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Edmondson, Bleu - lost boy [2007]
Bärenstarkes, drittes Studio-Album des grandiosen texanischen Singer-Songwriters Bleu Edmondson und seiner großartigen Band, das dieser Truppe nun endgültig die Aufmerksamkeit bescheren sollte, die ihr zusteht. "Bleu Edmondson doesn't sing rock and roll; on "Lost Boy" he bleeds it", feiert ein amerikanischer Journalist das neue Werk - und er hat recht. Ungemein authentisch, voller Charisma und mit einem ungeheuren Gespür für atmosphärisches, intelligentes und gleichzeitig eingängiges Songwriting gelingt Edmondson ein regelrechtes Roostrock-"Killer"-Album. Eigentlich ein "Junge" der schier unerschöpflichen texanischen "Red Dirt"-Szene, verwurzelt in den rootsigen Countryrock-Fundamenten zwischen Texas und Oklahoma, sticht Edmondson mit seinem unwiderstehlichen Stil genauso angenehm wie deutlich aus der Masse heraus, denn in seinen Stücken verarbeitet er zum einen eine ordentliche Prise Southern-Flair und zum anderen voller Stolz und deutlich hörbar die Einflüsse seines großen "Helden" Bruce Springsteen - eine tolle, packende Kombination! Das Resultat: Voller Energie und Power steckender, durchaus rauer, dabei aber traumhaft melodischer Texas "Red Dirt"-Rootsrock mit unterschwelligen Countryrock-Anlagen, massiv durchzogen von erdigen und straighten Heartland-/Midwestern-Rock-Trademarks (z.B. eines John Mellencamp) und der so typisch amerikanischen Songwriting-Philosophie eines jungen, "wilden" Springsteen! Edmondson's prächtige, durchaus etwas Southern-getränkte, raue, kraftvolle, mit viel Seele und Intensität behaftete, ausdrucksstarke Stimme und der dreckig rockige, viel texanischen Staub aufwirbelnde Gitarren-orientierte Sound der Band harmonieren geradezu perfekt mit der wunderbaren Melodik, die der Protagonist seinen Songs mitgegeben hat. Dazu erhöht sich der Spannungsbogen stetig durch die sehr abwechslungsreichen Arrangements! Der Bursche ist ein grandioser Songwriter mit der Fähigkeit knallenden, abgehenden Americana Rock'n Roll, aber auch umwerfende, so einzigartig rootsige, erdige, von einer gewissen "ungezügelten, wilden und verlorenen Romantik" geprägte, würzige Balladen zu zelebrieren. Immer wieder geht es in seinen Texten um die besagten "lost boys," "rejects," "sinners," "saints," "Southern sons" und "suicide girls" abseits der amerikanischen "Gewinner"-Gesellschaft. Musikalisch eingepackt ist das Ganze vorwiegend in satte E-Gitarren, immer mal wieder unterstützt von ausgewogen dosierten Piano- und Orgel-Einsätzen. Gleich zu Beginn des Albums gibt's mit "American saint" eine absolute "Hammer"-Nummer: Ein ruhiges Piano-Intro, langsam setzen die E-Gitarren ein, das Tempo zieht an, der Drummer erhöht die Schlagzahl, und schon sind wir mitten in einem unwiderstehlichen, satten American Rootsrock-Kracher, der alles, was zu einem "texanischen Springsteen" gehört, hergibt. Will einem nicht mehr aus den Ohren weichen! Einfach herrlich, diese raue, heisere Stimme, diese erdigen, würzigen Gitarren, dieser straighte Drive! Natürlich ist auch der typische "Red Dirt"-Dreck präsent! Und diese Melodie - welch eine faszinierende Kombination! Man bekommt regelrecht Gänsehaut! In ähnlichem Fahrwasser bewegt sich das anschließende "Last call"! Klasse Melodie, tolle Gitarren-Riffs (inklusive eines "brennenden", großartigen Solos), eine schöne Orgel im Hintergrund - rockt einfach wunderbar! Bleu Edmondson und "Red Dirt"-Countryrock-Kollege Wade Bowen sind die Komponisten der nächsten Knüller-Nummer: "Ressurection" (wird der ein oder andere auch von Wade Bowen's "Lost hotel"-Album kennen) ist eine exzellente, hier sehr würzig und "gritty" arrangierte, dabei wundervoll melodische, von fetten E-Gitarren umgarnte (tierisches Solo), pathetische, viel Southernrock-Flair versprühende, rootsige "Red Dirt"-/Heartland Rock-Ballade, die einen sofort in ihren Bann zieht. Eindrucksvoll, welch eine Authentizität und welch eine Ausstrahlung die Band versprüht! Auch bei dem folgenden, exzellenten "The echo (maybe tonight)" ist das nicht anders. Es handelt sich erneut um eine großartige Ballade, die zunächst recht verhalten beginnt, dann aber immer kraftvoller wird, um schließlich voller knisternder Spannung und Atmosphäre zwischen ruhigen und Energie geladenen Momenten hin und her zu pendeln. Auch hier wird neben den texanischen "Red Dirt"-Charakteristika wieder der Einfluß Springsteen's deutlich, insbesondere auch durch die wunderbaren Saxophon-Ergänzungen in der Art eines Clarence Clemons. Tolle Melodie! Volldampf voraus geht's dann wieder mit dem prächtigen Heartland-/Country-/Rootsrock-Knaller "Jesus is cryin'", vollgepackt mit fetten Gitarren und einer dezent im Hintergrund agierenden Geige. Balladesk rootsig wird's erneut beim starken "Back to you", wie auch beim anschließenden "Finger on the trigger", das mit seinen großartigen, würzigen Gitarrenlinien vor Southernrock-Flair (Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band) nur so trieft, gleichzeitig aber auch von den "Red Dirt"-Spuren solcher Bands wie Cross Canadian Ragweed & Co. geprägt ist! So gibt sich Edmondson bis zum Ende des Albums nicht den Hauch einer Blöße! Was wir erleben, sind gut 48 Minuten genauso zeitlosen, wie aktuellen American Rootsrock der absoluten Spitzenklasse! Einfach famos! In Texas ist das Album bereits ein Top-Seller, nun muß "nur" noch der Rest der Welt diesen großartigen Burschen und dieses Pracht-Werk entdecken. Also, los geht's...

