Artikel 1 bis 11 von 11 gefundenen...

[1-15]

 
Black Keys, The - delta kream [2021]
Seit rund 20 Jahren sind die Black Keys (Dan Auerbach (vocals, guitars) und Patrick Carney (drums, percussion) nun schon "im Geschäft" und haben es mit ihrem einzigartigen Stil, den urwüchsigen Blues mit einem sehr zeitgemäßen Rock-und Pop-kompatiblen Sound zu kombinieren, längst geschafft, ihren ganz eigenen musikalischen Kosmos zu kreieren und sich damit als eine der einfiussreichsten Künstler für die jüngere Bluesrock-Generation zu etablieren. Mit ihrem herausragenden, neuen Album "Delta kream" gelingt ihnen nun ein weiteres Meisterstück ihrer Karriere. Das Werk, ein reines Cover-Album (nur Fremdkompositionen), ist eine einzige Huldigung an die Wurzeln ihrer Musik, den Hill Country Blues, den Mississippi-Blues, den Southern Swamp-Blues. Ihre spirituellen, musikalischen Roots liegen im Mississippi Delta, jener sumpfigen Gegend, in denen die Ursprünge des amerikanischen Südstaaten-Blues liegen. Man denke nur an Größen wie Charley Patton, Mississippi Fred McDowell und Robert Johnson. Besonders angetan hat es Auerbach und Carney aber Junior Kimbrough, ein Mississippi Bluesman, dessen Karriere erst in den 1990iger Jahren richtig begann, als die beiden heutigen Black Keys-Musiker noch Teenager waren. Er gilt als größte Inspirationsquelle der beiden, was dazu führte, dass "Delta kream" gleich 5 Coverversionen von David Kimbrogh jr. enthält. Für dieses Album, diese wunderbare musikalische Reise zu ihren Wurzeln, nisteten sich die Black Keys in Auerbach's Studio ein, verstärkt um 2 weitere Größen ihrer Helden, nämlich R. L. Burnside’s Giitarrist Kenny Brown und Junior Kimbrough's früheren Bassisten Eric Deaton, um die Songs in nur zwei Tagen live einzuspeilen. Die Authentizität könnte größer nicht sein. Es wurde ein fantastisches Album. Zuweilen erinnern sie in ihren Songs hier ein wenig an die North Mississippi Allstars, doch die Black Keys klingen, trotz des stets vorhandenen, ursprünglichen, erdigen Ambientes, wesentlich geschmeidiger, fließender und "komfortabler". Die Tracks, oft herrlich jammig, "bluesen" und "rollen" durch die Mississippi-Swamps wie eine geölte Maschine. Die Spielfreude aller beteiligten Musiker ist regelrecht greifbar. Man spürt, wie sehr die Protagonisten diese Musik lieben. Dan Auerbach und Kenny Brown schaukeln sich gegenseitig hoch, verlieren sich immer wieder in einfach großartigen, genauso erdigen, dreckigen, sumpfigen, brodelnden, wie lässig coolen und wunderbar jammigen Gitarrenausflügen (viel Slide), manchmal begleitet von einem leichten, unterschwelligen, mystischen Psychedelic-Feeling. Und diese Grooves - hinreißend. Das ist die helle Freude. Hier werden die Vergangenheit des kernigen, urigen Mississippi Blues und die Klänge zeitgemässen, modernen, jammigen Swamp-Bluesrocks auf bemerkenswerte, spannende, ja einzigartige Art und Weise miteinander verbunden - so, wie es eben nur die Black Keys hinbekommen. Einzelne Songs explizit herauszustellen macht keinen Sinn, denn sie sind alle durchweg klasse. Und das auf einem verdammt hohen Niveau. Zum Beispiel die bärenstarke Coverversion von John Lee Hooker's "Crawling kingsnake" (begnadeter, hypnotischer Groove, cooler, lässiger Gesang, irre Gitarrenlicks und -soli, famose Slideguitar, herrlicher Flow), die dynamische, dreckige, tief in den Sümpfen wühlende, Slideguitar-getränkte Fassung von R. L. Burnside's "Poor boy a long way from home", die geradezu magische, umwerfend groovy und melodisch interpretierte Version von "Going down south (im Original ebenfalls von R. L. Burnside), sowie die Covers der beiden Junior Kimbrough-Nummern "Sad days, lonely nights" (schön jammig, großartige Gitarrenusflüge) und "Come on and go with me" (toller Slow-Blues, herrliche Gitarrenlicks, feine Orgel-Klänge, starkes Slide-Solo), und so weiter. "Delta kream" reflektiert auf beeindruckende Art und Weise die Roots der Black Keys und zeigt, wie sehr der Mississippi Delta-Blues in ihrer musikalischen Seele vergraben ist. Ein 1A-Vorstellung von Dan Auerbach, Patrick Carney & Co.! Nicht nur die Fans des Southern-/Swamp-/Hill Country-/Guitar-/Jam-/Blues(rocks) dürften daran ihre helle Freude haben.

Das komplette Tracklisting:

1. Crawling Kingsnake - 6:08
2. Louise - 4:23
3. Poor Boy a Long Way From Home - 4:08
4. Stay All Night - 5:44
5. Going Down South - 3:49
6. Coal Black Mattie - 3:48
7. Do the Romp - 5:01
8. Sad Days, Lonely Nights - 5:57
9. Walk with Me - 5:36
10. Mellow Peaches - 3:47
11. Come on and Go with Me - 5:55

Art-Nr.: 10313
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Crawling kingsnake
Poor boy a long way from home
Goling down south
Sad days, lonely nights
Come on and go with me

