. Almost a Memory Now - 4:29
7. Wichita - 4:34
8. I’m Not Strong Enough to Say No - 4:29
9. Ships of Heaven - 4:22
10. Ain’t No Yesterday - 3:45
11. Always Have, Always Will - 3:09

Disc 2
1. Days of America - 3:39
2. Dances With Her Shadow - 3:49
3. Bluest Eyes in Texas - 4:55
4. Spirit Dancer - 4:07
5. There You Have It - 3:38
6. Brothers of the Southland 5:01
7. One More Heartache - 4:08
8. I Sure Can Smell the Rain - 3:23
9. That’s Just About Right (J. Black) - 8:52
10. Postmarked Birmingham - 5:26
11. Big Guitar -3:44

Art-Nr.: 10212
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Down in flames
Goodbye says it all
Every once in a while
Wichita
Days of America
Bluest eyes in Texas
Brothers of the southland
I sure can smell the rain
Big guitar

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Castiglia, Albert - masterpiece [2019]
Meistergitarrist Albert Castiglia ist einer der am höchsten geschätzten Vertreter des zeitgenössischen Gitarren Blues und Bluesrocks, ein bestechender Gittarist und exzellenter Songwriter und Sänger. Sein neues Album "Masterpiece" ist ein "Killer"-Teil geworden. Die ersten Reviews sind überwältigend. Produziert von "Kollege" Mike Zito, der hier deutlich seinen Spuren und seinen Einfluß hinterlässt, gelingt Castiglia eine mitreißende Reise durch die dreckigen, rootsigen, rauen Gefilde, des erdigen, sehr kraftvollen, etwas southern angehauchten Gitarren-Bluesrocks, vollgepackt mit Energie, Leidenschaft und Emotion. Das Songmaterial ist durchweg exzellent. Neben 2 Coververionen (Johnny Winter's "Too much seconal" und McKinley Morganfield's" I wanna go home"), handelt es sich ausschließlich um Eigenkompositionen Castiglia's, zwei davon in Zusammenarbeit mit Zito, der im übrigen bei dem Album auch als großartig aufspielender Multi-Instrumentalist in Erscheing tritt (guitars, bass, keyboards, drums)! Toll! Nicht wenige bezeichnen das Album als bislang stärkstes in Castiglia's Vita. Da ist tatsächlich was dran. Das Teil ist in der Tat ein echtes "Masterpiece"!

Das komplette Tracklisting:

1. Bring on the Rain - 3:30
2. I Tried to Tell Ya - 4:19
3. Heavy - 4:53
4. Keep on Swinging - 5:05
5. Masterpiece - 3:24
6. Thoughts and Prayers - 3:37
7. Too Much Seconal - 4:58
8. Catch My Breath - 3:08
9. Red Tide Blues - 3:02
10. Love Will Win the War - 4:34
11. I Wanna Go Home - 5:21

Art-Nr.: 9821
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Cordovas - destiny hotel [2020]
"Destiny hotel" ist das neue, ganz vorzügliche Album der 2011 von dem aus Charlotte/North Carolina stammenden Frontmann Joe Firstman (vocals, bass, piano) gegründeten Cordovas, einer absolut großartigen, in East Nashville ansässigen Rootsrock-/Americana-/Countryrock-Band, deren wunderbarer, entspannter, dennoch herrlich groovender, frischer, klarer Sound aber so gar nicht nach Nashville klingt. Vielmehr versprüht ihre wunderbare Musik die freundliche Wärme und Ruhe des californischen Laurel Canyon-Lebensgefühls der späten Sechziger und frühen Siebziger Jahre - diese Unbekümmertheit, das Hippe-Feeling. Inspiriert fühlt sich die Band, und das ist deutlich wahrnehmbar, von solchen Größen wie Joni Mitchell, The Band, Crosby Stills Nash & Young, The Allman Brothers Band und vor allen Dingen Grateful Dead, deren Lebensphilosophie sie auch weitestgehend zelebrieren. Auch die Cordovas leben vor den Toren von East Nashville in einer Art "Community" zusammen. In der Tat ist es durchaus leicht, sich die Cordovas als eine Art Jam-Band vorzustellen, denn obwohl die Songs alle recht kurz sind, scheint vieles improvisiert zu sein. Und live leben sie das auch aus. Die lässige Instrumentierung der exzellenten Songs ist stets schön locker, wirkt entspannt, trotzdem in gewisser Weise "gritty", durchaus erdig und, wie schon erwähnt, herrlich groovy, immer zwanglos, unbeschwert und sehr natürlich. Bestimmt wird sie vorwiegend von klaren akustischen und elektrischen Gitarren, auch mal einer Mandoline und/oder Fiddle, kongenial unterstützt von bestens passenden Orgel- und/oder Piano-Einsätzen. Ein großes Plus der Band sind zudem der hervorragende Lead Gesang, (zumeist) von Joe Firstman, und die prächtigen, mehrstimmigen Harmoniegesänge. Das schon zitierte unbeschwerte, californische Lebensgefühl und ein warmes, sommerliches, californisches Countryrock-Feeling schimmern immer durch. Los geht's mit dem herrlichen, lockeren "High feeling", ein wunderbar unbeschwerter, harmonischer, countryinfizierter, The Band-beeinflusster Roots-/Americana-Rocker, bei dem der Titel Programm ist. Lässt man sich von diesem tollen Groove, den schönen Orgel- und Piano-Klängen und den unaufdringlichen Gitarren, sowie dem staubigen Lead-Gesang in Verbindung mit den hinreißenden Harmonies entspannt treiben, verfällt man, eh man sich versieht, tatsächlich in ein magisches, ungemein angenehmes "Hochgefühl". Toll! Ein sonniges, trotzdem staubiges Retro Countryrock-Flair strahlt auch das großartige, überaus melodische, starke "Rain on the rail" aus. Die sehr klare Instrumentierung aus Mandoline, akustischen Gitarren und Garcia-mässiger E-Gitarre, sowie der hintergründigen Orgel, vermittelt ein feines Grateful Dead-Feeling. Das folgende, wundervolle "Fine life" klingt, als seien die Jungs von einer imaginären Jam-Session von The Band, Little Feat und Crosby Stills Nash & Young inspiriert worden. Auch zu The Band Of Heathens oder Trigger Hippy würde diese Nummer gut passen. Schön hier die harmonisch integrierte Fiddle. Ein Juwel von einer Americana-/California Country-Ballade hören wir mit dem traumhaft melodischen, frischen, von hinreißenden Harmoniegesängen und fantastischen, ganz dezent "grassy" anmutenden Madolinen-/Acoustic Gitarren- und Piano-Klängen bestimmten "Afraid no more", während mit dem fast schon kernigen "The game" ein kraftvoller, straighter Rootsrocker voller satter E-Gitarren-Riffs, starker Lead Gitarre und CSNY-kompatiblen Harmonies auf dem Programm steht. Mit der lockeren, etwas countrylastigen, herrlich melodischen Americana-Nummer "Do more good" (flüssig gespieltes Klavier, feine Fiddle) endet das Album schließlich genauso großartig, wie es 10 tolle Songs zuvor begonnen hatte. "Destiny hotel" ist eine eindrucksvolle, musikalisch höchst kompetente Vorstellung der Cordovas. Natürlicher "soulful Americana" der Extraklasse und ein wahres Fest für die Liebhaber Jam-tauglicher, herrlich groovender, Retro Laurel Canyon-/California Roots-/Countryrock-Musik. Ein Hoch auf Bands wie die Cordovas, die diese Art von Musik mit einer solchen Frische am Leben halten.

