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Abbott Band, Josh - the highway kind [2020]
Ein Album, wie ein sonniger Frische-Kick! Als seien die goldenen Siebziger Countryrock-Tage zurück im Hier und Jetzt. Die großartige, aus Lubbock, Texas stammende Josh Abbott Band ("one of the most high-profile bands on the Texas red dirt country-/countryrock scene") besinnt sich, nach einem mit ihrem letzten Werk "Until my voice goes out" produktionstechnisch etwas zu überladenen Abstecher in poppigere Gefilde, wieder auf ihre Wurzeln und beglückt uns mit "The highway kind", einem ganz wundervollen, vor positiver Energie nur so sprudelnden, neuen Album (ihrem mittlerweile sechsten), das vollgepackt ist mit traumhaft melodischer, erfrischender, genauso lockerer, wie knackiger, texanischer Americana-/Country-/Red Dirt Countryrock-Musik vom Allerfeinsten. Dieser Flow und diese Harmonien der Songs sind eine absolute Wonne und dürften die Fans der Band und des Genres im Allgemeinen vollends begeistern. Aufgenommen in El Paso in den berühmten "Sonic Ranch Studios" und von Marshall Altman (u. a. Marc Broussard, Aaron Watson) erstklassig, in einem tollen, klaren Sound, auf den Punkt produziert, dominieren, neben Abbott's sehr angenehmem, wohligem Gesang, vor allem wunderbare, vielschichtige Gitarren (inkl. Pedal Steel) das Geschehen, immer mal wieder unterstützt von lockeren, perfekt integrierten Banjo-, Mandolinen-, Piano-, oder Fiddle-Klängen. Ein schönes, dezentes, unbeschwertes "Highway"-Ambiente (passt zum Albumtitel), wie auch dieses unwiderstehliche, natürliche, leicht staubige "Red Dirt"-Feeling zieht sich durch das komplette Songmaterial. Nicht selten findet man neben den Parallelen zu seelenverwandten Red Dirt-Künstlern wie Wade Bowen, der Randy Rogers Band, Reckless Kelly & Co. auch Spuren solcher Siebziger Countryrock-Größen wie etwa den Eagles, Poco oder Pure Prairie League. Los geht's mit dem Titelstück "The highway kind", gleich eine Perle von einem hinreißend schönen Midtempo-Countryrocker, der genauso knackig wie locker und flockig aus den Lautsprechern fließt. Der Song wirkt in seinem vollsoundigen Gitarrengewand wie eine warme Sommerbrise, die einem während einer luftigen, unbeschwerten Cabriofahrt geschmeidig um die Nase weht. Die Eagles lassen grüßen. Einfach herrlich! Das ist pure Countryrock-Magie! Frisch, dynamisch, sowie abermals schön knackig und hoch melodisch folgt der prächtige Countryrocker "Real damn good", der mit satten Riffs, klasse Gitarren (erdiges, kleines Solo), einer fein gezupften Mandoline und einem stampfenden, tighten Rhythmus glänzt. Anschließend rockt's richtig: Mit mächtigen Riffs und einem ordentlichen Schuß Southern Rock-Flair intoniert die Band das kraftvolle "Where I wanna be". Neben fetzigen Gitarren, fallen hier die dezent eingesetzte Fiddle und das hervorragend und cool gezupfte, trockene Banjo auf. Tolle Nummer! Umwerfend flüssig, locker und erneut traumhaft melodisch folgt das wundervolle "Settle me down". Schöne Pedal Steel-Linien, feine Gitarren und Abbott's ungemein harmonischer Gesang zeichnen ein frisches, natürliches, flockiges Red Dirt Country-/Countryrock-Klangbild von zeitlosem Charme. Weitere Highlights sind die tolle, angenehm frische, flüssig und sehr natürlich präsentierte Countrynummer "The luckiest" (feine Pedal Steel, Banjo-Untermalung, sehr schönes Piano), der erdig groovende, kräftige Red Dirt-Countryrocker "Little more you", die schön knackige, dabei "infectiously catchy" kommende, ein modernes Honky Tonk-Feeling offenbarende, gut tanzbare, herrlich angerockte Countrynummer "One more two step", und so weiter, bis hin zu der das Album exquisit abschließenden, wundervollen, semi-akustischen Americana-Ballade "Old men & rain". Ohne jeden Zweifel ist "The highway kind" das erhabendste und positivste Album, das die Josh Abbott Band je veröffentlicht hat - und wohl auch ihr bestes. Auch Josh Abbott selbst ist dieser Meinung, wie man seinen rundum zufriedenen Ausführungen entnehmen kann: "'The Highway Kind' is the album I wish we had put out seven years ago. The lyrics, the melodies, the subtle touches; this album is the very best effort from our group. These songs were brought to life and curated to reflect where my life is now: happy, fulfilled, blessed. From love songs to songs about friendship, from ballads to bangers, this album has it all". Ein absolutes, zeitlos erfrischendes Americana-, Country-, Red Dirt Countryrock-Juwel!