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Blackberry Smoke - you hear georgia [2021]
Blackberry Smoke "on fire"! Die vielleicht beste Southern Rock Band unserer Zeit präsentiert mit "You hear Georgia", einer genauso liebevollen wie reflektierenden Hommage an ihren Heimatstaat Georgia, ihr neues Studioalbum - ein wahres Hammer-Teil! Charlie Starr und seine Freunde scheinen noch immer nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen zu sein, denn dieses Werk markiert erneut eine Steigerung zum Vorgänger. Ihr Potential scheint unerschöpflich zu sein. Mittlerweile auch in der Jamrock-Szene hoch anerkannt, präsentieren sich Blackberry Smoke mit ihrer Direktheit, Ehrlichkeit, Authentizität und musikalischen Klasse mittlerweile wie die einzig wahren, unangefochtenen Erben der goldenen Southern Rock-Ära zwischen Lynyrd Skynyrd, der Marshall Tucker Band, den Allman Brothers und allem, was dazwischen liegt. Dennoch klingen sie absolut eigenständig, wie eben nur Blackberry Smoke klingen. Wunderbar! Mitreißend! "Eigentlich" sind Blackberry Smoke mittlerweile zum Septett "mutiert", auch wenn Preston Holcomb (percussion) und Benji Shanks (guitar) noch als "special guests" aufgeführt werden. Doch die beiden sind, Holcomb mit seiner großartigen, den jammigen Sound wunderbar fördernden Percussionarbeit, und vor allem Benji Shanks mit seinem sehr präsenten, exzellenten Slidegitarrenspiel, bei jedem Stück dabei. Auch live sind die beiden zuletzt immer wieder mit an Bord. Erstklassig produziert hat das Werk übrigens der zur Zeit omnipräsente Dave Cobb (u. a. Jason Isbell and the 400 Unit, Chris Stapleton, Whiskey Myers, The Highwomen, Rival Sons, Marcus King Band, u.v.m.). Das Album beginnt mit dem sehr kraftvollen, brodelnden, riffig treibenden Southern Rocker "Live it down", geradezu ein Musterbeispiel für die Weiterentwicklung der Band in Richtung Jam Southern Rock der Marke The Allman Brothers Band / Gov't Mule. Das von einem prächtigen Groove (klasse Percussion, funky E-Piano) getragene, raue, dreckige Gitarrensolo, in seiner "freien", zwanglosen, spielfreudigen Spielweise, könnte die Band live bis zum Exzess ausdehnen. Mal sehen, vielleicht tun sie das ja auch. Ganz große Klasse! Es folgt das schwerblütige, erneut voller Power steckende Titelstück "You hear Georgia" - "pure classic Southern Rock" der ganz feinen Art. Massive Gitarren ziehen sich durch den Track, inkl. eines flammenden, erdigen Solos und mächtigen Slideguitar-Momenten. Dazu bleibt die Melodie bestens hängen. Es kocht gewaltig "down in Geogia". Jammig, ungemein groovy und schön swampig (toller Background Gesang von den Black Bettys) kommt das brodelnde "Hey Delilah", bei dem deutlich wird, dass auch Bands wie Little Feat oder The Band zu den Ispirationsquellen der "Blackberries" zählen. Benji Shanks steuert ein super Slide-Solo bei. Anschließend hören wir den knackigen, aber auch traumhaft melodischen, flüssigen, von herrlichen Gitarren (auch Slide) geprägten, ein wunderbar frisches Countryrock-Flair versprühenden Southern Rocker "Ain't the same", der den Fans für lange Zeit nicht mehr aus den Ohrmuscheln weichen dürfte. Es folgen zwei Nummern mit hochkarätigen Gästen/Duett Partnern: Zunächst die exzellente, erneut von prächtigen Gitarren (inkl. Pedal Steel) bestimmte, schön bluesige Southern-/Outlaw-Countryrock-Ballade "Lonesome for a livin'", mit Country Outlaw Jamey Johnson, gefolgt von dem sehr kraftvollen, jammigen, rauen, von Charlie Starr und Warren Haynes gemeinsam komponierten "All rise again", bei dem der Gov't Mule-Boss, sowohl mit einem tolle Slieguitar-Solo, als auch mit einer sehr starken Gesangseinlage glänzt. Bei dem von kernigen Riffs geprägten "Morningside" spielt die Band sogar ein wenig mit psychedelischen Einflüüsen. Auch das gelingt vorzüglich. Von vorn bis hinten zeigt "You hear Georgia" auf vielfältige und überaus ansprechende Art und Weise die ganze Faszination des Southern Rocks auf. Kaum eine andere Band der heutigen Zeit repräsentiert dies so eindrucksvoll und authentisch wie Blackberry Smoke. Sie sind und bleiben das Maß aller Dinge der aktuellen Southern Rock-Generation. Von dieser prächtigen Musik kann man einfach nicht genug bekommen...

Das komplette Tracklisting:

1. Live It Down - 4:06
2. You Hear Georgia - 4:05
3. Hey Delilah - 3:54
4. Ain't the Same - 4:20
5. Lonesome for a Livin' (feat. Jamey Johnson) - 4:28
6. All Rise Again (feat. Warren Haynes) - 4:13
7. Old Enough to Know -3:28
8. Morningside - 4:24
9. All over the Road - 3:48
10. Old Scarecrow - 3:36

Art-Nr.: 10320
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Live it down
You hear Georgia
Hey Delilah
Ain't the same
Lonesome for a livin'
All rise again
Morningside
Old scarecrow

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Dirty Honey - same [2021]
Das erst im Jahre 2017 gegründete junge, aus Los Angeles stammende Quartett Dirty Honey gilt bei vielen Insidern als eines der heißesten Versprechen für die Zukunft des klassischen Seventies-based Rock'n Rolls, ähnlich wie vor einigen Jahren die Rival Sons. Trotz schon einiger beachtlicher Erfolge (so schaffte es ihre Debut-Single "When I'm gone" im Jahre 2019 als erster Song einer "unsigned" Band überhaupt in die Billboard Mainstream Rock Charts) hat die Band auch heute noch keinen Label-Vertrag und bringt nun, nach einer Vorab-EP, ihr großartiges, selbstbetiteltes Debut-Album im Eigenvertrieb auf den Markt. "Rock is alive and well", insbesondere dank solch frischer, elektrisierender Bands wie Dirty Honey. Sie sind originell, authentisch, verfügen über außergewöhnliche Musikalität mit tollen Songs im Köcher. Ihre Inspirationsquellen liegen deutlich hörbar bei den großen Rock-Legenden, wie etwa Led Zeppelin, Aerosmith oder AC/DC, doch das ist nicht alles. Ebenso klar wahrnehmbar vermischen sie ihre harten, straighten, lauten Classic Rock-Anlagen mit Bluesrock-Einflüssen und einem Hang zu wohl temperierten Southern Rock-Klängen. Eine Kombination, die voll ins Schwarze trifft und eine Menge Laune macht. Die Songs kommen voller Power, voller Wucht, Druck und mit viel Würze. Sie wirken energetisch, vital und frisch. Dirty Honey sind der überaus ausstrahlungsstarke Sänger Marc LaBelle ("a helluva contemporary rock vocalist"), der mit viel "Feuer" aufspielende Gitarrist John Notto (harte, fette, mächtige, aber auch durchaus gefühlvolle Riffs und ein paar fulminante Soli), sowie Drummer Corey Coverstone und Justin Smolian am Bass. Und die Jungs legen gleich zu Beginn des Albums furios los: "California dreamin'", der krachende Opener, wird bestimmt von drückenden, gewaltigen Riffs und flammenden Lead Gitarren, aber auch von einer klasse Melodik und "catchy" Hooks. Frontmann Marc LaBelle "shoutet" mit aller Intensität und Gitarrist John Notto haut ein kühnes Solo vom Allerfeinsten raus. Ein Auftakt nach Maß, der sofort pure Freude auslöst und gleichzeitig als so etwas wie der "Guide" für das komplette Album dient. Es folgen eine klasse Nummer nach der nächsten: Wie zum Beispiel das hart rockende, herrlich straighte, riffige "The wire", der voller überbordender Dynamik steckende und das Gaspedal voll durchdrückende, bluesige Power-Rocker "Gypsy" (inkl. furiosem Gitarrensolo), das von tollen, klassischen, stetig rockenden Gitarrenriffs geprägte, brodelnde "No warning", das irgendwo zwischen Free, frühen Aerosmith und The Black Crowes angesiedelte, stark groovende, ordentlich Dampf produzierende, kernige "The morning", ehe das Album mit einem absoluten Highlight schließt, dem famosen "Another last time" - ein packender, mit einer grandiosen Melodie und herrlich fetten Gitarrenlinien sowie dezenten Wurlitzer Piano-Klängen versehener, bluesiger, in voller Blüte stehender, gefühlvoller, lupenreiner Midtempo-Southernrocker vom Allerfeinsten, inkl. passender, weiblicher Background-Harmonies. Was für eine Hammer-Somg in einem herrlich fettem Sound! Einfach "geil"! Insgesamt ist das komplette Werk einfach eine erfrischende, baumstarke Vorstellung von Dirty Honey. Hier kommen die Liebhaber des klassischen, straighten, riffigen Gitarren-Hardrocks, des bluesigen Hardrocks und des fetteren, powervollen Southern-Hardrocks gleichermaßen voll auf ihre Kosten. Macht einfach richtig Laune, diese Truppe! "Dirty Honey - a rock'n roll band on the rise"...

