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American Aquarium - slappers, bangers & certified twangers: vol. one [2021]
Überraschende, völlig unerwartete, aber ganz großartige Veröffentlichung der exzellenten Rootsrock-/Americana-Truppe American Aquarium um den charismatischen Singer-Songwriter BJ Barham aus dem kleinen Nest Reidsville in North Carolina. "Slappers, Bangers, and Certified Twangers - Vol. 1" kommt dementsprechend auch nicht über das normale Label der Band, sondern ist, Label-unabhängig, eine Eigenveröffentlichung, die ausschließlich über die Website der Band erhältlich ist. Dennoch haben wir, direkt von BJ Barham, exklusiv ein paar Exemplare für die vielen American Aquarium-Fans hierzulande erhalten. Eine tolle Sache, denn das Album ist etwas ganz Besonderes und ist einfach prächtig gelungen. Barham, Geburtsjahr 1984, und seine Jungs haben sich für dieses Werk 10 ausgewählte Countryhits aus der goldenen Neunziger Jahre "New Country"-Ära vorgenommen, als die Charts und das Countryradio noch von "echter" Countrymusic bestimmt wurden, und haben diese Songs mit ihrer ganz eigenen, typischen Rootsrock-Americana-Attitüde (deutlich rootsiger, rockiger, teils mit einem wunderbaren Heartland Rock-Flair) neu eingespielt. BJ Barham ist mit diesen Songs aufgewachsen. Sie liefen während seiner Jugend im Radio hoch und runter, sind ihm einfach tief in Erinnerung geblieben. Dabei hat sich die Band, bis vielleicht auf Trisha Yearwood's "She's in love with the boy", nicht unbedingt auf die absoluten Chartbreaker konzentriert, die wochenlang auf Nr. 1 standen, sondern eher solche herangezogen, die nur für kurze Zeit ganz oben oder relativ weit vorne waren. Was für ein spontaner, cooler Spaß - einfach herrlich! "Most singer-songwriters like to pretend they came out of the womb listening to Townes Van Zandt and Guy Clark, but if you were born in the mid-’80s and lived in the South, you were probably raised on the same steady diet of ’90s radio country as I was", erzählte BJ Barham dem Rolling Stone und führte weiter aus: "The kinds of songs that you haven’t heard in 20 years, but when they randomly come on the radio you still miraculously know every word. These songs transport me back to a very specific time and place in my childhood. The summers spent riding around town in the backseat of my dad’s Blazer, windows down, radio up, singing along at the top of my lungs to take my mind off the vinyl seats scalding the back of my legs". American Aquarium drücken diesen Country-Klassikern nicht nur ihren Stempel auf, sondern machen sie quasi komplett zu ihren eigenen Songs. Schon durch BJ Barham's hervorragenden, einzigartigen Gesang, aber eben auch durch die rootsig rockige Note (klasse E-Gitarren, aber auch jeden Menge Pedal Steel), erhalten die Songs die unwiderstehliche American Aquarium-DNA und klingen deshalb, bei aller Wahrung ihrer Country-Herkunft, doch deutlich anders als die Originale. Los geht's mit dem herrlich knackig und rockig präsentierten "Queen of my double wide trailer", ursprünglich von Sammy Kershaw. Kommt als toller, countryinfizierter Midtempo Roots-/Americana-Rocker, sehr melodisch, mit erdigen E-Gitarren, toller Pedal Steel und feinen Orgel-Klängen. Stark und spannend, diese Nummer im klassichen, typischen AA-Gewand zu hören. Und so geht das munter weiter. Zum Beispiel mit dem dynamischen Sawyer Brown-Knaller "Some girls do" (kurzes, zündendes Gitarrensolo, tolle Balance zwischen rockig und country), dem schon erwähnten Trisha Yearwood-Klassiker "She's in love with the boy" (toller Drive, rauer und ungeschliffener als das Original), Joe Diffie's rockig und riffig arrangiertem "John Deere green" (kochende Gitarrenriffs, prächtige Slideguitar-Parts, klimperndes Honky Tonk-Piano), der tollen Version von Brooks & Dunn's "Lost and found" (großartige Melodie, wunderbare Pedal Steel, starke Gitarren), dem dynamischen Jo Dee Messina-Hit "Heads Carolina, tails California", oder auch der das Album exzellent abschließenden, mit einem guten Drive inszenierten, baumstarken Fassung von Toby Keith's erstem Nr. 1-Hit aus dem Jahre 1993, "Should've been a cowboy" (herrliche Pedal Steel, tolles Klavierspiel). Der Spaß, den die Band bei den Aufnahmen zu diesem wunderbaren Cover-Album hatte überträgt sich spürbar auf den Hörer. Roots- und Americana-Rockband American Aquarium rocks Nineties Country-Classics! Tolle Idee, super gelungen! Teil 2 kann kommen...

Anmerkung:
Das rare, recht schwer zu bekommende Album wird "normalerweise" ausschließlich von der Band selbst vertrieben und ist "eigentlich" nur über deren Homepage zu beziehen. Wir haben jedoch einmalig eine bestimmte Anzahl von Exemplaren für euch ergattern können...

Das komplette Tracklisting:

1. Queen of My Double Wide Trailer (Sammy Kershaw) - 3:43
2. Some Girls Do (Sawyer Brown) - 3:21
3. I Try to Think About Elvis (Patty Loveless) - 2:50
4. She's in Love with the Boy (Trisha Yearwood) - 4:22
5. John Deere Green (Joe Diffie) - 4:32
6. Wild One (Faith Hill) - 2:50
7. Lost and Found (Brooks & Dunn) - 4:20
8. Down at the Twist and Shout (Mary Chapin Carpenter - 3:34
9. Heads Carolina, Tails California (Jo Dee Messina) - 3:32
10. Should've Been a Cowboy (Toby Keith) - 3:30

Art-Nr.: 10460
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Queen of my double wide trailer
Some girls do
She's in love with the boy
John Deere green
Lost and found
Heads Carolina, tails California
Should've been a cowboy

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Brown Band, Zac - the comeback [2021]
Wow! Das siebte Album der aus Atlanta/Georgia stammenden, grandiosen Zac Brown Band bedeutet nicht mehr und nicht weniger als einen absoluten, neuen Höhepunkt in deren schillernder Karriere. "The comeback", so der Albumtitel, suggeriert die langsame Rückkehr zur Normalität nach den schweren, pandemiebedingten Zeiten, verbunden mit dem ungezügelten Optimismus auf eine "leuchtende" Zukuft. Die Fans der Band dürfen den Albumtitel jedauch auch als eine eindeutige, ganz klare Rückkehr ihrer Lieblinge zu den Zeiten ihrer ersten drei/vier Alben verstehen, denn die ungewöhnlichen, elektronischen Sounds von "Jekyll + Hide" und "The Owl" gehören mit dem neuen Werk erst einmal wieder der Vergangenheit an. Alles ist wieder wie bei "The foundation" und den umittelbar darauf folgenden Werken. Da ist er wieder, dieser "luftige", handgemachte Country der Band, den sie in der Lage ist so unwiderstehlich, über seine Grenzen hinaus auszuloten, so variabel und kreativ, wie nur möglich zu gestalten, wie es kaum einer anderen Band gelingt. Diese herrliche Musik ist klar verwurzelt im Country, aber sie ist genauso im Roots-, Americana-, Southern- und auch im Jam Rock-Bereich zu Hause und das seit vielen, vielen Jahren, lange bevor sich der ganz große kommerzielle Erfolg einstellte. Sie strotzen auf dem neuen Album nur so vor Frische, zeigen ihre beeindruckende Spielkultur und Spielfreude, ihre natürlichen Roots und ihre Lockerheit. Das alles ist die pure Wonne: Die traditionll verwurzelten Country-Fundamente, der natürliche Southern Rock-Spirit, die ungezwungenen. jammigen Instrumental-Breaks, die Leichtigkeit, das Buffett-ähnliche Ocean-/Karibik Flair und diese traumhalft ins Ohr gehenden Melodien. Zu den Highlights eines überragenden Albums zählen der hinreißend melodische, sonnige, hymnische Countryrocker "Slow burn" (Pedal Steel, klasse E-Gitarren), die wunderbar karibisch angehauchten, lockeren, herrlich frischen Nummern "Same boat" und "Paradise lost on me", das fluffige, southern-folkige, wunderschöne "Wild palomino", der hoch melodische Gitarren-Countryrocker "The comeback", der satte Southern Rocker "GA clay", das lässig lockere, sicher auch im Repertoire von Midland gut unterzubringende "Old love song", der kernige, fette Southern Rocker "GA clay", die schöne Midtempo Countrynummer "Closer to heaven" mit Jazz Singer-Songwriter Gregory Porter als Duett-Partner, bis hin zu dem über 7-minütigen, umwerfenden, sich zwischen Country, Blues und jammigem Southernrock bewegenden, mit dem famosen Marcus King eingespielten "Stubborn pride" (irre Gitarrensoli, grandiose Gesangsperformance von Brown und King). Die Zac Brown Band spielt in einer ganz eigenen Country-Liga - und das auf höchstem Niveau. "The comeback" unterstreicht dies einmal mehr auf beeindruckendste Art und Weise. Ein brillantes, neues Album.

