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Collie, Mark - book of my blues [2021]
Mark Collie ist zurück - und er rockt! "Book of my Blues" heißt sein bärenstarkes, neues Album - erst sein sechstes überhaupt und das erste mit neuem Studiomaterial seit 15 Jahren. Und dann solch ein Auftritt - wow! Mark Collie, in den Neunzigen einer der vielversprechendsten New Country-Künstler Nashville's, war schon damals für seinen kraftvollen, knackigen Stil bekannt, in dem er, seinen sowohl im klassischen Country, als auch im Rockabilly verwurzelten Einflüssen entsprechend, traditionelle Country-Elemente mit viel rockigen Flair verband. Es sprangen seinerzeit durchaus einige Hits heraus, die ihren Weg in die Top 10 der damaligen Billboard Country-Charts fanden (einige werden sich sicher noch an das herrliche "Even the Man in the Moon Is Cryin’" aus dem Jahre 1992 erinnern, das es zum Beispiel bis auf Platz 5 schaffte), doch der ganz große Durchbruch blieb ihm unverständlicherweise verwährt. Seine Majorlabel-Verträge war er demzufolge schnell wieder los und es wurde ruhiger um ihn, zumal er mit einer schweren Diabetes zu kämpfen hatte. Dennoch trat er von Zeit zu Zeit immer wieder live auf, trat aber auch mit einigen Schauspiel-Engagements in Erscheinung. Seine große Liebe zur Musik hat er nie verloren und so veröffentlicht er gut 30 Jahre nach dem Erscheinen seines Debutalbums nun dieses fantastische, neue Werk. "Book of my Blues" ist vom Thema her ein reines Konzeptalbum, angelehnt an die graphische Novelle "Rockabilly Hitman", eine Zusammenarbeit zwischen Collie und dem Filmregisseur Jonathan Hensleigh (u. a. die 2004er Verfilmung von "The Punisher", bei der Mark Collie auch mitspielte). Sie handelt von die Heldentaten des Rockabilly-Sängers Jesse Wayne Hardin, der nachts ein Rächer des Bösen ist, während er die ungemütlichen Nebenstraßen von Muscle Shoals nach Memphis und dem Mississippi-Delta nach Music City bereist. Großartig angepasst an diese Thematik ist die musikalische Umsetzung. "Book of my Blues" ist ein Knaller von einem satten Gitarren-dominierten Country-/Countryrock-Album, das nicht nur die Countryfans, sondern auch die Rock-, Rootsrock-, Southern- und Heartland Rock-Gemeinde, bzw. die Liebhaber, die all diese Stilarten miteinander kombiniert mögen, begeistern dürfte - straight, lean, retro, weitab vom Mainstream, dreckig, rau, unbeschwert, kompromißlos, voller urwüchsiger, leidenschaftlicher Energie. Traditionelle, erdige, reine (Outlaw) Honky Tonk-Nummern, aber auch die haben durchaus Biß und einen rockigen Drive, paaren sich mit kraftvollen Gitarren-Rootsrockern, dass es die wahre Pracht ist. Collie, der bis auf 3 Coverversionen (Carl Perkins' "Matchbox", "Hey Boba Lou" - geschrieben Ronnie Hawkins, Jacqueline Magill und The Band's Robbie Robertson sowie den Roy Acuff Klassiker "Night Train to Memphis" - geschrieben von Owen Bradley, Marvin Hughes und Beasley Smith) alle Tracks komponiert, bzw. mitkomponiert hat, wird von einer Mannschaft