Das komplette Tracklisting:

1. High Feeling - 2:57
2. Rain On The Rail - 3:35
3. Fine Life - 2:35
4. Afraid No More - 2:26
5. Man In My Head - 2:36
6. Destiny - 2:50
7. Warm Farewells - 3:02
8. The Game - 2:42
9. I'ma Be Me - 3:10
10. Do More Good - 2:57

Art-Nr.: 10191
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
High feeling
Rain on the rail
Fine life
Afraid no more
Warm farewells
The game
Do more good

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Crooked Eye Tommy - hot coffee and pain [2020]
"Deep seeded Blues and smokey Southern Rock", so bezeichnen Crooked Eye Tommy, ein prächtiges, groß aufspielendes, musikalisch außerordentlich kompetentes Quintett gestandener Veteranen der Santa Barbara-Blues(rock)-Szene, gemäß ihrer Website selbstbewusst ihre Musik. Das wird ihnen durchaus gerecht, doch ihr Spektrum ist weitaus größer und verdient somit eine etwas detailliertere Betrachtung. Die Band um die beiden Brüder "Crooked Eye" Tommy Marsh und Paddy Marsh, beides fantastische Gitarristen, klasse Lead-Sänger (teilen sich den Lead Gesang pro Song ausgewogen auf) und hervorragende Songwriter, zelebrieren vielmehr eine magische Verschmelzung southern californischer Blues-, Bluesrock-Lockerheit mit den Wurzeln klassischer Blues-Traditionen und der drückenden, groovigen Southern Rock-Schwüle swampiger Südstaatenlandschaften. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen natürlich die beiden Marsh-Brüder mit ihrer fabelhaften, fingerfertigen Gitarrenarbeit. Sie spielen fantastisch zusammen, brillieren mit prächtigen Hooklines, vereinzelten Twin Lead-Momenten und genauso kraftvollen, dampfenden, wie lockeren und lässigen Soli, auch wechselseitig mit starken Dual-Leads - immer bluesig, immer southern, immer voller Leidenschaft und Feuer. Vervollständigt wird das Line-Up der Band durch die legendäre, lokale Größe Jimmy Calire, ein vorzüglicher Keyboarder (vorwiegend Hammond B3) und Blasinstrumentalist, soiwe die beiden Rhythmusleute Samuel Corea am Bass und Charlie McClure an den Drums, alle ebenfalls hervorragender Musiker. Bei 5 Tracks tritt auch noch Gastspieler Craig Williams mit exzellentem Saxophon-Spiel sehr angenehm in Erscheinung. Alle Musiker bilden ein vorzüglich harmonierendes und aufeinander abgestimmtes Kollektiv. Die Einflüsse der Truppe reichen von Albert King, Muddy Waters, T-Bone Walker und Robert Cray, über Jerry Garcia bis hin zu The Allman Brothers Band und Lynyrd Skynyrd. Bärenstarke Gitarrenlicks und -linien ziehen sich durch den grandios groovenden Opener, den swampigen Southern-/Bluesrocker "Death letter Blues", den die Jungs in einem wunderbar flüssigern Midtempo, gleichzeitig aber auch mit viel Kraft und einem "tighten" Rhythmus präsentieren. Kommt sehr natürlich, rootsig, erdig - durchaus dreckig. Die Melodie ist richtig klasse und die Marsh-Brüder zeigen, unterstützt von feinen Orgelklängen, gleich ihre eindrucksvollen Gitarrenkünste, inkl. herrlicher, aus dem Handgelenk fließender Soli. Toller Auftakt! In einem ähnlichen Tempo, aber etwas drückender und dichter, kommt der von glühenden Lead Gitarren durchzogene Southern-Blues "Sitting in the driceway". Klasse hier der Gesang von Paddy Marsh! Dazu gibt's abermals ein hinreißendes, ausgedehntes Gitarrensolo zu bewundern. Die Band hat sich wunderbar eingegroovt. Sehr retro und mit viel Soul erklingt das ungemein melodische, flockig knackige Titelstück "Hot coffee and pain", das sogar einen gewissen Springsteen-Einfluß nicht leugnen kann. Das liegt wohl auch an dem famosen, irgendwie an den legendären "big man" Clarence Clemons erinnernden Saxophon-Spiel von Craig Williams, inkl. eines prächtigen Solos. "Twist the sky" ist wieder purer, äußerst kraftvoller, von tollem Orgel-Spiel und heißen Gitarren bestimmter, drückender Southern-Blues. Hat eine tolle Struktur und bleibt somit bestens hängen. Würde sicher auch gut zu Mike Zito passen. Punktet mit einem starken Orgelsolo, gefolgt von feurigen Gitarrenausflügen. Beim packenden, schleppenden, schwerblütigen Gitarrenrocker "The time it takes to live" fallen einem als Bezugsröße die längeren, jammigeren Tracks von Neil Young & Crazy Horse ein. Hervorragend in Szene gesetzt sind hier die fetten Gitarren, inkl. eines zündenden, ausgedehnten Solos, zuweilen auch mit Dual Leads. Sehr stark auch das jammige Instrumental "The Big House", das aufgrund der schönen Twin Leads und des leicht jazzigen, flüssigen Grooves sehr schnell die Nähe der Band zu den Allman Brothers verdeutlicht. Abgeschlossen wird das Album mit einer bestens gelungenen Coverversion von Sonny Landreth's "Congo Square". Vor 5 Jahren attestierten wir anlässlich des Debutalbums der Band: "Crooked Eye Tommy sind eine der größten, positivsten und musikalisch kompetentesten Überraschungen, die in der jüngeren Vergangenheit in der Bluesrock-Szene aufgetaucht sind. Und mit dieser Quallität sorgen sie gleich für jede Menge Aufmerksamkeit". Diese Einschätzung setzt sich mit ihrem Album Nr. 2 nun uneingeschränkt fort. "Hot coffee and pain" bietet southern-rockin' Blues und Bluesrock vom Allerfeinsten. Das ist eine tolle Band mit einem erneut tollen Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Death Letter - 5:06
2. Sittin in a Driveway - 4:21
3. Hot Coffee and Pain - 4:02
4. Twist the Sky - 6:28
5. Baby Where You Been (feat. Teresa James) - 5:19
6. Angel of Mercy - 5:49
7. Time It Takes to Live - 7:22
8. The Big House - 4:16
9. Congo Square - 5:20

Art-Nr.: 10151
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Death letter Blues
Sitting in the driveway
Hot coffee and pain
Twist the sky
The time it takes to live
The big house

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Garcia, Jerry & Merl Saunders - garcia live vol. 15: may 21st 1971, keystone korner, frisco [2020]
2 CD-Set! 15. Teil der hoch geschätzten und beliebten GarciaLive-Reihe aus den schier endlosen Archiven des legendären Grateful Dead-Gitarristen Jerry Garcia. Die neue Doppel-CD bringt uns einen fantastischen Mitschnitt eines ungemein jammigen, "freigeistigen", völlig losgelösten Auftrittes von Jerry Garcia, seinem Freund Merl Saunders und Drummer Bill Vitt, in Trio-Besetzung, vom 21. Mai 1971 aus dem berühmten, gemütlichen Jazzclub "Keystone Korner" im californischen San Francisco. Bei 5 Tracks unterstützt von dem Saxophonisten Martin Fierro, spielen die (damals noch) jungen Burschen zwei außergewöhnliche Sets zwischen Folk, R & B, Jazz & Rock, die es in sich hatten. Beeindruckend beispielsweise die beiden Eröffnungssongs der Sets, jeweils ausgedehnte Fassungen der Merl Saunders-Tracks "Man-Child" (Set 1 / rund 17 Minuten) und "Save Mother Earth" (Set 2 / rund 25 Minuten). Eine weitere, absolute "Perle" erleben die Fans mit dem ganz raren Cover von David Crosby's "The Wall Song", der einzigen bekannten Garcia-geführte Aufführung dieser Nummer. Historisch! Auch GarciaLive Vol. 15 ist wieder ein echtes Highlight für alle Deadheads und Gacia-Jünger.