Art-Nr.: 5420
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
American saint
Ressurection
The echo (maybe tonight)
Jesus is cryin'
Finger on the trigger
You call it trouble

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Kendall, Jeannie - same [2003]
"Jeannie Kendall carries on the tradition", heißt es zusammenfassend in einem Artikel eines US-Country-Journalisten über das Debutalbum von Mrs. Kendall. Jawohl, das tut sie - 100%ig! Kendall, Kendall... der Name kommt euch irgendwie bekannt vor.. - klar: Jeannie Kendall ist die eine Hälfte des in den 70iger und 80iger Jahren so erfolgreichen und Grammy-ausgezeichnteten, berühmten Country -Vater/Tochter-Duo's "The Kendalls". Wer erinnert sich nicht an Hits wie "Heaven's just a sin away", "Pittsburgh stealers", I'm already blue"oder "Thank God for the radio"! Niemlas zuvor hat Jeannie Kendall ein eigenes Album veröffentlicht. Nach dem Tode ihres Vaters im Jahre 1998, die Aufnahmen zu einem akustisch orientierten Album der Kendalls hatten bereits begonnen, machte Jeannie erst einmal eine lange Pause, bis sie schließlich jetzt die damalige gemeinsame Idee wieder aufgriff. Herausgekommen ist ein zauberhaftes Debut von großer musikalischer Klasse. Traditioneller, purer, Bluegrass-orientierter Acoustic-Country, herrlich frisch und rein, voller bestechend schöner Melodien, vollkommen entspannt und locker dargeboten. Damit bewegt sie sich in etwa in den musikalischen Gefilden von Alison Krauss, der aktuellen Dolly Parton oder der Stevens Sisters. Und sie kann mit diesen Leuten locker mithalten. Niemals war ihre Stimme besser! "She sings like an angel", schwärmt man in Amerika. Eine wunderbare Instrumentenvielfalt aus akustischen Gitarren, Mandolinen, Dobros, Fiddles, Acoustic Bass und dezenter Percussion bestimmt das Geschehen und erzeugt einen glasklaren Sound. Kein Wunder, bei diesen Musikern! Mit dabei z. B. die kompletten Union Station-Musiker von Alison Krauss auf 4 Tracks, Dan Tyminski, Ron Block, Rob Ickes, Stuart Duncan, Larry Franklin, Barry Bales, Adam Steffrey, Kenny Malone...usw.! Immer wieder hören wir neben Jeannie's brillanter Lead-Stimme auch traumhafte Harmonien, bei denen sie unterstützt wird von Leuten, wie Rhonda Vincent, Alison Krauss, Carl Jackson, Ricky Skaggs, Allison Moorer, DeAnna Cox, und auf zwei Stücken auch ihrem Vater Royce Kendall, dessen Passagen, wie oben erwähnt, bereits 1998 eingespielt wurden. Bei der absoluten Traumnummer "Timeless and true love", einem fantastischen, puren Acoustic Honky Tonk-Stück, hat es sich sogar Superstar Alan Jackson nicht nehmen lassen, mit ihr ein Duett zu singen. Was für ein herrliches Stück, was für eine Melodie. Sowohl Jeannie als auch Alan Jackson singen je eine Strophe solo, um sich dann bei dem Refrain wunderbar zu ergänzen. Ihre Stimmen passen prächtig zusammen. Allein dieser Track ist schon das Geld für die CD wert, doch das Album bietet auch ansonsten keinerlei Schwächen. So zum Beispiel das wunderbare, rhythmische Eröffnungsstück "That's what your love does