herausregender Nashville-Veteranen begleitet, wie zum Beispiel dem Ausnahme-Gitarrist Kenny Greenberg und Drummer-Urgestein Chad Cromwell, die das Album gemeinsam mit Collie auch produzierten, sowie Dan Dugmore (electric guitar, pedal steel), Mike Rojas (keyboards), Jimmy Carter (bass), Steve Hinson (pedal steel), und so weiter. Los geht's mit dem Titelstück "Book of my dreams" (im übrigen komponiert von Collie und seinem Freund Billy Bob Thornten, der hier auch im Background mitsingt), einem tatsächlich durchaus bluesigen, energiegeladenen, satten Rocker, vollgepackt mit fetten, brodelnden Gitarren und kernigen Drums. Die Basis ist herrlich dreckig und rootsig. Die (Slide)Gitarren glühen und brennen, die Band macht ordentlich Druck. Mark Collie hat eingestöpselt - super "geil"! Die Energie bleibt auch mit dem folgenden, straight und fetzig stampfenden Outlaw Countryrock-Kracher "Born ready" hoch, die Band ist weiterhin "on fire". Cromwell trommelt wie ein pochendes Uhrwerk, die Gitarren fetzen und eine Steelguitar jault im Hintergrund. Enthält ein tolles Baritone Guitar-Solo. Auch die Melodie ist klasse. Mit dem wunderbaren "On the wings of your love" schließt sich die erste Ballade an. Das ist erstklassiger, ungemein melodischer, reiner Outlaw Country in bester Waylon Jennings-Tradition. Obwohl es ein wenig ruhiger zugeht, als bei den ersten beiden Nummern, spielen die Musiker (u. a. starke Pedal Steel Guitar) herrlich ungezwungen und zwanglos, mit einem unterschwellig rockigen Vibe, schön rau, fernab jeden glattgebügelten Nashville-Mainstreams. Dann wird wieder gerockt. "Right or wrong" erinnert in seiner Dynamik gar an den Heartland Rock eines Bob Seger, während wir mit dem prächtigen "Holly Springs" allerbesten, knackigen, southern-fried Swamp-Countryrock serviert bekommen, begleitet von cool und lässig gezupften Banjo-Klängen, kochenden Gitarrenriffs und einem kernigen, satten E-Gitarren-Solo im Break. Fantastischen, zwanglosen, von viel Energie getragenen Honky Tonk, durchaus Johnny Cash-like und wieder mit wunderbar rockiger Note, bietet das von einem ordentlich dreckig satten Gitarrengewand (inkl. Pedal Steel) umgebene "Walk the floor, kill the lights". Große Klasse auch der von glühender Slidegitarre durchzogene und dezenten Orgelklängen begleitete, leicht bluesige Rootsrock-, Rock-, Countryrock-Knaller "A little every day" (toller Drive und Groove), der erneut von starken (Slide)Gitarren und eine klasse Melodie bestimmte, kernige Southern-/Memphis-Rocker "The son of a gun", oder das mit hallenden, saftigen, vielschichtigen Gitarren vollgepackte, zünftige Western-Opus "Hey Boba Lou". Mark Collie selbst bezeichnet die Musik des Albums als Roadhouse Rock, Southern Gothic, Americana, Country und das Album in seine Gänze als "pretty loud and rockin’ in places". Passt alles! Vor allem aber steht eins fest: Mark Collie, seine zünftig rockenden Mitsreiter und dieses prächtige Album machen einfach mächtig Laune. Tolles, furioses Comeback, Mr. Collie!