Das komplette Tracklisting:

1. Slow Burn - 3:32
2. Out in the Middle - 2:46
3. Wild Palomino - 3:18
4. Us Against the World - 3:12
5. Same Boat - 3:10
6. Stubborn Pride (feat. Marcus King) - 7:08
7. Fun Having Fun - 3:40
8. The Comeback - 3:19
9. Old Love Song - 3:31
10. Any Day Now - 3:13
11. Paradise Lost on Me - 2:24
12. GA Clay - 3:42
13. Love and Sunsets - 3:40
14. Closer to Heaven (feat. Gregory Porter) - 3:58
15. Don't Let Your Heart - 3:18

Art-Nr.: 10426
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Castro, Tommy - a bluesman came to town [2021]
"Tommy Castro is one of the brightest stars in the blues-soul genre. Voracious blues energy and ultimate soul power, impassioned vocals and pure inventiveness in his stellar guitar solos", schreibt beispielsweise das renommierte Blues Music Magazine, und die Washington Post sagt: "Soul-baring, roadhouse-meets-church, Memphis guitar licks, gritty voice, Southern colors and rootsy textures". Die Fachwelt ist sich einig: Der in San Jose/Californien geborene und aufgewachsene, exzellente Gitarrist und großartige Sänger und Songwriter Tommy Castro gehört mit seiner unwiderstehlichen, magischen Mixtur aus vorzüglichem "funky Southern Soul, Big City Blues and Classic Rock" zu den etabliertesten, respektiertesten und verehrtesten Künstlern des Bluesrock-Genres der letzten, gut 25 Jahre. Mit "A Bluesman Came to Town" (Untertitel "A Blues Odyssey") legt Castro nun ein geradezu meisterhaftes, neues Album vor, das ihn in bestechender, musikalischer Verfassung zeigt. Eingespielt in den Switchyard Studios von Nashville/Tennessee unter der exzellenten Produktion von Tom Hambridge (u. a. Buddy Guy, George Thorogood, Delbert McClinton, Gregg Allman) handelt es sich um eine Art Konzeptalbum, das die Geschichte eines in einem kleinen Provinznest lebenden, jungen Mannes erzählt, in dessen Städtchen eines Tages ein Gitarre spielender "Bluesman" auftaucht. Von diesem Tag an veränderte sich das Leben dieses jungen Mannes schlagartig, das "Bluesvirus" hatte ihn infiziert. Er besorgte sich eine Gitarre, lernte, zog aus in die weite Musiker-Welt, war fortan nahezu stetig "on the road". Eine wunderbare Geschichte, ohne Zweifel ein wenig autobiographisch und inspiriert von den Erfahrungen vieler Musikerkollegen, musikalisch geradezu perfekt umgesetzt. Derartige Konzeptalben funktionieren eigentlich nur, wenn, trotz des zusammenhängenden Handlungsstranges, jeder Track auch für sich alleine steht - und genau das ist hier zu 100% der Fall. Welche Nummer man sich auch herauspickt, sie hat auch ihre eigene Geschichte aus dem Lebenslauf dieses jungen Musikers. Das Songmaterial ist grandios. Produzent Hambridge hat eine Reihe der besten Studio-Cracks Nashville's mitgebracht (er selbst spielt Schlagzeug ,dazu Rob McNelley an der zweiten Gitarre, Kevin McKendree an den Keyboards und Tommy MacDonald am Bass), die Castro herausragend begleiten. Diese "Nashville Gang" bringt eine Menge Southern-Flair in die Songs. Tommy Castro selbst glänzt mit sehr starkem Gitarrenspiel und immer wieder mit ganz wunderbaren, genauso zündenden wie messerscharfen, auf den Punkt gebrachten Soli. Sein voller Seele steckender Gesang war nie besser! Der Songreigen startet mit dem famosen, rootsigen Midtempo-Bluesrocker "Somewhere", gleich eine Nummer, die vor Southern-Flair nur so trieft. Kräftige, swampige Riffs, wunderbare Mundharmonika-Klänge von Wet Willie's Jimmy Hall, der hier als Gast mitwirkt, dazu ein großartiger, steady Groove und herrlich schwüle Slideguitar-Licks, inkl. eines prächtigen Solos, sowie eine uns sofort mitnehmende, exzellente Melodie. Castro und seine Begleitmusiker sind von Beginn an mit viel Leidenschaft, Seele und spürbarer Spielfreude am Werk. Ein Auftakt vom Allerfeinsten! Nicht minder stark geht's mit dem Titelstück "A bluesman came to town" weiter. Castro's exquisite Gitarrenbegleitung zu dem erneut schön rootsigen und southern inspirierten Groove, in Verbindung mit McKendree's schönen Wurlitzer-Klängen, ist ein einziger Genuß. Kein wildes Gefrickel, sondern punktgenaues, virtuoses, durchdachtes, geradliniges, erdiges Spiel, das den Zuhörer geradezu magisch umgarnt. Herrlich! Mit dem furiosen, soulful Roadhouse-Bluesrocker "Child don't go" wird das Tempo anschließend kräftig angezogen. Castro singt hier im Duett mit der stimmgewaltigen Terrie Odabi. Ein temporeicher Drive, klimperndes Honky Tonk-Piano und dynamische Gitarren sorgen für ordentlich Furore. Anschließend steht die hinreißende, lockere, voller Southern-Soul und Retro-Flair steckende Ballade "You to hold on to" auf dem Programm, die u. a. mit einer unwiderstehlichen Melodie punktet. Wieder hören wir dezente Wurlitzer-Klänge, eine hintergründige Orgel und fantastische Gitarrenlinien mit einem Solo, das unsere Ohren regelrecht verzaubert. Nach dem anschließenden, drückenden, hitzigen, fetten Funk-/Blues-Kracher "Hustle", folgt mit dem kraftvollen "I got burned" ein bärenstarker, traditionell verwurzelter, ein wenig Stevie Ray Vaughan-beeinflusster Shuffle-Blues, der, unaufhaltsam wie ein "dampfendes Stahlroß" nach vorn groovt. Enthält ein powerndes, ausgedehntes Gitarrensolo, sowie prächtig passendes, antreibendes Piano-Geklimper, Welch ein Drive! Sehr viel Southern-Feeling und gar ein paar psychedelische Vibes versprüht der balladeske, recht locker groovende, dennoch viel Kraft ausstrahlende Roots-/Bluesrocker "Draw the line", dessen erdige, dabei messerscharfe Gitarrenlinien mit Castro's tollem Lead Gesang abermals eine wunderbar harmonische Einheit bilden. Mit der ganz wunderbaren, hoch melodsichen Soul-/Blues-Ballade "I want to go back home", präsentiert uns der Meister dann noch einmal "richtig was für's Herz" (tolles Saxophon-Spiel und -Solo von Deanna Bogart), ehe er mit dem powernden, voller krachender Led Zeppelin-like Riffs und glühender Slideguitar (feuriges Solo) steckenden Bluesrock-Knaller "Bring it back" nochmal ordentlich Dampf ablässt. Zum Abschluß möchten wir noch einmal ein überaus treffendes Zitat des hoch geschätzten "No Depression"-Magazins anführen, in dem es heißt: "Castro plays gritty, string-bending blues like a runaway train, a glorious blend that rocks the soul and lifts the spirits". Tommy Castro mit einer grandiosen Vorstellung. Diese Blues-Odyssee "A Bluesman Came to Town" ist ohne jeden Zweifel eines der besten Alben seiner gesamten Karriere.