Hinweis: Das Album gibt es nur als von der Band selbst veröffentlichte, nicht ganz einfach zu bekommende, ansonsten ausschließlich über deren Homepage vetriebene, professionelle, verschweißte CD-R - mit professionell designtem Labelaufdruck in einem aufklappbaren Digipack-Cover.

Das komplette Tracklisting:

1. The Highway Kind - 3:59
2. Real Damn Good - 3:02
3. Where I Wanna Be - 3:07
4. Settle Me Down - 2:57
5. The Luckiest - 3:53
6. Little More You - 3:23
7. 24-7-365 - 2:53
8. One More Two Step - 3:19
9. Women & Wishes - 3:52
10. Old Men & Rain -3:47

Art-Nr.: 10270
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The highway kind
Real damn good
Where I wanna be
Settle me down
The luckiest
Little more you
One more two step

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BlackHawk - just about right: live from atlanta [2020]
2 CD-Set! Erst im Februar dieses Jahres haben Henry Paul und die legendäre Southern Rock-Institution The Outlaws mit "Dixie highway" ein herausragendes, neues Studioalbum veröffentlicht, und nun ist auch Henry's zweites Projekt, die einst so überaus erfolgreiche, natürlich ebenfalls von einem gepflegten Southern-Flair begleitete, exzellente New Country-/Countryrock-Formation BlackHawk (ja, die gibt es auch noch!) mit einem ganz wunderbaren, neuen Album am Start. Okay, es ist kein neues Studiomaterial, aber ein ganz exzellentes, ihre ganze musikalische Klasse beeindruckend offenbarendes Live-Album, mitgeschnitten bei einer fabelhaften, "stripped down" Acoustic-Show der Band am 17. Oktober 2017 im "Eddie's Attic", einem schönen Club in Decatur/Georgia, direkt an der westlichen Grenze von Atlanta. Seit dem tragischen Krebstod von Gründungsmitglied Van Stephenson im Jahre 2001 machen BlackHawk erfreulicherweise immer noch als Duo (Henry Paul & Dave Robbins) weiter und sind mit ihren vorzüglichen Begleitmusikern, sofern es die Zeit erlaubt, hier und da live aktiv. Und wie großartig ihre Live-Auftritte sind, zeigt dieses wunderbare, akustische Konzert, das auf der nun vorliegenden DoCD in einem ganz herrlichen, glasklaren Sound wiedergegeben wird. Die Show brachte Henry Paul (vocals, guitar, mandolin) und Dave Robbins (keyboards, vocals) mit einem Großteil der Originalmitglieder ihrer früheren Band aus den erfolgreichen Tagen zusammen (der aktuell auch zur Outlaws-Besetzung gehörende Dale Oliver - lead guitar, Bobby Huff - drums, percussion und Jason Roller - mandolin, violin), zusätzlich unterstützt von zwei Stützen der aktuellen The Outlaws-Besetzung (Steve Grisham - lead guitar, Randy Threet - bass, vocals). Getragen von Henry Paul's faszinierendem, einzigartigem Gesang beackert man geschickt das Terrain zwischen New Country und Countryrock, immer umgeben von diesem unwiderstehlichen, unterschwelligen Southern(rock)-Flair, das Paul einfach in den Genen hat. Es ist allgegenwärtig. Die Band spielt wie aus