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Aldean, Jason - georgia [2022]
Nun ist Jason Aldean's "Macon/Georgia"-Projekt komplett! Mit dem erneut großartigen "Georgia" veröffentlicht Country-Superstar Jason Aldean nun, etwa ein halbes Jahr nach "Macon", den zweiten Teil seines zwei Alben umfassenden Projektes, dass er seiner Jugendzeit und vor allem seiner Heimatstadt Macon und seinem Heimatstaat Georgia, wo er aufgewachsen ist, widmet. Auch dieses neue Album wird seine Fans ohne jeden Zweifel wieder vollends begeistern. Musikalisch bleibt Jason Aldean seiner Linie treu. Satter, mit oft fetten Gitarren arrangierter, ordentlich rockiger New Country, der bei diesem Album allerdings vorwiegend aus schön kraftvollen, voller Power steckenden Balladen besteht (voll nach vor gehende Nummern gibt es kaum), zuweilen mit schönem Southernflair, und stets mit einer gewissen, arenatauglichen, opulenten Mainstream Rock-/Pop-Note versehen, was ihm in den letzten Jahren "Number Ones" ohne Ende bescherte. "Georgia" enthält 10 neue Tracks, alle voller Hitpotential, wie etwa die traumhaft melodische von herrlich klangvollen Gitarren und Pedal Steel umgebene, moderne, schön rockige New Country-Ballade "Whiskey me away", mit der das Album geradezu bravourös eröffnet wird. Eine super Nummer, doch bei weitem nicht die einzige. Auch beispielsweise das opulente, erneut balladesk rockende, etwas poppigere, wieder mit zünftigen Gitarren inszenierte "Trouble with a heartache", das pathetische, langsam, aber fett rockende "Rock and Roll Cowboy", das etwas flottere, nach vorn rockende, mit erdige E-Gitarren versehene "My weakness", oder die wunderschöne, ein feines Southernflair beinhaltende, etwas traditioneller fundamentiertere Countryballade "Your mama" sind große Klasse. Als Bonus zu den 10 neuen, hervorragende Studiosongs erhalten die Fans, wie auch bei Teil 1, zusätzlich noch 5 großartige, exquisit ausgewählte Live-Aufnahmen obendrauf. Wieder einmal eine tolle Veröffentlichung von Jason Aldean, die alles bietet, was seine Fans von ihm erwarten.

Das komplette Tracklisting:

1. Whiskey Me Away- 3:14
2. Trouble With A Heartbreak - 3:16
3. The State I'm In- 3:20
4. Midnight And Missin' You - 3:07
5. Ain't Enough Cowboy - 2:36
6. God Made Airplanes - 3:39
7. My Weakness - 3:55
8. Holy Water - 3:21
9. Rock And Roll Cowboy - 3:12
10. Your Mama - 4:24
11. Take A Little Ride (Live from Las Vegas, NV) - 3:47
12. Burnin' It Down (Live from St. Louis, MO) - 3:41
13. Any Ol' Barstool (Live from Knoxville, TN) - 3:22
14. Rearview Town (Live from St. Louis, MO) - 3:25
15. Blame It On You (Live from Manchester, TN) - 3:28

