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American Aquarium - chicamacomico [2022]
Ganz wunderbares, überaus niveauvolles, mit ausnahmslos großartigen Songs bestücktes, neues Album der exzellenten Rootsrock-/Americana-Truppe American Aquarium um den charismatischen Sänger und Songwriter BJ Barham aus dem beschaulichen Städtchen Reidsville in North Carolina. "Chicamacomico" ist ein Album über Verluste, Ängste und schwere Zeiten, sagt Barham, aus denen sich aber auch eine besondere Erkenntnis der Hoffnung generiert. Die Erkenntnis, dass man nicht alleine ist mit solchen Gefühlen, da es vielen Menschen ebenso geht. Das wiederum verleiht einem jede Menge neue Kraft. Genau das spiegelt sich in den fantastischen Songs des Albums perfekt wider. Es sind Songs, die inhaltlich Gewicht haben, aber dennoch leicht und unbeschwert klingen, Songs trauriger Erlebnisse, die aber ein gutes Gefühl verbreiten. Ein schwieriger Spagat, den die Band bravourös hinbekommt. Das Line-Up von American Aquarium besteht aktuell neben Barham (lead vocals, acoustic guitar) noch aus Shane Boeker (lead guitar), Neil Jones (pedal steel guitar, acoustic guitar), Rhett Hoffman (keyboards, acoustic guitar), Ryan van Fleet (drums) und Alden Hedges (bass, backing vocals). Als Gäste wirken u. a. noch Drive-By Truckers-Veteran Patterson Hood (backing vocals) und Mandolin Orange's Kate Rhudy mit vorzüglichem Harmoniegesang mit. Musikalisch bleibt die Band weitestgehend ihrem gewohnten Stil aus knackigem Rootsrock und gefühlvollen Americana-Nummern mit Alternate Country-Einschlag treu, das, wie eingangs schon erwähnt, aber auf einem sehr hohen Level. Insgesamt ist das Werk vielleicht ein wenig ruhiger und gediegener als die letzten, dennoch spürt man zu jeder Zeit ein gewisses, knackiges Heartland Rock-Flair, das, auch infolge Barhams großartigem, ausdrucksstarken Gesangsstil, entfernt etwas an Springsteen's nicht so energetisches Songmaterial erinnert. Das Zeug bleibt prächtig hängen, begeistert mit herrlichen Melodien, verliert dabei aber nie seine angeraute Basis. Der klare Sound wird ausgewogen bestimmt von vielschichtigen, transparenten Gitarren, Piano, Orgel und immer wieder wunderbaren Pedal Steel-Ergänzungen. Stücke wie etwa der voller Heartland Rock-Anlagen steckende, in einem knackig rockenden Midtmpo kommende Opener "Chicamacominco" (schöne Gitarren, hintergründige Orgel, feine Mundharmonika- und Pedal Steel-Fills), das von herrlichen Gitarren, feiner Pedal Steel und logelöst fröhlich klimperndem Saloon-Piano bestimmte, rootsig erdige "Little things', das ungemein lockere, flockige, ein paar countrymäßige, Springsteen'sche "I'm on fire"-Vibes versprühende, abermals mit tollen Pedal Steel-Linien und dem schöne Harmoniegesang von Kate Rhudy veredelte "Just close enough", der kraftvolle Rootsrocker "Built to last", die recht sparsam aber effekt- und gefühlvoll, mit großartiger, dezenter Bariton E-Gitarre und traumhaften Pedal Steel-Klängen hinreißend schön inszenierte Americana-Ballade "Hardest thing", bis hin zu dem das Album wunderbar schmissig, dynamisch, fröhlich und melodisch beendenden Roots-/Alternate Countryrocker "All I needed", sind wahre Americana-Perlen - und nicht nur die. Das komplette Album ist eine Americana-Perle! "Chicamacomico" überzeugt mit beseelter Ausgewogenheit ohne jede Schwachstelle, das der Band eigentlich nun endlich eine ähnliche Reputation wie beispielsweise Steve Earle & The Dukes oder Jason Isbell and the 400 Unit einbringen müsste. Das hätten sie längst auch schon aufgrund ihrer früheren Werke verdient. Viel zu oft ist die musikalische Welt einfach ungerecht, aber ungeachtet dessen bleibt festzuhalten, das sich BJ Barham und seine Mitstreiter sich unserer uneingeschränkten Anerkennung sicher sein dürfen. Bravouröse Vorstellung von American Aquarium.

Das komplette Tracklisting:

1. Chicamacomico - 3:32
2. Little Things - 2:58
3. Just Close Enough - 3:43
4. The First Year - 3:12
5. Built to Last - 3:05
6. Wildfire - 2:46
7. The Things We Lost Along the Way - 3:03
8. Waking Up the Echoes - 2:29
9. The Hardest Thing - 3:40
10. All I Needed - 2:59

Art-Nr.: 10624
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Chicamacomico
Little things
Just close enough
Built to last
Wildfire
Waking up the echoes
The hardest thing
All I needed

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BlackHawk - blue highway [2022]
Southern Rock-Ikone Henry Paul (The Outlaws) "fährt" musikalisch seit rund 30 Jahren ja bekanntermaßen zweigleisig. Sein zweites Projekt, die vor allem in ihrer Anfangszeit, Mitte der Neunziger Jahre, so überaus erfolgreiche, exzellente Country-/New Country-/Countryrock-Formation BlackHawk, deren herrliche Musik natürlich ebenfalls von einem wunderbaren Southernflair begleitet wird, veröffentlichte im Jahre 1994 ihr nach dem Bandnamen betiteltes Debutalbum "BlackHawk", dem u. a. solche Top 10-Hits wie "Every Once in a While" und "I Sure Can Smell the Rain" entsprangen. Doch eigentlich hatten Henry Paul, Van Stephenson und Dave Robbins ein Album mit komplett anderen Songs als Debut vorgesehen. Die Demos für diese Songs waren zu dem Zeitpunkt, als sie ihren Major-Deal mit "Arista" unterzeichneten, längst eingespielt. Doch für ihr nach dem Label-Deal anstehendes, erstes Album nahmen BlackHawk schließlich doch neues Material auf. Die Demos der bereits existierenden Songs, und was waren, bzw. sind das für großartige Nummern, verschwanden erst einmal in den Archiven - bis jetzt. Henry Paul kramte dieses alte, hervorragende Material nun endlich hervor. 14 Songs davon wurden aktuell neu abgemischt und remastered, sowie von Musikern wie Dale Oliver, Randy Threet, Jackie Street, Jason Roller, Eric Silver, Jaran Sorenson, Kip Raines und Bobby Huff zum Teil neu und zusätzlich instrumentiert. Das Resultat ist ein fantastisches, "neues, altes" BlackHawk-Album. Wäre "Blue highway" damals, vor dem Arista-Erstling, tatsächlich veröffentlicht worden, wäre es als überragendes Debut voller radiofreudlicher Tracks gefeiert worden und hätte wohl eine Menge Hits für die Band abgeworfen. Heute, fast 30 Jahre später, ist es ein beeindruckender Beleg dafür, für welche Musik BlacHawk stand und steht und welch immenses Potential und Talent in ihnen steckte - gerade auch, wenn man bedenkt, dass sie zu diesem Zeitpunkt erst wenige Monate als Band unterwegs waren. Alle 14 Songs sind einfach klasse und offenbaren den typischen BlackHawk-Sound. Herrliche Melodien, diese flockigen, flüssigen Rhythmen, Henry Paul's herausragenden Gesang, die schönen Harmonies, wie man sie auch vom luftigen Westcoast-Sound kennt, Paul's tolles Mandolinenspiel, die vielschichtigen Gitarren und die stets durch die Songs wehende, angenehme Southern-Brise. Paradetracks hierfür sind beispieldweise der wunderbare Opener "Don't put yourself down" ein fluffiger, genauso lockerer wie knackiger, traumhaft melodischer New Country-Knüller, eingebunden in klangvolle Gitarren und großartige Mandolinen-Ergänzungen, die flockige, mit feinen Slideguitar-Fills ergänzte, angenehm im Ohr verweilende New Country-Ballade "Baby the rain must fall", der zünftige, im kraftvollen Midtemporhythmus kommende, prächtige Countryrocker "Heavy hand", das dynamische, ein dezentes, lockeres Marshall Tucker-Feeling verspühende, mit herrlichen Gitarren und wieder dieser toll klingenden Mandoline gespickte "One good reason", oder auch die exzellente, in einem feinen Eagles'schen "Take it to the limit"-Dreiviertel-Takt präsentierte Countryballade "Wide open spaces". Songs, die ein besonders ausgeprägtes Southern(rock)-Flair versprühem und damit duchaus das Terrain der The Outlaws kreuzen, hören wir mit der hinreißend schönen, knackigen Ballade "Southern wind" (fantastisches Mandolinenspiel, Steelguitar, ein für Gänsehaut sorgender, herrlicher "southern smell"), dem flüssigen, einerseits ein frisches, sonniges Eagles-Feeling freisetzenden, andererseits vor Southernflair nur so strotzenden, von klangvollen Gitarren bestimmten Countryrocker "Blue highway", wie auch dem knackig rockenden, mit kräftigen Wah Wah-Gitarrenlicks und Fiddle inszenierten "Heartache and a half". Kurioserweise ist diese Nummer, sowie das sehr schöne "Shiloh", die Tracks Nr. 13 und 14, nicht auf dem Albumcover und der CD gelistet (dort stehen nur 12 Songs), aber eben dennoch auf dem Album enthalten. Gut so! Welch ein tolles Album! Ein "eigentliches", ganz exzellentes, bislang unveröffentlichtes, neu bearbeitetes und frisch remastertes Debutalbum von BlackHawk, das dem offiziellen Debut von 1994 in nichts nachsteht. Im Gegenteil, vielleicht sind diese Songs sogar noch ein bißchen stärker. Wie dem auch sei, die Fans dürfen sich glücklich schätzen, dass Henry Paul der Welt all diese großartigen Tracks nun zugänglich macht - im übrigen in einem erstklassigen Sound. Tolle Sache!