einem Guß! Auch in ihren akustischen Inszenierungen wirken die Songs alles andere als langweilig. Ganz im Gegenteil, die vertrauten Stücke in dieser zurückgenommenen Natürlichkeit zu erleben, mit diesen Mandolinen, akustischen Gitarren, den verhaltenen Drums, hin und wieder auch mal einer etwas dezenter agierenden E-Gitarre, inkl. des ein oder anderen Solos, entwickelt stets eine gewisse Spannung. Diese Melodien, diese umwerfenden Harmoniegesänge, die Spielfreude und Hingabe der Band, diese so wunderbar saubere Spielweise der Musiker - das ist ein Ohrenschmaus. Wir erleben großartige, in dieser Form zuvor nie gehörte Acoustic Liveversionen vieler großer alter Hits der Band, wie beispielsweise "Goodbye says ist all" (sehr schön hier die integrierte elektrische Lead Gitarre, inkl. eines feinen Solos), "Down in flames" (traumhafte, an die Eagles erinnernde Harmoniegesänge, faszinierende Mandolinen-Riffs und -Licks), "Every once in a while" (beinhaltet erneut eine herrlich lockere, elektrische Lead Gtarre mit zwei schönen, kleinen Soli), "Postmarked Birmingham", "That's just about right", das mit elektrischer Slideguitar verzierte "I sure can smell the rain", aber auch seltenere Nummern wie etwa von "Wichita" (herrliche, von Dave Robbins gesungene Southern-Ballade aus dem seltenen 2012er "Down from the mountain"-Album), das rockig-dynamische "Days" of America" vom "Spirit dancer"-Werk (starkes Acoustic Gitarren-Solo) oder "Bluest eyes in Texas" (BlackHawk's Fassung des großen, von Dave Robbins mitkomponierten Restless Heart Hits). Für zwei Tracks bedarf es noch einer besonderen Erwähnung: Zum einen die tolle Acoustic-Version des begnadeten, viele gefallene Weggefährten aus glorreichen Tagen honorierende, umwerfende Southernrock-Hymne "Brothers of the southland" und zum anderen das das Konzert furios abschließende "Big guitar" mit seinem Drive, der tollen Melodie, seinem Southern-Spirit und dem klasse E-Gitarren-Solo. "Big thanks" an BlackHawk, dass sie dieses herrliche Live Doppelalbum veröffentlicht haben. Genau wie The Outlaws sind auch BlackHawk noch in vorzüglicher Verfassung. Dieses wunderschöne, filigrane Konzert jedenfalls ist ein purer Genuß!

Die komplette Setlist:

Disc 1
1. Down in Flames - 4:00
2. Goodbye Says It All - 3:40
3. Every Once in a While - 4:52
4. Love Like This - 4:29
5. Let Em’ Whirl - 6:08
6. Almost a Memory Now - 4:29
7. Wichita - 4:34
8. I’m Not Strong Enough to Say No - 4:29
9. Ships of Heaven - 4:22
10. Ain’t No Yesterday - 3:45
11. Always Have, Always Will - 3:09

Disc 2
1. Days of America - 3:39
2. Dances With Her Shadow - 3:49
3. Bluest Eyes in Texas - 4:55
4. Spirit Dancer - 4:07
5. There You Have It - 3:38
6. Brothers of the Southland 5:01
7. One More Heartache - 4:08
8. I Sure Can Smell the Rain - 3:23
9. That’s Just About Right (J. Black) - 8:52
10. Postmarked Birmingham - 5:26
11. Big Guitar -3:44

