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Blues Traveler - traveler's blues [2021]
Blues Traveler - Traveler's Blues! Was für ein schönes und vor allem passendes Wortspiel dieser Albumtitel doch ist. Jawohl, Blues Traveler spielen, dem Bandnamen entsprechend, endlich mal Blues, bzw. Bluesrock - oder noch besser gesagt, jammigen Blues und Bluesrock. Und wie sie das machen: Einfach großartig! "Traveler's Blues" ist das 14. Album des 1983 in Princeton/New Jersey gegründeten Quintetts um den begnadeten Mundharmonika-Virtuosen und Frontmann John Popper, und es fühlt sich an wie ein Werk, für das die Band schon lange bestimmt war. Popper bezeichnet die Scheibe als ein Coveralbum mit Songs "from the American Blues Songbook". Blues Traveler, die einst als High School Rockband begannen und in den Neunzigern riesigen, kommerziellen Erfolg feierten, sich im Verlauf ihrer weiteren Karriere mit ihrer virtuosen und kreativen Musik aber vor allem auch in der Jamrock-Szene ein immenses Fanlager erspielten, sind, gerade in ihrer aktuellen Besetzung mit John Popper (vocals, harmonica), Chan Kinchla (guitar), Tad Kinchla (bass), Ben Wilson (keyboards) und Brendan Hill (drums) eine dermaßen ausgefuchste und musikalisch hochklassige, stylische Crew, die wirklich jedem Coversong ihren ganz eigenen Stempel aufdrückt. Und genau so läuft das hier. Sie nehmen sich 10 alte Blues-Klassiker vor (okay, klammern wir mal Seal's Pop-Hymne "Crazy" aus - doch auch daraus machen sie mit Hilfe von Rita Wilson und Gastgitarrist John Scofield ein prächtiges, leicht jazzig angehauchtes, alternatives Hörerlebnis), denen sie mit ihren typischen Stilmitteln und jeder Menge jammiger Spielfreude einen wunderbaren, neuen Anstrich voller Frische und eigener Identifikation verpassen. Allein schon durch John Popper's unverwechselbaren Gesang und sein einzigartiges Mundharmonika-Spiel wird den Songs eine ordentliche Portion Blues Traveler-DNA verpasst. Zusätzlichen Glanz bringen eine Menge hochkarätiger Gäste mit sehr starken Auftritten. Es geht los mit dem energiegeladenen, sehr dynamischen und jammigen Blues-/Funk-Rocker "Funky bitch" (ein Son Seals-Cover), der mit jeder Menge musikalischer Leidenschaft und einem klasse Groove punktet. Der lange Instrumentalteil mit Popper's sehr variablem, "soulful" Harp-Solo und Ben Wilson's nicht minder furiosem Orgel-Part hat, vor allem live, immenses Ausdehnungs-, und damit Jam-Potential. Das Feuer ist entfacht und die Band ist sofort auf Betriebstemperatur. So geht das munter auf höchstem Level weiter. Etwa mit dem klasse Cover von Jimmy Reed’s "You got me runnin'" (tolle, sich die Bälle munter zuspielende Lead-Gitarren- und Piano-Parts, Popper's Blusharp mischt ebenfalls mit, fantastischer Duettgesang von der beeindruckend singenden Crystal Bowersox und John Popper), dem schön traditionell gehaltenen, dennoch sehr zeitgemäß interpretierten, vor allem von Janis Joplin berühmt gemachten Big Mama Thornton-Hit "Ball and chain" (mit dem jungen, neuen Blues-Held Christone Kingfish Ingram an der Lead-Gitarre und mit starkem Duett-Gesang, Popper's Harp- und Ingram's darauf folgendes Gitarren-Solo sind schicht "magic"), dem tollen Mississippi Sheiks-Klassiker "Sittin’ on top of the world", bei dem Gov't Mule's Warren Haynes einen wieder einmal großartigen Gesangs- und Slidegitarren-Gastauftritt hinlegt (bärenstarkes, klimperndes Klavierspiel von Ben Wilson), dem wunderschön gespielten, dezent nostalgischen, melodischen Little Willie John-Cover "Need your love so bad" (eine herrliche "low-key" Blues-Nummer mit exzellenter Gast-Performance von Michael Trotter jr. und Tanya Blount, aka The War and Treaty), oder auch der fulminanten Version des alten Doors-Fegers "Roadhous Blues", mit großartigem Gitarrensolo von Chan Kinchla und wechselseitigen Harp-Einlagen von John Popper und Gast Mickey Raphael. Blues Traveler gelingt mit ihrem 14. Werk tatsächlich ein "echtes" Blues(rock)-Album - und zwar ein verdammt starkes. Authentisch, jammig, kreativ! Macht mächtig Laune, diesen neuen Versionen zuzuhören. Blues Traveler und ihre Gäste mit einer höchst überzeugenden Performance!

Das komplette Tracklisting:

1. Funky Bitch - 4:32
2. You Got Me Runnin' (with Crystal Bowersox) - 3:22
3. Tore Down (with Wendy Moten) - 4:43
4. Ball and Chain (with Christone Kingfish Ingram) - 5:47
5. Crazy (with Rita Wilson & John Scofield) - 4:29
6. Sittin' on the Top of the World (with Warren Haynes) - 5:20
7. Need Your Love so Bad (with The War and Treaty) - 4:09
8. Roadhouse Blues (with Mickey Raphael) - 4:25
9. Call Me the Breeze - 3:41
10. Trouble in Mind (with Keb' Mo') - 3:28

Art-Nr.: 10361
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 12,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Funky bitch
You got me runnin'
Ball and chain
Sittin' on top of the world
Need your love so bad
Roadhouse Blues
Trouble in mind

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Brothers, The - march 10, 2020 / madison square garden / new york city, ny [2021]
4 CD-Set! "The Brothers - celebrating 50 Years of the music of The Allman Brothers Band". Am 20. März 2020, nur 2 Tage bevor in den USA der große Corona-Shutdown kam, standen The Brothers, eine nur für dieses einmalige Event zusammengestellte, begnadete Band aus Feunden und Verwandten der Allman Brothers, sage und schreibe knapp 3 1/2 Stunden auf der Bühne des New Yorker Madison Square Gardens, um das 50-jährige Bandjubiläum der 1969 gegründeten ikonischen Band um Duane und Gregg Allman zu feiern. Es waren Derek Trucks und Warren Haynes an den Gitarren (Haynes sang natürlich auch), Jaimoe, Duane Trucks (Derek's jüngerer Bruder - üblicherweise bei Widespread Panic) an den Drums, Marc Quinones - Percussion, Oteil Burbridge am Bass, sowie Reese Wynans an den Keyboards und "special guest" Chuck Leavell am Piano (sowie Lead Gesang bei "Blue sky") - und sie spielten einen Gig für die Ewigkeit. Alle waren in absoluter Bestform, verstanden sich blind, als würden sie schon ewig zusammenspielen, brachten eine unglaubliche Frische und Vitalität in die Songs. Das Feuer dieser ewig jungen Stücke brannte lichterloh.
Der Reporter David Browne vom renommierten "Rolling Stone", war für das Magazin vor Ort, um von dem Event, auch unter den Gegebenheiten der aufkommenden Pandemie, zu berichten. Er sagte: "Did I really want to risk my life for an Allman Brothers Band 50th-anniversary tribute show?... Arriving at the Garden, I didn’t know what to expect, but all systems seemed standard at first. Ticket-holders milled outside on the street and in the inside lobby. No one wore a mask, since those weren’t yet mandated. As I made my way to my seat, the arena was starting to fill up, there was weed in the air, and it was easy to forget what was starting to happen around the world…There was something glorious and uplifting about hearing those songs played with such care and such fire; it felt as if the music was not just being saluted but preserved for a future generation. At various times, like when Trucks and Haynes played the simultaneous leads in ‘Jessica,’ the show was surprisingly emotional. In retrospect, it’s hard to say how much was due to the performance and how much to the circumstances. I joked to the friend next to me that this would be “the last concert ever". But as Derek Trucks told me in the days that followed, the show “felt like one of the last moments for a long time when people would be able to suspend reality and let go.” One of these days, we’ll let go again."
Was war das für ein geniales, spektakuläres Konzert! Der Sound ist schlicht grandios! Und auch die Setlist war fantastisch! Eine unvergleichliche, historische Nacht!