Das komplette Tracklisting:

1. Don't Put Yourself Down - 3:27
2. Baby the Rain Must Fall - 4:07
3. Southern Wind - 3:09
4. I'm Gonna Find a Way - 3:07
5. Where the Wild Roses Grow - 3:25
6. Not by Chance - 3:44
7. Heavy Hand - 3:51
8. Heart with a View - 3:17
9. Blue Highway - 2:53
10. Breathe the Night - 4:03
11. One Good Reason - 2:56
12. Wide Open Spaces - 3:14
13. Heartache and a Half - 3:31
14. Shiloh - 3:07

Art-Nr.: 10628
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't put yourself down
Baby the rain must fall
Southern wind
Heavy hand
Blue highway
One good reason
Wide open spaced
Heartache and a half

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Bros. Landreth, The - come morning [2022]


Art-Nr.: 10649
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Combs, Luke - growin' up [2022]
Luke Combs' Siegeszug wird auch mit seinem herausragenden, dritten Album "Growin' up" weitergehen. Innerhalb von kürzester Zeit katapultierte sich der Mann aus Charlotte/North Carolina an die Spitze der jungen Countrygeneration Nashville's, mit einem ganz eigenen, packenden, generationenübergreifenden Sound, der klassische Countrtraditionen und Moderne ohne große Effekthascherei geradezu perfekt und auf den Punkt miteinander vereint - und das auf höchstem musikalischen Niveau. Er ist ein Paradebeispiel dafür, dass man auch heute noch mit ehrlicher, voller Kraft und Seele performter, handgemachter Musik in Nashville zu höchsten Charts-Erfolgen gelangen kann. Das wird auch mit seinem neuen Werk wieder so sein. Die 12 darin enthaltenen Songs bieten eine nahezu perfekte Mischung aus stets ungemein melodischen, knackigen Balladen, genauso lockeren, wie voller Energie steckenden Midtempo-Nummern und einigen ordentlich fett und kraftvoll rockenden Stücken, deren Basis, das ist deutlich hörbar, zu jeder Zeit im echten, klassischen Country verwurzelt ist. Das packt sämtliche Country-Generationen, die Traditionalisten der George Strait- und Alan Jackson-Ära, Garth Brooks- und Brokks & Dunn-Jünger, genauso wie die jungen Fans eines Eric Church, die es mal gern eine Portion rockiger und kerniger möchten. Es ist eigentlich müßig auf einzelne Lieder einzugehen, da sie durchweg alle ein solch hohes Level erreichen, das man schon als besonders herausstellen muss. Dennoch seien stellvertretend für das gesamte Album mal vier davon herausgepickt: Zunächst der grandiose, textlich sehr autobiographisch gehaltene, sehr kraftvolle Opener "Doin' this" eine Gänsehaut-Countryballade voller Rock-Power und einer hinreißenden Melodie, eingebunden in wunderbare Gitarren (fettes, kurzes E-Gitarrensolo), schöne Pedal Steel-Fills und dezente, effektvolle Keyboards, das pulsierende, von knochenharten Gitarrenriffs und einer großartigen, trockenen Banjo-Untermalung geprägte, wuchtige "Any given Friday night", die lässige, flotte, luftige, traumhaft melodische, wie eine frische Sommerbrise wirkende New Country-Nummer "Outrunnin' your memory", die Luke mit der umwerfenden Miranda Lambert im Duett vorträgt (herrliche, schön transparent soundende Gitarren), oder auch die fantastische, erneut von wunderbar klangvollen Gitarren begleitete, prächtige, abermals durchaus kraftvolle Ballade "Middle of somewhere" (hier fühlen wir, wie auch bei fast allen anderen Tracks, ein wunderbares Southernflair). Nicht nur diese vier Nummern stufen wir als modernen Country und New Country der absoluten Premiumklasse ein. Das trifft auf das komplette Werk zu. Man kann sich an diesen Songs gar nicht satt hören. Luke Combs mit einem geradezu meisterhaften, dritten Album.

Das komplette Tracklisting:

1. Doin' This - 4:14
2. Any Given Friday Night - 3:14
3. The Kind of Love We Make - 3:44
4. On the Other Line - 2:56
5. Outrunnin' Your Memory (feat. Miranda Lambert) - 4:15
6. Used To Wish I Was - 2:58
7. Better Back When - 3:24
8. Tomorrow Me - 3:29
9. Ain't Far From It - 3:37
10. Call Me - 3:20
11. Middle of Somewhere - 3:20
12. Going, Going, Gone - 2:57

