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Bonamassa, Joe - had to cry today [2004]
Atemberaubend! Blues-/Bluesrock-Gitarrenakrobat Joe Bonamassa eilt von Höhepunkt zu Höhepunkt! Die Stärken dieses Knaben scheinen unbegrenzt zu sein! Gerade mal ein Jahr nach dem grandiosen "Blues deluxe" läßt er mit "Had to cry today" den nächsten, absoluten Knüller folgen! Man hat ihm schon bei den vorigen Werken attestiert, das Steigerungen kaum noch möglich seien, doch dieser unglaubliche "Guitarslinger" belehrt uns einmal mehr eines besseren. Noch reifer geworden (vor allen Dingen in gesanglicher Hinsicht war seine Leistung nie besser) besticht Bonamassa auf 11 herausragenden, für ihn typischen, von elektrisierenden und enthusiastischen Gitarrenläufen geprägten Blues-/Bluesrock-Nummern, die einen nicht mehr loslassen! Geprägt von den Einflüssen seiner großen Vorbilder, wie B.B. King, John Lee Hooker, Albert Collins, Robert Johnson oder Stevie Ray Vaughan, bereichert er seinen Stil diesmal mit wunderbaren Chicago-, Delta-, und auch British-Blues-/Rock-Bezügen, ebenso wie mit dem aus früheren Werken schon bekannten Southern-Flair. Sogar ein paar Roots-/Americana- und Country-Einflüsse fehlen nicht (zuweilen hören wir faszinierendes Acoustic-Gitarren-Spiel), was die Platte insgesamt sehr abwechslungsreich macht. Auch die bisweilen eingesetzte Hammond-Orgel macht den Sound angenehm transparent. Ein Sound der auf den Punkt genau, knackig produziert ist (Bob Held), der mal kocht, mal brodelt, mal regelrecht explodiert, druckvoll und sehr intensiv ist, höllisch rockt, zuweilen aber auch mal Raum für ruhigere und entspanntere Momente läßt! Begleitet wird Bonamassa, wie schon bei seinen drei Vorgängeralben auch, von dem fantastischen Drummer Kenny Kramme und dem ebenso starken Bassisten Eric Czar! Los geht's mit dem satt und hart rockenden, powernden, sehr rhythmischen, von rauen, leicht Southern eingefärbten Riffs geprägten, groovenden Uptempo-Knüller "Never make your move too soon", dessen glühendes Gitarrensolo sowohl Musiker als auch Zuhörer schnell auf die richtige Betriebstemperatur bringen. Doch mit der nächsten Nummer, "Travellin' south", gehen die Jungs noch einen Schritt weiter. Jetzt ist der Sidepunkt erreicht! Vollgas bis zum Anschlag heißt die Devise! Ein überschäumender, southern-fried, von einem gewaltigen Slide-Gewitter geprägter Bluesrock-Boogie/Blues Rock'n Roller, der einen fast aus dem Musikzimmer bläst. Was Bonamassa auf der Slide abliefert, ist schichtweg Weltklasse! Der Mann ist ja nicht zu bremsen! "This one is best when played loud driving down the freeway", sagt er selbst über dieses Stück, das manche vieleicht noch von Albert Collins kennen. Anschließend der nächste Knüller, eine hinreißende, fast 7-minütige Version des Lowell Fulson Blues-Klassikers "Reconsider Baby"! Diese Midtempo-Nummer enthält ein fulminantes, rund 2 1/2 Minuten langes, messerscharfes, genauso virtuoses, wie energisches Gitarrensolo, das die Gitarrenfraktion wieder einmal in staunendes Entzücken versetzen dürfte. Wie koordiniert dieser Bursche nur seine Finger? Tolles Drumming und eine prächtige Melodie begleiten das wunderbar locker und lässig beginnende, schön southern- und countryinfizierte, mit transparenten Acoustic-Riffs ausgestattete "Around the bend", das sich, ohne die Lockerheit zu verlieren, von der Kraft her ständig steigert, bis hin zu einem ungemein fetten Gitarrensolo in der Mitte, um schließlich zum Ende hin wieder etwas bedächtiger auszuklingen. Tolles Arrangement! Mit dem Instrumental "Revenge of the 10 gallon hat", einem klasse, melodischen Countryrocker, zollt Joe Bonamassa solchen Gitarrengrößen wie Danny Gatton, James Burton und Clarence White Tribut, ehe er nach der frischen, mit herrlichen Gitarrenspielereien durchsetzten Ballade "When she dances" zum Titelstück "Had to cry today" ausholt: eine fulminante, 6 1/2-minütige, inspirierte, kochende Version der alten Blind Faith-Nummer, mit rauen Retro-Riffs und einem mörderischen Gitarrensolo! Da können Winwood und Clapton nur staunen! Swampig und akustisch beginnt das folgende "The river", ehe donnernde, laute Riffs einsetzen und das Ganze zu einem prachtvollen, krachenden, sehr southern geprägten, kantigen Bluesrocker mutieren lassen. Was für eine Kraft! Eine dreckige Bluesharp und ein qualmendes Slide-Solo tun ein übriges. Hier brennt die Luft! Wie gesagt, der Spielfreude, der Klasse und Virtuosität dieses Joe Bonamassa scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein! "Had to cry today" ist erneut ein absolutes Meisterwerk geworden, nicht mehr und nicht weniger! Begeisternder, leidenschaftlicher Bluesrock eines jetzt schon ganz Großen seiner Zunft!!

Art-Nr.: 2664
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Cannon, Melonie - same [2004]
Ein neuer, hell leuchtender Stern am Bluegrass-/Acoustic Country-Himmel mit einem traumhaft schönen Debutalbum! Als der ehemalige Lead-Sänger der bekannten Bluegrass-Truppe "Lonesome River Band", Ronnie Bowman, für Melonie Cannon (übrigens die Tochter von Nashviille's bekanntem Produzenten Buddy Cannon) eines Tages ein paar Session-Aufnahmen mit der ersten Garde von Nashville's Bluegrass-Musikern organisierte, die wenig später in die Hände von Ricky Skaggs fielen, war dieser schlichtweg begeistert und verpflichtete sie umgehend für sein "Skaggs Family"-Label. Diese Euphorie kann man nur teilen! Melonie liefert ein ganz wundervolles, hinreißend schönes, reines, vollkommen antspanntes, traditionelles Acoustc Country-/Bluegrass-Album ab, das nicht zuletzt ein wenig an die Whites erinnert, vor allen Dingen aber eine genauso angenehme, willkommene, wie hochklassige Alternative zu Künstlerinnen wie Alison Krauss, einer bluegrassigen Patty Loveless oder Rhonda Vincent darstellt. Ihre klare und kräftige Stimme strahlt jede Menge Wärme aus. Die Songs sind nie hektisch. Vielmehr hören wir herrlich frische, sehr entspannte und äußerst genußvolle Nummern reinster, von bestechender Melodik bestimmter, traditioneller Countrymusic, instrumentiert mit Dobros, Mandolinen, Banjos, Fiddles, Acoustic Gitarren, Acoustic Bass und zurückhaltender Percussion. Auf elektrische Instrumente wird vollkommen verzichtet! Zuweilen sprudelt die Musik so ruhig und angenehm aus den Lautsprechern, wie ein dahinplätscherndes, sauberes Bächlein in der unberührten Natur von Tennessee. Der Reigen beginnt mit der recht flotten, voller Southern-Soul und Mountain-Flair steckenden Bluegrass-Nummer "Nothing to lose", inklusive excellenter Banjo- und Mandolinen-Einlagen. Einfach wunderschön, rein und klar, voller Wärme und Harmonie, bahnt sich das anschließende "Tennessee road" unbeirrt seinen Weg in unser Acoustic Country-Harz! Welch eine herrliche Melodie! Sehr relaxtes Arrangement mit großartigem Dobrospiel von Jerry Douglas, tollem Gitarrenpicking von Dan Tyminski, großartiger Fiddle von Stuart Duncan, zurückhaltender Percussion von Eric Darken und feinstem Background-Harmonies von Dan Tyminski und Ronnie Bowman. Traumhaft! Es folgt das frische, lockere, wieder von einer herrlichen Melodie geprägte "I feel you everywhere", diesmal mit den Dobrokünsten von Rob Ickes! Hingebungsvoll schön, genauso wie der wunderbare Waltz "What took you so long", das rhythmische, Banjo-driven "Westbound trains", die tolle, pure Acoustic Country-Ballade "Sweeter than sugarcane" mit einmal mehr einer traumhaften Melodie und einem herrlich lockeren Feeling ausgestattet, das traurige, aber wunderschöne "Whiskey lullaby" oder das fröhliche, eingängige "Separate ways"! Melonie Cannon bezaubert uns mit einem wundervollen Acoustic Country-Album von ursprünglicher Schönheit und Tradition! Sehr eindrucksvoll! Diese Musik ist wie Balsam für die Seele!