Hier die Original-Produktbeschreibung von "Garcia Family Provisions":

GarciaLive Volume 15: May 21st, 1971 Keystone Korner finds Jerry Garcia & Merl Saunders in the middle of their first multi-night run at the vaulted San Francisco club. The previously uncirculated two-set performance was mixed and mastered from 4-track analog reels. With John Kahn thought to be on another gig in Southern California, Garcia, Saunders, and drummer Bill Vitt shift to an organ trio configuration with Merl’s feet ably rounding out the rhythm section. Future Garcia/Saunders & Legion of Mary bandmate Martin Fierro joins the fold, his first known performance with Garcia/Saunders, on 5 songs pushing the group to dizzying heights. The show opening “Man-Child” sets the tone with a 17-minute heavily improvised, funky jazz-fusion romp, while the self-described “Keystone Korner Jam” is (as best we can tell) a completely improvised adventure that takes the group into uncharted territory. Set Two offers more of the same with an incendiary take on Saunders’s original “Save Mother Earth” that tips the 25-minute mark to open the set. The highlight of the night, however, may be the only known Garcia-led performance of David Crosby’s “The Wall Song.” While Saunders is credited with teaching Garcia “regular, straight” music, there’s certainly no evidence of anything mundane here.

Die komplette Setlist:

Disc 1:
1. Man-Child - 17:16
2. One Kind Favor - 9:14
3. I Know It’s A Sin - 6:58
4. I Was Made To Love Her - 9:58
5. Keystone Korner Jam - 16:28
6. The Night They Drove Old Dixie Down - 5:04

Disc 2:
1. Save Mother Earth - 25:19
2. That’s All Right - 8:28
3. The Wall Song - 12:45
4. Mystery Train - 6:44

Art-Nr.: 10217
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Gomes, Anthony - containment blues [2020]
Der hoch geschätzte, aus dem kanadischen Toronto stammende, unterdessen in den USA lebende, bärenstarke Bluesrock-Gitarrist, Sänger und Songwriter Anthony Gomes liefert mit dem Pandemie-inspirierten "Containment Blues" abermals ein überaus beeindruckendes, ja fantastisches, neues Album ab. Gomes, grundsätzlich durch und durch im Blues verwurzelt, ist aber auch bekannt dafür, diesen mit powervollem, hartem und wuchtigem Rock zu kombinieren, ebenso wie auch dafür, immer mal wieder seine Liebe zum Southern Rock einfließen zu lassen. Das ist auch bei "Containment Blues" so, doch hier geht er im Vergleich zu seinen vorigen Weken etwas zurückhaltender, mehr "stripped down" zu Werke, hat "versucht", den ein oder anderen Stecker zu ziehen, die pure Elektrizität und krachende Härte im Zaum zu halten, indem er neben seinen zündenden E-Gitarren--Chops auch auf akustische Gitarren, und vereinzelt sogar auf Mandoline, Banjo und Geige setzt. Nun ja, das gelingt ihm auch. Verdammt gut sogar. Doch im Bezug auf die mächtige, natürliche, innere Power seiner Songs, auf diese ihm eigene "ass-kicking" Wucht und energetische Performance hat sich nichts geändert. Nein, das Feuer brennt lichterloh. Die Kraft platzt nur so aus ihm heraus, allein schon durch die Intensität seines packenden, rauen Gesangsvortrages, aber auch durch sein zündendes Gitarrenspiel, sowohl mit der E-, als auch der Acoustic-Gitarre. Das Songmaterial ist "erste Sahne", die Melodien sind exzellent und auch die Lyrics kommen geradlinig, nachdenklich, auf den Punkt. Beeinflusst von solchen Größen wie Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix, Buddy Guy, Johnny Winter und vor allem B.B. King hat Gomes gleichermaaßen den Rock und den Blues im Blut und setzt das in seiner wunderbaren Musik einfach in einer ungemein lebendigen, authentischen, atmenden Konsistenz um. Eröffnet wird das Album mit dem dreckigen, dampfenden, kernigen Upbeat Bluesrock-Boogie "Make a good man (wanna be bad)", der voller powernder, rauer E-Gitarrenriffs steckt. Geht gut nach vorn, rockt fett und Gomes' "Whiskey-resistenter" Gesang kommt voller Emotionen und leidenschaftlicher Intensität. Toller Auftakt, dem mit "Hell and half of Georgia" gleich der nächste "Killer-Track" folgt - eine herrlich melodische, bluesige, voller Southernrock-Esprit steckende Nummer, instrumentiert mit großartigen, satten, transparenten Acoustic- und E-Gitarren. Wie variabel sich Gomes und seiner erstklassigen Begleitmusiker präsentieren, zeigt u. a. das anschließende, mit schönen Violinenklängen verzierte "This broken heart of mine", eine ganz feine Blues Ballade, performt mit einer vorwiegend akustisch ausgerichteten Instrumentierung. Das melodische Ambiente und Gomes' raue, soulful Vocals vertragen sich blendend. In Verlauf hören wir dann doch noch eine exzellent eingesetzte E-Gitarre, inklusive eines wunderbaren, kleinen Solos. Sehr knackiges, straightes Schlagzeug gibt den Takt für den herrlichen, southern- und countrylastigen Roots-/Bluesrocker "Praying for rain" vor. Unterlegt mit tollen Mandolinen- und Banjoklängen, schönen (Lead)Acoustic- und E-Gitarren, besticht der Song durch eine großartige Melodik. Wie auch das stampfende, bluesige, dreckige "Tell somebody" sicher eine Nummer, die auch Gomes' früherem Southern-/Countryrock-Sideprojekt, den New Soul Cowboys, bestens zu Gesicht gestanden hätte. Ganz stark auch der gewaltig kochende, shuffelnde Blues "Stop calling women hoes and bitches", gespielt mit glühenden Slideguitar-Riffs, tierischer Wah Wah-Lead Gitarre und einfach nur purer Energie. Eine engagierte, starke Botschaft, die Gomes hier inbrünstig "raushaut". "Until the end of time" kommt zumächst recht ruhig, mit klarer Acoustic Gitarre und edlen Violinen, gewinnt im Verlauf aber durch die Integration einer erdigen E-Gitarre zunehmend an Kraft, gefolgt von der überaus emotionalen Ballade "The greatest 4 letter word". Das Album endet schließlich mit dem großartigen, das Pandemie-Thema im Text etwas augenzwinkernd beleuchtenden Titelstück "Containment Blues", einem schön kernigen, rauen, von einer super knackugen, tighten Rhythm-Section angetriebenen, erdig rockenden, acoustic-based Roots-Blues von Allerfeinsten. Das komplette Album zeigt einen Anthony Gomes in absoluter Hochform. Einer, der sich durch die Pandemie nicht unterkriegen lässt, der nicht lamentiert, sondern der sich in dieser schwierigen Stuation hat inspirieren lassen, diese fantastischen Songs zu schreiben. Bravo! Anthony Gomes ist ohne jeden Zweifel einer der besten und interessantesten "unknown artists" des aktuellen, modernen, authentischen Bluesrocks. "Containment Blues" jedenfalls ist eine Meisterleistung!