Art-Nr.: 10627
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Daniels, Charlie and Friends - volunteer jam 1 - 1974: the legend begins [2022]
Am 4. Oktober 1974 veranstaltete Country- und Southern Rock-Pionier Charlie Daniels mit seiner Charlie Daniels Band und einigen hoch angesehenen Genre-Gästen (Toy Caldwell und Paul Riddle von der The Marshall Tucker Band, The Allman Brothers Band Gitarrenheld Dickey Betts, sowie Percussion und Conga-Player Jamie Nichol) im War Memorial Auditorium von Nashville/Tennessee ein Live-Event der ganz besonderen Art: The Volunteer Jam. Es wurde ein fantastisches Konzert, wie man es selten erlebt hat, eines, dass das Publikum geradeu magisch in seinen Bann zog, denn die Musiker spielten sich mit ihrer zwanglosen, unbändigen Spielfreude in einen wahren Rausch, der alle mitnahm. Es wurde ein regelrechtes Southern Rock-Happening und war der Beginn einer einzigartigen Konzertreihe, die Charlie Daniels von nun an regelmässig veranstaltete. Die legendären Volunteer Jams waren geboren. Diese erste Volunteer Jam vom 4. Oktober 1974, und das ist einfach großartig, erscheint nun, fast 50 Jahre sspäter, erstmalig auf CD, und zwar in einem richtig guten, nein erstklassigen Sound, wenn man bedenkt, wie alt diese Aufnahmen sind. Was die Charlie Daniels Band und ihre Gäste an diesem Abend auf die Bühne des War Memorial Auditoriums zauberten war herausragend. Sie spielten und jammten frei von allen Zwängen. Einige Tracks, gerade der frühen Charlie Daniels Band, lassen viele Vergleiche zu den Allman Brothers zu. Die Songs und Jams sind tief verwurzelt im Blues und definieren nahezu alle Trademarks des Southern Rocks der frühen Siebziger, inklusive prächtiger Twin Gitarren. All das zelebrieren die Musiker hier auf beeindruckende Art und Weise. Ein herausregendes Beispiel dafür ist das rund 11 1/2-minütige, großartige, bluesige, angejazzte und southernrockige "No place to go" mit seinen starken, ausufernden Gitarren- und Keyboard-Läufen. Aber nicht nur diese Nummer, sondern die komplette Show ist ein wahres Fest. Das Sothern Rock-Feuer brennt von Beginn an. Nach dem knapp 1 1/2-minütigen Intro "Tennessee waltz" geht es mit dem starken "Whiskey" voller brodelnder Power los. Das ist kochender, bluesiger, klassischer, jammiger Southern Rock in allerbester The Allman Brothers Band-Reinkultur - und dennoch auch ganz typisch für die Charlie Daniels Band der damaligen Zeit. Man höre nur auf die packenden Grooves und die prächtige Dual Gitarren-/Orgel-Inszenierung. Voller Energie und Kraft geht es mit dem fetten "Way down younder" weiter, einem seeligen, jammigen Southern-/Bluesrocker voller spürbarer Spielfreude und Hingabe. Großartig auch hier wieder die furiose Gitarrenarbeit, inkl. eines prächtigen Solos, wir auch die exzellente, markante Percussionarbeit, aus der der unwiderstehliche Groove resultiert. Sehr stark auch die feine Interpretation ihres Klassikers "Long haired country boy", ebenso wie das mit herrlichen Twin Guitar-Passagen und großartigen Dual Guitar-Soli bestückte, mexikanisch angehauchte, energetische, jammige, staubige Southern Rock-Opus "Caballo Diablo". Anschließend spielt die Charlie Daniels Band (Charlie diesmal nicht an der E-Gitarre sondern an der Fiddle) zusammen mit Marshall Tucker's Toy Caldwell an der Pedal Steel eine fröhliche, stimmungsvolle Version des Country Klassieker "Jambalaya", eingebettet in einen schönen, jammigen Southern-Groove. Mit dem unsterblichen Southern Rock-Evergreen "The south's gonna do it (again)" lassen die Jungs daann ihrer sprühenden Energie und Power wieder freien Lauf (zündende Gitarrenläufe). Wie gesagt, es war ein ausgelassenes Fest an diesem Abend, eine Sternstunde der Charlie Daniels Band und des gesamten Southern Rocks - für immer verbrieft in der reichhaltigen Historie dieser wunderbaren Musik.

Die komplette Setlist:

1. Tennessee Waltz - 1:24
2. Whiskey - 5:48
3. Way Down Yonder - 3:47
4. Long Haired Country Boy - 4:06
5. New York City, King Size Rosewood Bed - 3:37
6. Caballo Diablo - 5:01
7. Jambalaya - 4:06
8. Stay All Night (Stay a Little Longer) - 2:28
9. No Place To Go - 11:26
10. The South's Gonna Do It (Again) - 4:08
11. Orange Blossom Special - 3:02
12. Don't You Lie to Me - 4:47

Art-Nr.: 10665
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Whiskey
Way down yonder
Long haired country boy
Caballo Diablo
Jambylaya
No place to go
The south's gonna do it (again)

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Furay, Richie - in the country [2022]
Klasse! Einer der bedeutendsten Pioniere des Countryrock, Richie Furay, Mitbegründer der legendären Buffalo Springfield und Poco, sowie der recht kurzlebigen Souther-Hillman-Furay Band beglückt uns 7 Jahre nach "Hand in hand" noch einmal mit einem neuen Studioalbum. "In the country" ist ein reines Coveralbum, mit dem Furay seinen Focus auf ein Dutzend exzellenter Countrysongs legt, die ihn während der letzten Dekaden stark beeindruckt und bewegt haben - einige davon aus den goldenen Neunziger und Zweitausender Jahren des New Country. Seine neuen, höchst erfrischenden Versionen dieser Songs lassen natürlich sofort wieder das unvergessliche Poco-Feeling aus deren frühen Tagen hochkommen. Begleitet wird Furay von einigen der Besten aus Nashville's Studioelite und einigen alten Weggefährten, wie etwa Dan Dugmore (guitar, pedal steel), Tom Bukovac (electric guitar), Steve Nathan (keyboards), Glenn Worf (bass), Victor Indrizzo (drums) und vielen mehr. Gleich der erste Track ist ein echter Volltreffer. Richie Furay covert Keith Urban's 2002er Superhit "Somebody like you", der in seinem neuen, rockigen Arrangement mit den satten E-Gitarren (starkes Solo von Tom Bukovac) und Furay's unverwechselbarem Gesang sofort an beste Poco-Traditionen erinnert. "Rock and roll and country, that’s what I’m really about", ließ Furay im Vorfeld zu der Veröffentlichung dieses Werkes verlauten, was die Interpretation dieser tollen Urban-Nummer beispielhaft belegt. Zu den vielen weitere Highlights, die Richie Furay hier performt, zählen beispielsweise die epische, wundervoll melodische Countryballade "I hope you dance", einst ein Riesenhit für Lee Ann Womack, John Denver's "Take me home, country roads", die äußerst knackige, traditionell gehaltene Fassung von Sammy Kershaw's 1993iger Hit "She don't know she's beautiful" (schöne Fiddle, klasse E-Gitarre, wieder mit großartigem Bukovac-Solo), bei der Furay gesanglich exzellent von seiner Tochter Jesse Furay Lynch und seinem alten Poco-Kumpel Timothy B. Schmit unterstützt wird, die beeindruckende, voller Seele und Emotionen vorgetragene, große Countryballade "Your love amazes me", bei der Originalinterpret John Berry als Duettpartner mit am Start ist, der erneut schön knackige, dynamische Alabama-Countryrocker "I'm in a hurry (and don't know why)", bei dem die California Rock Gitarrenlegende Waddy Wachtel (u. a. Jackson Browne, Linda Ronstadt, Warren Zevon, Stevie Nicks, The Immediate Family) mit einem schön kernigen Solo glänzt, wie auch die feine Interpretation von Marc Cohn's "Walking in Memphis". Selbst Garth Brooks" "The river" macht sich Richie Furay mit seinem unwiderstehlichen Gesang zu eigen. Ja, allein Furay's auch heute noch immer faszinierende, einzigartige, klare Stimme erinnert einen bei wirklich jeder dieser Nummern, mag das ausgewählte Original für den ein oder anderen vielleicht auch mal nicht unbedingt ein Paradestück amerikanischer Countryrock-Historie sein, an unvergessen, seelige Poco-Zeiten - und das ist einfach herrlich. Diese Poco-Stimme verfügt einfach über pure Magie - forever!

Das komplette Tracklisting:

1. Somebody Like You - 4:19
2. I Hope You Dance - 4:21
3. Take Me Home, Country Roads - 3:28
4. She Don't Know She's Beautiful - 2:47
5. Your Love Amazes Me - 3:11
6. I'm In A Hurry (And Don't Know Why) - 2:55
7. Lonesome Town - 2:54
8. Walking In Memphis - 3:44
9. I'm Already There - 3:55
10. The River - 3:35
11. In This Life - 3:02
12. Chalk - 3:42

Art-Nr.: 10640
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Somebody like you
I hope you dance
She don't know she's beautiful
Your love amazes me
I'm in a hurry (and don't know why)
Walking in Memphis
The river

