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Fleet, Larry - stack of records [2021]
Der großartige, in Chattanooga/Tennessee beheimatete Country Singer-Songwriter Larry Fleet dürfte für die meisten Countryfans ein neuer Name sein, doch der Bursche ist ein "alter Hase" im Geschäft, der sich, bedingt durch verschiedenste Umstände, aber erst jetzt aufmacht, die Countrywelt mit seiner ganz wunderbaren, unverbrauchten, ehrlichen Countrymusic zu beglücken und erobern. Der Mann ist ein echtes, kleines Country-Juwel. Als er gerade einmal 7 Jahre alt war, stand der kleine Larry bereits auf der Bühne des berühmten Ryman Auditoriums in Nashville und spielte Gitarre in der Bluegrass-Band seiner Familie. Eine goldene Countrykarriere schien vor ihm zu liegen, doch es kam anders. In seinen Zwanzigern war er komplett raus aus dem Geschäft und verdiente seinen Lebensunterhalt in der Baubranche. Hier und da mal ein Auftritt in einer unbedeutenden Bar war das einzige, mit der er seine ewige Liebe zur Musik, die er nie verlor, auslebte. Alles veränderte sich erneut, als er im Jahre 2017 zufällig bei einer Hochzeitsveranstaltung, wo er Coversongs spielte, den sehr erfolgreichen Jake Owen traf, der von Fleet's Talent und Stimme ungemein beeindruckt war und ihn daraufhin direkt als Opening Act für einiger seiner Auftritte buchte. Die beiden wurden Freunde und die Türen ins Rampenlicht Nashville's öffneten sich plötzlich wieder. Welch ein Glück für die Countrymusic, wie sein nun neues, zweites Album "Stack of records" höchst eindrucksvoll beweist. Larry Fleet ist aufgewachsen in einer musikverrückten Familie, wo alles an Musik lief, was seine Eltern irgendwie als hörenswert empfanden, von Country, Blues, Rock, Gospel, Soul, und so weiter. In der Countrymusic fand er schnell seine Erfüllung, doch all die anderen Genres inspirierten ihn ebenso, vor allem der Soul. Zu Fleet's großen Helden zählen Merle Haggard, Willie Nelson, Keith Whtley und Marvin Gaye. All das spiegelt sich seinen Songs deutlich wider. Fleet's Musik auf "Stack of records" ist absolut traditionell verwurzelter "Real Country", der allerdings alles andere als antiquiert rüberkommt. Im Gegenteil: Seine Musik wirkt extrem frisch und, bei einer durchaus knackigen Umsetzung, locker, unbeschwert, rootsig, ganz und gar nicht überproduziert, sondern natürlich rein, schön und auf den Punkt gebracht. Man spürt einfach die tiefe Ehrlichkeit des Künstlers, seine vollste Überzeugung. Flint ist mit vollem Herzen dabei. Dazu steckt diese Countrymusic voller Soul, vor allen Dingen Southern Soul. Diese Southern Soul-Attitüde ist das vielleicht Beeindruckendste an seiner Musik. Flint schafft es mit seiner erstklassigen Performance und seiner exzellenten, überaus angenehmen, warmen Bariton-Stimme, dieser tollen, natürlichen Countrymusic mit dem unwiderstehlichen "soulful Southernflair" eine ganz eigene Magie zu entlocken. Der klare, schön saftig inszenierte Sound ist vorwiegend bestimmt von herrlich vielschichtigen Gitarren, immer mal wieder mit feinen Slideguitar-Momenten und zündenden Gitarrensoli, aber hier und da auch mal mit tollen Mandolinen-, Banjo-, und/oder Pedal Steel-Klängen. Das Album beginnt mit dem fantastischen Titelstück "Stack of records", einer zeitlosen, hinreißend schönen, prächtig instrumentioerten, von jeder Menge Southern Soul durchzogenen Midtempo-Countrynummer, authentisch und autobiographisch durch und durch, mit der Larry Flint herrlich melodisch erzählt, für welche Art von Musik er steht und was die Fans mit diesem Album erwartet. "If you wanna know me, ypu gotta know what's in my soul. A little Bakersfield and Memphis, and a whole lot of Muscle Shoals. Take some County Soul Rock & Roll, mix 'em all together, yeah and I'm what you get, when you're raised on a stck of records". Einfach großartig! Vielschichtige, transparente Gitarren, inkl. Pedal Steel, eine tolle Melodie, abermals ein schön knackiges Midtempo und dieses genußvolle Southern-Feeling bestimmen das starke "Lifetime guarantee", das zudem mit klasse Slideguitar-Parts und -Solo aufwartet. So reihen sich eine klasse Nummer an die nächste (einen schwachen Track suchen wir auf dem kompletten Album vergebens), wie zum Beispiel die exquisite, erneut voller Southern Soul und ein wenig Gospel steckende Countryballade "Where I find God" (herrliche Melodie, feine Orgel im Hintergrund, schönes Mandolinen-Picking, dezente Slideguitar), der flotte, gefällige, überaus knackige, absolut traditionell geerdete Countryrocker "Quittin' ain't workin'" (frischer, dynamischer Drive, tolle Baritone Guitar, ansteckendes "Country Hee-Haw-Feeling"), das gemeinsam mit Jon Pardi dargebotene, honkytonkige, knackige "In love with my problems" (Pardi hat das Album zum Teil auch produziert), die wunderbar ins Ohr gehende Countryballade "Three chords and a lie" (tolles Baritone Guitar-/Steelguitar-Zusammenspiel), der abgehende, furiose Uptempo Outlaw Country-Ritt "One for the road" (starke Mundharmonika, erdige E-Gitarren), das nicht minder fulminante "Highway feet" (mit den Gästen Jamey Johnson und Bryan Sutton), und so weiter, und so weiter. Was für ein fantastisches Countryalbum von Larry Fleet! Das ist genau die Art von Musik, die Nashville braucht, um nach den mit aufpoliertem Pop und genrefremdem Kram verseuchten Charts wieder zurück in die Spur zu finden. Ehrliche, reine Countrymusic mit Seele, das ist Larry Fleet. Künstler wie etwa Chris Stapleton, Luke Combs und Ashley McBryde haben längst damit begonnen, wieder Soul und Reinheit zurück in die Countrymusic zu bringen, und sie haben durchaus riesigen Erfolg damit. Es ist also doch noch nicht alles verloren in den Charts und im Mainstream Countryradio. Larry Fleet muss man mit seinem immensen Potential ohne jeden Zweifel zu der o. a. Liste von Leuten hinzuzählen. Möge sich auch bei ihm der große Erfolg einstellen. Countyrmusic kann so schön sein...