Das komplette Tracklisting:

1. Somewhere - 3:30
2. A Bluesman Came To Town - 3:57
3. Child Don't Go - 2:49
4. You To Hold On To - 3:53
5. Hustle - 3:36
6. I Got Burned - 3:36
7. Blues Prisoner - 5:16
8. I Caught A Break - 2:38
9. Women, Drugs and Alcohol - 4:19
10. Draw The Line - 4:14
11. I Want To Go Back Home - 3:41
12. Bring It On Back - 3:44
13. Somewhere (Reprise) - 2:39

Art-Nr.: 10392
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Somewhere
A bluesman came to town
Child don't go
You to hold on to
I got burned
Draw the line
I want to go back home
Bring it back

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Dion - stomping ground [2021]
Großartiges, neues Album von Dion (Dion Francis DiMucci), diesem ewig jungen Veteran und Haudegen, der seine größten, kommerziellen Erfolge bereits in den späten Fünfzigerm bis Mitte der Sechziger hatte (mit Dion & the Belmonts oder solo, deren Hits wie "Runaround Sue", "The Wanderer", "Ruby Baby" und "Lovers Who Wander" unvergesslich sind), der sich aber seit den letzten zwei Jahrzehnten ganz klar dem Blues und Bluesrock verschrieben hat, eine Musik, in der er sich tef verwurzelt fühlt. "Stomping ground" ist der kongeniale Nachfolger des letztjährigen, großartigen "Blues with friends"-Werkes, abermals erschienen auf Joe Bonamassa's noch recht jungem, eigenen "Keeping The Blues Alive"-Label. Wieder ist es ein ganz herrliches, kraftvolles Blues- und Bluesrock-Album geworden, das Dion mit einer Horde von hochkarätigen (Star)Kollaborateuren eingespielt hat, was allerdings bei anderen Künstlern in der Vergangenheit nicht immer automatisch ein Indiz für ein gutes Geligen war. Ganz anders bei diesem Werk: Zum einen gibt Dion hier jederzeit die Richtung vor, steht mit seiner herausragenden Gesangsperformance stets im Mittelpunkt des Geschehens, und das bei einem Alter von immerhin schon 82 Jahren. Einfach toll! Zum anderen werden hier, mit einer Ausnahme (Jimi Hendrix' "Red house", das Dion zusammen mit Keb' Mo' in einer hinreißenden, schön soulig-bluesigen, genauso old school, wie zeitgemäß, mit tollen Gitarrenläufen arrangierten Version präsentiert), keinerlei Covers aufgearbeitet, sondern es handelt sich bei den übrigen 13 von insgesamt 14 Tracks ausschließlich um neues Original-Songmaterial, alles komponiert oder mitkomponiert von Mr. DiMucci. Und die Songs sind klasse, absolut klasse! Nehmen wir doch gleich mal den das Album eröffnenden, energetischen, wie eine wuchtige, nicht zu stoppende Dampflok nach vorn preschenden und satt rockenden Blues-Boogie "Take it back", vollgepackt mit "special guest" Joe Bonamassa's Power-Riffs und fulminanten, fetten Gitarrenläufen. Die Nummer ist gleich ein richtiges Statement, beseitigt sofort jeden Zweifel an der Qualität des gesamten Werkes. Welch ein Drive, welch eine Power, welch eine Frische! Ein "Knaller"-Song folgt nach dem nächsten - jeweils mit weiteren, sich prächtig einbringenden Partnern, wie zum Beispiel Eric Clapton, Sonny Landreth, Billy F Gibbons, Marcia Ball & Jimmy Vovino, Mark Knopfler, Peter Frampton, Patti Scialfa & Bruce Springsteen und viele mehr. Wie gesagt, das Songmaterial ist exzellent! "The Blues have been at the heart of my music since the early 1960s", führte Dion im Rahmen der Veröffentlichung des Vorgängeralbums aus - und das kommt auch bei "Stomping ground" voll und ganz rüber. Man hört es zu einhundert Prozent. Eine wirklich beeidruckende Leistung von Dion DiMucci und seinen toll aufspielenden Freunden.

Das komplette Tracklisting:

1. Take It Back - (feat. Joe Bonamassa) - 5:35
2. Hey Diddle Diddle - (feat. G.E. Smith) - 4:28
3. Dancing Girl - (feat. Mark Knopfler) - 4:12
4. If You Wanna Rock 'n’ Roll - (feat. Eric Clapton) - 4:56
5. There Was A Time - (feat. Peter Frampton) - 6:29
6. Cryin' Shame - (feat. Sonny Landreth) - 4:45
7. The Night Is Young - (feat. Joe Menza, Wayne Hood) - 5:04
8. That's  What The Doctor Said - (feat. Steve Conn) - 4:05
9. My Stomping Ground - (feat. Billy F Gibbons) - 5:12
10. Angel In The Alleyways - (feat. Patti Scialfa, Bruce Springsteen) -4:20
11. I've Got To Get To You - (feat. Boz Scaggs, Joe Menza, Mike Menza) - 5:07
12. Red House (feat. Keb' Mo') - 3:13
13. I Got My Eyes On You Baby - (feat. Marcia Ball, Jimmy Vivino) - 4:12
14. I've Been Watching - (feat. Rickie Lee Jones, Wayne Hood) - 4:32