Das komplette Tracklisting:

1. Make a Good Man (Wanna Be Bad) - 3:12
2. Hell and Half of Georgia - 3:11
3. This Broken Heart of Mine - 3:14
4. Praying for Rain - 3:25
5. No Kinda Love - 3:40
6. Let Love Take Care of Love - 3:48
7. Stop Calling Women Hoes and Bitches - 3:24
8. Until the End of Time - 4:11
9. Tell Somebody - 3:06
10. The Greatest 4 Letter Word - 3:01
11. Containment Blues - 2:53

Art-Nr.: 10171
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Make a good man (wanna be bad)
Hell and half of Georgia
This broken heart of mine
Praying for rain
Stop calling women hoes and bitches
Until the end of time
Tell somebody
Containment Blues

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Greene, Alastair - the new world blues [2020]
Packendes, neues Studiowerk des südcalifornischen Bluesrock Gitarrenhexers Alastair Greene. Was für ein famoses, "heißes" Teil. Für die Fertigstellung dieses Albums reiste Greene zu seinem Freund Tab Benoit nach Houma/Louisisana, um es in dessen Whiskey Bayou Studios gemeinsam mit Benoit an den Drums und dem großartigen Bassisten Corey Duplechin, vorwiegend live, mit nur ganz wenigen Overdubs, in Trio-Besetzung einzuspielen. Herasugekommen ist ein exzellenter, auf den Punkt gebrachter, leidenschaftlicher Mix aus Rock-, Funk- und vor allem Blues-Zutaten, zusätzlich garniert mit einer gehörigen, sicher dem Aufnahmeort und Benoit's Einfluß geschuldeten, herrlich würzigen Portion Lousisiana-/Southern-Swamp-Flair. Das passt und kommt verdammt gut rüber. Die durchweg großartigen Songs, allesamt aus der Feder von Alastair Greene, 4 davon gemeinsam komponiert mit Tab Benoit, wirken kompakt, schnörkellos, stecken voller Energie, voller Feuer und voller Seele, punkten mit vorzüglichen Strukturen und Melodien, bieten dabei aber jederzeit ausreichend Freiraum für des Meisters furiose Gitarrenausflüge. Sein imposantes Spiel ist kraftvoll, geradlinig und variabel zugleich, kommt aber stets ohne effekthascherisches "Gefrickel" aus. Nein, dieser Alastair Greene ist wahrer Virtuose, ein wirklich herausragender Gitarrist - und, das wird viel zu wenig erwähnt, auch ein richtig guter Sänger. Los geht's mit ordentlich Drive und Power: "Living today" ist ein richtig "geiler", wunderbar nach vorn "rollender" Bluesrock-Boogie, der einen unmittelbar mitnimmt. Trotz der Power, einer gewissen sumpfigen Dicke, des pulsierenden Rhythmus und der gut Gas gebenden Gitarren (tolles Solo) strahlt die Nummer eine durchaus spürbare Relaxtheit aus. Klasse hier auch der mit feinen Harmoniegesängen (Benoit und Duplechin) aufgewertete Refrain. Ein super Auftakt, bei dem es einfach wie geölt rockt und bluest. Kernige, funkige Riffs und ein prächtiger "hip-shaking Groove" bilden die etwas härtere Basis des folgenden, ein dezentes Southern-Flair ausstrahlenden Bluesrockers "Lies and fear", dessen brodelndes Gitarrensolo im Break vor Variabilität und Power nur so strotzt. Ja, ja, der Kerl spielt wie aus einem Guß! Richtig swampig wird es mit dem wunderbar balladesken, sehr nach Louisiana klingenden Southern-Bluesrocker "Bayou mile", bei dem Alastair neben schön klaren Rifs und Licks auch eine grandiose Slidegitarre spielt, inkl. eines glühenden Solos gegen Ende des Songs. Apropos Solo: Eines der ganz feinen Art, fingerfertig, emotional, genauso kraftvoll und fett wie filigran, ziert den fantastischen, klassischen, abermals ein ganz dezentes Southernfeeling versprühenden Slow Blues "No longer amused". Hingebungsvoll, natürlich - absolut beeindruckend! Erneut von leicht funkigen Riffs wird das herrlich "steady" rockende, starke "Find your way back home" bestimmt, gefolgt von der umwerfend schönen, unsere Ohren magisch verzaubernden Bluesrock-Ballade "Heroes", die ein wahres Gänsehaut-Solo des Meisters beinhaltet. Mit dem begnadeten "Alone and confused" hören wir dann einen weiteren, sehr kraftvollen, erdigen Slow Blues, wieder vollgepackt mit leidenschaftlichen, packenden Gitarrenlinien. Zum Finale des Albums schließlich haut Greene noch das Titelstück, den fulminanten Southern Bluesrocker "The New World Blues" raus, dessen wild "rührende", fette, eine gewaltige Schwüle entwickelnden Slidegitarren die Bayous Louisiana's noch einmal mächtig zum Kochen bringen. Es ist der brodelnde Abschluß eines bärenstarken Albums mit einem Alastair Greene (und Mitstreiter) in absoluter Gala-Form. Ein "Masterpiece" tief ehrlicher, natürlicher, genauso zeitloser, wie ewig junger und moderner, Trio-besetzter, ganz großer Gitarren Bluesrock-Kunst.

Das komplette Tracklisting:

1. Living Today - 4:19
2. Lies and Fear - 3:22
3. Bayou Mile - 4:35
4. When You Don't Know What to Do - 3:46
5. No Longer Amused - 4:29
6. Back at the Poorhouse - 3:16
7. Find Your Way Back Home - 4:42
8. Heroes - 5:10
9. Wontcha Tell Me - 3:59
10. Alone and Confused - 5:56
11. The New World Blues - 3:46

Art-Nr.: 10184
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Living today
Lies and fear
Bayou mile
No longer amused
Find your way back home
Heroes
Alone and confused
The New World Blues

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Immediate Family, The - slippin' and slidin' [2020]
5 Track EP! 3 Gitarren, Bass, Drums = großartiger California (Blues) Rock'n Roll! The Immediate Family sind eine neue All Star-Formation legendärer, alter (Studio)Hasen aus Californien, die in den letzten gut 4 Dekaden, entweder einzeln, sehr oft aber auch zusammen, die ganz Großen des Westcoast Rocks und des berühmten "California Sounds", wie zum Beispiel Jackson Browne, Linda Ronstadt, Don Henley, Stevie Nicks, James Taylor, Warren Zevon, Carole King, Graham Nash, David Crosby und viele, viele mehr, sowohl auf ihren unzähligen Alben, aber auch live während ihrer ausgedehnten Tourneen begleiteten. Die Namen dieser "Sidemen" (vielen früher auch ein Begriff als "The Section"), alles herausragende Könner an ihren Instrumenten, sind nahezu jedem Rockfan ein Begriff. The Immediate Family sind: Danny Kortchmar (guitar and vocals), Waddy Wachtel (guitar and vocals), Leland Sklar (bass), Russ Kunkel (drums), - zusammen sind die Vier sage und schreibe 292 Jahre alt -, komplettiert durch den etwas jüngeren Steve Postell (guitar and vocals). Und dieses Quintett spielt wie ein junger, hungriger Haufen - frisch, rotzig, erdig, voller Energie. Es macht ihnen spürbar Laune, nochmal ordentlich (bluesig) zu rocken und Dampf abzulassen. Die Chemie stimmt einfach! Und wie sie stimmt, demonstriert unmittelbar der die EP eröffnende, brodelnde Titeltrack "Slippin' and slidin'", ein donnernder, rootsiger, bluesiger Rocker, der mit seinen kernigen Slideguitar-Riffs und -Licks gleich ordentlich Energie produziert. Die Band entwickelt einen tollen Groove. Wachtel's rauer, dreckiger Gesang und das glühende Gitarrensolo sind absolut top. Wie auch die gelungene Coverversion von Don Henley's "New York minute" aus dessen 1989iger "The end of the innocence"-Album, hier gesungen von Steve Postell und nicht keyboard-, sondern gitarrenlastig arrangiert, der schöne, in bester Crosby, Stills, Nash & Young-Manier dargebotene Westcoast-Rocker "Top of the rock" und der genial groovende und swingende, einen tollen Drive entwickelnde, erdige Bluesrocker "Cruel twist", inklusive eines prächtigen, virtuosen, zündenden Gitarrensolos. Vervollständigt wird das "Mini-Album" mit einer furiosen, von fetten Gitarren bestimmten, kochenden Live-Version des legendären Warren Zevon-Klassikers "Werewolves of London", gespickt mit rauen, glühenden Slideguitar-Soli. Diese EP ist ein prächtiger Appetitanreger auf weiteres Material dieser famosen Truppe verdienter, höchst angesehener, ewig jung bleibender Rock-Veteranen, das hoffentlich bald kommen wird. Klasse!