Art-Nr.: 10212
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Down in flames
Goodbye says it all
Every once in a while
Wichita
Days of America
Bluest eyes in Texas
Brothers of the southland
I sure can smell the rain
Big guitar

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Drift Mouth - loveridge is burning [2021]
Alternate Country, Countryrock, Americana, Rootsrock und eine gepflegte Portion Southern Rock - das sind die Zutaten, aus denen das großartige, in Columbus/Ohio beheimatete Trio Drift Mouth in vorzüglicher Art und Weise auf ihrem absolut starken, zweiten Album "Loveridge is burning" ein ganz wunderbares, würziges und sehr "wohlschmeckendes", gitarrenorientiertes, musikalisches "Gebräu" anrührt. Drift Mouth sind das "Baby" von Frontmann Lou Poster (ex Grafton und The Ferals), einem erstklassigen, blendend aufspielenden Lead Gitarristen, Songwriter und Sänger, der mit der vorzüglichen Bassistin und Background-Sängerin Jess Kauffman (ergänzt bei nahezu allen Stücken Poster's tollen, ausdrucksstarken, tiefen, dezent angerauten Lead Gesang mit wunderbaren Harmonies) und dem ehemaligen Two Cow Garage-Drummer David Murphy die kongenialen Partner fand, die die aktuelle Besetzung der Band bilden. Die Drei verstehen sich ausgezeichnet, spielen großartig zusammen. Wir hören überwiegend schön knackige, gut rockende Songs, im übrigen erstklassig von Joe Viers und Lou Poster produziert, die, trotz ihrer phasenweise, vor allem von Poster's dominanten, exzellenten, kernigem, angerauten, Gitarrenspiel bestimmten, natürlichen, erdigen, kraftvollen Inszenierung (viele fette Soli), oft auch über eine durchaus locker grooovende Basis verfügen und stets mit hervorragenden Melodien punkten. Countryrock-Elemente sind zuhauf vorhanden, ebenfalls wie riffige, satte Rootsrock-Phasen und eben dieser so wunderbare, unterschwellige Southern-Spirit, der durch nahezu alle Songs wabert. Dazu kommt Poster's schon erwähnte, hervorragende, tiefe Stimme, die einfach bestens zu all den musikalischen Genres, die die Band tangiert, passt. Lou Poster fühlt sich nach eigener Aussage beeinflusst von Leuten wie Jerry Jeff Walker, Steve Earle, Neil Young & Crazy Horse, Lynyrd Skynyrd und auch Montgomery Gentry, hat zudem eine musikalische Vergangenheit aus dem Punkrock-Bereich. Er wirkt wie ein echter Outlaw. All das passt und findet sich in Drift Mouth's ganz eigenem Sound wieder. Gleich zu Beginn des Albums präsentiert uns die Band mit dem wunderbar knackigen und melodischen Countryrocker "Dare D'Evel & the Snake River Canyon" eine absolute, mit herrlichen, satten, klaren Gitarren instrumentierte Prachtnummer. Das southern-inspirierte Arrangement zündet und nimmt einen sofort mit. Die Band trifft, und das steht stellvertretend für das komplette Album, sowohl den Nerv der Southern Rocker, als auch den der Rootsrock- und Countryrock-Freunde. Starker Auftakt! Deutlich kraftvoller wird's dann mit dem kernigen, von satten Riffs und Lead Gitarren geprägten, ein dreckiges Outlaw Countryrock-Feeling vermittelnden Southern Rocker "Iris", mittig gewürzt mit einem schön rauen, feurigen Gitarrensolo, während das großartige Titelstück "Loveridge is burning" einen Hauch von Muscle Shoals-Feeling versprüht und mit einer herrlichen Melodie aufwartet. Klasse hier der lockere Groove, die saftigen Gitarren (tolles Solo) und der powernde Refrain. Ebenso melodisch und mit viel Twang kommt die tolle New Country-/Coiuntryrock-Ballade "Lifeguard" (wunderbares, lässiges Gitarrensolo in der Mitte), gefolgt von dem famosen "Tennessee highway", das zunächst ebenfalls balladesk und recht verhalten beginnt, viel Country-Esprit offenbart, sich spätestens mit dem glühenden, rauen, fetten Gitarresolo im Break aber schließlich zu einem astreinen Southern Rocker mausert. Große Klasse auch der kräftige, massiv gitarrenlastige, southern-fueled Roots-/Countryrocker "The book of Allison", wie auch das brodelnde, fast schon punkig und auch jammig anmutende, mächtig nach vorn rockende "Chase after me sheriff". Es gibt bei diesem Album nichts zu mäkeln. Drift Mouth überzeugen auf ganzer Linie. Großartige, beeindruckende Leistung und ein echter Volltreffer an der Schnittstelle zwischen Rootsrock, Americana, Countryrock und Southern Rock!