Die komplette Setlist:

Disc 1:
First Set:
1. Don’t Want You No More - 2:43
2. It’s Not My Cross To Bear - 5:00
3. Statesboro Blues - 4:39
4. Revival - 4:16
5. Trouble No More - 4:18
6. Don’t Keep Me Wonderin’ - 5:55
7. Black Hearted Woman - 10:10

Disc 2:
1. Dreams - 13:24
2. Hot ‘Lanta - 6:15
3. Come And Go Blues - 4:49
4. Soulshine - 9:09
5. Stand Back - 5:03
6. Jessica - 13:31

Disc 3:
Second Set:
1. Mountain Jam - 18:46
2. Blue Sky - 10:05
3. Desdemona - 12:31
4. Ain’t Wastin’ Time No More - 9:33
5. Every Hungry Woman - 8:38

Disc 4:
1. Melissa - 5:52
2. In Memory Of Elizabeth Reed - 15:44
3. No One To Run With - 5:19
4. One Way Out - 5:43
5. Jaimoe & Warren Greetings - 1:08
6. Midnight Rider - 4:17
7. Whipping Post - 14:22

Art-Nr.: 10352
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 33,90

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Castro, Tommy - a bluesman came to town [2021]
"Tommy Castro is one of the brightest stars in the blues-soul genre. Voracious blues energy and ultimate soul power, impassioned vocals and pure inventiveness in his stellar guitar solos", schreibt beispielsweise das renommierte Blues Music Magazine, und die Washington Post sagt: "Soul-baring, roadhouse-meets-church, Memphis guitar licks, gritty voice, Southern colors and rootsy textures". Die Fachwelt ist sich einig: Der in San Jose/Californien geborene und aufgewachsene, exzellente Gitarrist und großartige Sänger und Songwriter Tommy Castro gehört mit seiner unwiderstehlichen, magischen Mixtur aus vorzüglichem "funky Southern Soul, Big City Blues and Classic Rock" zu den etabliertesten, respektiertesten und verehrtesten Künstlern des Bluesrock-Genres der letzten, gut 25 Jahre. Mit "A Bluesman Came to Town" (Untertitel "A Blues Odyssey") legt Castro nun ein geradezu meisterhaftes, neues Album vor, das ihn in bestechender, musikalischer Verfassung zeigt. Eingespielt in den Switchyard Studios von Nashville/Tennessee unter der exzellenten Produktion von Tom Hambridge (u. a. Buddy Guy, George Thorogood, Delbert McClinton, Gregg Allman) handelt es sich um eine Art Konzeptalbum, das die Geschichte eines in einem kleinen Provinznest lebenden, jungen Mannes erzählt, in dessen Städtchen eines Tages ein Gitarre spielender "Bluesman" auftaucht. Von diesem Tag an veränderte sich das Leben dieses jungen Mannes schlagartig, das "Bluesvirus" hatte ihn infiziert. Er besorgte sich eine Gitarre, lernte, zog aus in die weite Musiker-Welt, war fortan nahezu stetig "on the road". Eine wunderbare Geschichte, ohne Zweifel ein wenig autobiographisch und inspiriert von den Erfahrungen vieler Musikerkollegen, musikalisch geradezu perfekt umgesetzt. Derartige Konzeptalben funktionieren eigentlich nur, wenn, trotz des zusammenhängenden Handlungsstranges, jeder Track auch für sich alleine steht - und genau das ist hier zu 100% der Fall. Welche Nummer man sich auch herauspickt, sie hat auch ihre eigene Geschichte aus dem Lebenslauf dieses jungen Musikers. Das Songmaterial ist grandios. Produzent Hambridge hat eine Reihe der besten Studio-Cracks Nashville's mitgebracht (er selbst spielt Schlagzeug ,dazu Rob McNelley an der zweiten Gitarre, Kevin McKendree an den Keyboards und Tommy MacDonald am Bass), die Castro herausragend begleiten. Diese "Nashville Gang" bringt eine Menge Southern-Flair in die Songs. Tommy Castro selbst glänzt mit sehr starkem Gitarrenspiel und immer wieder mit ganz wunderbaren, genauso zündenden wie messerscharfen, auf den Punkt gebrachten Soli. Sein voller Seele steckender Gesang war nie besser! Der Songreigen startet mit dem famosen, rootsigen Midtempo-Bluesrocker "Somewhere", gleich eine Nummer, die vor Southern-Flair nur so trieft. Kräftige, swampige Riffs, wunderbare Mundharmonika-Klänge von Wet Willie's Jimmy Hall, der hier als Gast mitwirkt, dazu ein großartiger, steady Groove und herrlich schwüle Slideguitar-Licks, inkl. eines prächtigen Solos, sowie eine uns sofort mitnehmende, exzellente Melodie. Castro und seine Begleitmusiker sind von Beginn an mit viel Leidenschaft, Seele und spürbarer Spielfreude am Werk. Ein Auftakt vom Allerfeinsten! Nicht minder stark geht's mit dem Titelstück "A bluesman came to town" weiter. Castro's exquisite Gitarrenbegleitung zu dem erneut schön rootsigen und southern inspirierten Groove, in Verbindung mit McKendree's schönen Wurlitzer-Klängen, ist ein einziger Genuß. Kein wildes Gefrickel, sondern punktgenaues, virtuoses, durchdachtes, geradliniges, erdiges Spiel, das den Zuhörer geradezu magisch umgarnt. Herrlich! Mit dem furiosen, soulful Roadhouse-Bluesrocker "Child don't go" wird das Tempo anschließend kräftig angezogen. Castro singt hier im Duett mit der stimmgewaltigen Terrie Odabi. Ein temporeicher Drive, klimperndes Honky Tonk-Piano und dynamische Gitarren sorgen für ordentlich Furore. Anschließend steht die hinreißende, lockere, voller Southern-Soul und Retro-Flair steckende Ballade "You to hold on to" auf dem Programm, die u. a. mit einer unwiderstehlichen Melodie punktet. Wieder hören wir dezente Wurlitzer-Klänge, eine hintergründige Orgel und fantastische Gitarrenlinien mit einem Solo, das unsere Ohren regelrecht verzaubert. Nach dem anschließenden, drückenden, hitzigen, fetten Funk-/Blues-Kracher "Hustle", folgt mit dem kraftvollen "I got burned" ein bärenstarker, traditionell verwurzelter, ein wenig Stevie Ray Vaughan-beeinflusster Shuffle-Blues, der, unaufhaltsam wie ein "dampfendes Stahlroß" nach vorn groovt. Enthält ein powerndes, ausgedehntes Gitarrensolo, sowie prächtig passendes, antreibendes Piano-Geklimper, Welch ein Drive! Sehr viel Southern-Feeling und gar ein paar psychedelische Vibes versprüht der balladeske, recht locker groovende, dennoch viel Kraft ausstrahlende Roots-/Bluesrocker "Draw the line", dessen erdige, dabei messerscharfe Gitarrenlinien mit Castro's tollem Lead Gesang abermals eine wunderbar harmonische Einheit bilden. Mit der ganz wunderbaren, hoch melodsichen Soul-/Blues-Ballade "I want to go back home", präsentiert uns der Meister dann noch einmal "richtig was für's Herz" (tolles Saxophon-Spiel und -Solo von Deanna Bogart), ehe er mit dem powernden, voller krachender Led Zeppelin-like Riffs und glühender Slideguitar (feuriges Solo) steckenden Bluesrock-Knaller "Bring it back" nochmal ordentlich Dampf ablässt. Zum Abschluß möchten wir noch einmal ein überaus treffendes Zitat des hoch geschätzten "No Depression"-Magazins anführen, in dem es heißt: "Castro plays gritty, string-bending blues like a runaway train, a glorious blend that rocks the soul and lifts the spirits". Tommy Castro mit einer grandiosen Vorstellung. Diese Blues-Odyssee "A Bluesman Came to Town" ist ohne jeden Zweifel eines der besten Alben seiner gesamten Karriere.

Das komplette Tracklisting:

1. Somewhere - 3:30
2. A Bluesman Came To Town - 3:57
3. Child Don't Go - 2:49
4. You To Hold On To - 3:53
5. Hustle - 3:36
6. I Got Burned - 3:36
7. Blues Prisoner - 5:16
8. I Caught A Break - 2:38
9. Women, Drugs and Alcohol - 4:19
10. Draw The Line - 4:14
11. I Want To Go Back Home - 3:41
12. Bring It On Back - 3:44
13. Somewhere (Reprise) - 2:39

Art-Nr.: 10392
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Somewhere
A bluesman came to town
Child don't go
You to hold on to
I got burned
Draw the line
I want to go back home
Bring it back