Hier noch ein Hinweis, der aufgrund der großartigen Musik sicher eher zu vernachlässigen ist, den wir aber dennoch erwähnen möchten:
Dieses tolle Album, und das ist bei dem Potential dieser Band schon ein wenig schade, ist leider nach nur 8 Songs mit insgesamt knapp 30 Minuten Spielzeit schon zu Ende. Zudem kommt die CD lediglich in einem einfachen, selbstverständlich professionell gestaltetem, Pappcover, ähnlich einem nicht aufklappbaren LP-Cover. Doch besser ein kurzes, intensives, jede Menge Freude bereitendes Vergnügen in einer etwas spartanischen Verpackung, als gar keines. Denn Dirty Honey "rocks on fire"!

Das komplette Tracklisting:

1. California Dreamin' - 4:18
2. The Wire - 3:05
3. Tied Up - 3:33
4. Take My Hand - 3:05
5. Gypsy - 4:12
6. No Warning - 3:07
7. The Morning - 3:27
8. Another Last Time - 4:50

Art-Nr.: 10307
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
California dreamin'
The wire
Gypsy
No warning
The morning
Another last time

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Fowler, Damon - alafia moon [2021]
Der Florida-based Blues-/Rootsrocker und absolute Meistergitarrist Damon Fowler veröffentlicht mit dem famosen "Alafia moon" sein nunmehr schon achtes Album. Geboren und aufgewachsen ist Fowler in Brandon/Florida, nahe der Metropole Tampa, an der Golfküste, einer Region mit einer tief verwurzelten musikalischen Historie. Leute, wie die Jazz-Größe Cannonball Adderley kommen von dort, genau wie der ehemalige The Allman Brothers Band-Gitarrist Dickey Betts oder Florida's Southern Rock "Guitar-Army" The Outlaws. Durchaus beeinflusst von solchen Größen und überaus inspiriert von der Blues- und Roots-Musik des Südens im Allgemeinen spielt Fowler schon seit seinen frühen Teenager-Tagen Gitarre und gilt heute als herausragender Gitarrist und außergewöhnlicher Slide-Spieler, der sowohl in Kritikerkreisen, als auch unter den Kollegen einen vorzüglichen Ruf genießt. Experten vergleichen ihn u. a. mit Johnny Winter, Buddy Guy und Duane Allman. Er hat bereits mit solch gestandenen Kollegen wie etwa Tab Benoit, Delbert McClinton, Buddy Guy, Johnny Winter, Chris Duarte, Jeff Beck, Robin Trower, Gregg Allman, Junior Brown, Jimmie Vaughan, Little Feat und The Radiators zusammengearbeitet, war zudem Mitglied von der Dickey Betts Band, von Butch Trucks & the Freight Train Band und der Roots-/Blues-Supergroup Southern Hospitality, zusammen mit Victor Wainwright und dem 2021 für den Blues Music-Award nominierten J.P. Soars. Eine beeindruckende Vita und Expertise. Seine Herkunft kann Fowler, wie gesagt, zu keiner Zeit leugnen, denn seine Musik ist "pure southern" und tief verwurzelt in den Sümpfen der Everglades. So nimmt er uns mit seinem neuen Album mit auf eine ungemein spannende, abwechslungsreiche Reise in die herrlich sumpfigen Gefilde des groovigen, von tollem (Slide)Gitarrenspiel bestimmten "soulful" Southern-/Delta-/Swamp-Bluesrocks, immer mal wieder infiltriert mit Spuren des Rootsrocks, Americana, sowie zuweilen einem dezenten Jam-Feeling. Fowler verfügt über eine klasse, angenehme, einerseits irgendwie relaxt wirkende, andererseits aber auch sehr kraftvolle, durchaus von Staub und Whiskey gegerbte, leicht angeraute Stimme. Er ist ein hervorragender Songwriter und sein schon erwähntes Gitarrenspiel ist herausragend, voller Feuer, Würze und grenzenloser Virtuosität. Ob eingängige "catchy hooks", mitreißendes Acoustic Fingerpicking, glühende, tief aus den Sümpfen Florida's entsprungene Slide-Exkursionen, flammende, dreckige, kraftvolle Lead Gitarren-Ausflüge oder furioses Telecaster-Spiel - Fowler behersscht das alles, als wäre es nichts! An seiner Seite hat er kongeniale Mitstreiter, wie etwa Chuck Riley am Bass, Justin Headley (Drums), T.C. Carr (Harmonica), Mike Kach (Keyboards und Betty Fox (Background Vocals). Produziert haben das Album Damon Fowler und George Harris (Cheap Trick, Rick Derringer, Brian Johnson, AC/DC) in einem starken, klaren, "tighten" Sound. Los geht's mit dem tollen Opener "Leave it alone", ein durchaus lockerer, gleichzeitig ordentlich brodelnder Bluesrocker, der uns, von einer simplen, aber markanten, "stampfenden" Bassline und einem sumpfigen Groove getragen, gleich wunderbar in den triefend swampigen, musikalischen Southern-Trip einführt. Großartig hier das Zusammenspiel von dreckigen Bluesharp-Skills und schwülen Slidegitarren-Licks und -Linien. Gesanglich ebenfalls top, trifft Fowler gleich voll ins Schwarze. Mit dem folgenden, prächtgen "I've been low" wird das Tempo dann nochmal merklich angezogen. Was für ein toller, kraftvoller, treibender Bluesrock-Boogie, voller erdiger E-Gitarrenlinien (inkl. eines saustarken Solos), sowie ordentkich rührender und damit zusätzlich Glut entfachender Slideguitar-Untermalung (ebenfalls mit tierischem Solo). Dann das traumhaft schöne Titelstück "Alafia moon", eine geradezu hinreißend melodische, sehr persönliche, klassische, pure, bluesige Southern Rock-Ballade mit ein wenig unterschwelligem Gospel-Flair über den Alafia River, in dessen Nähe Damon Fowler aufgewachsen ist. Vermittelt einen gewissen Muscle Shoals-Spirit, ebenso wie ein herliches Allmans-Flair. Auch im Repertoire der Allman Betts Band oder von Blackberry Smoke wäre diese Ballade zuhause. Das Southern-Feeling ist allgegenwärtig, Fowler's Gitarrenspiel einfach wunderbar. Viel New Orleans-Flair vermittelt das ungemein grrovige, dezent Latin-angehauchte, von saustarkem Slidegitarrenspiel Fowler's (super Solo) durchzogene, großartige "Make the best of your time", gefolgt von dem rootsigen Guy Clark-Cover "The guitar" ("masterful" Acoustic Gitarren-Picking des Protagonisten), ehe bei dem swampigen, toll groovenden, furiosen Bluesrocker "Hip to your trip" wieder die brodelnde Slideguitar das bestimmende Instrument ist. Viel Drive und groovige Dynamik entwickeln Fowler und seine Band dann wieder bei dem gut nach vorn gehenden Roots-/Bluesrocker "Some things change", der von exzellenten, intensiven Bluesharp-/Gitarren-Duellen bestimmt wird, vorwiegend in dem instrumentalen Break, ehe Fowler den klassischen, stampfenden, schwerblütigen Southern-Blues "Taxman" präsentiert, der einmal mehr Fowler's außergewöhnliches Talent an der Slidegitarre offenbart. Einen kleinen "Ausrutscher" leistet sich Fowler allerdings mit dem obskuren, immerhin 8-minütigen "The umbrella". Die Nummer suggeriert eine feucht-fröhliche Liveatmosphäre in einem Club in Arizona mit Flaschen- und Gläser-Geklimper, wo Fowler zu ein paar belanglsoen Gitarrentönen dem Publikum eine Geschichte von einem Gastspiel in diesem Club während seiner allerersten Tour überhaupt erzählt (nicht singt), als der einzige anwesende Fan immer wieder "In a Gadda Da Vida" einforderte, Fowler aber stets sein eigenes Material spielte. Vielleicht lustig, aber eher langweilig. Die Nummer geht dann in den knackigen, kurzen, Vollgas gebenden, swingenden Rockabilly-Blues "Kicked his ass out", der das Album dann wieder furios und stark abschließt. Zieht man diese etwas überflüssige Nummer ab, die es in keinster Weise schafft, die Gesamtqualität und den damit verbundenen, kompletten musikalischen Wert des Albums auch nur annähernd zu schmälern, bleiben immer noch 44 grandiose Minuten eines Damon Fowler in brillanter Form. Bei aller Melodik - brodelnder, sumpfiger, heißer, schwüler und dichter war seine Musik nie. Genießt den Southern-Spirit, genießt dieses wunderbare Gitarrenspiel, diesen exzellenten Roots-/Swamp-Bluesrock, genießt Damon Fowler! Einfach "outstanding"!