Art-Nr.: 10459
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Ellis, Tinsley - devil may care [2022]
Zwanzigstes (!) Album des aus Florida stammenden und heute in Atlanta/Georgia lebenden, herausragenden Gitarrenvirtuosen und "Southern-Bluesman" Tinsley Ellis, der, wie es sich für ein solches Jubiläum gehört, mit "Devil may care" mal wieder ein mächtig starkes Teil abliefert. Mit diesem Werk taucht Ellis tiefer in sein Inneres und in seine Inspirationen hinein, als jemals zuvor. Die Ausfallzeiten und die Probleme der Pandemie ließen ihn nicht verzweifeln, sondern sein Bewältigungsmechanismus bestand vielmehr darin, sich einerseits mit seinen musikalischen Roots zu beschäftigen und sich andererseits als Songwriter richtig zu pushen und damit zu wachsen. Er stellte sein gesamtes Equipment, einschließlich alter Verstärker und Gitarren, die seit geraumer Zeit nicht mehr benutzt wurden, in seinem Heimstudio auf und ließ sich von verschiedenen Soundkombinationen in neue Richtungen führen. Zudem stöberte er seine alte Plattensammlung durch und beschäftigte sich intensiv mit verschiedensten Aufnahmen einiger seiner großen Helden wie beispielsweise The Allman Brothers Band, Freddie King, Michael Bloomfield und B.B. King. Am Ende standen erstaunliche 200 neue Songs, die er in dieser Phase geschrieben hatte, zur Vefügung, von denen es nun 10 auf "Devil may care" geschafft haben. Resultat: eine flammende Mischung aus kraftvollem Blues und exzellentem, jammigem Southern Rock ala Allmans (ja, gerade The Allman Brothers Band hatte ihn während dieser Periode offenbar noch einmal zusätzlich und nachhaltig inspiriert), mit einem Tinsley Ellis und seiner exzellenten Band in absoluter Bestform. Aufgenommen wurde das Material in Quartett-Besetzung mit Kevin McKendree (u. a. Delbert McClinton, Brian Setzer, Tommy Castro) an den Keyboards (McKendree's fantastisches Orgel- und Piano-Spiel ergänzt sich kongenial zu Ellis' zündenden, variablen, virtuosen Gitarrenläufen), Steve Mackey (u. a. Joe Bonamassa, Lucinda Williams) am Bass und Lynn Williams (Delbert McClinton) an den Drums. Ja und das Gitarrenspiel des Protagonisten - was soll man dazu noch sagen? Es ist einfach nur famos. Er spielt voller Power, rockig, schön southern (wir hören einige feine Twin Guitar-Momente und großartige, swampige Slide-Passagen), und, wenn nötig, auch mal sehr erhaben und voller Gefühl. Seine zuweilen ausgedehnten Soli bleiben hervorragend hängen, denn was Ellis abliefert, ist alles andere als "nervöses Gefrickel", sondern steckt voller Hingabe, voller Seele, voller Stuktur und voller Spielfreude. Das Album startet mit dem kraftvoll und shuffelig nach vorn rockenden, großartigen Southern-Bluesrocker "One less reason", unterlegt mit einem wunderbaren Allman Brothers-Groove. Ellis hat für diesen Track zwei Gitarrenspuren aufgenommen, die, übereinander und nebeneinander liegend, inkl. feiner Twin-Licks, klingen, als wären zwei Gitarristen am Werk. Das verleiht, zusammen mit Kevin McKendree's starker Orgel-Untermalung, diesem Track, und nicht nur diesem, jede Menge Tiefe. Dazu zieht der Meister gleich zwei packende Soli auf. Toll! Und weiter geht's auf der Southern-Schiene, mit dem Slideguitar-getränkten, swampigen "Right down the drain". Erneut bildet der jammige, Allmans-affine Groove (klasse Percussion) die Basis. Enthält einen starken Slide-/E-Gitarren-Schlagabtausch beim zweiten, ausgedehnten Solo, inkl. Dual-Spiel. Die anschließende, voller vielschichtiger Gitarren inszenierte Southern Blues-Ballade "Just like rain" ist einfach nur herrlich "sweet and soulful", abermals mit einem deutlichen Allmans-/Marshall Tucker Band-Einfluß. Dezente Bläser vervollständigen die Melodie, doch Ellis' exquisites, gegen Ende einsetzendes Gitarrensolo ist das Sahnehäubchen obendrauf und klingt, als würde er jedes Quäntchen Gefühl, das er besitzt, in sein so wunderbares, natürliches Spiel legen. Ganz groß! Weitere, exzellente Tracks hören wir beispielsweise mit dem prächtigen, klassischen Slow-Blues "Don't bury our love" (faszinierendes, fingerfertiges Gitarrenspiel, schöne Orgel und Wurlitzer-Klänge), dem wunderbaren, jammigen und sehr southern-mässigen "One last ride" (großartiges Orgelspiel, klasse Twin-Gitarren, erdiges, kerniges Gitarrensolo), dem furiosen, mit einem "geilen" Funk-Drive ausgestatteten, von glühenden Wah Wah-Gitarren bestimmten Bluesrocker "28 days", wie auch dem das Album vorzüglich abschließenden, hinreißenden Slow-Blues "Slow train to hell" (fantastische Lead Gitarren-Arbeit). Tinsley Ellis hat die schweren Zeiten der Pandemie optimal für frischen Input genutzt und seiner Inspiration und Kreativität freien Lauf gelassen. Das daraus resultierende Album "Devil may care" stellt für ihn, und daran gibt es keinen Zweifel, einen weiteren, neuen Karriere-Meilenstein dar, der auch für die Zukunft noch viel Gutes verspricht. Soulful Southern Blues und Bluesrock von höchster Güte!

Das komplette Tracklisting:

1. One Less Reason - 5:09
2. Right Down The Drain - 4:59
3. Just Like Rain - 4:29
4. Beat The Devil - 3:49
5. Don't Bury Our Love - 5:19
6. Juju - 5:02
7. Step Up - 4:04
8. One Last Ride - 6:11
9. 28 Days - 4:00
10. Slow Train To Hell - 5:15

Art-Nr.: 10515
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
One less rtreason
Right down the drain
Just like rain
Don't bury our love
One last ride
28 days
Slow train to hell

