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Alvin, Dave - from an old guitar: rare and unreleased recordings [2020]
Der charismatische californsiche Rootsrock-, Americana-, Blues- und Rock'n Roll-Veteran Dave Alvin beglückt uns mit einem baumstarken, neuen Album, das aber "nur" aus altem, rarem oder bislang unveröffentlichtem Material besteht. Dieses Material hat allerdings eine solche Klasse und Qualität, dass man gar nicht nachvollziehen kann, warum die überwiegende Anzahl dieser Tracks bislang in Alvin's Archiven verschwunden waren. Andere Künstler würden davon träumen, solch großartiges Material für ein "reguläres" Album zur Verfügung zu haben. Die Songs, 16 an der Zahl, kommen alle in einem fabelhaften, von Alvin selbst produzierten Sound. Das Material, ein paar Eigenkompositionen und viele Coverversionen (denen Alvin unwiderstehlich seinen Stempel aufdrückt), stammt aus allen Phasen seiner Karriere nach den Blasters. Wir hören kernige, von grandiosem E-Gitarrenspiel geprägten Blues und Bluesrock, erdige Rootsrocker, aber auch wundervollen, staubigen Alternate Country und California Countryrock - alles performt in Alvin's typischer Manier, mit tollen Strukturen, großartiger Melodik und oft auch seinem starken, carakteristischen, einzigartigen Sprechgesang. Er ist einfach ein herausragender Musiker. Ein paar exzellente Songbeispiele sind etwa die hinreißende, schwungvoll und flüssig rockende, von satten E-Gitarren (Dave Alvin & Greg Leisz) bestimmte, bluesige Coverversion von Bob Dylan's "Highway 61 revisited", seine fantastische Fassung des von Bob McDill geschriebenen, alten Country-Klassikers "Amanda" (großer Hit für Waylon Jennings) mit herrlich klingenden, vielschichtigen Gitarren, Pedal Steel (Mike Daley) und Akkordeon (Chris Gaffney), der rootsig swingende, dynamische, mit klasse E-Gitarrenläufen gespickte Bluesrocker "Albuquerque", die herrlich flotte, bluesig rootsige Fassung von Micky Newbury's southern umwobenen Countryrocker "Mobile Blue" (feines Piano, Fiddle, klasse E-Gitarren-Solo von Rick Shea), die dreckige, raue, schön shuffelnde, mit vielseitigen, variablen Gitarrenläufen gespickte Coverversionen des alten Willie Dixon-Blues "Peace", der Steelguitar-getränkte Marty Robbins-Countryklassiker "Man walks among us", der sehr dynamisch nach vorn gehende Bluesrocker "Beautiful city 'cross the river" (eine tolle Dave Alvin Eigenkompostion, inszeniert mit seinem famosen Sprechgesang, großartigen, flammenden Lead Gitarren und klasse Akkordeon-Fills), sowie die sehr coole, erdige Version des alten Doug Sahm TexMex-Heulers "Dynamite "woman" (tolle Pedal Steel von Greg Leisz). "I consider myself extremely lucky to have had such a stellar collection of musicians to make some noise with and to say that I’m proud of the performances on this release would be a gigantic understatement", sagt Alvin zu diesem Album und führt weiter aus: "And, yeah, of course I played beat up, old guitars on all the songs. I sincerely hope you enjoy these songs (and the musicians/singers bringing them to life). These recordings may be rare, unreleased or little heard but I’m very proud of them and they hold a very special, warm place in my heart. Just like my old guitars". Oh ja, da stimmen wir vollkommen zu, auf diese tollen Tracks und dieses großartige Album kann Alvin wirklich stolz sein. 16 Dave Alvin-Songperlen vom Allerfeinsten!