Das komplette Tracklisting:

1. Book of My Blues - 3:29
2. Born Ready - 2:55
3. Wings of Your Love - 3:31
4. Right This Wrong - 4:27
5. Matchbox - 1:48
6. Holly Springs - 3:46
7. Unfinished Hurting - 3:10
8. Queen of a Hungry Heart (The Wager) - 4:17
9. Sinking Sand - 4:14
10. Hey Boba Lou - 3:16
11. Put the Gun Down - 2:54
12. Walk the Floor, Kill the Lights, Slam the Door - 3:01
13. A Little Everyday - 3:02
14. The Son of a Gun - 3:42
15. Night Train to Memphis - 2:22

Art-Nr.: 10342
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Book of my Blues
Born ready
On the wings of your love
Holly Springs
Walk the floor, kill the lights, slam the door
A little every day
The son of a gun
Hey Boba Lou

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Gibbons, Billy F - hardware [2021]
"Hot"! "Dry"! "Dirty"! Was für eine Power! Packendes, neues Solo-Album des "patron saint of Texas rock", ZZ Top-Urgestein Billy Gibbons! Der mittlerweile 71-jährige Texaner rockt, als erlebe er seinen mittlerweile x-ten Frühling, präsentiert sich in geradezu brillanter Form. "Hardware" (der Name des Albums ist eine liebevolle Hommage an Gibbons' langjährigen Freund, Wegbegleiter, Produzent und Engineer, den am 12. Februar 2019 verstorbenen Joe Hardy) ist eine energiegeladene Verschmilzung krachenden, erdigen Texas-Rocks und Bluesrocks (durchaus mit Southern-Flair), nahe an den Roots der frühen ZZ Top, und mitreißendem, staubtrockenem California-Desertrocks. Um diesen wunderbaren Wüstenrck-Vibe besonders authentisch einzufangen, hat sich Gibbons für die Aufnahmen mit seinen Mitstreitern Matt Sorum (drums) und Austin Hanks (bass, guitar) in die in der californischen Wüste, nahe Palm Springs, gelegenen Escape Studios begeben, was dann auch besonders gut gelungen ist. Manchmal hört sich die Musik so sehr nach Wüste und Klapperschlangen an, dass man diese vor seinem geistigen Auge regelrecht "sieht". Gibbons sagt dazu: "“The desert settings, replete with shifting sands, cacti, and rattlesnakes makes for the kind of backdrop that lends an element of intrigue reflected in the sounds created out there". Das Songmaterial ist durchweg herausragend gut. Obwohl die Musik in ihrer Basis geradeaus und (im besten Sinne) vertraut rockt, wirkt sie gleichzeitig immens variabel, ideenreich und spannend arrangiert. Gibbon's raue, unverkennbare Stimme ist in Bestform, sein meisterhaftes, dreckiges, raues Gitarrenspiel absolute Extraklasse. Die massive Gitarren kratzen, schaben, jaulen und heulen sich in die packenden Grooves, sprühen nur so vor Feuer. DIe Soli sind eine wahre Wonne. Schon der Opener des Albums ist ein echter Kracher. "My lucky card" ist ein fett groovender, bluesiger Rocker, kernig, wuchtig, vollgepackt mit fetten Gitarrenriffs und jeder Mege trockenem Wüstenstaub. Die Gitarren kratzen genauso, wie es Billy's Stimme tut. Der Gesang ist super, die Melodie ebenfalls klasse. Dazu sorgt ein glühend heißes Slidegitarren-Solo für mächtig Feuer. Es folgen eine herausragende Nummer nach der nächsten. Wie etwa der voller treibendem Drive steckende Vollgas-Rocker "She's on fire", der tierische, von mächtigen Gitarren durchsetzte, eher traditionell gehaltene Texas Blues-Boogie "Shuffle, step & slide" (tolle Slide-Läufe, feines Southern-Feeling), die hinreißend melodische, mit tollen Gitarrenlinien (klasse Solo) und einem schönen Orgel-Background auwartende Blues-Ballade "Vagabond man", der ungemein groovige, dabei von spannenden, psychedelischen Gitarrenspielereien durchzogene, knochentrockene Roots-/Desert-Rocker "Spanish fly", das voller herrlicher, californischer Surfgitarren steckende, recht lockere, aber auch knackige, rock'n rollige "West Coast junkie" (großartiger "heavy Texas-meets-California neo-surf music riff rock sound"), wie auch der furiose, mit jeder Menge verschiedenster Gitarren gespickte, ebenfalls die Schnittstelle zwischen Texas Bluesrock und trockenem California Wüstenrock perfekt treffende, melodische Knaller "Stackin' bones" (hier haben die Mädels von Larkin Poe einen tollen Gastauftritt - Megan mit herrlicher Slideguitar-Einlage, sowie Megan und Rebecca Lovell gemeinsam mit wunderbaren Background Vocals). Sehr erwähnenswert ist zudem der einzige Cover-Song des Albums, ein fantastisches Remake der alten Texas Tornados-Nummer "Hey Baby, Que Paso". Aus diesem ursprünglichen Tex Mex-Heuler zaubert Gibbons einen krachenden, harten, bluesigen, ungemein coolen Texas Rocker "with a southwestern twist", voller kochender Gitarren und mit schön dreckiger Bluesharp. Ein Volltreffer! Wie das komplette Album! Das ist Billy Gibbons "at his highest level". Einfach "geil"! ZZ Top- und Billy Gibbons-Fans werden jeden Moment dieses Albums lieben. Und den wenigen Übrigen sei angeraten: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Fan zu werden. "Get it, play it loud, and enjoy your summer".