Art-Nr.: 2715
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Tennessee road
I feel you everywhere
Sweeter than sugarcane
Separate ways

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Dixie Chicks - home [2002]
Wunderbares neues Album der Chicks! Natalie Maines, Martie Maguire und Emily Robison spielten dieses Album völlig unabhängig von ihrer Plattenfirma ein, mit der sie monatelang im Clinch lagen, ehe man sich dann doch wieder einigte, alledings mit einem eigenen Unterlabel der Chicks namens "Open Wide Records"! Die Aufnahmen entstanden erstmals nicht in Nashville, sondern in ihrer texanischen Heimatstadt Austin. Sie waren völlig frei, niemand redete ihnen rein, sie haben alles selber finanziert und machten die Musik, die sie zu diesem Zeitpunkt unbedingt machen wollten. Sie genossen die Aufnahmezeit in vollen Zügen, hatten unendlich viel Spaß, konnten in einer Unbekümmertheit arbeiten, die sie bei künftigen Aufnahmen wohl nie wieder vorfinden werden. Herausgekommen ist ein herrliches Bluegrass orientiertes Acoustic Country-Album voller Texas-Roots. Natalie's kraftvolle, manchmal etwas rauhe Sopran-Stimme ist wieder überragend, die Harmonien sind wunderschön! Das Spektrum der großartigen Songs reicht von herrlichen Balladen, wie z. B. eine tolle Coverversion von Fleetwood Mac's (Stevie Nicks) "Landslide", das traumhafte "More love" oder Radney Foster's "Godspeed", bei dem Emmylou Harris zusätzlichen Harmoniegesang beisteuert, über rhythmische Uptempo-Nummern, wie der erste Hit "Long time gone", bis hin zu flotten Bluegrass-Nummern, wie die klasse Eigenkomposition "White trash wedding". Mandolinen, Dobros, akustische Gitarren, Banjos, Fiddle, akustischer Bass, Akkordeon und dezente Percussion bestimmen die Szenerie. Und das Bemerkenswerte: die Mädels spielen unzählige dieser Instrumente selbst, womit sie einmal mehr beweisen, welch großartige Musikerinnen sie sind, und was sie so außergewöhnlich macht. Herausragend auch die Coverversion von "Traveling soldier", eine traumhafte Komposition von Emily's Schwager und Kelly Willis' Ehemann Bruce Robison. Unter den Gastmusikern: Chris Thile (Nickel Creek), Glenn Fukunaga, Bryan Sutton und Natalie's Vater Lloyd Maines, der das Album auch zusammen mit den Chicks produzierte. Ein exquisites Texas Roots / Acoustc Country / Bluegrass-Album der Dixie Chicks, mit dem sie sich selbst ein neues Karriere-Highlight setzen. Bravo!

Art-Nr.: 1477
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Drive-By Truckers - the dirty south [2004]
Ist denn diese Band nicht zu stoppen? Unbeirrt gehen sie ihren Weg und legen mit "The dirty south" (welch ein passender Titel) einen neuen Meilenstein ihrer Karriere vor. Völlig zu Recht ist die Truppe aus Athens/Georgia, die im übrigen in Bassistin Shonna Tucker ein neues Mitglied in ihren Reihen hat, sowohl bei Kritikern und Fans in aller Munde. Und sie werden immer besser! Mit drei Gitarristen an der Front begeben sie sich auf eine raue dreckige, rotzige und deftige Reise durch den "dreckigen Süden", wobei die Songs insgesamt etwas eingängiger und melodischer wirken, als beim Vorgänger, ohne dabei auch nur annähernd an Power, Energie und ursprünglicher Ungezähmtheit zu verlieren. Wir hören vielschichtige, fette und röhrende Gitarren überall. Das ist mal ungehobelt laut, zuweilen geht mächtig die Post ab, dann wird's herrlich locker und flockig, auch die ein oder andere Ballade, sogar mal akustisch gehalten, fehlt nicht, aber immer ist's ungemein dreckig und roh! Ehrlicher, rauer, kratzender, voller fetter Gitarren steckender, jammiger Rootsrock, Southern Rock, southern-fueled Rootsrock, Roots-flavored Southern Rock... - wie immer man es bezeichnen mag, wie ihn nur die Drive-By Trucker spielen! Unverkennbar! Nicht nur musiklalisch ist der Süden erneut das Thema, auch textlich beleuchtet man wieder äußerst bissig die Probleme des "dirty south"! Erstmalig aufgenommen in den legendären Muscle Shoals Studios von Alabama, produziert von David Barbe (sehr bekannt und geschätzt im Widespread Panic-Umfeld) versprühen sie auf über 70 Minuten Länge (14 Songs) unbeschwerte Spielfreude. Das beginnt mit dem durchaus an klassischen Genre-Traditionen angelehnten, sehr atrken, dreckigen Southernrocker "Where the devil don't stay", mit seinen herrlich satten, rauen und interessanten Riffs, seiner fetten Slide und der tollen Gitarrenschlacht mit mehreren Leads am Ende, geht weiter mit der großartigen, mit einem gewissen Jam-Flair ausgestatteten Southern-/Roots-Ballade "Tornadoes", voller roher, rootsiger Gitarren, über den lockeren, gut abgehenden, auf einem breit angelegten, transparenten Gitarrensound basierenden southern-flavored Rootsrocker "The day John Henry died", das ebenso gefällige, melodische, wie dreckige, würzige "Carl Perkins' cadillac" mit seinem starken Gitarrensolo, das charmant rumpelnde, rootsige, wieder mit fetten Gitarren angereicherte "The boys from Alabama", das Neil Young-/Crazy Horse-like "The Buford stick", die akustische Ballade "Cottonseed", den puren, ultra dreckigen, mit sich die Saiten schier zerreißenden, quietschenden Gitarrenläufen vollgepackten Southernrocker "Lookout mountain", bis das Album schließlich mit dem wunderbaren, melodischen, ungemein frisch wirkenden, lässigen Retro-Countryrocker "Goddamn lonely love" schließt. Natürlich sind in diesem Songüberblick nicht alle Tracks erwähnt, was den Rest nicht minder stark erscheinen lassen soll. "The dirty south" ist vielleicht mehr als "Decoration day", als der legitime Nachfolger zur "Southern Rock Opera" zu betrachten. Eine sehr starke Leistung, die die Drive-By Truckers in der Szene noch mehr etablieren dürfte. Imposant, wie sie ihre Linie durchziehen! Ungeschliffene, dreckige, raue, mit 3 klasse E-Gitarren vollgepackte Southern-/Roots-Mucke der Truppe um Patterson Hood, Mike Cooley, Jason Isbell & Co., die am besten kommt, wenn man den Lautstärkeregler schon mal ein bischen weiter aufdreht. Klasse Stoff! Kommt, wie üblich, im schönen Digipack mit einem sämtliche Texte enthaltenden, dicken Booklet!