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Chambers, Sean - that's what I'm talkin' about ~ tribute to hubert sumlin [2021]
Rau, intensiv, voller Leidenschaft und Feuer! "That’s What I’m Talkin About", das gewaltig starke, achte Album des gefeierten Gitarrenhexers Sean Chambers aus Fort Myers/Florida, ist ein mächtig kochendes Blues- und Bluesrock-Vergnügen der ganz besonderen Art: Eine furiose, genauso powernde wie emotionale, liebevolle Verneigung vor seinem großen Mentor Hubert Sumlin. Enthalten sind 9 Tracks, die Sean Chambers und seine Band in den über 4 Jahren, in denen sie als Hubert Sumlin's Touring Band fungierten, mehr oder minder iregelmässig bei ihren gemeinsamen Auftritten spielten, sowie eine großartige Egenkomposition Chambers' ("Hubert's song") zu Ehren des einstigen Howlin Wolf-Gitarristen Sumlin. "This album is a tribute to my mentor, and friend, the late great Hubert Sumlin", sagt Chambers über das Album und erklärt weiter: "Back in 1998, I got a call asking if my band and I would be interested in backing up Hubert at ‘Blues Stock’ in Memphis. It was a magical night for me, and the chemistry between us and Hubert worked really well. After that show, Hubert asked if we would become his full-time group. My band and I continued to play and tour with Hubert for over four years. I look back on that time with Hubert as my college education in the blues". Mittlerweile gehört Sean Chambers selbst zu den etabliertesten Künstlern der Blues- und Bluesrock-Szene. Das renommierte britische "Guitarist Magazin" führt ihn unter den "Top 50 blues guitarists of the last cenmtury" - eine absolut nachvollziehbare Einordnung. Unter anderem beeinflusst von solchen Legenden wie Johnny Winter, Jimi Hendrix und vor allen Dingen Stevie Ray Vaughan, brilliert Chambers, übrigens auch ein hervorragender Sänger, mit außergewöhnlich virtuosen, emotionalen, aber auch ungemein energiegeladenen Gitarrenläufen, sehr erdig, dreckig, rau und ursprünglich, zuweilen eine regelrechte Wucht fabrizierend. Auch bei langsameren Stücken ist das so, wie etwa bei dem packenden, hammerstarken "Goin' down slow", einem lichterloh brennenden Slow Blues, bei dem der Meister mit seinen kernigen Gitarrenlinien und den fulminanten, fast schon brachialen Gitarrenläufen und -soli eine ungeheure Power freisetzt, ohne dabei dieses gewisse Slow Blues-Feeling vermissen zu lassen. Mitreißend! Doch kommen wir zum Beginn des Albums: Nach dem shuffeligen Opener, dem quirligen Instrumental "Chunky", einem Hubert Sumlin-Original, fahren Chambers und seine exzellenten Begleiter (Antar Goodwin - Bass, Andrei Koribanics - Drums, Bruce Katz und bei den beiden letzten Songs Allman Betts Band-Keyboarder John Ginty - Orgel & Piano) mit dem famosen Willie Dixon-Klassiker "Do the do" den Energie- und Drive-Faktor richtig hoch. Ein fetter, aber sehr gefälliger Power Bluesrock-Boogie mit einem angedeuteten Bo Diddley-Groove, der wie ein unaufhaltsamer Blues-Train aus den Lautsprechern rollt. Chambers singt klasse, sein Gitarrenspiel (klasse Licks und mächtige Slide-Ausflüge) ist "on fire". Mit jeder Menge "rockin and rollin'" Blues-Drive geht es bei dem genauso temporeichen, wie melodischen "Hidden charms" ab. Die Riffs mit ihrem swampigen Southern-Vibe klingen hier ein wenig nach Sonny Landreth. Chambrs' Lead Gitarren-Spiel ist erneut sehr kraftvoll, dabei aber deutlich lockerer und eleganter, als bei den ersten Tracks. Baumstark sind beispielsweise auch das klassische, aber sehr zeitgemäß, mit einem coolen Groove versehene Howlin Wolf-Cover "Forty-Four" (klimperndes Piano, scharfe Gitarrenlinien), der wieder mit furiosen, flammenden, rauen Soli (Orgel und Gitarre) versehene, mächtig Dampf ablassende Slow Blues "Taildragger", sowie das southern soulig angehauchte, herrlich lässig und kraftvoll rocikende "Howlin' for my darling". Besonders erwähnenswert erscheint noch die bereits oben erwähnte Eigenkomposition von Chambers, "Hubert's song", eine genauso dynamische, steady rockende, wie bewegende und dankbare Ehrung seines Mentors, wo er singt" "Thank you Hubert, for everything you've done, you taught me how to play the blues, and now we sure have fun". Und wie alle Spaß haben: Chambers, die Band und wir Fans! Wundervoll! Ein absolut beeindruckendes Album. Definitiv ein neuer Meilenstein in Chambers' Karriere.

Das komplette Tracklisting:

1. Chunky - 3:38
2. Do the Do - 3:16
3. Rockin' Daddy - 3:00
4. Goin' Down Slow - 5:47
5. Hidden Charms - 3:28
6. Forty Four - 3:51
7. Taildragger - 5:54
8. Hubert's Song - 3:38
9. Sitting on Top of the World - 3:45
10. Howlin' for My Darling - 3:22
11. Louise - 3:53

Art-Nr.: 10344
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Do the do
Goin' down slow
Hidden charms
Forty-Four
Taildragger
Hubert's song
Howlin' for my darling

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Cold Stares, The - heavy shoes [2021]
Roh, laut, kompromißlos, ehrlich, authentisch - das sind die ganz großartigen, 2010 gegründeten Cold Stares aus dem U.S.-Bundesstaat Indiana, ein Bluesrock-/Rock-Outfit der ganz besonderen Art. Sie klingen wie eine grandiose, mit mindestens 2 Gitarristen gespickte, einen gewaltigen, satten und voluminösen Sound produzierende, vier oder fünf Kopf starke, prächtig eingespielte Truppe, die leidenschaftlich alles raushaut, was geht, doch die Cold Stares sind "nur" ein Duo, bestehend aus Chris Tapp (vocals, guitars, leyboards, songwriting) und Brian Mullins (drums, percussion). Aber was für eines: Das ist die fette, pure, genauso tief in den late Sixties/early Seventies-verwurzelte, wie moderne, lebendige Bluesrock-/Rock-'n Roll-Hingabe - auf ihrem neuen, baumstarken Album "Heavy shoes" gebündelt in 12 kernigen, exzellenten Songs. Dabei punkten die Cold Stares mit einer ganz eigenen Identität. "We’re not just a blues band, or just a rock band, or anything other than who we are", sagt Chris Tapp dazu. In der Tat ist ihre Musik schwer mit der irgendwelcher anderen Acts zu vergleichen, obwohl man hin und wieder Spuren alter Heroen wie Black Sabbath, Led Zeppelin & Co findet, die sie allerdings gekonnt mit ihren eigenen, unverwechselbaren Klangbildern verbinden. Das Album ist im Grunde ein brodelnder Kessel aus, von wunderbar fett rockenden, zum Teil auch fuzzigen, dreckigen Gitarren und coolen, knirschenden Grooves bestimmtem Blues und Rock, hier und da mit einem klasse Desert-Feeling, auch mit Garagen- und Psychedelic-Vibes, sowie einem Hauch von Southern-Flair - hart, teils auch durchaus heavy, straight, mit jeder Menge Power, alles vereint in oft von düsteren Erfahrungen geprägten, facettenreichen Texten und, trotz aller Härte und Rauheit, prächtig in den Gehörgängen hängen bleibenden Melodien. Los geht's mit dem großartigen, bluesigen, wuchtig und laut rockenden Titelstück "Heavy shoes", das gleich von einem der eingängigsten Retro Fuzz Gitarren-Riffs geprägt ist, die seit langem zu hören waren. Der stark singende Chris Tapp glänzt zudem mit einem satten, feurigen Gitarresolo, Brian Mullins' hervorragendes, kraftvolles Drumming bereitet ihm dazu die Basis. Die Energie gleich verdammt hoch, der Funke auf den Zuhörer springt sofort über. Rockt einfach herrlich! Ähnlich strukturiert kommt das nicht minder starke "Take this body from me", dessen Ursprung deutlich hörbar in den rockenden late Sixties und early Seventies liegt. Die powernden Gitarrenriffs rufen ein wenig die guten, alten Free um Paul Rodgers in Erinnerung. Es bleibt herrlich retro: Die leicht psychedelischen Riffs, sowie der unwiderstehliche, lässige, flotte und eine gewisse Lockerheit ausstrahlende, saucoole, soulige Groove des dezent swampig bluesigen "In the night time", harmonieren geradezu magisch miteinander. Tolle Melodie! Hat entfernt etwas von den legendären Doors um Jim Morrison. Super Nummer! Wie wild nach vorn galoppierende, fuzzige, etwas punkige Black Sabbath rockt das furiose "40 dead men", während der packende, leicht shuffelige, sich schwerblütig in eine gewaltige Energie heinein manövrierende "Prosecution Blues" tief in klassischen Blues-Traditionen verwurzelt ist. Chris Tapp's zündendes, satt soundendes Gitarrensolo steckt voller Feuer. Die hier erzeugte "wall of guitars" ist ein Paradebeispiel für den eingangs erwähnten Eindruck, dass hier viel mehr Leute (Gitarristen) als nur Tapp und sein Drummer-Kumpel Brian Mullins am Werk sind. Große Klasse auch der schwungvolle, dynamische Retro-Bluesrocker "It's a game" mit seinen kreativen Riffs und dem virtuosen Drumming, sowie der abermals ein paar Spuren legendären Sabbath'schen heavy Hardrocks aufweisende und mit ein paar Cream- und Robin Trower-Vibes spielende, powernde Bluesrocker "Save you from you". Mit dem von einer tollen Melodie durchzogenen, prächtig groovenden, von wunderbaren, erdigen Riffs geprägten, ein leichtes Desert- und Psychedelic-Flair versprühenden Midtempo-Bluesrocker "Dust in my hands" (famoses Gitarrensolo) endet diese fantastische Album schließlich mit genau solch einer Mörder-Nummer, wie es 12 Tracks zuvor begonnen hatte. Ja, die Cold Stares setzen hier in Sachen hartem, rohem, dabei aber überaus eingängigem, fuzzy Gitarren-Bluesrock und Rock'n Roll ein gewaltiges Ausrufezeichen. Ein einen richtig anfixendes, saustarkes Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. Heavy Shoes - 3:10
2. 40 Dead Men - 3:08
3. Take This Body From Me - 3:02
4. Hard Times - 3:26
5. In The Night Time - 3:08
6. Strange Light - 3:01
7. Prosecution Blues - 3:53
8. It's A Game - 2:31
9. Save You From You - 3:18
10. You Wanted Love - 2:43
11. Election Blues - 3:29
12. Dust In My Hands - 3:46

Art-Nr.: 10379
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Heavy shoes
40 dead men
Take this body from me
In the night time
Prosecution Blues
It's a game
Save you from you
Dust in my hands

