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Boland & The Stragglers, Jason - the light saw me [2021]
"This album isn't just another album from Jason Boland & The Stragglers. It's a magnum opus of the highest creative order", sagt Shooter Jennings, der "The light saw me", das nunmehr 10. Album von Jason Boland und seiner famosen Band, den Stragglers, produzierte - ein Meisterwerk genauso reiner, traditioneller, wie progressiver Countrymusic. Boland & Co. haben sich diesmal an ein Konzeptalbum herangewagt, dessen lyrische und musikalische Umsetzung ihnen herausragend gelungen ist. Thema: "Aliens im Wilden Westen"! Erzählt wird die Geschichte eines texanischen Cowboys in den späten 1890iger Jahren, der das weite, unberührte, wilde Land Texas' durchquerte, als er von einer Horde Außeridischer entführt wird. Ihm gelingt die Flucht, er kehrt zurück ins irdische Leben, findet sich aber in der Zukunft, 100 Jahre später, wieder und sucht verzweifelt nach seiner inzwischen verstorbenen Frau. Was für eine verrückte Geschichte, die die großartige Truppe aus Oklahoma absolut fesselnd umsetzt. Das Album ist ein Musterbeispiel dafür, wie abwechslungsreich und fortschrittlich Classic Country heute klingen kann, mitreißend inszeniert von einer Band, die ihren Ideenreichtum mit ganzer Pracht und frei von jeglichen kommerziellen Zwängen voll und ganz ausspielen kann - und das auf einem verdammt hohen Niveau. Sie bauen einen aufregenden musikalischen Spannungsbogen auf, der von der ersten bis zur letzten Minute nicht nachlässt. Traditioneller, oft voller Outlaw-Feeling steckender Country durch und durch, bildet die Basis der Songs, wobei die Band zum einen immer wieder eine herrlich rockige Energie einfließen lässt, zum anderen mit kleinen musikalischen Überraschungen (dezenter cineastischer Hall, leicht psychedelische, spacige Klänge) der thematischen Science-Fiction-Symbolik voll und ganz gerecht wird. Diese Kombination passt wie die sprichwörtliche "Faust aufs Auge", zumal die Band stets mit klaren Songstrukturen, sowie wunderbaren Melodien und Harmonien glänzt. Klassische Countryinstrumente, wie Fiddle, Pedal Steel und alle Arten von Gitarren bestimmen das musikalische Geschehen. Man spürt zu jeder Sekunde die Intensität, aber auch die Leidenschaft, Hingabe und unbändige Spielfreude, mit der die Jungs zu Werke gehen. Mit einem dramatisch inszenierten Intro, inkl. erzählerischer Einleitung, startet der packende Opener "Terrifying nature", der sich aber nach wenigen Sekunden zu einer umwerfenden, ungemein melodischen, genauso erdigen, wie kraftvollen Outlaw Countryrock-Nummer entwickelt, die auf fantastische Art und Weise pure Outlaw Country-Tradition mit ganz dezenten, perfekt zur Storyline passenden, futuristischen Klangsplittern vereint. Coole, leicht hallige E-Gitarrenriffs, tolle Pedal Steel, ein klasse Fiddle-Solo, der hypnotisch schöne Refrain und Boland's eczellenter, lässiger, authentischer, ein herrliches, angenehmes "Laid Back"-Feeling ausstrahlender Gesang bilden den musikalischen Rahmen dieses super Auftakts. Und so zieht sich das in dieser Art ubd Weise durch das komplette Album , ohne auch nur den Hauch einer Schwachstelle. Aufregend! Mit dem Titelstück "The light saw me" geht es weiter. Kommt ähnlich rockig, aber erneut sehr traditionell in der Basis, bestimmt von satten E-Gitarrenriffs, aber auch von großartigen Fiddle- und Pedal Steel-Klängen und abermals einer klasse Melodie.. Auch "A tornado & the fool" entwickelt einen ordentlich abgehenden Drive. Traditionell verwurzelter, abermals voller Outlaw-Feeling steckender Texas Red Dirt-Country voller herrlicher, saftiger E-Gitarrenriffs, die die starken Fiddle- und Pedal Steel-Soli im Break wunderbar unterstützen. Großartig auch der leicht psychedelisch arrangierte Refrain. Zum Ende der Nummer spielt sich die Band gar in einen kleinen jammingen, rockigen, gitarrenlastigen Instrumentalrausch. Eine erste, wundervolle, lupenreine Countryballade im 3/4-Takt servieren uns die Jungs mit dem herrlichen "Here for you". Vielschichtige Gitarren, eine fein surrende Fiddle, dezente Orgel-Fills und exzellente Pedal Steel-Linien bestimmen das Geschehen. Nach abermals zwei spannend instrumentierten Erzähl-Intermezzi geht es im zweiten Teil des Albums unsgesamt ein klein wenig ruhiger zu. Balladeske Klänge überwiegen, wie zum Beispiel bei dem, abermals auf famose Art und Weise traditionelle und progressive Klangwelten miteinander vereinenden "Straight home", einer Red Dirt Country(rock)-Nummer vom Allerfeinsten. Toll hier wieder die vielseitigen Gitarren, wie auch die großartigen Mandolinen-, Fiddle- und Pedal Steel-Klänge, alles eingebunden in ein unterschwelliges, ganz leichtes Spaghetti Western Feeling. Es folgen die superschöne, hinreißend melodische, kristallklar instrumentierte (Gitarren, Mandoline, Pedal Steel, Fiddle) Countryballade "Restless spirits", sowie das herrlich lockere, flockige, ein feines Retro-Flair ausstrahlende, traumhaft melodische (prächtiges Pedal Steel-Solo) "A place to stay", bis das Album mit dem starken, knackigen, sehr gefälligen, gut gelaunten und ebenso gut tanzbaren Instrumental "Faux reel" endet. Ein Countryalbum wie kein anderes! Einzigartig! Jason Boland & The Stragglers auf auf dem "Traditional and Progressive Country SciFi Red Dirt-/Outlaw-Trip - ein genialer, kleiner Geniestreich! Ganz sicher eines der besten Countryalben das Jahres 2021! Sehr schön auch das aus thematisch passenden, großartigen Comic-Zeichnungen gestaltete Digipack-Cover!

Das komplette Tracklisting:

1. Terrifying Nature - 4:57
2. The Light Saw Me - 3:12
3. A Tornado & The Fool - 5:47
4. Here for You - 4:51
5. Transmission Out - 2:03
6. Transition In - 1:58
7. Future - 3:33
8. Straight Home - 4:26
9. Restless Spirits - 3:32
10. A Place to Stay - 3:22
11. Faux Reel - 2:55

Art-Nr.: 10484
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Terrifying nature
The light saw me
A tornado & the fool
Here for you
Straight home
Restless spirits
A place to stay
Faux reel

