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Amazing Rhythm Aces, The - nothin' but the blues [2003]
Bisher nur recht schwer zu ergattern (Eigenvertrieb), können wir, obwohl es schon vor rund einem Jahr erschienen ist, nun endlich auch das neue Album der legendären Amazing Rhythm Aces anbieten! Das Teil ist schlichtweg ein Knüller! In absoluter Top-Form haben sie in Quintett-Besetzung ein wahrhaft grandioses, wie es der Titel schon vermuten läßt, sehr Blues orientiertes Album eingespielt, das jedoch die bewährten und typischen Aces-Merkmale zu keiner Zeit vermissen läßt. Zentrale Figur ist nach wie vor der charismatische Sänger und Songschreiber Russell Smith (sein Gesang ist wieder umwerfend!!!), zusammen mit den beiden Original-Mitgliedern Billy Earheart (Piano/Orgel) und Jeff "Stick" Davis am Bass, sowie Drummer Brian Owings und dem großartigen Lead-Gitarristen Fred James! Seit rund 30 Jahren sind die Aces bekannt für ihren einzigartigen und unverkennbaren Memphis-/Muscle Shoals-geprägten Countryrock voller Blues- und Southern Soul-Einflüssen, weshalb sie, durchaus berechtigt, oft zu dem erweiterten "Dunstkreis" der Southern Rock-Szene gerechnet werden. Und dem Southern Rock waren sie niemals näher als heute, als mit "Nothin' but the blues"! Es ist eine ganz herrliche, hochklassige, voller Eleganz und voller Gefühl und Seele steckende, von unglaublich starkem Songmaterial geprägte, wunderbar groovende Blues(rock)-Scheibe geworden, bei der die Countryrock-Elemente zwar immer noch vorhanden sind, aber nicht mehr so im Vordergrund stehen. Die Basis bildet der Southern Blues, garniert mit jeder Menge "Alabama Muscle Shoals"-Soul und großartigen Melodien! Dazu kommt auch mal ein prächtiges Delta-Flair, mal ein stark an Little Feat erinnernder Groove, viel Rootsrock-Feeling - alles verpackt in höchste Musikalität von 5 versierten Könnern! Was für Songs, was für Musiker, was für ein herrliches Southern Soul-Flair! Tolles, knackiges Drumming und Jeff's geradliniger, wie flüssiger Bass bilden die rhythmische Grundlage der wundervoll groovenden Arrangements, in denen es die Band auf einzigartige Weise versteht, das Feuer des Südens, sowohl mit einer gewissen Relaxtheit, gleichzeitig aber auch mit einer kernigen Würze, durchzogen von prachtvollen, bluesig-rockigen Melodien, zu entfachen. Ungemein authentisch! Immer wieder hören wir ganz großartige, kräftige Lead Gitarren-Soli, das typische Aces E-Piano, wohlige Orgel-Klänge und hervorragendes Mundharmonikaspiel von Russell Smith! Das Album startet mit dem würzig knackigen Shuffle-Bluesrocker "She lied on me", gleich mit hinreißendem Gesang von Herrn Smith und einem dreckigen Bluesharp-Solo, das schließlich in ein großartiges, versiertes wie feuriges E-Gitarren-Solo von Fred James übergeht.Toll! Das Amazing Rhythm Aces-Funke springt sofort über! Man ist gefangen! Genauso wie bei dem folgenden, energischen, voller Country-Soul steckenden Slow-Blues "The blues, the whole blues and nothin' but the blues", dem flüssig flockigen, dennoch knackigen, bluesigen Rootsrocker "Sensual woman" mit seinen wunderbaren Melodienbögen, der mit tollen E-Gitarren und einem wohligen Teppich aus Hammond Orgel und E-Piano instrumentierten und einer hinreißenden Prise Southern-Funk-Soul versehenen Roots-/Blues-/Groove-Ballade "Strong enough" (Russell singt in Hochform, dazu der Rhythmus und diese klasse Melodie...), dem herrlichen, von einem brodelnden, schwülen Swamp-Groove geprägten (die Radiators und Little Feat lassen grüßen), mit klaren wie glühenden Lead Gitarren-Läufen und rauer Mundharmonika ausgestatteten "Snakin' up on you", dem gefühlvollen "Reminiscing with the Blues", dem souligen "Feels like the first time" (Klasse Orgel, klasse Gitarren), dem cool groovenden Delta-/Blues-/Rootsrocker "The chance you take" mit seinem klasse Drumming und den starken Slide-Gitarren, der traumhaften Southern-Blues-Ballade "Worse than dyin'", oder dem fröhlich groovenden (hat fast ein wenig "Third rate romace"-Feeling in Verbindung mit einer gewissen Little Feat-Rhythmik in sich vereint) "Thangamalang", usw.! Stark auch das von Russell Smith mit Jimmy Hall komponierte, flotte "One tear at a time", bei dem sogleich ein gepflegtes (Jimmy Hall spielt hier auch Mundharmonika) "Wet Willie meets Aces"-Feeling aufkommt! 14 Tracks, knapp 60 Minuten (über das etwas spartanische Ein-Blatt-"Booklet" sehen wir gerne hinweg - das macht die Musik zigmal wett), das sind die Amazing Rhythm Aces von ihrer allerbesten Seite! Feinster, gediegener Southern-Soul-Blues mit Roots- und Countryrock-Anlagen in Vollendung! So können das wirklich nur die Amazing Rhythm Aces spielen... - Genial!