Das komplette Tracklisting:

1. Link of Chain - 3:56
2. Highway 61 Revisited - 4:56
3. (Variations on Earl Hooker's) Guitar Rumba - 5:30
4. Amanda - 4:20
5. Albuquerque - 3:20
6. Mobile Blue - 3:48
7. Perdido Street Blues - 3:51
8. On the Way Downtown - 4:37
9. Inside - 3:41
10. Krazy and Ignatz - 2:33
11. Peace - 6:31
12. Man Walks Among Us - 3:55
13. Beautiful City 'Cross the River - 4:19
14. Dynamite Woman - 3:43
15. Who's Been Here - 3:57
16. Signal Hill Blues - 4:24

Art-Nr.: 10213
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Highway 61 revisited
Amanda
Albuquerque
Mobile Blue
Peace
Man walks among us
Beautiful city 'cross the river
Dynamite woman

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Dirty Knobs, The - wreckless abandon [2020]
The Dirty Knobs: A Rock and Roll Band from Los Angeles - und was für eine! Es ist die Band des begnadeten ehemaligen Gitarristen von Tom Petty and The Heartbreakers, Mike Campbell, (der renommierte Rolling Stone listete ihn im Jahre 2011 auf Rang 79 der 100 besten Gitarristen aller Zeiten), der diese im übrigen auch schon in seiner Heartbreakers-Zeit als Sideprojekt anführte, die aber jetzt erst mit "Wreckless abandon" ihr Debutalbum vorlegt - welch ein grandioses Werk. Die Dirty Knobs, neben Mike Campbell (lead vocals, guitars, harmonica), sind das Jason Sinay (guitars, vocals), Lance Morrison (bass) und Matt Laug (drums, percussion, vocals), grasen das Rootsrock-Terrain (die Betonung liegt auf "Rock") nach allen Richtungen der Kunst ab, satt, powervoll, kernig, erdig, durchaus rau und kantig, gleichzeitig melodisch und flüssig, vom Southern Rock (das straighte, feurig rockende "Southern boy" - hat fast einen Groove der frühen Molly Hatchet), bis zum Blues und Bluesrock ("I still love you" und das prächtige "Don't knock the Boogie"), vom Americana (das hinreißend schöne "Irish girl") über zündenden Countryrock (das saustark rockende "Pistol pickin' Mama" mit Gast Chris Stapleton als Duett-Partner von Campbell) zum California Classic Rock (das vorzügliche Titelstück "Wreckless abandon" mit seinen fetten Gitarren) und wieder zurück. Die Bandbreite ist groß, die Balance gleichzeitig perfekt austariert. Natürlich spürt man eine gewisse Verwandtschaft zu der Musik von Tom Petty und den Heartbreakers, aber eben eher zu der der kantigeren Natur, ohne das man den Dirty Knobs ihre Eigenständigkeit auch nur ansatzweise absprechen könnte. Der Sound wirkt herrlich retro, durchaus etwas an die späten Sechziger angelehnt, dennoch kommt alles ungemein frisch, ja einfach absolut zeitlos, voller Dynamik, Energie, und voller spürbarer Leidenschaft und Spielfreude. Saftige, satte Gitarren gibt es im Überfluß, dazu packende, hinreißende Soli von Campbell, verbunden mit der Erkenntnis, dass dieser auch ein wirklich ausgezeichneter Sänger ist (etwas rauer und erdiger als Petty). Ein exzellernter Songwriter, das ist schon lange verbrieft, ist er sowieso. Es gibt nicht den Hauch einer schwachen Nummer. Diese so wunderbar losgelöste, unbeschwerte, dynamische "Mugge" der Dirty Knobs hat einfach Feuer, ist ein Fest für die (Gitarren)Rock-Ohren. Mike Campbell, mittlerweile auch schon 70 Jahre alt (was man ihm überhaupt nicht ansieht), brennt noch - das spürt man zu jeder Sekunde. Ein Rock'n Roller durch und durch! "People, have a great welcome to The Dirty Knobs"! Absolut großartig! Ein geradezu meisterhaftes Debut!