Art-Nr.: 2704
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,50

In folgende Titel können Sie reinhören:
Where the devil don't stay
Tornadoes
Carl Perkins' cadillac
The boys from Alabama
Lookout mountain

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Hanson, Jennifer - same [2003]
Klasse Debutalbum von Jennifer Hanson! Ein neuer Name und ein neues (hübsches) Gesicht, das man sich merken sollte, denn sie bringt mit ihrem überwiegend recht rockigen Sound frischen Wind in die Szene. Jennifer ist alles andere als ein musikalischer Neuling. Schon durch ihre familiären Bindungen war und ist sie immer ein Teil des "Country-Zirkus". Zum einen ist sie verheiratet mit dem bekannten Nashville-Songwriter Mark Nesler und zum anderen war ihr Vater Larry Hanson lange Jahre der Touring-Gitarrist der Country-Superstars von Alabama. Bezeichnenderweise posiert Jennifer dann auch auf einigen Fotos des Booklets und auf dem Backcover mit einer E-Gitarre umhängend und einem Alabama-T-Shirt bekleidet, was ihre Verbindungen und ihren Hang zum knackigen, elektrischen Sound wohl verdeutlichen soll. So sind die meisten ihrer 11 Songs, von denen Sie übrigens 9 mitkomponiert hat, dann auch tatsächlich von einer wunderbar knackigen Natur, mit einer rockigen Basis ausgestattet, und von einem äußerst kraftvollen Sound bestimmt. Wir hören rockige Arrangements mit satten Drums und fetten Gitarren, die Vergleiche zu einer fetzigen Martina McBride, Rosanne Cash, aber auch zu einer Countryrock-orientierten Sheryl Crow zulassen. Passend zur Musik hat Jennifer eine kräftige, sehr angenehme Stimme, wirkt dabei aber immer lässig. Keine Frage, sie ist eine klasse Sängerin. Klar wirken diese Arrangements durch ihre poppig-rockige Art radiotauglich und auch mainstreamig, aber das muß in diesem Fall als äußerst positiv gewertet werden, denn die Songs und Jennifer haben allemal genug Potential um sich von der Country-Pop Clon-Masse angenehm abzusondern. Lediglich 2 Balladen wirken etwas aufgesetzt, doch das verzeihen wir ihr, denn ihre starken Momente bei den excellenten Losgeh-Nummern sind einfach so klasse, daß es eine Freude ist, Jennifer's frischer New Country-/Poprock-Mucke zu lauschen. So startet die Scheibe dann auch gleich mit einem richtigen Knüller-Song, der den verdienten Weg in die Billboard-Country-Single-Charts auch schon gefunden hat. "Beautiful goodbye" ist nicht, wie der Titel vielleicht vermuten lassen könnte, eine Schnulze, sondern eine traumhafte, wunderbar ins Ohr gehende, pulsierende, kraftvolle Midtempo-Countryrock-Nummer, die auch einer Sheryl Crow bestens zu Gesicht stünde. Dezentes E-Piano, eine tolle Hammond-Orgel, rotzig rockende E-Gitarrenriffs, knackiges, Drumming, satte Gitarrenläufe und großartiger Gesang mit herrlichen Harmonien im Refrain bestimmen die Szene. Der eingeschlagene Weg wird mit dem fetzigen Banjo-driven, modern Countryrocker "Just one of those days" dann auch gleich fortgesetzt, bei dem wir fette, elektrische Slide-Gitarren hören. Satter Sound! Es folgt der herrlich abgehende, groovende, rockin' Uptempo-Country-Boogie "Half a heart tattoo" mit einer tollen Melodie, prächtigem Druminng und fettem Gitarrensound. Zu den weiteren Höhepunkten zählen das voluminöse "Get yourself back", mit seinen Stones-/Shreyl Crow-like Riffs, das entspannte, lockere "Baby I was wrong", mit seiner schönen Mundharmonika und den vielschichtigen Gitarren, sowie das flotte, mit toller Percussion versehene New Country-Stück "Travis", bei dem infolge des frischen Sounds und der wunderbaren Melodie sogar Erinnerungen an so verehrte Westcoast Countryrock-Ikonen wie Wendy Waldman, Karla Bonoff oder Linda Ronstadt wach werden. Insgesamt ein Debut, das sich wahrlich sehen lassen kann. Auch für den großartigen Sound zeichnet Jennifer noch selbst mit verantwortlich, hat sie doch ihr eigenes Album zusammen mit Greg Droman auch noch selbst produziert. Knackiger, frischer, moderner New Country-Rock-Pop, der richtig Spaß macht. Sie trifft eindeutig den Zahn der Zeit! Kompliment, Miss Hanson!

Art-Nr.: 1816
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Beautiful goodbye
Travis

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Marks, Miko - it feels good [2007]
Der Blick auf das Cover von Miko Marks' zweiter CD "It Feels Good" ist für den Countryfan vielleicht nicht gerade alltäglich: Eine afroamerikanische, hübsche, überaus sympathisch lächelnde, junge Dame mit hellem Stroh-Cowboyhut, einer gleichfarbigen Akustik-Gitarre in der Hand, vor karibisch anmutendem, türkis-farbigem Meereswasser! Doch wer hier spontan auf Karibik-Musik mit einem ordentlichen "Hula-Hula"-Flair spekuliert, ist komplett auf dem Holzweg! Nein, die aus Flint, Michigan stammende, hoch talentierte Sängerin und Songwriterin hat sich mit vollem Herzen, wie auch schon bei ihrem hoch gelobten Erstling (Nominierung zum "Female Vocalist of the Year" durch die "Indie-World Nashville"; Siegerin des "Best New Country Artist 2006"-Award, gewählt vom "New Music Weekly Magazine"; Gewinnerin des "Country Album of the Year" beim "Independent Music Award", mit u.a. Wynonna und Patty Loveless als Juroren) dem durchaus traditionell verwurzelten, sehr erfrischenden, sonnigen, Country und New Country verschrieben, den sie mit viel Hingabe, positiver Energie und jeder Menge "Soul" in der Stimme (der Vegleich zu Wynonna ist gar nicht fern...) sehr gekonnt präsentiert! Das Mädel hat zweifellos richtig Klasse! Die Produktion (verantwortlich dafür zeichnet der mit allen Wassern gewaschene Ron Cornelius, u.a. schon aktiv für Willie Nelson, Bob Dylan, Confederate Railroad...) ist glasklar, knackig und trotz der traditionellen Basis, absolut zeitgemäß und modern. Die Sings sind einfach grioßartig und stecken voller Hit-Potenziel! Unterstützt wird sie von einer ganzen Anzahl Musikern aus der Elite der Nashville Studio-Cracks, wie beispielsweise Buddy Hyatt (Keys), Jim Hyatt (Bass), Bruce Watson (Banjo), Jeff King, Brent Mason (Electric guitar), Paul Franklin (Steel guitar), Eddie Bayers, Wayne Killius (Drums), Larry Franklin (Fiddle) und Tammy Pierce (Background Vocals), die sich alle mächtig für die Newcomerin ins Zeug legen. Die Countryfreunde bekommen zehn wunderschön instrumentierte Tracks geboten, wobei zwei Klasse-Songs ("Broken Heart" - schöner, melodischer Midtempo New Country, mit dezent rauchiger Stimme dargeboten und das fantastische, frisch und fröhlich groovende, Westcoast-sonnige, wunderbar ins Ohr gehende "Double Dog Cheater") von Miko selbst komponiert wurden, was ihre Ambitionen als talentierte Songwriterin glänzend untermauert. Beim herrlichen Opener "It Feels Good" fühlt man sich, wie es der Titel so passend vermuten lässt, sofort pudelwohl. Der Song glänzt durch gut gelauntes Musizieren mit countrytypischer Untermalung durch Banjo- und E- und Akustikgitarren, schönen Mandolinenzupfern und einem prächtigen Fiddle-/E-Gitarren-Duell durch die Herren Paul Franklin und Brent Mason. Das garantiert oberste Spielklasse! "Locked & Loaded" verfügt sogar über ein dezentes Southern-Feeling. Miko erinnert mit frech-kratziger Stimme an Damen wie eine Dale Krantz, Bonnie Raiit & Co., klasse auch die Backs einer Tammy Pierce, die bei recht vielen Stücken mit toll harmonierenden "Ooohs" hervorragende Unterstützung gewährt. Am Ende des Liedes brilliert dann Jeff King mit filigranem Stratocaster-Spiel. Sehr stark auch die wundervolle, melodische, reine, glasklar instrumentierte Country-Ballade "9 years pushin' 30"! Ein weiterer Höhepunkt ist sicher auch das gut abgehende "The Son My Daddy Never Had", das recht soulig/bluesig, aber auch voller purer Country-Traditionen steckend, präsentiert wird. Das Stratocaster-Intro erinnert ein wenig an gute alte Diamond Rio-Darbietungen, beim Gesang röhrt Miko voller Inbrunst im Stile einer Wynonna, und verleiht dem Stück einen schön bissigen Touch. Als Zusatzbonbon gibt es eine herrlich eingepasste Dreier-Soli-Kombi aus Fiddle/Steel- und E-Gitarre. Nach zwei weiteren, sehr gelungenen Balladen bekommt man am Ende mit "So Much Love" noch einmal einen knackig liebevoll, in der Tradition vieler berühmter, weiblicher Country-Ikonen der Marke Dolly Parton, Tammy Wynette, Trisha Yearwood, etc. in Szene gesetzten, melodischen Midtempo-Countrysong geboten, wobei mit glasklarem Piano, "pfeifendemr" Orgel, Fiddle, Steel-, Akustik- und E-Gitarren nochmals alle "Branchen-üblichen" Register gezogen werden. Ein toller Abschluß! Mit “It Feels Good“ hat Miko Marks Ihre Leistung im Vergleich zum Debüt noch einmal stark verbessert. Das ist toller, ehrlich dargebotener Country/New Country, der geradezu dazu prädestiniert erscheint, mit Vehemenz in die Charts von Nashville einzudringen. Möge ihr das "Countryradio" die Chance dazu geben! Verdient hätte sie es und die Klasse dazu hat sie allemal! Um es mit dem Albumtitel auszudrücken: Fühlt sich wirklich gut an, diese tolle Musik von Miko Marks! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5605
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 4,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
It feels good
Locked & loaded
9 years pushin' 30
Double dog cheater
The son my daddy never had
That wall's too high to climb