to me", der herrliche Country-Waltz "Love chooses you" mit seinen tollen Gitarrenpassagen, das frische, locker flockige "I wonder where you are tonight" mit seinem transparenten Zusammensoiel aus Gitarren und Mandoline, das Dobro-getränkte Laurie Lewis-Stück "Old friend", oder die traurige Country & Western-Nummer "Just a memory"! Alle Tracks sind sehr relaxt und bewegen sich zumeist im Midtempo-Bereich. Hektisches Bluegrass-Geschrammel gibt es nicht! Jeannie Kendall erzeugt mit ihrer sauberen Stimme und ihrer Musik ein wunderbar behagliches Gefühl. Ein gutes Gläschen Wein, am Kaminfeuer sitzen, von den Traditionen Amerikas träumen, und Jeannie Kendall zuhören - das ist es! Traditioneller Acoustic-Country vom Allerfeinsten! Zum Geniessen...

Art-Nr.: 1837
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,50

In folgende Titel können Sie reinhören:
Timeless and true love
Old friends

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McCain, Edwin - far from over [2001]
Edwin McCain aus South Carolina und seine Band mit ihrem vierten Album. Er präsentiert hier sicher nichts revolutionär Neues, doch das ist auch gut so. Denn was er macht, macht er immer noch auf einem höchst ansprechenden Niveau. So ist "Far from over" erneut ein klasse Album mit dem bewährten McCain'schen Heartland Rock, durchzogen mit wunderschönen Balladen. Manchmal erinnert das ein wenig an die guten alten Doobie Brothers. Er ist einfach fähig, richtig gute Songs zu schreiben, mit intelligenten, nachdenklichen und auch bissigen Texten, und diese dann in ein interessantes musikalisches Gewand zu packen. Mal rockig, mal ruhig, melodiös, mit knackiger Instrumentierung und seinem sympathischen, rauhen, trinkfesten Gesang. Insgesamt wirkt das Werk vielleicht etwas roher und ungeschliffener als die Vorgänger, mit vielen Anleihen des Rootsrock und dezenten Partikeln aus dem Blues- und Southernbereich. Er ist ein guter Kumpel von Gov't Mule's Warren Haynes, der hin und wieder bei dessen bekannten Christmas Sessions auftritt. So kennen ihn viele auch von dem "Wintertime Blues"-Album, auf dem er mit 3 Songs vertreten ist. Der Opener "Far from over" und "Sun will rise" sind zwei fetzige Pop/Rock-Tracks mit herrlichen Melodien, feinen Gitarren und seinem prägnanten Gesang, die sich ausgezeichnet dazu eignen, während eines Ausflugs über einen amerikanischen Highway als Begleitmusik aus den Lautsprechern eines alten Chevy's zu erklingen. Dann wieder romantisch angehauchte Balladen, wie "Hearts fall" oder "Write me a song", bei denen jeweils Shawn Colvin als Gast dabei ist, oder das zynische "Radio star", wo es im Text heißt "I tell you my story on VH1, and all of my personal hell, and how my Dad beat me and how much he drank, do you think it'll help my records sell", bis hin zu dem toll arrangierten, jazzigen "One thing left" mit seinem bluesigen, swingendem, "verqualmten" Groove (man könnte glauben, Dave Matthews hätte Pate gestanden) oder dem modernen, knalligen Rocker "Get out of this town". Erneut eine prima CD!