Das komplette Tracklisting:

1. Leave It Alone - 4:59
2. I've Been Low - 4:16
3. Alafia Moon - 4:34
4. Make The Best Of Your Time - 5:40
5. The Guitar - 4:02
6. Hip To Your Trip - 3:13
7. Some Things Change - 5:07
8. Taxman - 4:41
9. Wanda - 5:20
10. The Umbrella - 8:23
11. Kicked His Ass Out - 1:45

Art-Nr.: 10280
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Leave it alone
I've been low
Alafia moon
Make the best of your time
Hip to your trip
Some things change
Taxman

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Furay, Richie - 50th anniversary return to the troubadour ~ live [2021]
2 CD-Set! Was für ein Fest für die Poco-Fans! Einer der "chief architects of country rock", Mitbegründer solch legendärer Bands wie Buffalo Springfield, Poco und der Souther-Hillman-Furay Band, Richie Furay und seine exzellente Richie Furay Band, feierten im November 2018 im Troubadour in West Hollywood/CA ein ganz besonderes Poco-Jubiläum mit einem ganz besonderen Konzert. 50 Jahre ist es her, dass Poco, ohne jeden Zweifel die für Furay bedeutendste Band, in der er je spielte, 1968 die Bühne dieses historischen Clubs betraten, um dort ihre allerersten Konzerte überhaupt aufzuführen. Ein halbes Jahrhundert später kehrte er nun für dieses Jubiläum dorthin zurück und spielte mit seiner fantastischen Band zwei mitreißende Sets, -man beachte das feine Wortspiel-, unter dem Titel "Still deLIVErin'" (Set 1) mit einer großartigen Setlist aus prächtigen, alten Buffalo Springfield- und Poco-Songs, sowie Material seiner Richie Furay Band, und "DeLIVErin' again" (Set 2), in dessen Mittelpunkt die komplette, im übrigen bärenstarke, Aufführung von Poco's bedeutendem, frühen 1971er Live-Album "DeLIVErin'" stand, zusätzlich ergänzt durch eine grandiose Fassung von "A good feelin' to know". Bei diesem zweiten Set stand auch Eagles-Bassist Timothy B. Schmit, damals noch Poco-Mitglied, mit auf der Bühne, um seine damals auf "DeLIVErin'" gesungenen Songs auch diesmal vorzutragen. Großartig! Welch ein tolles Konzert! Das Troubadour war randvoll und die Richie Furay Band präsentierte sich, dem Anlass angemessen, in brillanter Verfassung. In einem Statement sagt Furay über die Show:
"I don’t know of any other group that has ever re-recorded a live album from their past catalogue and truthfully, I wasn’t sure it could be done either; but, I took on the challenge and now you get to hear it for yourself. In many respects it was a labor of love because I knew how important the original album was to Poco fans and if RFB didn’t meet the standard, it would be a disappointment. I do not believe you are going to be disappointed. From my viewpoint, we have met and exceeded any expectations. Listen for yourself, but I believe we have captured the heart and soul of the music; even Timothy B. got on board to sing one of his originals. So, I hope you enjoy listening to this recreation – “DeLIVErin’ Again”. Shut your eyes, pretend you’re one of the wall to wall people at the The Troubadour in Los Angeles, California that November evening and turn it up loud".
Die komplette Performance der Richie Furay Band strotzt nur so vor Kraft, Frische und Vitalität. Die alten Klassiker hören sich an, als seien sie gerade erst geschrieben worden. Der glasklare, satte Sound wird bestimmt durch herrliche, saftige, vielschichtige Gitarren und Richie Furay (Jahrgang 1944) singt noch immer wie zu seinen besten Zeiten. Seine markante Stimme hat nichts, aber auch gar nichts von ihrer Klasse und Magie eingebüsst. Das ist absolut beeindruckend. Dazu kommen herrliche Harmonies, pure Spielfreude, Leidenschaft und Emotionen. Set 1 beginnt mit einer hinreißenden Version des alten Buffalo Springfiel-Klassikers "On the way home" - hochmelodisch, knackig, umgeben von herrlichen Gitarren (saustarkes Lead Gitarren-Spiel von Scott Sellen) und durchzogen von wunderbaren Harmonie-Gesängen. Es folgt das grandiose, schmissige, voller satter Gitarren steckende "Let's dance tonight" aus Poco's 1973er "Crazy eyes"-Album, das hier eine ungemeine Vitalität ausstrahlt (große Klasse ist das kernige, prächtige, zündende E-Gitarrensolo). Super auch das flotte, wunderschöne, autobiographisch auf Poco bezogene "We were the dreamers" aus Furay's letztem Solo-Album "Hand in hand". Auch hier verführen uns wieder "lots of beautiful harmonies und shimmering guitars". Gnadenlos stark auch die Live-Fassung der Roots-/Countryrock-Ballade "Wind auf change", ebenfalls aus Furay's "Hand in hand"-Werk. Hat eine tolle Melodie, pendelt zwischen emotional ruhigen Momenten, aber auch fett und voller Power rockenden Passagen hin und her und glänzt mit ungemein feurigen, würzigen, satten Gitarrensoli. Im Set 2 folgt dann die breits erwähnte, komplette Aufführung von Poco's 1971er Live-Album "DeLIVErin'". Schon der Opener "I guess you made it" offenbart, mit welcher Frische und Dynamik diese ewig jungen Poco-Nummern präsentiert werden. Eine Wonne! Traumhaft auch die hingebungsvolle Interpretation von "Kind woman", das Furay damals über eine junge Frau geschrieben hat, die während eines Buffalo Springfield-Konzertes vor ihm an der Bühne stand - Nancy, seine spätere Ehefrau, mit der er nun seit über 50 Jahren verheiratet ist. Es geht weiter von Höhepunkt zu Höhepunkt (fantastisch beispielsweise die genialen, satten Gitarren, inkl. Pedal Steel und furiosem E-Gitarren-Solo bei dem schwungvollen "A man like me"), bis die Show schließlich mit einer ungemein spritzigen Fassung von "A good feelin' to know", voller purer, rockender Spielfreude, Energie und herrlicher Gitarren "én masse" endet. Die Richie Furay Band hat an diesem Abend "geliefert" - und wie. Ein "berauschendes" Konzert des einstigen Poco-Mitgründers zu Ehren seiner ehemaligen Band, das vergangene Poco-Zeiten in einer einen geradezu magisch einfangende Frische hochleben lässt. Und wie gesagt, der Sound ist fantastsich. Zurücklaehnen, Augen zu, genießen - es fühlt sich an, als sei man mittendrin, im Troubadour...

