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Dion - stomping ground [2021]
Großartiges, neues Album von Dion (Dion Francis DiMucci), diesem ewig jungen Veteran und Haudegen, der seine größten, kommerziellen Erfolge bereits in den späten Fünfzigerm bis Mitte der Sechziger hatte (mit Dion & the Belmonts oder solo, deren Hits wie "Runaround Sue", "The Wanderer", "Ruby Baby" und "Lovers Who Wander" unvergesslich sind), der sich aber seit den letzten zwei Jahrzehnten ganz klar dem Blues und Bluesrock verschrieben hat, eine Musik, in der er sich tef verwurzelt fühlt. "Stomping ground" ist der kongeniale Nachfolger des letztjährigen, großartigen "Blues with friends"-Werkes, abermals erschienen auf Joe Bonamassa's noch recht jungem, eigenen "Keeping The Blues Alive"-Label. Wieder ist es ein ganz herrliches, kraftvolles Blues- und Bluesrock-Album geworden, das Dion mit einer Horde von hochkarätigen (Star)Kollaborateuren eingespielt hat, was allerdings bei anderen Künstlern in der Vergangenheit nicht immer automatisch ein Indiz für ein gutes Geligen war. Ganz anders bei diesem Werk: Zum einen gibt Dion hier jederzeit die Richtung vor, steht mit seiner herausragenden Gesangsperformance stets im Mittelpunkt des Geschehens, und das bei einem Alter von immerhin schon 82 Jahren. Einfach toll! Zum anderen werden hier, mit einer Ausnahme (Jimi Hendrix' "Red house", das Dion zusammen mit Keb' Mo' in einer hinreißenden, schön soulig-bluesigen, genauso old school, wie zeitgemäß, mit tollen Gitarrenläufen arrangierten Version präsentiert), keinerlei Covers aufgearbeitet, sondern es handelt sich bei den übrigen 13 von insgesamt 14 Tracks ausschließlich um neues Original-Songmaterial, alles komponiert oder mitkomponiert von Mr. DiMucci. Und die Songs sind klasse, absolut klasse! Nehmen wir doch gleich mal den das Album eröffnenden, energetischen, wie eine wuchtige, nicht zu stoppende Dampflok nach vorn preschenden und satt rockenden Blues-Boogie "Take it back", vollgepackt mit "special guest" Joe Bonamassa's Power-Riffs und fulminanten, fetten Gitarrenläufen. Die Nummer ist gleich ein richtiges Statement, beseitigt sofort jeden Zweifel an der Qualität des gesamten Werkes. Welch ein Drive, welch eine Power, welch eine Frische! Ein "Knaller"-Song folgt nach dem nächsten - jeweils mit weiteren, sich prächtig einbringenden Partnern, wie zum Beispiel Eric Clapton, Sonny Landreth, Billy F Gibbons, Marcia Ball & Jimmy Vovino, Mark Knopfler, Peter Frampton, Patti Scialfa & Bruce Springsteen und viele mehr. Wie gesagt, das Songmaterial ist exzellent! "The Blues have been at the heart of my music since the early 1960s", führte Dion im Rahmen der Veröffentlichung des Vorgängeralbums aus - und das kommt auch bei "Stomping ground" voll und ganz rüber. Man hört es zu einhundert Prozent. Eine wirklich beeidruckende Leistung von Dion DiMucci und seinen toll aufspielenden Freunden.

Das komplette Tracklisting:

1. Take It Back - (feat. Joe Bonamassa) - 5:35
2. Hey Diddle Diddle - (feat. G.E. Smith) - 4:28
3. Dancing Girl - (feat. Mark Knopfler) - 4:12
4. If You Wanna Rock 'n’ Roll - (feat. Eric Clapton) - 4:56
5. There Was A Time - (feat. Peter Frampton) - 6:29
6. Cryin' Shame - (feat. Sonny Landreth) - 4:45
7. The Night Is Young - (feat. Joe Menza, Wayne Hood) - 5:04
8. That's  What The Doctor Said - (feat. Steve Conn) - 4:05
9. My Stomping Ground - (feat. Billy F Gibbons) - 5:12
10. Angel In The Alleyways - (feat. Patti Scialfa, Bruce Springsteen) -4:20
11. I've Got To Get To You - (feat. Boz Scaggs, Joe Menza, Mike Menza) - 5:07
12. Red House (feat. Keb' Mo') - 3:13
13. I Got My Eyes On You Baby - (feat. Marcia Ball, Jimmy Vivino) - 4:12
14. I've Been Watching - (feat. Rickie Lee Jones, Wayne Hood) - 4:32