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Foley, Sue - pinky's blues [2021]
Die gebürtige Kanadierin und vielfach preisgekrönte Blues-Gitarristin, Sängerin und Songwriterin Sue Foley, die mittlerweile schon viele Jahre in Austin/Texas lebt, hat sich seit ihrem 1992er Debüt "Young Girl Blues" mit ihrer ganz eigenen Blues(rock)-Trademark etabliert, die ihr herausragendes, ungemein variables, erdiges Gitarrenspiel mit einer Stimme verbindet, die sowohl Sex-Appeal als auch eine gewisse Unschuld ausstrahlt. Das hat sich auch bis heute, knapp 30 Jahre später nicht geändert. Im Gegenteil, sie ist besser im Geschäft als je zuvor. Ihr neues, ganz vorzügliches Album "Pinky's Blues" ("Pinky" ist der Spitzname ihrer pinkfarbenen Paisley Fender Telecaster Gitarre - ihrem absoluten Markenzeichen) ist ein herrlich, rauer, ungeschliffener Ritt durch die "Blues Backroads" von Texas, mit einer "Pinky" in Hochform am Steuer. Das Album wurde in nur 3 Tagen live in den Firestation Studios von San Marcos/Texas eingespielt, überwiegend in Trio-Besetzung, neben Sue mit Jon Penner am Bass und dem ehemaligen Stevie Ray Vaughan's Double Trouble-Trommler Chris “Whipper” Layton am Schlagzeug. Bei 2 Tracks half zudem Mike Flanigin an der Hammond Orgel aus, bei einem spielte Jimmie Vaughan zusätzlich Rhythmusgitarre. Über den Aufnahmeprozess sagt Sue: "What you’re hearing is live, off the floor, in the moment the music was played totally spontaneously and, mainly, improvised. And, we wanted to make something representative of the Texas blues that we had been schooled on in Austin. So, we picked great songs and I wrote a few of my own to round things out. Everything on it is a labor of love". Es ist einfach ein großartiges Erlebnis, diesen so ungemein rau und roh gehaltenen, völlig authentischen Songs in ihrem komplett "unpolierten", natürlichen Ambiente zuzuhören. Eröffnet wird das Album mit dem Titelsong Pinky's Blues" einem großartigen, traditionellem Blues-Instrumental, bei dem natürlich "Pinky", exzellent bearbeitet von Sue Foley, die zentrale Hauptrolle spielt. Was ist diese Frau für eine bravouröse Gitarristin. Der anschließende, herrlich groovy "rollende" Texas-Blues(rocker) "Two bit Texas town" handelt davon, sich von der Power der Musik inspirieren zu lassen, was das Thema des Album perfekt widerspiegelt. Voller Bewunderung und Zuneigung erwähnt Sue im Text solche Namen wie Muddy Waters, Lightnin' Hopkins, Eddie Taylor und Jimmy Reed. Ihre tolle, seelige Lead Gitarren-Begleitung kommt wie aus einem Guß. Mit dem famosen, flotten "Dallas man" erhöht sie noch einmal deutlich den Drive und die Dynamik. Geht einfach klasse ab, dieser prächtige, den vielen, aus dieser texanischen Metropole stammenden Bluesgrößen (u. a. Stevie Ray Vaughan, Jimmie Vaughan, Freddie King, T-Bone Walker, Blind Lemon Jefferson, Frankie Lee Sims, Anson Funderburgh, Zuzu Bollin und Doyle Bramhall II) gewidmete Texas-Boogie. Coole Licks und flüssige, lässige, dreckige Gitarrenlinien bestimmen das musikalische Geschehen. Man wippt unweigerlich mit, wird von diesem "geilen" Groove geradezu magisch angesteckt. Im erdigen, klassischen Slow Blues-Bereich bewegt sich Foley mit ihrer tollen Coverversion von Angela Strehli's "Say it's not so". Mit viel Seele, Inspiration und purer Blues-Leidenschaft lässt sie sich auf diese, abermals schön rau gehaltene Nummer ein, ein ausgedehntes, ungemein virtuoses Gitarrensolo inklusive. Dann das kraftvolle "Hurricane girl": "I'm a force of nature, I'm a hurricane girl" singt Foley im Refrain dieses kernigen, treibenden, schwerblütigen Texas Blues(rockers), eine wunderbar zutreffende Selbst-Charakterisierung der Protagonistin und ihrer Musik. Gast an der Rhythmusgitarre ist hier Jimmie Vaughan. Weitere Top-Nummern dieses starken Albums hören wir beispielsweise mit dem voller lässigem Drive nach vorn rockenden "Stop these teardrops" (dezenter Rockabilly-Vibe, tolles, fingerfertiges E-Gitarrenspiel), dem wunderbar melodischen, leicht swampigen, soulig-nostalgisch angehauchten "Think it over" (hingebungsvolles Gitarrensolo, schöne Orgelbegleitung), dem herrlichen, klssischen Texas-Shuffle "Someday", bis hin zu dem furiosen Wille Dixon-Knaller "When the cat's gone the mice play". Sue Foley's neues Album "Pinky's Blues" ist einfach eine tolle Hommage an den Texas-Blues, mit dem sie nicht nur eindrucksvoll demonstriert, dass sie eine der größten Blues-Gitarristinnen des Planeten ist, sondern auch, dass die pure Spielfreude und die Live-Spontanität, die alle beteiligten Musiker bei den Aufnahmen an den Tag legten, in einem tollen, ursprünglichen, emotionalen Hörvergnügen spürbar wird. Tolle Scheibe!

Das komplette Tracklisting:

1. Pinky's Blues - 4:13
2. Two Bit Texas Town - 3:44
3. Dallas Man - 3:28
4. Southern Men - 3:06
5. Say It's Not So - 4:41
6. Hurricane Girl - 3:41
7. Stop These Teardrops - 3:24
8. Boogie Real Low - 2:52
9. Think It Over - 3:39
10. Okie Dokie Stomp - 2:41
11. Someday - 4:08
12. When the Cat’s Gone the Mice Play - 2:29

Art-Nr.: 10430
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Two bit Texas town
Dallas man
Say it's not so
Hurricane girl
Stop these teardrops
Think it over
Someday
When the cat's gone the mice play

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Gov't Mule - heavy load blues ~ 2 cd deluxe edition [2021]
2 CD-Set! Deluxe Edition!
Mit aller Hingabe, voller Seele, Intensität und Authentizität, widmen sich Gov't Mule mit ihrem neuen Album "Heavy Load Blues", wie es der Titel schon vermuten lässt, voll und ganz dem Blues - und zwar dem klassischen Blues in Wahrung aller Traditionen und in all seiner Ursprünglichkeit. Rau, ungeschliffen, ehrlich, in einem wunderbaren Old School-Ambiente! So entstanden die Aufnahmen im Studio mit entsprechend altem Equipment ("vintage amps and guitars, smaller drum-kit"), alles wurden live getrackt. Und dennoch präsentieren der begnadete Warren Haynes und seine nicht minder herausragenden Mitstreiter diese Bluestracks so, wie es eben ihrer DNA entspricht: jammig, rockig, mit tollen Improvisationen, exzellenten, ausgedehten Soli, voller Inspiration und Seele, auf einem herausragend hohen Level. Das Songmaterial besteht aus einer packenden Mischung aus hervorragenden, neuen Eigenkompostionen und vorzüglichen Coverversionen solcher Künstler wie etwa Howlin’ Wolf, Elmore James, Ann Peebles, Bobby "Blue" Bland, Tom Waits und den Animals.
Wir bieten die um eine über 51 Minuten lange Bonus-CD erweiterte Deluxe-Ausgabe an, die eine weitere Eigenkomposition von Warren Haynes, das großartige, fast 7 1/2-minütige "Hiding place", sowie einige weitere toll interpretierte, exquisite Covers (u. a. im Original von Savoy Brown, Sonny Boy Williamson und Muddy Waters) enthält.
Die "volle Ladung Blues" von Gov't Mule! Unnachahmlich! Baumstark!

Das komplette Tracklisting:

CD1:
1. Blues Before Sunrise - 3:44
2. Hole In My Soul - 4:29
3. Wake Up Dead - 5:55
4. Love Is A Mean Old World - 4:54
5. Snatch It Back And Hold It > Hold It Back > Snatch It Back And Hold It - 7:55
6. Ain’t No Love In The Heart Of The City - 5:36
7. (Brother Bill) Last Clean Shirt - 4:10
8. Make It Rain - 6:41
9. Heavy Load - 7:19
10. Feel Like Breaking Up Somebody's Home - 5:49
11. If Heartaches Were Nickels - 7:28
12. I Asked For Water (She Gave Me Gasoline) - 9:05
13. Black Horizon - 4:46

CD 2:
1. Hiding place - 7:23
2. You Know My Love - 4:18
3. Street Corner Talking - 6:26
4. Have Mercy On The Criminal - 6:35
5. Long Distance Call - 4:52
6. Feel Like Breaking Up Somebody's Home (Extended Version) - 8:36
7. Need Your Love So Bad (Live) - 5:38
8. Good Morning Little School Girl (Live) - 7:27