Das komplette Tracklisting:

1. My Lucky Card - 2:33
2. She’s On Fire - 2:46
3. More-More-More - 3:02
4. Shuffle, Step & Slide - 3:10
5. Vagabond Man - 3:59
6. Spanish Fly - 4:01
7. West Coast Junkie - 2:48
8. Stackin’ Bones (feat. Larkin Poe) - 3:16
9. I Was A Highway - 2:34
10. S-G-L-M-B-B-R - 2:25
11. Hey Baby, Que Paso - 2:53
12. Desert High - 3:27

Art-Nr.: 10326
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Marriner, Steve - hope dies last [2021]
Der mit größtem Potential beschlagene, herausragende Multi-Instrumentalist (u. a. ist er ein begnadeter Mundharmonika-Spieler und vorzüglicher Gitarrist), exzellente Sänger und Songwriter Steve Marriner gilt nicht nur als einer der vielbeschäftigtsten Musiker der kanadischen Blues- und Roots-Szene, sondern auch als ein überaus erfolgreicher (Gewinner von unzähligen Canadian Maple Blues Awards, zwei Canadian Indie Music Awards, zwei JUNOs und einem American Blues Music Award). Viele dieser Auszeichnungen gewann er mit seiner Band MonkeyJunk, jenem fantastischen Bluesrock-Trio aus Ottawa, deren ausstrahlungsstarker Frontmann er ist. Neben MonkeyJunk spielt Marriner noch mit jeder Menge andere Musiker zusammen, wie etwa Colin James, Sass Jordan, Matt Andersen, Harry Manx, Samantha Martin & Delta Sugar und vielen mahr, ist mit diesen auch zuweilen auf Tour und arbeitet als Produzent. Nun kommt Steve Marriner, 14 Jahre nach seinem Debut, mit seinem zweiten Solo-Album, "Hope dies last" - und es ist ein wahres "Killer"-Teil geworden. Was ist das für ein famoser Musiker, Sänger und Songwriter! Begleitet von 16 hochkarätigen Musikern (unter ihnen bei etlichen Tracks der grandiose Lead Gitarrist der The Sheepdogs, Jimmy Bowskill, der mit einigen bärenstarken Soli aufwartet) gelingt Marrinner mit seinem Werk ein geradezu perfekter Spagat zwischen dem voller Energie steckenden, brodelnden, durchaus swampig und southern gewürzten, kraftvollen Bluesrock von MonkeyJunk und einer eher rootsigeren und Americana angehauchten Stilrichtung. Musikalische Vielseitigkeit paart sich auf einem höchst anspruchsvollen Level mit sehr viel Leidenschaft und viel Hingabe. Auch bei den schönen und rootsigen Amercana-Tracks spürt man stets ein unterschwellig bluesiges Feeling, sowie jede Menge soulful Southern-Spirit. Alles Songs kommen wunderbar erdig und bauen auf eine hervorragende Melodik. Eröffnet wird der Reigen mit dem ungemein straighten, von einem pochenden Drum Beat und satten Gitarrenriffs nach vorn getriebenen, 70s inspired Bluesrocker "Take me to the city", der in bester MonkeyJunk-Manier aus den Lautsprechern "knallt". Sehr erfrischend! Verfügt über einen ganz