Das komplette Tracklisting:

1. Slippin' and Slidin' - 3:55
2. New York Minute - 5:35
3. Top of the Rock - 4:02
4. Werewolves of London (live) - 4:26
5. Cruel Twist - 4:34

Art-Nr.: 10182
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 9,90

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Slippin' and slidin'
New York minute
Top of the rock
Werewolves of London (live)
Cruel twist

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Johanson, Eric - below sea level [2020]
"There’s a rising star in the Crescent City and his name is Eric Johanson". Yeah! Den in New Orleans/Louisiana beheimateten, grandios aufspielenden, jungen Gitarrenvirtuosen und fabelhaften Singer/Songwriter Eric Johanson, mit seinem so zündenden, rauen und dreckigen, überwiegend sehr kraftvollen Southern- und Hill Country-inspirierten Bluesrock, feiern die Experten und Kenner schon als den nächsten, ganz großen Künstler und Gitarrenzauberer des Genres. Im Jahre 2019, während des berühmten New Orleans Jazz Festes, nachdem der langjährige Blues-Protégé von Tab Benoit und Tour erprobte Gitarrist (tourte als Lead Gitarrist für Cyril Neville um die Welt, spielte zusammen mit z.B. Anders Osborne, JJ Grey, Eric Lindell und Mike Zito) schon mächtig Eindruck in der Szene hinterlassen hatte, lud ihn North Mississippi Allstars-Gitarrist Luther Dickinson zu einem All Star Jam-Konzert ein, was am Ende dazu führte, dass der total begeisterte Dickinson und Johanson Pläne schmiedeten, Johanson's nächstes Album in den brühmten Zebra Ranch-Studios des Dickinson-Clan's einzuspielen, mit Luther Dickinson als Produzent und dessen Bruder Cody Dickinson am Schlagzeug. Dritter im Bunde wurde der großartige Bassist Terrence Grayson (Victor Wainwright). Als Resultat von alledem dürfen wir nun das bärenstarke, voller rauer Energie steckende "Beyond sea level" bewundern, eine beeindruckende Bluesrock-Vorstellung, über die Eric Johanson selbst sagt: "With this album I was finally able to bring my blues and rock influences to a place of more imagination and creativity, while keeping it organic and honest. It’s contemporary music naturally grown from the roots of southern blues and psychedelic inspiration". Johanson ist nicht nur mit dem Talent eines herausragenden Gitarristen gesegnet, er verfügt auch über eine großartige Stimme voller Seele und Gefühl. Zudem ist er ein erstklassiger Songwriter (sämtliche Trcks sind Eigenkompositionen von ihm) und Performer, der es wie selbstveständlich schafft, seine edige, dreckige, ungemein authentische Musik, trotz spürbarer, ungezwungener Spielfreude in exzellente Strukturen und Melodien einzubinden. Und Johanson's Gitarrenspiel ist schlicht "outstanding". Raue, kernige, prächtig hängen bleibende Powerriffs überall, umwerfende Gitarrenlinien, feurige, virtuose, erdige Soli, teils mitreißende Lead Slidegitarre - was auch immer sich in diesen Zebra Ranch-Studios mit der Qualität der Songs und den musikalischen Talenten der einzelnen Musiker abgespielt hat, die Band und Produzent Luther Dickinson beschworen eine Art Magie. Ein toller, erdiger, dynamischer Groove (starkes Drumming im Zusammenspiel mit kraftvollen, "gritty" Gitarrenriffs) bildet die Basis für den rauen Opener "Buried above ground", ein swampiger, feuriger, von einem tiefen Southernflair durchzogener, traditional rooted Bluesrocker, bei dem Eric seinen eigenen, großartigen Gesang mit herrlich bluesiger Parallel Leadgitarre begleitet - etwas, was er nicht nur bei diesem Song macht. Richtig stark auch das energiegeladene, lebhafte Gitarrensolo des Meisters. Welch ein famoser Auftakt! Und es geht auf diesem hohen Level weiter. Sumpfige, scharfe Slidegitarrenlinien (inkl. super Solo) ziehen sich durch den ordentlich Gas gebenden, treibenden Swamp-/Southern-/Blues-Boogie "Down to the bottom". Spätestens jetzt sind Eric und seine tierische Slide "on fire". Das folgende "Changes The Universe" weicht vom härteren Blues-Rückgrat des Albums etwas ab und ermöglicht es Johanson, eine weitere Facette seiner exzellenten Musik aufzuzeigen. Langsamer im Tempo, dennoch schön knackig, tauscht er bei diesem klassischen, hinreißend melodischen Bluesrocker seinen powernden Drive gegen ganz feine, traumhafte, aber dominante Gitarrenlinien (mit einen wunderbaren Echo-Gitarrenton) und eine vorzügliche Orgel-Untermalung von Gastmusiker Ray Jacildo (JD McPherson) ein. Das alles wirkt angenehm retro. Johanson's einmal mehr sehr direktes, klares Gitarrensolo ist schlicht genial. Schwerblütige Rhythmen und ein dementsprechender Groove bilden die Basis des von glühender, irgendwo zwischen Hendrix und Stevie Ray Vaughan angesiedelter, fetter Lead Gitarre bestimmten, packenden, harten Bluesrockers "Hammer on the stone", der zum Finale hin erneut mit einem mächtigen Gitarrensolo aufwartet. Ein erneutes, absolutes Album-Highlight! Ein von klasse Drums und einem tollen Bass-Lick angenehm zurückhaltend, aber dennoch kraftvoll angetriebener Groove bestimmt den drückenden, schwülen, aber gar nicht so harten, wieder sehr southern und swampig angehauchten, "dichten" Bluesrocker "River of Oblivion". Die Melodie ist klasse, die Gitarren "sägen" herrlich rau. Dazu brilliert Johanson mit feurigen Slidegitarrenlinien, gegen Ende in einem tierischen Solo gipfelnd. Ganz stark auch beispielsweise das auf allen Zylindern feuernde "Never tomorrow" (klingt wie eine Anspielung auf Led Zeppelin und andere berühmte Rockbands der 70er Jahre, aber mit einem zeitgemäßen Roots-Touch), der furios und mit viel Tempo nach vorn galoppierende, rootsrockige Blues-Kracher "Nowhere to go" (dezent countrylastiges Hill Country Blues-Feeling), oder der balladeske, mit wunderbaren akustischen und elektrischen Gitarren inszenierte, pure Blues-/Southernrocker "Love is rebellion", inkl. toller Melodie und exzellenter Slidelinien des Meisters. Es gibt nicht den Hauch eines schwachen Songs auf diesem Werk. "Below sea level" ist ein Album zum Verlieben. Je öfter man es hört, desto mehr gibt es zu entdecken und desto mehr nimmt es einen gefangen. Eric Johnson ist sicherlich einer der herausragenden, in der Blues-Welt aufsteigenden jungen Stars. Dieses Album wird ihm eine Menge Aufmerksamkeit einbringen. Er wird ohne jeden Zweifel in einer neuen, jungen Generation von Blues(rock)-Helden einen zentralen Platz einnehmen. "This young man knows how to play the blues guitar". Eine Pracht-Scheibe!