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Johnson, Jeremiah - hi-fi drive by [2022]
Bluesguitar-Virtuoso Jeremiah Johnson setzt die Reihe seiner zuletzt hervorragenden Veröffentlichungen mit dem neuen, großartigen Album "Hi-Fi Drive" in beeindruckender Manier fort. Der in St. Louis/Missouri beheimatete, ungemein versierte Gitarrist, exzellente Sänger und hoch talentierte Songwriter wird immer besser. Auf der Basis des Blues und des Rocks lotet Johnson genüßlich seine grenzüberschreitenden Neigungen zum Southern Rock, Soul, Rock'n Roll, R&B und Americana aus und integriert bei vielen Tracks eine bestens passende, kraftvolle Horn-Section, die klasse mit den gelungenen Strukturen der einzelnen Songs und Johnson's starkem Gitarrenspiel harmoniert. Stücke wie etwa der abgehende rockin' and rollin' Boogie "'68 Coupe Deville" (toll klimperndes Piano, drückende Bläser), das klasse groovende, mit feinen Funk- und Soul-Vibes angereicherte "Ball and chain" (schönes Southern-Flair, weibliche Background-Gesänge), der schwüle Southern Blues-Shuffle "The squeeze", das Latino-angehauchte, lässige "Hot blooded love" oder auch das wunderbar in den Swamps des Südens watende, von herrlicher Slideguitar bestimmte (tolles Solo) "Quicksand", liefern, neben all den anderen Tracks eindrucksvolle Belege für Johnson's stetige Weiterentwicklung. Der Mann zählt mittlerweile zu den wichtigsten Künstlern der St. Louis Blues- und Bluesrock-Szene. Starkes, neues Album!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

St. Louis-born roots music guitarist, singer and songwriter Jeremiah Johnson crosses genre lines and sounds amazing doing it on his new release Hi-Fi Drive By.
The record finds Johnson in career-best form, delivering ten tight new songs that succeed musically, lyrically, and instrumentally. He co-produced these tracks with St. Louis legends Tom Maloney and Paul Niehaus IV and recorded it with some of the finest players his hometown has to offer.
The mighty Victor Wainwright, a Blues Music Award winner and Grammy nominee, guests on piano, as does harmonica master Brandon Santini, a five-time BMA nominee, himself. The sound they all create blends blues, rock and roll, and swampy funk into a groove-covered surface that gives Johnson all he needs to take flight. His guitar playing, singing, and songwriting have never sounded better.
Jeremiah Johnson is a singular talent in a sea of imitators. Unlike many in the game, Johnson takes his inspiration where he finds it and lets the chips fall. His guitar skills are tastefully explosive, his vocals engaging and wise, and his writing is as good or better than anyone else working today. He’s hit the Billboard Blues charts five times with the albums GRIND (#8 November, 2015), Blues Heart Attack (#5 August, 2016), Straitjacket (#6 August, 2018), Heavens to Betsy (#1 April, 2020), and Unemployed Highly Annoyed (#4 November, 2020). He’s spent the last four years touring the USA and Europe supporting guitar man Mike Zito and as a headliner. Johnson is one of the most entertaining and listenable roots artists to emerge in recent times and, if you’re cool, you’re already in the know.
Hi-Fi Drive By gets rolling with the Chuck Berry-ish rock and roller “‘68 Coupe DeVille.” It’s a high-octane cut that will get any crowd on the road to a good time. Johnson’s vocals are bold, his guitar sweet, and Victor Wainwright’s piano licks are ferocious. It’s a big blast of good, clean fun and will quickly hook you into listening to the rest of the record.
“Ball And Chain” is a soulful gear shift into vintage R&B sounds and features another strong Johnson vocal take. The softer verses here let him show a different, more expressive side to his voice. The chorus kicks harder, strutting out of your speakers with a hip-shaking beat and upbeat attitude. Johnson layered this and the other songs on Hi-Fi Drive By with horns, backup singers, and percussion to achieve the fleshed-out vibe of a large band and you’ll catch every texture once you put your headphones on.
The uptown shuffle of “Skippin’ School” is a classic blues tune with a swinging pocket, smoking horns, and a Cadillac attitude. Johnson dials himself back a bit here to fit the song, playing some flavor-packed lines before finally turning up the heat. His vocal tone on it is smooth and lowdown, displaying yet another nuanced change.
“The Squeeze” is a simmering blues song that rapidly boils over into a heavier chorus. It’s a tune about a complicated love situation that just might not be worth the trouble anymore and Johnson tells his story so we can all relate to it. His guitar screams when he leans into it and his call-and-response powers are definitely strong.
Other prime movers on Hi-Fi Drive By include the Santana-influenced “Hot Blooded Love” and the deep cut “Quicksand.” Jeremiah Johnson remains dialed-in throughout every moment, turning in songs and solos that are going to get a lot of blues fans excited. Hi-Fi Drive By is the next evolution of Johnson’s style and career and is about to blow him up around the world. Don’t miss it.
(Mike O’Cull / Rock & Blues Muse)

Das komplette Tracklisting:

1. '68 Coupe Deville (feat. Victor Wainwright) - 3:23
2. Ball and Chain - 3:45
3. Young and Blind (feat. Brandon Santini) - 4:09
4. Skippin' School - 3:52
5. Hot Diggity Dog - 4:00
6. The Squeeze - 5:28
7. Hot Blooded Love - 4:42
8. Sweet Misery - 2:56
9. Quicksand - 3:50
10. The Band - 5:48

Art-Nr.: 10736
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
'68 Coupe Deville
Ball and chain
Young and blind
Hot diggity dog
The squeeze
Hot blooded love
Quicksand

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Larkin Poe - self made man [2020]
2 Mädels, 2 Gitarren - was für eine Energie! Mit ihrem neuen Album "Self made man" sind sie endgültig "on top", werden sie sich endgültig in den Herzen der Bluesrock-, Southern Rock- und Rootsrock-Fans festsetzen. Larkin Poe sind die beiden in Atlanta/Georgia aufgewachsenen, heute in Nashville/Tennessee lebenden Schwestern Rebecca (lead vocals, guitars, keyboards) and Megan Lovell (lap steel guitar, background vocals), unterstützt von den beiden Mitstreitern Brent "Tarka" Layman am Bass und Kevin McGowan am Schlagzeug. Die musikalische Karriere von Rebecca und Megan begann 2005, als sie zusammen mit ihrer dritten Schwester Jessica die Bluegrass-Band The Lovell Sisters gründeten, mit der sie durchaus erfolgreich waren. 2 Alben, Auftriite in der Grand Ole Opry und beim renommierten Bonnaroo Music Festival standen u.a. zu Buche. Im Jahre 2009 trennten sich die Lovell Sisters und ein Jahr später gründeten Rebecca und Megan Larkin Poe, womit sie sich schließlich ihren ganzen musikalischen Einfüssen, ihrer DNA, die sie im Blut haben und ihren ganzen Vorlieben, vom Rootsrock zum Country, vom Soul zum Gospel, und vor allen Dingen vom Blues zum Southern Rock hingaben. Das erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man die Musik von Larkin Poe hört, ist deren ungezähmte, spürbare Power. Ihre raue, authentische, und doch überaus zeitgemäße Blues- und Southern-Power, ihre dreckige, packende Gitarren-Dominanz (Rebecca's fette E-Gitarre und Megan's furiose Lap Steel-/Slide-Gitarre), sowie Rebecca's großartiger, kraftvoller, bluesiger Gesang. Immer mal wieder werden die beiden, durchaus nachvollziehbar, als "the little sisters of the Allman Brothers" bezeichnet. Ihr neues, baumstarkes Album "Self made man" zeigt das in Vollendung. Herrlich, wie sich die beiden und ihre Band durch eine immer raue, dreckige, southern-rootsige Blueslandschaft wühlen, immer mal wieder mit Spuren von swampigem Hill Country Blues, Gospel, oder erdigem Americana und (Outlaw)Countryrock. Und es rockt und kocht, zuweilen ordentlich hart, bei aller musikalischen Freuiheit, Unabhängigkeit und Variabilität aber auch hervorragend strukturiert. Los geht's gleich mit einer "Wucht" von einem Opener, dem brodelnden Bluesrocker "She's a self made man". "This is classic, rising and falling blues, turned up to the max", mächtig rau und dreckig, voller southern-fueled Gitarrenpower. Stark der von paralleler Lead Gitarre begleitete, erdige Gesang von Rebecca Lovell, aber auch Megan's glühendes Slide-Solo. Klingt ein wenig als würden Jimmy Page und Duane Allman zusammen jammen. Großartig! Die Melodie stimmt ebenso. Man fühlt unmittelaber den "Spirit", mit dem die Mädels am Werk sind. In eine ähnliche Kategorie ist der folgende, famose Bluesrocker "Holy ghost fire" einzuordnen. Kommt mit gewaltiger Energie und prächtiger Gitarrenarbeit der beiden Protagonistinnen, mit einem schön swampigen Groove, natürlichem Southern-Esprit und einer klasse Melodie. Das Bluesfeuer brennt weiter mit dem starken "Keep diggin'", wie auch dem brodelnden, schweißtreibenden, southernrockin' Boogie "Back down south", bei dem sich Kollege Tyler Bryant mit erstklassiger Gitarrenarbeit zusätzlich einbringt. Ganz groß auch das gospelige, aber sehr energetisch und rau interpretierte, uralte Blind Willie Johnson-Cover "God moves on the water" (mit zusätzlichem Text von Rebecca und Megan Lovell), der herrliche, flotte, lockere, dennoch dreckige, prächtig ins Ohr gehende, von einem triefenden Southern-Flair durchzogene Americana-/Countryrocker "Tears of blue to gold" (Megan's Lap Steel kling hier wie eine Pedal Steel), das von tollem Resonator Guitar- und Lap Steel-Zusammenspiel geprägte, rootsige, southern-bluesige, sumpfige "Danger angel", der genauso bluesige wie rootsige, von einem schönen Americana-Feeling durchzogene Southern Rocker "Ex-Con" (tolle Gitarren), wie auch der das Album abschließende, starke, gut gelaunte, Countrystampfer "Easy street". Schon das vergangene Larkin Poe-Album "Venom & Faith" wurde zu Recht groß gefeiert und erhielt verdientermaßen eine Grammy-Nominierung, doch mit "Self made man" ist ihnen ohne jeden Zweifel ihr bisheriges Meisterstück gelungen. Ein famoser, unglaublich cooler, rauer, dreckiger Southern-, Roots-, Bluesrock-Ritt auf der Höhe der Zeit.