Die komplette Setlist:

CD 1 - SET 1: "Still DeLIVErin’"
1. Intro - 0:50
2. On The Way Home - 5:43
3. Let’s Dance Tonight - 5:45
4. We Were The Dreamers - 5:41
5. Don’t Let It Pass By - 4:12
6. Go and Say Goodbye - 3:53
7. Wake Up My Soul - 4:12
8. Hard Country - 5:22
9. Wind of Change - 6:53
10. Anyway Bye Bye - 8:12
11. Someday - 7:11

CD 2 - SET 2: "DeLIVErin’ Again"
1. Intro - 0:14
2. I Guess You Made It - 3:27
3. C’mon - 3:33
4. Hear That Music (with Timothy B. Schmit) - 4:44
5. Kind Woman - 6:44
6. Medley: Hard Luck / Child’s Claim To Fame / Pickin’ Up The Pieces - 8:05
7. You Better Think Twice - 4:16
8. A Man Like Me - 4:18
9. Medley: Just in Case It Happens, Yes Indeed / Grand Junction / Consequently So Long - 11:22
10. Band Introduction - 1:16
11. A Good Feelin’ To Know (with Timothy B. Schmit) - 6:01

Art-Nr.: 10303
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 22,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
On the way home
Let's dance tonight
We were the dreamers
Wind of change
I guess you made it
Kind woman
You better think twice
A man like me
A good feelin' to know

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Hiatt with The Jerry Douglas Band, John - leftover feelings [2021]
Zwei absolte Ikonen der amerikanischen Roots-/Americana-Musik mit einer grandiosen Kooperation. Der begnadete, unwiderstehliche Singer/Songwriter und Rootsrocker John Hiatt und der 14-fache Grammy-Gewinner und Dobro/Lap Steel-Hexer Jerry Douglas mit seiner Band spielten gemeinsam mit "Leftover feelings", aufgenommen im historischen RCA Studio B in Nashville, ein herrliches Americana-Album ein, das genüßlich die Grenzen zwischen Roots, Blues, Rock, Country und Bluegrass aufweicht und miteinander verschmelzen lässt. Beide Protagonisten sind voll in ihrem Element und warten mit herausragenden Leistungen auf - Hiatt mit seinem fabelhaften Songwriting und starken Gesang (alle Songs hat er komponiert, alle sind, typisch Hiatt, einfach exzellent und bleiben prächtig hängen), Dougles mit seinem umwerfenden, extrem fingerfertigen Dobro- und Lap Steel-Spiel (wunderbare Soli) - dazu stimmt die Chemie dieser beiden musikalischen Seelenverwandten so, als würden sie schon ewig zusammenspielen. Die Instrumentierung kommt komplett ohne Schlagzeug aus (vermisst man überhaupt nicht) und ist vorwiegend akustisch gehalten, bis auf die dezenten, doch durchaus erdigen Einsätze von Mike Seal's E-Gitarre. Tracks wie beispielsweise "Long Black Electric Cadillac" (toller, erdiger Groove, grassiger Outlaw-/Honky Tonk-Drive, sich mit Jerry Douglas' Dobro duellierende Lead E-Gitarre im Break) und "Keen Rambler" sind wunderbare "rustic rambles" in bester Tradition solcher klassischen Hiatt-Alben "The Tiki Bar Is Open", "Crossing Muddy Waters" oder "Terms of My Surrender". Andere Nummern wie etwa das baumstake "Mississippi Phone Booth" (dezente E-Gitarren-Riffs, großartige Dobro- und Fiddle-Klänge, eine klasse Melodie und ein Hauch von Southern Soul) oder "Buddy Boy" (schön kraftvoll, dynamisch und sehr vital) sind prächtige, erdige Roots Blues-Titel, während mit dem lockeren und hinreißend melodischen "The Music is Hot", eine flockige, wunderschöne, durchaus traditionell verwurzelte Countrynummer aus den Lautsprechern fließt, umgeben von surrender Fiddle, Lap Steel-Fills, Dobro und herrlichen Gitarren (im Text erweist Hiatt legendären Countrygrößen wie Waylon Jennings und Merle haggard die Ehre, zudem vermittelt die Nummer einen zarten Hauch der früheren Hot Band von Emmylou Harris). "I'm in Asheville" ist eine geradezu traumafte, natürlich frische Americana-/Country-Ballade, die insbesondere von Jerry Douglas' ganz klaren, umwerfend schönem Lap Steel-Spiel lebt, vereinzelt genial harmonierend mit einer, wie eine Pedal Steel klingenden E-Gitarre. Fantastisch auch die flotte, von einer exzellenten Melodie durchzogene Bluegrass-Nummer "All the Lilacs in Ohio" (toller Refrain), deren Instrumentierung neben typisch grassigen Klängen mit einer tollen E-Gitarre, inkl. klasse Solo, aufwartet. Ja, John Hiatt und Jerry Douglas mit seiner Band liefern mit "Leftover feelings" eine mehr als beeindruckende Vorstellung ab. Was sind das für brillante Musiker. Keine Frage, das ist die ganz hohe Americana-Schuke. Tolles Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. Long Black Electric Cadillac - 3:25
2. Mississippi Phone Booth - 3:06
3. The Music Is Hot - 3:46
4. All The Lilacs In Ohio - 3:29
5. I'm In Asheville - 3:26
6. Light Of The Burning Sun - 4:38
7. Little Goodnight - 4:43
8. Buddy Boy - 3:26
9. Changes In My Mind - 3:34
10. Keen Rambler - 3:25
11. Sweet Dream - 4:28

Art-Nr.: 10322
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Long black electric Cadillac
Mississippi phone booth
The music is hot
All the lilacs in Ohio
I'm in Asheville
Light of the burning sun
Buddy boy

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Immediate Family, The - slippin' and slidin' [2020]
5 Track EP! 3 Gitarren, Bass, Drums = großartiger California (Blues) Rock'n Roll! The Immediate Family sind eine neue All Star-Formation legendärer, alter (Studio)Hasen aus Californien, die in den letzten gut 4 Dekaden, entweder einzeln, sehr oft aber auch zusammen, die ganz Großen des Westcoast Rocks und des berühmten "California Sounds", wie zum Beispiel Jackson Browne, Linda Ronstadt, Don Henley, Stevie Nicks, James Taylor, Warren Zevon, Carole King, Graham Nash, David Crosby und viele, viele mehr, sowohl auf ihren unzähligen Alben, aber auch live während ihrer ausgedehnten Tourneen begleiteten. Die Namen dieser "Sidemen" (vielen früher auch ein Begriff als "The Section"), alles herausragende Könner an ihren Instrumenten, sind nahezu jedem Rockfan ein Begriff. The Immediate Family sind: Danny Kortchmar (guitar and vocals), Waddy Wachtel (guitar and vocals), Leland Sklar (bass), Russ Kunkel (drums), - zusammen sind die Vier sage und schreibe 292 Jahre alt -, komplettiert durch den etwas jüngeren Steve Postell (guitar and vocals). Und dieses Quintett spielt wie ein junger, hungriger Haufen - frisch, rotzig, erdig, voller Energie. Es macht ihnen spürbar Laune, nochmal ordentlich (bluesig) zu rocken und Dampf abzulassen. Die Chemie stimmt einfach! Und wie sie stimmt, demonstriert unmittelbar der die EP eröffnende, brodelnde Titeltrack "Slippin' and slidin'", ein donnernder, rootsiger, bluesiger Rocker, der mit seinen kernigen Slideguitar-Riffs und -Licks gleich ordentlich Energie produziert. Die Band entwickelt einen tollen Groove. Wachtel's rauer, dreckiger Gesang und das glühende Gitarrensolo sind absolut top. Wie auch die gelungene Coverversion von Don Henley's "New York minute" aus dessen 1989iger "The end of the innocence"-Album, hier gesungen von Steve Postell und nicht keyboard-, sondern gitarrenlastig arrangiert, der schöne, in bester Crosby, Stills, Nash & Young-Manier dargebotene Westcoast-Rocker "Top of the rock" und der genial groovende und swingende, einen tollen Drive entwickelnde, erdige Bluesrocker "Cruel twist", inklusive eines prächtigen, virtuosen, zündenden Gitarrensolos. Vervollständigt wird das "Mini-Album" mit einer furiosen, von fetten Gitarren bestimmten, kochenden Live-Version des legendären Warren Zevon-Klassikers "Werewolves of London", gespickt mit rauen, glühenden Slideguitar-Soli. Diese EP ist ein prächtiger Appetitanreger auf weiteres Material dieser famosen Truppe verdienter, höchst angesehener, ewig jung bleibender Rock-Veteranen, das hoffentlich bald kommen wird. Klasse!