Das komplette Tracklisting:

1. Wreckless Abandon - 6:02
2. Pistol Packin' Mama (feat. Chris Stapleton) - 4:10
3. Sugar - 4:40
4. Southern Boy - 4:46
5. I Still Love You - 5:18
6. Irish Girl - 4:25
7. Fuck That Guy - 3:10
8. Don't Knock The Boogie - 6:57
9. Don't Wait - 4:59
10. Anna Lee - 3:43
11. Aw Honey - 3:04
12. Loaded Gun - 4:02
13. Don't Knock The Boogie (Coda) - 1:00

Art-Nr.: 10206
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Drive-By Truckers - the new ok [2020]
Zweites Album in diesem Jahr der hoch geschätzten, großartigen Neo Southern Rock-/Rootsrock-Band aus Athens/Georgia - ein richtig starkes, neues Output, entstanden vorwiegend durch die Unwegbarkeiten der Corona-Pandemie. Nach der Veröfffentlichung von "The unraveling" Ende Januar 2020, stand eigentlich ausgiebiges Touring auf der Agenda der Dive-By Truckers, doch es kam bekanntlich alles anders. Die Welt veränderte sich und in Amerika gab es darüber hinaus jede Menge politische Unruhe, was nicht nur DBT-Gründer Patterson Hood umtieb und antrieb, seine Gedanken in der Musik seiner Band unterzubringen. "The New OK", der Titel des neuen Werkes, sei eine Phrase, die Hood im Bezug auf das globale Geschehen in den letzten Monaten immer wieder aufmunternd von sich gegeben habe, sagt er. Ein Satz, der bestens als Titel dieses Album geeignet ist, denn es ist ein absolut logischer Nachfolger zu dem textlich ebenfalls schon sehr kritisch orientierten Vorgängerwerk, bestehend aus vorzüglichen, übrig gebliebenen Songs, die noch aus den "The unraveling"-Sessions stammen und einigen euen Kompositionen, bzw. erstmalig aufgenommenen Songs, die Hood bereits vor einigen Jahren geschrieben hat. So besteht das Album aus textlich durchaus provokativen, kritischen Songs, die den vergangenen "endless summer of protests, riots, political shenanigans, and pandemic horrors", wie es Hood ausdrückt, zum Thema haben. Das Resultat des Werkes sei der Versuch mit diesen relevanten Songs dazu beizutragen, die Dunkelheit dieses Jahres mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft in Einklang zu bringen, betont er. Musikalisch geht es dort weiter, wo "The unraveling" aufhörte. Wir hören vor allem den typischen, so wunderbar natürlich schroffen, rauen Gitarrensound der beiden Gründer und Gitarristen Patterson Hood und Mike Cooley, aber auch viele soulig inspirierte Momente und jammige Neigungen. Die Tracks sind klasse strukturiert, offenbaren aber mit ihrer Live-Attitüde auch den "free spirit" der Band. Beste Beispiele für das exzellente Songmaterial sind etwa der raue, dreckige, durchaus jammige und mit dem typischen DBT-Southernflair ausgestattete, dynamische, lässige, bei aller Ruppigkeit prächtig hängen bleibende, von starken Gitarren-Licks bestimmte Rootsrocker "The New OK", das mit tollen Orgel- und Gitarrenlinien durchzogene, ebenfalls mit einer klasse Melodie vorgetragene, soulig inspirierte, erdige "Tough to let go" (schöne, im Verlauf der Nummer einsetzende Bläser-Fills), der ungemein kraftvolle, rau, straight und treibend nach vorn rockende Kracher "The unraveling", das "eigentliche" Titelstück des Vorgänger-Albums (prima Gitarrensolo gegen Ende), das abermals schön soulig groovende, von feinem E-Piano begleitete "Sarah's flame", das bluesig soulige, mit sehr angenehm integrierten, markanten Bläsern garnierte "Sea island lonely", der herrlich flockig, flott und locker dahingleitende, mit schönen Gitarrenlinien verzierte, zuweilen gar etwas "schwebende", psychedelisch angehauchte Roots-/Jamrocker "Watching the orange clouds", wie auch die abschließende, furiose Coverversion des Ramones-Krachers "The KKK took my baby away". "The New OK" ist ein weiteres, genauso außergewöhnliches wie großartiges Kapitel in der Historie der Drive-By Truckers, das eindrucksvoll belegt, dass der kreative Kern der Band noch sehr lebendig ist. Produziert hat im übrigen erneut ihr alter Wegbegleiter David Barbe. Eine absolut vorügliche Vorstellung der Drive-By Truckers.