Das komplette Tracklisting:

1. Dare D'Evel & The Snake River Canyon - 4:18
2. The Ghost of Paul Weaver - 3:51
3. Iris - 3:03
4. Loveridge Is Burning - 4:30
5. Lifeguard - 3:58
6. Tennessee Highway - 4:52
7. The Book of Allison - 3:38
8. Chase After Me Sheriff - 3:58
9. Myra - 4:26
10. Bad Song - 3:07

Art-Nr.: 10254
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dare D'Evel & The Snake River Canyon
Iris
Loveridge is burning
Lifeguard
Tennessee highway
The Book of Allison
Chase after me sheriff

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Lucero - when you found me [2021]
Die in Memphis/Tennessee ansässige, "wildly-influential" Roots-/Alternate Country-/Americana-/Alternate Rock-Band Lucero präsentiert uns rund 3 Jahre nach dem herauragenden "Among the ghosts" mit "When you found me" ihren fabelhaften Nachfolger. Seit mehr als 20 Jahren stehen der charismatische Frontmann Ben Nichols mit seiner unverwechselbaren tiefen, rau gegerbten, kratzigen Stimme und seine Freunde für einen rauen, trockenen, zuweilen auch recht ruppigen, aber immer mit einer großartigen Melodik versehenen Rootsrock-/Americana-Sound, im weitesten Sinne irgendwo einzuordnen zwischen den Drive-By Truckers, den frühen Wilco und den Replacements. Auch für das starke neue Werk trifft dies wieder zu, wenngleich die Band hier, das hatte sich mit einem dezenten Achtziger-Flair beim Vorgänger schon angedeutet, durch stärker in den Mittelpunkt rückende Keyboards (Synthesizer, Mellotron) eine größer, breitere, ja zuweilen fast schon als cineastisch zu bezeichnende Soundvielfalt erreicht. Dabei gelingt es ihnen hervorragend, diese Keyboards mit ihren kraftvollem, erdigen Gitarren in Einklang zu bringen. "Ich wollte einen sehr klassischen Rock-Sound für dieses Album", sagt Ben Nichols dazu. "Ich wollte, dass es sich nach etwas anhört, das ich als Kind im Radio gehört habe. Ich wollte überhaupt kein Retro-Album aufnehman, aber ich wollte auf einige dieser Klänge, Töne und Stimmungen verweisen, die in meiner Jugend allgegenwärtig waren. Ich denke, wir haben eine gut ausgewogene Balance zwischen Nostalgie und dem gefunden, das immer noch nach klassischen, typischen Lucero klingt". In der Tat ist ihnen das exzellent gelungen. Das Songmaterial ist große Klasse, ja fesselt einen mit seinen mal opulenten, dann wieder etwas sparsameren Arangements zuweilen richtig. Beste Beispiele dafür sind etwa der einerseits von ruppigen, rauen, kantigen Gitarrenriffs und andererseits auch von "wabernden" Keyboard-Klängen geprägte, zunächst recht verhaltend beginnende, schließlich aber in einem wuchtigen Finale mündende Opener "Have you lost yor way?", der feine, überaus melodische, durchaus kräftige Roots-/Americana-Rocker "Ourtrun the moon" (herrliche Lead Gitarrenarbeit), die prächtige, leicht folkige, aber auch Heartland Rock-beeinflusste Alternate Country-Nummer "Coffin nails" (klasse Acoustic Gitarre, herrliche Baritone Lead Gitarre, Piano, stampfender, lockerer Rhythmus, sehr natürliches Ambiente), das auf einem breiten Keyboard-Teppich ausgelegte, opulent inszenierte "Pull me close don't let go", die von einem schönen, cineastischen Countryrock-Flair durchzogene Americana-Nummer "The match", der raue, energetische, straighte, laute Roots-/Heartland-Rocker "Back in Ohio" (die tierische Saxophon-Einlage im Break vermittelt ein typisches Springsteen-Feeling), der in einem kräftigen, vielschichtigen Gitarren-/Keyboard-Gewand kommende Rootsrocker "A city on fire", wie auch die das Album abschließende, von einer wunderbaren Melodie geprägte, melancholische Ballade "When you found me" (schöne Acoustic Gitarre, Piano, Keyboard-Teppich). Lucero haben ihren Sound etwas erweitert, aber diesen Spagat hervorragend gemeistert. Und wenn man diese Gitarren und Ben Nichols' einzigartigen "Raspel" in der Stimme hört, dieses Southern Gothic-Flair spürt, dann fühlt man sich eh zu Hause - zu Hause bei Lucero. Klasse Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Have You Lost Your Way? - 3:15
2. Outrun the Moon - 4:58
3. Coffin Nails - 3:02
4. Pull Me Close Don't Let Go - 4:20
5. Good as Gone - 4:10
6. All My Life - 4:11
7. The Match - 4:08
8. Back in Ohio - 3:43
9. A City on Fire - 4:55
10. When You Found Me - 4:37