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Crowell, Rodney - triage [2021]
Nach einer langen und sehr produktiven Karriere, gehört der mittlerweile 70-jährige, aus Houston stammende Texaner Rodney Crowell (u. a. einst langjähriges Mitglied von Emmylou Harris' Hot Band), der vor allen Dingen in den späten Achtzigern und Neunzigern ein ums andere Mal mit der kommerziellen Countrymusik Nashville's flirtete, und das durchaus sehr erfolgrich, seit vielen, vielen Jahren unumwunden zu den ganz Großen der amerikanischen und insbesondere texanischen Songwriter, absolut in einer Liga mit Leuten wie Guy Clark, John Prine, Townes van Zandt, Jerry jeff Walker und Steve Earle. "Triage", sein mittlerweile 18. Album, demonstriert auf eindrucksvolle Art und Weise, wie berechtigt die Vergleiche mit diesen Ikonen sind. Das ist die hohe Kunst des Roots- und Americana-Songwritings, gebündelt in 10 exzellenten, neuen Songs mit einer ungeheuren stilistischen Vielfalt und variablen, musikalischen Bandbreite - und doch definiert jeder einzelne Song exakt Crowell's musikalische DNA - textlich wortgewand und musikalisch erdig, rau, staubig, mal ruhig, mal ordentlich rockig, immer rootsig. Crowell zeigt sich mit diesem Album nachdenklich, besorgt und sehr reflektierend, sowohl in den Texten, als auch der musikalisch jeweils äußerst passenden Umsetzung. Das bezieht sich auf sein eigenes Leben, natürlich auch die Pandemie, sowie die vielen Umwälzungen, sozialen und politischen Auseinandersetzungen, die die USA und den gesamten Globus in der jüngeren Vergangenheit bewegten und noch bewegen. Doch das spiegeln die Songs und ihre Arrangements keineswegs mit Bitterkeit wider, sondern mit Trost, Hoffnung und Aufbruchsstimmung. Begleitet wird Crowell wieder von einer Reihe hochkrätiger Musiker, wie u. a. Audley Freed (ex-Cry Of Love und The Black Crowes) - guitar, Joe Robinson - guitar, Larry Klein - bass, Greg Morrow - drums, sowie bei einigen Tracks seine "alten", langjährigen Wegbegleiter und ex Cicadas-Kumpels Steuart Smith (heutiger Gitarrist bei den Eagles) an der Lead-Gitarre und Michael Rhodes (heute bei Joe Bonamassa) am Bass. Das Album startet mit dem herausragend arrangierten, ganz starken "Don't leave me now". Beginnt zunächst recht ruhig (nur Rodney's Gesang, feines Acoustic Gitarren-Picking und im Refrain eine dezente Orgel), verwandelt sich dann aber, nach etwa 1.10 Minuten, schlagartig in einen richtig kernigen, lnackigen, mit einem tollen, geradlinigen, dynamischen Drive ausgestatteten, country-infizierten Rootsrocker. Geht klasse ab, die Melodie ist prima und Rodney stimmlich in Top-Form. Ausgestattet ist das Ganze mit starken Gitarrenriffs und -licks. Ein Crowell-Rocker vom Allerfeinsten. In typisch texanischer Singer/Songwriter-Tradition kommt der etwas düster und dramatisch anmutende, von einem großartigen Outlaw-Flair durchzogene, "stripped down" mit toller Percussion, akustischer und elektrischer Gitarre, Violinen-Klängen und Crowll's staubigem Sprechgesang inszenierte "Transient Global Amnesia Blues", während das flockig lockere, leicht folkig und schön countrylastig performte "One little bird", mit seiner schönen Mundharmonika und der trockenen Baritone E-Gitarre, fast wie eine Mischung aus Einflüssen von Neil Young's "Harvest"-Ära und den legendären, texanischen The Flatlanders klingt. Saustark auch das sehr spannend arrangierte, staubige, knackige "Something has a change", das "prinzipiell" wieder nach einem typischen Countryrocker Crowell's klingt, im Break dann aber mit einem geschickt eingebundenen, dreckigen, einen Hauch von Jazz-Feeling einbringenden, genial in die Melodie integrierten Posaunen-Solo (Raymond James Mason) überrascht. Eine echte Crowell'sche Songperle. Große Klasse sind beispielsweise auch das mit "fuzzy" Gitarrenlicks und großartiger Lead Gitarre in Szene gesetzte, schön bluesige, raue "I'm all about love", das wunderschöne, ruhig und akustisch präsentierte, dezent Gospel-angehauchte "Hymn #43" (tolles Acoustic Gitarren- und Mandolinen-Spiel, ex Gattin Rosanne Cash singt im Background), sowie der prächtige, das Album schön knackig abschließende, von einer klasse Melodie bestimmte Roots-/Countryrocker "This body isn't all there is to who I am" (schönes Piano, klasse E-Gitarren). Mit "Triage" ist Rodney Crowell noch einmal ein ganz großer Wurf gelungen, voller Tiefe und Leidenschaft, bewegend und schön. "A great triumph from an old master", sagt John Barlass von "At The Barrier". Dem schließen wir uns vorbehaltlos an.

Das komplette Tracklisting:

1. Don't Leave Me Now - 3:59
2. Triage - 3:49
3. Transient Global Amnesia Blues - 4:36
4. One Little Bird - 4:19
5. Something Has To Change - 4:01
6. Here Goes Nothing - 4:01
7. I'm All About Love - 3:52
8. Girl on the Street - 5:50
9. Hymn #43 - 3:31
10. This Body Isn't All There is to Who I Am - 5:01

Art-Nr.: 10359
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't leave me now
Transient Global Amnesia Blues
One little bird
Something has to change
I'm all about love
Hymn #43
This body isn't all there is to who I am

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Daniel, Jesse - beyond these walls [2021]
Jesse Daniel, unter Fachleuten und Kollegen (Shooter Jennings beispielsweise sagt über ihn "this dude’s the next one to blow up") hoch geschätzter Countrysänger und -songwriter, ein Verfechter des echten, absolut authentischen "Pure Country"-Sounds, hinterlässt mit seinem neuen, dritten, ganz vorzüglichen Album "Beyond these walls" eine wirklich beeindruckende Duftmarke im Genre. "That's the finest of real Country Music"! Jesse Daniel hat keine einfache Vergangeheit hinter sich. Der ursprünglich aus Californien stammende und heute in Texas ansäässige, ehemalige Punkrocker hatte in seinen jungen Jahren lange mit Drogenproblemen zu kämpfen, doch gerade die musikalische Kurskorrektur zur Countrymusic veränderte komplett sein Bewusstsein und brachte ihn wieder auf die richtigen Pfade des Lebens. Heute gilt der "aufgeräunte" Jesse Daniel als einer der talentiertesten Künstler unter der mit wirklich sehr vielen Talenten gesegneten Texas Country-Szene, die es längst verdient hätten, von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Sein tolles, neues Werk jedenfalls dürfte diesbezüglich der nächste, große Schritt sein. Produziert von Tommy Detamore und mit einer erstklassigen Begleitband hinter sich (neben Tommy Detamore - pedal steel, dobro, nylon guitar, mandolin sind das u. a. der exzellente Lead Gitarrist John Carroll, Kristopher Schoen an den Drums, Hank Singer an der Fiddle, sowie Ronnie Huckaby von George Strait's "Ace In The Hole Band" am Piano und Kevin Smith von Willie Nelson's Band am Bass), gelingt Daniel ein ganz wunderbares, 12 Songs umfassendes, sehr abwechslungsreiches Werk bester, klassischer, ehrlicher, lupenreiner, unverfälschter Countrymusic, traditionell durch und durch, und damit frei von jeglichen poppigen Elementen. Fiddles, Dobros, Steelguitars, herrliche Country E-Gitarren, Baritone Gitarren und klare Acoustic Gitarren bestimmen neben Daniel's großartigem Gesang das musikalische Geschehen. Das erstklassige, viele Countrystile umfassende Songmaterial kommt in einem schönen, klaren, natürlichen Sound, wirkt überwiegend recht flott und flüssig, beinhaltet aber auch die ein oder andere, hervorragende Ballade und zwei tolle TexMex-Nummern, eine davon, "El Trabajador", komplett in spanisch vogetragen, und zwar im Duett mit einem wieder einmal toll singenden Raul Malo (The Mavericks). Insgesamt spürt man Daniel's Verbundeheit zum texanischen Country deutlich, doch auch ein Hauch vom California Countrysound seines Geburtsstaates ist durchaus wahrnehmbar. Größen wie Merle Haggard, George Jones, Johnny Cash, Chris LeDoux, John Denver und Buck Owens, Gram Parsons und Townes Van Zandt, aber natürlich auch George Strait und Alan Jackson hinterlassen in Daniel's Musik deutliche Spuren. Das Album startet mit dem großartigen, frischen, sehr natürlichen, flotten Western Country-Feger "Clayton was a cowboy". Glänzt mit tollem Dobro- und Fiddle-Spiel, feinen Acoustic Gitarren und einem guten Drive. Es folgt das überaus melodische "'Lookin' back", gespickt mit viel Twang und durchzogen von herrlicher Baritone E-Gitarre und Pedal Steel. Wirkt wunderbar locker und flockig, im Refrain aber auch schön knackig. Fabelhafte Nummer! So geht das munter weiter, zum Beispiel mit dem klassischen, lässigen Honky Tonker "Simple things" (feine, Cash-like Gitarren-Licks, exzellentes Dobro, schöne Fiddle, großartiger Background Gesang von Co-Writerin und Gattin Jodi Lyford), der balladesken, natürlich frischen und völlig lockeren, puren, Mexican-flavoured Classic Country-Nummer "Texas summer night", dem knackigen, mit starken E-Gitarren-Licks und Steel-Fills in Szene gesetzten, Linedance-geeigneten Two-Stepper "Think I'll stay", dem honky tonkigen, George Strait-mässigen "Angel on the ground", wie auch dem wunderschönen, sehr melodischen, knackig "rockenden" Countrysong "Living in the great divide" mit seiner hervorragenden Pedal Steel-/Fiddle-/E-Gitarren-Instrumentierung (tolle Solo-Passage im Break). Ihr Freunde des "Pure Country": Freut euch! Jesse Daniel und sein Album "Beyond these walls" sind "your kind of Contry"! Oder, wie es in einem U.S-Review nachzulesen ist: Dieses Album ist eine echte Liebeserklärung an die traditionelle Countrymusic.