Das komplette Tracklisting:

1. The New OK - 4:25
2. Tough To Let Go - 4:49
3. The Unraveling - 2:43
4. The Perilous Night - 4:36
5. Sarah's Flame - 3:31
6. Sea Island Lonely - 4:20
7. The Distance - 4:05
8. Watching The Orange Clouds - 5:15
9. The KKK Took My Baby Away - 2:31

Art-Nr.: 10228
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The New OK
Tough to let go
The unraveling
Sarah's flame
Sea island lonely
Watching the orange clouds

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Lucero - when you found me [2021]
Die in Memphis/Tennessee ansässige, "wildly-influential" Roots-/Alternate Country-/Americana-/Alternate Rock-Band Lucero präsentiert uns rund 3 Jahre nach dem herauragenden "Among the ghosts" mit "When you found me" ihren fabelhaften Nachfolger. Seit mehr als 20 Jahren stehen der charismatische Frontmann Ben Nichols mit seiner unverwechselbaren tiefen, rau gegerbten, kratzigen Stimme und seine Freunde für einen rauen, trockenen, zuweilen auch recht ruppigen, aber immer mit einer großartigen Melodik versehenen Rootsrock-/Americana-Sound, im weitesten Sinne irgendwo einzuordnen zwischen den Drive-By Truckers, den frühen Wilco und den Replacements. Auch für das starke neue Werk trifft dies wieder zu, wenngleich die Band hier, das hatte sich mit einem dezenten Achtziger-Flair beim Vorgänger schon angedeutet, durch stärker in den Mittelpunkt rückende Keyboards (Synthesizer, Mellotron) eine größer, breitere, ja zuweilen fast schon als cineastisch zu bezeichnende Soundvielfalt erreicht. Dabei gelingt es ihnen hervorragend, diese Keyboards mit ihren kraftvollem, erdigen Gitarren in Einklang zu bringen. "Ich wollte einen sehr klassischen Rock-Sound für dieses Album", sagt Ben Nichols dazu. "Ich wollte, dass es sich nach etwas anhört, das ich als Kind im Radio gehört habe. Ich wollte überhaupt kein Retro-Album aufnehman, aber ich wollte auf einige dieser Klänge, Töne und Stimmungen verweisen, die in meiner Jugend allgegenwärtig waren. Ich denke, wir haben eine gut ausgewogene Balance zwischen Nostalgie und dem gefunden, das immer noch nach klassischen, typischen Lucero klingt". In der Tat ist ihnen das exzellent gelungen. Das Songmaterial ist große Klasse, ja fesselt einen mit seinen mal opulenten, dann wieder etwas sparsameren Arangements zuweilen richtig. Beste Beispiele dafür sind etwa der einerseits von ruppigen, rauen, kantigen Gitarrenriffs und andererseits auch von "wabernden" Keyboard-Klängen geprägte, zunächst recht verhaltend beginnende, schließlich aber in einem wuchtigen Finale mündende Opener "Have you lost yor way?", der feine, überaus melodische, durchaus kräftige Roots-/Americana-Rocker "Ourtrun the moon" (herrliche Lead Gitarrenarbeit), die prächtige, leicht folkige, aber auch Heartland Rock-beeinflusste Alternate Country-Nummer "Coffin nails" (klasse Acoustic Gitarre, herrliche Baritone Lead Gitarre, Piano, stampfender, lockerer Rhythmus, sehr natürliches Ambiente), das auf einem breiten Keyboard-Teppich ausgelegte, opulent inszenierte "Pull me close don't let go", die von einem schönen, cineastischen Countryrock-Flair durchzogene Americana-Nummer "The match", der raue, energetische, straighte, laute Roots-/Heartland-Rocker "Back in Ohio" (die tierische Saxophon-Einlage im Break vermittelt ein typisches Springsteen-Feeling), der in einem kräftigen, vielschichtigen Gitarren-/Keyboard-Gewand kommende Rootsrocker "A city on fire", wie auch die das Album abschließende, von einer wunderbaren Melodie geprägte, melancholische Ballade "When you found me" (schöne Acoustic Gitarre, Piano, Keyboard-Teppich). Lucero haben ihren Sound etwas erweitert, aber diesen Spagat hervorragend gemeistert. Und wenn man diese Gitarren und Ben Nichols' einzigartigen "Raspel" in der Stimme hört, dieses Southern Gothic-Flair spürt, dann fühlt man sich eh zu Hause - zu Hause bei Lucero. Klasse Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Have You Lost Your Way? - 3:15
2. Outrun the Moon - 4:58
3. Coffin Nails - 3:02
4. Pull Me Close Don't Let Go - 4:20
5. Good as Gone - 4:10
6. All My Life - 4:11
7. The Match - 4:08
8. Back in Ohio - 3:43
9. A City on Fire - 4:55
10. When You Found Me - 4:37