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Brown Band, Zac - the comeback [2021]
Wow! Das siebte Album der aus Atlanta/Georgia stammenden, grandiosen Zac Brown Band bedeutet nicht mehr und nicht weniger als einen absoluten, neuen Höhepunkt in deren schillernder Karriere. "The comeback", so der Albumtitel, suggeriert die langsame Rückkehr zur Normalität nach den schweren, pandemiebedingten Zeiten, verbunden mit dem ungezügelten Optimismus auf eine "leuchtende" Zukuft. Die Fans der Band dürfen den Albumtitel jedauch auch als eine eindeutige, ganz klare Rückkehr ihrer Lieblinge zu den Zeiten ihrer ersten drei/vier Alben verstehen, denn die ungewöhnlichen, elektronischen Sounds von "Jekyll + Hide" und "The Owl" gehören mit dem neuen Werk erst einmal wieder der Vergangenheit an. Alles ist wieder wie bei "The foundation" und den umittelbar darauf folgenden Werken. Da ist er wieder, dieser "luftige", handgemachte Country der Band, den sie in der Lage ist so unwiderstehlich, über seine Grenzen hinaus auszuloten, so variabel und kreativ, wie nur möglich zu gestalten, wie es kaum einer anderen Band gelingt. Diese herrliche Musik ist klar verwurzelt im Country, aber sie ist genauso im Roots-, Americana-, Southern- und auch im Jam Rock-Bereich zu Hause und das seit vielen, vielen Jahren, lange bevor sich der ganz große kommerzielle Erfolg einstellte. Sie strotzen auf dem neuen Album nur so vor Frische, zeigen ihre beeindruckende Spielkultur und Spielfreude, ihre natürlichen Roots und ihre Lockerheit. Das alles ist die pure Wonne: Die traditionll verwurzelten Country-Fundamente, der natürliche Southern Rock-Spirit, die ungezwungenen. jammigen Instrumental-Breaks, die Leichtigkeit, das Buffett-ähnliche Ocean-/Karibik Flair und diese traumhalft ins Ohr gehenden Melodien. Zu den Highlights eines überragenden Albums zählen der hinreißend melodische, sonnige, hymnische Countryrocker "Slow burn" (Pedal Steel, klasse E-Gitarren), die wunderbar karibisch angehauchten, lockeren, herrlich frischen Nummern "Same boat" und "Paradise lost on me", das fluffige, southern-folkige, wunderschöne "Wild palomino", der hoch melodische Gitarren-Countryrocker "The comeback", der satte Southern Rocker "GA clay", das lässig lockere, sicher auch im Repertoire von Midland gut unterzubringende "Old love song", der kernige, fette Southern Rocker "GA clay", die schöne Midtempo Countrynummer "Closer to heaven" mit Jazz Singer-Songwriter Gregory Porter als Duett-Partner, bis hin zu dem über 7-minütigen, umwerfenden, sich zwischen Country, Blues und jammigem Southernrock bewegenden, mit dem famosen Marcus King eingespielten "Stubborn pride" (irre Gitarrensoli, grandiose Gesangsperformance von Brown und King). Die Zac Brown Band spielt in einer ganz eigenen Country-Liga - und das auf höchstem Niveau. "The comeback" unterstreicht dies einmal mehr auf beeindruckendste Art und Weise. Ein brillantes, neues Album.

Das komplette Tracklisting:

1. Slow Burn - 3:32
2. Out in the Middle - 2:46
3. Wild Palomino - 3:18
4. Us Against the World - 3:12
5. Same Boat - 3:10
6. Stubborn Pride (feat. Marcus King) - 7:08
7. Fun Having Fun - 3:40
8. The Comeback - 3:19
9. Old Love Song - 3:31
10. Any Day Now - 3:13
11. Paradise Lost on Me - 2:24
12. GA Clay - 3:42
13. Love and Sunsets - 3:40
14. Closer to Heaven (feat. Gregory Porter) - 3:58
15. Don't Let Your Heart - 3:18

Art-Nr.: 10426
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Castro, Tommy - a bluesman came to town [2021]
"Tommy Castro is one of the brightest stars in the blues-soul genre. Voracious blues energy and ultimate soul power, impassioned vocals and pure inventiveness in his stellar guitar solos", schreibt beispielsweise das renommierte Blues Music Magazine, und die Washington Post sagt: "Soul-baring, roadhouse-meets-church, Memphis guitar licks, gritty voice, Southern colors and rootsy textures". Die Fachwelt ist sich einig: Der in San Jose/Californien geborene und aufgewachsene, exzellente Gitarrist und großartige Sänger und Songwriter Tommy Castro gehört mit seiner unwiderstehlichen, magischen Mixtur aus vorzüglichem "funky Southern Soul, Big City Blues and Classic Rock" zu den etabliertesten, respektiertesten und verehrtesten Künstlern des Bluesrock-Genres der letzten, gut 25 Jahre. Mit "A Bluesman Came to Town" (Untertitel "A Blues Odyssey") legt Castro nun ein geradezu meisterhaftes, neues Album vor, das ihn in bestechender, musikalischer Verfassung zeigt. Eingespielt in den Switchyard Studios von Nashville/Tennessee unter der exzellenten Produktion von Tom Hambridge (u. a. Buddy Guy, George Thorogood, Delbert McClinton, Gregg Allman) handelt es sich um eine Art Konzeptalbum, das die Geschichte eines in einem kleinen Provinznest lebenden, jungen Mannes erzählt, in dessen Städtchen eines Tages ein Gitarre spielender "Bluesman" auftaucht. Von diesem Tag an veränderte sich das Leben dieses jungen Mannes schlagartig, das "Bluesvirus" hatte ihn infiziert. Er besorgte sich eine Gitarre, lernte, zog aus in die weite Musiker-Welt, war fortan nahezu stetig "on the road". Eine wunderbare Geschichte, ohne Zweifel ein wenig autobiographisch und inspiriert von den Erfahrungen vieler Musikerkollegen, musikalisch geradezu perfekt umgesetzt. Derartige Konzeptalben funktionieren eigentlich nur, wenn, trotz des zusammenhängenden Handlungsstranges, jeder Track auch für sich alleine steht - und genau das ist hier zu 100% der Fall. Welche Nummer man sich auch herauspickt, sie hat auch ihre eigene Geschichte aus dem Lebenslauf dieses jungen Musikers. Das Songmaterial ist grandios. Produzent Hambridge hat eine Reihe der besten Studio-Cracks Nashville's mitgebracht (er selbst spielt Schlagzeug ,dazu Rob McNelley an der zweiten Gitarre, Kevin McKendree an den Keyboards und Tommy MacDonald am Bass), die Castro herausragend begleiten. Diese "Nashville Gang" bringt eine Menge Southern-Flair in die Songs. Tommy Castro selbst glänzt mit sehr starkem Gitarrenspiel und immer wieder mit ganz wunderbaren, genauso zündenden wie messerscharfen, auf den Punkt gebrachten Soli. Sein voller Seele steckender Gesang war nie besser! Der Songreigen startet mit dem famosen, rootsigen Midtempo-Bluesrocker "Somewhere", gleich eine Nummer, die vor Southern-Flair nur so trieft. Kräftige, swampige Riffs, wunderbare Mundharmonika-Klänge von Wet Willie's Jimmy Hall, der hier als Gast mitwirkt, dazu ein großartiger, steady Groove und herrlich schwüle Slideguitar-Licks, inkl. eines prächtigen Solos, sowie eine uns sofort mitnehmende, exzellente Melodie. Castro und seine Begleitmusiker sind von Beginn an mit viel Leidenschaft, Seele und spürbarer Spielfreude am Werk. Ein Auftakt vom Allerfeinsten! Nicht minder stark geht's mit dem Titelstück "A bluesman came to town" weiter. Castro's exquisite Gitarrenbegleitung zu dem erneut schön rootsigen und southern inspirierten Groove, in Verbindung mit McKendree's schönen Wurlitzer-Klängen, ist ein einziger Genuß. Kein wildes Gefrickel, sondern punktgenaues, virtuoses, durchdachtes, geradliniges, erdiges Spiel, das den Zuhörer geradezu magisch umgarnt. Herrlich! Mit dem furiosen, soulful Roadhouse-Bluesrocker "Child don't go" wird das Tempo anschließend kräftig angezogen. Castro singt hier im Duett mit der stimmgewaltigen Terrie Odabi. Ein temporeicher Drive, klimperndes Honky Tonk-Piano und dynamische Gitarren sorgen für ordentlich Furore. Anschließend steht die hinreißende, lockere, voller Southern-Soul und Retro-Flair steckende Ballade "You to hold on to" auf dem Programm, die u. a. mit einer unwiderstehlichen Melodie punktet. Wieder hören wir dezente Wurlitzer-Klänge, eine hintergründige Orgel und fantastische Gitarrenlinien mit einem Solo, das unsere Ohren regelrecht verzaubert. Nach dem anschließenden, drückenden, hitzigen, fetten Funk-/Blues-Kracher "Hustle", folgt mit dem kraftvollen "I got burned" ein bärenstarker, traditionell verwurzelter, ein wenig Stevie Ray Vaughan-beeinflusster Shuffle-Blues, der, unaufhaltsam wie ein "dampfendes Stahlroß" nach vorn groovt. Enthält ein powerndes, ausgedehntes Gitarrensolo, sowie prächtig passendes, antreibendes Piano-Geklimper, Welch ein Drive! Sehr viel Southern-Feeling und gar ein paar psychedelische Vibes versprüht der balladeske, recht locker groovende, dennoch viel Kraft ausstrahlende Roots-/Bluesrocker "Draw the line", dessen erdige, dabei messerscharfe Gitarrenlinien mit Castro's tollem Lead Gesang abermals eine wunderbar harmonische Einheit bilden. Mit der ganz wunderbaren, hoch melodsichen Soul-/Blues-Ballade "I want to go back home", präsentiert uns der Meister dann noch einmal "richtig was für's Herz" (tolles Saxophon-Spiel und -Solo von Deanna Bogart), ehe er mit dem powernden, voller krachender Led Zeppelin-like Riffs und glühender Slideguitar (feuriges Solo) steckenden Bluesrock-Knaller "Bring it back" nochmal ordentlich Dampf ablässt. Zum Abschluß möchten wir noch einmal ein überaus treffendes Zitat des hoch geschätzten "No Depression"-Magazins anführen, in dem es heißt: "Castro plays gritty, string-bending blues like a runaway train, a glorious blend that rocks the soul and lifts the spirits". Tommy Castro mit einer grandiosen Vorstellung. Diese Blues-Odyssee "A Bluesman Came to Town" ist ohne jeden Zweifel eines der besten Alben seiner gesamten Karriere.