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McGraw, Tim - live like you were dying [2004]
Neuntes Album von Superstar Tim McGraw! "Live like you were dying" hat er erneut mit seiner Live- und Touring-Band, den "Dancehall Doctors" eingespielt und dabei, mal abgesehen von Background-Gesängen und ein paar wenigen Streicher-Einlagen, vollkommen auf andere Musiker verzichtet. Tim und die Band spielen nun schon seit vielen Jahren zusammen, sind darüber hinaus auch beste Freunde, wie er immer betont, was zur Folge hat, daß die musikalische und persönliche Chemie einfach stimmt. Das merkt man auch im Studio! Das Teil ist wieder ein richtig gutes Album geworden, bei dem er seinen auf den letzten CDs praktizierten Stil gekonnt fortsetzt! Geschickt balanciert er zwischen reinen Country-Traditionen, New Country und dezent poppigem Modern Country hin und her. Dabei gibt es ein paar richtig knackige, rockige Nummern, genauso wie wunderbar frische, schön lockere, flockige Titel und ein paar gefühlvolle Balladen. Die Mischung stimmt, wobei er vom Tempo her nur selten Gas gibt, sondern sich zumeist im Midtempo-Bereich aufhält. Sehr positiv ist einmal mehr zu bewerten, daß trotz aller Mainstream-Tauglichkeit die Country-Roots immer spürbar sind, ja sogar die zentrale Rolle einnehmen und nicht durch die Pop-Elemente erschlagen werden. Die erste Single, das Titelstück "Live like you were dying", eine schöne, durchaus etwas nachdenkliche Ballade, wurde zur bislang erfolgreichsten Single von McGraw überhaupt und steht nun schon seit 6 Wochen auf Nr. 1 der Billboard Country Singles-Charts. Aber auch jede Menge anderer Tracks haben es in sich: Nehmen wir beispielsweise das Eröffnungsstück des Album "How bad do you want it", eine knackige, mit satten E-Gitarren, aber auch einem feinen Dobro instrumentierte, rockige New Country-Nummer mit einem gewissen Outlaw-/Southern-/Biker-Flair, das fast ein wenig an Montgomery Gentry erinnert. Oder das herlich lockere, flockige, ungemein frisch rüber kommende, sehr melodische, semi-akustisch arrangierte "My old friend", die knackige New Country-/Countryrock-Ballade"Can't tell me nothin'" mit ihrer klasse Instrumentierung aus würzigen E-Gitarren, Steel und Fiddle, die von einer tollen Melodie durchzogene, ein prima Freiheitsgefühl symbolisierende, lässige, aber knackige, frische, traditionelle, voller Honky Tonk-Flair steckende Uptempo Countryrock-Nummer "Back when", wieder mit tollen Gitarren und einer herrlichen Steel in Szene gesetzt, wie auch die schöne Ballade "Drugs or Jesus", die staubige, satte Outlaw Country-Nummer "Everybody hates me" und das frische, in einem lockeren Acoustic-Arrangement gehaltene, mit schönen Gitarren, Dobro und Mandoline instrumentierte "Blank sheet of paper", bei dem Gattin Faith Hill den Background-Gesang beisteuerte, alles Songs, die prädestiniert für Spitzenpositionen in den Charts zu sein scheinen. McGraw geht unbeirrt seinen Weg und untermauert auch mit dem neuen Album seinen absoluten Superstar-Status in Sachen zeitgemäßem Mainstream Country! Die nächste Platin-Auszeichnung ist ihm sicher!

Art-Nr.: 2611
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Mellons, Ken - sweet [2004]
"Jukebox junkie" (so der Titel seines größten Hits) Ken Mellons ist wieder da mit einem neuen Album! Erneut bietet der talentierte Songwriter und hervorragende Sänger allerbeste, lupenreine, traditionelle Countrymusic zwischen seinen großen Helden George Jones und Lefty Frizzell, zwischen Tracy Lawrence, Joe Diffie und John Michael Montgomery, oder George Strait und Alan Jackson. Für Traditionalisten ist "Sweet" ein Genuß! Auch Mellons wurde völlig unverständlicherweise von Nashville's Labelbossen fallengelassen, wohl deshalb, weil er sich musikalisch einfach nicht verbiegen wollte. Sein Ding ist astreine Countrymusic ohne jeglichen Firlefanz. Und genau die präsentiert er mit Herz und Seele! Poppige Zutaten sind ihm völlig fremd! Ken bietet 12 klasse, neue Songs voller Fiddles, Gitarren, Steels, Dobros und Pianos, mal knackig und dynamisch, mal locker und flockig, mal träumerisch.. - eben mit allem, was das "Pure Countryherz" begehrt. Auch die Linedancer kommen auf ihre Kosten! Unter den Musikern: Steve Turner (drums), Brent Mason (guitars), Scotty Sanders (steel), Glenn Duncan (fiddle), Earl Scruggs (banjo), Mike Chapman (bass), Vince Gill, Rebecca Lynn Howard, George Jones (background vocals), usw.! Zu den voller Hitpotential steckenden Highlights des Albums gehören Songs wie die knackige, von feinem Honky Tonk Piano, schöner Steel und Fiddle, sowie klasse E-Gitarre bestimmte, dynamische Roadhouse-Countrynummer "Smack dab", das lockere, melodische, Steel-getränkte "Just what I'm wantin' to do", der fetzige Roadhouse Honky Tonker "Climb my tree", das frische, mit Dobro, Banjo und lockeren Gitarren instrumentierte, lässige, etwas grassig angehauchte, semi-akustische "Interstate gypsy", die romantische Ballade "All I need is a bridge", das sonnige, von einem leichten Tropic-Flair umgebene, lockere "Any time any place", oder der liupenreine Barroom-Honky Tonker "Institute of honky tonks"! Ken Mellons war nie besser! Seine im Booklet aufgeführten "special thanks" gehen unter anderem "to all the country music fans who love traditional, hardcore, honky-tonk country music". Und genau die können sich auch bei ihm für dieses feine Album bedanken!