Das komplette Tracklisting:

1. She’s A Self Made Man - 3:01
2. Holy Ghost Fire - 3:22
3. Keep Diggin’ - 3:13
4. Back Down South (feat. Tyler Bryant) - 3:54
5. Tears Of Blue To Gold - 3:12
6. God Moves On The Water - 2:44
7. Every Bird That Flies - 3:40
8. Scorpion - 3:13
9. Danger Angel - 2:27
10. Ex-Con - 3:56
11. Easy Street - 2:17

Art-Nr.: 10082
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
She's a self made man
Holy ghost fire
Back down south
Tears of blue to gold
Danger angel
Ex-Con
Easy street

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LeDoux, Ned - buckskin [2022]
Er wird von Album zu Album besser, ohne damit sagen zu wollen, dass die beiden Vorgänger nichts taugen - ganz und gar nicht. Aber, mit seinem dritten Album "Buckskin" macht Ned LeDoux, Sohn der 2005 verstorbenen Countrymusic- und Rodeo-Legende Chris LeDoux, noch einmal einen weiteren, hervorragenden Entwicklungsschritt nach vorn in die richtige Richtung. Natürlich hat er das Talent seines Vaters im Blut und selbstverständlich tendiert er auch musikalisch und vor allem textlich (die sehr authentischen Songs handeln vorwiegend von Cowboys, Pferden und Rodeos) in die Richtung des guten, alten Chris LeDoux, doch Sohnemann Ned präsentiert sich, bei kompletter Wahrung der traditionellen Countrybasis, knackiger, erdiger, rootsiger und, das ist klar, zeitgemäßer, bringt zuweilen eine wunderbare Countryrock-Note ein, und wirkt damit eigenständiger und reifer als je zuvor, Klasse! Die Songs kommen in schön frischen Arrangements mit feinen Gitarren, großartigen Melodien, sind immer "real Country", sehr abwechslungsreich (von rockigen Tönen, über George Strait'schen Honky Tonk bis zu herrlichem Western-Swing gibt's alles) und erstklassig produziert von Mac McAnally. Ned LeDoux überzeugt hier mit einer erstklassigen Vorstellung.

Das komplette Tracklisting:

1. The Mountain - 4:12
2. Open Road - 3:29
3. Only Need One - 3:33
4. Hey Hey - 2:17
5. This Ain't My First Rodeo - 2:18
6. Upside of the Ground - 3:12
7. Cards in San Antone - 2:42
8. The Buckskin - 1:42
9. He Rides the Wild Horses - 2:36
10. Rodeo Dreams - 3:51
11. Cowboy is His Name - 3:36
12. Damn Good Cowboy - 3:19

Art-Nr.: 10561
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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McCalla, Leyla - breaking the thermometer [2022]