Art-Nr.: 10580
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Castiglia, Albert - I got love [2022]
Hi-Energy Bluesrock-Gitarrenhexer Albert Castglia präsentiert mit "I got love" ein absolutes "Pfund" von einem neuen Studioalbum. Er ist mal wieder in Höchstform! Der Albumtitel könnte vielleicht ein eher zurückgenommeneres, getrageneres oder gar verträumteres Werk sugggerieren, doch weit gefehlt. Der in New York geborene Sohn eines italienischen Vaters und einer kubanischen Mutter, der schon im Alter von 5 Jahren mit seinen Eltern nach Miami/Florida zog, wo er heute noch lebt, begibt sich vielmehr auf einen, voller ungeheurer Energie steckenden, genauso kompromißlosen wie leidenschaftlichen Power-Ritt, durch die rauen, dreckigen, von oft straighten, massiven, fetten Riffs und flammenden, elektrisierenden Gitarrenläufen bestimmten Landschaften des erdigen, kraftvollen rockorientierten Blues, bzw. bluesorientierten Rocks, wobei er, deutlich wahrnehmbar, seine Blues- und Rock-Roots überaus authentisch eins zu eins miteinander verbindet, zuweilen mit einem Hauch von Southern-Feeling. Der einstige Sideman (Lead-Gitarrist) der Chicagoer Blueslegende Junior Wells lässt sich mit seiner erstklassigen und bestens eingespielten Band (Justine Tompkins - bass, Ephraim Lowell - drums, Lewis Stephens - keyboards) von seinem kraftstrotzenden Weg abbringen. Das Album fühlt sich an wie eine brodelnde Live-Show, allerdings mit der erforderlichen Studio-Bodenhaftung, die es braucht, damit Castiglia's großartige Stimme und sein famoses Gitarrenspiel, beides Naturgewalten, den nötigen Raum haben, sich ihren klaren und unbeirrbaren Weg durch jeden der 11 hervorragenden Songs zu bahnen. Los geht's mit dem von kernigem Drumming und wuchtigen Gitarrenriffs angetrieben, energetisch rockenden, ein wenig ZZ Top-inspirierten, saustarken Titelstück "I got love". Hat eine großartige Melodie. Die Gitarren machen mächtig Dampf und Castiglia's packendes, voller Feuer steckendes Solo offenbart sofort seine ganze Klasse. Auch gesanglich war er nie besser. Welch ein Auftakt! Krachende Bluesrock-Power, die einen unmittelbar "unter Strom" stellt. Macht das Laune! Mit ähnlich hohem Energielevel kommt auch das anschließende, hervorragende "Don't pray with the devil", doch hier sind die Riffs und der Groove wunderbar funky. Mit dem jammigen Starkstrom-Gitarrensolo im Break bringt der Meister die Saiten regelrecht zum Glühen. Ein wenig relaxter, aber wirklich nur ein wenig, geht es bei dem herrlich groovenden "Sanctuary" zu. Tolle Percussion, ein wunderbares Gitarrensolo, dezent im Hintergrund angesiedeltes Orgelspiel und eine feine, gefällige Melodik bestimmen das Geschehen. Auf klassisches, partytaugliches Shuffle-/Roadhouse Blues-Terrain begeben sich Castiglia und seine Mitstreiter mit dem dynamischen, großartigen "Long haul daddy". Zündende, ja geradezu "wilde" (Slide)Gitarrenläufe und toll klimperndes Piano sorgen für Hochstimmung. Live gespielt, mit einem "feucht-fröhlichen" Publikum vor der Bühne, werden möglicherweise bei dieser Nummer die Gemäuer so manchen Clubs ins Wanken geraten. Beim mächtig kraftvollen, wuchtig rockenden Melvin Taylor-Cover "Depression Blues", im übrigen das einzige Cover dieses Albums, brilliert Castiglia mit wieselflinkem Wah Wah-Spiel, um mit dem ganz starken, in Kooperation mit Mike Zito, der das Album zudem auch wieder erstklassig produzierte, geschriebenen "Freedomland" (klasse Melodie, furioses Gitarrensolo) einfach wieder nur eine exzellent strukturierte Hammer-Bluesrocknummer der Extrakkasse hinterherzuschieben. Zum Schluß des Albums hören wir zwei eher etwas traditionell fundamentierte Bluesnummern, zunächst das powervolle, mit treibenden Gitarren und tollen Orgel-Fills instrumentierte "You don't know hell" (hat einen coolen Stevie Ray Vaughan/"Pride and Joy"-Groove), gefolgt von dem wunderbaren, mit viel Seele und Leidenschaft, präsentierten, schweren Slow-Blues "Take my name out of your mouth", inszeniert mit klimperndem Piano und brodelnden Slidegitarren. In diesser herausragenden Verfassung und mit solch hervorragenden Songs spielt sich Albert Castiglia immer mehr in den Mittelpunkt des zeitgenössischen Gitarren Blues und Bluesrocks. Sein Vorgängeralbum aus dem Jahre 2019 heißt "Masterpiece", was der Qualität der Musik auch entsprach, doch für "I got love" trifft die Bezeichnung "Meisterwerk" vielleicht noch passender zu. "Raw Guitar Bluesrock - wild and free"!

Das komplette Tracklisting:

1. I Got Love - 3:14
2. Don't Pray With The Devil - 3:21
3. Burning Bridges - 3:55
4. Sanctuary - 4:23
5. Double Down - 2:57
6. Long Haul Daddy - 5:27
7. What's Wrong With You? - 4:57
8. Depression Blues - 4:25
9. Freedomland - 3:58
10. You Don't Know Hell - 4:26
11. Take My Name Out Of Your Mouth - 6:00

Art-Nr.: 10562
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I got love
Don't pray with the devil
Sanctuary
Long haul daddy
Depression Blues
Freedomland
You don't know hell
Take my name out of your mouth