Das gesamte Tracklisting:

1. Clayton Was a Cowboy - 3:31
2. Lookin' Back - 3:21
3. Simple Things - 2:57
4. Texas Summer Night - 3:28
5. Think I'll Stay - 3:36
6. Drop a Line (Out Here on the Water) - 4:03
7. Angel on the Ground - 3:33
8. El Trabajador - 3:11
9. Living in the Great Divide - 3:34
10. Gray - 4:21
11. Soñando Contigo - 4:26
12. I'll Be Back Around - 4:31

Art-Nr.: 10366
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Clayton was a cowboy
Lookin' back
Simple things
Texas summer night
Think I'll stay
Angel on the ground
Living in the great divide

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Drive-By Truckers - plan 9 records july 13, 2006 ~ live [2021]
2 CD-Set! Fulminantes, legendäres Konzert der Drive-By Truckers, in recht kleinem Rahmen, aus dem Plan 9 Record Shop in Richmond/Virginia vom 13. July 2006, von dem Patterson Hood noch heute schwärmt: "One of the best performances from that era of the band". Mit diesem Konzert feierte der Laden nicht nur sein 25-jähriges Bestehen, sondern die Show kam auch dem "Bryan und Kathryn Harvey Family Memorial Endowment" zugute, einer Stiftung, die unter anderem Musikstipendien im Raum von Richmond vergibt. Vor voll besetztem Haus lief die Band zu ganz großer Form auf. Damals, neben Patterson Hood und Mike Cooley noch mit Jason Isbell an Bord, also mit 3 Gitarristen, sowie John Neff an der Pedal Steel, Shonna Tucker am Bass und Brad Morgan an den Drums, begab sich die Band auf einen völlig zwanglosen, ausgelassenen, packenden Power Gitarren-Ritt durch den "dreckigen Süden", um mal den Titel ihres 2005er-Albums zu bemühen - deftig, laut, roh, ungeschliffen, jammig, fei von der Leber weg, aber nie konzeptlos. Es gelang ihnen stets ihre zügellose, raue Spielfreude, mit der ihnen eigenen, so geschätzten, kernigen Melodik zu verbinden. Der typische Drive-By Truckers Neo Southern Rock (der "Rolling Stone" feierte die Alben der damaligen DBT-Ära als Meilensteine der so genannten "New Southern Rock"-Bewegung, obwohl die "Truckers" nie eine reine Southern Rock-Band im klassischen Sinne waren und sind, sondern vielmehr eine schön dreckige Gitarren Rootsrock-Band mit ganz eigener Identität und tiefer Southern Rock-Inspiration) läßt den Plan 9 Record Shop an diesem Tag regelrecht erbeben. Die Setlist ist fabelhaft. Zum Beispiel der wunderbare, erdige, honkytonkige, southern rooted Outlaw-/Roots-/(Neo)Countryrocker "Tales facing up", mit dem das Konzert startet (großartiges Slidegitarrenspiel von Jason Isbell in Verbindung mit tollen Pedal Steel-Ergänzungen von John Neff), der mächtig raue, straighte, riffige "Hi Energy"-Southern Rocker "One of these days" (herrlich dreckig vorgetragen von Mike Cooley, feurige Gitarren überall), das mit überbordenden Gitarrenläufen gespickte "Marry me", das massive, balladeske, aber mit dampfenden Gitarren kommende "Why Henry drinks", die traumhafte, herrlich abgehende Jason Isbell-Nummer "The day John Henry died" (das ist rauer Gitarren-Southern Rock, wie ihn nur die Drive-By Truckers spielen, trotz allen Drecks mit toller Melodie und jeder Menge Power), der kochende, die berühmte, angebliche Fehde zwischen Lynyrd Skynyrd und Neil Young behandelnde Kracher "Ronnie and Neil" (mächtiger Gitarrenwall), der Fan-Favorite und Southern-Knaller "Let there be rock", sowie eine seltene, wunderbar von Jason Isbell vorgetragene Fassung der großartigen Rollings Stones-Ballade "Moonlight mile", und so weiter, und so weiter. Wie gesagt, es war ein absolut bravouröser, denkwürdiger Gig der Drive-By Truckers. Das Konzert wurde schon einmal als sehr streng limitierte Vinyl-Ausgabe zum "Black Friday" Record Store Day 2020 veröffentlicht, kommt jetzt aber erstmals als Doppel-CD! Das Cover stammt wieder von dem legendären Designer der Band, Wes Freed. Furioses, großartiges Konzert - übrigens in einem überaus authentischen, klasse Sound (man hat das Gefühl, als sei man mittendrin, im hörbar begeisterten Publikum)! Tolles Teil!

Die komplette Setlist:

1. Tales Facing Up - 5:10
2. One of These Days - 5:17
3. Easy on Yourself - 3:42
4. Feb. 14 - 3:35
5. Aftermath USA - 4:20
6. Gravity's Gone - 3:28
7. Sink Hole - 3:52
8. Outfit - 4:31
9. My Sweet Annette - 4:46
10. Marry Me - 5:53
11. A World of Hurt - 6:15
12. Why Henry Drinks - 5:09
13. The Day John Henry Died - 4:28
14. Wednesday - 4:57

Disc 2:
1. Shut Up and Get on the Plane - 4:25
2. Ronnie and Neil - 5:42
3. Moonlight Mile - 4:41
4. Let There Be Rock - 6:21
5. Zip City - 5:43
6. Goddamn Lonely Love - 5:55
7. 18 Wheels of Love - 9:05
8. Nine Bullets - 4:29
9. Daddy's Cup - 6:01
10. Decoration Day - 6:33
11. Lookout Mountain - 5:17

Art-Nr.: 10377
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 19,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Tales facing up
One of these days
Marry me
Why Henry drinks
The day John Henry died
Ronnie and Neil
Moonlight mile
Let there be rock

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Drive-By Truckers - the fine print [2009]
Untertitel: "A collection of oddities and rarities 2003 - 2006"

Das zweite neue Werk (nach dem "Live from Austin"-Teil) der Drive-By Truckers innerhalb weniger Wochen! Eine exquisite Auswahl bislang unveröffentlichter Stücke aus der großen "Schatzkammer" der "Truckers", die glücklicherweise endlich der Öffentlichkeit zugänglich werden. Darunter sind wahre Perlen, die jedem bisherigen eh schon fantastischen Album dieser Truppe mit ihrer Präsenz noch mehr Glanz verliehen hätten. Die Songs wurden ausschließlich in den Jahren zwischen 2003 und 2006 eingespielt, also noch mit Jason Isbell an der dritten Gitarre. Sehr rootsiges Material! Herrlich beispielsweise der von wunderbaren Steelguitar-Linien John Neff's begleitete Alternate Country-Rocker "George Jones talkin' cell phone blues" oder das von Warren Zevon geschriebene "Play it all night long", das voller Southern Rock-Flair rau und ruppig rockt, und damit auch aus der "Southern Rock Opera"-Zeit hätte stammen können. War ursprünglich aber mal für das "Dirty South"-Album vorgesehen. "A fine print" enthält zudem eine baumstarke Coverversion von Tom Petty's "Rebels" und auch Bob Dylan's "Like a rolling stone" verleihen die rive-By Truckers mit ihrem unverwechselbaren, ganz eigenen Stil ein ganz besonderes, neues Outfit! Irre, was diese Truppe noch für fantastisches Songmaterial in ihren Archiven liegen hat.

Das komplette Tracklisting:

1 George Jones Talkin' Cell Phone Blues - 4:07   
2 Rebels - 4:53   
3 Uncle Frank [Alternate Take] - 5:21   
4 Tva - 6:56   
5 Goode's Field Road [Alternate Take] - 4:15   
6 The Great Car Dealer War - 5:37   
7 Mama Bake a Pie (Daddy Kill a Chicken) - 3:19   
8 When the Well Runs Dry - 4:09   
9 Mrs. Claus' Kimono - 4:25   
10 Play It All Night Long - 5:10   
11 Little Pony and the Great Big Horse - 3:37   
12 Like a Rolling Stone - 6:01

Art-Nr.: 6552
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
George Jones talkin' cell phone blues
Rebels
TVA
The great car dealer war
When the well runs dry
Play it all night long