Art-Nr.: 2709
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Smack dab
Climb my tree
Interstate gypsy
Institute of honky tonks

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Merritt, Tift - tambourine [2004]
Gut 2 Jahre nach ihrem großartigen Debut "Bramble rose" beglückt die wunderbare Tift Merritt aus North Carolina die Roots-/Americana-Welt mit einem neuen Traumalbum! Schon damals bezeichneten wir sie als neuen, hell leuchtenden Stern am Roots-/Americana-/Countryrock-Himmel, was mit "Tambourine" auf meisterhafte, sehr beeindruckende Weise seine Fortsetzung findet. Dieser Stern leuchtet heute heller, als je zuvor! Mit dem ihr angeborenen Südstaaten-Charme ausgestattet, begibt sich die begnadete Singer/Songwriterin erneut auf eine wunderbare Reise durch die musikalischen Landschaften des "Americana"-Genres. Wieder verzaubert sie uns mit 12 fantastischen Songs, deren Grenzen zwischen Rootsrock, Folk, Country, Countryrock und Alternate Country fließend ineinander übergehen, dabei diesmal aber noch, in Weiterentwicklung zu ihrem Vorgänger, zuweilen mit einer feinen Prise Memphis/Muscle Shoals-Soul, Southern-Gospel-Blues und Good Time Rock'n Roll-Drive ergänzt werden. "Tambourine is a blow-out of gritty defiance and therapeutic honesty, a sexy, energetic roots rock record with healthy doses of Muscle Shoals soul and hints of country", ist auf ihrer Website treffend nachzulesen. Die im Vergleich zum Vorgänger insgesamt etwas flotteren Songs stecken durch und durch voller excellenter Melodien, die den Zuhörer unmittelbar in ihren Bann ziehen. Dazu die frischen Arrangements aus einem herrlichen Gitarrensound und Tift's unwiderstehliche, kräftige, klare, aber gleichzeitig immer rootsig wirkende, reine Stimme. Alles paßt wunderbar zusammen und kommt völlig natürlich, sehr authentisch und voller Herz und Seele rüber. Auch die erlesene Schaar von Musikern, die mit ihr das Album einspielten, trägt natürlich dazu bei. Da haben wir Mike Campbell (Tom Petty's Heartbreakers) an der Lead-Gitarre, Neal Casal (Gitarre), Don Heffington (Emmylou Harris, Lone Justice) am Schlagzeug, Lance Morrison (Bass), eine prächtige Background Gesangs-Fraktion um Gary Louris (Jayhawks) und Maria McKee, sowie als weitere Gäste beispielsweise Benmont Tench (Keyboards) und Robert Randolph (Pedal steel)! Ein paar Songbeispiele: Das Album beginnt mit einer traumhaft schönen, von herrlichen Acoustic-Riffs und ungemein frischem, gefälligem und lockerem Lead-Gitarrenspiel geprägten Rootsrock-/Americana-Rock-Nummer, die irgendwie wirkt, als sei sie in einer gemeinsamen Session der Jayhawks und Sheryl Crow entstanden. "Stray paper" heißt der Song! Einfach herrlich! Enthält ein großartiges, variantenreiches E-Gitarrensolo von Mike Campbell! Weiter geht's mit dem knackigen, schwungvollen, wie Öl runter gehenden, voller Tom Petty-Flair steckenden Rootsrocker "Wait it out". Kann ein sonniges Westcoast-Feeling nicht von der Hand weisen, und wirkt dennoch trocken! Tolle Gitarren, eine bestens integrierte Hammond Orgel und ein guter Drive bestimmen das Arrangement! Es folgt mit "Good heartet man" eine hinreißende Midtempo Americana-Nummer, die voller herrlichem Muscle Shoals-/Memphis-/Gospel-Soul steckt, hauptsächlich ausgelöst durch den tollen Rhythmus, das dezente E-Piano und die bestens integrierten, niemals zu aufdringlich wirkenden Bläser. Sie trifft diesen schmalen Grat zwischen Americana und Southern-/Memphis-Soul traumhaft sicher! Toller, lässiger, dennoch kräftiger, sexy rüber kommender Gesang, entfernt vielleicht sogar ein wenig an Dusty Springfield erinnernd. Das anschließende, flockige Rootsrock-/pop-Stück "Ain't looking closely" ertönt, nicht nur wegen des Background Gesangs von Gary Louris, in allerbester Jayhawks-Tradition, ehe sie mit "Still pretending" eine wunderbar melodische, leicht nostalgisch angehauchte, voller Soul- und Blues-Feeling steckende Ballade vorträgt. Ganz stark auch das groovende, leicht funky angehauchte, rootsige "Your love made a u-turn", die himmlische, schier Gänsehaut erzeugende, mit tollen Acoustic Riffs und herrlich entspannter E-Gitarre ausgestattete Ballade "Plainest thing", der gut abgehende Good Time Roots-Rock'n Roller "I am your tambourine" und der herausragende, lässige, lupenreine Midtempo Countryrocker "Laid a highway"! Welch eine Traumnummer! Eine unnachahmlich schöne Melodie, ein wundervolles, klares, sauberes und frisches Arrangement aus transparenten Gitarren, der flockige Rhythmus - all das jagt einem einen Schauder der Verzückung über den Rücken und erinnert an allerbeste Tage einer frühen Emmylou Harris! So besticht dieses Album durch ein ausgewogen hohes Niveau von vorn bis hinten und weist auch nicht den Hauch eines schwachen Momentes auf! Tift Merritt spielt längst in der obersten Liga der Kasey Chambers, Emmylou Harris, Julie Millers, Lucinda Williams, Sheryl Crows und Linda Ronstadts mit, und zwar ganz vorne! Man kann sich der Schönheit dieser Songs und der charismatischen Ausstrahlung dieser Dame einfach nicht entziehen. Es war das Fazit des Debutalbums und es ist das erneute: Brillant! Eines der Genre-Heighlights des Jahres!

Das komplette Tracklisting:

1. Stray Paper - 3:55
2. Wait It Out - 3:40
3. Good Hearted Man 3:39
4. Ain't Looking Closely - 4:24
5. Still Pretending - 3:43
6. Write My Ticket - 3:43
7. Your Love Made A U Turn - 2:33
8. Plainest Thing - 3:31
9. Late Night Pilgrim - 4:25
10. I Am Your Tambourine - 3:44
11. Laid A Highway - 3:53
12. Shadow In The Way - 4:46