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Cummings, Albert - ten [2022]
Welch ein starkes Album zum Jubiläum! New England's fantastischer "guitar virtuoso", herausragender Sänger (hier halten sich exzellenter, kraftvoller Gesang und begnadetes Gitarrenspiel eins zu eins die Waage) und vorzüglicher Songwriter Albert Cummings präsentiert mit "Ten" sein zehntes Album, das, soviel sei gleich zu Beginn verraten, passenderweise zu einem seiner bislang besten überhaupt zu zählen ist. Bluesrocker Cummings, der einst durch die Inspiration von Stevie Ray Vaughan zur Gitarre und zum Blues fand, tendierte schon immer offen zu genreübergreifenden Stilmitteln, vorzugsweise aus dem Roots-, Southern- und Soul-Bereich. Das gilt gleichermaßen auch für "Ten", doch hier kommt noch eine gehörige Portion von Country- und Countryrock-Elementen hinzu. Er entdeckt für sich sozusagen die Countryseite des Bluesrocks, und das voller Frische, Kraft, Energie, Power, Leidenschaft und in einem herrlich satten, vorwiegend von fetten Gitarren bestimmten Sound - auch bei den Balladen. Das Songmaterial, ohne jeden Ausfall, ist exquisit, die Melodien sind von bestechender Qualität. Eingespielt hat Cummungs das Album in Peter Frampton's Phenix Studios in Nashville mit einer famosen Band gestandener Nashville-Veteranen. Neben ihm selbst (vocals, guitars) sind das u. a. Greg Morrow (drums), Glenn Worf (bass), Michael Rojas (keyboards) und Rob McNelley (guitar). Produziert hat der Grammy-dekorierte Chuck Ainlay (u. a. Mark Knopfler, Peter Frampton, Miranda Lambert). Los geht's gleich mit einem richtigen "Knaller", dem straighten, treibenden und mächtig dampfenden, dabei aber auch umwerfend melodischen "Need somebody", ein richtig fetter, lupenreiner Albert Cummings-style Bluesrocker voller Power und zündender Gitarren. Sehr schön hier auch Rojas' klangvolle Orgel-Ergänzungen. Das Feuer brennt, der Funke springt sofort über und die beteiligten Musiker lassen ihrer spürbaren Spielfreude bis zum Ende freien Lauf. Weiter geht's mit ordentlich Drive und dem saustarken, countryinfizierten, bluesigen Good Time Rock'n Roller "Too old to grow up". Klimpernde Honky Tonk-Pianoklänge und glühende E-Gitarren, inkl. sattem Solo, bestimmen das vor Frische nur so strotzende Geschehen. Die erste Ballade hören wir mit dem famosen, zunächst verhalten beginnenden, dann aber jede Menge Power aufbauenden, stark southern-infizierten "Hard way". Der Protagonist tobt sich hier genußvoll zwischen sattem Country, Blues, Southern Rock und Rock aus. Großartig! Beim folgenden, genialen, mit viel Drive gespielten Honky Tonk Countryfeger "Last call" steuert der große Vince Gill den Background Gesang bei. Dieses tolle Stück hat klare, rein traditionelle Countrywurzeln, ebenso wie Cummings' bravouröses "countryfied" Lead Gitarren-Spiel. Doch auch hier geistern herrlich bluesigen Vibes durch das Arrangement. Klasse auch das klimpernde Barroom-Piano. Diese Nummer "is a fun party that fires on all cylinders". Deutlich southernrockig wird's bei dem mit glühenden, bluesigen Gitarrenlicks inszenierten, kraftvollen und wunderbar melodischen "Sounds like the road", einer herrlichen Nummer, bei der es um nichts anderes geht, als endlich wieder mit der Band und der heilenden Kraft der Musik auf Tour zu gehen. Hier nimmt man deutliche Lynyrd Skynyrd-Einflüsse wahr. Cummings Gesang ist Extraklasse, ebenso sein furioses Gitarrensolo im Break. Eine weitere Demonstration seiner Southern-Einflüsse erleben wir mit der tollen, von klasse Slideguitar-Licks durchzogenen Ballade "Take me away", abermals eingebunden in eine herrliche Melodie. Waschechten, schwer brodelnden, powernden, mit plusternden Bläsern garnierten Blues zelebriert Cummings mit den beiden Tracks "Alive and breathing" (sehr funky, starke Gitarrenarbeit) und "Got you covered" (schöner Shuffle-Groove, glühendes Gitarrensolo), ehe dieses prächtige Album mit der beschaulichen, von wunderschönen Gitarren umgebenen, traumhaft melodischen, bluesigen und souligen Ballade "Remember" äußerst edel und genußvoll endet. "Ten" ist nicht mehr und nicht weniger als eine absolute Meisterleistung von Albert Cummings. Die so erfrischend, kraftvoll und emotional dargebotene Verschmelzung von klassischen Country-, Blues-, und Rock-Elementen gelingt ihm geradezu perfekt. Ein Fest für die Bluesrock-Fraktion, aber auch für die bluesigen und rockigen Klängen nicht abgeneigten Country-Liebhaber. Eine bockstarke Vorstellung, Mr. Cummings. Fazit: Für "Ten" gibt's die vollen 10 Punkte....