Art-Nr.: 10648
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Railroad Earth - all for the song [2022]
Seit über zwei Jahrzehnten faszinieren Railroad Earth ihr Publikum mit begeisternden, unvorhersehbaren und ungemein jammigen Live-Shows, aber auch mit einzigartigen, von außergewöhnlich hoher Musikalität und Qualität geprägten Studioalben. Nun endlich beglückt uns die gefeierte Formation aus Stillwater/New Jersey um den ex "From Good Homes"-Frontmann Todd Sheaffer mit ihrem neuen, nunmehr 7. Studioalbum, betitelt "All for the song" - und es ist ein neuer Meilenstein der Band, ein wahres Meisterwerk geworden. Nie präsentierte sich diese grandiose, grassige Roots-/Jam-Band, bei Wahrung aller instrumentellen und jammigen Freiheiten, songorientierter, melodischer, frischer und kraftvoller, als bei diesem Werk. Nie zuvor haben sie ihre einzigartige Kombination aus Bluegrass-Wurzeln und diesem hingebungsvollen Rock'n Roll-Spirit authentischer miteinander vereint. Nie zuvor war ihre musikalische Faszination größer als heute. Das Songmaterial des neuen Albums ist schlicht brillant. Die jüngere Vergangenheit der Band, auch bezüglich ihrer Zukunft, war nicht immer leicht. Vor allem der Verlust ihres Gründungsmitglieds Andy Goessling, der 2018 an Krebs verstarb, machte ihnen schwer zu schaffen. Mit dem neuen Album verarbeiten Todd Sheaffer (lead vocals, acoustic guitar), Tim Carbone (violins, electric guitar, vocals), John Skehan (mandolin, bouzouki, piano, vocals), Carey Harmon (drums, percussion, vocals) und Andrew Altman (upright & electric bass), - Matt Slocum (keyboards) vervollstänigt das Line-Up mittlerweile-, die ganzen Irrungen, Wirrungen und Wendungen der vergangenen Jahre. Es bedeutet für die Band so etwas wie einen Schnitt, ein Neuanfang, eine Veränderung alter Gewohnheiten. Und so verließ man für die Aufnahmen erstmals New Jersey, machte sich auf in den Süden, nach New Orleans und heuerte mit dem großartigen Anders Osborne erstmals einen externen Produzenten an, der auf dem Album auch deutlich seine Spuren hinterlässt. Osborne spielt bei einigen Tracks zusätzlich Gitarre, auch Slide, und verpasst einigen Nummern einen herrlich, bluesige, souligen, swampigen Southern-Anstrich. "From the beginning, the vision was more than just the music", sagt Todd Sheaffer über die Aufnahmen. Weiter führt er aus: "We looked at this like a ‘destination’ record. Our past records were all made close to home or, in fact, at home. Andy’s passing was very much in the center of our thoughts and our hearts in the writing and recording of this album. Things were so shaken up that we thought it’d be a benefit to go away from all of the distractions and be together. In New Orleans, there is great food and there are great spirits to be shared. I’ll leave the music part of the equation for others to judge, but we surely succeeded in making the bonding part of the vision come to fruition"! Hier ein paar Beispiele dieses fantastischen Songmaterials: Ein wunderbar lockerer, flockiger, jammiger Roots-, Folk-, Country-, Americana-Groove bidet die Basis des gleich von einer umwerfenden Melodie geprägten, durchaus knackigen, ihrem verstorbenen Freund Andy Goessling gewidmeten Openers "The great divide", erstklassig gesungen von Todd Sheaffer. Frische, klare Acoustic Gitarren-, Mandolinen-, und Fiddle-Klänge, in Verbindung mit dezenten Piano- und Pedal Steel-Fills, zieren diese famose, grassig rockende Nummer. Schon ist der Zuhörer verzaubert. Was sind das für exzellente Musiker. Deutlich kraftvoller und rockiger, aber nicht weniger melodisch, geht es mit dem saustarken, bluesigen, voller Southern-/New Orleans-Soul steckenden, phasenweise richtig erdigen (klasse Bluesharp), jammigen "Blues highway" weiter. Welch ein Groove, welch ein Feeling! Herrlich, dieser straighte Beat durch die Drums, kombiniert mit der grassigen Begleitung (tolles Mandolinen-/Banjo-Picking). Die Nummer beleuchtet Shaeffer's Erlebnisse und Gedanken, als er auf dem Highway 21 nach einer Show in ein gewaltiges Unwetter geriet. "We had a show in Natchez, so I decided to make my own adventure out of the trip", erinnert sich Sheaffer. "I flew to New Orleans, rented a car, and drove up the Blues Highway like a tourist, stopping and touring the old plantations and blues honky-tonks. I was smelling the river and the refineries. On my return to New Orleans, I drove into what might’ve been a hurricane with intense and terrifying lightning to boot. In the dead of night, I gave up trying to inch down the road, pulled over, and waited it out. The trip seemed like a parallel for my life at the time and inspired the song". Bluesigen New Orleans-/Southern-Soul bietet die Band auch mit dem durch prächtige Bläser unterstützten, funky und swampig rockenden "It's so good". Die Bläser machen die Nummer richtig "heiß". Tolle Orgel-Untermalung, starke, fast wie eine E-Gitarre klingende Violine. Mit dem über 8-minütigen, famosen, sehr edel und fein instrumentierten, leicht schwebenden "Showers of rain (Was that you?)" nimmt uns die Band mit auf eine herrlich jammige, psychedelische Reise. Die Nummer ist erstklassig strukturiert, besticht, vor allem in den Gesangspassagen, mit einer tollen Melodie, bietet aber auch jede Menge Freiraum für die Musiker, ihre instrumentellen Neigungen und Künste auszuleben. Wunderbar! Little Feat lassen grüßen (klasse Electric Slideguitar-Licks von Anders Osborne) bei dem starken, groovigen, swampigen "Come and go moon", während das rassige, grassige "Runnin wild" wieder allerbesten Roots-/Americana-/Jamrock in Reinkultur bietet. Hat viel Frische und Schwung mit einer vorzüglichen Melodie und einer exzellenten Gitarren-, Banjo-, Geigen-, und Pedal Steel-Instrumentierung. Ganz stark auch das erdige, roughe, mit einem coolen Groove ausgestattete, ktaftvolle "My favorite spot" (kratzige Gitarrenriffs, schönes Piano, klasse Fiddle), wie auch das ungemein improvisationsfreudige, psychedelische, leicht jazzige, in einem schier endlosen Jamming endende "Driftin' (The bardo)", im übrigen eine der letzte Aufnahmen, bei denen noch Andy Goessling mitgewirkt hat. Railroad Earth's neues Werk "All for the song" beschert uns eine Band auf dem Zenit ihres Schaffens. Vollgepackt mit fesselnden Melodien, erstklassiger Musikalität und tiefgründigen Texten, die zuweilen gar an Robert Hunter (Grateful Dead-Lyriker) erinnern, bietet das Album eine verlockende Sammlung von Songs, die den Status der Band als eine der gefeiertsten, interessantesten, musikalisch versiertesten und durchaus auch einflussreichsten Grass-, Roots-, Americana-, Jam(rock)-Acts der Gegenwart noch einmal enorm festigen werden. Ein Meisterwerk!

Das komplette Tracklisting:

1. The Great Divide - 4:51
2. Blues Highway - 4:17
3. It's So Good - 4:12
4. Showers of Rain (Was That You?) - 8:10
5. Come and Go Moon - 3:29
6. Runnin' Wild - 4:18
7. My Favorite Spot - 4:24
8. Slippin' Away - 2:54
9. Driftin (The Bardo) - 6:43
10. All For the Song - 5:28

Art-Nr.: 10644
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The great divide
Blues highway
It's so good
Showers of rain (Was that yoiu?)
Come and go moon
Runnin' wild
My favorite spot
Driftin' (The bardo)

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Tedeschi Trucks Band - I am the moon: III. the fall [2022]
Einzigartiges, episches, neues Projekt der Tedeschi Trucks Band mit dem Titel "I am the moon". Das Gesamtwerk ist aufgeteilt in 4 Teile, die im Abstand von jeweils 4 Wochen erscheinen. Grundlage des Projektes ist das aus dem 12 Jahrhundert stammende Werk "Layla & Majnun" des persischen Dichters Nizami Ganjavi, das einst auch schon als Titelinspiration des legendären 1970iger Albums "Layla And Other Assorted Love Songs" von Derek and The Dominos diente. Und welche Bedeutung dieses Werk insbesondere für Susan Tedeschi und Derek Trucks hat, weiß man nicht erst seit dem letztjährigen monumentalen Live-Epos "Layla revisited - Live at Lockn'". Als die TTB während des Lockdowns 2020 für lange Zeit die Touraktivitäten einstellen musste, schlug Mike Mattison eines Tages Derek, Susan und den anderen Bandkollegen vor, sich doch einmal näher mit Ganjavi's Gedicht über eine unglückliche Liebeshingabe zu beschäftigen. Aus der Sichtweise des Clapton-Albums erscheint Layla als reines Liebesobjekt, doch Mattison interpretierte das Gedicht aus verschiedenen Perspektiven und schlug vor dieses Material als Autoren, als Musiker und als Band erneut zu betrachten. "Als Mike sagte: 'Nun, was denkt Layla über all das?', dachte ich, das sei eine höchst spannende Art, die Geschichte neu zu betrachten", erklärt Derek Trucks. - und das Projekt "I am the moon" nahm Gestalt an. Nicht nur Derek Trucks, Susan Tedeschi und Mike Mattison, sondern das gesamte Bandkollektiv war in dem Prozess dabei mehr involviert als je zuvor - auch kompositorisch. Aufgenommen in den Tedeschi und Trucks-eigenen Swamp Raga-Studios in Jacksonville/Florida, entstand ein mitreißender, musikalischer Leckerbissen voller präziser Songstrukturen und großartiger Melodik, der aber auch stets jede Menge Lockerheit und Freiraum für die Protagonisten bereithielt, um ihre begnadete musikalische und instrumentelle Klasse, ihre nie enden wollende Kreativität und Spielfreude in ausgedehnten, prächtigen Jammings voll und ganz auszuleben, herrliches The Allman Brothers Band-mässiges Southernflair inklusive. Ein Genuß! Die Tedeschi Trucks Band in geradezu bestechender Verfassung!