Art-Nr.: 10459
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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James, Colin - open road [2021]
Colin James, seit mehr als 30 Jahren im Geschäft, gilt mit seinen 20 Studioalben, 7 Juno Awards und 27 Maple Blues Awards in seiner kanadischen Heimat als regelrechte Ikone des Blues und Roots-Blues, wie auch als einer der versiertesten Gitarristen des Landes. Von der großen Öffentlichkeit außerhalb Kanada's weitestgehend viel zu wenig wahrgenommen, genießt er allerdings bei den Musikerkollegen eine umso größere Wertschätzung. Es ist nahezu unmöglich, alle Größen, mit denen er bislang zusammengearbeitet hat, aufzuzählen - hier nur ein paar davon: Bonnie Raitt, Albert Collins, Pops Staples, Robert Cray, Albert King, Keith Richards, Lenny Kravitz, ZZ Top, Mavis Staples, Luther Allison, Roomful of Blues, Bobby King, Terry Evans, John Hammond Jr, Carlos Santana, Little Feat, Jeff Healey, Buddy Guy und viele mehr. "Open road" ist sein exakt 20. Studiowerk - und es ist, wie es sich zu einem solchen Jubiläum gehört, ein sehr, sehr starkes - vielleicht sogar eines seiner besten der letzten Jahre. Wir hören 13 großartige, neue Songs, je etwa zur Hälfte Eigenkompsitionen und ausgewählte Covers. Die Tracks sind tief verwurzelt im Blues, tummerln sich aber auch genüßlich auf dem Roots-/Americana-Terrain. James' starker Gesang und vor allem sein exzellentes, virtuoses, schön erdiges, kerniges Gitarrenspiel (tolle Soli zuhauf) bestimmen das musikalische Geschehen, wobei sehr oft auch eine herrliche Orgeluntermalung als überaus angenehme Ergänzung zu den Gitarren dient. Alles ist hervorragend strukturiert, aufeinander abgestimmt und bleibt klasse hängen. Das Album startet mit einer famosen Coverversion von Tony Joe White's "As the crow flies", die man als so etwas wie ein Referenzstück für das gesamte Album bezeichnen kann. Basierend auf einem pumpenden, seeligen Bluesrock-Groove präsentiert James diese Nummer in einem herrlich rootsigen Ambiente, mit einem swampigen Dobro zur Einleitung, seinem erstklassigen, parallel von bluesiger E-Gitarre begleiteten Gesang und tierischen, variablen, zündenden, auf den Punkt gebrachten Gitarrensoli. Packt einen sofort, sowohl in puncto Qualität, als auch in puncto Feeling. Ein toller Auftakt und ein großes Versprechen für den Rest des Album, dem James allerdings voll und ganz gerecht wird, ohne jeden Aussetzer. Im Anschluß daran hören wir eine wunderbar brodelnde, mit heißen Bläserfills und "ripping guitar lines" garnierte Fassung von Albert King's "Can't you see what you're doing to me". Ein hinreißend lässiges, dabei äußerst virtuoses, locker flockig aus dem Handgelenk "geschütteltes" Gutarrensolo steht im Mittelpunkt des ungemein gefühlvollen, voller Soul steckenden Slow Blues "That's why I'm crying", während das steady und hypnotisch groovende Titelstück "Open road" mit seiner klasse Melodie, dem slidenden Dobro, seinen herrlich erdigen Gitarren und der überaus ansprechenden Orgel-Untermalung unwiderstelich, in bester JJ Cale-Manier, einen endlosen Roots-/Americana-Highway entlang rollt. Welch ein Genuß! Massive, breit angelegte, vielschichtige Gitarren (tolles, feuriges Solo) und abermals diese wohlige Orgel-Begleitung zieren den prächtigen Texas -Bluesrocker "Change it", übrigens eine Kompsition von Doyle Bramhall. Vorzüglich gelungen sind auch die beiden Tracks, die James zusammen mit seinem Freund Colin Linden geschrieben hat: Die ungemein melodische, von jeder Menge Southernflair durchzogene, staubige Americana-Ballade "Raging river" (starkes, Dobro-ähnliches Acoustic Gitarren-Picking, tolle Slideguitar-Klänge von Colin Linden), sowie der intensive, bärenstarke, mit einem feinen, Stevie Ray Vaughan-kompatiblen Texas-Vibe versehene Slow Blues "There's a fire", bei dem mehr als die Hälfte der Spielzeit aus packenden Gitarrensoli besteht. Richtig Feuer hat auch der gut abgehende, von erdigen, Chuck Berry-mäßigen Riffs und klimperndem Honky Tonk-Piano angetriebene Barrelhouse Boogie/Blues Rock'n Roller "When I leave this house" mit seinem ausgedehnten, herausragenden, virtuosen Gitarrensolo. Colin James, das hört man hier wieder besonders, ist ein wahrer Meister der 6 Saiten. Erwähnt seien zudem noch zwei weitere, großartige Coverversionen: Zum einen die scharfe, auf einem schwülen Swamp-Groove gebettete, mit starken (Slide)Gitarren-Klängen veredelte Version von John Lee Hooker's "Bad boy", sowie das von Bob Dylan und Jim James verfasste "Down on the bottom", ein fantastischer, bluesiger, erdiger, kraftvoller, dennoch "easy-flowing" Rootsrocker voller saftiger Gutarren vom Allerfeinsten. Colin James gelingt mit seinem 20. Studioalbum ein wahres Karriere-Highlight. Einfach wunderbar, wie zielsicher und ansprechend er Bluesrock- und Rootsrock-/Americana-Elemente miteinander verbindet. Wie sagt es ein amerikanischer Kritiker so treffend: "To any fans of electric urban blues, especially those who appreciate exceptional guitar playing". Ein super Album!