Das komplette Tracklisting:

1. Need Somebody - 2:59
2. Too Old To Grow Up - 3:21
3. Hard Way - 4:58
4. Last Call - 3:13
5. Beautiful Bride - 3:29
6. Sounds Like The Road - 4:11
7. Meet The Man - 5:08
8. Two Hands - 3:31
9. Take Me Away - 3:13
10. Alive And Breathing - 4:57
11. She's The One - 3:51
12. Got You Covered - 3:58
13. Remember - 3:57

Art-Nr.: 10573
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Need somebody
Too old to grow up
Hard way
Last call
Sounds like the road
Take me away
Got you covered
Remember

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Cummings, Albert - working man [2006]
Zündende, variable und satte Gitarrenläufe überall, ein toller Sänger, großartiges Songmaterial - mit "Working Blues" etabliert sich der sympathische, in Williamston/MA geborene, jetzt im U.S.Bundesstaat New England lebende Gitarrenvirtuose Albert Cummings endgültig in der ersten Riege der Bluesrock-Gitarrenzauberer - und das sicher nicht auf den hinteren Plätzen! Tolles Teil! Sehr oft, und sicher nicht ganz zu unrecht, mit dem großen Stevie Ray Vaughan verglichen, gelingt Cummings in Trio-Besetzung mit den beiden fantastischen Mitstreitern Dave Smith am Bass und Steve Potts am Schlagzeug ein herrliches, genauso geradliniges, wie abwechslungsreiches, kraftvolles, knackiges Bluesrock-Album, sowohl mit klassischen Retro(rock)-Anlagen, als auch mit dezenten, aber überaus angenehmen Roots-, zuweilen gar Countryrock-Bezügen. Das kommt nicht von ungefähr, denn Cummings erlernte bereits im jungen Alter von 12 Jahren das Banjospielen und sah seine Zukunft zunächst im Bluegrass-Metier. Im weiteren Verlauf seiner Jugend entdeckte er für sich jedoch die Musik eines gewissen Stevie Ray Vaughan, die ihn dermaßen packte, daß er fortan beschloß das Banjo in die elektrische Gitarre einzutauschen. Er lernte schnell, sein Gitarrenspiel entwickelte mehr und mehr eine Qualität die seinem großen Vorbild in nichts nachstand. Seine erste Band "Swamp Yankee" machte sich in den Neunzigern einen guten Namen im "Northeast Blues Circuit" und im Jahre 1999, für ihn ging ein Traum in Erfüllung, nahm er sogar ein viel beachtetes Album mit Stevie Ray's "Double Trouble" als Backing Band auf! Das jedoch ist Vergangenheit, jetzt liegt sein aktuelles Werk im CD-Spieler, und wir stellen fest, Cummings war nie besser als heute. Zudem sprüht seine neue, eingangs bereits erwähnte Rhythm Section nur so vor Spielfreude und Groove-Feeling, sodaß sich die alten "Double Trouble"-Jungs schon mal ehrfürchtig verbeugen dürften. Aufgenommen wurde das Album in den berühnten "Ardent"-Studios von Memphis/Tennessee unter der Regie von Produzenten-Ass Jim Gaines, der der Scheibe einen großartigen, exakt auf den Punkt gebrachten, knackig satten Sound verpasste. Auch ein gewisses Southern Soul-Feeliing, das diese Studios versprühen, ist durchaus spürbar. Die Songs bestechen durch erstklassige Strukturen und klasse Melodien, was allerdings den spiel- und improvisationsfreudigen, ausgedehnten Gitarrenausflügen des Meisters keinen Abbruch tut. Jeder Song steckt voller mitreißende Gitarrensoli, deren Funke sofort überspringt. Leidenschaftlich, virtuos, gefühlvoll, fett rockend, abwechslungsreich, filigran, kraftvoll - er hat alles drauf! Hat richtig Feuer! Das Album startet mit einer fantastischen, herrlich schwülen, drückenden, voller unterschwelligem Roots- und Countryflair steckenden, vor allen Dingen aber ordentlich groovenden, rhythmischen Bluesrock-Version von Merle Haggard's Country-Klassiker "Workin' Man Blues"! Tolle, leicht funkige Riffs und zwei ausgedehnte, ordentlich kochende und immens fingerfertig vorgetragene Gitarrensoli (letzteres mit klasse Wah Wah-Effekten) in bester Stevie Ray Vaughan-Maier sorgen für mächtig Dampf! Brillant! Dies ist jedoch die einzige Coverversion des Albums. Es folgen ausschließlich Eigenkompositionen von Cummings - doch die haben es nicht minder in sich. So beispielsweise der grandiose, riffige, "Texas Style"-rockin' Boogie-Blues "Say you love me" mit seiner tollen Melodie und den abermals sehr variablen, "fleischig" fetten Gitarrenläufen, die uns, mal lang gezogen, dann wieder überaus schnell gespielt, auf ganzer Linie begeistern. Der Bursche weiß, was er seinem "Brett" abverlangen kann. Das ist nicht wenig, doch Cummings kitzelt alles heraus! Starke Gesangsleistung obendrauf! Das folgende "I feel good" ist ein klasse, knackiger, nie überladener, straighter Midtempo-Bluesrocker mit einem dezenten Southern-Anstrich der Marke "Kentucky Headhunters going Blues", trockenes, dreckiges Gitarrensolo inklusive (die Finger des Meisters fliegen nur so über die Saiten)! Mit tollen Basslines und starken, würzigen Gitarrenläufen ausgestattet, begegnet uns im Anschluß daran der seelige Funk-Groove-Bluesrocker "Girls to shame", der sich im Verlauf der Zeit zu einem klassischen, herrlich nach vorne gehenden Boogie entwickelt, vollgepackt mit glühenden Soli! Nach dem wunderbaren Slow-Blues "Let me be" (in Cummings' filigranen und kraftvollen, sehr virtuosen Gitarrenläufen steckt ebenso viel Emotion, wie in seinem großartigen Gesang), folgt mit dem traumhaften, bluesigen, recht locker, aber überaus knackig und sehr melodisch in Szene gesetzten "Feeling end" gar eine "Hammer"-Nummer, die mit ihrem klassischen Retro-Flair sehr an die frühen Bad Company erinnert. Entwickelt einen prima Drive voller satter Riffs! Zudem erinnert Cummings' Art zu singen hier sehr an den famosen Paul Rodgers! Bärenstark! Wie auch der abgehende, swingende Roadhouse Blues-Boogie "Party right here" (da läßt gar Hank Williams jr. grüßen), das mächtig grovende, funkige, mit großartigen Wah Wah-Klängen versehene "I'm free", das entspannte "First day", der massive, schwerblütige, kochende, von elektrisierenden Starkstrom-Gitarren durchzogene, die pure Energie freisetzende Bluesrocker "Rumors", bis hin zu der traumhaft melodischen, von einem gewissen Americana-Feeling durchsetzten, wundervollen Ballade "Last dance", bei der er wie der männliche Gegenpart zu Bonnie Raitt in ihren besten Zeiten klingt! Die Gitarren- und Bluesrock-Freunde von den Buddaheads bis Stevie Ray Vaughan, von Scott Holt bis Mark Selby, von Walter Trout bis Chris Duarte, von Albert King bis Bonnie Raitt, usw., usw. werden an "Working man" ihre helle Freude haben! "Another blues guitar virtuoso" vom Allerfeinsten!