Art-Nr.: 2703
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Neel, Johnny - gun metal blue [2004]
Als Tastenvirtuose Johnny Neel, geboren und aufgewachsen in Wilmington/Delaware Mitte der achtziger Jahre nach Nashville/Tennessee übersiedelte und dort mit verschiedenen Bands in den lokalen Clubs tourte, erlangte er eines Tages die Aufmerksamkeit eines gewissen Dickey Betts, der seinerzeit ebenfalls in Nashville residierte. Es dauerte nicht lange, bis ihn Betts in seine Tourband holte und für die Aufnahmen seines "Pattern disruptive"-Albums engagierte. Dies wiederum veranlaßte Gregg Allman, von Neel's Leistung als Keyboarder und Harp-Spieler sichtlich angetan, ihn zunächst ebenfalls in seine Tourband zu holen und schließlich als festes Mitglied der neu formierten Allman Brothers Band zu präsentieren. Einer der Höhepunkte der gemeinsamen Zeit mit den Allmans war sicher das von Neel, Betts und Allman geschriebene "Good clean fun" von "Seven turns"-Album, das damals zu einem richtigen "Hit" für die Band wurde. Johnny Neel war in Southern Rock-Kreisen nun endgültig etabliert - auch als Songwriter! Mittlerweile sowohl als Sessionmusiker, als auch als Komponist gut im Geschäft (unter anderem haben Travis Tritt, Mintgomery Gentry und Delbert McClinton Songs von ihm eingespielt), legt Johnny Neel mit "Gun metal blue" nun sein brandneues Soloalbum vor! "It's funky, it's smooth, it's a different shade of blue, it's my turn to groove", sagt Johnny selbst darüber. Ja, es ist ein klasse, schön abwechlungsreiches, sehr inspiriertes, voller Roots-, Funk- und Soul-Einflüsse steckendes, groovendes Bluesrock-/Southernrock-Album geworden, bei dem auch mal ein paar poppige Momente, wie auch typisch Nashville-orientierte Splitter zu hören sind. Doch was eindeutig dominiert, ist das Bluesige und seine Liebe zum Southern-Sound! Viele der Songs, die in den letzten 1 1/2 Jahren aufgenommen wurden, resultieren aus den Ideen von Johnny und einigen seiner engsten Freunde während eines zurückgezogenen Treffens in der wunderschönen Idylle von Glassy Mountain/South Carolina. Speziell der Song "Carolina", eine satte, kraftvolle, wie aus einer gemeinsamen Session der Allman Brothers, Charlie Daniels Band und der Marshall Tucker Band stammende Southernrock-Ballade, ist eine Hommage an diesen Ort. Diese starke Nummer vereint ein gewisses Jam-Feeling mit einer feinen Melodie und einem transparenten Sound aus vollen Orgelklängen, groovenden Drums und frischen E-Gitarren. Los geht der Reigen allerdings mit dem flotten, schwungvollen, sowohl dezent Nashville Countryrock-beeinflußten, als auch von einem gewissen Memphis-Soul-Feeling geprägten, lockeren, knackigen, gut gelaunten "Cross my mind", gefolgt von der etwas poppigen, R & B-angehauchten Ballade "Sure as the day is long". Sehr gelungen auch der rhythmische, schön groovende, bluesig- southern-soulige Funk-Rocker "Not this time" mit seinem klasse E-Piano und den würzigen E-Gitarren, der von einer dreckigen Bluesharp angetriebene, raue, rockin' Shuffle Blues "I found it", der knackige, mit starkem Piano und rollender B 3 getränkte, Riff-geprägte Southern-Funk-Blues "You wouldn't know it now" mit seiner klasse Melodie, dem groovenden Rhythmus und dem lässigen E-Gitarrensolo, und vor allen Dingen das baumstarke Titelstück "Gun metal blue", ein blühender wie glühender, von swampiger, herzhafter Slidegitarre durchzogener, lupenreiner, klassischer, authentischer Southernrocker, irgendwo angesiedelt zwichen Lynyrd Skynyrd und den Allman Brothers. Tolles Lead-Slide-Solo! Unter den Musikern: Dennis Gulley (Bass), Chris Anderson, J.T. Corenflos, George Marinelli (jeweils Gitarre), Mike Caputy, Don "Smitty" Smith, Vince Santoro (jeweils Drums), und viele mehr. Auf seinem eigenen "Breakin' Records"-Label veröffentlicht, ist das Album leider nur mit einem spartanischen 1-Blatt-"Booklet" ausgestattet, doch die Musik macht das allemal wett, denn die stimmt! Klasse, groovender Roots-Soul-Funk-Southern-Blues-Rock des ex-Allman Brothers-Keyboarders!

Art-Nr.: 2752
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 4,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Cross my mind
Not this time
You wouldn't know it now
Carolina
Gun metal blue

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Rogers Band, Randy - rollercoaster [2004]
Das Potential in Texas an außergewöhnlich starken Countryrock-Bands scheint unerschöpflich zu sein! Die aus der Gegend um Sam Marcos im Südwesten des Lonestar State's stammende Randy Rogers Band ist in der Texas Americana-Szene in aller Munde und wird dort bereits als das nächste "große Ding" gehandelt. Die Fanbase wächst wie im Fluge! Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn in der Tat beweist das Quintett auf ihrem bereits zweiten Studioalbum "Rollercoaster" auf ebenso eindrucksvolle wie gekonnte Art und Weise, daß die Riege um solche Bands wie Cross Canadian Ragweed, Wade Bowen & West 84, Chris Knight, die Mike McClure Band, Jack Ingram, Radney Foster & Co. (im übrigen kennt und schätzt man sich in dieser Clique eh schon seit langem) einen neuen, wichtigen und kompetenten Namen in ihren Reihen begrüßen darf: Randy Rogers und seine Freunde! Das ist mitreißender, herrlicher, schön staubiger, gleichzietig aber von wunderbaren Melodien geprägter, rootsiger "Red Dirt" Texas Countryrock in seiner ganzen Pracht! Bärenstark! Kein Wunder, daß es sich ein gewisser Radney Foster nicht hat nehmen lassen die Jungs unter seine Fittiche zu nehmen und das Album produktionstechnisch zu betreuen. Die hervorragende, lässige und etwas angeraute Stimme von Frontmann und Songwriter Randy Rogers liegt exakt im Grenzbereich zwischen Chris Knight, Steve Earle und Cody Canada (Cross Canadian Ragweed) und seine Songs sind durchweg von ähnlicher Klasse! Der satte, transparente, volle und immer staubig wirkende, rockige Sound wird dominiert von knackigen Rhythmen, würzigen, erdigen E-Gitarren und einer prächtig dazu passenden, niemals zu aufdringlich wirkenden Fiddle. Die Songs wirken rootsig, verlieren dabei aber nie ihre deutlichen Countrybezüge, versprühen zuweilen einen gewissen "Waylon"-like Outlaw-Charme, beinhalten oft eine herrliche "Highway"-Symbolik und charakteriesieren eindrucksvoll dieses "Red Dirt"-Countryrock-Feeling, wie es eben nur solche großartigen Bands aus Texas und Oklahoma zustande bringen. Wunderbar groovendes Schlagzeug und klasse E-Gitarren-Licks sind die Basis für die excellente Eröffnungsnummer "Down and out", einen astreinen, satten, staubigen, vollsoundigen, mit rotziigen, dreckigen Riffs durchsetzten, aber gleichzeitig höchst melodischen, flüssigen Midtempo-Co8ntryrocker, der sofort unmißverständlich die Klasse dieser jungen Truppe erkennen läßt und bereits nach dem ersten Stück klar macht, daß im Laufe dieses Albums überhaupt nichts mehr schief gehen kann. Und geanu so kommt es dann ja auch! Ein toller Song jagt den nächsten! In allerbester Chris Knight-Manier geht es mit dem knackigen, wieder von einer wunderbaren Melodie geprägten Roots-/Countryrocker "Somebody take me home" (im übrigen, wie 3 weitere Tracks eine Gemeinschaftskomposition von Randy Rogers und Radney Foster) weiter, der erneut einen prächtigen Gitarrensound offenbart, unterstützt von der klasse Fiddle von Brady Black! Eine absolute Killer-Nummer steht nun mit "This time around" auf dem Programm: Herrlicher Drive und eine herausragende Melodie prägen diesen traumhaften, staubigen, rootsigen "Red Dirt"-Vorzeige-Countryrocker, der wie geschmiert rockend aus den Lautsprechern tönt. Tolle Fiddle-Passagen ergänzen sich mit klasse Lead-Gitarrenläufen, inklusive energischer, fetter, dynamischer Wah-Wah-Spielereien. Das ist Texas-Countryrock voller Saft und Dynamik, wie ihn die Fans lieben! Co-Autor dieser Nummer ist übrigens Cross Canadian Ragweed's Cody Canada! Saustark! Weiter geht's mit der wunderschönen, von klasse Gitarren begleiteten, entspannten Americana-/Alternate Country-/Countryrock-Ballade "Love must follow you around", dem tollen, riffigen, an der Schnittstelle von Steve Earle, Chris Knight und Radney Foster agierenden Midtempo-Countryrocker "Lay it all on you" und dem frischen, flockigen, mit klasse E-Gitarren und einer tollen Melodie ausgestatteten New Country-Stück "Tonight's not the night", daß an alte, beste Foster & Lloyd-Tage erinnert. Sehr stark auch die Version der Randy Rogers Band von Cross Canadian Ragweed's "Again" in schön dreckiger und riffiger, rauer Ausprägung, die ganz traumhafte, hinreißende, von einem staubigen Outlaw-/Southern-Flair durchzogene Country(rock)-Ballade "They call it the hill country" (welch eine tolle Melodie, welch ein klasse Arrangement aus Gitarren und Fiddle) und das Waylon-like, wieder voller Outlaw-Countryfeeling steckende "Ten miles deep"! Enthält zusätzlich einen klasse "hidden track"! Ein "Hoch" auf die Randy Rogers Band! Willkommen im Kreis der texanischen Countryrock-Größen! Das sind 51 1/2 wundervolle, knackige, erdige, staubige, melodische, lebendige Roots-/Americana-/Countryrock-Minuten, die einem nicht mehr aus dem Sinn gehen. Da blüht das Countryrock-Herz auf!