Das komplette Tracklisting:

1. Somewhere - 3:30
2. A Bluesman Came To Town - 3:57
3. Child Don't Go - 2:49
4. You To Hold On To - 3:53
5. Hustle - 3:36
6. I Got Burned - 3:36
7. Blues Prisoner - 5:16
8. I Caught A Break - 2:38
9. Women, Drugs and Alcohol - 4:19
10. Draw The Line - 4:14
11. I Want To Go Back Home - 3:41
12. Bring It On Back - 3:44
13. Somewhere (Reprise) - 2:39

Art-Nr.: 10392
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Somewhere
A bluesman came to town
Child don't go
You to hold on to
I got burned
Draw the line
I want to go back home
Bring it back

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Georgia Thunderbolts, The - can we get a witness [2021]
Sie kommen, wie so viele ihrer musikalischen Seelenverwandten, aus dem U.S.-Bundesstaat Georgia, haben den Namen ihres Heimatstaates selbstbewußt und stolz in ihren Bandnamen eingebunden und sind damit geradezu prädestiniert dafür, sich einer ganz bestimmten Musikrichtung zu verschreiben, was die Georgia Thunderbolts dann auch mit "Leib und Seele" tun: dem Southern Rock! Und wie ihnen das gelingt - saustark! Die musikalischen Wurzeln des aus dem kleinen, im Süden der Appalachen liegenden Städtchen Rome stammende Quintett, bestehend aus T.J. Lyle (lead vocals), Riley Couzzourt (guitar), Logan Tolbert (guitar), Zach Everett (bass, harmony vocals, keys), und Bristol Perry (drums), liegen sehr tief verankert, und das ist auch gut so, im klassischen, zeitlosen Southern Rock solcher Größen wie Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet und The Allman Brothers Band, was wirklich die Basis ihrer großartigen Musik darstellt, doch sie fühlen sich auch durchaus vom Hardrock- und gar Metal-Genre inspiriert, was sie, mal mehr und mal weniger deutlich, in dem ein oder anderen Song genüßlich ausleben. Ihr Southern Rock ist klassisch, aber sie bevorzugen schon die etwas härtere Gangart, was sich vor allen Dingen in den massiven Gitarrenriffs niederschlägt. Strukturen und hervorragende Melodien bleiben deshalb jedoch nie auf der Strecke - im Gegenteil. Das passt alles super! Diese Band präsentiert sich als herausragende Einheit, die ihren harten, stolzierenden Southern Blues mit der Art von Dirt Road-Rock'n'Roll verbindet, den die Leute nicht nur in ihren Herzen sondern auch in ihren Knochen spüren - und das auf einem beeindruckend hohen Niveau. Das Songmaterial ist von vorn bis hinten erstklassig, es gibt keinerlei Ausfälle. Frontmann T.J. Lyle verfügt dazu über eine fantastische Stimme, deren Nähe zu Lynyrd Skynyrd-Legende Johnny Van Zant schon frappierend ist, der aber gleichzeitig auch in der Lage ist, mal einen "geilen" Hardrock-Shouter zu verkörpern. Arrangiert sind die Tracks überwiegend mit massiven, satten Gitarren, inklusive großartiger, zündender, explosiver Soli. Produziert haben im übrigen der alte The Kentucky Headhunters-Recke Richard Young und David Barrick - und das in einem voll fetten Sound. Mit Vollgas und höchster Intensität, ganz anders als es der Songtitel "Take it slow" suggeriert, legt die Band zu Beginn des Albums los. Frontmann T.J. Lyle gibt gleich alles, grölt sich dabei zum Teil die Lunge aus dem Hals, ohne dabei aber je den Melodienbogen zu verlieren oder gar zu "kollabieren". Die Nummer ist geprägt von dynamischen, harten, fast schon metallischen Gitarrenriffs, einer prächtigen, voller Southern-Soul steckenden Bluesharp (ebenfalls T.J. Lyle) und herrlichen "southernrockin' guitars", inkl. feurigem Solo. Leidenschaft, Herz, raue und unbekümmerte Spielfreude - das Southern Rock-Feuer brennt! In eine ähnliche Kerbe schlägt das stampfend nach vorn rockende "Lend a hand", abermals angetrieben von druckvollen, wuchtigen Riffs. Brilliert aber auch, gerade im Refrain, mit einer tollen Melodie und das Gitarrensolo im Break geht voll ab. Apropos Melodie: Diese ist geradezu traumhaft schön bei dem umwerfenden "Looking for an old friend", einem klassischen, genauso knackigen und kräftigen, wie lockeren, flotten Vorzeige-Southernrocker, irgendwo in der Schnittmenge zwischen Lynyrd Skynyrd und The Marshall Tucker Band. Fantastische Nummer! Das folgende "Spirit of a workin' man" ist ein weiteres Musterbeispiel für die erfrischende Variabilität der Band und ihr gutes Händchen für spannende Songstrukturen. Beginnt recht straight und hart, kehrt während des Songverlaufs auch immer mal wieder dorthin zurück, variiert aber zwischendurch, vor allem während der Strophen, zudem mit wunderbar lockernen, jammigen, ein schönes Allmans-Feeling versprühenden Passagen (klasse Twin-Gitarren). Sie bleiben bei den Allmans und widmen sich nun derem allseits bekannten "Midnight rider", covern diesen Klassiker aber so, wie man ihn selten gehört hat. Sie bewahren mit aller Natürlichkeit den ursprünglichen, lockeren Allmans-Spirit (herrliche Twin-Gitarren), implementieren aber darüber hinaus eine sehr kernige, mächtige Hard Rock-Wucht. Ein schmale Grat, den die Band mit absoluter Bravour meistert. Toll gemacht! So jagt, wie gesagt, eine starke Nummer die nächste, wie etwa das bluesige (schöne Mundharmonika), harte, mit tollen, wechselseitigen Lead Gitarren aufwartende "Half glass woman", das abermals mit jeder Menge Lynyrd Skynyrd-Spirit inszenierte, lockere "Dancin' with the devil", der von hypnotischen Metal-Riffs bestimmte, sehr druckvolle Southern Rocker "Can I get a witness", bis das Album schließlich nochmal mit einem absoluten Highlight endet, der grandiosen, geradezu epischen, sehr variabel inszenierten, dezent progressiv angehauchten Southern Rock-Hymne "Set me free" (großartige Gitarrenläufe). Die Georgia Thunderbolts sind eine weitere, fantastische Southern Rock Band, die dem Genre richtig gut tut und ihm frisches Leben einhaucht. Sie verkörpern den Geist legendärer Southern Rock-Granden genauso, wie den aktuell erfolgreicher Kollegen ala Blackberry Smoke & Co., injizieren dem klassischen Southern Rock aber auch, ohne ihn neu erfinden zu wollen, einen würzigen Schuß reichhaltiger, eigener Identität. Und das machen sie saustark! Die Georgia Thunderbolts mit einem echten, knapp 55-minütigen, bärenstarken Southern Rock-Pfund!