Art-Nr.: 4365
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Workin' man blues
Say you love me
Feeling end
Rumors

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Drive-By Truckers - welcome 2 club XIII [2022]
"Welcome 2 Club XIII" ist das mittlerweile 14. Studioalbum der umtriebigen, großartigen, aus Athens/Georgia stammenden Drive-By Truckers, ohne jeden Zweifel eine der am meisten geschätzten Acts des amerikanischen Südens. Die Band um die beiden Gründer, Sänger und Gitarristen Patterson Hood und Mike Cooley (zum aktuellen Line-Up zählen darüber hinaus Keyboarder und Gitarrist Jay Gonzalez, Bassist Matt Patton und Drummer Brad Morgan) beglückt uns auf vorzügliche Art und Weise einmal mehr mit ihrem ganz eigenen, unverwechselbaren, aus einer Vielzahl von Einflüssen geprägten, typischen, urwüchsigen, rauen, jammigen, von kernigen, knarrenden Gitarren dominierten und staubigen Americana-Strukturen, sowie jeder Menge straighten Rock'n Roll-Linien durchzogenen "Neo Southern Rock", eingepackt in 10 erstklassige, neue Songs. Dabei spielen die Inspirationen der The Allman Brothers Band und des Muscle Shoals-Sounds (Patterson Hoods' Vater war einst Mitglied der berühmten Muscle Shoals Rhythm Section) gleichermaßen ein Rolle, wie die des klassische Southern Rocks von Lynyrd Skynyrd, kombiniert mit den roughen, energetischen Anlagen des härteren Neil Young & Crazy Horse-Sounds, wie auch der Post-Punk der frühen Replacements und R.E.M., durchzogen von einem Hauch von Southern Gothic. Diese Vielzahl von Einflüssen und Stilen, die sie zu ihrem ureigenen Sound verarbeiten, garantieren stets einen erhöhten Spannungfaktor. "Welcome 2 Club XIII" ist im Gegensatz zu ihren drei letzten Werken thematisch völlig unpolitisch und beschäftigt sich vielmehr mit den Anfängen von Hood und Cooley, die einst in einem schäbigen Honky Tonk-Club in Muscle Shoals/Alabama als Support-Act irgendwelcher obskurer Cover- und Hair Metal-Bands ihre ersten musikalischen Gehversuche machten. Das Songmaterial ist durchweg große Klasse. Bis auf zwei Tracks von Mike Cooley, bei denen dieser logischerweise auch den Lead Gesang ubernommen hat, stammen diesmal alle Tracks aus der Feder von Patterson Hood, dessen unverkennbarer, eigenwilliger Gesang einmal mehr vollends überzeugt. Das hat schon Charisma. Die Stücke wirken trotz der Band-typischen, ruppigen Rauheit überwiegend schön frisch, durchaus melodisch und gefällig, was eine tolle Kombination ist. Tracks wie beispielsweise das das Album eröffnende, 7-minütige, düster spannende Epos "The driver" mit seinen schweren, fast bleilastigen, rauen, Crazy Horse-like "rusty guitar-riffs", dem manchmal fast "sprechenden" Lead-Gesang Patterson Hoods und den großartigen Background Voacals von Schaefer Llana, der kernige, knackige, von satten, vielschichtigen, dreckigen Gitarren bestimmte (markantes, zirpentes Gitarrensolo), klasse im Ohr hängen bleibende Mike Cooley-Rootsrocker "Maria's awful disclosures", das mit herrlichen, transparenten Gitarren inszenierte, recht lockere, dennoch knackige, melodische, dezent countryinfizierte, rootsige "Shake and pine", das abermals mit einer klasse Melodie ausgestattete Titelstück "Welcome 2 club XIII", ein voller satter Gitarren aufwartender, die Band an ihre Tage im "Club XIII" erinnernder, ausgelassener Honky Tonk-Rocker, bei dem die Wurzeln der Drive-By Truckers aus R&B, Country und (Southern)Rock mit einer leichten Punk-Attitüde eindrucksvoll durchklingen, der dynamische, erdige Roots-/Alternate Countryrocker "Forged in hell and heaven sent" (Fiddle- und Mundharmonika-Klänge, starke Gitarren, klasse Background Gesang von Margo Price), oder die fantastische, mit tollen Gitarrenklängen verzierte, ein schönes Southern- und dezentes Western-Feeling versprühende, rootsige Ballade "Billy Ringo in the dark" haben auf jeden Fall das Zeug zu großen, neuen Klassikern der Band. Die Drive-By Truckers zeigen sich mit diesem Album von ihrer allerbesten Seite. Was legen die hier für ein beeidruckendes Songmaterial vor. Ihre besten Tage hat diese Truppe noch lange nicht hinter sich, so frisch, unbekümmert, spielfreudig und "hungrig", wie sie wirkt. Keine Frage, dieses Werk ist eine absolute Top-Vorstellung der "Truckers"!