Art-Nr.: 3023
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
She lied on me
Strong enough
Snakin' up on you
Worse than dyin'
Thangamalang

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Bonamassa, Joe - so, it's like that [2002]
Anschnallen! Bluesrock-Guitarslinger Joe Bonamassa (ex-Bloodline) ist zurück mit seinem zweiten Album. Vorweg: das Teil ist erneut, wie schon das 2000er Werk "A new day yesterday", ein absoluter Knüller! Ein Feuerwerk an atemberaubenden, fetten Gitarrensoli voller Power und Intensität! Leidenschaft und Schweiß pur! Immer noch in klassischer Trio-Besetzung mit seinen großartigen Kollegen Kenny Kramme am Bass und Eruc Czar an den Drums geht die Tendenz auf dem neuen Album etwas weg von dem allzu klassischen Bluesmaterial in Richtung Rock, wobei sich der ein oder andere Song sogar mit wunderbaren Melodien und sehr gefällig in die Gehörgänge des begeisterten Zuhörers einnistet. Das bekommt dem Album richtig gut, denn trotz aller "Schönheit" verliert Bonamassa nie diese unglaubliche Energie und Power, dieses rohe Grundklima, diesen immensen musikalischen Druck und auch nie den Blues komplett. Ihm gelingt es auf faszinierende Weise seine ihm angeborene, durchaus etwas southern-eingefärbte Blues-Power, in intensiven, mächtig kraftvollen Rocksongs voller elektrisierender, krachender Riffs, furioser Gitarrenläufe und tollen Gesangspassagen zu kanalisieren. Klasse Melodien paaren sich immer wieder mit exzessiven, gewaltigen Gitarrenriffs und -soli, die von "Allmans-style" bis zu SRV- und Hendrix'schen Läufen alles bieten, ohne das Bonamasse je seine eigene Identität verliert. "My mistake" beispielsweise beginnt mit lockeren Akustik-Gitarrenriffs, denen dann sofort druckvolle Rhythmen aus Bass und Drums folgen. Knallige E-Gitarrenriffs setzen ein, dazu eine wunderbare Lead-Gitarre, klasse Gesang, eine starke Melodie und ein Finale mit einem irren, gewaltigen, bluesigen Gitarrensolo, bei dem sich Mr. Bonamassa die Finger blutig zu spielen scheint. Überhaupt ist das Songmaterial, überwiegend aus der eigenen Feder, absolute Spitze. Es gibt überhaupt keinen Hänger. "Lie # 1" ist ein röhrender, fetter, "Southern-style" Bluesrocker mit flinken, glühenden Gitarrenläufen, der auch die Southernrock-Fraktion begeistern sollte, ebenso wie "Mountain time" oder das stampfende, Boogie-lastige "Sick in love". Derben Blues hören wir beim Titelstück, während "Unbroken" wunderbar melodischen American Rock bietet, ähnlich wie "Waiting for me" mit seinen schönen Piano-Passagen, Mandoline und den üblichen tollen E-Gitarrensoli, oder das wie eine Mischung aus Mark Selby und Edwin McCain klingende "Never say goodbye", ehe es bei "Pain and sorrow" wieder ordentlich raucht und der Gitarre wirklich alles abverlangt wird. Trotz aller Melodik und einiger kurzer Erholungspausen: Bonamassa gibt immer Gas und geht volle Pulle! Saustark!