Das komplette Tracklisting:

1. Take It Slow - 4:01
2. Lend A Hand - 3:21
3. So You Wanna Change The World - 4:21
4. Looking For An Old Friend - 4:41
5. Spirit Of A Workin' Man - 4:22
6. Midnight Rider - 3:10
7. Be Good To Yourself - 2:55
8. Half Glass Woman - 3:24
9. Dancin' With The Devil - 4:27
10. Can I Get A Witness - 4:55
11. Walk Tall Man - 3:34
12. It's Alright - 3:56
13. Set Me Free - 7:06

Art-Nr.: 10420
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Take it slow
Lend a hand
Looking for an old friend
Spirit of a workin' man
Midnight rider
Half glass woman
Can I get a witness
Set me free

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Kentucky Headhunters, The - that's a fact jack! [2021]
"The Kentucky Headhunters are firing on all cylinders"! Erfrischendes, baumstarkes, neues Album der ewig jungen, einzigartigen und unverwechselbaren Southern Rock-/Blues-/Bluesrock-/Country Rock-Haudegen aus Edmonton/Kentucky. "Thats a fact Jack!" ist ein echt heißes, mit 11 neuen Eigenkompositionen und einem klasse Cover (Rick Derringer's "Cheap tequila") bestücktes Werk der von Fans und Kritikern hoch geschätzten Truppe (der Billboad-Journalist Ray Waddel bezeichnete sie einst gar als "The most consistent and durable Southern Rock outfit on the planet"), bei dem die "Heads" ihre charakteristische Mischung aus Southern Rock, Blues und Countryrock, verbunden mit erstklassigen Songwriting-Fähigkeiten, in einem dermaßen lebendigen und beflügelnden "Outfit" präsentiert, dass es die helle Freude ist. Die Songs, auch die etwas "ruhigeren", kommen schön kernig, sehr kraftvoll, rau und voller Energie, aber auch mit klasse Melodien und werden dominiert von den massiven Gitarren von Greg Martin und Richard Young. Sie sind von vorn bis hinen tief verwurzelt im Southern Rock und dabei ausgewogen garniert mit wunderbar bluesigen und countryrockigen Einflüssen. Und alles kommt in einem tollen, krachend klaren Sound. Den Auftakt des Albums macht die großartige, von coolen, tighten Basslines, sehr knackigen Drums und herrlich bluesigen E-Gitarrenlicks- und -linien bestimmte Midtempo-Nummer "Gonna be alright" (southern-souliges Feeling, dazu ein Hauch von Gospel), die, bezogen auf die Pandemie, im Text eine Botschaft der Beharrlichkeit in schwierigen Zeiten predigt. Rockte dieser Opener schon sehr ordentlich, so legen die Jungs bei dem folgenden, satten Kracher "How could I" nochmal mächtig nach. Geht fett ab in bester, klassischer Dan Baird-/Georgia Satellites-Manier mit einem leichten Stones-Vibe - und das mit einer fantastischen Melodie. Wir hören straighte, kochende Riffs, dazu erdig klimperndes Honky Tonk-Piano (Gast Kevin McKendree) und im Break ein glühendes Slideguitar-Solo von Greg Martin. Jetzt ist Feuer unterm Dach! Ein perfekter, kerniger Kentucky Headhunters'scher Roots-/Southern Rock'n Roller in Reinkultur! Rau und schön ungeschliffen geht's mit dem brodelnden, dreckigen Southern Rocker "Watercolors in the rain" weiter (klasse hier der herrlich "versoffene" Gesang von Richard Young), gefolgt von dem "saftigen", von wunderbar transparenten Gitarren umgebenen, sehr melodischen "Cup od tea", das ein feines, britisches Vintage Merseybeat-Flair ausstrahlt. Dann wird's richtig laut! Das Titelstück "That's a fact Jack" steht auf dem Programm: Energetischer, straighter, "hammering" Southern Rock mit wuchtigen Riffs, kompromißlos, intensiv, dezent psychedlisch, mit massiven, epischen Gitarren (glühendes Slideguitar-Solo) und einem wieder einmal alles gebenden Richard Young. Es folgt das etwas lockerere, wunderbar soulige "Lonely too long", ehe die Band mit dem genauso bluesig swingenden, wie countrylastigen, outlaw- und southern-rockin' and rollin' Boogie "Heart and soul" wieder gewaltig auf's Gaspedal drückt. Richtig Feuer gibt's dann nochmal bei dem furiosen, ausgelassenen "Shotgun Effie" (Gitarren überall). "That's a fact Jack!" demonstriert ohne jeden Zweifel, dass die Kentucky Headhunters weiterhin stehen weiterhin voll im Saft stehen und "ihr Ding" ohne auch nir einen Hauch von Abnutzungserscheinungen kompromißlos durchziehen. Im Gegenteil, ihre Frische und Vitalität ist beeindruckend. Toll! Jungs, es macht einfach tierisch Laune eurer "geilen" Musik zuzuhören! "That's a fact, KHH"!

Das komplette Tracklisting:

1. Gonna Be Alright - 3:59
2. How Could I - 3:29
3. Watercolors in the Rain - 3:06
4. Susannah - 4:13
5. Cup of Tea - 4:03
6. We Belong Together - 3:23
7. That's a Fact Jack - 3:55
8. Lonely Too Long - 3:10
9. Heart and Soul - 2:58
10. Cheap Tequila - 3:53
11. Shotgun Effie - 3:34
12. Let's All Get Together and Fight - 4:29

Art-Nr.: 10447
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Gonna be alright
How could I
Watercolors in the rain
Cup of tea
That's a fact Jack
Lonely too long
Heart and soul
Shotgun Effie