Art-Nr.: 10249
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 12,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Have you lost your way?
Outrun the moon
Coffin nails
The match
Back in Ohio
A city on fire
When you found me

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Strongman, Steve - tired of talkin' [2021]
Der preisgekrönte, großartige, kanadische Bluesrocker, Sänger, Songwriter und "guitarmaster" Steve Strongman wird in seiner Heimat, und durchaus auch schon darüber hinaus, längst als hoch talentierter, engagierter, spannender und vielseitiger Vertreter der aktuellen Bluesszene geschätzt. Mehrere Maple Blues Awards und ein bemerkenswerter Juno Award (so etwas wie der kanadische "Grammy") für das beste Blues-Album des Jahres "A natural fact" von 2012) gehören zu seinen wichtigsten Auszeichnungen. Das bereits 2019 digital erschienene und jetzt endlich auch als CD erhältliche "Tired of talkin'" ist sein nunmehr siebtes Album, das nicht wenige Kritiker und Genre-Experten ganz klar als sein bislang stärkstes Werk bezeichnen. Dem schließen wir uns eins zu eins an, denn sowohl die Qualität des Songmaterials, als auch seine Vielseitigkeit sind beachtlich. Strongman vereint in seiner Musik neben den typischen Blues- und Rock-Elementen, die den Bluesrock ausmachen, auch deutliche Roots-, R & B-, Soul-, Southern-, Swamp-, Swing-, und Funk- Einflüsse, die er zu einer hervorragenden musikalischen Einheit zusammenfügt. Er verfügt über eine klasse, kräftige, unterschwellig angeraute Stimme, die genauso zur Blues-, wie zur Rootsrock-Musik passt. Sein Lead-Gitarrenspiel ist exzellent, wirkt nie überladen, ist durchaus erdig und "gritty", sehr fingerfertig und auf den Punkt, jede Menge zündender Soli inklusive. Darüber hinaus spielt er vereinzelt akustische Gitarre, Dobro und Mundharmonika. Die Aufnahmesessions zum Album fanden unter der erstklassigen Produktion von seinem Drummer Dave King zur Hälfte in Hamilton/Ontario und Nashville/Tennessee statt - und das mit herausragenden Begleitmusikern. So spielt etwa bei den Nashville-Sessions niemand geringeres als der ehemalige The Black Crowes- und jetzige Nashville Elite-Studiogitarrist Audley Freed die zweite E-Gitarre. Dessen starkes Zusammenspiel mit Strongman dürfen wir gleich in vollen Zügen bei dem prächtigen Opener, dem Titelstück "Tired of talkin'", einem herrlich kernigen, erdig dreckigen, straighten, von einem wunderbaren Southern-Flair durchzogenen Roots-/Bluesrocker, in vollen Zügen genießen. Inspirationsquellen wie die Stones oder Spuren von Dan