Das komplette Tracklisting:

1. Slippin' and Slidin' - 3:55
2. New York Minute - 5:35
3. Top of the Rock - 4:02
4. Werewolves of London (live) - 4:26
5. Cruel Twist - 4:34

Art-Nr.: 10182
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Slippin' and slidin'
New York minute
Top of the rock
Werewolves of London (live)
Cruel twist

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
King, Marcus - el dorado [2020]
Die Marcus King Band aus Greenville/South Carolina gelten mit ihrer fantastischen Musik als so etwas wie die neuen "Kings" der amerikanischen Southern-, Southern Bluesrock-, Southern Jamrock-Szene - im übrigen völlig zu Recht. Nach ihrem überragenden 2018er Album "Carolina confessions", veröffentlicht nun ihr gerade mal 23-jähriger Gründer, der phänomenale Gitarrist, innovative Songwriter und herausragende Sänger Marcus King ("one of the most soulful voices of his generation") mit "El Dorado" sein erstes Solo-Album - ein wahres Meisterwerk! Produziert von Dan Auerbach (The Black Keys) und eingespielt in dessen" Easy Eye Studios" in Nashville mit Auerbach und einer Horde ausgewählter, hochkarätiger Studiocracks (z. B. Bobby Wood an den Keys, Gene Chrisman an den Drums, Dave Roe am Bass und Paul Franklin an der Pedal Steel), gelingt King ein geradezu hinreißendes, mit bärenstarkem Songmaterial gefülltes, exquisites, höchst niveauvolles Southern-/Roots/Americana-Werk, durch das eine wundervolle, stets erdige Country-Brise weht, das aber auch nie seine Gospel-, Soul-, Blues-, Rock-, und Jam-Bezüge leugnet. Das Album startet mit der überragenden, traumhaft melodischen Roots-/Country-/Southern-Ballade "Young man's dream", zunächst semi-akustisch, mit wundervoller Acoustic Gitarre, Paul Franklin's herrlicher Pedal Steel und feinen Piano-Tupfern in Szene gesetzt, dann von einem kleinen kraftvolleren, erdigeren, elektrisch instrumentierten Intermezzo (tolle E-Gitarre) unterbrochen. Und King's Gesang? Schlicht üpberragend! Was für ein Gefühl! Was für ein absolut natürlicher Southern-Spirit! Der Auftakt eines faszinierenden Albums mit einer grandiosen Nummer nach der nächsten. Wie etwa der knackig und kraftvoll rockende, raue, mit kernigen E-Gitarren bestückte, southern-bluesig pochende Rocker "The well", der von triefendem Southern Soul durchzogene, ungemein inspirierte, bewegende Roots Slow-Blues "Wildfloers & wine" (super Gitarrensolo von King, fantastisches Wurlitzer Piano), das schön lockere, flockige, mit vielschichtigen Gitarren (akustische Gitarre, E-Gitarre, Pedal Steel) und prächtigen Orgel-Klängen veredelte, ein herrliches Southern-/Americana-Feeling vermittelnde "Sweet Mariona", die umwerfend schöne Southern-/Countryrock-/Amricana-Ballade "Beautiful stranger", das "ZZ Top-styled" swampy und deftig rockende "Say you will", das erdig nach vorn gehende, raue, southern-bluesige "Turn it up", das mit einem klasse "J.J. Cale meets Chris Stapleton" Soul Stomp daherkommende "Too Much Whisky", und, und, und. Es ist bemerkenswert, mit welcher Vielseitigkeit Marcus King agiert. Es ist wirklich kaum zu glaube, dass dieser Bursche erst 23 Jahre alt ist. Seine musikalische Entwicklung, seine Reife, seine Leidenschaft, sein künstlerische Potenzial, schlichtweg seine Klasse sind so faszinierend wie unbestritten. Sein guter, alter Freund und Mentor, Gov't Mule's Warren Haynes, wird mit Stolz und Freude beobachten, dass da einer heranwächst, der ihm selbst in nichts nachsteht und einmal zu den ganz Großen der Southern-/Roots-/Bluesrock-/Jam-Szene zählen wird. Eigentlich ist Marcus King dort sogar schon angekommen. "El Dorado" jedenfalls ist ein weiterer, makelloser Meilenstein seiner noch so jungen Karriere. Brillant!

Das komplette Tracklisting:

1. Young Man’s Dream - 3:08
2. The Well - 2:57
3. Wildflowers & Wine - 4:48
4. One Day She’s Here - 3:47
5. Sweet Mariona - 2:34
6. Beautiful Stranger - 4:07
7. Break - 3:00
8. Say You Will - 3:54
9. Turn It Up - 3:38
10. Too Much Whiskey - 3:54
11. Love Song - 2:30
12. No Pain - 3:53

Art-Nr.: 9978
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Lynyrd Skynyrd - live at knebworth 76 ~ CD & Blu-Ray [2021]
CD & Blu-Ray-Set! Historisch! Legendär! Der spektakuläre Auftritt von Lynyrd Skynyrd (im klassischen Line-Up mit dem unvergessenen Ronnie Van Zant (Vocals), den 3 Gitarristen Gary Rossington, Allen Collins und Steve Gaines, Leon Wilkeson (Bass), Artimus Pyle /Drums), Keyboarder Billy Powell und den Honkettes Cassie Gaines, JoJo Billingsley und Leslie Hawkins (Background Vocals) vom 21. August 1976 beim englischen Knebworth-Festival. Die Show gilt als eines der besten Lynyrd Skynyrd-Konzerte, die Band spielte sich in einen Rausch, die weit über 100.000 Zuschauer (manche Schätzungen sprechen auch von 150.000 - 200.000 Zuschauern) lagen der ihnen bedingungslos zu Füßen. Headliner des damaligen Festivals waren die Rolling Stones, die von dem Auftritt Skynyrd's sichtlich bedient waren, vor allem als Ronnie van Zant und die 3 Gitarristen bei "Free bird" auch noch eine eigentlich für sie gesperrte Grenze überschritten und auf der vorderen "Rote Zungen"-Bühne alles in "Grund und Boden" rockten. Unvergeßlich! Das alles erscheint jetzt in einem super Sound auf der hier vorliegenden Live-CD und als Konzertfilm auf der zugehörigen Blu-Ray. Auch das Bild ist für die damalugen Verhältmisse einwandfrei, einfach klasse. Zudem enthält die Blu-Ray exklusiv auch noch die großartige, komplette, 2018 veröffentlichte Band-Dokumentation "If I Leave Here Tomorrow: A Film About Lynyrd Skynyrd". Ein fantastisches Gesamtpaket! Ein Stück amerikanische Rock-Geschichte! Unverzichtbar für jeden Lynyrd Skynyrd- und Southern Rock-Fan!