Art-Nr.: 2711
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Down and out
This time around
Tonight's not the night
They call it the hill country
Ten miles deep

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Shepherd, Ashton - sounds so good [2008]
Wenn eine 21-jährige bereits von allen Seiten mit Lobeshymnen ("this girl’s so country, she makes Loretta Lynn sound like she’s from Liverpool") überschüttet wird und in einem solch frühen Stadium bereits im gleichen Atemzug mit den etablierten Größen Nashville's genannt wird, dann braut sich was zusammen in Music City! Ein neuer "Star" der Countrymusic steht in den Starlöchern - da hängen die Trauben für das Debut ziemlich hoch. Doch Ashton Shepherd wird der hohen Erwartungshaltung locker gerecht! "Sounds so good" ist ein tolles, ein glanzvollen Album geworden! "That's pure and crystal clear Country"! Und ob! Ashton stammt aus einer recht abgelegenen, ländlichen Gegend im Südwesten von Birmingham, Alabama. Sie singt und komponiert laut eigener Aussage, seit sie sprechen bzw. schreiben kann. Ihre Familie ist sehr musikalisch und als Ashton im Alter von 15 Jahren von ihrem älteren Bruder eine Gitarre geschenkt bekam, nehmen das Musizieren in einem Hinterhof-Verschlag, wie auch die ersten kleinen öffentlichen Auftritte erste Formen an. "I’ve been picking peas peas in the morning and picking guitars at night", sagt sie über diese Zeit. Später finanzierten ihre Eltern ihr eine in Eigenregie erstellte CD (aufgenommen im Studio von Alabama-Mitglied Jeff Cook), die rund um ihre Konzerte reißenden Absatz fand. Der wohl entscheidende Schritt gelang ihr allerdings bei einem Talentwettbewerb in Gilbertown, Alabama, bei dem sie einen Auftritt als Opening Act für Lorrie Morgan gewann. Im Anschluss daran wurde sie sofort nach Nashville eingeladen und der bekannte Musiker Jerry Kennedy brachte sie mit MCA und Produzenten-Ikone Buddy Cannon (u.a. Reba McEntire, Chely Wright, John Michael Montgomery, Sara Evans, Kenny Chesney) in Verbindung. Nun nahmen die Dinge ihren Lauf und Ashton's, nselbstverständlich von Cannon produziertes, erstklassiges Debut liegt vor. "Sounds So Good" beinhaltet elf großartige Lieder, die bis auf einen allesamt aus der Feder von Ashton Shepherd stammen. Lediglich das abschließende "Whiskey Won The Battle" wurde von ihrem Schwager Adam Cunningham komponiert. Buddy Cannon setzt das ganze Können seines Schützlings prächtig in Szene und verleiht Ashton das Profil einer modernen Country-Performerin, für die das Wort "Country" noch eine tiefe Bedeutung hat. Die Songs sind absolut traditionell verwurzelt, dabei aber sehr modern instrumentiert und abgemischt. Sie bekommen durch Ashton's unbekümmerten, engagiert und kraftvoll vorgetragenen, klaren Gesang (herrlich der etwas näselnde "Twang" in ihrer Stimme) eine ernorm frische und peppige Note. Das erinnert etwas an eine angenehme Mixtur aus Sara Evans, Trisha Yearwood, Gretchen Wilson und sogar Dixie Chicks-Sängerin Nathalie Maines. Die ausnahmslos hochkarätigen Musiker wie Larry Paxton, Chad Chromwell, Dan Dugmore, Scotty Sanders, B. James Lowry, Kenny Greenberg, Joe Spivey u.a. legen sich ebenfalls mächtig ins Zeugs und gewähren der Debütantin glänzende Unterstützung. Im Song,material wird das gesamte Spektrum von Uptempo über Midtempo bis zum balladesken Moment ausgereizt. Das Werk startet mit zwei tollen knackigen, frischen Nummern: "Takin’ Off This Pain" (dynamische Drums, heulende Fiddle) und dem Titelstück "Sounds So Good" (klasse Banjountermalung, feine Mandolinen-Ergänzungen), die sich mit ihren markanten Refrains gleich wunderbar ins Ohr schrauben. Weitere Beispiele flotterer Nummern sind so starke Songs wie "Not Right Now" (herrlicher Gute-Laune-Country) , "The Pickin’ Shed" (absolut Line Dance-tauglich) oder "The Bigger The Heart" (furioser Uptempo-Rhythmus) bei denen in countrytypischer Manier mit Fiddle, Steel- und E-Gitarren ordentlich Gas gegeben wird, wobei eigentlich das eine oder andere Tanzbein zu einer "flotten Sohle" animiert werden müsste. Auch der entspannte Midtempo- und Balladen-Anteil ist natürlich in einem gesunden Verhältnis zwischen den o.a. Liedern eingegliedert. Mit "Lost In You", "I Ain’t Dead", "Old Memory", "Regular Joe" und "How Big Are Angel Wings" werden alle hierfür prädestinierten Themen musikalisch und textlich (im Booklet abgedruckt) aufgegriffen. Mit dem Auseinanderziehen vieler Endsilben in den Strophen- und Refrainzeilen verleiht Ashton dem Ganzen zudem gesangstechnisch noch die nötigen, tief aus dem Herzen stammenden Emotionen, wobei sie bereits im Stil der ganz Großen des Genres agiert. Mit "Whiskey Won The Battle" gibt es anstatt des unter dem Titel zu vermutenden "Crying in my beer"-Songs zum Abschluss schließlich noch ein wenig schwüle Southern Soul-/Country-Atmosphäre zu schnuppern, nicht zuletzt durch die starken E-Gitarren-Einlagen Kenny Greenberg's begünstigt. Keine Frage, man muss Ashton Shepherd für Debüt bereits eine enorm reife Leistung bescheinigen. Sie wird den hohen Vorschluss-Lorbeeren in jedem Fall gerecht. Zu jedem Zeitpunkt merkt man, dass die junge Dame ihre "Hausaufgaben" gemacht hat. Sie weiß was sie will, was in ihr steckt und sie spielt es mit all ihrem großen Talent voll und ganz aus. Ashton Shepherd ist eine klasse Sängerin, eine starke Songwriterin, eine großartige Countrymusikerin! So wird unseren (oft eintreffenden) Prognosen zufolge aus der einstigen "Honkytonk-Cinderella" vom Lande sicher schnell eine äußerst ernstzunehmende Konkurrenz für die etablierten Damen der Nashville-Zunft werden. Der Titel des Debüts "Sounds So Good" macht seinem Namen jedenfalls schon mal alle Ehre. Diese Musik klingt wirklich klasse! Weiter so Ashton Shepherd! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5562
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Travis, Randy - rise and shine [2002]
Sehr gelungenes Follow-up zu dem 2000er-Werk "Inspirational journey". Erneut überzeugt Randy Travis mit einem starken "Gospel"-Album, wobei sich das "Gospel" nicht so sehr auf die Musik, sondern vielmehr auf die religiösen Texte bezieht - ähnlich, wie es auch bei den letzten Alben seines freundes Paul Overstreet der Fall ist. "Rise and shine" ist ein wunderbares Album allerbester traditioneller Countrymusic, wie sie die Fans von Randy Travis hören wollen. Lupenreine Countrysongs, mal schnell, mal langsam, mit tollen Melodien und der ihm typischen Instrumentierung aus Gitarren, Fiddles, viel Steelguitar, Piano und allem, was zum "pure Country" dazugehört. Das Album überzeugt auf der ganzen Linie! 13 klasse Songs, wovon ein paar richtige kleine Knüller dabei sind, die an seine besten Zeiten anknüpfen. Zum Beispiel das Titelstück "Rise and shine": Fetziger, auf akustischer Basis instrumentierter, aber mit dezenten elektrischen Zutaten versehener Roadhouse-/Dancehall-Country mit schnellem Drumming, einer tollen Melodie, feiner Steel und prima Gitarren. Oder die schöne Country-Ballade "When Mama prayed", der knackige Honky Tonker "I'm ready", bis zu dem herrlich flockigen "Three wooden crosses", das an beste "Forever and ever Amen"-Zeiten erinnert. Nicht zu vergessen die flotte, gut abgehende und tanzbare Nummer "Pray for the fish", ein potentieller Chartbreaker. Randy Travis at his best!