Das komplette Tracklisting:

1. Stack of Records - 3:38
2. Lifetime Guarantee - 3:19
3. Where I Find God - 4:09
4. Quittin’ Ain’t Workin’ - 3:15
5. Different Shade of Red - 3:07
6. A Life Worth Living - 3:15
7. Hurt Feelings - 3:29
8. Church Parking Lot - 3:51
9. In Love With My Problems (feat. Jon Pardi) - 3:03
10. Three Chords and a Lie - 3:10
11. Never Wanna Meet Another Woman - 3:25
12. Heart On My Sleeve - 3:51
13. One For The Road - 3:00
14. Highway Feet (feat. Jamey Johnson & Bryan Sutton) - 3:29

Art-Nr.: 10433
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Stack of records
Lifetime guarantee
Where I find God
Quittin' ain't workin'
A life worth living
In love with my problems
Three chords and a lie
One for the road

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Foley, Sue - pinky's blues [2021]
Die gebürtige Kanadierin und vielfach preisgekrönte Blues-Gitarristin, Sängerin und Songwriterin Sue Foley, die mittlerweile schon viele Jahre in Austin/Texas lebt, hat sich seit ihrem 1992er Debüt "Young Girl Blues" mit ihrer ganz eigenen Blues(rock)-Trademark etabliert, die ihr herausragendes, ungemein variables, erdiges Gitarrenspiel mit einer Stimme verbindet, die sowohl Sex-Appeal als auch eine gewisse Unschuld ausstrahlt. Das hat sich auch bis heute, knapp 30 Jahre später nicht geändert. Im Gegenteil, sie ist besser im Geschäft als je zuvor. Ihr neues, ganz vorzügliches Album "Pinky's Blues" ("Pinky" ist der Spitzname ihrer pinkfarbenen Paisley Fender Telecaster Gitarre - ihrem absoluten Markenzeichen) ist ein herrlich, rauer, ungeschliffener Ritt durch die "Blues Backroads" von Texas, mit einer "Pinky" in Hochform am Steuer. Das Album wurde in nur 3 Tagen live in den Firestation Studios von San Marcos/Texas eingespielt, überwiegend in Trio-Besetzung, neben Sue mit Jon Penner am Bass und dem ehemaligen Stevie Ray Vaughan's Double Trouble-Trommler Chris “Whipper” Layton am Schlagzeug. Bei 2 Tracks half zudem Mike Flanigin an der Hammond Orgel aus, bei einem spielte Jimmie Vaughan zusätzlich Rhythmusgitarre. Über den Aufnahmeprozess sagt Sue: "What you’re hearing is live, off the floor, in the moment the music was played totally spontaneously and, mainly, improvised. And, we wanted to make something representative of the Texas blues that we had been schooled on in Austin. So, we picked great songs and I wrote a few of my own to round things out. Everything on it is a labor of love". Es ist einfach ein großartiges Erlebnis, diesen so ungemein rau und roh gehaltenen, völlig authentischen Songs in ihrem komplett "unpolierten", natürlichen Ambiente zuzuhören. Eröffnet wird das Album mit dem Titelsong Pinky's Blues" einem großartigen, traditionellem Blues-Instrumental, bei dem natürlich "Pinky", exzellent bearbeitet von Sue Foley, die zentrale Hauptrolle spielt. Was ist diese Frau für eine bravouröse Gitarristin. Der anschließende, herrlich groovy "rollende" Texas-Blues(rocker) "Two bit Texas town" handelt davon, sich von der Power der Musik inspirieren zu lassen, was das Thema des Album perfekt widerspiegelt. Voller Bewunderung und Zuneigung erwähnt Sue im Text solche Namen wie Muddy Waters, Lightnin' Hopkins, Eddie Taylor und Jimmy Reed. Ihre tolle, seelige Lead Gitarren-Begleitung kommt wie aus einem Guß. Mit dem famosen, flotten "Dallas man" erhöht sie noch einmal deutlich den Drive und die Dynamik. Geht einfach klasse ab, dieser prächtige, den vielen, aus dieser texanischen Metropole stammenden Bluesgrößen (u. a. Stevie Ray Vaughan, Jimmie Vaughan, Freddie King, T-Bone Walker, Blind Lemon Jefferson, Frankie Lee Sims, Anson