Die komplette Setlist der CD und Blu-Ray:

1. Workin’ For MCA - 4:44
2. I Ain’t The One - 3:49
3. Saturday Night Special - 5:26
4. Searching - 3:52
5. Whiskey Rock-A-Roller - 4:41
6. Travelin’ Man - 4:12
7. Gimme Three Steps - 4:50
8. Call Me The Breeze - 6:06
9. T For Texas - 8:50
10. Sweet Home Alabama - 6:21
11. Free Bird - 13:33

Blu-Ray Bonus:
Band-Dokumentation "If I Leave Here Tomorrow: A Film About Lynyrd Skynyrd"

Art-Nr.: 10286
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 22,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Ringenberg, Jason - rhinestoned [2021]
Jason & the Scorchers-Frontmann Jason Ringenberg gilt als so etwas wie "a pioneering Americana legend". Nashville's Jason & the Scorchers (die Band um den frenetischen Ringenberg und den zuletzt bei Dan Baird's Homemade Sin aktiven Stargitarrist Warner E. Hodges tritt bis heute immer mal wieder sporadisch auf, war im Jahr 2019 sogar in England unterwegs) "explodierten" in den frühen Achtzigern in die amerikanische Musikszene und etablierten mit ihrem fulminanten, energetischen Gemisch aus klassischem Rock'n Roll und Country einen bis dato neuen Stil, der als "Cowpunk" in die Historie einging und viele junge Musiker der Roots-, Americana- und Alternate Country-Szene bis heute beeinflusst. Auch unter den Southern Rock-Anhängern genießt die Band ein hohes Standing. Und eins ist natürlich klar, keiner hatte und hat die Musik der Scorchers mehr in seiner DNA verankert als Frontmann Jason Ringenberg - die Band war unbestritten sein Baby. Und jetzt der Knaller: Ringenberg ("Americana Music Association Livetime Achievement Award"-Gewinner), mittlerweile auch schon 62, aber frisch, vital, ernergiegeladen und bis in die Haarspitzen motiviert wie eh und je, legt mit "Rhinestoned" ein neues, ganz tolles Soloalbum vor, das es wirklich in sich hat, das vor Dynamik und Frische nur so strotzt und in dem jede Menge vertraute und geliebte Scorchers-Anlagen untergebracht sind. Ein tolles Teil! Ringenberg ist auf der einen Seite einfach ein charismatischer, durch und durch abgehender Rocker (sein Gesang, seine Stimme und seine Perfomance sind einzigartig), der den Punk und den Rock'n Roll im Blut hat, doch auf der anderen Seite liegen seine Roots auch tief im Country und im Honky Tonk. Genau das kombiniert er zu gleichen Teilen in den 12 großartigen Songs von "Rhinestoned" nahezu perfekt. Es ist so etwas wie die natürlichste und ehrlichste Kombination von Country und Rock, die man sich vorstellen kann. Ein herrlicher Americana-/Rock-/Rootsrock-/Southern Rock-/Country-/Countryrock-Mix, erfrischend, lebendig, dynamisch, catchy und ungemein melodisch, voller Energie, vorgetragen mit Ringenberg's unverwechselbarer Stimme und verpackt in einem hinreißenden, breit angelegten, voll im Saft steckenden Gitarrensound. Insgesamt vielleicht nicht ganz so roh wie die Scorchers, aber immer noch nah dran und phasenweise vollkommen zwanglos und unbeschwert, mit lauter "wilder" Attitüde rockend. Die zentrale Figur des Albums ist neben Ringenberg der begnadete Gitarrist und Multi-Instrumentalist George Bradfute, der den Protagonisten nicht nur mit seiner fantastischen Gitarrenarbeit unterstützt ("shimmering and twangy electric guitars" überall, dazu eine Baritone E-Guitarre, die die pure Wonne ist), sondern das Album auch in einem prächtigen Sound produzierte. Weitere hochkaratige Musiker sind u. a. Fats Kaplin an der Pedal Steel Gitarre und Steve Ebe an den Drums. Fast schon cineastisch dramatisch eröffnen die Gitarren den baumstarken Opener "Before love and war", ein poetischer, schmissiger "driving" Countryrocker voller Westernflair, instrumentiert mit saftigen Gitarren en masse. Die Melodie fängt einen geradezu magisch ein. Dazu hören wir schöne Background Vocals von Kristi Rose. Der Sound ist glasklar. Ähnlich gelagert, aber noch etwas flotter, kommt das anschließende, epische "The freedom rides weren't free", bei dem Ringenberg mit seinen zeitgerechten, exzellenten Lyrics kritisch die "Black Lives Matter"-Proteste reflektiert. Großartig! Abgefahren auch, wie Ringenberg aus dem antiquierten, christlichen, amerikanischen Traditional "Christ the Lord is risen today" einen krachend abgehenden, rauen, riffigen (Punk)Rocker macht, unterstützt von großartigen Harmoniegesängen seiner Töchter Addie und Camille, sowie Bradefute's dreckigem, rotzigem E-Gitarrenspiel. Scharf! Es folgt die starke, in einem tollen, rhythmisch "galoppierenden" Countryrocker dargebotene, an eine alte Legende der Lakota/Oglala-Indianer angelehnte Story "I rode with Crazy Horse" (prächtige, erdige E-Gitarren, dazu hintergründige Banjo-Untermalung), die fast ein wenig an die "Ghost riders in the sky"-Version der The Outlaws erinnert. Traumhafte Baritone Lead Gitarrenlinien, feinste Mandolinen-Riffs, wunderbar heulende Pedal Steel und weitere vielschichtige Guitarren zieren das umwerfend schöne, flotte, luftig frische, knackige "My highway songs". Welch ein faszinierende Groove und Flow - der ideale Soundtrack für eine Cabriofahrt entlang der endlosen "Pisten" des amerikanischen Südens. Eine straight und dynamisch inszenierte, richtig klasse Coverversion von "Time warp", einem alten Song der in den Siebzigern in Southern-/Countryrock-Kreisen äußerst beliebten und geschätzten Ozark Mountain Daredevils unterstreicht Ringenberg's Einflüsse aus dieser musikalischen Ära, gefolgt von einem weiteren Cover, Hank Williams' "You win again" (herrlicher, erdiger Outlaw-/Honky Tonk-Country, u. a. mit dreckiger Bluesharp instrumentiert. "Keep that promise" ist dann wieder ein krachender, riffiger, rauer, energiegeladener southern-fueled Gitarren-Rootsrocker in allerbester, klassischer Jason & the Scorchers-Manier, wie ihn auch zum Beispiel Dan Baird und The Bluefields draufhaben. Auch hier erzeugt Jason mit seiner dreckigen Bluesharp zusätzlich Dampf. Das Album endet schließlich mit dem abermals hinreißend melodischen, genauso lockeren, wie knackigen, fließenden, wunderschönen, flotten Retro-Countryrocker "Window town" (erinnert zuweilen ein wenig an die legendären Byrds), eingehüllt in ein fantastisches, vollsoundiges Gitarrengewand. Eine famose Schlußnummer eines famosen Albums. "The purest combination of Country and Rock'n'roll" - Jason Ringenberg ist ganz in seinem Element. Die Magie ist ungebrochen! "Rhinestoned" ist sein wohl bestes Solo-Album bis heute. Herrlich!