Art-Nr.: 10249
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 12,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Have you lost your way?
Outrun the moon
Coffin nails
The match
Back in Ohio
A city on fire
When you found me

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Morrow, Sam - gettin' by on gettin' down [2020]
Verwurzelt "in grease, grit, and groove" präsentiert der aus Texas stammende, seit einigen Jahren aber schon im californischen Los Angeles lebende, großartige Rootsrocker und Singer-Songwriter Sam Morrow mit "Gettin' by on gettin' down" sein nunmehr viertes Album - und es ist ein ganz starkes Teil geworden. Produziert von Morrow selbst in Kooperation mit dem "award winning producer" Eric Corne (Corne produzierte beispielsweise auch das aktuelle, grandiose Walter Trout-Album "Ordinary madness") und einer ganzen Ansammlung hochkarätiger Roots- und Americana-Musiker wie etwa Taras Prodaniuk (bass) und Doug Pettibone (electric guitar, slide guitar), beides gestandene Veteranen aus Lucinda Williams' einstiger Touring Band, sowie Matt Tecu (drums, percussion), Sasha Smith (piano, organ, moog, wurlitzer, clavinet), Eli Wulfmeir (electric guitar), Eamon Ryland (electric guitar, slide guitar), Gia Ciambotti und Eric Corne (background vocals), generiert der Protagonist ein ungemein würziges, ganz vorzüglich "schmeckendes", wunderbar retro klingendes, vorwiegend von jeder Menge Gitarren bestimmtes Rootsrock-Gebräu aus kernigem Rock, Funk, ein paar bluesigen Zutaten, einer gehörigen Portion Southernrock-Flair, einem Hauch von Psychedelia und einer wohl dosierten Prise Countryrock. Es passt alles bestens zusammen. Die kraftvolle, dynamische Rockbasis stimmt, die Countryeinflüsse seines Vorgängerwerkes sind wesentlich dezenter. "This is the most guitar-driven, groove-heavy album of Sam Morrow's catalog, with songs that roll just as hard as they rock", heißt es absolut zutreffend in der Produktbeschreibung des Albums. Die Gtarren sind einfach klasse. Wir hören jede Menge großartiger, southernrockiger Soli, alles klingt herrlich dreckig, erdig, natürlich rau und ursprünglich, und die Grooves nehmen einen unweigerlich mit. Das Album startet mit dem kernigen, mächtig funky groovenden, klasse hängen bleibenden, swampy und southern angehauchten Rootsrocker "Rosarita", komponiert von Sam Morrow, Eric Corne und der in Alternate Country-/Americana-Kreisen hoch geschätzten Jaime Wyatt. Funky Piano, dampfende, rockige Fuzz Gitarren-Riffs und herrliche Slidegitarren-Licks (starkes Solo gegen Ende) bestimmen das Gerschehen. Gleich ein toller Opener mit richtig "Pfeffer". Es folgt das einen coolen Drive entwickelnde, schön dynamische, von großartigen, abermals etwas "fuzzigen" Lead Gitarren geprägte Titelstück "Gettin' by on gettin' down", bei dem sich eine gut nach vorn rockende, rootsige Blues-/Boogie-Attitüde und ein tolles Southern-Countryrock-Flair miteinander vereinen. Enthält ein klasse, leicht Wah Wah-verzerrtes Gitarrensolo. Verankert in einem prächtigen Southern Rock-/Rootsrock-Fundament kommt das feurige, funky angehauchte, erneut toll groovende "Wicked woman", durchzogen von einem swampigen Vibe, "tasty" Piano und herrlichen Slidegitarren-Licks. Hier erkennt man Little Feat als klare Inspirationsquelle, aber auch Lynyrd Skynyrd hinterlassen ihre Spuren. Klasse Gesang von Morrow! Die Gitarrenarbeit, inkl. erstklassigem Solo, ist "pure southern". Fette, raue Riffs und leicht psychedelisch und jammig angehauchte Twin Gitarren-Spielereien im Break bestimmen den ansonsten recht straighten Funk-/Rootsrocker "Make 'em miss me", gefolgt von dem ebenfalls voller Southern-Spirit steckenden, mit glühenden Lead Gitarren gespickten Outlaw Countryrocker "Round 'n round" und dem erneut Little Feat-lastig groovenden "Sit crooked, talk straight", ehe Morrow dieses exzellente Album schließlich mit der wundervollen Solo Americana-Nummer "I think I'll just die here" (lediglich akustische Gitarre und Gesang) ganz natürlich und "stripped down" ausklingen lässt. Sam Morrow ist ein wirklich cooler Typ, ein vollkommen authentischer, langhaariger, ungezwungener Outlaw Rock'n Roller aus "echtem Schrot und Korn". Er und sein hervorragendes, neues, "southern- und funky-inspired" Rootsrock-Album "Gettin' by on gettin' down" verdienen alle Aufmerksamkeit, die sie bekommen können. "The songs are great; his band is wicked; and he’s a certified good dude", heißt es in einem U.S.-Review. Das unterschreiben wir vorbehaltlos. Treibstoff für die Pandemie-müde Seele!