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Fish, Samantha - faster [2021]
"Faster" heißt das neue, fabelhafte Werk der grandiosen Gitarristin, Sängerin und Songwriterin aus Kansas City/Missouri, die seit 2012 mit ihrem Debutalbum "Runaway" die Bluesrock-Welt so richtig aufmischt. So jedenfalls leiteten wir vor 9 Jahren das Review ihres ersten Albums ein - es war der Startschuß zu einer blendenden Karriere. Nun, 6 weitere, großartige Alben und unzählige Awards später, gilt Samantha Fish als so etwas wie die Queen des Bluesrocks, ist in der Szene höchst anerkannt und wird allerorten, von Medien und Fans gleichermaßen, als brillante Vollblut-Musikerin begeisternd und wertschätzend gefeiert. Man kann ihre vielen Talente auch gar nicht hoch genug bewerten. Sie ist eine fantastische Gitarristin, aber auch eine exzellente Songwriterin und Sängerin und nicht zuletzt bekannt für ihren "aufregenden" Live-Performances. Zudem gilt sie als leidenschaftlich, äußerst ehrgeizig und innovativ, immer wieder bereit etwas Neues auszuprobieren und sich auch anderen Genres zu öffnen, ohne ihre Verwurzelung zum Blues und Rock je zu leugnen. Dies traf auf das sehr Roots- und Soul-orientierte, prächtige Vorgängerwerk "Kill or be kind" genauso zu, wie es jetzt auch wieder auf das enthusiastische, voller Power und Feuer steckende "Faster" zutrifft. Ihre Musikalität ist einfach umwerfend. Sie kombiniert ihre auch während dieses Album stets präsenten, kernigen Blues- und Rock-Roots mit einigen exzellenten, sehr spannenden, modernen, intelligenten und gut passenden, kreativen Pop-Klängen, die ein furioses, rundum gelungenes, "hippes" Ganzes ergeben, das toll zusammen passt und mächtig Laune macht. Einfach herrlich, wenn sie poppige Grooves und ein paar effektive, nie zu überdosierte, gut ausbalancierte elektronische Klänge mit ihren knallharten, straighten Gitarrenriffs und/oder einem kurzen, fetten, kratzigen Solo veredelt. Eine klasse Kombination. Heiß, sexy, rockig, gekonnt! Das Songmaterial ist durchweg klasse, bleibt prächtig hängen. Produziert hat Martin Kierszenbaum (Lady Gaga, Sting), der auch bei einer Vielzahl von Songs kompositorisch beteligt ist und Piano, Keyboards, Percussion, sowie zusätzlich Gitarre spielt. Unter den weiteren Musikern befinden sich Drummer Josh Freese (Guns N’ Roses, Nine Inch Nails, The Replacements) und Bassist Diego Navaira (The Last Bandoleros), sowie bei dem Song "Loud" mit einem überraschenden Gastauftritt der Rapper/Singer-Songwriter Tech N9ne. Das Resultat ist einfach ein tolles, rockiges, powerndes, heißes Album großartiger, in ihrer Basis durchaus bluesiger, flippiger, scharfer Musik mit einer musikalisch grenzenlos offenen, bestens aufgelegten Samantha Fish. Richtig starker Auftritt!

Das komplette Tracklisting:

1. Faster - 2:55
2. All Ice No Whiskey - 3:09
3. Twisted Ambition - 3:14
4. Hypnotic - 3:09
5. Forever Together - 2:54
6. Crowd Control - 4:17
7. Imaginary War - 3:09
8. Loud (feat. Tech N9ne) - 4:53
9. Better Be Lonely - 3:40
10. So-Called Lover - 3:05
11. Like A Classic - 3:47
12. All The Words - 4:35

Art-Nr.: 10386
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Flatlanders, The - treasure of love [2021]
Sie gelten als absolute Pioniere des texanischen Country- und Countryrock-Sounds, zuweilen auch als "Hippie-Country"-Pioniere bezeichnet, haben in den letzten rund 50 Jahren Generationen nachfolgender Musiker nachhaltig beeinflusst und geprägt: The Flatlanders, jene legendäre, 1972 in Lubbock/Texas, gegründeten Band um die drei Texas-Ikonen Joe Ely, Jimmie Dale Gilmore und Butch Hancock beglücken ihre Fans und die Freunde texanischer Country-, Countryrock- und Rootsmusik nach ewig langen 12 Jahren endlich mal wieder mit einem neuen Album. "Treasure of love" heißt es - und es ist wahrhaft eine beeindruckende "Schatzkiste" liebevoll zusammengestellter, reinster, texanischer Songperlen. 15 erstklassige Songs haben die sich in bestechender Form präsentierenden "alten Haudegen" mit ihren exzellenten Begleitmusikern (u. a. Lloyd Maines, der das Album zusammen mit Joe Ely auch produzierte, - guitars, pedal steel, dobro, mandolin, harmony vocals, Robbie Gjersoe - guitars und Pat Manske - drums) eingespielt, eigene Kompositionen, aber auch jede Menge "handpicked" Coverversionen alter Songklassiker, denen sie allesamt ihren so geschätzten, unverkennbaren, großartigen, ganz eigenen "Flatlanders"-Stempel aufdrücken. Sie spielen so herrlich erdig, rau, unbekümmert, natürlich, ursprünglich, rootsig, stets tief verwurzelt in den texanischen Outlaw-Traditionen, scheren sich einen Dreck um irgendwelche kommerziellen Trends, lassen sich nie von ihrem Weg abbringen und wirken dabei doch so wunderbar erfrischend, zeitgemäß und vital. Es ist die helle Freude, all diese Songs (ein Lied ist stärker als das andere), mit ihren tollen Arrangements, Melodien und Gesangsperformances zu genießen - ob rootsig rockig oder "pure Texas Country". Zu Beginn geht es erstmal richtig kraftvoll zu. Den Auftakt bildet der famose, mit massiver elektrischer Energie (starke E-Gitarren) ausgestattete Country-/Rootsrocker "Moanin' of the midnight train", einer saustarken Butch Hancock-Komposition, hier aber grandios vorgetragen von Joe Ely. Bevorzugtes Instrument in dem dreckigen, rauen, dennoch absolut melodischen, musikalischen Geschehen ist eine brodelnde, ja glühende Lap Steel-/Slide-Gitarre. Das Solo gegen Ende brillant. Ein Hammer-Auftakt. Demgegenüber präsentieren die Flatlanders aber auch ein paar herrliche Eigeninterpretationen wunderbarer, alter "Country-Schinken", die sie in erfrischender Weise mit ihrem rauen Texas-Charme aufpeppen, ohne dabei die reinen, ursprünglichen Country-Traditionen auch nur ansatzweise zu verbannen. Hinreißende Beispiele dafür sind u. a. die großartige, flotte, uralte Tex Ritter-Nummer "Long time gone" (schönes Dobro-/Pedal Steel-Ambiente, feine Harmonies), Paul Siebel's, von Jimmie Dale Gilmore klasse vorgetragener, purer Honky Tonker "The Ballad of Honest Sam", oder die Killer-Version des 1957 entstandenen Johnny Cash-Klassikers "Give my love to Rose", der hier, blendend vorgtragen von Butch Hancock, genauso vertraut, wie einer rundum erfolgreich verabreichten Frischzellenkur unterzogen, wirkt. Ganz großartig sind zum Beispiel auch die schön knackige, rockig rootsige Version von Bob Dylan's "She belongs to me", die mit jeder Menge Southern-Flair und einem schöne Outlaw-Feeling ausgestattete, knackige Fassung von Mickey Newbury's "Mobile Blue" (wunderbare, vielschichtige Gitarren), wie auch das exzellent interpretierte, ewig junge "Sittin' on top of the world". Was die Flatlanders auch anpacken, es passt einfach. Der Sound ist im übrigen exzellent abgemischt und produziert. Ein Genuß! Ely, Gilmore und Hancock haben noch einmal einen ganz großen Wurf gelandet. Das ist allerfeinste, beeindruckendste Texas Roots-/Americana-/Countyrrock-/Country-Kunst.

Das komplette Tracklisting:

1. Moanin' of the Midnight Train - 4:18
2. Long Time Gone - 2:53
3. Snowin' on Raton - 3:43
4. She Smiles Like a River - 2:44
5. Love, Please Come Home - 2:56
6. Give My Love to Rose - 2:57
7. Treasure of Love - 2:08
8. Satin Shoes - 3:57
9. The Ballad of Honest Sam - 4:02
10. Mama Does the Kangaroo - 3:11
11. She Belongs to Me - 3:47
12. I Don't Blame You - 3:33
13. Mobile Blue - 2:47
14. Ramblin' Man - 3:24
15. Sittin' on Top of the World - 4:24

Art-Nr.: 10350
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Moanin' of the midnight train
Long time gone
She smiles like a river
Love please come home
Give my love to Rose
The Ballad of Honest Sam
Mobile Blue
Sittin' on top of the world

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Ingram, Christone Kingfish - 662 [2021]
Er ist definitiv "the next big thing" in Sachen Gitarren-Bluesrock! Tolles, neues Album, produziert von Tom Hambridge.

Hier die offizielle Produktbeschreibung:
Der beliebteste Blueskünstler seiner Generation und Alligators meistverkaufter Künstler veröffentlicht die mit Spannung erwartete Fortsetzung seines Grammy nominierten Debüts Kingfish aus dem Jahr 2019. Neben seiner Grammy-Nominierung erhielt das Album fünf Blues Music Awards und vier Living Blues Awards, darunter das Album des Jahres in beiden Wettbewerben. Und Ingram hatte die Ehre, als Breakout-Künstler zum NPR Music Slingshot Artist ernannt zu werden.
662 (die Vorwahl seines Mississippi Delta Stomping Grounds) ist ein kraftvolles und persönliches Album. Die Texte spiegeln Ingrams neu entdeckte Reife wider und wie Ihre Wurzeln inspirieren, wohin Sie gehen. Musikalisch liefert die Platte eine Menge der tiefen, viszeralen Ingram-Gitarrenmagie, die seine Fans lieben, und treibt eine brennbare Mischung aus geschmolzenem Blues-Rock, Down-Home-Shuffles und souligen Grooves an.