dezenten, souligen Mowtown-Vibe. Marriner glänzt im Break mit bärenstarem Harp-Spiel und Jimmy Bowskill zündet ein prächtiges Gitarrensolo. Eine super Nummer und damit ein Auftakt nach Maß! Auch bei den nächsten beiden Tracks bleibt die Power hoch. Zunächst haut Marriner eine vor bluesiger Energie nur so sprühende, raue, dreckige Coverversion von Tom Petty's "Honey Bee" raus, ehe er mit dem Kracher "How high" das Gaspedal vollends durchdrückt. Ein famoses Riff-Gewitter und brennende, wirbelnde Lead Gitarren bestimmen das Geschehen. Hat deutliche Spuren von Led Zeppelin. Welch eine Spielfreude und Dynamik! Das folgende, lyrisch etwas bedrückende "Somethin' somethin'" glänzt mit einem genauso kraftvollen, wie melodischen, herrlich rootsig-bluesigen, musikalischen Rahmen, mit einem tollen Groove, einem Hauch Soul, dreckiger Bluesharp und einem hinreißenden Pedal Steel-Solo. Eine ganz wundervolle Nummer, wie auch der folgende, countrylastige, von einem feinen Western-Flair durchzogene Americana-Rocker "Coal mine", instrumeniert mit exzellenten, kernigen Gitarren, inkl. einer toll klingenden, von Marriner gespielten Baritone-Gitarre. Was nun folgt, erzeugt pure Gänshaut: Die bluesige, voller Soul steckende, exquisite, einfach nur traumhaft melodisch inszenierte Ballade "Enough" steht auf dem Programm. Ein absoluter musikalischer und vor allem auch vokaler Leckerbissen, vorgetragen im Duett von der kanadischen Blues- und Soul-Queen Samantha Martin (Samantha Martin & Delta Sugar) und Steve Marriner. Der Lead Gesang der beiden ist schlicht genial. Dazu gibt's tolle Gitarren, tolles Orgelspiel (klasse Solo) und ein feines Pedal Steel-Solo von Jimmy Bowskill. Zum Niederknien! Ein "Gumbo" bester kreolischer und swampiger New Orleans-/Lousisiana-Zutaten wird uns mit dem großartigen, wunderbar groovenden, brodelnden, Little Feat- und Sonny Landreth-affinen "Petite danse" (klasse Slide Gitarre) serviert, der ebenfalls Slide-lastige (furioses Solo), schweißtreibende Bluesrock-Boogie "Hear my heart" macht noch einmal mächtig Dampf, ehe das Album mit der wunderbaren, dezent folkigen Americana-Ballade "Long way down" (schöne, effektvolle Lead Gitarre, Neil Young-mässige Mundharmonika, feines Piano, Violine) etwas bedächtiger und sehr gediegen ausklingt. Ein Werk ohne jede schwache Nummer. Steve Marriner und seine fabelhaften Begleitmusiker machen einen herasuragenden Job. "Hope dies last", zum Teil eingespielt vor, abgeschlossen aber während der Pandemie, stellt ein die Grenzen zwischen erdigem, dezent southern umwobenem Bluesrock, Rootsrock und Americana weit öffnendes, musikalisches Glanzstück allererster Güte dar. Meisterhaft!