Das komplette Tracklisting:

1. Rosarita - 4:24
2. Gettin' by on Gettin' Down - 3:10
3. Money Ain't a Thing - 3:38
4. Wicked Woman - 3:52
5. Make 'Em Miss Me - 3:37
6. Round 'n Round - 4:05
7. Sit Crooked, Talk Straight - 3:37
8. Golden Venus - 3:42
9. I Think I'll Just Die Here - 4:30

Art-Nr.: 10230
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rosarita
Gettin' by on gettin' down
Wicked woman
Make 'em miss me
Round 'n round
Sit crooked, talk straight
I think I'll just die here

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Németh, John - stronger than strong [2020]
"Blues dynamo" John Németh, in der amerikanischen Soul-/Blues-/Bluesrock-Gemeinde höchst geschätzter Harmonica-Virtuose, und ein mit einer tollen, kraftvollen Stimme gesegneter Sänger, präsentiert mit dem schön erdigen, natürlich rauen "Stronger than strong", sein nun schon zehntes Album, das ohne Zweifel ein neues Highlight seiner bisherigen Karriere darstellt. Der junge, in Boise/Idaho aufwachsende Teenager fühlte sich in den frühen Neunzigern zunächst von den damals angesagten Hip-Hop-Sounds und Rockbands angezogen, ehe ihm sein damaliger Kumpel Tom Moore eines Tages den alten Junior Wells-/Buddy Guy-Klassiker "Hoodoo Man Blues" vorspielte, der Németh so begeisterte, dass dies für ihn der Einstieg zum Blues bedeutete. Zusammen gründeten die beiden die Band "Fat John & the 3 Slims" (Németh spielte Mundharmonike und sang), die noch heute als eine der legendärsten Bands in der Region Boise gilt. Es dauerte nicht lange, bis John die Aufmerksamkeit prominenter Bluesmusiker erkangte. 2002 schließlich veröffentlichte er sein erste, eigenes Album. Stationen, wie ein Engagement in der Band von Junior Watson und die Zusammenarbeit mit Elvin Bishop für dessen Grammy-nominiertes Album "The Blues Rolls On" (Gesang bei 4 Tracks), gehören ebenfalls zu seiner Vita. Mittlerweile lebt John Nèmeth in Memphis/TN, was sich musikalisch auf seinen aktuelleren Werken auch durchaus bemerkbar macht. Für das nun veröffentlichte, großartige Album "Stronger than strong" führte Nèmeth seine Band durch eine herrlich dreckige, "rowdy and swampy" Retro-Session aus erdigem Roots-Blues und "soulful" Bluesrock, live im Studio eingespielt, aber klingend, als hätte das Ganze in einem prallgefüllten, stickigen und schweißgetränkten, alten Roadhouse am Rande der Stadt stattgefunden. Er ist ein unglaublich talentierter Sänger (seine Stimmer erinnert ein wenig an den großen Jimmy Hall von Wet Willie) und Mundharmonikaspieler, was er auf diesem Album auch auf beeindruckende Art und Weise voller Power demonstriert. Begleitet wird er von seiner fantastischen, jungen Touring Band "The Blue Dreamers" um das erst 19-jährige "Gitarrenmonster" Jon Hay. Die weiteren Akteure sind Drummer Danny Banks und Matt Wilson am Bass. Jon Hay spielt wirklich groß auf. Seine Gitarrenlinien sind oft wunderbar swampig, "thick" und