Art-Nr.: 1249
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,36

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Speedbuggy - cowboys & aliens [2000]
Country goes Punk! Wildes, lautes, gnadenlos schnelles, manchmal fast brachiales Cowpunk-Quartett, das aber dennoch nie chaotisch oder konzeptlos wirkt. Die Songs sind durchdacht und haben ein bemerkenswertes Potential, mit zum Teil hochinteressanter Instrumentierung, wie zum Beispiel die Verbindung von Steel-Guitar mit den atemberaubend schnell rockenden E-Gitarren und Drums. Das ist schon Countrymusik, aber total punkig, rockig! Klasse, klarer Sound - tolle Produktion! Starke Gitarren! Wenn man sich das Teil "reingezogen" hat, ringt man erst mal nach Luft. Nur Track 10 ist eine Ballade! Jason & the Scorchers wirken da wie Waisenknaben! Verrückt!

Art-Nr.: 1331
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,36

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Wolfe - delaware crossing [2003]
Welch eine Gitarren-Pracht! Wie soll man es nun bezeichnen? Als Bluesrock, rocking Blues, High Energy Gitarren Retro-Rock, Jam-Rock?... - egal, auf jeden Fall ist es ROCK, und zwar gewaltiger Rock! Ein phänomenales Gitarren-Rock-Gewitter auf allerhöchstem Niveau. Ehrlich, schweißtreibend, von bestechender musikalischer Brillanz! "Delaware crossing" ist nach einer Live-Scheibe und dem Studiodebut von 2001 das dritte Album des Bluesrock-Quartetts Wolfe um den begnadeten Gitarren-Hexer Todd Wolfe, der seine Sporen zwischen 1993 und 1998 als Lead-Gitarrist in Sheryl Crow's Band verdiente. Doch, wie gesagt, es ist weit mehr als "nur" Bluesrock. Mit beachtlicher Selbstverständlichkeit und ausgesprochener musikalischer Klasse baut er eine Brücke, die die legitime Verbindung zwischen einem frühen Eric Clapton, klassischem Texas-Bluesrock, den Black Crowes, den Allman Brothers und den Jam Rock-Intentionen der heutigen Gov't Mule herstellt. Wolfe sind tatsächlich so variabel, wie sich das anhört. Das klingt mal nach Hendrix, mal nach Clapton, da hören wir Stevie Ray Vaughan inspirierte Läufe oder Stones-Riffs, klassischer anglo-amerikanischer Rock ist allgegenwärtig, genauso wie Blues-Licks ala Buddy Guy, dazu herrliche Heartland-Rock-Passagen, ungemein viel Jam-Feeling, weiches Dickey Betts-like Gitarrenspiel und jede Menge Southern-Rock-Esprit ala Allman Brothers oder Gov't Mule, großartige Swamp-Delta-Blues-Tupfer, bis hin zu rasantem Boogie-Rock. Verrückt! Dabei hat Wolfe soviel Potential und eigene Ideen daß die erwähnten Größen sich schon mal ganz artig verneigen dürfen. Er ist mit Herz und Seele dabei. Und was er auf der Gitarre zaubert, ist unglaublich. Da brennen die Saiten. Ein fulminantes, inspiriertes, fingerfertiges, dampfendes Solo jagt das nächste. Spielfreude pur! Doch diese herzhaften, gewaltig rockenden, außerordentlich versierten Gitarrensalven sind nicht alles, denn Todd Wolfe ist darüberhinaus ein prächtiger Sänger voller "Soul" in der Stimme und hat zudem eine erstklassige Backing-Band im Rücken. Alles paßt zusammen. Dazu perfektes Songwriting. Die Songs sind immer kompakt, niemals verliert man sich in orientierungslosem Gedudel. Alles hat Hand und Fuß! Schwächen sucht man auf "Delaware crossing" vergeblich. 