Art-Nr.: 10452
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 19,90

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Hemby, Natalie - pins and needles [2021]
Der amerikanischen "Billboard" bezeichnet sie als "one of Nashville’s strongest creative figures". Natalie Hemby, eine der gefeiertesten Songwriterinnen Nashville's und Lieferantin von unzähligen Hits für die ganz Großen des Country (u. a. Kacey Musgraves, Maren Morris, Sheryl Crow, Miranda Lambert, Yola, Dierks Bentley, Lady A, Kelly Clarkson, Little Big Town), sowie, neben Brandi Carlile, Maren Morris und Amanda Shires, Mitglied der viel umjubelten The Highwomen und mittlerweile 2-fache Grammy-Gewinnerin, kommt mit einem ganz großartigen, neuen, eigenen Album. "Pins and needles" enthält 11 erstklassige Songs, die einmal mehr ihr herausragendes Songwriting offenbaren, aber eben auch ihr beeindruckendes Potential als Sängerin und Performerin, ihre wundervollen Songs, die sie schreibt, selbst vorzutragen. Sie hat eine klasse, sehr angenehme Stimme. Hemby verschreibt sich auf ihrem Album nicht nur der Countrymusic, sondern bewegt sich eher in einem musikalisch hervorragend austariertem Raum zwischen New Country, Americana und der Rootsrock-/pop-Musik der Neunziger Jahre, die die heute 44-jährige Künstlerin damals maßgeblich beeinflusst hat. Vor allen Dingen Tom Petty und Sheryl Crow haben sie inspiriert, was auf "Needles and pins" durchaus hörbar ist - im positivsten Sinne. "Today, I feel like I’m picking up where I left off years ago back in 1998/1999 musically, but I’m glad to say, not mentally," sagt Hemby über ihre Musik und ergänzt: "I knew what I liked then, but I know what I want and who I am now. This album is a reflection of that". Wie gesagt, das Songmaterial ist große Klasse. Begleitet wird sie vorwiegend von ihrem Ehemann Mike Wrucke, der nahezu alle Instrumente spielt (u. a. guitars, mandolin, banjo, bass, keyboards, bei einigen Songs auch drums) und das Album auch hervorragend produzierte - in einem erstklassigen, klaren Sound. Weitere Musiker sind Dan Needham (drums bei 4 Tracks), Greg Leisz (pedal steel bei 2 Nummern und Chuck Leavell (keyboards bei einem Song). Los geht's mit der starken Midtempo-Nummer "Heroes", einem großartigen Americana-/Rootspop-Song mit seeligem Groove und einem hochmelodischen Refrain. Die Nummer ist mit tollen Gitarren arrangiert, wobei die schönen Twin-Sounds im Break herausstechen. Der Einfluß von Sheryl Crow ist gleich bei diesem blendenden Opener spürbar. Es folgt die grandiose, umwerfend schöne, von einem leicht mexikanisch/spanisch angehauchten Desert-Flair umwehte, ein wenig cineastisch inszenierte (dezenter Hall) New Country-/Americana-Nummer "New Madrid". Die Meldoie und Natalie's Gesang sind fantastisch, wie auch der flotte, lockere, flüssige Rhythmus und die vorzüglichen Gitarren, allen voran die herrliche Pedal Steel von Greg Leisz. Weitere Songperlen hören wir beispielsweise mit dem auf einem stampfenden Groove basierenden, mit fein aufeinander abgestimmten Gitarren, Banjo, Mandoline und Keyboards in Szene gesetzten, kräftigen "Hardest part about business", der genüßlich zwischen einem poppigen Feeling und großartigen Americana-Flair schwebenden, sehr melodischen Ballade "Radio Silence", der großartigen, genauso geschmeidigen wie knackigen Midtempo Americana Pop-Nummer "Heart condition" (schöne Mandolinen-Riffs, feine Pedal Steel-Momente), dem irgendwo zwischen Miranda Lambert und Sheryl Crow angesiedelten "Pinwheel" und dem das Album hervorragend abschließenden, leicht sphärischen, frischen, modernen, dennoch rootsigen, meldoischen "Last resort". "Pins and Needles" ist ein eczellentes Album, das eine Künstlerin zeigt, die als Songwriterin längst ein Superstar ist, die seiz einiger Zeit als 1/4 der Highwomen von Presse und Publikum achwer gefeiert wird und die sich nun anschickt, sich auch als Solointerpretin ganz vorn im Rampenlicht zu etavlieren. Verdient hätte sie es allemal. Natalie Hemby mit einer glänzenden Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Heroes - 3:13
2. New Madrid - 3:58
3. Pins And Needles - 2:50
4. Lake Air - 4:29
5. Hardest Part About Business - 3:37
6. Banshee - 3:48
7. Radio Silence - 3:42
8. Heart Condition - 3:50
9. Pinwheel - 3:54
10. It Takes One To Know One - 2:56
11. Last Resort - 3:56

Art-Nr.: 10449
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Howlin Rain - the dharma wheel [2021]
Howlin Rain, die großartige, allerorten hoch geschätzte Westcoast Jamrock-Formation aus San Francisco legt mit dem exzellenten "The dharma wheel" nun ihr bereits sechstes Studioalbum vor. Das Werk bietet eine "berauschende", genauso unbeschwerte, wie musikalisch überaus inspirierte und virtuose Reise durch den grenzenlosen Klangkosmos dieser vorzüglichen, 2004 gegründeten Band um die beiden Gitarristen Ethan Miller (gleichzeitig ein hervorragender Sänger, Songwriter und Keyboarder) und seinen kongenialen Partner Daniel Cervantes, der sich vor allem aus einer wunderbaren Verschmelzung von Late Sixties-/Early Sventies Progressive-, Psychedelic-, Westcoast-, Roots- und Classic Rock-Elementen zusammensetzt, aber auch Spuren aus Funk. Jazz, Southern Rock, Folk und Americana beinhaltet. Zuweilen hört sich das an, wie eine bestens funktionierende Synthese aus Pink Floyd und Grateful Dead, doch auch Bands Led Zeppelin, Blue Cheer, Electric Flag und The Allman Brothers Band hinterlassen ihre Spuren. Vervollständigt wird das Line-Up der Band durch Jeff McElroy am Bass und Justin Smith an den Drums. Als Gäste hören wir die Violinistin Scarlet Rivera (Bob Dylan’s Rolling Thunder Revue) auf zwei der insgesamt sechs Tracks und Adam MacDougall (Chris Robinson Brotherhood, Circles Around The Sun, The Black Crowes) an den Keyboards, auf 4 Tracks. Das durchweg höchst abwechslungsreiche Songmaterial besticht mit vielen Wendungen, auch innerhalb der Stücke, und hält damit die Spannung stets hoch. Das lässt erahnen in welch hinreißenden, ausgelassenen Jammings sich die Band immer wieder live verliert. Trotzdem wirken die Songs hervorragend strukturiert und bleiben trotz der grenzenlosen Spielfreude gut hängen. Nach dem episch opulent anmutenden, jede Menge Pink Floyd-Appeal versprühenden, instrumentalen Intro "Prelude", folgt mit dem starken "Don't let the tears" nach 6 Minuten schließlich der "eigentliche" Opener, der zunächst erneut mit Floyd'schen Sounds, die auch während der kompletten Nummer nie komplett verschwinden, beginnt, sich in der Basis aber in einem schönen, funkigen, Grateful Dead-ähnlichen Hippie-Groove einpendelt. Toll, wie die Band das miteinander vereint. Auf der einen Seite haben wie die genauso lockeren, wie kernigen Gitarrenläufe und den durchaus Dead-affinen Gesang, auf der anderen die progessiven Keyboards und Synthesizer, was dann auch dezente Erinnerungen an Chris Robinson Brotherhood aufkommen lässt. Noch deutlicher wird der Dead-Einfluß und der californische Ursprung der Band bei dem folgenden, herrlich fluffigen, lockeren, während der Gesangspassagen sehr melodischen "Under the wheels". Nach etwa 5 Minuten beginnt schließlich eine, diesmal allerdings nicht allzu lange Jam-Phase, bei der es dann wieder progressiver und psychedelischer zugeht. Klasse Nummer! "Rotoscope" beginnt mit wunderbaren, deutlich im Southern Rock verwurzelten Gitarrenklängen, um in der Mitte dann in ein wunderbares, flüssiges, lockeres, dennoch durchaus kraftvolles, psychedelisches Jamming "zum Dahinschweben" überzugehen, mit schönen Synthesizern und Twin-Gitarren. Pink Floyd meets Grateful Dead meets Allmans. Grandiosen Retro Psychedelic California Country Jamrock hören wir mit dem tollen "Annabelle", bei dem Jerry Garcia und die New Riders of The Purple Sage ihre Spuren hinterlassen (starke Melodie, lockerer Groove, Fiddle, frische Gitarren, erstklassiger Gesang). Das über 16-minütige, kraftvolle, sehr progressiv rockende Titelstück "Dharma wheel" beendet schließlich dieses großartige Album - nochmal ein absolutes Howlin Rain-Highlight mit viel Westcoast-Flair während der Gesangspassagen und einem ausgeprägten, sehr psychedelischen, aber auch erdigen und durchaus eingängigen Jamming voller toller Keyboards- und Gitarrenklänge in bester "early Pink Floyd"-Manier. Was sind das für klasse Musiker. Ein wirklich starkes Album! Howlin Rain auf einem prächtigen Retro Progressive-/Westcoast-/Psych Rock-/Jam-Trip!