Das komplette Tracklisting:

1. The Driver - 7:00
2. Maria's Awful Disclosures - 3:50
3. Shake and Pine - 3:45
4. We will never wake you up in the morning - 5:37
5. Welcome 2 Club XIII - 3:22
6. Forged in Hell and Heaven Sent (feat. Margo Price) - 4:45
7. Every Single Storied Flameout - 3:55
8. Billy Ringo in the Dark - 3:45
9. Wilder Days - 6:37

Art-Nr.: 10606
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Georgia Satellites - lightnin' in a bottle - the official live album [2022]
2 CD-Set! Dan Baird (vocals, guitar), Rick Richards (guitar, vocals), Mauro Magellan (drums) und Rick Price (bass) - das sind sie, die unvergessenen Georgia Satellites, die in der zweiten Hälfte der Achtziger Jahre mit ihrem atemlosen, ungebremsten, southern-fundamentierten Riff-Gewitter und Volldampf Gitarren Rock'n Roll wie die vom "Leibhaftigen" getriebenen durch das Rock-Universum jagten. Es gab nur eine Richtung - "volle Kanne" nach vorn! Genau das demonstrierten sie auf beeindruckndste Art und Weise im "Peabody's" in Cleveland/Ohio, wo sie während ihrer 1988iger U.S.-Tournee mindestens zweimal gastierten, um diesen, alten, kultigen Punk-Laden nach allen Regeln der Kunst zu "zerlegen". Nach den Konzerten befand sich kein Stein mehr auf dem anderen. Was für eim Gitarren-Drive, was für eine Energie, was für eine Rock'n Roll-Party, von der es nun, fast 35 Jahre später, dieses fantastische Live Doppelalbum gibt, im übrigen die erste offizielle LIve-Scheibe der Georgia Satellites überhaupt. Dan Baird & Co., wie auch das Publikum hatten soürbar einen Heidenspaß. Von der ersten Minute an brannte das Feuer lichterloh. Die Band spielte fulminante Versionen von jeder Menge Tracks ihrer ersten beiden Alben, streute dazu ein paar Rock'n Roll-Feger ein und coverten zudem ein paar Rock-Klassiker verschiedenster Stilrichtungen, um diese Stücke zu ihren ganz eigenen zu machen. Verrückt, wie sie beispielsweise George Jones' 1959iger Countryheuler "White lightning" von der Leine lassen, oder eine geradezu furiose Version von Joe South's berühmtem "Games people play" präsentieren. Gitarren, Gitarren und nochmal Gitarren, starker Gesang und die Melodik harmonieren einfach perfekt mit dem entfesselten Drive, den die Band produziert. Das ist der ultimative Rock'n Roll Orkan! Einfach nur "geil"!