Funderburgh, Zuzu Bollin und Doyle Bramhall II) gewidmete Texas-Boogie. Coole Licks und flüssige, lässige, dreckige Gitarrenlinien bestimmen das musikalische Geschehen. Man wippt unweigerlich mit, wird von diesem "geilen" Groove geradezu magisch angesteckt. Im erdigen, klassischen Slow Blues-Bereich bewegt sich Foley mit ihrer tollen Coverversion von Angela Strehli's "Say it's not so". Mit viel Seele, Inspiration und purer Blues-Leidenschaft lässt sie sich auf diese, abermals schön rau gehaltene Nummer ein, ein ausgedehntes, ungemein virtuoses Gitarrensolo inklusive. Dann das kraftvolle "Hurricane girl": "I'm a force of nature, I'm a hurricane girl" singt Foley im Refrain dieses kernigen, treibenden, schwerblütigen Texas Blues(rockers), eine wunderbar zutreffende Selbst-Charakterisierung der Protagonistin und ihrer Musik. Gast an der Rhythmusgitarre ist hier Jimmie Vaughan. Weitere Top-Nummern dieses starken Albums hören wir beispielsweise mit dem voller lässigem Drive nach vorn rockenden "Stop these teardrops" (dezenter Rockabilly-Vibe, tolles, fingerfertiges E-Gitarrenspiel), dem wunderbar melodischen, leicht swampigen, soulig-nostalgisch angehauchten "Think it over" (hingebungsvolles Gitarrensolo, schöne Orgelbegleitung), dem herrlichen, klssischen Texas-Shuffle "Someday", bis hin zu dem furiosen Wille Dixon-Knaller "When the cat's gone the mice play". Sue Foley's neues Album "Pinky's Blues" ist einfach eine tolle Hommage an den Texas-Blues, mit dem sie nicht nur eindrucksvoll demonstriert, dass sie eine der größten Blues-Gitarristinnen des Planeten ist, sondern auch, dass die pure Spielfreude und die Live-Spontanität, die alle beteiligten Musiker bei den Aufnahmen an den Tag legten, in einem tollen, ursprünglichen, emotionalen Hörvergnügen spürbar wird. Tolle Scheibe!

Das komplette Tracklisting:

1. Pinky's Blues - 4:13
2. Two Bit Texas Town - 3:44
3. Dallas Man - 3:28
4. Southern Men - 3:06
5. Say It's Not So - 4:41
6. Hurricane Girl - 3:41
7. Stop These Teardrops - 3:24
8. Boogie Real Low - 2:52
9. Think It Over - 3:39
10. Okie Dokie Stomp - 2:41
11. Someday - 4:08
12. When the Cat’s Gone the Mice Play - 2:29

Art-Nr.: 10430
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Two bit Texas town
Dallas man
Say it's not so
Hurricane girl
Stop these teardrops
Think it over
Someday
When the cat's gone the mice play

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Vegabonds, The - v [2019]
Fantastisch! Die Vegabonds aus Auburn/Alabama setzem mit ihrem neuen, nunmehr bereits 5. Album, ein erneutes Ausrufezeichen! Sie werden besser und besser. Was für herrliche, von geradezu traumhaften Melodien durchzogene, sich unmittelbar in unseren Ohren festsetzende Songs. 8 herrliche Nummern zwischen feinstem, lupenreinem Southern Rock, Southern umwehtem Rootsrock und von mit wunderbarem Southern Duft durchzogenem Countryrock. Ja, es sind nur 8 Songs mit gut 35 Minuten Spielzeit, aber die haben es in sich. Nicht der Hauch eines schwachen Momentes. Jedes Stück ist für sich ein Highlight dieses Albums. Die Vegabonds mit einer erneuten, absoluten Meisterleistung.

Das komplette Tracklisting:

1. Partyin' with Strangers - 3:59
2. Generation of Happiness - 3:55
3. I Ain't Having It - 3:58
4. When the Smoke Clears Up - 4:27
5. Everything I Need - 5:28
6. Best I Can - 4:06
7. Traveling Man - 3:52
8. Help is on the Way - 4:25

Art-Nr.: 9756
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Partyin' with strangers
Generation of happiness
I ain't having it
When the smoke clears up
Traveling man
Help is on the way

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