Das komplette Tracklisting:

1. Prelude - 6:02
2. Don't Let the Tears - 6:23
3. Under the Wheels - 7:09
4. Rotoscope - 7:41
5. Annabelle - 8:42
6. Dharma Wheel - 16:21

Art-Nr.: 10506
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Don't let the tears
Under the wheels
Rotoscope
Annabelle
Dharma wheel

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Isbell and the 400 Unit, Jason - georgia blue [2021]
Großartiges, ganz besonderes und hoch interessantes, neues Album von Amerika's begnadetem Rootsrock-/Americana-Helden Jason Isbell und seiner tollen Band The 400 Unit. Das Album "Georgia Blue", sagt Jason Isbell, "is a labor of love", eine dankbare, liebevolle Hommage an den U.S.-Bundesstaat Georgia. Die Idee dazu entstand unmittelbar nach der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2020, als sich abzeichnete, dass sich im eigentlich erzkonservativen, republikanischen Southern State Georgia mit der Wahl ein politischer Wandel hin zu den Demokraten vollziehen würde, der entscheidend mit dazu beitrug, dass dieser "Irre" im Weißen Haus abgewählt wurde und keine zweite Amtszeit erhielt. So beschloß man, ein Abum ausschließlich mit Georgia-bezogenen Coversongs aufzunehmen, mit Stücken über Georgia, bzw. von Künstlern aus Georgia, und die Erträge aus diesem Album unabhängigen, gemeinnützigen Organistionen zur Verfügung zu stellen. Herausgekommen sind 13 erstklassige Songs mit einem Spektrum, das von kernigen Southern Rock-Jams, über alte R&B- und Soul-Klassiker, folkigen und auch jazzigen Sachen, bis hin zu College Rock-Favorites reicht. Jason Isbell und die herausragenden 400 Unit entfalten hier ihr ganzes, musikalisches Können, wobei sie von einer Garde exzellenter Gäste unterstützt werden, auch in puncto Lead Gesang. Isbell selbst hat nur bei etwa der Hälfte der Songs den Lead Gesang übernommen, beim Rest lässt er anderen den Vortritt. So zum Beispiel bei der kochenden, bärenstarken, lupenreinen Southern Rock-Nummer "Honeysuckle Blue" (tiersiche, fette Gitarren, zündendes Solo), im Original von Drivin' N' Cryin', bei der 400 Unit-Gitarrist Sadler Vaden am Mikro steht. Fantastisch beispielsweise auch die von der stimmlich sehr starken Brittney Spencer vorgetragenen Soul-Klassiker "It's a man's man's man's world" (im Original von James Brown) und "Midnight train to Georgia" (im Original von Gladys Knight & The Pips), denen die junge R&B- und Country-Sängerin eine Menge frischen Spirit einhaucht. Klasse auch das akustisch gehaltene REM-Stück "Nightswimming" (Gäste: Bela Fleck und Chris Thile), das southern-gothic-folkige, düstere "Cross bone style", ursprünglich von Cat Power, hier gesungen von Isbell's Gattin Amanda Shires, wie auch die kernige Interpretation der The Black Crowes-Nummer "Sometimes salvation" (mit Original Crowes-Drummer Steve Gorman als Gast), ehe Isbell und seine Freunde bei dem unverwüstlichen The Allman Brothers Band-Klassiker "In memory of Elizabeth Reed" (Gast-Keyboarder ist hier Peter Levin) einen dermaßen glanzvollen, gut 12-minütigen Southern Jam-Ritt hinlegen, dass gar die komplette Allmans-Familie enthusiastisch Beifall klatschen dürfte. Ein etwas anderes Album, das Jason Isbell and the 400 Unit hier mal zwischengeschoben haben, aber auch ein sehr, sehr feines. Das sind einfach grandiose Musiker, denen es gelingt, jede (Cover)Nummer auf ihre Art und Weise zu veredeln. Tolles Projekt mit einem glänzenden musikalischen Ergebnis.

Das komplette Tracklisting:

1. Nightswimming - 3:59
2. Honeysuckle Blue - 5:16
3. It's a Man's, Man’s, Man’s World - 4:31
4. Cross Bones Style - 6:23
5. The Truth - 3:33
6. I've Been Loving You Too Long - 3:11
7. Sometimes Salvation - 5:01
8. Kid Fears - 4:10
9. Reverse - 4:52
10. Midnight Train to Georgia - 4:50
11. In Memory of Elizabeth Reed - 12:19
12. I'm Through - 6:12
13. Driver 8 - 3:35

Art-Nr.: 10463
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Kentucky Headhunters, The - that's a fact jack! [2021]
"The Kentucky Headhunters are firing on all cylinders"! Erfrischendes, baumstarkes, neues Album der ewig jungen, einzigartigen und unverwechselbaren Southern Rock-/Blues-/Bluesrock-/Country Rock-Haudegen aus Edmonton/Kentucky. "Thats a fact Jack!" ist ein echt heißes, mit 11 neuen Eigenkompositionen und einem klasse Cover (Rick Derringer's "Cheap tequila") bestücktes Werk der von Fans und Kritikern hoch geschätzten Truppe (der Billboad-Journalist Ray Waddel bezeichnete sie einst gar als "The most consistent and durable Southern Rock outfit on the planet"), bei dem die "Heads" ihre charakteristische Mischung aus Southern Rock, Blues und Countryrock, verbunden mit erstklassigen Songwriting-Fähigkeiten, in einem dermaßen lebendigen und beflügelnden "Outfit" präsentiert, dass es die helle Freude ist. Die Songs, auch die etwas "ruhigeren", kommen schön kernig, sehr kraftvoll, rau und voller Energie, aber auch mit klasse Melodien und werden dominiert von den massiven Gitarren von Greg Martin und Richard Young. Sie sind von vorn bis hinen tief verwurzelt im Southern Rock und dabei ausgewogen garniert mit wunderbar bluesigen und countryrockigen Einflüssen. Und alles kommt in einem tollen, krachend klaren Sound. Den Auftakt des Albums macht die großartige, von coolen, tighten Basslines, sehr knackigen Drums und herrlich bluesigen E-Gitarrenlicks- und -linien bestimmte Midtempo-Nummer "Gonna be alright" (southern-souliges Feeling, dazu ein Hauch von Gospel), die, bezogen auf die Pandemie, im Text eine Botschaft der Beharrlichkeit in schwierigen Zeiten predigt. Rockte dieser Opener schon sehr ordentlich, so legen die Jungs bei dem folgenden, satten Kracher "How could I" nochmal mächtig nach. Geht fett ab in bester, klassischer Dan Baird-/Georgia Satellites-Manier mit einem leichten Stones-Vibe - und das mit einer fantastischen Melodie. Wir hören straighte, kochende Riffs, dazu erdig klimperndes Honky Tonk-Piano (Gast Kevin McKendree) und im Break ein glühendes Slideguitar-Solo von Greg Martin. Jetzt ist Feuer unterm Dach! Ein perfekter, kerniger Kentucky Headhunters'scher Roots-/Southern Rock'n Roller in Reinkultur! Rau und schön ungeschliffen geht's mit dem brodelnden, dreckigen Southern Rocker "Watercolors in the rain" weiter (klasse hier der herrlich "versoffene" Gesang von Richard Young), gefolgt von dem "saftigen", von wunderbar transparenten Gitarren umgebenen, sehr melodischen "Cup od tea", das ein feines, britisches Vintage Merseybeat-Flair ausstrahlt. Dann wird's richtig laut! Das Titelstück "That's a fact Jack" steht auf dem Programm: Energetischer, straighter, "hammering" Southern Rock mit wuchtigen Riffs, kompromißlos, intensiv, dezent psychedlisch, mit massiven, epischen Gitarren (glühendes Slideguitar-Solo) und einem wieder einmal alles gebenden Richard Young. Es folgt das etwas lockerere, wunderbar soulige "Lonely too long", ehe die Band mit dem genauso bluesig swingenden, wie countrylastigen, outlaw- und southern-rockin' and rollin' Boogie "Heart and soul" wieder gewaltig auf's Gaspedal drückt. Richtig Feuer gibt's dann nochmal bei dem furiosen, ausgelassenen "Shotgun Effie" (Gitarren überall). "That's a fact Jack!" demonstriert ohne jeden Zweifel, dass die Kentucky Headhunters weiterhin stehen weiterhin voll im Saft stehen und "ihr Ding" ohne auch nir einen Hauch von Abnutzungserscheinungen kompromißlos durchziehen. Im Gegenteil, ihre Frische und Vitalität ist beeindruckend. Toll! Jungs, es macht einfach tierisch Laune eurer "geilen" Musik zuzuhören! "That's a fact, KHH"!