Das komplette Tracklisting:

1. Before Love and War - 3:27
2. The Freedom Rides Weren’t Free - 5:15
3. Nashville Without Rhinestones - 4:02
4. The Storms Are on the Ocean (feat. Kristi Rose) - 3:52
5. Christ the Lord Is Risen Today - 3:10
6. I Rode with Crazy Horse - 6:44
7. My Highway Songs - 3:48
8. Time Warp - 3:17
9. You Win Again - 4:10
10. Stoned on Rhinestones - 4:04
11. Keep That Promise - 3:35
12. Window Town - 3:53

Art-Nr.: 10284
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Before love and war
The freedom rides weren't free
Christ the Lord is risen today
I rode with Crazy Horse
My highway songs
Time warp
Keep that promise
Window town

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Steel Woods, The - all of your stones [2021]
Sie fühlen sich inspiriert vom Country, insbesondere dem Outlaw Country (Waylon Jennings), genauso aber auch vom Heavy Metal (z. B. Black Sabbath), doch ihre Roots, ihr Herz und damit ihre DNA liegen eindeutig im klassischen, ehrlichen, unverfälschten Southern Rock solcher Bands wie den Allman Brothers, Lynyrd Skynyrd und aus der jüngeren Zeit auch Blackberry Smoke. All diese Inspirationen und Einflüsse spiegeln sich eins zu eins in der fantastischen Musik der Steel Woods wider - in ihren beiden Vorgängeralben "Straw in the wind" und Old news", und noch mehr in dem famosen, neuen Werk "All of your stones". Das Teil ist ein echtes Southern Rock-Pfund! Allerdings eines, das unter sehr traurigen Begleitumständen veröffentlicht wurde. Jason "Rowdy" Cope, einer der gefragtesten und talentiertesten Gitarristen Nashville's, einst langjähriger Gitarrist in der Tour-Band von Jamey Johnson und neben Sänger und zweitem Gitarrist Wes Bayliss Mitbegründer der erst im Jahr 2016 gegründeten Steel Woods, ist am 16. Januar 2021, kurz nach Fertigstellung des Albums, vollkommen unerwartet im Alter von nur 42 Jahren verstorben. Für die Band war danach lange nicht klar, ob man das Album noch veröffentlichen und weitermachen solle, doch man hat sich, abgesprochen mit Cope's Familie, positiv für beides entschieden, auch weil "Rowdy" es mit Sicherheit so gewollt hätte. So muß man "All of your stones" auch als so etwas wie das musikalische Vermächtnis ihres Gitarristen und Songwriters betrachten - und als was für ein starkes. Die Band agiert mit immenser Energie, Wucht und Frische. Der Sound ist ungemein kraftvoll, knackig, klar und auf den Punkt produziert. Fronter Wes Bayliss singt baumstark, sein Gitarrenspiel ist, wie das von Cope, exzellent. Die beiden Gitarristen spielen prächtig zusammen, hauen kernige, fette Riffs ohne Ende raus und brillieren mit fulminanten, zündenden Soli, inkl. einiger toller Twin Lead-Passagen. Die Rhythmusfraktion (Johnny Stanton am Bass und Isaac Santy an den Drums) ist für das massive, tighte Fundament zuständig. Das Songmaterial kommt, bis auf wenige Ausnahmen, wie gesagt, mit einer gewaltigen Kraft. Vom Tempo her allerdings wählt die Band nicht den Vollgas-Modus, sondern eher eine langsamere Gangart, was der Schwere und Wucht der Stücke aber in keinster Weise entgegensteht. Die Melodien sind vorzüglich. Und alles ist zu 100% southern! Das musiklische "Abenteuer" startet mit einem, coolen, windgepeitschten "Intro", das das sanfte Schnurren eines Motors, auf Kies schlurfende Stiefel und ein paar dezente Gitarrenklänge aus dem Titeltrack "All of your stones" enthält, um dann mit dem gewaltigen "Out of the blue" in die Vollen zu gehen. Welch eine krachende, bluesige Southern Rock-Ballade, "full of electrifying guitar work", vom Allerfeinsten. Power pur, kernig, aber ungemein melodisch. Hammer! Weiter geht's mit dem etwas flotteren und lockereren, dennoch viel "schwere" Energie ausstrahlenden, von Wes Bayliss und Jason "Rowdy" Cope komponierten, "You're cold". Hat einen klasse Groove und wird von tollen Gitarrenlicks bestimmt. Ein zunächat etwas country-folkiger Touch zieht sich durch den mächtig rockenden Gesamtsound, der zum Ende hin opulenten Streicherklängen weicht. Klasse und sehr spannend arrangiert. Das ruhige, feine "Ole pal", das Bayliss für einen alten Freund, den er sehr vermisst, geschrieben hat, bekommt durch Cope's Ableben im Nachhinein eine sehr tiefgreifende und eindringliche Bedeutung. Dann zollt die Band einem ihre größten musikalischen Vorbilder Tribut: Lynyrd Skynyrd's "I need you" aus derem "Second helping"-Album steht auf dem Programm. Was pumpen die Steel Woods in diesen Klassiker nochmal für eine Kraft und Frische hinein. Krachende, wuchtige Drums und mächtige Gitarren bestimmen das Geschehen. Die beiden Gitarristen spielen sich richtig "heiß", mündend in einem packenden, bravourösen Gitarrenfinish, inkl. herrlicher, satter Twin-Leads. Auch der Gesang von Wes Bayliss im Duett mit Country-Chanteuse Ashley Monroe (Pistol Annies) ist geradezu magisch. Baumstarkes Cover! Mit dem sehr melodischen, exzellenten, übrigens von Jason Cope verfassten, Southern Rocker "Baby slow down" zieht die Band dann das Tempo nochmal etwas an. Der Groove ist klasse, die Gitarrenlicks wirken herrlich lässig, das Lead-Spiel aber ist sehr kraftvoll. Cope's melodisches, aber voller Feuer steckendes Gitarrensolo ist einfach nur "geil". Eine weitere, dieser prachtvollen, dezent country-infizierten, krachenden Southern Rock-Balladen hören wir mit dem tollen "Aiming fpr you" (furioses Gitarrensolo), ehe das Album mit dem wunderbaren Titelstück "All of your stones", das abermals alle Trademarks der Band in vollendeter Art und Weise offenbart: Puren Southern Rock-Spirit, scharfes Country Outlaw-Flair, einen Hauch von "Heavy-Power", tolle Melodik und herrlich, satte Gitarren zuhauf (hier nochmals mit großartigen Twin-Leads). Dieses dritte und zugleich letzte Album der Steel Woods mit ihrem Gründungsgitarristen Jason "Rowdy" Cope ist, ohne die anderen beiden abwerten zu wollen, ihr absolut stärkstes. Die Band zeigt sich in herausragender Verfassung und auf dem bisherigen Zenit ihres Schaffens. Mit diesem bemerkenswerten, tollen Werk sind die Steel Woods aus der Liga der Top Bands der aktuellen Southern Rock-Renaissance nicht mehr wegzudenken. Endgültig!

Das komplette Tracklisting:

1. Intro - 1:17
2. Out of the Blue - 4:24
3. You're Cold - 4:57
4. You Never Came Home - 3:59
5. Ole Pal - 5:15
6. I Need You (feat. Ashley Monroe) - 7:09
7. Run on Ahead - 4:41
8. Baby Slow Down - 3:35
9. Aiming for You - 4:53
10. All of Your Stones - 4:50

Art-Nr.: 10312
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Out of the blue
You're cold
Ole pal
I need you
Baby slow down
Aiming for you
All of your stones

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!