Das komplette Tracklisting:

1. 662
2. She Calls Me Kingfish
3. Long DIstance Woman
4. Another Life Goes By
5. Not Gonna Lie
6. Too Young To Remember
7. You're Already Gone
8. My Bad
9. That's All It Takes
10. I Got To See You
11. Your Time Is Gonna Come
12. That's What You Do
13. Something In The Dirt
14. Rock & Roll (Bonus Track)

Art-Nr.: 10353
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Knowles, Davy - three miles from avalon [2016]
Der von der Isle Of Man stammende, ehemalige Back Door Slam-Leader Davy Knowles gilt als einer der talentiertesten und versiertesten Gitarristen der jungen Bluesrock-Garde. Peter Frampton beispielsweise sagt über ihn: "Davy already has a recognizable style. He’s definitely the gunslinger guitarist of the 21st century". Quasi als "Appetizer" für Knowles' neues Album "What happens next", das am 22.10.2021 erscheinen wird, dürfen wir jetzt erstmals auch sein bislang gar nicht so leicht oder nur recht teuer zu bekommendes, fantastisches Werk "Three miles from Avalon" aus dem Jahre 2016 anbieten, das möglicherweise der ein oder andere Interessierte unter unseren Kunden bislang noch nicht in seiner Sammlung hat. Was ist das für ein klasse Album! Die musikalischen Wurzeln des mittlerweile in Chicago/Illinois lebenden Davy Knowles liegen gleichermaßen im klassischen, traditionellen Blues, wie auch im (bluesigen) Classic Rock der frühen Siebziger Jahre, was er auch sehr deutlich in dem durchweg sehr starken Songmaterial von "Three miles from Avalon" zum Ausdruck bringt. Kochenden, schnörkellosen, straighten Rockern und ungemein inspirierten, satten Bluesnummern, steht auch mal eine hinreißende, bluesige Classic Rock-Ballade gegenüber, wobei er sich bei seinen Songs darüber hinaus gern mal ein paar progressiver, folkiger und/oder sogar southernrockiger Tendenzen bedient. Er bringt das alles super unter einen Hut, doch, wie gesagt, Classic Rock und Blues bilden die musikalische Basis. Das Songmaterial, bis auf eine packende, knapp 12-minütige Coverversion von Willie Dixon's "What in the world", alles Eigenkompositionen von Knowles, ist durchweg exzellent. Davy Knowles ist einfach ein musikalisches Multitalent, ein vorzüglicher Songwriter, ein wirklich toller Sänger und eben ein herausragender Gitarrenzauberer. Der Bursche spielt wie eine mitreißende Mischung aus Eric Clapton, Robert Cray, Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughan und Rory Gallagher. Seine virtuosen und vielseitigen, oft sehr kraftvollen, fetten, aber auch mal ruhigeren Soli stecken voller Leidenschaft, voller Fauer und voller Seele. Doch trotz höchster Gitarrenkunst stellt sich Knowles niemals zu sehr in den Mittelpunkt, sondern lässt auch seinen Band-Kollegen (Quartett-Besetzung), vor allem Keyboarder Andrew Toombs, viel Freiraum sich zu entfalten. Gerade Lead Gitarre und Orgel ergänzen sich herausragend gut. Die glänzend aufgelegte Rhythmusfraktion, Bryan Doherty am Bass und Michael Caskey am Schlagzeug, sorgt für den perfekten Unterbau. Den Auftakt dieser tollen Scheibe macht das starke, voller Dynamik und Tempo nach vorn rockende "Ain't much of nothin'". Wie praktisch alle Songs, glänzt auch diese Nummer mit einer klasse hängen bleibenden Struktur und Melodik. Sofort fällt das schon erwähnte kongeniale Zusammenspiel zwischen Lead Gitarre und Hammond Orgel auf, wobei Knowles im Break gleich mit einem glühenden, magischen Gitarrensolo punktet. Zieht einen unmittelbar in seinen Bann. Mit leicht funky angehauchten Riffs, einem Hauch von Retro-Soul und viel Classic Rock-Feeling grooven sich die Jungs anschließend in das straighte, kräftige "What you're made of". Erneut beeindrucken die Melodie, die prächtige Orgel und Knowles' "geile" Soli. Mit dem folgenden, famosen "Falling apart" wird das Tempo dann erst einmal auf Slow Blues-Niveau heruntergefahren, doch die Energie bleibt hoch. Klassische Slow-Blues-Tendenzen treffen auf schwergängige, fast schon heavy wirkende, Led Zeppelin-affine Classic Rock-Licks aus parallel agierenden E-Gitarre und Bass. Knowles' Gesangsvortrag ist große Klasse, sein Gitarrenspiel, inkl. Solo, einfach super. Mit einer guten Portion Southern-Würze kommen das kompakt und swmpig stampfende "Never gonna be the same" (klasse Slideguitar), das flotte, flüssige, rootsige "Gov't row" (die Gitarrenarbeit erinnert gar ein wenig an die guten, alten The Outlaws), sowie der mächtige Mississippi Bluesrock-Stampfer "Oxford, MS" (straffe Riffs, rollende Orgelklänge, glühendes Gitarrensolo). Das großartige, balladeske Titelstück "Three miles from Avalon" ist ein Musterbeispiel für die Zusammenführung von bluesigen Strömungen und dezent progressiven, klassischen, Seventies Rock-Strukturen - alles mündend in einem fulminanten Gitarrensolo am Ende. Das abschließende, umwerfende "What in the world" haben wir oben schon erwähnt. Nur soviel noch dazu: Das ausgedehnte, exquisite Hammond Orgel-Solo von Toombs und Knowles' Gitarrensolo sind ein beeindruckender Nachweis dafür, mit welch exzellenten Musikern wir es hier zu tun haben. Fazit: Davy Knowles und seine Band mit einem Classic Rock angehauchten Bluesrock-Killerteil, dem nan sich kaum entziehen kann.

Das komplette Tracklisting:

1. Ain't Much of Nothin' - 4:52
2. What You're Made Of - 3:55
3. Falling Apart - 4:57
4. Never Gonna Be the Same - 2:42
5. Gov't Row - 3:14
6. Oxford, Ms - 3:18
7. Three Miles from Avalon - 4:26
8. What in the World - 11:45

Art-Nr.: 10401
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ain't much of nothin'
What you're made of
Falling apart
Never gonna be the same
Gov't row
Three miles from Avalon
What in the world