68 Minuten lang zeigen die Musiker ihre ganze Extra-Klasse. Ein paar Beispiele: Ein sattes Wah-Wah-Feuerwerk und rauchende Texas-Blues-Riffs mit mächtig antreibenden Drums bringen Musiker und Zuhörer gleich bei dem kochenden Opener "Stranger blues" auf die amtliche Betriebstemperatur. Glühende, laute Gitarrensoli besorgen den Rest. Ein Hammer-Track zum Anfang! Weiter geht's mit dem staubtrockenen bluesigen Heartland-Rocker "No returns, no exchanges", der mit viel Drive, herzhaften Gitarrenläufen und einer gediegenen Portion Desert- und Southern-Flair erneut auf der ganzen Linie überzeugt. Dann mit "See what love can do" eine wunderbar entspannte Version dieses Jerry Williams-Klassikers, an der sich auch schon mal Clapton auf seinem "Behind the sun"-Album versucht hat. Doch dazwischen liegen musikalische Welten zugunsten der Version von Wolfe. Herrlich, wie gefühlvoll er diese Nummer rüberbringt, wunderbar dieses dezente Southern-Feeling, die weichen Dickey Betts-like E-Gitarrenläufe und das Zusammenspiel mit dem swampigen Dobro. Krachenden Power-Rock voller Stones-Riffs, mit Blues Traveler's John Popper als Gast, der eines seiner verrückten Mundharmonika-Soli beisteuert, dröhnt bei "Tumblin' down" aus den Boxen, "One last love" ist eine herrliche Blues-Ballade mit einem gepflegten Schuß Southern-Soul, "Black hearted woman" klingt nach einer prächtigen Groove-Kombination aus Hendrix und Cream, und das über 9-minütige "Love gone bad" läßt einen nun endgültig mit staunendem, offenen Mund zurück. Was für eine dreckige, brodelnde Bluesrock-Nummer. Ein über 6-minütiges Gitarren-Höllenritt von Wolfe, bei dem die Bandbreite von lauten, glühenden Passagen über lässiges Spiel, bis wieder zu einem fulminanten Finale reicht. Herrlich auch die wunderbare 7-minütige "Wolfe jam", eine Live-Aufnahme aus Allentown, die wie die Allman Brothers zu ihren besten Zeiten klingt, und der Boogie Knaller "Crowded in my soul", der, voller Southern-Esprit, auch von Molly Hatchet zu deren besten Tagen stammen könnte. Usw., usw.! Ein unglaublich variables, krachendes und dampfendes Bluesrock-/Rock-/Gitarren-Spektakel mit viel Jam-Flair und einer Menge Southernrock-Feeling, kantig und ständig die musikalischen Grenzen auslotend. Die Jungs rocken und grooven, was das Zeug hält. Die Gitarren-Enthusiasten werden ob Todd Wolfe's gnadenloser Gitarrenläufe aus dem Häuschen sein. Einfach begeisternd! Ein echtes "Killer"-Album! Das Rock-Feuer brennt, und wie....

Art-Nr.: 1843
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,50

In folgende Titel können Sie reinhören:
Stranger blues
See what love can do
Love gone bad
Crowded in my soul

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