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Knowles, Davy - what happens next [2021]
Das angekündigte, neue Album "What happens next" des von der Isle Of Man stammenden, ehemaligen Back Door Slam-Leaders Davy Knowles ist nun erschienen, und es ist ein großartiges Werk geworden, mit dem Knowles, der als einer der talentiertesten und versiertesten Gitarristen der jungen Bluesrock-Garde gilt (Peter Frampton beispielsweise sagt über ihn: "Davy already has a recognizable style. He’s definitely the gunslinger guitarist of the 21st century", und Joe Satriani nennt ihn "my favorite modern bluesman") seine Songstrukturen gegenüber seinen vergangenen Werken ein wenig modifiziert hat, ohne jedoch seine grundsätzliche musikalische Ausrichtung auch nur ansatzweise zu verlassen. Es gibt nicht wenige Experten, die behaupten, dass die Schönheit der Blues- und Rootsmusik (die Wurzeln des mittlerweile in Chicago/Illinois lebenden Davy Knowles liegen ja bekanntermaßen vor allem im Blues, aber auch im Classic Rock der Siebziger Jahre und der Rootsmusik verankert) vor allem durch die Einfachheit in ihrer Komplexität begründet liegt, was auf Knowles' neues Album in großem Maße zutrifft, denn das hervorragende Songmaterial ist sehr kompakt, auf den Punkt gebracht und wartet mit wunderbaren, spannenden Nuancen auf. Sein Gitarrenspiel ist auch auf "What happens next" wieder außergewöhnlich, doch er hat es bei weitem nicht so in den Mittelpunkt gestellt, wie bei früheren Alben, um hier vielmehr den Fokus auf die Songs an sich und auch seinen wirklich großartigen Gesang zu legen. Das ist ihm bestens gelungen, die Balance stimmt. "This album taught me about restraint in terms of guitar playing. I had to reign it in to let the songs breathe, but I am looking forward to reimagining them and stretching out when we play live", sagt er dazu. Also, live werden die Songs wieder ausgedehnter präsentiert und dort werden sicher auch wieder deutlich längere Soli zu hören sein - demnächst hoffentlich auch mal wieder auf deutschen Bühnen. Los geht's mit dem erdigen, markigen, von "crunchy" Riffs geprägten, bluesigen, stark in dem britischen Classic Rock der Siebziger verwurzelten, gleichzeitig absolut zeitlosen "Light of the moon", das neben den rockigen Gitarren mit wunderbaren, sehr retro klingenden Orgel-Tupfern aufwartet. Die Melodie springt direkt auf den Zuhörer über. Die beiden kurzen, aber schön fetten, zündenden Gitarrensoli machen, wie der komplette Song, richtig Laune. Starker Opener! Viel (Southern) Soul und fast schon einen Hauch von Muscle Shoals-Feeling (tolle Baritone Guitar-Licks, schöne Orgel-Fills, Wurlitzer Piano) verspürt man bei der geradezu traumhaft melodischen, soulful Blues-Ballade "Roll me". Was Knowles hier gesangstechnisch abliefert, welches Gefühl er in die Performance legt, ist Extraklasse - und sein Gitarrenspiel, nie aufdringlich im Vordergrund, aber deutlich wahrnehmbar und songdefinierend, ist einfach exzellent. Nach dem kompakten, recht straighten, mit effektvoller Lead Gitarre garnierten Retro Rock-Knaller "Get lucky" , folgt die von leicht progressiven Strömungen durchzogene, mit ausgefeiltem Piano- und Gitarrenspiel inszenierte, slow-bluesige Ballade "Devil and the deep blue sea", bei der Knowles wieder einmal seine Classic Rock-Vorliebe deutlich wahrnehmbar einfließen lässt. Richtig stark! Ebenso klasse sind beispielsweise das straighte, funkige und soulige "Solid ground", das abermals wunderbar soulige, nostalgische, sehr schöne "Hell to pay", der mit einer tollen Melodie ausgestattete, kraftvolle, mit zündenden Gitarrenriffs und starkem Piano-/Orgelspiel inszenierte Classic Rocker "Wake me up when the nightmare's over", bis hin zu dem wundervollen Album-Closer "If I ever meet my maker", einer dezent folkigen, hinreißend schönen, akustisch gehaltenen Ballade (lediglich Acoustic Gitarre- und Orgel-Begleitung), bei der Knowles noch einmal seine außergewöhnlichen Singer/Songwriter-Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellt. Davy Knowles gelingt auf "What happens next" eine fabelhafte, sehr songorientierte, zielstrebige Reise durch das Terrain seiner musikalischen Vorlieben zwischen Blues und geradlinigem Classic Rock, mit genußvollen Ausflügen in rootsige und soulige Gefilde. Er und seine großartigen Begleitmusiker verstehen ihr Handwerk ohne jeden Makel. Cooles Teil, exzellente Leistung!

Das komplette Tracklisting:

1. Light Of The Moon - 3:14
2. Heartbreak Or Nothing - 2:30
3. Roll Me - 5:07
4. Get Lucky - 2:52
5. Devil And The Deep Blue Sea - 5:23
6. One & The Same - 4:04
7. Solid Ground - 2:34
8. River - 3:57
9. Side Show - 4:07
10. Hell To Pay - 4:42
11. Wake Me Up When The Nightmare's Over - 4:32
12. If I Ever Meet My Maker - 4:21

Art-Nr.: 10424
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Light of the moon
Roll me
Get lucky
Devil and the deep blue sea
Solid ground
Hell to pay
Wake me up when the nightmare's over
If I ever meet my maker

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Linden, Colin - blow [2021]
Der aus Toronto stammende Colin Linden, hoch dekorierte kanadische Rootsmusic-Institution, begnadetes Gitarren-Ass, Sänger und Songschmied der fantastischen Blackie and The Rodeo Kings, ein Vollblut-Musiker par excellence, beglückt uns mit einem grandiosen, neuen Album. "bLOW", so heißt das Teil, ist sein nunmehr 14. Solo-Album in 40 Jahren, und erstmals hat er ein Album eingespielt, das er komplett seiner ursprünglichen Inspiration, dem Blues, widmet. Diese Inspiration geht zurück in das Jahr 1971, als Linden im Alter von nur 11 Jahren seinem Idol Howlin Wolf begegnete, der damals, nach einer im Nachhinein richtungsweisenden Unterhaltung, zu ihm sagte: "I’m an old man now, and I won't be around much longer. It’s up to you to carry it on". Und was wurde daraus für eine Karriere. Linden hat mittlerweile auf über 500 Alben gespielt, hat 140 produziert, heimste 25 Juno-Nominierungen ein, wovon er 9 gewann, und erhielt im vergangenen Jahr 2020 nun auch seinen ersten Grammy für die Prouktion von Keb Mo's Album "Oklahoma" in der Kategorie "Best Americana Album". Wie gesagt, "bLOW" (Linden hat beim Albumtitel die Schreibweise seines kleinen Neffen übernommen, die dieser beim Cover-Entwurf verwendete), ist im Wesentlichen ein Blues-Album geworden, wobei Linden allerdings seine vielseitigen Rootsrock-, Americana-, Folk-, Southern-, und Rock'n Roll-Einflüsse genüßlich mit einbezog. So entstand ein geradezu magisches, ungemein raues, dreckiges, mit viel Southernwürze angerührtes Gebräu aus brodelndem, swampigem, stark Gitarren-orientiertem Bluesrock und jeder Menge trockener, staubiger, zum Teil sehr melodischer Roots-/Americana-Zutaten. Was Linden und seine prächtig aufspielenden Mitstreiter (u. a. Gary Craig und Paul Griffith - drums, Dave Jacques - bass, Kevin McKendree - paino & organ, Mickey Raphael - harmonica) hier abliefern, ist ein wahres, swampiges, southern-infiltriertes, teils sogar jammig anmutendes Blues-/Roots-Fest der Extraklasse. Linden's Gesang ist vorzüglich, sein exzellentes, fettes E-Gitarren- und Slide-Spiel, alles ursprünglich und rau gehalten, steckt voller Energie. Los geht's mit dem brodelnden, schön dreckigen, mit einem klasse, Bo Diddley-mässigen Groove unterlegten, furiosen Southern-/Swamp-Blues "4 cars", vollgepackt mit rührenden Slideguitar-Licks und dezent psychedelisch anghauchten, messerscharfen Lead-Gitarren-Klängen. Tolles Drumming! Linden's Gesang kommt ebenfalls schön dreckig. Es entwickelt sich ein kraftvoller, klasse Drive. Die Sümpfe kochen! Und der Zuhörer ist auf's Positivste angefixt - großartig! Saustarke Nummern, wie etwa das powernde, shuffelige "Ain't no shame" (massive, energetische Gitarrenarbeit), das Hill Country Blues-imfizierte, ein wenig an die North Mississippi Allstars erinnernde "Boogie let me be" (sehr dynamisch, wunderbar dreckige, sumpfige E-Gitarren-Riffs), oder das treibende Titelstück "Blow" bieten uns allergrößte "alligator kicking" Midtempo Swamp Blues-Lust mit Suchtpotential. Mit dem famosen "Until the heat leaves town" biegt Linden dann mal mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit und Klasse, bei Wahrung des bluesigen Fundaments, genußvoll in Richtung Roots-/Americana-Rock ab. Eine tolle Melodie und ein wunderbar erdiges Ambiente bestimmen das von feinsten Acoustic Gitarren-Riffs und wunderbarem Mundharmonika-Spiel bestimmte Geschehen, dessen ansonsten eher bedächtigen Rahmen der Meister im Mittelteil mit einem ultra rauen, dominanten, aber super passenden E-Gitarren-Solo unterbricht. Viel Southern-Soul und ein Hauch von Gospel vereinen sich in dem balladeslken, sehr schönen Roots-Blues "When I get to Gallilee", das ein gewisses Little Feat- und The Band-Flair ausstrahlt. Sehr stark hier der melodische, Orgel unterlegte Refrain, Linden's bluesiges Acoustic Gitarren-Picking (parallel zum Gesang), und die gegen Ende einsetzende, dreckige E-Gitarre. Mit dem 7-minütigen "Change don't come without pain" schließlich, bieten uns Colin Linden und seine Band auch noch einen geradezu umwerfenden, klassischen, schwergängigen "Twelve-Bar Slow Blues" an, der veredelt ist mit einem ausgedehnten, 4-minütigen, jammigen Pracht-Gitarrensolo Linden's, das gar ein wenig an Warren Haynes zu erinnern scheint. Fantastisch auch der flotte, dynamische, von einem feinen Memphis-Feeling begleitete, abermals leicht Bo Diddley-angehauchte Roots-/Bluesrocker "Right shoe wrong foot" (animiert unweigerlich zum Tanzen und "Mitzappeln", klasse Melodie), wie auch der, das Album herausragend abschließende, mit toller, ausgewogener Gitarren-/Orgel-/Dobro-Begleitung (prächtiges, slidendes Solo, klasse Bluesharp, herrliche Melodie), inszenierte, die Pandemie thematisierende Midtempo-Bluesrocker "Honey on my tongue". Mit "bLOW", übrigens veröffentlicht auf "Highway 20 Records", dem Label seiner langjährigen Freundin Lucinda Williams, gelingt Colin Linden ein kleiner Geniestreich. Was vor 50 Jahren mit seinem Mentor Howlin Wolf begann, setzt Linden heute, bei aller Wahrung der Tradition, voller Seele, Leidenschaft und Enthusiasmus, sowie unter Einbeziehung seiner vielseitigen musikalischen Entwicklung, auf natürlichste und ehrlichste Art und Weise fort. Große Leistung eines großen Musikers.