Das komplette Tracklisting:

1. Take Me To The City - 3:11
2. Honey Bee - 3:34
3. How High - 2:12
4. Somethin' Somethin' - 3:45
5. Coal Mine - 4:01
6. Enough - 3:31
7. Uptown Lockdown - 3:02
8. Petite Danse - 3:20
9. Hear My Heart - 4:01
10. Long Way Down - 6:26

Art-Nr.: 10340
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Take me to the city
How high
Somethin' somethin'
Coal mine
Enough
Petite danse
Hear my heart
Long way down

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Nelson & Promise Of The Real, Lukas - a few stars apart [2021]
Neil Young's Compañeros, die famosen Promise Of The Real um Lukas Nelson, Willie Nelson's Sohn, die mit Mr. Young in den vergangenen Jahren intensiv tourten und zusammenarbeiteten, kommen mit ihrem wunderbaren, neuen Album "A few stars apart". Der Entwicklunsgprozess dieser großartigen Formation kennt keinen Stillstand. Sie werden immer variabler, immer besser. Haben sie in der Vergangenheit zuweilen ordentlich gerockt, sich durchaus auch Anerkennung in der Jam-Szene erspielt, wandeln sie mit dem neuen Album noch mehr auf Roots- und Americana-Pfaden, als je zuvor, lassen ihren natürlichen Einflüssen, wie denen vom "Old Neil" und eben Willie Nelson, freien Lauf. Diese neuen Songs, aufgenommen und abgemischt während der Pandemie im historischen RCA Studio A und exzellent produziert von dem umtriebigen, hoch angesehenen Dave Cobb (u. a. Chris Stapleton, Jason Isbell, Marcus King Band, Blackberry Smoke) handeln nach vielen Jahren unermüdlichen Tourens und des Lebens "on the road" (nach eigenen Angaben war Lukas Nelson in den letzten rund 10 Jahren nie länger als 3 Monate an einem Ort) von Heimkehr, Heimat, Familie und Ruhe. Dementsprechend wenig aggressiv ist das Album. Man bewegt sich bis auf wenige Ausnahmen in recht ruhigen, sehr angenehmen, klar und filigran instrumentierten, harmonischen, wunderbar ins Ohr gehenden Americana-Gefilden, mit Stücken, die Lukas Nelson's exzellente Singer/Singwriter-Qualitäten noch einmal auf's Deutlichste herausstellen. Schon Track Nr. 1, "We'll be alright", ist eine geradezu hinreißende, exquisite Americana-Ballade voller wunderbarer Acoustic (Lead)Gitarren und Steelguitar-Fills, mit dezenten Bongos und durchzogen von einer unvergleichlichen, natürlich fließenden Leichtigkeit. Der Groove ist herrlich locker, die Melodie geht angenehm ins Ohr. Der Einfluß von Lukas' Vater Willie ist nicht zu leugnen. Große Singer-Songwriter(Americana-Kunst einer außergewöhnlich talentierten Band. Es folgt das traumhaft melodische, wunderbar frische und lockere, dennoch durchaus knackig rockende "Perennial bloom (Back to you)", ein grandioser Retro Roots/Countryrocker voller Seventies-Referenzen und diesem unbeschwerten Feeling, wie es die frühen Eagles so unwiderstehlich drauf hatten. Klasse auch hier wieder die lässig gespielten Bongos, die gar ein Hauch von Jam-Feeling suggerieren. Geniale Nummer! So geht das mit einem wunderbaren Song nach dem nächsten weiter. Die Band hält das hohe Niveau bis zum Schluß ohne Einschränkungen durch. Zum Beispiel mit der toll ins Ohr gehenden Americana-Ballade "Throwin' away your love", dem saustarken, ein wenig an die frühen, semi-akustischen Neil Young-Klassiker der "Harvest"-Ära erinnernden "Leave 'em behind" (klasse Banjo-Picking, feines "Love is a rose"-Riff), dem flotten, ein wenig Tom Petty-Flair versprühenden, mit klasse Gitarren in Szene gesetzten, dynamischen, abermals herrlich melodischen Rootsrocker "Wildest dream", dem entspannten, dennoch schön rootsigen "Giving you away", oder auch der wunderbar countrylastigen Ballade "Hand me a light". Lukas Nelson & Promise Of The Real mit einer weiteren Glanzvorstellung. Diese Jungs werden uns auch in Zukunft noch viel Freude bereiten, denn ihr Potential scheint grenzenlos zu sein...