Das komplette Tracklisting:

1. As The Crow Flies 4:25
2. Can't You See What You're Doing To Me -- 3:32
3. That's Why I'm Crying - 5:04
4. Open Road - 5:09
5. Change It - 4:16
6. Raging River - 4:22
7. Leave This House - 3:29
8. It Takes Time - 3:08
9. There's A Fire - 4:41
10. It Takes A lot to Laugh, It Takes A Train to Cry - 2:47
11. Bad Boy - 3:32
12. Down On The Bottom - 4:36
13. I Love You More Than Words Can Say - 4:42

Art-Nr.: 10451
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
As the crow flies
That's why I'm crying
Open road
Change it
Raging river
When I leave this house
There's a fire
Bad boy
Down to the bottom

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Knowles, Davy - three miles from avalon [2016]
Der von der Isle Of Man stammende, ehemalige Back Door Slam-Leader Davy Knowles gilt als einer der talentiertesten und versiertesten Gitarristen der jungen Bluesrock-Garde. Peter Frampton beispielsweise sagt über ihn: "Davy already has a recognizable style. He’s definitely the gunslinger guitarist of the 21st century". Quasi als "Appetizer" für Knowles' neues Album "What happens next", das am 22.10.2021 erscheinen wird, dürfen wir jetzt erstmals auch sein bislang gar nicht so leicht oder nur recht teuer zu bekommendes, fantastisches Werk "Three miles from Avalon" aus dem Jahre 2016 anbieten, das möglicherweise der ein oder andere Interessierte unter unseren Kunden bislang noch nicht in seiner Sammlung hat. Was ist das für ein klasse Album! Die musikalischen Wurzeln des mittlerweile in Chicago/Illinois lebenden Davy Knowles liegen gleichermaßen im klassischen, traditionellen Blues, wie auch im (bluesigen) Classic Rock der frühen Siebziger Jahre, was er auch sehr deutlich in dem durchweg sehr starken Songmaterial von "Three miles from Avalon" zum Ausdruck bringt. Kochenden, schnörkellosen, straighten Rockern und ungemein inspirierten, satten Bluesnummern, steht auch mal eine hinreißende, bluesige Classic Rock-Ballade gegenüber, wobei er sich bei seinen Songs darüber hinaus gern mal ein paar progressiver, folkiger und/oder sogar southernrockiger Tendenzen bedient. Er bringt das alles super unter einen Hut, doch, wie gesagt, Classic Rock und Blues bilden die musikalische Basis. Das Songmaterial, bis auf eine packende, knapp 12-minütige Coverversion von Willie Dixon's "What in the world", alles Eigenkompositionen von Knowles, ist durchweg exzellent. Davy Knowles ist einfach ein musikalisches Multitalent, ein vorzüglicher Songwriter, ein wirklich toller Sänger und eben ein herausragender Gitarrenzauberer. Der Bursche spielt wie eine mitreißende Mischung aus Eric Clapton, Robert Cray, Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughan und Rory Gallagher. Seine virtuosen und vielseitigen, oft sehr kraftvollen, fetten, aber auch mal ruhigeren Soli stecken voller Leidenschaft, voller Fauer und voller Seele. Doch trotz höchster Gitarrenkunst stellt sich Knowles niemals zu sehr in den Mittelpunkt, sondern