Art-Nr.: 1749
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Twain, Shania - up! [2002]
2 CD-Set! Das ist sie nun, die von so vielen Leuten so sehnlichst herbeigewünschte, neue Shanaia-CD! Und eines ist klar: Sie erfüllt mit Sicherheit alle Erwartungen! Das Album gibt es gleich in drei Versionen, einer Pop-Ausgabe, mit chartkompatiblen Pop-Beats und Dance-Rhythmen versehen, einer World-Version mit exotischem, orientalischem Anstrich, und natürlich der Country-Version, die wohl auch getrost als Original-Version bezeichnet werden darf. Bei Bärchen Records gibt es "UP!" als Doppel-CD. Beide CDs haben exakt die gleichen Stücke, die rote CD beinhaltet die Pop-Versionen und die grüne die Country-Versionen! Wir konuentrieren uns in unserem kurzen Abriß selbstverständlich auf das Country-Album! Und damit, das ist keine Frage, macht sie dort weiter, wo sie mit "Come on over" aufgehört hat! Pop-orientierter, pfiffiger, kraftvoller, dynamischer Mainstream New Country, der die Top-Plätze der Charts wohl erst einmal blockieren dürfte. Gut zum Tanzen geeignet! Klar, daß auch bei der ursprünglichen Countryversion die Fun-Pop-Elemente im Vordergrund stehen, doch einige Stücke klingen noch erstaunlich country. Da hören wir mal eine Fiddle, Mandolinen, Banjo und auch Steel-Guitar. Damit dürfte ihr weiterhin niemand die Vorreiter-Stellung des modernen Nashville Mainstream Pop-Country streitig machen. Das Songmaterial ist locker und flüssig melodisch. Zu den Höhepunkten zählen das fetzige Titelstück mit schöner Fiddle und Banjo, die sehr country klingenden, melodischen Nummern "She's not a pretty face" mit prima Steel und Mandoline, sowie "Forever and for always" und die gelungene Ballade "I'm jealous"! Shania bietet was für's Geld. 19 neue Tracks mit satten 73 Minuten Spielzeit. Und das, wie gesagt auch gleich nochmal als Pop-Ausgabe. Doch die Country-Ausgabe ist die weitaus gelungenere!

Art-Nr.: 1705
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

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Various Artists - the songs of hank williams jr. ~ a bocephus celebration [2003]
Hochinteressanter neuer "Stoff" für die Fraktionen der Southernrocker und Countryfreunde gleichermaßen! Hank Williams jr. ist zweifellos einer der populärsten und markantesten Vertreter klassischer und zeitloser Outlaw-Country-Musik! Wie bei kaum einem anderen war und ist seine typische "rowdy" Countrymusic geprägt von der Verschmelzung der puren Country- und Honky Tonk-Traditionen mit rohen Southern-Roots und einer gediegenen Portion Blues- und Rock-Würze. So hat es sich eine wirklich hochkarätige Delegation aus den Bereichen Southern Rock, Country und Countryrock nicht nehmen lassen "Bocephus" mit diesem großartigen Tribute-Album ihre musikalische Anerkennung zu dokumentieren. Auf 16 Tracks, von denen bis auf 2 (lediglich Alan Jackson's "The blues man" und "A country boy can survive" von Chad Brock sind bereits veröffentlicht) alle exklusiv für dieses Album neu eingespielt wurden und anderweitig nicht erhältlich sind, beglücken uns die verschiedenen Bands und Künstler mit ihren Versionen diverser Hank-Jr. Titel. Und das machen sie überwiegend in prächtiger Manier. Hier gibt's dampfenden Southernrock, genauso wie ganz großartige, traditionelle Outlaw-Country- und Honky Tonk-Nummern. Ein kurzer Überblick! Zunächst die beteiligten Bands aus dem Southernrock-Umfeld: Lynyrd Skynyrd geben sich beispielsweise die Ehre mit einer brandneuen Aufnahme des Klassikers "Born to boogie". Wow, und die hauen ordentlich rein! Eine kochende, pure Southernrock-Nummer allererster Güte, mit krachenden Riffs, bärenstarkem Klavier-Geklimper und feurigen Gitarrenduellen. Das macht richtig Appetit auf die neue Skynyrd-CD. Dann ist Georgia Satellites' Dan Baird mit von der Partie. Er steuert eine höllische Version von "Whiskey bent & hell bound" bei. Typisch dreckige, dampfende Satellites-Riffs, sein toller Gesang, das bluesige Boogie-Flair und ein glühendes Gitarrensolo machen diese Nummer zu einem echten Knaller in bestem Yayhoos-Stil. Ewige Zeiten gab's nichts Neues von der Marshall Tucker Band. Das ist jetzt vorbei! Sie präsentieren eine prima Countryrock-Version von "All my rowdy friends have settled down" und die alten Kempen von 38 Special steuern den Rocker "If it will it will" bei. Dann kommen wir langsam zu den Vertretern der Country- und New Country-Szene: Montgomery Gentry zum Beispiel spielen eine großartige, herrlich knackige Version des Honky Tonk-Countryrockers "Women I've never had" mit wunderbarem Piano-, Steel- und E-Gitarren-Wechselspiel. Trick Pony laden mit "All my rowdy friends are coming over tonight" zu einer rasanten, fulminanten, rockenden Country-Party ein. Geht wunderbar ab! Mit toller Blues-Harp, klasse Gitarrenläufen und einer Menge Southern-Flair! Außerdem sehr gelungen ist die satte Uptempo-Version von "Family tradition", die Aaron Tippin präsentiert, oder auch die beiden wunderbaren "Pure" Country-/Honky-Tonk-Nummern "Major moves" von John Michael Montgomery und "Eleven roses" von Trace Adkins, beide mit schöner Steelguitar. Ebenfalls eine ganz großartige Version gibt es von "Heaven can't be found", interpretiert von einem gewissen Dusty Drake. Ein neuer Name, der aufhorchen läßt. Traditioneller Country in bestem Alan Jackson-Stil vom Allerfeinsten. Tolle Stimme! Klasse auch Tracy Lawrence mit seiner Version von "Outlaw women", herrlicher New Country voller Outlaw-Southern-Flair mit schöner Slide-Gitarre. Ansonsten hören wir noch Songs von Blake Shelton, Andy Griggs und Hank jr. selbst, zusammen mit all seinen Freunden, die ihn auf diesem Tribute würdigen. Immer wieder erstaunlich, zu welch großer Form so manche Interpreten doch bei solchen Tribute-Alben auflaufen. Auch dieses Hank-jr.-Tribute macht da keine Ausnahme. Kompliment an die Künstler! Über 63 Minuten beste Southernrock-/ Country-/ Countryrock-/ New Country-Unterhaltung mit hohem Spaßfaktor!

Art-Nr.: 1772
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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