I am the Moon: Episode III - The fall

Die Episode 3 des "I am the moon"-Vierteilers mit dem Titel "The fall" besteht aus 6 weiteren, neuen, faszinierenden Nummern, die einmal mehr von dem genialen Songwriting und den bestechenden, musikalischen Fähigkeiten der Protagonisten geprägt sind. Das wieder einmal durchweg grandiose Songmaterial wirkt diesmal zwar sehr kraftvoll, steckt aber auch voller Wärme, voller Soul und voller Harmonie, ohne das die jammigen Momente ausbleiben. Mehr denn je entfaltet sich dieses wunderbare, sehr wohltuend und locker rüberkommende, edle Allman'schen Southernflair. Derek Trucks besticht mit herrlichem, manchmal auch schön weichem Slidegitarren-Spiel, um auf der anderen Seite dann auch mal wieder ein furioses Solo einzustreuen. Susan Tedeschi's Gesang ist abermals außergewöhnlich, doch, und das tut dem Gesamtsound richtig gut, auch Mike Mattison und vor allem Tastenmann Gabe Dixon übernehmen erneut prägende Lead Gesangs-Parts - und die sind ebenfalls richtig, richtig stark. Wahrnehmbar bei Gibson's Gesang ist ein feines, unterschwelliges, leichtes Gregg Allman-Timbre, was natürlich zusätzliches Southern-Feeling generiert und die Seelenverwandtschaft zur The Allman Brothers Band noch einmal deutlich unterstreicht. Episode III startet mit dem herrlich groovenden, von einer wunderbaren Melodie durchzogenen, ungeheuer inspirierten Southern Blues-/Soul-/Jam-Rocker "Somehow", den Susan wieder voller Hingabe vorträgt. Derek Trucks" bärenstarkes Slidegitarren-/Gitarrenspiel (tolle Soli) verträgt sich einfach großartig mit den brodelnden Bläsereinsätzen. Ein wunderschöner Auftakt, der prägend ist für den gesamten Rest des Albums. Egal, welche Nummer man herauspickt, eine ist faszinierender als die andere. Da haben wir das genauso kernig wie locker groovende, komplett Bläser-freie, exzellente "Yes we will" mit den genialen, abwechselnden Gitarrensoli von Susan und Derek, das rhythmische, bluesig, soulig und swampig-inspirierte, eine gewisses Little Feat-Feeling generierende, vorzüglich von Keyboarder Gabe Dixon gesungene "Gravity" (tolles Klavierspiel von Dixon, flammendes Slidegitarrenspiel von Trucks), das tolle, kurze "None above" und die traumhaft schönen soulig-bluesigen Southern-Nummern "Emmaline" (Lead Gesang: Mike Mattison) und "Take me as I am". Das alles ist die ganz hohe Schule der Tedeschi Trucks Band. Die Kreativität und die musikalischen Möglichkeiten dieser Formation scheinen keine Grenzen zu kennen. Einfach brillant!

Das komplette Tracklisting:

1. Somehow - 5:09
2. None Above - 2:34
3. Yes We Will - 6:31
4. Gravity - 6:45
5. Emmaline - 3:35
6. Take Me As I Am - 5:28

Art-Nr.: 10654
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Watson, Aaron - unwanted man [2022]
Ein Jahr nach dem großartigen "American soul" legt Aaron Watson mit dem nächsten Knüller-Album nach. "Unwanted man", geschrieben und aufgenommen während der Pandemie, ist Watson's 14. Studioalbum. Jeder dieser großartigen 11 neuen Songs stammt aus seiner Feder, zwei davon zusammen mit renommierten Co-Autoren. In den letzten, gut 20 Jahren hat sich Aaron Watson, vor allem in Texas, aber mittlerweile auch weit über die Grenzen des Lone Star States hinaus, eine ungemein erfolgreiche, viel beachtete Country-Karriere aufgebaut - und das als unabhängiger Künstler ohne Major Label-Vertrag. Seine Ausdauer, Moral, sein großes musikalisches Talent und seine unermüdlichen Touren durch die Honky Tonks und über die Festivals des Landes brachten ihm eine riesige Fambase ein. So bezeichnet ihn der renommierte "Rolling Stone" in Anspielung auf sein 2015er Werk "The underdog", das als erstes Independent-Album, das es jemals an die Spitze der Billboard Country-Charts schaffte, in die amerikanische Countrymusic-Geschichte einging, würdevoll als "Texas Country's reigning indie underdog", und "Forbes" nennt seine Karriere "eine der größten 'Do It Yorself'-Erfolgsgeschichten der Countrymusic". So gehört der in Amarillo aufgewachsene, heute in Abilene lebende Texaner ohne jeden Zweifel zu den etabliertesten und anerkanntesten Größen des Country - und zwar des echten, unverfälschten, traditionell verwurzelten, reinen Country. Der Mann hat einfach eine begnadete, wundervolle Countrystimme - lässig und cool, wie sie authentischer nicht sein kann. Er verkörpert den Neo-Traditionalist des 21. Jahrhunderts nahezu perfekt. Was wir hier hören, knüpft nahtlos an den Vorgänger "American soul" an, ist insgesamt vielleicht sogar noch ein wenig rauer, erdiger und kraftvoller. Das ist tief in den Traditionen eines George Jones, Alan Jackson, George Strait, Gary Allan, Willie Nelson und Waylon Jennings verankerter, schnörkelloser, astreiner, von herrlichem Honky Tonk- und Outlaw-Feeling begleteter, auch mal schön rockiger, unverfäschte Country, dem der ursprüngliche, texanische "Red Dirt"-Staub unverkennbar an den Stiefeln haftet. Hier ist nichts auf die manchmal etwas steril wirkende Nashville-Art glatt gebügelt. Alles kommt ehrlich rüber - und das in einem direkten, klaren, vorwiegend von vielschichtigen, zuweilen auch mal kernigen Gitarren und herrlicher Pedal Steel Guitar (Milo Deering) bestimmten, klasse Sound, vorzüglich produziert von Nate Coon und Aaron Watson selbst. Allein die überragende Eröffnungsnummer, das Titelstück "Unwanted man" rechtfertigt schon die Investition für das gesamte Album: Eine ungemein kraftvoll inszenierte, stark angerockte, dennoch lupenreine, jede Menge dreckiges Outlaw-Flair versprühende, dabei hoch melodische, mit tollen Steelguitar-Fills und rauen E-Gitarren-Linien (tolles Solo) geschmückte, klassische Countryballade, die einen mit ihrer spürbaren, ungezwungenen Authentizität geradezu magisch in ihren Bannd zieht. Ein brillanter Wegweiser für ein komplett, wirklich ausgesprochen starkes Album. Weitere Highlights: die knackig dreckige, gut Fahrt aufnehmende, etwas southernrockige Outlaw Countrynummer "Cheap seats" (toller Groove, markante, scharfe E-Gitarren-Licks, kurzes, zündendes Solo), die etwas zurückgenommenere, wundervolle, von transparenten Gitarren und schöner Pedal Steel bestimmte, reine Texas Countrynummer "When I see you" (würde auch bestens in das Repertoire eines "staubigeren" George Strait passen), das von prächtigen Pedal Steel-Linien durchzogene, "What's left of me", das coole, lockere, abermals Strait-affine, honky tonkige, pures Classic Country-Feeling versprühende "Dancing around the truth", der kernige, mit straffen E-Gitarren und klasse Pedal Steel intonierte, ordentlich nach vorn galoppierende "Red Dirt"-Countryknaller "Heck of a song", das von herrlichen, prima hängen bleibenden Gitarrenlicks durchzogene, im knackigen Midtempo präsentierte "Crash landing", die großartige Liebesballade "Nothing on you", und so weiter. Aaron Watson beeinduckt die Countrywelt mit einem weiteren Pracht-Album grundehrlicher, traditioneller, wunderbar natürlich ungeschliffener, klassischer, texanischer Countrykost - und das auf der Höhe der Zeit! Ganz stark!

Hier noch ein Hinweis, der aufgrund der großartigen Musik jedoch eher zu vernachlässigen ist, den wir aber dennoch erwähnen möchten:
Die CD kommt nur in einem einfachen, natürlich professionell gestaltetem Pappcover, ähnlich einem nicht aufklappbaren LP-Cover.