Das komplette Tracklisting:

1. Buried Above Ground - 3:24
2. Down to the Bottom - 3:45
3. Changes the Universe - 4:06
4. Never Tomorrow - 2:51
5. Hammer on the Stone - 4:07
6. Have Mercy - 3:46
7. River of Oblivion - 4:36
8. Nowhere to Go - 2:36
9. Open Hearted Woman - 4:29
10. Dose of Forget - 2:53
11. Love is Rebellion - 3:46
12. Riverbend Blues - 3:24

Art-Nr.: 10168
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Buried above ground
Down to the bottom
Changes the universe
Never tomorrow
Hammer on the stone
River of oblivion
Nowhere to go
Love is rebellion

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Johnson, Jeremiah - heavens to betsy [2020]
Der in St. Louis/Missouri beheimatete, ungemein versierte Gitarrist, exzellente Sänger und hoch talentierte Songwriter Jeremiah Johnson, der schon seit Jahren zu den absoluten Stars der örtlichen Bluesrock-Szene gehört, schickt sich seit geraumer Zeit durch seine stets hervorragenden Alben peu à peu an, auch den Rest des amerikanischen Kontinents und den der gesamten Bluesrock-Welt zu erorbern. Nun gelingt ihm mit seinem neuen Werk, "Heavens to Betsy" der nächste, ganz große Schritt. Mit diesem fantastischen, neuen Werk werden sein Standing und seine "ever growing fanbase" noch einmal deutlich anwachsen. Produziert vom Grammy-dekorierten Pete Matthews und eingespielt mit einer grandiosen Band (Frank Bauer - saxophone & backing vocals, Tony Anthonis - bass, Benet Schaeffer - drums und der Tastenmann der großartigen Rootsrock-Formation Lucero, Rick Steff, an den Keyboards) gelingt Johnson eine prächtige Synthese aus Bluesrock und flüssigem, rootsigem Southern Rock, fokussiert auf bemerkenswert starke Retro-Songkraft. Die Southern-Einflüsse sind stärker, als je zuvor. Sehr gelungen ist bei den Arrangements die Einbeziehung des Saxophons durch den toll aufspielenden Frank Bauer. Dessen Sax fungiert sowohl als clever taxierte Ergänzung zur Rhythmus-Sektion, als auch als kongenialer Partner von Johnson's brillantem, "fiery southern" Lead Gitarren-Spiel. Den besten Beleg dafür liefert gleich der herausragende Opener des Albums, "White lightning". Die Nummer beginnt, unterlegt von wunderbaren, dezenten Orgelklängen, mit herrlichen, locker flüssigen, parallel gespielten Saxophon-/Lead Gitarren-Licks im Stil der typischen Twin-Leads der The Allman Brothers Band. Auch im weitern Verlauf der Nummer kommen immer wieder Erinnerung an die großen Zeiten solcher Bands wie etwa Lynyrd Skynyrd oder The Marshall Tucker Band auf. Johnson's Gesang ist exzellent, passt 100%ig zu dieser Musik. Dazu spielt er wunderbare Wah Wah-Licks und brilliert mit einem tollen, feurigen Gitarrensolo, alles eingebunden in eine tolle Melodie. Ein bluesiger Southern Rocker vom Feinsten, der sofort zündet, und unmittelbar den Grundstein für ein durch und durch großartiges Album legt. Das folgende, kraftvolle "Tornado" schlägt in eine ähnliche Kerbe, ehe der kompakte, straighte, saustarke, mit feinen Classic Rock-Anleihen versehene Power Bluesrocker "Soul crush" aud den Lautsprechern "dampft". Enthält zwei quirlige, mitreißend gespielte, würzige Gitarrensoli des Meisters. Dann die wunderschöne, lockere, southern-bluesige Ballade "Ecstasy", durch die sich feinste Saxophon- und Lead Gitarren-Linien schlängeln, inklusive eines exquisiten, wunderbaren Solos. Ganz stark kommen auch der fette, fulminante, mit furiosen Gitarrenlicks und straighten Power-Riffs ausgestattete Rocker "Forever and a day", das flotte, lockere, etwas Country-infizierte und abermals auf einem tollen Southern-Groove gebettete "Leo Stone" (virtuoses, fingerfertiges "pure southern" E-Gitarren-Solo), die traumhaft melodische, mit wunderbarem Orgel-, Gitarren-, Saxophon-Zusammenspiel inszenierte "Ohrwurm"-Ballade "Long way home", bis das Album schließlich mit dem toll groovenden und swingenden, Spuren von Jump Blues und 50s-style Rock & Roll enthaltenden, "hot-rod" Rowadhouse Blues "Preacher's daughter" furios endet. "A great voice, strong songs, and a very talented band flow into a roots, southern, blues album that’s high-energy fun", resümiert ein U.S.-Kritiker vollkommen richtig. Sowohl die Bluesrock-, als auch die Southern Rock-Fraktion, und nicht zuletzt die Freunde vorzüglichen Gitarrenspiels finden hier ihre Erfüllung. Ein richtig klasse Typ, dieser Jeremiah Johnson, mit einem famosen Album!

Das komplette Tracklisting:

1. White Lightning - 3:49
2. Tornado - 3:35
3. Soul Crush - 2:34
4. Ecstasy - 4:22
5. Forever and a Day - 3:18
6. American Steel - 3:15
7. Showdown - 3:46
8. Leo Stone - 3:50
9. Castles in the Air - 2:58
10. Long Way Home - 4:09
11. Born Under a Bad Sign - 2:35
12. Preacher's Daughter - 3:14

Art-Nr.: 9991
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
White lightning
Soul crush
Ecstasy
Forever and a day
Leo Stone
Long way home
Preacher's daughter