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Linden, Colin - blow [2021]
Der aus Toronto stammende Colin Linden, hoch dekorierte kanadische Rootsmusic-Institution, begnadetes Gitarren-Ass, Sänger und Songschmied der fantastischen Blackie and The Rodeo Kings, ein Vollblut-Musiker par excellence, beglückt uns mit einem grandiosen, neuen Album. "bLOW", so heißt das Teil, ist sein nunmehr 14. Solo-Album in 40 Jahren, und erstmals hat er ein Album eingespielt, das er komplett seiner ursprünglichen Inspiration, dem Blues, widmet. Diese Inspiration geht zurück in das Jahr 1971, als Linden im Alter von nur 11 Jahren seinem Idol Howlin Wolf begegnete, der damals, nach einer im Nachhinein richtungsweisenden Unterhaltung, zu ihm sagte: "I’m an old man now, and I won't be around much longer. It’s up to you to carry it on". Und was wurde daraus für eine Karriere. Linden hat mittlerweile auf über 500 Alben gespielt, hat 140 produziert, heimste 25 Juno-Nominierungen ein, wovon er 9 gewann, und erhielt im vergangenen Jahr 2020 nun auch seinen ersten Grammy für die Prouktion von Keb Mo's Album "Oklahoma" in der Kategorie "Best Americana Album". Wie gesagt, "bLOW" (Linden hat beim Albumtitel die Schreibweise seines kleinen Neffen übernommen, die dieser beim Cover-Entwurf verwendete), ist im Wesentlichen ein Blues-Album geworden, wobei Linden allerdings seine vielseitigen Rootsrock-, Americana-, Folk-, Southern-, und Rock'n Roll-Einflüsse genüßlich mit einbezog. So entstand ein geradezu magisches, ungemein raues, dreckiges, mit viel Southernwürze angerührtes Gebräu aus brodelndem, swampigem, stark Gitarren-orientiertem Bluesrock und jeder Menge trockener, staubiger, zum Teil sehr melodischer Roots-/Americana-Zutaten. Was Linden und seine prächtig aufspielenden Mitstreiter (u. a. Gary Craig und Paul Griffith - drums, Dave Jacques - bass, Kevin McKendree - paino & organ, Mickey Raphael - harmonica) hier abliefern, ist ein wahres, swampiges, southern-infiltriertes, teils sogar jammig anmutendes Blues-/Roots-Fest der Extraklasse. Linden's Gesang ist vorzüglich, sein exzellentes, fettes E-Gitarren- und Slide-Spiel, alles ursprünglich und rau gehalten, steckt voller Energie. Los geht's mit dem brodelnden, schön dreckigen, mit einem klasse, Bo Diddley-mässigen Groove unterlegten, furiosen Southern-/Swamp-Blues "4 cars", vollgepackt mit rührenden Slideguitar-Licks und dezent psychedelisch anghauchten, messerscharfen Lead-Gitarren-Klängen. Tolles Drumming! Linden's Gesang kommt ebenfalls schön dreckig. Es entwickelt sich ein kraftvoller, klasse Drive. Die Sümpfe kochen! Und der Zuhörer ist auf's Positivste angefixt - großartig! Saustarke Nummern, wie etwa das powernde, shuffelige "Ain't no shame" (massive, energetische Gitarrenarbeit), das Hill Country Blues-imfizierte, ein wenig an die North Mississippi Allstars erinnernde "Boogie let me be" (sehr dynamisch, wunderbar dreckige, sumpfige E-Gitarren-Riffs), oder das treibende Titelstück "Blow" bieten uns allergrößte "alligator kicking" Midtempo Swamp Blues-Lust mit Suchtpotential. Mit dem famosen "Until the heat leaves town" biegt Linden dann mal mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit und Klasse, bei Wahrung des bluesigen Fundaments, genußvoll in Richtung Roots-/Americana-Rock ab. Eine tolle Melodie und ein wunderbar erdiges Ambiente bestimmen das von feinsten Acoustic Gitarren-Riffs und wunderbarem Mundharmonika-Spiel bestimmte Geschehen, dessen ansonsten eher bedächtigen Rahmen der Meister im Mittelteil mit einem ultra rauen, dominanten, aber super passenden E-Gitarren-Solo unterbricht. Viel Southern-Soul und ein Hauch von Gospel vereinen sich in dem balladeslken, sehr schönen Roots-Blues "When I get to Gallilee", das ein gewisses Little Feat- und The Band-Flair ausstrahlt. Sehr stark hier der melodische, Orgel unterlegte Refrain, Linden's bluesiges Acoustic Gitarren-Picking (parallel zum Gesang), und die gegen Ende einsetzende, dreckige E-Gitarre. Mit dem 7-minütigen "Change don't come without pain" schließlich, bieten uns Colin Linden und seine Band auch noch einen geradezu umwerfenden, klassischen, schwergängigen "Twelve-Bar Slow Blues" an, der veredelt ist mit einem ausgedehnten, 4-minütigen, jammigen Pracht-Gitarrensolo Linden's, das gar ein wenig an Warren Haynes zu erinnern scheint. Fantastisch auch der flotte, dynamische, von einem feinen Memphis-Feeling begleitete, abermals leicht Bo Diddley-angehauchte Roots-/Bluesrocker "Right shoe wrong foot" (animiert unweigerlich zum Tanzen und "Mitzappeln", klasse Melodie), wie auch der, das Album herausragend abschließende, mit toller, ausgewogener Gitarren-/Orgel-/Dobro-Begleitung (prächtiges, slidendes Solo, klasse Bluesharp, herrliche Melodie), inszenierte, die Pandemie thematisierende Midtempo-Bluesrocker "Honey on my tongue". Mit "bLOW", übrigens veröffentlicht auf "Highway 20 Records", dem Label seiner langjährigen Freundin Lucinda Williams, gelingt Colin Linden ein kleiner Geniestreich. Was vor 50 Jahren mit seinem Mentor Howlin Wolf begann, setzt Linden heute, bei aller Wahrung der Tradition, voller Seele, Leidenschaft und Enthusiasmus, sowie unter Einbeziehung seiner vielseitigen musikalischen Entwicklung, auf natürlichste und ehrlichste Art und Weise fort. Große Leistung eines großen Musikers.

Das komplette Tracklisting:

1. 4 Cars - 3:29
2. Ain't No Shame - 4:06
3. Until the Heat Leaves Town - 3:33
4. Angel Next to Me - 3:39
5. Boogie Let Me Be - 3:35
6. When I Get to Galilee - 5:01
7. Blow - 4:19
8. Change Don't Come Without Pain - 7:03
9. Right Shoe Wrong Foot - 3:08
10. Houston - 4:31
11. Honey on My Tongue - 4:45

Art-Nr.: 10393
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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4 cars
Ain't no shame
Until the heat leaves town
Boogie let me be
When I get to Gallilee
Change don't come without pain
Right shoe wrong foot
Honey on my tongue

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Long, Jonathon - parables of a southern man [2021]
Wunderbares, neues Album des meisterhaften, so herrlich flüssig und "soulful" aufspielenden Gitarrenvirtuosen Jonathon Long aus Baton Rouge/Louisisana. Durchaus dem Bluesrock zuzuordnen, ist Long, dem Albumtitel entsprechend, ein "Southern Man" durch und durch, der dies mit seiner fantastischen Musik aus tiefstem Herzen und voller Überzeugung, ganz natürlich, auf angenehmste Art und Weise, ohne jeglichen überzogenen und fragwürdigen Patriotismus, auslebt. So finden wir auf diesem Album eine prächtige, gesunde Mischung aus Bluesrock und Southern Rock, swampigem Louisiana Blues, Southern Americana, Rootsrock und auch mal einem Hauch von Gospel. Sämtliche Songs des Albums reflektieren seine Louisiana- und Southern-Herkunft deutlich. Long gilt in seiner Heimat als ehemaliger Gitarren-Wunderknabe, der im Alter von sechs Jahren mit dem Gitarrespielen begann. Ein paar Jahre später stand er schon mit den lokalen Größen Kenny Neal, Rudy Richard und Lil Ray Neal auf der Bühne des "Swamp Mama’s". Mit 14 tourte er regional mit der Louisiana-Ikone Henry Turner und mit 22 gewann er den "King of the Blues"-Award für den besten "unsigned blues guitar player" in den USA. Heute gilt Jonathan "Boogie" Long (seinen Sptznamen "Boogie" verwendet er bei seinen aktuellen Veröffentlichungen nicht mehr) selbst als einer der Größen Louisiana's mit einer ordentlichen Fanbase hinter sich, allen voran Samantha Fish, die auch das neue Album wieder produzierte und über ihr "Wild Heart Records"-Label herausbrachte. Long's exzellentes Gitarrenspiel steckt, wie auch seine Songs, voller Seele und Emotionen. Es ufert nie in unübersichtliches Gefrickel aus, ist klar, geschmeidig, locker, lässig, gefühlvoll, melodisch, dennoch erdig, quirlig, voller Energie und Feuer und, wie gesagt, äußerst virtuos. Und es klingt stets southern. Von ähnlicher Klasse ist aber auch sein vorzüglicher Gesang, der zu Lasten seines so starken Gitarrenspiels oft viel zu wenig Beachtung findet, ähnlich wie sein außergewöhnlich gutes Singwriting. Unterstützt wird er von einer tollen Begleitband, bestehend aus Nicholas David an den Keyboards, Charlie Wooton (u.a. ex Royal Southern Brotherhood) am Bass sowie Scott Graves an den Drums. Das Album beginnt mit dem traumhaft melodischen, swampig bluesigen, aber auch ein gewisses Americana-Flair verbreitenden, hinreißenden Southern Rocker "Madison Square Garden", in dem er seinen Traum von einem Auftritt vor den vollbesetzten Rängen der berühmtesten Location Amerikas besingt. Long's toller Gesang wird von seinen herrlichen, gefühlvollen Slideguitar-Licks begleitet, dazu eine hintergündige Orgeluntermalung und schließlich ein umwerfendes Slideguitar-Solo. Long's Spiel klingt hier fast ein wenig nach Derek Trucks. Was für eine tolle Auftaktnummer, die wunderbar verdeutlicht, dass Jonathon Long nicht nur den Blues solcher Legenden wie Buddy Guy, Slim Harpo und Lazy Lester im Blut, sondern auch den Geist der The Allman Brothers Band, The Marshall Tucker Band und Lynyrd Skynyrd's verinnerlicht hat. Weitere, wunderbare "Parabeln eines Southern Mans" bekommen wir beispielsweise mit dem knackigen, dramaturgisch zwischen leiseren und kraftvolleren Momenten pendelnden, mit längeren, zündenden Gitarrenläufen und -soli gespickten Blues-/Southern Rocker "The ride", dem fulminanten Boogie-/Blues-Rock'n Roller "My kinda woman" (rattenscharfer Drive, sehr vitales, quirliges Gitarrensolo), dem voller Southern Soul steckenden, bluesigen, von einer wundervollen Melodie durchzogenen "Pain" (starker Gesang, glühendes, locker "aus dem Ärmel geschütteltes" Gitarrensolo, schöne Pinao- und Orgel-Klänge), dem etwas funky und wieder schön southern groovenden "All I need", dem voller Energie steckenden, schnörkellosen Southern Rocker "Dangerous" (feurige Gitarrenarbeit), dem emotionalen, kraftvollen, mit viel Southern Gospel inszenierten Bluesrocker "Savior's face", oder auch dem wunderschönen, soulful Slow Blues "That ain't love" serviert. Jonathan Long überzeugt mit diesem Album auf ganzer Linie. Es ist der nächste, höchst gelungene Entwicklungsschritt eines überaus talentierten Künstlers, endlich Zugang zu einem breiteren Publikum zu finden. Tolle Gitarren, starker Gesang, klasse Songs "and a lot of Blues- and Southern-Spirit". Was will man mehr?

Das komplette Tracklisting:

1. Madison Square Garden - 4:59
2. The Ride - 3:53
3. My Kind of Woman - 2:33
4. Pain - 3:07
5. Landline - 3:50
6. All I Need - 4:23
7. Dangerous - 3:07
8. Savior's Face - 5:10
9. My Kind of Crazy - 3:37
10. That Ain't Love - 4:04
11. Cheap Romance - 3:22
12. Jenny - 4:15

Art-Nr.: 10348
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Madison Square Garden
The ride
My kinda woman
Pain
All I need
Dangerous
Savior's face
That ain't love

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