lässt auch seinen Band-Kollegen (Quartett-Besetzung), vor allem Keyboarder Andrew Toombs, viel Freiraum sich zu entfalten. Gerade Lead Gitarre und Orgel ergänzen sich herausragend gut. Die glänzend aufgelegte Rhythmusfraktion, Bryan Doherty am Bass und Michael Caskey am Schlagzeug, sorgt für den perfekten Unterbau. Den Auftakt dieser tollen Scheibe macht das starke, voller Dynamik und Tempo nach vorn rockende "Ain't much of nothin'". Wie praktisch alle Songs, glänzt auch diese Nummer mit einer klasse hängen bleibenden Struktur und Melodik. Sofort fällt das schon erwähnte kongeniale Zusammenspiel zwischen Lead Gitarre und Hammond Orgel auf, wobei Knowles im Break gleich mit einem glühenden, magischen Gitarrensolo punktet. Zieht einen unmittelbar in seinen Bann. Mit leicht funky angehauchten Riffs, einem Hauch von Retro-Soul und viel Classic Rock-Feeling grooven sich die Jungs anschließend in das straighte, kräftige "What you're made of". Erneut beeindrucken die Melodie, die prächtige Orgel und Knowles' "geile" Soli. Mit dem folgenden, famosen "Falling apart" wird das Tempo dann erst einmal auf Slow Blues-Niveau heruntergefahren, doch die Energie bleibt hoch. Klassische Slow-Blues-Tendenzen treffen auf schwergängige, fast schon heavy wirkende, Led Zeppelin-affine Classic Rock-Licks aus parallel agierenden E-Gitarre und Bass. Knowles' Gesangsvortrag ist große Klasse, sein Gitarrenspiel, inkl. Solo, einfach super. Mit einer guten Portion Southern-Würze kommen das kompakt und swmpig stampfende "Never gonna be the same" (klasse Slideguitar), das flotte, flüssige, rootsige "Gov't row" (die Gitarrenarbeit erinnert gar ein wenig an die guten, alten The Outlaws), sowie der mächtige Mississippi Bluesrock-Stampfer "Oxford, MS" (straffe Riffs, rollende Orgelklänge, glühendes Gitarrensolo). Das großartige, balladeske Titelstück "Three miles from Avalon" ist ein Musterbeispiel für die Zusammenführung von bluesigen Strömungen und dezent progressiven, klassischen, Seventies Rock-Strukturen - alles mündend in einem fulminanten Gitarrensolo am Ende. Das abschließende, umwerfende "What in the world" haben wir oben schon erwähnt. Nur soviel noch dazu: Das ausgedehnte, exquisite Hammond Orgel-Solo von Toombs und Knowles' Gitarrensolo sind ein beeindruckender Nachweis dafür, mit welch exzellenten Musikern wir es hier zu tun haben. Fazit: Davy Knowles und seine Band mit einem Classic Rock angehauchten Bluesrock-Killerteil, dem nan sich kaum entziehen kann.

Das komplette Tracklisting:

1. Ain't Much of Nothin' - 4:52
2. What You're Made Of - 3:55
3. Falling Apart - 4:57
4. Never Gonna Be the Same - 2:42
5. Gov't Row - 3:14
6. Oxford, Ms - 3:18
7. Three Miles from Avalon - 4:26
8. What in the World - 11:45

Art-Nr.: 10401
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ain't much of nothin'
What you're made of
Falling apart
Never gonna be the same
Gov't row
Three miles from Avalon
What in the world

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