Die komplette Setlist:

Disc 1:
1. Whole Lotta Shakin' - 3:12
2. Down and Down - 3:47
3. Run Run Rudolph - 3:57
4. Open All Night - 2:59
5. Don't Pass Me By - 5:24
6. Nights of Mystery - 6:55
7. Battleship Chains - 3:22
8. Mon Cheri - 4:22
9. White Lightnin' - 2:59
10. I Go to Pieces - 4:12

Disc 2:
1. Shake Your Hips - 6:31
2. Games People Play - 3:37
3. Can't Stand the Pain - 4:03
4. Keep Your Hands to Yourself/It's Only Rock and Roll - 5:45
5. Sheila - 4:22
6. Hippy Hippy Shake - 2:14
7. Railroad Steel - 8:20
8. I Wanna Be Sedated/Shake Rattle & Roll - 6:29

Art-Nr.: 10560
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Nelson, Willie - a beautiful time [2022]
Er macht einfach immer weiter. In relativ kurzen Abständen veröffentlicht Willie Nelson ein hervorragendes Album nach dem nächsten und es sieht nicht danach aus, als wolle er weder a) jemals damit aufhören, noch b) in seiner Leistungsfähigkit, Kreativität und Gesangs- und Performance-Qualität jemals nachlassen. Am 29. April wurde die lebende Country-Legende Willie Nelson 89 Jahre alt und genau an diesem Tag veröffentlichte er sein neues Album "A beautuful time". Es ist nicht nur sein sage und schreibe 72. Werk, sondern abermals eine absolute Meisterleistung. Reinste Countrymusic, traditionell durch und durch, von immerwährender Schönheit und Qualität, wie sie nie vergehen wird. Schon der Opener, die gemeinsam von Chris Stapleton und Rodney Crowell komponierte, herzzerrei0ende, wunderschöne, honky-tonkige Liebesballade "I'll love you till the day I die" ist ein purer Ohrenschmaus (herrliche Mundharmonika von Mickey Raphael, feinste Acoustic Gitarre, gefühlvoll klimperndes Piano, wimmernde Pedal Steel-Guitar), die einem unmittelbar klar werden lässt in welch fantastischer Verfassung Willie wieder einmal ist. Gleichermaßen weiß man schon nach dem ersten Song, welch ein großartiges, gesamtes Werk einen erwartet. Genau so kommt es, man wird nicht ansatzweise enttäuscht. Die 14 Tracks enthalten u. a. 5 neue von Willie und seinem langjährigen Wegbegleiter und Produzenten Buddy Cannon geschriebene Originale, sowie weiteres Top-Material von Nashville's besten Songwritern und zwei großartig interpretierte Coverversionen (Leonard Cohen's "Tower of song" und der Beatles-Klassiker "With a little help from my friends", den Willie zu einem herrlichen, traditionellen, erfrischenden, flüssig-schwungvollen Country-Waltz der Extraklasse umfunktioniert). Dieses Album gilt schon jetzt als eines der besten traditionellen Countryalben des Jahre 2022. Unfassbar und erstaunlich zugleich, wie dieser ewig junge Willie Nelson noch performt. Blühender, so unglaublich authentischer und absolut zeitloser, lupenreiner, unverfälschter Classic Country in Reinkultur. Wundervoll!

Das komplette Tracklisting:

1. I'll Love You Till The Day I Die - 4:11
2. My Heart Was A Dancer - 3:11
3. Energy Follows Thought - 3:18
4. Dreamin' Again - 3:57
5. I Don't Go To Funerals - 2:27
6. A Beautiful Time - 4:57
7. We're Not Happy (Till You're Not Happy) - 3:17
8. Dusty Bottles - 3:31
9. Me And My Partner - 2:12
10. Tower Of Song - 5:00
11. Live Every Day - 3:12
12. Don't Touch Me There - 2:38
13. With A Little Help From My Friends - 3:43
14. Leave You With A Smile - 3:42