Baird und seinen Georgia Satellites sind durchaus spürbar. Klimperndes Honky Tonk-Piano (feines Solo), rotzige, satte Gitarrenriffs und ein paar klasse Soli der besagten Gitarristen bestimmen das Geschehen. Toller Auftakt! Das folgende "Paid my dues" ist ein richtig starker, schwungvoller, swingender, "lowdown, throw-down bluesrocker, perfect for a night drive down the highway". Hat viel Tradition und Seele. Strongman glänzt mit tollen Mundharmonikalinien und einem feurigen Gitarrensolo im Break. Leicht R & B-angehaucht, aber auch sehr rootsig (dezentes JJ Cale-/Levon Helm-Feeling) kommt das mit schönem, melodischen Dobro-Spiel Strongman's garnierte, großartige "Still crazy 'bout you", klasse Piano- und Gitarrenarbeit inklusive. Mit dem anschließenden, brodelnden, funkigen Bluesrocker "Just ain't right" zieht Strongman dann in puncto Power und Druck wieder ordentlich an. Fette Instrumentierung aus Orgel- und Piano-Zutaten, Harp-Fills, glühendem Lead Gitarren-Spiel und mit einer gut antreibenden Rhythm-Section. Groovt gewaltig! Man entdeckt sogar entfernte Spuren von Little Feat & Gov't Mule. Große Klasse u. a. auch der erdige, sumpfige, mit bluesigen, satten, rauen, vielschichtigen Gitarren vollgepackte Uptempo-Rootsrocker "Livin' the dream" (kochende, furiose Gitarren-/Slide-Soli), die überaus melodische, semi-akustisch inszenierte Ballade "That kind of fight" (exzellentes Lead Acoustic Gitarren-Spiel des Meisters), der kraftvoll swingende Bluesrock-Shuffle "Hard place and a rock" (zündendes Gitarrensolo), oder der gepflegte, mit schön southern inspirierten Lead Gitarren durchzogene Slow Blues "Bring you down". Keine Frage, Steve Strongman's neues Album "Tired of talkin'" ist ein starkes Dokument seiner großen, vielseitigen Fähigkeiten und sollte seinen Ruf als "one of the most exciting artists on the International Blues scene" weiter festigen. Sehr erfreuliches, viel Eindruck hinterlassendes Teil!

Das komplette Tracklisting:

1 Tired of Talkin' - 3:20
2. Paid My Dues - 4:03
3. Still Crazy 'Bout You - 2:54
4. Just Ain't Right - 3:23
5. Can't Have It All - 2:54
6. Tell Me Like It Is - 4:19
7. Livin' The Dream - 3:42
8. That Kind Of Fight - 4:01
9. Hard Place and a Rock - 2:54
10. Highway Man - 2:37
11. Bring You Down - 4:05
12. Let's Stay Together - 4:51

Art-Nr.: 10237
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Tired of talkin'
Paid my dues
Still crazy 'bout you
Just ain't right
Livin' the dream
That kind of fight
Hard place and a rock
Bring you down

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