tief bluesig, seine famosen Soli hingegen kommen oft in einem tollen Sechziger Jahre Retro Blues-Ambiente, gespielt mit einer irren Fingerfertigkeit. Das Album startet mit dem hypnotischen, im Mississippi Hill Country Blues-Stil gehaltenen Opener "Come and take it", schön dreckig, voller klasse, swampiger "fuzz-laden" Gitarrenlicks und erdiger Bluesharp (irres Solo). John's Gesang klingt wunderbar "sumpfig". Die Authentizität des Südens spürt man bei jedem Ton dieses klasse Auftakts. Auf ähnlichem Terrain bewegt sich der feurige Roots-/Bluesrocker "Fountain of a man", jedoch mit deutlich mehr Drive und Dynamik. Zunächst brilliert Nèmeth mit einem fulminanten Harp-Solo, später jagt Gitarrist Jon Hay ein ebensolches hinterher. Stark! Mit dem gut Gas gebenden "Throw me in the water" liefern die Jungs dann einen herrlich geradeaus rockenden, klasse ins Ohr gehenden Retro Blues-/Rock'n Roll-Boogie ab, bei dem einmal mehr der junge Gitarrenzauberer Jon Hay groß aufspielt. Sein "rattenscharfes" Solo wirkt beißend und so selbstbewusst, als sei er ein "alter Hase", der schon ewig im Geschäft ist. "Chain Breaker Blues" ist ein "Killer"-Chicago Blues-Shuffle mit einem klasse Howlin Wolf-Flair, der mit einem tollen Groove aus den Lautsprechern "rollt". Die Nummer ist exzellent strukturiert, bleibt klasse hängen und glänzt mit großartigen Harp- und Gitarren-Soli. Mit einer beeindruckenden Gesangsleistung (klare Powerstimme) trägt Németh das anschließende, wunderbar soulige "Bars" vor. Die Nummer hat etwas von JJ Grey & Mofro. Schön hier der lässige Groove und Hay's ebenso lässiges Gitarren-Solo. Klasse auch der melodische, von der Rhythm Section dynamisch angetriebene "soulful" Bluesrocker "Deprivin' a love", das drückende "Work for love", das nostalgische, "R&B/Swinging Doo-Wop"-inspirierte "She’s my punisher", wie auch das das Album großartig abschließende, wieder sehr retro wirkende, soulig rock'n rollige "Sweep the shack". Das ist wunderbare, rootsige, mal southern angehauchte, dann wieder schön retro angelegte, mit viel Seele dargebotene rockin' Blues/Bluesrock-Musik von vorn bis hinten, die John Németh und seine exzellenten Blue Dreamers hier mit "Stronger than strong" abliefern. Und getreu dem Titel attestieren wir ihm sehr gerne "This is your mightiest record yet".

Das komplette Tracklisting:

1. Come and Take It - 2:54
2. Fountain of a Man - 4:31
3. Sometimes - 3:35
4. Throw Me in the Water - 4:23
5. Chain Breaker - 4:29
6. Bars - 4:55
7. I Can See Your Love Light Shine - 3:16
8. Deprivin' a Love - 4:38
9. Work for Love - 6:11
10. Guess Who - 6:45
11. She's My Punisher - 3:20
12. Sweep the Shack - 3:45

Art-Nr.: 10192
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Come and take it
Fountain of a man
Throw me in the water
Chain breaker
Bars
Deprivin' a love
Work for love
Sweep the shack

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