Das komplette Tracklisting:

1. 4 Cars - 3:29
2. Ain't No Shame - 4:06
3. Until the Heat Leaves Town - 3:33
4. Angel Next to Me - 3:39
5. Boogie Let Me Be - 3:35
6. When I Get to Galilee - 5:01
7. Blow - 4:19
8. Change Don't Come Without Pain - 7:03
9. Right Shoe Wrong Foot - 3:08
10. Houston - 4:31
11. Honey on My Tongue - 4:45

Art-Nr.: 10393
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
4 cars
Ain't no shame
Until the heat leaves town
Boogie let me be
When I get to Gallilee
Change don't come without pain
Right shoe wrong foot
Honey on my tongue

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Southern Avenue - be the love you want [2021]
Southern Avenue, die baumstarke, 5-köpfige Rhythm and Blues, Blues, Soul, Funk Fusion-Truppe aus Memphis/Tennessee um die charismatische Frontfrau Tierinii Jackson präsentiert mit dem voller kochender Energie und Power steckenden, heißen, rhythmischen "Be the love you want" ihr nunmehr drittes, ganz großartiges Studioalbum. Die große Stärke des Outfits liegt darin, das immense Talent jedes einzelnen Musikers/Musikerin (Ori Naftaly - guitars, Jeremy Powell - keyboards, Evan Sarver - bass und Drummerin Tikyra Jackson, Tierinii's Schwester) kongenial zu paaren und den durch die herausragende, gemeinsame Musikalität entstehenden, ganz eigenen, zumeist noch durch eine blendend eingebundene Bläser-Sektion unterstützten, drückend schwülen Sound der Band als Ganzes über ihr persönliches Rampenlicht zu stellen. Das gelingt wirklich exzellent. Klar, die stimmlichen Talente und die große Ausstrahlung von Frontfrau und Lead Sängerin Tierinii Jackson erzeugen sicher erst einmal die größte Aufmerksamkeit, doch schnell entdeckt man die ganz exzellenten, subtilen instrumentalen Nuancen, die die tiefen, unwiderstehlichen Grooves der Band so wunderbar einfärben. Das ist ganz horchwertiges, musikalisches Niveau. Das stets vorzügliche Songmatrial ist variabel, spannend und jederzeit ungemenin rhythmisch, so dass man, nicht nur mental, sofort in Bewegung kommt. Nicht nur Tracks, wie beispielsweise der fantastische Opener "Be the love you want" (klasse Gesang, tolle Percussion, drückende Bläser, zündendes Gitarrensolo von Ori Naftaly, prächtiger Groove), das funky bluesige, von einer klasse Melodik bestimmte, soulige "Control", das voller "gritty vintage Soul" steckende, rhythmische "Push now" (starkes Gitarrensolo), die großartige Soul-/Blues-Ballade "Fences" (feine Melodie, schöne Bläser), das raffinierte, nur von verschiedensten Percussion-Klängen unterstützte, gesanglich ausgezeichnet vorgetragene "Heathen hearts" (Co-Writer ist Cody Dickinson von den North Mississippi Allstars), oder auch das schön funky klingende, soulige, mit viel Seventies-Ära "Stax"-Feeling ausgestattete "Move on" demonstrieren eindrucksvoll das große Potential von Southern Avenue. Erstklassig produziert hat das Album im Übrigen Los Lobos' Steve Berlin. Mike O’Cull vom amerikanischen Webzine "Rock & Blues Muse" resümiert über das Album "This set is a masterpiece of funk, soul, and intention that creates its own brand of American music built on Memphis grooves, jammy freedom, R&B, gospel, and the blues". Das deckt sich zu 100% mit unserer Einschätzung. Ein prächtig groovendes Soul-/Blues-/Funk-Erlebnis der Extraklasse!

Das komplette Tracklisting:

1. Be The Love You Want - 3:16
2. Control - 3:23
3. Don't Hesitate (Call Me) - 3:01
4. Push Now - 3:10
5. Fences - 3:22
6. Let's Get It Together - 3:34
7. Heathen Hearts - 1:57
8. Move Into The Light - 3:03
9. Love You Nice And Slow - 4:04
10. Pressure - 3:15
11. Too Good To Be True - 3:18
12. Move On - 3:06