Art-Nr.: 10588
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Tedeschi Trucks Band - I am the moon: I. crescent [2022]
Einzigartiges, episches, neues Projekt der Tedeschi Trucks Band mit dem Titel "I am the moon". Das Gesamtwerk ist aufgeteilt in 4 Teile, die im Abstand von jeweils 4 Wochen erscheinen. Grundlage des Projektes ist das aus dem 12 Jahrhundert stammende Werk "Layla & Majnun" des persischen Dichters Nizami Ganjavi, das einst auch schon als Titelinspiration des legendären 1970iger Albums "Layla And Other Assorted Love Songs" von Derek and The Dominos diente. Und welche Bedeutung dieses Werk insbesondere für Susan Tedeschi und Derek Trucks hat, weiß man nicht erst seit dem letztjährigen monumentalen Live-Epos "Layla revisited - Live at Lockn'". Als die TTB während des Lockdowns 2020 für lange Zeit die Touraktivitäten einstellen musste, schlug Mike Mattison eines Tages Derek, Susan und den anderen Bandkollegen vor, sich doch einmal näher mit Ganjavi's Gedicht über eine unglückliche Liebeshingabe zu beschäftigen. Aus der Sichtweise des Clapton-Albums erscheint Layla als reines Liebesobjekt, doch Mattison interpretierte das Gedicht aus verschiedenen Perspektiven und schlug vor dieses Material als Autoren, als Musiker und als Band erneut zu betrachten. "Als Mike sagte: 'Nun, was denkt Layla über all das?', dachte ich, das sei eine höchst spannende Art, die Geschichte neu zu betrachten", erklärt Derek Trucks. - und das Projekt "I am the moon" nahm Gestalt an. Nicht nur Derek Trucks, Susan Tedeschi und Mike Mattison, sondern das gesamte Bandkollektiv war in dem Prozess dabei mehr involviert als je zuvor - auch kompositorisch. Aufgenommen in den Tedeschi und Trucks-eigenen Swamp Raga-Studios in Jacksonville/Florida, entstand ein mitreißender, musikalischer Leckerbissen voller präziser Songstrukturen und großartiger Melodik, der aber auch stets jede Menge Lockerheit und Freiraum für die Protagonisten bereithielt, um ihre begnadete musikalische und instrumentelle Klasse, ihre nie enden wollende Kreativität und Spielfreude in ausgedehnten, prächtigen Jammings voll und ganz auszuleben, herrliches The Allman Brothers Band-mässiges Southernflair inklusive. Ein Genuß! Die Tedeschi Trucks Band in geradezu bestechender Verfassung!

I am the Moon: Episode I - Crescent

Die Episode 1 des "I am the moon"-Vierteilers mit dem Titel "Crescent" besteht aus 5 bärenstarken Nummern. Die Musik wirkt zum Teil recht entspannt, steckt aber voller innerer Kraft, kommt sehr wohltuend und locker rüber, entfaltet wunderbares, stets spürbares Allman'schen Southernflair, spielt aber hier und da auch mal mit einem ganz dezenten Hauch Pink Floyd'scher Inspiration. Natürlich gibt es auch Momente , in der die Band jede Menge Energie freisetzt. Derek Trucks' besticht mit herrlichem, manchmal auch schön weichem Slidegitarren-Spiel, um auf der anderen Seite dann auch mal wieder ein furioses Solo einzustreuen. Susan Tedeschi's Gesang ist wieder hinreißend, doch, und das tut dem Gesamtsound richtig gut, auch Mike Mattison und vor allem Tastenmann Gabe Dixon übernehmen prägende Lead Gesangs-Parts - und die sind ebenfalls richtig, richtig stark. Wahrnehmbar bei Gibson's Gesang ist ein feines, unterschwelliges, leichtes Gregg Allman-Timbre, was natürlich zusätzliches Southern-Feeling generiert und die Seelenverwandtschaft zur The Allman Brothers Band nochmal wohltuend unterstreicht. Das hört man sofort bei dem hinreißenden, schön weich gespielten Opener "Hear my Dear" - eine lockere, herausragende, in unwiderstehliche Gitarrenlicks und Orgelklänge eingebundene Nummer, die ein geradezu magisches Southern-/Soul-/Blues-Feeling heraufbeschwört. Der Duettgesang von Susan Tedeschi und Gabe Dixon ist einfach wunderbar. Dieses Feeling wird auch beim folgenden "Fall in" aufrechterhalten. Vielleicht etwas bluesiger, integriert die Band bei diesem, ganz stark von Mike Mattison gesungenen, bluesigen Stück noch ein prächtig passende Portion Louisiana-/New Orleans-Würze mit tollen Bläserklängen. Eine grandiose Melodie zieht sich durch das von Gabe Dixon komponierte Titelstück "I am the moon", eine exzellente Ballade, wieder vorgetragen im Duett von Susan und Gabe, bei der der Duft des Südens genüßlich aus den Lautsprechern wabert. Nach dem ebenfalls ganz großartigen, bis zu einem schönen Guitar-/Horn-Jamming stets an Power zulegenden "Circles 'round the sun", erfolgt mit dem genauso lässig flotten, wie phasenweise kraftvollen, über 12-minütigen Instrumental "Pasaquan" (psychedelisch, dezent jazziges, southern-mässiges, stets angenehm zu verarbeitendes Jamming, bei dem die atemberaubenden Talente der beteiligten Musiker einmal mehr in beeindruckender Art und Weise zur Geltung kommen, tolle Einsätze der beiden Drummer, fantastische Gitarrenarbeit von Derek Trucks) der famose Abschluß dieses genialen, ersten Teils von "I am the moon". Die Kreativität und die musikalischen Möglichkeiten dieser Band scheinen keine Grenzen zu kennen. Meisterhaft und magisch zugleich!

Das komplette Tracklisting:

1. Hear My Dear - 5:35
2. Fall In - 5:48
3. I Am The Moon - 5:14
4. Circles 'Round The Sun - 6:17
5. Pasaquan - 12:16

Art-Nr.: 10609
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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