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Johnson, Jeremiah - unemployed highly annoyed [2020]
"Unemployed highly annoyed"! Der Albuntitel des neuen, großartigen Werkes von "Bluesguitar-Virtuoso" Jeremiah Johnson bedeutet so viel wie "Höchst nervige Arbeitslosigkeit", womit Johnson ein wenig frustrierend auf die Folgen seiner Pandemie-bedingten "Arbeitslosigkeit" im Bezug auf die nun schon seit Monaten ausfallenden Touren hinweist, was ihn und seine Band, wie auch unzählige andere Musiker und Künstler, natürlich in arge (finanzielle) Bedrängnis bringt. Doch Johnson ist ein Kämpfer - und ein kreativer Kopf. So versuchte er, seinen ganzen Frust, den Ärger und die Traurigkeit all dieser Corona-bedingten Umstände aus seinem Kopf in neues Songmaterial umzuwandeln, was schlußendlich dazu führte, dass er mit "Unemployed highly annoyed" nun sein bereits zweites Album in diesem Jahr herausbringt (nach "Heavens to Betsy" im Februar), das er zwar erst einmal nicht durch begleitende Tourneen supporten kann, das ihn aber sehr wohl in die Lage versetzt, seine vielen, ihn auf der Bühne schmerzlich vermissenden Fans "wenigstens" mit eingen sehr persönlichen, starken neuen Songs zu versorgen. Großartig! Textlich natürlich das Pandemie-Thema aufarbeitend, geht der in St. Louis/Missouri beheimatete, ungemein versierte Gitarrist, exzellente Sänger und hoch talentierte Songwriter musikalisch konsequent auf seiner eingeschlagenen Route weiter. Das heißt, die Grundlage ist klar der Blues, genauer gesagt der Mississippi-Blues, zu dem eine prächtige Dosis Southern Rock, Rootsrock und erdigen Rock'n Roll einfließen läßt. Vor allem der Southern-Vibe ist immer präsent, vor allem auch in seinem wunderbaren, virtuosen Lead Gitarren-Spiel und den glänzenden, oft auch eine spielfreudige, ausgeprägte Jam-Neigung offenbarenden Soli. Gerade The Allman Brothers Band ist hier als deutliche Inspirationsquelle wahrnehmbar. Aufgenommen wurde das Album in nur 3 Tagen, vom 23. bis zum 25. Mai 2020 in den Blue Lotus Studios von St. Louis, diesmal in Trio-Besetzung und ohne Bläser, mit seinen Mitstreitern Paul Niehaus IV (bass guitar, keyboards, backing vocals) und Tony Antonelli (drums, percussion, backing vocals). Das Album startet startet mit dem von einem schönen Southernrock-Feeling durchzogenen, fast schon ein wenig countrylastigen, sehr melodischen, rootsigen Rocker "Burn down the garden", der recht flüssig und mit einem gewissen Jam-Flair rüberkommt. Johnson's Gesang ist klasse, die jammige Phase nach rund 4 1/2-Minuten richtig spannend und das zündende Gitarrensolo "pure southern" Allmans-lastig. Eigentlich kann man diesen starken Auftakt auch als einen lupenreinen Southern Rocker bezeichnen. Und je öfter man diesen Song hört, desto "angefixter" ist man. Klasse! Mit dem schwülen und sumpfigen, jammigen Bluesrocker "Muddy black water" und dem straighten, fast schon ein wenig an die frühen Lynyrd Skynyrd angelehnten, mit satten Gitarren und klimperndem Piano inszenierten, etwas funky groovenden "Daddy's going out tonight" bleibt Johnson weiterhin auf dem Southern Rock-Terrain, während er mit dem großartigen Luther Allison-Cover "Cherry red wine" und dem kernigen, kraftvollen, gut Fahrt aufnehmenden Titelstück "Unemployed highly annoyed" wieder deutlicher in die Blues-Richtung geht. Dennoch verschwinden weder die Jam-Neigung, noch das Southern-Flair komplett. Johnson's ausgedehntes, variantenreiches Gitarrensolo beim Titelstück steckt voller Feuer. "Different plan for me" ist ein exzellenter, voller quirliger, virtuoser Gitarrenlinien steckender, emotionaler, düsterer Slow-Blues voller Soul und Inspiration, der mit seinem brutal ernsten Text, dem wimmernden Orgel-Background und den blendenden, immer wieder im Tempo variierenden Gitarrenläufen das schwierige Pandemie-Dasein musikalisch exzellent einfängt. Einen weiteren, hervorragenden Slow-Blues hören wir mit dem von einer tollen Melodie bestimmten, ein schönes Retro-Feeling vermittelnden "Love and sympathy", wo das forsche Gitarrensolo nach zwei Dritteln der Nummer, im Gegensatz zum ansonten sehr harmonischen Grundkonzept, richtig rau und ruppig präsentiert wird. Passt aber klasse und demonstriert einmal mehr, das Johnson jederzeit in der Lage ist, seinen Songs Spannung und Kreativität zu verleihen. Das Album endet mit dem puren Vollgas Rock'n Roller "Rock n Roll for the soul", und bildet damit den nochmal richtig Dampf ablassenden Abschluß eines Jeremiah Johnson-Projektes, mit dem der Künstler und seine Band die ganze Pandemie-Problematik höchst effektiv dazu genutzt haben, ihren großen musikalischen Talenten freien Lauf zu lassen. Klasse Album! Bester, Southern-inspired Bluesrock der Marke Jeremiah Johnson!

Das komplette Tracklisting:

1. Burn Down the Garden - 5:30
2. Muddy Black Water - 3:49
3. Cherry Red Wine - 4:53
4. Daddy's Going out Tonight - 4:54
5. Unemployed Highly Annoyed - 6:33
6. Different Plan for Me - 6:57
7. Love and Sympathy - 5:25
8. Rock n Roll for the Soul - 2:58

Art-Nr.: 10190
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Burn down the garden
Muddy black water
Daddy's going out tonight
Unemployed highly annoyed
Different plan for me
Love and sympathy

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Lewis, Aaron - sinner [2016]
Saustarkes (nunmehr bereits das dritte) Country-Album des Frontmannes der U.S.-Rockband Staind, der hiermit erneut die Countryroots seiner Jugend, als er mit dieser Musik aufwuchs, auf überaus authentische und glaubhafte Art und Weise auslebt. Was ist dieser Bursche für ein hervorragender Countrysänger und -Musiker. Hat viel Outlaw-Charme. Country vom Allerfeinsten!

Das komplette Tracklisting:

1. Sinner (feat. Willie Nelson) - 3:31
2. That Ain't Country - 4:02
3. Whiskey And You - 4:28
4. Northern Redneck - 3:39
5. Mama - 5:04
6. Sunday Every Saturday Night - 4:59
7. Lost And Lonely - 4:57
8. Story Of My Life - 4:34
9. Stuck In These Shoes - 3:44
10. I Lost It All - 3:54
11. Travelin' Soldier - 4:46