Das komplette Tracklisting:

1. We'll Be Alright - 5:01
2. Perennial Bloom (Back To You) - 3:16
3. Throwin’ Away Your Love - 3:11
4. A Few Stars Apart - 3:08
5. No Reason - 2:42
6. Leave ‘em Behind - 3:25
7. Wildest Dream - 2:49
8. Giving You Away - 3:36
9. Hand Me A Light - 3:35
10. More Than We Can Handle - 2:49
11. Smile - 3:40

Art-Nr.: 10329
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Petite, Sara - rare bird [2021]
"The benchmark for what Country Rock should be about in the Mid-21st Century", schreibt ein amerikanischer Rezensent - und dem kann man, nimmt man neben der Bezeichnung Country Rock noch die Kategorisierungen Roots, Americana, und (Alternate) Country hinzu, nur bedingungslos zustimmen. Gemeint ist das bereits sechste Werk der in einem kleinen Tulpenfarmen-Städtchen im U.S.-Bundesstaat Washington aufgewachsenen, heute im californischen San Diego lebenden, fantastischen Singer/Songwriterin Sara Petite, mit dem Titel "Rare Bird" - ein geradezu faszinierendes, herausragendes Album. Immer mal wieder kommt es vor, dass wir Musikfans ein ganz besonderes Album entdecken - so frisch, so aufregend und neu in seinem Sound, geradezu atemberaubend, dass man alles stehen und liegen lassen möchte, um sich einzig und allein dieser Musik hinzugeben und sich auf die unglaubliche Schönheit und Pracht dieser wunderbaren Songs zu fokussieren. So jedenfalls war unsere Reaktion, als wir "Rare Bird" zum ersten Mal gehört hatten. Sara Petite ist im Country und Honky Tonk zuhause, kann aber auch rocken wie die sprichwörtliche "Sau". Ihre deutlichen Bezüge zum traditionellen Country leugnet sie nie, doch sie performt, völlig zwanglos und unbeschwert, weitab vom Nashville-Glamour, und bevorzugt eher das natürliche, etwas rauere, rockige Roots-, Americana-, Alternare Country-Terrain. Energie, Leidenschaft und Hingabe sind fast greifbar. Und diese herrlichen Melodien, dieser klare, satte, knackige Sound - umwerfend! Saftige, vielschichtige, vollmundige E-Gitarren, inkl. prächtiger Pedal Steel, bestimmen vorwiegend das Geschehen. Mit viel Charisma und ihrer einzigartigen, unverwechselbaren, vielleicht ein wenig an die gute Rosie Flores erinnernden, rotzig rauen Stimme (ein amerikanischer Jorunalist drückt es so aus: "she sounds like the offspring of Bobbie Gentry and Tom Petty filtered through Ashley McBryde who was singing Kitty Wells songs at a party hosted in Janis Joplin’s honour") und einer begnadeten Band im Rücken (die Truppe wurde bereits viermal mit dem "San Diego’s best Country/Americana Band"-Award ausgezeichnet) präsentiert sie ein geradezu mitreißendes Menü aus "Highway Anthems, Heartland Rockers, Ballads and Classic Country", die einen von der ersten bis zur letzten MInute packen. "She can sing a ballad as well as Loretta Lynn and bring sass to a song like Wanda Jackson", doch zu ihren Einfüssen zählen auch solche Größen wie June Carter, Iris Dement, Bob Dylan, Dolly Parton, John Prine, Shelby Lynne, the Beatles, the Rolling Stones, Steve Earle, Patty Griffin, Tom Petty, Merle Haggard, Lucinda Williams, Bruce Springsteen und Rosanne Cash. Das Album startet mit dem von "lots of big sounding guitars" und einer hinreißenden Pedal Steel umgebenen, bärenstarken Midtempo Americana-/Countryrocker "Feeling like an angel", dessen herrliche Melodie, Frische