Art-Nr.: 10399
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Taylor, Joanne Shaw - the blues album [2021]
Eine der talentiertesten Künstlerinnen des modernen Blues und Bluesrocks, die exzellente, britische Sängerin und herausragende, elegante und innovative GItarristin Joanne Shaw Taylor beglückt uns 2 1/2 Jahre nach "Reckless Heart" nun mit ihrem neuen Werk, dem fabelhaften "The Blues Album". Die in Wednesbury, im englischen Black Country aufgewachsene Joanne Shaw Taylor entdeckte schon in ihrer frühen Jugend ihre Vorliebe für den Blues, das Gitarrespielen und Leute wie Albert Collins, Stevie Ray Vaughan und Jimi Hendrix. Bei einem ihrer Auftritte im zarten Alter von 16 Jahren entdeckte sie einst Eurythmics-Ikone Dave Stewart, der so begeistert war, dass er sie sofort einlud mit ihm und seiner Band D.U.P. auf Europatour zu gehen. Im Jahre 2009 schließlich veröffentlichte sie ihr Debutalbum "Whte Sugar", das jetzt voliegende "The Bkues Album" ist nun schon ihr achtes Werk. Längst ist sie in der obersten Bluesrock-Liga etabliert. Aufgenommen in den Ocean Way Studios von Nashville/Tennessee unter der exquisiten Produktionsleitung von "Bluesking" Joe Bonamassa und Josh Smith (der Sound ist fantastisch, ungemein saftig und klar), sowie der Einbindung einer famosen Band absoluter Nashville-Asse (u. a. Reese Wynans - keyboards, Steve Mackey - bass, Greg Morrow - drums, und vielen mehr), entstand ein wunderbares Blues Cover-Album mit speziellen Songs solcher Genre Stars wie beispielsweise Albert King, Peter Green, Little Richard, Magic Sam, Aretha Franklin und Little Milton. "I’d known from the beginning of my recording career that one day I wanted to record an album of blues covers, I just wasn’t sure when the right time to do that would be", sagt Taylor über das Werk. Jetzt war genau der richtige Zeitpunkt, dieses Album einzuspielen. Es ist einerseits das Ergebnis und die Ernte Ihrer Freundschaft zu Bonamassa, andererseits ein vorzüglicher Weg, die Hürden zu meistern, die alle Tourmusiker mit der Pandemie zu überwinden hatten. Obwohl der Fokus klar auf dem Blues liegt, lässt Taylor ihre Rock-Bezüge nicht komplett außen vor. Bonamassa und sein Team rücken zudem ihren tollen Gesang gleichbedeutend zu ihren herausragenden Gitarrenläufen in den Mittelpunkt und balancieren ihre beiden musikalischen Stärken geradezu perfekt aus. Los get's mit dem von Fleetwood Mac's Peter Green und Clifford Adams komponierten "Stop messin' round", einem fulminanten, treibenden Bluesrock-Shuffle, der sofort alle Beteiligten, Band und Zuhörer, mitreißt. Das Feuer brennt! Die Protagonistin besticht mit leidenschaftlichem, intensivem Gesang und flammendem Gitarrenspiel. Ihr wechselseitiges Solo mit Reese Wynans furiosem Piano-Geklimper ist der "Knaller". Ein Auftakt nach Maß! Nach dem funkigen Little Milton-"Burner" "If that ain't a reason", präsentiert uns Taylor eine geniale, sehr dynamisch swingende Version der alten Otis Rush-Nummer "Keep on lovin' me", deren unwiderstehlicher Groove in Verbindung mit Joanne's ungemein variablem, fingerfertigem Gitarrenspiel ein wahres Hörvergnügen generiert. Klasse hier auch, die sich sehr passend einfügenden, lässigen Bläser-Fills. Dann etwas ganz besonderes: Joanne Shaw Taylor covert im Gesangasduett mit Joe Bonamassa Little Village's (das war die grandiose, recht kurzlebige Neunziger-Band, bestehend aus John Hiatt, Ry Cooder, Jim Keltner und Nick Lowe) prächtigen Rootsrocker "Don't go around mad" in einer herrlich schwungvollen, gut tanzbaren, famosen Fassung. Welch ein Vergnügen! Zurück zum klassischen Blues: Mit dem starken "Can't you see what you're doing to me" steht ein altes Albert King-Highlight auf dem Programm. Kommt in einem tollen Groove, mit viel Hitze erzeugenden Bläsersätzen, sowie abermals herausragenden Gitarreläufen der Protagonistin. Wunderbar retro, mit einem Hauch von Sixties-Flair kommt das sehr melodische, gut nach vorn groovende, soulige "Two time my lovin'" (ein Cover der Fabulous Thunderbirds), gefolgt von der durchaus ähnlich arrangierten, nur voller Southern- und Gospel-Esprit steckenden Ballade "I don't know what you've got" (die Backgorund Vocals kommen vom ehemaligen Screamin' Cheetah Wheelies-Frontmann Mike Harris) und dem das Album toll abschließenden Bluesrock-Shuffle "Three time loser". Joanne Shaw Taylor mit ihrem vielleicht besten Album bisher. Es scheint, als komme sie mit dieser Spielfreude, diesem Enthusiasmus und dieser Leidenschaft, die "The Blues Album" offenbart, erst richtig in Fahrt. So darf es gerne weitergehen. Absolut top!

Das komplette Tracklisting:

1. Stop Messin' Round - 3:37
2. If That Ain't A Reason - 4:01
3. Keep On Lovin' Me - 4:07
4. If You Gotta Make A Fool Of Somebody - 4:10
5. Don't Go Away Mad - (feat. Joe Bonamassa) - 2:49
6. Scraps Vignette - 1:27
7. Can't You See What You're Doing To Me - 4:25
8. Let Me Down Easy - 4:50
9. Two Time My Lovin' - 4:34
10. I Don't Know What You've Got (feat. Mike Farris) - 4:49
11. Three Time Loser - 4:50

Art-Nr.: 10413
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Stop messin' round
Keep on lovin' me
Don't go away mad
Can't you see what you're doing to me
Two time my lovin'
I don't know what you've got
Three time loser

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Vegabonds, The - sinners and saints [2021]
Die "Alabama-born, Tennessee-bred", ursprünglich aus Auburn/Alabama stammende Southern Rock Band The Vegabonds veröffentlicht, von der breiten Öffentlichkeit unverständlicherweise weitestgehend unbemerkt, ein fantastisches Album nach dem nächsten und legt, ähnlich wie Robert Jon & The Wreck, die Messlatte bei jedem neuen Album noch einmal ein Stückchen höher, um sie mit dem nächsten Werk wieder locker zu überwinden. Es gibt keine Grenzen. Was schütteln diese Burschen für tolle Songs aus dem Ärmel. "Sinners and saints" ist das nunmehr 6. Album der Vegabonds, mit dem sie abermals einen neuen "Highscore" erzielen. 11 prächtige, authentische Songs ohne jeden Schwachpunkt zwischen lupenreinem Southern Rock, Southern umwehtem Rootsrock, auch mal einem Hauch von Southern Soul und R & B, sowie mit jeder Menge Southern-Würze veredeltem Countryrock - alles wunderbar verpackt in satten, saftigen Gitarrenarrangements und eingebunden in herrlich eingängige Melodien. Ein ganz großes Plus der Band. Taucht man erst einmal in diese brillanten Melodienbögen und geradlinigen Songstrukturen mit dem unwiderstehlichen "Southern-Flow" ein, lässt einen dieser "Zauber" nicht mehr los. Gekonnt gelingt es diesem so großartig aufspielenden Quintett, bestehend aus Frontmann Daniel Allen (ein fantastischer Sänger und Songschreiber), dem exzellenten Lead-Gitarristen Richard Forehand (zusätzlich Pedal Steel, Banjo und Background-Gesang), Beau Cooper (Keyboards), Paul Bruens (Bass) und Bryan Harris (Drums), die alten Traditionen großer Southern Rock-Legenden wie etwa Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, The Allman Brothers Band & Co. mit ihren eigenen Trademarks, ihre Unbekümmertheit und spürbaren Frische in das Hier und Jetzt zu transportieren. Sie brennen einfach ein herrlich frisches, voller Energie steckendes, ja regelrecht glücklich machendes Song-Feuerwerk ab. Das Album startet gleich mit einem richtigen Southern Rock-"Pfund"! "Juke and jive" heißt die Nummer, deren Formel wie folgt lautet: fette, krachende Gitarrenriffs + glühende Lead Gitarre + ein cool im Hintergrund gezupftes Banjo während des Refrains + stampfende, treibende Rhythmen = The Vegabonds "on fire"! Klingt vielleicht ein wenig wie ein vorzüglich zubereitetes Gebräu aus Zutaten von Blackberry Smoke und The Cadillac Three. Stark! Voller Power geht's mit dem frosch und sehr melodisch nach vorn rockenden "Ain't giving up" weiter. Ein zünftiges Southern Rock-Riff zu Beginn, und schon nimmt der dynamische Southern-Ritt Fahrt auf. Satte, saftige, toll soundende Gitarren überall!, inkl. eines virtuosen Solos! Vielschichtige, variable E-Gitarren und eine klasse Orgeluntermalung im Refrain bestimmen das toll groovende, mit viel Southern-Soul inszenierte, in einem knackigen Midtempo gespielte "Can't deal", das in seiner Struktur sicher auch bestens in das Anforderungsprofil von Robert Jon & The Wreck passen würde, zumal man die Vegabonds und Robert Jon's Combo sowieso als so etwas wie musikalische Seelenverwandte bezeichnen darf. Knackig und locker zugleich kommt das sehr melodische, flüssige "Feels right", das aus wunderbar miteinander harmonisierenden Klangfarben aus "shimmering keyboards und guitars" besteht. Hat entfernt etwas von southern- und countryrockigen Sister Hazel. Mit dem begnadeten, hinreißend melodischen "Burnout" hauen die Vegabonds dann wieder einen furiosen American Southern Rocker allererster Güte raus. Die Melodie erzeugt einfach nur Gänsehaut, die satten, powernden Riffs, sowie die prächtig miteinander harmonierenden Gitarrenlinien und Orgelläufe (super Orgelsolo von Beau Cooper) sind die pure Wonne. Ein regelrechter Southern Rock-Hit, der in einer anderen Zeit, als handgemachte Rockmusik noch eine zentrale Rolle im Radio und damit auch in den Charts spielte, diese wohl nach allen Regeln der Kunst gestürmt hätte. Der nächste "Kracher" dieser Art folgt mit dem straighten, ernergiegeladenen "Out of my hands". Die saftige Lead Gitarre ist ein Fest für die Ohren, das eingebundene Solo einfach mega. Puren, genauso zeitlosen wie zeitgemäßen, höchst erfrischenden, kraftvollen Gitarren Southern Rock in Reinkultur bietet auch das fantastische "Colorado Evergreen", das voller klassischem Lynyrd Skynyrd-Spirit steckt. Eine wahre Southern Rock-Perle, die ein wenig klingt, wie die beste Nummer, die Blackberry Smoke nie geschrieben haben. Den Abschluß dieses bärenstarken Albums bildet schließlich der dynamische, bluesige Roadhouse Southern Rocker "Leo Fender" (Gastgitarrist Benji Shanks aus dem Dunstkreis von Blackberry Smoke bringt sich hier mit ein paar schönen Slide-Licks ein), eine bestens gelungene Hommage an den legendären, amerikanischen Gitarren- und Verstärkerbauer. Längst hätten die Vegabonds einen größeren Durchbruch verdient, längst sollten sie so weit sein, wie etwa Whiskey Myers und die schon mehrfach zitierten Blackberry Smoke. Wie dem auch sei, "Sinners and saints" ist ohne jeden Zweifel der nächste ganz große Schritt für diese exzellente Truppe - ein melodisches Southern Rock-Juwel, vollgepackt mit "Killer"-Songs zuhauf. Welch ein wunderbares, durchweg gute Laune verbreitendes, southernrockiges Hörvergnügen!