Art-Nr.: 9274
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Lewis, Aaron - state I'm in [2019]
Aaron Lewis, "hauptberuflich" eigentlich Frontmann der zur Zeit auf Eis liegenden Metal-/Hardrock-Formation Staind, liebt von seiner frühesten Jugend an auch die Countrymusic, in deren Szene, vor allem unter den Traditionalisten und den Country-Outlaws, er sich mittlerweile einen immensen Namen gemacht hat, denn er liefert ein super Album nach dem anderen ab. Auch sein neues Werk, "State I'm in" ist ein absoluter Knüller, ein regelrechter Leckerbissen für die Freunde echter Countrymusic. Lewis kümmert sich nicht ansatzweise um irgendwelche "hippen" Trends, präsentiert sich mit seiner Musik aber dennoch auf der Höhe der Zeit. Durch und durch reiner Country ist seine Leidenschaft, der er mit all seiner Klasse, mit all seinem Herz frönt. Der Bursche ist ein herausragend guter Sänger und ebenso exzellenter Songwriter. Die Einflüsse von Legenden wie Johnny Cash, Kris Kristofferson und Willie Nelson und sogar Keith Whitley sind klar spürbar, ebenso wie Schnittstellen zu aktuellen Kollegen wie etwa Jamey Johnson und Whitey Mogan (Whitey and The 78's Morgan), doch Lewis' Songs glänzen neben ihrer beachtlich hohen Qualität auch mit großer Eigenständigkeit. Welche Hochachtung er in Nashville genießt, zeigt auch welche Musiker er für "State I'm in" wieder einmal an seiner Seite hat - es sind die ganz Großen. Brent Mason an der E-Gitarre bei 5 Songs, bei einem Vince Gill, Bobby Terry (ebenfalls E-Gitarre), Paul Franklin an der Pedal Steel, Ben Kitterman (Dobro), Dan Tyminski (Mandoline), Michael Rojas (Keyboards), und, und, und. Ja, es dominieren vor allen Dingen herrlich Country-typischen E-Gitarren, akustische Gitarren, Dobro, Piano, Orgel, mal eine Mandoline oder gar ein Akkordeon - allerdings kommt Lewis vollkommen ohne Fiddle aus. Man vermisst sie aber auch nicht. Im Gegenteil: Der wunderbare, vielschichtige Gitarren-/Pedal Steel Sound wirkt dafür umso saftiger, voller und transparenter. Nicht nur Songs wie beispielsweise der fantastische, herrlich Johnny Cash-affine Opener "The party's over", der angerockte Outlaw-Stampfer "Can't take back", die traumhaft schönen Ballden "State I'm in" und "Love me" (hinreißend melodisch, mit begnadeter Pedal Steel, Dobro, Acoustic Gitarre und prächtiger E-Gitarre), oder die bärenstarke Outlaw Country-Nummer "If I were the devil" sind eine wahre Wonne, nein, das ganze Album stimmt von vorn bis hinten - ohne jeden Aussetzer. Produziert hat übrigens niemand Geringeres als der große Buddy Cannon. Es passt alles. Rundum ein Volltreffer!

Das komplette Tracklisting:

1. The Party’s Over - 3:34
2. Can’t Take Back - 3:38
3. Reconsider - 3:51
4. It Keeps On Workin’ - 4:17
5. State I’m In - 3:01
6. God And Guns - 3:45
7. Love Me - 5:46
8. If I Were The Devil - 3:58
9. Burnt The Sawmill Down - 3:31
10. The Bottom - 4:58.

Art-Nr.: 9791
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Lewis, Aaron - the road [2012]
Saustarkes Country-Album des Frontmannes der U.S.-Rockband Staind, der hiermit die Countryroots seiner Jugend, als er mit dieser Musik aufwuchs, überaus authentisch und glaubhaft verarbeitet. Das Werk ist um Längen stärker als seine letzjährige EP "Town line", denn Lewis verkörpert hier den echten Cowboy und singt seine großartigen Songs mit dem richtigen Twang. Das ist keine "fixe Idee" nach dem Motto "ich mach' jetzt mal ein Country-Album" - nein, das kauft man ihm wirklich ab. Sehr traditionell und durch und durch "real country" (auch textlich) sind die Stücke überwiegend recht ruhig und balladesk, dabei aber auch schön knackig und kraftvoll in einem fein akzentuierten, sehr transparenten, saftigen Sound in Szene gesetzt worden. Verantwortlich für diese fantastische Produktion zeichnen Aaron Lewis und Nashville's legendärer "Hit-Producer" James Stroud (u. a. Toby Keith, Willie Nelson, Clay Walker, Chris Young). Aaron Lewis' Musik ist, wie gesagt, absolut traditionell fundamentiert, oft versehen mit einem schönen, unaufdringlichen Outlaw-Touch, wirkt aber dennoch sehr zeitgemäss. Man hört deutlich die Spuren solcher Helden wie Kris Kristofferson, Waylon Jennings, Willie Nelson und George Jones, aber auch aktuelle Kollegen wie beispielsweise Josh Turner oder Jamey Johnson sind in etwa auf Lewis' Wellenlänge. Klar, Aaron Lewis ist üblicherweise ein Rocksänger, doch er verfügt gleichzeitig über eine geradezu ideale, kraftvolle Countrystimme, die wie gemacht für diese wunderbaren Songs ist. Nicht eine Nummer (alle, bis auf eine, stammen aus Lewis' Feder) fällt ab, allessamt sind sie extrem stark. Die Melodien sind geradezu traumhaft schön. Begleitet wird er von den ganz Großen der Nashville Studio-Szene, wie beispielsweise Eddie Bayers (drums), Michael Rhodes (bass), Brent Mason (electric guitar), B. James Lowry (acoustic guitar), Paul Franklin (steel guitar), Ben Kitterman (dobro) und einigen mehr. Die Arrangements sind vorwiegend sehr Gitarren-orientiert, wobei vor allem Paul Franklin's herrlich wimmernde Pedal Steel, Ben Kitterman's wundervolle Dobro-Begleitung und Brent Mason's saftiges, teilweise richtig kräftiges E-Gitarren-Spiel ins Gewicht fallen. Es passt alles prächtig zusammen. Vor allem Franklin und Mason harmonieren großartig miteinannder und lassen sich zuweilen auf erstklassige Soli ein. Songs wie etwa die knackig inszenierte, dabei hoch melodische, von einem herrlichen Outlaw-Feeling durchzogene Honky Tonk-Ballade "75" (hinreissend heuelende Steel, grandioses E-Gitarren-Picking), das traditionelle, rhythmisch gar an Johnny Cash erinnernde, durchaus erdige, von einer tollen Dobro-Begleitung bestimmte Titelstück "The road" (grandioses, virtuoses, sattes E-Gitarren-Spiel), das lässige, immens gute Laune verbreitende, recht lockere, dennoch knackige, modern neo-traditionell in Richtung Easton Corbin, Craig Campbell gehende, hoch melodische "Endless summer", die patriotische Classic Country-/Outlaw Country-Ballade "Red, white & blue" (traumhaftes Steel-/E-Gitarren-Zusammenspiel, inkl. herrlicher, wechselseitiger Soli), das von schönem Dobro und feinster Steel-/Gitarrenbegleitung bestimmte, wunderbar tiefstimmig vorgetragene "Lessons learnde" (vor dieser Interpretation darf sich Josh Turner durchaus mal verneigen), oder das southern-angehauchte, Waylon-lastige "State lines" repräsentieren dieses Pracht-Album perfekt. Ganz stark auch "Party in hell", alles andere als ein "Party-Kracher", sondern vielmehr eine andächtige, dezent düstere Ballade in bester Jamey Johnson-Manier, bei der im Text einige der großen, gegangenen Helden wie Waylon Jennings, Keith Whitley und Janis Joplin genannt werden. Aaron Lewis ist mit Macht in der Countrymusic angekommen. Dieses Album klingt mehr nach Country wie die meisten der sogenannten "jungen Wilden" aus Nashville ala Jason Aldean, Eric Church & Co., sodass man nur hoffen kann, dass Lewis in Nashville eine echte Chance erhält und seine Musik auch im Countryradio landet. Es täte "Music City" so gut. "I hope people hear the record and realize that this is all me" sagt Lewis über die Songs des Albums und ergänzt: "I'm writing songs about who I am and where I am, just like I've done my whole career. The setting for the songs might be different but they're as honest as anything I've ever done." Gratulation an Aaron Lewis für diese beeindruckende, tolle Scheibe.

Das komplette Tracklisting:

1. 75 - 5:42
2. The Road - 2:49
3. Endless Summer - 3:22
4. Red, White & Blue - 5:42
5. Lessons Learned - 3:24
6. Forever - 4:29
7. Grandaddy's Gun - 3:45
8. State Lines - 2:50
9. Anywhere But Here - 5:07
10. Party In Hell - 4:06

Art-Nr.: 7991
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
75
The road
Endless summer
red, white & blue
Lessons learned
State lines
Party in hell

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