Das komplette Tracklisting:

1. Gonna Be Alright - 3:59
2. How Could I - 3:29
3. Watercolors in the Rain - 3:06
4. Susannah - 4:13
5. Cup of Tea - 4:03
6. We Belong Together - 3:23
7. That's a Fact Jack - 3:55
8. Lonely Too Long - 3:10
9. Heart and Soul - 2:58
10. Cheap Tequila - 3:53
11. Shotgun Effie - 3:34
12. Let's All Get Together and Fight - 4:29

Art-Nr.: 10447
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Gonna be alright
How could I
Watercolors in the rain
Cup of tea
That's a fact Jack
Lonely too long
Heart and soul
Shotgun Effie

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Knowles, Davy - what happens next [2021]
Das angekündigte, neue Album "What happens next" des von der Isle Of Man stammenden, ehemaligen Back Door Slam-Leaders Davy Knowles ist nun erschienen, und es ist ein großartiges Werk geworden, mit dem Knowles, der als einer der talentiertesten und versiertesten Gitarristen der jungen Bluesrock-Garde gilt (Peter Frampton beispielsweise sagt über ihn: "Davy already has a recognizable style. He’s definitely the gunslinger guitarist of the 21st century", und Joe Satriani nennt ihn "my favorite modern bluesman") seine Songstrukturen gegenüber seinen vergangenen Werken ein wenig modifiziert hat, ohne jedoch seine grundsätzliche musikalische Ausrichtung auch nur ansatzweise zu verlassen. Es gibt nicht wenige Experten, die behaupten, dass die Schönheit der Blues- und Rootsmusik (die Wurzeln des mittlerweile in Chicago/Illinois lebenden Davy Knowles liegen ja bekanntermaßen vor allem im Blues, aber auch im Classic Rock der Siebziger Jahre und der Rootsmusik verankert) vor allem durch die Einfachheit in ihrer Komplexität begründet liegt, was auf Knowles' neues Album in großem Maße zutrifft, denn das hervorragende Songmaterial ist sehr kompakt, auf den Punkt gebracht und wartet mit wunderbaren, spannenden Nuancen auf. Sein Gitarrenspiel ist auch auf "What happens next" wieder außergewöhnlich, doch er hat es bei weitem nicht so in den Mittelpunkt gestellt, wie bei früheren Alben, um hier vielmehr den Fokus auf die Songs an sich und auch seinen wirklich großartigen Gesang zu legen. Das ist ihm bestens gelungen, die Balance stimmt. "This album taught me about restraint in terms of guitar playing. I had to reign it in to let the songs breathe, but I am looking forward to reimagining them and stretching out when we play live", sagt er dazu. Also, live werden die Songs wieder ausgedehnter präsentiert und dort werden sicher auch wieder deutlich längere Soli zu hören sein - demnächst hoffentlich auch mal wieder auf deutschen Bühnen. Los geht's mit dem erdigen, markigen, von "crunchy" Riffs geprägten, bluesigen, stark in dem britischen Classic Rock der Siebziger verwurzelten, gleichzeitig absolut zeitlosen "Light of the moon", das neben den rockigen Gitarren mit wunderbaren, sehr retro klingenden Orgel-Tupfern aufwartet. Die Melodie springt direkt auf den Zuhörer über. Die beiden kurzen, aber schön fetten, zündenden Gitarrensoli machen, wie der komplette Song, richtig Laune. Starker Opener! Viel (Southern) Soul und fast schon einen Hauch von Muscle Shoals-Feeling (tolle Baritone Guitar-Licks, schöne Orgel-Fills, Wurlitzer Piano) verspürt man bei der geradezu traumhaft melodischen, soulful Blues-Ballade "Roll me". Was Knowles hier gesangstechnisch abliefert, welches Gefühl er in die Performance legt, ist Extraklasse - und sein Gitarrenspiel, nie aufdringlich im Vordergrund, aber deutlich wahrnehmbar und songdefinierend, ist einfach exzellent. Nach dem kompakten, recht straighten, mit effektvoller Lead Gitarre garnierten Retro Rock-Knaller "Get lucky" , folgt die von leicht progressiven Strömungen durchzogene, mit ausgefeiltem Piano- und Gitarrenspiel inszenierte, slow-bluesige Ballade "Devil and the deep blue sea", bei der Knowles wieder einmal seine Classic Rock-Vorliebe deutlich wahrnehmbar einfließen lässt. Richtig stark! Ebenso klasse sind beispielsweise das straighte, funkige und soulige "Solid ground", das abermals wunderbar soulige, nostalgische, sehr schöne "Hell to pay", der mit einer tollen Melodie ausgestattete, kraftvolle, mit zündenden Gitarrenriffs und starkem Piano-/Orgelspiel inszenierte Classic Rocker "Wake me up when the nightmare's over", bis hin zu dem wundervollen Album-Closer "If I ever meet my maker", einer dezent folkigen, hinreißend schönen, akustisch gehaltenen Ballade (lediglich Acoustic Gitarre- und Orgel-Begleitung), bei der Knowles noch einmal seine außergewöhnlichen Singer/Songwriter-Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellt. Davy Knowles gelingt auf "What happens next" eine fabelhafte, sehr songorientierte, zielstrebige Reise durch das Terrain seiner musikalischen Vorlieben zwischen Blues und geradlinigem Classic Rock, mit genußvollen Ausflügen in rootsige und soulige Gefilde. Er und seine großartigen Begleitmusiker verstehen ihr Handwerk ohne jeden Makel. Cooles Teil, exzellente Leistung!

Das komplette Tracklisting:

1. Light Of The Moon - 3:14
2. Heartbreak Or Nothing - 2:30
3. Roll Me - 5:07
4. Get Lucky - 2:52
5. Devil And The Deep Blue Sea - 5:23
6. One & The Same - 4:04
7. Solid Ground - 2:34
8. River - 3:57
9. Side Show - 4:07
10. Hell To Pay - 4:42
11. Wake Me Up When The Nightmare's Over - 4:32
12. If I Ever Meet My Maker - 4:21

Art-Nr.: 10424
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Light of the moon
Roll me
Get lucky
Devil and the deep blue sea
Solid ground
Hell to pay
Wake me up when the nightmare's over
If I ever meet my maker

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