Art-Nr.: 1045
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Montoya, Coco - can't look back [2002]
Klasse neues Soloalbum des Gitarrenzauberes Coco Montoya, der lange Jahre in den Bands von Albert Collins und John Mayall seine Stratocaster auf Touren brachte. Mit "Can't look down" ist ihm eine wunderbar frische, sehr gefühlvolle Rock/Blues/Bluesrock-Scheibe gelungen, die sich an der Schnittstelle des L.A./Memphis-Sounds mit einer gehörigen Portion Texas-Bluesrock-Flair befindet. Montoya ist ein klasse Sänger mit viel Seele in der Stimme und sein Gitarrenspiel ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Ein virtuoses Solo jagt das nächste. Seine quirlige Spielweise, beeinflußt von Albert Collins, über Duane Allman bis hin zum typischen Texas-Blues, ist voller Power, aber gleichzeitig wunderbar fließend, locker und frisch.
Die Songs stecken voller klasse Melodien und sind überwiegend rockig ausgerichtet, ohne das der Blues zu kurz kommt. Das dürfte nicht nur die Fangemeinde von Stephen Bruton, über Scott Holt bis hin zu Mark Selby begeistern. Wer auf fließenden, rhythmischen, manchmal dezent funky angehauchten, auch mal mit leichtem Southernflair angereicherten Bluesrock mit tollen Gitarrensoli und einem ordentlichen Groove steht, ist hier richtig! Bei 5 der 13 Songs werden auch mal Sax und/oder Trompete eingesetzt, die aber relativ unaufdringlich sind und den Gesamtsound eher bereichern denn stören. Das paßt schon gut zusammen. Unter den Musikern sind L.A. Bass-Ikone Bob Glaub (u.a. Jackson Browne), Drummer Tony Braunagel, Tommy Eyre an den Keyboards und Chuck Kirkpatrick an der zweiten Gitarre. Und die harmonieren prächtig miteinander! Das Album wird mit dem sehr starken "Wish I could be that strong" eröffnet, ein Texas-style Bluesrocker, wunderbar flockig, aber dennoch mit gutem Drive, mit einer tollen Melodie und einem excellenten Gitarrensolo, bei dem Montoya gleich zu Beginn allle Register zieht. Das scheint wie eine Kreuzung aus Duane Allman und Stevie Ray zu klingen. Das traurige "Running away from love" mit seiner schönen Hammond B3-Begleitung, dem dezenten Reggae-Feeling und dem leicht funky angehauchten Rhythmus, besticht erneut mit herrlich lockeren, flinken Gitarrensoli und einem herrlichen Groove. Nach dem gut abgehenden Hollan/Dozier/Holland-Heuler "Something about you" ertönt das tolle, lääsig lockere, mit einem feinen southernmäßigen Intro versehene "I won't beg". Fließende Gitarren, wie aus dem Handgelenk geschüttelt, überall. Mit "Trip, stumble and fall" folgt ein satter, melodischer Texas-Bluesrocker, danach mit "Can't see the streets for my tears" ein waschechter, emotioneller, trockener Slow-Blues! So geht es weiter, bis zu dem klasse Finaltrack "Free", nochmal ein satter Bluesrock-Paradesong voller Herz und Seele. Coco Montoya's "Can't look back": das ist astreine Bluesrock-Mucke für die erste Liga, frisch, klassisch und modern zugleich! Macht richtig Laune!

Art-Nr.: 1266
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I won't beg
Free

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Widespread Panic - live in the classic city [2002]
3 CD-Set! Tolles, neues Live 3er-Album, das einmal mehr das ganze Können und Live-Potential dieser großartigen Southernrock-/Jamrock-Band aus Athens/Georgia widerspiegelt. 3 Tage lang spielten sie vom 1. bis zum 3. April 2000 im "Classic Center Theater" ihrer Heimatstadt und begeisterten die Fans mit ihrem "Classic Rock Spirit", ihrem umwiderstehlichen Groove , den tollen Gitarrensoli und ihren endlosen Jammings. Die ersten beiden CDs stammen vom 1. April, die dritte CD vom 2. und 3. April! Hochkarätige Gäste standen mit auf der Bühne, so z.B. Bill Berry, Chuck Leavell, Randall Bramblett, Yonrico Scott, John Keane, Col. Bruce Hampton und Derek Trucks! Die 27 Songs umfassende Setlist bietet einen wunderbaren Querschnitt durch das riesige Live-Repertoire der Band. Viele neuere Titel aus der "Til the medicine takes"-Phase, aber auch seltener gespielte Tracks. Bei Panic klingt's sowieso in jeder Live-Show anders, das macht die Live-Spannung dieser Band aus. Jede Menge lange Titel, allein 7 sind über 10 Minuten lang, viele weitere nur knapp darunter. Toll zum Beispiel die über 8-minütige Version von "Little Lilly", das später auf "Don't tell the band" auftauchte, das 16-minütige "Ride me high" (J.J.Cale) mit dem anschließenden obligatorischen ebenfalls 16 1/2 Minuten langen Percussion-Solo, das feine "Bear's gone fishin'", das Vic Chesnutt-Stück "Blight", George Clinton's "Red hot Mama", Michael Stanley's "Let's get the show on the road" und und und...! Über 3 1/2 Stunden Power und inspirierter Live-Groove von einem der bestens Genre-Liveacts der heutigen Zeit. Ergebt Euch diesem wunderbaren Widespread Panic Happening....

Art-Nr.: 1387
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 26,50

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