und Twang einen sofort faszinieren. Die so wunderbar saftig klingenden Gitarren und Sara's toller, natürlich rauer, unverwechselbarer Gesang verbinden sich in perfekter Harmonie. Davon geht eine Magie aus, die über das komplette Album anhält. Jeder Song für sich ist ein einziges Highlight. Weiter geht's mit dem schmissigen, voller Drive und Energie steckenden, flammenden Uptempo Roots-/Countryrocker "Runnin'" - ebenfalls dominiert von satten Gitarren überall, inkl. eines zündenden Solos. Erinnert ein wenig an die frühem Rocker von Carlene Carter. Großartig! Mit dem balladesken, phänomenal arrangierten "Scars" (grandiose, erdig würzige, fette Lap Steel-Gitarre) folgt die nächste "Mördernummer". Wunderbar hier das Wechselspiel zwischen zurückhaltenderen (akustische Gitarre, Wurlitzer Piano) und ungemein kraftvollen, elektrischen Momenten. Im Break hören wir ein geniales, ungemein melodisches, dennoch sehr erdiges Lap Steel-Solo, das unweigerlich ein wenig an den großen David Lindley erinnert. Wir sind total entzückt! Das Titelstück des Albums, "Rare bird", ist eine unwiderstehlich schöne, mit viel Emotion vorgetragene (Alternate) Country-Ballade, arrangiert in einem ganz tollen, etwas fragilen, dennoch rootsig angerauten Outlaw-Ambiente. Der Sound der Gitarren, der (heulenden) Pedal Steel und der elektrischen Lead Gitarre (starkes Solo) am Ende, sowie eine "sägende", einsame Fiddle, klingen herlich "voll" und erzeugen mit ihrem dezenten Hall ein leicht psychedelisches Flair. Man bekommt einfach Gänsehaut! Anschließend lässt Sara wieder die wilde Rebellin raus. "The misfits" ist ein krachender, straighter, "rowdy and rousing" Power-Rocker, übrigens wieder mit starker Lap Steel, bei dem man unweigerlich mitgrölen möchte, wenn sie singt: "We are the misfits, we are the ones, we are the rebels with those smoking guns". Herrlich flockigen, absolut klassischen, hoch melodischen Honky Tonk-Country gibt's dann mit dem wundervollen, frischen "Floating with the angels (die Pedal steel ist ein Hochgenuß), während die großartige, nostalgisch angehauchte, mit viel Seele vorgetragene Countryballade "I just keep moving on" (traumhaft harmonisch integrierte Trompete) klar die Inspiration von Wanda Jackson verdeutlicht. Wir wiederholen uns gerne: "Rare Bird" ist ein faszinierendes Album. Sara Petite ist eine sußergewöhnliche Künstlerin, die in ihrem Sound so originell ist, dass man sie nicht auf wenige Einflüsse festlegen kann. So kommen einem die Songs schnell vertraut vor, klingen auf der anderen Seite aber unverwechselbar, einzigartig und besonders. Dementsprechend euphorisch sind die Reaktionen der amerikanischen Fachpresse auf das Werk. Vollkommen zu Recht, wie wir finden. Ein schlichtweg brillante Vorstellung von Sara Petite.

Das komplette Tracklisting:

1. Feeling Like an Angel - 4:30
2. Runnin' - 2:56
3. Scars - 4:41
4. Rare Bird - 6:31
5. The Misfits - 2:35
6. Missing You Tonight - 3:38
7. Crash, Boom, Bang - 2:43
8. Medicine Man - 4:53
9. Floating with the Angels - 4:01
10. Keep Moving On - 4:01
11. Working on a Soul - 5:02

Art-Nr.: 10308
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Feeling like an angel
Runnin'
Scars
Rare bird
The misfits
Missing you tonight
Floating with the angels
I just keep moving on

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