Das komplette Tracklisting:

1. Unwanted Man - 4:17
2. Cheap Seats - 3:53
3. When I See You - 3:21
4. The Old Man Said - 3:40
5. Dancing Around The Truth - 4:14
6. What's Left Of Me - 3:07
7. Heck Of A Song - 3:33
8. Crash Landing - 3:25
9. One In A Million Girl - 3:56
10. Nothing On You - 3:14
11. Once In A Life - 4:03

Art-Nr.: 10625
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Unwanted man
Cheap seats
When I see you
Dancing around the truth
What's left of me
Heck of a song
Crash landing
Nothing on you

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Whiskey Myers - tornillo [2022]
Southern Rock erlebt dieser Tage seinen x-ten Höhenflug, wobei 3 Vertreter dieses Genres im Moment den Ton angeben. Blackberry Smoke, Robert Jon & The Wreck und die Texaner von Whiskey Myers. Letztere trumpfen nun mit ihrem neuen, bereits 6. Album "Tornillo" einmal mehr ganz groß auf. Erneut ziehen sie ihr raues, dreckiges, ungemein authentisches Southern Rock-Ding unbeirrt durch, stagnieren aber nicht, sondern entwickeln sich stetig weiter. Aufgenommen in den berühmten Studios der sehr weitläufigen Sonic Ranch vor den Toren der texanisch/mexikanischen Grenzstadt Tornillo, nach der das Album benannt wurde, haben Whiskey Myers bei einem Großteil der Songs dieses Mal sehr geschickt eine fette Bläser-Section integriert, um ihrer eh schon kraftvollen Musik noch mehr Dampf und Druck zu verpassen. Das kommt richtig gut. Das Songmaterial ist erstklassig, steckt voller Leidenschaft und Inspiration, voller Biß und allen Zutaten, die klassischen Southern Rock ausmachen. Brodelnden, powernden Rockern, wie etwa dem rassigen, treibenden "John Wayne" (tolle, bluesige Mundharmonika, dampfende Bläser-Fills, zündendes, mit Wah-Wahs veredeltes Gitarrensolo), dem abgehenden, total an Lynyrd Skynyrd erinnernden "Feet's" (schöner "Workin' for MCA"-Groove), dem erneut Bläser-unterstützten, von tollen, fetten, dynamischen Riffs angetriebenen und mit fulminanten, feurigen Gitarrenritten aufwartenden "The wolf", oder dem funky angehauchten, bluesigen, kochenden "Bad medicine", stehen die ein oder andere hinreißende, typische Southern Rock-Ballade, wie zum Beispiel das herrlich melodische, von weiblichen Background-Gesängen unterstützte und mit wunderbaren Slideguitar-Linien bestückte, kraftvolle "For the kids", das fantastische, rootsige, erdige, voller Soul steckende, ein wenig an eine southern inspirierte "Exile"-Stonesphase erinnernde, wunderschöne "Heavy on me", oder das voller massiver Gitarren steckende, starke "Other side" gegenüber. So soll Southern Rock sein! Whiskey Myers stehen voll im Saft und hauen mit "Tornillo" einmal mehr ein echtes, fettes, baumstarkes Southern-Pfund raus. Ganz großes Kompliment!

Das komplette Tracklisting:

1. Tornillo - 0:47
2. John Wayne - 4:55
3. Antioch - 4:05
4. Feet's - 4:34
5. Whole World Gone Crazy - 3:04
6. For the Kids - 5:38
7. The Wolf - 5:37
8. Mission to Mars - 3:50
9. Bad Medicine - 5:12
10. Heavy on Me - 4:37
11. Other Side - 4:47
12. Heart of Stone - 4:25

Art-Nr.: 10653
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Williams Jr., Hank - rich white honky blues [2022]
Southern Outlaw Country-Legende Hank Williams Jr. ergründet mit seinem erstklassigen, neuen Album "Rich White Honky Blues" neue, kreative Pfade und liefert unter der Regie von Produzent Dan Auerbach (The Black Keys) ein ordentlich dampfendes, dreckiges, raues, ungemein authentisches, waschechtes Blues-Album ab, dessen Fundament tief im Hill Country Blues, der ja auch in der DNA der Black Keys verankert ist, im Southern Blues und im County Blues liegen. Brodelnd southernrockige Blues-Tracks und Boogies, wunderbar raue, dreckige E-Gitarren und die Vibes eines R.L.Burnside bestimmen das Album. Hank Jr. mit einer prächtigen Leistung!

Hier die überaus zutreffend formulierte Original-Rezension zu diesem Werk von Daniel Daus, dem Herausgeber des exzellenten, sehr geschätzten und informativen Webzines "Sounds Of South" (ein Blick unter www.sounds-of-south.de lohnt sich immer):

Hank Williams Jr. ist einer der letzten wahren Haudegen, der Outlaw Country- und Southern Rock-Szene. Geboren unter der musikalischen Bürde, sich als Sohn eines der beliebtesten Country-Musiker der USA profilieren zu müssen, ist es ihm schon frühzeitig gelungen, aus dem Schatten des Vaters herauszutreten. MIt „Rich White Honky Blues“ veröffentlicht er nun sein sage und schreibe 57. Studioalbum!
Für den Protagonisten, der während der langen Zeit ja schon durch so einige Tiefen gegangen ist, laufen die 20er-Jahre bis dato auch nicht gerade glücklich. Erst die Tochter bei einem tödlichen Autounfall verloren, dann das Ableben seiner Ehefrau Mary Jane Thomas, mit der er 31 Jahre verheiratet war, das steckt auch ein Hank Williams jr. vermutlich nicht so einfach weg.
Wie sooft dient dann eine musikalische Verarbeitung des Schmerzes als beste Medizin. Und was ist da besser geeignet als der Blues. Auf der Scheibe interpretiert er in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Dan Auerbach (The Black Keys), Klassiker aus seinen eigenen Fundus und von Genre-Größen wie Robert Johnson, Lightnin‘ Hopkins, R.L. Burnside, Muddy Waters und Big Joe Turner.
Wenn man den Begleitinfos Glauben schenken darf, muss Williams am ersten Tag der Aufnahmen ziemlich mies gelaunt im Studio aufgetaucht sein („Ich habe keine Lust auf diesen Scheiß!“). Als er allerdings dann dem Slide-Gitarristen Kenny Brown, den R.L. Burnside mal als „seinen Adoptivsohn“ bezeichnete, dem Bassisten Eric Deaton und dem Schlagzeuger Kinney Kimbrough, dem Sohn der North Mississippi Blues-Legende Junior Kimbrough, bei ihrem Treiben zuhörte, war der Ehrgeiz dann wohl doch geweckt (oder sein oft in den Songs zitiertes Alter Ego Thunderhead Hawkins hatte ein Machtwort gesprochen).
Neun der insgesamt zwölf Stücke sind dann auch Paradebeispiele dafür, wie der Blues in den Südstaaten von weißen Musikern interpretiert wird. Charismatischer Gesang, routinierte Rhythmusgebung in allen Variationen und Tempi sowie E-Gitarren bis zum Abwinken, hier besonders als Freudenfest für Liebhaber des Slidespiels, das so gut wie in jeden Track mehrfach integriert ist, sei es mit Fills oder Soli.
Vieles erinnert mich an die frühen Zeiten von ZZ Top (u. a. „Georgia Woman“, „Short Haired Woman“, „Rock Me Baby“ oder das „Dust My Broom“-ähnliche „TV Mama“), das Titelstück „Rich White Honky Blues“ hat was von „T For Texas“ (in der Skynyrd-Variante).
Aus dem Rahmen fallen der Opener „44 Special Blues“, wo Hank in Countrymanier ohne sonstige Beigaben nur zu Akustikgitarrenbegleitung singt, der einzige ‚modern‘ klingende Song „I Like It When It’s Stormy“, ein echtes Southern Rock-Highlight und zugleich mein Favorit des Werkes und am Ende mit „Jesus Will You Come By Here“ ein typischer Gospel, in dem Williams den Erlöser bittet, ihm Gnade zu schenken, um Trost und Vergebung zu säen.
„Rich White Honky Blues“ beweist eindeutig, dass Hank Williams Jr. auch im Blues seine Hausaufgaben gemacht hat. Nach mürrischem Anfang merkt man mit zunehmender Dauer, wie er von Song zu Song mehr Spaß entwickelt, zum instrumentellen Wirken seiner Mitstreiter, den gewohnt großen Zampano zu markieren. Das Werk wurde dann letztendlich in nur drei Tagen eingespielt. Von Musik scheint tatsächlich eine verdammt große Heilungskraft auszugehen… (Daniel Daus / www.sounds-of-south.de)

Das komplette Tracklisting:

1. .44 Special Blues - 1:59
2. Georgia Women - 4:05
3. My Starter Won't Start - 3:15
4. Take Out Some Insurance 3:58
5. Rich White Honky Blues - 3:56
6. Short Haired Woman - 4:54
7. Fireman Ring The Bell - 5:28
8. Rock Me Baby - 3:58
9. I Like It When It's Stormy - 3:20
10. Call Me Thunderhead - 4:04
11. TV Mama - 4:05
12. Jesus, Won't You Come By Here - 2:51

Art-Nr.: 10623
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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