Das komplette Tracklisting:

1. Juke and Jive - 3:20
2. Ain't Giving Up - 3:16
3. Can't Deal - 3:12
4. Heartache and a Memory - 2:54
5. Feels Right - 4:20
6. Sinners and Saints - 4:42
7. Burnout - 4:02
8. Out of My Hands - 2:39
9. Wings and Prayers - 3:01
10. Colorado Evergreen - 3:35
11. Leo Fender - 2:55

Art-Nr.: 10400
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Juke and jive
Ain't giving up
Can't deal
Feels right
Burnout
Out of my hands
Colorado Evergreen
Leo Fender

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Zito, Mike - resurrection [2021]
Bluesrock Gitarrenhexer und "all-around cool guy" Mike Zito präsentiert sein neues, abermals ganz großartiges Werk "Resurrection", das die Tradition seiner zuletzt so starken Veröffentlichungen beeindruckend fortsetzt. Das fängt schon mit dem Albumcover an, das ein interessantes, perfekt zum Albumtitel passendes, farbenfrohes Gemälde des südkoreanischen Künstlers Yool Kim zeigt, das in den dunklen und düsteren Tagen der Pandemie mit seiner Lebendigkeit viel Positives, ja eine Art beginnende Aufbruchsstimmung, eine Wiedergeburt, eine "Auferstehung" suggeriert. So jedenfalls empfindet es Mike Zito selbst, der weiter erklärt und ausführt, dass er momentan voller musikalischer Ideen steckt und die Songs nur so aus ihm raussprudeln. "I believe it is a wonderful collection of songs, stories and sonic waves of electric guitar that convey darkness before the dawn. I am once excited about love, life and music", sagt er. Beste Voraussetzung für exzellente Musik, die auf diesem Album zur Genüge vorhanden ist. Gekonnt setzt er seine musikalische Ausrichtung der etwas raueren Gangart, des etwas raueren Sounds von "Quarantine Blues", seinem wunderbaren Vorgängeralbum, fort. Unter der Produktion von David Z (u. a. Etta James, Budday Guy, Prince, BoDeans) wirkt alles, bei durchaus hervorragenden Strukturen, voller Ecken und kanten, herrlich ungeschliffen, fernab jeder kommerziellen Hochglanz-Ausrichtung. Das Ambiente ist einfach schön "dreckig". Und es ist groovy, swampig und southern. Im Grpßen und Ganzen kommt das Songmaterial (3 Coverversionen, 8 eigene Titel) sehr dynamisch, wobei Zito's Gitarrenspiel wieder unfassbar stark ist. Die immer wieder packenden Soli sind variabel, virtuos, zeigen eine ungeheure, zwanglose Spielfreude. Den Auftakt macht eine tolle, dreckige, Slideguitar-getränkte (brodelnde Soli) Fassung von JJ Cale's "I'll make love to you", der Zito und seine klasse Band ordentlich Drive mitgeben. Großartig hier das exquisite Saxophon-Solo von Eric Demmer am Ende des Songs. Das kompakte, sehr schöne "Dreaming on you" besticht mit einem coolen Midtempo-Groove, einer großartigen Melodik und herrlichen, erdigen Gitarrenlicks und -linien, inkl. eines exzellenten Solos. In einem richtig satten, opulenten Gitarrengewand mit hintergründiger Orgel hören wir schließlich eine baumstarke Coverversion von Eric Clapton's (Blind Faith) "Presence of the Lord", wobei Zito zum einen eine exzellente Gesangsleistung abliefert, aber auch mit einem sehr virtuosen, quirligen Gitarrensolo brilliert. Mit viel Schwung rockt das gefällige, in eine tolle Melodie eingebundene "You don't have me", bei dem der Meister erneut ein furioses, wieselflinkes Gitarrensolo raushaut, das seine herauragenden Saitenkünste einmal mehr in beeindruckender Art ud Weise unterstreicht. Geradezu hymnisch kommt der kraftvolle Slow Blues "Damned if I do" mit seinen anheizenden Bläser-Fills und den voller Power steckenden, zünftigen Gitarrensoli, gefolgt von dem kernigen, heißen, von klimperndem Honky Tonk-Piano, Bläser-Fills und powernden Gitarrenriffs bestimmten Roadhouse-Bluesrocker "Running man" und einer spektakulären Fassung von Willie Dixon's/Howlin’ Wolf’s Blues-Standard "Evil" (irres Gitarrensolo). Den Abschluß dieses vorzüglichen Albums bildet schließlich das hammerstarke, balladeske Titelstück "Resurrection", das mit einem gewissen Achtziger Jahre-/"Purple Rain"-Vibe spielt - melodisch, groovy und mit einem hinreißenden Gitarrensolo. Keine Frage, auf Mike Zito ist Verlaß! Das ist erneut ein hochklassiges Werk eines hochkarätigen Musikers! Weiter so!

Das komplette Tracklisting:

1. I'll Make Love To You - 3:27
2. Don't Bring Me Down - 4:21
3. Dreaming Of You - 3:55
4. In My Blood - 3:45
5. Presence Of The Lord - 5:20
6. When It Rains - 6:23
7. You Don't Have Me - 3:44
8. Damned If I Do - 5:29
9. Running Man - 4:15
10. Evil - 6:23
11. Resurrection - 6:55

Art-Nr.: 10364
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I'll make love to you
Dreaming of you
Presence of the Lord
You don't have me
Damned if I do
Running man
Resurrection

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